#StartupTicker – +++ Forto – Uberall – Isar Aerospace – Sanity Group – Habyt – Finleap Connect – Silexica – Boxine – encourageventures


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Arive
+++ Arive aus München bringt das FastAF-Konzept nach Deutschland. Das Startup möchte Retailern mit Hilfe von Micro Fulfilment Centern und einer Marktplatz-App eine günstige Option für Lieferungen unter 60 Minuten anbieten. Dabei geht es gezielt nicht um Lebensmittel, sondern andere E-Commerce-Produkte.

Yababa
+++ Hinter Yababa verbirgt sich ein Lieferservice für orientalische Lebensmittel und Gerichte. Das Berliner Startup von Atlantic Labs angeschoben, verspricht seinen Kundinnen und Kunden “niedrige Preise” und eine “Lieferung am gleichen Tag”. Geführt wird der orientalische Supermarkt von Ralph Hage.

Unchained Robotics
+++ Das Paderborner Startup Unchained Robotics entwickelt eine auf künstlicher Intelligenz basierte Steuerung von Robotern für die Elektronik-Fertigung. “Somit eröffnet man den Weg zur kostspieligen Automatisierung für jede Fabrik in Deutschland und Europa”, teilt das Unternehmen zum Konzept mit.

Field
+++ Die Jungfirma Field “hilft Unternehmen, die Komplexität digitaler Produktentwicklung und strategisches Alignment zu managen”. Das Motto dabei lautet: “Smart Maps für Produkt­teams”. Das Hamburger Startup wurde von Michael Schieben, Klaus-Peter Frahm und Marius Wilms gegründet.

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir zudem folgende Startups vorgestellt: Tornado, FutureBens, Vamos, MinQi, Angle Audio, Boyoca, pryntad und Earnest. Mehr im Startup-Radar

INVESTMENTS

Forto
+++ Der japanische Kapitalgeber Softbank investiert gemeinsam mit Altinvestoren 200 Millionen US-Dollar in Forto. Die Bewertung steigt auf 1,2 Milliarden Dollar. Damit ist Forto das neueste deutsche Unicorn. Forto früher als FreightHub bekannt, wurde 2016 von Ferry Heilemann, Fabian Heilemann, Erik Muttersbach und Michael Wax gegründet. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Uberall
+++ Bregal Milestone, Level Equity und United Internet investieren 95 Millionen Euro in Uberall. Das Berliner Grownup positioniert sich als Location-Marketing-Anbieter. HPE Growth Capital, Project A und United Internet investierten zuletzt rund 50 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. “Mit dem zusätzlichen Kapital soll vor allem das Unternehmenswachstum in den USA und Kanada vorangetrieben werden”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Uberall

Isar Aerospace
+++ Eine Schweizer Privatbank und Altinvestoren wie HV Capital investieren 57 Millionen Euro in Isar Aerospace. Die Bewertung liegt bei 500 Millionen Euro (Pre-Money). Lakestar, Earlybird, Vsquared Ventures, Airbus Ventures und Co. investierten zuletzt 75 Millionen Euro in Isar Aerospace. Das 2018gegründete Unternehmen will kleinere Satelliten kostengünstiger in den Orbit befördern. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Sanity Group
+++ Redalpine, Navy Capital und SOJE Capital investieren 35 Millionen Euro in die Sanity Group. Das Cannabis-Startup Sanity Group, das 2018 von Finn Hänsel und Fabian Friede gegründet wurde, ist derzeit mit Vayamed (früher: Sanatio Pharma), Vaay und der Kosmetiklinie This Place unterwegs. Auch Will.i.am, Alyssa Milano, Klaas Heufer-Umlauf, Dennis Aogo und Stefanie Giesinger investieren bereits in das Berliner Cannabis-Startup.  Mehr im aktuellen Insider-Podcast 

Habyt
+++ Vorwerk Ventures, HV Capital, P101 und Picus Capital investieren 20 Millionen Euro in den Co-Living-Anbieter Habyt. Im Zuge der Investmentrunde übernimmt Habyt zudem seinen  Wettbewerber homefully. Das Unternehmen wird “zunächst als eigenständige Marke weitergeführt”. Habyt, 2017 von Luca Bovone gegründet, übernahm in den vergangenen Monaten bereits das Madrider Unternehmens Erasmo’s Room, den Berliner Wettbewerber GoLiving und das US-Geschäft von Quarters. Mehr über Habyt

Finleap Connect
+++ Der Softbank-Ableger SBI Investments und Ilavska Vuillermoz Capital investieren 22 Millionen Euro in Finleap Connect – siehe FinanceFWD. Das Geschäftskunden-FinTech, das 2019 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Figo und Finreach hervorgegangen ist, positioniert sich als Full Stack-Plattform für Open-Banking-Dienstleistungen. Die Bewertung von Finleap Connect liegt offiziellen Angaben zufolge nun im “dreistelligen Millionenbereich”.

ecoRobotix
+++ Swisscom Ventures, Verve Ventures Sowie die Altinvestoren CapAgro, 4FO Ventures und BASF Venture Capital investieren 14,7 Millionen US-Dollar in ecoRobotix. Das Schweizer Startup bietet KI-basierte Lösungen für die Landwirtschaft an. “Mit dem Erlös der jüngsten Finanzierungsrunde kann ecoRobotix die Großserienproduktion von ARA beschleunigen, einer gezogenen Maschine für das Sprühen von Pflanzenschutzmitteln”, teilt das Unternehmen, das 2014 gegründet wurde, mit.

MERGERS & ACQUISITIONS

Silexica
+++ Das amerikanische Unternehmen Xilinx, im Segment adaptives Computing unterwegs, übernimmt das Kölner Startup Silexica. Das Unternehmen, das 2014 gegründet wurde, entwickelt SLX-Programmierungstechnologien, die Unternehmen dabei unterstützen, intelligente Produkte wie selbstfahrende Autos vom Konzept bis zur Implementierung zu begleiten. Investoren wie EQT Ventures, Merus Capital, Paua Ventures, DSA Invest und der Seed Fonds Aachen investierten in den vergangen Jahren rund 28 Millionen in Silexica.  Mehr über Silexica

wg-suche.de
+++ Der Immobilien-Marktplatz ImmoScout24 übernimmt WG-suche.de komplett – siehe Gründerzene. “Für die Übernahme dürfte  ein Millionenbetrag geflossen sein”, heißt es im Artikel. ImmoScout24 stieg bereits 2017 bei wg-suche.de ein. Das Unternehmen sicherte sich damals 25 % an der jungen Firma, die WG-Zimmer und möblierte Wohnungen vermittelt. Gegründet wurde die Plattform von Natascha Wegelin (Madame Moneypenny) und Carsten Wagner. Mehr über wg-suche.de

VENTURE CAPITAL

encourageventures
+++ Mit encourageventures bauen 60 Top-Managerinnen ein Netzwerk für Gründerinnen auf. “Aus welcher Branche die Startups kommen, spielt dabei im ersten Schritt keine Rolle. Einzige
Grundvoraussetzung für eine Aufnahme in das encourageventures-Netzwerk: Es muss mindestens eine Frau an der Gründung beteiligt sein”, teilt das Netzwerk mit. Gemeinsam mit Auxxo plant encourageventures zudem den Aufbau eines All-Female-Growth-Fonds (100 bis 200 Millionen Euro). Zu den Unterstützerinnen von encourageventures gehören unter anderem Ina Schlie, Alexa Hergenröther, Filiz Albrecht, Astrid Frohloff, Anna Kaiser und Miriam Wohlfarth.

STOCK MARKET

Boxine
+++ Der noch junge Geldgeber 468 Capital, hinter dem unter anderem Ex-Rocket Internet-Macher Alexander Kudlich steckt, verhandelt derzeit darüber, die Übernahme des Düsseldorfer Unternehmens Boxine, bekannt für die Toniebox und die Tonies. Die Übernahme soll über den 468 SPAC I, eine börsennotierte Firmenhülle, die der Geldgeber kürzlich an die Börse gebracht hat, erfolgen. Die Post-Money-Bewertung liegt bei 1 Milliarde Euro. Mehr über Boxine

Mister Spex
+++ Der Berliner Brillen-Shop Mister Spex geht im dritten Quartal an die Börse. “Mister Spex beabsichtigt, aus der Kapitalerhöhung mindestens 225 Millionen Euro einzunehmen, die vor allem zur Beschleunigung der Wachstumsstrategie und der internationalen Expansion des Omnichannel-Geschäftsmodells verwendet werden sollen”, teilt das Unternehmen mit. 2019 erwirtschaftete Mister Spex einen Umsatz in Höhe von 139 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 2 Millionen Euro (2018: 0,2 Millionen Euro). Mehr über Mister Spex

PODCAST

Insider #105
+++ In der aktuellen Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt geht es um Forto, Sorare, Isar Aerospace, Choco und die Sanity Group.

Interview #26
+++ In unserem Interview-Podcast ist diesmal Sebastian Wagner, Gründer von Hausgold, zu Gast.

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Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#Anzeige – Start-up-Büros flexibel einrichten


Die Planung ist das A und O

Wer sein Start-up gründet und Büroflächen anmietet, sollte keinesfalls kopflos Möbel erwerben oder Technik kaufen. Stattdessen ist die Planung das A und O, denn dadurch ist die Einrichtung sowohl kostengünstig, aber vor allem flexibel. Doch nicht immer geht es darum, den günstigsten Preis zu erhalten, sondern effiziente Anschaffungen zu tätigen.

Die grundlegenden Arbeitsmittel, wie

  •         Schreibtische
  •         Bürostühle
  •         Beleuchtung
  •         Computer
  •         Drucker
  •         Telefon

gehören zum Standard. Hier lässt sich durch Kombi-Geräte Geld sparen. Alternativ, wenn abzusehen ist, dass nicht dauerhaft eine bestimmte Anzahl an Geräten oder Möbel benötigt wird (weil die Mitarbeiter-Anzahl wechseln könnte), ist das Leasing von Technik und Möbel ebenfalls eine Option.

Wichtig: Zwar wollen Start-ups möglichst kostengünstig starten, doch in Sachen Ergonomie und Ausleuchtung sollte kein Geld gespart werden. Die Stühle müssen daher ergonomisch sein, die Bildschirme korrekt eingestellt sowie der Arbeitsplatz ausreichend ausgeleuchtet.

Leasing macht Anschaffungen flexibler

Da es in der heutigen Zeit nicht nur darum geht, kostengünstig ein Büro einzurichten, sondern vor allem auch flexibel, ist das Leasing oft die Antwort. Es lassen sich sowohl Möbel anmieten, aber auch aktuelle Technik oder sogar Kaffeemaschinen. Auf diese Weise sind Unternehmen auch in der Startphase möglichst flexibel und können bei Bedarf – sofern es die jeweiligen Leasing-Verträge zulassen – auch Änderungen vornehmen.

Gerade Kaffeevollautomaten für Startups sind eine gute Möglichkeit, den Prozess in der Küche zu optimieren, aber bei Bedarf auch wieder von der Maschine Abstand zu nehmen.

Gebraucht oder neu?

Nicht immer müssen es Neuanschaffungen sein, wenn es um die Erstausstattung geht. Wenn sich Anschaffungen nicht aufschieben lassen, weil sie elementar sind, ist der Gebraucht-Kauf durchaus eine Alternative. Gerade Möbel oder Technik aus zweiter Hand ist oft deutlich günstiger als beim Neukauf.

Noch preiswerter wird es, wenn einer der Mitarbeiter auch handwerklich begabt ist. Dann heißt es – selber machen spart Geld. Gerade bei größeren Möbelstücken, bei denen noch nicht absehbar ist, ob sie auch dauerhaft benötigt werden, ist diese Methode sinnvoll. Ein wenig Holz im Baumarkt ist deutlich günstiger als das Leasing oder der Neukauf von großen Meetingtischen. Für den Anfang ist es ausreichend und wenn sich die Strukturen festigen, kann immer noch nachträglich entsprechendes Mobiliar angeschafft werden.

Zusätzlicher Luxus

Ein Büro lebt natürlich auch von der Atmosphäre. Es sorgt also nicht gerade für Jubel bei Mitarbeitern, wenn nur die nötigsten Utensilien im Büro zu finden sind. Stattdessen gehören auch Kaffeemaschine, Geschirr, schöne Dekoration und vieles mehr zu den Büroflächen, in denen man sich wohlfühlen möchte.

Auch hier können Start-ups flexibel bleiben. Kaffeemaschinen lassen sich anmieten. Geschirr ist im Abverkauf deutlich preiswerter, wenn beispielsweise Möbelhäuser die Ware mit einem geringfügigen Schaden (wie z.B. einem kleinen Einschluss) anbieten.

Bei der Dekoration ist Flexibilität ebenfalls möglich, indem zum Beispiel die Geschäftsführer selbst Dekoration von zu Hause mitbringen, die sie jederzeit wieder mitnehmen könnten, falls sich etwas an der Unternehmenssituation ändert. So müssen nicht direkt größere Ausgaben getätigt werden, sondern es bleibt flexibel.

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#aktuell, #anzeige

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#DealMonitor – 468 SPAC plant Boxine/Toniebox-Übernahme (Bewertung: 1 Milliarde) – Roboyo übernimmt Akoa


Im aktuellen #DealMonitor für den 18. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STOCK MARKET

Boxine
+++ Der noch junge Geldgeber 468 Capital, hinter dem unter anderem Ex-Rocket Internet-Macher Alexander Kudlich steckt, verhandelt derzeit darüber, die Übernahme des Düsseldorfer Unternehmens Boxine, bekannt für die Toniebox und die Tonies. Mit der Toniebox und den dazugehörigen Tonies haben die Gründer Patric Faßbender und Marcus Stahl 2014 ein Audiosystem für Kinder erschaffen. Die Übernahme soll über den 468 SPAC I, eine börsennotierte Firmenhülle, die der Geldgeber kürzlich an die Börse gebracht hat, erfolgen. “Die Gespräche mit 468 befinden sich derzeit in einem frühen Stadium. Es kann daher noch nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass eine endgültige verbindliche Vereinbarung erzielt werden kann”, teilt das Unternehmen aus dem Rheinland mit. Die Münchner Industrieholding Armira, der Movinga-Investor Santo Venture Capital und Zalando-Gründer Robert Gentz kauften das Düsseldorfer Unternehmen Boxine 2019, wohl für rund 300 Millionen Euro. Die Post-Money-Bewertung liegt nun bei 1 Milliarde Euro. “The LoI includes an agreement to seek a PIPE investment (private investment in public equity) in an amount up to EUR 100 million that the Company and Boxine intend to consummate in parallel to the envisaged business combination”, teilt 468 zum Vorhaben mit. Zuletzt hatte auch die Ferienhausplattform HomeToGo einen SPAC-IPO geplant – über die Firmenhülle Lakestar SPAC I. Mehr über Boxine

MERGERS & ACQUISITIONS

Akoa
+++ Roboyo, ein Unternehmen für Robotic Process Automation, übernimmt Akoa. “Das zusammengeführte Unternehmen wird seine globale Präsenz mit über 230 Mitarbeitern an Standorten in 16 Städten, 9 Ländern und 3 Kontinenten verstärken”, teilt das Unternehmen mit. Das Nürnberger Unternehmen, das 2016 von Christian Voigt, Nicolas Hess und Sven Manutiu gegründet wurde, sammelte zuletzt 21 Millionen Euro ein – unter anderem von MML Capital Partners (MML). Akoa aus Stockholm wurde wurde 2016 gegründet. In der Selbstbeschreibung heißt es: Bei “Akoa arbeiten wir mit innovativen Technologien wie RPA, KI und Chatbots, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen sowohl effizient als auch spannend arbeitet”.

INVESTMENTS

praktischArzt
+++ Das Unternehmen M3 investiert in den Karrieredienst praktischArzt. “Zusammen soll das Wachstum in Deutschland sowie europaweit forciert und die bestehende Marke weiter ausgebaut werden”, teilt das Unternehmen mit. praktischArzt aus Mannheim, 2014 gegründet, positioniert sich als “Kombination aus Stellenbörse und Karriereportal”. 

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#468-capital, #468-spac-i, #akoa, #aktuell, #boxine, #mannheim, #nurnberg, #praktischarzt, #roboyo, #spac, #toniebox, #venture-capital

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#Gastbeitrag – Schere, Stein, Papier – dieses Modell hilft Gründer:innen, auf die richtigen Märkte zu setzen


Die Pandemie bringt nur Nachteile mit sich: Wir können unsere Geschäftspartner:innen und Freund:innen nicht treffen. Am Markt geht derzeit auch nichts voran. So eine weitverbreitete Einstellung. Diese Annahme ist jedoch weit gefehlt! Klammheimlich entwickelt sich Videotelefonie gerade zum Multi-Billionen-Dollar-Markt. Doch wie wissen Gründer:innen, wie sie smarte Entscheidungen treffen und auf welche Märkte sie setzen sollten? Die Antwort: durch Schere, Stein, Papier. Was wie ein Kinderspiel klingt, bezeichnet das Entscheidungsmodell von Phil Libin, der unter anderem das Start-up mmhmm aus der Taufe gehoben hat und seit Jahren erfolgreich mit diesem Ansatz arbeitet.

Der Dotcom-Boom für Videotelefonie – Keimzelle für Unternehmen

Ein kurzer Zeitsprung bringt uns zurück ins Jahr 2019: Insgesamt unternahmen Mitarbeiter:innen deutscher Unternehmen rund 195 Millionen Geschäftsreisen. Diese verursachten Kosten von etwa 55,3 Milliarden Euro. Videocalls? In vielen Unternehmen undenkbar. Angesagt war die Präsenzkultur. Im Privatleben hätte jede:r, die:der den Vorschlag macht, über den Rechner zu telefonieren, statt sich persönlich zu treffen, wenn man in der gleichen Stadt wohnt, nur erstauntes Kopfschütteln geerntet. Heute dagegen sind Videoanrufe so in unser Leben verwoben, dass wir sie gar nicht mehr wegdenken können. Sie sind gekommen, um zu bleiben und bieten jetzt schon unzähligen Unternehmen eine Geschäftsgrundlage – zusammengenommen bildet das den neuen Dotcom-Boom für Videotelefonie.

Während die weltweite Umstellung auf Internetgeschäfte im Dotcom-Boom der 90er-Jahre jedoch noch mehr als zehn Jahre in Anspruch nahm, hat die Pandemie den Wandel jetzt schon stark beschleunigt: Es ist von einer Transformation von rund zwei Jahren auszugehen, von der schon etwa ein Jahr hinter uns liegt.

Was Gründer:innen aus den Fehlern des Dotcom-Booms der 90er-Jahre lernen können

Am Anfang des Internets waren viele Geschäftsleute der Meinung, dass vielleicht zwei, höchstens aber zehn Prozent der Unternehmen online gehen würden. Heute wissen wir: es haben nahezu alle Firmen ein Webangebot. Ab Mitte der 90er-Jahre wurden viele Dotcom-Unternehmen gegründet, gerade alteingesessene Branchen verkannten jedoch die Entwicklung. Eines der bekanntesten Beispiele ist wahrscheinlich die Videoverleih-Branche. Als die Konkurrenz von Streaming-Diensten zunahm, gingen auch die großen Ketten pleite. Dazu gehörte zum Beispiel Blockbuster-Video. Das Unternehmen besaß weltweit mehr als 5.000 Filialen. Schnelle und innovative Angreifer, wie Netflix, die voll auf die neue Streaming-Technologie setzten, wuchsen jedoch mit schwindelerregender Geschwindigkeit. Doch auch in Deutschland machte die Pleitewelle nicht halt: Gab es im Jahr 2010 noch etwa 3.000 Videotheken, sind es heute noch 345.

Geschäftschancen richtig nutzen mit Schere, Stein und Papier

Wie lassen sich Chancen nutzen, die durch neue Technologien, wie die Videotelefonie, entstehen? Um Geschäftsmodelle zu entwickeln, greift Phil auf ein simples, aber cleveres Erklärungsmodell zurück. Für ihn gibt es Unternehmen, die sind Scheren, es gibt Steine und es gibt Papier. Scheren sind die schnellen Angreifer in der Frühphase einer Gründung. Darunter könnte man zum Beispiel wonder, eine Plattform für Online-Events, zählen. Steine sind Start-ups, die eines oder mehrere Produkte erfolgreich vermarktet haben. Sie sind bereits gewachsen und besitzen Wo:manpower und Kapital. Papier, das sind Großunternehmen. Scheren, die in einen neuen Markt eindringen wollen, sollten Papier nicht fürchten. Etablierte Großunternehmen können zwar mit Anwälten drohen und haben viel Personal, aber sie sind zu langsam, um mit Start-ups in der Frühphase mitzuhalten. Andere Scheren sind ebenfalls keine Gefahr, denn es wird bei jeder Entwicklung und jedem Markttrend mehrere Gewinner geben. Das bedeutet: jedes gute Start-up, das mit seinem Produkt den richtigen Zeitpunkt erwischt, kann zum Stein werden. Geschäftsfelder, in denen sich Steine tummeln, sollten Scheren jedoch meiden. Steine sind immer noch schnell genug, um Ideen von Scheren zu adaptieren, haben aber die Ressourcen, um diese mit Gewalt in den Markt zu drücken. Sehr vielversprechend für junge Start-ups sind dagegen Absatzgebiete, in denen es zehn, zwanzig Jahre keine nennenswerten Innovationen gab. Hier drängen sich insbesondere die Papier-Unternehmen.

Die Hybridisierung der Welt

Der Schub in der Videotelefonie hat noch eine andere Komponente: Wir bei mmhmm gehen davon aus, dass sich unsere gesamte Welt zu einer hybriden Variante des uns bekannten Umfelds weiterentwickeln wird. Videoanrufe werden in alles, was wir derzeit tun, verwoben sein. Arztbesuche, Unterricht, die Beratung durch kleine Geschäfte oder Outdoor-Sporttraining – all das wird es auch über Video geben. Der Grund dafür ist, dass die Gewohnheiten im Lockdown die Einstellung der Menschen gegenüber der Digitalisierung ändern. Doch obwohl die Transformation schon im vollen Gange ist, bietet die Hybridisierung jede Menge Möglichkeiten, sich innovative Geschäftsideen zu überlegen.

Fazit

  • Geschäftsmöglichkeiten für Neugründungen finden sich oft in Branchen, in denen es zehn bis 20 Jahre keine nennenswerten Weiterentwicklungen gab.
  • Early-Stage-Start-ups (Scheren) sollten sich vor Steinen in Acht nehmen (bereits im Markt erfolgreiche Start-ups). Andere Scheren oder Papier (Großunternehmen) stellen keine Gefahr für sie dar.
  • Die Coronapandemie befeuert derzeit die Videotelefonie. Diese Transformation hat eine noch nie dagewesene Geschwindigkeit.
  • Dadurch entsteht eine hybride Welt, die viele Geschäftschancen für innovative Köpfe bietet. mmhmm geht von insgesamt zwei Jahren Transformationszeit aus, von denen schon etwa ein Jahr hinter uns liegt.

Über die Autorin
Rosie Cogill ist General Manager für EMEA bei mmhmm. Sie arbeitet seit mehr als neun Jahren mit dem erfolgreichen Gründer, Phil Libin, zusammen, unter anderem bei All Turtles. Am bekanntesten sind wahrscheinlich Phils Erfolge als Co-Gründer und CEO von Evernote. Sie weiß ganz genau, wie er Chancen, wie den Videoboom, nutzt, und gibt seine Tipps gerne weiter. Die Video-App mmhmm bietet zahlreiche Funktionen, die Videotelefonate besser werden lassen und die einfach Spaß machen.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#Interview – “Ein ungünstigeres Timing hätte es nicht geben können”


Das Berliner Startup Skill Yoga positioniert sich als digitaler Yoga-Coach. “Wir verfolgen einen sehr funktionalen Yoga-Ansatz, welcher Yoga mit modernen Trainingswissenschaften und -trends kombiniert, was bisher besonders Männer und Sportler Innen begeistert”, sagt Gerjet Efken, der das Startup 2018 gemeinsam mit Benno Mielke und Timko Linssen gegründet hat.

Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter:innen für das sportliche Startup, das auch vom leAD Sports Accelerator unterstützt wird. “Wir machen monatlich sechsstelligen Umsatz und haben rund 10.000 zahlende Kunden. Aber was mich persönlich am stolzesten macht ist, dass durch uns täglich mehrere tausend Menschen Yoga zu Hause praktizieren können”, sagt Gründer Efken zum Stand der Dinge bei Skill Yoga.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Skill Yoga-Macher außerdem über interaktive Erfahrungen, nicht erreichbare Investoren und Trainingspläne.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Skill Yoga erklären?
Skill Yoga ist ein digitaler Yoga Coach, also eine App mit der wir es Menschen, die noch keinen Zugang zu Yoga gefunden haben, ganz einfach machen wollen zu Hause Yoga zu machen, ohne zwingend ein Yogi zu werden. Wir sind dabei weder spirituell, noch dogmatisch was Yoga angeht, sondern sehen Yoga eher als Werkzeug um seinen Körper und Geist zu trainieren und fokussieren uns darauf schnell messbare Fortschritte zu erreichen. Wir verfolgen einen sehr funktionalen Yoga-Ansatz, welcher Yoga mit modernen Trainingswissenschaften und -trends kombiniert, was bisher besonders Männer und Sportler Innen begeistert. Außerdem nutzen wir moderne Technologien wie künstliche Intelligenz um zum Beispiel anhand der Selfie-Kamera des Smartphones zu erkennen, wenn der/die Nutzer:in eine Pose nicht korrekt ausführt. Unsere App erkennt das, und gibt direkt Feedback zur Verbesserung der Übungsausführung.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Wir haben angefangen mit dem Ziel, mehr Männer für Yoga zu begeistern. Dafür haben wir erstmal Kumpels einmal wöchentlich zu einer Yoga Session eingeladen und geguckt, was so gut ankommt. Irgendwann haben wir uns entschlossen ein professionelles Online-Programm zu entwickeln. Heute sind wir dabei unsere Kunden immer besser zu verstehen. Wir sammeln nicht nur extrem viel Feedback in der App, sondern messen kontinuierlich den Fortschritt unserer User und wollen zukünftig auch relevante externe Gesundheitsmetriken wie Schlafqualität oder Herzfrequenzvariabilität berücksichtigen, um darauf basierend das perfekte Yoga Programm ganz individuell für unsere User und deren aktuelle Lebenslage zu konzipieren.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir haben ein klassisches Freemium-Abo-Modell. Die Nutzer:innen können sich anmelden und die App mal ausprobieren. Zugang zum ganz individuellen Trainingsplan, zu unseren Fortschrittsmessungen und Meditationen gibt es dann mit einer Mitgliedschaft.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir konnten im letzten Jahr zu Lockdown-Zeiten extrem spüren, dass mehr und mehr Menschen nach einer Trainingsmöglichkeit zu Hause gesucht haben und sich auch mehr und mehr Menschen mit ihrer mentalen Gesundheit auseinandersetzen – müssen. Da Yoga extrem effektiv ist gegen Stress, im Homeoffice ein gutes Tool für eine bessere Haltung und gegen Rückenschmerzen und man sich einfach fantastisch fühlt nach einer Session, sind wirklich viele zu uns gekommen und haben Skill Yoga ausprobiert. Wir schaffen es besonders jüngere Menschen, hauptsächlich Männer bisher, durch unseren funktionalen Ansatz zu begeistern.

Wie ist überhaupt die Idee zu Skill Yoga entstanden?
Wir haben vorher bei Freeletics und Gymondo gearbeitet und waren bereits absolute digital-Sport-Fans. Ich habe früher in Indien studiert und dort erste Erfahrungen mit Yoga gesammelt, war aber in Deutschland in Studios immer total überfordert mit der Spiritualität in den meisten Studios, hatte das Gefühl, dass die Klassen überhaupt nicht auf meine Bedürfnisse als Mann abgestimmt waren und war sowieso fast immer der einzige männliche Teilnehmer. Da wir wussten wie effektiv eine gutes Yoga Training sein kann und wie positiv es unser Lauf- und Crossfit Training beeinflusst, haben wir uns entschlossen, dass wir eine coole, moderne Yoga Marke entwickeln wollen für Menschen wie uns: Denen Yoga total guttun würde, die aber einen anderen Zugang benötigen als der, der bisher im Westen angeboten wurde.

Wie hat sich Skill Yoga seit der Gründung entwickelt?
So richtig gibt es uns seit zwei Jahren. Nachdem wir Teil des leAD Sports Accelerators waren, haben wir in Berlin eine kleine Investment Runde geraised und unsere Apps entwickelt, sehr guten Yoga-Content produziert und sind seitdem hauptsächlich auf dem amerikanischen und UK-Markt unterwegs. Im letzten Jahr haben wir dann angefangen ganz gezielt moderne Technologien zu integrieren, um aus Yoga-“Frontalunterricht” eine interaktive Erfahrung zu machen. Da wir für viele Menschen auch eine Gateway-Drug zu mehr Mindfulness waren, besonders in Corona-Zeiten, haben wir nun auch mehr mentales Training und Meditation integriert. Im Yoga geht es viel um Balance, und auch wir versuchen Körper und Geist gemeinsam zu trainieren, weil es uns Menschen nur dann langfristig gut geht, wenn wir fit sind und wir uns immer wieder geistig entspannen können.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Skill Yoga inzwischen?
Wir haben mittlerweile 15 Mitarbeiter:innen, machen monatlich einen sechsstelligen Umsatz und haben rund 10.000 zahlende Kunden. Aber was mich persönlich am stolzesten macht ist, dass durch uns täglich mehrere tausend Menschen Yoga zu Hause praktizieren können.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Ah ja, herrliche Frage. Wir hatten letztes Jahr am 10. März unser Pitch Deck fertig, um das Fundraising zu starten. Am 11. März hat die WHO Corona zur Pandemie erklärt. Ein ungünstigeres Timing hätte es nicht geben können. Viele Investoren waren absolut nicht erreichbar und wollten erstmal abwarten, ob nicht die Welt untergeht, bevor sie in einen digitalen Yoga Coach investieren. Es hat erstmal Absagen gehagelt. Mittlerweile ist Yoga zu Hause so explodiert, sodass viele Investoren sogar selber schon Erfahrungen haben. Die Welt halt sich schnell gewandelt.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Als Produktmanager ist Fokus zu Beginn extrem wichtig. Wenn man direkt versucht das perfekte Produkt für alle zu bauen, wird das nichts. Wir haben ganz spitz mit einer jungen, sportlichen, männlichen Zielgruppe angefangen, und für die eine coole Marke und ein wirklich gutes Produkt entwickelt. Wir haben von Vornherein sehr viel Geld und Zeit in gute Videos und Workouts investiert, um uns noch einmal deutlich von YouTube und anderen Plattformen hervorzuheben. Sodass wir nun über unseren Algorithmus dir nicht nur das richtige Training empfehlen können, sondern das Training auch wirklich richtig Spaß macht und effektiv ist.

Wo steht Skill Yoga in einem Jahr?
Seit dem zweiten Lockdown wachsen wir auch sehr schnell in Europa, besonders in der DACH-Region. Bisher haben wir uns auf den englischsprachigen Markt fokussiert aber wir werden wohl im nächsten Jahr auch mit anderen Sprachen internationalisieren. Gerade arbeiten wir mit verschiedenen Profi-Sportlern an Programmen für Sportler. Die Fußballnationalmannschaft macht Yoga, NBA Star Lebron James macht Yoga, der MMA Fighter Conor McGregor macht Yoga. Wir wollen, dass Yoga über diese Stars auch im Breitensport ankommt. Unsere größte Vision ist es allerdings, moderne Technologie im Yoga sinnvoll anzuwenden, um die Yoga Trainingserfahrung zu Hause noch besser als live im Studio zu machen. Ein ganz individueller Trainingsplan, basierend auf der Uhrzeit, deinem Stresslevel, deiner Zeitlichen Verfügbarkeit, deiner Trainingshistorie und so viel mehr zu entwickeln, und dich dann ganz individuell bei der Übungsausführung korrigieren zu können, das ist wirklich der nächste Schritt in der digitalen Yoga Welt.

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Foto (oben): Skill Yoga

#aktuell, #berlin, #interview, #skill-yoga

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#DealMonitor – Habyt bekommt 20 Millionen (und übernimmt homefully) – Finleap Connect sammelt 22 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 17. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Habyt
+++ Vorwerk Ventures, HV Capital, P101 und Picus Capital investieren 20 Millionen Euro in den Co-Living-Anbieter Habyt. Im Zuge der Investmentrunde übernimmt Habyt zudem seinen  Wettbewerber homefully. Das Unternehmen wird “zunächst als eigenständige Marke weitergeführt”. homefully, von Sebastian Wuerz gegründet, vermietet seit 2016 möblierte Zimmer. In den vergangenen Jahren investierten HV Capital, RTP Global und Co. rund 6 Millionen in das Startup aus Frankfurt am Main. Habyt, 2017 von Luca Bovone gegründet, übernahm in den vergangenen Monaten bereits das Madrider Unternehmens Erasmo’s Room, den Berliner Wettbewerber GoLiving und das US-Geschäft von Quarters. Nach eigenen Angaben bietet Habyt derzeit über 5000 Wohneinheiten in 15 Städten und sechs Ländern an. Mehr über Habyt

Finleap Connect
+++ Der Softbank-Ableger SBI Investments und Ilavska Vuillermoz Capital investieren 22 Millionen Euro in Finleap Connect – siehe FinanceFWD. Das Geschäftskunden-FinTech, das 2019 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Figo und Finreach hervorgegangen ist, positioniert sich als Full Stack-Plattform für Open-Banking-Dienstleistungen. Die Bewertung von Finleap Connect liegt offiziellen Angaben zufolge nun im “dreistelligen Millionenbereich”.

emax digital
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital sowie die Business Angels Dirk Freytag und Arndt Groth investieren in emax digital. “Mit dem Investment will das Startup den
Aufbau seiner KI-gestützten Reporting- und Analyse-Software vorantreiben”, heißt es in der Presseaussendung. Das Münchner Unternehmen emax digital wurde 2018 von Andreas Kleofas und Dominik Pietrowski gegründet.

Limitd 
+++ Das Unternehmen eValue und die Hamburger Wünsche Group sowie einige Angel-Investoren investieren eine siebenstellige Summe in Limitd. Das Berliner Startup, das 2019 von Ronald Horstman, Sebastian Weil, Malte Fehr und Roman Blumenstock (alle früher bei ProSiebenSat.1 tätig) gegründet wurde, entwickelt gemeinsam mit Influencern Produkte für den Einzelhandel – etwa die Chips-Marke ROB’s für CrispyRob. Das frische Kapital soll “in die laufenden Geschäfte und neue Marken” fließen.

Threatray
+++ Verve Ventures, Hammer Team, SICTIC, BackBone Ventures und innofund.vc investieren 2,3 Millionen Schweizer Franken in das Cyber-Security-Startup Threatray. “Threatray’s malware intelligence platform gives enterprise and government security teams deep visibility into attempted and unfolding malware attacks, facilitating effective defense and response to cyber-attacks”, teilt das Unternehmen mit. Das Spin-off der Berner Fachhochschule wurde 2018 von Endre Bangerter und Jonas Wagner gegründet.

Txture
+++ Corecam Capital Partners und red-stars data investieren eine siebenstellige Summe in das Innsbrucker Startup Txture – siehe Trending Topics. Das Spin-off der Universität Innsbruck, das 2017 von Thomas Trojer und Matthias Farwick gegründet wurde, bietet eine “Software-Plattform zur Analyse und Cloud-Transformation globaler IT-Landschaften” an.

VENTURE CAPITAL

encourageventures
+++ Mit encourageventures bauen 60 Top-Managerinnen ein Netzwerk für Gründerinnen auf. “Aus welcher Branche die Startups kommen, spielt dabei im ersten Schritt keine Rolle. Einzige
Grundvoraussetzung für eine Aufnahme in das encourageventures-Netzwerk: Es muss mindestens eine Frau an der Gründung beteiligt sein”, teilt das Netzwerk mit. Gemeinsam mit Auxxo plant encourageventures zudem den Aufbau eines All-Female-Growth-Fonds (100 bis 200 Millionen Euro). Zu den Unterstützerinnen von encourageventures gehören unter anderem Ina Schlie, Alexa Hergenröther, Filiz Albrecht, Astrid Frohloff, Anna Kaiser und Miriam Wohlfarth.

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#Zahlencheck – Verlust beim Urban Sports Club steigt auf 32 Millionen


Das Berliner Startup Urban Sports Club, ein millionenschwerer Anbieter für Sportflatrates, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Im Vor-Corona-Jahr erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von 9,6 Millionen Euro, nach rund 3,9 Millionen im Jahr zuvor. “Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.”, teilt die Jungfirma mit.

Der Urban Sports Club, der 2012 von Benjamin Roth und Moritz Kreppel gegründet wurde, hatte in den vergangenen Jahren gleich mehrere Wettbewerber übernommen – etwa 99Gyms, Fitengo, Somuchmore, FITrate und OneFit. Der Jahresfehlbetrag des Startups stieg 2019 auf 32,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es nur 6,7 Millionen. Das Startup führt diese Verluste auf “die Expansion und die Wachstumsstrategie zurück”. Insgesamt kostete der Aufbau des Urban Sports Club bereits rund 39,3 Millionen.

In den vergangenen Jahren wanderten bis Ende 2019 auch schon rund 81 Millionen in das Fitness-Unternehmen. Zudem floss bereits weiteres Kapital in die Jungfirma: “Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen”.

Unter den “Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern”, die sich auf 40 Millionen belaufen, findet man im Jahresabschluss einen weiteren Hinweis auf vorherige Wandeldarlehen. Diese “betreffen zwei Wandeldarlehen, die im Geschäftsjahr 2019 geschlossen wurden”.  Finanziell war der Urban Sports Club somit vor Corona gut aufgestellt.  Für das Corona-Jahr rechnete das Team der Jungfirma zuletzt beim Rohergebnis mit einer “kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich”. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwartete das Unternehmen “eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein”.

Im Zuge der Corona-Pandemie setzte das Unternehmen massiv auf Online-Kurse. Inzwischen erweiterte die Jungfirma ihr Angebot auch um On-demand-Kurse: “Mitglieder können flexibel zwischen des Besuchs im Studio, der Teilnahme an Outdoor-Workouts, dem Trainieren zu Hause per Livestream und dem neuen Angebot aus On-demand-Kursen wählen”. Eine Entwicklung, die es ohne die Corona-Krise sicherlich so früh in der Expansionsphase nicht gegeben hätte.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* USC konnte im Geschäftsjahr 2019 seine Umsätze signifikant steigern und die Kooperationen mit den Partnern weiter ausbauen. Das positive Rohergebnis konnte hierbei um 140 % gesteigert werden. Der Jahresfehlbetrag von TEUR 32.125 ist auf die Expansion und die Wachstumsstrategie des Urban Sport Clubs zurückzuführen.
* Das Rohergebnis ist um TEUR 5.565 gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem das starke Wachstum der USC. Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.
* Der Personalaufwand ist aufgrund des starken Mitarbeiterwachstums stark angestiegen. In 2019 waren durchschnittlich 217 Mitarbeiter beschäftigt, während in 2018 durchschnittlich 100 Mitarbeiter beschäftigt waren.
* Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 18.214 angestiegen. Ursächlich hierfür sind vor allem gestiegene Marketingkosten, Beratungskosten im Zusammenhang mit den in 2019 getätigten Akquisitionen und höhere Mietkosten, da wir aufgrund des rasanten Mitarbeiterwachstums mehr Platz benötigen.
* Das EBITDA ist somit aufgrund der hohen Investitionen in neue Mitarbeiter, Marketing, neue Büroräume, Beratungskosten etc. weiterhin negativ. Dies deckt sich mit der Geschäftsplanung und dient der Finanzierung unserer Expansionspläne.

  • Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir die folgende Entwicklung für unsere wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren: Hinsichtlich des Rohergebnisses gehen wir trotz der Corona-Krise von einer kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich aus. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwarten wir eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein.
  • Bezüglich der Mitarbeiterbindung erwarten wir einen weiteren Personalausbau in 2020 und wir werden weiter laufend überprüfen, welche Vorteile wir unseren Mitarbeitern bieten können, um die Mitarbeiterzufriedenheit und somit die Mitarbeiterbindung zu steigern.

* Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen.

Urban Sports Club im Zahlencheck

2019: 9,6 Millionen Euro (Rohergebnis); 32,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018: 3,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 1,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 309.572 Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 391.316 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Urban Sports Club/Klaus_Mellenthin

#aktuell, #berlin, #urban-sports-club, #zahlencheck

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#Brandneu – 6 neue Startups: Arive, Tornado, Field, FutureBens, Vamos, MinQi


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Arive
Arive aus München bringt das FastAF-Konzept nach Deutschland. Das Startup möchte Retailern mit Hilfe von Micro Fulfilment Centern und einer Marktplatz-App eine günstige Option für Lieferungen unter 60 Minuten anbieten. Dabei geht es gezielt nicht um Lebensmittel, sondern andere E-Commerce-Produkte.

Tornado
Hinter Tornado verbirgt sich eine lokal-basierte Kommunikations-App. “Ein bisschen wie Twitter, ein wenig wie Instagram, mit dem Unterschied, dass die Posts von Usern aus deiner Umgebung sind”, schreibt Gründer Gabriele Negro, der zuvor schon kietsy, ein soziales Netzwerk für die Nachbarschaft, gegründet hat.

Field
Die Jungfirma Field “hilft Unternehmen, die Komplexität digitaler Produktentwicklung und strategisches Alignment zu managen”. Das Motto dabei lautet: “Smart Maps für Produkt­teams”. Das Hamburger Startup wurde von Michael Schieben, Klaus-Peter Frahm und Marius Wilms gegründet.

FutureBens
Das Berliner Startup FutureBens, das von Jasper Huesgen gegründet wurde positioniert sich als “digitale Plattform für nachhaltige und zukunftsorientierte Mitarbeiterangebote zu reduzierten Preisen”. Die Jungfirma verspricht dabei “nachhaltige, gesunde Produkte zu attraktiven Preisen”.

Vamos
Vamos, ein Projekt des Company Builders DDG, setzt auf ki-basierte Lösungen für die Medienbranche. Die Hessen schreiben zum Konzept: “Unser leistungsstarkes Framework aus KI-zentrierten Geschäftsanwendungen ermöglicht es Vamos.ai, Ihre Daten zu minen, zu analysieren und zu optimieren”.

MinQi
MinQi aus München kümmert sich um das “Wohlbefinden am Arbeitsplatz”. Kurze Sessions und Trainings sollen dabei Helfen, die mentale und körperliche Gesundheit von Mitarbeiter:innen zu stärken. Die kurzen Einheiten sind dabei auf die Bedürfnisse des heutigen Berufsalltages abgestimmt.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – Uberall sammelt 95 Millionen ein – ecoRobotix bekommt 14,7 Millionen – Crate.io sammelt 10 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 16. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Uberall
+++ Bregal Milestone, Level Equity und United Internet investieren 95 Millionen Euro in Uberall. Das Berliner Grownup, das 2013 von David Federhen, Florian Hübner und Josha Benner gegründet wurde, positioniert sich als  Location-Marketing-Anbieter. HPE Growth Capital, Project A und United Internet investierten zuletzt rund 50 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. “Mit dem zusätzlichen Kapital soll vor allem das Unternehmenswachstum in den USA und Kanada vorangetrieben werden”, teilt das Unternehmen mit. Uberall ist derzeit in sechs Ländern aktiv, beschäftigt rund 300 Mitarbeiter:innen und verfügt über mehr als 1.600 Kunden. Im Zuge der Investmentrunde verkündet Uberall zudem die Übernahme von MomentFeed, einem Unternehmen rund um das Thema Proximity Search Optimization. Mehr über Uberall

ecoRobotix
+++ Swisscom Ventures, Verve Ventures Sowie die Altinvestoren CapAgro, 4FO Ventures und BASF Venture Capital investieren 14,7 Millionen US-Dollar in ecoRobotix. Das Schweizer Startup bietet KI-basierte Lösungen für die Landwirtschaft an. “Mit dem Erlös der jüngsten Finanzierungsrunde kann ecoRobotix die Großserienproduktion von ARA beschleunigen, einer gezogenen Maschine für das Sprühen von Pflanzenschutzmitteln”, teilt das Unternehmen, das 2014 gegründet wurde, mit.

Crate.io
+++ Altinvestoren wie Draper Esprit und VITO Ventures investieren 10 Millionen US-Dollar in  den Datenbankentwickler Crate.io, der 2013 von Christian Lutz und Jodok Batlogg gegründet wurde. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco, Dornbirn und Berlin entwickelt mit CrateDB eine Open-Source-SQL-Datenbank für IoT- und Maschinendaten. Insgesamt flossen nun schon 31 Millionen Dollar in Crate.io. Mehr über Crate.io

Remi
+++ Der Frühphasen-Investor btov Partners sowie Angel-Investoren wie Eyeo-Gründer Tim Schumacher, Honeypot-Mitgründerin Emma Tracey und Georgie Smallwood, CPO von Tier, investieren 1,2 Millionen Euro in Remi. Das Berliner Startup, das von Rebecca Görres (zuletzt Juit) und Valerie Krämer (zuletzt Opinary) geführt wird, möchte Remote Teams helfen, Kontakte zueinander aufzubauen.

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#Podcast – “Vor uns hatte keiner wirklich Angst”


In unserem Interview-Podcast ist diesmal Sebastian Wagner, Gründer von Hausgold, zu Gast. Das 2014 gegründete PropTech bringt Immobilienverkäufer und Makler zusammen. In der Vergangenheit investierten Hanse Ventures, Global Founders Capital und Co. bereits mehr als 11 Millionen Euro in das Unternehmen, das von Sebastian Wagner gegründet wurde. Derzeit versucht das junge Unternehmen – wie im Insider-Podcast berichtet.

Im Gespräch mit Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, spricht Wagner, über die geplante Investmentrunde, Bootstrapping, Wachstumspläne, die schlanke Aufstellung von Hausgold, die Umbenennung von talocasa zu Hausgold und Fehler.

Unser Sponsor

Der heutige Podcast wird gesponsert von Dell Technologies. Was viele vielleicht nicht wissen: Dell Technologies bietet kleinen Unternehmen und Startups über fachkundige Berater direkte Hilfe – telefonisch oder per Chat -, um die richtige und passende IT-Lösung zu finden. Die Bandbreite reicht dabei von Notebooks, PCs und Zubehör über leistungstarke Workstations bis hin zu Server-, Storage- und Cloud-Lösungen. Im Grunde also alles, was ein Startup so braucht! Gerade für Startups dürfe es zudem spannend sein, dass man alles sofort implementieren kann und erst später zahlen muss. Dell Technologies bietet Unternehmen bis zu 180 Tage Zahlungsaufschub auf alle Server- ,Storage- und Netzwerklösungen und bis zu 90 Tage Zahlungsaufschub auf alle Desktops, Notebooks und Workstations. Und auch bei der täglichen Arbeit bietet Dell Technologies Unterstützung: Mithilfe der ProSupport Suite überwacht Dell Technologies kontinuierlich eure IT-Landschaft, damit kostspielige Probleme gar nicht erst entstehen. Alle Infos findet ihr unter Dell.de/KMU-Beratung.

Interview #26 – Sebastian Wagner (Hausgold)

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#aktuell, #hamburg, #hausgold, #interview, #podcast, #proptech

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#Interview – “Wir haben fast jeden Prozesschritt zunächst selber gemacht”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Friedrich Kalthoff von Kraftling. Das Startup aus Köln bietet energiegeladene Saft-Kick-Drinks an.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Die ersten 30 Minuten sind für Mails und Tagesplanung reserviert. Danach kurze Check-In Calls mit den Teams, die im Home Office oder im Außendienst unterwegs sind. Wenn dann nicht gerade irgendwelche Notfälle sind, liegt der Fokus auf den wesentlichen Wachstumshebeln. Dabei darf natürlich ein Kraftling nicht fehlen – meist in Kombi mit einem doppelten Espresso.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Ein perfekter Tag endet mit Joggen oder einer Runde Tennis mit den Co-Founder oder Freunden. Meistens ist das allerdings zeitlich nicht drin. Ansonsten versuche ich mich zunehmend als Home-Chef in der Küche, tausche mich gerne mit anderen Unternehmern aus und versuche mich durch diverse Podcasts weiterzubilden.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ich glaube, dass ich eine gute Vorstellung davon hatte was es heißt zu gründen und komme auch mit den meist unglamorösen Seiten des Gründerlebens gut klar. Dennoch hätte ich sicherlich nicht vor Gründung gedacht, dass wir die ersten 80.000 Stück mit den eigenen Händen in der WG etikettieren würden. Aber auch das gehört dazu und ist im Nachhinein eine wertvolle Erfahrung. Wir haben fast jeden Prozesschritt zunächst selber gemacht, daraus viel gelernt und können jetzt besser bestimme Prozesse und Kosten bei externen Dienstleistern einschätzen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die größte Herausforderung war es den 100%-igen Fokus zu erlangen. Alle anderen Themen müssen radikal abgeschnitten werden. Der Fokus muss einzig und allein auf der Firmengründung und dem Wachstum liegen. Damit einhergehend auch harte Einschnitte bei Gehalt, Sicherheit und Lifestyle.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Wir hätten sicherlich schon früher anfangen müssen mit professionellen Marktdaten zu arbeiten. Mittlerweile sind das für uns wesentliche Entscheidungsgrundlagen geworden.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Es gibt vermutlich nicht den einen Kanal, der für Recruiting super funktioniert oder wir haben ihn noch nicht gefunden. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass unsere Kraftlinge auch andere tolle Menschen von unserem Purpose begeistern können und somit immer gute neue Kraftlinge ins Team kommen. Ganz nach dem Motto: Great people know great people!

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Die Liste ist lang aber hier ein wesentlicher Tipp: Sucht Euch Co-Founder, denen Ihr vertraut und die genauso committed und ambitioniert seid wie Ihr. Wichtig dabei: Ein komplementäres Skillset und einen gleichen Wertekompass.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Excel.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Zum einen sind es die Erfolge, die gute Stimmung ins Team bringen und die wir gemeinsam in Townhalls feiern. Auf der anderen Seite motivieren wir uns gegenseitig vor allem in harten, stressigen Zeiten und sind füreinander da. Es ist vor allem der positive Spirit im Team, der für gute Stimmung sorgt.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Im Januar 2018 brauchten wir eine ordentliche Saftpresse nach industriellen Maßstäben – ein bisschen mehr als nur der Handmixer. Wir haben also online eine Maschine gefunden und die Bezahlung via Escrow abgewickelt. Wir sind dann mit einem Transporter mit Ladefläche morgens früh mit der ersten Fähre nach England gefahren und haben in einem Hinterhof diese Maschine gekauft und eingepackt. Nach dieser 24Uhr Tour stand die Maschine dann endlich in unserer ersten eigenen Produktionsumgebung – in dem 19m2 Restaurantkeller von Olli&Sohn im Mediapark in Köln und nach 2 Std. Power-Nap haben wir direkt den ersten großen Batch produziert. Ein absolutes Highlight!

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#aktuell, #food, #grunderalltag, #interview, #koln, #kraftling

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#Interview – “Im letzten Quartal 2020 betrug unser ARR bereits rund 100 Millionen Euro”


Das Berliner Startup Seven Senders, das 2015 von Johannes Plehn und Thomas Hagemann gegründet wurde, positioniert sich als “Delivery-Plattform für den Paketversand”. Seven Senders bietet seinen Kunden durch eine Tracking- und Monitoringlösung Transparenz im Versandprozess. Digital+ Partners und btov Partners investieren zuletzt weitere 32 Millionen Euro in das junge Logistik Startup.

“In den letzten zwölf Monaten haben wir uns umsatzseitig mehr als verdoppelt und den 100 Millionen Jahresumsatz geknackt. Die Anzahl unserer Mitarbeiter ist von rund 130 Anfang 2020 auf fast 200 Mitarbeiter Anfang 2021 gestiegen. Eine ähnliche Entwicklung erwarten wir auch für das laufende Jahr”, sagt Gründer Plehn. Dabei profitiert das Unternehmen derzeit massiv vom Corona-E-Commerce-Boom. “Wir schätzen daher zum aktuellen Zeitpunkt, dass rund 60 bis 80 % des Booms Bestand haben werden. Allerdings gehen wir auch davon aus, dass der Online-Markt nach Corona mindestens im gleichen Maß oder zu gleichen Raten wie vor der Pandemie wachsen wird, nur dann auf einem höheren Niveau”, führt Plehn aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Seven Senders-Macher außerdem über Abrechnungslogiken, Retourenvorgänge und Missverständnisse.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Seven Senders erklären?
Ganz einfach: Wir sind Europas führende Plattform für den internationalen Paketversand. Derzeit gibt es in Europa über 100 lokale Paketzusteller, die auf gewisse Regionen und Services spezialisiert sind. In Deutschland kennt man Unternehmen wie DHL, Hermes, etc. In Frankreich sind jedoch zum Beispiel wieder andere Unternehmen tätig. Jeder dieser Anbieter kümmert sich um den Versand in einer Region in Europa, ist auf einen gewissen Service spezialisiert und bringt seine ganz eigene Systemlandschaft mit. Schnittstellen, Sprache, Abrechnungslogik, Tracking-Updates und weitere Punkte sind daher komplett verschieden.

Und wie löst ihr diese Probleme?
Mit der Delivery-Plattform Seven Senders kombinieren wir alle lokalen Spezialisten zu einem großen Netzwerk, das auch sämtliche Material-, Informations- und Finanzflüsse harmonisiert, standardisiert und damit auf einen Nenner bringt. Sind unsere Kunden – typischerweise Online-Händler – einmal mit unserer Plattform verbunden, können sie für jeden Versand den passenden Spezialisten auf der letzten Meile nutzen und dadurch wiederum ihre Kunden in ganz Europa glücklich machen. Kurz gesagt, wir vereinfachen den Versand und alle logistischen Prozesse dahinter.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Unser Konzept hat sich tatsächlich nicht verändert. Seit der Geburtsstunde von Seven Senders haben wir die Vision, für jeden Versender und jeden Kunden den besten Versand zu ermöglichen. Dazu bauen wir kontinuierlich unser Carrier Netzwerk aus und arbeiten fortwährend an der technischen Entwicklung unserer Delivery-Plattform.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Kunden binden sich über unsere standardisierte API an die Delivery-Platform an. Nach diesem Vorgang, den wir natürlich begleiten, kann der Kunde gleich loslegen und mit uns versenden. Dabei organisieren wir die gesamte Lieferkette, von der Abholung bis zur Zustellung und bei Bedarf auch den Retourenvorgang. Auch die Labels für die Pakete können über unsere Plattform erstellt werden. Wir holen die Pakete im Lager des Kunden ab und der transportieren sie in die Zielregion, in der sie dem gewünschten Last Mile Carrier übergeben werden, der die Zustellung an den Endkunden übernimmt. Der Versender erhält von uns die Trackingdaten. Damit kann er den Empfänger mittels Trackings und Notifications proaktiv über den Lieferfortschritt sowie mögliche Verzögerungen bei der Zustellung informieren. Einblicke in sämtliche Sendungs- und Carrier-Performance Daten, die für eine detaillierte Analysen und Auswertungen der eigenen Lieferperformance genutzt werden können, sind jedem Versender über die Plattform zugänglich. Eine passende Versicherung, ein Retourenportal und standardisierte Rechnungen über alle Carrier runden unser Angebot ab. Der Kunde bekommt einen End-to-End Preis für den Versand des Pakets und kann Services wie Labels, Versicherung und Retourenportal optional dazu buchen. Einmal an unsere Plattform angebunden, ist die Expansion in weitere Märkte ein Kinderspiel, sodass unsere Kunden auch flexibel agieren können.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Natürlich haben auch wir die Auswirkungen gespürt. Allerdings konnten wir, wie viele Unternehmen im Bereich des E-Commerce, von der Corona-Krise profitieren. Online-Bestellungen im In- und Ausland und damit das Liefervolumen haben seitdem stark zugenommen.

Wie viel von diesem E-Commece-Boom wird bleiben, falls mal wieder “normale Zeiten” anbrechen?
Die Corona-Krise hat einen Trend beschleunigt, den wir schon seit Jahren beobachten, die sogenannte ‚Transition‘ von offline zu online. Das Nutzerverhalten braucht in der Regel Zeit, um sich an Veränderungen anzupassen. Die Corona-Krise hat in diesem Fall wie ein Katalysator gewirkt. Ein Großteil der Nutzer hat erfahren, wie angenehm der Einkauf online sein kann und wird dieses positive Erlebnis auch in ‚normalen‘ Zeiten nicht missen wollen. Wir schätzen daher zum aktuellen Zeitpunkt, dass rund 60 bis 80 % des Booms Bestand haben werden. Allerdings gehen wir auch davon aus, dass der Online-Markt nach Corona mindestens im gleichen Maß oder zu gleichen Raten wie vor der Pandemie wachsen wird, nur dann auf einem höheren Niveau.

Wie ist überhaupt die Idee zu Seven Senders entstanden?
Vor fünf Jahren haben mein heutiger Geschäftspartner Thomas Hagemann und ich uns im Biergarten in Berlin getroffen. Die Voraussetzungen für einen guten Abend waren gegeben: schönes Wetter, leckeres Essen und ein kaltes Bier. Wie bei anderen Treffen zuvor, stand auch an diesem Abend die Arbeit im Fokus unseres Gesprächs. In meinem damaligen Job in einem E-Commerce-Shop in Berlin stand ich immer wieder vor der Herausforderung, dass Sendungen, die wir ins Ausland verschickt haben, deutlich teurer waren als Sendungen im Inland, selbst wenn diese eine deutlich kürzere Strecke zurücklegen mussten. Beispielhaft dafür ist, dass die Strecke zwischen Düsseldorf und Eindhoven deutlich teurer war als die Strecke zwischen Düsseldorf und München. Zudem war es praktisch unmöglich die Pakete über die Landesgrenzen hinweg zu tracken. Dementsprechend war die Lieferung teuer und das Liefererlebnis leider nicht zufriedenstellend. Da Thomas ähnliches in seinem Job bei einem Logistik-Berater erlebt hat, wussten wir beide schnell, dass wir hier eine Lösung brauchen. Wir waren uns einig, dass die Zusammenarbeit mit den lokalen Paketdienstleistern besser ablaufen sollte und man einen Weg finden muss, ein nahtloses Tracking anzubieten – also ging’s los mit Seven Senders.

Wie hat sich Seven Senders seit der Gründung entwickelt?
Bereits im Jahr unserer Gründung, im Februar 2015, haben wir unseren ersten Kunden begleitet und ihm den Versand von Deutschland nach Österreich erleichtert. Seit diesem Zeitpunkt haben wir unseren Umsatz jedes Jahr mindestens verdoppelt, sodass wir im Jahr 2019 unsere Expansionsstrategie umsetzen konnten. Im ersten Quartal 2019 eröffneten wir unser erstes Büro in Frankreich. Es folgten ein weiteres in Amsterdam zu Beginn 2020, eines in Wien im dritten Quartal 2020 und ein Büro in Madrid in der zweiten Jahreshälfte 2020. Im letzten Quartal 2020 betrug unser Annual Recurring Revenue bereits rund 100 Millionen Euro. Ein weiterer Milestone ist unsere neue Brexit-Lösung, die wir seit Januar 2021 unseren Kunden bieten und damit den Versand mit UK erheblich erleichtern.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Seven Senders inzwischen?
In den letzten zwölf Monaten haben wir uns umsatzseitig mehr als verdoppelt und den 100 Millionen Jahresumsatz geknackt. Die Anzahl unserer Mitarbeiter ist von rund 130 Anfang 2020 auf fast 200 Mitarbeiter Anfang 2021 gestiegen. Eine ähnliche Entwicklung erwarten wir auch für das laufende Jahr.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Das ist eine gute Frage! Natürlich gibt es die ein oder andere Anekdote, aber ich glaube diese hier beschreibt es am besten: Beispielsweise gehen laufend neue Kunden und Partner auf der Plattform live. Wir legen sehr viel Wert auf eine enorm kundenfokussierte Kommunikation und saubere Dokumentation, aber dennoch kann es zu Missverständnissen kommen. Ein Beispiel sind Versandumstellungen, die sofort umgesetzt werden müssen und die ursprüngliche Planung verwerfen, was zu einem erhöhten Stressniveau führen kann. Im kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden finden wir dann aber immer gemeinsame Lösungen, schnell, transparent und praxisorientiert. Alles in allem zeichnet Seven Senders ein lösungsorientierter Ansatz und größter Kundenfokus aus. Kurz gesagt, wir sehen es als unsere Aufgabe unseren Kunden den besten Service zu bieten und gemeinsam am Erfolg zu arbeiten.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Punkt im Vordergrund steht: Sales, Sales, Sales. Aus unserer Sicht ist die Zusammenarbeit nur effektiv und vorteilhaft für beide Seiten, wenn sich daraus ein Mehrwert für den Kunden generiert. Aus diesem Grund richten wir seit dem ersten Tag unser Unternehmen darauf aus, für unsere Kunden der passende Ansprechpartner für den besten End-to-End Versand zu sein. Wir schaffen Produkte und Services, welche die Probleme unserer Kunden lösen.

Wo steht Seven Senders in einem Jahr?
Unsere Strategie ist weiterhin auf Wachstum ausgerichtet. Mittelfristig planen wir der beste Anbieter für den Paketversand aus der ganzen Welt in Europa zu werden. Entsprechend setzen wir auf den kontinuierlichen Ausbau unserer Plattform für unsere Kunden und investieren in neue Offices, um künftig auch Händler aus China und den USA im europäischen Markt zu unterstützen.

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#DealMonitor – Aitme sammelt 9 Millionen ein – Xilinx kauft Silexica – ImmoScout24 übernimmt wg-suche.de


Im aktuellen #DealMonitor für den 15. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Aitme
+++ HV Capital, Vorwerk Ventures, Global Founders Capital (GFC) und La Famiglia sowie Business Angel Oliver Ringleben investieren 9 Millionen Dollar in das Robotik-Startup Aitme. Insgesamt flossen nun schon  rund 12,5 Millionen Dollar in den Kantinen-Roboter. “Das frisch gewonnene Kapital wird Aitme für die Produktweiterentwicklung und nationaler Expansion im deutschen Markt nutzen”, teilt das Startup mit. Das von Foodora-Gründer Emanuel Pallua und Julian Stoß, zuletzt myTaxi, gegründete Unternehmen bietet vollautomatisierte Küchen für Unternehmen an. 20 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Aitme. Mehr über Aitme

Dance
+++ Ein ganzer Schwung Angel- und Promi-Investoren investiert in Dance – darunter Chance the Rapper, Jeffrey Katzenberg, Sujay Jaswa, Julian Hönig, Lea-Sophie Cramer, Maisie Williams, Suneil Setiya, Greg Skinner und will.i.am. “Dance ist stolz darauf mit Koryphäen aus verschiedenen Branchen, Ländern und mit verschiedenen Hintergründen zusammenzuarbeiten”, teilt das Unternehmen mit. Hinter Dance verbirgt sich ein Subscription-Service für E-Bikes, der von Alexander Ljung und Eric Quidenus sowie Jimdo-Macher Christian Springub gegründet wurde. Und auch Planet A Ventures investiert nun offiziell in Dance – wie im März exklusiv im Insider-Podcast berichtetMehr über Dance

FinList
+++ Das Unternehmen Strategis, das sich um Vertriebs- und Verwaltungslösungen in der Immobilienwirtschaft kümmert, investiert in FinList. Das junge Unternehmen positioniert sich als “digitaler Atlas für gewerbliche Immobilienfinanzierung”. Das Team beschreibt das Konzept so: “Finanzierungssuchende aus Deutschland und Österreich können hier Informationen zu passenden europäischen Kreditgebern für Fremd- und Nachrangkapital erhalten”. Gegründet wurde das FinTech aus Hohen Neuendorf von Sandra Olschewski und Florian Hollm.

MERGERS & ACQUISITIONS

Silexica
+++ Das amerikanische Unternehmen Xilinx, im Segment adaptives Computing unterwegs, übernimmt das Kölner Startup Silexica. Das Unternehmen, das 2014 gegründet wurde, entwickelt SLX-Programmierungstechnologien, die Unternehmen dabei unterstützen, intelligente Produkte wie selbstfahrende Autos vom Konzept bis zur Implementierung zu begleiten. Investoren wie EQT Ventures, Merus Capital, Paua Ventures, DSA Invest und der Seed Fonds Aachen investierten in den vergangen Jahren rund 28 Millionen in Silexica. “Silexica’s SLX FPGA tool suite empowers developers with an unparalleled development experience building applications on FPGAs and Adaptive SoCs. This technology will become integrated with the Xilinx Vitis™ unified software platform to substantially reduce the learning curve for software developers building sophisticated applications on Xilinx technology”, teilt das Unternehmen mit. Der Verkaufspreis ist nicht bekannt. Mehr über Silexica

wg-suche.de
+++ Der Immobilien-Marktplatz ImmoScout24 übernimmt WG-suche.de komplett – siehe Gründerzene. “Für die Übernahme dürfte  ein Millionenbetrag geflossen sein”, heißt es im Artikel. ImmoScout24 stieg bereits 2017 bei wg-suche.de ein. Das Unternehmen sicherte sich damals 25 % an der jungen Firma, die WG-Zimmer und möblierte Wohnungen vermittelt. Die Investitionssumme lag vor vier Jahren im niedrigen siebenstelligen Bereich. Der WG-Dienst wurde zudem schon früh von You Is Now, dem inzwischen eingestellten Inkubator-Programm von Scout24, unterstützt. wg-suche.de ging 2012 an den Start. Gegründet wurde die Plattform von Natascha Wegelin (Madame Moneypenny) und Carsten Wagner.

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#Zahlencheck – Verluste bei Stocard steigen auf 5 Millionen Euro


Das Mannheimer Grownup Stocard legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Bereits im Jahre 2011 gründeten David Handlos, Björn Goß und Florian Barth das Unternehmen Stocard, welches alle Plastikkarten aus dem Geldbeutel verbannen will. Im Sommer 2018 investierten Macquarie Capital sowie die Altinvestoren Shortcut, Alstin, rocketship.vc, der High-Tech Gründerfonds und Engelhorn 20 Millionen US-Dollar in Stocard. Seitdem ist das Unternehmen im Wachstumsmodus.

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete die Jungfirma einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,1 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 4,8 Millionen und 2017 sogar nur 2 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Stocard bisher rund 14,9 Millionen. Der Großteil dieser Summe entfällt dabei auf die vergangenen Jahre. Bis Ende 2017 kostete der Aufbau von Stocard gerade einmal 4,9 Millionen.

Für das Corona-Jahr zeigt sich das Unternehmen relaxt: “Die Folgen der Corona-Krise werden voraussichtlich zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen”. Dennoch dürfte das Unternehmen wohl bald eine neue Investmentrunde stemmen müssen. Der Mobile Wallet-Anbieter, der inzwischen auch Bezahlvorgänge ermöglicht, stand zuletzt aber mit mehr als 60 Millionen Nutzer:innen extrem gut da.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Von größenabhängigen Erleichterungen ist im Hinblick auf das Wahlrecht zur Nichtaufstellung des Lageberichtes gem. § 264 Abs. 1 S. 4 HGB Gebrauch gemacht worden.
* Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar 2020 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Folgen der Corona-Krise werden voraussichtlich zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
* Im Geschäftsjahr 2019 wurden durchschnittlich 44 Arbeitnehmer beschäftigt.

Stocard im Zahlencheck

2019: 5,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018:
4,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 986.824 Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 374.807 Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 781.508 Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 672.963 Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 90.624 Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 5.018 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Stocard

#aktuell, #mannheim, #reloaded, #stocard, #zahlencheck

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#Brandneu – 6 neue Startups: Yababa, Angle Audio, Boyoca, pryntad, Earnest, Unchained Robotics


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Yababa
Hinter Yababa verbirgt sich ein Lieferservice für orientalische Lebensmittel und Gerichte. Das Berliner Startup von Atlantic Labs angeschoben, verspricht seinen Kundinnen und Kunden “niedrige Preise” und eine “Lieferung am gleichen Tag”. Geführt wird der orientalische Supermarkt von Ralph Hage.

Angle Audio
Das Startup Angle Audio, das von Matthias D. Strodtkoetter, Valerius Huonder und Matthias Karg gegründet wurde, positioniert sich als Clubhouse-Alternative. Die Jungfirma aus Zürich bietet zudem aber auch Funktionen wie eine Bildschirmfreigabe und eine Text-Chat Funktion an.

Boyoca
Über Boyoca kann jeder Campingplätze online buchen. Die Betreiber von Campingplätzen möchte das Kölner Team “mit kuratierten Services unterstützen, die ihnen dabei helfen, ihre alltäglichen Herausforderungen in einer dynamischen, digitalen Welt erfolgreich zu meistern”.

pryntad
Hinter pryntad verbirgt sich ein Marktplatz für Printanzeigen. Das Hamburger Startup, das von Anja Visscher, Martin Kaltwasser und Philipp Wolde gegründet wurde, verspricht dabei eine “unkomplizierte Buchung – ganz ohne Preisliste”. Über 300 Zeitungen mit mehr als 1.700 Ausgaben bietet die Jungfirma derzeit an.

Earnest
Earnest bietet Nutzer:innen Tipps und Tricks sowie, Analysen rund um nachhaltiges Leben. Dabei setzt das Projekt aus dem Hause uptodate Ventures auf Edutainment. “Die App sensibilisiert, inspiriert und motiviert zur Eigeninitiative – nicht mit erhobenem Zeigefinger und Informationsüberfluss”, lautet dabei die Vorgabe.

Unchained Robotics
Das Paderborner Startup Unchained Robotics entwickelt eine auf künstlicher Intelligenz basierte Steuerung von Robotern für die Elektronik-Fertigung. “Somit eröffnet man den Weg zur kostspieligen Automatisierung für jede Fabrik in Deutschland und Europa”, teilt das Unternehmen zum Konzept mit. Unchained Robotics war zuletzt auch in unserem Pitch-Podcast zu Gast.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Forto wird mit Softbank-Millionen zum Unicorn – Isar Aerospace bekommt 57 Millionen – Sanity Group sammelt 35 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 14. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Forto
+++ Der japanische Kapitalgeber Softbank investiert gemeinsam mit Altinvestoren 200 Millionen US-Dollar in Forto. Die Bewertung steigt auf 1,2 Milliarden Dollar. Damit ist Forto das neueste deutsche Unicorn. Forto früher als FreightHub bekannt, wurde 2016 von Ferry Heilemann, Fabian Heilemann, Erik Muttersbach und Michael Wax gegründet. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen. In den vergangenen Jahren investierten Geldgeber wie Inven Capital, Iris Capital, Rider Global, Northzone, Cherry Ventures und der italienische Risikofonds H14 bereits 126 Millionen Dollar in das junge Logistik-Startup. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Isar Aerospace
+++ Eine Schweizer Privatbank und Altinvestoren wie HV Capital investieren 57 Millionen Euro in Isar Aerospace. Die Bewertung liegt bei 500 Millionen Euro (Pre-Money). Lakestar, Earlybird, Vsquared Ventures, Airbus Ventures, Apeiron und HV Capital sowie Bulent Altan, Ann-Kristin und Paul Achleitner investierten zuletzt 75 Millionen Euro in Isar Aerospace. Das 2018 von Daniel Metzler, Josef Fleischmann und Markus Brandl gegründete Unternehmen will kleinere Satelliten kostengünstiger in den Orbit befördern und entwickelt deswegen unter anderem an alternativen Antrieben für Trägerraketen. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Sanity Group
+++ Redalpine, Navy Capital und SOJE Capital investieren 35 Millionen Euro in die Sanity Group. Das Cannabis-Startup Sanity Group, das 2018 von Finn Hänsel und Fabian Friede gegründet wurde, ist derzeit mit Vayamed (früher: Sanatio Pharma), Vaay und der Kosmetiklinie This Place unterwegs. Auch der amerikanische Rapper Will.i.am, Schauspielerin Alyssa Milano, TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, Ex-Fußballer Dennis Aogo und das deutsche Model Stefanie Giesinger investieren bereits in das Berliner Cannabis-Startup. Die Bewertung liegt bei rund 160 Millionen (Post-Money).  Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

ROQ Technology
+++ Flash Ventures aus dem Hause Rocket Internet investiert rund 10 Millionen Dollar in ROQ Technology. Hinter ROQ Technology verbirgt sich eine Art Spryker für SaaS-Applikationen. “ROQ is an innovative platform to build, launch and operate web applications”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Firma. Das Berliner Startup wird vorangetrieben von Fabian Wesner, ehemals CTO bei Project A, und Tim Niemeier, EX-CTO bei Rocket Internet. 40 Mitarbeiter:innen wirken derzeit für ROQ Technology.

Lykon
+++ MA Ventures, der Venture-Ableger der Genossenschaft Migros Aare, das Medienhaus Ippen sowie Family Offices und Business Angels investieren 6,4 Millionen Euro in Lykon. Das Unternehmen, 2015 gegründet, sieht sich als “Deutschlands Marktführer für personalisierte Ernährungskonzepte, deren Grundlage als Medizinprodukt zertifizierte Blut- und DNA-Tests bilden”. Das frische Kapital soll “zur weiteren Verbesserung der Customer Journey und Ausbau der Technologie genutzt” werden.

Edgeless Systems
+++ Acequia Capital, Inventures, die Six Group und einige Business Angels investieren 1,45 Millionen Euro in Edgeless Systems. Das Bochumer Unternehmen, das 2020 von Felix Schuster und Thomas Tendyck gegründet wurde, entwickelt eine “hochsichere relationale Datenbank für die Cloud”. Durch eine Kombination aus “sicherer Hardware und innovativem Software-Engineering” verspricht das Startup dabei “echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung und Verifizierbarkeit”.

MERGERS & ACQUISITIONS

DZ-4
+++ Der Energieversorger EnBW übernimmt die Mehrheit an DZ-4, einem dezentralen Stromversorger mit Sitz in Hamburg, und investiert eine zweistellige Millionensumme in die Jungfirma. “DZ-4 operiert nach Abschluss der Finanzierungsrunde weiterhin als eigenständiges Unternehmen, das Management sowie die Mitarbeiter:innen bleiben erhalten”, teilt das Unternehmen mit. EnBW investierte bereits 2015 in DZ-4.

STOCK MARKET

Mister Spex
+++ Der Berliner Brillen-Shop Mister Spex geht im dritten Quartal an die Börse. “Mister Spex beabsichtigt, aus der Kapitalerhöhung mindestens 225 Millionen Euro einzunehmen, die vor allem zur Beschleunigung der Wachstumsstrategie und der internationalen Expansion des Omnichannel-Geschäftsmodells verwendet werden sollen”, teilt das Unternehmen mit. 2019 erwirtschaftete Mister Spex einen Umsatz in Höhe von 139 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 2 Millionen Euro (2018: 0,2 Millionen Euro). Mehr über Mister Spex

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#Podcast – Insider #105: Forto – Sorare – Isar Aerospace – Choco – Sanity Group


In unserem Insider-Podcast liefern OMR-Podcast-Legende Sven Schmidt und Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, in der Regel alle vierzehn Tage spannende und vor allem aber exklusive Insider-Infos aus der deutschen Startup-Szene.

Insider #105 – Die Themen

+++ Softbank investiert 200 Millionen in das neue Unicorn Forto #EXKLUSIV
+++ Softbank investiert in Sorare. Bewertung: 3 Milliarden Dollar #EXKLUSIV
+++ Isar Aerospace sammelt 57 Millionen ein #EXKLUSIV
+++ Choco steht vor 100-Millionen-Investment #EXKLUSIV
+++ Sanity Group sammelt 35 Millionen ein #EXKLUSIV

Insider #105 – Der Sponsor

Der heutige Podcast wird gesponsert von AMZSCALE. Das Unternehmen baut bereits seit 2016 Amazon FBA Brands auf. Seit 2019 bietet AMZSCALE diesen Service auch für Dritte an. AMZSCALE übernimmt dabei die notwendigen operativen Aufgaben im Bereich Product Development, Analyse, Sourcing, Launch und Markeitng. Dadurch ist der Aufbau für die Kooperationspartner ohne große Zeitaufwendungen und ohne benötigtes Experten Know How möglich. Mit AMZSCALE kann somit jeder mir einer Investition ab 50.000 Euro ins Segment Amazon FBA und E-Commerce einsteigen und vom E-Commerce Boom profitieren. Hörer:innen unseres Podcasts können sich nun 10 % Rabatt sichern, wenn sie über die folgende Landigpage gehen und im Erstgespräch angeben, dass sich AMZSCALE über deutsche-startups.de entdeckt haben. Ales weitere unter www.amzscale.net/ds

Insider #105 – Der Podcast

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#aktuell, #choco, #forto, #insider, #isar-aerospace, #podcast, #sanity-group, #sorare, #unicorn

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#Gastbeitrag – 5 Erfolgsfaktoren: So knacken Startups den “Unicorn-Code”


Der große Startup-Erfolg ist längst nicht mehr nur im Silicon Valley erreichbar. Auch hierzulande schaffen es immer mehr Gründer:innen, den “Unicorn-Code” zu knacken – beispielsweise GetyYourGuide, Personio oder flaschenpost.de. Viele Gründer:innen, die noch am Anfang stehen, träumen von ähnlichem Erfolg. Doch welche Faktoren sollte man dafür beachten? Welche Eigenschaften vereinen erfolgreiche Gründer:innen? Ein Blick auf die erfolgreichsten Startups und Unicorns zeigt: Es sind vor allem fünf Faktoren, die den Weg zum Erfolg maßgeblich beeinflussen.

1. Wahren Schmerz lindern
Gründer:innen lösen mit ihrem Geschäftsmodell im besten Fall Probleme und bilden diese in Pitch-Präsentationen vor möglichen Investor:innen ab. Dennoch gelingt es nur wenigen mit ihrer angebotenen Problemlösung, dem Produkt oder dem Service, langfristig erfolgreich zu sein. Der entscheidende Punkt ist: Bei der Identifizierung von Bedürfnissen lohnt es sich, um die Ecke zu denken und, dort wo es schmerzhaft wird, tiefer zu bohren. Je schmerzhafter ein identifizierter Pain Point ist, umso größer ist das Potenzial, diesen Schmerz durch ein neues Produkt- oder Serviceangebot erfolgreich zu lindern. Zentral sind die Fragen: Was könnte ein vorgelagertes Problem der potenziellen Kund:innen sein, das nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist? Wie erleichtere ich den Alltag für so viele Menschen wie möglich? Beispielsweise nimmt HelloFresh den Menschen durch seine Lieferungen nicht nur die Last ab, Lebensmittel-Einkäufe tragen zu müssen – das wäre der offensichtliche Pain Point. Das Grown-up setzt bereits einen Schritt vorher an und nimmt den Kund:innen mit den Rezeptideen auch die lästige Entscheidung ab, was man überhaupt kochen könnte. Neben dem reinen Lebensmittelkauf rückt also die Inspiration in den Vordergrund.

2. Schrittweise in die Vision hinein wachsen und nicht aufgeben
Erfolgreiche Gründer:innen stecken sich zwar ambitionierte Ziele, bleiben zugleich aber realistisch. Sie wachsen in ihre Vision hinein. „Moonshots“ für sich zu definieren kann ein Ansporn sein. Allerdings sollten nicht alle Ziele direkt erreicht werden wollen: Gestaffelte Meilensteine oder sogenannte Proof-of-Concepts, welche die Durchführbarkeit eines Vorhabens belegen, sollten auf jeden Fall Teil der Entwicklung sein. Bei Nichterreichen eines Meilensteins sollte das Konzept neu angepasst werden, sodass konstanter Fortschritt und Skalierung möglich bleiben. Ein Beispiel liefert unter anderem Flaschenpost, die ihr Geschäftskonzept zunächst in einem lokalen Teilmarkt – einer Kleinstadt – geprüft und perfektioniert haben, um es danach in die ersten Millionenstädte auszurollen. Ein solches Vorgehen erleichtert den Gründer:innen nicht zuletzt den Zugriff auf Folgeinvestments, da sie hiermit zeigen, dass ihr Unternehmen ortsunabhängig erfolgreich und profitabel bestehen kann.

3. Strategische Weitsicht und operative Details im Blick halten
Im Gründungsprozess kann man sich herrlich verzetteln, zum Beispiel im Detail verrennen und dabei den Blick auf das große Ganze verlieren. Dies ist kein guter Indikator für nachhaltigen Erfolg. Besonders erfolgreiche Gründer:innen bringen eine Kombination aus strategischer Weitsicht und operativer Detailversessenheit mit. Das bewiesen beispielsweise Dominik Richter und Thomas Griesel (HelloFresh). Die Fähigkeit, sowohl alle relevanten Kennzahlen akurat im Blick zu behalten, als auch eine initiale Strategie breit aufzustellen und das „große Ganze” im Fokus zu halten, ist langfristig ein Treiber des Erfolgs.

4. Wesentliche Wertschöpfungsstufen nicht aus der Hand geben
Exzellente Dienstleistungen und Produkte anzubieten, die langfristig am Markt erfolgreich sind, bedeutet auch, die Qualität stets im Auge zu behalten. Hierfür ist es sinnvoll, unabhängig von Dritten handeln zu können und die aus Kundensicht wichtigen Prozesse eigenständig zu managen – also keine wesentlichen Wertschöpfungsschritte an andere Unternehmen auszulagern. Denn nur dann kann schnell auf mögliche Marktveränderungen reagiert werden. Die Zügel selbst in der Hand zu halten und nicht auf externe Partner:innen – etwa bei der Logistik – angewiesen zu sein, kann auch zu einer höheren Kundenzufriedenheit beitragen, beispielsweise in puncto Nachhaltigkeit. Ein Beispiel: Ein Lebensmittel-Start-up, welches sein Angebot über eine externe Warenlogistik versendet, wird bei der Sortimentsaufnahme von Tiefkühlkost großen Herausforderungen entgegensehen. Denn bei externem Versand werden regelmäßig, bestenfalls täglich, Bestellungen palettenweise abgeholt – allerdings muss die Tiefkühlkost dann mitunter kostspielig oder gar umweltschädlich verpackt sein, um frisch beim Empfänger anzukommen. Das wiederum führt zu zusätzlichem Aufwand. Wenn hingegen auf eigene Logistik gesetzt wird, kann ein Start-up individueller disponieren. Unabhängig von Dritten zu agieren, erfordert aber auch ein gewisses Organisationstalent seitens der Gründer:innen und des Teams. Zudem bedeutet der Aufbau integrierter Wertschöpfungsketten initial meist auch einen höheren Kapitalbedarf.

5. Top-Talente rekrutieren
Letztlich ist ein menschlicher Faktor maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung von Startups zum Unicorn. Wer als Gründer:in mit einer Idee erfolgreich sein möchte, muss die eigenen Stärken und Schwächen kennen – und diese durch die gezielte Auswahl talentierter Teammitglieder ausgleichen. Sprich: Der oder die Gründer:in muss den Mut haben, sich Personen in das Team zu holen, die in manchen Aspekten besser sind als man selbst. Gründer:innen, die dies verstanden haben, sind Wettbewerbern auf dem Weg zum Erfolg einen Schritt voraus.

Fazit
Die Anpassungsfähigkeit an sich schnell ändernde Marktgegebenheiten, welche vor allem durch eine vertikale Unternehmensstruktur gelingt, ist ein gutes Fundament für den Start-up Erfolg, ebenso wie die Adressierung von wachsenden und dynamischen Märkten. Aber auch persönliche Eigenschaften und Verhaltensweisen der Gründer:innen, beispielsweise Bodenständigkeit oder Zielstrebigkeit, sind richtungsweisend auf dem Weg zum Unicorn. Wer am Anfang seiner Start-up-Entwicklung steht, sollte sich nicht ausschließlich auf sein Produkt fokussieren, sondern frühstmöglichst auch auf eine durchdachte und vielseitige Teamzusammenstellung achten. Denn gemeinsam lässt sich der Unicorn-Code schneller knacken, als alleine.

Über den Autor
Dirk Meurer ist Managing Partner bei Vorwerk Ventures und verantwortet unter anderem die Investments in rebike Mobility, Thermondo, Ottonova und HelloFreshGo. Vorwerk Ventures hat innerhalb kürzester Zeit mehrere deutsche Unicorns von der Start-up-Phase bis zum erfolgreichen Exit als Investor begleiten dürfen, unter anderem Flaschenpost und HelloFresh.
Dirk Meurer verfügt mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung im Venture-Capital- und Private-Equity-Markt. Zuvor war er als Investment Director bei der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft sowie als Partner bei Deutsche Venture Capital aktiv.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#Interview – “Am Anfang besteht der Startupalltag fast ausschließlich aus Firefighting”


Das Münchner Food-Startup Loewi, das 2018 von Johnnes Scherr, Philipp Merk, Calvin Devereux und Adrian Kapsalis gegründet. wurde, ermittelt anhand eines Bluttests und Fragebogens, ob man ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt ist oder ob Mängel vorliegen. “Basierend darauf erhält man ein individuell abgestimmtes Nahrungsergänzungsmittel”, sagt Gründer Kapsalis. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierte bereits in die Ausgründung der Technischen Universität München.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Loewi-Macher Kapsalis über Marketingversprechen, Teamaufbau und Kundenzufriedenheit.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Loewi erklären? 
Loewi macht eine personalisierte Nahrungsergänzung für jeden möglich. Anhand eines Bluttests und Fragebogens wird ermittelt, ob man ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt ist oder ob Mängel vorliegen. Basierend darauf erhält man ein individuell abgestimmtes Nahrungsergänzungsmittel. So erhält man genau die Nährstoffe in genau der Dosierung, die man wirklich braucht. Nicht mehr und nicht weniger. Und weil wir es satthaben, irgendwelchen Marketingversprechen bzgl. Wirkung und Nutzen glauben zu müssen, kann man alle drei Monate einen neuen Bluttest machen, um zu überprüfen, ob sich die Blutwerte auch wirklich verbessern. So machen wir das Thema Nahrungsergänzung transparent und messbar und stellen das Individuum in den Mittelpunkt. So wie es unserer Meinung nach auch sein soll, wenn es um unsere Gesundheit geht. 

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Selbstverständlich. Wir haben Loewi gegründet, da wir selbst davon frustriert waren, wie intransparent und wenig kundenzentrisch unsere Industrie ist. Wir haben daher zu Beginn eine Lösung gebaut, mit der wir selbst zufrieden waren. Dies war allerdings lediglich die Basis, mit der wir gestartet sind. Das Konzept hat sich dann kontinuierlich weiterentwickelt, da wir natürlich ständig das Feedback und die Erfahrungen unserer Kunden in die Weiterentwicklung einfließen lassen. Klingt banal, allerdings stellen wir immer wieder fest, dass dieser kundenzentrische Ansatz in unserer Industrie immer noch eine Ausnahme ist. Das zeigt uns zugleich auch, wie viel Potenzial hier noch schlummert! 

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell besteht aus unserem Nährstoffabo. Das heißt, Kunden erhalten alle drei Monate eine Box mit den personalisierten Nährstoffen und können durch einen Bluttest regelmäßig überprüfen, ob Loewi auch wirklich wirkt. 

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wie bei den meisten Unternehmen waren vor allem die ersten Monate schwierig, da keiner so recht wusste, was auf uns zukommt und wie wir mit der neuen Situation umgehen sollen. Vor allem im Partnervertrieb haben wir hier die Auswirkungen gespürt, da viele unserer Vertriebspartner, wie zum Beispiel Personal Trainer monatelang nicht tätig sein durften. Gleichzeitig hat sich allerdings der Online-Vertrieb sehr positiv entwickelt und konnte das ausgleichen.  Ich denke, generell hat die Situation dazu beigetragen, dass das Vertrauen gegenüber digitalen Diensten stark gestiegen ist. In Kombination mit einem erhöhten Gesundheitsbewusstsein, welches durch die Corona-Krise zusätzlich befeuert wurde, ist das Umfeld für neue digitale Konzepte in der Gesundheits- und Ernährungsbranche gerade sehr positiv. 

Wie ist die Idee zu Loewi entstanden?
Unserer Meinung nach ist die Milliarden-schwere Branche der Nahrungsergänzungsmittel veraltet und nicht kundenzentriert genug. Das habe ich eben ja schon erwähnt. Ohne zu wissen, ob und welche Nährstoffmängel man hat, werfen Konsumenten einfach blind Vitamintabletten und Pillen ein. Davon waren wir ziemlich frustriert, da wir selbst zu diesen Konsumenten gehörten. Genau deshalb wollten wir etwas verändern und haben uns mit führenden Medizinern- und Ernährungsexperten zusammengetan und Loewi aus der Technischen Universität München ausgegründet. 

Wie hat sich Loewi seit der Gründung entwickelt?
Wir haben mittlerweile mehrere Tausend Bluttest gemacht. Die Kunden haben im Schnitt vier Mängel. Mehr als 95 % unserer Kunden verbessern ihre Blutwerte durch unsere personalisierten Nährstoffe innerhalb der ersten drei Monate. Mehr als 98 % unserer Kunden würden uns an ihre Freunde empfehlen. Außerdem sind wir offizieller Partner der deutschen Ski Nationalmannschaften, arbeiten mit einem der besten Tour de France Teams zusammen und selbst Fußballnationalspieler vertrauen auf uns. Alles in allem haben wir die ideale Basis geschaffen, um personalisierte Ernährung und Gesundheit für jeden verfügbar zu machen.  
 
Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?? 
Wo soll man da anfangen. Ich denke besonders am Anfang besteht der Startupalltag fast ausschließlich aus Firefighting. Letztendlich ist Gründen nichts anderes als Probleme zu lösen und aus Fehlern zu lernen. Viele Learnings klingen im Nachhinein banal und selbstverständlich. Wir waren hier definitiv keine Ausnahme. Ob es um den Teamaufbau geht, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern oder auch den Fokus auf das Wesentliche. Gefühlt haben wir jeden Fehler einmal selbst gemacht, um zu dem Punkt zu kommen, an dem wir nun sind. 

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Der größte Meilenstein war sicherlich, Loewi überhaupt zu starten, obwohl es sich um einen eingespielten und alles andere als kundenzentrischen Markt handelt. Genau darauf sind wir auch stolz. Wir haben mit unseren Kunden zusammen ein Konzept entwickelt, welches Transparenz in einen total intransparenten Markt bringt. Dies war ein langer Prozess mit vielen Stolpersteinen und Umwegen. Unsere Kundenzufriedenheit zeigt, dass wir hier scheinbar auf einem sehr guten Weg sind und vieles richtig gemacht haben.  

Wo steht Loewi in einem Jahr?
In einem Jahr sind wir die Go-To Brand im Bereich personalisierter Ernährung und unterstützen Tausende von neuen Kunden in Deutschland und Europa dabei Ihre Ziele zu erreichen und gesünder zu leben. 

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Foto (oben): Loewi

#aktuell, #interview, #loewi, #munchen

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#StartupTicker – +++ Scalable Capital – OneFootball – SimScale – Avi Medical – Element – Incari – HoloBuilder – Segment of One


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Planted
+++ Das Kölner Startup Planted möchten seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen, das von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller, Wilhelm Hammes gegründet wurde, Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen.

Momo
+++ Das Berliner Startup Momo, das von Simplo-Gründer Marcel Meitza ins Leben gerufen wurde, positioniert sich als Kredit-Alternative zum “herkömmlichen Mietkautionskonto”.Die Berliner teilen dazu mit: “Wir bieten Mietern eine Fazilität in einer vorher vereinbarten Höhe, die maximal drei Monatsmieten entspricht”.

Steeped
+++ Das Karlsruher Startup Steeped positioniert sich als “ultimativer Begleiter für jeden Tee-Liebhaber”. Ziel dabei ist es, den Nutzer:innen – basierend auf ihrem Geschmacksprofil – personalisierte Vorschläge zu liefern. Das Startup wurde von Janek Wunderlich, Marcel Bechler und Tristan Otto gegründet.

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir zudem folgende Startups vorgestellt: Airbank, wellet, Wellfair, Cure, invest Wise, Divizend, Promisioo, Finmid, Boyoca, Braidys, Co-Leader, digiblue, Mindzeit, Naughty Nuts, Read-O, TwoReach, Unibridge, Wild Baboon, Steeped, Organic Labs, dunatura, Befoode und ZeroBullshit. Mehr im Startup-Radar

INVESTMENTS

Scalable Capital
+++ Der chinesische Techkonzern Tencent und Altinvestoren investieren – wie zuvor von uns berichtet – 180 Millionen US-Dollar in Scalable Capital. Der digitale Vermögensverwalter, der 2014 von Florian Prucker, Erik Podzuweit, Patrick Pöschl, Adam French und Stefan Mittnik gegründet wurde, sammelt nun schon 320 Millionen Dollar ein. Im Zuge der aktuellen Investmentrunde steigt das Unternehmen aus München zum Unicorn auf. Die Bewertung liegt bei 1,4 Milliarden Dollar (Post-Money). Mehr über Scalable Capital

OneFootball
+++ Mehrere namentlich nicht bekannte amerikanische Growth-Investoren investieren 50 Millionen Euro in OneFootball. Hinzu kommen weitere 50 Millionen in Form von Secondaries, bei denen Altinevstoren Anteile an die neuen Geldgeber verkaufen. Insgesamt bewegen die neuen Investoren somit in dieser Investmentrunden 100 Millionen. Die Bewertung liegt bei 450 Millionen Euro (Post-Money). Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

SimScale
+++ Alinvestor Insight Partners investiert weitere 25 Millionen Euro (Primary) in SimScale. Die Bewertung liegt bei 205 Millionen Euro (Post-Money). Das 2012 gegründete Unternehmen, ein Spin-off der Technischen Universität München (TUM), entwickelt und vertreibt eine web-basierte Plattform für ingenieurtechnische Simulationen. Insight Partners, Earlybird und weitere Bestandsinvestoren investierten zuletzt 27 Millionen Euro in das Münchner Startup. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Avi Medical 
+++ Der Berliner Investor Heal Capital und der New Yorker Geldgeber Addition sowie die Altinvestoren Picus Capital, Vorwerk Ventures, ID Invest, 3VC und Claret Capital Partners investieren 28,5 Millionen Euro in Avi Medical. Hinter dem jungen Startup, das von Picus Capital angeschoben wurde, verbirgt sich eine moderne Hausarztpraxis. Bereits Anfang Mai hatten wir im Insider-Podcast über ein Investment von Heal Capital, Vorwerk Ventures und Co. in Avi Medical berichtet. Mehr über Avi Medical

Element 
+++ Witan Group und der luxemburgische Fintech-Investor Ilavska Vuillermoz Capital sowie die Altinvestoren investieren 16 Millionen Euro in Element, einen Zulieferer von digitalen Versicherungsprodukten. Zielgruppe der Jungfirma, die 2017 von Finleap angeschoben wurde, sind andere Startups, etablierte Unternehmen, Händler und auch bestehende Versicherer. In den vergangenen Jahren flossen nun schon 66 Millionen Euro in das InsurTechMehr über Element

Incari
+++ Seriengründer und Investor Lukasz Gadowski (Team Europe) investiert gemeinsam mit weiteren Investoren 15 Millionen Euro in Incari. Das Berliner Unternehmen, das von Osman Dumbuya gegründet wurde, ist im Segment Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) unterwegs. Incari bietet seinen Nutzer:innen “eine komfortable Bedienoberfläche, um komplexe Interfaces ohne Programmierkenntnisse zu gestalten”. Incari ging 2021 aus dem Unternehmen CGI-Studio hervor. Mehr im Deal-Monitor

MERGERS & ACQUISITIONS

HoloBuilder
+++ Faro Technologies übernimmt das Startup HoloBuilder. Das Softwareunternehmen mit Wurzeln in Aachen, das 2015 von Mostafa Akbari, Simon Heinen und Kristina Tenhaft gegründet wurde, bietet eine KI-unterstützte 360°-Dokumentationssoftware für die Bauindustrie an. “Im Rahmen der Vereinbarung erhielten die Aktionäre von HoloBuilder eine Barzahlung in der Höhe von 34 Millionen US-Dollar”, teilt das Unternehmen mit. Mehr im Deal-Monitor

Segment of One
+++ Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) übernimmt das  Berliner Big-Data-Startup Segment of One (So1) – siehe Capital. Das junge Unternehmen, früher nur als So1 bekannt, hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Der tief gefallene Zahlungsdienstleister Wirecard übernahm den Berliner Big-Data-Dienst im Juni 2020 und zahlte einen zweistelligen Millionenbetrag für das Unternehmen. Im Zuge der Wirecard-Insolvent schlitterte dann auch So1 in die Insolvenz. Mehr im Deal-Monitor

STOCK MARKET

Mister Spex
+++ Der Berliner Brillen-Shop Mister Spex geht im Juli an die Börse – siehe WirtschaftsWoche. “Beim IPO sollen Aktien im Wert zwischen 300 und 400 Millionen Euro ausgegeben werden; die gesamte Unternehmensbewertung soll bei rund einer Milliarde Euro liegen”, heißt es im Bericht. Ende April hatte Reuters beriets ebenfalls über den Mister-Spex-IPO im Juli berichtet. 2019 erwirtschaftete Mister Spex einen Umsatz in Höhe von 139 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 2 Millionen Euro (2018: 0,2 Millionen Euro). Mehr über Mister Spex

Bike24
+++ Das junge Dresdner Unternehmen Bike24, ein Online-Shop für Fahrräder, Laufsport, Schwimmen, Triathlon und Outdoor, plant einen IPO. “Vor dem Listing beabsichtigen BIKE24 und die Gesellschafter eine Privatplatzierung durchzuführen, die sowohl neu ausgegebene Aktien aus einer Kapitalerhöhung als auch Aktien aus dem Bestand des Großaktionärs, dem europäischen Riverside Fonds VI, umfasst”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Bike24

VENTURE CAPITAL

Emerge Accelerator
+++ Die Investoren SoftBank und Speedinvest starten mit Emerge Accelerator ein Programm für “mehr Diversität in der europäischen Tech-Branche”. Der Emerge Accelerator richtet sich gezielt an “Startups, die mindestens eine/n Gründer*in haben, der oder die sich als People of Color, weiblich, LGBTQ+, Mensch mit Behinderung oder Geflüchtete*r identifiziert”. Zu den Unterstützer:innen des Emerge Accelerators gehören Cherry Ventures, Breega, firstminute Capital und Kindred. Mehr im Deal-Monitor

PODCAST

Insider #104
+++ In der aktuellen Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt geht es um: Scalable Capital, Flink, OneFootball, SimScale und HomeToGo.

Interview #25
+++ In Interview-Podcast ist Investor Sascha van Holt von Crosslantic Capital zu Gast. Der Düsseldorfer Kapitalgeber investiert zwischen 10 und 50 Millionen Euro in Unternehmen, die mindestens 10 Millionen Umsatz machen.

Startup-Radar #13
+++ Im Startup-Radar-Podcast pitchen Dixxer, Hyrise Academy, WiseBuy, Carrara und Moonshot Mission. Die Gründer:innen haben jeweils 180 Sekunden Zeit, ihr Startup vorzustellen.

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Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#Interview – Talentspace: Vom Event-Veranstalter zum Software-Unternehmen


Das Berliner Startup Talentspace, das 2017 an den Start ging, wandelte sich im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie vom Event-Veranstalter zum Software-Unternehmen. “Seit dem Launch unserer Plattform veranstalten wir keine eigenen Events mehr, sondern sind ein reines SaaS-Geschäft: Universitäten, Unternehmen und andere Veranstalter nutzen Talentspace, um ihre eigenen Events und Aktivitäten über unsere Plattform umsetzen”, sagt Gründer Marco Eylert, der das Startup gemeinsam mit Jason Reich und Markus Dücker gegründet hat, zum Pivot.

Anderen Gründer:innen, die vor einem Pivot stehen, rät Eylert: “Seid flexibel und hört darauf, was eure – potenziellen – Kunden wirklich brauchen werden. Es geht weniger darum, dass Ihr eure Ideen verwirklicht, sondern vielmehr darum, etwas zu erschaffen, das mit den Needs eurer Kunden zusammenspielen kann”. Inzwischen wirken 40 Mitarbeiter:innen für das junge Unternehmen, das von 468 Capital, Axel Springer Plug and Play und Avala Capital finanziell unterstützt wird.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Talentspace-Macher Eylert außerdem über Remote Work, oberflächliche Gespräche und die Internationalisierung von Talentspace.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Talentspace erklären?
Mit Talentspace haben wir einen digitalen Raum geschaffen, in dem Arbeitgeber und Bewerber zusammenkommen, sich austauschen und zueinander finden können, und das sogar nachhaltiger, effizienter und zielführender als das bei klassischen Messen und Formaten möglich war. Unsere virtuelle Plattform bietet verschiedene Formate und Funktionen, bei denen die Interaktion im Mittelpunkt steht – und als Konsequenz finden Bewerber durch Talentspace besser einen Job und Unternehmen effizienter die passenden Mitarbeiter.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Ja, und zwar grundlegend. Wir sind Ende 2017 mit Talentspace gestartet und für die ersten Jahre mit der Organisation von Karriere-Events hauptsächlich analog unterwegs gewesen. Wir haben zwar schon begonnen, klassische Events durch Technologie weiterzuentwickeln, haben diese aber noch selber europaweit umgesetzt. Der erste Lockdown wirkte dann wie ein Brandbeschleuniger für die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells: Da physische Veranstaltungen ausfallen mussten, haben wir all unsere Insights und Energie in die Entwicklung der Plattform gesteckt.

Was war die größte Herausforderung, was die größte Schwierigkeit bei diesem Wandel?
Die größte Herausforderung war es, unser Geschäftsmodell in kürzester Zeit vom Eventveranstalter zum Software-Unternehmen zu entwickeln – sowohl was die Entwicklung des Produkts, die Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen, aber auch die Zusammenstellung des Teams betraf. Für viele Unternehmen war das Benutzen der Plattform erstmal neu, aber wir konnten sie schnell von den Vorteilen überzeugen.

Welchen Tipp gibst du anderen Gründern, die vor einem Pivot stehen?
Seid flexibel und hört darauf, was eure – potenziellen – Kunden wirklich brauchen werden. Es geht weniger darum, dass Ihr eure Ideen verwirklicht, sondern vielmehr darum, etwas zu erschaffen, das mit den Needs eurer Kunden zusammenspielen kann. Versucht daher nicht, eure Idee auf Biegen und Brechen durchzukriegen, sondern seid flexibel und offen für die Zeichen der Zeit. Habt ihr eine Entscheidung erstmal getroffen, dann arbeitet auch daran, diese schnell und konsequent umzusetzen.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell jetzt?
Seit dem Launch unserer Plattform im Herbst 2020 veranstalten wir keine eigenen Events mehr, sondern sind ein reines SaaS-Geschäft: Universitäten, Unternehmen und andere Veranstalter nutzen Talentspace, um ihre eigenen Events und Aktivitäten über unsere Plattform umsetzen – und das kann von großen Karrieremessen, internen Mobilitäts-Events bis hin zu Assessment Center oder Firmenpräsentationen alles sein. Unsere Kunden zahlen uns dafür eine jährliche Lizenzgebühr. Wir bieten also im Grunde die technische Infrastruktur dafür, dass Unternehmen und Bewerber sich online kennenlernen können.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Der Beginn der Pandemie war schon krass, da wir aus dem offline-Geschäft mit einem Umsatzrückgang von 100 % zu kämpfen hatten. Durch unsere schnelle Reaktion und die Umstellung des Geschäftsmodells auf online, sind wir im ersten halben Jahr aber mit einem blauen Auge ziemlich gut weggekommen. Die Zeit ab Sommer 2020 hatte es dann in sich: Eine Finanzierungsrunde von renommierten VCs, schnelles Wachstum, ein vergrößertes Team und neue Kunden weltweit. Schade war es schon, dass wir die Erfolge nicht gemeinsam feiern konnten, da natürlich auch unser Büro dicht ist. Doch ehrlich gesagt funktioniert das kollektive remote Arbeiten so gut, dass wir unsere Firma mittlerweile auf “Remote-first” umgestellt haben.

Wie ist überhaupt die Idee zu Talentspace entstanden?
Meine Mitgründer und ich kannten Karriere-Events schon aus unserer Uni-Zeit, gruselten uns aber vor den Goodybags und oberflächlichen Gesprächen. Diese Veranstaltungen waren immer ineffizient und am eigentlichen Ziel vorbei, da man kaum Einblicke in die Firmen, Jobs und Karrieremöglichkeiten bekam. Wir wollten eigene Formate durch die Integration von Technologie besser machen und die einzelnen Touchpoints sowohl für die Unternehmen als auch für die Teilnehmer*innen relevanter machen. Damit haben wir dann angefangen.

Wie hat sich Talentspace seit der Gründung entwickelt?
Auch das lässt sich am besten wohl mit dem Pivot im letzten Jahr beschreiben. Während wir in den ersten 2,5 Jahren ein gut wachsendes, profitables Business mit den analogen Events aufgebaut haben, war die Reichweite von offline-Events natürlich begrenzt: so haben wir in der ersten Phase unserer Firma rund 50 Veranstaltungen mit insgesamt 300 Unternehmen und knapp 10.000 Teilnehmern durchgeführt. Das hat sich stark verändert: Allein seit dem Sommer 2020 sind jetzt mehr als 1.600 Unternehmen und über hunderttausend Leute bei Veranstaltungen auf Talentspace miteinander in den Austausch gekommen. Wir helfen durch die Umstellung auf digitale Events also heute schon deutlich mehr Unternehmen und Bewerbern beim Recruiting als jemals zuvor.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Talentspace inzwischen?
Seit dem Launch im letzten Jahr sind wir dann auch kräftig gewachsen auf mittlerweile knapp 40 Mitarbeiter. Zudem werden wir es in diesem Quartal schaffen, erstmals die siebenstellige Umsatz-Marke zu knacken.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Im letzten November haben wir auch einmal die Tücken der digitalen Welt erfahren müssen. Mitten in einem großen Live-Event ging plötzlich nichts mehr und alle Verbindungen brachen weg. Wir hatten zunächst keine Ahnung, was los war und wie wir das Problem schnell fixen konnten – recht schnell erfuhren wir dann auch warum. AWS hatte einen riesigen Ausfall und legte gefühlt das halbe Internet lahm. Da war für uns dann auch wenig zu machen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir haben wahrscheinlich vor allem den Mut gehabt, die Pandemie nicht einfach aussitzen zu wollen, um unser offline-Geschäft zu retten. Stattdessen haben wir diese als Chance begriffen, uns auf unsere online-Plattform zu fokussieren und die Entwicklung dieser zu beschleunigen. So sind wir direkt all-in auf die Entwicklung und den Launch der Plattform gegangen. Das hat sich rückblickend echt bezahlt gemacht.

Wo steht Talentspace in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir nicht nur unsere Internationalisierung in die USA weiter vorangetrieben haben, sondern vor allem die erste Anlaufstelle für die Interaktion im gesamten virtuellen Recruitingprozess von Unternehmen werden – also vom Kennenlernen bei Recruiting-Events, über Interviews, Assessment-Center bis hin zum Onboarding.

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#Gastbeitrag – IT-Set-up für Startups: Mit diesen 5 Systemen läuft dein ganzes Business


SaaS-Lösungen für Projektmanagement, kostenlose Cloud-Angebote für Dateisicherung, Video-Calls, Chats – die Liste könnte ewig so weiter gehen. Denn das Angebot an IT-Leistungen ist riesig und jeden Tag gibt es neue Tools, die versprechen, Startups das Leben zu erleichtern. Doch eigentlich brauchen Gründer nur eine gute Grundausrüstung, damit das Business läuft. Ein Gastbeitrag von Matthias Bollwein über die wichtigsten Systeme für Startups.

Das Unternehmen ist angemeldet, das Team steht schon in den Startlöchern und jetzt fehlt eigentlich nur noch die IT-Infrastruktur, um so richtig durchzustarten. Doch Startups tendieren besonders am Anfang ihres Unternehmensaufbaus dazu, sehr viele Insellösungen zu verwenden. Einzelne, nicht verknüpfte Systeme für z.B. die Buchhaltung, die Warenwirtschaft, das Projektmanagement und vieles mehr. Für den Anfang ist dieser Weg der naheliegenste, jedoch nur kurzfristig der praktikabelste und kostengünstigste. Es gibt wesentlich effizientere Lösungen, mit denen man sich von Tag eins an professionell aufstellen kann und gleichzeitig das Budget schonen. Für Gründer gibt es nichts wertvolleres als Zeit – die richtige Lösung unterstützt interne Prozesse in jeder Phase, indem sie vielseitige Funktionalität liefert. Doch welche Tools sind von Beginn an unverzichtbar und welche IT-Systeme lohnen sich wirklich?

Die Basics – Grundlegende Tools, die jedes Startup braucht

Die Investition in eine neue IT-Lösung sollte gut durchdacht sein, um Zeitverluste durch spätere Umzüge zu vermeiden – häufiges Nachjustieren vernichtet die Ersparnisse, die man sich vielleicht durch den Einsatz kostenloser Tools erhofft. Insbesondere im Hinblick auf das Wachstum des Unternehmens sollten Gründende sich eine gute Basis-Infrastruktur einrichten, die sich einfach erweitern lässt. Dabei sollte man die Lizenzkosten genauso im Auge behalten wie die Komplexität der täglichen Prozesse, bei denen man Anwendungs-übergreifend arbeitet. Zum Basic-Setup gehören eine File-Sharing-Plattform bzw. ein Server mit Remote-Zugang sowie Email-Server, gemeinsame Kalender- und sonstige Kollaborations-Tools wie Aufgabenverwaltung und Chatprogramme – am besten natürlich mit integrierter Videokonferenz-Funktion.

Filesharing einfach gemacht

An Daten- bzw. Filesharing kommt kein Startup vorbei. Das gehört wirklich zu den absoluten Basics und sollte so gestaltet werden, dass das Team alle Daten an einem zentralen Ort ablegt, speichert und teilt. Dafür bieten sich zum einen öffentliche Cloud-Lösungen an, bei denen unter anderem auf den freien Speicherplatz geachtet werden sollte. Wie bei allen Cloud Anwendungen gilt ein besonderes Augenmerk dem Anbieter selbst. Denn auch Startups sind nicht von Datenschutz-Richtlinien ausgenommen. Ein europäischer Dienstleister ist ein Muss, denn es fallen immer personenbezogene Daten an. 

Die Qual der Wahl: Public Cloud Dienst oder In-House Cloud Lösung

Neben den Public Cloud Diensten sind auch In-House Lösungen für Startups leicht umsetzbar und bringen nochmal viele Vorteile mit sich. Mit einem In-House Cloud-Server laufen die Kosten bei steigender Datenmenge und Nutzerzahl im Gegensatz zur Public Cloud nicht aus dem Ruder. Er vereinfacht die zentrale Account-Verwaltung und ermöglicht es, alle relevanten Systeme auf einer Plattform zu vereinen. Zu allen geläufigen Public Cloud Anwendungen, ob Daten-Cloud, Projektmanagement oder Chat, gibt es sehr gute Alternativen, die auf dem eigenen Cloud Server integriert werden können. Auch bei diesem „Miniatur-Rechenzentrum“ im Startup kann jeder aus dem Team von überall zugreifen – egal ob im Büro, im Home-Office oder von unterwegs. 

CRM und Buchhaltung sind das A & O

Die Suche nach einem passenden ERP-System oder einer guten Buchhaltungs-Software, gestaltet sich oft zeit- und kostenaufwendig. Gerade ein CRM-Tool ist von Beginn an unumgänglich. Denn nur mit Hilfe einer ausführlichen Lead- und Kunden-Verwaltung, können zielgerichtet erste Einnahmen generiert werden. Zudem setzt die DSGVO einen zentralen Speicherort der Kundendaten voraus. Sowohl beim ERP als auch beim Buchhaltungssystem ist es wichtig, dass es eine DATEV-Schnittstelle bereitstellt, sonst spart man sich unter Umständen Software-Kosten, aber die Rechnung vom Steuerberater wird dafür umso höher. Tipp: Es gibt bereits viele Anbieter, welche ERP- und CRM-Systeme koppeln.

Startup-Organisation mithilfe von Projektmanagement-Tools

Essenziell für Startups ist ebenfalls ein System, um Projekte und Aufgaben im Team zu organisieren. Dabei ist es von Vorteil, mit einem Tool zu arbeiten, das alle wichtigen Infos, Dokumente und Daten zentral speichert, damit diese mit wenigen Klicks zu finden sind. Pluspunkte bekommen Programme, die es ermöglichen, sich im Team Aufgaben zuzuteilen und den Kunden bzw. Partner direkt ins Projekt miteinzuladen.

Insider-Tipps und Tricks für die optimale IT-Ausstattung für Startups

Bei der Auswahl der IT-Systeme sollten Startups unbedingt auf die Funktionen, Lizenzen, Kaufpreise und Support-Angebote achten. Wichtig ist die Aufstellung einer langfristigen Kostenkalkulation, denn nicht alle Tools, die am Anfang günstig und effizient erscheinen, lohnen sich auf lange Sicht. Auch sollte die Frage gestellt werden, ob das angestrebte Tool mit dem Startup mitwachsen kann.

Viele Anbieter bieten anfangs kostenlose Demo-Versionen an, damit Unternehmen und Startups unverbindlich testen und in Ruhe entscheiden können, ob die IT-Lösung wirklich zu ihnen passt. Hier sollte man die Kündigungsfristen vom Testzeitraum im Blick behalten. Außerdem gibt es bei einigen Anwendungen die Möglichkeit, Programme zwar eingeschränkt, dafür aber kostenlos zu nutzen. Gründende sollten bei der Wahl der Softwarelösungen auf die Schnittstellen achten. Denn viele Tools lassen sich miteinander vernetzen und zentral von einer Plattform steuern. Durch diese Integrationen arbeitet das Team nur über ein System und greift auf alle Funktionen zu. 

Tipp: 10 Schritte, um ein Startup mit 44.000 Dollar Gratis-Guthaben aufzubauen

Über den Autor
Matthias Bollwein ist Mitgründer des IT-Startups Uniki, das mit dem ELLY Server eine einfache und hochsichere IT-Lösung für mittelständische Unternehmen anbietet. In der privaten ELLY Cloud werden Daten gespeichert, automatisch verschlüsselt und können ortsunabhängig abgerufen werden. Dabei spielt die Datensicherheit in der Cloud eine große Rolle.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#DealMonitor – Lukasz Gadowski und Co. investieren 15 Millionen in Incari – wajve sammelt 5 Millionen ein – Project A investiert in Priceloop


Im aktuellen #DealMonitor für den 10. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Incari
+++ Seriengründer und Investor Lukasz Gadowski (Team Europe) investiert gemeinsam mit weiteren Investoren 15 Millionen Euro in Incari. Das Berliner Unternehmen, das von Osman Dumbuya gegründet wurde, ist im Segment Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) unterwegs. Incari bietet seinen Nutzer:innen “eine komfortable Bedienoberfläche, um komplexe Interfaces ohne Programmierkenntnisse zu gestalten”. Incari ging 2021 aus dem Unternehmen CGI-Studio hervor, das bisher im Automobilsegment unterwegs war. Nun soll das Unternehmen auch andere Branchen angehen.”Die Gründer werden mit den Investoren um Lukasz Gadowski das Unternehmen auf die nächste Stufe des Wachstums führen, nachdem es in der Frühphase durch Angel-Investoren, unter anderem Wunderkind von Armin Pohl, unterstützt wurde”, teilt die Jungfirma mit.

wajve 
+++ EQT Ventures, 468 Capital, OMR, Lucas von Cranach (OneFootball), Roland Grenke (Dubsmash, Acapela Group) und Christian Gaiser (Cosi) investieren 5 Millionen Euro in wajve. Mit wajve setzen Bastian Krautwald und David Meyer, die Gründer des erfolgreichen Unternehmens DeineStudienfinanzierung, auf eine Finanzapp, die sich an die Generation Z richtet. Das neue Smartphone-Bank soll dabei “Banking, Beratung und Bildung in einer App bündeln”. Das Berliner FinTech teilt dazu mit: “Mit der Finanzierung soll das Roll-out der Plattform für die ersten Kunden in Deutschland beschleunigt werden, bevor sie in andere europäische Märkte expandiert”.

EqualTo
+++ Der Berliner Geldgeber Cavalry Ventures, Amaranthine, First Momentum Ventures, helloworld.vc und mehrere Angel-Investoren aus dem Umfeld von Saarbrücker21 sowie Felix Jahn (McMakler), Dieter Buchl und Stephen Weich (Flaschenpost.de), und Phil Chambers (Peakon) investieren 3,5 Millionen Euro in EqualTo. Das Startup aus Freiburg, das 2020 von Gijs Hubben, Diarmuid Glynn und Kim Bergstrand gegründet wurde, positioniert sich als No-Code-Lösung für Vertriebsprovisionen. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie McMakler, UXCam und Solvemate.

Priceloop
+++ Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures investiert in Priceloop. Das Berliner Startup, das 2020 vom Contorion-Gründer Richard Schwenke und Dat Tran (zuletzt unter anderem Head of AI, Axel Springer) gegründet wurde, positioniert sich als KI-gestützte Software zur Optimierung von Verkaufspreisen. “Priceloop helps e-commerce and retail companies to be more successful by using data-driven pricing decisions”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Brandneu – 9 neue und extrem spannende FinTech-Startups


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

invest Wise
Das FinTech invest Wise richtet sich an Privatpersonen ohne vorhandenes Finanzwissen oder verfügbare Zeit beim Thema Geldanlage. Dabei setzt die Jungfirma auf einen eigens entwickelten Algorithmus, um seinen Nutzer:innen “jeweils geeigneten Anlageklassen vorzuschlagen. invest Wise war zuletzt auch in unserem Pitch-Podcast zu Gast.

Momo
Das Berliner Startup Momo, das von Simplo-Gründer Marcel Meitza ins Leben gerufen wurde, positioniert sich als Kredit-Alternative zum “herkömmlichen Mietkautionskonto”.Die Berliner teilen dazu mit: “Wir bieten Mietern eine Fazilität in einer vorher vereinbarten Höhe, die maximal drei Monatsmieten entspricht”.

Airbank
Airbank, das von Christopher Zemina und Patrick de Castro Neuhaus gegründet wurde, kann mal als CFO-Cockpit bezeichnen. Die Gründer schreiben: “Unify your bank accounts, PayPal, Stripe and Shopify into a single place. Pay bills, set team permissions, get cashflow insights and allocate unused cash with ease”.

wellet
Mit wellet aus Düsseldorf, das von Sergei Tokmakov gegründet wurde, kann jeder sein Smartphone zum Kartenlesegerät machen und so bargeldloses Zahlen ermöglichen. “Es sind keine extra Terminals mehr nötig, um VISA, Mastercard oder andere Kreditkarten zu akzeptieren”, teilt das FinTech mit.

Wellfair
Mit Wellfair baut Kreditech- und Finiata-Gründer Sebastian Diemer derzeit eine Wett-Firma für alle denkbaren Themen (Wetter, Kurse bzw. Wahlergebnisse) auf. Auf der Website heißt es zum Projekt: “A market place for the future. Like sports betting meeting wikipedia meeting bitcoin”.

Cure
Das Berlin Startup Cure positioniert sich als “intelligenter Finanzbegleiter für Heilberufe”. Herzstück ist dabei ein “smarter SaaS-basierter Finanzlayer zwischen Bank und Praxis”. Die Open Banking-Plattform integriert sich dabei “nahtlos in die Prozesse der medizinischen Praxis”.

Divizend
Divizend aus München entwickelt Lösungen für Investments in Dividendenaktien und damit verbundene Steuerthemen. “Unser Ziel ist es, mit unserem ganzheitlichen Ansatz ‘Finden, Handeln, Maximieren’ zum zentralen Anlaufpunkt für Anleger zum Thema Dividende zu werden”, teilt das Fintech mit.

Promisioo
Das Düsseldorfer FinTech Promisioo bringt sich als “Online Broker für nachhaltig gutes Trading” in Stellung. Das Team verspricht dabei “professionelles Trading, niedrige Kosten und persönlicher Support”. Promisioo wurde von Serkan Dizbay und Stefan Schmitt gegründet.

Finmid
Berliner Startup Finmid, das von den beiden ehemaligen N26-Mitarbeiter Max Schertel und Alexander Talkanitsa gegründet wurde, positioniert sich als “Financial services infrastructure for software businesses”. Earlybird Venture Capital und N26-Gründer Maximilian Tayenthal investierten bereits in das FinTech.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Gastbeitrag – Was die Schule von heute lernen muss, um die Gründer:innen von morgen hervorzubringen


Seitdem ich 17 Jahre alt bin, möchte ich ein Startup gründen. Dass ich diese Leidenschaft für mich entdeckt habe, verdanke ich dem Seminarkurs “business@school” der Boston Consulting Group, an dem ich in der elften Klasse teilgenommen habe. Vorher hatte ich diese Art von Karriere überhaupt nicht auf dem Schirm. Der Weg, auf den man als Schüler:in vorbereitet wird, ist eindeutig: Nach dem Abitur kommt das Studium und danach geht man ein Angestelltenverhältnis ein, von dem aus man die Karriereleiter Stück für Stück hochklettern kann. Für viele Schüler:innen mag das ein passender, guter und sicherer Weg sein. Jedoch hat man gerade als junger Mensch die Möglichkeit, mutig zu sein und Risiken einzugehen. Um die Gründer:innen von morgen auf ihre Zukunft vorzubereiten, sind vor allem das richtige Mindset und besondere Soft Skills nötig. Um ihnen diese Dinge mitgeben zu können, müssen die Schulen von heute noch viel lernen.

Durch einen Einblick in die Gründerszene schon während der Schulzeit, wusste ich früh, was mein Ziel ist

Zu Anfang möchte ich klarstellen, dass es hier nicht darum geht, dass alle Schüler:innen in Zukunft direkt nach dem Abitur, oder sogar noch während der Schulzeit anfangen sollen, zu gründen. Jedoch sollten Schüler:innen diesen möglichen Weg zumindest aufgezeigt bekommen. An den meisten Schulen kann man seine gesamte Schullaufbahn bestreiten, ohne jemals von dieser Möglichkeit gehört zu haben. 

In dem Seminarkurs “business@school” arbeitet man zusammen mit Mitschüler:innen in einem Team. Nach zwei Phasen, in denen man durch Unternehmensanalysen tiefer in die Betriebswirtschaftslehre eintaucht, erarbeitet man in der dritten Phase selbst einen Businessplan für ein eigenes Startup. Auch wenn es unseren Aufsatz für den Mülleimer, mit dem man seinen Plastikmüll komprimieren kann, heute nirgendwo zu kaufen gibt, habe ich unfassbar wichtige Dinge durch business@school gelernt. Dazu gehören unter anderem Kompetenzen, wie Projekt-, Team- und Zeitmanagement, freies Sprechen und selbstbewusstes Auftreten in Präsentationen, das Pitchen einer Idee vor einer Jury mit kritischen Rückfragen und das Aufbauen von Kooperationen mit externen Organisationen oder Unternehmen. Mein durch den Seminarkurs gewecktes Interesse und der darauf folgende Entschluss, eines Tages selbst zu gründen, hat vieles ins Rollen gebracht und meine Studienwahl maßgeblich beeinflusst. Genau um diese Art der Orientierung geht es. 

Ich habe mir durch die Erfahrung mehr zugetraut und mich daraufhin für den “Top Talents under 25“-Award beworben. Durch die Auszeichnung und die damit in Zusammenhang stehenden Events habe ich viele neue inspirierende junge Menschen kennengelernt. Einige davon aus der Gründerszene.

Momentan sammle ich meine ersten Berufserfahrungen bei der Job-Matching-Plattform matched.io. Hier sehe ich, was es bedeutet, in einem Startup zu arbeiten und welche Werte in diesem Kontext besonders wichtig sind. All diese Erfahrungen haben meinen Wunsch, zu gründen, noch einmal verstärkt.

Daraus haben sich für mich bestimmte Inhalte und Lehrmethoden herauskristallisiert, die ich mir in der Schule noch verstärkt gewünscht hätte.

Vorbilder sind entscheidend, um sich die eigene Zukunft ausmalen zu können

Zur Studien- und Berufsorientierung wäre es toll gewesen, Menschen aus der Arbeitswelt, in meinem Fall vor allem Gründer:innen kennenzulernen. Erst jetzt in meinem Praktikum hatte ich die Chance durch enge Zusammenarbeit mehr darüber zu erfahren, wie der Arbeitsalltag in einem Startup ist. Als Format in der Schule wäre ein Vortrag mit Q&A vorstellbar, bei dem Erfahrungen und Tipps mit den Schüler:innen geteilt werden. So kann man aus erster Hand lernen und erkennen, ob man sich den jeweiligen Karriereweg auch für sich selbst vorstellen kann. Außerdem machen Vorbilder Mut. 

Da unter den CEOs vor allem Männer zu finden sind, wäre es für mich toll gewesen, etwas über den Werdegang einer Gründerin zu erfahren. Das wäre auch eine effektive Möglichkeit, um endlich mehr Frauen unter die CEOs zu bekommen. 

Die “echte Welt” ist nicht in “Mathematik”, “Wirtschaft”, “Englisch” und “Geologie” aufgeteilt

Es sollte viel öfter fächerübergreifende Projekte an Schulen geben. Denn der Trend geht in die Richtung, dass alles komplexer wird und miteinander verflochten ist. Stichwort “Globalisierung” und “Klimawandel”. Auch beim Gründen sind verschiedenste Kompetenzen und Soft Skills notwendig, die man nicht als einzelne Fächer differenziert voneinander lehren kann. Das habe ich in meinem Praktikum festgestellt, da alle Bereiche verzahnt sind und es nicht die eine Person gibt, die für eine bestimmte Aufgabe verantwortlich ist. Beispielsweise kümmert sich Mitgründerin, Manuela Sayin, um Finanzen, Recht und Sales. Im Corporate-Umfeld kommen auf diese Tätigkeiten mindestens drei Personen. Während meiner Schulzeit konnte ich durch business@school konnte viel Wissen durch praktische Anwendung noch weiter vertiefen und mit verwandten Themen verknüpfen.

Scheitern ist okay! …wenn man daraus lernt und es dann noch einmal versucht.

Auch eine gesunde Fehlerkultur ist unglaublich wichtig, um Schüler:innen darauf vorzubereiten, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Denn es ist rein statistisch sehr wahrscheinlich, dass das erste Startup nicht der große Durchbruch sein wird. Der Knackpunkt ist, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und es wieder zu versuchen. Bei matched.io sollen beispielsweise bewusst viele Fehler gemacht werden. Man spricht darüber und es gibt offenes Feedback. Daraus kann man bestmöglich lernen und steht gleichzeitig noch füreinander ein. Wenn Fehler machen und Scheitern normalisiert werden, entwickeln die Lernenden eine Toleranz für Ambiguität. Sie lernen, dass die Möglichkeit des Versagens besteht, dass das jedoch noch lange kein Weltuntergang ist. Diese Einstellung macht mutig, verringert die innere Hürde, Neues zu versuchen und Risiken einzugehen. Das ist nicht nur für zukünftige Gründer:innen, sondern für alle Menschen, die in ihrem Leben wachsen und große Ziele erreichen wollen, wichtig. 

Schüler:innen soll Mut gemacht werden, dass sie die Welt verändern können

Wie man an dem Beispiel business@school gesehen hat, reichen schon kleine Impulse aus, um Großes ins Rollen zu bringen. So schaffen wir es, Schüler:innen Mut zu machen, ihre Träume zu verwirklichen und über kritischen Meinungen von außen stehen zu können. Ihnen soll vermittelt werden, dass sie die Welt verändern können. Ganz egal, ob durch Social oder Environmental Entrepreneurship oder durch beispielsweise politischen Einsatz. Dieses “Growth Mindset” ist eines der entscheidendsten Dinge, die ich während meiner Schulzeit noch vermisst habe. Durch das Kennenlernen von Vorbildern, themenübergreifende Fächer und eine gesunde Fehlerkultur in Schulen, würden die Gründer:innen der Zukunft jedoch gut auf ihren Werdegang vorbereitet werden. 

Über die Autorin
Lisa Steinhauser ist Teilnehmerin des technischen Studienorientierungs- und vorbereitungsjahres “proTechnicale”. In diesem Rahmen macht sie ein Praktikum beim HR Tech-Startup matched.io, wobei sie ihre ersten Berufserfahrungen sammelt. Lisas Ziel ist es, später einmal selbst ein Tech-Startup zu gründen, mit dem sie gesellschaftliche oder Umweltprobleme lösen kann. Für ihr Engagement und Interesse wurde sie im Jahr 2019 mit dem “Top Talents under 25”-Award ausgezeichnet.

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#DealMonitor – Tencent investiert in Scalable Capital – peaq bekommt 2,5 Millionen – Flow Lab sammelt 1 Million ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Scalable Capital
+++ Jetzt offiziell! Der chinesische Techkonzern Tencent und Altinvestoren investieren 180 Millionen US-Dollar in Scalable Capital. Der digitale Vermögensverwalter, der 2014 von Florian Prucker, Erik Podzuweit, Patrick Pöschl, Adam French und Stefan Mittnik gegründet wurde, sammelt nun schon 320 Millionen Dollar ein. “Das neue Kapital wird verwendet, um das europäische Wachstum von Scalable Capital zu beschleunigen und den Aufbau eines ganzheitlichen digitalen Vermögensverwaltungs- und Brokerage-Angebots fortzusetzen”, teilt die Jungfirma mit. Im Zuge der aktuellen Investmentrunde steigt das Unternehmen aus München zum Unicorn auf. Die Bewertung liegt bei 1,4 Milliarden Dollar (Post-Money). 230 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Scalable Capital. Zuletzt sammelte das der Neobroker und Robo-Advisor 50 Millionen Euro ein – unter anderem von Hedosophia, BlackRock, HV Capital und Tengelmann Ventures. Im Insider-Podcast haben wir bereits am Montag über das Investment berichtet. Mehr über Scalable Capital

peaq
+++ Die Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co., Werner Geissler, ehemaliger Vice-Chairman von Procter & Gamble, und Meteoric VC investieren 2,5 Millionen Euro in peaq. Das Startup aus Berlin, das 2017 von Till Wendler, Julia Poenitzsch, Max Thake und Leonard Dorlöchter gegründet wurde,  möchte Unternehmen dabei helfen, Prozesse zu automatisieren und Kosten einzusparen. Dafür setzt das peaq-Team auf sogenannte Distributed Ledger Technology. “Unsere dezentrale Infrastruktur transformiert das Internet der Dinge in die hyper-vernetzte Economy of Things”, verspricht das Startup. Mehrere Angel-Investoren investierten zuvor bereits 750.000 Euro in peaq.

Flow Lab
Der Berliner Kapitalgeber IBB Ventures, APX, der Frühphaseninvestor von Axel Springer und Porsche, sowie einige Business Angels investieren 1 Million Euro in das Berliner Startup Flow Lab. Die Jungfirma, die 2018 von Jonas Vossler, David Jacob und Peter Schwarz gegründet wurde, entwickelt eine individuelle Mental-Trainings-App. ”Mit Hilfe von geführten Audiosessions lernst du Schritt für Schritt, auch unter Stress produktive Höchstleistungen zu erzielen”, heißt es auf der Website. APX, die Unternehmensberatung IIC Solutions und drei Business Angels investierten zuvor bereits 285.000 Euro in Flow Lab.

Travelcircus
+++ Die Altinvestoren investieren eine siebenstellige Summe in Travelcircus. Das Startup, das von 2014 von Nils Brosch, Bastian Böckenhüser, Mathias Zeitler und Robert Anders gegründet wurde, kümmert sich um “handverlesene Kurzreisepakete im DACH-Raum”. In der Vergangenheit investierten Geldgeber wie Airbridge Equity Partners, Tengelmann Ventures, MairDumont Ventures, IBB Ventures und Howzat Growth rund 7,5 Millionen Euro in die Jungfirma. 70 Mitarbeiter:innen wirkten derzeit für Travelcircus.

VENTURE CAPITAL

Emerge Accelerator
+++ Die Investoren SoftBank und Speedinvest starten mit Emerge Accelerator ein Programm für “mehr Diversität in der europäischen Tech-Branche”. Der Emerge Accelerator richtet sich gezielt an “Startups, die mindestens eine/n Gründer*in haben, der oder die sich als People of Color, weiblich, LGBTQ+, Mensch mit Behinderung oder Geflüchtete*r identifiziert”. Zu den Unterstützer:innen des Emerge Accelerators gehören Cherry Ventures, Breega, firstminute Capital und Kindred. In den USA investierte SoftBank im Rahmen der ersten Emerge-Reihe insgesamt 5 Millionen US-Dollar in 13 Startups.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Brandneu – 11 junge Kölner Startups, die man kennen sollte


In Köln und Umgebung lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Auch in den vergangenen Wochen sind wieder einige spannende neue Startups in Köln entstanden. Einige sehr junge Startups davon stellen wie an dieser Stelle einmal vor.

Boyoca
Über Boyoca kann jeder Campingplätze online buchen. Die Betreiber von Campingplätzen möchte das Kölner Team “mit kuratierten Services unterstützen, die ihnen dabei helfen, ihre alltäglichen Herausforderungen in einer dynamischen, digitalen Welt erfolgreich zu meistern”.

Braidys
Das Kölner Startup Braidys, ein Projekt aus dem Hause myDaylivery, liefert über seine App Alltagsprodukte (Supermarkt, Apotheke, Kiosk) und auch leckeres Essen in 90 Minuten in die gute Stube seiner Kunden. “Wir verbinden Ship from Store mit On-Demand Delivery”, teilt die Jungfirma mit.

Co-Leader
Hinter Co-Leader verbirgt sich ein “digitales Praxistraining für Führungskräfte”. Das Startup, das von Philipp Spiekermann und Florian Abel gegründet wurde, verspricht dabei “personalisierte und praxisnahe Lernpfade und ein neuartiges Lernerlebnis”.

digiblue
digiblue entwickelt smarte IoT-Lösungen.Dabei stehen Themen wie Temperaturmonitoring, Raumluftqualität und Füllstände im Vordergrund. “Durch den Einsatz von modernsten NB-IoT Radarsensoren können aktuelle Füllstände ohne Arbeitsaufwand digital erfasst und überwacht werden”, berichtet das Startup.

Mindzeit
Hinter Mindzeit verbirgt sich ein Anti-Stress Coach. Die Kölner Gründer beschreiben ihre App als “ein intelligentes Anti-Stress Tool, das sich auf die individuellen Bedürfnisse seiner Nutzer*innen einstellen kann”. Das Startup wurde von Céleste Kleinjans und Marinko Spahic ins Leben gerufen.

Naughty Nuts
Bei Naughty Nuts dreht sich alles um Nüsse. “Wir kreieren innovatives Bio Nussmus aus 100 % natürlichen Zutaten. Damit sorgen wir für ein überraschendes Geschmackserlebnis und zeigen wie vielseitig Nussmus ist”, teilen die Gründer Benjamin Porten und Lorenz Greiner mit.

Planted
Das Kölner Startup Planted möchten seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen, das von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller, Wilhelm Hammes gegründet wurde, Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen.

Read-O
Hinter Read-O verbirgt sich eine Buchfinder-App. “Diese durchsucht Rezensionen gezielt nach den durch Bücher vermittelten Emotionen. So können Leserinnen und Leser nach Büchern suchen, die zu ihrer Lesestimmung passen”, teilt das junge Kölner Startup mit.

TwoReach
Das junge AdTech-Unternehmen TwoReach, das von Hannes Eitel und Sebastian Zach geführte Unternehmen entwickelt ein Self-Service Plattform, die Streamer mit werbenden Unternehmen verbindet. Die Werbetreibenden haben so “Zugang zu skalierbarem Influencer Marketing auf wie Twitch und YouTube”.

Unibridge
Das Kölner Startup Unibridge positioniert sich als deutsch-chinesische Karriereplattform. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Our focus is on job ads and companies that are looking for bridge skills and have cultural interest and experience in both cultures – Germany and China”.

Wild Baboon
Wild Baboon verkauft “Bio Aloe Vera für Gesicht, Körper und Haare”. Dazu schreiben die Kölner: “Unser nachhaltige Partnerbetrieb im sonnigen Mexiko gewinnt seinen Strom aus Solarenergie, nutzt ausschließlich natürliche Dünger und ist mehrfach zertifiziert und geprüft”.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Shutterstock

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#Anzeige – Wechsel von B2C zu B2B: Neue Kunden bei gleicher Technologie


Die Data Hub Challenge: Über 200 Jahre Bergbau-Wissen zukünftig digital verfügbar machen

Die RAG ist DAS Traditionsunternehmen, dass das Ruhrgebiet geprägt hat: Über 200 Jahre förderten Bergwerke in NRW und dem Saarland Steinkohle – bis 2018 die letzte Zeche geschlossen wurde. Die Arbeit der RAG in der Region geht jedoch weiter: Als sogenannte Ewigkeitsaufgabe übernimmt die RAG Verantwortung, die ehemaligen Bergbauregionen weiterhin sicher und lebenswert zu machen. Für diese Aufgabe ist es essentiell das über Generationen aufgebaute Wissen von Mitarbeitern auch für künftige Generationen nutz- und auffindbar zu machen. 

Die Aufgabe für die damalige Data Hub Challenge der Gründerallianz Ruhr lautete daher: Die unternehmensinterne Suchmaschine für Dokumente, Bergwerkspläne und Co. optimieren und das Wissen schnell, effizient und nutzerspezifisch zugänglich machen. So soll verhindert werden, dass wertvolles Know-how mit dem Austritt von Mitarbeitern verloren geht. Für diese Aufgabe hat sich die RAG für das Startup ambeRoad entschieden: das Aachener Team hatte bis dahin Webseiten anhand von Schlagwörtern mit Konkurrenzseiten verglichen, um diese dadurch zu optimieren. Diese Suchtechnologie verwenden sie nun auch im Bereich von Unternehmensdokumenten, um diese entsprechend der Suchbegriffe zu finden und zu klassifizieren. “Für uns war das Projekt ein gelungener Start zur Nutzung von KI-Methoden im Bereich Geoinformation und Suchtechnologie. Das Know-how und die Innovationsfreude von ambeRoad ero?ffnen dabei vo?llig neue Mo?glichkeiten zur intelligenten Nutzung unserer Datenbesta?nde“, so Peter Vosen, Abteilungsleiter Geodaten der RAG. 

Data Hub Use Case öffnet neue Türen im B2B-Bereich

Auch Julian Reinauer, einer der Gründer von ambeRoad, ist zufrieden mit dem neuen Anwendungsfall und der Zusammenarbeit: “Das Projekt lief auch nach dem Demo Day nahtlos weiter, um unsere Lösung nach dem Proof of Concept zu optimieren. In Phase zwei geht es nun um die Implementierung in den Konzern und darum, im Tagesgeschäft neue Funktionen mit den Nutzern zu entwickeln.” 

Dass die Technologie auch für andere Firmenkunden ein relevantes Thema ist, zeigt ein weiterer neuer Kunde aus dem Ruhrgebiet: Beim Reverse Pitch der Initiativkreis Ruhr GmbH & der IHK zu Dortmund beim RuhrSummit hat Siemens Energy einen ähnlichen Case ausgeschrieben, um Dokumente schnell verfügbar und auffindbar zu machen. Mit ihrer im Rahmen des Data Hubs erarbeiteten Lösung für die RAG konnte ambeRoad auch Siemens Energy überzeugen. Bis Sommer läuft der Proof of Concept, im Anschluss entscheidet sich, ob das Projekt in die nächste Phase geht. 

Der Data Hub als Sprungbrett für Startups

Gerade für junge Teams im B2B-Bereich sind erste Kunden und Show-Cases häufig schwer zu finden, aber entscheidend für Folgeprojekte. Für das Team von ambeRoad war die Teilnahme am Data Hub Programm daher ein voller Erfolg und mit einem neuen Anwendungsfall sowie gleich zwei neuen Großkunden verbunden: “Der Data Hub war für uns ein echtes Sprungbrett und hat uns einen komplett neuen und tatsächlich besseren Anwendungsfall für unsere Such-Technologie eröffnet, mit dem wir die Kunden überzeugen konnten. Die Teilnahme können wir daher allen Teams nur empfehlen!”

Neuer Open Call des Data Hub Ruhr

Bis zum 15.06. läuft der aktuelle Open Call des Data Hub Ruhr mit acht neuen Anwendungsfällen und Partnerunternehmen wie Vonovia, Evonik, BRZ und der RAG. Startups können sich mit innovativen, datengetriebenen Lösungen auf die Data-Challenges der Unternehmen bewerben. Für die ausgewählten Teams gibt es 20.000 € sowie ein dreimonatiges Pilotprojekt mit dem Unternehmen für den Proof of Concept.

Alle aktuellen Data-Challenges gibt es hier: https://www.gruenderallianz.ruhr/de/datachallenges 

Gespräch mit Felix Schröder, Lead Data Hub Ruhr

Felix Schröder, Lead Data Hub Ruhr

Was macht das Data Hub Programm aus?
Dass es sehr konkret ist und die Erwartungshaltungen vorher genau abgesteckt sind. Die Startups lösen gemeinsam mit den Unternehmen ein vorab definiertes Businessproblem und können die Partner so innerhalb von 3 Monaten von ihrer Lösung überzeugen. Erfreulicherweise klappt das auch sehr gut: die meisten unserer Data Hub Matches arbeiten auch weiterhin erfolgreich zusammen an Folgeprojekten.

Was müssen Teams mitbringen, um die Partner-Unternehmen zu überzeugen?
Technisches Know-how für den Anwendungsfall und idealerweise Referenzen. Letzteres muss nicht zwingend aus der Branche des Anwendungsfalles kommen, aber die Lösung muss übertragbar sein – wie bei dem Beispiel von ambeRoad. Ideal ist der Data Hub daher für Teams, die schon eine Lösung oder ein Produkt haben, aber noch auf der Suche nach Showcases oder neuen Kunden sind.

Was passiert nach dem Open Call?
Während der Projektphase sollen sich die Teams ganz auf die Lösung des Anwendungsfalles konzentrieren. Daher hören wir zwischendurch mal nach wie es läuft und beraten bei Bedarf. Für unsere Alumnis bieten wir aber verschiedene Matching-Möglichkeiten an: Mit den über 70 Partnerunternehmen des Initiativkreis Ruhr haben wir hier ein starkes Netzwerk, durch das schon einige Partnerschaften geschlossen werden konnten.

Kontakt
Felix@gruenderallianz.ruhr
+49160-93924998

Fotos: Data Hub Ruhr

#aktuell, #anzeige, #data-hub-ruhr

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#DHDL – Click’n’Tree: Der richtige Gründer für den “Karitalismus”


Ja, mächtig Action wurde dem Zuschauer vor der Sommerpause noch einmal geboten. Und ein Thema, das wohl niemanden kalt lässt. Der Gründer Chris Kaiser will mit seinem Unternehmen Click’n’Tree dazu beitragen, dass mehr Bäume gepflanzt werden. Doch anders als gemeinnützige Organisationen, die auch viel auf Freiwilligenarbeit setzen müssen, will er ein skalierbares Geschäftsmodell daraus aufbauen.

Angefangen hat er mit einem fast schon “klassischen” Affiliate-Modell im Reisebereich: Über die Seite von B’n’Tree kann der Nutzer zu verschiedenen Reise-Websites gelangen. Bucht er dann hier etwas, erhält B’n’Tree als Vermittler eine Affiliate-Provision. Leider sind diese in der Branche nicht besonders hoch, und so fallen im Schnitt ca. 4 Euro pro Buchung ab.  Da die Pflanzung eines neuen Baumes für rund 3,50 Euro realisiert werden kann, trägt sich das Modell zwar grob, aber man kann sich leicht ausrechnen, dass es für die 50 Cent, die hier im Schnitt übrig bleiben, eher schwierig wird, das Modell zu skalieren.

Deswegen hat der Gründer sein Modell erweitert, und partnert jetzt direkt mit großen Unternehmen, nicht nur aus der Tourismus-Branche.

Hierbei verkauft er den gepflanzten Baum für 5 Euro – die Marge ist also etwas größer, und der Partner macht das Marketing für sein eigenes Projekt. Mit bereits über 100.000 gepflanzten Bäumen in 12 Ländern und einer recht gut gefüllte Pipeline auf Unternehmensseite läuft das Modell auch bereits gut an. Alleine schaffte er in seinem erste Vollzeit-Monat für Click’n’Tree sechs neue Firmenkunden zu akquirieren, was ihn für das nächste Jahr noch viel optimistischer stimmte.

Die Löwen finden die Idee großartig. Doch Nils Glagau ist das Geschäftsmodell noch etwas zu schwammig, die beiden aktuell laufenden Modelle erscheinen nicht ganze klar. Auch Carsten Maschmeyer fragt noch einmal nach, worin genau der USP bestehe.

Der Gründer nutzt zur Erklärung seine Wortneuschöpfung “Karitalismus”, was wohl so viel wie Gutes tun, aber in hoch skalierbarem Maße, heißt. Möglich, weil man es eben als Geschäftsmodell aufsetzt und dabei Geld verdient, nicht als wohltätige Organisation. Nebenbei gibt es noch einen weiteren positiven Effekt: es werden Arbeitsplätze geschaffen, man ist nicht auf gemeinnützige Arbeit angewiesen, um die Aufträge zu erfüllen. Denn dies würde Wachstum auch immer in irgendeiner Form beschränken.

Und was SirPlus und LetsAct nicht so richtig rüberbringen konnten, schafft der Gründer, der schon auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet hat: die Löwen zu überzeugen, das richtige Modell gebaut zu haben, um Gutes zu tun, damit trotzdem Geld zu verdienen und das Ganze im Idealfall noch möglichst groß zu machen.

So sieht er sich selbst auch weder als einen Umwelt-Aktivisten wie Greta Thunberg, noch als Vollblut-Kapitalisten wie Marc Zuckerberg, sondern eine Mischung aus beidem. Das sorgt zumindest für sympathisierende Lacher, war aber vielleicht auch genau die Erklärung, die manchen Löwen vollends von Gründer und Modell überzeugte, den die Argumentation, dass nur die gesunde Mitte hier auch wirklich erfolgreich sein kann, überzeugte.

Für viele unerwartet zeigt dann vor allem Judith Williams unverhohlenes Interesse. “Ist das was für Dich?” raunt sie ihrem Sitznachbarn Carsten Maschmeyer zu. Die beiden tuscheln. Und machen schließlich ein noch nie da gewesenes Angebot in “Die Höhle der Löwen”: sie bieten die erfragten 75.000 Euro, wollen allerdings 25,1%. Doch sie wollen nur irgendwann, wenn es gut läuft, ihr Geld zurück haben und keinen Gewinn machen. Daher sollen diese 25,1% an zukünftige Mitarbeiter im Rahmen eines ESOP-Programms verteilt werden.

Das hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich eine sehr elegante Lösung. Wenn Mitarbeiter am finanziellen Erfolg eines Unternehmens beteiligt werden sollen, bekommen sie oft sogenannte virtuelle Anteile im Rahmen eines “Employee Stock Option Programme”, kurz ESOP. Ihnen gehören nicht wirklich Teile des Unternehmens, das heißt, sie können in der Gesellschafterversammlung auch keinen Einfluss nehmen. Kommt es aber zum Beispiel zu einem (Teil-)Verkauf des Unternehmens, bekommen sie anteilig soviel vom Kuchen ab, wie sie eben virtuelle Anteile besitzen. Normalerweise geht dieser Teil dann vom Anteil der Gründer ab, denn irgendwer muss ja weniger Geld bekommen, wenn es plötzlich noch weitere Nutznießer gibt, die eigentlich gar nicht am Unternehmen beteiligt sind.

Hier bieten aber die Löwen ihre Anteile am finanziellen Gewinn – minus ihr Investment – zur Verteilung an die Mitarbeiter an. Eigentlich eine sehr einfache und elegante Lösung, die mit verhältnismäßig wenig Text im Beteiligungsvertrag gelöst werden kann.

Aber eben sehr bemerkenswert, wie effektiv die Löwen damit sicherstellen, dass sie nicht am Gewinn partizipieren werden.

Doch Georg Kofler und der bereits ausgeschiedene Löwe Nils Glagau sehen das anders: ihnen gefällt das Denken des Gründers, und sie konkurrieren um den Deal mit ihrem Angebot von 100.000 Euro  für 20% – bieten also sogar eine höhere Bewertung.

Nachdem der Gründer bei seinem Mentor nur die Mailbox erreicht – was wohl auch so noch nicht vorkam – entscheidet er sich jedoch für die Kombination von Judith Williams und Carsten Maschmeyer – und verschafft somit der Investorin ihren wohl bisher technischsten Deal. 

Die freut sich, vermutet sie doch viel Lob ihrer Töchter. “Mama, das ist das vernünftigste Startup, was Du je gemacht hast”, hört sie sie sagen. Leider aber platzte der Deal nach der Show.

Ganz zum Schluss der Staffel gab es also noch einen Pitch mit so vielen Neuerungen, dass es an sich schon wieder ein Rekord ist. Und ein würdiger Abschluss einer so stark von nachhaltigen Geschäftsmodellen geprägter Staffel wie noch keine zuvor.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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