#DealMonitor – tado bekommt 43 Millionen – Hawk AI sammelt 17 Millionen ein – Kittl bekommt 11,6 Millionen


Im #DealMonitor für den 26. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

tado
+++ Trill Impact Ventures, Bayern Kapital, Kiko Ventures und Swisscanto sowie Altinvestoren wie Noventic und Target Partners investieren 43 Millionen Euro in tado. Das Münchner Unternehmen, 2011 von Christian Deilmann, Johannes Schwarz und Valentin Sawadski gegründet, macht alte, als auch neue Heizungssysteme fit für das Internet-Zeitalter. Das Unternehmen, dessen SPAC-IPO zuletzt scheiterte, bezeichnet sich selbst als “Marktführer für intelligentes Raumklima-Management”. Investoren wie die Noventic Group, amazon, E.ON,  Total Energy Ventures, Target Partners und Shortcut Ventures investierten zuvor bereits über 100 Millionen in das Unternehmen. 2020 erwirtschaftete tado ein Rohergebnis in Höhe von 14,5 Millionen Euro (Vorjahr: 15 Millionen). Der Jahresfehlbetrag lag bei 9,9 Millionen (Vorjahr: 10,3 Millionen). 2022 soll das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen eingefahren haben – siehe Handelsblatt. 2023 plant das Unternehmen nun den Weg in die Profitabilität. 180 Mitarbeiter:innen arbeiten für tado. Mehr über tado

Hawk AI
+++ Sands Capital sowie Altinvestoren wie DN Capital, Coalition, BlackFin Capital und Picus Capital investieren 17 Millionen US-Dollar in Hawk AI. Die Bewertung liegt bei 67 Millionen Dollar (vorher: 30 Millionen) – siehe Handelsblatt. Das Münchner FinTech, das 2018 von Wolfgang Berner und Tobias Schweiger (beide früher bei  PAY.ON aktiv) gegründet wurde, bietet eine “Softwarelösung zur automatisierten Erkennung von Verdachtsfällen von Finanzkriminalität” an. BlackFin Capital Partners, Picus Capital und Co. investierten zuletzt 10 Millionen US-Dollar in Hawk AI. “Das Geld wird dazu genutzt, um die Produktentwicklung sowie die globale Expansion weiter zu beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Hawk AI

Kittl
+++ Left Lane Capital, Speedinvest und Business Angels wie Des Traynor und Shaan Puri investieren 11,6 Millionen US-Dollar in Kittl. Das Startup aus Berlin, 2020 von Nicolas Heymann und Tobias als Heritage Type Co. gegründet. setzt auf stylische Design-Vorlagen. “The new funds will be used to grow Kittl’s tech and product teams as it further develops its tools to turn anyone’s graphical ideas into reality”, teilt das Startup mit. Speedinvest, Shio Capital, BLN Capital und Joyance Partners sowie Angel-Investoren wie Ramzi Rizk, Paul Schwarzenholz, Björn Kolbmüller und Karl Christian Vogel investierten zuletzt 1,9 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Mehr über Kittl

Beatvest
+++ Neosfer, APX, Trade-Republic-Investor Sino und N26-Gründer Maximilian Tayenthal investieren 1,3 Millionen Euro in Beatvestsiehe Gründerszene. Das FinTech, das von Sophie Thurner und Julia Kruslin gegründet wurde, positioniert sich als anfängerfreundliche Investmentplattform. In der Selbstbeschreibung heißt es: “beatvest connects education with tools in order to provide a personalised, do-it-yourself investment experience that supports investment beginners in building long-term wealth”. Mehr über Beatvest

MERGERS & ACQUISITIONS

stoff4you
+++ Der Münchberger Klamottenanbieter Frank Walder übernimmt den B2C-Online-Shop Stoff4you – siehe Textilwirtschaft. “Die Firma ist bereits in zweiter Generation im Stoffgeschäft tätig. Ernst Schnekenburger gründete unter dem Namen Stoff Palette im Jahr 1962 einen Stoff-Großhandel”, heißt es auf der Website. 1985 stieg der damals 19-Jährige Bernd Schnekenburger in das Geschäft ein. “Das letzte Einzelhandelsgeschäft wurde 2008 verkauft, im gleichen Jahr etablierte er die Marke stoff4you und die dazugehörige Website.”

VENTURE CAPITAL

allygatr
+++ Über 25 Investor:innen – darunter Jan Dzulko (everphone), Marc Müller (ETL Gruppe), Dirk Mundorf (Egon Zehnder), Romy von Roeder (Procon Capital), Robindro Ullah (Trendence Institut), Cindy Rubens (HR Innovation Award) und Marcel Rütten (HR4good) – stellen dem Berliner HR-Investor allygatr mehr als 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. “Mit der Finanzierung möchte der VC weitere HR-Tech-Startups in sein Portfolio aufnehmen”, heißt es in der Presseaussendung. Zum Portfolio von allygatr gehören derzeit 14 Startups. Darunter Firmen wie ordio, Collego und Recunited. Mehr über allygatr

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#Gastbeitrag – Berlin, Berlin, wir fahr’n nicht nach Berlin – 8 unterschätzte deutsche Tech-Hotspots


In Jena stecken die Kompetenz und der Teamgeist, um einen Leuchtturm der Digitalisierung mit Strahlkraft nach Deutschland und darüber hinaus zu bilden. Mit über 3.500 Beschäftigten in mehr als 140 Unternehmen der Digitalwirtschaft sowie 1.500 Fachleuten in den High-Tech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist die Stadt das Ballungszentrum Thüringens für Digital- und E-Commerce- Expertise. Sowohl aufstrebende Start-ups wie rooom als auch etablierte Player wie Accenture und Wissenschaftseinrichtungen wie die Ernst-Abbe Hochschule oder die Friedrich-Schiller-Universität bilden als vielfältiges Netzwerk den Verband Jena Digital, der branchenübergreifenden Wissensaustausch und Kooperation fördert. Von E-Commerce bis Metaverse, von Cybersicherheit bis Datenkompetenz sind in Jena alle Themenbereiche vertreten – eine perfekte Ausgangsposition als wachstumsorientierter Digital-Standort.
Hans Elstner, Gründer und CEO der rooom AG und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins Jena Digital

“Haiger ist ein zentral gelegener und gut erreichbarer Wirtschaftsstandort in der Wirtschaftsregion Mittelhessen. Wir haben bewusst die Kleinstadt gewählt, um nah an den alltäglichen Herausforderungen Lösungen zu entwickeln. Es gibt keine Blasenbildung, da die Größe des Standorts Vernetzung befördert. Haiger ist wirtschaftsstark und innovativ. Die wirtschaftliche Vielfalt ist eine der großen Stärken der Stadt: Kleinbetriebe und Gewerbe gehören ebenso dazu wie weltweit agierende Unternehmen mit Visionen und ambitionierten Zielen. Gleichzeitig liegt Haiger geografisch in der Mitte – von Hessen, Deutschland und Europa. Im Herzen Europas können wir global handeln, aber auch lokal agieren. Genau das macht die Zentralität und Wirtschaftsstärke von Haiger aus. Dass der größte, schnellste und intelligenteste 3D-Drucker in Haiger steht, ist absolut kein Zufall, sondern taktisch bewusst gewählt.
David Schlawer, Leitung Vertriebsinnendienst Mark3D

“Die gängige Meinung, die Stadt Bielefeld in Ostwestfalen-Lippe (OWL) gäbe es ja gar nicht, lässt sich schnell widerlegen, Stichwort: Hinterland of Things. Auf der jährlich stattfindenden Konferenz verbinden sich Tech-Start-ups mit Mittelständlern. So auch das Bielefelder Unternehmen Diamant Software, das KI-basierte Software für Rechnungswesen und Controlling entwickelt. Die Vision von Diamant Software ist nichts Geringeres, als die intelligenteste Rechnungswesen-Software der Welt anzubieten. Aus diesem Grund investieren wir auch in KI-Grundlagenforschung. Dank der örtlichen Start-up-Szene mit dem Pioneers Club und der Founders Foundation ist Bielefeld ein sehr inspirierender Standort für uns. Auch die Vielzahl an renommierten erfolgreichen Traditionsunternehmen und Hidden Champions machen die Stadt zu einem idealen Ort für kollaboratives und innovatives Arbeiten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.“
Haiko van Lengen, CEO von Diamant Software.

“Heilbronn ist der Place to be, wenn es um Start-Ups und Innovation geht – warum? Weil der wenig  mehrwert-stiftende Großstädte-Hype des Start-Up-Ökosystems einfach wegfällt! In der Region der Weltmarktführer trifft wirtschaftliche Kompetenz auf Innovation und Technologie sowie Gründergeist. Da platzen nicht marktreife Gründungsballons schon bevor sie viel Geld verschlungen haben. Zukunftsfähige Gründungsideen vernetzen sich sofort mit Unternehmen, die weltweit aktiv und wirtschaftlich erfolgreich sind. Ideale Voraussetzungen für Heilbronn-Hohenlohe-Franken zur begehrtesten Gründungsregion in Deutschland zu werden.”
Daniel Nill, Partner Lingner

“Es ist ganz erstaunlich, welche Innovationskraft in Ostdeutschland steckt, und der Standort bei der breiten Öffentlichkeit trotzdem immer noch unter dem Radar fliegt. Mehr als 2300 Unternehmen mit insgesamt 60.000 Beschäftigten sitzen in diesem Gebiet, und die Universitäten in der Umgebung haben sich zur Halbleiter-Kaderschmiede entwickelt. Wir bei Cowen Europe sitzen in Leipzig und kennen das Potential der Region bestens, und auch Investoren weltweit haben die Halbleiterproduktion und ihre Zulieferer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen längst auf dem Schirm. Wenn Sie in NRW jemanden auf der Straße fragen, hätte die Person Silicon Saxony voraussichtlich noch nie gehört.”
Philipp Schlüter, Partner Cowen 

“Stuttgart als geheimen Tech-Hot-Spot zu bezeichnen wäre ein klares Understatement – Stuttgart ist die Innovationsregion Nr. 1 innerhalb von Europa. Nirgendwo sonst wird so viel in Forschung und Entwicklung investiert wie hier. Das Herz der KI schlägt im Südwesten besonders laut: Nicht umsonst startete hier mit dem Cyber Valley Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz. Unternehmen, Universitäten, Institute und das Bundesland Baden-Württemberg vernetzen Forschung und Praxis. Die rege Stuttgarter Startup-Szene ist gleichermaßen kreativ wie solide und hat daher öfter langfristigen Erfolg. Neue B2B-Lösungen für die Logistik und den Maschinenbau werden direkt auf der hiesigen Spielwiese an Industrie- und High-Tech-Unternehmen getestet. Aus meiner Sicht ist es das gesamte Ökosystem, das den Raum Stuttgart so innovativ macht: Große Technologie-Player, wie Bosch, Festo, Trumpf und IBM arbeiten neben einer starken Riege an Mittelständlern. Exzellenz-Unis in Stuttgart oder Tübingen bilden neben Forschungseinrichtungen die neuen innovativen Köpfe aus – und das mit einer gehörigen Prise Praxiserfahrung vor der Haustür. Kombiniert mit durchdachten Förderungen durch das Land Baden-Württemberg ergibt das den Nährboden sowohl für Startups als auch weitere Top-Tech-Entwicklungen aus dem Südwesten. Das Ländle war bekannt für die Tüftler und Denker – jetzt sind es die Innovator*innen und Inkubatoren.”
Katharina Mattes, Senior Manager bei mm1 a valantic company

„Köln als Tech Hot Spot ist absolut unterschätzt: Marktführende Unternehmen und eine lebendige Tech-Startup-Szene treffen hier aufeinander. Als Drehkreuz gehört Köln zur bevölkerungsreichsten Region in Deutschland und bietet mit seiner offenen Mentalität eine hervorragende Basis für Studenten und damit der Tech-Community von Morgen. Zudem bringen die Kölner Universitäten (Uni zu Köln unter den Top 9 Prozent im diesjährigen THE-Ranking) und technischen Hochschulen (die TH Köln ist die größte Fachhochschule Deutschlands) regelmäßig exzellent ausgebildete IT-Expert:innen hervor. Und nicht zuletzt ist Köln eines der Zentren für die digitale Infrastruktur unseres Landes. Mit der Nähe zum Rechenzentrumsstandort Frankfurt, großen überregionalen Glasfasertrassen in der Region sowie dem geplanten XXL-Rechenzentrum im Rhein-Erft-Kreis spielt sich in und um Köln ganz klar die Zukunft der Digitalisierung in Deutschland ab. Kurzum, in Köln treffen klassische Branchen, Entrepreneurship und High-Tech aufeinander.”
Anke Mittelstädt, Director Marketing & Communications bei plusserver

Schon ganz schwindelig geworden von all den geheim-geheimen Hot Spots? Einer darf bei Deutschlands Tech-Standorten natürlich nicht fehlen: Mit gewohnt stolz geschwellter Brust und nicht ganz so geheim präsentiert sich die Bayerische Landeshauptstadt mit wohlbekannter Technischer Universität und Startup-Größen wie etwa Holidu. Doch München hat noch viel mehr zu bieten, und zwar aus der Impact-Ecke.

“München mit seiner starken TU ist traditionell spezialisiert auf Tech-Gründungen mit dementsprechenden Überfliegern wie etwa Personio. Die Stadt verfügt über die entsprechenden Informations- und Austauschplattformen. Daneben gibt es ortsansässige Inkubatoren und viele verschiedene regionale Förderprogramme, um Gründer:innen und ihre Geschäftsideen nach München zu locken. Auch VC-Größen wie Earlybird können einen Standort in München vorweisen. Als Impact-Personalberatung freut es uns aber ganz besonders, dass auch die Climatetech-Gründungen sich sehen lassen können, denn eine nachhaltige Umgebung und Lebensweise fördert unser aller Gesundheit. Technologien und Software können uns in der Hinsicht aktiv unterstützen.”
Sofia Borodulina, Senior Recruitment Consultant bei Talent Tree

Über den Autor
Paul Gärtner ist Practice Director PIABO PR.

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#StartupTicker – +++ Fraugster +++ CoachHub +++ Tier Mobility +++Robotik +++ FinTech +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 26. Januar).

#STARTUPTICKER

Fraugster
+++ Offline: Das Berliner Startup Fraugster, eine Anti-Fraud-Software, ist – wie bereits berichtet – insolvent. Nun gibt es Hintergrundinfos zur Pleite! “Das Unternehmen befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, da eine nötige Finanzierungsrunde im Rahmen eines M&A-Prozesses nicht finalisiert werden konnte”, teilt der vorläufige  Insolvenzverwalter Sebastian Laboga mit. Rettung scheint aber in Sicht: “Erste Gespräche mit interessierten Investoren” fanden bereits statt. Investoren wie CommerzVentures, Munich Re/HSB Ventures und Earlybird investierten in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro in das Unternehmen, das 2014 von Max Laemmle und Chen Zamir gegründet wurde. 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 5,6 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau bis Ende 2021 rund 11,7 Millionen. Mehr über Fraugster

CoachHub
+++ Entlassungen: Das Berliner EdTech-Startup CoachHub trennt sich von 10 % seiner Belegschaft. “To those highly talented and respected colleagues impacted, we are all deeply grateful for your huge contribution!”, schreibt Gründer Matti Niebelschütz auf Linkedin. “Although last year we had strong growth in sales and an important series C, like many tech companies, CoachHub needs to adapt to macro-economic circumstances to ensure long-term business sustainability for our people, partners and our mission to democratize coaching”, schreibt er weiter. In den vergangen Jahren flossen rund 330 Millionen US-Dollar in CoachHub, 2018 von den Seriengründern Yannis und Matti Niebelschütz gegründet. Zwischen 850 und 1.000 Mitarbeiter:innen arbeiteten zuletzt für das Unternehmen. Mehr über CoachHub

Tier Mobility
+++ Noch mehr Entlassungen: Das Berliner Mobility-Unicorn Tier Mobility entlässt weitere 100 Mitarbeiter:innen – siehe auch TechCrunch. Das Tier Mobility-Team spricht dabei von 7 % der Belegschaft. Bereits im August 2022 hatte das umtriebige Unternehmen, das schon eine Weile weiteres Investmentkapital sucht, 180 Mitarbeitende entlassen. Damals waren 16 % der Belegschaft betroffen. Eine gesunde Entwicklung sieht anders aus! Eine Salami-Taktik ist immer der falsche Weg bei Entlassungen. Die Jungfirma sammelte in den vergangenen Jahren bereits rund 650 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von SoftBank, Mubadala Capital und Northzone. Mehr über Tier Mobility

#LESENSWERT

Robotik
+++ “Trotz globalen Einbruchs – Investoren setzen auf deutsche Robotik Deutschland hat im Bereich Robotik viel Expertise und vielversprechende Gründungen. Besonders ausländische Risikokapitalgeber haben die deutschen Robotik-Start-ups für sich entdeckt.” Mehr beim Handelsblatt

FinTech-Szene
+++ “Diese 41 Fintechs wurden seit 2020 verkauft, gingen pleite – oder sind ganz weg. Das ‘Framing’ ist ja letztlich Geschmacksache. Nehmen wir beispielsweise Bonify, also das Berliner Bonitäts-Fintech, das sich im Dezember für kolportierte rund 20 Mio. Euro an die Schufa verkauft hat.” Mehr bei Finanz-Szene

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Econa investiert in XbyX +++ Honda Motor steigt bei Ineratec ein +++ Aareon übernimmt Locoia +++ ECO Group übernimmt Kuno. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#Brandneu – 6 neue Startups: Akina, Creators Club, ShopVibes, Million Steps, eat.de, Let’s Flow


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Akina
Akina aus Zürich, von Florian Haufe und Michele Xiloyannis gegründet, unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, zu Hause selbständig physiotherapeutische Übungen durchführen zu können. “Our AI motion analysis and exercise planning algorithms assure that movements are performed safely and effectively”, heißt es zum Konzept.

Creators Club
Das Berliner Startup Creators Club, von Herbert Hellemann Holguín und Verena Bonath gegründet, kümmert sich um die schnelle Umsetzung von werblichen Botschaften. Dabei lautet das Motto: “Branded content made for you by vetted creators. Easy, effective & flexible.”

ShopVibes
Die Münchner Jungfirma ShopVibes, die von Daniel Wimmer und Philipp Schlieker gegründet wurde, entwickelt eine Software, “mit der elementare Prozesse im Vertrieb digitalisiert und damit automatisiert und erheblich vereinfacht werden können”. Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Million Steps
Million Steps aus Stuttgart setzt auf einen “digitalen, transparenten Nachweis von Weidehaltung für Rindfleisch- und Milchprodukte”. Mittels GPS-Trackern kümmert sich das von Paula Ebert, Rico Noël und Stefan Grimm gegründete Unternehmen darum, “mindestens eine Millionen Schritte der Tiere auf der Weide nachzuweisen”. 

eat.de
Hinter eat.de aus Zwickau, einem Projekt des Unternehmens Advanco, verbirgt sich eine Rezeptplattform, die “ausschließlich selbst gekochte und kuratierte Rezepte sowie How To-Guides bündelt”. Der Dienst soll vor allem als “Inspirationsquelle für Hobby-Köchinnen und -Köche” funktionieren.

Let’s Flow
Das Berliner Unternehmen Let’s Flow, von Dennis Drüke, Christoph Kreiss und Jill Christin Reinhard gegründet, setzt auf Bildungsurlaub und dabei auf mentale Gesundheit. “Durch unsere Kurse leisten wir unseren gesellschaftlichen Beitrag, um die Resilienz von Arbeitnehmenden zu steigern”, teilt das Startup mit.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – Econa investiert in XbyX – Honda Motor steigt bei Ineratec ein – Aareon übernimmt Locoia


Im #DealMonitor für den 25. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

XbyX
+++ Der Berliner Geldgeber Econa investiert in XbyX. Das Berliner FemTech, 2019 von Monique Leonhardt und abnehmen.net-Gründerin Peggy Reichelt (früher auch Partnerin bei Econa) gegründet, setzt auf das Thema Wechseljahre. “Wir vermitteln Wissen und bieten pflanzliche, nicht-hormonelle Produkte, die mit unseren Expertinnen entwickelt wurden. Speziell für die Frau ab 40 – für hormonelle Balance, Menopause und gesundes Altern”, teilt das Team mit. Der Auxxo Female Catalyst Fund investierte bereits in XbyX. Mehr über XbyX

Ineratec
+++ Honda Motor sowie Altinvestoren wie Engie New Ventures, MPC, Safran Corporate Ventures, FO Holding, Planet A Ventures und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren in Ineratec. Das Unternehmen aus Karlsruhe, von Tim Böltken, Philipp Engelkamp und Caspar Schuchmann gegründet, setzt auf E-Fuels. “Die E-Fuels können fossile Kraftstoffe direkt ersetzen. Die Partner haben es sich zum Ziel gesetzt, die chemische Industrie und den Mobilitätssektor in Richtung CO2-Neutralität zu transformieren”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Ineratec

MERGERS & ACQUISITIONS

Locoia
+++ Das Mainzer Unternehmen Aareon, der Anbieter von SaaS-Lösungen für die Immobilienwirtschaft, übernimmt das Hamburger Startup Locoia, eine “Low-Code-Integrationsplattform, deren größte Kundengruppe PropTechs sind”. “Mit dieser Akquisition eröffnet Aareon ihren Kunden, die mehr als 14 Millionen Einheiten managen, neue Möglichkeiten. Den PropTechs ermöglicht die Locoia-Akquisition Wachstumspotenzial durch den Zugang zu den führenden Immobilienanbietern in Europa”, heißt es in der Presseaussendung. Locoia wurde 2019 gegründet.

Kuno
+++ Die Bad Homburger ECO Group, zu den Marken wie Hydrophil gehören, übernimmt den Butzbacher Waschmittelstreifenhersteller Kuno, der 2020 von Tom Mayr und Etienne Schmalfuß gegründet. “Die beiden Grunder bleiben als Geschaftsfuhrer an Bord und übernehmen zusätzlich weitere Aufgaben in der aufstrebenden Gruppe. Alle Mitarbeitenden werden übernommen und auch der Standort Butzbach bleibt erhalten und wird weiter ausgebaut”, teilt das Unternehmen mit.

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#Gastbeitrag – Fehlende Entwickler*innen: Wie Unternehmen sie gewinnen und halten


Top-ausgebildete Fachkräfte sind nach wie vor Mangelware. Vor allem Tech-Unternehmen fällt es schwer, erforderliche Talente einzustellen. Wer dennoch, nach aufwändiger und kostspieliger Suche neue, qualifizierte Entwickler*innen gefunden hat, sollte seine Mitarbeitendem stetig weiterbilden, um ihnen eine langfristige Perspektive zu bieten. Unternehmen sollten vor diesem Hintergrund präventiv eine Personalstrategie entwickeln, durch die sie frühzeitig erkennen, ob Mitarbeitende unzufrieden sind, um in diesem Fall in der Lage sein, umgehend mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Ein Leitfaden, wie Personalabteilungen es gelingt, Talente zu gewinnen und diese auch zu halten – und sich auf diesem Wege Organisationen zukunftsfähig aufstellen. 

Der strategische Einstellungsprozess

Unternehmen, die in Zeiten des Fachkräftemangels zu rasant wachsen, stellen nicht selten unnötig viele neue Arbeitskräfte auf einmal ein und achten unzureichend auf passende Rollen. Nur allzu oft folgen solch unausgereiften Wachstumsphasen dann Entlassungen. Es stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen nachhaltig und strategisch wachsen, ohne oberflächlich und unbedacht Talente einzustellen?

Um die Chancen zu erhöhen, dass neue Mitarbeitende dem Unternehmen längerfristig erhalten bleiben, sollten im Einstellungsverfahren zunächst einmal das HR-Team, die Geschäftsleitung und betroffene Entscheidungsträger eng miteinander zusammenarbeiten. Dabei evaluieren und prüfen die Verantwortlichen sorgfältig, wie jede*r potenzielle neue Mitarbeiter*in:

  • Erstens in der Lage ist, die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und insbesonder zu beurteilen, wie diese dem Unternehmen beim Erreichen der gesetzten Ziele dienen;
  • zweitens ganz grundsätzlich zur Kultur des gesamten Unternehmens passt.

Durch solche Kontrollen und Abwägungen im Einstellungsprozess erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass neue Mitarbeitende sich mit den langfristigen Zielen eines Unternehmens identifizieren, die Werte des Unternehmens teilen und ihre Einstellung und Fähigkeiten den Anforderungen einer zu besetzenden Rolle gerecht werden. Für das nachhaltige Wachstum sind diese Faktoren von entscheidender Bedeutung. 

Mitarbeiterbindung durch Chancen und Werte

Der wichtigste Faktor für die erfolgreiche Einstellung neuer Talente ist dabei die Unternehmenskultur. Beispielsweise wollen wir bei Aiven unseren Mitarbeitenden das nötige Rüstzeug an die Hand geben, damit sie in ihrer Rolle erfolgreich sind und im Unternehmen etwas bewirken können. Das Fördern von Autonomie und Verantwortlichkeit spielt dabei eine wichtige Rolle – dies muss wiederum mit Unternehmenswerten wie Mut und Offenheit im Einklang stehen. Eine starke Kultur und Werte, die die Menschen respektieren, machen schlussendlich einen attraktiven Arbeitgeber aus.

Eine intakte Unternehmenskultur regt dabei einzelne Mitarbeitende an, mutig und offen Herausforderungen anzugehen und immer im Auge zu behalten, wie sie einen sinnvollen Beitrag zum Wachstum des ganzen Unternehmens leisten können. Als günstig erweist sich dafür eine Policy für Flexibilität: Mitarbeitende möchten beispielsweise frei entscheiden, von wo sie arbeiten. Sei es in einem Büro oder als digitale Nomaden. Letzteres erleichtert auch das Talent-Sourcing, da Organisationen auf diesem Wege Zugang zu einem globalen Talentpool erhalten. Vertraut eine Organisation den eigenen Mitarbeitenden und ermöglicht ihnen, unabhängig zu arbeiten, wirkt sich dies oftmals positiv auf die eigene Kultur und Produktivität aus. Ganz grundsätzlich ist es wichtig, dass Arbeitgebende ihren Arbeitnehmenden dafür Respekt entgegenbringen und ihnen den nötigen Freiraum bieten, ihre Aufgaben zu erledigen.

Ein weiterer zentraler Unternehmenswert: Jede Einzelne und jeder Einzelne sollte die Chance haben, sich weiterzubilden und zu lernen. Denn die Entwicklung der Mitarbeitenden ist eine wesentliche Voraussetzung für den langfristigen Erfolg einer Organisation. Instrumente hierfür sind vielfältig, etwa Bildungsbudgets oder Mentoren innerhalb des Unternehmens. Auf diesem Wege erhöhen Organisationen die Chance, dass sich Mitarbeitende weiterentwickeln und selbst eine Position als Führungskraft oder Fachexpert:in anstreben, der sie dann auch gerecht werden können.

Alle Werte eines Geschäfts sollten dem übergeordneten Ziel dienen, die gesamte Organisation in den Mittelpunkt zu rücken und diese fortlaufend weiter zu entwickeln. Klare Richtlinien, was die Kultur ausmacht, helfen Mitarbeitenden, sich mit Organisationen zu identifizieren und sich produktiv in internen Abläufe einzuklinken.

Neue Ansätze sind beispielsweise eine Whistleblower-Hotline, die für deutlich mehr Offenheit sorgen kann und idealerweise verhindert, dass Probleme nicht angesprochen werden. So eine Hotline kann sich daher als das fehlende Puzzlestück für kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung entpuppen. Auch sollte permanent überprüft werden, dass zusätzliche Benefits tatsächlich den Teams zugute kommen und nicht einfach verpuffen.

Letztendlich stehen die Menschen an erster Stelle

Die Quintessenz: Die Menschen stehen immer im Mittelpunkt. Unternehmen müssen sicherstellen, dass jede Stelle mit der richtigen Person besetzt wird, die auch über die dafür erforderlichen Fähigkeiten, Werte und Einstellungen verfügt. Die langfristigen Werte einer Organisation sollten dabei die Grundlage für interne Prozesse und Zielsetzungen bilden. Diese Werte muss jeder Mitarbeitenden transparent nachvollziehen können.

Einer effektive Strategie umzusetzen, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, ist eine umso größere Herausforderung in einer Zeit des sich verschärfenden Fachkräftemangels. Die Versuchung ist groß, stattdessen übereilte Entscheidungen zu treffen, um kurzfristig offene Positionen zu besetzen. Nachhaltig ist dies allerdings nur in seltenen Fällen.

Fühlen sich die Mitarbeitenden mit ihren Anliegen und Wünschen wahrgenommen und verstanden, sind sie glücklicher und in diesem Fall oft auch produktiver. Die individuellen Entwicklungen und Bedürfnisse der Einzelnen dürfen Unternehmen trotz der gemeinsamen Kultur dabei nicht vergessen. Im Gegenteil: Diese sind zentraler Bestandteil der gemeinsamen Werte. Regelmäßiges Feedback sowie ein offener und ehrlicher Dialog steigern die gegenseitige Wertschätzung und die Bindung untereinander. Menschen lernen, individuelle Vorlieben der anderen zu schätzen. Die Motivation aller steigt ebenso wie die Chancen auf eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Über die Autorin
Anna Richardson ist Vice President of Human Resources bei Aiven, einem Managed-Cloud-Service-Unternehmen der nächsten Generation, das die besten Open-Source-Datentechnologien anbietet, um Unternehmen auf der ganzen Welt zu unterstützen und das Leben von Entwicklerinnen und Entwicklern zu verbessern. Anna, die sich selbst als versierte Generalistin im Bereich Human Resources bezeichnet, verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Verwaltung des gesamten Spektrums von HR-Programmen. Sie hat auf globaler Ebene Erfahrungen in verschiedenen Branchen gesammelt, unter anderem in der Tech-Industrie, in gemeinnützigen Organisationen, in der Medien- und Reisebranche, im Bau- und Ingenieurwesen, im Gesundheitswesen und im öffentlichen Sektor und dabei in Ländern wie Deutschland, Tansania, Australien und England gearbeitet. 

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#aktuell, #gastbeitrag

#StartupTicker – +++ Gropyus +++ Emma +++ Toposens +++ Entlassungswelle +++ Trade Republic +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 25. Januar).

#STARTUPTICKER

Gropyus
+++ Ein fettes Investment in schwierigen Zeiten: Der Bochumer Immobilienkonzern Vonovia und weitere, nicht genannte Geldgeber, investieren 100 Millionen Euro in Gropyus. Hinter Gropyus, 2019 in Wien gegründet, stecken unter anderem der österreichische Investor Florian Fritsch, der ehemalige Delivery-Hero-Macher Markus Fuhrmann, Philipp Erler, vormals Technikchef bei Zalando und Book A Tiger-Gründer Ulrich Lewerenz. Das Unternehmen baut und vermietet unter Einsatz von ganz viel Technologie Mehrfamilienhäuser, die meist aus Holz bestehen. Insgesamt flossen nun schon 200 Millionen in das Unternehmen. 300 Mitarbeiter;innen arbeiten derzeit für Gropyus. Mehr über Gropyus

Emma
+++ Zahlencheck: Das Matratzen-Grownup Emma (gehört mehrheitlich zur Duisburger Investmentholding Haniel) steigerte seinen Umsatz 2022 um 35 % – von 645 auf 873 Millionen Euro. Das Umsatzziel hatte fas Unternehmen zuvor mit 800 Millionen angegeben. “Während Wettbewerber aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds Insolvenz anmelden mussten, steigerte Emma seinen Gewinn im Jahr 2022 und wirtschaftete das fünfte Jahr in Folge profitabel”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über Emma

Toposens
+++ Das Münchner Startup Toposens, das Sensor-Systeme und Software entwickelt , die autonomen Technologien die Möglichkeit gibt, ihre Umgebung dreidimensional wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren”, ist insolvent. Alpana Ventures, Basinghall Partners und In-Q-Tel investierten zuletzt eine sechsstellige Summe in das Unternehmen. 2020 erwirtschaftete Toposens,  2015 von Tobias Bahnemann, Alexander Rudoy und Rinaldo Persichini gegründet, einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 1 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Millionen). Mehr über Toposens

#LESENSWERT

Entlassungswelle
+++ “Droht auch bei deutschen Startups eine Entlassungswelle? Viele junge Unternehmen sind in der Pandemie stark gewachsen und haben schnell Personal aufgebaut. Ihre Zukunftsprognosen waren teils zu optimistisch.” Mehr beim Handelsblatt

Trade Republic
+++ “Trade Republic geht auf Ganze: Nach exklusiven Informationen von Finanz-Szene hat das Berliner Milliarden-Fintech bei der Bafin eine vollumfängliche Banklizenz beantragt. Die Zulassung würde es dem Neobroker erlauben, abgesehen vom Wertpapiergeschäft in Zukunft auch Einlagen anzunehmen und Kredite auszureichen.” Mehr bei Finanz-Szene

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Kewazo bekommt 10 Millionen ein – evulpo 7,7 Millionen +++ Acodis sammelt 6 Millionen ein +++ Properti bekommt 3 Millionen +++ The Platform Group übernimmt ViveLaCar. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#aktuell

#Interview – “Durch die Wünsche unserer Kunden durften wir ungemein viel lernen”


Das Berliner Startup Gigs, 2020 von Dennis Bauer und Hermann Frank als gegründet, fliegt trotz Millioneninvestment von Gradient, Crane Venture Partners, Speedinvest und Co. weiter extrem unter dem üblichen Szene-Radar! “Mit Gigs kann jedes Unternehmen schnell und einfach einen eigenen Mobilfunkanbieter starten, dadurch besser seine Kunden binden und schnell neue Umsatzquellen erschließen”, erklärt Gründer Dennis Bauer das Konzept von Gigs.

Anfangs war dies aber überhaupt nicht die Idee der Jungunternehmer. “Wir sind ursprünglich mit einer Firma namens HyperMesh gestartet, um Orte mit schlechtem Empfang – etwa Cafés – mit besserer Konnektivität auszustatten. Die Nachfrage war jedoch nicht so groß, wie wir uns erhofft hatten und so haben wir keine Voraussetzungen gesehen, ein wirklich großes Digital-Unternehmen bauen zu können. Gleichzeitig gab es aber von vielen Partnern immer wieder die Nachfrage, ob wir ihnen dabei helfen könnten, einen eigenen Mobilfunkanbieter ins Leben zu rufen. So ist die Idee zu Gigs entstanden”, sagt der Gigs-Gründer.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gigs-Gründer Dennis Bauer außerdem über Mobilfunktarife, Hypothesen und Bedürfnisse.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Gigs erklären?
Mit Gigs kann jedes Unternehmen schnell und einfach einen eigenen Mobilfunkanbieter starten, dadurch besser seine Kunden binden und schnell neue Umsatzquellen erschließen.

War dies von Anfang an euer Konzept?
Wir sind ursprünglich mit einer Firma namens HyperMesh gestartet, um Orte mit schlechtem Empfang – etwa Cafés – mit besserer Konnektivität auszustatten. Die Nachfrage war jedoch nicht so groß, wie wir uns erhofft hatten und so haben wir keine Voraussetzungen gesehen, ein wirklich großes Digital-Unternehmen bauen zu können. Gleichzeitig gab es aber von vielen Partnern immer wieder die Nachfrage, ob wir ihnen dabei helfen könnten, einen eigenen Mobilfunkanbieter ins Leben zu rufen. So ist die Idee zu Gigs entstanden.

Wie ging es dann weiter?
Nachdem wir bei Hypermesh oft die Frage gestellt bekommen haben, ob wir Marken und Unternehmen dabei helfen könnten, einen eigenen Mobilfunkdienst zu starten, haben wir uns näher mit dem Thema auseinandergesetzt und festgestellt, wie viel Innovationspotenzial im Telekommunikationsmarkt steckt: Denn dass was AWS für Cloud-Computing oder Stripe für den Payments Markt gebaut hat, gab es im Telekommunikationsmarkt bisher nicht. Deswegen haben wir Gigs gegründet, die weltweit erste Telecom-as-a-Service Plattform, die Unternehmen mit nur fünf API Calls ermöglicht, einen Mobilfunkservice zu starten. Dabei bündeln wir die APIs unterschiedlicher Netzbetreiber wie AT&T, T-Mobile, Telefonica etc. in einer einzigen Schnittstelle. So können Unternehmen ihren eigenen Mobilfunkdienst starten und haben gleichzeitig volle Kontrolle über den Markenauftritt und die Preisgestaltung. Das ermöglicht ihnen, ihre KundInnen noch besser zu binden und neue Einnahmequellen auf Basis ihres bestehenden Kundenstamms zu erschließen. Von Neobanken, die neben ihren Kredit- oder Debitkarten auch eigene Handytarife anbieten, über Mitarbeiterverwaltungsplattformen, die es ihren Kunden ermöglichen, mit nur wenigen Klicks eigene Mobilfunkverträge an ihre Mitarbeiter auszugeben, bis hin zu Hardware-OEMs, die mit ihren Geräten gebündelte Handytarife anbieten, haben wir bisher eine große Nachfrage aus allen Branchen erfahren.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Vor Gigs mussten Unternehmen, die Mobilfunktarife anbieten wollten, monatelang Verträge mit Telekommunikationsanbietern aushandeln, Ausgaben in Millionenhöhe tätigen, sich mühsam in deren Netzwerke integrieren und eigene Software entwickeln, um ihren NutzerInnen Handytarife anbieten zu können. Diese Hürde ist für die meisten Unternehmen unüberwindbar und ein Hemmschuh für Innovation in einer Zeit, in der Konnektivität wichtiger denn je ist. Mit Gigs sind Unternehmen nun in der Lage, in jedem Markt, in dem sie tätig sind, Mobilfunktarife innerhalb weniger Tage anzubieten. Dabei verdienen wir einerseits an der Bereitstellung unserer API, unseres Whitelabel Produkts Gigs Connect und Gigs Dashboard, dem Admin Cockpit eines jeden Kunden. Andererseits kaufen wir Gigabytes, Telefonie und SMS in großen Mengen von unseren Netzbetreibern zu Preisen, die keiner unserer Kunden einzeln von Netzbetreibern erhalten könnte. Wir können dann unsere eigenen Tarife mit unseren eigenen Preisen strukturieren und maßgeschneiderte Pakete erstellen, je nach den Bedürfnissen unserer Kunden. Unsere Kunden können so ihren Endkunden wiederum marktübliche Tarife anbieten und verdienen dabei an einer attraktiven Marge.

Zuletzt konntet ihr 20 Millionen einsammeln. Wofür braucht ihr so viel Geld?
Mit unserer Series A Finanzierungsrunde, in der unter anderem Google, YC Continuity, Dara Khosrowshahi, CEO von Uber, und viele weitere bekannte Investoren und Business Angels investierten, erweitern wir aktuell das Team und bauen unsere technische Infrastruktur weiter aus, um die schnell wachsende Nachfrage aus unterschiedlichsten Bereichen bedienen zu können.

Wie hat sich Gigs seit der Gründung entwickelt?
Ende 2021 waren wir noch 11 Mitarbeiter . mittlerweile sind wir über 50. Wir haben inzwischen eine zweistellige Anzahl an Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen und wachsen derzeit rasant. Wie viel Umsatz wir gegenwärtig erzielen, kommunizieren wir nicht.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Richtig schief ist eigentlich nichts gegangen, aber es war für uns ungemein hilfreich, dass wir ursprünglich mit HyperMesh gestartet sind und durch die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden ungemein viel lernen durften, um aus diesen Erfahrungen heraus Gigs zu gründen.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht? 
Für uns ist es super spannend zu sehen, dass wir einen sehr großen Product-Market-Fit haben und sich dadurch diverse Hypothesen bewahrheitet haben: Zunächst sind wir im Kinder Smartwatch Bereich extrem schnell gewachsen, haben aber schnell die Erweiterung in andere Bereiche wie Neobanking, eCommerce, Employee Management oder der Creator Economy erfolgreich vorangetrieben. Bei allem Erfolg, den wir als Pionier im Bereich Telecom-as-a-Service haben, ist es für uns aber enorm wichtig, bescheiden zu bleiben und weiterhin eng mit unseren KundInnen und Netzbetreibern zu arbeiten, um eine große Tech-Infrastructure-Plattform im Telekommunikationsmarkt zu bauen.

Wo steht Gigs in einem Jahr?
Ziel ist es, im kommenden Jahr mit unseren Produkten weiterhin in existierenden und neuen Branchen zu expandieren und unsere technische Plattform weiter auszubauen. Alles weitere ergibt sich dann von selbst.

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Foto (oben): Gigs

#aktuell, #gigs, #hypermesh, #interview, #pivot

#DealMonitor – Gropyus sammelt 100 Millionen ein – Kewazo bekommt 10 Millionen ein – evulpo 7,7 Millionen


Im #DealMonitor für den 24. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Gropyus
+++ Der Bochumer Immobilienkonzern Vonovia und weitere, nicht genannte Geldgeber, investieren 100 Millionen Euro in Gropyus. Hinter Gropyus, 2019 in Wien gegründet, stecken unter anderem der österreichische Investor Florian Fritsch, der ehemalige Delivery-Hero-Macher Markus Fuhrmann, Philipp Erler, vormals Technikchef bei Zalando und Book A Tiger-Gründer Ulrich Lewerenz. Das Unternehmen baut und vermietet unter Einsatz von ganz viel Technologie Mehrfamilienhäuser, die meist aus Holz bestehen. “Mit den Mitteln der Finanzierungsrunde forciert GROPYUS die weitere Umsetzung der langfristigen Wachstumspläne wie den Ausbau des Produktionsstandortes Richen”, heißt es in der Presseaussendung. Insgesamt flossen nun schon 200 Millionen in das Unternehmen. 300 Mitarbeiter;innen arbeiten derzeit für Gropyus. Mehr über Gropyus

Kewazo
+++ Fifth Wall, Cybernetix Ventures, Unorthodox Ventures, das Unternehmen Nemetschek sowie Altinvestoren wie True Ventures und MIG Capital investieren 10 Millionen US-Dollar in Kewazo. Das Münchner Unternehmen, das 2018 von Artem Kuchukov gegründet wurde, digitalisiert mit Hilfe von Robotik und Datenanalyse die Bauindustrie. Bislang konzentriert sich die Jungfirma dabei mit dem robotischen Lastenaufzug Liftbot auf den Gerüstbau und automatisiert so den Materialtransport. Insgesamt flossen nun schon 20 Millionen Dollar in Kewazo. Mehr über Kewazo

evulpo 
+++ Der Schweizer Investor serpentine ventures, mehrere Family Offices und Business Angels wie wefox-Gründer Dario Fazlic investieren 7,7 Millionen Franken in evulpo (früher als Schlaufux bekannt). Das EdTech aus Zürich, 2020 vom Historiker Christian Marty, dem Ingenieur Manuel Kant und dem Ökonom Jonas Fehlmann gegründet, kümmert sich um Nachhilfe. Seit Ende 2022 ist evulpo in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und England unterwegs. Mehr über evulpo

Acodis
+++ Der deutsch-französische Venture Capital-Geber Hi Inov und VI Partners investieren 6 Millionen Schweizer Franken in Acodis. Das Startup aus Zürich, 2016 von Martin Keller, Patrick Emmisberger und Benjamin von Deschwanden gegründet, positioniert sich als “intelligente Datenextraktions-Plattform an, welche Datenverarbeitung automatisiert und vereinfacht”. Zielgruppe sind dabei insbesondere Unternehmen aus dem Pharma- und Gesundheitsbereich. 25 Mitarbeiter:innen arbeiten für Acodis.

Properti
+++ PostFinance Ventures sowie Altinvestoren wie Migros und Serpentine Ventures investieren rund 3 Millionen Schweizer Franken in Properti. “Damit konnte das Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten eine Kapitalaufnahme von rund 10 Millionen Franken realisieren”, teilt das Unternehmen mit. Das PropTech aus Zürich, das 2019 von den Brüdern Levent Künzi und Adrian Künzi  gegründet wurde, stellt Maklern “alle Werkzeuge, die sie für ein erfolgreiches Geschäft benötigen, an einem Ort bereit”. Mehr über Properti

ViveLaCar
+++ The Platform Group investiert in ViveLaCar. Das Stuttgarter Startup, das 2019 von Florine von Caprivi, Stefan Neumann und Mathias R. Albert gegründet wurde, bietet ein Auto-Abo an. Markenhändler können ihre Wagen Vive la Car zur Verfügung stellen. Onliner wiederum können über die Plattform nach Autos in ihrer Nähe suchen und einen Abo-Vertrag abschließen. Zustellung, Versicherung und Reparaturen organisieren die Stuttgarter. Mehr über ViveLaCar

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Foto (oben): azrael74

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#Gastbeitrag – Amazon vs. Online-Shop: Was verspricht mehr Erfolg?


Als Amazon Seller hat man es nicht einfach. Das zeigen zahlreiche Dokumentationen, die vor allem den ständigen Preiskampf mit dem E-Commerce-Giganten anprangern. Viele Wege führen an Amazon vorbei, jedoch meist nur über weitere Großanbieter oder Marktplätze wie beispielsweise eBay. Ist ein selbst betriebener Online-Shop die bessere Alternative? Und wenn ja, wie lässt sich der eigene eShop erst einmal erfolgversprechend positionieren?

Als Händler einen eigenen “Amazon Store” zu erstellen, ist nicht aufwändig. Der Marktplatz bietet die Möglichkeit, alle Produkte zu veröffentlichen, ohne dafür einen eigenen Online-Shop aufbauen zu müssen. Die Einstiegshürden sind somit gering und der Produktverkauf kann, ohne viel Geld zu investieren, sofort starten.

Amazon fungiert als Vermittler und die Kommunikation mit den Kunden ist somit einfach. Bei Beschwerden oder Problemen wenden sich die Käufer direkt an die Plattform und nicht an ein Verkäuferkonto. Wenn Amazon zusätzlich die Produkte für Verkäufer lagert, verpackt, versendet und Retouren annimmt, geht auch die Verwaltung der Verkäufe für die Händler leichter von der Hand.

Ein weiterer Vorteil: Amazon hat zahlreiche Kunden, die zu einem Kauf bereit sind. Händler müssen nicht erst auf Zielgruppensuche gehen. Allerdings müssen Anbieter bei Amazon mit Verkaufsgebühren rechnen – die Gewinnmarge fällt dadurch kleiner aus.

Produkte im eigenen Online-Shop verkaufen, als wahre Alternative?

Ein Vorteil, den der eigene Online-Shop bietet, ist die alleinige Kontrolle über Produkte, Store und Logistik. Zudem gibt es größere, individuelle Anpassungsmöglichkeiten im eigenen E-Shop, wie beispielsweise am Layout oder in der direkten Kundenansprache. Außerdem gibt das eigene Verkaufsportal mehr Sicherheit, da es keine Richtlinien gibt, die sich jederzeit ändern können. Verkäufer können auch das eigene Branding im Shop während der gesamten Customer Journey kommunizieren und müssen nicht mit Ablenkungen von anderen Anbietern, wie sie auf Amazon üblich sind, rechnen. Eine konsequente Corporate Identity baut bei den Kunden schließlich mehr Vertrauen gegenüber der Marke auf.

Mit dem eigenen Webshop ist die Marke also näher am Kunden und eine direkte Zielgruppenansprache ist möglich. Auch das Tracking fällt Verkäufern dadurch einfacher und macht in der Folge Optimierungsmöglichkeiten schnell realisierbar. Ein weiterer Vorteil gegenüber Amazon: Es gibt keine kostspieligen Verkaufsprovisionen und keine Mitbewerber auf der eigenen Verkaufsplattform. Aber wie macht man den E-Shop bekannt?

Wie lässt sich ein Online-Shop erfolgversprechend positionieren?

Händler sollten sich zuerst Gedanken über ein durchdachtes Branding machen. Ein unverwechselbares Logo oder Design geben der eigenen Marke ein Gesicht. Zu einer erfolgversprechenden Positionierung gehört auch die Definition einer Customer Journey über alle Touchpoints hinweg bis hin zum Kaufabschluss. Weitere wichtige Gedanken können sein:

  • Eine intelligente Zielgruppenansprache hilft, dass potenzielle  Kunden sich wohlfühlen  und länger im E-Shop verweilen. Wie soll der Kunde also angesprochen werden?

  • Eine gut strukturierte Website ermöglicht den Nutzern, sich schnell eine gute Übersicht zu verschaffen. Wie sieht die (geplante) Struktur aus und wie benutzerfreundlich ist sie?

  • Für detaillierte Insights kann man Google Analytics nutzen, um die Conversion Rate zu messen und weitere Anpassungen vornehmen zu können. Welche KPIs sollen gemessen werden und welche Ziele verfolgt der Online-Shop?

Auch die sozialen Medien spielen eine entscheidende Rolle. Mit hochwertigem Content bauen Händler Beziehungen zu potenziellen Kunden auf. Regelmäßige Beiträge können auf den Online-Shop verweisen. Mit gezielten Gewinnspielen und dem Schalten von Ads kann über die sozialen Kanäle Aufmerksamkeit generiert werden. Influencer oder User Generated Content sind dann eine zusätzliche Überlegung wert, wenn sie zum Produkt passen. Das Versenden von Newslettern kann zudem den Vorteil haben, beispielsweise mit Rabattcodes die Kundenbindung zu stärken.

Pro-Tipp für noch mehr Performance und Visibility: Aus Händler-Sicht ist es klug, sich für einen Blog zu entscheiden. Produkte können so organisch von Interessenten gefunden werden. Das Verfassen von Beiträgen kann sich zudem – durch die richtige Auswahl von Keywords – positiv auf das SEO-Ranking der Marke auswirken.

Fazit: Verkaufsabsicht entscheidend

Die Nutzung von Amazon als Verkaufsplattform bietet zahlreiche Vorteile. Jedoch kannst du deine Brand durch den eigenen Online-Shop klarer positionieren und die Kundenbindung dadurch nachhaltig stärken. Auf lange Sicht ist es demnach immer sinnvoll, einen Online-Shop zu eröffnen, den du zu 100% selbst verwaltest und über den du deine Produkte verkaufst.

Bist du neu auf dem Markt oder möchtest du lediglich kurzfristige Erfolge durch den Verkauf deiner Produkte erzielen, lohnt es sich, auf Online-Shop-Baukästen wie bspw. Shopify, Wix oder Jimdo zurückzugreifen. Hier sind die Anpassungsmöglichkeiten wohl gegebenenfalls beschränkt, trotzdem kommst du durch die zahlreich vorgefertigten Templates schneller zum Ziel – und so auch im Handumdrehen zum ersten, selbst generierten Umsatz.

Über den Autor
Philipp Reittinger ist Geschäftsführer von ZweiDigital und absoluter Social-Media-Profi. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt baute er zunächst den Bereich App-Marketing bei Shopgate auf und verantwortete bei Vier für Texas das Thema Performance Marketing, ehe er mit Andreas Arndt 2018 ZweiDigital gründete. Die Social-Ads-Agentur ZweiDigital aus Frankfurt entwickelt für Kund:innen wie Connox, Waterdrop, Longines und SportSpar individuelle Performance-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok.

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#aktuell, #gastbeitrag

#StartupTicker – +++ zenloop +++ ClearSpace +++ InsurTech +++ Entlassungswelle +++ Flugtaxis +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 24. Januar).

#STARTUPTICKER

zenloop
+++ Offline: Das Berliner Startup zenloop, eine SaaS-Lösung für Feedbackmanagement, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Torsten Martini bestellt. Das 2016 von den Flaconi-Gründern Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller gegründete Unternehmen, erwirtschaftete 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2021 rund 11,3 Millionen. signals Venture Capital, Nauta Capital und Piton Capital investierten zuletzt  – im Sommer 2020 – 6,1 Millionen Euro in zenloop. Insgesamt flossen schon mehr als 12 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuletzt wähnte sich das zenloop-Team auf dem Weg in die Profitabilität (bis April). Zuvor trennte sich das Unternehmen aufgrund von sinkenden Umsätzen von 60 seiner 80 Mitarbeiter:innen. Ein sechsstelliges Wandeldarlehen sollte nun den Weg bis zum Frühjahr möglich machen. Dieses Wandeldarlehen kam nun aber sehr überraschend nicht zu Stande – darüber wurde die Belegschaft bereits informiert. Offenbar lehnte ein kleinerer Gesellschafter das Vorhaben komplett ab. Mehr über zenloop

ClearSpace
+++ SpaceTech boomt weiter – und Lakestar ist wieder dabei! OTB Ventures, Swisscom Ventures, Future Fund, Lakestar, In-Q-Tel, Happiness Capital und 600 T Space Investments investieren 26,7 Millionen Euro in ClearSpace. Das SpaceTech aus Lausanne, 2018 von Luc Piguet und Muriel Richard-Noca gegründet, setzt auf In-Orbit-Services und die Beseitigung von Weltraumschrott. Mehr über ClearSpace

InsurTech
+++ Deutschland hinkt in Sachen InsurTech hinterher. “Obwohl Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas ist, liegt es insbesondere bei der Zahl der InsurTechs (128) deutlich hinter Großbritannien (224) und Frankreich (194) zurück”, heißt es in der Studie “10 Years of InsurTech in Germany”, die vom Insurlab Germany, der Maschmeyer Group und Astorya.io herausgegeben wurde.  “Auf den ersten Blick scheint Deutschland im Vergleich zu den anderen beiden Ländern die höchsten Finanzierungsbeträge in InsurTechs zu investieren. Jedoch zeigt sich, dass 62 % der Investments seit 2019 in ein einziges Startup, nämlich Wefox, geflossen sind”, heißt es in der Studie. Mehr über 10 Years of InsurTech in Germany

#LESENSWERT

+++ “Was steckt hinter der Entlassungswelle? Mit Alphabet hat der nächste große Tech-Konzern angekündigt, Tausende Mitarbeiter zu entlassen. Wie geht es mit der Branche weiter, die in den letzten Jahren über ihre Verhältnisse gelebt hat?” Mehr bei der Tagesschau

Flugtaxis
+++ 
Nichts als Ankündigungen: Was vom Hype um Flugtaxis noch übrig ist. Lufttaxis werden seit Jahren angekündigt, bisher ist jedoch kein einziges Unternehmen im Regelbetrieb unterwegs. Drohen die milliardenschweren Projekte zu scheitern?” Mehr bei Gründerszene

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ 42watt bekommt Millionensumme +++ Artoui streicht 1 Million ein +++ Carl und DoubleDigit fusionieren. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#Brandneu – 8 neue Startups: Urban Monkeys, WeVee, one4good, Candoora, Proofcheck, Vispa, Mandano, Roamy


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Urban Monkeys
Urban Monkeys aus Berlin, von Irene Ternes und Paul von Berg gegründet, möchte sich als “nachhaltiger Reisebegleiter durch den Urban Jungle” etablieren. Das Travel-Startup stellt dabei unter anderem “alle grundlegenden Informationen bereit”, die nötig sind, um sich um “Großstadtdschungel schnell zurecht zu finden”.

WeVee
Das von Rahmyn Kress in Regensburg gegründete Mobility-Startup WeVee setzt auf “intelligente elektrische Mobilitätsplattformen”. Zielgruppe sind  Unternehmen, die ihren Mitarbeiter:innen, den Umstieg auf E-Autos erleichtern möchten. Mit der WeVee-App möchte die Jungfirma zudem “Hürden beim Laden reduzieren und nächstgelegene Ladestationen ausfindig machen”. 

one4good
Über das Münchner Impact-Startup one4good, von Nikolas Jaeger und Daniel Jarnecic gegründet, können Onliner:innen über ein monatliches Abo “eine Vielzahl an sozialen und nachhaltigen Projekten gleichzeitig unterstützen”. Dabei können die Nutzer:innen selbst entscheiden, welche Projekte sie unterstützen möchten. 

Candoora
Candoora aus Hamburg, das von Tom Krause gegründet wurde, möchte sich als “Tool für bessere Zusammenarbeit” etablieren. “Candoora macht Vorgesetzte zu echten Leader:innen, um das Mitarbeitenden-Engagement langfristig und effektiv zu erhöhen”, schreibt das Team. 

Proofcheck
Das Wiener Startup Proofcheck hilft seinen Nutzer:innen bei der Erstellung von fehlerfreien Inhalten. Zum Konzept teilt das Team der Gründer:innen Tara Merrigan und Alexandre Paris mit: “Whether you are an author, publishing house, academic writer, or white paper creator, let our AI proofreading workflow platform catch embarrassing errors.”

Vispa
Vispa aus Stuttgart, von Sebastian Goebel, Christian von Bock und Simon Walk gegründet, setzt auf “virtuelle 3D-Räume für Projektmanagement, Workshop- Moderation und agile Meetings”. Das Startup verspricht dabei: “Mit der 3D-Software lässt sich eine echte Zusammenarbeit erreichen, die Spaß macht und effizient ist.”

Mandano
Die Jungfirma Mandano aus Jena bringt sich als “HR-Strategieplattform für KMUs und Familienunternehmen” in Stellung. Das Team verspricht dabei: “Unsere Online-Plattform ermöglicht den Kunden, ihren HR-Bedarf in Echtzeit zu identifizieren und dabei datenbasierte Entscheidungen zu treffen.”

Roamy
Roamy aus Karlsruhe, von Astaro-Gründer Jan Hichert gegründet, bietet Audio-Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten. “Nutzer und Nutzerinnen der App können sich unterwegs auf Reisen oder auch bei Ausflügen in der Heimat alle verfügbaren Informationen ganz einfach vorlesen lassen”, heißt es zum Konzept.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – ClearSpace sammelt 26,7 Millionen ein – 42watt bekommt Millionensumme – Carl und DoubleDigit fusionieren


Im #DealMonitor für den 23. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

ClearSpace
+++ OTB Ventures, Swisscom Ventures, Future Fund, Lakestar, In-Q-Tel, Happiness Capital und 600 T Space Investments investieren 26,7 Millionen Euro in ClearSpace. Das SpaceTech aus Lausanne, 2018 von Luc Piguet und Muriel Richard-Noca gegründet, setzt auf In-Orbit-Services und die Beseitigung von Weltraumschrott. “ClearSpace is creating the technologies that will support a wide range of IOS applications, from disposal and in-orbit transport to mission extension, assembly, manufacturing, repair, and recycling. ClearSpace aims to support institutions and commercial operators alike, to enhance sustainable space operations and promote a circular space economy”, teilt das Unternehmen mit.

42watt 
+++ BonVenture, PropTech1 und der Business Angel Club better ventures (Beate Fastrich und Christoph Behn) sowie Kristofer Fichtner (Thermondo), und Felix Jahn (McMakler) investieren eine siebenstellige Summe in 42watt. Das Startup aus München, das von Marcus Dietmann, Jörg Überla, Ferdinand Zemella und Mario Speck gegründet wurde, positioniert sich als digitaler Energieberater. “Dabei wird der komplette Prozess von der Informationsbeschaffung bis zur Umsetzung durch Handwerker unterstützt”, schreibt das Team zum Konzept. “Das Geld soll in den Ausbau des Produktportfolios und in verstärkte Marketingaktivitäten investiert werden”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über 42watt

Artoui
+++ Das Münchner Family Office K+K1 rund um Timify-Gründer Andreas Knürr investiert 1 Million Euro in Artouisiehe Handelsblatt. Das Startup aus Kirchseeon bei München, das von András Dobi, Benjamin Gibtner, Caniel Cid Gómez gegründet wurde, möchte sich als “vertrauenswürdige Quelle für Künstler und Sammler weltweit” etablieren. “Wir möchten, dass Künstler von ihrer Kreativität profitieren. Deshalb haben wir eine Gruppe kunstinteressierter Investoren zusammengestellt und eine Plattform geschaffen, auf der Künstler ihre Kunstwerke kostenlos verkaufen können”, heißt es auf der Website.

MERGERS & ACQUISITIONS

Carl, DoubleDigit 
+++ Das Berliner Startup Carl, eine Plattform für Unternehmensverkäufe, und Berliner M&A-Beratungsunternehmen DoubleDigit fusionieren. “DoubleDigit und Carl vereinen Erfahrung aus erfolgreichen Transaktionen mit einem Volumen von über 900 Millionen Euro. Das Team von DoubleDigit Group bringt dabei über die gesamte berufliche Laufbahn Erfahrung aus mehr als 50 abgeschlossenen Transaktionen aus Mittelstand und Technologie ein”, heißt es in der Presseaussendung. Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures, die Familie Unger (Auto-Teile-Unger – ATU) und diverse Business Angels investierten in den vergangenen Jahren rund 6 Millionen Euro in das FinTech Carl, das 2016 von Kurosch Habibi und Pascal Stichler gegründet wurde. Die derzeitigen Gesellschafter von werden “an Bord bleiben und freuen sich auf das weitere Wachstum und den Erfolg des gemeinsamen Unternehmens”. Mehr über Carl 

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Foto (oben): azrael74

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#Gastbeitrag – 7 wertvolle Tipps für den Unternehmensaufbau


Kurz zu uns: 2015 haben mein Gründungspartner Jan Hase und ich das Housing-as-a-Service-Unternehmen Wunderflats gegründet. Unser Ziel war es, möblierten Wohnraum einfach, flexibel und sicher zwischen Wohnungssuchenden und Vermietenden zu vermitteln. Mittlerweile sind wir Deutschlands Marktführer für möbliertes Wohnen auf Zeit, zählen 160 Mitarbeitende zu unserem Team und vermitteln monatlich zehntausende Wohnungen in Deutschland, Frankreich und Österreich – weitere Länder sind in Planung.

Unser Weg zum dynamischen und zugleich soliden Scale-up war nicht immer geradlinig. Die großen Krisen der Welt haben auch uns herausgefordert. Um ein Unternehmen resilient für die Zukunft aufzustellen, teilen wir unsere sieben wichtigsten Learnings mit euch:

Vielfalt im Team und eine gemeinsame Vision

Sogar Studien bestätigen es: Wer ein Gründerteam divers aufstellt, hat höhere Erfolgschancen als mit einem homogenen Team. Dabei sollten alle an einem Strang ziehen, eine gemeinsame Vision und Wertebasis haben. Dazu kommen Vertrauen, gegenseitiges Verständnis und eine transparente Kommunikation. Wenn diese Übereinstimmung vorhanden ist, bietet sich allen genügend Freiraum, um auf individuelle Art und Weise die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Fortschritt im Unternehmen nur als Teil des gesamten Ökosystems

Für uns ist ein Unternehmen vor allem Teil eines übergeordneten Ökosystems aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, das nur durch Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern nachhaltig wirtschaften kann. Wir schauen z. B. über unseren Tellerrand hinaus, bauen branchenübergreifende Netzwerke auf, bringen uns in Gremien und Institutionen ein. Die Arbeit zahlt sich im nachhaltigen Wachstum aus.

Erst Analysen, dann das Bauchgefühl

Auch wenn Analysen und rationale Fakten bei Entscheidungsfindungen eine klare Richtung aufweisen, so spielt der Faktor Mensch am Ende die wichtigste Rolle. Was wir den Algorithmen voraus haben, sind Intuition und Empathie. Zwei wichtige Qualitäten, die uns dabei helfen, Entscheidungen auch vor dem Hintergrund unserer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung zu treffen.

Kultur isst die Strategie zum Frühstück

Der Gen Z sei Dank: Nur Unternehmen mit einem starken Wertebewusstsein, das im täglichen Business gelebt wird, können als Arbeitgeber*innen auf lange Sicht überzeugen. Um die Motivation junger Talente und Mitarbeitenden hochzuhalten, braucht es heute eine wertebasierte Unternehmenskultur, die auf Worte auch Taten folgen lässt. Visionen müssen von allen Teammitgliedern gelebt werden. Nur so ist es möglich, den heutigen und zukünftigen Herausforderungen mit Resilienz zu begegnen.

Leadership heißt zuhören, lernen und vertrauen

Als Startup-Gründer*in ist man sein*e eigene*r Expert*in in allen Bereichen. Doch je größer das Unternehmen, desto umfassender die Herausforderungen – aber zugleich auch das wachsende Expertenwissen im Team. Wir setzen auf den stetig wachsenden Wissenspool unserer Mitarbeitenden und haben eine klare Strategie, damit umzugehen. Allem voran: beobachten und zuhören. Das ist leichter gesagt als getan, gerade weil so viele Impulse von außen uns ständig ablenken. Ist dies aber geschafft, gilt es differenziell zu lernen, also ausprobieren, überprüfen und optimieren.

Dem gesellschaftlichen Wohl verpflichtet

Jedes Unternehmen trägt als Teil der Gesellschaft Verantwortung für das zukünftige Zusammenleben auf diesem Planeten. Gerade innovative Startups sind maßgeblich an der Transformation unserer Welt beteiligt. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir mit unseren Unternehmen nur etwas Gewinnbringendes beitragen können, wenn wir etwas für den Wohlstand unserer Gesellschaft tun. Der Schlüssel dafür liegt in den Fähigkeiten des jeweiligen Teams sowie einem funktionierenden Geschäftsmodell, Professionalität oder auch finanzieller Nachhaltigkeit.

Bescheidenheit und Bodenhaftung

Und unsere wichtigste Empfehlung: bleibt bescheiden und euch eurer Anfänge bewusst. Der erste Erfolg steigt gerne schnell zu Kopf. Der aber sollte kühl bleiben, und das nicht nur in turbulenten Finanzierungsrunden.

Über den Autor
Arkadi Jampolski ist Co-Gründer und COO von Wunderflats. In Russland geboren und aufgewachsen, kam Arkadi mit acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Neben seinem Doppel-Bachelor-Abschluss (BA European Business & BSc Financial Management) war Arkadi einige Zeit selbständig und hatte bereits ein mal gegründet, bevor 2015 Wunderflats, Deutschlands Marktführer für möbliertes Wohnen auf Zeit, entstand.

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#aktuell, #gastbeitrag, #wunderflats

#StartupTicker – +++ WunderAgent +++ Clue +++ Wefox +++ Relaxdays ++ Miet-Commerce +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 23. Januar).

#STARTUPTICKER

WunderAgent
+++ Offline! Das Berliner Startup WunderAgent ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus bestellt. Das Startup, 2014 von Matti Biskup und Andre Torkler gegründet, möchte “Kunden die Immobilie als Anlageform näher bringen”. Anfangs wollte das Unternehmen noch Vermieter dabei unterstützen, ihre Wunschmieter mit Hilfe strukturierter Prozesse zu finden. Daneben kümmert sich das Unternehmen über eine Tochterfirma auch um die Verwaltung von Immobilien. Zu den Investoren von WunderAgent gehörten in der Vergangenheit Picus Capital, Global Funders Capital (GFC) und SumUp-Macher Daniel Klein. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von 150.225 Euro. Wenn die Sanierung über die Insolvenz mit einem neuen Geldgeber gelingt, möchte das Team den Schwerpunkt auf die Verwaltung von Immobilien legen. Mehr über WunderAgent

Clue
+++ Entlassungen: Das Berliner Startup Clue, eine Zyklus- und Fruchtbarkeits-App, entlässt rund 25 % seiner Belegschaft – siehe auch Gründerszene. Rund 100 Mitarbeiter:innen arbeiteten zuletzt für Clue. “Unexpected things happens in a startup; we take risks as leaders without having complete data. So, as many other leaders have had to do right now, we have reduced the team size at Clue with a quarter to secure financial endurance”, schreibt Gründerin Ida Tin bei Linkedin. Das Unternehmen erwirtschaftete 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,6 Millionen Euro. In den Jahren zuvor waren es jeweils 5,6 Millionen, 6,7 Millionen bzw. 6,8 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Clue bis Ende 2020 bereits 33,3 Millionen. Im Jahresbericht heißt es: “Gemäß der Liquiditätsplanung der Geschäftsjahre 2021 bis 2022 ist die Liquidität der Gesellschaft bis Ende des vierten Quartals 2022 sichergestellt”. Mehr über Clue

#LESENSWERT

Wefox
+++ “Ausgefuchst – Wefox und seine aggressiven Zukaufpläne. Das Versicherungs-Startup Wefox vermeldete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 600 Millionen Dollar – mehr als die meisten deutschen Unicorn-Firmen. Der Wachstumstreiber: Über die Jahre kaufte das Unternehmen sieben Maklerfirmen zu.” Mehr bei Finance Forward

Relaxdays
+++ “Ein 20-Jähriger aus Halle hat sich 2.000 Euro von seinem Bruder geliehen, um auf Ebay Kopfmassage-Geräte zu verkaufen — heute macht er einen Jahresumsatz von 51 Millionen.” Mehr bei Business Insider

Miet-Commerce
+++ “Ist Leihen das neue Besitzen? Leihplattformen für Mode sollen ein Gegenentwurf zur Wegwerfmentalität von Fast Fashion sein – ohne verzichten zu müssen. Aber ist es ökologisch wirklich sinnvoll?” Mehr beim Spiegel

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Everon sammelt 2,5 Millionen ein +++ InPlanet bekommt 1,2 Millionen +++ apadua sammelt Kapital ein +++ Südzucker-Tochter investiert in Grillido +++ Main Capital Partners übernimmt pdv Financial Software. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#aktuell, #clue, #entlassungen, #insolenz, #miet-commerce, #offline, #relaxdays, #wefox, #wunderagent

#DHDL – Click A Tree – vom Bäume-Pflanzer zur Sustainability-as-a-Service-Firma


Im Juni 2021 war Chris Kaiser mit seinem jungen Unternehmen Click A Tree in “Die Höhle der Löwen” zu sehen. Zwar gab es einen Deal für die Plattform, mit der Unternehmen einfach und übersichtlich Bäume pflanzen können. Doch mitten in der Corona-Pandemie waren die Zeiten sehr unsicher und der Deal kam im Nachhinein leider nicht zu Stande. Das Aus für die ehrgeizigen Ziele des Gründers hat dies aber nicht bedeutet. Denn es ist eine Menge geschehen.

“Karitalismus” nannte Chris Kaiser im Frühsommer 2021 seine Haltung. Gutes Tun, und nicht trotzdem Geld verdienen, sondern damit. Etwas, mit dem sich weite Teile der deutschen Gesellschaft auch 1,5 Jahre später immer noch schwer tun. Doch Beispiele wie sein Unternehmen Click A Tree machen Schule, längst sind sie nicht mehr die Exoten unter den Startups, sondern besetzen immer häufiger die vorderen Reihen in den Berichten der einschlägigen Medien oder der Pitch-Wettbewerbe.

Auch damals schon leuchtete wohl vielen Zuschauern ein, dass ein Konzept wie bei Click A Tree, wo Unternehmen ein Stück Nachhaltigkeit “outsourcen” können, und so zum Beispiel ihr Angebot für die Kunden einfach und transparent mit dem Pflanzen eines Baumes beim Erwerb einer bestimmten Leistung verbinden können, durchaus Sinn macht. Denn einerseits haben gerade kleinere und mittelständische Unternehmen alle Hände voll zu tun, sich Krise auf Krise folgend und dank staatlicher Gängelung über Wasser zu halten. Aber auch große Unternehmen können und wollen Nachhaltigkeit nicht unbedingt zu einer ihrer Kernaufgaben machen, wollen sich aber auch nicht immer vor ihrer Verantwortung drücken. Erst recht, seit Kunden und Mitarbeiter hier einen gewissen Druck aufbauen. Was also spricht gegen einen Service, der ihnen das einfach macht und zudem auch noch bei der Kommunikation genau dieser Maßnahmen hilft?

Letztendlich hat sich dies auch als krisenfester erwiesen, als viele (Investoren) gedacht hätten.

Wie sich in der Krise die Kundengruppen veränderten

Zum Glück gab es nach dem Absprung der Löwen einen anderen Investor, der selbst mitten in der Corona-Pandemie an das Startup glaubte. Denn in der damaligen Hauptbranche von Click A Tree, der Reisebranche, sah es zu dieser Zeit natürlich nicht so gut aus. Trotzdem konnte man Partnerschaften mit Branchenriesen wie Best Western etablieren, die sich jetzt auszahlen. Doch hätte man allein darauf gesetzt, mit jeder Reise- oder Hotelbuchung einen Baum für das anbietende Unternehmen pflanzen zu können, wäre man wohl kaum auf die heute stolze Zahl von 180.000 gepflanzten Bäumen gekommen, denn schließlich gab es zu dieser Zeit kaum Reisebuchungen.

Daher ging man andere Wege, in andere Branchen. Nach der Wiederöffnung der Gastronomie entpuppte sich diese als spannendes Betätigungsfeld mit tollen Möglichkeiten für die Kunden. So hat das Wald-Restaurant St. Ottilien in Freiburg nun ein monatlich wechselndes “Baum-Gericht” auf der Karte: Jedes Mal, wenn ein Gast dieses Gericht bestellt, wird ein Baum gepflanzt. Die Aktion war ein voller Erfolg, Stammgäste bestellen schon fast blind das neueste “Baum-Gericht” und das Restaurant konnte seinen Umsatz auf 150% hochschrauben. Auch die Sausalitos-Kette macht mit ihrem “Green-Karma-Cocktail” wohl sehr gute Erfahrungen. So entstehen nicht nur Modifikationen und neue Ideen, auch sammelt das Unternehmen Daten und Erfahrungen, was funktioniert und mit welcher Zielgruppe. Für Kunden des Services natürlich ein Riesen-Vorteil, denn ihnen können immer besser erprobte, immer effizientere Verbindungen von Nachhaltigkeit und Marketing geboten werden.

Doch in der Gastronomie hört es eben noch längst nicht auf. Click A Tree zählt mittlerweile sogar Dachdecker, Bestatter und Schönheitschirurgen zu seinen Kunden.

Wie man wuchs – Team, Tätigkeitsfelder und Ambitionen

Das Wachstum bezog sich aber längst nicht nur auf das Pflanzen von Bäumen. Aus der ehemaligen One-Man-Show ist mittlerweile ein 6-köpfiges Team geworden, zusätzlich zu den Arbeitern in den Projekten vor Ort. Und dies sind mittlerweile nicht mehr nur Baumpflanz-Projekte. Denn Click A Tree möchte sich nicht allein darauf beschränken, die Vision ist eine größere. Nachhaltigkeitskonzepte will man entwickeln, und zwar genau die, die gerade am Markt gefragt sind. Außerdem wollte man auch vor Ort mehr und mehr Menschen mit einbinden, denn Bäume pflanzen ist arbeitsbedingt eher nur etwas für Jüngere.

Beim fischen von Plastik aus dem Ozean auf den Philippinen können nun auch ältere Menschen helfen, zudem kam die klare Nachfrage nach einem solchen Projekt von Kundenseite.

Und auch strukturellen Problemen nimmt man sich an: in Ghana unterstützt man nun auch eine Unternehmerschule, die aus einem regionalen Projekt zu syntropischer Landwirtschaft (Mischbepflanzung, um langfristig die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten) entstand. So sollen jungen Menschen der Region Wissen und Fertigkeiten gelehrt werden, die ihnen helfen, selbst neue Geschäftsmodelle und damit auch faire Arbeitsplätze zu schaffen. Neben Unternehmer-Standards wie Geschäftsmodellentwicklung und Business-Planung werden hier auch Englisch-, IT- und Internet-Kenntnisse entwickelt, damit die praktische Umsetzung gleich starten kann.

Was kann ein Unternehmen, was eine NGO nicht kann?

Natürlich kann man sich jetzt fragen, ob es für alles das wirklich ein Unternehmen braucht, oder ob dies nicht klassische NGO-Arbeit ist und auch bleiben sollte. Doch es gibt so einige gut Gründe, warum es nicht nur ok, sondern sogar mehr als hilfreich ist, wenn die Organisation, die anderen Unternehmen hilft, nachhaltiger zu werden, selbst ein Unternehmen ist.

Zum einen sind – und das hat gerade die jetzige Krise gezeigt – Geschäftsbeziehungen oft krisenfester als Spenden. Denn auch und gerade in der momentanen Krise hat sich gezeigt, dass Unternehmen auf Nachhaltigkeit nicht einfach wieder verzichten können. Denn in Zeiten des Fachkräftemangels kann man die Tatsache, dass 3 von 4 Mitarbeitern für ein Unternehmen arbeiten wollen, dass sich nachhaltig oder sozial engagiert, nicht mehr einfach ignorieren. Auch sind es schlichtweg die Kunden, die weiterhin ein entsprechendes Engagement verlangen. Menschen zahlen auch bei steigenden Energiepreisen eher noch den ein oder anderen Euro mehr für nachhaltige Produkte – ob sie allerdings noch etwas für Spenden übrig haben, wenn sie sich selbst schon eingeschränkt fühlen, ist eher ungewiss.

Zum anderen können Unternehmen ihre Kunden auch viel eher im Marketing ihrer Aktionen unterstützen als NGOs ihre Spender. Denn dies ist weder eine ihrer Kernaufgaben, für die sie die entsprechenden Mitarbeiter haben, noch können sie normalerweise hierfür Budget bereitstellen. Außerdem wird von ihnen einen gewissen Neutralität erwartet, die es ihnen schwer machen könnte, Unternehmen in ihrem Marketing zu Unterstützen. Dieses Know-How ist aber speziell bei Nachhaltigkeits-Aktionen immer mehr gefragt.

Ein wirtschaftliches Unternehmen kann hier jedoch die passenden Gesamt-Pakete schnüren – und dann eben damit Geld verdienen. Professionell nachhaltig zu sein ist kein Green-Washing – im Gegenteil, wenn spezialisierte Unternehmen solche Dienstleistungen übernehmen, kann gut sichergestellt werden, dass das Geld auch wirklich da ankommt, wo es hin soll. So sind diese Spezialisten oft zertifiziert, haben langjährige Beziehungen zu den Partnern vor Ort und einfach tieferes Wissen von der Materie, als das ein deutsches Durchschnitts-Unternehmen in kurzer Zeit aufbauen könnte.

Auch den wirklichen Überblick zu behalten, fällt vielen Firmen, die sich erstmals engagieren, sehr schwer. Dafür hat Click A Tree nun auch seine Universal-Impact-Plattform ins Leben gerufen, auf der jeder Partner transparent einsehen kann, was genau durch die Kooperation schon passiert ist und dies auch einfach nach außen teilen kann.

Es ist also viel passiert seit dem Beinahe-Invest der Löwen. Damit noch mehr passieren kann, soll nun auch eine weitere Finanzierungsrunde stattfinden. Eine neue Chance, auch für andere Investoren jenseits der Löwenhöhle.

Also ja, ein solches Modell kann funktionieren, kann Dinge bewirken und trotzdem Geld verdienen, selbst in Krisenzeiten. Und je mehr es davon gibt, desto mehr Nachahmer werden sich finden, wenn man damit, Gutes zu tun, auch Geld verdienen kann. Der “Karitarismus” könnte also vielleicht doch noch zum Domino-Effekt werden. Und es ist ja nicht so, als ob unser Planet das nicht gebrauchen könnte.

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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#aktuell, #click-a-tree, #die-hohle-der-lowen

#StartupTicker – +++ Zasta +++ vialytics +++ Arive +++ Ordio +++ GameDuell +++ Flex +++ PropTech1 +++ Fraugster +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker-Wochenrückblick liefern wir einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: 42Watt, NeoCarbon, brightmind.AI, Handly, Peers, planqc, Mietz, Aampere, Airxbig, Reflex Aerospace, Fenyx, Constellr, 3D Spark und inventied. Mehr im Startup-Radar

Newsletter
+++ Im Startup-Radar-Newsletter, unserem kostenpflichtigen Newsletter, berichten wir diese Woche über diese Startups: Gleans, retoflow, Care, Selectic, Flinn, Pyne, istari.ai, Finqube, PayDevs, Kapnative, Artesa, Pillio, Blockbrain, Favly Petfood und klarsicht.online. Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

INVESTMENTS

Zasta 
+++ Die Vereinigte Volksbank gewährt der Steuer-App Zasta eine Kreditlinie in Höhe von 60 Millionen – siehe Finance Forward. Mehr über Zasta

vialytics
+++ Scania Growth Capital sowie die beiden Altinvestoren EnBW New Ventures und Statkraft Ventures investieren 10 Millionen US-Dollar in vialytics. Mehr über vialytics

Arive
+++ Balderton Capital und Co. investieren nach unseren Informationen weitere 10 Millionen US-Dollar in AriveMehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

honeysales
+++ Der niederländische Geldgeber Airbridge Equity Partner sowie Business Angels investieren 2,5 Millionen Euro in honeysales. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Ordio
+++ Der Kölner Investor Capnamic Ventures investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit zwei Family Offices in Ordio. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

MERGERS & ACQUISITIONS

GameDuell
+++ Das indische Unicorn Mobile Premier League (MPL) übernahm bereits vor knapp einem Jahr das Berliner Games-Unternehmen GameDuell. Mehr über GameDuell

Flexcavo
+++ Das dänische IoT-Dienstleistungsunternehmen Trackunit übernimmt das Berliner ConTech FlexcavoMehr über Flexcavo 

VENTURE CAPITAL

Flex Capital 
+++ Der Berliner Private Equity-Investor Flex Capital legt seinen zweiten Fonds (300 Millionen Euro) auf. Mehr über Flex Capital

NRW.Venture
+++ Die NRW.BANK legt ihren vierten Fonds von NRW.Venture auf. “Das Volumen beträgt 150 Millionen Euro”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über NRW.Venture

PropTech1 Ventures
+++ PropTech1 Ventures verkündet das First Closing seines zweiten Fonds. 44 Millionen Euro sind bereits im Topf. Mehr über PropTech1 Ventures

OFFLINE

Fraugster
+++ Das Berliner Startup Fraugster, eine Anti-Fraud-Software mit Echtzeit-Big-Data-Lösung, ist überraschenderweise insolvent. Mehr über Fraugster

Oculid
+++ Das Berliner Startup Oculid ist insolvent. IBB Ventures, Alubi capital und Co. investierten in den vergangenen Jahren in Oculid. Mehr über Oculid

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#aktuell, #wochenruckblick

#DealMonitor – Everon sammelt 2,5 Millionen ein – InPlanet bekommt 1,2 Millionen – Südzucker-Tochter investiert in Grillido


Im #DealMonitor für den 20. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Everon 
+++ TX Ventures, QBIT Capital, Swiss 5 Group und Siegfried-Chef Wolfgang Wienand investieren 2,5 Millionen Schweizer Franken in Everon. Das Zürcher FinTech, 2019 von Florian Rümmelein, Jonas Bächinger, Lilais Funk und Brice Zanetti gegründet, kümmert sich um “persönliche Vermögensverwaltung”. “Konkret wird Everon die Mittel nutzen, um die bestehenden Aktivitäten in der Schweiz auszubauen, wie beispielsweise Private Markets, das technologische Angebot auszuweiten sowie die Angebotspalette an Strategien zu erweitern”, teilt das Startup mit.

InPlanet
+++ Carbon Removal Partners, Übermorgen Ventures, Trellis Road, Katapult und die Carbon Drawdown Initiative investieren 1,2 Millionen Euro in InPlanet. Das deutsch-brasilianische ClimateTech (München, Piracicaba), das 2022 von Felix Harteneck und Niklas Kluger gegründet wurde, setzt auf Enhanced Rock Weathering (ERW). “By grinding silicate rocks and spreading them on tropical soil, the natural weathering process is accelerated by many magnitudes. Carbon is then captured for more than 1000 years, locked into the long-term, geologic carbon cycle”, heißt es zum Konzept.

apadua
+++ Business Angels wie Sebastian Mertes, Michala Rudorfer, Manuel Müller, Christian Portz, Holger Felgner, Martina Pfeifer und Thomas Klews investieren in apadua. Das ProcureTech-Startup aus Köln, das 2016 von Gregory N. Vider und Markus Sinz gegründet wurde, unterstützt “Unternehmen bei der kollaborativen Ausschreibung ihrer Projektanforderungen, der Identifikation geeigneter Dienstleister und dem datengestützten Produktgruppenmanagement”. Bisher haben die Rheinländer ihr Unternehmen gebootstrappt, “Das erstmalig ein- geworbene Kapital soll dazu verwendet werden, das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen und neue Märkte zu erschließen”, teilen die Gründer mit.

Grillido
+++ Die Südzucker-Tochter beneo investiert in Grillido und sichert sich dabei 14 % am Unternehmen. “Mit der Beteiligung an Grillido bekräftigt die Südzucker-Gruppe den Kern ihrer strategischen Agenda für ein starkes, ganzheitliches Wachstum im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittel”, heißt es in der Presseaussendung. Das Münchner Food-Startup,  2016 von Manuel Stöffler und Michael Ziegler gegründet, setzt auf eiweißhaltige Wurst mit geringem Fettanteil. Mehr über Grillido

MERGERS & ACQUISITIONS

pdv Financial Software
+++ Main Capital Partners übernimmt pdv Financial Software, eine “End-to-End-Lösung für den Kapitalmarkt”. “Die pdv und Main geben außerdem die Übernahme von van den Berg bekannt, einem führenden Anbieter von Zahlungsverkehrslösungen in Deutschland, der zudem in die DACH-Region und in andere europäischen Länder expandiert”, heißt es in der Presseaussendung. pdv wurde bereits 1991 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt über 80 Mitarbeiter:innen.

VENTURE CAPITAL

NRW.Venture
+++ Die NRW.BANK legt ihren vierten Fonds von NRW.Venture auf. “Das Volumen beträgt 150 Millionen Euro und damit noch einmal 50 Millionen Euro mehr als in früheren Fondsgenerationen. Einzelinvestments sind bis zu 15 Millionen Euro möglich, zuvor waren es 10. Damit reagiert die NRW.BANK auf den nachhaltig gewachsenen Finanzierungsbedarf im Markt. Der Investitionsfokus liegt auf zukunftsorientierten Themen wie Climate Tech oder der Digitalisierung von Industrie, Wirtschaft und Verwaltung”, heißt es in der Presseaussendung. Bis Ende 2027 sind zwischen 20 und 30 Neuinvestments geplant. In den vergangenen Jahren beteiligte sich NRW.Venture an 68 Startups. Mehr über NRW.Venture

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#DealMonitor – Die größten und wichtigsten Startup-Exits des Jahres 2022


Millionenschwere Exits und Mehrheitsbeteiligungen sind seit einigen Jahren Alltag in der deutschen Startup-Szene. In der schnelllebigen Gründerszene sind viele Exits und Übernahmen aber auch sofort wieder vergessen. In aller Kürze lassen wir deswegen die wichtigsten, interessantesten und größten Exits des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren.

Die größten Exits des Jahres 2022

Transporeon
Das amerikanische Industrietechnologie-Unternehmen Trimble übernahm im Dezember vom Finanzinvestor Hg das Ulmer Unternehmen Transporeon, das eine Transportmanagement-Plattform anbietet. Der Kaufpreis lag bei 1,88 Milliarden Euro. Hg hatte Transporeon vor drei Jahren von TPG gekauft, wohl für rund 700 Millionen, und seither mit Zukäufen ausgebaut. Zuletzt etwa übernahm Transporeon das Berliner Startup Tracks. Transporeon, 2000 gegründet,  vernetzt Logistikfirmen, Lieferanten, Verlader und Einzelhändler.

Gorillas
Der türkische Quick-Commerce-Anbieter Getir übernahm im Dezember das deutsche Unicorn Gorillas. Gorillas wurde im Rahmen des Exits mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Gorillas-Gesellschafter erhielten rund 12 % an der gemeinsamen Firma. Eine Cash-Komponente in Höhe von 100 Millionen Euro floss primär an die Gesellschafter, die Gorillas zuvor eine sogenannte Brückenfinanzierung zur Verfügung gestellt haben.

Medifox Dan
Das US-Unternehmen Resmed, das Medizinprodukte anbietet, übernahm im Juni das Hildesheimer Unternehmen Medifox Dan. Der Kaufpreis: 1 Milliarde US-Dollar. Medifox Dan, 1994 gegründet, bietet insbesondere Softwarelösungen für Pflege und Therapie an. 2018 übernahm der  britische Finanzinvestor Hg das Unternehmen, das in der jetzigen Form 2020 durch die Fusion von Medifox und Dan Produkte entstanden ist. 2021 erwirtschaftete Medifox Dan einen Umsatz in Höhe von 79 Millionen Euro.

ProGlove
Der schwedische Private-Equity-Investor Nordic Capital übernahm im Mai die Mehrheit an ProGlove. “Marktkenner beziffern ihn auf rund eine halbe Milliarde Euro”, schrieb die FAZ zur Übernahme. Das Unternehmen aus München, das 2014 von Thomas Kirchner und Paul Günther gegründet wurde, entwickelt Wearables für die Industrie. Der US-Geldgeber Summit Partners investierte im Herbst 2019 rund 40 Millionen Euro in ProGlove. Insgesamt flossen bisher rund 50 Millionen in das Unternehmen.

Home24
Der österreichische Möbelriese XXXLutz übernahm im Oktober das Möbel-Unternehmen Home24. XXXLutz bot rund 250 Millionen Euro für das börsennotierte Berliner Unternehmen. Home24 erwirtschaftete i2021 rund 615 Millionen Euro um und landete knapp oberhalb der Gewinnschwelle. Nach der Übernahme soll Home24 von der Börse verschwinden. Zu Hochzeiten wurde Home24 an der Börse mit rund 600 Millionen bewertet.

riskmethods
+++ Das amerikanische Unternehmen Sphera, das sich um Performance- und Risikomanagement kümmert, übernahm im September das Münchner Unternehmen riskmethods. Nach unseren Informationen legte Sphera dabei 250 Millionen Euro auf den Tisch. Die Jungfirma, 2013 von Heiko Schwarz und Rolf Zimmer gegründet, führt Risikoanalysen durch und warnt seine Kunden etwa vor Lieferengpässen. In den vergangenen Jahren flossen rund 37 Millionen Euro Venture Capital in riskmethods.

PlusDental
Der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller Straumann Group, übernahm im Mai das Berliner Zahnschienen-Startup PlusDental. Der Kaufpreis: 135 Millionen Franken. Das Unternehmen, das 2017 unter dem Namen SunshineSmile von Constantin Bisanz, David Khalil, Peter Baumgart und Lukas Brosseder ins Leben gerufen wurde, sammelte zuvor rund 100 Millionen Euro ein – unter anderem von Cadence Growth Capital, Global Voyager Fund, HV Capital, Lakestar und Kreos Capital.

Highsnobiety 
Der Berliner Modegigant Zalando übernahm Mitte Juni die Mehrheit (86,83 %) an Highsnobiety. “Der Kaufpreis umfasst eine Barzahlung in Höhe von 123,6 Millionen Euro zuzüglich 35,0 Millionen Euro”, hieß es später es im Halbjahresbericht von Zalando. Das Berliner Unternehmen, das von David Fischer gegründet wurde, startete 2005 als Turnschuh-Blog. Seitdem entwickelte sich die Plattform vom privaten Blog zum weltweit bekannten Lifestyle-Magazin.

Penta
Die französische Neobank Qonto übernahm Ende Juli seinen Berliner Wettbewerber Penta. Die Penta-Gesellschafter erhielten “allem Anschein nach Qonto-Anteile im Wert von 179 Millionen Euro. Der Penta-Preis dürfte insgesamt bei grob 200 Millionen Euro gelegen haben” – siehe FinanceFWD. Über Penta, 2014 von Luka Ivicevic und Lav Odorovic gegründet, können Unternehmen ein Geschäftskonto beantragen.

Pair Finance
Der englische Private Equity-Investor Pollen Street Capital übernahm im Oktober die Mehrheit am Berliner Inkasso-Startup Pair Finance. “Der Kaufpreis soll bei etwas mehr als 100 Millionen Euro liegen, allerdings übernimmt der neue Investor wohl nur 60 % der Anteile, damit würde die Bewertung bei rund 170 Millionen bis 200 Millionen Euro liegen”, schrieb FinanceFWD damals zur Übernahme. Finleap hält auch nach der Mehrheitsübernahme weiter Anteile an Pair Finance.

Orderbird
Der Zahlungsdienstleister Nets übernahm im Mai das Berliner Kassensystem Orderbird. Zum Kaufpreis teilen die Unternehmen mit: “Nach der Transaktion durch Nets wird Nexi 100 % der Anteile an orderbird halten. Damit erfolgt eine Barauszahlung von insgesamt ca. 100 Millionen Euro.” Die Bewertung soll bei rund 140 Millionen Euro liegen. Das Kassensystem, das 2011 von Jakob Schreyer, Bastian Schmidtke, Patrick Brienen und Artur Hasselbach gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 32 Millionen Euro ein.

softgarden
Das polnische HR-Unternehmen Grupa Pracuj übernahm im Juni das Berliner HR-Unternehmen softgarden. Kaufpreis: 118 Millionen Euro. softgarden, 2005 von Dominik Faber und Stefan Schüffler gegründet, wird nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt der Verkaufs von 1.700 Arbeitgeber:innen eingesetzt. 140 Mitarbeiter:innen arbeiten für das Unternehmen, das seit 2018 zu Investcorp Technology Partners gehört. 2020 erwirtschaftete softgarden einen Umsatz in Höhe von rund 22 Millionen Euro.

Ankerkraut
Der Lebensmittelgigant Nestle übernahm im April das Gewürz-Grownup Ankerkraut. Bundesweit bekannt wurde das Hamburger Unternehmen, das 2013 von Stefan und Anne Lemcke gegründet wurde, durch die Teilnahme an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Der Kaufpreis ist nicht bekannt, dürfte aber im dreistelligen Millionenbereich liegen. Ankerkraut dürfte bei rund 50 Millionen Euro Umsatz liegen. Wettbewerber Just Spices ging Ende 2021 bei rund 60 Millionen Euro Umsatz für rund 200 Millionen Euro an Kraft Heinz.

exmox 
Das schwedische Gamesunternehmen Aonic übernahm im August die Hamburger AdTech-Firma exmox. Der Kaufpreis lag bei stattlichen 100 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen wurde 2015 von Alper Eger gegründet. Zum Unternehmen gehören die Dienste Empfohlen.de und Testerheld. Nach eigenen Angaben erreicht exmox über 250 Millionen Nutzer:innen im Monat.

Astragon Entertainment
Der börsennotierte britische Spielegigant Team17 übernahm im Januar die Düsseldorfer Spieleschmiede Astragon Entertainment. Team17 zahlte rund 100 Millionen Euro für das Unternehmen, das hauptsächlich PC- und Konsolenspielen produziert. Astragon Entertainment wurde 2000 von Dirk Walner und Andre Franzmann gegründet. Die Wurzeln der Spielfirma liegen in Hagen im Ruhrgebiet. Zu den Highlights von Astragon Entertainment gehören die Spiele Bus Simulator, Landwirtschafts-Simulator und Bau-Simulator.

Vergleich.org
Die britische CentralNic Group übernahm im Februar Vergleich.org. Das Berliner Unternehmen, 2014 von Alexander Schneider, Valentin Dushe und Leonard Quack gegründet, “hilft Konsumenten online die beste Kaufentscheidung zu treffen”. “VGL is being acquired for an enterprise value of EUR 60 million, with initial consideration of EUR 67 million, payable in cash on completion”, teilen die Unternehmen mit. Hinzu können noch weitere 38 Millionen kommen.

PAFnow
Celonis übernimmt im März das Darmstädter Unternehmen Process Analytics Factory (PAF), das die Software PAFnow anbietet. Der Kaufpreis betrug 100 Millionen Dollar – siehe Handelsblatt Das 2014 von Tobias Rother gegründete Unternehmen positioniert sich als “global agierender Lösungsanbieter, der das Process Mining demokratisiert und revolutioniert”. Unternehmer Volker Straub investierte 2020 in das Unternehmen.

Klara
Das amerikanische Software-Unternehmen ModMed übernahm im Februar Klara. Das 2013 von Simon Bolz und Simon Lorenz in Berlin gegründete Startup entwickelt einen Kommunikationsdienst für das Gesundheitswesen. Seit einigen Jahren bearbeitet die Jungfirma von New York aus den US-Markt. Gradient Ventures, Project A Ventures und Creathor Ventures investierten in den vergangenen Jahren mehr als 30 Millionen Dollar in Klara. Nach unseren Informationen legte ModMed rund 100 Millionen US-Dollar für Klara auf den Tisch.

Comtravo
Das amerikanische Unternehmen TripActions übernahm im Februar Comtravo, eine Buchungsplattform für Geschäftsreisen. Das Berliner Startup Comtravo, das 2015 von Michael Riegel, Jannik Wässa und Marko Schilde gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren von Investoren wie M12, Endeit Capital, Creandum, Project A und btov Partners mehr als 35 Millionen Euro ein. Nach unseren Informationen zahlt TripActions 60 Millionen Euro für Comtravo.

Daedalic Entertainment
Der börsennotierte französische Games-Publisher Nacon übernahm im Februar den Hamburger Spiele-Entwickler Daedalic Entertainment und legte 53 Millionen Euro auf den Tisch. 32 Millionen fließen direkt, der Rest der Summe ist an bestimmte Meilensteine gebunden. “Founded in 2007 and based in Hamburg, Daedalic Entertainment has developed and published more than 90 games and is one of Germany’s largest and oldest independent video game companies with a talented team of 87 people”, teilten die Unternehmen damals mit.

SysEleven
Das Cybersecurity-Unternehmen secunet Security Networks übernahm im Mai den Berliner Hoster SysEleven. Der Kaufpreis lag bei rund 50 Millionen Euro und kann sich bis 2024 durch erfolgsabhängige Komponenten um insgesamt 15 Millionen Euro erhöhen. SysEleven, 2007 von Marc Korthaus gegründet, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro. 100 Mitarbeiter:innen arbeiteten zuletzt für SysEleven.

Solvemate
Das dänische Kundenservice-Unternehmen Dixa übernahm im März den Automatisierungspionier Solvemate und das Analyseunternehmen Miuros. Der Kaufpreis betrug 43 Millionen US-Dollar. Solvemate, 2015 von Erik Pfannmöller gegründet, ermöglicht durch den virtuellen Assistenten den Kundenservice von Unternehmen zu automatisieren. In der Vergangenheit investierten Picea Capital und Venture Stars rund 6 Millionen Euro in das Unternehmen aus Berlin. Venture Stars hielt zuletzt 42,4 % an Solvemate.

e-domizil
Das Berliner Unternehmen HomeToGo, ein börsennotierter Marktplatz für Ferienunterkünfte, übernahm im März e-domizil (e-domizil, tourist-online.de, Bellevue Ferienhaus, Premium Selection by e-domizil und atraveo).  e-domizil wird zum wachsenden Onsite-Geschäft von HomeToGo sowie zur weiteren globalen Expansion beitragen”, teilte das Unternehmen damals mit. Der Kaufpreis lag bei rund 40 Millionen Euro. Mehr über HomeToGo

First A
Das niederländische Unternehmen Shop Apotheke übernahm im im April den schnellen Apothekenlieferdienste First A. Das Berliner Startup, das 2021 von Antonie Nissen und Leif Löhde gegründet wurde, positioniert sich als “Sofort-Lieferdienst für lokale Apotheken”. Die Gorillas-Gründer Jörg Kattner, Felix Chrobog und Ronny Shibley investierten neben den Brüdern Felix und Florian Swoboda zuvor in First A. Der Kaufpreis lag bei rund 38 Millionen Euro.

PaulCamper
Das australische Caravaning-Unternehmen Camplify, 2015 gegründet, übernahm im Oktober das Berliner Startup PaulCamper, eine Plattform für das Mieten und Vermieten von Campern und Wohnmobilen. “Die Übernahme erfolgt zu einem Wert von circa 30,88 Millionen Euro und wird in bar sowie in Aktien abgewickelt. Zusätzlich zu dieser Transaktion werden circa 5,47 Millionen Euro eingesetzt, um das weitere Wachstum beider Gesellschaftern und die Ausweitung des weltweiten Versicherungsgeschäfts voranzutreiben”, teilen die Unternehmen mit.

Rebelle
Die litauische Second-Hand-Plattform Vinted (in Deutschland früher als Kleiderkreisel bekannt) übernahm im Sommer Rebelle. Der Kaufpreis: 30,2 Millionen Euro. Das Hamburger Unternehmen Rebelle, ein Marktplatz für Secondhand Designermode, ging erst im Februar in Schweden an die Börse.

PDF Tools
Der gebootstrappte PDF-Dienst Smallpdf übernahm im März PDF Tools, einen Anbieter von Technologie zur Dokumentenverarbeitung. Kaufpreis: 30 Millionen US-Dollar. Smallpdf, 2013 von Mathis Büchi, Manuel Stofer und Lino Teuteberg in Zürich gegründet, positioniert sich als “Anbieter von Lösungen für das Dokumenten- und Vertragsmanagement”. PDF Tools, 2002 von Hans Bärfuss gegründet, verfügt nach eigenen Angaben über “5.000 Kunden in 60 Ländern”.

Bonify
Die Wirtschaftsauskunftei Schufa übernahm im Dezember das Fintech Bonify. Das Berliner Startup, das 2015 von Gamal Moukabary und Andreas Bermig gegründet wurde, ermöglicht Nutzern die Onlineauskunft über die Kreditwürdigkeit und Bonität. In den vergangenen Jahren flossen rund 23 Millionen in Bonify – unter anderem von DN Capital, Index Ventures, Mosaic Ventures, Atlantic Labs, Santander InnoVentures und Experian. Der Kaufpreis soll bei rund 20 Millionen gelegen haben.

Bears with Benefits
Das französisches Unternehmen Havea übernahm im November das Münchner Startup Bears with Benefits. Mit Bears with Benefits verkaufen Laurence Saunier und Marlena Hien, die zuvor bei einer Münchner Kommunikations- und Markenberatung gearbeitet haben, seit 2018 Nahrungsergänzungsmittel in Form von Gummibärchen. Der Kaufpreis lag im “zweistelligen Millionenbereich”. 2022 peilte das Unternehmen einen Umsatz von 15 Millionen Euro an.

Juniqe
Das Bergkirchener Unternehmen myposter – bzw. der myposter-Eigner RMR Verwaltungs GmbH – übernahm im Januar das kunstvolle Berliner Startup Juniqe. Das Unternehmen, das 2014 von Lea Lange, Marc Pohl und Sebastian Hasebrink gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro ein – unter anderem von Highland Europe, Vorwerk Ventures, Redalpine und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF). Kaufpreis: Ein zweistelliger Millionenbetrag.

reInvent
Die GC-Gruppe, ein Großhandelsunternehmen für Haustechnik aus Bremen, übernahm im Juni die Mehrheit am Münchner PropTech reInvent. Als Kaufpreis soll eine “zweistelliger Millionenbetrag” geflossen sein.  Das Münchner Unternehmen, das 2017 von Julian Stieghorst, David Uhde, Christian Brachert und Valentin Rüchardt gegründet wurde, bietet eine Cloud-Software zur Steuerung von Bau- und Immobilienprojekten, die alle Beteiligten verbinden soll, an.

Kontist
Die Kopenhagener Ageras Group, die eine Finanz- und Buchhaltungssoftware anbietet, übernahm im September das Berliner FinTech Kontist. Der Kaufpreis liege im “zweistelligen Millionenbereich”, berichtete das Handelsblatt damals. Das Berliner Unternehmen Kontist, 2016 von Christopher Plantener gegründet, positioniert sich als “Neo-Bank mit klarem Fokus auf Freelancern und Selbstständigen”.

Geschenke24
Die österreichische MediaShop International Group, ein Omnichannel-Händler, übernahm im März das Kieler Unternehmen Geschenke24. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt, er liegt aber im “knapp zweistelligen Millionen Euro-Bereich”. Geschenke24, 2009 von Uwe Hamann gegründet, soll “im ersten Geschäftsjahr nach Übernahme rund 17 Millionen Euro zum MediaShop Gruppenumsatz beisteuern”.

Weitere wichtige Exits des Jahres 2022

presize.ai
Der Facebook-Mutterkonzern Meta übernahm im April das Münchner Startup presize.ai. Die Jungfirma, die 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. In der achten Staffel der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” investierte Carsten Maschmeyer 650.000 Euro in das junge Unternehmen.

HelloBody
Das Mannheimer D2C-Unternehmen Grenion Group übernahm im Dezember die D2C-Marken HelloBody, Banana Beauty und Mermaid+Me. Erst 2020 übernahm Henkel 75 % an den Marken HelloBody, Banana Beauty und Mermaid+Me (gehörten vorher zu Invincible Brands) und zahlte für die Marken mehr als 300 Millionen Euro.  Zu Grenion gehören bisher die Marken myRapunzel, Sophie Rosenburg und natuamo. Pascal Zuta, Ingo Weber, Andreas Burike und Timo Weltner investierten in der Vergangenheit in Grenion.

simplesurance
Allianz X, ein Investmentableger des Versicherungsriesen Allianz, übernahm im September das Berliner InsurTech simplesurance (in Deutschland als Schutzklick bekannt). Das Berliner Startup, 2012 von Robin von Hein und Joachim von Bonin gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 60 Millionen Euro ein – unter anderem von Allianz X, Tokio Marine Holdings (TMHD), ODDO BHF, Rheingau Founders und Rakuten Capital.

WeShare
Der Berliner Carsharinganbieter Miles übernahm im November WeShare (gehört zu Volkswagen). Miles, 2016 von Alexander Eitner, Florian Haus und Timo Nührich gegründet, unterscheidet sich von der vielen Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Abgerechnet werden beim Unternehmen, das von Oliver Mackprang und Eyvindur Kristjansson geführt wird, nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer, nicht die Fahrtzeit. In den vergangenen Jahren flossen rund 14 Millionen Euro in Miles.

ComX
Flex Capital übernahm im September die Mehrheit an ComX. Das zuvor gebootstrappte Unternehmen mit Sitz in Berlin und Kapstadt, 2018 von Philipp Ströhemann, Christoph Erler und Peter Hidden gegründet, positioniert sich als “B2B Sales-Enablement Plattform”. Zum Konzept heißt es: “Das Unternehmen ermöglicht strategisch und planbar Neukunden zu gewinnen, indem es die Verkaufszyklen durch Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse auf wenige Tage verkürzt, jeden Schritt des Dealzyklus messbar macht und so Millionen im Neugeschäft aufbaut”.

Gambio
Das Münchner Unternehmen Ecommerce One, zu dem Afterbuy, DreamRobot und Baygraph gehören, übernahm im Juli Gambio. Das Bremer Unternehmen, 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno gegründet, bietet individuelle Cloud-Lösungen für E-Commerce-Startups und etablierte Unternehmen an. 25.000 Shops setzen nach Firmenangaben derzeit auf Gambio, das die Gründer bis 2019 gebootstrappt haben. “Hinter dem Firmenverbund Ecommerce One steckt die Private-Equity-Gesellschaft Oakley Capital als Finanzierer.

shipcloud
Das Private Equity-Unternehmen Waterland übernahm im Juli das Hamburger Unternehmen shipcloud, das sich seit 2013 als Shipping Service Provider positioniert. “Dies ist eine großartige Chance für uns, unsere Technologie und unsere Kompetenz in den Bereichen E-Commerce und Logistik weiter auszubauen. Das bisherige Management-Team bleibt dem Unternehmen erhalten und begleitet Waterland weiterhin in allen Fragen der strategischen Entwicklung”, teilte das Unternehmen, das von Claus Fahlbusch gegründet wurde damals mit.

Weitere spannende Exits des Jahres 2022

+++ Volders übernimmt Aboalarm
+++ bioniq übernimmt Vaha
+++ Giesecke+Devrient (G+D) übernimmt Netcetera
+++ Nosto übernimmt Findologic
+++ thyssenkrupp Materials Services übernimmt Westphalia DataLab

+++ Dropbox übernimmt die IP-Technologie von Boxcryptor
+++ PDFTron übernimmt eversign
+++ Die Relx-Gruppe (LexisNexis) übernimmt IPlytics
+++ Anonos übernimmt Statice
+++ dua.com übernimmt spotted

+++ Doxee übernimmt Infinica
+++ Die Tenhil-Gruppe übernimmt jacando
+++ Bucher Municipal übernimmt Enway
+++ Exact übernimmt weclapp
+++ Libsyn übernimmt Julep

+++ Transporeon übernimmt Tracks
+++ Resmed übernimmt mementor
+++ Die Generali-Tochter Europ Assistance übernimmt Pflegix
+++ Equivia Partners übernimmt Mycs
+++ team.blue übernimmt Raidboxes 

+++ Main Capital Partners übernimmt die i-doit
+++ oom übernimmt Lemon One
+++ AMCS übernimmt Quentic
+++ Footprint.Club übernimmt Frischepost
+++ Yapily übernimmt von der Schufa FinAPI

+++ Manta Ray Ventures übernimmt Finiata
+++ Die Tonerpartner Gruppe übernimmt Druckerpatronen.de 
+++ Handshake übernimmt Talentspace
+++ Unzer übernimmt Tillhub
+++ Malt übernimmt Comatch

+++ Pointsharp übernimmt Cryptshare
+++ Swvl übernimmt door2door
+++ StuDocu übernimmt Studybees
+++ aifinyo übernimmt Billomat
+++ Ernst & Sohn übernimmt bauingenieur24

+++ 3D Systems übernimmt Kumovis
+++ Pharmosan übernimmt Vamida
+++ 
Physitrack übernimmt Wellnow
+++ PTC übernimmt Reflekt
+++ Waterland Private Equity übernimmt LionsHome

+++ BID Equity übernimmt HQLabs
+++ Withings übernimmt 8fit
+++ Jobware übernimmt UniNow
+++ Radancy übernimmt Firstbird
+++  bioniq übernimmt Loewi

Tipp: Wer sich für Startup-Investments und -Exits in Deutschland interessiert, muss unseren #DealMonitor lesen.

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#aktuell, #exit, #exits, #venture-capital

#StartupTicker – +++ Mealmatch +++ PropTech1 Ventures +++ Einhornschwund +++ Yomonda +++ Pfando


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 20. Januar).

#STARTUPTICKER

Mealmatch
+++ Offline! Das Startup Mealmatch (Bonn, Köln) ist insolvent. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Sebastian Harder ernannt. Das Unternehmen, 2016 von Thomas Fiedler und Danny Fiedler gegründet, setzte auf “Social Dining Events”. “Mealmatch verbindet Menschen für ein gemeinsames Essen – sei es in Restaurants, Hotels oder im privaten Umfeld. So finden Teilnehmer neue Freunde in ihrer Stadt und können im Urlaub und auf Geschäftsreisen mit netten Leuten lecker speisen”, teilten die Macher 2018 zum Konzept mit. Mehr über Mealmatch

PropTech1 Ventures
+++ Der Berliner Geldgeber PropTech1 Ventures verkündet das First Closing seines zweiten Fonds. 44 Millionen Euro sind bereits im Topf. Zielgröße sind 100 Millionen. “PT1 Early-Stage Fund II ist somit ab sofort operativ und investiert in innovative Unternehmer*innen aus ganz Europa”, heißt es in der Presseaussendung. PropTech1 investiert in Unternehmen aus den Segmenten PropTech, ConstructionTech und UrbanTech. Mehr über PropTech1 Ventures

#LESENSWERT

Einhörner
+++ “The past few years have been a rollercoaster for the startup world’s herd of unicorns. Two years ago, we saw a record number of companies cross the $1 billion valuation milestone. But that momentum slowed to a trickle last year, and this year’s market conditions look likely to reverse course to a point that we may witness some of those companies losing that status.” Mehr bei TechCrunch

Yomonda
+++ “Aus nach sechs Jahren: myToys-Gruppe stellt Online-Shop Yomonda ein. Zum Jahreswechsel hat die myToys-Gruppe aus Berlin ihren Online-Shop „Yomonda“ vom Netz genommen, über den Artikel aus den Sortimenten Home & Living angeboten wurden.” Mehr bei Neuhandeln.de

Pfando
+++ “Plötzlich war das Auto weg: Das Modell Pfando und seine Haken. Die Berliner Firma Pfando kauft Autos und vermietet sie dann zurück an die Verkäufer. Ein Blick in die Verträge zeigt: Einige Bedingungen sind nicht wirklich gut.” Mehr bei Finance Forward

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ awork sammelt 5 Millionen ein +++ Sunmaxx PVT bekommt 3,25 Millionen +++ Accel investiert in Slay +++ Glacier sammelt siebenstellige Summe ein +++ MindAhead bekommt 500.000 Euro +++ Warsteiner Gruppe investiert in sich hye. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#aktuell, #insolvenz, #mealmatch, #pfando, #proptech1-ventures, #yomonda

#Anzeige – E-Learning-Plattformen für Unternehmen – Lernen der Zukunft


Von interaktiven Lernmodulen bis hin zu individuellen Lernplänen – E-Learning-Plattformen verändern die Art und Weise, wie wir lernen und mit Bildungsressourcen interagieren. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Technologie und entdecken Sie noch heute die Möglichkeiten des E-Learning.

Definition: Was ist eine E-Learning-Plattform?

Eine E-Learning Plattform ist ein Online-System, das den Nutzern Lerninhalte und Ressourcen zur Verfügung stellt. Sie ermöglicht es den Nutzern, von jedem Ort oder Gerät mit einer Internetverbindung auf Lernmaterial zuzugreifen, es zu erstellen, zu teilen und zu verwalten.

Welche Funktionen hat ein E-Learning-System?

E-Learning-Systeme sind so konzipiert, dass sie das Lernen einfacher, bequemer und interessanter machen und es den Studenten ermöglichen, in ihrem eigenen Tempo und in ihrer eigenen Zeit zu lernen. Sie können für eine Vielzahl von Bildungszwecken eingesetzt werden, z. B. für Kurse in Universitäten, Schulungen in Unternehmen und berufliche Weiterbildung.

Die Funktionen eines E-Learning-Systems sind breit gefächert und vielfältig, können aber im Allgemeinen in vier Hauptkategorien unterteilt werden:

  1. Bereitstellung von Kursen
    Lernplattformen stellen die Werkzeuge zur Verfügung, um Bildungsinhalte und Kurse online bereitzustellen. Dazu gehört die Möglichkeit, Kurse zu erstellen und zu verwalten, Ressourcen hochzuladen, Beurteilungen und Prüfungen zu erstellen und den Studenten Unterstützung zu bieten.
  2. Bewertung und Evaluierung
    E-Learning-Systeme bieten eine Reihe von Bewertungs- und Evaluierungsfunktionen, z. B. Multiple-Choice-Fragen, Aufsatzfragen und andere Formen der Bewertung. Mit diesen Tools können die Lehrkräfte die Fortschritte der Studenten überwachen, ihnen Feedback geben und ihre Leistungen verfolgen.
  3. Kommunikation und Zusammenarbeit
    E-Learning-Systeme bieten eine Vielzahl von Tools für die Kommunikation und Zusammenarbeit, z. B. Online-Diskussionsforen, Videokonferenzen und E-Mail. Diese Tools ermöglichen es Studenten und Dozenten, miteinander zu interagieren und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.
  4. Unterstützung
    E-Learning Plattformen bieten Unterstützung für Studenten und Lehrkräfte. Dazu gehören Unterstützung bei technischen Fragen, Hilfe bei den Kursmaterialien und Anleitung bei Bewertungen und Prüfungen.

E-Learning-Systeme werden immer beliebter, da immer mehr Bildungseinrichtungen und Unternehmen das Potenzial des Online-Lernens erkennen. Mit ihrer breiten Palette an Funktionen bieten sie eine leistungsstarke und bequeme Möglichkeit für Studenten und Dozenten, zu lernen und zu lehren.

Vorteile der Verwendung einer E-Learning Plattform

Die Vorteile der Nutzung einer E-Learning-Plattform sind zahlreich. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile von E-Learning-Plattformen:

  1. Kosteneffizienz
    E-Learning-Plattformen sind sehr kosteneffizient und daher ideal für Menschen, die nur über ein kleines Budget verfügen. Sie sind viel billiger als herkömmliche Formen der Bildung und können von jedem, der über einen Internetanschluss verfügt, genutzt werden. Das macht E-Learning zu einer attraktiven Option für alle, die sich weiterbilden möchten, aber nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, um dies zu tun.
  2. Flexibilität
    E-Learning Plattformen sind äußerst flexibel und ermöglichen es den Studenten, in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Vorstellungen zu lernen. Sie können auch von jedem beliebigen Ort aus genutzt werden und sind daher ideal für diejenigen, die von zu Hause aus lernen müssen.
  3. Abwechslung
    E-Learning-Plattformen für Unternehmen bieten eine große Auswahl an Kursen und Themen, so dass die Studenten die Kurse auswählen können, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen. Diese Flexibilität kann sehr vorteilhaft für diejenigen sein, die etwas Neues lernen oder ihr Wissen in ihrem gewählten Bereich erweitern möchten
  4. Bequemlichkeit
    E-Learning-Plattformen machen es den Studenten leicht, von jedem Ort der Welt aus auf ihre Kursmaterialien und Ressourcen zuzugreifen, so dass sie jederzeit und überall lernen können.
  5. Engagement
    E-Learning-Plattformen können sehr fesselnd sein, da sie oft interaktive Elemente wie Videos, Quizfragen und Aktivitäten enthalten. Dies hilft den Studenten, sich zu engagieren und ermutigt sie, mehr zu lernen.

Fazit

E-Learning-Plattformen bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber traditionellen Klassenzimmern. Sie sind oft bequemer, kostengünstiger und bieten den Lernenden eine individuellere Lernerfahrung. Mit dem zunehmenden Zugang zur Technologie wird E-Learning wahrscheinlich das Lernen der Zukunft werden, da es bereits jetzt eine beliebte Alternative zum traditionellen Unterricht ist.

Mit seinen vielen Vorteilen kann E-Learning ein effektiver Weg sein, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen, und es wird in Zukunft wahrscheinlich noch beliebter werden.

Fotos: 360learning

#aktuell, #anzeige

#Interview – “Das Startup-Leben wird oft romantisiert”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Sebastian Siegbert, neben Alexander Herbst, David Kogan, Carolin König und Maximilian Buschmeyer, Gründer von VanSite. Das Startup aus Bielefeld positioniert sich als Plattform, die “naturnahes Reisen im Van, Wohnwagen, Wohnmobil” ermöglicht.

Wie startet Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Ganz klar: mit einem anständigen Kaffee. Wenn der getrunken ist, checken wir standardmäßig unsere Mails und den Kalender. Dann haben wir meistens noch kurz Zeit für unsere laufenden Projekte, bevor es dann wie jeden Montag um 10 Uhr mit einem “Guten Morgen” in das Weekly geht. Es startet bei uns mit einer kleinen Frühstücksrunde im Team. Wir nehmen uns bewusst Zeit für unsere privaten Themen. Anschließend sprechen wir über Wochenziele, gemeinsame Termine, Projektfortschritte und aktuelle To-Dos. Danach geht’s dann so richtig los.

Wie schaltet Du nach der Arbeit ab? 
Da hat jede:r seinen eigenen Weg. Mein Mitgründer Max zum Beispiel kann beim Fallschirmspringen richtig abschalten und macht das regelmäßig. Carolin unternimmt viel mit Freunden. Und David spielt gerne Pen-&-Paper-Rollenspiele. Alex macht Kraftsport und ich gehe regelmäßig mit meiner Freundin und Hund im Wald wandern. Wenn wir den Feierabend zusammen verbringen, nehmen wir uns bewusst Zeit für uns und reden nicht mehr über die Arbeit. Dann gehen wir bowlen, grillen zusammen oder setzen uns mit einem Kaltgetränk auf die Terrasse des Co-Working-Space.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor dem Startup-Leben gewusst?
Das Startup-Leben wird oft romantisiert. Es gibt nicht die eine langanhaltende Hochphase, in der das Unternehmen wächst und alle zufrieden sind. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Das ist auch gut so. Die Zeiten, die uns im Startup wirklich weiterbringen, sind nämlich selten die Hochphasen, in denen alles läuft. Es sind die schwierigen Phasen, wenn Lösungen gefunden und schwere Entscheidungen getroffen werden müssen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Der größte Fehler war ganz klar, zu viel Angst vor Fehlern zu haben und deshalb zu langsam Entscheidungen zu treffen. Im letzten Jahr hatten wir einige Entwicklungsschritte für VanSite geplant, die wir unbedingt umsetzen wollten. Letztlich haben wir uns bis zur eigentlichen Realisierung zu viel Zeit gelassen, weil wir vorher unbedingt umfangreiche Validierungen machen wollten. Dadurch hat am Ende die Zeit gefehlt, die gesetzten Ziele zu erreichen. Manchmal muss man da einfach Risiken eingehen.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Darauf habe ich keine pauschale Antwort. Aber wozu wir generell nur raten können: Dir ganz klar zu überlegen, wen du für dein Unternehmen brauchst. Für unsere noch frühe Phase brauchen wir zum Beispiel Generalist:innen, keine Spezialist:innen. Denn unsere Aufgaben sind momentan noch so divers und ändern sich ständig, sodass wir trotz eines perfekten Spezialisten vielleicht morgen schon einen neuen für ein anderes Gebiet bräuchten. In Zukunft werden wir aber sehr dankbar sein, wenn ein paar Spezialist:innen und Fachprofis unser Team ergänzen. Am wichtigsten ist uns, dass wir Menschen finden, die unsere Leidenschaft für Camping und unsere Vision teilen. Wir glauben daran, dass Menschen nur in der Ruhe der Natur den Ausgleich zu ihrem Alltag finden. Wer da nicht auf einer Wellenlänge mit uns ist, wird vermutlich nicht mit uns zusammenkommen, Skills hin oder her.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Da gibt es eigentlich zwei, die ich ganz wichtig finde. Erstens: Es gibt richtig gute Startup-Literatur – nehmt euch die Zeit, sie zu lesen. Wenn ihr nicht wisst, welche gut ist, fragt andere Gründer:innen, welche Bücher sie besonders wertvoll fanden. Zehn Stunden für ein gutes Buch können euch zehn Wochen Arbeit in die falsche Richtung ersparen. Zweitens: Die besten Ratschläge kommen in der Regel von Leuten, die selbst direkt im Anschluss sagen, dass sie auch total falsch liegen können.

Ohne welches externe Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Da gibt es so einige. Wenn ich meinen Finger drauflegen müsste, würde ich vermutlich Microsoft Teams sagen. Darin strukturieren und koordinieren wir so ziemlich alles, was wir machen.

Wie sorgst Du in deinem Team für gute Stimmung?
Auch wenn es echt abgedroschen klingt: Wir lesen Bewertungen auf unserer Plattform. Eigentlich war das für uns als reine Maßnahme gedacht, um nachhaltig Vertrauen in die Plattform aufzubauen. Mit der Zeit hat sich aber gezeigt, dass viele unserer Nutzer:innen die Reviews fast wie ein kleines Reisetagebuch nutzen. Das macht richtig gute Laune, zu lesen, wie andere eine richtig gute Zeit haben, und wenn wir dann feststellen: Krass, ohne uns wäre das nie passiert.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Ich glaube, da hat jeder bei uns im Team sein ganz persönliches Erlebnis. Für mich war es ein fünfminütiges Live-Interview im Fernsehen zu VanSite – bevor die Plattform überhaupt live war. Das war surreal, weil die Situation komplett neu war und ich mir dachte: „Ok, auch wenn wir noch nicht gelaunched sind, VanSite existiert jetzt.”

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): VanSite

#aktuell, #bielefeld, #camping, #grunderalltag, #interview, #vansite

#DealMonitor – awork sammelt 5 Millionen ein – Sunmaxx PVT bekommt 3,25 Millionen – Accel investiert in Slay


Im #DealMonitor für den 19. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

awork
+++ Hi inov Dentressangle, Swiss Post Ventures sowie die Altinvestoren und die Gründer investieren 5 Millionen Euro in awork. Das Startup aus Hamburg, 2019 von Tobias Hagenau, Lucas Bauche und Nils Czernig gegründet, positioniert sich als Workmanagement-Tool. Das Unternehmen möchte “mit dem frischen Kapital das Team ausbauen und die Zahl der Nutzer:innen im kommenden Jahr verdoppeln. Mit 2.200 Firmenkund:innen verzeichnet das Tool bereits über 17.000 Nutzer:innen”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über awork

Sunmaxx PVT
+++ Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und Mahle New Ventures investieren 3,25 Millionen Euro in Sunmaxx PVT. Das Dresdner Cleantech-Unternehmen, das 2021 von Mirko Köhler, Uwe Gey, Wilhelm Stein und Jiri Springer gegründet wurde, kümmert sich um die “vollständige Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden, Quartieren und Industriestandorten”. “Mit dem neu gewonnenen Kapital soll das Team vergrößert, die Technologie weiterentwickelt und der Markteintritt realisiert werden”, teilt das Unternehmen mit.

Slay
+++ Accel, 20VC, Ilkka Paananen, Scott Belsky, Fußball-Weltmeister Mario Götze, Kevin Weil (Scribble Ventures) und der Musiker Alex Pall (The Chainsmokers) investieren 2,63 Millionen US-Dollar in Slaysiehe auch TechCrunch. Das Berliner Startup, das von Fabian Kamberi, Jannis Ringwald und Stefan Quernhorst gegründet wurde, positioniert sich als “erste positive-only App, auf der du siehst was andere an dir lieben”.  “Slay allows users to compliment their friends and be honest through anonymity”, schreibt das Team.

Glacier
+++ First Climate, Calm/Storm Ventures, Business Angel wie Hansi Hansmann, Bernhard Niesner, Frank Dopheide und Extremsportlerin Anja Blacha sowie die Altinvestoren Alfred Luger und die Woom-Bike-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka investieren eine siebenstellige Summe in Glacier. Das ClimateTech aus Wien, setzt auf Klimaschutz-Weiterbildung. “Durch Empowerment und Education von Mitarbeiter*innen in verschiedenen Formaten wird Climate Action in Unternehmen einfach, verständlich und konkret gemacht”, schreibt das Team.

MindAhead
+++ RoX Health, OHA Osnabrück Healthcare Beteiligungs GmbH, CDP Venture Capital, AC75 Startup Accelerator, Moonstone, Ikigai sowie Business Angels wie Oskar Obereder, Rudolf von Plettenberg und Cosimo Pulli investieren 500.000 Euro in MindAhead. Das deutsch-italienische Startup aus Berlin und Siena, von Nina Kiwit, Manuel Kraus, Pasquale Fedele und Patrick Fissler gegründet, kümmert sich um Gehirngesundheit. Mehr über MindAhead

hye
+++ Die Warsteiner Gruppe investiert in sich hye. Das Startup aus Augsburg, das 2021 von Andre Klan sowie der Influencerin und Moderatorin Cathy Hummels gegründet wurde, positioniert sich als “Mental Wellbeing-Getränk”. Zum Konzept schreibt das Team: “Die enthaltenen Adaptogene und Nootropika helfen dem Körper durch ihre entspannende und stimmungsaufhellende Wirkung stressige Momente besser zu meistern. Sie unterstützen die kognitiven Fähigkeiten und helfen in Stresssituationen, einen kühlen Kopf zu bewahren”. Mehr über hye

VENTURE CAPITAL

Flex Capital 
+++ Der Berliner Private Equity-Investor Flex Capital, der sich insbesondere für gebootstrappte mittelständische Softwareunternehmen interessiert, legt seinen zweiten Fonds (300 Millionen Euro) auf. Das Geld stammt unter anderem von “Dachfonds, Vermögensverwaltungen, Universitäts-Stiftungen aus, Gründerinnen und Gründern “erfolgreicher Tech-Unternehmen inklusive der Gründer der Flex-Portfoliofirmen sowie ein FC Bayern Fußballspieler”. “Dieser neue Fonds ist ein gewerblicher Fonds, der es Flex Capital ermöglicht, neben dem finanziellen Investment seine zukünftigen Portfoliounternehmen operativ zu unterstützen”, teilt der Geldgeber mit. Seit dem Start 2019 übernahm der Investor Flex Capital, hinter dem Christoph Jost, Peter Waleczek, Felix Haas, Jan Becker, Andreas Etten und Robert Wuttke stecken, 13 Unternehmen – darunter Egoditor. “Der Exit an ein US amerikanisches Softwarehaus in Private Equity Hand hat im Anschluss direkt mehr als den gesamten ersten Fonds zurückgezahlt”, heißt es in der Presseaussendung. Im ersten Fonds waren 126 Millionen. Mehr über Flex Capital

PropTech1 Ventures
+++ Der Berliner Geldgeber PropTech1 Ventures verkündet das First Closing seines zweiten Fonds. 44 Millionen Euro sind bereits im Topf. Zielgröße sind 100 Millionen. “PT1 Early-Stage Fund II ist somit ab sofort operativ und investiert in innovative Unternehmer*innen aus ganz Europa, die sich den großen Herausforderungen unserer Zeit stellen, die durch die zunehmende Knappheit an natürlichen Ressourcen, bezahlbarem Wohnraum und qualifizierten Arbeitskräften entstehen”, heißt es in der Presseaussendung. PropTech1 investiert in Unternehmen aus den Segmenten PropTech, ConstructionTech und UrbanTech. Mehr über PropTech1 Ventures

Miele 
+++ Das Haushalts- und Gewerbegeräte-Schwergewicht Miele startet mit der Pioneering GmbH einen Inkubator für Corporate-Startups. “Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Geschäftsideen, die eine strategische Ergänzung des bisherigen Kerngeschäfts von Miele darstellen”, heißt es in der Presseaussendung. Die Geschäftsführung des neuen Ablegers teilen sich Ina Nordsiek, Director Intrapreneurship der Business Unit New Growth Factory, sowie Hendrik Stegelmann, Director Digital Innovation and Products im Bereich Smart Home.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Gastbeitrag – Was Gründer:innen aus dem wirtschaftlichen Abschwung für 2023 lernen


Wir beobachteten es schon zu Anfang unserer Vertriebsaktivitäten 2019: Unsere Zielgruppe möchte keinen Vertriebs-Termin buchen, sondern unser SaaS-Tool einfach ausprobieren. Ein ähnliches Muster ergab sich beim Upselling innerhalb der Unternehmen. Entweder unser Angebot begeisterte Nutzer:innen und sprach sich im Unternehmen von selbst herum. Oder eben nicht. Im zweiten Fall gestalteten sich unsere Bemühungen, weitere Nutzer:innen in den Unternehmen zu gewinnen, entsprechend schwierig.

Um uns “ausprobierbar” zu machen, hätten wir eine “Freemium” oder “Free Trial”-Strategie fahren und unser Produkt dafür neu denken müssen. Das schien uns sehr aufwändig und unsicher. Also machten wir fleißig weiter Sales-Termine und stellten unser Tool in Videocalls vor. Nach unserer ersten Finanzierungsrunde (unter anderem das Flaschenpost-Management investierte) stockten wir sogar drei Positionen im Growth.Team auf. Unser Ziel blieb, die kurzfristigen Umsatzziele zu erreichen.

Im Frühjahr 2022 fingen wir an, unsere nächste Finanzierungsrunde vorzubereiten. Parallel startete die russische Militäroperation in der Ukraine. Schon nach einigen VC-Gesprächen wurde klar, dass VCs jetzt deutlich kritischer auf die Unit Economics schauen. Das Fazit: Mit einem kostspieligen, manuellen Vertriebsmodell und einem durchschnittlichen “Annual Contract Value” von unter 10k € würden wir keinen VC zu den angestrebten Konditionen überzeugen können.

Unser Runway reichte zum Zeitpunkt dieser Erkenntnis noch nicht mal mehr für 12 Monate – was also nun?

Was tun, wenn die Finanzierung ausbleibt?

Schnell wurde uns im Gründerteam klar, dass wir unter den Bedingungen einer ausbleibenden Finanzierungsrunde nicht einfach so weitermachen können wie bisher. Um aus eigenen Rücklagen und Umsätzen zu überleben, brauchten wir ein neues Setup – mit weniger Ressourcen im Sales und einem effizienten Go-To-Market.

Am Ende war es genau diese Krise, die uns den Mut gegeben hat, sich endlich für die schwierigere, aber dafür nachhaltige Wachstumsstrategie zu entscheiden: Inbound-Marketing und Product-Led Growth (PLG), eine Go-To-Market-Strategie, bei der die Akquisition, Expansion, Konvertierung und Bindung von Kunden in erster Linie durch das Produkt selbst gesteuert wird.

Es war die schmerzhafteste Erfahrung in unserer Gründer-Laufbahn, aber wir mussten die frisch eingestellten Mitarbeiter:innen (teilweise noch in der Probezeit) wieder entlassen. Um trotzdem weiter wachsen zu können, mussten wir umdenken und unser Produkt zu einem Wachstumshebel umbauen, der auch ohne Vertriebsteam auskommt. Ein Weg, der alles andere als vorhersehbar oder risikofrei ist, aber welcher Weg ist das im Startup-Kontext schon?

Mutige Schritte zahlen sich aus

Wir gingen also den in Deutschland eher unkonventionellen Schritt, unser Produkt direkt über unsere Website kostenlos testbar zu machen. Der Effekt war unerwartet und doch erwartbar: Wir konnten etwa 3 mal so viele Website-Besucher:innen zu einem Test konvertieren. Vor unserem Pivot zu PLG war unser Ziel auf der Website stets, dass die Besucher:innen eine “Online-Demo buchen”. Eine Handlung, die für viele Besucher:innen unserer Website unattraktiv war. Unser Produkt wiederum selber ausprobieren zu können war deutlich interessanter.

Experimente im Onboarding-Prozess wurden schnell der neue Fokus im Team. Über zahlreiche AB-Tests lernten wir, welche “Wow-Momente” für die Nutzer:innen entscheidend waren. Das Ergebnis: Wir steigerten unsere wöchentlich aktiven Nutzer binnen weniger Monate um etwa 80%.

Gleichzeitig konnten wir uns im Growth Team voll auf den Ausbau unserer Websiteinhalte und SEO fokussieren, um unsere Zielgruppe nun global zu erreichen. Anfänglich waren es gerade einmal 1.5%, inzwischen sind es mehr als 10% der Website-Besucher:innen, die unser Tool ausprobieren.

Und siehe da: Der erste Kunde in Vietnam wird gewonnen, Fortune 500 Unternehmen aus den USA starten den Einkaufsprozess – ganz ohne den aufwändigen Vertriebsprozess auf unserer Seite.

Auch intern in unserem Team hat sich die neue Strategie als Gewinn herausgestellt: Das Produkt- und das Growth-Team arbeiten durch PLG deutlich enger und ganzheitlicher an der Optimierung des Freemium-Funnels.

Ist “Product-Led Growth” die Lösung?

Ist PLG ohne Vertriebsteam jetzt die Lösung für jedes SaaS-Startup? Sehr wahrscheinlich nicht. Ist es eine Option, die sich gerade Startups im SMB-Segment anschauen sollen? Definitiv ja. Es ist kein Zufall, dass viele Branchen-Insider (wie auch der VC OpenView) in PLG den “größten Trend im Software-Bereich” sehen.

Bei uns ist der Pivot zur PLG-Strategie allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Es bleibt zu beweisen, dass wir im Rahmen des Freemium-Modells ein gesundes Verhältnis von kostenlosen zu zahlenden Nutzer:innen erreichen können. Wir sind jedoch durch unseren neuen Go-To-Market Ansatz zuversichtlicher denn je, unseren Break-even nächstes Jahr zu erreichen und dann eine enorm gute Basis für das weitere Wachstum zu haben.

Der wirtschaftliche Abschwung ist also eine gute Chance für strategische Entscheidungen. Oder wie Winston Churchill sagte: “Never let a good crisis go to waste”.

Über den Autor
Jean Michel Diaz ist Co-Founder und Geschäftsführer von Echometer.

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Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #gastbeitrag

#StartupTicker – +++ Flex Capital +++ Oculid +++ WorkerHero +++ DriverHero +++ N26 +++ Rhein-Main +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 19. Januar).

#STARTUPTICKER

Flex Capital 
+++ Mehr Geld über Übernahmen! Der Berliner Private Equity-Investor Flex Capital, der sich insbesondere für gebootstrappte mittelständische Softwareunternehmen interessiert, legt seinen zweiten Fonds (300 Millionen Euro) auf. “Dieser neue Fonds ist ein gewerblicher Fonds, der es Flex Capital ermöglicht, neben dem finanziellen Investment seine zukünftigen Portfoliounternehmen operativ zu unterstützen”, teilt der Geldgeber mit. Seit dem Start 2019 übernahm der Investor Flex Capital, hinter dem Christoph Jost, Peter Waleczek, Felix Haas, Jan Becker, Andreas Etten und Robert Wuttke stecken, 13 Unternehmen – darunter Egoditor. “Der Exit an ein US amerikanisches Softwarehaus in Private Equity Hand hat im Anschluss direkt mehr als den gesamten ersten Fonds zurückgezahlt”, heißt es in der Presseaussendung. Im ersten Fonds waren 126 Millionen. Mehr über Flex Capital

Oculid
+++ Offline: Das Berliner Startup Oculid ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Friedemann Ulrich Schade bestellt. Das Startup, das 2018 von Antje Venjakob, Klaas Filler und Stefan Ruff gegründet wurde, entwickelt ein biometrisches Authentifizierungsverfahren, welches Nutzer:innen über individuelle Eigenschaften ihrer Augenbewegungen erkennt. IBB Ventures, Alubi capital, von Investor und Business Angel Alfred Möckel, und Co. investierten in den vergangenen Jahren in Oculid. Mehr über Oculid

WorkerHero 
+++ Umbenennung! DriverHero heißt nun WorkerHero. Mit der Namensänderung folgt auch eine strategische Änderung: Ursprünglich kümmerte sich das Unternehmen um die “schnelle Vernetzung von Unternehmen mit Fahrern”. Nun erfolgt die Erweiterung “auf den gesamten Blue Collar-Bereich”. Das Unternehmen “will damit einen Beitrag gegen den zunehmenden Fachkräftemangel leisten und mithilfe seiner Vernetzungsplattform Fachpersonal zielgenau und effizient an Unternehmen vermitteln”. Mehr über WorkerHero

#LESENSWERT

N26
+++ “Neobank N26 startet Kryptohandel in Deutschland – Bitpanda als Partner. Bislang war das Angebot nur in Österreich verfügbar. Nun kommen fünf weitere Märkte hinzu, darunter auch der Heimatmarkt der Berliner Smartphonebank. Der Handel funktioniert via App.” Mehr beim Handelsblatt

Rhein-Main
+++ “Es fehlt an Kontakten. Frankfurt bleibt für Gründer die fünftwichtigste Stadt Deutschlands. Software und IT sind Schwerpunkt. Aber die Szene hat Sorgen. Vor allem geeignetes Personal ist knapp.” Mehr bei FAZ

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Brandneu – 8 neue Startups: 42Watt, NeoCarbon, brightmind.AI, Handly, Peers, planqc, Mietz, Aampere


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

42Watt
42Watt aus München, das von Marcus Dietmann, Jörg Überla, Ferdinand Zemella und Mario Speck gegründet wurde, positioniert sich als digitaler Energieberater. “Dabei wird der komplette Prozess von der Informationsbeschaffung bis zur Umsetzung durch Handwerker unterstützt”, schreibt das Team. 

NeoCarbon
Das Berliner ClimateTech NeoCarbon, von Rene Haas und Silvain Toromanoff gegründet, setzt auf “Direct Air Capture with cooling towers”. Zum Konzept heißt es: “By retrofitting existing infrastructure without impacting their original function, the time and cost needed to set up a carbon capturing system is improved by up to 10x.”

brightmind.AI
brightmind.AI aus Wien, von Florian Lerchbammer-Kreith und Tamara Gebert gegründet, kümmert sich um Gehirn-Stimulation. “We leverage cutting edge research in neurotechnology to develop drastically better solutions for the greatest challenges to brain health”, teilt das Unternehmen mit. 

Handly
Handly, von Bastian Meyer und Klaas Krüger gegründet, positioniert sich als digitaler Assistent für Handwerker:innen. Zum Konzept schreibt das Team aus Berlin: “We want to enable people to create their ideal living environment, while empowering home service companies to build their business and saving time for a quality life.”

Peers 
Das E-Health-Startup Peers aus Aachen, von Sophie Schürmann, Julia Maria Rüttgers und Philippe Driessen gegründet, setzt auf “Online Gruppenkurse bei Stress und depressiven Stimmungen”. Dabei erhält die Jungfirma auch Unterstützung von Psycholog:innen.

planqc
planqc, von Alexander Glätzle, Sebastian Blatt, Johannes Zeiher und Lukas Reichsöllner gegründet, “baut Quantencomputer und speichert Quanteninformation in einzelnen Atomen”. “Our processors use atoms in artificial crystals of light: the fastest way to scale to useful quantum advantage”, schreibt das Team aus München.

Mietz 
Das Berliner PropTech Mietz, das von Lena Tuckermann und Johann Kim gegründet wurde, positioniert sich als “mobile end-to-end Plattform für Vermietung”. Konkret geht es um “digitale Prozessoptimierung für Eigentümer:innen und Verwalter:innen.  Inklusive Bewerberprüfung und digitalem Mietvertrag”.

Aampere
Aampere aus Bad Liebenzell, das von Florian Reister, Nikolaus Schmidt und Maximilian Rost gegründet wurde, positioniert sich als “Plattform für gebrauchte Elektroautos”. “Dabei machen wir keine Kompromisse – 100% Elektroautos, keine Hybride, keine Verbrenner”, heißt es vom Team.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – “Auch wir müssen auf Flexibilität setzen”


Unter dem Dach der Bloomwell Group aus Frankfurt am Main, die vom Farmako-Macher Niklas Kouparanis, Anna-Sophia Kouparanis, Samuel Menghistu und Julian Wichmann gegründet wurde, tummeln sich Cannabis-Marken wie Algea Care, Breezy und Ilios-Sante. Der amerikanische Kapitalgeber Measure 8 Venture Partners und M4 Capital investieren zuletzt 10 Millionen US-Dollar in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Niklas Kouparanis einmal ausführlich über das kürzlich abgelaufene Jahr.

2022 ist gerade rum. Was war das Highlight im vergangenen Jahr bei Euch?
Die Bundesregierung hat sich daran gemacht Cannabis als Genussmittel zu regulieren. Wir haben von Anfang an davor gewarnt, dass dies eine regulatorische Mammutaufgabe wird. Höhepunkt waren dabei sicher die Expert-Hearings, die der neue Drogenbeauftragte Burkhard Blienert initiiert hat. Mehr als 200 Expert:innen kamen im Rahmen dieses Konsultationsprozesses zu Wort. Auch wir waren Teil des Hearings und haben unsere Gedanken aktiv eingebracht. Für uns ist es ein ganz wesentlicher Schritt, dass die Legalisierung gemeinsam mit der Gesellschaft gestemmt wird. Dann wurde im Oktober das Eckpunktepapier vorgestellt. Sicherlich ein Höhepunkt, aber wir wissen nun, dass dieses Papier für ein grünes Licht durch die EU-Kommission nicht ausreichen wird. Karl Lauterbach sollte sich daher schleunigst an das Ausarbeiten des Gesetzes machen und für den Fall der Fälle einen Plan B in petto haben. Für unser eigenes Unternehmen zählten mehr als 50.000 Behandlungen über Algea Care, Europas größter Telmedizin-Plattform für medizinisches Cannabis und der Start unseres Online-Marktplatzes für Cannabis-Apotheken zu den absoluten Höhepunkten. Grüne Brise ist deutschlandweit der erste Marktplatz dieser Art. Unvergesslich auch unsere Teilnahme an einer der größten nordamerikanischen Konferenzen in Las Vegas im November: Wer dort vor Ort war, konnte einen Vorgeschmack bekommen, was in den kommenden Jahren auf uns zukommt.

Es herrscht derzeit Krisenstimmung in der deutschen Startup-Szene. Was ist Deine Sicht auf diese Eiszeit?
Auch in der europäischen Cannabis-Industrie gab es weniger Finanzierungsrunden als zuvor. Ich bin zweigespalten: Einerseits tut uns in unserer Industrie ein Fokus auf umsatzstarke Geschäftsmodelle, die echten Mehrwert generieren teilweise auch gut, andererseits werden wir viel Kapital benötigen, um die Infrastruktur für den dann größten Cannabis-Binnenmarkt weltweit aufzubauen – grünes Licht durch die EU vorausgesetzt. Ganz persönlich bin ich der Meinung, dass wir in Deutschland ohnehin zu risikoavers sind, uns öfter an mutig an wirklich neue Dinge ran trauen sollten. Ich hoffe, dass die Rezession uns im Wettbewerb um echte Innovationen, die per Definition auch mal scheitern können, nicht noch weiter zurückwirft. Die Bundesregierung und die EU müssen die Förderung von Startups gerade jetzt stärken!

Wie lief 2022 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Wir haben mit unser Tochterfirma Breezy Brands die erste deutsche Cannabis-Marke für Lifestyle und Community gestartet, um der Cannabis-Kultur jetzt schon ein zuhause zugeben. Wir haben Deutschlands ersten Marktplatz für Cannabis-Apotheken gestartet – in einem regulatorisch extrem anspruchsvollen Umfeld und über unseren Telemedizin-Anbieter Algea Care hatten wir über 50.000 Cannabis-Behandlungen. Zudem haben wir Forschungskooperationen initiiert, um mehr Evidenz zu generieren. Wir sind extrem stolz auf unser Jahr 2022.

Was lief 2022 bei Euch nicht rund?
Auch wir müssen angesichts der makroökonomischen Lage auf Flexibilität setzen. Zumal in unserer jungen Cannabis-Industrie niemand wirklich weiß, wann und wie Cannabis als Genussmittel hierzulande legalisiert wird. Diese Szenarien-Planung ist anspruchsvoll, uns 2022 aber sehr gut gelungen. So haben wir unsere Prozesse und Strategie an das Marktumfeld angepasst und sind durch unsere breite Aufstellung in der Lage, auf Veränderungen zu reagieren. Zudem waren auch 2022 die regulatorischen Hürden hoch, da Cannabis als Betäubungsmittel eingestuft ist. Wir hoffen sehr auf eine zeitnahe Reklassifizierung.

Welches Projekt steht bei Euch für 2023 ganz oben auf der Agenda?
Zunächst einmal starten wir eine Series-A-Runde. Zudem haben wir alle Puzzleteile zusammen, um weiter stark zu skalieren und gehen davon aus, dass 2023 unser mit Abstand erfolgreichstes Jahr wird. Wie alle blicken wir auch gebannt auf die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel in Deutschland. Wir wollen uns mit der Bloomwell Group darauf vorbereiten, Konsument:innen von Tag eins an zuverlässig und bundesweit mit qualitativ hochertigem Cannabis zu versorgen. Im medizinischen Bereich werden wir weiter alles daran setzen, in einem hoch regulierten Umfeld den Zugang zur cannabinoidbasierten Therapie und ärztlicher Expertise weiter zu vereinfachen.

Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.

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#StartupTicker – +++ Fraugster +++ Arive +++ Dropp +++ Personio +++ Trade Republic +++ Sachsen-Anhalt +++


Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir einen kompakten Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 18. Januar).

#STARTUPTICKER

Fraugster
+++ Offline: Das Berliner Startup Fraugster, eine Anti-Fraud-Software mit Echtzeit-Big-Data-Lösung, ist überraschenderweise insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Sebastian Laboga bestellt. Bekannte und solvente Investoren wie CommerzVentures, Munich Re/HSB Ventures, Earlybird, Speedinvest, Seedcamp und Rancilio Cube investierten in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro in das Unternehmen, das 2014 von Max Laemmle und Chen Zamir gegründet wurde. Im Sommer 2022 hatten wir zuletzt über Fraugster berichtet, damals war das Unternehmen auf der Suche nach neuem Kapital. Im Grunde soll Fraugster zuletzt gut unterwegs gewesen sein – hieß es zumindest. 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 5,6 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau bis Ende 2021 rund 11,7 Millionen. Mehr über Fraugster

Arive
+++ Balderton Capital und Co. investieren nach unseren Informationen weitere 10 Millionen US-Dollar in Arive. Das Münchner Startup, das 2021 von Linus Fries und Maximilian Reeker gegründet wurde, liefert seinen Nutzer:innen Produkte aus Kategorien wie Technik, Schmuck oder Kosmetik nach Hause – innerhalb von 30 Minuten. Zuvor flossen bereits 27 Millionen Dollar in das Unternehmen – unter anderem von Balderton, Global Founders Capital (GFC), 468 Capital und La Famiglia. Zudem übernimmt Arive das insolvente Berliner Last-Mile-Delivery-Startup Dropp, das 2021 von Alessa Vogler, Nicolas Pörschke und Philip Braun gegründet wurde. Atlantic Labs, Kima Ventures, Collective Ventures sowie die Gorillas-Gründer Ronny Shibley und Jörg Kattner investierten zuletzt 2 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Personio
+++ IPO-Time: Das Münchner Unicorn Personio, eine 2015 gegründete HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen, firmiert nun als Societas Europaea (SE). “Dieser Schritt spiegelt die bisherige starke Entwicklung von Personio wider und liefert die Voraussetzungen für weiteres europaweites Wachstum und einen mittelfristigen Börsengang”, teilt das Unternehmen mit.  In den vergangenen Jahren flossen rund 700 Millionen Dollar in das Unternehmen. Bewertung: 8,5 Milliarden Dollar. Mehr über Personio

#LESENSWERT

Trade Republic
+++ “Trade Republic steigert Erträge auf fast 100 Millionen Euro. Der Aktienhype der Coronapandemie schlägt sich auch in den Zahlen des Berliner Anlage-Startups Trade Republic nieder, wie sich im neuen Bericht für das Geschäftsjahr 2020/2021 zeigt. Der App-Anbieter bringt es auf Provisionserträge von 94 Millionen Euro.” Mehr bei Finance Forward

Sachsen-Anhalt
+++ Sachsen-Anhalt setzt Förderung von Start-ups aus. Die Start-ups an den Hochschulen des Landes werden vorerst nicht mehr von Sachsen-Anhalt gefördert, obwohl Mittel von der EU bereitstehen. Das Land verschwende riesiges Potenzial, kritisieren Gründerzentren.” Mehr beim MDR

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ honeysales sammelt 2,5 Millionen ein +++ Zasta bekommt 60 Millionen +++ vialytics sammelt 10 Millionen ein +++ Novak Djokovic investiert in waterdrop +++ Moonblock sammelt Geld ein +++ pola bekommt erstmals Finanzspritze +++ Mobile Premier League (MPL) kauft GameDuell +++  Trackunit übernimmt Flexcavo. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#aktuell

#Gastbeitrag – So legen Startups den Grundstein für ihre Pressearbeit


Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass langfristige Planung ihre Grenzen hat. Unvorhergesehene Ereignisse können den PR-Jahresplan schnell einmal über den Haufen werfen. Vor allem in der schnelllebigen Startup-Welt jagt eine Veränderung die nächste. 

Warum Sie als Gründer:in Ihre Öffentlichkeitsarbeit dennoch planen sollten? Wer zu Beginn des Jahres PR-Maßnahmen und Themen festlegt, hat in den kommenden Monaten den Kopf frei, um sich auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren. Mit einem detaillierten Plan stellen Sie außerdem sicher, dass Ihnen im Laufe des Jahres kein PR-Anlass durch die Lappen geht. 

So gehen Sie bei der PR-Planung vor: 

Status quo analysieren

Was lief im vergangenen Jahr gut, was lief schlecht? In welchen Medien war Ihr Startup präsent? Und mit welchen Themen konnten Sie bei Journalist:innen punkten? Starten Sie Ihre PR-Planung, indem Sie das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Eine detaillierte Auswertung verschafft Ihnen einen Überblick, wo Sie stehen und wie Sie Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zukünftig verbessern können. Fragen Sie sich dabei auch, ob Sie alle relevanten Kommunikationskanäle bereits abgedeckt haben.

Ziele und Zielgruppen definieren
Pressearbeit kann verschiedene Ziele verfolgen. Liegt der Fokus darauf, neue Investor:innen für Ihr Startup zu gewinnen, können Sie mit Veröffentlichungen in der Wirtschaftspresse punkten. Möchten Sie sich hingegen als „Thought Leader“ in der eigenen Branche positionieren, passen Fachmedien besser zu Ihren Zielen. 

Außerdem gilt: Nur wer sich vorab klare Ziele setzt, kann hinterher messen, wie erfolgreich die eigene Kommunikation war. Bestimmen Sie daher schon zu Jahresbeginn geeignete Kennzahlen, an denen Sie den Erfolg Ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bewerten wollen. 

Wunschmedien festlegen

Als Gründer:in haben Sie die Qual der Wahl: Es gibt viele Medien und Formate, die gerne über Startups berichten. Voraussetzung: Sie haben spannende Themen parat. 

Neben der typischen Gründerpresse gibt es weitere Medien, in denen Sie als Startup Themenvorschläge platzieren können. Ein paar Beispiele sind: 

  • Lokale Medien
  • Wirtschaftspresse
  • Fachmedien für jede Branche und Nische
  • Blogs und Online-Portale
  • Podcasts

Um eine passende Medienauswahl zu treffen, sollten Sie sich immer an Ihrer Zielgruppe orientieren: Wen möchten Sie über die Medien erreichen? 

Tipp: Einige Online- und Printmedien veröffentlichen vorab Redaktionspläne. Auch wiederkehrende Formate sind weit verbreitet. Lassen Sie sich davon bei Ihrer Medienrecherche inspirieren und identifizieren Sie Titel und Formate, die zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Zielgruppe passen. 

PR-Themenplan erstellen 

Starten Sie die Themensuche am besten mit einem Brainstorming: Sammeln Sie Meilensteine und wichtige Veranstaltungen, die Ihr Unternehmen in diesem Jahr prägen werden. Dazu gehören zum Beispiel Produkteinführungen, Messeauftritte, Jubiläen, personelle Veränderungen oder besondere Service-Angebote. Beziehen Sie auch Kolleg:innen aus der Produktentwicklung, HR oder dem Vertrieb in das Themen-Brainstorming mit ein. Sie wissen genau, welche Neuigkeiten und Veränderungen in den einzelnen Unternehmensbereichen anstehen. 

Alle Themen und Termine halten Sie in einem Kalender fest. Berücksichtigen Sie dabei auch Feiertage, saisonale Ereignisse, Großveranstaltungen oder Aktionstage. 

Ebenfalls wichtig: Planen Sie genügend Vorlaufzeit ein. Bevor Sie Themenvorschläge in den Redaktionen pitchen, müssen Sie Informationen einholen, Bilder organisieren oder Zitate freigeben lassen. Tragen Sie außerdem Fristen ein, wann Sie zu den einzelnen Medien Kontakt aufnehmen müssen. Im Unterschied zu täglich und wöchentlich erscheinenden Medien, müssen Sie bei Monatsmedien bereits ein paar Monate im Voraus anfragen. 

„Zeitlose“ Themen bereithalten
Um als Startup sichtbar zu sein, müssen Sie regelmäßig die Aufmerksamkeit der Medien wecken. Gerade die ersten Monate eines Jahres halten meist viele PR-Anlässe bereit: Jahreszahlen werden veröffentlicht und Ausblicke bekannt gegeben. Doch im Laufe des Jahres wird es „Flauten“ geben. 

Neben fristgebundenen Themen sollten Sie daher auch „zeitlosere“ Inhalte bereithalten, auf die Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Gibt es zum Beispiel gesellschaftliche Diskussionen, zu denen Ihr Unternehmen Position beziehen könnte? Was zeichnet Ihr Startup als Arbeitgeber aus? Und welche Kundenfragen tauchen immer wieder auf, die Sie in einem Artikel beantworten können? Indem Sie sich einige Themenideen zurechtlegen, sorgen Sie dafür, dass Ihnen die Inhalte garantiert nicht ausgehen.

Eigene Kommunikationskanäle berücksichtigen
Auch eigene Kommunikationskanäle, sogenannte „owned media“, sind heute fester Bestandteil der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Über einen Corporate-Blog, soziale Medien oder einen Newsletter können Sie Ihre Themen kommunizieren und in den Dialog mit Ihrer Zielgruppe treten. 

Als Startup sind Sie auf vielen Kanälen aktiv. Dann denken Sie diese Kanäle bei Ihrer Jahresplanung gleich mit. Wie bei Ihrer Medienarbeit empfiehlt es sich, einen Redaktionsplan zu erstellen, der „atmet“. Setzen Sie hierbei auf einen Mix aus fixen Terminen und zeitlosen Themen. So bleiben Sie flexibel und haben für die kommenden Monate jederzeit Inhalte parat. 

Über die Autorin
Iris Jilke ist freie Redakteurin und PR-Beraterin. Sie unterstützt vor allem Startups und mittelständische Unternehmen dabei, verständlich und zielgerichtet zu kommunizieren – auf ihren eigenen Kanälen und in den Medien. Mehr Infos: www.textakzent.de

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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