#Interview – Aimie-Sarah Carstensen (ArtNight) spricht über Krisen


Im #CurrywurstTalk im Rahmen der ruhrSTARTUPWEEK, die kürzlich zum vierten Mal im Ruhrgebiet und digital stattgefunden hat, spricht Alexander Hüsing, Gründer und Chefredakteur von deutsche-startups.de, mit Aimie-Sarah Carstensen, Gründerin des Event-Startups ArtNight, über Krisen und Chancen.

Tipp: Weitere Interviews aus dieser besonders leckeren Video-Reihe gibt es im CurrywurstTalk-Ressort.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhr:HUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#aktuell, #artnight, #interview, #ruhrstartupweek

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#Hintergrund – Move it Mama, Vytal, Yammbits, Knetbeton, Solmove treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

MOVE IT MAMA
Als Schauspielerin konnte Birte Glang (39) bereits in ihren Rollen (u.a. „Unter Uns“, „Alarm für Cobra 11“, „Alles was zählt“) überzeugen – vor drei Jahren ging sie außerdem unter die Gründer. „Es war mir immer wichtig, körperlich fit zu sein. Und das war auch nicht anders, als ich im Jahr 2017 schwanger war“, erklärt Birte den Ursprung ihrer Idee. „Ich war in der Schwangerschaft allerdings total unsicher, welche Fitnessübungen ich überhaupt machen dürfte.“ Gemeinsam mit Hebammen, Ärzten und Fitnesstrainern entwickelte Birte ein umfangreiches Fitnessprogramm für werdende und frischgebackene Mütter, welches genau an die einzelnen Schwangerschaftsphasen angepasst ist. Alle Workouts hat die Gründerin während ihrer eigenen Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt in Los Angeles/Kalifornien gedreht. Immer an ihrer Seite: ihr Ehemann, Erfolgsproduzent und DJ André Tegeler, in der Musikszene besser bekannt als „Moguai“. Gemeinsam hat das Powerpaar bereits knapp 300.000 Euro in das Start-up investiert. Mit „MOVE IT MAMA“ bietet die Schauspielerin und Fitnessexpertin eine App mit persönlichem Trainingsplan und insgesamt über 720 Minuten Trainingsmaterial für Mütter ab dem ersten Tag der Schwangerschaft bis zu drei Jahre nach der Geburt an. Mit Hilfe der Expertise eines Löwen erhofft sich Birte den großen Durchbruch für ihr „Baby“ und ein Investment von 200.000 Euro. Dafür bietet sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

VYTAL
„Wir wollen Plastik und Einwegverpackungsmüll aus dem ‚To Go‘-Bereich eliminieren“, erklären Sven Witthöft (31) und Tim Breker (33). Mit VYTAL haben die beiden Unternehmensberater ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen entwickelt – ganz ohne Pfand! Damit sagen sie dem Verpackungsmüll den Kampf an, denn wie Sven erklärt: „Nimmt man alle Einwegverpackungen, die in Deutschland jährlich verbraucht werden, reichen diese sieben Mal um die Erde.“ Die VYTAL-Essensverpackungen sind 100 % auslaufsicher, BPA-frei (Bisphenol A), sollen nach zehn Benutzungen ökologischer als Einwegverpackungen sein und eine Lebensdauer von mindestens 200 Befüllungen haben. Um neue Verpackungen für weitere Gerichte zu entwickeln und ihr System deutschlandweit in Kantinen und Restaurants zu etablieren sowie international zu expandieren, benötigen die beiden Gründer einen Investor. Ihr Kapitalbedarf liegt bei 450.000 Euro, dafür bieten Sven und Tim 10 Prozent ihrer Anteile.

Yammbits
Snacken ohne schlechtes Gewissen: Diese Möglichkeit servieren Julian Berhang (40) und seine Frau Elena Sarri-Berhang (36) den Löwen mit ihren Yammbits Fruitballs, kleine Kugeln aus getrockneten Biofrüchten mit einer leckeren Hülle. Die Anfänge von Yammbits liegen in Elenas Heimat Griechenland. „Nach der Geburt unserer Zwillinge haben wir unsere Elternzeit dort verbracht“, erklärt die Gründerin. „Schlaf war Mangelware und auch die gesunde Ernährung blieb auf der Strecke“, erinnert sich Julian an diese Zeit. Obwohl sie von Obstplantagen umgeben waren, gesteht der Familienvater: „Eigentlich haben wir uns nur von Gyros mit Pommes und ungesunden Snacks ernährt.“ Die Lösung entwickelten sie gemeinsam mit einem Lebensmitteltechniker: einen transportablen und gesunden Fruchtsnack für alle Lebenslagen oder – wie Julian erklärt – „Obstessen in geil!“ Aktuell gibt es Yammbits in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango”, „Coole Cocos-Aronia” und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere”. Sie alle sind vegan, laktosefrei, ohne Zucker und statt Palmöl wird Cashewmus verwendet. Damit ihr Unternehmen wächst, benötigt das Paar 100.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile.

Knetbeton
„Ich finde alles herrlich, was mit dem wichtigsten Werkzeug der Welt entsteht – und das sind unsere zehn Finger“, erklärt Miled Ben Dhiaf (42), der eigentlich beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist. Während eines Tunesienurlaubes 1999 hat Miled beobachtet, wie Bauarbeiter eine Fassade mit Beton besonders kunstvoll verkleidet haben. Er verliebte sich in die Materie und machte sich wenig wissend in Deutschland auf die experimentelle Suche nach modellierbarem Beton. Inzwischen hat Miled sein Hobby zum Beruf gemacht und im Jahr 2012 „Knetbeton“ auf den Markt gebracht: Eine Modelliermasse, die zwar wie Beton aussieht, sich aber wie Knete ein- und ausrollen lässt, kaum schmiert, keine Risse bei der Bearbeitung und Biegung hinterlässt und ohne Brennofen aushärtet. Die entstandenen Skulpturen und Kunstwerke sind witterungsfest und können im Garten aufgestellt werden. Seitdem hat Miled seine Erfindung konsequent weiterentwickelt: „Man kann kneten, modellieren, schnitzen. Von kleinen filigranen Rosen bis hin zu großen Gartenskulpturen kann man alles gestalten“, erklärt der 42-Jährige seinen elastischen „Knetbeton 2.0 Soft Art“. Für das Wachstum seines Unternehmens benötigt Miled 150.000 Euro und bietet dafür 25 Prozent Firmenanteile. Ob „Mr. Beton“ einen der Löwen für sein kreatives Unternehmen begeistern kann?

Solmove
„Ich träume von einer Welt, die vor allem nachhaltig ist. Ich stelle mir vor, dass wir saubere Luft haben und mit unseren elektrischen Autos über Solarstraßen fahren können“, so Donald Müller-Judex (57). Der Produkt- und Softwareentwickler wurde bereits mit mehreren Awards ausgezeichnet. Mit seiner aktuellen Erfindung sollen aus grauen Straßen grüne Straßen werden. Hinter Solmove steckt ein smarter Straßenbelag: ein flexibles Glasmodul mit Solarzellen, die Strom erzeugen, der sodann eingespeist werden kann. So können ganze Straßen, Parkplätze oder Gehwege zu Solaranlagen werden. „Die Straße, die normalerweise nur kostet, verdient auf einmal Geld“, verspricht Donald. Doch Solmove kann noch mehr: „Wir werden in den Modulen Sensorik integrieren. So können wir feststellen, ob ein Parkplatz freigeworden ist oder Autos zählen, um Ampelschaltungen zu optimieren. Wir werden außerdem Licht in die Module integrieren, um Flächen illuminieren zu können und z.B. auf einer Rennbahn zu zeigen, welches Auto am schnellsten um die Kurve gefahren ist“, erläutert der 57-Jährige. Um die Produktion vorzubereiten und Solmove auf den Markt zu bringen, benötigt Donald Müller-Judex ein Investment von 500.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile. „Das ist kein Start-up, das ist ein Smart-up“, findet Carsten Maschmeyer. Ob sich die Löwen mit dem Gründer auf die Überholspur begeben?

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#Interview – “Es ist sehr schwer, sich von sehr guten Mitarbeitern zu trennen”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Nikbin Rohany von Shore.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Meine Daily Routine beginnt meist mit einem morgentlichen Lauf an der Isar. Idealerweise schaffe ich es, dreimal in der Woche vor der Arbeit Laufen zu gehen. Es folgt ein schnelles, gesundes Frühstück. 

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Abschalten kann ich am besten beim Sport. Aber ich gehe auch gerne an der Isar spazieren oder unternehme mit meinem Motorrad eine Spritztour durch das Münchner Umland.

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie wichtig ein komplementär aufgestelltes Gründerteam ist. Idealerweise ist man auch nicht alleine, sondern gründet zusammen mit ein oder zwei weiteren Leuten, die sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. 

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zur Gründung ist es einerseits, den oder die richtigen Mitgründer zu finden. Denn ein Gründerteam, das zusammen passt, ist das A und O. Das gleiche gilt andererseits auch später für die Mitarbeiter – man sollte also immer und in jedem Bereich die richtigen Leute an Board haben. Ansonsten habe ich persönlich keine weiteren großen Hürden erlebt, bis auf die eigenen mentalen – sei es der eigene Erfolgsdruck oder die Angst vorm Scheitern. 

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Es ist sehr schwer, sich von sehr guten Mitarbeitern zu trennen, die aufgrund ihrer exzellenten Skills vermeintlich unersetzlich scheinen, aber nicht in das Team passen. Ich habe aber mit der Zeit gelernt, dass das Team wichtiger ist als einzelne “Superhelden”, die einen negativen Einfluss auf den Rest der Angestellten ausüben. 

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Passende Mitarbeiter findet man heutzutage am besten über sein eigenes Netzwerk und Empfehlungen. Wir haben über zufriedene Unternehmer und Angestellte schon erfolgreich viele neue Mitarbeiter für uns gewinnen können. 

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Gründer sollten anfangs nicht zu stark auf Wachstum setzen, sondern den Fokus lieber auf die Produktqualität und eine hohe Kundenzufriedenheit setzen. Denn einem theoretischen Plan hinterher zu hecheln und dabei das Produkt oder den Service und die damit einhergehenden Prozesse zu vernachlässigen, wird sich früher oder später rächen. Das gilt zumindest für Geschäftsmodelle, in denen es nicht auf einen First-Mover-Advantage ankommt.

Ohne welches externe Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Digitale Tools wie Slack oder G Suite sind für uns nicht mehr wegzudenken. 

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Wir haben eine Office-Hündin namens Pinky, die immer für gute Laune im Team sorgt. Außerdem darf bei uns jeder Mitarbeiter selbstständig an den für ihn oder sie am spannendsten Themen arbeiten, was zu einer hohen Zufriedenheit im Team führt. Als waschechtes Start-up gibt es bei uns selbstverständlich auch regelmäßige Kicker- und Tischtennis-Matches. 

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Ehrlicherweise gibt es keine wilden Erlebnisse, die ich hier teilen kann. In diesem Punkt muss ich die Leser wohl enttäuschen. 

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#Gastbeitrag – Wie Investmentrunden krisenfest werden


Die Corona-Krise bringt viele vermeintliche Gewissheiten unserer Wirtschaftswelt nachhaltig ins Wanken. Vor allem die Unsicherheit, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht, ist für die meisten eines der dominierenden Themen. Ganz besonders davon betroffen sind Startups, die gerade auf der Suche nach einer Finanzierung sind. Wie es dennoch gelingen kann, sich auch in der aktuellen Krise ein gutes Investment zu sichern, dazu gebe ich im Folgenden gerne ein paar Tipps.  

Wissen, was man wert ist

Ein Investment in unsicheren Zeiten zu erlangen, ist schwer. Wichtig ist deshalb, dass sich das Geschäftsmodell des Startups schon vor der Krise bewährt hat. Auch die beste Performance in den letzten Monaten lässt das Unternehmen nur gut aussehen, wenn man bereits zuvor einen nachhaltigen Erfolg aufweisen konnte. Wer also ein Investment nur aufgrund der Zahlen in der Krise sucht, wird nicht auf Dauer erfolgreich sein. Stattdessen sollte man mit längerfristiger Leistung des eigenen Startups überzeugen, das wissen auch die Investoren zu schätzen.

Wenn man so vorgeht, weiß man auch, was man wert ist und kann gelassen in Verhandlungen um die eigene Firmenbewertung gehen. Hier gilt: Man darf sich nicht verstecken und kleinreden lassen, vor allem wenn schon die ersten Term Sheets vorliegen. Auch und gerade im Angesicht einer Krise sollte man selbstbewusst den Wert seines Startups vertreten. Dabei sollte man sich auch nicht unter Druck setzen lassen bei den Konditionen etwa mit Verweis auf die aktuelle Krisenlage.

Ein bisschen Pokern gehört dazu

Aktuell geht es überall um bislang unerreichte Summen bei Rettungspaketen, Soforthilfen und Konjunkturprogrammen. Bei der gewünschten Investment-Summe darf man hingegen ruhig ein weniger tiefer ansetzen. Zu hohe Beträge können in der aktuellen Situation eher abschreckend auf potentielle Investoren wirken. Dabei muss man allerdings keine Sorgen haben, am Ende mit deutlich weniger Geld aus der Runde herauszukommen, denn in den allermeisten Fällen legen die Investoren im Laufe der Verhandlungen noch etwas auf die ursprüngliche Summe obendrauf. Wenn sie überzeugt sind, muss man also keine Angst haben mit zu wenig Investment nach Hause zu gehen.

Wichtig ist daher auch, dass vorher klar ist, wie viele Anteile im Zuge des Investments abgegeben werden sollen. Denn viele Fonds und VCs haben schon vorab eigene Vorstellungen, wieviel Prozente sie haben wollen. Lange Verhandlungen um diesen Punkt können also gut vermieden werden. 

Venture Capital ist ein Peoples Business – auch mit Abstand

Unter normalen Umständen genau wie in Krisenzeiten, ist es wichtig sich auch persönlich mit den Investoren zu verstehen. Venture Capital ist ein Peoples Business und bei einem Einstieg muss man über einen längeren Zeitraum miteinander klarkommen. Wertschätzung von Investoren zu erfahren, ist enorm wichtig für Gründer. Und das geht am besten im direkten Kontakt. Wenn aber Videokonferenzen die persönlichen Treffen ersetzen, muss man sich umso mehr auf die Inhalte konzentrieren. Für beide Seiten gilt dann, dass das menschliche Harmonieren hinter den „nackten Zahlen“ erst einmal zurückstehen muss. Aber auch ohne ein Treffen vor Ort kann man via Zoom und ähnlichem persönlich zueinander finden. 

Die Entscheidung fällt zuletzt – aber sie fällt!

Im Moment sind nicht nur Startups und Unternehmen in einer herausfordernden Situation, auch viele VCs und Investmentfonds müssen mit der schwierigen Wirtschaftslage klarkommen. Bei einem möglichen Investment heißt das: Die VCs ruhig wissen lassen, dass man auch mit anderen in Gesprächen ist. Die Fear of Missing out gibt es auch in der Investmentbranche. Bei den Verhandlungen sollte man daher auch immer mit einer festen Timeline arbeiten. Das gehört nicht nur zum professionellen Auftreten sondern zeigt dem Gegenüber auch, dass man nicht unendlich Spielraum für zähe Verhandlungen lässt. Schließlich kann es eben auch noch andere potentielle Investoren geben.

Über Felix Ohswald
Felix Ohswald ist Co-Founder und CEO der digitalen Nachhilfeplattform GoStudent. Das Startup hat der Wiener Gründer im Januar 2016 gemeinsam mit Gregor Müller (COO & CO-Founder), Stephen Horvath (CTO) und seinem jüngeren Bruder Moritz Ohswald (Community Manager) gegründet. Heute hat das junge Unternehmen bereits über 60 feste Mitarbeiter und es werden etwa 55.000 Nachhilfestunden jeden Monat über die Plattform abgewickelt. Zuletzt bekam GoStudent im Juni ein Investment von 8,4 Millionen Euro – unter anderem von Left Lane Capital.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#CaptableCheck – Thrive, Index und BlueYard halten 44,9 % an Pitch


Das Berliner Startup Pitch gehört zu den jungen Firmen, von denen wir ganz große Dinge erwarten. Mit Pitch will Wunderlist-Gründer Christian Reber bekanntlich Präsentationen für die Generation Slack bauen. Thrive Capital und Co. investierten zuletzt beachtliche 30 Millionen US-Dollar in das Startup. Zuvor pumpten bereits Index Ventures, BlueYard und Co. bereits 19 Millionen US-Dollar in Pitch. Die aktuelle Bewertung soll bei 200 Millionen Dollar liegen.

Thrive Capital hält bereits rund 11 % an Pitch. Der bekannte US-Geldgeber Index Ventures ist weiter mit rund 18,9 % an Bord. Auf BlueYard wiederum entfallen rund 14,9 % der Firmenanteile. Der Slack Fund ist mit gerade einmal 0,4 % an Bord. Auf die Pitch Software Pool UG entfallen 2,7 %. Und auf die Pitch Software Beteiligungs UG weitere 18,5 %. Über diese Vehikel scheinen einige weitere Mitstreiter aber auch Geldgeber wie Zoom-Macher Eric Yuan, Framer-Chef Koen Bok, Elastic-Mitgründer Simon Willnauer, Datadog-Chef Olivier Pomel, Metalab Founder Andrew Wilkinson sowie Frank Thelen in Pitch investiert zu sein. Gründer Reber ist zu guter Letzt noch mit knapp 33,6 an seinem Unternehmen.

Die drei großen Investoren, also Thrive Capital, Index Ventures und BlueYard halten somit insgesamt bereits 44,9 % an Pitch. Positiv: Gründer Reber ist auch nach der 200 Millionen-Bewertung weiter mit rund 33 % an Pitch beteiligt.

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#DealMonitor – Magazino sammelt 21 Millionen ein – Evum Motors bekommt 12 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 24. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Magazino 
+++ Das Hamburger Unternehmen Jungheinrich, ein Intralogistikanbieter, und die Europäische Investitionsbank (EIB) investieren 21 Millionen Euro in das Münchner Robotik-Startup Magazino. “Zusätzlich zu den Investitionen der Bestandsgesellschafter sowie der Jungheinrich AG, gewährt die Europäische Investitionsbank (EIB) der Magazino GmbH eine Finanzierung von bis zu 12 Millionen Euro”, teilt das Unternehmen mit. Das Startup wurde 2014 von Nikolas Engelhard, Lukas Zanger und Frederik Brantner gegründet. Über 110 Mitarbeiter wirken derzeit für Magazino, einen Hersteller von Regal- und Kommissionierungsrobotern.

Evum Motors
+++ Bayern Kapital und ein mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg investieren 12 Millionen Euro in das Münchner Startup Evum Motors. Investoren wie Otto Spanner, die Glatthaar-Gruppe und die Franz Schabmüller Firmengruppe sind schon seit 2018 am Unternehmen beteiligt. “Die stolze Investitionssumme wird das Münchner Unternehmen dazu nutzen, den Serienanlauf, Markteinstieg und Aufbau des Händler- und Servicenetzes in Deutschland voranzutreiben”, heißt es in der Presseaussendung.

E-Farm.com
+++ Der schwedische Geldgeber WiT Ventures und ein nicht genannter deutscher AgTech-Investor sowie Bestandinvestor Claas, ein bekannter Landmaschinenkonzern, investieren 4,5 Millionen Euro in E-Farm.com, eine noch junge Handelsplattform für gebrauchte Landmaschinen. Das 2015 gegründete AgTech-Unternehmen wird von Nicolas Lohr, Franz von Consbruch und Kaspar Sternberg geführt. Das Hamburger Startup beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter.

Accure
+++ Der Frühphasen-Investor Capnamic Ventures und 42CAP investieren 2,3 Millionen Euro in das Batterie-Startup Accure. Das Unternehmen aus Aachen wurde 2020 von den Wissenschaftlern Kai-Philipp Kairies, Georg Angenendt und Johannes Palmer, die an der RWTH Aachen zu Batteriesystemen promoviert haben, gegründet. Accure bietet Unternehmen eine “Plattform, die durch APIs Zugang zu Batteriedaten ermöglicht, um diese verwalten, analysieren und schließlich die Entwicklung des Gesundheitszustands von Batterien vorhersagen zu können”.

Luckabox
+++ Die Altinvestoren Alpana Ventures, SICTIC und DAA Capital sowie neue Investoren wie Bettina Hein, Unternehmerin und Löwin in der TV24-Show “Die Höhle der Löwen Schweiz”, investieren eine siebenstellige Summe in das Schweizer Logistik-Startup LuckaBox. Das Unternehmen, ein “cloud-basierter Multi-Carrier Last-Mile-Forwarder für Einzelhändler” aus Winterthur wurde 2017 von Maite Mihm und Aike Festini gegründet.

FUSIONEN

CrossEngage
+++ Der Customer-Data-Plattform-Anbieter CrossEngage und GPredictive, Anbieter einer Customer Prediction Plattform, schließen sich zusammen. Project A Ventures, Vorwerk Ventures, Earlybird, Target Partners, IBB Ventures sowie die Facelift-Gründer Benjamin Schroeter und Teja Töpfer investieren 6,5 Millionen Euro in das fusionierte Unternehmen, das künftig auf den Namen CrossEngage setzt. CrossEngage wurde 2015 von Manuel Hinz und Markus Wübben gegründet. CrossEngage ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Zielgruppen durch individualisierte Botschaften sowie durch die automatisierte Auswahl und Kombination der Marketing-Kanäle zu erreichen. Über 10 Millionen flossen bisher in das Unternehmen, das zuletzt beinahe noch von Wirecard übernommen worden wäre. GPredictive bietet seinen Kunden “komplexe ‘Big-Data-Analysen’ für Marketing und Vertrieb als Full-Service-Dienstleistung”. Target Partners investierte bereits 2015 2,5 Millionen Euro in GPredictive. Insgesamt flossen rund 5 Millionen in das Hamburger Unternehmen.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#DealMonitor – 10 Kölner Startups, die gerade dank Investorengeldern abheben


Auch in den vergangenen sechs Monaten – also mitten in der weltweiten Corona-Krise – konnten wieder mehrere Kölner Startups und Grownups Investorengelder einsammeln. Einige dieser Jungfirmen kennt in der Szene quasi jeder, andere wiederum fliegen auch trotz bekannter Investoren noch immer weiter unter dem üblichen Szene-Radar. Zeit, dies zu ändern. Hier einmal 10 Kölner Startups, die gerade dank Investorengeldern abheben.

aedifion
Phoenix Contact Innovation Ventures investierte kürzlich eine siebenstellige Summe in aedifion. Das junge Unternehmen entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Die Software kommt bereits bei E.ON SE, ROM Technik und der ZWP Ingenieur-AG zum Einsatz. Das Jungunternehmen, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet. BitStone Capital investierte zuvor bereits in das Kölner PropTech.

Cannamedical
Der US-Healthcare Unternehmer Steve Wiggins, der seit über 30 Jahren in der Gesundheitsbranche unterwegs ist, investierte kürzlich 12 Millionen Euro in Cannamedical, ein junges Startup für medizinisches Cannabis. Das Kölner Unternehmen, das 2016 von David Henn gegründet wurde, ist 2017 an den Start gegangen. Der amerikanische Geldgeber Orkila Capital investierte im vergangenen Jahr bereits 15 Millionen Euro in Cannamedical.

Greator
Der ehemalige ProsiebenSAT.1-Chef Thomas Ebeling investierte kürzlich eine Millionensumme in das umtriebige Kölner Unternehmen Greator, früher als Gedankentanken bekannt. Greator wandelte sich in den vergangenen Jahren von einer simplen Event-Company zum digitalen Coaching-Anbieter. Die Bewertung bei der jetzigen Investmentrunde soll bei rund 68 Millionen Euro liegen. Der Münchner Geldgeber Holtzbrinck Ventures investierte 2019 erstmals in die Jungfirma.

how.fm
Der englische Kapitalgeber Kindred Capital, Capnamic Ventures und mehrere Angel-Investierten kürzlich investieren in das junge Kölner Startup how.fm, einen digitalen Trainer für manuelle und handwerkliche Arbeitsabläufe. Nun ist auch die Summe bekannt, es sind 2,8 Millionen US-Dollar. Das junge Unternehmen, das Training und Selbsthilfe für Arbeiter und Angestellte anbietet, wurde 2018 von Andreas Kwiatkowski gegründet. Zum Start hörte das Startup noch auf den Namen SoundReply.

Lumoview
+++ Das Beteiligungs- und Beratungsunternehmen Hoffschmidt Ventures, die Familie Schneider, die über mehrere Generationen Erfahrung in der Baubranche verfügt, und die NRW.BANK investierten kürzlich in Lumoview. Das Kölner PropTech, das 2019 von Bernhard Hoffschmidt, Arne Tiddens und Silvan Siegrist gegründet wurde, ermöglicht die Aufnahme sowie die automatisierte Vermessung und Analyse von Innenräumen in Gebäuden. Das Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter.

Naix Technology
Der Münchner Business Angel Karl Olbert investierte kürzlich in das Köln Startup Naix Technology. Das 2018 von Ramin Karbalaie gegründete Unternehmen entwickelt eine Software mit der Dokumente automatisch anonymisiert werden können. “Formed in 2018, with project ideas reaching back as far as 2014, we have developed an intuitive and responsive anonymisation tool. Our goal is to provide a reliable, efficient, and accurate anonymisation and pseudonymisation solution”, heißt es auf der Website.

Pinkbus
Der Kölner Geldgeber Venista Ventures investierte kürzlich eine sechsstellige Summe in Pinkbus. Das junge Unternehmen, das von Tino Engelmann und Christian Höber gegründet wurde, will sich als Alternative zu Flixbus und BlaBlaBus etablieren. Die Rheinländer setzen dabei auf Direktverbindungen. Wie alle anderen Fernbusbetreiber hatte auch Pinkbus in der Corona-Krise seinen Betrieb komplett eingestellt.

SoSafe
Der Münchner Kapitalgeber Acton Capital investierte kürzlich eine siebenstellige Summe in das Kölner Startup SoSafe. Die Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. In der Vergangenheit investierte Global Founders Capital (GFC) bereits in das Unternehmen, das 55 Mitarbeiter beschäftigt.

Ubirch
hubraum, der Inkubator der Deutschen Telekom, die NRW.BANK sowie die Altinvestoren Breed Reply, Attia Ventures, die SchneiderGolling-Gruppe, das Kölner Immobilienunternehmen Bauwens und ProInvest investierten kürzlich eine siebenstellige Summe in das Kölner Blockchain-Startup Ubirch, das von Stephan Noller gegründet wurde. Die Jungfirma positioniert sich als “Spezialist für Blockchain-basierte Technologie im Bereich IoT”.

wirbauen.digital
BPC, ein Ableger der Büdenbender Dachtechnik Unternehmensgruppe, und Ambient Innovation investierten kürzlich eine mittlere sechsstellige Summe in das recht junge Kölner PropTech wirbauen.digital. Die Jungfirma, die 2020 gegründet wurde, positioniert sich als “praxisnahe Online-Plattform, um Architekten, Handwerkern und Bauherren lästige Verwaltungsarbeit abzunehmen”. Ins Leben gerufen wurde wirbauen.digital von Daniel Grube.

Bonus: Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) legte kürzlich einen neuen Digital Health Fonds auf. Im Top sind beim sogenannten First Closing 60 Millionen Euro.

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#Hintergrund – Über den großen Millionenrausch im D2C-Segment


In der bunten E-Commerce-Welt – genauer im boomenden Direct to Consumer-Segment – gab es in den vergangenen Jahren einige extrem spannende Exits zu sehen. Und dabei war E-Commerce – bis zur Corona-Krise – zuletzt eher ein Thema, auf das nicht mehr so viele Investoren und Angel-Investoren gesetzt haben. Etlichen Direct to Consumer-Startups gelang es aber dennoch – vor allem über Influencer und Social Media – ihre Zielgruppe zu finden. Eine Zielgruppe, die klassische Marken kaum noch erreichen.

Somit sind diverse Exits an große Unternehmen relativ einfach zu erklären – und auch die hohen Summen, die die Unternehmen dafür gezahlt haben. Im Sommer 2019 etwa sicherte sich Mars die Mehrheit an Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln. Der Kaufpreis soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Noch ganz frisch ist der Verkauf von HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me an Henkel. Das Unternehmen zahlte wohl mehr als 300 Millionen Euro für die drei Marken aus dem Hause Invicible Brands.

Spannend zu sehen ist auch das Netzwerk der erfolgreichen Unternehmen und ihrer Investoren untereinander. Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta etwa unterstützen Fitvia, das zu einer Bewertung von rund 50 Millionen an das Pharmaunternehmen Dermapharm ging. Pascal Zuta und Fitvia-Macher Sebastian Merkhoffer wiederum gehörten auch zu den Geldgebern von Invicible Brands. Lesara-Macher Kirsch und Fitvia-Gründer Merkhoffer gründeten zudem gerade das neue Kosmetik-Startup HappyGlam.

Und Akos Piffko, Ankur Bansal und Sascha Dexler, die zuvor bei Invincible Brands aktiv waren, gründeten 2018 das Berliner Startup Hashtag You. Das Unternehmen positioniert sich als “ambitious brand builder in the field of direct-to-consumer e-commerce”. Momentan ist das Unternehmen unter anderem mit Ava & May (Schmuck und Duftkerzen) unterwegs. TriplePoint Ventures investierte gemeinsam mit Business Angels wie Mario Lebherz, Dirk-Hilmar Kraus, Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller bereits in das junge Berliner Startup.

Seriengründer und Business Angel Kirsch investierte zudem gerade in Yepoda. Beim Berliner Beauty-Startup finden schönheitsbewusste Onliner koreanische Hautpflege, also sogenannte K-Beauty-Produkte. Gründer der Jungfirma sind Sander van Bladel (früher Marketing Director bei Lesara) und Veronika Strotmann (Brand Strategy Director bei Leverate Media). Business Angel Zuta ist zudem gemeinsam mit diversen anderen Angel-Investoren gerade bei salted eingestiegen.

Das junge Berliner Beauty-Startup beschreibt sich selbst als “junge, innovative Kosmetikmarke”. Die Jungfirma, die von Moritz Richter und Florian Karber geführt wird, vertreibt Produkte mit natürlichen Wirkstoffen. Zuta ist zudem auch bei gitti, das gerade von Grazia Equity und btov Partners 3 Millionen bekommen hat, an Bord. In der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” interessierten sich Judith Williams und Dagmar Wöhrl für das Nagellack-Startup, das Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde.

Die Liste mit Investments und Beteiligungen in neue Direct to Consumer-Ideen ließe sich noch “ewig” fortführen. Auffällig ist derzeit ein besonderer Fokus auf Beauty- und Kosmetik-Themen. Dass die Welt der Direct to Consumer aber kein Selbstläufer ist, zeigt das Beispiel Horizn Studios. In den vergangenen Jahren flossen rund 25 Millionen Euro in das Berliner Smart-Luggage-Startup. In der Corona-Krise scheiterte das Unternehmen dann und legte schließlich einen Neustart hin – ohne Investoren.

Spannende D2C-Exits in Deutschland

Alpha Foods
Im Mai 2020 übernahm die belgische Health-Firma Sylphar Alpha Foods, einen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln und veganen Ernährungsprodukten. Das Startup wurde 2015 von Wolfgang Dorfner, der vorher für Google und Facebook gearbeitet hat, gegründet und bis zum kolportierten Millionen-Exit ohne einen einzigen Mitarbeiter betrieben. Vor dem Verkauf soll Alpha Foods zweistellige Millionenumsätze erwirtschaftet haben.

Fitvia
Im Sommer 2019 übernahm das Pharmaunternehmen Dermapharm die Mehrheit an Fitvia (70 %). Die restlichen Anteile behielt Gründer Sebastian Merkhoffer, der das Wiesbadener Startup, das hochpreisige Teesorten verkauft, 2014 gegründet hat. Die Bewertung lag bei rund 50 Millionen Euro. Für den Start von Fitvia, früher als Fittea bekannt, lieh er sich der Firmenlegende zufolge lediglich 500 Euro von seinem Vater. Weiteres Geld pumpten dann Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta in das 2014 gestartete Startup.

Foodspring
Im Sommer 2019 sicherte sich der Food-Gigant Mars die Mehrheit am Berliner Food-Startup Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln, Proteinshakes und Nahrungsergänzungsmittel. Das Food-Unternehmen, das 2013 von Philipp Schrempp und Tobias Schüle sowie Econa gegründet wurde, lieferte seine Produkte damals weltweit in 17 Länder. Der Kaufpreis für Foodspring, früher auch als egg bekannt, soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Investoren waren unter anderem btov Partners und der Medienkonzer Ringier.

Invicible Brands
Der Konsumgüterkonzern Henkel übernahm im August 2020 von Invicible Brands 75 % an den Marken HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me. Henkel zahlte mehr als 300 Millionen Euro dafür. In den zwölf Monaten vor dem Verkauf erwirtschafteten die Marken einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen. Invincible Brands wurde 2015 von Gennadi Tschernow und Björn Keune gegründet. Capital D übernahm 2018 die Mehrheit an der E-Commerce-Schmiede. Zuvor pumpten Pascal Zuta, Stefan Behrens und Sebastian Merkhoffer Geld in das Unternehmen.

JuwelKerze
Die Londoner Private-Equity-Gesellschaft Equi­sto­ne Part­ners Eu­ro­pe übernahm im Frühjahr 2018 das Berliner Startup Ju­wel­Ker­ze an. Das Unternehmen (Schmuck in Kerzen), das 20102 von Martin Werle und Marius Stolarski gegründet wurde, flog vorher jahrelang komplett unter dem Szene-Radar. Equi­sto­ne investiert in der Regel in Unternehmen mit einer Bewertung von 50 bis 500 Millionen Euro. Die Bewertung von Ju­wel­Ker­ze soll damals bei rund 50 Millionen Euro gelegen haben.

Daneben investierte der Nivea-Hersteller Beiersdorf Ende 2019 in das koreanische Hautpflege- und Technologie-Startup LYCL – und wurde dabei laut eigenen Angaben zweitgrößter Gesellschafter. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und betreibt mehrere verschiedene Geschäftsmodelle – darunter eine eigene Hautpflegemarke. Zudem übernahm Beiersdorf im Februar 2020 die Naturkosmetikmarke Stop The Water While Using Me, die 2011 an den Start ging.

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#Zahlencheck – Clue-Aufbau kostete bereits 22 Millionen


Das junge Berliner Startup Clue, eine millionenschwere Zyklus- und Fruchtbarkeits-App, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2018. Die kleine Kapitalgeber erwirtschaftete demnach vor zwei Jahren einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro. Im Vorjahr war der Verlust leicht höher und lag bei 6,8 Millionen. Seit dem Start im Jahre 2012 kostete der Aufbau von Clue nun bereits rund 22 Millionen.

Bis Ende 2017 flossen aber auch schon 28,7 Millionen Euro in die Jungfirma, die 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet wurde. Zu den Investoren von Clue gehören große Namen wie NGP Capital, Union Square Ventures und Mosaic Ventures. Im Jahresabschluss finden sich auch Infos zum derzeitigen Stand der Dinge bei Clue: “Die Gesellschaft hat zur Sicherstellung der Liquidität im Geschäftsjahr 2019 vom Bestandsinvestor Union Square Ventures zwei Wandeldarlehen mit einem Betrag von insgesamt 2,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Mit dem Beschluss vom 17. Januar 2020 wurde die Series C Finanzierungsrunde beschlossen und am 24. Februar 2020 eingetragen. Im Rahmen der Series C wurden weitere Kapitaleinlagen von mehreren Bestandsinvestoren geleistet und des Weiteren die Wandeldarlehen gewandelt. Einschließlich neuer Investoren ermöglicht die Series C Finanzierungsrunde eine Erhöhung der Kapitaleinlagen um insgesamt 13,5 Millionen Euro. Bis einschließlich 31. März 2020 sind bereits 9,6 Millionen Euro investiert und eingegangen. Die verbleibenden 4,0 Millionen Euro sind noch keinem Investor fest zugeordnet und die Gesellschaft hat 90 Tage zur Auswahl dieses Investors / dieser Investoren”. Darüber hinaus braucht das Startup 2021 aber weiteres Geld.

Zu den anderen Fakten rund um das FemTech: Nach eigenen Angaben verfügt Clue bereits über mehr als 10 Millionen Nutzerinnen. 2018 wirkten durchschnittlich 50 Arbeitnehmer für Clue. Im Vorjahr waren es 48.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf.
* Ausweislich der Liquiditätsplanung der Geschäftsjahre 2019 – 2021 ist die Gesellschaft weiterhin auf die Bereitstellung neuer Liquidität durch bestehende und neue Kapitalgeber angewiesen, da das Dienstleistungsangebot sich weiter im Aufbau befindet.
* Die Gesellschaft hat zur Sicherstellung der Liquidität im Geschäftsjahr 2019 vom Bestandsinvestor Union Square Ventures zwei Wandeldarlehen mit einem Betrag von insgesamt 2,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Mit dem Beschluss vom 17. Januar 2020 wurde die Series C Finanzierungsrunde beschlossen und am 24. Februar 2020 eingetragen. Im Rahmen der Series C wurden weitere Kapitaleinlagen von mehreren Bestandsinvestoren geleistet und des Weiteren die Wandeldarlehen gewandelt. Einschließlich neuer Investoren ermöglicht die Series C Finanzierungsrunde eine Erhöhung der Kapitaleinlagen um insgesamt 13,5 Millionen Euro. Bis einschließlich 31. März 2020 sind bereits 9,6 Millionen Euro investiert und eingegangen. Die verbleibenden 4,0 Millionen Euro sind noch keinem Investor fest zugeordnet und die Gesellschaft hat 90 Tage zur Auswahl dieses Investors / dieser Investoren.
* Das Interesse am Markt ist groß, was dem zunehmenden Bewusstsein für Frauengesundheit geschuldet ist. Dennoch wird die Gesellschaft im ersten Quartal 2021 auf die Bereitstellung weiterer Liquidität durch Kapitalgeber angewiesen sein. Deshalb begann die Gesellschaft im August 2019 damit, sich bei Startup-erfahrenen Darlehensgebern wie der Europäischen Investitionsbank, der Silicon Valley Bank und bei Kreos Capital Angebote einzuholen, um weiteres Kapital für Wachstum zu sichern.

Clue im Zahlencheck

2018: 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 6,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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#StartupTicker – Was wirklich wichtig war: Superspreader – Point Nine – GartenHaus – Infarm – Freeletics – Outfittery – AnyDesk – Dr.Smile


Was wirklich wichtig war: Heute geben wir euch wieder einen Überblick darüber, was in den vergangenen Tagen in der Startup-Szene wichtig war! Alles kurz und knapp in einer knackigen und kompakten Liste zusammengefasst. Passend dazu findet ihr weiter unten auch unseren News-Podcast, der in gesprochener Form zusammenfasst, was in den vergangenen Tagen so wirklich wichtig war. Zudem haben wir wieder unser Startup der Woche für euch. Viel beim Lesen und Hören!

#StartupTicker – Was wirklich wichtig war

+++ Point Nine Capital legt fünften Fonds auf (99,9 Millionen)

+++ 3i investiert 60 Millionen in GartenHaus 

+++ Forto – ehemals FreightHub – bekommt 25 Millionen

+++ Optiopay sammelt 5 Millionen ein

+++ Infarm sammelt 170 Millionen ein

+++ Freeletics bekommt weitere 25 Millionen

+++ So1-Gründer kaufen ihr Startup zurück

+++ Outfittery braucht Rettungsgelder

+++ Superspreader-Events in der Berliner Startup-Szene #EXKLUSIV

+++ AnyDesk – Secondaries für 40 Millionen geplant #EXKLUSIV

+++ Dr.Smile: Exit bringt über 100 Millionen #EXKLUSIV

+++ Exporo: Fusion mit Zinsland sorgt für Probleme #EXKLUSIV

+++ Fly Ventures und Point Nine Capital investieren in TradeLink #EXKLUSIV

+++ Point Nine Capital investiert in Zerolens #EXKLUSIV

+++ seed + speed Ventures investiert in presize.ai #EXKLUSIV

+++ Picus Capital investiert in PeopleFlow #EXKLUSIV

+++ Speedinvest investiert in Kianava #EXKLUSIV

+++ Pay-to-Play bei Finiata #EXKLUSIV

News-Podcast #30

Im News-Podcast von deutsche-startups.de spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing einmal in der Woche über die wirklich wichtigen Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über wichtige Deals, große Exits und spannende Startup-News, die jeder unbedingt mitbekommen haben sollte.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Startup der Woche: cozero

Das Berliner ClimateTech-Startup cozero, das von Helen Tacke (zuletzt unter anderem btov Partners) und Fabian Schwarzer gegründet wurde, entwickelt eine Software, die es Unternehmen ermöglicht, “auf Basis datengestützter Prozesse und Analysen Klimaneutralität zu erreichen und zu kommunizieren”.

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#DealMonitor – 3i investiert 60 Millionen in GartenHaus


Im aktuellen #DealMonitor für den 23. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

GartenHaus
+++ Die britische Beteiligungsgesellschaft 3i Group investiert rund 60 Millionen Pfund in das Hamburger Unternehmen GartenHaus, das 2002 an den Start gegangen ist. “Mit über 50.000 Kunden und monatlich einer halben Million Nutzern” sieht sich die Jungfirma als “Marktführer im Online Fachhandel für Haus & Garten in Deutschland, Österreich und der Schweiz”. GartenHaus bietet neben Gartenhäusern auch Saunen, Carports, Terrassen sowie andere “garten- und hausbezogene Produkte und Dienstleistungen, wie Aufbau und Baugenehmigung an”. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 70 Mitarbeiter. Im Zuge der Transaktion wird 3i Mehrheitsgesellschafter bei GartenHaus, das von Sebastian Arendt und Olivier Renaux geführt wird. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen knapp 30 Millionen Euro Umsatz.

Hydrogrid
+++ Constantia New Business (CNB), der Investment-Arm von Constantia Industries, investiert eine siebenstellige Summe in das Energy-IoT-Startup Hydrogrid. Die Jungfirma aus Wien bietet eine Steuerungssoftware für Wasserkraftwerke an. Neben dem Markteintritt in zusätzlichen Ländern in Europa stehe auch eine Erweiterung des Produktumfangs und der firmeneigenen Algorithmen an. Hydrogrid ist bereits in Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien und der Türkei unterwegs.

CorpLife 
+++ tecnet equity investiert eine mittlere sechsstellige Summe in CorpLife – siehe Der Brutkasten. Das Startup, das  2015 von Mario Nowak, Lucia Nowak und Wolfgang Weibl gegründet wurde, entwickelt Produkte, “die nachhaltig eine gesunde und ressourcenschonende Arbeitsweise von Menschen bewirken”. Konkret geht es um Themen wie Mitarbeitervorteile, steuerfreie Essenszuschüsse, Spesen und Reisekosten. Über das PrimeCrowd-Investoren-Netzwerk erhielt das Klosterneuburger HR-Startup 2018 bereits 430.000 Euro

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#Interview – “Mir scheint, dass wir hier weniger luftige Ideen haben”


Bei SoSafe, das 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz in Köln gegründet wurde, dreht sich alles um Phishing-Emails, Ransomware-Fallen und Viren. Aber im guten Sinne. Das Unternehmen schult seine Nutzer im Umgang mit diesen Themen. Das 2018 gegründete Unternehmen verfügt bereits über 220 Kunden. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Mitgründer Hellemann einmal ausführlich über den Startup-Standort Köln.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Ich befürchte das Klischee trifft zu: Köln ist ein großes Dorf und dadurch sind die Netzwerke etwas enger und man erhält schneller Unterstützung oder Informationen. Durch die Nähe zu großen Corporates ist auch der Austausch mit möglichen Kunden erleichtert. Daneben ist der Arbeitsmarkt durch zahlreiche große Universitäten im Umland wie Aachen, Bonn und dem Ruhrgebiet einfach sehr gut aus Unternehmenssicht.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Ich habe das Gefühl, dass in Köln alles etwas pragmatischer und handfester ist als an anderen Standorten. Wenn ich mir die Geschäftsmodelle der großen Kölner Startups und Scaleups anschaue, wird da doch schon ordentlich Umsatz gemacht. Mir scheint, dass wir hier weniger luftige Ideen haben und mehr Substanz und Anpack-Spirit.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Der Arbeitsmarkt in Köln ist sicherlich ein starker Standortvorteil. Neben der angesprochenen Nähe zu großen Universitäten ist Köln auch einfach eine attraktive Stadt, in die es kluge und kreative Menschen zieht. Nicht ganz so “too cool for school” wie Berlin, aber vielfältig und vor allem tolerant und weltoffen.

Was fehlt in Köln noch?
Den Kölnern fehlt häufig ein Plan – vieles wird hier “us de Lamäng”- aus dem Ärmel geschüttelt – gemacht. Ich vermisse zum Beispiel ein durchgehendes städtebauliches oder mobilitätsbezogenes Konzept seitens der der Stadt. Mir scheint, dass hier gerne der Status Quo gewahrt wird und politisch daher die falschen Fokuspunkte gesetzt werden. Wenn man zum Beispiel die aktuellen Debatten zur Kommunalwahl verfolgt, ist eines der dominierenden Themen „wie kann Karneval in der Corona-Krise stattfinden“? Das finde ich schade, denn Köln ist wesentlich mehr als Karneval.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Weniger Startup-Spaßveranstaltungen ohne Fokus, mehr Austausch zu konkreten Themen. Zweitens: Eine Prise mehr Moonshots. Drittens: Mehr Fahrradfreundlichkeit – Köln ist in Punkto moderner Mobilität eine absolute Katastrophe – zum Beispiel sollte die Venloer Straße sofort eine Fahrradstraße werden, damit ich mir keine Sorgen mehr um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit machen muss.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Zahlencheck – Idagio-Verluste steigen auf 7,8 Millionen


Das Berliner Startup Idagio, ein kostenpflichtiger Streamingdienst für klassische Musik, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2018. Der Jahresfehlbetrag stieg demnach auf 7,8 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es nur 3,7 Millionen und 2016 sogar nur 1,8 Millionen. Von 2017 auf 2018 stieg der Jahresfehlbetrag somit um 111,4 %. Insgesamt kostete der Aufbau von Idagio bereits 14,9 Millionen.

In den vergangenen Jahren wanderten mehr als 24 Millionen Euro in das Unternehmen. Zu den Investoren des musikalischen Startups gehören unter anderem Tengelmann Ventures (TEV), btov Partners und Macquarie. Seit Ende 2019 ist zudem das Klassik-Label Deutsche Grammophon am Unternehmen, das von  Till Janczukowicz und Christoph Lange gegründet wurde, beteiligt. 2018 wirkten durchschnittlich 64 Mitarbeiter für die Jungfirma. Im Jahr zuvor waren es nur 34.

Nach eigenen Angaben konnte Idagio bereits 1,9 Millionen App-Downloads generieren. Das Startup wächst somit weiter, zuletzt waren es 1,5 Millionen App-Downloads. Ein Jahr nach dem Start, der 2016 erfolgte, waren gerade einmal 25.000 registrierte Nutzer bei Idagio an Bord – siehe “Idagio – klassische Musik für die Generation Streaming“. Die Zahl der Abonnenten, die rund 10 Euro im Monat für Idagio zahlen, ist nicht leider bekannt.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018

  • Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs.4. HGB und hat von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 1 HGB in Bezug auf den Anhang teilweise Gebrauch gemacht.
  • Im Zusammenhang mit der Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 11.509 durchgeführt.
  • Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 64.

Idagio im Zahlencheck

2018: 7,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 3,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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#DealMonitor – Point Nine legt fünften Fonds auf (99,9 Millionen) – Forto bekommt 25 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 22. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Authada 
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InfoCert, eine Tochtergesellschaft der Tinexta-Gruppe, steigt bei Authada ein und sichert sich dabei 16,7 % der Anteile. “Unter bestimmten Bedingungen” kann  InfoCert in den kommenden Jahren die weiteren Anteile erwerben. InfoCert investiert zunächst einmal einen “mittleren siebenstelligen Betrag” in Authada. main incubator, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, investierte 2018 einen siebenstelligen Betrag in das Cybersecurity-Startup. Das 2015 gegründete Darmstädter Technologie-Startup bietet seinen Kunden BSI zertifizierte Produkte zur sicheren und nutzerfreundlichen Identitätsprüfung an.

Forto
+++ Der tschechische Investor Inven Capital, Cherry Ventures, Northzone, Cavalry Ventures und Maersk Growth, der Investmentarm des dänischen Logistikkonzerns, investieren in das Logistik-Startup Forto, früher als FreightHub bekannt. “Laut Insidern, die an dem Deal beteiligt waren, liegt die Höhe des Investments bei mindestens 25 Millionen Euro” – schreibt Gründerszene. Forto wurde 2016 von Ferry Heilemann, Erik Muttersbach, Michael Wax und Fabian Heilemann gegründet. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen. Derzeit beschäftigt die Firma rund 300 Mitarbeiter. Knapp 50 Millionen dürften schon in Forto geflossen sein.

LawStar
+++ Der 1925 gegründete Linde Verlag investiert in das Wiener LegalTech-Startup LawStar – siehe Der Brutkasten. Die Lernplattform für Jusstudierende und Juristen in Österreich wurde von Georg Steiner und Christoph Angel gegründet.

EXITS

ioxp
+++ Das amerikanische Technologieunternehmen PTC übernimmt ioxp, ein Spin-off des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). ioxp gilt als Pionier auf dem Gebiet der videobasierten Augmented Reality, Das Unternehmen bietet kognitive AR- und KI-Lösungen für Wissenstransfer, Schulung und Qualitätssicherung an. “In einem ersten Schritt plant PTC die Integration der ioxp-Technologie zur Validierung und Verifizierung von Verfahrensanweisungen in seine Enterprise AR-Lösungssuite”, teilt das Unternehmen mit.

BioCBD
+++ Die Münchner Unternehmensgruppe SynBiotic übernimmt die europäische Marke BioCBD. “Die Marke ist bereits etabliert: Stand heute erwirtschaftet BioCBD über zwei Millionen Euro profitablen Nettoumsatz pro Jahr und ist aktuell in Deutschland, Italien, Spanien, Polen und Ungarn aktiv”, heißt es in der Presseaussendung. Nach Hempamed ist BioCBD bereits die zweite Akquisition von SynBiotic in diesem Jahr.  Kaufpreis ist ein niedriger einstelliger Millionenbetrag.

Much-Net
+++ Der Treasury-Management-System-Anbieter Bellin, der zum amerikanische Softwareunternehmen Coupa gehört, übernimmt Much-Net, einen Anbieter von Software und Services für die Bewertung von Finanzinstrumenten. “Die Software von Much-Net wird entsprechend in das bestehende Treasury-Angebot integriert. Zu den Instrumenten, die analysiert und bewertet werden können, zählen u.a. sämtliche Plain-Vanilla-Instrumente, strukturierte Anleihen, Rohstoffderivate, Sicherheiten und strukturierte Derivate, Hedge Accounting (IAS39 und IFRS9)”, teilt das Unternehmen mit.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

FlowKiss
+++ In der vierten Folge der achten Staffel investierten Regal-Löwe Ralf Dümmel und Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 90.000 Euro in FlowKiss (25 %), früher als FH2OCUS bekannt. Das Startup, das von Sonja Wüpping und Jan Oostendorp gegründet wurde, bietet ein koffeinhaltiges Sprudelwasser an.

Klang2
In der vierten Folge der achten Staffel investierte Pharma-Löwe Nils Glagau 150.000 Euro in Klang2 (33,3 %). Das Startup von Sebastian Oberlin und Adrian Rennertz bietet lleine Holzquadrate an, die über das Smartphone Sounds abspielen, wie Klassische Musik oder Tiergeräusche. Das Gedächtnisspiel für die Ohren soll musikalische sowie Allgemeinbildung mit Spaß verbinden. Die wollten ursprünglich 150.000 Euro für 10 % einsammeln.

VENTURE CAPITAL

Point Nine Capital
+++ Der Berliner Frühphasen Geldgeber Point Nine Capital legt seinen fünften Fonds auf. Im Topf sind diesmal symbolträchtige 99.999.999 Euro. “The new fund will invest between €0.5 to €2.5 million per company initially and commits to participating in the Series As of all companies”, teilen die Hauptstädter mit. Zuletzt legte Point Nine 2019 einen Fonds auf (75 Millionen). In den vergangenen Jahren investierte der der Geldgeber, der seit 2008 unterwegs ist, in Startups wie Algolia, Brainly, Chainalysis, Contentful, Delivery Hero, DocPlanner, Loom, Mambu, Revolut und Typeform. Point Nine interessiert sich insbesondere für Themen wie B2B-SaaS and B2B-Marketplace. Im Zuge des neuen Fonds steigen Louis Coppey und Ricardo Sequerra Amram bei Point Nine zu Partnern auf.

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#Brandneu – 5 junge Kölner Startups, die jeder kennen sollte


In Köln und Umgebung lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Auch in den vergangenen Wochen sind wieder einige spannende neue Startups in Köln entstanden. Einige sehr junge Startups davon stellen wie an dieser Stelle einmal vor.

DueDash
Das junge Kölner Unternehmen DueDash bringt Gründer und Experten aus aller Welt auf einer Plattform zusammen. Das Motto dabei lautet “Making Startups Investable”. Konkret es somit um gezielte Unterstützung sein Geschäft aufzubauen und Investmentgelder zu erhalten. Gegründet wurde das Startup von Markus Buck, Michail Kosak, Parul Madan und Nikhil Madan.

fulfillmenttools
Mit fulfillmenttools können Unternehmen den “Aufbau der eigenen Omnichannel-Erlebniswelt in Angriff nehmen”. Zielgruppe sind vor allem “wachstumsstarke Omnichannel-Händler”. Das Startup wurde aus dem Innovationshub von REWE digital ausgegründet.

helpcity
Das neue E-Health-Startup helpcity, ein geschlossenes Netzwerk, möchte den Austausch zwischen Menschen mit körperlichen und seelischen Belastungen verbessern. Gemeint sind damit Patienten, Angehörige, medizinisches Personal und ehrenamtliche Helferinnen. Gegründet wurde das Startup von Paul Schonnebeck.

moebelmatch
Das Startup moebelmatch tritt an, die Welt der Schreinermöbel zu digitalisieren. Über die Plattform aus Köln kann jeder recht simpel individuelle Möbel mithilfe von zahlreichen Designoptionen gestalten und als Auftrag an Schreiner aus ganz Deutschland übermitteln. Gegründet wurde das Startup von Miriam Oheri und Stephan Jaber.

Steereon
Steereon setzt auf einen allradgelenkten E-Scooter. “Steereon ist ein Hybrid aus E-Bike und E-Scooter. Das Fahrzeug besitzt eine Allradlenkung, die dem Fahrer das Gefühl vermittelt auf der Straße Ski zu fahren”, teilt das Unternehmen mit. Gegründet wurde das Startup von Maximilian Camp, Felix Vreden und Marvin Panek.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#aktuell, #brandneu, #duedash, #fulfillmenttools, #helpcity, #koln, #moebelmatch, #steereon

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#Hintergrund – Hiit the Beat: Kann man Fitness-Trends vorhersagen?


Schon mehrfach wurden Groupfitness-Konzepte in “Die Höhle der Löwen” vorgestellt, doch nie war eines so nahe am Deal wie Breakletics – Hiit the Beat. Die Löwen scheinen recht skeptisch den Erfolgsaussichten eines solchen Geschäftsmodells gegenüberzustehen, doch woran genau liegt das und welche Indizien können vielleicht doch den Erfolg solcher Modelle prognostizieren helfen?

Der Auftritt der Gründer Peter Sowinski und Samim Quraischi war definitiv einer der spektakulärsten bisher, und so genossen sie verdientermaßen direkt die volle Aufmerksamkeit der Löwen.
Das Konzept des auf Breakdance basierten Fitness-Workouts ist zwar erstmal ein bisschen erklärungsbedürftig, aber genau in dem richtigen Maße, dass es neugierig macht. So sehr, dass sogar Dr. Georg Kofler es direkt ausprobierte. Auch lässt es sich visuell sehr gut rüberbringen und so erfüllt HIIT the Beat schon einmal eines der grundsätzlichen Erfolgskriterien eines Groupfitness-Programms: es hat einen hohen Neuheitsgrad, ist aber nicht so kompliziert zu erklären, dass einmal neugierig Gewordene zu schnell aufgeben. Das ist wichtig, denn oft haben solche Konzepte nur ein paar Sekunden Zeit, um z.B. über ein kurzes Video die Neugier von Messe- und Fitnessstudio-Besuchern zu wecken.

Doch der Markt ist heiß umkämpft, seit Erfolgsgeschichten wie Zumba und Les Mills gezeigt haben, was umsatztechnisch möglich ist.

Denn neben den Trainerausbildungen können ab einer gewissen Reichweite und Verbreitung noch zusätzliche, sehr lukrative Einnahmequellen wie Abonnements für die Trainer, Lizengebühren von den Studios oder Bekleidungslinien etabliert werden. Und genau hier liegt der Knackpunkt: bei der großen Konkurrenz und Vielfalt der Konzepte ist es sehr schwierig zu bewerten, ob ein neues Konzept das Potenzial hat, diese Reichweite zu erlangen und zu einem solch starken Trend zu werden. Und genau diese Bedenken äußerten auch die Löwen in Hinblick auf HIIT the Beat: Kann das Konzept wirklich so groß werden, dass sich das Investment von 350.000 € für 10% irgendwann lohnt?

Ein interessierter Investor bräuchte also definitiv noch weitere Informationen, um eine rationale Entscheidung treffen zu können. Denn viele Fitnesskonzepte bleiben relativ klein, oder verschwinden sogar sehr schnell wieder. HIIT the Beat aber hält sich seit circa 3 Jahren am Markt und ist kontinuierlich gewachsen, und das ohne viel eigenes Investment und völlig ohne Fremdkapital bisher. Das ist beeindruckend, für einen Investor aber meistens noch lange nicht genug.

Welche Hinweise gäbe es also noch darauf, ob ein solches Konzept einmal zu den ganz großen gehören könnte? Da es um Reichweite geht, sollte man sich alles anschauen, was damit in Zusammenhang zu bringen ist. Und zwar nicht nur die Ist-Zahlen, sondern – in einer solchen Phase fast noch wichtiger – alle Fakten, die darauf hindeuten könnten, dass das Konzept in nächster Zeit (oder auch mit der entsprechenden Unterstützung) stark an Fahrt gewinnen könnte. Prinzipiell versucht man also herauszufinden, ob das Konzept das Potenzial zum Trend oder sogar zum Hype hat. Doch diese Fakten sind oft eher versteckt und verlangen ein sehr tiefes durchdringen des Marktes und seiner Mechanismen. Wie gut die existierenden Kurse besucht sind und wie viele Trainer anteilsmäßig ihre Lizenzen verlängern, sind z.B. solche Hinweise. Die Reaktionen, wo immer das Konzept vorgestellt wird, können auch viele Einblicke für jemanden bereithalten, der sich in diesem Markt auskennt: Wie gut besucht ist z.B. der entsprechende Stand auf einer Fitness-Messe, wie viele Leute machen spontan bei Vorführungen mit und ist hier eine Art Conversion zu interessierten Trainern und Studios bemerkbar? Aus den Publikumsreaktionen ist schon recht viel erkennbar, doch diese Informationen zu erlangen, ist natürlich zeitaufwändig.

Im Social Media-Zeitalter kann man aber natürlich auch online viel “ablesen”. Wie sind die Follower-Zahlen auf den verschiedenen Kanälen, wo funktioniert das Konzept gut und wie gut interagieren die Leute mit den Posts? Hieraus lassen sich nicht nur Informationen ableiten, wie gut das Konzept ankommt und was ggf. kritisiert wird, sondern auch, welche Kompetenzen das Gründerteam in diesem Bereich hat.

Ein kurzer Check des HIIT the Beat-Accounts bei Instagram zeigt definitiv überdurchschnittliche Werte an, was auch gut zu dem Background der Gründer passt.

Sollte man also wirklich zu dem Schluss kommen, dass ein Konzept Potenzial zum Trend in der Fitnessbranche hat, ist schließlich noch die Weiterentwicklung entscheidend: Welche Pläne haben die Gründer, die Reichweite dann tatsächlich auch zu monetarisieren? Wie oben beschrieben sind verschiedene Konzepte hier verschiedene Wege gegangen, der Plan muss also gut durchdacht sein und zum Konzept passen.

HIIt the Beat geht hier praktisch noch einmal einen Sonderweg und macht mit seiner App einen völlig neuen Geschäftsbereich auf. Das Konzept, das im Prinzip auch als Variante auf Musik von Hoch-Intensivem Intervalltraining (HIIT) beschrieben werden kann, eignet sich für diese Form besser als viele andere Fitness-Konzepte, die meist Lied-für-Lied choreografiert werden und daher für den kleinen Smart Phone-Bildschirm eher schlecht geeignet sind. Die ersten Zahlen scheinen den Gründern zu diesem ungewöhnlichen und mutigen Schritt Recht zu geben, auch die Bewertungen im App Store sprechen dafür.

Ein Groupfitness-Konzept zu bewerten und seine Erfolgsaussichten zu prognostizieren ist also sehr schwierig und kann wie bei den meisten komplexeren Geschäftsmodellen in eine Zahlen- und Informationsschlacht ausarten. Diese Zeit und Möglichkeiten hatten die Löwen leider nicht, was Investoren automatisch vorsichtiger werden lässt. Doch das Potenzial sahen auch sie, dem Lob für den insgesamt starken Auftritt nach zu urteilen. Sie sollten also ebenfalls gespannt sein, ob hier nicht tatsächlich ein neuer Fitness-Trend made in Germany entsteht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #breakletics, #die-hohle-der-lowen, #groupfitness, #reloaded

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#Anzeige – Samsung for Impact startet in die nächste Runde mit dem Motto „Tech for Green Deal”


Das Engagement von Samsung für Social Entrepreneurship in Deutschland geht mit „Samsung for Impact“ in die nächste Runde. Für das Accelerator-Programm werden in Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Berlin und dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland early-stage Tech Start-ups mit frischen Ideen für den Wandel hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft gesucht, um sie bei einem individuellen Wachstumsziel zu unterstützen. 

Der Klimawandel und die Umweltzerstörung sind existenzielle Bedrohungen für unseren Planeten und damit für uns alle. Deshalb hat sich die Europäische Kommission mit dem Green Deal auf eine neue Wachstumsstrategie geeinigt – eine der wichtigsten politischen Initiativen der nächsten zehn Jahre. Zahlreiche Branchen befinden sich mitten im Prozess der klimabewussten Umgestaltung ihrer Lieferketten, Wertscho?pfungs- und Produktionsprozesse. Zebra-Start-ups, die nachhaltige Ansätze als integralen Bestandteil ihres Gescha?ftsmodells verstehen, können in diesem Transformationsprozess eine treibende Kraft sein. 

Mit der neuen Bewerbungsphase liegt nun der Fokus bei „Samsung for Impact“ auf den folgenden drei, im Green Deal benannten Handlungsfeldern: 

  1. „Sustainable Industry“ zielt darauf ab, modernste Technologie auf
    Industrieproduktion anzuwenden und so eine nachhaltige
    Kreislaufwirtschaft zu schaffen.
  2. „Sustainable Mobility“ beschreibt das Ziel, mit intelligenten Lösungen die Verkehrs- und Warentransportlage in allen Bereichen zu entspannen und Emissionen einzusparen.
  3. „Climate Action“ bezieht sich auf die Reduktion von Treibhausgasen
    durch innovative Lösungen und ganz neue Technologieansätze. 

Hast du eine digitale Lösung entwickelt, mit der du zum European Green Deal beitragen kannst und bist du dabei ein nachhaltiges und wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell aufzubauen?

Dann bewirb dich bis zum 4. Oktober 2020 unter www.samsung.de/samsung-for-impact

Dort findest du ebenfalls weitere Informationen und Voraussetzungen für deine Teilnahme.

Aus allen Einreichungen werden sechs Start-ups ausgewählt, die ihre Ansätze Ende Oktober vor einer Jury präsentieren, die unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven repräsentiert. Drei Finalisten erhalten schließlich ein Preisgeld in Gesamthöhe von 30.000 Euro, technische Ausstattung und einen Platz im Accelerator-Programm von Oktober 2020 bis März 2021. 

Kick-off des Programms ist ein Bootcamp in Berlin, in dem für jedes teilnehmende Unternehmen ein individuelles strategisches Wachstumsziel definiert wird, das innerhalb der Laufzeit von sechs Monaten erreicht werden soll. Neben der finanziellen Unterstützung durch Samsung bei Qualifizierung für das Programm bietet der Accelerator individuelles Coaching und zielgerichteten Wissenstransfer durch das Impact Hub Berlin, strategische und technische Unterstützung sowie individuellen Kommunikations- und PR-Support. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vernetzung mit Experten, Investoren und Partnern. Dazu geho?rt auch eine Impact Hub Berlin Mitgliedschaft fu?r ein Jahr und Zugang zum globalen Impact Hub Netzwerk. 

Fu?r die aktuelle Runde hatten sich im vergangenen Jahr mit Perto, Stabl, Fimo und Varomo vier Start-ups qualifiziert, die auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit setzen: Perto und Stabl nutzen datenbasierte Lo?sungen, um mit effizienten Alternativen zu bestehenden Ansa?tzen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Fimo und Varomo entwickeln digitale Lo?sungen im Healthcare-Bereich, die sich ku?nstliche Intelligenz zunutze machen, um die Lebensqualita?t erkrankter oder beeintra?chtigter Menschen zu steigern. Zum Abschluss des laufenden Programms pra?sentierten die vier diesja?hrigen Teilnehmer ihre erreichten Meilensteine auf Demo Days im Rahmen der Bits & Pretzels. 

Foto (oben): Samsung for Impact

#aktuell, #anzeige, #samsung-for-impact

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#Zahlencheck – Verlust bei orderbird sinkt um 51,3 %


Das Berliner Kassensystem orderbird, das 2011 von Jakob Schreyer, Bastian Schmidtke, Patrick Brienen und Artur Hasselbach gegründet wurde, legt neue Zahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2018/2019 (Oktober 2018 bis September 2019). Demnach konnte das Unternehmen zuletzt ein Rohergebnis in Höhe von rund 9 Millionen Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum waren es nur  7,3 Millionen.

“Dieser Anstieg von 23,5% ist vor allem auf den weiteren Ausbau der Kundenbasis zurückzuführen sowie des verstärkten Fokus auf die Kernprodukte Software-as-a-Service (SaaS) und weitere Dienstleistungen”, teilt das Unternehmen mit. Die Gesamtkundenzahl von orderbird stieg von 9.200 Anfang Oktober 2018 auf 10.200 Ende September 2019. Der Jahresfehlbetrag verringerte sich ebenfalls deutlich – um 51,3% – von 4,5 Millionen auf 2,3 Millionen.

Das FinTech bietet im Jahresabschluss einen guten Überblick über seine Umatzbringer: “Wiederkehrende Erträge aus Software und Service stiegen überproportional von TEUR 6.178 im Vorjahr um 29,9% auf TEUR 8.027. Der Software-Umsatz mit den Kernprodukten orderbird POS und orderbird PAY konnte von TEUR 5.976 im Vorjahr um 27,1% auf TEUR 7.594 gesteigert werden”. Das Unternehmen führt diesen Anstieg auf  “das kontinuierliche Kundenwachstum und die langfristigen Geschäftsbeziehungen” zurück. Aber auch auf “erfolgreiche Cross-Selling-Strategien mit weiteren selbstentwickelten Produkten, wie z. B. einem digitalen Kassenbuch”.

Zeitgleich konnte die orderbird-Mannschaft aber auch Kosten einsparen: “Personalaufwendungen konnten aufgrund umfassender Restrukturierungen im Vertrieb und der Produktentwicklung von TEUR 6.561 um 6,2% auf TEUR 6.153 gesenkt werden. Sowohl Löhne und Gehälter (TEUR 5.133; Vorjahr TEUR 5.510) als auch Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung (TEUR 1.021; Vorjahr TEUR 1.052) sanken um 6,8% bzw. 2,9%”. Die Mitarbeiterzahl sank dabei von 110 auf 103.

Der Ausblick aus das kommende Geschäftsjahr fällt positiv aus: “Im Geschäftsjahr 2019/2020 wird ein Umsatzwachstum im Kernbereich Softwareumsatz von 29,8% erwartet. Das Wachstum des Annual Recurring Revenues (ARR) wird mit 31,3% gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/2019 prognostiziert. Der Jahresfehlbetrag wurde für das Geschäftsjahr 2018/2019 mit TEUR -3.000 erwartet. Diese Erwartung konnte deutlich übertroffen werden, da der tatsächliche Fehlbetrag TEUR -2.181 beträgt. Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird ein im Verhältnis zum Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018/19 leicht niedrigerer Jahresfehlbetrag erwartet”.

In den vergangenen Jahren flossen rund 31 Millionen Euro in orderbird. Zuletzt investierten die Bestandsinvestoren Digital+ Partners und Carsten Maschmeyer sowie Makre, ein Family Office, und Dr. Max Iann Invest in das FinTech. Im Jahresabschluss heißt es dazu: “Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, welche den erhöhten Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit begründet. Die aktuelle Liquiditätsausstattung reicht unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zahlungsströme aus, um die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Erreichen des ‘Break Even Points’ sicherzustellen”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018/2019
*  Im Geschäftsjahr 2019 konnte der Marktanteil in der DACH-Region sowie Frankreich weiter ausgebaut werden. Die Gesamtkundenzahl stieg von 9.200 Anfang Oktober 2018 auf 10.200 Ende September 2019. Der Jahresfehlbetrag konnte von TEUR -4.482 auf TEUR -2.281 verringert werden.
* Die orderbird AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2018/2019 ein Rohergebnis von TEUR 9.043 im Vergleich zu TEUR 7.321 im Vorjahr. Dieser Anstieg von 23,5% ist vor allem auf den weiteren Ausbau der Kundenbasis zurückzuführen sowie des verstärkten Fokus auf die Kernprodukte Software-as-a-Service (SaaS) und weitere Dienstleistungen.
* Wiederkehrende Erträge aus Software und Service stiegen überproportional von TEUR 6.178 im Vorjahr um 29,9% auf TEUR 8.027. Der Software-Umsatz mit den Kernprodukten orderbird POS und orderbird PAY konnte von TEUR 5.976 im Vorjahr um 27,1% auf TEUR 7.594 gesteigert werden. Dies ist zum einen durch das kontinuierliche Kundenwachstum und die langfristigen Geschäftsbeziehungen zu den Kunden der orderbird AG begründet sowie auf erfolgreiche Cross-Selling-Strategien mit weiteren selbstentwickelten Produkten, wie z. B. einem digitalen Kassenbuch. Weitere wiederkehrende Software-Umsätze mit Industriekunden stiegen von TEUR 202 im Vorjahr um 114,5% auf TEUR 433.
* Die wichtigste umsatzbezogene Unternehmenskennzahl ist der Annual Recurring Revenue (ARR), welcher die wiederkehrenden Umsatzanteile eines Jahres abbildet. Dazu zählt die orderbird AG vor allem Umsätze der Software- und Payment-Produkte sowie Umsätze aus der anonymisierten Datenverarbeitung (Data Subscriptions). Der ARR konnte im Geschäftsjahr 2018/2019 um 29,9% gegenüber dem Geschäftsjahr 2017/2018 gesteigert werden.
*  Personalaufwendungen konnten aufgrund umfassender Restrukturierungen im Vertrieb und der Produktentwicklung von TEUR 6.561 um 6,2% auf TEUR 6.153 gesenkt werden. Sowohl Löhne und Gehälter (TEUR 5.133; Vorjahr TEUR 5.510) als auch Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung (TEUR 1.021; Vorjahr TEUR 1.052) sanken um 6,8% bzw. 2,9%.
* Die Mitarbeiterzahl sank im Geschäftsjahr 2018/2019 von 110,3 FTE im September 2018 aufgrund von Effizienzgewinnen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kundenservice auf 102,8 FTE im September 2019.
* Der Jahresfehlbetrag konnte im Vorjahresvergleich um 51,3% reduziert werden.
* Im Geschäftsjahr 2019/2020 wird ein Umsatzwachstum im Kernbereich Softwareumsatz von 29,8% erwartet. Das Wachstum des Annual Recurring Revenues (ARR) wird mit 31,3% gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/2019 prognostiziert. Der Jahresfehlbetrag wurde für das Geschäftsjahr 2018/2019 mit TEUR -3.000 erwartet. Diese Erwartung konnte deutlich übertroffen werden, da der tatsächliche Fehlbetrag TEUR -2.181 beträgt. Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird ein im Verhältnis zum Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018/19 leicht niedrigerer Jahresfehlbetrag erwartet.

orderbird im Zahlencheck

2018/2019: 9,0 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017/2018
: 9,3 Millionen Euro (Umsatz); 7,3 Millionen Euro (Rohergebnis); 4,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016/2017: 9,0 Millionen Euro (Umsatz); 8,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015/2016: 5,6 Millionen Euro (Umsatz); 5,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014/2015: 3,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Schutterstock

#aktuell, #berlin, #fintech, #orderbird, #reloaded, #zahlencheck

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#DealMonitor – Fly und Point Nine investieren in TradeLink – seed + speed investiert in presize.ai


Im aktuellen #DealMonitor für den 21. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

TradeLink
+++ Die Berliner Geldgeber Fly Ventures und Point Nine Capital investieren in TradeLink. Das Münchner Startup, das Anfang 2020 von Frederic Krahforst, Tobias Nendel (Outfittery-Mitgründer) und Michael Bücker gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. Fly und Point Nine halten nun jeweils rund 12 % an TradeLink. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

zerolens
+++ Point Nine Capital investiert in Zerolens aus Wien, ein virtuelles Fotostudio. Über das Startup, das 2018 von Nik Redl, Mirko Vodegel und Lukas Fechtig gegründet wurde, ist es möglich ansehnliche Produktfotos ohne Fotograf zu erstellen. Konkret geht es dabei um Fotos in künstlich erzeugten dreidimensionalen Umgebungen. Zuvor investierte bereits Speedinvest in das junge Unternehmen. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

presize.ai
+++ Der Berliner Kapitalgeber seed + speed Ventures investiert gemeinsam mit Plug & Play, UnternehmerTUM und mehreren Angel-Investoren in presize.ai. Das Münchner Startup, das 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. Damit wollen sie unter anderem die hohe Retourenrate aufgrund von Bestellungen der falschen Größen durch Computer Vision und Deep Learning reduzieren. seed + speed hält nun rund 14 % an presize.ai. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

PeopleFlow
+++ Picus Capital investiert in PeopleFlow. Das junge Berliner Startup unterstützt Unternehmen beim HR-Management von Auslandsmitarbeitern. PeopleFlow managt dabei Dinge wie Gehaltsabrechnung, Sozialleistungen und Steuern. “Mit PeopleFlow sind Sie immer zu 100 % rechtskonform”, verspricht die Jungfirma, die von Carsten Lebtig, früher Uber Eats, TestCloud.de sowie McKinsey & Company, geführt wird. Picus hält rund 28 % an PeopleFlow. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Kianava
+++ Der österreichische Geldgeber Speedinvest investiert in Kianava. Das junge Berliner Health-Startup, das von Saman Hashemian (früher 8fit) gegründet wurde, entwickelt eine Telemedizin-Plattform über die Patienten aller Art über einen längeren Zeitraum – mehrere Monate – von Ärzten und Therapeuten betreut werden können. Speedinvest hält rund 29 % an Kianava. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

EXITS

Dr.Smile
+++ Anfang Juli übernahm der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller Straumann das Aligner-Startup Dr.Smile. Laut Presseaussendung aus dem Sommer übernahm das Unternehmen “eine bedeutende Mehrheitsbeteiligung an Dr.Smile” und verpflichtete sich zu zusätzlichen Investitionen, um das Wachstum bis zu einer vollständigen Übernahme zu finanzieren. Jetzt ist klar: Straumann sicherte sich im ersten Schritt 74,9 % an Dr.Smile. Und zwar gegen eine Barzahlung von 35 Millionen Schweizer Franken. Die Gruppe sicherte sich zudem “das Recht, die restlichen Anteile nach dem 31. August 2021 jederzeit zu erwerben”. Zu guter Letzt gibt es noch eine Earn-Out-Klausel: “Die Vereinbarung über die bedingte Kaufpreiszahlung basiert auf der Erreichung von Umsatzzielen und verpflichtet die Gruppe, bis zum 30. Juni 2023 in drei Tranchen einen geschätzten Betrag von 75 Millionen Franken zu zahlen. Abhängig von der künftigen Umsatzentwicklung kann der Betrag höher oder niedriger sein”. Dr.Smile wurde 2017 von Jens Urbaniak und Christopher von Wedemeyer gegründet. Das Berliner Zahnschienen-Unternehmen beschäftigte zuletzt rund 200 Mitarbeiter. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#aktuell, #e-health, #fly-ventures, #hr, #kianava, #logistik, #munchen, #peopleflow, #picus-capital, #point-nine-capital, #presize-ai, #seed-speed-ventures, #speedinvest, #telemedizin, #tradelink, #venture-capital, #wien, #zerolens

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#Hintergrund – Klang2, LetsAct, Forest Gum, FH2OCUS, Breakletics treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

Forest Gum
Mit seinem biologisch abbaubaren Kaugummi Forest Gum will Thomas Krämer (40) aus Köln den Kaugummi-Markt revolutionieren. Der studierte Ressourcenmanager steht ganz am Anfang seines Unternehmens und erklärt: „Wir benötigen Unterstützer, die daran glauben, dass man auch mit Kaugummi die Welt ein bisschen besser machen kann.“ Ein herkömmliches Kaugummi besteht zum großen Teil aus Polyvinylacetaten: Synthetische Stoffe, aus denen auch Plastikflaschen oder Autoreifen hergestellt werden. „Wenn man auf Kaugummi kaut, kaut man auf Plastik“, erklärt der Gründer den Löwen. „580.000 Tonnen Kaugummi werden weltweit jedes Jahr gekauft, gekaut und wieder ausgespuckt. Bis zu 80 Kaugummis kleben in Deutschland an belebten Plätzen auf einem Quadratmeter Straße. Circa 900 Millionen Euro geben die Kommunen jedes Jahr aus, um Gehwege von Kaugummi zu reinigen.“ Um diese Umweltsünde aus der Welt zu schaffen, hat Thomas Forest Gum gegründet. Seine biologisch abbaubaren Kaugummis aus rein pflanzlichen Zutaten sind komplett plastikfrei, zuckerfrei, frei von künstlichen Aromen und zudem nachhaltig in Zentralamerika produziert. Für sein Unternehmen benötigt der Gründer ein Investment von 300.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent Firmenanteile. Ob den Löwen dieser Pitch schmeckt?

FH2OCUS (heute FlowKiss)
Sonja Wüpping (28) und Jan Oostendorp (31) kennen sich aus Schulzeiten und wollen bald heiraten. Ihren Traum vom gemeinsamen Start-Up haben sich die Berufsberaterin und der Produktfotograf bereits verwirklicht. „Wir haben ein Getränk entwickelt, das zwar unscheinbar aussieht, Sie aber überraschen wird“, verspricht Jan den Löwen. Statt Kaffee schon morgens den ersten Energydrink: Das gehörte für Sonja lange Zeit zum Alltag. „Das fand keiner gut“, erinnert sich die 28-Jährige. So peinlich war ihr die Vorliebe für die süßen Koffein-Kicks, dass sie die leeren Pfanddosen vor ihrem damals neuen Freund Jan sogar im Küchenschrank versteckte. Doch der kam schnell dahinter und wunderte sich: „Denn eigentlich ernährt sich Sonja sehr gesund.“ Als die gemeinsame Suche nach erfrischenden Wachmachern ergebnislos blieb, entwickelten Sonja und Jan selbst eine gesündere Alternative. „FH2OCUS ist ein koffeinhaltiges Sprudelwasser. Es enthält keinen Zucker, keine künstlichen Geschmacksstoffe und auch keine Kalorien“, erklärt Jan. Das Power-Wasser besteht aus vier Zutaten (Wasser, Kohlensäure, Koffein und Zitrone für die Frische) und beinhaltet pro 100 ml 20 mg Koffein. „Damit macht eine 600 ml Flasche so wach wie eine große Tasse Kaffee, ist dabei aber so erfrischend wie ein Energydrink und so natürlich wie Wasser“, erklärt Sonja. Um ihr noch junges Unternehmen am Markt zu etablieren und neue Zielgruppen zu erobern, benötigt das Powerpärchen 90.000 Euro und bietet 25 Prozent Firmenanteile.

Breakletics
„Hit the Beat“: So lautet das Motto der passionierten Breakdancer Peter Sowinksi (34) und Samim Quraischi (32). „Ich habe für Breakdance alles vernachlässigt: Schule, Freunde, alles!“, erklärt Peter seine Leidenschaft. „Mein einziger Fokus war Breakdance. Ich liebe diese Kreativität und die Einzigartigkeit.“ Solo dreifacher Deutscher Meister im Breakdance holte sich Peter 2011 auch als Team mit Kumpel Samim 2011 die Deutsche Meisterschaft. Inzwischen haben die beiden den Sprung ins nächste Level geschafft und wollen mit dem speziellen Workout Breakletics die Fitness-Branche auf den Kopf stellen. „Wir haben die kreativen Elemente aus dem Breakdance genommen, sie runtergebrochen und mit normalen Fitnessübungen kombiniert“, erklärt Peter das High Intensity-Programm, das fit und vor allem Spaß machen soll. Die Trainings-Sessions lassen sich als digitales Workout per App oder Browser nach Länge und dem individuellem Fitness-Level abrufen. Zudem bieten die Gründer Trainer-Lizenzen für den Unterricht in Fitness-Studios an. Für ihr Unternehmen benötigen die Breakdancer Kapital in Höhe von 350.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihres Unternehmens. Bevor es zu Verhandlungsgesprächen kommt, wagen sich Nico Rosberg und Dr. Georg Kofler allerdings erst einmal selbst auf die Trainings-Bühne.

Klang2
„Wir bringen Musik in Ihren nächsten Spieleabend“, versprechen Geigenbauer Sebastian Oberlin (39) und Musiker sowie hauptberuflicher Softwareentwickler Adrian Rennertz (33). Die beiden machen seit 2017 Musik zusammen und hatten 2018 gemeinsam die Idee zu „Klang2“: Kleine Holzquadrate, die über das Smartphone Sounds abspielen, wie z.B. Klassische Musik oder Tiergeräusche. Das Gedächtnisspiel für die Ohren soll musikalische sowie Allgemeinbildung mit Spaß verbinden: „Ich starte die App, wähle das Spiel ‚Klassische Musik‘ und muss dann zwei Hälften einer Melodie zusammenführen. Wie beim klassischen Memory, nur mit Tönen statt mit Bildern“, erklärt Adrian die Holzquadrate. Wenn die zwei richtigen Ton-Hölzer zusammengeführt wurden, erklingt als Belohnung die ganze Sinfonie. Um noch mehr Klangspiele anbieten zu können, suchen die Gründer ein Investment von 150.000 Euro für 10 Prozent Anteile. Treffen Adrian und Sebastian bei den Löwen den richtigen Ton?

Letsact
Ludwig Petersen (21) und Paul Bäumler (22) aus München engagieren sich bereits seit Jahren ehrenamtlich. Doch der Einstieg in ein solches Engagement ist gar nicht so einfach, wissen die beiden. „Jeder dritte Deutsche würde gerne ehrenamtlich etwas Gutes tun”, erklärt Ludwig. „Aber oft weiß man nicht, wie oder wo man anfangen soll.” Ihr Start-up Letsact soll dabei helfen. „Wir wollen es den Menschen leicht machen, einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten”, erklärt Paul. Ihre App bündelt unterschiedlichste soziale Organisationen und bietet einen guten Überblick über die breiten Möglichkeiten des Ehrenamts. So kann man einfach und unkompliziert soziale Projekte finden und sich engagieren. Die Plattform vermittelt somit zwischen Volunteers und Non Profit-Organisationen. Daneben bietet Letsact auch Möglichkeiten sich finanziell für den guten Zweck einzusetzen, um bspw. Klimaprojekte zu unterstützen. Letsact möchte weiterwachsen, unter anderem für ihre Expansion in Europa brauchen die zwei Gründer mehr Kapital. Für ein Investment von 300.000 Euro würden die Gründer zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben. Mit ihrer Idee rühren die Jungunternehmer Nico Rosberg zu Tränen. Werden Sie auch die Unterstützung der Löwen erhalten?

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Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #berlin, #bocholt, #breakletics, #die-hohle-der-lowen, #fh2ocus, #flowkiss, #forest-gum, #freiburg, #klang2, #koln, #letsact, #munchen

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#Interview – “Wir möchten unseren Traum zu unserem Hauptberuf machen” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der vierten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Sonja Wüpping und Jan Oostendorp, die Gründer von FH2OCUS (inzwischen als FlowKiss bekannt). Hinter dem Namen verbirgt sich ein koffeinhaltiges Sprudelwasser.  Im Interview mit deutsche-startups.de stellen die FlowKiss-Macher ihr Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit FlowKiss lösen?
Es gibt immer noch Menschen, die auf der Suche nach einem für sie passenden koffeinhaltigen Getränk sind. Zum Beispiel, weil sie den süßen Geschmack von Energydrinks nicht mögen oder Kaffee nicht so gut vertragen. Mit FlowKiss, vormals FH2OCUS, ist nun endlich ein koffeinhaltiges Getränk erhältlich, dass wohl zu fast jedem passt. FlowKiss ist nämlich ein Koffeinwasser, das im Gegensatz zu den üblichen Energydrinks vollständig auf Zucker und auf künstliche Farb- und Geschmacksstoffe verzichtet. Es beinhaltet nur vier Inhaltsstoffe, keine Kalorien und ist bisher als erfrischende Variante mit natürlichem Zitronenaroma erhältlich. Wer bisher auf der Suche nach einer Abwechslung zu Energydrinks oder Kaffee gewesen ist, ist bei uns also genau richtig! Ob beim Sport, auf einer langen Autofahrt oder im Büro – FlowKiss kann dich überall erfrischen.

Wie ist die Idee zu FlowKiss entstanden?
Jeder von uns kennt wohl die Situationen, in denen wir eine extra Portion Motivation und Energie benötigen. Wie auch viele andere haben wir beide dann häufig nach Kaffee und vor allem nach gekühlten Energydrinks gegriffen. Auch wenn wir eigentlich einen relativ gesunden Lebensstil führen, hat es eine Weile gedauert, bis uns bewusst geworden ist, dass diese künstlichen und zuckerhaltigen Getränke eigentlich so gar nicht zu uns passen. Also sind wir in die Supermärkte gegangen und haben geschaut, welche Alternativen es sonst noch gibt. Außer einem riesigen Regal, mit noch mehr, noch bunteren Energydrink-Dosen haben wir nichts Passendes für uns gefunden. Und so entstand die Idee zu FlowKiss Koffeinwasser. Wir wollten aber nie einfach nur ein Produkt entwickeln, sondern hatten immer die Idee mit unserem Startup etwas zu bewegen. Wer unsere Geschichte verfolgt weiß, dass wir unser Startup gegründet haben, um uns einer spannenden Herausforderung zu stellen, über uns hinauszuwachsen und um uns unseren großen Traum von einem eigenen Unternehmen zu erfüllen. Unsere Vision ist es, auch anderen Menschen den Mut zu geben, endlich das zu tun, was sie schon immer wollten. Denn noch viel zu oft schlummern in den Herzen der Menschen Träume, die ein Leben lang unerfüllt bleiben. Wir möchten einen Teil dazu beitragen, dass niemand mehr bereut, etwas nicht getan zu haben und FlowKiss soll sie bei ihren spannenden Erfahrungen begleiten. Nicht nur als erfrischendes Koffeinwasser, sondern auch wir als Unternehmen, indem wir genau diese Geschichten unserer Kunden erzählen. Deshalb steht hinter unserem Unternehmen nicht nur eine Vision, sondern auch eine Frage: „Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?“

Wo steht FlowKiss in einem Jahr?
Unser Ziel ist es, dass FlowKiss überall dort erhältlich ist, wo es Getränke gibt. Nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkemärkten, sondern eben auch an Tankstellen, auf Veranstaltungen oder in den Meetingräumen der Unternehmen. In einem Jahr befinden wir uns auf einem guten Weg dorthin, sind in großflächig im Lebensmitteleinzelhandel gelistet und entdecken regelmäßig Menschen mit einer Flasche FlowKiss auf der Straße, im Fitnessstudio oder im Auto. Bis dahin möchten wir unsere Produktpalette erweitern und haben vielleicht schon eine weitere Geschmacksrichtung gemeinsam mit dem Feedback unserer Kunden entwickelt.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Wir haben uns bei der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ beworben, weil die Teilnahme an diesem Format eine Riesenchance für Startups ist. Wir möchten unseren Traum zu unserem Hauptberuf machen und die Teilnahme an der Show bietet all das, was wir dazu benötigen. Durch die Ausstrahlung erreichen wir eine riesige Aufmerksamkeit, die wir vielleicht in diesem Maße nie mehr bekommen würden. Der wohl noch wichtigere Grund ist der, dass wir gerade an einen Punkt angelangt sind, an dem uns nicht mehr nur Leidenschaft und Spaß weiter voranbringt. Wir benötigen jetzt einen strategischen Partner, der genauso an unser Produkt glaubt wie wir und der uns mit seiner Erfahrung und seinem Netzwerk unterstützen kann.
Und wer uns kennt, weiß, dass es uns große Überwindung kostet, vor den Löwen und vor dem gesamten Produktionsteam zu pitchen. Aber genau das wollten wir ja. Uns Herausforderungen stellen, vor denen wir großen Respekt haben und diese meistern, auch wenn wir vielleicht keinen Deal erhalten.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
Kurz vor unserem Pitch waren wir natürlich unglaublich nervös. Wir hatten uns zwar intensiv auf unseren Auftritt vorbereitet, jedoch wussten wir, dass wir uns gleich in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Aber auch wenn wir nervös waren, hatten wir keine Angst, denn wir wussten, mit diesem Auftritt, werden wir ein weiteres Mal persönlich über uns hinauswachsen.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wenn ihr ein gutes Produkt habt und ihr euch vielleicht vorstellen könntet, euch bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben, dann geben wir euch den Tipp: Habt Mut und macht es einfach. Die Konkurrenz der Bewerber ist groß und bevor ihr euch zu viele Gedanken darüber macht, was vielleicht alles passieren könnte, solltet ihr erst einmal den ersten Schritt machen und schauen, was passiert. Es wäre doch viel zu schade, wenn ihr die nächsten Staffeln verfolgt und jemand anderes präsentiert dort eure Idee. Wenn ihr dann tatsächlich die Möglichkeit erhaltet, euch in der Sendung zu präsentieren, würden wir euch folgendes mit auf den Weg geben: Zeigt eure Begeisterung für eure Idee und präsentiert unbedingt alle positiven Aspekte eures Produktes. Die Löwen erkennen schnell, welche Probleme euer Produkt lösen kann. Jedoch hat es meistens noch viele weitere Vorteile, die eben nicht offensichtlich sind. Zeigt sie den Investoren, um sie bestmöglich zu überzeugen. Genauso wichtig ist es, dass ihr euch als Gründer so präsentiert, wie ihr wirklich seid. Wir haben gemerkt, dass die Löwen nicht nur nach vielversprechenden Ideen suchen, sondern insbesondere auch nach Gründern, die verlässlich sind und mit denen sie menschlich gerne zusammenarbeiten möchten. Und auch wenn es zu keinem Deal kommt, nehmt es nicht persönlich, nutzt die Kritik zur Weiterentwicklung und seid dankbar, welch unglaubliche Erfahrung ihr da gerade machen durftet. Viele Gründer bekommen diese Chance nicht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Podcast – Insider #86 – Superspreader – AnyDesk – Dr.Smile – Exporo – TradeLink – Outfittery – Zerolens – PreSize.ai – PeopleFlow – Kianava – Finiata


Im ds-Insider-Podcast liefern OMR-Podcast-Legende Sven Schmidt und ds-Chefredakteur Alexander Hüsing regelmäßig spannende Insider-Infos aus der deutschen Startup-Szene. In jeder Ausgabe gibt es exklusive Neuigkeiten, die bisher zuvor nirgendwo zu lesen oder hören waren. Zu guter Letzt kommentiert das dynamische Duo der deutschen Startup-Szene in jeder Ausgabe offen, schonungslos und ungefiltert die wichtigsten Startup- und Digital-News aus Deutschland.

Insider #86 – Unsere Themen

* Corona-Superspreader-Event in der Berliner VIP-Startup-Szene #EXKLUSIV

  • AnyDesk – Secondaries für 40 Millionen geplant #EXKLUSIV
  • Dr.Smile: Alles über den Millionen-Exit #EXKLUSIV
  • Exporo: Fusion mit Zinsland sorgt für Probleme #EXKLUSIV
  • Berliner Investoren setzen auf TradeLink #EXKLUSIV
  • Staatsgelder sollen Outfittery retten #ANALYSE
  • Berliner SaaS-Investor investiert in Zerolens #EXKLUSIV
  • Vox-Löwe setzt auf PreSize.ai #EXKLUSIV
  • Münchner Investor investiert in PeopleFlow #EXKLUSIV
  • Wiener Geldgeber investiert in Kianava #EXKLUSIV
  • Pay-to-Play bei Finiata #EXKLUSIV

Insider #86 – Unser Sponsor

Der Sponsor der heutigen Ausgabe ist UPPER – die neue Tech Talent Plattform, die endlich Schluss mit Freelancer Roulette macht. Bei UPPER matchen nämlich Tech Experten auf CTO Level tatsächlich validierte Freelancer aus Entwicklung, Design und Produktmanagement zu Projekten. Die Freelancer mit durchschnittlich 11 Jahren Erfahrung werden dann einzeln oder als komplette Teams innerhalb weniger Tage vermittelt. Bei UPPER bekommt jeder Kunde eine persönliche Betreuung. Über die eigene Plattform wickelt UPPER jeglichen Overhead ab – von Rechnungen über NDAs bis hin zu Compliance. So will Upper die digitale Tech-Abteilung der Zukunft werden. Alles weitere unter: www.upper.co

Insider #86 – Unser Podcast

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#DealMonitor – Optiopay bekommt 5 Millionen – Holidu sammelt weitere Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 18. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Optiopay
+++ LeadX Capital Partners, der Investmentableger des Handelskonzerns Metro investiert, und Avaloq, ein Software- und Finanzdienstleistungsunternehmen, investieren 5,25 Millionen Euro in das Berliner FinTech Optiopay – siehe FinanceFWD. Die Bewertung soll bei rund 26 Millionen Euro liegen. Zum Start von Optiopay konnten Kunden von Unternehmen, die ihre Auszahlungen über OptioPay abgewickelt haben, ihre Zahlung in höherwertige Einkaufsgutscheine umwandeln. Inzwischen ist das FinTech breiter aufgestellt und positioniert sich als “Open Banking spezialisierter Finanztechnologiedienstleister für kundenzentrierte Mehrwertlösungen und Bankdaten basierte Werbung”. Zahlreiche Firmen nutzen die White Label-Lösung von Optiopay bereits. Optiopay wurde 2014 von Marcus Börner und Oliver Oster gegründet.

Holidu
+++ Der ehemalige Booking.com-Chef Kees Koolen investiert “mehr als 4 Millionen Euro” in Holidu. “Die Finanzierung ist Teil einer 5 Millionen Euro umfassenden Erweiterung der Series-C Finanzierungsrunde, die Holidu im letzten Jahr über 40 Millionen abgeschlossen hat”, teilt das Unternehmen mit. Das Startup, das 2014 von den Brüdern Johannes und Michael Siebers gegründet wurde, sammelte bereits mehr als 60 Millionen ein – unter anderem von Prime Ventures, coparion, MairDuMont Ventures, EQT Ventures, Venture Stars und Senovo.

Stabl
+++ Energie360, der Smart Energy Innovation Fund, die Initiative for Industrial Innovators und weitere Business Angels investieren 1 Million Euro in Stabl. Das junge Unternehmen aus München, das von Arthur Singer, Christoph Dietrich, Martin Sprehe und Nam Truong gegründet wurde, entwickelt eine “neue Generation Wechselrichter, die die Leistung und Effizienz der Batteriespeicher auf eine höhere Stufe heben”. Die Wurzeln der Idee stammen aus Forschungsprojekten an der Technischen Universität München und der Universität der Bundeswehr München.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – “Ein Gründer hat mehr Einfluss, als er tatsächlich glaubt”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Sonny Vu, Gründer von Arevo, einem E-Bike-Unternehmen aus dem Silicon Valley.

Wie startest du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Mit Musikmeditation und Lesen der Bibel bevor ich die News auf meinem Smartphone checke. Danach bereite ich mich auf den Tag vor und mache das Frühstück für meine Familie. Währenddessen höre ich Hörbücher in zwei- bis dreifacher Geschwindigkeit – je nach Buchdichte. Derzeit höre ich „Just Send Me Words“ von Orlando Figes.   

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Ich schalte gar nicht ab. Meist versuche ich vor dem Schlafengehen meine täglichen Liegestütze und Kniebeugen zu machen und sobald die Arbeit getan ist, schlafe ich einfach ein. Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich schneller einschlafe als jeder andere – das dauert im Normalfall nicht länger als 30 Sekunden.  

Was über das Gründerdasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ich hätte gerne vorher gewusst, dass ein Gründer mehr Einfluss hat, als er tatsächlich glaubt. Denn das wird sehr schnell zur Realität.

Was waren die größten Hürden, die du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die erste Finanzierungsrunde zu überstehen, war jedes Mal eine große Herausforderung. Da ist es egal, wie viele Exits ich bereits hatte. Denn es gab genug Skeptiker da draußen – sogar die, die mich gut kennen – die an meinen Ideen gezweifelt haben. 

Was waren die größten Fehler, die du bisher gemacht hast – und was hast du aus diesen gelernt?
Ich habe zu schnell Personal eingestellt und zu langsam entlassen. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass ich anders herum besser fahre.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Ich arbeite gerne mit gescheiterten Unternehmern zusammen. Sie haben am eigenen Leib erfahren müssen, wie schwer es ist, Geld zu verdienen. Sie können außerdem in der Regel gut mit der Ungewissheit und dem dynamischen Wesen von Unternehmensgründungen umgehen. Auch schätze ich die Zusammenarbeit mit Migranten der ersten Generation. Sie hatten es im Leben oft sehr schwer und sind demzufolge ambitioniert und fokussiert, die Dinge wirklich ins Rollen zu bringen. Vor allem setze ich aber auf Menschen, mit denen ich bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet habe, die mit mir durch gute und schlechte Zeiten gegangen sind und die auch meine schlechten Seiten kennen, aber trotzdem noch mit mir arbeiten wollen.

Welchen Tipp hast du für andere Gründer?
Findet Wege, wie ihr schneller und effektiver lernen könnt und hört niemals damit auf! 

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Google Sheets!

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Indem wir unseren Mitarbeiter dabei helfen, zu verstehen, warum das, was wir tun, wichtig ist und warum wir es eben genau so machen. Außerdem schaffen wir einen Raum, in dem alle Team-Mitglieder offen sagen können, wenn sie der Meinung sind, dass falsche Entscheidungen getroffen werden. Alternative Vorschläge bei Herausforderungen sind auch sehr willkommen.  

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Das war ganz klar der Reverse Pitch meiner zweiten Firma – AgaMatrix – am 11. September 2002.  Wir hatten es wirklich schwer, Finanzierungsmittel zu sammeln. Mein Mitgründer und ich haben unsere Ersparnisse aufgebraucht, um zwei Monate lang die Löhne unserer Mitarbeiter zu decken. Am Ende lief die Gehaltsabrechnung sogar für zwei weitere Monate über unsere eigenen Kreditkarten. Und es war immer noch kein Geld in Sicht. Das war der Zeitpunkt, an dem klar war, dass wir zu noch radikaleren Maßnahmen greifen müssen. Also luden wir Investoren zum ersten Jahrestag des 11. Septembers, an dem normalerweise niemand in den USA irgendwohin fliegen würde, zu einem Reverse Pitch ein. Wir haben ihnen ein Term Sheet ausgehändigt und einfach gefragt, wer investieren würde. So konnten wir gerade noch rechtzeitig einen Serie-A-Deal abschließen. 

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#Gastbeitrag – 5 Strategien, die Startups von YouTubern lernen können


YouTube und Gründen war in der Wahrnehmung vor einigen Jahren noch mindestens so weit voneinander entfernt wie wir von einer Mars-Mission – Dinge ändern sich. Mittlerweile sind Creator längst nicht mehr nur Entertainer, die Videos hochladen, um ihre jeweilige Audience zu unterhalten: Sie sind nicht selten das Gesicht eines ganzen Unternehmens, das hinter ihnen steht.

Um bei YouTube erfolgreich zu sein, braucht man neben dem Beherrschen von Schnitt- und Moderationstechniken viele weitere Fähigkeiten, die denen von Entrepreneuren sehr, sehr nah kommen. Hinter der Produktion von gut laufendem Video-Content steckt eindeutig eine fundierte Strategie – die für viele andere Gründer wirklich interessant sein kann. Die wichtigsten Punkte für den Start können in fünf Learnings zusammengefasst werden, die sowohl beim Gründen eines YouTube-Kanals als auch eines Unternehmens hilfreich sind.

„Hi, my name is …”: Bekannt werden geht nur, wenn man sich zeigt.

Früher hieß es immer „Jede PR ist gute PR!” und ein bisschen in diese Richtung geht das erste Learning: Wer einen YouTube-Kanal oder ein Unternehmen gegründet hat, kann noch so gute Ideen haben oder smarte Lösungen bieten – wenn niemand davon erfährt, wird sich ziemlich sicher kein Erfolg einstellen. Und ehrlich: Ihr habt doch sicher gegründet, weil ihr irgendwas richtig gut drauf habt. Und genau damit solltet ihr Aufmerksamkeit erregen. Und das gerne so oft es geht. So machen es auch erfolgreiche YouTube-Creator: Sie nutzen sogenannten Hero-Content, also besonders hochwertig produzierte Videos, die zu besonderen (Kommunikations-)Anlässen einen richtigen Boost nach vorne geben. Das solltet ihr als Gründer eines Startups auch tun. Überlegt euch Anlässe – oder schafft sie durch Aktionen –, mit denen ihr richtig auffallen könnt. Zeigt euch, damit eure potenziellen Kunden von euch erfahren.

Eure Kunden sind wie eure Mutter: Sie wollen regelmäßig von euch hören.

Jeder kennt es: Dieser eine Freund oder die eigene Mutter, die sich eigentlich kaum freut, wenn man nach wochenlanger Stille endlich mal wieder anruft, sondern direkt den Unmut darüber äußert, so lange nichts gehört zu haben. So ähnlich ist es auch bei euren Kunden – und bei YouTube-Abonnenten. Wer sich nicht regelmäßig meldet, gerät recht schnell in Vergessenheit. Bei Mama und Freunden vielleicht nicht so schnell – aber den Status müsst ihr bei (potenziellen) Kunden und Fans erstmal haben. Achtet also darauf, regelmäßig von euch hören zu lassen. Ob bei TikTok, Instagram, über klassische Pressearbeit und Werbung – oder in einem eigenen YouTube-Kanal (smarte Wahl): Das Schlimmste, was man über euch als Gründer hören kann ist – nichts. Also tretet in den in den Dialog mit euren Kunden. Verbringt Zeit mit ihnen. 

Versprochen wird auch nicht gebrochen: Kündigt nur an, was ihr halten könnt.

Eigentlich klar: KundInnen, MitarbeiterInnen oder „Fans” eurer Marke wollen natürlich nicht auf Dinge verzichten, die ihr bereits angekündigt habt. Wenn ihr also in Social Media ein Gewinnspiel oder ein neues Produkt anteasert, solltet ihr euch echt sicher sein, dass ihr das auch halten könnt. Und zwar das Ereignis selbst, wie auch das Timing. So wird eure Marke sehr glaubwürdig, und eure Kunden vertrauen euch. Genauso ist es auch bei YouTubern und ihren Zuschauern. Einem YouTuber, der auf dem Thumbnail ein Versprechen macht, das er im Video nicht hält und vor allem durch Clickbaiting auffällt, werden auch sehr schnell die Fans davonlaufen. Wenn ihr eine langfristige und glückliche Beziehung zu euren Kunden aufbauen wollt, heißt das auch, dass ihr mehr geben müsst, als sie einfach nur zum Klick auf den Bestell-Button zu bewegen. Also seid ein zuverlässiger Partner und arbeitet so daran, dass sich Menschen gerne an euch binden.

Öffnet euren Blick: Es geht nicht immer um euch

Redet nicht nur über euch selbst und euer Produkt. Kein Mensch hört gern jemandem zu, der sich nur um sich dreht. Findet die gemeinsame Passion mit euren Kunden. Das ist es, was euch verbindet. Menschen kaufen Produkte und Services nicht (nur) weil sie nützlich sind, sondern weil sie an die Mission dahinter glauben.

Natürlich gibt es auch YouTuber die nur um sich selbst kreisen, aber die müsst ihr euch ja nicht zum Vorbild nehmen. Creator (und Marken) die für etwas stehen und ihre Inhalte (und Produkte) aus echter Überzeugung produzieren sind langfristig die stärkeren Marken.

Keep on rolling: Strategien leben von Veränderung.

Mut zur Veränderung ist nicht nur als YouTuber alles, auch als GründerIn kommt es darauf an, die Zeichen richtig zu deuten und im Ernstfall auch Dinge zu verändern, die vielleicht sogar eine wichtige Rolle bei der Gründung eingenommen haben. Ein YouTuber, der sich jahrelang am gleichen Format festklammert, ohne sich zu entwickeln, wird sicher bald in der Versenkung verschwinden. YouTuber testen neue Ideen direkt am Zuschauer, analysieren, wie sie angenommen werden, und entwickeln sich in kleinen Schritten kontinuierlich weiter. Genauso ist es auch bei Startups und ihren Services oder Produkten: Neue Features und Ideen sollten schnell umgesetzt und am Markt getestet werden, denn Schnelligkeit ist der große Vorteil, den Startups gegenüber dem Markt, den sie angreifen, haben. 

Die kleinen Tricks und Learnings von erfolgreichen YouTubern lassen sich wunderbar auf die Kommunikationsstrategie von Startups übertragen. Ein kleiner Bonus-Tipp: So eine Strategie überhaupt zu haben, ist eigentlich das A und O. Bekannt zu werden ist auf jeden Fall aufwendiger, als es bei der Flut an Influencern, die es seit einigen Jahren gibt, scheint. Bei YouTubern wie Startup-Gründern heißt es deshalb: Dranbleiben, mit Persönlichkeit glänzen und auf keinen Fall aufgeben! 

Über den Autor
Simon Kaiser, Gründer und Geschäftsführer von Deutschlands Nr. 1 YouTube-Agentur „Klein aber” und YouTuber für Markenkanäle, berät Unternehmen zu ihren Videostrategien und weiß, wie man YouTube-Kanäle erfolgreich vermarktet. 

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#Brandneu – 6 neue Startups, die ihr auf dem Schirm haben sollte


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Razor
Das von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründete Berliner Unternehmen Razor kauft profitable Amazon-Händler (FBA – Fulfillment by Amazon) auf und führt deren Geschäfte in eigener Regie weiter. In den USA führte Thrasio das Konzept zum ganz großen Erfolg.

Alldone.app
Mit Alldone.app setzt MobileBits-Gründer Karsten Wysk auf ein “Team Productivity Tool”. Alldone.app aus Berlin soll dabei aber nicht mit den vielen anderen Tools wie Slack, Figma, Teams, Google Apps, die viele Teams schon nutzen, konkurrieren, sondern vielmehr ergänzen.

Bionic Reading
Hinter Bionic Reading aus Chur in der Schweiz steckt eine digitale Lesemethode, mit der Nutzer Inhalte schneller aufnehmen können. Dies soll unter anderem durch Fixationspunkten gelingen. So kann jeder mit besten Fall “schneller über die Texte gleiten und die enthaltenen Informationen einfacher nutzen”. Gründer ist Renato Casutt.

halocline
Das junge Unternehmen halocline aus Osnabrück kümmert sich um die Entwicklung und Vermarktung von Virtual Reality-Produkten. Zielgruppe: B2B. Mit dem Produkt Embodied Engineering bietet die Jungfirma bereits ein Softwarepaket für das produzierende Gewerbe an. Gründer sind: Timo Seggelmann, Thomas Schüler und Christian Völler.

Liquiditeam 
Irgendwo an der “Schnittstelle zwischen Profisport und Blockchain” ist Liquiditeam aus Braunschweig zu verorten.Das Motto des Startup lautet “Tokenizing Professional Sports”. Liquiditeam verspricht dabei “innovative Fan-Engagement- und Finanzierungslösungen für professionelle Sportclubs und Sportler”. Gründer sind Jonas Rubel, Oliver Krause, Hendrik Hoppenworth und Thomas Euler.

Tiegoo
Das Startup Tiegoo, das von Andreas Becker gegründet wurde, setzt auf eine Tiergesundheitskarte. Die TiegooCard bündelt alle Gesundheits- und Versicherungsdaten – analog zur menschlichen Gesundheitskarte. Die Karte soll unter anderem “die Kommunikation zwischen Tierbesitzern, Tierärzten, und Versicherungen” vereinfachen.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Jobs – Auf Jobsuche in Köln? 8 coole Digital- und Startup-Jobs in der Domstadt


Am Ende des Tages entscheidet das passende Team über den Erfolg eines jeden Unternehmens. Mit unserer großen Startup-Jobbörse wollen wir kleinen Startups, Unternehmen und auch großen Konzernen helfen, die richtigen Leute auf ihre Firma und ihre spannenden Digital-Jobs aufmerksam zu machen. Und andererseits Menschen, die in einem Startup oder einem größeren Unternehmen digital arbeiten möchten, die Suche nach der richtigen Firma erleichtern. Hier einige interessante Digital-Jobs in Köln.

Auto Levy
Online Marketing Manager (m/w/d)

fulfillmenttools
Solution Consultant SaaS (m/w/d)

adesso experience GmbH
Senior Consulting Customer Experience (m/w/d)

Waldhausen GmbH & Co. KG
E-Commerce Manager (m/w/d) für den Aus- und Aufbau unseres Onlineshops

AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln
Projektmanager Digitalisierung (m/w/d)

lizengo
(Fach) Informatiker / IT-Systemadministrator (m/w/d) Infrastruktur

GreenPocket GmbH
DevOps / Cloud Platform Engineer (m/w/d) – im Smart Energy Startup

Simon Kucher & Partners Strategy & Marketing Consultants
Website Associate (m/w/d)

Tipp: In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen aus ganz Deutschland!

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#DealMonitor – Infarm sammelt 170 Millionen ein – Bayes bekommt 6 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 17. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Infarm
+++ Jetzt offiziell: LGT Lighthouse, der Beteiligungsarm des Prinzenhauses Liechtenstein, Hanaco, Bonnier, Haniel und Latitude sowie die bestehenden Investoren Atomico, TriplePoint Capital, Mons Capital und Astanor Ventures investieren 170 Millionen US-Dollar in das Berliner Unternehmen Infarm, einen Vertical Farming-Anbieter. “Das finale Closing der Runde soll sich auf 200 Millionen US-Dollar belaufen”, teilt das Unternehmen mit. Die Financial Times hatte bereits Ende Juni über das Investment berichtet. “Das frische Kapital – eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital – erhöht die Gesamtfinanzierung von Infarm auf mehr als 300 Millionen US-Dollar”, teilt Infarm weiter mit. Infarm wurde 2013 in Berlin von Osnat Michaeli und den Brüdern Erez und Guy Galonska gegründet. Die Jungfirma entwickelt ein “intelligentes modulares Farming-System”. Edeka, Aldi Süd und Kaufland nutzen Infarm bereits.

Bayes
+++ Die Familie Pohlad, Fertitta Capital und der Sony Innovation Fund investieren 6 Millionen UD-Dollar in Bayes, früher als Dojo Madness bekannt. Das Berliner Startup ist auf die Entwicklung von Software für den E-Sports-Bereich spezialisiert. “Den Kern der Unternehmensaktivitäten bilden Shadow.GG, Marktführer im Professional Esports Analytics Bereich, und Bayes Esports, 2019 gemeinsam mit Sportradar gegründet”, heißt es in der Presseaussendung. Gegründet wurde Dojo Madness von Christian Gruber, Mathias Kutzner, Markus Fuhrmann und Jens Hilgers.

corefihub
+++ Mehrere Business Angels und ein “Institutioneller Investor”, die allerdings alle namentlich nicht genannt werden, investieren eine sechsstellige Summe in corefihub. Das Unternehmen aus Bruchsal kümmert sich um die “Digitalisierung der gewerblichen Immobilienfinanzierung”. corefihub möchte Banken, Vermittler, Immobilienunternehmen, Investoren und Projektentwickler unterstützen, ihre Finanzierungen schneller, einfacher und günstiger zu bearbeiten”. corefihub wurde von Daniel Rodriguez, Oliver Klemm und Sebastian Schefzcyk gegründet.

MiFIDRecorder
+++ Der Münchner B2B-Company Builder Finconomy steigt bei MiFIDRecorder ein und sichert sich dabei 25,1 % am Unternehmen. Die Jungfirma bietet “Taping-Lösungen für Banken, Haftungsdächer, Maklerpools, Vermögensverwalter und Finanzvermittler” an. Zudem stellt MiFIDRecorder seit einigen Monaten auch eine Aufzeichnungssoftware für Video-Konferenzen bereit.

EXITS

So1
+++ Die So1-Gründer Raimund Bau und Sebastian Gabel kaufen die Überreste ihres insolventen Unternehmens – siehe FinanceFWD. Der tief gefallene Zahlungsdienstleister Wirecard übernahm den Berliner Big-Data-Dienst im Juni dieses Jahres. Der Kaufpreis soll im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Millionenbereich gelegen haben. Im Zuge der Wirecard-Insolvent schlitterte auch So1 in die Insolvenz. “Der Kaufpreis liegt im fünfstelligen Euro-Bereich und damit deutlich unter der Summe, die Wirecard im Frühjahr für die Firma überwiesen hat”, heißt es im Artikel.

VENTURE CAPITAL

Archimedes New Ventures
+++ Die familiengeführte Böllhoff Gruppe aus Bielefeld, ein Hersteller und Händler für Verbindungselemente und Montagesysteme, gründet mit Archimedes New Ventures einen Corporate-
Venture-Ableger. “Verantwortlich für eine neue digitale Innovationskultur liegt der Schwerpunkt der Gesellschaft auf der Entwicklung und Förderung neuer digitaler Geschäftsmodelle für die Böllhoff-Gruppe”, teilt das Unternehmen mit. Mit Joinect, einer KI-basierten Cloud-Software, die Ingenieuren die Suche nach Verbindungslösungen erleichtert, schob Archimedes bereits das erste Startup an.

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#DealMonitor – 6 millionenschwere Startups, die jeder auf dem Schirm haben sollte


Auch mitten in der weltweiten Corona-Krise konnten einige Startups und Grownups zuletzt üppige Millionenbeträge einsammeln. Einige dieser Jungunternehmen kennt in der Szene quasi jeder, andere wiederum fliegen auch trotz bekannter Investoren und millionenschwerer Investmentbeträge noch immer weiter unter dem üblichen Szene-Radar. Die wichtigsten, interessantesten und größten Finanzierungsrunden (bei denen die Summe tatsächlich bzw. annähernd bekannt ist) listen wir an dieser Stelle deswegen noch einmal gebündelt auf.

Ankerkraut
Die Beteiligungsgesellschaft EMZ Partners stieg kürzlich beim jungen Hamburger Gewürz-Startup Ankerkraut ein. Bundesweit bekannt wurde das junge Unternehmen, das 2013 von Stefan und Anne Lemcke gegründet wurde, durch die Teilnahme an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Der Umsatz soll zuletzt im “mittleren zweistelligen Millionenbereich” gelegen haben. EMZ Partners tätig in der Regel Investments ab 10 Millionen Euro.

DyeMansion 
Der dänische Geldgeber Nordic Alpha Partners und die Altinvestoren UVC Partners, btov Partners, KGAL und AM Ventures investierten kürzlich 12 Millionen Euro in DyeMansion- Das Münchner Startup kümmert sich um 3D-Druck – und zwar im industriellen Sektor.” Von der perfekt sitzenden Brille bis hin zum personalisierten Automobil-Interieur macht unsere Technologie 3D-gedruckte Produkte zu einem Teil unseres Alltags”, teilt das IndustrialTech mit.  DyeMansion wurde 2015 von Felix Ewald und Philipp Kramer gegründet.

Element 
Sony Financial Ventures und der japanische Geldgeber Global Brain sowie Finleap, das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin und SBI Investment investierten kürzlich 10 Millionen Euro in Element. Signal Iduna, Finleap, Engel & Völkers Capital, SBI Investment und Alma Mundi Ventures investierten zuletzt 23 Millionen in Element, einen Zulieferer von digitalen Versicherungsprodukten. Zielgruppe der Jungfirma, die 2017 von Finleap angeschoben wurde, sind andere Startups, etablierte Unternehmen, Händler und auch bestehende Versicherer.

Insta Immo
Talis Capital, Holtzbrinck Ventures, Tom Stafford und Rahul Mehta von DST Global sowie Mato Peric investierten kürzlich 14 Millionen Euro in Insta Immo. Das Göttinger Proptech und FinTEch, das von Hans-Christian Zappel, Samantha Kempe und Avinav Nigam gegründet wurde, kauft im Auftrag institutioneller Investoren “zentral gelegene Wohnobjekte im Auftrag institutioneller Investoren” auf und wandelte diese in “voll möblierte ‘Living as a Service’-Wohnungen um

Klara
Gradient Ventures, der Investmentableger von Google, investierte kürzlich gemeinsam mit Frist Cressey, FirstMark Capital, Lerer Hippeau und Stage 2 Capital 15 Millionen US-Dollar in Klara. Das 2013 von Simon Bolz und Simon Lorenz In Berlin gegründete Startup entwickelt einen Kommunikationsdienst für das Gesundheitswesen, das Arztpraxen mit Patienten und anderen medizinischen Anbietern verknüpft. Seit einigen Jahren bearbeitet die Jungfirma von Newy York aus den amerikanischen Markt.

Omio
Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs, NEA und Kleiner Perkins investierten kürzlich 100 Millionen US-Dollar in das Berliner Travel-Startup Omio. In den vergangenen Jahren pumpten Investoren schon fast 300 Millionen Dollar in das Unternehmen, das früher als GoEuro bekannt war. Derzeit wirken 350 Mitarbeiter für die Reiseplattform über die Nutzer Bahn-, Bus- sowie Flugtickets vergleichen und auch buchen können.

TippDie (bisher) wichtigsten Startup-Investitionen des Jahres
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#Brandneu – 6 neue Startups, die ihr euch anschauen solltet


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Flexcavo
Bei Flexcavo aus Rosenheim, das von Picus Capital angeschoben wurde, dreht sich alles um das MIeten von Baumaschinen. “Wir kombinieren unsere Mietflotte mit innovativer Technologie, um gemeinsam mit Ihnen den Einsatz von Baumaschinen zu optimieren”, teilen die Jungunternehmer mit.

URL: www.flexcavo.de
Hashtags: #eCommerce #B2B
Ort: Rosenheim
Gründer: Leonhard Fricke, Benedict Aicher

wirbauen.digital
Die Kölner Jungfirma wirbauen.digital positioniert sich als “praxisnahe Online-Plattform, um Architekten, Handwerkern und Bauherren lästige Verwaltungsarbeit abzunehmen”. Dafür bildet das Unternehmen, das von Daniel Grube geführt wird, die Bauprozesse digital ab.

URL: www.wirbauendigital.de
Hashtags: #PropTech #ConTech
Ort: #Köln
Gründer: Daniel Grube

Foodiary
Bei Foodiary dreht sich alles um gesunde Ernährung. “Mit dem Ernährungsplan von Foodiary erhältst du einen auf dich persönlich abgestimmten Ernährungsplan mit Rezepten, der dich unterstützt, dein Ziel zu erreichen”, heißt es auf der Website. Die kostet dabei ab 4,99 Euro pro Monat.

URL: www.foodiary.app
Hashtags: #Food #Wellness
Ort: Waiblingen
Gründer: Felix Mergenthaler

flair
Mit flair drängt eine “HR-Lösung für Salesforce” auf den Markt. Das System des Münchner Startup ist nach eigenen Angaben in der Lage “ jeden Prozess der HR-Abteilung von der Lohnabrechnung über Recruiting bis zum Spesenmanagement und DocuSign zu automatisieren”

URL: www.flair.hr
Hashtags: #HR #Software
Ort: München
Gründer: Evgenii Pavlov, Thiago Rodrigues de Paula

Audiopedia
Das Startup Audiopedia positioniert sich als “offenes, kollaboratives Projekt, um hörbares Wissen zur Verfügung zu stellen”. Zielgruppe sind Menschen, die nicht lesen können und keinen Zugang zu vielen Informationen haben. Das Projekt wird bereits vom Wikimedia Accelerator gefördert.

URL: www.audiopedia.org
Hashtags: #Audio
Ort: Gräfenhausen
Gründer: Felicitas Heyne, Marcel Heyne

jesango
Das junge Münchner Startup jesango versucht sich als “Fairfashion Shopping Community” zu etablieren. Die Bajuwaren wollen dabei vor allem “coole, stylische und aufstrebende Brands” in ihrem Shop versammlen. Auch eine “Fair Fashion Shopping App” ist bereits geplant.

URL: www.jesango.de
Hashtags: #eCommerce #Nachhaltigkeit
Ort: München
Gründer: Catja Günther, Sophia Wittrock und Larissa Schmid

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#StartupTicker – Was wirklich wichtig war: Currywurst – sennder – Roboyo – Cluno – Reaktor.Berlin – Fox Water


Was wirklich wichtig war: Heute geben wir euch wieder einen Überblick darüber, was in den vergangenen Tagen in der Startup-Szene wichtig war! Alles kurz und knapp in einer knackigen und kompakten Liste zusammengefasst. Passend dazu findet ihr weiter unten auch unseren News-Podcast, der in gesprochener Form zusammenfasst, was in den vergangenen Tagen so wirklich wichtig war. Zudem haben wir wieder unser Startup der Woche für euch. Viel beim Lesen und Hören!

#StartupTicker – Was wirklich wichtig war

+++ sennder übernimmt (in Europa) Uber Freight

+++ MML Capital Partners investiert 21 Millionen in Roboyo

+++ Auto-Abo-Startup Cluno bekommt weitere Millionen

+++ Fintech Numbrs sammelt 17 Millionen ein

+++ Neuer Beirat Junge Digitale Wirtschaft steht

+++ Berliner Startup-Köpfe gründen Reaktor.Berlin

News-Podcast #29

Im News-Podcast von deutsche-startups.de spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing einmal in der Woche über die wirklich wichtigen Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über wichtige Deals, große Exits und spannende Startup-News, die jeder unbedingt mitbekommen haben sollte.

Startup der Woche: Fox Water

Unter dem Namen Fox Water bringt Dominik Wojcik, der zuletzt patronus.io gegründet hat, ein sogenanntes Hard Seltzer, also ein alkoholhaltiges Sprudelwasser, auf den Markt. Zum Start gibt es Fox Water in den Geschmacksrichtungen Kirsche, Zitrone und Apfel.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Apple PodcastsCastboxDeezerGoogle PodcastsiHeartRadioOvercastPlayerFMPodimoSpotify und  SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#DealMonitor – sennder übernimmt Uber Freight – HTGF investiert in Betterfront


Im aktuellen #DealMonitor für den 16. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Headstart Studios
+++ Der Hamburger Investor Caldec Holding investiert eine einstellige Millionensumme in Headstart Studios, früher als Avado Learning bekannt. Das Unternehmen aus Hamburg ist unter anderem Partner von Google und verantwortet Squared Online, ein Weiterbildungsprogramm für Online-Marketing-Experten. Die deutsche Gesellschaft des Bildungsdienstleisters Avado Learning wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines MBO von Marc Johannsen übernommen. Seit April 2020 agiert das junge Unternehmen unter der Marke Headstart Studios.

Betterfront
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und mehrere Business Angels investieren in Betterfront. Das Münchner Fintech bietet Private-Equity-Fondsmanager eine datengesteuerte Fundraisingplattform, die durch Analysen Investitionsentscheidungen unterstützen soll. Zudem sollen Fondsmanager mit dem Fintech “institutionelle Anleger gewinnen, binden und halten können”. Betterfront wurde 2019 von Michel Geolier, Worathti Manosroi und Sergi Case gegründet.

Easy2Parts
+++ Bayern Kapital, mehrere niederbayerische Business Angels und ein Family Office aus Nürnberg investieren in Easy2Parts. Das Team von Easy2Parts tritt an, um die “Beschaffung von Fertigungsbauteilen und Baugruppen zu erleichtern”. Die Plattform aus Deggendorf vernetzt “einkaufende Unternehmen mit ihren Lieferanten und ermöglicht, automatisiert neue Lieferanten zu finden”. Das frische Kapital wollen die Gründer “vor allem für den Aufbau des Vertriebs und die Weiterentwicklung ihrer Plattform verwenden”.

EXITS

Uber Freight
+++ Das Berliner Logistik-Startup sennder, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, übernimmt im einer Aktientransaktion das europäische Frachtgeschäft von Uber Freight. “Die Übernahme unterstreicht sennders kontinuierliche und erfolgreiche Konsolidierung des Lkw-Marktes und bedeutet die weitere geografische Expansion in die Niederlande mit lokaler Präsenz in Amsterdam”, teilt die Jungfirma mit. Uber Freight erhält im Zuge der Transaktion eine Minderheitsbeteiligung an sennder. Im Juni fusionierte sennder bereits mit dem französischen Wettbewerber Everoad.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#StartupTicker – Gleich 10 Startups gehen bei xdeck an Bord


Der Kölner Accelerator xdeck geht in die zweite Runde! “Nach dem spannenden ersten Durchgang haben wir jetzt weitere herausragende Startups für das xdeck gefunden. Zusammen mit unseren starken Partnern werden wir auch die neuen Gründer bei ihrer Wachstumsreise unterstützen und ihnen kreative Lösungen für den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen aufzeigen”, sagt Initiator Nils Eiteneyer. 

Gründerteams, die am Brutkasten der Fond of-Macher teilnehmen, müssen kein Eigenkapital abgeben, um am xdeck-Programm teilnehmen zu können. Dreh- und Angelpunkt von xdeck ist der Kölner Bürokomplex The Ship. Zu den Partnern von xdeck zählen unter anderem die Unternehmensberatung McKinsey und der Frühphaseninvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF). Über einen Zeitraum von vier Monaten erhalten die Startups “operative und strategische Unterstützung bei der beschleunigten Entwicklung ihrer Firmen, auf Basis gemeinsam identifizierter Themenfelder”. Dabei setzt das xdeck auf den Austausch mit Mentoren sowie Fachexperten von Partnerunternehmen.

Diese 10 Startups gehen bei xdeck an Bord

Datazeit
Datazeit vereint öffentlich-verfügbare Webdaten, die eigenen Daten potenzieller Kunden und künstliche Intelligenz in einem einzigen leistungsstarken Dienst, um Insights rund um Unternehmenswachstum zu generieren. Diese Insights sollen die Entscheidungsfindung unterstützen und Innovationen fördern.

FarmInsect
FarmInsect ist ein Agritech-Startup, das Landwirte in die Lage versetzt, ihr eigenes nachhaltiges Proteinfuttermittel auf Insektenbasis zu produzieren. FarmInsect spart Landwirten nicht nur Kosten, sondern ermöglicht auch einen geringeren ökologischen Fußabdruck.

Forenamics
KI bringt neues Potenzial in die Geschäftswelt, aber dieses Potenzial ist oftmals an Spezialwissen von Datenwissenschaftlern und anderen Experten gebunden. Forenamics will KI für jeden zugänglich machen, unabhängig davon, ob bereits Vorkenntnisse bestehen.

Mimica
Mimica stellt temperatursensitive Etiketten und Verschlüsse her, die als Alternative zum herkömmlichen Verfallsdatensystem die wahre Frische von Lebensmitteln anzeigen. Mimica reduziert so die stetig wachsende Lebensmittelverschwendung in Supermärkten.

Mirrads
Das Unternehmen entwickelt spezielle Spiegel (Smart Mirrors), die einen Hologramm-Effekt im Spiegelbild erzeugen, um darin beliebige Inhalte anzeigen zu können, sowie die für das Verwalten und Ausspielen der Inhalte notwendige Software. Das ist besonders für Werbung relevant, beispielsweise im Einzelhandel, in der Gastronomie oder in Hotels.

Olav
Olav ist die erste europäische DTC-Marke für Kochgeschirr-Produkte. Olav spart den Zwischenhändler aus und ist dadurch in der Lage, höchste Qualität zu erschwinglichen Preisen mit einem einzigartigen Design und Kundenerlebnis anzubieten. Das erste Produkt von Olav ist eine Kupferkernpfanne, welche regelmäßig von Profiköchen genutzt wird.

Rebolet
Im Durchschnitt werden 15% der online verkauften Artikel zurückgegeben oder nie verkauft, was hohe finanzielle Verluste und Tonnen von Abfall verursacht. Rebolet bietet einen All-in-One-Wiederverkaufsservice, der dem E-Commerce zu mehr Rentabilität und Nachhaltigkeit verhilft, indem Retouren und Überbestände bearbeitet, analysiert und wiederverkauft werden. So wird ein 380 Milliarden Euro-Problem angegangen.

TONI CORE
TONI CORE ist die erste Modemarke für alle Frauen (schwanger oder nicht schwanger, stillend oder nicht). Das Label entwickelt vielseitige, zeitlose Produkte in nachhaltigem Design, die nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in den darauffolgenden Lebensphasen getragen werden können.

VRxs
VRxs ist eine schlüsselfertige Softwarelösung, die es jedem Online-Shop ermöglicht, 3D und Augmented Reality zur Präsentation und Erklärung seiner Produkte zu nutzen.

evelop_me
evelop_me ist eine durch Kienbaum gegründete Online-Coaching-Plattform. Sie vereint jahrzehntelange HR- und Management-Expertise mit einem digitalen Vorgehen, um die spezifischen Stärken v

Tipp: So wollen die Fond of-Macher anderen Gründern helfen

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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