#DealMonitor – Volocopter sammelt 200 Millionen ein – IDnow übernimmt Wettbewerber – 123fahrschule bekommt 5 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 3. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Volocopter
+++ Der Vermögensverwalter BlackRock, Avala Capital, Atlantia, Continental, Jericho Capital, der Investmentableger von NTT, und Tokyo Century sowie alle Alt-Investoren – darunter Geely, Daimler, DB Schenker, Intel Capital, btov Partners, Team Europe (Lukasz Gadowski) und Klocke Holding – investieren beachtliche 200 Millionen Euro in das Flugtaxi-Startup Volocopter, das 2011 von Stephan Wolf und Alexander Zosel gegründet wurde. Insgesamt flossen nun schon 322 Millionen in Volocopter. Zuletzt investiert die Deutsche Bahn über ihre Logistik-Tochter Schenker in das Flugtaxi-Startup. Das Unternehmen entwickelt elektrisch angetriebenen senkrecht startenden Flugtaxis, um Passagiere zu transportieren. Das viele Geld möchte das Unternehmen für den “Endspurt in Richtung Zertifizierung und Markteinführung in den nächsten zwei Jahren” nutzen. Volocopter beschäftigt derzeit in Bruchsal, München und Singapur über 300 Mitarbeiter.

Helvengo
+++ Das Unternehmen Hypoport, Seed X aus Lichtenstein, Cornelius Boersch (Conny & Co) und weitere Business Angels investieren in das Schweizer InsurTech Helvengo, einen KMU-Versicherer aus Zürich. “Die Kapitalerhöhung wird genutzt um das Produkt in der Schweiz weiter zu entwickeln und um den Markteintritt nach Deutschland und Österreich vorzubereiten”, teilt die Jungfirma mit. Helvengo wurde von Benedikt Andreas, Felix Huemer und Vedran Pranjic gegründet.

EXITS

identity Trust Management
+++  Münchner FinTech IDnow, ein Anbieter von Identity Verification-as-a-Service Lösungen, übernimmt den Düsseldorfer Wettbewerber identity Trust Management. “Der Zusammenschluss wird das Portfolio an Verifikationsmethoden, die über die IDnow-Plattform angeboten werden, weiter ausbauen und das kombinierte Produktportfolio wird eines der umfangreichsten Angebote an Identitätsüberprüfungsmethoden im europäischen Markt werden”, teilt das Unternehmen mit. IDnow übernahm zuletzt auch die Wirecard-Tochter Wirecard Communication Services.

STOCK MARKET

123fahrschule
+++ Die digitale Kölner Fahrschule 123fahrschule sammelt über eine Kapitalerhöhung weitere 5 Millionen Euro ein. “Die Erlöse sollen vornehmlich für das weitere Wachstum der 123fahrschule SE durch den Erwerb weiterer Fahrschulen eingesetzt werden”, teilt das Unternehmen mit. 123fahrschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Fahrschulwesen zu digitalisieren. Das Unternehmen wurde 2016 von Boris Polenske und Daniel Radziwon (nicht mehr im Unternehmen tätig) gegründet.

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#Interview – Ein Startup, das Klavierräume und Konzertsäle vermittelt


Über PianoMe können Künstler:innen Proberäume, Studios und Konzertsäle finden. “Das Inserieren ist momentan kostenlos. Genauso wie alle verfügbaren Funktionen. Nur für jede erfolgte Buchung erhält PianoMe eine Vermittlungsprovision”, sagt Gründer Rasim Heydarov. “Mittlerweile zählt die PianoMe-Familie bereits tausende Mitglieder. Das haben wir übrigens ohne nennenswerte Werbemaßnahmen geschafft”, führt der Gründer aus Essen fort.

Bisher baute der Ruhrgebietler PianoMe ohne fremde Kapitalgeber auf. “Das war von Anfang an eine bewusste Entscheidung! Denn das Konzept sowie die Idee mussten erst einmal getestet werden. Schwierig ist es natürlich vor allem wegen des eingeschränkten Kapitalvolumens und damit einher gehenden Wachstumsrestriktionen. Vor allem die geographische Abdeckung könnte viel schneller voranschreiten, wenn wir mehr Kapital zur Verfügung hätten”, sagt Heydarov.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der PianoMe-Macher außerdem über Konzepterweiterungen, Hörproben und das Ruhrgebiet als Gründer-Standort.

Wie würdest Du Deiner Großmutter PianoMe erklären?
PianoMe verbindet Künstler*innen mit den passenden Proberäumen, Studios sowie Konzertsälen.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Definitiv! Dabei hat uns die bereits stark gewachsene Community geholfen, denn die Veränderungen und Updates fanden auf Basis des Feedbacks der User*innen statt. Schließlich ist die Plattform ja für die Musiker*innen und Anbieter*innen da und deswegen sollen auch sie es sein, die PianoMe gestalten. Vielleicht ein paar Stichworte zu den stattgefundenen Veränderungen: Neben dem AirBnB-Gedanken ist auch die Reduzierung des administrativen Aufwandes auf beiden Seiten – gemeint sind sowohl Vermieter, als auch Mieter – im Zusammenhang mit der Raum-An sowie- Vermietung sehr stark in den Fokus des Konzeptes reingerutscht. Dies hatte unter anderen zur Folge, dass wir mit der Zeit nicht so auf die „Quantität“, sondern auch auf die Qualität der Partner geachtet haben. User-Erlebnis wird permanent weiter verbessert. Wir entwickeln uns nicht nur in die Tiefe sondern auch in die breite. Damit meine ich, dass PianoMe inzwischen nicht nur für Proberäume mit Klavieren und Flügeln steht, sondern auch für Proberäume aller Art, Studios sowie – kleinere – Konzertsäle. Weitere Konzepterweiterungen sind momentan entweder in Planung oder befinden sich bereits in der Implementierung. Ich kann bereits jetzt sagen, dass in der Zukunft das Wort „Video“ noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Das Inserieren ist momentan kostenlos. Genauso wie alle verfügbaren Funktionen. Nur für jede erfolgte Buchung erhält PianoMe eine Vermittlungsprovision, die übrigens im Marktvergleich – Airbnb & Co – weit unter dem Markt-Durchschnitt liegt. Diese deckt im Wesentlichen nur Kosten, die PianoMe selbst von Externen für die Transaktionsabwicklung in Rechnungen gestellt werden – Transaktionskosten, Finanzgebühren, etc.-, sowie die Umsatzsteuer. Der Rest fließt komplett wieder in das Projekt zurück. Es geht uns aktuell gar nicht darum, möglichst schnell Gewinne zu erzielen. Die Qualität der Plattform ist erstmal viel wichtiger. Wir möchten ein hochwertiges Produkt anbieten und die Services an die Wünsche der User*innen anpassen. Trotzdem denken wir auch über alternative Finanzierungsquellen nach, da wir noch einiges vorhaben. Im Moment nutzen wir aber die Zeit und konzentrieren uns auf die Weiterentwicklung der Plattform und werden zum gegebenen Zeitpunkt weitersehen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Genauso, wie Du es sagst: Hart. Die Gesundheit unserer User ist aber uns am wichtigsten. Außerdem haben wir die Zeit genutzt, um neue Funktionen freizuschalten sowie die Plattform zu erneuern. Außerdem wurden Kapazitäten erweitert, Zahlungsabwicklung optimiert, der neue Video-Bereich gelauncht sowie weitere Ideen entwickelt, die sich bereits in der Implementierungsphase befinden. Der Wachstum hat sich natürlich in dieser Phase stark verlangsamt. Wir sehen aber optimistisch in die Zukunft.

Wie ist überhaupt die Idee zu PianoMe entstanden?
Durch Gespräche mit Musiker*innen sind wir auf die großen Herausforderungen gestoßen, die das Proben mit einem Instrument mit sich bringt. Viele Musiker*innen und Bands kennen das Problem, nicht genügend Möglichkeiten zum Proben zu haben. Nicht jedes Zuhause ist geeignet, um ein Instrument zu spielen und nicht immer ist die Qualität eines geliehenen Instrumentes gut. Oftmals sind Proberäume überlastet oder zu teuer. Wie soll man aber ein Instrument lernen oder das Spiel verbessern, ohne vernünftig zu proben? Nach einiger Recherche war klar: Zwar gab es einzelne Anzeigen-Portale, deren Angebot war aber enttäuschend. Einen Proberaum zu finden und zu mieten, war unnötig kompliziert – das Angebot war unübersichtlich, Anfragen mussten per Telefon gestellt werden, die Zahlungsabwicklung war nicht möglich und wenn gewisse Zahlungsansätze da waren, dann waren diese weder sicher noch transparent und es gab auch keine Bewertungen der Räume durch andere Musiker*innen, die geholfen hätten, sich ein realistisches Bild vom Proberaum zu machen. So war es von Anfang an das Ziel, eine Plattform zu schaffen, die wirklich etwas verändert, einen Mehrwert bietet und genau diejenigen Eigenschaften hat, die Musikschaffende und Anbietende brauchen. Hieraus ist beispielsweise die Idee entstanden, Anbieter*innen die Möglichkeit zu geben, Hörproben der Instrumente in ein Angebot zu integrieren. Musiker*innen können hierdurch schon vorab einen Eindruck vom Klang des Instruments im Proberaum erhalten. Es gab aber auch noch einen weiteren Aspekt, der eine sehr große Rolle für die Gründung der Plattform spielte: Das Angebot verfügbarer Proberäume war bis dato viel zu klein! Hier wollten wir ansetzen und haben uns auf die Suche nach ungenutzten Kapazitäten gemacht – und sind fündig geworden!

Nun einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist PianoMe inzwischen?
Mittlerweile zählt die PianoMe-Familie bereits tausende Mitglieder. Das haben wir übrigens ohne nennenswerte Werbemaßnahmen geschafft. Was unser Team angeht: Seit Beginn arbeiten wir als ein sehr kleines Team am Projekt, nicht zuletzt, um Kosten zu sparen, die wir sonst an unsere User*innen weitergeben müssten.

Du hast PianoMe bisher ohne Fremd-Finanzierungen und Kapitalgeber aufgebaut. War dies von Anfang an eine bewusste Entscheidung?
Das war in der Tat von Anfang an eine bewusste Entscheidung! Denn das Konzept sowie die Idee mussten erst einmal getestet werden. Dabei verlief der Start über mehrere Phasen verteilt: Nach den umfänglichen Recherchen, Designgedanken sowie der ersten Testphase, die im Herbst 2017 startete und bis Mai 2018 lief, fand der (Re-)Launch im Sommer desselben Jahres statt. Im Hintergrund wurde die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und ab August 2019 sichtbare Verbesserungen erhalten. Das Feedback war sehr positiv und die Entwicklung viel besser, als erwartet. Dies alles gab und gibt uns die Kraft sowie den Antrieb, weiter in die Entwicklung der Plattform zu investieren sowie für unsere Familienmitglieder da zu sein.

Wie war der Start ohne fremdes Geld – was geht recht einfach, was ist als Bootstrapping-Startup recht schwierig?
Nicht einfach, aber ohne Druck von außen, mit voller Entscheidungskontrolle und starker Kostendisziplin von Anfang an. Schwierig ist es natürlich vor allem wegen des eingeschränkten Kapitalvolumens und damit einher gehenden Wachstumsrestriktionen. Einen weiteren Vor- und gleichzeitig Nachteil, je nach Phase und Bedeutung, stellt die Tatsache dar, dass vieles in Eigenregie gemacht werden muss. Inzwischen wurden bereits einige Sachen, wie Buchhaltungs- und Steuerprozesse, ausgelagert. Auch bei der Entwicklung und Umsetzung von Marketingkampagnen arbeiten wir inzwischen vermehrt mit Externen zusammen. Mit dem Wachstum wachsen aber auch die Aufgaben sowie die Themenbereiche. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einigen Themen externe Unterstützung unabdingbar wird. Weder zeitlich, noch fachlich, kann ich alleine alles abdecken. Um die technische Umsetzung bzw. Entwicklung der Plattform kümmern sich von Anfang an IT-Profis. Bei rechtlichen Angelegenheiten verlassen wir uns von Anfang an auf unseren externen Berater. Ich muss aber unterstreichen, dass das Wort §Extern§ eher einen rechtlichen Charakter hat. Alle sind Teammitglieder und die Kooperation läuft wunderbar. Was zum Beispiel auch schwierig ist, die Zeiten, wie aktuell, ohne externer Unterstützung zu überbrücken. Wir hätten gerne auch viel mehr aus unserer Agenda umgesetzt. Einige Punkte werden aber höchstwahrscheinlich nun ein wenig länger dauern. Wir bewerten aber unsere Finanzierungsstrategie immer wieder neue und halten uns alle Optionen offen.

Gab es denn viele Dinge, die Du einfach nicht umsetzen konntest, weil das Geld fehlte?
In der Tat. Vor allem die geographische Abdeckung könnte viel schneller voranschreiten, wenn wir mehr Kapital zur Verfügung hätten. Wir erhalten immer noch Anfragen aus dem Ausland, können diese aber nur sehr begrenzt, wenn überhaupt, bedienen. Nach Abwägung aller Pros- und Kontras, ist uns die Qualität unseres Produktes viel viel viel wichtiger, als die Quantität der angebotenen Räume. Wenn alles stimmt, dann wird auch die geographische Expansion viel schneller voranschreiten.

Was rätst du anderen Gründer:innen, die sich für Bootstrapping entscheiden?
Die Entscheidung ist immer einzelfallabhängig. Jeder muss selbst unter Berücksichtigung vieler Faktoren eine Entscheidung für sich bzw. seine Idee oder sein Produkt treffen. Da gibt’s kein schwarz oder weiß.

Reden wir zudem noch kurz über das Ruhrgebiet. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für das Ruhrgebiet als Startup-Standort?
Die Musikkultur Essens ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Nicht nur verfügt sie mit der Philharmonie über das größte Konzerthaus im Ruhrgebiet mit den im Jahr 2004 als „Bestes Opernorchester im deutschsprachigen Raum“ prämierten Essener Philharmonikern, sie kann auch mit einer lebendigen Jazz-Szene aufwarten, die internationale Größen einlädt. Zahlreiche Konzerte unterschiedlichster Genres ziehen jedes Jahr musikbegeisterte Besucher und Musiker in ihren Bann. So überrascht es nicht, dass nun auch PianoMe die Musik-Szene Essens bereichert.

Wo steht PianoMe in einem Jahr?
Wir arbeiten kontinuierlich an der Plattform. Dabei stehen wir immer mit unseren User*innen in Kontakt. Unser Ziel ist es, nicht nur die Suche nach einem Proberaum zu erleichtern, sondern auch beiden Seiten – Musikschaffenden und Anbietenden – möglichst viel administrativen Aufwand abzunehmen. Es sollte nicht nur ganz einfach und schnell gehen, einen geeigneten Proberaum zu finden oder anzubieten, sondern auch, den Buchungsprozess zu verwalten. Das klappt schon alles sehr gut, für die Zukunft haben wir aber noch weitere Verbesserungen, Funktionen, Services und sogar neue Produkte geplant. Außerdem werden wir unser Netzwerk von Kooperationen und Partner*innen weiter ausbauen. Vieles hängt auch von der Dauer der aktuellen Corona-Zeit ab, ich möchte aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel verraten!

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhrHUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#Interview – “Am Anfang saßen wir zu fünft im Büro und haben Tag und Nacht gearbeitet”


Das junge Diät-App Fastic wurde von Sebastian Wettcke und Philipp Wayman ins Leben gerufen. Mit Fastic, 2019 gegründet, sollen Nutzer leichter abnehmen können. Konkret geht es dabei um das Trendthema Intervallfasten. Seit dem Start haben bereits mehr als 10 Millionen Nutzer die App heruntergeladen. “Knapp 50 Angestellte arbeiten mit uns und es werden weiterhin Mitarbeiter/innen eingestellt. Bis jetzt wurden mit Fastic 2500 Tonnen abgenommen”, sagt Gründer Wayman.

trivago-Gründer Rolf Schrömgens, Ioniq-Macher Jan Beckers, Tier-Mobility-Gründer Lawrence Leuschner und Benjamin Bak (Lovoo) investierten kürzlich 5 Millionen Euro in Fastic. “Mit dem Geld wollen wir das Intervallfasten via App noch bekannter machen und investieren daher weiter in das Wachstum vor allem auf dem amerikanischen Markt. Zudem profitieren wir sehr von der Expertise unserer Investoren, die uns mit ihrer Erfahrung einen extremen Mehrwert bieten”, berichtet Wayman.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Fastic-Macher außerdem über gesunde Ernährung, gute Entscheidungen und beste Learnings.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fastic erklären?
Mit der Fastic-App erhalten die Nutzer eine Anleitung zum gesunden Intervallfasten. Das Besondere dabei ist, dass die App spielerische Elemente enthält, die die Nutzer zum Durchhalten motivieren. Somit können sie sich eine gesunde Lebensweise spielerisch aneignen und lernen zudem in interessanten Lektionen etwas über gesunde Ernährung, die richtige Fastenmethode und ihre mentale Gesundheit.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Seit der Gründung im April 2019 hat sich gezeigt, dass unser Konzept von Anfang an gut funktioniert hat. Besonders unser ganzheitlicher Ansatz, motiviert die Nutzer, dabei zu bleiben und neben dem Abnehmen auch ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis zu entwickeln. Wir haben im Laufe der Zeit viel über unsere Kunden und deren Bedürfnisse lernen können. Uns ist aufgefallen, wie wenig manche Menschen über für uns offensichtliche Dinge wissen. Für uns ist es wichtig, auch diese Menschen mit unserem Produkt abzuholen und ihnen einfach und unkompliziert verständlich machen, wie sie am besten starten und weiter machen um langfristige, gesundheitliche Erfolge zu erreichen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Durch die Corona-Pandemie und dem Lockdown konnten wir seit April letzten Jahres, auf jeden Fall eine erhöhte Nachfrage feststellen. Durch mangelnde Bewegung aufgrund des Home Offices und den geschlossenen Fitnessstudios, haben sich viele eine Alternative gesucht, um fit und gesund zu bleiben. Mittlerweile haben sich mehr als 10 Millionen Menschen weltweit die Fastic-App heruntergeladen. Wir waren gerade dabei unser Team lokal aufzubauen, als die Regierung den Lockdown beschlossen hat. Aufgrund Dessen, haben wir uns schnell dazu entschieden, eine internationale remote Company aufzubauen. Somit können wir unabhängig weltweit miteinander zusammenarbeiten und weiter wachsen. Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung.

Wie ist überhaupt die Idee zu Fastic entstanden?
Mein Co-Founder Sebastian und ich haben uns in Australien kennengelernt. Wir wussten schon damals beide, dass wir – zurück in Deutschland – etwas Eigenes aufbauen wollten und das mit unserer Leidenschaft für Sport und Gesundheit verbinden wollten. Gleichzeitig ist hier Sebastians Hintergrund spannend: Er ist im Fastenhotel seiner Eltern groß geworden. Diese besitzen seit 25 Jahren ein Fastenhotel im Schwarzwald und begleiteten schon über 25.000 Gäste beim Heilfasten. Durch den intensiven Kontakt mit den Fastengästen und ihren Erzählungen, wie positiv sich das Fasten auf ihren Körper auswirkt, wurde uns klar, dass wir das Wissen rund um das Fasten einem viel breiteren Publikum als den Fastengästen zur Verfügung stellen müssen. Mit der Idee im Kopf haben wir ein Netzwerk aus Entwicklern, Gründern und Tech-Spezialisten aufgebaut, sodass wir im April 2019 mit der Gründung von Fastic eine App auf den Markt gebracht haben, die das Wissen um die uralte Tradition des Fastens bündelt. Unsere Vision: “Fasting for everyone”. Wir sind sehr stolz, sagen zu können, dass wir mit allein 8 Millionen Downloads 2020 und über 50 Mitarbeiter/innen 2020 die erfolgreichste Intervallfasten-App weltweit waren.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Fastic funktioniert als Freemium-Variante, sodass alle Menschen Zugang zur App und dem Intervallfasten haben. Wir möchten in erster Linie allen Menschen aufzeigen, wie sie ganz einfach gesünder leben können. Unsere Nutzer können jedoch auch zwischen einem 1-, 3- und 12-Monatsmodell wählen. Sie erhalten dann beispielsweise einen individuell auf ihre Ziele und Wünsche zugeschnittenen Plan. Dieser passt nicht nur die Fastenzeit auf das Fastenverhalten des Nutzers an, ebenfalls hat der Nutzer Zugriff auf eine Gesundheitsakademie. Außerdem werden unseren Kunden Mahlzeiten vorgeschlagen, die zum Fasten passen und aus unserer eigenen Rezepteküche kommen.

Angel-Investoren wie Rolf Schrömgens, Lawrence Leuschner und Benjamin Bak investierten zuletzt 5 Millionen in Fastic. Wofür braucht ihr das Geld?
Wir sind bootstrapped. Das bedeutet, wir haben in das Unternehmen unser Eigenkapital eingebracht – worauf wir sehr stolz sind, bei der positiven Entwicklung der App. Mit dem Geld wollen wir das Intervallfasten via App noch bekannter machen und investieren daher weiter in das Wachstum vor allem auf dem amerikanischen Markt. Zudem profitieren wir sehr von der Expertise unserer Investoren, die uns mit ihrer Erfahrung einen extremen Mehrwert bieten.

Ihr sitzt mit Fastic in Dresden. Was zeichnet die Startup-Szene vor Ort aus?
Dresden gehört neben Berlin und Leipzig zum Gründerdreieck Deutschlands und ist deshalb ein attraktiver Standort für uns. Zugleich profitieren wir von Tag eins von einem hervorragenden Tech-Netzwerk. Dresden ist jung, bietet durch die Universität zahlreiche junge motivierte Talente, ist kulturell geprägt und bodenständig.

Wie hat sich Fastic seit der Gründung entwickelt?
Am Anfang saßen wir zu fünft im Büro in Dresden und haben Tag und Nacht an Fastic gearbeitet. Da wir eine große Vision haben, haben wir bald damit angefangen, neue Mitarbeiter/innen zu suchen, die uns auf unserem Weg unterstützen. Heute zählen wir knapp 50 Angestellte. Mittlerweile haben wir Nutzer/innen aus mehr als 50 verschiedenen Ländern. Wir sind profitabel und wachsen stetig. Durch unsere Investoren erhalten wir zum einen Geld und profitieren zusätzlich von einem riesigen Netzwerk, um schneller wachsen zu können.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Fastic inzwischen?
Bis 2020 hatten wir 8 Millionen Downloads weltweit und Ende Januar 2021 haben wir die 10 Millionen-Marke geknackt. Knapp 50 Angestellte arbeiten mit uns und es werden weiterhin Mitarbeiter/innen eingestellt. Bis jetzt wurden mit Fastic 2500 Tonnen abgenommen. Unsere Nutzer sind sehr zufrieden mit der App, das zeigt sich auch im Appstore und Playstore: Insgesamt haben wir über 350.000 positive Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,8 Sternen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan. Aber wir haben die Ansicht, dass es nicht immer schlecht ist, wenn Fehler passieren. Das ist für uns das beste Learning für die Zukunft, um Dinge im Nachhinein anders bzw. besser zu machen. Seit der Gründung haben wir viele Erfahrung gesammelt, sind aber in einigen Sachen selbstverständlich noch unerfahren und profitieren dafür von Empfehlungen anderer.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir waren nicht nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Unser Produkt ist einzigartig und fährt einen ganz neuen Ansatz den wir verfolgen. Außerdem haben wir durch die Hilfe von unseren Kollegen viele Fehler vermeiden können. Dadurch hat unser Produkt schnell funktioniert.

Wo steht Fastic in einem Jahr?
Unsere Philosophie bleibt dieselbe: Wir wollen es jedem ermöglichen, ein gesünderes Leben zu führen und dabei das Fasten in den Mittelpunkt rücken. Wir stellen uns das so vor: Jeder soll seinen persönlichen Coach jederzeit verfügbar in der Hosentasche haben, um nachhaltig seine Ziele zu erreichen. Dafür wollen wir in den nächsten ein bis zwei Jahren mit unserer App über 30 Sprachen abdecken.

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#Brandneu – Unser Startup des Tages: ContractHero


Jeden Tag entstehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. Im März präsentiert deutsche-startups.de jeden Werktag – garniert mit einem Einhorn – ein junges Startups, das zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind.

ContractHero
Das ContractHero-Team bietet eine Vertragsmanagement-Lösung für Geschäftskunden an. “Wichtige Unternehmensverträge werden immer noch analog, an vielen Orten und von unterschiedlichen Mitarbeitern organisiert”, teilen die Gründer Gerry-Constantin Koch und Sebastian Wengryn mit.

Social Media-Profile von ContractHero: Linkedin

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#Interview – Ein Startup, das dokumentenbasierte Prozesse automatisiert


Das Startup Natif.ai, ein Spin-off des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (DFKI), ist im Segment der intelligenten Dokumenten Prozessautomation (IDP) unterwegs. “Wir unterstützen Firmen dokumentenbasierte Prozesse zu automatisieren in dem wir in Echtzeit mit einer sehr hohen Genauigkeit Dokumente klassifizieren und Informationen extrahieren”, sagt Johannes Korves, der das Startup 2019 gemeinsam mit Berenger Laurent, Christophe Hocquet und Manuel Zapp gegründet hat.

468 Capital und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten bereits eine siebenstellige Summe in Natif.ai. “Wir werden das Geld vor allem für Investitionen in weitere Serverinfrastruktur und Personal nutzen. Da wir verschiedenste Dokumente unterstützen und auch Verträge auf unserer Roadmap haben, benötigen wir große Rechenkapazitäten, um unsere Modelle zu trainieren”, sagt Natif.ai-Macher Korves.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Natif.ai-Gründer außerdem über Brillenpässe, Saarbrücken und Rechenkapazitäten.

Welches Problem wollt Ihr mit Natif.ai lösen?
Wir leben in einer Welt, in der jeden Tag Billionen von Dokumente verschickt werden, viele haben wichtige Informationen doch um diese Informationen zu extrahieren und analysieren benötigt man immer noch Menschen. Dies ist ein sehr zeitaufwendiger und kostenintensiver Prozess, der für Unternehmen im schlimmsten Fall keinen Mehrwert schafft. Auch hat kein Mensch eine Ausbildung oder Studium abgeschlossen, um Informationen von Dokumenten in Computer-Systeme zu überführen. Wir unterstützen Firmen dokumentenbasierte Prozesse zu automatisieren in dem wir in Echtzeit mit einer sehr hohen Genauigkeit Dokumente klassifizieren und Informationen extrahieren. Dazu haben wir zwei Basistechnologien entwickelt: Eine Deep-OCR die selbstlernend auch schwierigste Dokumente lesen kann sowie eine Capturing Technologie, die auch visuelle Informationen nutzt, um mit hoher Präzision relevante Informationen zu extrahieren.

Wie ist die Idee zu Natif.ai entstanden?
Ich und mein Co-Gründer Christophe hatten 2015 die Geschäftsführung bei Brille24 übernommen. Damals war Brille24 in einer schwierigen Lage und vor allem im Umsatz abgeschlagen hinter Mister Spex, ein Exit also in ferne weite gerückt. Eine denkbar schwierige Aufgabe für ein neues Management das vor allem an einem Exit gemessen werden sollte. Wir haben sämtliche Prozesse hinterfragt und das Unternehmen neu positioniert, mit dem Ergebnis, dass Brille24 in 2019 von dem absoluten Marktführer Essilor/Luxottica gekauft wurde – der Inhaber der Marken RayBan, Oakley und Produzent jedes zweiten Brillenglases weltweit. Bei Brille24 hatten wir verschiedenste Dokumenten-basierte Probleme: Täglich haben wir diverse Lieferungen von Ray-Ban erhalten, sowie am Monatsende eine Rechnung. Es war für unsere Mitarbeiter weder zumutbar noch möglich diese Dokumente abzugleichen. Auch mussten wir verschiedenste medizinische Daten unserer Kunden wie Rezepte oder Brillenpässe auslesen. Genau bei diesen Problemen wurde uns bewusst, wie viel Aufwand diese Prozesse verursachen. Manuel Zapp, der damals bei Brille24 die R&D-Abteilung geleitet hatte und zuvor lange an dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in dem Bereich Text-Recognition tätig war, wusste wie man dieses Problem mit Hilfe der letzten Entwicklungen im Bereich Computer Vision und Natural Language Processing lösen kann.

Euer Firmensitz ist Saarbrücken. Was zeichnet die Startup-Szene vor Ort aus?
Wir haben Natif.ai ganz bewusste in Saarbrücken gegründet. Nur einer von uns vier Gründern kommt aus dem Saarland,  wir anderen Gründer sind für das Startup extra nach Saarbrücken gezogen und leben dort zusammen in einer WG. Die Gründe sind zum einen das DFKI, was uns auf drei Arten unterstützt. Erstens: Es bildet zusammen mit der Universität hervorragende Entwickler im Bereich Machine Learning aus. Zweitens: Wir profitieren als Spin-Off von dem Netzwerk des DFKI und haben Drittens Zugriff auf die letzten Erkenntnisse im Bereich der Forschung. Zum anderen hat Saarbrücken mit der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT) eine super Einrichtung für Start-ups die auf vielfältige Weise unterstützt. Uns Unterstützt die KWT vor allem in Infrastruktur-Bereichen. In den letzten Monaten wurde im Saarland viel im Bereich der Technologie und Startup-Förderung getan, sodass ich hoffe, dass zukünftig noch weitere – vor allem Deep Tech –  Start-ups aus dem Saarland hervorgehen. So wird beispielsweise gerade ein ganz neues hochmodernes Gründerzentrum auf dem Campus gebaut. Auch das Tesla bis zum Schluss zwischen den Standorten Berlin und Saarland für seine Giga Fabrik gependelt hat, zeigt die Zukunftssicht und Perspektive des Saarlands.

468 Capital und Co. investierten bereits eine siebenstellige Summe in  Natif.ai. Wofür ist da Geld gedacht?
Wir werden das Geld vor allem für Investitionen in weitere Serverinfrastruktur und Personal nutzen. Da wir verschiedenste Dokumente unterstützen und auch Verträge auf unserer Roadmap haben, benötigen wir große Rechenkapazitäten, um unsere Modelle zu trainieren.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir haben ein SaaS-Modell, bei dem unsere Kunden pro analysierter Dokumentenseite bezahlen. Wir haben keine Setup-Kosten und ermöglichen somit einen schnellen ROI.

Wo steht Natif.ai in einem Jahr?
In einem Jahr werden wir eines der größten und besten Modelle für ein generelles Textverständnis entwickelt haben, was neben Finanz- auch Vertragsdokumente sowie Handschriften verstehen kann. Dank unserer selbstentwickelten Basistechnologien sind wir auf einem guten Weg eine wirkliche Disruption im Bereich der kognitiven Automation voranzutreiben.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Natif.ai

#aktuell, #interview, #natif-ai, #reloaded, #saarbrucken

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#DealMonitor – Gorillas-Herausforderer Flink bekommt 52 Millionen – Instamotion sammelt 24 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 2. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Flink
+++ Target Global und die Alt-Investoren Northzone, Cherry Ventures und TriplePoint Capital investieren beachtliche 52 Millionen US-Dollar in den Flash-Supermarkt Flink – siehe TechCrunch. TriplePoint Capital ist bei dieser stattlichen Investmentrunde, die tatsächlich als Seedrunde läuft, wohl als Kreditgeber mit an Bord. Hinter dem Unternehmen, einem mobilen Supermarkt, stecken Christoph Cordes (Fashion4Home, Home24) und Oliver Merkel (Bain & Company) sowie die Hamburger Pickery-Gründer Saad Saeed und Nikolas Bullwinkel. Als Geschäftsführer ist zudem Julian Dames (Ex-Foodora) mit an Bord. Cherry Ventures und Northzone investierten zum Start bereits 10 Millionen Euro in den neuen Berliner Gorillas-Klon Flink. Insgesamt flossen nun schon rund 64 Millionen Dollar in Flink. In Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Düsseldorf ist Flink bereits unterwegs. Bald geht der Flash-Supermarkt auch in Frankreich und den Niederlanden an den Start. Der große Wettbewerber Gorillas konnte zuletzt 44 Millionen US-Dollar einsammeln. Die Bewertung der Gorillas-Investmentrunde lag nach unseren Informationen bei 160 Millionen (Pre-Money). Gorillas plant derzeit 100 Millionen einzusammeln. Anfang Januar haben wir im Insider-Podcast intensiv über Flink gesprochen.

Instamotion
+++ Jetzt offiziell: G+J Digital Ventures, der Investmentableger des Medienhauses Gruner + Jahr, investiert – wie bereits letzte Woche berichtet – gemeinsam mit Act Venture Capital aus Irland und den Altinvestoren Earlybird und THI Investments 24 Millionen Euro in Instamotion, eine Gebrauchtwagenplattform. “Das zusätzliche Kapital wird Instamotion zur Beschleunigung seiner Expansion und zum Ausbau seines technologischen Vorsprungs nutzen: Das Unternehmen bietet derzeit als unabhängiger Anbieter einen einfachen, sicheren, sorglosen und volldigitalen Autokauf in Deutschland an”, teilen die Geldgeber mit.  InstaMotion wurde 2015 von Darius Ahrabian gegründet. “Wir wollen den B2C-Autohandel revolutionieren und auf eine rein elektronische Plattform bringen: wie bei Amazon wird der Autokauf per Mausklick möglich sein”, heißt es auf der Website. 2016 stieg der  Münchner Versicherungskonzern Allianz bei der Jungfirma ein. Bis Ende 2018 flossen bereits mehr als 12 Millionen Euro in InstaMotion. Die Allianz hält weiter rund 12,1 % an Instamotion. Auf G+J Digital Ventures entfallen 12,6 %,  Act Venture Capital hält 2,6 % #EXKLUSIV

Quality Match
+++ LEA Partners investiert 5 Millionen Euro in das KI-Startup Quality Match. Die Jungfirma, die 2019 von Daniel Kondermann, Mirko Schmidt, Jemima Hastings und Sascha Lange gegründet wurde, “optimiert Datensätze mit hoher statistischen Signifikanz- und Konfidenzniveaus”. So soll die Effektivität von künstlichen Intelligenzen (KIs) verbessert werden. “Zusätzlich sinken die Entwicklungskosten”, verspricht das Unternehmen aus Heidelberg.

Actyx 
+++ VDMA-Präsident Karl Haeusgen, Mirko Novakovic, Gründer von Instana, Markus Lorenz (Boston Consulting Group) und Kulpreet Singh, ehemals UiPath, investieren in das Münchner Startup Actyx. Die Jungfirma wurde 2016 von Oliver Stollmann, Maximilian Fischer und Roland Kuhn gegründet. Actyx entwickelt Lösungen für die digitale Industrie. Mit der Software des Startups können Entwickler “Fabrikprozesse einfach und schnell digitalisieren”. Paua Ventures investierte bereits in Actyx.

TutorSpace
+++ Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) investiert in TutorSpace. Das Unternehmen kümmert sich um die Digitalisierung von Nachhilfe. “Mit zwei Klicks können sich Schüler:innen kostenlos Nachhilfe-Tutoren in der Umgebung anzeigen und nach Bewertungen, Entfernungen, Fächern, Entfernung und Preisen filtern lassen”, teilt das Startup aus Heidelberg, das 2018 von Patrick Nadler gegründet wurde, mit.

PODCAST

Insider
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Gorillas, Charles, Jodel, Supercam, Gitpod, Careship, Capnamic Ventures, AdJust, LeanIX, staffbase und den Spac-Boom.

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#DealMonitor – 11 millionenschwere Startups, die wir im Blick behalten


Ein kurzer Rückblick auf die wichtigsten und größten Investmentrunden des vergangenen Monats. Auch im Februar 2021 konnten wieder einige Startups und Grownups üppige Millionenbeträge einsammeln. Einige dieser Jungunternehmen kennt in der Szene quasi jeder, andere wiederum fliegen auch trotz bekannter Investoren und millionenschwerer Investmentbeträge noch immer weiter unter dem üblichen Szene-Radar. Die wichtigsten, interessantesten und größten Finanzierungsrunden (bei denen die Summe tatsächlich bzw. annähernd bekannt ist) listen wir an dieser Stelle einmal gebündelt auf.

Branded
Target Global, Declaration Partners, Tiger Global, Kreos Capital, Lurra Capital, Regah Ventures, Kima Ventures und Vine Ventures investierten kürzlich 150 Millionen US-Dollar in den Berliner Thrasio-Klon Branded. Der Berliner Amazon-Shop-Aufkäufer wird von Pierre Poignant, früher Lazada, und Michael Ronen, zuletzt SoftBank, geführt. Nach eigenen Angaben übernahm Branded in den vergangenen sechs Monaten bereits 20 verschiedene Shops. Rund 100 Mitarbeiter wirken bereits für Branded. Mehr im Deal-Monitor

Carvolution
Ringier Digital Ventures und Francisco Fernandez, Gründer von Avaloq, investierten kürzlich gemeinsam mit den Altinvestoren Redalpine und Armada Investment 15 Millionen Franken in das Schweizer Startup Carvolution. Das Auto-Abo-Startup aus Bern wurde 2018 von Olivier Kofler, Luis Wittwer, Léa Miggiano, Bernhard Drüner und Adrian Boss gegründet. Redalpine, Armada Investment und Co. investierten bereits 11,25 Millionen Franken in das junge Startup. Mehr im Deal-Monitor

eGym 
+++ Die Altinvestoren NGP Capital, Highland Europe, HPE Growth Capital und Bayern Kapital investierten kürzlich weitere 28 Millionen Euro in eGym – siehe Handelsblatt. Die Bewertung der Jungfirma, die digitale Trainingsgeräte für Fitnessstudios entwickelt soll bei einem “deutlich dreistelligen Millionen-Euro-Betrag” liegen. 2019 erwirtschaftete der Fitnessanbieter nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 82 Millionen Euro. Mehr im Deal-Monitor

Everdrop
Der englische Geldgeber Felix Capital, Vorwerk Ventures sowie Altinvestor HV Capital investierten kürzlich 18 Millionen Euro in Everdrop. Das 2019 von Christian Becker, Daniel Schmitt-Haverkamp und David Löwe gegründete Unternehmen vertreibt nachhaltig produzierte und vegane Haushaltsprodukte. HV Capital, Roman Kirsch und Chris Wichert, investieren zuletzt eine siebenstellige Summe in das Münchner Startup. Mehr im Deal-Monitor

Gorillas
Das Berliner Hype-Startup Gorillas, ein sogenannter Flash-Supermarkt, plant derzeit – wie bereits im Januar berichtet – 100 Millionen Euro einzusammeln. Nun steht die erneute Investmentrunde nach unseren Informationen kurz vor der Unterzeichnung. Als Geldgeber steht vermutlich Greenoaks Capital aus San Francisco bereit. Der New Yorker Hedgefonds Coatue investierte gerade erst 44 Millionen US-Dollar in Gorillas – bei einer Bewertung von 160 Millionen (Pre-Money). Mehr im Deal-Monitor

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GetYourGuide 
UniCredit, CitiGroup, die Silicon Valley Bank, die Deutsche Bank und das “Venture Tech Growth Financing”-Programm der KfW gewährten GetYourGuide, einer Buchungsplattform für Reiseerlebnisse, kürzlich eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 80 Millionen Euro. Searchlight Capital investierte zuletzt im Rahmen einer Wandelanleihe üppige 114 Millionen Euro in GetYourGuide. Die Wandelanleihe im vergangenen Jahr kam überraschend, die neue Kreditlinie nun auch. Mehr im Deal-Monitor

Lengoo
+++ Der niederländische Geldgeber Inkef Capital, Polipo Ventures und Volker Pyrtek (ehemaliger CPO der Deutschen Telekom) sowie die Alt-Investoren Redalpine, Creathor Ventures, Techstars, Matthias Hilpert und Michael Schmitt investierten kürzlich 20 Millionen US-Dollar in Lengoo. Insgesamt flossen nun schon 34 Millionen in Lengoo. Mit dem frischen Kapital möchte “das Unternehmen die globale Expansion beschleunigen”. Mehr im Deal-Monitor

Jodel
Der chinesische Internet-Gigant NetEase investierte nach unseren Informationen kürzlich in die hyperlokale App Jodel. NetEase hält nun 23 % am Unternehmen. In den vergangenen Jahren flossen rund 10 Millionen Euro in das Berliner Unternehmen, das 2014 als eine Art Campus-App startete. Das Startup zeigt seinen Nutzern anonymisiert Beiträge an, die andere Nutzer, die in der Umgebung sind, veröffentlicht haben. Mehr im Deal-Monitor

Nexthink
+++ Permira sowie Alt-Investoren wie Highland Europe und Index Ventures investierten kürzlich 180 Millionen US-Dollar in Nexthink. Die Bewertung liegt bei 1,1 Milliarden Dollar – damit ist das Unternehmen aus Lausanne nun ein Unicorn. Das 2004 von Pedro Bados gegründete EPFL-Spinoff-Unternehmen bietet eine Digital-Employee-Experience-Management-Software an. “Damit können digitale Leistungen für Mitarbeiter modernisiert, zuverlässig bereitgestellt und proaktiv verbessert werden”, teilt Nexthink mit. Mehr im Deal-Monitor

Rows
Lakestar, der Visionaries Club und Pitch-Gründer Christian Reber sowie die Altinvestoren Accel und Cherry Ventures investierten kürzlich 16 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup Rows, bisher als DashDash bekannt. Die Jungfirma, die 2016 von  Humberto Ayres Pereira und Torben Schulz (früher Eatfirst) gegründet wurde, entwickelt ein “moderne Spreadsheet zur Entwicklung von Business-Tools”. Mehr im Deal-Monitor

Unu
+++ Die Altinvestoren Capnamic Ventures, Iris Capital und Ponooc investierten kürzlich gemeinsam mit einem “strategischen Investor aus Singapur” 18 Millionen Euro in das Berliner E-Moped-Startup Unu – siehe Gründeszene. Das Unternehmen wurde 2013 von den Studenten Elias Atahi, Pascal Blum und Mathieu Caudal gegründet. Bis Ende 2018 flossen bereits rund 17,6 Millionen in Unu. Mehr im Deal-Monitor

Tipp: Wer sich für Startup-Investments in Deutschland interessiert, muss unseren #DealMonitor lesen.

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#Brandneu – Unser Startup des Tages: Dive


Jeden Tag entstehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. Im März präsentiert deutsche-startups.de jeden Werktag – garniert mit einem Einhorn – ein junges Startups, das zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind.

Dive
Das Berliner Startup Dive setzt gezielt auf das derzeit angesagte Clubhouse-Modell. “Dive is an exclusive audio-community for professionals, to share insights and learnings about your career or industry”, heißt es in der Beschreibung der Jungfirma, die von Dmytro Boguslavskyy und Fernando Barrera gegründet wurde.

Social Media-Profile von Dive: Linkedin

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#Gastbeitrag – Spacs – Ein alternativer Weg an die Börse?


SPAC steht für Special Purpose Acquisition Vehicle. SPACs sind “Gesellschaftshüllen”. Initiiert werden SPACs von den sogenannten “Sponsoren”, die in der Regel auch deren Geschäftsführung übernehmen. Die Anteile am SPAC werden im Rahmen des SPAC-IPO zum Handel an einer Börse zugelassen. Anleger erwerben im Rahmen des SPAC IPO Anteile am SPAC und Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile zu einem bestimmten Preis. Nach dem SPAC-IPO halten die Sponsoren in der Regel 20 % und die Investoren 80 % der SPAC-Anteile. Die Sponsoren erhalten ihre Anteile am SPAC, ohne eine Zahlung erbringen zu müssen. Die im Börsengang eingeworbenen Geldmittel werden zunächst auf einem Treuhandkonto verwahrt. Neben den Investoren halten die Sponsoren Optionen auf den Erwerb von Anteilen. Die Aufgabe der Geschäftsführung des SPAC ist, in den 24 Monaten nach IPO ein Zielunternehmen zu identifizieren, mit dessen Eignern dessen Erwerb durch den SPAC zu vereinbaren und die Transaktion den SPAC Investoren zu deren Abstimmung über den Vollzug vorzustellen.

Transaktion als Cash oder Share Deal

Die Transaktion wird dabei als Cash und/oder Share Deal strukturiert, das heißt die Eigner des Zielunternehmens erhalten als Vergütung entweder eine Zahlung oder Anteile am SPAC oder beides. Cash welches im SPAC verbleibt, kann für die Finanzierung des weiteren Wachtsums des kombinierten Unternehmens eingesetzt werden. Die Abstimmung der SPAC Investoren über die Transaktion erfolgt im Rahmen einer Hauptversammlung. Die Transaktion wird nur vollzogen, falls dabei eine vorab definierte zustimmende Mehrheit erreicht wird. Anleger können sich dabei auch dafür entscheiden, gegen Rückgabe ihrer Anteile am SPAC, ihren Anteil am Barvermögen des SPAC zurückzuerhalten. Dies ist in der Regel geringfügig weniger, als sie beim IPO bezahlt haben. Nach Vollzug der Transaktion bleibt in der Regel das Management des Zielunternehmens als Management der kombinierten Einheit an Bord.

SPACs boomen bereits in den USA – doch die Uhr tickt

Die USA haben im Jahr 2020 einen wahren SPAC Boom erlebt: 55 % aller IPOs in den USA waren SPAC-IPOs. Dabei wurden bei 248 SPAC-IPOs insgesamt 83 Milliarden US-Dollar von Investoren eingesammelt. Für all diese SPACs tickt die Uhr. Falls sie binnen 24 Monaten nach IPO keine Transaktion vollzogen haben, wird der SPAC liquidiert und die Gelder vom Treuhandkonto an die Investoren verteilt, während die Sponsoren komplett leer ausgehen. Es besteht daher erheblicher Druck, geeignete Zielunternehmen zu finden. Inzwischen befassen sich US-SPACs, neben US-amerikanischen, mit europäischen Zielunternehmen.

Für ein europäisches Zielunternehmen bietet sich dadurch die Gelegenheit, eine Börsennotierung in den USA zu erreichen, ohne den klassischen IPO-Pfad zu beschreiten. Das Gelingen ist dabei nicht davon abhängig, ob sich gerade ein sogenanntes “IPO Window” findet.

Risiken und Nebenwirkungen

Andererseits besteht auch bei einer Übernahme durch einen SPAC die Gefahr, dass die Investoren die Transaktion bei der Hauptversammlung, die darüber abstimmt, durchfallen lassen und die Transaktion platzt. Bedenken sollten die Eigner eines Zielunternehmens, welches erwägt, sich von einem SPAC erwerben zu lassen , dass durch die Aktien der Sponsoren eine Verwässerung ihrer Beteiligung eintritt, ohne dass der kombinierten Einheit hierfür eine Gegenleistung zugeflossen ist. Ähnliches gilt für die von Investoren und Sponsoren gehaltenen Optionen, die zum Erwerb weitere Aktien berechtigen. Dieser Aspekt führt bei den Verhandlungen zwischen SPAC und Zielunternehmen häufig dazu, dass sich die Sponsoren bereits erklären, auf die ihnen zustehenden Optionen oder gegebenenfalls sogar auf Anteile zu verzichten, um das Zielunternehmen und dessen Eigner für die SPAC-Transaktion zu gewinnen. Insbesondere wenn das Zielunternehmen einen hohen Kapitalbedarf zur Finanzierung des weiteren Wachstums hat, wird im Rahmen der Transaktion eine zusätzliche Barkapitalerhöhung des SPAC durchgeführt, an der sich einige wenige institutionelle Investoren beteiligen, sogenanntes PIPE-Investment. In der Regel müssen sich die Eigner von Zielunternehmen verpflichten, ihre Anteile am SPAC für einen Zeitraum von sechs oder zwölf Monaten nach Durchführung der Transaktion nicht zu veräußern, sogenanntes Lock-Up. Prominente Beispiele von Unternehmen, die ihren Weg an die Börse über den Erwerb durch einen SPAC gefunden haben, sind zum Beispiel Virgin Galactic und Nikola.

Inzwischen ist die aktuelle SPAC Euphorie von den USA auch nach Europa übergeschwappt. Jüngst wurde mit dem Lakestar SPAC I der erste SPAC seit sehr vielen Jahren an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Börsenhandel zugelassen.

Über den Autor
Philipp Melzer ist Rechtsanwalt und Partner bei der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS in Deutschland. Er verfügt über große Erfahrung bei der Beratung von Emittenten, emissionsbegleitenden Banken und Altaktionären bei Börsengängen, Kapitalerhöhungen und Zweitplatzierungen.

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#DealMonitor – Infarm sucht 250 Millionen – N26 bekommt weitere Millionen – PwC steigt bei Statice ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 1. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Infarm
+++ Das junge Berliner Unternehmen Infarm, ein Vertical Farming-Anbieter, plant 250 Millionen US-Dollar aufzunehmen – siehe Sky News. GT Lighthouse, der Beteiligungsarm des Prinzenhauses Liechtenstein, Hanaco, Bonnier, Haniel und Latitude sowie die bestehenden Investoren Atomico, TriplePoint Capital, Mons Capital und Astanor Ventures investierten zuletzt 170 Millionen US-Dollar in Infarm. Mit der neuen Investmentrunde könnte Infarm zum Unicorn (1 Milliarde Bewertung) aufsteigen. Das Unternehmen wurde 2013 in Berlin von Osnat Michaeli und den Brüdern Erez und Guy Galonska gegründet. Die Jungfirma entwickelt ein “intelligentes modulares Farming-System”.

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N26
+++ Die Familie hinter dem Schmuckkonzern Swarovski investiert über ihren Ableger Crystalon Finanz in die Berliner Digitalbank N26 – siehe Gründerszene. “Registerdokumente belegen, dass sich die Firma im Rahmen einer Kapitalerhöhung von Ende Januar rund 0,05 Prozent an dem Fintech gesichert hat”, heißt es im Artikel. Zudem stockte Geldgeber Earlybird Venture Capital seine Anteile an N26 auf und hält nun 12,4 % an N26. Die N26-Investoren – darunter Valar Ventures, der singapurische Staatsfonds GIC und der New Yorker Risikokapitalgeber Insight Venture Partners – investierten zuletzt 100 Millionen US-Dollar in das Grownup. Die Bewertung lag bei 3,5 Milliarden Dollar. In der aktuellen Investmentrunde fließen auf Grundlage dieser Bewertung nun weitere 30 Millionen Euro in N26.

Statice
+++ Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland steigt bei Statice ein und sichert sich dabei knapp 50 % am Unternehmen. Das Berliner Startup möchte  Unternehmen helfen, sensible Daten zu anonymisieren. Capnamic Ventures, WATTx und WestTech Ventures investierten in der Vergangenheit eine siebenstellige Summe in die Jungfirma, die 2018 von Sebastian Weyer, Mikhail Dyakov und Omar Ali Fdal gemeinsam mit WATTx gegründet wurde. Capnamic Ventures hielt zuletzt 26,3 % an Statice. WATTx war mit 21,9 % an Bord. PwC Deutschland teilt mit, dass man alle Anteile der Investoren übernommen habe.

Think RE
+++ Der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen investiert in Think RE aus Wurzen. Das ClimateTech, dass 2019 von Steffen Hundt, Stephan Dinse und Mataza Golzari gegründet wurde, begleitet über seinen digitalen Marktplatz “Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Klimastrategie und der Reduzierung ihres CO2-Fußabdruckes”. Konkret geht es dabei um die Beschaffung, Finanzierung, Verhandlung und Kontrahierung von Power Purchase Agreements (PPAs), also von langfristigen Stromlieferverträgen.

Audvice
+++ Die Business Angels Angels Philipp Kinsky, Josef Kogler und Heike Thiele investieren eine sechsstellige Summe in das Pucher Startup Audvice, das von Sophie Bolzer und Erfan Ebrahimnia gegründet wurde – siehe Der Brutkasten. Die Jungfirma setzt ganz auf den derzeitigen Audioboom und das wichtige Thema Wissensmanagement. Mit der Audvice-App können Nutzer Audio-Inhalte erstellen und diese mit anderen Nutzern bzw. Kollegen im eigenen Unternehmen teilen.

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#Podcast – News #38: Next Kraftwerke – Kaleido – Cluno – HappyPo – Everdrop – Instamotion – GetYourGuide – Rows


Im News-Podcast von deutsche-startups.de spricht Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, alle vierzehn Tage über die wirklich wichtigen Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über wichtige Deals, große Exits und spannende Startup-News, die jeder unbedingt mitbekommen haben sollte. Viel Spaß beim Zuhören.

News #38 – Die Themen

+++ Next Kraftwerke-Exit: Bewertung liegt bei über 130 Millionen #EXKLUSIV
+++ Mega-Exit in Österreich: Canva übernimmt Kaleido
+++ Cazoo übernimmt Cluno
+++ Tharasio-Komplex: HappyPo, Bonstato, unybrands
+++ Everdrop sammelt 18 Millionen Euro ein
+++ G+J Digital Ventures investiert in Instamotion #EXKLUSIV
+++ Investment: GetYourGuide, Rows, Carvolution
+++ Venture Capital: Revent, MorphAIs, 2150

News #38 – Der Sponsor

Der heutige Podcast wird gesponsert von INTEL IGNITE. Arbeitet ihr an einem Tech-Startup und habt eure Seed Runde bereits erfolgreich hinter euch gebracht und steht jetzt vor der Herausforderung eure Firma auf die nächste Stufe zu heben? Die Erwartungshaltung ist hoch: Es gilt jetzt zahlende Kunden zu gewinnen, eure innovative Technologie zu optimieren, top Mitarbeiter zu finden und richtig zu managen sowie die passenden Investoren für eine nächste Investmentrunde zu gewinnen. Dann müsst ihr von INTEL IGNITE gehört haben. Das ist das exklusive Startup Growth Programm von INTEL, das bisher in Tel Aviv lief und jetzt auch nach Deutschland kommt. INTEL IGNITE unterstützt Tech Startups dabei zu globalen Champions zu werden. Pro Jahr werden zwei Runden von jeweils 10 Startups ein 12-wöchiges individuelles Mentoren Programm durchlaufen. Ihr arbeitet dabei eng mit den besten INTEL Experten weltweit zusammen, mit erfahrenen Gründern und Industriegrößen. Die Teilnahme ist kostenlos und Intel nimmt keine Equity dafür, sondern versteht sich als Unterstützer des Startup Ökosystems, ganz nach dem Silicon Valley Motto „paying it forward“. Bewerbt euch jetzt unter intel.de/ignite. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende März.

News #38 – Der Podcast

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#Brandneu – Unser Startup des Tages: Leaders21


Jeden Tag entstehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. Im März präsentiert deutsche-startups.de jeden Werktag – garniert mit einem Einhorn – ein junges Startups, das zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind.

Leaders21
Das Leaders21-Team möchte Führungskräften moderne Methoden beibringen. Hinter dem E-Learning-Startup aus Leonding in Österreich stecken Runtastic-Macher Florian Gschwandtner und Thomas Kleindessner. Zum Start geht es um Trainings, 1-zu-1-Coaching und Beratung – später folgt dann eine digitale Lern- und Community-Plattform.

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#Interview – Ein Startup, das Workflow Automation für die Masse verfügbar macht


Das Berliner Startup Levity, das von Thilo Hüllmann und Gero Keil gegründet wurde, möchte Workflow Automation für die Masse verfügbar machen. “Im Prinzip trainiert man Levity darauf, Dokumente, Bilder oder Text richtig zu erkennen indem man dem System Beispiele aus der Vergangenheit zeigt. Ist dieser Vorgang abgeschlossen kann man Levity mit wenigen Klicks direkt an jedes beliebige System, in dem die Daten auftauchen, anschließen wie etwa das E-Mail-Postfach”, erklärt Gründer Hüllmann.

Angular Ventures, System.One, Discovery Ventures, Martin Henk und weitere Angel-Investoren investierten zuletzt 1,7 Millionen US-Dollar in Levity. “Trotz unseres guten Netzwerks war die erste Finanzierung eine große Herausforderung. Da weder mein Mitgründer noch ich einen akademischen Hintergrund in der Informatik haben, war es am Anfang trotz funktionierenden Prototyps und erster zahlender Kunden schwierig, Investoren davon zu überzeugen, dass wir die Fähigkeiten haben, ein KI-Thema anzugehen”, sagt der Levity-Macher.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Levity-Gründer Hüllmann außerdem über Wertschöpfungsketten, Rückenwind und Wartelisten.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Levity erklären?
Viele Menschen verbringen einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit repetitiven Aufgaben wie dem Sortieren von E-Mail-Anhängen oder dem Weiterleiten von Kundenanfragen an den richtigen Ansprechpartner. Levity macht es möglich diese Vorgänge eigenständig zu automatisieren, ohne dabei auf technische Expertise angewiesen zu sein. Im Prinzip trainiert man Levity darauf, Dokumente, Bilder oder Text richtig zu erkennen indem man dem System Beispiele aus der Vergangenheit zeigt. Ist dieser Vorgang abgeschlossen kann man Levity mit wenigen Klicks direkt an jedes beliebige System, in dem die Daten auftauchen, anschließen wie etwa das E-Mail-Postfach. Im Ergebnis hat man mehr Zeit für Dinge die wirklich Wert stiften und Spaß machen, wie kreative und strategische Aufgaben.

Hat sich das Konzept seit der ersten Idee irgendwie verändert?
Da wir nicht alles auf einmal bauen konnten – vor allem in der Anfangsphase – haben wir das Produkt mit unseren Pilotkunden entlang der Wertschöpfungskette eines Automatisierungsprojekts entwickelt. Meistens beginnt ein solches Projekt mit historischen Rohdaten, die so umformatiert werden müssen, dass die KI von ihnen lernen kann und endet mit der Implementierung in bestehende Systeme und Prozesse. Im ersten Jahr, als wir noch keine Investoren hatten und zu zweit aus unserem Wohnzimmer gearbeitet haben, waren es vielleicht 10 % Produkt und 90 % manuelle Arbeit. Durch diese Projekte konnten wir dann in kurzer Zeit viel lernen und unsere Roadmap klar definieren. Heutzutage nutzen unsere Kunden Levity komplett eigenständig, d.h. sie benötigen weder einen Entwickler, noch andere Software oder unsere manuelle Unterstützung um ihre Prozesse Ende-zu-Ende zu automatisieren.

Wie ist überhaupt die Idee zu Levity entstanden?
Wir haben ursprünglich – 2018 – an einer anderen Idee gearbeitet und hätten Levity gebraucht, um diese zu verwirklichen. Konkret ging es darum, Informationen über Unternehmen aus Texten – etwa News, Blogs, Social Media – zu extrahieren und Vertrieblern zur Verfügung zu stellen. Als wir uns dann nach Software umgeschaut haben, um dieses Vorhaben umzusetzen wurde uns klar, dass wir viele verschiedene teure und komplexe Produkte kombinieren müssten, die hauptsächlich auf Experten – KI-Entwickler – ausgelegt sind. Also haben wir kurzerhand entschieden unsere eigenen internen Tools zu bauen. Daraus ist dann Levity entstanden, als wir gemerkt haben, dass wir nicht die einzigen sind, die mit dieser Herausforderung konfrontiert sind.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir gehören zum Glück zu den Startups die durch die Corona-Krise eher an Rückenwind gewonnen haben. Klar, auch bei uns gab es einige Unternehmen im Kundenstamm, die stark unter der Krise gelitten haben, aber das hat sich nicht negativ auf das Interesse an unserem Produkt ausgewirkt. Im Gegenteil, viele Unternehmen schauen sich jetzt noch viel mehr als vorher nach neuen Lösungen für Prozessautomatisierung um.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Grundsätzlich verfolgen wir ein klassisches Software-as-a-Service-Modell mit monatlichen und jährlichen Subscriptions. Zudem gibt es bei uns noch die Volumen-Komponente, d.h. jemand der 100.000 Dokumente pro Monat mit uns verarbeitet zahlt mehr als jemand der nur 10.000 verarbeitet.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen?
Trotz unseres guten Netzwerks war die erste Finanzierung eine große Herausforderung. Da weder mein Mitgründer noch ich einen akademischen Hintergrund in der Informatik haben, war es am Anfang trotz funktionierenden Prototyps und erster zahlender Kunden schwierig, Investoren davon zu überzeugen, dass wir die Fähigkeiten haben, ein KI-Thema anzugehen. Oft haben wir gehört “meldet euch wieder wenn ihr einen CTO-Mitgründer habt” oder “lasst uns in sechs Monaten wieder sprechen wenn ihr mehr Traction habt”. Zudem gibt es in Deutschland leider nur sehr wenige Investoren die sich mit B2B-Software und DeepTech wirklich auskennen. Letztendlich konnten wir aber Angular Ventures aus London als Lead-Investor gewinnen, die sich ausschließlich auf Frühphaseninvestments in diesem Themenbereich fokussieren. Mit einem großartigen Team und Produkt sowie mehreren Tausend Unternehmen auf der Warteliste ist das Fundraising heutzutage kein Problem mehr.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Die meisten Entscheidungen die in Startups gefällt werden erweisen sich erst im Nachhinein als richtig oder falsch, da man sehr viele in kurzer Zeit und mit zu wenigen Informationen treffen muss. Vor diesem Hintergrund finde ich es wichtig, die Dinge hervorzuheben, die sich in unserem Fall als richtige Entscheidungen erwiesen haben, obwohl die herrschende Meinung eine andere ist. Schon vor der Corona-Krise haben wir unser Team sehr distribuiert und remote aufgebaut somit war es für uns keine große Umstellung als der Lockdown kam. Statt uns wie viele andere KI-Startups auf DAX-Unternehmen zu fokussieren und zu versuchen große Deals ans Land zu ziehen, liegt unser Fokus auf KMUs. Dadurch sind wir gezwungen, ein Produkt zu entwickeln das für die Masse funktioniert und komplett eigenständig von unseren Nutzern implementiert werden kann. Zudem haben wir uns bewusst dagegen entschieden uns auf einen bestimmten Anwendungsfall oder eine bestimmte Industrie zu fokussieren weil es die Produktentwicklung zu sehr in eine Richtung gelenkt hätte, die man später nur schwer hätte korrigieren können. Da das Produkt komplett horizontal und Industrie-agnostisch ist, hat die Entwicklung zur Marktreife vergleichsweise viel Zeit und Ressourcen in Anspruch genommen und die initiale Kundengewinnung zur Herausforderung gemacht, unser langfristiges Wachstumspotential ist dadurch jedoch um ein Vielfaches höher als bei unseren vertikal fokussierten Marktbegleitern.

Wo steht Levity in einem Jahr?
Bisher sind wir ein kleines Team von 12 Leuten. Im Zuge der Finanzierung und des Markteintritts wollen wir das Team allerdings stark erweitern. Zudem ist das Ziel uns als die Standardlösung für Automatisierung von Prozessen mit unstrukturierten Daten – Bilder, Dokumente, Text – zu etablieren. Aktuell ist dieser Bereich noch eine grüne Wiese weil die meisten unserer Nutzer mangels Alternativen die Prozesse noch komplett manuell ausführen. Das gibt uns die Möglichkeit eine neue Kategorie von Software zu kreieren und den Markt aktiv mitzugestalten.

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#aktuell, #deeptech, #interview, #levity

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#Interview – Philip Huffmann (Helpling) über Startups in Krisenzeiten #CurrywurstTalk


Im #CurrywurstTalk, einer Live-Video-Interview-Reihe, die in Kooperation mit dem ruhrHUB in Essen stattfindet, spricht Alexander Hüsing, Gründer und Chefredakteur von deutsche-startups.de, diesmal mit Philip Huffmann, Gründer von Helpling, über Herausforderungen, Millionen-Investments und Fehler.

Der #CurrywurstTalk findet jeweils am ersten Dienstag im Monat statt. Start ist jeweils um 12 Uhr mittags. Dauer: 30 Minuten. Vormerken: Am 2. März ist Seriengründerin Anna Alex, Gründerin des ClimateTechs Planetly zu Gast (hier kostenlos anmelden).

Interview #14 – Philip Huffmann (Helpling)

Die Vermittlung von Putzkräften war vor einigen Jahren das Hype-Thema schlechthin. Nach einer extremen Hochphase mit großem Millionen-Investment folgte auch bei Helpling dann eine großes Tiefphase. Inzwischen wirtschaftet das Unternehmen aber profitabel.

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Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhr:HUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#aktuell, #helpling, #interview

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#StartupTicker – +++ Next Kraftwerke – Cluno – Kaleido – HappyPo – Rows – Carvolution – Gorillas – Instamotion – Charles – Jodel – Supercam – Gitpod – Careship


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

EXITS

Next Kraftwerke
+++ Der niederländische Öl- und Engergiekonzern Shell übernimmt das Kölner Unternehmen Next Kraftwerke, nach eigenen Angaben “einer der weltweit größten Betreiber von Virtuellen Kraftwerken”. Investoren wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Neuhaus Partners sowie Dirk Freise und Martin Ostermayer investierten in den vergangenen Jahren mehr als 10 Millionen Euro in das Energie-Unternehmen aus dem Rheinland. Die Bewertung von Next Kraftwerke liegt nach unseren Informationen jenseits von 130 Millionen Euro. Mehr im Deal-Monitor

Cluno
+++ Der britische Online-Autohändler Cazoo, seit Sommer 2020 mit mehr als 1 Milliarde (Unicorn-Status) bewertet, übernimmt das junge Münchner Auto- und Fintech-Startup Cluno. Das Satrtup, das von Nico und Christina Poletti sowie Andreas Schuierer gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren über 44 Millionen Euro ein – unter anderem von Acton Capital (23,8 %), Atlantic Labs (17,1 %) und Valar Ventures (18,4 %), also Paypal-Gründer Peter Thiel. Mehr im Deal-Monitor

Kaleido
+++ Canva übernimmt das österreichische Unternehmen Kaleido. Mit dem Startup aus Wien, zu dem die Dienste remove.bg und Unscreen gehören, kann jeder die Hintergründe von Bildern und Videos mit einem Klick entfernen. Die Unternehmen bezeichnen den Verkauf als “einen der größten Exits in der österreichischen Startup-Geschichte”. Damit müsste sich der Verkaufspreis in Dimensionen von Runtastic (220 Millionen) und MySugr (200 Millionen) bewegen.  Mehr im Deal-Monitor

HappyPo
+++ Der noch junge Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group übernimmt das Berliner Startup HappyPo, das eine Podusche anbietet. Die Razor Group hält bereits alle Anteile an HappyPo, das 2017 von Frank Schmischke und Oliver Elsoud gegründet wurde. In der vierten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Familien-Löwin Dagmar Wöhrl 125.000 Euro in HappyPo und sicherte sich dabei 25 % am Unternehmen. Mehr im Deal-Monitor

Bonstato
+++ Der amerikanische Amazon-Shop-Aufkäufer Thrasio übernimmt das Münchner Unternehmen Bonstato, das mit den Marken bonmedico (orthopädische HilfsprodukteI), bonVIVO (Möbel- und Wohnaccessoires) und bonAMICO (Zubehör für Haustiere) unterwegs ist. Bonstato wurde 2015 von Max Winkler und Frank Petri gegründet. Mehr im Deal-Monitor

INVESTMENTS

Rows
+++ Lakestar, der Visionaries Club und Pitch-Gründer Christian Reber sowie die Altinvestoren Accel und Cherry Ventures investieren 16 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup Rows, bisher als DashDash bekannt. Die Jungfirma, die 2016 von  Humberto Ayres Pereira und Torben Schulz (früher Eatfirst) gegründet wurde, entwickelt ein “moderne Spreadsheet zur Entwicklung von Business-Tools”. Mehr im Deal-Monitor

Carvolution
+++ Ringier Digital Ventures und Francisco Fernandez, Gründer von Avaloq, investieren gemeinsam mit den Altinvestoren Redalpine und Armada Investment 15 Millionen Franken in das Schweizer Startup Carvolution. Das Auto-Abo-Startup aus Bern wurde 2018 von Olivier Kofler, Luis Wittwer, Léa Miggiano, Bernhard Drüner und Adrian Boss gegründet. Redalpine, Armada Investment und Co. investierten bereits 11,25 Millionen Franken in das junge Startup. Mehr im Deal-Monitor

Gorillas
+++ Das Berliner Hype-Startup Gorillas, ein sogenannter Flash-Supermarkt, plant derzeit – wie bereits im Januar berichtet – 100 Millionen Euro einzusammeln. Nun steht die erneute Investmentrunde nach unseren Informationen kurz vor der Unterzeichnung. Als Geldgeber steht vermutlich Greenoaks Capital aus San Francisco bereit. Der New Yorker Hedgefonds Coatue investierte gerade erst 44 Millionen US-Dollar in Gorillas – bei einer Bewertung von 160 Millionen (Pre-Money). Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Instamotion
+++ G+J Digital Ventures, der Investmentableger des Medienhauses Gruner + Jahr, und Act Venture Capital aus Irland investieren nach unseren Informationen gemeinsam mit den Alt-Investoren Earlybird Venture Capital und THI Investments in Instamotion, eine Gebrauchtwagenplattform. InstaMotion wurde 2015 von Darius Ahrabian gegründet. 2016 stieg der  Münchner Versicherungskonzern Allianz bei der Jungfirma ein. Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Charles
+++ Accel und HV Capital investieren nach unseren Informationen 5 Millionen Euro in Charles. Die Bewertung  liegt bei 20 Millionen Euro (Pre-Money). Hinter Charles verbirgt sich eine Conversational-Commerce-as-a-Service-Software für Händler und Konsumgütermarken. Das Unternehmen aus Berlin, das von Artjem Weissbeck (Kapten & Son) und Andreas Tussing (McKinsey) gegründet wurde, ermöglicht es Marken ihre Produkte über WhatsApp und andere Chat-Apps anzubieten. Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Jodel
+++ Der chinesische Internet-Gigant NetEase investiert nach unseren Informationen in die hyperlokale App Jodel. NetEase hält nun 23 % am Unternehmen. In den vergangenen Jahren flossen rund 10 Millionen Euro in das Berliner Unternehmen, das 2014 als eine Art Campus-App startete. Das Startup zeigt seinen Nutzern anonymisiert Beiträge an, die andere Nutzer, die in der Umgebung sind, veröffentlicht haben. Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Supercam
+++ Cherry Ventures investiert nach unseren Informationen eine unbekannte, sicherlich aber siebenstellige Summe, in Supercam, das neueste Startup von Janis Zech (Fyber). Das junge Unternehmen entwickelt eine Software für Videokonferenzen und Videokommunikation. Bei Supercam steht ihm Henrik Basten, früher CTO bei Exactag und Fyber, zur Seite. Details gibt es in unserem aktuellen Insider-Podcast (siehe unten). Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Gitpod
+++ Das Kieler Startup Gitpod steht nach unseren Informationen vor dem Abschluss einer weiteren – millionenschweren – Investmentrunde. Crane Venture Partners, Speedinvest und Vertex Ventures US investieren erst kürzlich 3 Millionen US-Dollar in das Startup. Mit Gitpod können Entwickler ihre Projekte zügig umsetzen. Das Startup bietet seinen Nutzern eine einsatzbereite Entwicklungsumgebung im Browser – und zwar auf Knopfdruck. Mehr im Deal-Monitor #EXKLUSIV

Careship
In den vergangenen Jahren flossen mehr als 10 Millionen Euro in das Pflege-Startup Careship – unter anderem von Creandum, Spark Capital, Atlantic Labs und Ananda Impact Ventures. Noch im Februar des vergangenen Jahres hielten Creandum und Spark stattliche 22 bzw. 22,5 % der Firmenanteile. Inzwischen entfallen jeweils nur noch weniger als 5 % auf die bekannten Geldgeber. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

VENTURE CAPITAL

Futury Regio Growth Fonds
+++ Der Futury Regio Growth Fonds, der Hessen als Innovations- und Entwicklungsstandort fördern soll, geht offiziell an den Start. Im Topf des Geldgebers mit Sitz in Frankfurt am Main sind 60 Millionen Euro. Der Futury Regio Growth Fonds wird zur Hälfte vom Land Hessen finanziert, zudem und kooperiert der Geldgeber mit dem Berliner Investor e.ventures. Der neue Geldgeber investierte bereits in Wingcopter und Apiax. Mehr im Deal-Monitor

MorphAIs
+++ Mit MorphAIs geht in Berlin ein neuer Kapitalgeber an den Start. Ins Leben gerufen wurde der Venture Capitalist von Eva-Valérie Gfrerer, früher unter anderem OptioPay. Szenegrößen wie Max Laemmle (Fraugster), Marc-Alexander Christ (SumUp), Charles Fraenkl (Smartfrog) und  Andreas Winiarski, awesome capital Group, unterstützen MorphAIs bereits. Demnächst möchte das MorphAIs seinen ersten Fonds auflegen. Mehr im Deal-Monitor

2150
+++ Der noch junge Risikokapitalgeber 2150 verkündet das First Closing seines ersten Fonds. “Nachdem bisher mit 130 Millionen Euro knapp zwei Drittel der Zielsumme von 200 Millionen Euro eingeworben wurden, wird der endgültige Zeichnungsschluss bis Mitte 2021 erwartet. Der heute bekanntgegebene erste Abschluss wurde in weniger als einem halben Jahr erreicht”, teilt der Geldgeber mit Sitz in Berlin, London und Kopenhagen mit. Mehr im Deal-Monitor

IPO

Tio Tech A
+++ Unter dem Namen Tio Tech A treiben HelloFresh-Chef Dominik Richter sowie Seriengründer und Business Angel Roman Kirsch den Börsengang ihrer Special Purpose Acquisition Company (Spac) in New York voran.  Bei ihrem Spac-IPO wollen Richter und Co. 300 Millionen US-Dollar einsammeln. Zum Führungsteam der Firmenhülle gehört außerdem Ex-Rocket-Manager Spyro Korsanos. Mehr im Deal-Monitor

STARTUP-RADAR

Es ist mal wieder Zeit für neue Startups! In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: Jentis, ooohne, bee.neo, Sunvigo und Facts for Friends. Mehr im Startup-Radar

Insider #96 – Unser Podcast

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Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#Lesenswert – 8 spannende Startup-Good Reads, die ihr lesen solltet


Mit der Rubrik Lesenswert bietet deutsche-startups.de einen schnellen Überblick über aktuelle Meldungen, Artikel, Reportagen, Interviews und Hintergrundstorys zu Web- und Gründergeschichten, die andere deutsche und englischsprachige Medien oder Blogs verfasst und veröffentlicht haben. Den kompletten Artikel gibt es dann nur auf den jeweils verlinkten Medien.

Finleap
Finleap-Geschäftszahlen: Die Hoffnungsträger und Verlierer im Portfolio
Der ehemalige Company Builder Finleap hat seine Zahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht: Erstmals lässt sich eine aktuelle Unternehmensbewertung ableiten. Zudem zeigt sich, auf welchen Beteiligungen große Hoffnungen liegen – und wer an Wert verloren hat.
FinanceFWD

FemTech
Diese Berliner Gründerinnen starten mit Produkten für Frauen durch

Die Bumble-Gründerin wurde mit der Dating-App zu einer der wenigen Tech-Milliardärinnen. Diese Gründerinnen bauen auch in Deutschland Unternehmen von Frauen für Frauen.
t3n

Abschalten
VR-Boxen und Mutti anrufen – so schalten Gründer abends im Homeoffice ab

Wichtiger als die Morgenroutine seien Rituale am Abend, sagt eine New-Work-Expertin. Gründerszene wollte von bekannten CEOs wissen, wie sie zuhause in den Feierabend starten.
Gründerszene

Klaus Hommels
Erster Mantel-Börsengang in Frankfurt: Das will Investor Hommels erreichen

Der Investor warnt vor dem Ausverkauf der europäischen Start-ups. Der IPO seines deutschen Spacs am Montag soll einen Wendepunkt für die Innovationsfinanzierung markieren.
Handelsblatt

NRW
Berlin, Berlin, wir ziehen nach Berlin

Die Gründerszene in NRW ist inzwischen deutlich ausgeprägter als noch vor einigen Jahren. Dennoch zieht es viele Gründer immer noch nach Berlin. Andere bauen dort zumindest eine Zweigstelle auf. Was hat die Stadt, was NRW nicht hat?
RP Online

B2B Food Group
Nach Entlassungen und Plattform-Aus: Rockets Catering-Gruppe sortiert sich neu

Vor zwei Jahren fasste Rocket Internet seine Catering-Startups zusammen, baute die Gruppe mit Übernahmen aus. Dann wurden fast alle Portale eingestellt.
Gründerszene

Heal Capital 
“Das schnelle Geld ist in der Gesundheitsbranche nicht zu holen”
Heal Capital beteiligt sich an Start-ups, die das Gesundheitswesen digitalisieren. Das Geld kommt überwiegend von privaten Krankenversicherungen. Worauf der Investor achtet, erklärt Geschäftsführer Christian Weiß.
WiWo Gründer

HelloFresh
Wenn Liefery nicht mehr liefert, will HelloFresh selber liefern
HelloFresh will das Aus von Liefery offenbar nutzen, um den eigenen Lieferservice auch nach Deutschland zu bringen.
Exciting Commerce

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#DealMonitor – Shell kauft Next Kraftwerke (Bewertung: >130 Millionen) – Cannaable sammelt Kapital ein #EXKLUSIV – Storskogen kauft Perfecthair


Im aktuellen #DealMonitor für den 26. Februar werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

EXITS

Next Kraftwerke
+++ Der niederländische Öl- und Engergiekonzern Shell übernimmt das Kölner Unternehmen Next Kraftwerke, nach eigenen Angaben “einer der weltweit größten Betreiber von Virtuellen Kraftwerken”. Der digitale Versorger wurde 2009 von Hendrik Sämisch und Jochen Schwill gegründet. Investoren wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Neuhaus Partners sowie Dirk Freise und Martin Ostermayer investierten in den vergangenen Jahren mehr als 10 Millionen Euro in das Energie-Unternehmen aus dem Rheinland. Der HTGF schreibt zum Deal: “Die langfristige Orientierung in Bezug auf seine Investments zahlt sich für den Seedinvestor aus. Er kann mit einem Multiple von über 20X rechnen”. Nach unseren Informationen kann der Seed-Investor bei diesem Exit mehr als 20 Millionen Euro vom Tisch nehmen. Die Bewertung von Next Kraftwerke liegt jenseits von 130 Millionen Euro. Der Umsatz von Next Kraftwerke lag 2019 bei 680 Millionen Euro. Mehr als 180 Mitarbeiter wirken für Next Kraftwerke. Shell hatte zuletzt auch das bayerische Startup sonnen übernommen. Das 2010 gegründete Unternehmen entwickelt Batteriespeicher, mit denen Hausbesitzer den Strom aus ihrer Solaranlage speichern können. Hier kursiert in der Investorenszene weiter ein Verkaufspreis im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Perfecthair.ch
+++ Das schwedische Unternehmen Storskogen übernimmt die Mehrheit an Perfecthair.ch, einen Schweizer Online-Shop für Beauty- und Haarprodukte. PerfectHair.ch wurde im Jahre 2008 vom Friseur Pascal Sagarra, seinem Sohn Diego und Matthias Müller gegründet. “With the backing of Storskogen, PerfectHair .ch will further strengthen its leading position as the number one retailer of professional haircare and beauty products in Switzerland. Furthermore, the support of Storskogen offers additional opportunities, such as extending the product portfolio or expanding the business to Europe and other countries”, heißt es zur Übernahme.

INVESTMENTS

Cannaable 
+++ Stuttgarter Investoren – darunter Geldgeber aus dem Logistik- und Pharma-Umfeld – investieren eine mittlere sechsstellige Summe in Cannaable. Die Landauer Jungfirma positioniert sich als allumfassender Hanf-Marktplatz. Zielgruppe sind dabei insbesondere “Online-Shops, die ihre Reichweite und den Bekanntheitsgrad steigern wollen”. Das Startup, das von Lars Bauer, Florian Bein und Sascha Wiebelt gegründet wurde, will aber auch Herstellern und Produzenten von Hanf-Produkten, die bisher über keinen digitalen Vertriebskanal verfügen, als Kunden gewinnen. Im vierten Pitch-Podcast erklärt das Gründerteam das Konzept von Cannaable. #EXKLUSIV

Sawayo
+++ Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV) und mehrere Business Angels investieren 1,5 Millionen Euro in das Rostocker Startup Sawayo. Die Jungfirma, die 2018 von Benjamin Reif gegründet wurde, kümmert sich mit einer “All-in-One Lösung zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben”. Es geht somit um das wichtige Thema Compliance. Sawayo automatisiert dabei etwa die Zeiterfassung, digitalisiert die Laufwege von Dokumenten und erinnert an Fristen.

VENTURE CAPITAL

MorphAIs
+++ Mit MorphAIs geht in Berlin ein neuer Kapitalgeber an den Start. Ins Leben gerufen wurde der Venture Capitalist, der sich um “AI-driven VC investments” kümmert, von Eva-Valérie Gfrerer, früher unter anderem OptioPay. Und so beschreiben die Hauptstädter sich selbst: “MorphAIs is an AI-based venture capital technology firm that enables investments into the most exceptional founders who have the potential to build world class companies”. Szenegrößen wie Max Laemmle (Fraugster), Marc-Alexander Christ (SumUp), Charles Fraenkl (Smartfrog) und  Andreas Winiarski, awesome capital Group, unterstützen MorphAIs bereits. Demnächst möchte das MorphAIs seinen ersten Fonds auflegen.

PODCAST

Insider
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Gorillas, Charles, Jodel, Supercam, Gitpod, Careship, Capnamic Ventures, AdJust, LeanIX, staffbase und den Spac-Boom.

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#Brandneu – 7 junge und spannende Startups aus dem Ruhrgebiet


Auch im Ruhrgebiet entstehen immer mehr Startups. Trotz Corona-Pandemie und Lockdown-Blues herrscht weiter digitale Aufbruchstimmung an Lippe, Ruhr und Emscher. Kein Wunder: Auch im Ruhrgebiet lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Immer mehr jungen Firmen aus dem Revier gelingt es inzwischen auch größere Investmentsummen einzusammeln. Hier einige spannende – meist sehr – junge Startups aus dem Ruhrgebiet, die jeder kennen sollte.

Gatch
Das Bochumer Startup Gatch kümmert sich um Gamer. “Gatch ist ein auf Gemeinsamkeiten ausgerichtetes soziales Entdeckungsnetzwerk, um neue Partner für Online-Multiplayer-Spiele zu finden”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma, die von Mohamad Ali Mohamad gegründet wurde.

Knowbody
Das Bochumer Startup Knowbody, das von Carolin Strehmel und Vanessa Meyer gegründet wurde, entwickelt eine Sexualkunde-App für den Schulunterricht. Dazu teilen die Gründerinnen mit: “Die App soll Schüler:innen verlässliche Informationen zu Sexualität und allen zugehörigen Themenbereichen bereitstellen”.

limbiq.com
limbiq.com aus Duisburg entwickelt eine KI-gestützte Supply Chain-Lösungen für Industrie, Handel und Logistikdienstleister. Die Plattform des jungen Startups verbindet dabei “sämtliche Akteure und ermöglicht eine erhebliche Reduzierung des Kommunikationsaufwands”.

Neonlab
Neonlab aus Unna im Ruhrgebiet tritt an, um “die digitale Zukunft in die Schulen bringen”. Das Startup unterstützt Schulen dabei, “digitale Unterrichtseinheiten zu erstellen und sich als Lehrkraft zum Austausch mit anderen Lehrkräften zu vernetzen”. Hinter der Plattform steckt der ehemalige YouTuber Julian Weißbach.

Novaheal
Das junge Unternehmen Novaheal möchte sich als Lernplattform für Auszubildende und Berufseinsteiger in der Pflege etablieren. “Mit unseren Apps hat der Nutzer das gesammelte Wissen aus Ausbildung und Berufsalltag jederzeit und überall griffbereit”, teilen die Gründer aus Bochum mit.

Snackhelden
Das Duisburger Startup Snackhelden möchte “Naschereien für Zwischendurch gesünder, ökologischer und vor allem leckerer gestalten”. Dafür setzen die Gründer David Herzmann und Kerstin Drazkiewicz auf sogenannte Snackballs, kleine Bällchen “voller Ballaststoffe und Nährstoffe”.

Uma
Hinter Uma verbirgt sich eine App für die Schwangerschaft. “Mit uma sollen Frauen ihre körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft tracken können und so Analysen und Hilfestellungen erhalten”, teilen die Gründerinnen Mirjam Peters und Elena Kirchner mit. Uma wird an der Hochschule für Gesundheit in Bochum entwickelt.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhrHUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#DealMonitor – Razor Group übernimmt HappyPo – Phenom kauft Talentcube – Carvolution bekommt 15 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 25. Februar werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Carvolution
+++ Ringier Digital Ventures und Francisco Fernandez, Gründer von Avaloq, investieren gemeinsam mit den Altinvestoren Redalpine und Armada Investment 15 Millionen Franken in das Schweizer Startup Carvolution. Das Auto-Abo-Startup aus Bern wurde 2018 von Olivier Kofler, Luis Wittwer, Léa Miggiano, Bernhard Drüner und Adrian Boss gegründet. Redalpine, Armada Investment und Co. investierten bereits 11,25 Millionen Franken in das junge Startup. Die Schweizer Versicherungsgesellschaft Die Mobiliar gewährte Carvolution zudem bereits einen Kredit in Höhe von 50 Millionen Franken.

testxchange
+++ IBB Ventures und weitere Geldgeber wie Hans-Jürgen Meckelburg, Gründer des wireless-Prüfdienstleisters 7layers, investieren eine ungenannte Summe in testxchange. Das Berliner Startup bringt Prüflabore mit Auftraggebern zusammen und “ermöglicht beiden Seiten, ihre Projekte effizient digital zu organisieren”. testxchange wurde 2017 von Malte Zur gegründet. Das frische Kapital soll zur “weiteren Verbesserung der Software, der Vergrößerung des Teams und zur weiteren Expansion in Europa und China eingesetzt werden”.

Visplore
+++ btov Partners investiert 1 Million Euro in das Wiener Startup Visplore. Die Jungfirma, die 2020 als Spin-Off des Wiener Forschungszentrums VRVis gegründet wurde, bietet visuelle Analyse-Lösungen an, “die Citizen-Data-Scientists im Industrie- und Energiesektor neue Erkenntnisse aus großen Datenmengen aus Maschinen, Sensoren und Simulationen intuitiv ermöglichen” sollen. Geführt wird das Startup von Harald Piringer und Thomas Mühlbacher.

Sorare
+++ Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Oliver Bierhoff investiert gemeinsam mit anderen Promi-Investoren wie Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann in die Fantasy-Fußball-Plattform Sorare. Fußball-Weltmeister André Schürrle und Christian Miele, Partner des Risikokapitalgebers e.ventures, gehörten zuvor schon zu den Investoren der Jungfirma. Das Unternehmen aus Paris bietet auf Blockchain-Basis ein digitales Pendant zu den Fußballsammelkarten von Panini, Topps und Co. – samt Fantasy Football Manager. Zu den Geldgeber von Sorare zählen darüber hinaus Top-Geldgeber wie Benchmark Capital, Accel Partners und e.ventures. In der aktuellen Investmentrunde fließen 40 Millionen Euro in Sorare.

EXITS

HappyPo
+++ Der noch junge Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group übernimmt das Berliner Startup HappyPo, das eine Podusche anbietet. Die Razor Group hält bereits alle Anteile an HappyPo, das 2017 von Frank Schmischke und Oliver Elsoud gegründet wurde. In der vierten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Familien-Löwin Dagmar Wöhrl 125.000 Euro in HappyPo und sicherte sich dabei 25 % am Unternehmen. Wie Bild berichtet, lag der Kaufpreis von HappyPo “im siebenstelligen Bereich”. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter. Zu den Investoren der Jungfirma gehören Global Founders Capital (GFC), 468 Capital, Redalpine und Presight Capital.

Talentcube
+++ Das amerikanische Unternehmen Phenom, das auf Talent Experience Management (TXM) setzt, übernimmt Talentcube aus München. Bei Talentcube steht die Vorstellung des Bewerbers über Kurzvideos im Mittelpunkt, die komplett über die App des Startups erstellt und abgeschickt werden können. 2015 hievten Sebastian Hust, Sebastian Niewöhner und Hendrik Seiler das HR-Startup ins Netz. In der vierten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 400.000 Euro in die Jungfirma und sicherte sich 33,3 % am Unternehmen.

Unicoach
+++ Das Berliner Bewerbungs-Startup JobUFO übernimmt das Nürnberger Startup Unicoach, einem Tool für studentische Stundenpläne – siehe Gründerszene. Das junge Unternehmen beschriebt sich selbst als “Stundenplan-Creator und Wissensportal für Studierende” bzw. eine Art “Quora for Students”. Unicoach wurde 2014 von Benjamin Bauer, Andreas Wünsche und Jan Hohner gegründet.

Venture Capital

Futury Regio Growth Fonds
+++ Der Futury Regio Growth Fonds, der Hessen als Innovations- und Entwicklungsstandort fördern soll, geht offiziell an den Start. Im Topf des Geldgebers mit Sitz in Frankfurt am Main sind 60 Millionen Euro. Der Futury Regio Growth Fonds wird zur Hälfte vom Land Hessen finanziert, zudem und kooperiert der Geldgeber mit dem Berliner Investor e.ventures. Der Futury Regio Growth Fonds investiert zwischen 2 und 8 Millionen Euro in “technologieorientierte Unternehmen in späteren Phasen” und in Segmente wie Künstliche Intelligenz, FinTech, Internet, Software, Mobilität und Logistik. Der neue Geldgeber investierte bereits in Wingcopter und Apiax.

Beekeeper Accelerator
+++ Das Schweizer Grownup Beekeeper, ein Unternehmen, dass die Mitarbeiter-Kommunikation digitalisiert, legt ein Accelerator-Programm auf. Im Rahmen des Programmes sollen “Early-Stage Start-ups gefödert werden, die innovative Tools für gewerbliche Unternehmen entwickeln”. Das Unternehmen teilt dazu mit: “Gesucht werden Applikationen und Integrationen, die Frontline-Worker, also gewerbliche Mitarbeiter, in den folgenden Bereichen unterstützen: Upskilling & Training, Employee Lifecycle Management, Augmented Intelligence, Organizational Health und Automation & Workflows. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März”.

PODCAST

Insider
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Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Gastbeitrag – Muss jeder ein Held sein?


Tristan Niewöhner, Gründer des HR- Startups persomatch, veröffentlichte Ende 2020 sein erstes Buch: “Founders Heroes – Gründen ist deine Heldenreise“. Der Vergleich der mythischen Heldenreise mit der Gründung eines Unternehmens bietet dem Leser einen Perspektivwechsel – denn es geht um mehr als das bloße Geschäft. Es geht immer auch um Selbstverwirklichung durch die Reise zu sich selbst. Die Botschaft lautet: Traut euch zu gründen! Hier ein Auszug aus dem heldenhaften Buch.

Muss jeder ein Held sein?

Wir sehen, dass es viele Parallelen zwischen den mythischen Heldensagen und den realen Geschichten der modernen Gründer gibt. Was bedeutet das?

Zunächst einmal erklärt es die Faszination, die Gründer auf uns ausüben. So wie in vielen Hollywood-Filmen erkennen wir darin ein uns vertrautes und attraktives Muster. Wir interessieren uns dafür und können uns damit identifizieren.

In den Phasen der Unternehmensgründung findet sich die Heldenreise wieder, die für uns ein tiefverwurzeltes psychologisches Muster darstellt. Die Existenz all dieser Mythen und Sagen, die sich durch die Jahrtausende hindurchzieht, unterstreicht die Relevanz und vor allem auch die Universalität dieser Idee. Egal, wo und zu welcher Zeit ein Mensch gelebt hat und lebt, treibt ihn die Heldenreise an.

In den Mythen und auch in religiösen Texten ist die Heldenreise metaphorisch verpackt. Letztendlich kommt darin der Weg des menschlichen Lebens zum Ausdruck. Man wächst in seiner bekannten und vertrauten Umgebung auf, muss sich davon in irgendeiner Art und Weise lösen, um den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Man stellt sich Herausforderungen, wächst daran, überwindet dabei auch eigene Zweifel und Ängste und wächst schließlich über sich hinaus. Dadurch ist man in der Lage, etwas zu erreichen, das einen selbst und die Gemeinschaft weiterbringt.

Die Helden und Gründer gehen auf eine besondere Reise und vollbringen zum Teil Außergewöhnliches. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob JEDER ein Held sein kann und ob dies überhaupt erstrebenswert ist? Gibt es überhaupt genügend Pfade, die beschritten werden können, genügend Ungeheuer, die besiegt werden müssen? Die Antwort lautet: Ja!

Denn die Heldenreise steht auch metaphorisch für die Reise zu sich selbst. Man hat zunächst Angst, sich auf den Weg zu machen und sich den unbekannten Herausforderungen zu stellen, um dann letztendlich doch zu erkennen, dass man dieser Aufgabe gewachsen ist und eigentlich alle dazu nötigen Fähigkeiten die ganze Zeit in sich getragen hat.

Das Wichtige ist, dass Helden nicht von vornherein etwas Besonderes sind, sondern durch die Heldenreise erst dazu werden. Jeder hat das Potential, ein Held zu sein, und auf jeden wartet eine ganz persönliche und individuelle Heldenreise.

Da es heutzutage keine Drachen, magischen Wälder oder Heiligen Grale mehr gibt, muss man sich andere Gebiete für die Heldenreise suchen.

Die Heldenreise ist ein Grundmuster des menschlichen Lebens und betrifft alle Menschen gleichermaßen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Fähigkeiten oder sonstigen Eigenschaften. Jeder Mensch steht vor der Aufgabe, seinen Ruf zu vernehmen und seiner Heldenreise zu folgen. Was diese Heldenreise konkret bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein und ist für jeden höchst individuell, aber auf jeden wartet eine solche Heldenreise. Zum einen ist dies erstrebenswert, da man dadurch seine Erfüllung findet und sich weiterentwickelt. Es ist hoch motivierend festzustellen, dass man durch einen Sprung ins Ungewisse Fähigkeiten an sich entdeckt und weiterentwickelt, die man vorher noch gar nicht gekannt hat, wodurch man letztendlich Erfüllung und Glück findet.

Founders Heroes

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem lesenswerten Buch: “Founders Heroes: Gründen ist deine Heldenreise” von Tristan Niewöhner. Der persomatch-Gründer nimmt seine Leser in seinem Werk mit auf eine motivierende Heldenreise, die Mut macht: “Um Startup-Gründer ist in letzter Zeit ein regelrechter Hype entbrannt. Plötzlich will jeder ein Unternehmen gründen. Startups sollen unsere Wirtschaft digitalisieren und cool sind sie obendrein auch noch. Dabei ist der Wunsch zu gründen viel tiefer verwurzelt. Die Heldenreise ist ein immer wiederkehrendes Muster”.

Tristan Niewöhner: “Founders Heroes: Gründen ist deine Heldenreise”, Innoverve, 120 Seiten, 10,99 Euro.
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#aktuell, #lesestoff, #persomatch

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#Podcast – #EXKLUSIV Spark Capital und Creandum geben Careship-Anteile zurück


In den vergangenen Jahren flossen mehr als 10 Millionen Euro in das Pflege-Startup Careship – unter anderem von Creandum, Spark Capital, Atlantic Labs und Ananda Impact Ventures. Noch im Februar des vergangenen Jahres hielten Creandum und Spark stattliche 22 bzw. 22,5 % der Firmenanteile. Inzwischen entfallen jeweils nur noch weniger als 5 % auf die bekannten Geldgeber. Die Anteile, die die Geldgeber zuvor gehalten haben, entfallen nun auf die Care Companion GmbH, also auf das Startup selbst. Was auf einen geordneten Rückzug hindeutet.

Gleichzeitig sicherte sich Ananda Impact Ventures in den vergangenen Monaten weitere Anteile am Unternehmen. Ananda Impact Ventures hält nun 23 % der Careship-Anteile, auf Atlantic Labs entfallen 13,5 %. Das Berliner Unternehmen Careship, das sich als Betreuungs- und Begleitdienst für Senioren positioniert, wurde 2015 von den Geschwistern Antonia und Nikolaus Albert gegründet. Seit 2019 wird das Unternehmen allerdings von Brian Plackis Cheng, Gründer von cielo24 geführt.

Das Pflege-Segment war im vergangenen Jahr corona-bedingt sicherlich schwierig. Careship scheint sich aber schon zuvor anders als erwartet entwickelt zu haben. Der Jahresfehlbetrag lag 2019 bei 3,8 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau des Startups bis Ende 2019 bereits rund 11,1 Millionen. Die Zahl der Mitarbeiter ging 2019 zudem von 65 auf 65 runter. Zuvor war Carsehip stark gewachsen von 32 auf die genannten 65 Mitarbeiter im Jahre 2018.  Details zu Careship gibt es in unserem aktuellen Insider-Podcast.

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#aktuell, #berlin, #careship, #creandum, #pflege, #spark-capital, #venture-capital

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#Gastbeitrag – 10 Schritte, um ein Startup mit 44.000 Dollar Gratis-Guthaben aufzubauen


Es war noch nie so einfach, ein Unternehmen zu gründen wie jetzt. Erstelle eine kostenlose Präsentation mit Google Slides, richte einen kleinen Server auf AWS ein oder designe eine coole Infografik kostenlos mit Canva. Bei den vielen Ressourcen und Tools, kann es überwältigend sein, die besten für die Gründung deines eigenen Startups zu finden. In diesem Blogpost lernst du, wie ich TripliQ, ein LegalTech-Startup zur Automatisierung von Dokumenten, in weniger als einem Monat in 10 Schritten mit kostenlosen Guthaben und den besten Tools aufgebaut habe.

Schritt 1: Ideenfindung mit dem Business Model Canvas

Während meines CEMS Master in International Management habe ich es gehasst, Businesspläne zu schreiben. Mache nicht den gleichen Fehler und spar dir wertvolle Zeit, da sich deine Idee wahrscheinlich noch mehrmals ändern wird. Verwende stattdessen das Business Model Canvas Framework, um schnell über die wichtigsten Aspekte deines Unternehmens nachzudenken und zu analysieren.

Schritt 2: Wissen, Firmen-Updates und Deals von der YC-Startup-School

Melden dich kostenlos bei der YC Startup School an, um von einem der bekanntesten Start Up-Acceleratoren zu lernen, wie man ein Unternehmen effektiv gründet. Wenn du völlig neu in der Startup-Welt bist, schau dir die besten Videos aus dem Curriculum an (auch als Podcasts verfügbar), um dein Wissen schnell zu erweitern. Die Videos sind super praxisnah, auf den Punkt gebracht und geben die besten Ratschläge in kürzester Zeit.

Logge dich ebenfalls jede Woche ein, um ein Firmenupdate zu schreiben. Die Art und Weise, wie diese Unternehmens-Updates strukturiert sind, ist sehr smart. Jede Frage dient einem bestimmten Zweck: Hast du gelaunched? Arbeite nicht an dem perfekten Produkt, das niemand haben will. Diese Frage zielt darauf ab, so schnell wie möglich dein Produkt zu launchen, um Feedback von Kunden zu bekommen. Wie viele Nutzer hast du interviewt und was hast du gelernt?

Nicht mit deinen Nutzern zu sprechen ist der zweitgrößte Fehler. Diese Frage zwingt dich, mit mindestens einer Person pro Woche zu sprechen, um wertvolles Feedback zu erhalten. Wenn du dich noch zu schüchtern fühlst, melde dich für eine Group Session an, in der du deinen Pitch mit anderen Gründern teilen und perfektionieren kannst. Eines der besten Bücher zu diesem Thema ist der Mom-Test.

Was sind die wichtigsten Ziele und größten Hindernisse?

Bei der Gründung eines Startups, ist deine Zeit super begrenzt und du kannst leicht den Fokus verlieren. Diese Fragen helfen dir deine wichtigsten Ziele zu priorisieren.

Sobald du acht wöchentliche Unternehmens-Updates in Folge veröffentlicht hast, hast du die YC Start Up School Deals freigeschaltet, die wir in den folgenden Schritten nutzen werden. 

Hier eine kurze Übersicht meiner persönlichen Top-4-Deals:

  • $5k in AWS-Guthaben
  • $3k in Google Cloud Platform und Firebase-Guthaben
  • Erlass der Stripe-Gebühren für deine ersten $5.000 an verarbeiteten Zahlungen
  • $30k an Segment-Guthaben + Segment Dealbook

Schritt 3: Kaufe eine Domain für dein Unternehmen

Der nächste Schritt scheint sehr trivial zu sein, kann aber häufig falsch gemacht werden. Wenn du immer noch nach einem coolen Firmenlogo oder -namen suchst, probier den KI-basierten Firmennamen-Generator Namelix aus. Wenn KI-Anwendungen spannend findest, schau dir auch meinen englischen Blog Post über “5 Awesome Interactive AI Apps” an.

Bevor du nun deine Domain mit den richtigen Firmennamen kaufst, solltest du überprüfen ob dein Firmenname noch auf sozialen Profile verfügbar ist. Der einfachste Weg, diesen anfänglichen Fehler nicht zu machen, ist die Verwendung von namevine, wo du schnell und einfach die Verfügbarkeit von Domains und sozialen Profilen gleichzeitig überprüfen kannst.

Schritt 4: Beginne mit einer kostenlosen Domain, um Google Workspaces zu erhalten

Dies ist einer der schwierigsten Schritte, bei dem ich nirgends eine funktionierende Lösung finden konnte. In den meisten Fällen, wenn du dir eine Domain kaufst, erhältst du kein kostenloses Domain-E-Mail-Konto dazu. Meistens versuchen dir Anbieter teure Jahresabonnements aufzuschwatzen. Erstellen stattdessen eine kostenlose E-Mail-Aliase für deine Domainnamen mit Improvmx.

Trage deine neue Domain-E-Mail-Adresse nun in dein YC Startup School-Profil ein, um dich endlich für den Google Cloud Startup Deal mit deiner “offiziellen Firmenadresse” zu bewerben. Denk daran, dass du dafür mindestens 8 aufeinanderfolgende Firmen-Updates veröffentlicht haben musst. Notiere dir ebenfalls in der Google-Formular “Bewerbung” die E-Mail-Adresse und die Anweisungen, wie du dich auch für anderes Guthaben, wie zum Beispiel für Google Workspaces bewerben kannst. Sofort, nachdem du in das Startup-Programm aufgenommen wurdest, schicke eine nette E-Mail an diese E-Mail Adresse mit der Bitte um weitere Credits für den Google Workspaces Starter Plan (12 Monate kostenlos). Ein paar Tage später solltest du einen weiteren Gutscheincode erhalten und hast nun bis zu 9 kostenlose Google Workspace Lizenzen für dein Team.

Dies ist ein erster großer Meilenstein, da du nun diese offizielle E-Mail-Adresse nutzen kannst, um dich für die anderen Deals anzumelden. Persönlich finde ich, dass Google Workspaces ein sehr cooles und innovatives Produkt ist. Mit Google Hangouts bist du in Zeiten von COVID-19 sehr gut für Meeting ausgestattet. Außerdem war die Zusammenarbeit und das Speichern von Dateien mit GDrive, GDocs und GSlides noch nie so einfach. Mit Workspaces verlierst du keine wertvolle Zeit mit Power Point-Versions-Bingo.

Schritt 5: Wissens- & Projekt-Management in Notion

Notion ist eines meiner Lieblings Tools, das ich recht spät letztes Jahr entdeckt habe. Obwohl ich es zwar erst in Schritt 5 erwähne, kann es sinnvoll sein, Notion schon früher einzurichten. Notion ist das ultimative Produktivitätswerkzeug, das Jira, Confluence, Word/GSheets, GSlides/Powerpoint und sogar in gewissem Maße CRMs und Datenbanken in einem Tool kombiniert.

Die Lernkurve kann zwar etwas entmutigend sein, aber du kannst großartige relational Datenbanken und Wissensseiten aufbauen, um dein Wissen in einer perfekten Struktur zu organisieren und dokumentieren. 

Schritt 6: Landing Page

Das Erstellen einer anständigen Landingpage war ein weiterer großer Rechercheaufwand, bei dem ich viel Zeit damit verbracht habe, Websites, YouTube-Videos und Product Hunt zu durchforsten, um die beste Lösung zu finden. Instapages, Unbounce usw. können eine großartige Optionen sein, ich mag persönlich jedoch nicht die Anbieterbindung und die vielen Upselling-Strategien. In ähnlicher Weise kann man mit etwas mehr Aufwand auch WordPress recht günstig auf Amazon Lightsail einrichten. Wenn man dann jedoch ein ordentlich aussehendes “Theme” haben möchte, trifft man wieder auf die gleichen nervigen, teuren Upselling Strategien.

Nach einiger Recherche habe ich auf Product Hunt Shuffle.dev, einen Visual Website Builder as a Service gefunden. Mir ist klar, dass jeder Gründer andere Ziele und Voraussetzungen hat, aber gerne erkläre ich meine Hauptgründe für die Entscheidung:

  • Mit einem monatlichen Preis von 15 Dollar war es eine sehr erschwingliche Lösung ohne dauerhafte Anbieterbindung.
  • Noch besser ist, dass man innerhalb eines Monats nach dem Kauf auf eine lebenslange Lizenz upgraden kann
  • Selbst ohne Design-Kenntnisse kann man mit den Komponenten schnell eine anständig aussehende Website erstellen, die man dann mit seinem Backend (Node.JS, Flask, Django, etc.) verbinden kann
  • Du hast immer noch eine Menge Flexibilität und kannst gut aussehende Websites mit gängigen Frameworks wie Bootstrap, Bulma oder Tailwind erstellen.

Schritt 7: Kreative Tools um deine Website zum Strahlen zu bringen

Mit einem Framework kommt man nur so weit. Deshalb stelle ich kurz meine vier lieblings Kreativ Tools vor:

UnDraw.co

Auf UnDraw findest du für jede Idee bekannte Open-Source-Illustrationen. Mit einem Suchfeld kannst du schnell das richtige Bild finden und mit einem Farbpicker die Illustration an deine Brandfarben anpassen.

Canva

Canva ist eine Art einfaches Photoshop, um schnell Designs zu erstellen. Ich benutze Canva meistens, um Fotos schnell anzupassen, schöne Titelbilder für Beiträge wie diesen zu erstellen oder mich inspirieren zu lassen. Ein weiter Tipp: Wenn du Student bist, kannst du dich für das Github Student Developer Pack registrieren, um ein kostenloses 12-monatiges Abonnement der Pro-Stufe von Canva zu bekommen.

Dimmy.Club

Mit diesem Tool kannst du aus einfachen Screenshots kostenlose und hochwertige Geräte-Mockups erstellen, um Produkte auf deiner Website zu präsentieren.

ProfilePicMaker

Nichts rundet deine Website mehr ab, als ein stimmiges und professionelles Teambild. Nutze diesen kostenlosen Service, um tolle Profilbilder mit deinen eigenen Brandfarben zu erstellen.

Schritt 8: Server auf AWS aufsetzen

Mit einem AWS-Guthaben von 5.000 US-Dollar kannst du ganz einfach verschiedene Cloud Services bei AWS bereitstellen. Für TripliQ habe ich unsere Landing Page in dem Python-Django-Framework geschrieben, und die bekannte Cookiecutter-Django-Vorlage verwendet um einiges an Zeit zu sparen. Das Template mit den vielen verschiedenen Optionen kann am Anfang ziemlich überwältigend sein. Am Ende kann man jedoch eine sehr ausgeklügelte Projektstruktur nutzen, die einigermaßen zukunftssicher ist und leicht deployt werden kann, wenn man die Docker-Option wählt. In ähnlicher Weise verwenden wir für unsere Hauptanwendung zur Dokumente Automatisierung docassemble, das ebenfalls in einem leicht zu implementierenden Docker-Container deployed werden kann.

Zu guter Letzt, obwohl ich anfangs sehr verwirrt war über all die Mechanismen des Netzwerkverkehrs, verwende ich Route53, um meine Domain mit Mail-Diensten, Servern und anderen Diensten zu verbinden.

Schritt 9: Aufbau des Data Stacks auf GCP

Derzeit baue ich unseren Data Stack auf GCP auf. Obwohl ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher bin, ob es eine gute Entscheidung war, Server auf AWS und alle daten bezogenen Dinge auf GCP laufen zu lassen, hatte ich Credits für beide Cloud Anbieter und wollte mich auch mit beiden Cloud-Plattformen besser vertraut machen.

Der Vortrag Modern data stacks von der Project A Knowledge Conference war sehr hilfreich und hat einige dieser Entscheidungen beeinflusst. Außerdem glaube ich, dass BigQuery als Data Warehouse sehr viel Zuspruch bekommen hat und die Nutzung und Einrichtung von Redshift und anderen Tools auf AWS während meines Udacity-Data-Engineering-Nanodegree furchtbar und verwirrend war. 

Da wir auch Google Analytics für das Event-Tracking und Google Workspaces als Office-Suiten nutzen, gibt es zwei weitere gute Gründe, GCP für den einfachen Datenfluss an Bord zu holen.

Schritt 10: Daten als Herzstück unserer Unternehmens-DNA

Zum Schluss möchte ich noch ein wenig tiefer in den Daten-Stack einsteigen und meine Pläne für den weiteren Ausbau des Daten-Stacks in den kommenden Wochen vorstellen. Ich habe mir vor allem deshalb so viele Gedanken zu diesem Thema gemacht, weil die Rechtsbranche fast keine Daten nutzt und diese einer unser großen Vorteile werden soll.

Während meiner Interviews mit Experten aus der Rechtsbranche hat fast keiner Daten zu seinem Vorteil genutzt. Ich spreche nicht von KI, sondern tatsächlich von einfachen Dashboards, um die Strategie voranzutreiben oder fundierte Entscheidungen zu treffen. Bei meiner Arbeit als Business Intelligence Analyst bei N26 habe ich aus erster Hand erfahren, wie Daten dabei helfen, jeden Tag mit mehr Sicherheit die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Dem Lean-Startup-Zyklus folgend, baut man ein Produkt weiter auf, misst und lernt aus Daten, um das Produkt weiter zu iterieren. Auch hier werden Daten zu einem Schlüsselstück, um zu verstehen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich ist das Scraping von Daten oder die Automatisierung einiger Ihrer Marketingaktivitäten etwas, was nur wenige unserer Mitbewerber zu diesem Zeitpunkt tun oder darüber nachdenken.

Meistens schieben Startups diesen wichtigen Schritt auf und messen ihre kontinuierlichen Experimente nicht richtig. Häufig bereut man dann später die fehlenden Anfangsdaten um zu verstehen, ob man der Lösung eines tatsächlichen Problems näher kommt.

Da dieser Blog-Beitrag schon recht lang ist und ich die letzten Details noch nicht umgesetzt habe, teile ich noch gerne meine nächsten Pläne. Wir werden

  • Prefect verwenden, um alle ETL-Pipelines und Automatisierung Skripte zu orchestrieren und zu verwalten, 
  • DBT, um Datenmodelle zu erstellen und zu pflegen, 
  • und Metabase als kostenloses Business Intelligence-Tool, um Erkenntnisse zu gewinnen. 

Ich hoffe, dass dir diese 10 Schritte helfen, schnell ein Startup mit den besten Open Source Tools und ohne Finanzierung aufzubauen. Auch wenn ich weiß, dass dieser Leitfaden recht subjektiv ist und nicht für jedes Start Up anwendbar ist, hoffe ich, dass einige Teile davon dennoch nützlich sind. Ein weiterer Bereich, den ich noch nicht vollständig erforscht habe, dennoch für sehr vielversprechend halte, sind No-Code-Tools, wie z.B. Zapier. Wenn du noch andere tolle Ressourcen hast, die ich diesem Blog Post hinzufügen sollte, melde dich gerne bei mir.

Über den Autor
+++ Felix Vemmer ist Gründer des LegalTech-Startups TripliQ zur Automatisierung von Dokumenten.

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#aktuell, #gastbeitrag, #legaltech, #tripliq

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#DealMonitor – #EXKLUSIV better ventures investiert in Liefergrün – pregfit sammelt erstmals Geld ein – G+J Digital Ventures investiert in Instamotion


Im aktuellen #DealMonitor für den 24. Februar werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENT

Liefergrün 
+++ better ventures, also Christoph Behn, Tina Dreimann, Cedric Duvinage, Sven Rittau (K5, zooplus), Philipp Petrescu (MVP Factory) und Julius Göllner (F&P Stock Solution) investieren nach Informationen, die uns vorab vorliegen, eine mittlere sechsstellige Summe in Liefergrün. Das junge Unternehmen aus Münster, das 2020 von Niklas Tauch, Max Schleper und Robin Wingenbach gegründet wurde, möchte “dem lokalen Einzelhandel ein nachhaltiges Lieferkonzept” anbieten. Das Startup liefert dabei “ausschließlich umweltfreundlich mit Lastenrädern oder E-Autos”. Ganz egal ob nun per Express- oder Zeitfensterlieferung. Derzeit ist Liefergrün in Berlin, Hamburg und Münster aktiv. Das frische Kapital soll “vor allem für die Expansion in weitere Sta?dte genutzt werden”. Das Startup beschäftigt aktuell 10 Mitarbeiter:innen. #EXKLUSIV

pregfit
+++ Michael Asshauer (Mitgründer von Familonet) und die Münsteraner Beteiligungsgesellschaft Schweizer Invest investieren nach Informationen, die uns vorab vorliegen, eine sechsstellige Summe in pregfit, ein Online-Fitnessstudio für Schwangere. Das Hamburger Startup wurde 2018 von Peter “Piet” König gegründet. Die Idee zu pregfit entstand, als Königs Frau Lena schwanger wurde. Der Bewegungs- und Sportwissenschaftler sowie Personal-Fitnesstrainer entwarf damals ein Fitness-Programm, das komplett den Bedürfnissen seiner schwangeren Frau entsprach. Nach diversen Tests und Studien entstand daraus letztendlich pregfit. “Mit den neuen Partnern an der Seite will pregfit der Marktführer im Bereich Online-Fitness für Schwangere werden, die Produktpalette erweitern und expandieren”, teilt das Startup mit. #EXKLUSIV

Instamotion
+++ G+J Digital Ventures, der Investmentableger des Medienhauses Gruner + Jahr, und Act Venture Capital aus Irland investieren nach unseren Informationen gemeinsam mit den Alt-Investoren Earlybird Venture Capital und THI Investments in Instamotion, eine Gebrauchtwagenplattform. InstaMotion wurde 2015 von Darius Ahrabian gegründet. “Wir wollen den B2C-Autohandel revolutionieren und auf eine rein elektronische Plattform bringen: wie bei Amazon wird der Autokauf per Mausklick möglich sein”, heißt es auf der Website. 2016 stieg der  Münchner Versicherungskonzern Allianz bei der Jungfirma ein. Bis Ende 2018 flossen bereits mehr als 12 Millionen Euro in InstaMotion. Die Allianz hält weiter rund 12,1 % an Instamotion. Auf G+J Digital Ventures entfallen nun 12,6 %,  Act Venture Capital hält 2,6 % #EXKLUSIV

Etvas
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), main incubator, der Frühphaseninvestor der Commerzbank-Gruppe, die Sparkasse Bremen und Plug and Play investieren eine siebenstellige Summe in das Hamburger Fintech Etvas. Die Jungfirma, die 2019 von Sören Timm und Ilie Ghiciuc gegründet wurde, positioniert sich als “B2B2C-Marktplatz für Zusatz-Services verschiedener Anbieter, die Produkte und Dienstleistungen von Banken und Versicherungen aufwerten”.

mymoria
+++ Der Unternehmer David Zimmer (inexio) investiert in mymoria, ein digitales Bestattungshaus. “Mit dem Investment von David Zimmer und seinem Familiy-Office Kalodion wollen die Gründer weiter in das Wachstum ihres Unternehmens investieren”, heißt es in der Presseaussendung. mymoria wurde 2015 von Felix Maßheimer und Björn Wolff gegründet. Bis Ende 2018 flossen bereits 4,5 Millionen Euro in die Jungfirma. Zu den Investoren von mymoria gehören unter andrem IBB Ventures, DvH Ventures und  btov Partners.

EXITS

Bonstato
+++ Der amerikanische Amazon-Shop-Aufkäufer Thrasio übernimmt das Münchner Unternehmen Bonstato, das mit den Marken bonmedico (orthopädische HilfsprodukteI), bonVIVO (Möbel- und Wohnaccessoires) und bonAMICO (Zubehör für Haustiere) unterwegs ist. Bonstato wurde 2015 von Max Winkler und Frank Petri gegründet. “Bonstato co-owner Max Winkler, who recently became a father and wanted to slow down the pace of his professional life, says that he and co-owner Frank Petri were thrilled to find Thrasio and secure a lucrative exit”, teilt Thrasio zur Übernahme mit. Thrasio hatte zuletzt seinen deutschen Klon Thirstii übernommen und das Team des Startups zu seiner deutschen Mannschaft gemacht. Um die deutschen Klone ein wenig zu verschrecken verkündete der Shop-Aufkäufer “für die Übernahme deutscher Amazon-Händler” zuletzt ein “Investitionsvolumen von 200 Million Euro”. Nun erhöht Thrasio diese Summe auf 500 Million Euro. Zu den wichtigsten jungen Shop-Aufkäufern in Deutschland gehören Branded, The Stryze Group, Seller X und die Razor Group.

Modifi
+++ Das Berliner FinTech Modifi, das 2018 von Nelson Holzner, Sven Brauer und Jan Wehrs gegründet wurde, übernimmt das Export-Finanzierungsgeschäft von PrimaDollar. “Die Transaktion bezieht sich ausschließlich auf zukünftiges Geschäft. PrimaDollar behält seinen derzeitigen Bestand an Handelsfinanzierungen”, teilen die Unternehmen mit. Modifi finanziert weltweit den  Handel zwischen Unternehmen. Das FinTech PrimaDollar aus Großbritannien kümmert sich künftig auf seine “branchenführende Plattform für Supply Chain Trade Finance”.

VENTURE CAPITAL

2150
+++ Der noch junge Risikokapitalgeber 2150 verkündet das First Closing seines ersten Fonds. “Nachdem bisher mit 130 Millionen Euro knapp zwei Drittel der Zielsumme von 200 Millionen Euro eingeworben wurden, wird der endgültige Zeichnungsschluss bis Mitte 2021 erwartet. Der heute bekanntgegebene erste Abschluss wurde in weniger als einem halben Jahr erreicht”, teilt der Geldgeber mit Sitz in Berlin, London und Kopenhagen mit. 2150 investiert in Unternehmen, “die den urbanen Raum neu denken”. Der Fokus liegt dabei “auf der nachhaltigen Umgestaltung und Erneuerung der bebauten Umwelt: Vom Ansatz, wie unsere Städte entworfen, gebaut und mit Energie beliefert werden, bis hin zur Art und Weise, wie Menschen leben, arbeiten und versorgt werden”.

PODCAST

Insider
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Gorillas, Charles, Jodel, Supercam, Gitpod, Careship, Capnamic Ventures, AdJust, LeanIX, staffbase und den Spac-Boom.

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Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#2150, #act-venture-capital, #aktuell, #better-ventures, #bonamico, #bonmedico, #bonstato, #bonvivo, #earlybird-venture-capital, #etvas, #fintech, #gj-digital-ventures, #hamburg, #high-tech-grunderfonds, #instamotion, #liefergrun, #main-incubator, #modifi, #munchen, #munster, #mymoria, #plug-and-play, #pregfit, #primadollar, #venture-capital

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#Interview – Nike kopiert Schuh-Startup! – “Eine bessere Bestätigung können wir uns kaum vorstellen”


Das junge Unternehmen bendys setzt auf Schuhe, die jeder anziehen kann ohne sich bücken zu müssen. “Wir arbeiten seit inzwischen fast 20 Jahren an den bendys – angefangen bei meiner Diplomarbeit. Das Unternehmen dazu haben wir aber erst Mitte letzten Jahres gegründet. Das fängt gerade an, sich mit Leben zu füllen – coronabedingt leider langsamer als erhofft”, erzählt Max Neumeyer, der das Unternehmen gemeinsam mit Heinz Gerd Brammen führt.

Der Schuhgigant Nike stellte kürzlich einen Schuh vor, der wie der verschollene Zwilling von bendys aussieht. “Natürlich waren wir erstmal baff, als das Produkt vorgestellt wurde. Da schwang schon etwas Sorge mit, aber auch viel Neugier. Denn uns wurde schnell klar, dass uns durch Nike ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden. Eine bessere Bestätigung unseres Geschäftsmodells können wir uns kaum vorstellen”, sagt Neumeyer.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der bendys-Macher außerdem über Experimente, Lieferprobleme und Schuhfertigung.

Wie würdest Du Deiner Großmutter bendys erklären?
Das ist einfach: “Oma, Dein Enkel verkauft jetzt Schuhe und Du musst Dich nie wieder bücken, wenn Du Schuhe anziehen willst!”

Hat sich Euer Konzept, Euer Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Ja – und zwar sehr deutlich: Statt unser Patent des “hands-free-entry”-Schuhs an andere Firmen zu verkaufen oder an Lizenzpartner zu vermitteln, sind wir selber zum Hersteller geworden. Und als Hersteller verlassen wir gerade den Bereich Kleinstserien und produzieren erstmals größere Mengen. In der Entwicklungsphase hin zur Serienreife haben wir versucht, für unser Erfindung vertriebsstarke Partner zu finden. In den Gesprächen, die wir geführt haben, tauchte immer wieder die Frage auf: „Kann man bendys auch erfolgreich verkaufen?“ Wir fanden das etwas sonderbar – schließlich kannten unsere Gesprächspartner ihre Zielgruppe und den Schuhmarkt ja viel besser. Wir mussten feststellen, dass die Schuhbranche sehr konservativ und der Markt hart umkämpft ist. Dort gibt es wenig Spielraum für Experimente. So wurde uns klar, dass wir bendys selber am Markt etablieren und dabei auch als Hersteller auftreten müssen. Erste Versuche mit reinem Direktvertrieb im Modebereich haben wir schnell wieder beendet. Es fehlte – bisher – schlicht die Marktpräsenz, um ein komplett neues Schuhkonzept in der Breite bekannt zu machen. Wir mussten lernen, unsere Zielgruppe viel klarer zu definieren, um sie besser ansprechen zu können. Jetzt sprechen wir Menschen an, für die bendys mehr sind als nur ein modisches Gimmick. In unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen, für die das An- und Ausziehen von festen Schuhen aufgrund von vorübergehenden oder chronischen Erkrankungen nur noch schwer oder gar nicht mehr machbar ist. Dieser Zielgruppe Mobilität und Unabhängigkeit anbieten zu können ist unser Ziel. Im Handel richten wir uns Orthopädieschuhmacher und Schuhhäuser mit Bequemschuhabteilung. Erste Kooperationen gibt es bereits.

Nike hat kürzlich einen Schuh vorgestellt, der ziemlich nach eurem Konzept aussieht. Wie fühlt es sich an, von einem solchen Giganten kopiert zu werden?
Natürlich waren wir erstmal baff, als das Produkt vorgestellt wurde. Da schwang schon etwas Sorge mit, aber auch viel Neugier. Denn uns wurde schnell klar, dass uns durch Nike ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden. Eine bessere Bestätigung unseres Geschäftsmodells können wir uns kaum vorstellen. Mit einem unbekannten Produkt ohne Vorbild steht man als kleines Startup vor einer großen Marketing-Aufgabe. Wir sehen in dem Produkt von Nike eine Art Türöffner. Die typische Händlerfrage „Kann man bendys auch verkaufen?“ werden wir vermutlich seltener hören – und vielleicht häufiger offene Türen einrennen. Jetzt ist es spannend zu sehen, wie ähnlich die Kommunikation am Markt aussieht. Beispielsweise verwendet Nike ebenfalls das etwas sperrige und sehr technische Wort “bistabil”. Da wurde uns klar – offensichtlich ist unsere Kommunikation nicht so falsch. Gestalterisch spricht Nike ohnehin eine ganz andere Zielgruppe an. Wir denken daher, dass wir von Nikes Engagement nur profitieren können. Schließlich gilt: Wer kopiert wird, hat Erfolg.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Einen guten Teil der Krisenzeit konnten wir nutzen, um uns in Ruhe mit unserer Zielgruppe und dem Produkt zu beschäftigen. Da hat uns Corona vergleichsweise wenig gestört. Aktuell haben wir – so wie viele – mit Corona bedingten Lieferproblemen zu kämpfen. Auch die Ansprache des Handels oder geplante Messeauftritte ruhen natürlich aktuell.

Wie ist überhaupt die Idee zu bendys entstanden?
Die erste Auseinandersetzung mit “freihändig anzuziehenden Schuhen” erfolgte bereits in meinem Studium als Industrie-Designer. Das Thema hat mich dann nicht mehr losgelassen. Die Idee, ein Unternehmen zu gründen, entstand dann erst mit Heinz Gerd Brammen, einem Experten in Sachen Schuhfertigung. Ohne dessen Know How und Einsatz gäbe es die bendys GmbH nicht.

Wie hat sich bendys seit der Gründung entwickelt?
Wir arbeiten seit inzwischen fast 20 Jahren an den bendys – angefangen bei meiner Diplomarbeit. Das Unternehmen dazu haben wir aber erst Mitte letzten Jahres gegründet. Das fängt gerade an, sich mit Leben zu füllen – coronabedingt leider langsamer als erhofft.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist bendys inzwischen?
Auf dem Papier sind wir nur zu zweit. Zum Glück haben wir aber im Umfeld viele Profis aus den verschiedensten Bereichen die uns beraten und auch mal mit anpacken. Solange wir auf Ware warten, versuchen wir die Struktur schlank zu halten. Die Liste der Vorbestellungen und Anfragen stimmen uns aber optimistisch.

Wo steht bendys in einem Jahr?
Wenn alles läuft wie geplant, dann gibt es in einem Jahr eine Händlerstruktur, so dass Kunden bendys in Ihrer Nähe probetragen können. Auch unser bisher sehr schlankes Produktprogramm ist dann größer. Schuhe sind modische Produkte. Da kommt man um eine gewisse Auswahl nicht herum. Die wollen wir gerne bieten, sobald unsere Stückzahlen das zulassen.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Wenn es um Schuhe geht, schenken sich die beiden Standorte nicht viel – fachlich wären wir in der alten Schuhstadt Pirmasens vermutlich am besten aufgehoben. Vertrieblich ist die Lage ein echter Vorteil. Mit Düsseldorf, Bonn und dem Ruhrgebiet wohnen Millionen Menschen in direkter Umgebung.

Was fehlt in Köln noch?
Die “Digitalstadt Köln” hat für ein Startup im produzierenden Gewerbe, vergleichsweise wenig zu bieten. Da hatten wir nie das Gefühl besondere Unterstützung zu erfahren.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Mehr breite Fuß und Radwege. Niedrigere Mieten wären natürlich schön. Und das man nicht drei Monate auf eine Steuernummer warten muss.

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#aktuell, #bendys, #e-commerce, #interview, #koln, #reloaded

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#Podcast – #EXKLUSIV Janis Zech setzt mit Supercam auf ein Live-Video-Tool


Der Berliner Seriengründer Janis Zech (unter anderem Fyber) startet nach unseren Informationen mit Supercam ein neues Projekt, das bisher noch nicht gestartet ist. Zur Seite steht ihm dabei Henrik Basten, in der Vergangenheit CTO bei Exactag und Fyber. Laut Handelsregisterauszug kümmert sich das neue Unternehmen um die “Entwicklung, die Vermarktung und der Betrieb von Software, insbesondere internet-basierter Software und Technologien für Videokonferenzen und Videokommunikation”. Es geht somit um ein absolutes Trendthema.

In einer Stellenanzeige gibt es noch mehr Infos zu Supercam, dort heißt es: “”Supercam is a product-driven software company making video chat more productive and enjoyable. We empower people to be great storytellers by crafting tools for live video presentations. We help people present better in sales meetings, at virtual events, in a virtual classroom or customer reviews. Our vision is to make everyone a great presenter. Supercam is founded by experienced serial entrepreneurs and backed by renowned angels & VCs”.

Der besagte Venture Capitalist ist Cherry Ventures. Der Berliner Geldgeber investierte nach unseren Informationen bereits eine unbekannte, sicherlich aber siebenstellige Summe, in Supercam. Cherry Ventures hält nun 11,2 % an Supercam.  Die restlichen Anteile entfallen auf Supercam-Macher Basten und NewCo Labs, die kleine Startup-Schmiede von Zech. Mit NewCo Labs schob Zech zuletzt Unternehmen wie Back und Good Game/Donut an.

Das junge Unternehmen Back, das von Christian Eggert, ehemals Bonativo und Minodes, James Lafa, ehemals Minodes, und eben Zech gegründet wurde, positioniert sich als Software für organisierte Arbeitsabläufe. Point Nine Capital und Seedcamp investierten bereits Ende 2018 in das Berliner Startup. La Famiglia, Gradient Ventures, ein Ableger von Google, Point Nine Capital und Seedcamp sowie mehrere Business Angels investierten zuletzt 3 Millionen Euro in Back. Hinter Donut wiederum verbirgt sich ein Game Clip Video Editor. Details zu Supercam gibt es in unserem aktuellen Insider-Podcast.

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#aktuell, #berlin, #brandneu, #donut, #newco-labs, #seriengrunder, #supercam

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#Gastbeitrag – Timing meint bei der Pressearbeit nicht die Uhrzeit


PR ist keine Werbung. Sie erzählt Geschichten! Es geht um Emotionen und nicht um inhaltslose Werbeanzeigen oder eintönige Produktbeschreibungen oder Monologe. Genau diese Geschichten wollen Journalist*innen finden und veröffentlichen. Das können sie meist nur, wenn sie Informationen bekommen und das wollen sie meist nur, falls das Timing stimmt.

Leute, wir müssen reden. Und zwar ganz dringend! Ich habe den Eindruck, dass viele Startups viel zu früh oder zu spät an die Presse gehen wollen. Nur ganz selten stimmt das Timing oder ergibt überhaupt Sinn. Und auch deshalb bekommt ihr, liebe Gründerinnen und Gründer, selten Feedback auf eure “News”.

Nur wer die Relevanz von Pressearbeit versteht, wird meiner Meinung nach auch nachhaltig wachsen können. Gerade im letzten Jahr mit Corona fiel oft der Satz „Unser Konkurrent hat sooo viel Kapital eingesammelt, obwohl wir besser sind.“ Wahrscheinlich hat das Konkurrenzunternehmen sein Produkt oder seine Geschichte besser und zielgerichteter bekannt gemacht. Ihr könnt das beste Produkt, die spannendste Story dieser Welt haben, aber irgendwann ist es einfach zu spät für ein schnelles und großes Medienecho.

Ihr seht, obwohl ihr vielleicht die kraftvollere Geschichte oder das smartere Produkt habt… Wenn einer eurer Konkurrenten die Vakanz in den Medien genutzt hat bleibt euch nur der mühsame Kampf das Feld von hinten aufzurollen. Das ist viel Arbeit und hat nicht die besten Erfolgsaussichten, denn den Pionierstatus könnt ihr nicht mehr erreichen!

Startups fehlt der “Fame”

Weiter geht’s: Klar, wenn ihr NICHTS zu erzählen habt, weder ein Produkt noch eine fertige Idee, wird keiner über euch berichten – nur eine Vision ist schlichtweg zu dünn. Aber auch dann, wenn ihr vor (zu) langer Zeit was wirklich Innovatives auf die Beine gestellt habt oder euer Unternehmen einen mega Erfolg gefeiert habt, wird sich keiner mehr die Mühe machen, etwas zu veröffentlichen. Wie soll die Überschrift denn lauten? „XYZ hat letzten Sommer eine Finanzierung bekommen.“ / “XYZ denkt darüber nach, nächstes Jahr ein neues Produkt auf den Markt zu bringen”? Wohl eher nicht.

Ja, ok – bei Apple funktioniert das jedes Jahr, überredet! Aber hey, es ist Apple, ein gigantischer Konzern. Hier warten quasi alle schon auf die Ankündigung der Ankündigung. Schon jetzt findet man Artikel im Netz, wann wohl die nächste Keynote stattfinden wird und dass sie sehr wahrscheinlich wieder digital stattfinden muss.

Aber genau hier ist das Problem, wenn ein Unternehmen und seine Produkte noch unbekannt sind. Keiner wartet darauf, dass ihr etwas ankündigt, noch nicht. Nehmt die Journalist*innen auf eurer Reise mit, aber erst, wenn ihr auf dem Weg seid und wisst wohin ihr wollt! Das soll natürlich nicht heißen, dass ihr tagebuchähnliche Pressemitteilungen versenden dürft. Macht immer wieder auf Meilensteine aufmerksam und überlegt euch vorher gut, was es genau zu erzählen gibt.

Timing meint nicht die Uhrzeit

Klar kann man viel diskutieren, wann der „richtige Zeitpunkt“ ist, um eine Pressemeldung zu verschicken oder den Dialog mit Journalist*innen per “Mailpitch” zu suchen. Oft sagt man, dass die Mail am besten direkt morgens raus gehen soll, um eine Chance zu haben, mit in die Redaktionssitzung genommen zu werden. Man kann und sollte natürlich auch überlegen, welcher Wochentag am sinnvollsten ist. Aber bevor man an diesen Punkt kommt, muss man zuerst klar haben, was überhaupt einen Nachrichtenwert hat! Wenn ihr gut vorbereitet seid, dann kann man auch über solch logischen nächsten Schritte nachdenken.

Mit Ausdauer und Strategie zum Ziel

Die gute Nachricht ist: Gute Geschichten zu finden und die Grundlagen des Storytellings kann man lernen. Auch wenn sich PR-Arbeit nicht unmittelbar in irgendwelchen Zahlen ablesen lässt, gehört sie dennoch zu den weichen, aber vielleicht wichtigsten Erfolgsfaktoren eure Unternehmens  und sollte definitiv eine Kernsäule darstellen. Mit einer durchdachten Strategie und etwas Ausdauer kommt man damit auch zum Ziel. Junge Unternehmer*innen müssen verstehen, dass sie die Dienstleister der Medienhäuser sind und anerkennen, dass am Ende die Entscheidung über eine Publikation immer (!) beim Journalisten liegt. Und ein letzter Tipp: Journalist*innen sind auch nur Menschen. Sie entscheiden natürlich im Sinne ihrer Rezipienten, aber sind immer auch subjektiv. Ist doch klar!

Nicht abschrecken lassen: Ich bin der Meinung, dass es in jedem Unternehmen Geschichten gibt, die erzählt werden wollen und auch für Medien relevant sind. Meldet euch bei Journalist*innen, wenn ihr von großen Visionen erzählen könnt und euren ersten Prototypen am Start habt oder es die ersten relevanten Kund*innen oder Umsatz gibt, berichtet von euren Learnings und zwar genau dann, wenn es passiert.

Startups müssen nur anfangen und lernen die wenigen, richtigen Geschichten zu sehen, denn für beinahe jede Story gibt es eigentlich nur einen richtigen Zeitpunkt, um sie zu erzählen. Und genau darauf kommt es an. Journalist*innen haben sehr schnell raus, wer ein zuverlässiger Partner ist und wer nicht. Nutzt die Chance, die euer Unternehmen euch bietet und teilt eure Geschichten mit der Welt. Denn, um es mit Johann Sebastian Bachs Worten zu sagen: „Alles, was man tun muß, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“

Über den Autor
Jannis Johannmeier ist Co-Founder und Geschäftsführer bei der PR-Agentur The Trailblazers mit Sitz in Bielefeld und Berlin. Jannis ist erfahrener Kommunikations-Experte, der sein journalistisches Werkzeug bei BILD gelernt hat. In den letzten Jahren hat er die Kommunikation der Founders Foundation und der Hinterland of Things Conference aufgebaut und verantwortet. Neben seiner Tätigkeit bei den Trailblazers hat er an zwei Hochschulen Lehraufträge für strategische Kommunikation & PR sowie Unternehmensgründung. Jannis ist innerhalb der deutschen Wirtschafts- und Gründermedien bestens vernetzt und beschäftigt sich am liebsten mit Themen rund um die digitale Transformation, Startups & Mittelstand und deren Ideen & Technologien, die unsere Welt wünschenswerter machen.

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#aktuell, #gastbeitrag, #pr

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#Interview – Ein Startup, das immer die passende Größe findet


Das Münchner Startup presize.ai, das 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. In der achten Staffel der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” investierte Carsten Maschmeyer 650.000 Euro in das junge Unternehmen. Später investierten dann auch Plug & Play, UnternehmerTUM und mehrere Angel-Investoren in presize.ai.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht presize.ai-Gründer Szeli über Digitalisierungsdruck , Größenempfehlungen und CO2-Emissionen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter presize.ai erklären?
Eigentlich ist es ganz einfach: Presize hilft Dir dabei, beim Online-Shopping Deine perfekte Kleidergröße zu finden. Alles, was wir dafür benötigen, ist ein sieben-sekündiges Smartphone-Video von Dir, in dem Du Dich einmal vor der Kamera drehst.

Welches Problem genau wollt Ihr mit presize.ai lösen?
Wir möchten das größte Problem im Fashion-E-Commerce lösen: 50 % aller Bekleidung, die online bestellt wird, wird retourniert – 50 % davon wegen falscher Größe oder schlechter Passform. Jede Rücksendung verursacht Kosten in Höhe von 20 Euro und 849 Gramm CO2-Emissionen. Retouren führen also zu großen finanziellen Verlusten für Einzelhändler, vermeidbaren Umweltschäden und frustrierten Online-Kunden. Durch unsere Größenempfehlung reduzieren wir aber nicht nur Retouren, sondern erhöhen auch die Conversion-Rate von Fashion-Online-Shops und ermöglichen es Einzelhändlern, ihre User Experience auf den einzelnen Nutzer abzustimmen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Glücklicherweise haben wir die Auswirkungen der Corona-Krise kaum gespürt. Der durch die Corona-Krise verstärkte Digitalisierungsdruck in der Modebranche spielt uns eher in die Karten. Wir können Unternehmen dabei helfen ihre Conversion-Rate zu erhöhen und Retouren von Kunden zu reduzieren – was für Einzelhändler in diesen schwierigen Zeiten besonders wichtig ist.

Wie ist überhaupt die Idee zu eurem Startup entstanden?
Das Gründungsteam von Presize – Awais, Tomi und ich – haben uns am CDTM, einem gemeinsamen interdisziplinären Honors Degree von TUM & LMU in München, kennengelernt. Ein Höhepunkt für jeden CDTM-Kurs ist das MPD (Managing Product Development Project), bei dem die Studenten neue digitale Produkte entwickeln. Die Gruppe um Awais hat an einem ersten Entwurf für eine mobile Body-Scanning-Lösung für die Bekleidungsindustrie gearbeitet. Nach der erfolgreichen Entwicklung eines Prototyps beschlossen Awais, Tomi und ich die Idee im Bereich E-Commerce weiterzuentwickeln. Daraus entstand kurze Zeit später dann Presize.

Hat sich das Konzept seit der Idee irgendwie verändert?
Der Prototyp von Awais’ Projekt zielte auf Größenempfehlungen für Arbeitsbekleidung ab. Wir haben dann bemerkt, dass das Problem im E-Commerce noch größer ist und unser AI-Algorithmus auf das Feedback von Online-Shoppern angewiesen ist. Da der Prototyp perfekt in Online-Shops integrierbar ist, haben wir uns dann auf E-Commerce fokussiert.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Es ist im Prinzip ganz einfach: Unsere Kunden zahlen eine einmalige Integrationsgebühr und danach eine monatliche Gebühr – je nach Mehrwert, der durch Presize generiert wird. Dieses einfache Modell hat sich sowohl für unsere Kunden als auch für uns bewährt.

Wer sind eure Konkurrenten?
Wir haben Mitbewerber, wie etwa Fit Analytics und 3D Look, deren Größenempfehlungen jedoch hauptsächlich auf Fotos der Endnutzer oder Fragen nach Körpermaßen, Gewicht und Geschlecht basieren – also ein anderes Modell als das, was wir anbieten. Unsere Lösung kombiniert Fragen und Video-Scans und verbessert sich kontinuierlich weiter, da sie auf künstlicher Intelligenz basiert. Wir ermitteln die im Vergleich zu unseren Wettbewerbern präzisesten Körpermaße mit einem MAE (Mean Absolute Error) von 1,2 Zentimeter. Somit bieten wir die genauesten Größenempfehlungen am Markt.

Wo steht presize.ai in einem Jahr?
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, im Jahr 2021 in die größten europäischen Online-Shops der deutschen und europäischen Fashion-Industrie integriert zu werden. Das ist ein durchaus ehrgeiziges Ziel, das wir aber schaffen können und wollen.

Start-ups mit Impact powered by Samsung

In unserem Themenschwerpunkt “Start-ups mit Impact” berichten wir regelmäßig über die Zebras unter den Start-ups. Wir begleiten die Geschichten von Gründungsteams mit innovativen technischen Lösungen, die nachhaltige und wirtschaftliche Ziele gleichermaßen verfolgen. Die Rubrik wird gefördert von Samsung in Partnerschaft mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland und dem Impact Hub Berlin, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, an besseren Rahmenbedingungen für soziale Innovationen mitzuwirken. In der Artikelreihe beleuchten wir das Potenzial der Zebra-Szene. Weitere Infos bei: Samsung for Impact.

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#aktuell, #interview, #munchen, #presize-ai, #reloaded, #samsung-for-impact

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#DealMonitor – Cazoo übernimmt Cluno – Canva kauft Kaleido – Rows sammelt 16 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 23. Februar werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

EXITS

Cluno
+++ Der britische Online-Autohändler Cazoo, seit Sommer 2020 mit mehr als 1 Milliarde (Unicorn-Status) bewertet, übernimmt das junge Münchner Auto- und Fintech-Startup Cluno. “Nach erfolgter Integration wird Cazoo sein Angebot in Deutschland und Europa lancieren und damit Kunden die Möglichkeit bieten, Tausende Autos auf der unternehmenseigenen Plattform zu kaufen, zu finanzieren oder zu abonnieren”, teilt das Unternehmen mit. Cluno, das von Nico und Christina Poletti sowie Andreas Schuierer gegründet wurde, sammelt in den vergangenen Jahren über 44 Millionen Euro ein – unter anderem von Acton Capital (23,8 %), Atlantic Labs (17,1 %) und Valar Ventures (18,4 %), also Paypal-Gründer Peter Thiel. Zudem sicherte sich das Auto-Startup 140 Millionen Euro in Form von Krediten. 100 Mitarbeiter wirken bereits für Cluno. Zuletzt hatte Cazoo, 2018 gegründet, bereits das britische Auto-Startup Drover, das unter anderem von Cherry Ventures unterstützt wurde, übernommen. Cazoo ist somit derzeit in Übernahmelaune. Finanzielle Details des Deals sind bisher nicht bekannt.

Kaleido
+++ Das australische Unternehmen Canva übernimmt das österreichische Unternehmen Kaleido. Mit dem Startup aus Wien, zu dem die Dienste remove.bg und Unscreen gehören, kann jeder die Hintergründe von Bildern und Videos mit einem Klick entfernen. “Kaleido wurde erst vor gut zwei Jahren gegründet, ist allein im vergangenen Jahr um 600+ % von von drei auf über 20 Millionen User in 180 Ländern gewachsen und war von Tag eins weg profitabel. Mittlerweile werden mit Kaleido pro Monat mehr als 100 Millionen Hintergründe von Fotos und Videos freigestellt”, heißt es in der Presseaussendung. Die Unternehmen bezeichnen den Verkauf zudem als “einen der größten Exits in der österreichischen Startup-Geschichte”. Damit müsste sich der Verkaufspreis in Dimensionen von Runtastic (220 Millionen Euro) und  MySugr (200 Millionen Euro) bewegen. Die Kaleido-Gründer Benjamin Groessing und David Fankhauser bauten ihr Startup ohne Investoren auf.

INVESTMENTS

Rows
+++ Lakestar, der Visionaries Club und Pitch-Gründer Christian Reber sowie die Altinvestoren Accel und Cherry Ventures investieren 16 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup Rows, bisher als DashDash bekannt. Wobei wir den Einstieg von Lakestar schon im März des vergangenen Jahres im Insider-Podcast verkündet hatten. Accel, Cherry Ventures und Atlantic Labs investierten zuvor bereits 8 Millionen US-Dollar in das Startup. Die Jungfirma, die 2016 von  Humberto Ayres Pereira und Torben Schulz (früher Eatfirst) gegründet wurde, entwickelt ein “moderne Spreadsheet zur Entwicklung von Business-Tools”. Das Buzzword dabei lautet No Code-Prinzip! Über 50 Mitarbeiter wirken bereits für das Startup. Mit der Verkündung der Investmentrunde startet die Public Beta beo Rows.

Penta
+++ ABN AMRO Ventures, finleap, HV Capital, RTP Global, Presight Capital, S7V und VR Ventures investieren weitere 7,5 Millionen in das Berliner FinTech Penta. “Das Gesamtinvestment beläuft sich nun auf 30 Millionen Euro”, teilt die Jungfirma mit. S7V und Presight Capital, der Geldgeber von Christian Angermayer, sowie zwei nicht genannte Family Offices investierten zuletzt 4 Millionen Euro in Penta. HV Capital, finleap, RTP Global, ABN Amro Ventures und VR Ventures investierten davor 18,5 Millionen in Penta. Über das Startup, das 2014 von Luka Ivicevic und Lav Odorovic gegründet wurde, können  Unternehmen über Penta ein Geschäftskonto beantragen. Insgesamt flossen nun schon 47 Millionen Euro in Penta.

Neural Concept
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Constantia New Business investieren weiter in das Schweizer Software-Startup Neural Concept. Das Unternehmen, Entwickler eines Deep-Learning-Systems für computergestützte Konstruktion und Design (CAD), wurde 2018 von Pierre Baqué als Spin-off aus dem Computer Vision Labor der EPFL gegründet. Der HTGF und Constantia New Business investierten zuvor bereits eine siebenstellige Summe in Neural Concept.

deepc
+++ Ein “bekannte Healthcare-Investor” investiert eine mittlere siebenstellige Summe in das das MedTech-Startup deepc, das 2019 von Franz Pfister, Julia Moosbauer, Michael Meyerhoff und Paul Mayer gegründet wurde. Das junge Münchner Unternehmen entwickelt Software-Medizinprodukte für die bildgebende Diagnostik.

IPO

Tio Tech A
+++ Unter dem Namen Tio Tech A treiben HelloFresh-Chef Dominik Richter sowie Seriengründer und Business Angel Roman Kirsch den Börsengang ihrer Special Purpose Acquisition Company (Spac) in New York voran. Bei einem Spac-Prozess geht es darum, eine Firmenhülle an die Börse zu bringen und dann Unternehmen aufzukaufen und mit dieser Firmenhülle zu verschmelzen. Bei ihrem Spac-IPO wollen Richter und Co. 300 Millionen US-Dollar einsammeln. Zum Führungsteam der Firmenhülle gehört außerdem Ex-Rocket-Manager Spyro Korsanos. Unter “Investment Advisory Board” werden zudem Jan Beckers (BIT Capital), Victor Jacobsson (Klarna) und HelloFresh-Mitgründer Thomas Griesel genannt. Der bekannte Geldgeber Lakestar, hinter dem maßgeblich Klaus Hommels steckt, brachte seine Special Purpose Acquisition Company (Spac) am 22. Februar an die Frankfurter Börse. Der Berliner Startup-Investor Rocket Internet bereitet derzeit ebenfalls einen Spac-IPO vor.

PODCAST

Insider
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Gorillas, Charles, Jodel, Supercam, Gitpod, Careship, Capnamic Ventures, AdJust, LeanIX, staffbase und den Spac-Boom.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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