#Interview – “Selbstständigkeit bietet viele Freiheiten, aber auch extrem viel Verantwortung”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Anna Nußbaum, Gründerin von Miyana Berlin. Das junge Unternehmen bietet “feminine Damenschuhe in Übergröße” an.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Das Wichtigste im Gründer Alltag ist für mich eine gewisse Routine zu haben. Ich setze diese um, in dem ich mir zu Beginn jeder Woche einen genauen Plan mache, welche To-Do’s anstehen und jeden Tag zur exakt gleichen Zeit aufstehe & mit der Arbeit beginne. Die Selbstständigkeit bietet viele Freiheiten, aber auch extrem viel Verantwortung gepaart mit sehr viel Arbeit. Sich eine Struktur zu schaffen ist daher sehr wichtig.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Jede/r Gründer*in wird mir wahrscheinlich in der Aussage zustimmen, dass man nie ganz abschaltet – gerade zu Beginn. Ich habe jedoch die fixe Regel, wirklich alles im Büro zu erledigen. Wenn viel ansteht, bleibe ich also lieber lange dort, als noch etwas mit nach Hause zunehmen. Mein Laptop bleibt grundsätzlich auch über Nacht dort 😉 Wenn ich also Feierabend mache, höre ich auch wirklich auf zu arbeiten und kann somit ganz gut abschalten. Ohne diese Regelung gäbe es wohl gar kein Stopp, etwas zu tun gibt es schließlich immer!

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ich bin von Grund auf ein sehr realistischer Mensch – tendiere also weder zu großem Optimismus oder Pessimismus. Das war bei der Gründung sehr hilfreich, da ich mir vieles ähnlich ausgemalt habe, wie es sich dann auch ergeben hat. Allerdings fiel es mir am Anfang sehr schwer, Aufgaben abzugeben. Lässt man sich jedoch einmal darauf ein und findet Personen für’s Team denen (& deren Fähigkeiten) man vertraut, ist es unglaublich befreiend und auf Dauer natürlich sowieso mit Wachstum unausweichlich.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die erste Hürde war natürlich, den Mut zu finden sich zu 100% für den Weg einer Gründung zu entscheiden und damit erst einmal gegen einen bezahlten Job. Als mein Entschluss dann feststand, war die größte Hürde sich in der sehr traditionellen Schuhindustrie ohne vorherige Arbeitserfahrung in dieser oder Netzwerk zurechtzufinden. Ein großes Thema war zum Beispiel einen passenden Produzenten in Italien zu finden, der überhaupt Schuhe in einer Größe 41 und größer für Frauen herstellt.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Glücklicherweise ist mir noch kein größerer Fehler unterlaufen, ich hab allerdings gelernt, mich aufs Wesentliche zu konzentrieren und mich nicht stundenlang mit kleinen, administrativen Aufgaben zu verzetteln. Hier muss man schnell klare Entscheidungen treffen oder die Sachen abgeben, um sich den Großteil des Tages konzentriert auf die wichtigen Dinge fokussieren zu können.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Gute Frage, denn Teambuilding ist wirklich eine große Herausforderung. Gleichzeitig kann man jedoch gut auf sein Bauchgefühl hören und spürt meistens innerhalb der ersten Gespräche sehr schnell, ob eine Person ins Team passt. Nach diesem Gefühl würde ich immer wieder gehen. Ich hatte bisher Glück, dass mir einige Leute über Bekannte empfohlen wurden, wo sowohl Fähigkeiten als auch die persönliche Note sehr gut gestimmt haben.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Klare Zielsetzung und gute Struktur. Behaltet das Big Picture im Auge! Baut euch so schnell ihr könnt ein Team auf und gebt Aufgaben ab. Das hilft wahnsinnig. Sprecht mit so vielen Menschen über eure Idee wie möglich – die besten Impulse kommen oft unerwartet.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Unser Shop läuft über Shopify, das ist also natürlich die absolute Basis von Miyana Berlin. Dicht gefolgt von Slack – ich kann mir Arbeiten ohne Slack garnicht mehr vorstellen, man spart so unglaublich viel Zeit!

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Ich denke der Grundstein ist gegenseitige Zuverlässigkeit und Vertrauen. Wenn man sich auf jeden im Team verlassen kann, gibt es keinerlei Anlass zu schlechter Stimmung – auch nicht, wenn mal Fehler passieren. Wir haben keine Hierarchie und arbeiten alle zusammen auf Augenhöhe. Da geht allerdings nur, weil wirklich alle sehr zuverlässig sind.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Wahrscheinlich mein erster geplanter Besuch bei meinem Produzenten in Italien, bei dem ich nach Rom geflogen bin, um von da aus mit dem Mietwagen weiter zu fahren. Auf halber Strecke stellte ich fest, dass die Italiener mehrere Tage landesweit die Tankstellen geschlossen haben – aufgrund eines Streiks. Ich strandete somit in einem kleinen Bergdorf, 150 Km vor meinem eigentlichen Ziel. Mit leerem Tank und ohne öffentliche Anbindung!

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): Miyana Berlin

#aktuell, #e-commerce, #femalefounders, #grunderalltag, #interview, #miyana-berlin

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#StartupTicker – +++ PlusDental – McMakler – Kianava – HelloFresh – Factor75 – Lios Ventures – 50 Startups


Im #StartupTicker geben wir euch einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was wirklich wichtig war!

INVESTMENTS

PlusDental
+++ Der  Münchner Private-Equity-Fonds Cadence Growth Capital investiert eine achtstellige Summe in das junge Berliner Startup PlusDental – siehe Gründerszene. Das Startup, das unter dem Namen SunshineSmile von Constantin Bisanz, David Khalil, Peter Baumgart und Lukas Brosseder ins Leben gerufen wurde, positioniert sich im Bereich “digitale Zahnmedizin und ästhetische kieferorthopädische Korrekturen mit transparenten Zahnschienen”. Der Health-Investor Ping An Global Voyager Fund investierte erst imMai gemeinsam mit den Holtzbrinck Ventures und Lakestar 32 Millionen Euro in PlusDental.

McMakler
+++ Der amerikanische Finanzinvestor Warburg Pincus investiert gemeinsam mit einigen Bestandsinvestoren in das Berliner Unternehmen McMakler. Das Handelsblatt berichtet von einem Investment in Höhe von 50 Millionen US-Dollar. Target Global, Israel Growth Partners und einige Bestandsinvestoren investierten zuletzt 50 Millionen Euro in McMakler, ein Berliner Makler-Startup. Die Bewertung soll laut FinanceFWD bei rund 400 Millionen liegen.

Kianava
+++ Jetzt offiziell: Der österreichische Geldgeber Speedinvest investiert – wie bereits im September berichtet – in Kianava. Nun ist auch die Summe bekannt: Speedinvest investiert 1,25 Millionen Euro. Das junge Berliner Health-Startup, das von Saman Hashemian (früher 8fit) gegründet wurde, entwickelt eine Telemedizin-Plattform über die Patienten aller Art über einen längeren Zeitraum – mehrere Monate – von Ärzten und Therapeuten betreut werden können.

EXITS

Factor75
+++ Der börsennotierte Kochboxen-Anbieter HelloFresh übernimmt den Fertiggerichte-Anbieter Factor75. “Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf bis zu USD 277 Millionen”, teilt das Unternehmen mit. Factor75 peilt 2020 einen Umsatz in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar an. Factor wurde 2013 gegründet und gilt als “führender Anbieter für ready-to-eat Gerichte mit dem Fokus auf Gesundheit und Wellness”.

VENTURE CAPITAL

Lios Ventures
+++ Der neue Münchner Kapitalgeber Lios Ventures, hinter dem vor allem Frank Mair (Verlagsgruppe MairDuMont) steckt, investiert insbesondere in Travel-Startups. Lios Ventures tritt im Grunde die Nachfolge von MairDuMont Ventures, das weiter existiert, an. Mit Lios Ventures möchte Reise-Experte Mair die Venture-Aktivitäten nun unabhängiger von der eigenen Verlagsgruppe aufstellen.

LESENSWERT

50 innovative Startups
+++ Derzeit boomen Themen wie E-Commerce, FinTech und fast täglich entstehen neue Thrasio-Klone. In den vergangenen Wochen sind aber auch wieder viele neue Software-Firmen, Hardware-Unternehmen, Tool-Firmen, DeepTech-Firmen sowie Sales- und Vertriebs-Tools entstanden.

PODCAST

News #33 –  McMakler – SellerX – Razor Group – Forto – Tourlane – Tier – Instana

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Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#Gastbeitrag – Corporate meets Startup oder auch Südkorea trifft Nordkorea


Unternehmen und Start-ups können nicht unterschiedlicher sein. Diese kulturellen Hürden sind ein wenig vergleichbar mit Süd- und Nordkorea: Im Prinzip sprechen beide die gleiche Sprache, haben denselben Ursprung und trotzdem sind sie sehr unterschiedlich. Bei dem Vergleich mit Nord- und Südkorea geht es übrigens nicht darum, eine Seite als schlechte Seite und eine Seite als gute darzustellen. Es geht lediglich darum, mit diesem Beispiel die elementaren Unterschiede aufzuzeigen. 

Die Praxis zeigt, dass etablierte Unternehmen immer noch viele Hürden aufstellen, wenn es um die Zusammenarbeit mit Start-ups geht. Sie pochen auf Sicherheit, Kontrolle und geistiges Eigentum und setzen ihre Themen eher langfristig nach dem Wasserfallprinzip um. Dabei ist die Angst, Ideen offen zu teilen und früh über sie zu sprechen, überholt. Denn heutzutage ist eine Idee nichts wert. Vielmehr kommt es darauf an, was man aus ihr macht, wie unter anderem der Zusammenschluss von etventure und EY zeigt. 

Warum war es der richtige Schritt? 

In der Beraterwelt war es eine der Top-Transaktionen im Jahr 2017: Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY kauft Digitalberater und Company Builder etventure. Die Schlagzeilen reichten damals von „EY kauft die Zukunft ein und übernimmt etventure“ (deutsche-startups.de) bis „Treiber für den Wandel“ im „Handelsblatt“. Mein persönliches Umfeld reagierte teilweise so: „Wow Philipp, ihr werdet eure unternehmerische Freiheit verlieren“, „Ihr werdet sofort integriert und gelb angemalt“, „Du kannst direkt mal den Hoodie ausziehen und Anzug und Krawatte kaufen gehen“ sowie „Eure coolen Marketing-, PR- und Sales-Aktivitäten könnt ihr ja dann sofort einstellen. EY wird eine solche Kommunikation niemals zulassen“. Die krasseste Äußerung aber war: „Sie werden euch auffressen und sofort integrieren.“ 

In der 100-jährigen Geschichte von EY ist etventure – auch drei Jahre nach der Transaktion – die erste Akquisition, bei der die Gesellschaft nahezu vollständig unabhängig bleibt: mit eigenem Business-Case, eigenem Recruiting, eigenen Offices, eigener Marktorganisation. Einfach war die Verbindung auf Anhieb nicht: Die etventure-DNA, stark geprägt durch eine Start-up-Kultur, unterscheidet sich fundamental von den strukturierten und durchorganisierten Prozessen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Daher reagierten damals insbesondere die etventure-Mitarbeiterinnen unsicher und verhalten. Wir hatten uns sieben Jahre lang als Anti-Beratung positioniert und jetzt wurde etventure verkauft; zwar an keine reine Beratungsfirma, aber sollten Wirtschaftsprüfer tatsächlich besser sein? 

Wir benötigten zusätzliche Fähigkeiten und Stärken 

Die große Stärke von etventure bestand in der Vergangenheit vor allem darin, dass wir ohne großes Branchen-Know-how zu Kunden gefahren sind und unvoreingenommen Digitalprojekte in einem geschützten Raum anstoßen konnten. Wir haben für Klöckner die Digitaleinheit kloeckner.i aufgebaut und digitale Kanäle entwickelt, die darauf abzielen, die ineffizienten Liefer- und Leistungsketten in der Stahlbranche sowie den angrenzenden Industrien zu beseitigen. Wir haben Schacht One (Haniel), SMS digital (SMS-group), W&W digital (Wüstenrot & Württembergi- sche) aufgebaut oder waren für BASF, Schwan-Stabilo oder Putzmeister direkt im Einsatz, um nur einige Milestones zu nennen. Das hat uns zu Digitalpionieren gemacht. 

Aber der Markt entwickelte sich rasant weiter: Für viele Unternehmen ging es nicht mehr nur darum, schnell digitales Neuland zu entdecken, sondern neu entdeckte und validierte Geschäftsmodelle auch langfristig in der entsprechenden Breite und Tiefe als Teil des Kerngeschaäfts auszubauen. Dafür benötigten wir zusätzliche Fähigkeiten und Stärken, etwa im Hinblick auf spezialisiertes Branchen-Know-how oder auch auf organisatorische Themen in der übergreifenden Konzern-Transformation. Wichtig waren auch spezielle technologische Themen wie Cybersecurity, Data und IoT sowie auch das Erreichen einer globalen Schlagkraft für die internationale Skalierung von Digitalinitiativen. Das fehlte etventure und daher stand für uns fest: Wenn wir langfristig und nachhaltig Wirkung entfalten möchten – wirklich „Impact“ haben möchten – müssen wir uns in diesen Themen weiterentwickeln. Um dies in hoher Geschwindigkeit zu erreichen, brauchten wir eine Partnerin mit einem tiefen Organisationsverständnis – und die fanden wir in EY. Wichtig war aber auch eine Partnerin, die unsere Werte wie Zusammenhalt und Teamwork, Offenheit und Respekt, Enthusiasmus für die Sache und das ambitionierte Ziel, die digitale Zukunft entscheidend mitzugestalten, teilte. 

Kulturen und Fähigkeiten beider Seiten ergänzen sich 

Um das Beste aus beiden Welten kombinieren sowie unsere gemeinsamen Kundinnen ganz unterschiedliche Beratungsphilosophien aus einer Hand bieten zu können, war es wichtig, dass wir als etventure unsere DNA und unsere Motivation beibehielten. Was uns gelungen ist: etventure ist auch nach über drei Jahren noch immer eine starke Marke. Ohne Reibung lief das jedoch nicht ab. Es mussten Prozesse installiert werden, die wirtschaftsprüfungskonform waren, die gleichzeitig aber eine agile Organisation mit ausgeprägter Start-up-DNA wie etventure überforderten. Bei einigen Kundinnen mussten wir die Arbeit beenden, weil EY dort als Wirtschaftsprüfer aktiv war – so wollten es die Independence-Regeln. 

Es war eine Umbruchphase: Aus diversen Gründen verließen uns zahlreiche Mitarbeiterinnen. Einige zog es wieder in die Start-up-Welt, viele haben gegründet, manche sind auf die Kundenseite gewechselt und, auch das gab es, manche sind auf die EY-Seite gewechselt – im Übrigen auch andersherum. Dabei haben beide Seiten voneinander gelernt, sich gegenseitig inspiriert und gemeinsame interne wie auch externe Projekte gemeistert. Es hat aber auch geknirscht und geruckelt – und tut es bisweilen immer noch. Was aber auch normal ist, wenn zwei so unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Doch trotz aller Herausforderungen haben wir zahlreiche Leuchttürme geschaffen, die weder etventure noch EY so für sich allein hätten umsetzen können. So haben wir viele Kundinnen nur deshalb gewonnen, weil sich die Kulturen und Fähigkeiten beider Seiten ergänzen – und das ist die Zukunft. 

Die Start-up-DNA ist nicht zu transplantieren 

Unser Erfolgsmodell ist, dass EY und etventure nicht unkontrolliert aufeinanderprallten. Beide werden auch in Zukunft ihre DNA beibehalten und nicht verwässern, sie werden kooperieren und ihre Stärken kombinieren – eben nicht konkurrieren. 

Daher sollten Unternehmen, wenn sie sich an Start-ups beteiligen, sie kaufen oder mit ihnen kooperieren möchten, unbedingt bedenken, dass hier zwei völlig verschiedene Welten aufeinandertreffen. Was sich bereits beim Vertragswesen zeigt: Bestehen Unternehmen auf Kooperationsverträge, die monatelang von ihrer Rechtsabteilung erstellt werden (Start-ups verfügen in der Regel nicht einmal über eine solche), verschwenden sie nicht nur unnötig Zeit, die sie besser in die Zusammenarbeit investieren sollten. Sie riskieren auch, dass es das Start-up am Ende nicht mehr gibt. Denn gerade die Zeit ist für Start-ups, die noch in der frühen Phase ihrer Gründung stecken, enorm relevant, da sie meist nicht über die finanziellen Mittel verfügen, die ihnen langwierige Vertragsverhandlungen erlauben. 

Ferner sollte für Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Start-ups nicht nur die Motivation vorhanden sein, sie direkt zu kaufen. Sie sollten sich vielmehr auf gemeinsame Produkte und Kooperation fokussieren. So nämlich profitieren beide Seiten von den Stärken des jeweils anderen. Und weil die Transformation nicht zu kaufen ist, kann die DNA des Start-ups auch nicht ins Unternehmen transplantiert werden. Damit zerstört man nur die DNA des Start-ups und am Ende das Start-up selbst.

TippSebastian Borek (Founders Foundation) entzaubert das Szenethema Startups und Mittelstand

Werdet Weltmutführer

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem lesenswerten Buch: “Werdet Weltmutführer: Mit Mut und neuem Mindset in die digitale Zukunft” von von Philipp Depiereux. Der Unternehmer, Digitalpionier und ChangeRider zeigt in seinem Buch anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie sich Organisationen in dieser komplexen und sich ständig wandelnden Welt zurechtfinden. Denn die digitale Transformation bringt nicht nur große Herausforderungen, sie bietet auch einmalige Chancen.

Philipp Depiereux: “Werdet Weltmutführer: Mit Mut und neuem Mindset in die digitale Zukunft”, epubli, 432 Seiten, ab 9.99 Euro.
Jetzt bei amazon.de bestellen (Buch oder eBook)

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#aktuell, #corporate, #gastbeitrag

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#DealMonitor – Atlantic Labs investiert in Mila – fairCamper bekommt Millionensumme


Im aktuellen #DealMonitor für den 26. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Ben Fleet Services
+++ Der Versicherungskonzern Baloise investiert 5,5 Millionen Euro in das Startup Ben Fleet Services, einen Dienstleister für den Unterhalt von Fahrzeugflotten. Das junge Unternehmen wurde im vergangenen Jahr von EnBW und dem Company Builder Bridgemaker gegründet. “Das Berliner Startup beschäftigt inzwischen rund 100 Mitarbeiter*innenin ganz Deutschland. Neben traditionellen Firmenflotten zählen auch führende Anbieter neuer Mobilitätsdienste wie MILES, SIXT Share und stadtmobil zu seinen Kunden”, teilt das Unternehmen mit.

fairCamper
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Innovationsstarter Fonds Hamburg (IFH) und Business Angel David Majert investieren eine siebenstellige Summe in fairCamper, einen Marktplatz für “einfaches und sicheres” Mieten von Wohnmobilen und Campern. “Ein Großteil der Mittel fließt in die weitere Entwicklung der Plattform und der SaaS-Lösung. Ferner sollen die Mittel für den Ausbau des Teams eingesetzt werden und das internationale Wachstum ermöglichen”, teilt das Startup aus Hamburg mit.

Mila
+++ Der Berliner Frühphasen-Investor Atlantic Labs investiert gemeinsam mit Angel-Investoren wie Julian Blessin, Alan Poensgen, Andreas Schneider und Friedrich A. Neuman in Mila. Das junge Berliner Unternehmen beschreibt sich als “Raum für mentale Gesundheit in Unternehmen”. In sogenannten mila.sessions erhalten die Nutzer der Plattform Unterstützung von Experten. “Wir wollen das Stigma um das Thema psychische Gesundheit beseitigen”, teilt das Startup mit. mila wurde 2019 von Ines Räth, Catalina Turlea und Jonas Keil gegründet. In unserem ersten Pitch-Podcast könnt ihr euch die Idee hinter Mila anhören.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#aktuell, #atlantic-labs, #baloise, #ben-fleet-services, #berlin, #bridgemaker, #e-health, #enbw, #faircamper, #hamburg, #high-tech-grunderfonds, #innovationsstarter-fonds-hamburg, #mila, #venture-capital

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#Interview – Ein Startup, das Fahrräder repariert


Hinter smartvelo verbirgt sich ein mobiler Radservice. “Wir holen das Fahrrad bei den Kund*innen ab, stellen ein Leihfahrrad kostenlos zur Verfügung, reparieren es und bringen es wieder zurück! Wir arbeiten mit einer offen einsehbaren Preisliste und lassen weitere Reparaturen von den Kund*innen freigeben. Keine andere Fahrradwerkstatt bietet einen Bring- und Abholservice und stellt ein Leihfahrrad für die Reparaturdauer zur Verfügung”, sagt Mitgründer Henry Horn. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der smartvelo-Gründer das Konzept einmal vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter smartvelo erklären?
Apothekendienst für Fahrräder.

Welches Problem genau wollt Ihr mit smartvelo lösen?
Jeglichen Stress mit einem kaputten Fahrrad.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet smartvelo ein Erfolg?
Der Fahrradmarkt wächst stetig und unser Service ist einzigartig.

Wer sind eure Konkurrenten?
Keine andere Fahrradwerkstatt bietet einen Bring- und Abholservice und stellt ein Leihfahrrad für die Reparaturdauer zur Verfügung!

Wo steht smartvelo in einem Jahr?
In der nächsten Stadt!

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Köln hat nicht die Dimension von Berlin. Hier ist alles noch familiärer und offener. Du kriegst Unterstützung, die du gar nicht erwartest!

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Es dreht sich sehr viel um Kontakte, man hilft sich gegenseitig und ist offen. Köln halt!

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Die Kölner*innen fahren 365 Tage im Jahr Fahrrad. Wir Gründer sind hier gut vernetzt und gefestigt. Um den ersten Standort zu etablieren, ist Köln perfekt für smartvélo!

Was fehlt in Köln noch?
Es fehlte in Köln ein Bring- und Abholservice für Fahrradreparaturen!

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer*innen und weniger Autos auf den Straßen!

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#aktuell, #interview, #koln, #koln-interview, #smartvelo

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#Gastbeitrag – Die 7 größten Anfängerfehler beim A/B-Testing


Wer die letzten Jahre nicht unter einem Stein verbracht hat, kennt die Vorteile von A/B-Tests: Sie zeigen bereits im Vorfeld präzise, was auf einer Webseite in Sachen Customer Journey funktioniert und was nicht. Das spart Zeit und steigert im besten Fall die Umsätze. Dennoch liefern viele A/B-Tests keine brauchbaren Ergebnisse. Kein Wunder: Hier lauern zahlreiche Stolperfallen – dieser Ratgeberartikel enttarnt sie.

Fehler eins: Sie starten mit zu komplizierten Tests

Mit dem Kopf durch die Wand – diese Vorgehensweise sorgt meist nur für eins: Kopfschmerzen. In puncto A/B-Testing heißt das: Bleiben Sie locker und überstürzen Sie nichts. Immer der Reihe nach und keine zu großen Schritte am Anfang. Wie beim Bodybuilding: Wer mit zu hohen Gewichten beginnt, handelt sich nicht nur einen Muskelkater ein, sondern vielleicht sogar eine Verletzung. Nehmen Sie deshalb anfangs nur kleine Gewichte, konzentrieren Sie sich auf die exakten Bewegungsabläufe und prägen Sie sich diese ein. Übertragen auf A/B-Tests heißt das: Zeit lassen, auf Details achten, Sicherheitsmaßnahmen einbauen. Einfache Tests haben am Anfang noch einen weiteren Vorteil: Es stellen sich schnell Erfolgserlebnisse ein. Zu komplexe Aufgaben sorgen für Frust und demotivieren. Leicht überspringbare Hürden sorgen hingegen für gute Laune und Lust auf mehr. Motivierende Aufgaben können beispielsweise das Testen von Produkttexten und Landing Pages sein. 

Fehler zwei: Nicht jeder Test wurde mit einer Hypothese im Hinterkopf entwickelt 

Kein Konzept? Keine gute Idee! A/B-Tests ohne Ideen und solide Datengrundlagen bringen nichts – Bauchgefühl, Münzwurf oder vage Vermutungen reichen nicht als Grundlage. Jedem seriösen Test sollte eine Analyse der Webseitendaten vorausgehen, um Schwachpunkte zu identifizieren. Sie benötigen solide Theorien und Hypothesen, ohne die A/B-Testläufe häufig scheitern. Diese lassen sich aus Datenquellen wie Analytics, Heatmaps, Umfragen, Interviews, Usability-Tests oder heuristischen Analysen aufstellen. Dabei hilft es, sich in den Kunden zu versetzen. Stichwort: Empathie. Wieso verhält sich die Kundschaft nicht immer so, wie Sie es erwarten? Befragen Sie sich selbst, wenn Sie über die Seite surfen: Was stört Sie? Oft fehlt Testern der Abstand zu der Website, treten Sie ein paar Schritte zurück und betrachten Sie das Ganze mit anderen Augen. Dann fällt das Erstellen einer Hypothese leichter. Das könnte ungefähr so aussehen: „Indem ich Änderung x vornehme, wird Messgröße y oder z kaum, etwas oder deutlich besser, weil … (Daten/Theorie einfüllen)“. Diese Vorgehensweise optimiert nicht nur die Tests, sondern auch die Conversions. Los geht’s mit dem ersten Test, der Ihre Hypothese überprüft. 

Fehler drei: Roadmap und Prozesse vergessen 

Erfolgreiche A/B-Tests benötigen eine Roadmap und Prozesse. Erstere hilft dabei, wichtige Elemente zu testen und das Ziel fest im Auge zu behalten. Die Roadmap stellt elementare Fragen: Welchen Geschäftszielen dient die Website? Wie hilft sie beim Erfüllen dieser Ziele? Welche Seiten sind besonders beliebt, wo herrscht Nachholbedarf? Welche Stolpersteine lauern im Conversion-Prozess? Nach welcher Messgröße wollen Sie den Erfolg beurteilen? Schreiben Sie alle Punkte auf und achten Sie darauf, dass alle Beteiligten hinter diesen Elementen stehen. Zu den Prozessen: A/B-Tests ähneln wissenschaftlichen Experimenten – man muss methodisch vorgehen und präzise arbeiten. Damit nichts schiefgeht, ist ein Korsett aus immer wiederkehrenden Prozessen und Sicherheitsmaßnahmen nötig – individuell abhängig vom jeweiligen Unternehmen. Meist sehen die Schritte folgendermaßen aus: Messen, Priorisieren, Testen, Lernen, Kommunizieren. 

Fehler vier: Sie priorisieren Ihre Tests nicht 

So weit, so gut. Aber in welcher Reihenfolge sollen all diese schönen Testideen überprüft werden? Wer den Überblick bewahren und keine Zeit verschwenden möchte, muss die Tests priorisieren. Dabei hilft es, sich nicht in nebensächlichen Details zu verheddern, etwa der Farbe eines Anklick-Buttons – wichtig ist in erster Linie, dass sich dieser deutlich vom Rest der Seite abhebt. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie sich unsicher mit einer Testidee sind, sollten Sie keine Zeit und Traffic investieren. Natürlich können Sie später auch Details beobachten, anfangs sollten Sie sich aber auf elementare Fragen beschränken. Konzentrieren Sie sich also lieber auf Tests mit den gro?ßten Auswirkungen und viel Potenzial. Wenn Ihr Auto einen Platten hat, reparieren Sie zuerst den Reifen – und nicht Kratzer auf dem Armaturenbrett, oder? Jeder Testlauf wird nach drei Kriterien mit je maximal zehn möglichen Punkten bewertet: potenzieller Gewinn (Verbesserungsspielraum auf dieser Seite?), Wichtigkeit (Wie wertvoll ist der Traffic auf dieser Seite?) sowie Machbarkeit (Wie leicht kann der Test auf der entsprechenden Seite umgesetzt werden?). Zählen Sie die erzielten Punkte zusammen – schon haben Sie eine Liste zum Abarbeiten. 

Fehler fünf: Optimierung der falschen KPIs

Wir kennen zwei Conversion-Arten: Mikro- und Makro-Conversions. Als Mikro-Conversion gilt ein Schritt (zum Beispiel „Teilen“ in sozialen Netzwerken, Newsletter-Anmeldung, „In den Warenkorb“) auf dem Weg zur Makro-Conversion. Unter Letzterer verstehen wir das eigentliche Ergebnis mit konkreten Auswirkungen (wie den Check-Out-Prozess), sprich die hauptsächlichen Conversion-Ziele Ihrer Website. Beide müssen bei jedem Test gemessen werden, die Tests dürfen sich also nicht allein auf Mikro-Conversions konzentrieren. Richten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf Optimierungen, die geradlinig auf eine Makro-Conversion zulaufen. Mithilfe dieser Prozessecksteine lässt sich erkennen, wo UX-Verbesserungen besonders nötig sind. Zweitrangige Aktionen sollten Sie ebenfalls messen, da diese Stolpersteine aufdecken und den Überblick u?ber den gesamten Prozess vervollständigen. Das soll jedoch nicht heißen, für zweitrangige Conversions zu optimieren – siedeln Sie Ihre Ziele so nah wie mo?glich am Umsatz an.

Fehler sechs: Sie ignorieren kleine Erfolge

Klar, eigentlich sollten Sie sich auf A/B-Tests mit großen Erfolgen konzentrieren, wie wir gelernt haben. Dennoch dürfen kleine Erfolge nicht unter den Tisch fallen. Unterschätzen Sie niemals die Mathematik. Kleine Gewinne, die permanent ignoriert werden, häufen sich im Laufe der Zeit zu einem großen Berg an. Ein Beispiel: Bei einem Test vergrößerte die bessere Variante die Conversions um fünf Prozent – da sammelt sich von Monat zu Monat einiges an, bis zu 80 Prozent in einem Jahr. Sie sehen: Kleinvieh macht auch Mist. Hinzu kommt, dass die Webseite mit jedem Test mehr Gewinn abwirft – da sehen die Ergebnisse bei jedem Test nicht mehr so spektakula?r aus. Wer nur noch kleine Sprünge nach vorne macht, muss nicht auf dem Holzweg sein – vermutlich bedeutet es nur, dass die Seite bereits eine gute Performance bietet und nur noch wenig Raum nach oben hat. 

Fehler sieben: Sie testen nicht ständig

Ein wenig Raum nach oben gibt es aber immer: Testen Sie deshalb permanent, immer und immer wieder. Denn jeder Tag ohne Experimente ist ein verlorener Tag mit verpassten Chancen. Tests verraten viel über die Besucher Ihrer Website, wodurch Sie bessere Entscheidungen treffen und letztlich mehr Geld verdienen können. Worauf warten Sie noch?

Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss: Informieren Sie sich, wann Sie einen Test beenden. Hier geht es um Signifikanzniveau, Stichprobengröße, Dauer und Datenvariabilität. Hören Sie zu früh auf, sind die Ergebnisse verfälscht.

Über den Autor
Michael Witzenleiter ist seit 2016 Managing Director DACH bei Kameleoon. 2015 führte er das französische Unternehmen in den deutschsprachigen Raum ein. Seither unterstützt er mit seinem Team Unternehmen dabei, ihre Umsätze durch Conversion-Rate-Optimierung auf ihren digitalen Kanälen zu steigern. Witzenleiter verfügt über zehn Jahre Sales- und Consulting-Erfahrung aus seiner Position als stellvertretender Geschäftsführer der Kesselhaus GmbH und der Teamleitung bei Burda Direct Interactive. 

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#Brandneu – 7 neue Startups, die wir ganz gezielt beobachten


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Brickbuy
Das Kölner Startup Brickbuy bietet seinen Kunden die Möglichkeit in Beton-Gold, also Immobilien zu investieren oder diese anteilig zu verkaufen. Eigentümer können über die Plattform des jungen Startups, das von  Fausto Lorfeo gegründet wurde, bis zu 49 % der Quadratmeter einer Immobilie verkaufen.

Island Labs
Die Jungfirma Island Labs entwickelt mit .rooms ein “kollaboratives Planungstool und eine Mixed-Reality Beratungsanwendung”. Das Startup, eine Ausgründung aus der Kiveda Group, möchte sich vor allem als Planungstools für Anwendungen in Interior Design, Raumplanung, Konstruktion, Immobilien und Architektur etablieren.

cheaboo
Mit der Plattform cheaboo haben die Gründer Metin Kaptan und Sebastian Kohlist einen Online-Shop für Bücher zu reduzierten Preisen ins Netz gehievt. Durch Kooperationen mit “über 100 Verlagen” bietet die Plattform eine große Auswahl an Büchern, die “nicht mehr der Ladenpreisbindung unterliegen”.

ScaleNC
ScaleNC bereitet Konstruktionszeichnungen auf und nimmt Blechfertigern die NC-Programmierung ab. Das Angebot des Startups, das ein Ableger des Technologieunternehmen Trumpf ist, richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen.

BetterStream
Das junge Startup BetterStream positioniert sich als “Streaming-Plattform fu?r ein nachhaltiges Mindset”. Die App der Jungfirma bietet “frei zugänglichen, grünen und nachhaltigen Content“. Die Berliner schreiben: “BetterStream ist ein Gegenentwurf zum Binge-Watching der Ablenkungskultur”. Gründer sind Donald Houwer und Henning Krosigk.

schubwerk
schubwerk aus Wiesbaden entwickelt ein Tool zur “intelligenten Marketing- und Business-Steuerung”. Die Zielgruppe der Software sind Geschäftsführer, Manager und Online-Marketeers, “die ihre Marketing- und Vertriebsperformance einfach steuern und verbessern wollen”. Gründer sind Steffen Behler und Stefan Mahendiran.

Kraftvoll
Der Münchner Frank Matthiesen hat mit Kraftvoll ein “nachhaltiges Food-Startup” ins Leben gerufen. Auf der Plattform wird “Bio-Superfoods aus Deutschland” in Form von Aroniabeeren, Quinoa oder Gojibeeren angeboten. Laut Gründer sind alle Produkte vegan, plastikfrei und nachhaltig.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Hintergrund – Ein Startup, das Menschen mit Demenz hilft


Eines der vielen Kölner Startups, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat, ist Jupp. Das Unternehmen entwickelt “Alltagslösungen und digitale Hilfestellungen” für Menschen mit Demenz. Dabei setzt das Startup insbesondere auf ein “interaktives Informationsangebot” mit Infos zu Diagnose, dem Krankheitsverlauf und den damit verbundenen neuen Herausforderungen.

“Seit meinem Master 2014 in Visueller Kommunikation an der Universität der Künste Berlin (UdK) arbeite ich als freiberufliche Designerin (M.A.). Durch meine geliebte Großmutter bin ich zum Theme Demenz gekommen und habe erkannt, dass man durch Design Menschen mit Demenz helfen kann. Nun möchte ich mit Lena zusammen vielen Menschen gleichzeitig helfen. Lena und ich ergänzen uns optimal und sind fachlich und persönlich ein super Team”, sagt Corinna Northe, die das Startup gemeinsam mit Lena Schmidt hochzieht.

Derzeit vernetzen sich die Gründerinnen “gerade im Social Media-Bereich und bauen eine Community auf”. Im nächsten Schritt wollen die Jupp-Macherinnen eine “Informationsplattform und ein Achtsamkeitsbuch für Menschen mit Demenz auf den Markt bringen. Zusätzlich bauen wir unser Netzwerk weiter aus”.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Gastbeitrag – Arbeitsmodell der Zukunft: Das hat es mit hybridem Arbeiten wirklich auf sich


Die Pandemie hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert, und zwar langfristig. Wir sind produktiver, Bürokosten werden gesenkt und der Zugang zu Arbeitskräften wird flexibler. 

Vergleicht man unterschiedliche Studien und Umfragen, die während der Pandemie zum Thema Home Office durchgeführt wurden, wird schnell klar: Sowohl Angestellte als auch Arbeitgeber kennen die Vorteile von remote Work. Aber wie viel remote Work tut einem Unternehmen gut, wann werden Ungleichheiten zu groß und wie können wir sicherstellen, dass alle an einem Strang ziehen? Wie müssen sich tägliche Prozesse ändern, um langfristig erfolgreich zu sein? Und vor allem: Sind hybride Arbeitsmodelle zwischen Home Office und Büropräsenz die Zukunft? 

Im folgenden Artikel werden Remote-Work-Modelle unter die Lupe genommen, Vor- und Nachteile aufgezeigt und erfolgsentscheidende Faktoren erläutert. So viel ist aber klar: Die Lösung kann nur ein hybrides Modell sein, in dem remote Work sowohl von zu Hause als auch von flexiblen Arbeitsplätzen aus mit fixen Büro-Anwesenheitszeiten kombiniert werden. 

Fakten-Check: Ergebnisse unterschiedlicher Studien

These: Home Office kann produktiver sein als Büro-Anwesenheit

Bis vor der Pandemie herrschte in den meisten Betrieben die Annahme: Anwesenheit = Produktivität. Durch die zwangsmäßige Schließung vieler Büros wurde zum ersten Mal weltweit vermehrt aus dem Home Office gearbeitet. Und tatsächlich scheinen wir im Home Office ebenso produktiv oder sogar noch produktiver zu arbeiten als im Büro:

  • Eine Studie von McKinsey zeigt, dass 80 % der befragten Personen gerne von zu Hause aus arbeiten. Dabei fühlen sich 41 % produktiver als davor und 28 % genauso produktiv wie im Büro.
  • Eine im April von Glint in Australien durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass 70 % angaben, jetzt produktiver zu sein als vor der Pandemie. Dies liege daran, dass weniger Meetings und Ablenkungen zu mehr Konzentration führen, wodurch Aufgaben fokussierter und schneller erledigt werden können.
  • Knapp mehr als 50 % der von der Adecco Group befragten Angestellten haben positive Erfahrungen mit remote Work gemacht. 59 % gaben an, ihre Work-Life-Balance habe sich verbessert, während 31 % angaben produktiver zu sein. 

These: Büros werden verkleinert und flexibler angemietet

Angestellte scheinen also gut mit remote Work zurechtzukommen, doch was sagen die Führungskräfte? Mit Blick auf Kosteneinsparungen und erhöhte Effizienz herrscht hier ebenfalls eine positive Einstellung gegenüber Remote-Work-Modellen:

  • Etwa zwei Drittel (68 %) der von KPMG befragten Geschäftsführer:innen planen, ihren Office Space zu reduzieren. 
  • Fast drei Viertel der von KPMG befragten Geschäftsführer:innen wollen mehr Ressourcen in die Digitalisierung der Prozesse sowie in “next-generation” Betriebsmodelle investieren. 
  • Mehr als 70 % der von der Adecco Group befragten Führungskräfte glauben, dass ihr Unternehmen von einem flexibleren Arbeitsmodell profitieren könne. 
  • Laut Global Workplace Analytics glauben sechs von 10 Arbeitgebern, dass durch einen größeren Anteil an remote Work Kosten von Miete, Steuern, Instandhaltung und Verpflegung erheblich reduziert werden können.

These: Kreativität sprießt durch persönliche Interaktion

Nicht zu unterschätzen sind die positiven Effekte persönlicher Interaktion innerhalb des Teams:

  • Etwa zwei Drittel der von der Adecco Group Befragten hoben die Wichtigkeit von persönlichen Treffen mit dem Team hervor.
  • Eine zweijährige Studie über Team-Performance bei Google hat ergeben, dass Mitarbeiter, die durch persönliche Beziehungen psychologische Sicherheit innerhalb eines Teams aufbauen konnten, häufiger in innovative Ideenfindung involviert sind, mehr Umsatz bringen und von Vorgesetzten als doppelt so effektiv bewertet werden. 
  • Eine Studie von Harvard Business Review und Humanyze zeigte auf, dass remote arbeitende Mitarbeiter um 80 % weniger kommunizierten als solche, die sich im gleichen Office befanden. In 17 % der Projekte kommunizierten remote arbeitende Mitarbeiter überhaupt nicht miteinander. 

These: Innovative Unternehmen müssen ein hybrides Kombinationsmodell anbieten

Insgesamt zeigt sich trotz aller Vorzüge des Home Office bzw. Remote-Work-Modells ein ganz klarer Favorit. Gefragt sind hybride Arbeitsmodelle, die eine flexible Kombination aus persönlicher Anwesenheit und remote Work ermöglichen – und zwar langfristig:

  • Die chinesische Expertin für Anstellungsverhältnisse Alicia Tung sagt voraus, dass in zehn Jahren Büropräsenz und Home Office in einem 60-40-Verhältnis zueinander stehen werden.
  • Eine im Mai 2020 durchgeführte Studie hat ergeben, dass sich 55 % amerikanischer Angestellter eine Kombination aus Home Office und Büroarbeitszeiten wünschen.
  • Die Adecco Group ermittelte, dass sich drei von vier Büroangestellten eine Kombination aus Büroanwesenheit und remote Work wünschen. 
  • Insgesamt 60 % der Teilnehmer einer BCG-Studie würden auch nach der Pandemie gerne weiterhin remote arbeiten – zumindest teilweise.
  • Laut einer Salesforce-Studie bevorzugen 74 % der befragten Mitglieder der Generation Z entweder ein hybrides Arbeitsmodell oder ausschließlich remotes Arbeiten. Dabei ist zu bedenken, dass die Generation Z in Zukunft den größten Teil der Workforce ausmachen wird.
  • Langfristig gesehen wünschen sich insgesamt 64 % der von Salesforce befragten Arbeitnehmer die Möglichkeit, zumindest teilweise im Büro bzw. außerhalb der eigenen vier Wände zu arbeiten.

Insgesamt zeigen die Umfragen also, dass ein hybrides Modell mit einer 50-50-Teilung in remote Work und Büropräsenz weitgehend befürwortet wird, wobei “remote” nicht immer “zu Hause” bedeutet. Dies gilt sowohl Angestellten als auch für Führungskräfte.

5 erfolgsentscheidende Faktoren hybrider Arbeitsmodelle

Das Wichtigste zuerst: Es gibt kein allgemein gültige Lösung für das perfekte Arbeitsmodell. Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Ziele, Persönlichkeiten und Prozesse, die sich nicht über einen Kamm scheren lassen. Das war schon immer so und auch eine Pandemie wird das nicht ändern. Unternehmer:innen sind daher gefragt, eine individuelle Lösung zu finden, die für sie funktioniert. Die folgenden 5 Faktoren sind dabei für den Erfolg eines hybriden Arbeitsmodells entscheidend, in dem Home Office, flexible remote Arbeitsplätze und Büropräsenz kombiniert werden.

Flexible Büroräume zur Verfügung stellen

Damit Prozesse und Strukturen sich ändern können, müssen sich auch die Büroräume den neuen Arbeitsbedingungen eines hybriden Modells anpassen. Im Office, das für Team-Tage ausgelegt ist, sollten mehr offene Räume und Meeting Spots zur Verfügung stehen und weniger individuelle Arbeitsplätze. Je nach Bedarf kann ein fixes Büro gemietet werden, in dem mehrere Mitarbeiter die Flex-Desks teilen bzw. abwechselnd benutzen, oder auch eines, in dem flexible Büromodule beliebig kombiniert werden können. 

Um Abstandsregeln besser einhalten zu können, bietet es sich außerdem an, von in die Höhe gebauten Bürokomplexen zu weitläufigen, offenen Campus-Settings zu wechseln. Gerade bei internationalen Teams sollte darauf geachtet werden, dass alle Mitarbeiter gleichermaßen Zugang zu einem Office Space haben, sei es nun das Headquarter oder ein angemieteter Coworking Space. 

NOVOS hat etwa von einem fixen Mietvertrag in ein Membership-Modell mit WeWork gewechselt, bei dem Mitarbeiter ein monatliches Budget haben, das sie verwenden können, um ihren Arbeitsplatz zu buchen.

Produktivität umdenken & sinnvoll fördern

Besonders bei einem hybriden Arbeitsmodell sollten Strukturen herrschen, die den Mitarbeitern erlauben, auf die für sie sinnvollste Weise produktiv zu arbeiten. Konkret bedeutet das, dass Produktivität nicht länger an Anwesenheit gemessen werden darf. Stattdessen sollte auf Task-orientiertes Arbeiten umgestellt werden, bei dem der Output im Mittelpunkt steht. Außerdem ist es hilfreich, sich als Manager vom allseits unbeliebten Micro-Management zu verabschieden und bei den Mitarbeitern ein höheres Maß an Selbst-Management zu fördern.

Um die Basis dafür zu legen, sollte am Anfang der Umstellung evaluiert werden, welche Aufgaben persönliche Anwesenheit erfordern und welche besser remote erledigt werden können. Im nächsten Schritt können Prozesse und Wege der Produktivitätsmessung neu strukturiert werden. Wer Mitarbeiter bei der Umstrukturierung mit einbezieht, ist vielleicht etwas langsamer, hat am Ende aber auch Prozesse, die realistisch umgesetzt werden können. Und das ist wichtig, denn nur wenn vom Praktikanten bis zur Geschäftsführerin alle an einem Strang ziehen, kann so ein grundlegendes Umdenken geschaffen werden. Denn ein Remote-Work-Modell, in dem die Büropräsenz optional ist, darf sich nicht wie etwas Vorübergehendes anfühlen. Es ist der neue Modus für alle.

Das Unternehmen The Smart Investor ermutigt etwa seine Mitarbeiter, an Remote-Work-Tagen weniger online Meetings zu halten, sondern sich auf Aufgaben zu fokussieren, die mehr Konzentration erfordern. So können viele Tasks, die wegen typischer Büro-Ablenkungen oft lange brauchen, schon in wenigen Stunden erledigt werden. Wiederum andere Tasks, bei denen z.B. Zugriff auf zentral gelagertes Material benötigt wird, können nur an Büro-Tagen erledigt werden.

Ungleichheiten minimieren 

Nicht alle haben die gleichen Möglichkeiten von zu Hause aus zu arbeiten. Die einen haben vielleicht ein superschnelles Internet, einen gemütlichen Garten oder ein voll ausgestattetes Arbeitszimmer. Andere leben dicht an dicht in einer Wohngemeinschaft, besitzen keinen Schreibtisch oder haben Kinder, die betreut werden wollen. Es ist daher entscheidend, dass Unternehmen nicht den Fehler machen, “remote Work” mit “Home Office” gleichzusetzen. remote Arbeitende müssen auch die Möglichkeit haben, außerhalb der eigenen vier Wände Zugang zu einem Arbeitsplatz zu haben, z.B. durch flexible Coworking-Pässe, um Ungleichheiten aufgrund von privaten Lebensumständen zu vermeiden. Außerdem dürfen Mitarbeiter, die hauptsächlich remote arbeiten, nicht das Gefühl haben, weniger wert zu sein als solche, die sich jeden Tag im Büro sehen lassen.

GitLab zum Beispiel hat nicht einmal ein Headquarter, um ein gleichmäßig verteiltes Commitment gegenüber dem dezentralisierten Betriebsmodell zu fördern. Ergänzend dazu bietet St. Oberholz in Berlin zum Beispiel Equipment-Upgrades auf Zeit für zu Hause an, damit das Home Office auch ein gewohnt professioneller Arbeitsplatz wird.

Teamzusammenhalt stärken

Nicht nur Informationen fließen besser durch persönliche Interaktion, auch der Teamzusammenhalt wird dabei gestärkt. Und das soll wiederum die psychische Gesundheit von Mitarbeitern fördern. So wirken sich bereits kleine, ganz alltägliche Gesten, etwa ein aufmunterndes Zunicken auf dem Flur, ein freundliches Lächeln oder ein gut gelauntes “Guten Morgen” positiv auf die Psyche aus. All diese sozialen Verbindungen ergeben eine Art Sicherheitsnetz, in dem sich Mitarbeiter wohler fühlen, ihre möglicherweise innovativen Ideen zu äußern. Außerdem sorgt die Identifikation mit dem Team für allgemein mehr Motivation im Arbeitsalltag. Wenn möglich, sollten also vor allem bei hybriden Arbeitsmodellen Teamevents regelmäßig abgehalten werden, am besten persönlich. Sollte dies aufgrund von räumlichen Distanzen oder Pandemie-bedingt nicht möglich sein, können Teamevents auch online stattfinden.

GitLab arbeitet z.B. ausschließlich remote, ermöglicht es seinen Mitarbeitern aber, sich auch persönlich zu treffen, indem es für Anreise etc. aufkommt. GitLab legt somit großen Wert darauf, dass Mitarbeiter selbständig in der Lage sind sich mit Co-Workern regelmäßig auch außerhalb des Büros zu treffen, um so von den positiven Effekten der persönlichen Interaktion zu profitieren. 

Informationen gleichmäßig verteilen

Im klassischen Büro-Setting zirkulieren Informationen meist ganz natürlich zwischen den Büros, in den Fluren, an Kaffeemaschinen und Wasserspendern. Man spürt allein an der kollektiven Stimmung im Büro, wie es dem Unternehmen geht, ob es etwas zu feiern oder eine Hürde zu bewältigen gibt. Wer remote arbeitet, bekommt das nicht mit. Im hybriden Arbeitsmodell gibt es daher zwei große Herausforderungen bei der Informationsvermittlung: Findet alles nur online statt, passiert es häufig, dass Meetings hauptsächlich zwischen Managern abgehalten werden, die die Informationen dann an ihre Teams weitergeben. Anders als im Büro-Setting laufen sich diese Teams allerdings nicht über den Weg, und tauschen sich untereinander weniger aus, wodurch Informationslücken entstehen können, die früher wie selbstverständlich ganz nebenbei geschlossen wurden. 

Die zweite Gefahr ist, dass gerade bei einem hybriden Modell Meetings nur zwischen anwesenden Personen abgehalten werden, was wiederum Mitarbeiter ausschließt, die remote arbeiten. Es empfiehlt sich also, wichtige Meetings, wie z.B. Daily Standups, Quartalsmeetings etc. online abzuhalten, auch wenn an dem Tag nur eine einzige Person remote arbeitet –

damit alle Mitarbeiter gleichermaßen auf dem aktuellsten Informationsstand sind und dementsprechend effizienter arbeiten können.

Die meisten Startups haben diesbezüglich die Nase vorne, denn hier wird schon lange auf flache Hierarchien und agile Kommunikation gesetzt. Für One-on-Ones und kleine Brainstormings werden Slack genutzt, Daily Standups werden mit Tools wie Zoom oder Google Meet ganz einfach geplant werden, Company All Hands werden Off-Site gehalten und zum wichtigsten Event der Woche oder des Monats … von dieser Informationskultur können traditionelle Unternehmen jetzt viel lernen.

Fazit: Hybride Arbeitsmodelle sind die Zukunft

Unternehmen, die auf flexible, hybride Arbeitsmodelle setzen, picken sich – richtig umgesetzt – das Beste aus remote Work und Büroarbeit heraus: Sie sparen Kosten, haben eine größere Auswahl an Fachkräften und sind insgesamt besser für globale Krisen gerüstet. Regelmäßige Büropräsenz sichert außerdem den Teamzusammenhalt und begünstigt ein höheres Maß an Innovation. Erfolgsentscheidend ist dabei, dass es für individuelle Teams und Unternehmen auch individuelle Lösungen gibt, wie in diesem Modell gearbeitet wird.

Über die Autorin
Sophie-Marie Gruber ist Marketing & Sales Managerin bei der Spacebase Gruppe, die einer internationalen Kundenbasis Zugang zu mehr als 10.000 Spaces in über 40 Städten weltweit sowie flexible Lösungen für remote Workspaces bietet.
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#aktuell, #gastbeitrag, #home-office, #remote-work

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#Gründeralltag – 15 Gründer über die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung


Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer zum großen und beliebten Gründeralltag-Interview. Eine Frage, die wir jedem jungen oder erfahrenem Entrepreneur stellen lautet: “Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?” Hier 15 Antworten gebündet in der praktischen Übersicht.

Da ich das Glück habe, mit mehreren Unternehmen erfolgreich sein zu dürfen, ist die größte Herausforderung tatsächlich der Faktor Zeit. Bei Rokstyle Living reichen die Vorbereitungen bis zum Streetday, also dem ersten Tag wo wirklich verkauft wird, rund ein Jahr zurück. Es muss zuerst die Marke beim Patentamt angemeldet, die richtigen Lieferanten gefunden, Produkte entwickelt, Fachwissen angeeignet, Vertriebsstrukturen geplant und aufgebaut sowie ein Marketingkonzept erdacht werden. Das alles kostet enorm viel Zeit.
Alexander Hanel, Rokstyle Living

Die größte „Hürde“ auf unserem Gründungsweg war und ist die Vielzahl von Ärzten, die sich gegen digitale Änderungen in ihren Arbeitsabläufen sträubt. Langfristig jedoch rechnet sich die Umstellung und der Mehraufwand, der anfänglich damit verbunden ist. Die größte Sorge beim Patienten besteht nach meinem Empfinden beim Thema Datenschutz. Ihr begegnen wir mit Aufklärung und höchsten Sicherheitsstandards. Die Digitalisierung der Gesundheitsbranche ist ein komplexes und langwieriges Thema. Die Mühlen mahlen hier sehr langsam.
Oliver Miltner, DoctorBox

Ich musste mich den “normalen” Hürden stellen, mit denen die meisten Gründer konfrontiert sind. Das reicht von der Überzeugung Anderer, bei mir mitzumachen bis hin zum richtigen Umgang mit mir selbst.
Michael Cassau, Grover

Die allergrößte Herausforderung für mich bestand darin, die geeigneten und passenden Mitgründer zu finden – mit Alex und Dave ist mir das gelungen. Eine Gründung vergleiche ich gerne mit einer Hochzeit: Man sollte sich schon sehr sicher sein, dass die Menschen an Deiner Seite die Richtigen sind, um alle Höhen und Tiefen, die auf einen zukommen, gemeinsam zu meistern.
Bastian Krautwald, deineStudienfinanzierung

Wachstum steht immer in unmittelbarer Verbindung mit “Über sich hinauswachsen” und bringt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Beispielsweise ein Team aufzubauen und dann ein mittleres Management einzuziehen – inklusive der Übertragung aller aufgebauter Vertrauensverhältnisse. Eine Führungsmannschaft einstellen – wie entscheidet man, ob jemand gut ist, wenn man selbst den Job nie gemacht hat? Aus einem Wust an Informationen die richtigen herauszuziehen, um einen Marketingkanal erfolgreich zu skalieren. Dann einen zweiten, dritten oder vierten hinzuschalten… Dem Wettbewerb immer eine Nasenlänge voraus sein – ohne den Fokus zu verlieren. Du fragst dich als Unternehmer täglich, ob das, was du da machst, Hand und Fuß hat und bist immer auf der Suche nach Evaluierung. Zur gleichen Zeit bist du das Vorbild, auf das ein gesamtes Team schaut und an dem es sich orientiert und motiviert. Man muss sich täglich hinterfragen – ohne sich zu verlieren. Das kann sehr herausfordernd sein.
Monique Hoell, HelloBody

Es gibt zwei große Hindernisse für mich auf dem Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen. Erstens muss die Finanzierung stehen, um sicherzustellen, dass man über die notwendigen Mittel verfügt. Außerdem muss man herausfinden, wie man die besten Teammitglieder findet. Allein kann man nicht so weit gehen wie als Team.
Anna Stepanoff, Wild Code School

Da gibt es zwei Dinge, die mir spontan einfallen: Gerade in der Early Stage, aber auch jetzt in der Expansion Stage, müssen wir immer wieder Menschen von unserem Geschäftskonzept überzeugen. Das ist zwar normal für ein Startup, aber insbesondere in unserer noch hochregulierten Branche schwierig: Viele Anwälte sträuben sich gegen die fortlaufende Entwicklung, weil sie unsicher oder skeptisch gegenüber den Einsatzmöglichkeiten von Legal Tech sind. Die zweite Hürde zeigte sich in der Praxis. Nicht immer ist die erste Idee gleich die beste – da hilft nur, sie am Markt und vor allem direkt am Kunden zu testen. Nachdem advocado also 2014 von uns gegründet wurde, haben wir unser Konzept 2016 noch einmal grundlegend überarbeiten müssen. Wir hatten in dieser Phase zwei wichtige Learnings: Erstens: Stets hinterfragen, ob das ermittelte Problem in der Praxis tatsächlich ein Problem darstellt, und zweitens: Ist dieses Problem nicht Teil eines viel größeren Problems, das es zu lösen gilt? Dadurch haben wir erkannt, dass der Zugang zum Recht zwar für Anwälte problematisch ist und passende Lösungen benötigt, jedoch der einfache Zugang grundsätzlich aus Mandantensicht beginnt – bei der Anwaltssuche und somit bei der Customer Journey. Diese Sichtweise auf den Markt und die Interessen bilden die Grundlage für unsere heutige, mehrfach ausgezeichnete Dienstleistung. Unsere ursprüngliche Geschäftsidee hinter mir zu lassen, fiel mir nicht leicht. Aber wie man sieht, war es die richtige Entscheidung.
Maximilian Block, advocado

Die allgemeine Skepsis im direkten Umfeld, was den Erfolg der Gründung angeht.
David Lange, adlicious

Natürlich erwarteten mich viele Hürden und auch nicht wenige der bereits angesprochenen Rückschläge auf dem Weg zur Gründung. Darüber sollte sich jeder Gründer bewusst sein und jede Hürde auch als Chance sehen. Einmal abgesehen von betrieblichen Schwierigkeiten war meine größte Herausforderung allerdings jeden Tag ein gutes und gesundes Mittagessen zu finden – und mir die Zeit zu nehmen dieses auch zu genießen.
Thomas Tibroni, Meravando

Die großen Hürden kommen ja in der Regel erst nach der Gründung. Auf dem Weg zur Gründung gibt es eher viele kleine Hürden – vor allem bei der ersten Gründung. In Deutschland sind wir mittlerweile schon recht gut eingespielt. In Rumänien war das anders. Da wäre die Firmengründung beinahe an einer Genehmigung des Hausverwalters der bereits angemieteten Bürofläche zur gewerblichen Nutzung gescheitert. Denn nur mit dieser Zustimmung lässt sich eine Firma final gründen. Am Ende hat sich aber alles zum Guten gewendet.
Manuel Wesch, JustRocket

Ich glaube, die größten Hürden kommen erst nach der Gründung! Gründen ist extrem spannend. Gründer haben eine Entscheidung getroffen und fühlen sich gut dabei, die Idee ist vielversprechend, die Zukunft erscheint in leuchtenden Farben. Die Herausforderungen kommen später, wenn man merkt, dass alles viel länger dauert, als man zuerst angenommen hat (aus irgendeinem Grund erwartet man immer, dass die Dinge schneller ablaufen), man muss sich um die Finanzierung kümmern und man muss ein Team aufbauen. Einen guten Geschäftspartner zu finden und ein gutes Team zu einem Zeitpunkt einzustellen, an dem man nicht in der Lage ist, marktübliche Gehälter zu zahlen, das Unternehmen aber eine überdurchschnittliche Leistung verlangt – das ist eine echte Herausforderung.
Nikita Gulin, Agranimo

Zu Beginn war es eine Herausforderung, sämtliche Aufgaben allein zu bewältigen. Inzwischen ist es mir gelungen, ein kleines Expertenteam aufzubauen und ich merke, wie die Unternehmensentwicklung immer mehr an Fahrt aufnimmt.
Patrick-André Wilhelm, Beautymates

Ich bin in ein etabliertes Unternehmen hineingewachsen und insofern war die Gründung von Karacho eine Gründung neben der eigenen Firma, die ihre eigene Existenz brauchte. Von daher musste ich meinen Vater davon überzeugen, dass es nur Sinn macht, dass Karacho einen eigenen strategischen Ansatz verfolgt, eigene Mitarbeiter hat, eine eigene Business Unit ist und in Summe komplett von der Rösterei getrennt als eigenständige Marke zu betrachten ist. Die vier Jahre vor der Gründung, in denen ich mich auch schon sehr mit dem Thema Cold Brew Kaffee auseinandergesetzt habe, waren deswegen auch so schwierig. Da es noch keine klare Trennung gab, musste ich mehrere Bälle gleichzeitig jonglieren.
Jonas Braun, Karacho

Die Gründung ist selbst finanziert und auch die Bürokratie war damals keine große Herausforderung. Als Schwierigkeit stellte sich vor allem die Kundengewinnung heraus. Wer möchte eine Webshop-Software einsetzen, die noch nicht fertig entwickelt ist und ohne Referenzen vorweisen zu können? Das hat zu Beginn einiges vertriebliches Geschick erfordert.
Tobias Langmeyer, dynamic commerce

Meinen Eltern zu erklären, was Visual Statements ist. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass man mit diesem Internet und ohne Druckerpressen ein Medien-Unternehmen nur bei Facebook und Instagram bauen kann.
Benedikt Böckenförde, Visual Statements

Tipp: So sieht der Gründeralltag bei jungen und erfahrenen Startuppern aus

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#aktuell, #grunderalltag, #hurden, #interview, #umfrage

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#DealMonitor – Bübchen Skincare investiert in Blaue Helden – aifinyo übernimmt Pagido


Im aktuellen #DealMonitor für den 24. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Blaue Helden
+++ Bübchen Skincare, eine Tochter von Katjes International, steigt beim Startup Blaue Helden ein. “Im Rahmen einer Kapitalerhöhung erwirbt Bübchen Anteile, um Kapital für weiteres Wachstum zu schaffen”, teilt das Unternehmen mit. Blaue Helden aus Bad Homburg vor der Höhe, das 2019 von Christoph Heeren gegründet wurde, setzt auf nachhaltige Reinigungsmittel. Die Tabs von Blaue Helden sind als Bad-, Allzweck- und Glasreiniger sowie als Spülmittel erhältlich.

Kianava
+++ Jetzt offiziell: Der österreichische Geldgeber Speedinvest investiert – wie bereits im September berichtet – in Kianava. Nun ist auch die Summe bekannt: Speedinvest investiert 1,25 Millionen Euro. Das junge Berliner Health-Startup, das von Saman Hashemian (früher 8fit) gegründet wurde, entwickelt eine Telemedizin-Plattform über die Patienten aller Art über einen längeren Zeitraum – mehrere Monate – von Ärzten und Therapeuten betreut werden können.

teech
+++ Der Berliner Business Angel Udo Schloemer (Factory Berlin) investiert eine “hohe sechsstellige” Summe in teech. Das Startup aus Darmstadt, das von Joel Monaco, Emanuele Monaco und Dominik Benner geführt wird, kümmert sich um digitalen Unterricht. “Hierbei dient teech als ein Bestandteil eines hybriden Ansatzes und bietet unterstützende Elemente für die Durchführung konventioneller und innovativer Unterrichtsformate”, teilt das Unternehmen mit.

EXITS

Pagido
+++ Der Dresdener Finanzdienstleister aifinyo, früher als Elbe Finanzgruppe bekannt, übernimmt das Unternehmen Pagido – siehe FinanceFWD.  Hinter Pagido verbirgt sich eine Plattform für Freelancer-Factoring. Das Münchner Startup sorgt für sofortigen Geldfluss und übernimmt neben der Erstellung einer korrekten Rechnung auch die gesamte Kommunikation mit dem Auftraggeber. Pagido war 2014 beim Axel Springer Plug and Play Accelerator an Bord. Aifinyo hatte zuletzt bereits das Factoring-Startup Decimo übernommen.

VENTURE CAPITAL

Lios Ventures
Der neue Münchner Kapitalgeber Lios Ventures, hinter dem vor allem Frank Mair (Verlagsgruppe MairDuMont) steckt, investiert insbesondere in Travel-Startups. Lios Ventures tritt im Grunde die Nachfolge von MairDuMont Ventures, das weiter existiert, an. In den vergangenen Jahren investierte die Verlagsgruppe MairDuMont über ihren Ableger in diverse Travel-Startups – darunter travelcircus, holidu, PaulCamper, Zizoo, Fineway und journi. Mit Lios Ventures möchte Reise-Experte Mair die Venture-Aktivitäten nun unabhängiger von der eigenen Verlagsgruppe aufstellen. “Nach fünf Jahren, in denen ich MairDuMont Ventures aufgebaut habe, fühlte ich, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, etwas neues für die Zukunft aufzubauen”, sagt Mair.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Hintergrund – Ein Startup, das “intelligente Mahlzeiten” anbietet


Eines der vielen Kölner Startups, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat, ist feelfoodDie Kölner Jungfirma, die von Fabian Zbinden und Franziska Schaal gegründet wurde,  setzt auf sogenannte “intelligente Mahlzeiten”. Diese sollen nicht “nur angenehm satt machen, sondern auch mit einer rein pflanzlichen Rezeptur alle wichtigen Nährstoffe in Bio-Qualität liefern”.

“Wir entwickeln intelligente Mahlzeiten, mit denen sich Vielbeschäftigte jederzeit schnell satt und energiegeladen fühlen können. feelfood wird nur mit heißem Wasser zubereitet und kann direkt aus dem Becher verzehrt werden. Durch das ausgewogene Zusammenspiel der rein pflanzlichen Bio-Zutaten, hält ein Becher lange satt und liefert neben einem hochwertigen Geschmack jede Menge natürliche Energie für den Tag”, teilen die Gründer im Rahmen des NUK-Businessplan-Wettbewerb mit.

Mitgründer Zbinden war vor der Gründung von feelfood vier Jahre lang mit einem Foodtruck in der Schweiz unterwegs. Er verkaufte damals Eintopfgerichte im Brot. “Dank der großen Nachfrage entwickelte er die erste Version einer gesunden Fertigmahlzeit, die ohne seinen Foodtruck verfügbar war. Als er Franziska durch einen gemeinsamen Freund kennenlernte, erzählte sie ihm, dass sie schon lange auf der Suche nach pflanzlichen und gesunden Fertigmahlzeiten war, die trotzdem alle nötigen Nährstoffe liefern”. Kurzum: Gesucht und gefunden!

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, etwas Neues aufzubauen”


Der neue Münchner Kapitalgeber Lios Ventures, hinter dem vor allem Frank Mair (Verlagsgruppe MairDuMont) steckt, investiert insbesondere in Travel-Startups. Auf der brandneuen Website heißt es: “We have our roots in the travel industry and invest in companies helping travelers to discover unique travel experiences. On top, we are interested to look into opportunities in new fields”.

Lios Ventures tritt damit im Grunde die Nachfolge von MairDuMont Ventures, das weiter existiert, an. In den vergangenen Jahren investierte die Verlagsgruppe MairDuMont über ihren Ableger in diverse Travel-Startups – darunter travelcircus, holidu, PaulCamper, Zizoo, Fineway und journi. Mit Lios Ventures möchte Reise-Experte Mair die Venture-Aktivitäten nun unabhängiger von der eigenen Verlagsgruppe aufstellen. “Nach fünf Jahren, in denen ich MairDuMont Ventures aufgebaut habe, fühlte ich, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, etwas neues für die Zukunft aufzubauen”, sagt Mair.

Schon vor dem Start investierte Lios Ventures in die beiden MairDuMont Ventures-Investments PaulCamper und holidu. In der Regel investiert das Lios-Team zwischen 100.000 Euro und 1 Millionen in Startups. “Im Reiseumfeld haben wir ein Netzwerk. Dazu fördern wir den Austausch zwischen den Beteiligungen. Corona macht das im Moment schwer, aber Post-Corona werden wir Events machen zu gegenseitigen Austausch”, sagt Lios-Macher Mair im Interview mit deutsche-startups.de. Außerdem spricht er über Marktbewertungen, Reportings und Kommunikation.

Reden wir über Geld. Was genau reizt Dich daran, Geld in Unternehmen zu investieren?
Für mich liegt der Reiz immer darin, dass ein wesentlicher Kundenwunsch erfüllt wird, und das auf eine neue Art und Weise, die uns als Menschheit weiter bringt. Denn, wenn das funktioniert, dann darf auch Gründerteam stolz sein und die Investoren verdienen ihr Geld zurück!

Wie wird man eigentlich Venture-Capital-Geber – wie bist Du Venture-Capital-Geber geworden?
Nach ersten M&A Transaktionen bei MairDuMont, bei denen wir Mehrheiten an reiferen Unternehmen gekauft haben, sah ich das Potenzial von schnellen jungen Team. Nach weiteren fünf Jahren, in denen ich MairDuMont Ventures aufgebaut habe fühlte ich, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, etwas Neues für die Zukunft aufzubauen

In der VC-Welt wird oftmals mit Millionenbeträgen hantiert, wird Dir da nicht manchmal mulmig zumute – bei diesen Summen?
Absolut. Einige Bewertungen kann ich auch ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Aber die Preise regelt der Markt und wer nicht an die Marktbewertung glaubt, der muss ja nicht investieren. Ich hoffe nur, dass Korrekturen – sofern welche anstehen – nicht so drastisch ausfallen, dass das ganze Ecosystem gestört wird, es ist aus meiner Sicht nämlich viel positives im Entstehen.

Was sollte jeder Gründer über Euch – als VC – wissen – wie etwa grenzt Ihr Euch von anderen Investoren ab?
Ich glaube, dass junge Unternehmer nur von sehr erfahrenen Menschen lernen können – daher gibt es bei uns keine Junioren. Und ich glaube, dass der Erfolg von den Beziehungen abhängt, das sollte von Anfang an 100 % passen.

Welche Unterstützung bietet Ihr – neben Geld?
Im Reiseumfeld haben wir ein Netzwerk. Dazu fördern wir den Austausch zwischen den Beteiligungen. Corona macht das im Moment schwer, aber Post-Corona werden wir Events machen zu gegenseitigen Austausch.

Wie organisiert Ihr den Austausch mit Euren Portfolio-Firmen, welche Tools nutzt Ihr?
Die meisten Unternehmen erstellen von sich aus monatliche Reportings. Wir wollen den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich machen und nutzen diese Reportings.

Was ist wichtiger: Das Team oder die Idee?
Ich habe gute Teams gesehen, die im Verlauf ihre Idee erfolgreich dem Markt angepasst haben. Von daher klare Antwort: das Team

Wie sieht das ideale Gründerteam aus bzw. gibt es überhaupt das ideale Gründerteam?
Je mehr Know-how im Team für die Idee verfügbar ist, je besser! Und “diversity” in Geschlecht, Ausbildung, Ansatz sind auch vorteilhaft.

Wie entscheidet Ihr, ob Ihr in ein Startup investiert: Bauchgefühl, Daten, Beides oder was ganz anderes?
Bauchgefühl für das Team und Daten für die Idee!

Nicht jedes Start-up läuft rund, nicht jedes wird ein Erfolg. Was macht Ihr, wenn eine Eurer Beteiligungen in Schieflage gerät?
Ich habe sehr gute Erfahrung mit offener und ehrlicher Kommunikation gemacht. Wenn es nicht läuft, braucht es auf der einen Seite ausreichend Zeit, und dann absolute Entschlossenheit in dem Weg nach vorne. Dies versuchen wir zu fördern

Und woran merkt Ihr, dass Ihr bei einem Start-up die endgültige Reißleine ziehen müsst?
Wenn wir nicht mehr unterstützen können. Meist investieren wir mit anderen zusammen. Wenn sich gar niemand außer uns mehr findet, dann wird es eng.

Wie wichtig und bindend ist ein Businessplan?
Wichtig, noch wichtiger aber die Metriken.

Wie spricht man als Gründer am besten einen Investor an?
Einfach eine E-Mail senden, am besten mit Idee, einer kurzen ppt und Zahlen.

Was sollten Gründer vor Investoren niemals sagen oder machen?
“Geschönte” Informationen oder “kreative” Diagramme zeigen. Das zerstört Vertrauen

Gebt Ihr uns einen Einblick in Euer Anti-Portfolio – bei welchen, jetzt erfolgreichen, Firmen seid Ihr leider nicht eingestiegen?
Komoot, Tourradar und Tourlane.

Tipp: Noch mehr Interviews mit Venture Capiztal-Gebern aus Deutschland gibt es in unserem Themenschwerpunkt VC-Interview.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Brandneu – 8 neue Startups, die ihr auf dem Schirm haben solltet


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

writeaguide
Bei writeaguide handelt es sich um eine cloud-basierte Anwendung für smartes Wissensmanagement. Zilegruppe dabei sind Teams. “Neben dem intuitiven Erstellen und Vernetzen von Wissen in Guides, legen wir mit writeaguide auch einen großen Wert auf die datengesteuerte Wissensanalyse”, teilt das Startup mit. Gegründet wurde das Startup von Georg Michel.

Augmented Science
Hinter dem Hamburger Startup Augmented Science verbirgt sich eine “neue, innovative Präsentations- und Networking-Lösung für Wissenschaftler*innen”. Die Nutzer können auf der Plattform “mithilfe von Bilderkennung und Augmented Reality Forschungsdaten innovativer und interaktiver darstellen”. Gründer sind Kristina Schulz, Natalie Rotermund und Lasse Schuirmann.

Mintablo
Bei Mintablo aus Berlin dreht sich alles um “faires und verantwortungsvolles Glücksspiel”. Das junge Unternehmen, das von Patrick Koch gegründet wurde, verspricht dabei “aufregende Glücksspiele auf einer seriösen und regulierten Plattform”.

lialo
Hinter lialo verbirgt sich eine App für “thematische und touristische Touren in Berlin”. Hinter der Anwendung stecken Andree Sadilek und momox-Gründer Christian Wegner. Demnächst soll es bei lialo auch kostenpflichtige Touren geben. Dann teilt sich lialo die Einnahmen mit den Autoren der jeweiligen Touren.

Konvoi
Konvoi aus Hamburg entwickelt eine mobile Sicherheitslösung für abgestellte LKW. “Mithilfe von Sensoren wird um den LKW ein Detektionsbereich erzeugt, um Bedrohungen zu erkennen und Gefahrenabwehrmaßnahmen intelligent einzuleiten”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma. Gegründet wurde die Jungfirma von Alexander Jagielo, Heinz Luckhard und Divya Settimali.

Sizze
Das Team hinter Sizze entwickelt eine Software, die es auf Basis von KI ermöglicht, digital Kleidung zu vermessen. “Unsere Zielgruppe ist der Fashion Online-Handel, der bekannterweise händeringend nach einer Lösung für das Retourenproblem sucht”, teilen die Berliner mit. Gründer sind Gabriela Kaminski und Jochen Kaminski.

Fember
Das neue Startup Fember tritt an, das Thema Networking für Frauen und berufliche bzw. persönliche Weiterentwicklung miteinander zu verknüpfen. Dabei geht es um den Austausch in kleinen Gruppen in einem geschützten Rahmen. So soll der “professionelle Austausch auf Augenhöhe” gelingen. Gegründet wurde das Startup von Maria Yullah und Marie Palmié.

Handz
Das Essener Startup Handz setzt auf hygienische Kosmetikartikel als Lifestyle-Produkte. So will der Ableger der Firmenschmiede Crealize den Markt der klinischen Desinfektionsmittel und Handreiniger aufmischen. Handz kommt in den Duftnoten Watermelon, Citrus und Aloe Vera daher. Gründer sind Cem Ak, Resul Gönül und Sebastian Nisch.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – HelloFresh kauft Factor75 (für 277 Millionen) – ShowHeroes übernimmt Viralize


Im aktuellen #DealMonitor für den 23. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

EXITS

Factor75
+++ Der börsennotierte Kochboxen-Anbieter HelloFresh übernimmt den Fertiggerichte-Anbieter Factor75. “Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf bis zu USD 277 Millionen, von denen bis zu USD 100 Millionen auf ein earn-out sowie auf ein Management-Incentivierungsprogramm entfallen”, teilt das Unternehmen mit. Factor75 peilt 2020 einen Umsatz in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar an. Factor wurde 2013 gegründet und gilt als “führender Anbieter für ready-to-eat Gerichte mit dem Fokus auf Gesundheit und Wellness”.

Viralize
+++ Das Berliner Startup ShowHeroes, ein Produzenten für Videos, die für mobile Einsätze und Social Media-Kanäle optimiert sind, übernimmt das italienische Unternehmen Viralize. “Das in Mailand, Florenz und Madrid ansässige Unternehmen ist ein führender Spezialist für Videotechnologie und -werbung in Südeuropa”, teilt das Unternehmen mit. ShowHeroes wurde 2016 von Ilhan Zengin, Mario Tiedemann und Dennis Kirschner gegründet

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Gastbeitrag – So gelingt die Selbstständigkeit!


Ein selbstbestimmtes Leben zu führen ist für viele ein Traum und die Selbstständigkeit für viele der Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Dem gegenüber stehen aber finanzielle Unsicherheiten und bürokratischer Aufwand, Existenz- und Versagensängste. Hinzu kommt, dass die aktuelle Zeit den meisten Menschen Homeoffice und flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen. Wozu also noch selbstständig machen? Gründe gibt es viele. Das zeigt auch die aktuelle Entwicklung auf dem Markt: Die Zahl der Selbstständigen steigt deutlich. So gab es laut Statista im Jahr 2000 etwa 700.000 Selbstständige. Im Jahr 2017 waren es schon rund 1,38 Mio und 2019 sogar schon 1,43 Mio. Es ist nur wichtig, einige Punkte zu beachten. So kann man schnell alle Herausforderungen rund um die selbstständige Arbeit meistern und letztlich von den Vorteilen profitieren – eigenständiges, freies und erfülltes Arbeiten.

Liquidität schaffen

Das ist eines der wichtigsten Voraussetzungen der Selbstständigkeit. Zu schnell steht das Finanzamt vor der Tür, Vorauszahlungen, Nachzahlungen – all das muss pünktlich geleistet werden. Wer Fristen des Finanzamtes nicht einhalten kann, der kann stunden. Das aber lässt sich das Finanzamt mit sehr hohen Zinsen nicht schlecht bezahlen und der bürokratische Aufwand bei der Beantragung der Stundung ist auch ziemlich groß.

Es ist also ratsam, mindestens 30 % der Einnahmen für die Einkommensteuer zurückzulegen und die eingenommene Umsatzsteuer, sofern man diese abführt, direkt auf ein Extrakonto zu legen, damit man diese ja nicht versehentlich ausgibt.

In den ersten Monaten der Selbstständigkeit lohnt es sogar, noch etwas mehr beiseite zu legen. Wenn die Einkommensteuererklärung für das vorangegangene Jahr abgegeben ist, muss man nämlich nicht nur diese Einkommensteuer zahlen, sondern auch gleich eine Vorauszahlung der Einkommensteuer für das laufende Jahr leisten. Das hat schon einigen Selbstständigen das Genick gebrochen.

INVOIZ zum Beispiel hat hier das Liquiditätsbarometer, das den voraussichtlichen Kontostand am Monatsende ermittelt, und auch den Steuerschätzer, der dem Nutzer in Echtzeit sagt, was abzüglich der üblichen Steuern vom Umsatz eigentlich übrig bleibt. Aber auch andere Tools geben einen guten Überblick über die aktuellen Finanzen. Mein Tipp: Nicht die Augen vor den Finanzen verschließen. Nur wer regelmäßig einen Überblick über seine Gelder hat, dem kann auch keine böse Überraschung drohen.

Den Schweinehund überwinden

Ein Punkt, den viele bei der selbstständigen Arbeit bemängeln: Selbstdisziplin. Wer selbstbestimmt arbeitet, kann auch viel aufschieben. Prokrastination nennt sich das. Wer zu Aufschieberitis neigt, sollte Tools nutzen, die einen daran hindern. Zum Beispiel Asana, Evernote und co., die die Möglichkeit bieten, anstehende Aufgaben zu organisieren.

Evernote funktioniert beispielsweise plattform- und dateitypunabhängig und stellt zahlreiche Hilfsmittel bereit, wie zum Beispiel den WebClipper – ein Service zur Speicherung von Websites – oder die Handschrifterkennung in Notizen und Fotos. Die Dokumentensuche mit Kontext-Feature verknüpft Nutzer darüber hinaus sowohl intern als auch extern mit Daten und Personen, die an ähnlichen Themen arbeiten.

Ein anderes Tool ist MeisterTask. Damit ist es Nutzern möglich, Projekte einzelnen Kollegen zuzuordnen und so den Workflow individuell anzupassen. Zudem ist es möglich, Dokumente zu teilen und den aktuellen Stand eines Projekts zu dokumentieren.

Aber auch Zeitmanagement ist wichtig. Zeiterfassungstools wie mite helfen dabei, zu überblicken, bei welchem Projekt man wie viel Zeit tatsächlich eingebracht hat. Und gerade wer stundenbasiert arbeitet, sollte seine Zeit professionell erfassen, um Fehler zu vermeiden.

All diese Tools helfen, die Produktivität zu steigern, den Schweinehund zu überwinden und loszulegen.

Wer diese Tipps beherzigt, der hat schon einen ersten Schritt in eine erfolgreiche Selbstständigkeit gewagt. Die Tools und Möglichkeiten sind schon heute unglaublich vielfältig und empfehlenswert und helfen dabei, seinen Traum vom unabhängigen Arbeitsleben zu verwirklichen.

Über den Autor
Fin Glowick ist Head of Business bei INVOIZ, der cloudbasierten Selbstständigen-Software, die die Expertise eines Finanz- & Rechnungstools mit den vielen Möglichkeiten der Kundenorganisation verknüpft.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#Podcast – News #33 – McMakler – SellerX – Forto – Tourlane – Tier – Instana


Im News-Podcast von deutsche-startups.de spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing über die wirklich wichtigen Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über wichtige Deals, große Exits und spannende Startup-News, die jeder unbedingt mitbekommen haben sollte. Viel Spaß beim Zuhören.

News #33 – Die Themen

+++ Warburg Pincus investiert 50 Millionen US-Dollar in McMakler
+++ SellerX verkündet 100-Millionen-Euro-Investment
+++ Razor Group bekommt 25 Millionen Euro
+++ Forto sammelt 50 Millionen US-Dollar ein
+++ Tourlane sammelt 20 Millionen US-Dollar ein
+++ Softbank investiert 250 Millionen US-Dollar in Tier
+++ IBM übernimmt Instana

Sponsoren gesucht

Hier ist Platz für eure Werbebotschaft! Wenn ihr einmal im ds-Podcast werben möchtet, schreibt bitte an podcast@deutsche-startups.de. Ihr möchtet das Team von deutsche-startups.de einfach so unterstützen? Gerne! Via Paypal könnt ihr uns ganz einfach den Betrag eurer Wahl zukommen lassen: www.paypal.me/deutschestartups.

News #33 – Unser Podcast

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#Hintergrund – 50 innovative Startups, von denen wir hoffentlich noch viel hören werden


In den vergangenen Monaten sind in Deutschland – trotz oder vielleicht auch wegen der weltweiten Corona-Krise – wieder zahlreiche Startups neu an den Start gegangen – siehe unseren Startup-Radar. Darunter viele E-Commerce-Unternehmen, zahlreiche Food-Firmen, viele FinTech-Startups und etliche Marktplätze, Fitness-Firmen, Beauty-Startups, ClimateTech-Unternehmen, Netzwerke und vor allem etliche Thrasio-Klone.

In den vergangenen Wochen sind aber auch wieder viele neue Software-Firmen, Hardware-Unternehmen, Tool-Firmen, B2B-Startups, SaaS-Unternehmen, DeepTech-Firmen sowie Sales- und Vertriebs-Tools entstanden. Manchmal kommen diese junge Firmen in der allgemeinen Aufmerksamkeit etwas zu kurz. 50 davon stellen wir deswegen an dieser Stelle einmal gebündelt vor.

Acapela
Das Berliner Unternehmen Acapela, das von Dubsmash-Gründer Roland Grenke und Heiki Riesenkampf, zuletzt Google, gegründet wurde, entwickelt eine asynchrone Meeting-Plattform. Über die Plattform sollen Unternehmen flexibler als per Videobotschaft und persönlicher als per Slack kommunizieren können.

Accure
Accure wurde von den Wissenschaftlern Kai-Philipp Kairies, Georg Angenendt und Johannes Palmer, die an der RWTH Aachen zu Batteriesystemen promoviert haben, gegründet. Accure bietet Unternehmen eine “Plattform, die durch APIs Zugang zu Batteriedaten ermöglicht, um diese verwalten und zu analysieren”.

aiconomix
Das Aachener Startup aiConomix möchte Angestellten helfen, “Aufgaben schneller und leichter zu lösen ohne dabei im Weg zu stehen”. Konkret verbirgt sich hinter aiConomix eine Assistenz-Software, die überall wo es geht, “intelligente Hilfestellungen anbietet”.

AiSight
Das Berliner Startup AiSight ist im Segment Preventive Maintenance unterwegs. Die Hauptstädter haben ein Tool entwickelt, das an jede Maschine gepackt werden kann und durch Analyse der Vibrationen, Vorhersagen machen kann, wann genau die Maschine gewartet werden sollte.

Alldone.app
Mit Alldone.app setzt MobileBits-Gründer Karsten Wysk auf ein “Team Productivity Tool”. Alldone.app soll dabei aber nicht mit den vielen anderen Tools wie Slack, Figma, Teams, Google Apps, die viele Teams schon nutzen, konkurrieren, sondern vielmehr ergänzen.

Apheris
Das von Robin Röhm und Michael Höh gegründete DeepTech-Startup Apheris ermöglicht eine “konzernübergreifende Zusammenarbeit und sichere Datenanalyse ohne Gefährdung der Privatsphäre”. Dafür setzt die Jungfirma unter anderem auf dezentrale Datenverarbeitun und verteiltes Maschinelles Lernen.

Augmented Science
Hinter dem Hamburger Startup Augmented Science verbirgt sich eine “neue, innovative Präsentations- und Networking-Lösung für Wissenschaftler*innen”. Die Nutzer können auf der Plattform “mithilfe von Bilderkennung und Augmented Reality Forschungsdaten innovativer und interaktiver darstellen”.

asvin
Das Stuttgarter Startup asvin kümmert sich um das ganz große Thema Cyber Security – und zwar im Zusammenhang mit den beiden Trends Internet of Things und Smart Cities. Das Motto dabei lautet: “Distribute and track IoT Updates on product lifecycles”.

Bareways
Bareways entwickelt eine “Navigation für schlechte Straßen”. Dabei geht es insbesondere um nicht-asphaltierte Straßen im ländlichen Raum. “Die Herausforderung liegt in wechselnden Verhältnissen: Wetter, Vegetation und auch Überflutungen können die Befahrbarkeit massiv beeinflussen”, teilt das Startup mit.

beeBlum
Die Jungfirma beeBlum verspricht “fokussierte Kommunikation ohne Gelaber”. Konkret positioniert sich das Unternehmen als “Verbindung aus Social Media Plattform und Work Management Toolset”. Das Schlagwort dabei lautet “Knowledge Work Management Plattform”.

Carbon Farmed
Das junge Berliner Startup Carbon Farmed kümmert sich um den “Vertrieb von Lebensmitteln aus nachhaltiger und klimapositiver Landwirtschaft, sowie die Vernetzung von Verbrauchern mit Landwirten über eine eigene Softwarelösung”. Carbon Farming gilt als eine der wirksamsten Lösungen der Klimakrise.

Casablanca.ai
Mit Casablanca.ai möchte Carsten Kraus, Gründer von Omikron Data Quality, die Welt der Videokonferenzen aufmischen. Denn mit dem neuen Tool schaut sich jeder immer in die Augen. Casablanca verschiebt dafür die Kameraperspektive rein softwarebasiert hinter die Augen des jeweiligen Gesprächspartners.

Codefy
Das Heidelberger Startup Codefy positioniert sich als “intelligente Suchmaschine die eigenen Dokumente”. Codefy hilft aber auch Informationen zu strukturieren und im Team zusammenzuarbeiten. “Das Produkt kann sowohl in der Cloud als auch in der eigenen IT-Infrastruktur betrieben werden”, versprechen die Gründer.

Codesphere
Das deutsch-amerikanische Startup Codesphere, das von Elias Groll, Christian Siemoneit und Jonas Zipprick gegründet wurde, positioniert sich als “intelligente Plattform für die Entwicklung von WebApps”. Der junge Geldgeber 468 Capital investierte bereits in die Jungfirma.

DocuDiet
Das Kölner Startup DocuDiet kümmert sich um Wissensmanagement. “Wir können den Dokumentenbestand analysieren und sortieren, Zusammenhänge erkennen und Mitarbeitende vernetzen, die an ähnlichen Themen arbeiten”, teilt die Jungfirma, die von Christoph Kling und Maryam Mehrazar geführt wird, mit.

Dryad
Das IoT-Startup Dryad, das in Berlin und Brandenburg zu Hause ist, entwickelt ein System zur ultrafrühen Erkennung von Waldbränden. Mit diesem System soll es sogar möglich sein, entlegene Waldgebiete zu überwachen. Geführt wurde Dryad von Carsten Brinkschulte.

emocean
Das Münchner Startup emocean entwickelt mit indigo eine Software, die Maschinen und Anwendungen miteinander kommunizieren lässt – und das in Echtzeit. “Gleichzeitig ist sie herstellerunabhängig einsetzbar und bis auf die kleinsten Ebenen im Fertigungsprozess skalierbar”, teilt die Jungfirma mit.

Fleetspark
Beim Berliner Startup Fleetspark geht es um das Einsparen von Benzin. Zielgruppe der mobilen Anwendung sind Logistikunternehmen. In der Selbstbeschreibung heißt es: “FleetSpark is developing a set of technologies to help truck operator reduce their fuel consumption by over 10 %”. 

Flowdust
Hinter Flowdust verbirgt sich eine Feedback-Plattform. Das Startup stellt seinen Kunden verschiedene Widgets zur Verfügung, um das Nutzerverhalten “schnell und einfach analysieren zu können”. Man kann mit Flowdust etwa kurze Umfragen durchführen und direkt Feedback einsammeln

Handwai
Das Handwai-Team kümmert sich um “intelligente Lösungen fürs Handwerk”. Konkret möchte das Startup den “Angebotsprozess im Handwerk automatisieren”. “Dafür wird mit Hilfe von künstlicher Intelligenz das Leistungsverzeichnis auf Hinweise, Potenziale und Risiken analysiert”, teilt das Unternehmen mit.

Hasty
Bei Hasty aus Berlin dreht sich alles um künstliche Intelligenz. Das Startup lässt sich dabei am besten als Bildbeschriftungswerkzeug bezeichnen. Hasty setzt auf “aktives Lernen”, um die zum Erstellen und Verbessern der Trainingsdaten für eine “Vision-KI erforderliche Arbeit zu automatisieren”.

hivr.ai
Das junge Startup hivr.ai entwickelt eine Lösung für Tagungshotels und Locations. Mit der Software werden überall dort automatisiert, wo eine manuelle Bearbeitung ineffizient ist. hivr.ai sammelt etwa Meeting-Anfragen über zahlreiche Vertriebskanäle hinweg

Kaiko Systems
Das Berliner Startup Kaiko Systems entwickelt ein Tool zur Datenerfassung und Datenanalyse, um den “Echtzeit-Zustand eines Schiffes” zu überwachen. “Die automatisierte, KI-basierte Analyse identifiziert potenzielle Risiken und liefert verlässliche Entscheidungsgrundlagen”, verspricht das Unternehmen.

Konvoi
Konvoi aus Hamburg entwickelt eine mobile Sicherheitslösung für abgestellte LKW. “Mithilfe von Sensoren wird um den LKW ein Detektionsbereich erzeugt, um Bedrohungen zu erkennen und Gefahrenabwehrmaßnahmen intelligent einzuleiten”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma.

Lumiform
Das Startup Lumiform, bisher unter dem Namen Zyp.One bekannt, digitalisiert Sicherheitsprüfungen. Auf der Website heißt es: “Mit der Lumiform App führst du Prüfungen kinderleicht durch, löst Vorfälle schnell im Team und steigerst damit die Qualität und Sicherheit”.

lyno
Das junge Startup lyno, das von Paul Tiedtke und Giovanni Cascio geführt wird, möchte Firmen, die auf Remote-Work oder Home Office setzen, unterstützen: “Lyno boosts productivity and communication in distributed teams. It encourages an open and inspiring way of communication and brings it to your remote desk.”

Mage
Das Berliner Startup Mage, das von Benedict Seyer, Patrick Bläsing und Marc Thomas gegründet wurde, entwickelt ein Tool, mit dem App-Anbieter den passenden Preis für ihre In-App-Käufe finden können. “Our customers don’t need to set up hundreds of A/B-Tests or campaigns manually”, teilt das Startup mit.

Mara
Das Mara-Team tritt an, um seinen Kunden in Sachen Online-Rezensionen zu unterstützen. “Wir helfen Unternehmen, aus Online-Rezensionen zu lernen, bevor (oder anstatt dass) teure Marktforschung durchgeführt wird”, teilt das junge Unternehmen aus Karlsruhe mit. 

musicube
Das Hamburger Startup musicube, entwickelt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ein System, das das Finden von Musik einfacher machen soll. Zielgruppe sind dabei Streaming-Dienste, Labels und Musik-Profis. Sony Music Deutschland setzt bereits auf das junge Unternehmen.

Mytigate
Die Eschborner Jungfirma Mytigate, die bereits im Rahmen der Innovationsforschung LOEWE3 gefördert wurde, unterstützt mit seiner neuen Software-Lösung Pharmaunternehmen und Spediteure bei der Auswahl der sichersten Transportwege und -dienstleister. 

Natix
Das Hamburger Startup Natix tritt an, um Städte mittels Videoanalysen smarter zu machen. Die Jungfirma aus Hamburg greift dabei auf ein Netzwerk aus analogen und IP-Kameras zu und macht aus diesen eine intelligenten Schwarm, der Situationen dann besser analysieren kann.

onetask.ai
onetask.ai aus Siegburg entwickelt eine Software, mit der Kunden “ohne KI-Expertise eigenständig KI-Modelle umsetzen können”. Die Bandbreite soll dabei von “der Validierung potenzieller Use Cases über die Erstellung von Trainingsdaten bis hin zum automatisierten KI-Modell” reichen.

PhantomStack
PhantomStack kümmert sich um das große Thema “Multi-Cloud Infrastructure Orchestration and Security”. In eigener Sache schreiben die Bajuwaren: “We act as a business enabler and solutions integrator through a Code-NoCode experience for Compliant Multi-Cloud Infrastructure Orchestration thus democratizing IT”.

Plyce
Hinter Plyce verbirgt sich eine sogenannte “Agile Project Funding Platform”. Mit der sollen Unternehmen ihre Projekte “effizienter und mit starkem unternehmerischem Mind-Set managen” können. Grundgedanke dabei ist, dass Firmen Projekte wie Startups führen sollten.

Phytolinc
Phytolinc plant und baut Anlagen zur Aufbereitung von Deponie-Sickerwasser. Dabei setzt das Startup auf Mikroalgen und einen eigens entwickelten membranbasierten Photobioreaktor, der mit einer eigenen Automatisierungssoftware betrieben wird.

Qantic
Qantic aus Berlin entwickelt eine Software um Stromnetze zu optimieren. “Der Algorithmus hilft dabei, Verbrauch, Speicherung und Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien besser aufeinander abzustimmen”, teilt das junge Unternehmen mit. 

Saiga
Das junge Startup Saiga, das von Karl Moritz (zuletzt DeepMind) gegründet wurde,  kümmert sich um die ”Entwicklung und Vermarktung von Software und dazugehörige Dienstleistungen mit Fokus auf der digitalen Verwaltung und der Aufbewahrung von persönlichen Unterlagen”.

Sastrix
Sastrix, das von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. Die Rheinländer versprechen: “Wir bringen Transparenz in Ihr bestehendes Setup, befreien Sie von nicht ausgelasteten Lizenzen”.

schubwerk
schubwerk aus Wiesbaden entwickelt ein Tool zur “intelligenten Marketing- und Business-Steuerung”. Die Zielgruppe der Software sind Geschäftsführer, Manager und Online-Marketeers, “die ihre Marketing- und Vertriebsperformance einfach steuern und verbessern wollen”.

Sidequest?
Das Münchner Startup Sidequest ermöglicht Teams den Betrieb von sogenannten Helpdesks direkt im gewohnten Slack-Interface. So will die Jungfirma aus dem Hause mantro “die große Lücke zwischen klassischen Ticketsystemen und modernen Aufgabenverwaltungen” schließen.

Sizze
Das Team hinter Sizze entwickelt eine Software, die es auf Basis von KI ermöglicht, digital Kleidung zu vermessen. “Unsere Zielgruppe ist der Fashion Online-Handel, der bekannterweise händeringend nach einer Lösung für das Retourenproblem sucht”, teilen die Berliner mit.

snaatch
Mit snaatch lassen sich Fotos, Videos und andere Mediendaten DSGVO-konform auf deutschen Servern archivieren. “Mit Hilfe unserer innovativen Funktionen wird das Vergleichen, Bearbeiten und Teilen von Mediendaten in der Cloud zum Kinderspiel”, verspricht das Startup dabei.

SPRK
Das junge Berliner Startup SPRK tritt an, “die Lebensmittelverschwendung zusammen mit allen Teilnehmern der Lieferkette signifikant zu reduzieren und langfristig zu vermeiden”. Das Unternehmen wurde von Alexander Piutti, Mario Steinbuch und Marcel Riemer gegründet.

Superchat
Bei Superchat dreht sich alles um Kommunikation und Rezensionen. Zielgruppe dabei sind lokale Unternehmen. Die Jungfirma schreibt zum Konzept: “Sammeln Sie positive Online-Bewertungen, gewinnen Sie mehr Kunden und kommunizieren Sie mit Ihren Kunden per Text”.

Tacto
Bei Tacto aus München dreht sich alles um das ganz große Thema Beschaffungswesen. “We believe that modern procurement deserves a modern solution to focus on strategic efforts instead of transactional activities”, heißt es auf der Website des jungen Unternehmens.

TradeLink
Das Münchner Startup TradeLink, das von Frederic Krahforst und Tobias Nendel (Outfittery) gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. 

twinwin
Hinter twinwin verbirgt sich eine Plattform, mit der sich Unternehmen “fair und sicher von Mitarbeitern trennen” können. Gelingen soll dies über “tech-unterstützte Rechtsexpertise”. Das Berliner Startup verspricht dabei eine “Win-win für Arbeitgeber & Arbeitnehmer”.

writeaguide
Bei  writeaguide handelt es sich um eine cloud-basierte Anwendung für smartes Wissensmanagement. Zielgruppe dabei sind Teams. “Neben dem intuitiven Erstellen und Vernetzen von Wissen in Guides, legen wir mit writeaguide auch einen großen Wert auf die datengesteuerte Wissensanalyse”, teilt das Startup mit.

Xibit
Xibit aus Berlin bringt Hologramme in die echte Welt! “We use holograms to turn product presentations into engaging customer experiences”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma, die von Zakaria Jaiathe und Abdeljalil Karam ins Leben gerufen wurde.

Xito
Hinter Xito, das von Toolify Robotics aus Ulm entwickelt wird, verbirgt sich eine “Low-Code Entwicklungsplattform” rund um das Thema Roboter. “Die Programmierung von Roboteranwendungen wird durch Xito drastisch vereinfacht und beschleunigt, ohne dass Expertenwissen notwendig ist”, teilt das Startup mit.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – René Benko blitzt bei Komoot ab – Insight kauft weitere AnyDesk-Anteile – Warburg Pincus investiert in McMakler


Im aktuellen #DealMonitor für den 20. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Komoot
+++ Der Berliner Geldgeber June, hinter dem unter anderem Google-Vorstand Philipp Schindler steckt, nutzt seine Vorkaufsrechte beim Startup Komoot, einem Routenplaner samt Navigations-App. Der BFB Frühphasenfonds Brandenburg wollte beim Unternehmen aus Potsdam, das von Markus Hallermann gegründet wurde, aussteigen und seinen Anteil (15 %) verkaufen. Interesse an der Übernahme der Anteile hatte auch der bekannte österreichische Investor René Benko (unter anderem Galeria Karstadt Kaufhof). Hintergründe gibt es nur im aktuellen Insider-Podcast. #EXKLUSIV

AnyDesk
+++ Der amerikanische Wagniskapitalgeber Insight Partners nutzt seine Vorkaufsrechte bei AnyDesk. Das junge Unternehmen will quasi TeamViewer als erste Adresse für den Fernzugriff auf Rechner ablösen. EQT Ventures sowie Business Angels wie Chris Hitchen und Andreas Burike sowie Insight investierten in den vergangenen Jahren bereits rund 20 Millionen Dollar in AnyDesk. General Atlantic hatte sich zuletzt für einen Einstieg bei AnyDesk interessiert. Hintergründe gibt es nur im aktuellen Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Simplesurance
+++ Die Altinvestoren investierten erneut in Simplesurance. Das Berliner Startup in Deutschland als Schutzklick bekannt, gehört zu den ganz großen InsurTech-Pionieren. Mindestens 60 Millionen Dollar flossen bisher in das Unternehmen, das 2012 an den Start ging. Zuletzt investierten unter anderem die Tokio Marine Holdings (TMHD) und die deutsch-französische Finanzgruppe ODDO BHF Kapital in das Unternehmen. Hintergründe gibt es nur im aktuellen Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Urban Sports Club
+++ Die Altinvestoren investierten erneut in Urban Sports Club, einen millonenschweren Anbieter für Sportflatrates. Urban Sports Club wurde Ende 2012 von Benjamin Roth und Moritz Kreppel gegründet. Das Startup expandierte zuletzt vor allem durch Übernahmen (99Gyms, Fitengo, Somuchmore, FITrate). Investoren des Startups sind unter anderem HV Capital, Rocket Internet und Partech. Hintergründe gibt es nur im aktuellen Insider-Podcast. #EXKLUSIV

McMakler
+++ Der amerikanische Finanzinvestor Warburg Pincus investiert gemeinsam mit einigen Bestandsinvestoren in das Berliner Unternehmen McMakler. Das Handelsblatt berichtet von einem Investment in Höhe von 50 Millionen US-Dollar. “Die nächste Wachstumsphase von McMakler wird sich auf die Erweiterung der proprietären Technologie und der digitalen Tools konzentrieren, um einen transparenteren und schnelleren Marketingprozess für die Kunden zu gewährleisten”, teilt das Unternehmen mit . Target Global, Israel Growth Partners und einige Bestandsinvestoren investierten zuletzt 50 Millionen Euro in McMakler, ein Berliner Makler-Startup. Das Unternehmen, das in Deutschland, Österreich und Frankreich aktiv ist, wurde 2015 von Hanno Heintzenberg, Felix Jahn und Lukas Pieczonka gegründet. Das Grownup beschäftigt über 600 Mitarbeiter.

Sastrix
+++ TS Ventures, also Tim Schumacher, Discovery Ventures und Christian Gaiser investieren 1,3 Millionen US-Dollar in das Kölner Startup Sastrix. Die Jungfirma, die von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. Die Rheinländer versprechen: “Wir bringen Transparenz in Ihr bestehendes Setup, befreien Sie von nicht ausgelasteten Lizenzen und verhandeln mit Ihren Anbietern, um die besten Angebote für Sie zu erhalten”.

deineStudienfinanzierung
+++ Der Berliner FinTech-Investor finleap investiert in das Berliner Startup deineStudienfinanzierung. “Der Eintritt ins Portfolio von finleap ist für das junge Unternehmen ein weiterer Schritt, ein verlässlicher Partner der Generation Z zu sein”, teilt der Investor vollmundig mit. deineStudienfinanzierung, das von Alexander Barge, David Meyer und Bastian Krautwald gegründet wurde, aggregiert die “größten Finanzierungsprodukte für das Studium in Deutschland”. Im vergangenen Jahr suchte die Jungfirma im Fernsehen, bei “Die Höhle der Löwen” Geldgeber. Der TV-Deal mit Frank Thelen platzte damals aber.

NXRT
+++ Das Bahntechnik-Unternehmen Rhomberg Sersa Rail Group (RSRG) investiert in den Simulationsanbieter NXRT. Das Unternehmen  mit Sitz in Wien “fokussiert sich auf schlüsselfertige Anwendungen für innovative Simulationen für Demonstrations-, Trainings- und Testzwecke”. Die Software vermittelt den Anwendern dabei “sämtliche sensorischen Reize, die sowohl im Bereich Showcasing als auch im Bereich Schulung zu einer bleibenden Erinnerung der Inhalte beitragen”.

easierLife
+++ Der Energiedienstleister ESWE Versorgung investiert einen “bedeutenden finanziellen Betrag” in das Karlsruher Startup easierLife, das einen intelligentem Hausnotruf anbietet. easierLife wurde 2014 von vier wissenschaftlichen Mitarbeitern des FZI Forschungszentrum Informatik gegründet. Im Rahmen von Studien wurden zunächst über 100 Seniorenhaushalte mit Sensoren ausgestattet.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#aktuell, #anydesk, #berlin, #deinestudienfinanzierung, #discovery-ventures, #easierlife, #finleap, #general-atlantic, #insight-partners, #june, #karlsruhe, #koln, #komoot, #mcmakler, #nxrt, #potsdam, #sastrix, #simplesurance, #ts-ventures, #urban-sports-club, #venture-capital, #warburg-pincus

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#Hintergrund – Immer mehr Startups setzen auf das Thrasio-Modell


In der deutschen Gründerszene herrscht Thrasio-Fieber – wie wir zuletzt mehrmals im Insider-Podcast berichtet haben. Recht junge Startups wie Brands United, Orange Brands, Razor Group und SellerX kaufen derzeit kleinere Amazon-Händler (FBA – Fulfillment by Amazon) auf und führen deren Geschäfte weiter. In den USA brachte Thrasio dieses Konzept zuletzt sehr schnell zum ganz großen Erfolg. In Deutschland fiel bisher insbesondere SellerX (100 Millionen Investmentrunde) und die Razor Group (25 Millionen) auf. 

Es wird sich aber erst noch zeigen müssen, ob das milliardenschwere Thrasio-Prinzip auch hierzulande funktioniert. Denn erst einmal müssen die vielen jungen Anbieter passende Amazon-Händler finden, die sie übernehmen können. Spannend könnte es werden, wenn auch andere große E-Commerce-Unternehmen wie die millionenschwere Berlin Brands Group (ehemals Chal-Tec) das Prinzip für sich entdecken.

Klar ist aber jetzt schon: Die Startups brauchen Geld, viel Geld, um in diesem Boom-Segment überstehen zu können. Die bereits verkündeten großen Summe sollen dabei wohl auch als Abschreckung dienen. Einige Millionen werden sicherlich erst fließen, wenn die Jungfirmen ganz bestimmte Ziele erreicht haben. Die wichtigsten Thrasio-Klone aus deutschen Landen stellen wir hier einmal gebündelt vor. Falls wir jemanden vergessen haben, einfach melden.

Die deutschen Thrasio-Klone, die jeder kennen sollte

Brands United
Brands United aus Berlin wurde vom Tradora-Gründer Dieter Pfeffer und Marc Nußbaumer, zuletzt mit Argentum 360 unterwegs, gegründet. Brands United kauft Unternehmen, die “in den letzten zwölf  Monaten mindestens 50.000 Euro Gewinn (EBITDA) erzielt haben.

Orange Brands
Hinter Orange Brands steckt Glossybox-Gründer Charles von Abercron. Das junge Startup verspricht: “Wir haben eine Betriebsplattform aufgebaut, um sorgfältig ausgewählten Microbrands in Deutschland und Europa ein neues Zuhause zu bieten”.

Razor Group
Die Berliner Razor Group wurde von  Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet. Redalpine investierte kürzlich gemeinsam mit einigen Altinvestoren 10 Millionen Euro in die Jungfirma. Zusätzlich sicherte sich Razor von Claret Capital eine Debt-Finanzierung in Höhe von 15 Millionen. Zuvor investierten Global Founders Capital (GFC), 468 Capital, Presight Capital und Angel-Investoren wie Mato Peric, bereits rund 5 Millionen in die Razor Group. Die Post-Money-Bewertung der aktuellen Investmentrunde soll bei rund 50 Millionen liegen.

SellerX
Hinter SellerX stecken Malte Horeyseck (Dafiti-Gründer) und Philipp Triebel. Cherry Ventures investierte zunächst gemeinsam mit Felix Capital, Village Global und Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann 6 Millionen Euro in SellerX. Danach verkündete das Startup noch den Einstieg von TriplePoint Capital. Insgesamt ist von einer Investmentrunde in Höhe von 100 Millionen die Rede. Wobei es sich vor allem um Kredite handeln soll.

Thirstii
Im Impressum von Thirstii werden Sami Boutros und Karsten Weber als Verantwortliche genannt. Die Berliner versprechen:  “Wir kaufen innerhalb von nur vier bis sechs Wochen ihr Amazon Business zu einem fairen Wert, der Sie glücklich macht”.

Zeelos
Zeelos wurde nach eigenen Angaben “von einem multidisziplinären Team aus den Bereichen Technologie, Supply Chain und Brand Management gegründet”. Weiter teilt das stille Startup mit: “Unsere Investoren sind erfahrene Gründer, CEOs und Family Offices”.

Bonus: In Großbritannien setzt unter anderem Heroes auf das Thrasio-Modell. Das Londoner Unternehmen, das von den gebürtigen Hamburgern Riccardo Bruni und Alessio Bruni gegründet wurde, konnte kürzlich 65 Millionen Euro einsammeln – unter anderem von 360 Capital, Fuel Ventures und Upper90. Zudem baut Target Global derzeit mit Branded einen weiteren deutschen bzw. europäischen Anbieter auf.

Insider #90 – Razor, Orange Brands und Co.

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#StartupTicker – +++ Gorillas – Taxdoo – Komoot – AnyDesk – SellerX – Forto – Tourlane – Zeotap – Neodigital – Coyo – Instana


Im #StartupTicker geben wir euch einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was wirklich wichtig war!

INVESTMENTS

Gorillas
+++ Der New Yorker Hedgefonds Coatue, der zuletzt in Choco investierte, investiert 40 Millionen US-Dollar in Gorillas. Das junge Berliner Hype-Startup, das man als rollenden Supermarkt beschreiben kann, verspricht teilweise eine Lebensmittel-Lieferungen innerhalb von 10 Minuten. Die Bewertung der aktuellen Investmentrunde liegt bei 160 Millionen (Pre-Money).  #EXKLUSIV

Taxdoo
+++ Der amerikanische Geldgeber Accel Partners investiert eine unbekannte Millionensumme in Taxdoo. Das Hamburger Startup wurde 2016 von Matthias Allmendinger, Roger Gothmann und Christian Königsheim gegründet. Das junge Unternehmen ermöglicht Onlinehändlern es, ihre internationalen Umsatzsteuer-Verpflichtungen zu automatisieren. #EXKLUSIV

Komoot
+++ Der Berliner Geldgeber June, hinter dem unter anderem Google-Vorstand Philipp Schindler steckt, nutzt seine Vorkaufsrechte beim Startup Komoot, einem Routenplaner samt Navigations-App.  Interesse an der Übernahme der Anteile hatte auch der bekannte österreichische Investor René Benko (unter anderem Galeria Karstadt Kaufhof). #EXKLUSIV

AnyDesk
+++ Der amerikanische Wagniskapitalgeber Insight Partners nutzt seine Vorkaufsrechte bei AnyDesk. Das junge Unternehmen will quasi TeamViewer als erste Adresse für den Fernzugriff auf Rechner ablösen. General Atlantic hatte sich zuletzt für einen Einstieg bei AnyDesk interessiert. #EXKLUSIV

Simplesurance
+++ Die Altinvestoren investierten erneut in Simplesurance. Das Berliner Startup in Deutschland als Schutzklick bekannt, gehört zu den ganz großen InsurTech-Pionieren. Zuletzt investierten unter anderem die Tokio Marine Holdings (TMHD) und die deutsch-französische Finanzgruppe ODDO BHF Kapital in das Unternehmen. #EXKLUSIV

Urban Sports Club
+++ Die Altinvestoren investierten erneut in Urban Sports Club, einen millonenschweren Anbieter für Sportflatrates. Urban Sports Club wurde Ende 2012 von Benjamin Roth und Moritz Kreppel gegründet. Investoren des Startups sind unter anderem HV Capital, Rocket Internet und Partech. #EXKLUSIV

SellerX
+++ Nach Cherry Ventures, Felix Capital, Village Global und Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann investiert nun auch Triple Point Capital aus dem Silicon Valley in SellerX, einen weiteren Thrasio-Klon. SellerX erhält insgesamt 100 Millionen Euro. Wobei ein Großteil dieser Summe wohl Kredite sind – und zudem darf man davon ausgehen, dass ein Großteil des Geldes erst nach dem Erreichen verschiedener Meilensteine fließt.

Forto
+++ Inven Capital, Iris Capital, Rider Global, Northzone, Cherry Ventures und der italienische Risikofonds H14 investieren 50 Millionen US-Dollar in Forto.  Insgesamt flossen nun schon 126 Millionen Dollar in das Logistik-Startup Forto, früher als FreightHub bekannt.

Tourlane
+++ Die Altinvestoren HV Capital, Sequoia Capital, Spark Capital und DN Capital investieren weitere 20 Millionen US-Dollar in Tourlane. Insgesamt flossen nun schon mehr als 100 Millionen US-Dollar in Tourlane. Zuletzt hieß es, dass sich Tourlane Corona-Matching-Gelder gesichert hat. Die Bewertung soll bei 242 Millionen Dollar liegen – siehe TechCrunch.

Zeotap
+++ Der amerikanische Geldgeber SignalFire investiert rund 16 Millionen Euro in zeotap. Das Berliner Unternehmen, das 2014 von Daniel Heer und Co. gegründet wurde, betreibt eine sogenannte Customer Intelligence Platform (CIP). Damit ist es möglich Vorhersagen im Hinblick auf das Verhalten von Kunden zu treffen.

Neodigital
++ Der neue Wachstumsfonds Elevat3 Capital, hinter dem insbesondere Christian Angermayer (Ribopharma) steckt, investiert eine zweistellige Millionensumme in Neodigital. Beim InsurTech dreht sich alles um Schaden- und Unfallversicherungen (Privathaftpflicht, Tierhalterhaftpflicht, Hausrat sowie Unfall).

Coyo
+++ Marlin Equity Partners investiert eine zweistellige Millionensumme in das Hamburger Unternehmen Coyo. Das Startup wurde 2010 von Jan Marius Marquardt gegründet – zunächst als IT-Beratungsagentur (Mindmash). Marlin Equity Partners meldete beim Bundeskartellamt bereits den “mit­tel­ba­ren An­teils- und Kon­trol­l­er­werb” bei Coyo an.

EXITS

Instana
+++ Der Software-Riese IBM übernimmt das deutsch-amerikanische Unternehmen Instana, das eine Software für Application Performance Management (APM) anbietet. Die Anwendung des Unternehmens überwacht technische Systeme und prüft sie auf Fehler. Meritech Capital und Accel investierten zuletzt 30 Millionen Dollar in die Softwarefirma, die in Solingen und den USA residiert. Das Startup wurde 2015 von Mirko Novakovic, Fabian Lange, Pete Abrams und Pavlo Baro gegründet.

Thinkproject
+++ Der schwedische Finanzinvestor EQT übernimmt das Münchner Unternehmen Thinkproject, nach eigenen Angaben ein “weltweit führender Anbieter von Construction Intelligence-Lösungen”.  Zum Kaufpreis schreibt das Handeslblatt: “Einem Insider zufolge ist der Deal mehr als 700 Millionen Euro schwer”.

PODCAST

Insider #90 – Gorillas – Saleor – Taxdoo – AnyDesk – Komoot – Loopline Systems – Simplesurance – Urban Sports Club – Orange Brands – KW Commerce

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Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#aktuell

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#Gastbeitrag – Das Nutzererlebnis entscheidet! Die Fintech-Szene – eine Zwischenbilanz


Kontaktloses Bezahlen, Echtzeit-Zahlungsabwicklung, Handel mit Kryptowährungen und Social Trading – alle diese Innovationen haben den Finanzsektor umgeworfen, Traditionsinstitute an den Rand oder zu Fusionen gedrängt und überflüssige Berufsgruppen minimiert. Wie in keiner anderen Branche haben Fintechs ihre disruptive Wirkung gezeigt. Welche Aspekte prägten die Entwicklung der vergangenen Jahre – und welche Faktoren entscheiden über die Zukunft der knapp 1.000 deutschen Finanz-Startups?

Mit modernster Computertechnik arbeiten Banken & Co. bereits seit Jahrzehnten, meist hinter den Kulissen. Kunden haben davon wenig mitbekommen. Vor gut 20 Jahren traten Onlinebanken ihren Siegeszug an. Dann ist lange nichts passiert – bis zur Finanzkrise 2008. Das Negativimage der Branche und verspieltes Vertrauen haben neuen Akteuren Chancen eröffnet. Es war die Zeit, in der jedes Unternehmen Vorschusslorbeeren bekam, das „API-Calls“ in vermeintliche Nutzererlebnisse übersetzen konnte. Allerdings wurde dies von den Kunden kaum akzeptiert, es war mehr ein Trend-Wort für Investoren. Anderes funktionierten vor allem Startups, die sich auf Zahlungsdienstleistungen spezialisierten, wie einst Paypal. Die neue Generation um TransferWise und N26 startete die Fintech- und Finanzierungswelle neu und öffnete die Schleusen für uns alle.

In der Phase bis heute verbreiterte sich der Branchenfokus: In jeder Kategorie haben wir jetzt mehr Unternehmen mit Fintech-Ansatz, wie Steuern, Zahlungen, Investitionen, Robo-Advisory, Vermögensverwaltung und Kryptowährungen. PropTech, Finanzierung und InsurTech waren 2019 laut Comdirect die größten Sparten. Die Firmen sind ordentlich finanziert. Der Löwenanteil der gut 1,5 Milliarden Euro Risikokapital in 2019 ging demnach an Finanzaggregation, also Unternehmen, die Produkte zur Bündelung von Finanzinformationen vermarkten. Allerdings ist es für alle Fintechs teurer, um in Fahrt zu kommen. Vieles dreht sich dabei um Lizenzen oder starke Whitelabel-Partnerschaften, ohne die kaum ein Geschäft zu machen ist. Auch die API-Landschaft ist jetzt offener. Eine Fülle von Diensten ist entstanden, die Open Banking, Open Apis und Accelerating Programs anbieten, wie das „VISA FinTech Program“. Gleichzeitig ist die Kundenbetreuung wichtiger geworden. Das Bewusstsein der Nutzer ist hier nämlich höher als in anderen Branchen. Banken und die Etablierten gelten bei den Verbrauchern als langsam und angerostet. Daher hat man auch einen besseren Zugang, den Kunden das Verkaufs-Pitch zu liefern.

Künftig wird sich also noch mehr, ja alles um das Nutzererlebnis drehen: Die App / das Produkt mit der einfachsten Lösung und den komplexesten Operationen im Hinterland, wird gewinnen. Super-Apps werden den Markt übernehmen. Die Leute wollen nicht sechs Finanz-Apps haben, sondern eine, in der alles drin ist. Daneben wird die Regulierung, inklusive Anti-Geldwäsche-Auflagen, immer strenger. Hier ist mit den RegTechs sogar eine Untersparte entstanden. Der zunehmende Wettbewerb lässt indes die Akquisitionskosten explodieren. Für all dies – Super-Apps, Regulierung und starke Konkurrenz – benötigen die Unternehmen mehr Finanzmittel und Zugkraft. Automatisierte Abläufe werden der Schlüssel für das bestmögliche Nutzererlebnis sein. „Conversion Time“ wird zum Erfolgsfaktor. Denn Nutzer treibt die Frage: “Wie schnell kann ich mein Konto bei Ihnen eröffnen?” Know your customer-Prozesse werden daher bedeutsamer denn je.

Fintechs mit ihrem Kunden- und Technikfokus und Smartphones und Tablets als einfacher Zugangsebene haben die Branche neu erfunden. Und wie haben die Branchengrößen auf all das reagiert? Sie haben eigene Entwicklungsabteilungen gegründet, sind Kooperationen eingegangen oder haben Start-ups aufgekauft. Daneben haben sie Inkubatoren und Hubs eröffnet, wie die Deutsche Börse oder die Deutsche Bank. Gleichzeitig sind viele junge Unternehmen gescheitert, vom Markt verschwunden oder haben Insolvenz angemeldet. Inzwischen hat sich die Szene in vor allem Hamburg, Frankfurt und Berlin konsolidiert und ausdifferenziert. Die bislang ausgereiftesten Fintech-Bereiche sind wohl der Zahlungsverkehr, die Kreditvergabe und das Trading. Künftige Anwendungsgebiete und Technologie werden durch Blockchains, noch günstigere und schier unbegrenzte Rechenleistung und Clouds geprägt. Robo-Advisor, Smart Contracts, Künstliche Intelligenz und selbstlernende Algorithmen stellen die kommende Stufe dar. Kryptowährungen vereinfachen und verbilligen Geldtransaktionen – Blockchains jedoch alle erdenklichen Transaktionen von Vertragsabschlüssen bis zu vollständigen Lieferketten. Ich bin gespannt auf die nächste Fintech-Zwischenbilanz.

Über den Autor
Benjamin Bilski ist CEO der NAGA Group AG.

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#aktuell, #gastbeitrag

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#DealMonitor – IBM übernimmt Instana – Elevat3 investiert in Neodigital – SellerX verkündet 100 Millionen-Runde


Im aktuellen #DealMonitor für den 19. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

SellerX
+++ Nach Cherry Ventures investiert, Felix Capital, Village Global und Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann investiert nun auch Triple Point Capital aus dem Silicon Valley in SellerX, einen weiteren Thrasio-Klon. Das Startup, das von Malte Horeyseck (Dafiti-Gründer) und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft amazon-Shop an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Wie das Handelsblatt berichtet, erhält SellerX insgesamt 100 Millionen Euro. Wobei ein Großteil dieser Summe wohl Kredite sind – und zudem darf man davon ausgehen, dass ein Großteil des Geldes erst nach dem Erreichen verschiedener Meilensteine fließt. Wie bereits berichtet, investierten Cherry  und Co. zuletzt 6 Millionen in SellerX (Bewertung: 10 Millionen Euro).

Neodigital
++ Der neue Wachstumsfonds Elevat3 Capital, hinter dem insbesondere Christian Angermayer (Ribopharma) steckt, investiert eine zweistellige Millionensumme in  Neodigital. Beim InsurTech dreht sich alles um Schaden- und Unfallversicherungen (Privathaftpflicht, Tierhalterhaftpflicht, Hausrat sowie Unfall). Neben der eigenen Produktlinie bietet das Unternehmen Vertriebspartnern die Möglichkeit, eine individualisierte Versicherungslösung (White-Label) zu erstellen. Neodigital mit Sitz in Neunkirchen wurde 2016 von Dirk Wittling und Stephen Voss gegründet. Zuvor investierte bereits Alstin Capital, also Carsten Maschmeyer, die Deutsche Rück und BA4V in den jungen digitalen Versicherer.

Frischepost
+++ BonVenture investiert eine siebenstellige Summe in das Hamburger Startup Frischepost, einen Lieferdienst für regionale Lebensmittelhersteller, der 2015 von Eva Neugebauer und Juliane Willing gegründet wurde. “Mit regionalen Standorten in Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet, Berlin und München ermöglicht Frischepost 2020 bereits rund 7,5 Millionen Kunden den Zugang zu nachhaltig produzierten Lebensmitteln aus der Region”, teilt die Jungfirma mit.

Creal
+++ Investiere, DAA Capital Partners und Ariel Luedi investieren 6,5 Millionen Schweizer Franken in Creal. “This new funding will extend CREAL’s capabilities to bring its light-field display technology from the current hardware-development-kit stage to the complete technology package for the next-generation Augmented Reality (AR) glasses”, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt flossen nun schon 14,2 Millionen in Creal.

unown
+++ Altinvestor APX, der Schweizer Impact-Investor Übermorgen VC und eine Business Angel investieren 750.000 Euro in unown, einen Fashion-Leasing-Service. Über das 2019 in Hamburg gegründete Unternehmen können Onliner nachhaltige Mode leasen statt diese zu kaufen. Zwischen Oktober 2019 und Januar 2020 war unown bereits im Accelerator-Programm von APX (Springer, Porsche). unown wurde von Linda Ahrens und Tina Spießmacher gegründet.

Sponsoo
+++ Business Angel Andreas Mihalovits, Thorsten Mattig, der European Super Angels Club, Claas Nieraad, die VR Bank Nord und der Corona Recovery Fonds der IFB Innovationsstarter
Hamburg investieren in den Sponsoring-Marktplatz Sponsoo. “Das Volumen aller neuen Investments seit der letzten offiziellen Runde beträgt etwa 1,4 Millionen Euro”, teilt das Unternehmen mit. Sponsoo aus Hamburg digitalisiert seit einigen Jahren das Sport-Sponsoring.

FUSIONEN

Scorable / BondIT
+++ Das Berliner Startup Scorable und BondIT, ein israelisches Fintech, das Portfolio-Technologien für Asset Manager anbietet, fusionieren. “Als Teil der Vereinbarung werden die Unternehmen ihre Technologien kombinieren, um die Digitalisierung des Bondmarktes voranzutreiben. Die Transaktion wird voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein”, teilen die Unternehmen mit. In das fusionierte Unternehmen flossen bereits 40 Millionen US-Dollar. An Scorable war unter anderem Talanx beteiligt.

EXITS

Instana
+++ Der Software-Riese IBM übernimmt das deutsch-amerikanische Unternehmen Instana, das eine Software für Application Performance Management (APM) anbietet. Die Anwendung des Unternehmens überwacht technische Systeme und prüft sie auf Fehler. Meritech Capital und Accel investierten zuletzt 30 Millionen Dollar in die Softwarefirma, die in Solingen und den USA residiert. Das Startup wurde 2015 von Mirko Novakovic, Fabian Lange, Pete Abrams und Pavlo Baro gegründet. Target Partners aus München investierte bereits 2016 in Instana.  Zum Kaufpreis schreibt Gründerszene: “Insider gehen von einem dreistelligen Millionenbetrag aus”. Derzeit wirken 150 Mitarbeiter für Instana.

websms
+++ Das Unternehmen Link Mobility Group Holding aus Norwegen übernimmt die Firma websms, zu der atms und sms.at gehören. “The purchase price for WebSMS of EUR 50.9 million, reflecting an enterprise value of EUR 53.7 million on a cash-free and debt-free basis and assuming a normalized level of working capital, has been settled with 60% paid in cash and the remaining 30% in 3,512,299 new shares issued in LINK Mobility at a price of NOK 47.00 per share”, teilt das Unternehmen mit.

VENTURE CAPITAL

MA Ventures
+++ Die Genossenschaft Migros Aare, eine von zehn Genossenschaften von Migros, dem größten Handelsunternehmens der Schweiz, legt den Corporate Venture-Fonds MA Ventures auf. Das Unternehmen investiert in Startups, die innovative Geschäftsmodelle und zukunftsorientierte Technologien in den Geschäftsfeldern der Migros Aare entwickeln. “Im Fokus von MA Ventures stehen Startups, die den Wandel aktiv mitgestalten, indem sie traditionelle Prozesse aufbrechen und nachhaltig verbessern”, teilt das Unternehmen mit. Um die Umsetzung von MA Ventures kümmert sich Redstone. MA Ventures investierte bereits in _blaenk. Das Kölner Startup positioniert sich als als “hybrider B2B2C-Marktplatz für innovative Lifestyle-Produkte” – und zwar online und offline.

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#Hintergrund – Ein Startup, das sich um Wasseraufbereitung kümmert


Eines der vielen Kölner Startups, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat, ist Phytolinc. Das junge Unternehmen plant und baut Anlagen zur Aufbereitung von Deponie-Sickerwasser. Dabei setzt das Startup, das von Jan Zaabe und Dennis Prausse gegründet wurde, auf Mikroalgen und einen eigens entwickelten membranbasiertenPhotobioreaktor, der mit einer eigenen Automatisierungssoftware betrieben wird.

“Wir machen Abwasseraufbereitungsanlagen günstiger, nachhaltiger und grüner. Dafür bieten wir unseren Kunden eine Abwasserreinigungsstufe basierend auf Mikroalgen an. Die Grundlagen der membranbasierten Kultivierungs-Technologie wurden an der Universität zu Köln entwickelt. In Kontakt kamen wir mit der Technologie in unserem Biologie-Masterstudium. Wir wollten versuchen, die Technologie zu Skalieren und aus dem universitären Umfeld raus zu holen”, teilt das Startup im Rahmen des NUK-Businessplan-Wettbewerb mit.

Insgesamt arbeiten die Phytolinc-Macher bereits seit drei Jahren an ihrer Idee: “Der Prozess der Fertigung aller notwendigen Komponenten ist abgeschlossen und Produzenten sind gefunden. Eine funktionstüchtige Testanlage zur Validierung steht in unseren Räumlichkeiten. Derzeit arbeiten wir an der Planung für eine großtechnische Anlage mit unserem ersten Kunden”.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#aktuell, #koln, #phytolinc, #reloaded

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#Interview – “Das wichtigste war sicherlich, dass wir nie aufgegeben haben”


Vor fünf Jahren ging RateBoard an den Start. Das Innsbrucker Unternehmen kümmert sich mittels einer Software darum, den Umsatz von Hotels anzukurbeln. “RateBoard hilft Hoteliers dabei die Zimmer stets zum besten Preis zu verkaufen, um so Umsätze zu steigern. Höhere Nachfrage = höherer Preis – die Berechnung des optimalen Preises erfolgt 365 Tage in die Zukunft”, sagt Matthias Trenkwalder, der das Unternehmen mit Simon Falkensteiner gegründet hat.

Derzeit betreut das Unternehmen, das rund 25 Mitarbeiter beschäftigt, 450 Kunden. “Im aktuellen Jahr sind es rund 15 Neukunden pro Monat die sich für RateBoard entscheiden – wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen, trotz der außergewöhnlichen Zeit haben wir 2020 bis dato viel geleistet. Wie das Q4 wird hängt natürlich stark von der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona ab”, erzählt Trenkwalder.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der RateBoard-Macher außerdem über Zahlungsausfälle, Startup-Mentalität und Wachstumschancen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter RateBoard erklären?
RateBoard hilft Hoteliers dabei die Zimmer stets zum besten Preis zu verkaufen, um so Umsätze zu steigern. Höhere Nachfrage = höherer Preis – die Berechnung des optimalen Preises erfolgt 365 Tage in die Zukunft.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Generell hat sich das Konzept nicht stark verändert, nach wie vor hilft RateBoard Hotels bei der dynamischen Preisgestaltung und errechnet den besten Preis.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir haben vor allem in den Monaten März bis Mai eine wahre Schockstarre in der Hotellerie erlebt. Natürlich mussten wir auch mit Zahlungsausfällen bzw. Zahlungsaufschüben zurechtkommen; die Neukundenakquise wurde durch die Ungewissheit auch deutlich schwerer – hier verzeichneten wir in diesen drei Monaten einen Einbruch von gut 40%. Das Geschäft zog aber ab Juni glücklicherweise in unseren wichtigsten Märkten wieder an und der September ist ein Monat wie „vor Corona“. Viele Hoteliers nutzen die Zeit nun, um digital aufzurüsten. Ein großer Vorteil ist, dass wir für Ferienhotels eine super Lösung anbieten und in dieser Nische wachsen wir nun stärker als zuvor.

Wie ist überhaupt die Idee zu RateBoard entstanden?
Wir hatten beide, Simon Falkensteiner und ich, von Kindesbeinen an mit dem Tourismus zu tun und deshalb sind wir auch auf das Thema gekommen.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
RateBoard bietet ein klassisches SaaS – Modell an, die Lizenz hängt von der Zimmeranzahl ab. Im Schnitt sind es rund Euro 350 bis 400 pro Monat für die Softwarelizenz und einmalig rund Euro 1.500 für das Setup des Systems. Das Produkt erzielt sehr guten Zuspruch, sehr sehr wenige Kunden verlängern die Jahresverträge nicht.

Wie hat sich RateBoard seit der Gründung entwickelt?
RateBoard hat es vom jungen Startup zum Marktführer im DACH-Markt geschafft und freut sich mit international bekannten Hotels zusammenzuarbeiten.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist RateBoard inzwischen?
Wir sind rund 25 Mitarbeiter und betreuen 450 Kunden, im aktuellen Jahr sind es rund 15 Neukunden pro Monat die sich für RateBoard entscheiden – wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen, trotz der außergewöhnlichen Zeit haben wir 2020 bis dato viel geleistet. Wie das Q4 wird hängt natürlich stark von der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona ab.

Seit Anfang 2020 gehört RateBoard zur Zucchetti Group. Was hat sich seitdem geändert?
Richtig, wir sind seit Januar Teil der Zucchetti Group. Es hat sich sehr wenig geändert, RateBoard bleibt ein eigenständiges Unternehmen und der Mutterkonzern verfolgt den Ansatz junge aufstrebende Firmen nicht zu bürokratisieren – das zahlt sich wohl aus. RateBoard hat die Startup-Mentalität beibehalten und wir fühlen uns so innovativ wie vor dem Exit.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Wesentlich unterschätzt hatten wir sicherlich die technische Vorlaufzeit des Projekts. RateBoard benötigt Schnittstellen zu den Reservierungssystemen der Hotels, der Markt ist hier ziemlich heterogen, es gibt eine Vielzahl an Systemen, die man auch nicht immer geographisch zuordnen kann. Wir mussten somit Pionierarbeit bei vielen Hotelprogrammen leisten und diese überzeugen eine Schnittstelle freizugeben bzw. zu entwickeln – das zog sich rund 2 Jahre bis wir eine einigermaßen gute Marktabdeckung im DACH Markt hatten – nun sind wir mit über 50 Schnittstellen auch international gut aufgestellt und hier marktführend.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Das wichtigste war sicherlich, dass wir nie aufgegeben haben.

Wo steht RateBoard in einem Jahr?
Das hängt stark von der aktuellen Entwicklung im Tourismus ab, da wir aber in der Ferienhotellerie weiterhin gute Wachstumschancen sehen möchten wir von unserem Ziel nicht abweichen und in einem Jahr gut 700 bis 750 Kunden betreuen und uns international noch besser aufgestellt haben um in Zukunft in vielen weiteren Märkten zu wachsen.

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Foto (oben): RateBoard

#aktuell, #interview, #rateboard, #reloaded

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#DealMonitor – Tourlane bekommt 20 Millionen – Carbon Relay übernimmt StormForger


Im aktuellen #DealMonitor für den 18. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Tourlane
+++ Die Altinvestoren HV Capital, Sequoia Capital, Spark Capital und DN Capital investieren weitere 20 Millionen US-Dollar in Tourlane. “Mit dem frischen Kapital kann sich Tourlane weiter auf seine Vision fokussieren, ein auf Technologie und Reisekompetenz basierendes End-to-End-Erlebnis für die Buchung einzigartiger Individualreisen zu schaffen”, teilt das Startup mit. Das Berliner Travel-Startup, das 2016 von Julian Stiefel und Julian Weselek gegründet wurde, vermittelt “maßgeschneiderte Traumreisen” im höheren Preissegment. Insgesamt flossen nun schon mehr als 100 Millionen US-Dollar in Tourlane. Zuletzt hieß es, dass sich Tourlane Corona-Matching-Gelder gesichert hat.

Coyo
+++ Die amerikanische Investmentfirma Marlin Equity Partners investiert – wie bereits berichtet – eine zweistellige Millionensumme in das Hamburger Unternehmen Coyo. Das Startup wurde 2010 von Jan Marius Marquardt gegründet – zunächst als IT-Beratungsagentur (Mindmash). Seit 2012 bietet Coyo eine Social-Intranet-Software an. Bisher setzte Gründer Marquardt komplett auf Bootstrapping. Marlin Equity Partners meldete beim Bundeskartellamt bereits den “mit­tel­ba­ren An­teils- und Kon­trol­l­er­werb” bei Coyo an.

GoStudent 
+++ Left Lane Capital und DN Capital investieren weitere 5 Millionen in GoStudent. “Die Erhöhung des Investments, abermals inmitten der Corona-Pandemie, ist Ausdruck der Überzeugung in das weitere Wachstum des Startups im aufstrebenden E-Learning-Sektor”, teilt das Startup mit. Left Lane Capital und DN Capital investierten erst im Sommer dieses Jahres 8,3 Millionen Euro in GoStudent. Das Wiener Startup, das sich als E-Learning-Dienst positioniert, wurde 2017 von Gregor Müller, Felix Ohswald und seinem Bruder Moritz Ohswald gegründet. GoStudent bietet kostenpflichtige Einzel- und Gruppenkurse an.

Troy
+++ Der Versicherer HDI, der zum Talanx-Konzern gehört, investiert eine einstellige Millionensumme in das Inkasso-Startup Troy – siehe FinanceFwd. Das junge FinTech will sich als Unternehmen für “kundenfreundliches, digitales Inkasso” etablieren. troy setzt dabei auf “Tools und Methoden aus Marketing und CRM und verbindet sie mit Daten und Machine Learning”. Das Startup wurde 2017 von Philip Rürup und Till Völzke in Lippstadt gegründet. eCAPITAL, BORN2GROW, Avala Capital und Seed X Liechtenstein investierten zuletzt einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in troy.

Fulfin
+++ “Führende Investoren aus dem Finanzsektor” investieren eine mittlere siebenstellige Summe in das Münchner FinTech Fulfin, einen Kreditgeber für E-Commerce-Verkäufer. Das Startup, das 2018 von Nathan Evans, Alfred Gruber, Peter Eriksson und Tobias Steinbrecher gegründet wurde, bietet Warenfinanzierungen für junge Online-Händler an. Hevella Capital und Lakeside, die bereits im vergangenen Jahr eine siebenstellige Summe in das FinTech investierten, sind auch bei der aktuellen Investmentrunde wieder an Bord.

garden
+++ Crowberry Capital und byFounders investieren 3,1 Millionen Euro in das Berliner Startup garden. Zuvor investierten bereits Fly Ventures, System.One, Tiny.vc, Renaud Visage, Chad Fowler, Olivier Pomel, David Helgason, Nat Friedman, Hampus Jakobsson und Thomas Köhl in die Jungfirma. In der Selbstbeschreibung des Startups heißt es: “Garden is a development automation platform for Kubernetes and cloud native applications”. garden wurde 2018 von Jón Eðvald Vignisson, Bas Peters und Eythor Magnusson gegründet.

EXITS

StormForger
+++ Das amerikanische Unternehmen Carbon Relay übernimmt die Kölner Firma StormForger, eine Software-as-a-Service-Lösung in Sachen Last- und Performance-Testing. “Mit der Übernahme wird Carbon Relay in StormForge umbenannt und kündigt die erste integrierte Plattform für DevOps und IT-Profis an, die proaktiv und automatisch containerisierte Anwendungen testen, analysieren, konfigurieren, optimieren und freigeben kann, um das Risiko einer negativen Beeinträchtigung der Benutzererfahrung und des Kundenvertrauens zu beseitigen”, teilt das Unternehmen mit. StormForger wurde 2014 von Sebastian Cohnen und Lars Wolff gegründet.

Clasen Bio
+++ Das Berliner Unternehmen Social Chain übernimmt Clasen Bio, eine Marke für Nüsse, Snacks und Trockenfrüchte. “Clasen Bio wird gemeinsam mit den anderen Food-Marken der Social Chain unter das Dach der neuen Food Chain GmbH gestellt, einer hundertprozentigen Tochter der Social Chain AG”, teilt das Unternehmen von TV-Löwe Georg Kofler mit. Weitere Beteiligungen von Food Chain sind KoRo, 3Bears und VYTAL. “Die Umsatzentwicklung der Food Chain ist auf starkes Wachstum ausgerichtet: 2020 liegt der Umsatz bei 70 Millionen Euro (pro-forma-konsolidiert). 2021 wird eine Steigerung auf 100 Millionen Euro erwartet. Im Geschäftsjahr 2022 soll sich der Umsatz auf rund 140 Millionen Euro erhöhen”.

Capjob
+++ Das Wiener Startup myAbility, das von Gregor Demblin und Wolfgang Kowatsch gegründet wurde, übernimmt den deutschen Mitbewerber Capjob – siehe Trending Topics. “Neben der Ablösesumme gibt es eine Vereinbarung mit dem Capjob-Gründer, damit er die nächsten zwei Jahre für das Projekt tätig ist”, heißt es im Artikel. myAbility positioniert sich als “eine innovative, soziale Unternehmensberatung, die Unternehmen dabei hilft, die Potenziale von Menschen mit Behinderung als KundInnen und MitarbeiterInnen zu nutzen”.

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#Hintergrund – Ein Startup, das Schwangeren hilft


Eines der vielen Kölner Startups, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat, ist UmaHinter Uma verbirgt sich eine App für die Schwangerschaft. “Mit uma sollen Frauen ihre körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft tracken können und so Analysen und Hilfestellungen erhalten”, teilen die Kölner Gründerinnen – Mirjam Peters und Elena Kirchner – mit. Uma wird an der Hochschule für Gesundheit in Bochum entwickelt.

“Uma wird die erste App für Schwangere, die die Anforderungen an eine hochwertige Digitale Gesundheitsanwendung erfüllt. Durch individuelles Tracking und Telemedizin begleitet uma Schwangere mit einer modernen-weiblichen Perspektive und mit wissenschaftlichem Background einfühlsam durch die Schwangerschaft. Wir streben eine Vergütung nach dem neuen Gesetz zur App auf Rezept (DVG) an, das Schwangeren eine kostenfreie Nutzung ermöglicht und uns eine Vergütung durch die Krankenkassen als Teil einer besseren Versorgung sichert”, berichten die Gründerinnen im Rahmen des NUK-Businessplan-Wettbewerb.

Die Idee zu Uma entstand aus der täglichen Arbeit. Mitgründerin Peters war jahrelang freiberufliche Hebamme. Mitsteiterin Kirchner wiederum “kommt aus einem Startup, das Soft Goods für Schwangere hergestellt hat. Dabei wurde deutlich, wie viele Frauen von einem Mangel an Hebammen betroffen sind und wie verunsichert viele Schwanger in dieser Zeit verständlicherweise sind”. Uma soll im Januar an den Start gehen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#Interview – “Seit unserer Gründung ist vieles anders gelaufen, als wir gedacht hatten”


Das Wiener Startup Journi macht aus Fotos schicke Fotobücher. “Wir sind 2014 zunächst mit einem Reise-Blog gestartet. Die Nutzer*innen können mit ‘Journi Blog’ auf dem Handy direkt Foto-Tagebücher erstellen und es mit der Familie und Freund*innen teilen. Je länger wir das gemacht haben, desto mehr Anfragen haben wir bekommen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt daraus Fotobücher zu erstellen. So kamen wir dann auf die Idee, eine Fotobuch-App zu entwickeln, die aus bis zu 1.200 Fotos binnen 30 Sekunden auf dem Smartphone ein komplett designtes Fotobuch erstellt”, blickt Mitgründer Andreas Röttl auf die Entwicklung des Startups zurück.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht er Journi-Macher außerdem über Familienmomente, die Corona-Krise und Recruiting.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Journierklären?
Glücklicherweise ist meine Großmutter trotz ihrer 89 Jahre digital unterwegs ist und macht mit ihrem Smartphone gerne und viele Fotos, sonst hätte ich wohl einige Probleme, ihr das Tolle an Journi begreiflich zu machen. So sage ich ihr nur: Und wenn du aus den vielen Handy-Fotos deiner Enkel ein schönes Fotoalbum erstellen willst, dann öffnest du ganz einfach die Journi-App und wählst deine Lieblingsfotos aus. Dann drückst du nur noch auf das ‘Bestellen’-Feld und wartest. In ein paar Tage liefert dir dann die Post das fertige Fotobuch bequem nach Hause.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Definitiv. Wir sind 2014 zunächst mit einem Reise-Blog gestartet. Die Nutzer*innen können mit ‘Journi Blog’ auf dem Handy direkt Foto-Tagebücher erstellen und es mit der Familie und Freund*innen teilen. Je länger wir das gemacht haben, desto mehr Anfragen haben wir bekommen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt daraus Fotobücher zu erstellen. So kamen wir dann auf die Idee, eine Fotobuch-App zu entwickeln, die aus bis zu 1.200 Fotos binnen 30 Sekunden auf dem Smartphone ein komplett designtes Fotobuch erstellt.

Wie ist überhaupt die Idee zu Journi Startup entstanden?
Meine Co-Founder Bianca und Christian und auch ich sind begeisterte Fotografen und Traveler. Darum wollten wir von Anfang an etwas kreieren, dass die einzigartigen Momente, die man erlebt, auf besondere Weise festhält und teilen kann. Denn zu schnell holt einen nach einer Reise der Alltag wieder ein. Heute wird das Journi-Fotobuch nicht nur von Reisenden genutzt, sondern auch von vielen Müttern und Vätern um Familienmomente festzuhalten. Denn, wie sagte meine Mutter schon immer gerne: ‘Die Kinder werden so schnell groß’.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Der Kunde erstellt in wenigen Minuten ein Fotobuch über die Smartphone-App ‘Journi Print’ und klickt auf Bestellen. Dann produzieren wir das Fotobuch nachhaltig, klimaneutral und regional in Bayern. Nur wenige Tage später hält der Kunde das Fotobuch in der Hand.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Die Krise ist ja leider noch nicht vorbei. Während den Hochzeiten der Corona-Krise heißt es für uns, wie für viele andere auch: Ab ins Home Office! Das ist hart, denn wir lieben unser Büro. Wir haben es erst letztes Jahr bezogen und individuell gestaltet mit Rückzugsorten und einem einladenden Open Office-Space. Neben dem Austausch mit meinen Teamkollegen*innen habe ich es auch vermisst, Tischfussball zu spielen und auf unserem großen Hängenetz zu arbeiten, von wo aus man einen super Blick über das ganze Büro hat. Die Zeit zuhause haben zu unserer Überraschung viele genutzt, um Fotos von vergangenen Reisen endlich in einem Fotobuch festzuhalten. Die Bestellungen waren im Frühjahr untypisch höher als in den Vorjahren. Wir merken, im schnellen Alltag fehlt vielen Menschen dafür einfach die Zeit. Das hat uns umso mehr bestärkt, in unserer Mission, dass Fotobücher genauso schnell erstellt wie Fotos geschossen werden.

Wie hat sich Journi seit der Gründung entwickelt?
Wir sind stetig gewachsen, wobei wir erst 2016 mit der Idee zu den Fotobüchern den Grundstein für das heutige Journi gelegt haben. Damals dachten wir noch, wir wollen nie größer als Instagram, bei der Übernahme von Facebook sein. Das Instagram-Team war zu jenem Zeitpunkt gerade mal ein Dutzend Personen groß und dennoch sehr erfolgreich. Das hat uns imponiert. Wir haben zu Beginn unsere Reise auch für drei Monate im Silicon Valley gearbeitet und die Arbeitsweise dort, effizient und mit einer klaren Vision, hat uns gefallen. Inzwischen sind wir größer als Instagram damals – und ich bin sehr froh darüber, denn jeder Mitarbeiter ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams und Erfolgs.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Journi inzwischen?
Wir haben 27 Mitarbeiter*innen aus 15 Nationen, 2 Millionen Nutzer*innen und einen Jahresumsatz von 5,5 Millionen Euro in 2019 verzeichnet. Aktuell suchen wir fünf weitere Team Mitglieder. Unser Fotobücher verkaufen wir inzwischen in Europa und Nordamerika.

Euer Firmensitz ist Wien. Was zeichnet die Startup-Szene in der Stadt aus?
Die Startup-Szene in Wien ist sehr persönlich. Als Gründer*in in Wien kennt man sich untereinander. Wir tauschen uns viel aus über private Initiativen. Zum Beispiel gehöre ich einem Stammtisch für mobile Apps zu. Dort sprechen wir offen über Herausforderungen, Entwicklungen und neue Inspiration. Was alle Gründer*innen in Wien und Österreich grundsätzlich vereint, ist die globale Denkweise, die auf die überschaubare Größe Österreichs zurückführt. Die Grenzen nach Deutschland und in die Schweiz verschwimmen und dann ist es in andere Länder auch nicht mehr weit.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Seit unserer Gründung vor sechs Jahren ist vieles anders gelaufen, als wir gedacht hatten. Das spiegelt sich auch in unserer Unternehmensgeschichte wider. Wir waren zu Beginn sehr naiv an das Thema Investoren herangetreten und dachten, dass das schnell erledigt ist. Am Ende hat es zwei Jahre und zwei neue Businessmodelle gedauert bis wir unser erstes Investment erhalten haben. In der Zeit war vor allem Durchhaltevermögen gefragt. Erst mit dem Fotobuch sind wir dann so richtig durchgestartet. Wichtig ist für mich aber am Ende nur, dass man keine Angst davor hat, etwas falsch zu machen.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Eindeutig bei unseren Mitarbeiter*innen. Sie sind unser wichtigstes Asset. Darum haben wir sehr viel Aufwand beim Recruiting betrieben. Wer bei uns arbeiten möchte, muss einen  fünfstufigen Bewerbungsprozess durchlaufen, in dem Hard Skills und Soft Skills bewertet werden. Das klingt vielleicht erstmal hart, aber dafür haben wir einen hervorragenden Teamzusammenhalt und eine sehr geringe Fluktuation. Seit 2016 sind nur zwei Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden. Das liegt sicher auch an weiteren Faktoren, wie zum Beispiel an unserer offene Feedbackkultur liegen, dem Empowerment der Mitarbeiter schnell selbst Verantwortung zu übernehmen oder an unseren Social Benefits vom gratis Öffi-Tickets über Obst und diverse Getränke sowie sonstige Angebote wie den Thirsty Thursday, der auch während der Corona-Krise, etwa in Form eines virtuellen Pubquiz stattfinden, oder das jährliche Team-Retreat.”

Wo steht Journi in einem Jahr?
Wir wollen unseren technischen Vorsprung im Personalized Print, den wir durch unsere Journi-KI haben, weiter ausbauen und weitere Länder in Osteuropa und Noramerika erschließen.

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#Anzeige – Kartenlesergerät – Highlight der bargeldlosen Bezahlung


Kartenlesergeräte werden bei Unternehmern und Kunden immer beliebter, denn die Vorteile sind enorm. Ob im Geschäft, im Café um die Ecke, unterwegs beim Kunden, das Gerät ist überall einsetzbar. Inzwischen wird in Deutschland mehr mit Karten als mit Bargeld bezahlt. Zudem hat sich herausgestellt, dass der Kunde bei Kartenakzeptanz motivierter für spontane Einkäufe ist. 

Vorteile des Kartenlesergeräts

  • Flexible bargeldlose Bezahlung im Geschäft, beim Kunden vor Ort oder unterwegs. Die Bestätigung erfolgt per Pin, Unterschrift auf Smartphone oder Tablet mit iOS bzw. Android und Bluetooth.
  • Das Kartenlesergerät akzeptiert alle gängigen Kreditkarten, von Visa, MasterCard, Maestro bis zu EC-Karten oder V-Pay. Es ist nur ein mobiler Internetzugang nötig.
  • Für den Unternehmer entstehen bei SumUp weniger Kosten als bei stationären Kreditinstituten.
  • Durch das faire Bezahlungssystem eignet sich das Gerät auch für Kleinunternehmen mit geringen Umsätzen. 
  • Innerhalb weniger Werktage werden die Einnahmen überwiesen.

Kartenterminal

Bei https://sumup.de/ gibt für jeden das passende Kartenterminal zur Auswahl und es besteht keine Vertragsbindung und monatliche Fixkosten. Der Geschäftsinhaber bezahlt nur, wenn er bezahlt wird.   

Kassensystem

Alle vorkonfigurierten Geräte können sofort nach Anschluss gestartet werden. Auch für alle Mitarbeiter ist die Bedienung einfach und die Transaktionen sind finanzkonform aufgezeichnet. 

Rechnungen

Professioneller Versand der Rechnungen an Kunden in kürzester Zeit per E-Mail und Kunden bezahlen mit wenigen Klicks.

Zahlungslinks

Ein Zahlungslink kann per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Messenger-Dienst nach Wahl geteilt und von Kunden einfach und sicher mit wenigen Klicks bezahlt werden.

Gutscheine

Die Möglichkeit Gutscheine für Dienstleistungen und Produkte zu verkaufen, erhöht die Chance das Geschäft bekannter zu machen, um mehr Kunden zu gewinnen. 

Onlineshops Starter

Wer einen Onlineshop startet, kann in wenigen Minuten sein Geschäft online bringen. Nur die Produkte, Firmenlogo, Store- und Versanddetails in einfachen Schritten hinzufügen. Der Onlineshop Starter hat den Vorteil, dass keine Vertragsverbindungen und keine monatlichen Fixkosten entstehen. Er muss lediglich eine Gebühr von 2,5 % pro Transaktion bezahlen. Wichtig: Um im E-Commerce mit SumUp durchzustarten, wird kein weiteres SumUp Produkt benötigt.

Tipps für Onlineshop Starter

  • Wer Produkte ohne Ladenschluss verkauft, erhöht die Absatzmöglichkeiten.
  • Lokalen Kunden anbieten, die Ware direkt im Geschäft abzuholen. 
  • Den Kundenstamm auf jeden Fall überregional erweitern.
  • Der Verkauf online weltweit, plus Versendung der Waren an Kunden, erweitert den Kundenstamm enorm.

Mit dem Kartenlesergerät gibt es keine versteckten Kosten und die Bezahlung erfolgt schnell und sicher. Das Zahlungsgateway von SumUp ist PSD2 SCA-kompatibel und unterstützt 3D Secure 2, dadurch ist ein nahtloser Checkout für Kunden möglich und Betrug wird reduziert. Zudem benachrichtigen wir den Onlinegeschäftsinhaber über alle neuen Bestellungen und senden den Kunden Benachrichtigungen über die Lieferung zu.

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#Gastbeitrag – Management-Herausforderungen in Zeiten von Corona


Der zweite Lockdown in Deutschland hat begonnen und wieder gibt es neue Einschränkungen, damit wir die Krise gemeinsam meistern können. Mit den Regeln kommt auch der erneute Appell der Bundesregierung: „Die Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Bund und Länder fordern die Unternehmen eindringlich auf, jetzt wieder angesichts der hohen Infektionszahlen, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit oder mobiles Arbeiten zuhause zu ermöglichen.“

Da viele Arbeitnehmer – sofern sie mit Computer und Telefon arbeiten – eh seit März im Homeoffice sind, ändert sich für diese wenig. Die Vorteile, mehr Flexibilität und bessere Vereinbarung von Beruf und Freizeit, gelten leider selten für diejenigen, die nach wie vor jeden Tag an ihren Arbeitsplatz fahren müssen. Beide Seiten bedeuten eine hohe Herausforderung für Unternehmen. Einerseits gilt es natürlich, eine passende und sichere Umgebung zu schaffen. Andererseits – und oftmals vergessen – sind Arbeitgeber damit konfrontiert, das Team nicht aus den Augen zu verlieren. Wie schafft man es, nicht austauschbar zu werden, wie hält man den persönlichen Austausch aufrecht und wie kann der Teamzusammenhalt auch digital gefördert werden?

Bei uns arbeiten wir schon lange mit Kollegen auf der ganzen Welt: Neben unseren Standorten in Berlin (HQ), München, London, New York und Sydney haben wir noch Kollegen und Freelancer über den ganzen Globus verteilt. Das Konzept des flexiblen Arbeitens inklusive Videokonferenzen, digitalem Recruiting und Tools wie Slack und co. sind für uns also ganz normal. So wird es möglich, die besten Mitarbeiter zu finden – ganz egal wo sie wohnen. Bei den großen Tech-Konzernen wie Apple, Google oder Paypal ist das bereits Standard. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Regelungen sind selbstverständlich. Und das ist auch wichtig, denn wer global arbeitet, muss auch mit Kollegen in anderen Zeitzonen sprechen. Wer von seinen Mitarbeitern Meetings um 23 Uhr oder morgens um 6 erwartet, muss entsprechende Flexibilität bei der Tagesgestaltung einräumen.

Vertrauen und Teamgefühl stärken

Eine der großen Herausforderungen ist es, die Einstellungen der Unternehmen nachhaltig zu verändern, welche sich den flexiblen Arbeitsmodellen jahrelang verwehrt haben. Denn es gilt, Mitarbeitern zu vertrauen, sie zu unterstützen und sie vor allem nicht ständig zu kontrollieren – obgleich sie zu Hause sitzen und dort das tägliche Arbeitspensum nicht direkt nachvollziehbar ist. Eine solche Umstellung braucht normalerweise Zeit – die wir aktuell nun mal nicht haben. Wir arbeiten zum Beispiel ergebnisorientiert und vertrauen unseren Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten. Für das Endprodukt spielt es keine Rolle, ob es am Küchentisch, am Strand oder im Zug entstanden ist. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen und sich in ihrer Arbeit wertgeschätzt fühlen.

Viel wichtiger ist es, die Mitarbeiter auch digital bei Laune zu halten, die Unternehmenskultur sowie das Teamgefühl weiterhin zu fördern und nicht den persönlichen Kontakt zu verlieren – ganz ohne Kaffeemaschinen-Smalltalk und gemeinsames Lunchen. Ansonsten ist ein Arbeitgeber sehr schnell austauschbar. Hier sind Vorgesetzte gefragt. Für uns war das schon eine Herausforderung, da ein großer Teil von unserer Unternehmenskultur durch persönliche Veranstaltungen geschaffen und aufrechterhalten wurde. In der Vergangenheit haben wir unser gesamtes globales Team zweimal im Jahr zusammengebracht. Das fällt nun weg. Jetzt organisieren wir kleinere virtuelle Events – zum Beispiel Roundtables, Quizze oder eine Murder Mystery-Veranstaltung – damit die Teams in persönlichem Austausch bleiben.

Kommunikation ist unser wichtigstes Werkzeug – innerhalb des Managements und vor der ganzen Mannschaft. Das war vor Corona auch schon so, doch ist die Wichtigkeit von Transparenz und Zusammenhalt noch gestiegen. Eine Unternehmensführung muss zusammenarbeiten und sich in ihre Mitarbeiter hineinversetzen, um deren Herausforderungen besser zu verstehen. Eltern zum Beispiel sahen sich vor allem in der ersten Lockdown-Phase mit geschlossenen Schulen und Kindergärten einer besonders harten Doppelbelastung konfrontiert. Wir baten alle um Verständnis für Kollegen mit Kindern und einzuspringen, wenn nötig. Das gilt aber ausnahmslos und immer auch für alle anderen, die mal die Unterstützung brauchen, weil die persönliche Situation gerade herausfordernd ist.

Was sich für das HR verändert hat

Oft vergessen werden die Personalabteilungen, die aktuell unter hohem Druck stehen. Zum Beginn der Krise haben wir bei uns das gesamte Recruiting gestoppt. Im Juli ging es dann vorsichtig und sehr konservativ wieder los, seit Oktober sind wir wieder in unserem Normalmodus. Eine ähnliche Unsicherheit war insgesamt auf dem Markt zu beobachten – und das vor allem auf Seiten der Arbeitnehmer: es gab nur eine geringe Bereitschaft, einen Neustart mit Probezeit zu wagen. Doch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dieses Zögern nicht mehr – und wir sind hierzulande wieder auf dem gleichen Stand vom letzten Jahr angekommen. In den USA sieht es jedoch ganz anders aus. Durch die Krise und wirtschaftliche Instabilität ist die Arbeitslosigkeit gestiegen.

Auch die Prozesse an sich müssen in Corona-Zeiten angepasst werden. Vom Erstgespräch bis zur Vertragsunterzeichnung und dem Arbeitsbeginn ist alles überwiegend digital per Videokonferenz. Glücklicherweise haben wir ein gutes Team und nutzen die passenden technischen Tools. So hat es bisher gut funktioniert. Neue Kollegen stellen sich in einem monatlichen digitalen Meeting der ganzen Firma vor, es gibt Einarbeitungspläne und Video-Kennenlerntreffen.

Das Fazit

Während Homeoffice die sicherste Variante ist und auch einige Vorteile mit sich bringt, fehlt die persönliche Verbindung. Schnell dreht sich das Arbeiten oft nur noch um Aufgaben und Ziele, das Teamgefühl verschwindet schleichend. Doch sollten die Menschen dahinter nicht vergessen werden. Digitale Meetings lassen keine Zeit mehr für einen kurzen privaten Schnack, wie wäre es mit einer Lunch-Lotterie, Quiznachmittagen oder einem gemeinsamen Sportprogramm, um den Zusammenhalt wieder zu stärken? Wichtig: Diese sollten im Rahmen der regulären Arbeitszeiten stattfinden, ansonsten macht nur ein kleiner Teil mit. Sicher ist nicht jede Maßnahme für alle Unternehmen gleichermaßen passend. Doch zeigen Sie Ihren Mitarbeitern damit, dass Sie sich Gedanken machen, dass sie wertgeschätzt werden und deren Einsatz wichtig ist. Wer gemeinsam an einem Strang zieht, wird auch einigermaßen glimpflich aus der Corona-Zeit herauskommen

Über den Autor
Johannis Hatt ist Mitgründer und CEO von Productsup, wo er für die globale Unternehmensstrategie und -entwicklung verantwortlich ist. Hatt ist Serial Entrepreneur und hat eine Reihe von Unternehmen gegründet, darunter einen Digitaldruckdienst, der eine strategische Partnerschaft mit Hewlett-Packard eingegangen ist, dem führenden deutschen Netzwerk für vertikale Inhalte Faceadnet (von Ströer übernommen), und NativeAds (fusioniert mit Seeding Alliance, später von Ströer übernommen). Er ist darüber hinaus ein Angel-Investor und unterstützt Start-ups wie Lillydoo.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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