#DealMonitor – Patient21 sammelt 142 Millionen ein – Wandelbots bekommt 84 Millionen – Gorillas kauft Frichti


Im #DealMonitor für den 25. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Patient21
+++ Target Global, Eight Roads, Piton Capital und Pico Capital investieren 142 Millionen US-Dollar in das bisher sehr stille Berliner Unternehmen Patient21 – siehe Handelsblatt. Patient21 wurde 2019 von Christopher Muhr (Citydeal, Groupon, Auto1) ins Leben gerufen, inzwischen führt Nicolas Hantzsch das Unternehmen. Kingsway Capital, Target Global, Piton Capital investierten in der Vergangenheit bereits heimlich, still und leise in das Unternehmen zu dem auch Dental21, eine “Business Development Agentur mit einer Spezialisierung auf Zahnärzte” und das Dentallabor Dentalab21 gehören. Patient21 betreibt 25 Praxen und die Klinik Sankt Elisabeth. Patient21 übernahm die Heidelberger Klinik im Frühjahr 2021. Mehr über Patient21 

Wandelbots
+++ Der amerikanische Geldgeber Insight Partners und die Altinvestoren 83North, Microsoft, Next47, Paua Ventures, Atlantic Labs und EQT investieren 84 Millionen US-Dollar in Wandelbots. Zuletzt investierten 83North, M12 und Next47, Paua Ventures, EQT Ventures und Atlantic Labs 26 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun schon 123 Millionen Dollar in Wandelbots. Das Unternehmen aus Dresden, das 2017 von Christian Piechnick, Georg Püschel, Maria Piechnick, Sebastian Werner, Jan Falkenberg, Giang Nguyen und Frank Fitzek gegründet wurde, entwickelt eine Methode zur Programmierung von Industrierobotern. 140 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Wandelbots

Raisin
+++ Altinvestoren wie Goldman Sachs und Hedosophia stellen dem Berliner Unicorn Raisin nach unseren Informationen im Rahmen eines Wandeldarlehens 30 Millionen Euro zur Verfügung. Zuvor hatte das Unternehmen seine geplante Investmentrunde verschoben. Das FinTech, in Deutschland als WeltSparen bekannt, wurde 2012 von Tamaz Georgadze, Frank Freund und Michael Stephan gegründet. 2021 fusionierte die Spareinlagen-Plattform mit dem Hamburger  Wettbewerber Deposit Solutions. Im Zuge der Investmentrunde stieg die Bewertung der Jungfirma auf über 1 Milliarde US-Dollar. Neben Goldman Sachs und Hedosophia investierten in den vergangenen Jahren auch Index Ventures, PayPal, Ribbit Capital, Thrive Capital und Orange Digital Ventures in das FinTech. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Ninetailed
+++ Der Berliner Frühphasen-Investor Cherry Ventures investiert nach unseren Informationen 800.000 Euro in Ninetailed. Das Berliner Startup, das 2021 von den Aiderly-Gründern Andreas Kaiser und Alexander Braunreuther gegründet wurde, kümmert sich um Personalisierung. “Enhance your visitors experience and grow your customers with personalization for headless CMS and modern Jamstack frameworks without performance trade-offs”, heißt es zum Konzept. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Ceezer
+++ Picus Capital investiert nach unseren Informationen in Ceezer. Das ClimateTech aus Berlin, das von Magnus Drewelies, zuletzt Park Now, und Jan Oltmanns, zuletzt BCG, gegründet wurde, positioniert sich als “digital-first carbon bank”. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Ceezer uses external and proprietary data to help companies seamlessly offset and remove the footprint they cannot currently reduce”. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Grenion
+++ Bekannte Angel-Investoren wie Pascal Zuta, Ingo Weber, Andreas Burike und Timo Weltner investieren nach unseren Informationen in Grenion. Das Startup aus Mannheim, dass von Fjolla Myftari und Spotted-Macher Nik Myftari gegründet wurde, Beauty- Health- und Wellness-Marken auf. Zum Unternehmen gehören derzeit myRapunzel, Sophie Rosenburg, BitterLiebe, natuamo, Just Oyls and Rosental Organics. D2C-Auper Angel Zuta etwa investierte zuvor in Startups wie Fitvia, Invicible Brands und gitti. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

HQS Quantum Simulations
+++ Quantonation sowie die Altinvestoren UVC Partners, btov und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren 12 Millionen Euro in HQS Quantum Simulations, ein Spin-Off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Das junge Unternehmen, das 2017 von Michael Marthaler, Jan Reiner, Iris Schwenk und Sebastian Zanker gegründet wurde, entwickelt eine Software zur Simulation von Quantensystemen.  UVC Partners, btov und der HTGF investierten zuvor 2,3 Millionen in das Unternehmen.

NeoTaste
+++ Die Crash Unternehmensgruppe, hinter der Rolf Hilchner und Heinz-Wilhelm Bogena stecken, investiert eine Millionensumme in NeoTaste. Das Startup aus Osnabrück, das 2019 von Hendrik Sander gegründet wurde, lässt sich am besten als Restaurant-Entdecker-App samt Deal-Komponente beschreiben. “Die ausgegebenen Voucher können auch jederzeit an veränderte Kapazitäten oder gestiegene Gastzahlen angepasst werden, um flexibel in jeder Situation einsetzbar zu sein”, teilt das Unternehmen mit.

BenFit 
+++ Namentlich nicht genannte Geldgeber investieren eine mittlere siebenstellige Summe in BenFit. Das Düsseldorfer Food-Startup, das 2018 von Benjamin Jakob gegründet wurde, setzt auf proteinreiche Backwaren. Michael Kern,  ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Kamps, sowie Angelika Schöchlin, Partner und Antin Infrastructure Partners investierten in der Vergangenheit bereits in das Unternehmen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Frichti
+++ Das Berliner Quick Commerce-Unternehmen Gorillas steht vor der Übernahme von Frichti. Die Jungfirma aus Frankreich liefert Lebensmittel und Fertiggerichte. “Frichti’s expertise around private label, ready to eat segments and profitable operations (wow) will reach Europe and beyond through Gorillas’ global community”, schreibt Gorillas Kagan Sümer zur geplanten Übernahme bei Linkedin. “Over the years, Frichti had raised around €100 million in total ($114 million at today’s exchange rate)”, schreibt TechCrunch zum Deal. Frichti kann man definitiv als Ergänzung zum derzeitigen Gorillas-Konzept sehen. Fertiggerichte oder besser Mittagsmenüs konnten auch Gorillas aus der margenschwachen Lebensmittel-Nische bringen.

Firstbird
+++ Das amerikanische Unternehmen Radancy, ein Anbieter von Recruiting-Technologie, übernimmt das österreichische Startup Firstbird. “Das Unternehmen wird fortan unter dem Namen Firstbird, a Radancy Company, firmieren und wie bisher von den beiden Geschäftsführern Arnim Wahls und Matthias Wolf geleitet. Radancy übernimmt zu 100 % alle Anteile von Investoren und Gesellschaftern. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart”, teilen die Unternehmen mit. Firstbird, 2013 von Arnim Wahls, Matthias Wolf und Daniel Winter in Wien gegründet, positioniert sich als Anbieter von SaaS-basierten Mitarbeiterempfehlungsprogrammen. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit unter anderem von Verve Ventures, dem European Super Angels Club und Jobcloud finanziell unterstützt.

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#StartupsToWatch – Gabi-Gründer Klemm setzt mit Baobab auf Cyber Security


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Baobab. Das Berliner Startup, das 2020 von Vincenz Klemm, Gründer von Gabi, und Anton Foth, früher bei BCG Digital Ventures und Coya, gegründet wurde, bietet “gebündelt Cyber-Versicherungen mit Cyber-Sicherheitsmaßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen an”. Es geht somit um die Trendthemen InsurTech und Cyber Security.

“Wir wollen ganzheitlich das Risiko von Cyberattacken für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa mindern”, sagt Mitgründer Klemm, der sein amerikanisches Versicherungs-Startup Gabi, 2016 gegründet, zuletzt für 320 Millionen US-Dollar an Experian verkauft hat. “Die größte Herausforderung für KMUs ist, Cyberrisiken nicht genau einschätzen zu können. Baobab versichert Unternehmen deshalb nicht nur gegen diese Risiken sondern bietet gleichzeitig Schutz- und Monitoringmaßnahmen, um Angriffen vorzubeugen.”

Project A Ventures, La Famiglia, Discovery Ventures und mehrere Angel-Investoren investierten im Rahmen einer Pre-Seed-Investmentrunde bereits vor dem Start 3,5 Millionen Euro in die Jungfirma. Project A Ventures und Baobab-Gründer Klemm sind dabei alte Bekannte. Der Berliner Geldgeber rund um Florian Heinemann investierte bereits in der Seed-Phase in Gabi. “Baobab verfolgt einen einmaligen Ansatz in Europa und bietet so eine maßgeschneiderte Lösung”, sagt Sam Cash von Project A zum Investment.

Cyber Security ist derzeit auf jeden Fall angesagt – auch bei Investoren. Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investierten etwa kürzlich 73 Millionen US-Dollar in SoSafe. Die Kölner Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”.

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#Brandneu – 5 neue Startups: AboutUs, ABC Doc, aware, Amos IT, Anticipate


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

AboutUs
Das Berliner Startup AboutUs, das vom EyeEm-Gründer Lorenz Aschoff und Keatz-Gründer Dimitrios Ploutarchos gegründet wurde, setzt auf digitale Paartherapien. “You’ll learn how to manage your mindset, resolve conflict and build a more mindful relationship together”, schreibt das Team zum Konzept.

ABC Doc
Das Berliner Startup ABC Doc, das von Vladislav Pinskij und Marina Guseva gegründet wurde, hilft seinen Nutzer:innen dabei, amtliche Schreiben zu verstehen. Grundlage dafür sind unter anderem Erfahrungen aus der Rechtsberatung für Einwanderer und Erfahrungen mit KI-Technologien zur Textanalyse.

aware
aware, das von den EyeEm-Gründern Florian Meissner und Ramzi Rizk sowie Ferdinand Schmidt-Thomé gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung einer App zur Auswertung von Gesundheitsdaten und zur Erforschung chronischer Krankheiten”. Konkret geht es zunächst insbesondere um Bluttests im Abo-Modell. 

Amos IT
Amos IT möchte Kirchen bei der digitalen Transformation unterstützen und kirchliche Angebote für alle Menschen digital zugänglich machen. Das Jungunternehmen berät bei der Verwaltungssoftware, IT-Sicherheit und Datenschutz und fungiert als Dienstleister für für Online-Gottesdienste und bargeldlose Spenden. 

Anticipate
Anticipate aus Aachen, das von Heiko Wirtz und Kevin Denker gegründet wurde, setzt auf KI-Vorhersagen für die produzierende Unternehmen. In eigener Sache schreiben die Gründer: “We build a web application to automate the implementation process of AI-Vision solutions in the manufacturing industry”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – #EXKLUSIV G Squared investiert in Choco – Addition investiert in Kadmos – 468 Capital investiert in karla


Im #DealMonitor für den 24. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Choco
+++ Der amerikanische Growth-Investor G Squared, der zuletzt in Jokr, Gorillas und Forto investierte, investiert nach unseren Informationen nun in Choco. G Squared übernimmt dabei Anteile von Super Angel Lukasz Gadowski. G Squared hält nun 3,2 % am Unternehmen. Das Berliner Startup, das 2018 von Julian Hammer und Rogério da Silva Yokomizo und Daniel Khachab gegründet wurde, bietet Gastronomen eine App an, mit der diese Waren bei Großhändlern bestellen können. Left Lane Capital, Insight Partners sowie die Altgesellschafter Coatue und Bessemer Venture Partners investieren zuletzt 100 Millionen Dollar in Choco. Insgesamt flossen bereits mehr als 170 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Kadmos
+++ Der amerikanische Geldgeber Addition , hinter dem vor allem Lee Fixel steckt, investiert nach unseren Informationen rund 8 Millionen Euro in Kadmos. Die Bewertung liegt bei rund 30 Millionen (Pre-Money). Atlantic Labs investierte zuvor bereits in das Unternehmen. 
Das Berliner FinTech, das 2021 von Justus Schmüser, zuletzt McKinsey, und Sasha Makarovych, zuletzt Rocksteady Studios, gegründet wurde, kümmert sich um internationale Gehaltszahlungen. “We are bringing in fintech, low margins, and transparent FX to industries riddled with opaque mark-ups, kickbacks, and physical cash transactions”, schreibt das Team in eigener Sache. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

karla
Die Frühphasen-Investoren 468 Capital und La Famiglia investieren nach unseren Informationen rund 3 Millionen Euro in karla. Das Berliner Startup, das von Frederik Schröder, zuletzt BCG, und Philippe Padrock, Gründer von Scorable, gegründet wurde, kümmert sich um Lieferungen aller Art. “Wir haben unsere Algorithmen mit Millionen Paketlieferungen trainiert. Das Resultat: Exakte Vorhersagen für Dein Lieferfenster”, heißt es in der Selbstbeschreibung.International setzt Route auf ein ähnliches Konzept. 468 Capital und La Famiglia halten nun jeweils 10,2 % am jungen Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Ekko
+++ Der Kölner Investor DVH Ventures investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit bekannten Business Angels wie Christian Vollmann, Philipp Kreibohm, Johannes Schaback, Robert Maier, Lukas Brosseder, David Khalil, Oliver Roskopf und Eric Ebert in Ekko. Das Startup aus Witten, das von Daniel Schütt (Masterplan, Employour) und Benny Philip Lehmann (Crosscan) gegründet wurde, kümmert sich um die Digitalisierung von Montage- und Logistikprozessen. Zum Konzept teilt das Unternehmen mit: “Durch die einfache Digitalisierung von Montage- und Logistikprozessen reduziert Ekko die Kosten in Ihren Werken dramatisch”. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Circula
+++ Alstin Capital, Peak Ventures und Storm Capital sowie Altinvestoren wie Capnamic Ventures und die Interhyp-Gründer  und das Münchner HR-Grownup Personio investieren rund 10 Millionen Euro in Circula – siehe FinanceFWD. Das junge Berliner FinTech, das 2016 von Nikolai Skatchkov und Roman Leicht gegründet wurde, digitalisierte zunächst die Reisekostenabrechnung und inzwischen auch das große Thema Spesenabrechnungen. Wenvest Capital, Capnamic Ventures und Main Incubator investierten zuletzt 4,3 Millionen Euro in Circula.

MERGERS & ACQUISITIONS

eccelerate
+++ Das Essender Unternehmen Mindcurv übernimmt eccelerate und das Schwesterunternehmen Valearis. “Mit diesen Übernahmen ist Mindcurv in der Lage, das gesamte Spektrum der Beratungs- und Umsetzungsleistungen für End-to-End-Digitalisierung multinationaler Unternehmen anzubieten”, heißt es in der Presseaussendung. Bei Mindcurv, das 2011 von Amjad Liaquat und Nazareno Avila gegründet wurde, gingen zuletzt der Investor Genui und die Münchner Beteiligungsgesellschaft Primepulse an Bord. Hinter Mindcurv verbirgt sich ein Anbieter von Omni-Channel Retail-Lösungen. Zuletzt stemmte das Unternehmen fünf Übernahmen.

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#Podcast – Insider #120: Gorillas – Raisin – Appinio – Choco – Moss – Sastrify – Kadmos – Karla – Ekko – Grenion – Ceezer


In unserem Insider-Podcast liefern OMR-Podcast-Legende Sven Schmidt und Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, alle vierzehn Tage spannende und vor allem aber exklusive Insider-Infos aus der deutschen Startup-Szene.

Insider #120– Die Themen

+++ Börsen auf Talfahrt #ANALYSE
+++ Große Herausforderungen für Gorillas und Flink #ANALYSE
+++ Insider stemmen Raisin-Convertible (30 Millionen) #EXKLUSIV
+++ Appinio: US-Geldgeber bewertet die Jungfirma mit 300 Millionen #EXKLUSIV
+++ G Squared investiert in Choco #EXKLUSIV
+++ Insider-Infos zur Moss-Investmentrunde #EXKLUSIV
+++ Sastrify: Bewertung liegt bei 100 Millionen #EXKLUSIV
+++ Addition investiert in Kadmos #EXKLUSIV
+++ Christophe Maire und seine Investment-Optionen #ANALYSE
+++ 468 Capital und La Famiglia investieren in Karla #EXKLUSIV
+++ DvH Ventures und Saarbruecker21-Angel investieren in Ekko #EXKLUSIV
+++ Cherry Ventures investiert in Ninetailed #EXKLUSIV
+++ Bekannte D2C-Investoren investieren in Grenion #EXKLUSIV
+++ Picus Capital investiert in Ceezer #EXKLUSIV

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YoY extended Supply Chain Planning System! Der Klimawandel, das Lieferkettengesetz, Non-Financial CSR ESG Reporting oder kollabierende Lieferketten während der Pandemie! Unternehmen sehen sich zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert, die außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen stattfinden und die sich nur entlang der Lieferkette lösen lassen. In der Integration all dieser Aufgaben in einer zentralen Softwarelösung liegt der Schlüssel! Das wissen CIOs spätestens seitdem es ERP Systeme gibt. Und was das ERP seit Jahrzehnten für die kritischen internen Unternehmensabläufe ist, ist das YoY eSCP für das Management der erweiterten Lieferkette. So digitalisieren wir Lieferketten für unsere Kunden und machen sie ganzheitlich nachverfolgbar, transparent und wertebasiert – Ende zu Ende! Lieferketten brauchen Partner-Eco-Systeme. Ihr habt passende Lösungen, Technologien oder Expertise? Oder Ihr sucht strategische Partnerschaften? Wir haben die Kundenprojekte und die Basistechnologie! Interesse? Dann meldet Euch unter deutsche-startups@yoy.cool! Weitere Infos unter www.yoy.cool

Insider #120 – Der Podcast

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#Gastbeitrag – 5 Fehler, die Gründer:innen eine Menge Geld kosten


Die Gründung des eigenen Startups ist eine aufregende Zeit: Man entwickelt sein Produkt, legt eine Strategie fest, um es auf dem Markt zu etablieren und versucht, Investoren für sich zu gewinnen. Bis allerdings die ersten Gelder fließen, gehen viele junge Unternehmen durch magere Jahre, in denen ihre finanziellen Ressourcen sehr knapp sind. Für Gründer ist dies eine prägende Zeit, denn sie erfordert von ihnen ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen. 

Dem Deutschen Startup Monitor zufolge gehörten in diesem Jahr neben Kundengewinnung, Produktentwicklung und Recruitment, auch die Kapitalbeschaffung und das Generieren eines Cashflows zu den größten Herausforderungen von Startups. Gründer müssen daher von Beginn an lernen, sparsam mit ihren Ressourcen umzugehen und, wo es geht, auch Geld einzusparen. Welche Fehler Gründern dabei in der Vergangenheit unterlaufen sind und wie man sie vermeiden kann, zeigen die folgenden fünf Punkte. 

Fehler 1: Teure Büroräume anmieten

Mit der Gründung ihres Startups verwenden viele Unternehmer häufig viel Geld auf das Anmieten eines eigenen Büros – und das kann gerade in zentraler, innenstädtischer Lage sehr teuer sein. Wenn man bedenkt, dass Gründerteams häufig klein, international und motiviert sind, stellt sich die Frage, ob das Ganze überhaupt notwendig ist. Denn die letzten anderthalb Jahre haben uns gezeigt, wie effektiv die Zusammenarbeit auch aus dem Homeoffice sein kann: Während der Covid-19-Pandemie nutzten viele Teams digitale Tools, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten und Meetings in Form von Videokonferenzen abzuhalten. Jetzt, wo sich eine solche Art der Zusammenarbeit etabliert hat, lohnt es sich also, erneut abzuwägen, ob das eigene Team nicht sogar besser remote arbeitet. 

Darüber hinaus sind viele Gründer heute sogenannte Digital Nomads, für die das flexible Arbeiten von überall auf der Welt zur Unternehmensphilosophie gehört. So gibt es bereits Startups, die zu 100 Prozent digital agieren und auf Remote-Working-Konzepte setzen, die es ihren Teams erlauben, über unterschiedliche Zeitzonen hinweg zusammen zu arbeiten. Um die Mitarbeiter trotzdem gelegentlich am selben Ort zusammen zu bringen, können kurzfristig Arbeitsplätze in einem Co-Working Space angemietet oder sogar ein Urlaub für das gesamte Team organisiert werden. Dabei können Kollegen einige Wochen lang in einem Ferienhaus zusammenleben und -arbeiten. Das spart auf Dauer nicht nur Geld, sondern fördert auch das Teambuilding erheblich. 

Fehler 2: Am falschen Ende sparen

Flexibilität und die Fähigkeit, schnell kurzfristige Entscheidungen treffen zu können, gehören gerade in der Anfangsphase von Unternehmen zum Tagesgeschäft dazu. Dennoch ist es unerlässlich, die langfristige Entwicklung des Unternehmens im Blick zu behalten. Und dafür kann es sich unter Umständen auch lohnen, für eine Investition tiefer in die Tasche zu greifen. Denn viele Gründer neigen dazu sich für kostengünstige Lösungen zu entscheiden, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass ihnen diese Entscheidung später einmal teuer zu stehen kommen kann. Ein Beispiel dafür ist die Anschaffung neuer Software- und Hardwarelösungen. Hier sollte man sich Zeit nehmen, um herauszufinden, welches der zur Auswahl stehenden Tools einem auf Dauer den größten Mehrwert bietet. – Denn was heute am günstigsten ist, muss nicht notwendigerweise auch langfristig das Beste sein! 

Das heißt aber nicht, dass man kontinuierlich das eigene Budget überschreiten soll. Stattdessen sollte ausgelotet werden, welche Investitionen dem Unternehmen auf lange Sicht etwas zurückgeben und welche nicht. Mithilfe digitaler Tools können beispielsweise interne Prozesse wie die Buchhaltung automatisiert und geschäftsrelevante Aufgaben wie die Verkaufsabwicklung oder das Monitoring dauerhaft vereinfacht werden. Damit wird nicht nur vermieden, dass man mit seinen Zahlungen in Verzug gerät, sondern es werden von früh auf Strukturen geschaffen, die komplexe Prozesse effizienter gestalten. 

Fehler 3: Die Buchhaltung vernachlässigen

Schauen wir uns das Ganze einmal am Beispiel der Buchhaltung an: Zwar ist sie nicht Teil des Kerngeschäfts, dennoch trägt sie im Wesentlichen dazu bei, dass das Geschäft läuft – und genau das wird von vielen angehenden Unternehmern gerne mal unterschätzt. Denn gerade dann, wenn administrative Tätigkeiten wie die Buchhaltung manuell ausgeführt werden, sind sie besonders fehleranfällig. Wenn man sie darüber hinaus nur stiefmütterlich behandelt, ist das Chaos perfekt. Die Integration einer Buchungssoftware kann hier Abhilfe schaffen. So reduziert sie nicht nur die Fehlerquelle Mensch, sondern erhöht auch die Effizienz der Buchhaltung. Außerdem dient sie als Ablageort für wichtige Dokumente und Belege und vereint darüber hinaus auch diverse Funktionen in sich – von CRM und Angeboten über die Gehaltsabrechnung und Bestandsverwaltung bis hin zur Erfassung mehrerer Bankkonten und Zahlungsmethoden. 

Welche Software für das eigene Startup sinnvoll ist, hängt weitgehend von der Art des Unternehmens ab. Für jene, die von einem Büro aus arbeiten, kann eine Desktop-Software gut funktionieren. Wenn man allerdings auf flexible Remote-Working-Konzepte setzt, ist ein mobiler Zugriff per App von Vorteil. Auch die Anzahl an speziellen Funktionen und die Art der Berichterstellung, die benötigt wird, kann von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich sein. Am Ende des Tages ist es wichtig, dass die gewählte Buchungssoftware den Unternehmensalltag erleichtert und einen Überblick über das zur Verfügung stehende Budget verschafft.

Fehler 4: Die Rechnungserstellung hinauszögern

Genauso wichtig wie selbst seine Rechnungen zu bezahlen, ist es, die ausstehenden Rechnungen seiner Kunden nicht aus den Augen zu verlieren – eine Tatsache, der sich jeder Gründer früher oder später stellen muss. Denn ähnlich wie die Buchhaltung zählt auch das Erstellen von Rechnungen nicht zu den Lieblingsaufgaben der meisten Unternehmer. Und das ist auch kein Wunder, denn in der Vergangenheit war die Rechnungserstellung eine aufwendige manuelle Aufgabe und – ähnlich wie die Buchhaltung – in einem hohen Maße fehleranfällig. 

Das muss heute nicht mehr so sein. Mithilfe von Automatisierung wird die Erstellung einer Rechnung innerhalb einer Minute möglich – vom Computer am Arbeitsplatz oder von unterwegs über die Mobile-App. Die erstellte Rechnung kann dann ganz einfach per E-Mail, WhatsApp oder Facebook versendet werden. Der Vorteil einer solchen digitalen Abwicklung liegt auf der Hand: Sie bietet dem Kunden die Möglichkeit, das Geschäft schnell und flexibel via Online-Payment abzuschließen, bevor die Zahlung im Laufe einer stressigen Woche in Vergessenheit gerät. Denn wer die Rechnung über einen Link mit nur wenigen Klicks begleichen kann, tut dies in der Regel umgehend. 

Und sollte ein Kunde das Bezahlen doch einmal vergessen haben, können digitale Tools auch dazu genutzt werden, um ein paar Tage später eine freundliche Erinnerung hinterherzuschicken. Unterm Strich hilft die Nutzung solcher Tools also nicht nur dabei, die Erstellung von Rechnungen zu vereinfachen, sondern sie trägt auch dazu bei, Zahlungsverzüge auf Kundenseite zu vermeiden. 

Fehler 5: Um jeden Preis schnell wachsen

Mit den richtigen Tools und der in der Anfangszeit erworbenen Disziplin, die eigenen Ressourcen sparsam einzusetzen, beginnt das Startup schlussendlich zu wachsen. Wachstum bringt allerdings auch neue Herausforderungen sowie eine Reihe an potenziellen Fehlerquellen mit sich – zum Beispiel, wenn es darum geht, die Produktionskapazitäten zu erhöhen und neue Mitarbeiter einzustellen. Anders gesagt: Investitionen sind in dieser Phase entscheidend, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können. Für viele Gründer stellt sich daher die Frage, ob es unter solchen Umständen überhaupt noch möglich ist, sparsam zu sein. 

Die Antwort lautet: Ja! Denn wie auch schon in der Anfangsphase des Unternehmens ist es während seines Wachstums unabdingbar, das eigene Budget im Blick zu behalten. Denn wenn ein Startup zu schnell wächst, laufen Unternehmer Gefahr, ihre Rechnungen nicht mehr begleichen zu können. Anstatt also zu schnell zu viel zu investieren, sollte ein positiver Cashflow im Mittelpunkt des Wachstumsprozesses stehen, um kontinuierlich wachsen und einen langfristigen Erfolg des Unternehmens gewährleisten zu können. – Daran ist in der Vergangenheit schon der ein oder andere gescheitert. 

Langsam wachsen lautet also die Devise – egal ob es darum geht, mehr zu produzieren oder mehr Personal einzustellen. Denn vorschnell zu entscheiden, kann zu einem Zeitpunkt, in dem das eigene Unternehmen noch nicht ausreichend auf dem Markt etabliert ist, ein teurer Fehler sein. 

An den fünf häufigen Fehlern zeigt sich deutlich: Im Laufe des Gründungsprozesses, und auch bei der Entwicklung vom Startup zum Scale-up, hängt vieles von der Sparsamkeit der Gründer ab. Das Sparen wird im Volksmund also nicht umsonst als eine Tugend bezeichnet. Letzten Endes kann eine sparsame Grundeinstellung zusammen mit sinnvollen und langfristig orientierten Investitionen dazu beitragen, dass aus einem Startup ein erfolgreiches Unternehmen wird. 

Über den Autor
Ivo Dimitrov ist Chief Product Officer bei Finom. Neben 12 Jahren Erfahrung in den Bereichen Design und Produktmanagement, verfügt er über mehr als sechs Jahre Erfahrung in der FinTech-Branche. Darüber hinaus ist er Entrepreneur und Inhaber eines mobilen Marktplatzes für TätowiererInnen und anderen Online-Diensten für Startups.

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#aktuell, #gastbeitrag

#Offline – Millionenschweres FinTech Remagine steht vor dem Aus


Das junge Berliner FinTech Remagine schlittert knapp ein Jahr nach der Verkündung einer 20 Millionen Investmentrunde (Eigen- und Fremdkapital) in die Insolvenz. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Torsten Martini ernannt. “Remagine galt als aufstrebendes deutsches Finanz-Startup”, schreibt FinanceFWD zur Insolvenz. Das Unternehmen wurde 2019 von Julia Profeta Johansson, Gründerin Ella Impact, und Sebastian Dienst, zuvor Shore, gegründet. Bis zur Verkündung des Investments flog das FinTech komplett unter dem Radar.

Anfangs positionierte sich das FinTech als eine Art Gründer-Bank. “We are here to reshape banking through founder-friendly and tech-driven financial solutions that inspire businesses to be more successful, sustainable, regenerative, and impactful”, teilte das FinTech damals mit. Inzwischen war Remagine aber ein grünes, nachhaltiges Business-Banking-Angebot. “Designed for companies that know people, planet and profits matter”. Im Grunde war das Unternehmen somit noch auf der Suche nach dem passenden Buzzword und dem passendem Geschäftsmodell.

“Für den Neustart befand sich das Fintech in Investorengesprächen, heißt es. Diese dürften nun nicht wie geplant zustande gekommen sein”, berichtet FinanceFWD zum vorläufigen Aus. Dabei ist weiter viel Geld im Markt – wie auch die vielen großen Investments in den vergangenen Wochen zeigen. Zuletzt gab es aber gerade im FinTech-Segment einige Pleiten und frühe Aufgaben. Das junge Unternehmen Bettercard, das auf Firmen-Kreditkarten setzte, verschwand schon kurz nach dem Start wieder vom Markt.

Im Segment gibt es derzeit halt einfach viele Modelle mehrfach, für alle Anbieter reicht da wohl auch das viele Geld im Markt nicht mehr. So sammelte etwa die grüne Smartphone-Bank Tomorrow zuletzt 14 Millionen Euro und 8 Millionen via Crowdinvesting ein. “Ursprünglich war im Rahmen des Crowdinvestings nur eine Finanzierungssumme von fünf Millionen Euro geplant”, teilte das Unternehmen dazu Ende des vergangenen Jahres mit. Das Fintech lässt sich als Mischung aus N26 und GLS beschreiben.

TippStartups, die 2021 leider gescheitert sind

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#Interview – “Wir haben geackert und geschuftet, manchmal rund um die Uhr”


Das FinTech Finanzguru, das 2015 von den Zwillingen Alexander und Benjamin Michel sowie Sandro Sonntag und Florian Hirsch gegründet wurde, positioniert sich als “digitaler und individueller Finanzassistent auf Basis künstlicher Intelligenz”. VR Ventures, Coparion, Venture Stars und Co. investierten gerade 8 Millionen Euro in das Unternehmen, das durch einen Auftritt in der VOX-Show “Die Höhle der Löwen” bundesweit bekannt geworden ist. Damals stieg auch Carsten Maschmeyer bei Finanzguru ein.

“Seit unserer Gründung hat sich das Unternehmen sehr positiv entwickelt. Mittlerweile vertrauen uns mehr als 500.000 registrierte Kunden ihre Finanzen an. Heute haben wir 40 Mitarbeiter:innen und im Jahr 2021 betrug der Umsatz 2 Millionen Euro”, sagt Gründer Alexander Michel zum Stand der Dinge bei Finanzguru. Das frische Geld soll nun insbesondere in die “persönliche Beratung für Finanz- und Versicherungsthemen” fließen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Finanzguru-Macher außerdem über  den langfristigen Schub durch die Teilnahme an “Die Höhle der Löwen”, Krisen und Selbstbewusstsein.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Finanzguru erklären?
Früher musstest Du an den Geldautomaten gehen, um herauszufinden, wie viel Geld Du auf dem Konto hast. Mit Stift und Papier hast Du ein Haushaltsbuch geführt, damit Du wusstest wieviel Du im Monat noch ausgeben darfst. Und du hattest einen Leitz-Ordner mit der Übersicht über alle Deine Verträge. Das kannst Du heute viel einfacher haben: Alles, was Du über Dein Geld und Deine Versicherungen wissen musst, findest Du akkurat, übersichtlich und einfach in der Finanzguru-App auf Deinem Smartphone.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir fahren zweigleisig: Es gibt ein Freemium Modell, mit Basisfunktionen, die kostenlos sind, und kostenpflichtigen Premium-Diensten, die weitergehende Informationen und zusätzliche Erleichterungen bieten wie etwa ein automatisiertes Haushaltsbuch und unlimitierte Analysen. Wenn wir unseren Kunden helfen, neue und bessere Verträge zu finden etwa für Energie oder Versicherungen, dann erhalten wir dafür auch Provisionen der Anbieter.

Wie ist überhaupt die Idee zu Finanzguru entstanden?
Wir haben festgestellt, wie mühsam es oft ist, den Überblick über Finanzen und Versicherungen zu behalten und das eigene Geld richtig zu lenken. Viele nehmen sich vor, mehr zu sparen, Geld besser auszugeben oder auch zu teure Verträge rechtzeitig zu kündigen. In der Praxis ist das aber sehr beschwerlich – zu oft bleibt es dann bei guten Vorsätzen. Hier haben wir angesetzt und gesagt, das können wir den Kunden digital viel leichter machen. Bei einem API-Hackathon der Deutschen Bank haben wir unsere Vision des kundenfreundlichen Bankings  entwickelt und das Ganze Finanzguru getauft: Eine App, die den Umgang mit Geld magisch einfach macht. Im Wettbewerb mit 150 Teams aus der ganzen Welt um die cleverste digitale Banking-Lösung haben wir den ersten Platz gemacht – und 30.000 Euro Preisgeld gewonnen. Das war die Geburtsstunde und die Anschubfinanzierung für Finanzguru.

Wie hat sich Finanzguru seit der Gründung entwickelt?
Seit unserer Gründung hat sich das Unternehmen sehr positiv entwickelt. Mittlerweile vertrauen uns mehr als 500.000 registrierte Kunden ihre Finanzen an. Heute haben wir 40 Mitarbeiter:innen und im Jahr 2021 betrug der Umsatz 2 Millionen Euro.

Gerade habt ihr 8 Millionen Euro eingesammelt. Wofür braucht ihr das Geld?
Wir haben im vergangenen Jahr unser Geschäftsmodell um die persönliche Beratung für Finanz- und Versicherungsthemen erweitert. Ein Geschäftsfeld, in dem wir heute bereits mehr als 20.000 Kunden betreuen, Tendenz steigend. Dieses Wachstum wollen wir weiter beschleunigen. Dafür werden wir das jetzt eingesammelte Kapital einsetzen.

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch – auch abseits des Investments – langfristig gelohnt?
Ja, die Sendung hat uns einen enormen Popularitätsschub gebracht. Vor einigen Tagen habe ich in meiner Wohnung einen neuen Internetanschluss bekommen und der Mitarbeiter der Telekom konnte sich an unseren Auftritt in der Höhle der Löwe erinnern. Und das nach mehr als drei Jahren! Kurz: Die Arbeit und der Auftritt haben sich definitiv gelohnt. Nach der Sendung haben wir innerhalb einer Woche mehr als 200.000 Kunden gewonnen. Carsten Maschmeyer ist bei uns ja mit dem größten Einzelinvestment eingestiegen, das es in der Sendung je gab. Der Marketing-Effekt und das Kapital haben uns einen Riesenschritt nach vorne gebracht. Fast noch wertvoller ist aber die Hilfe von Carsten, der uns jederzeit mit Rat und Netzwerk unter die Arme greift.

Was rätst Du anderen Gründer, die bei der Gründershow mitmachen wollen?
Vorbereiten, vorbereiten vorbereiten. Die Situation in der Sendung ist schon Stress: Ihr müsst vor laufender Kamera euer Geschäft einfach und verständlich erklären und die Fragen der Investoren überzeugend beantworten. Das ist ein Pitch im grellen Licht einer Bühne vor einem Millionenpublikum. Und nach der Sendung geht’s erst richtig los. Am Abend der Ausstrahlung werdet ihr förmlich überrannt – vorausgesetzt ihr habt einen guten Pitch abgeliefert und ein spannendes Produkt. Dann könnt ihr innerhalb von Minuten Abertausende neue Kunden gewinnen. Dafür müsst ihr eure Technik und die entsprechenden Systeme auch fit machen. Stellt euch also nach der Ausstrahlung der Sendung auf ein paar Nächte mit wenig Schlaf ein.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen? 
Die Einführung einer neuen, verbindlichen EU-Richtlinie hat uns Ende 2019 schon an den Rand gebracht. Von einem auf den anderen Tag lief unsere App plötzlich nicht mehr richtig und wir haben deshalb sage und schreibe rund 100.000 Kunden verloren. Aber wir haben die Zähne zusammengebissen und uns der technischen und organisatorischen Herausforderung gestellt. Wir, meint unser Rockstar-Team. Gemeinsam haben wir geackert und geschuftet, manchmal buchstäblich rund um die Uhr. Und nach knapp einem Jahr hatten wir die Probleme tatsächlich gelöst und als eines der ersten FinTechs die EU-Regulierung vollständig umgesetzt. Aus dieser Krise sind wir gestärkt hervorgegangen, mit neuer, besserer Technik und dem Selbstbewusstsein, dass wir auch ernste Probleme lösen können.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Bei allem was wir tun, kommen unsere Kund:innen immer zuerst. Wir zerbrechen uns wirklich den ganzen Tag den Kopf darüber, wie wir unseren Kund:innen noch besser helfen können, ihre Finanzen, Verträge und Versicherungen zu überschauen und zu optimieren. Und unsere Lösungen bauen wir dann in die App ein. Das zeichnet unser Unternehmen aus und wird auch in den App Stores mit über 90.000 Bewertungen mit im Durchschnitt 4.7 von 5 Sternen bestätigt. Die Kund:innen lieben Finanzguru. Und das soll so bleiben.

Wo steht Finanzguru in einem Jahr?
Wir wollen viele neue und motivierte Mitarbeiter:innen einstellen. Dafür haben wir jetzt das notwendige Kapital. Dabei werden wir sehr darauf achten, dass unsere Kultur erhalten bleibt, in der wir immer zuerst fragen, was ist gut für unsere Kund:innen. Wenn wir es hinkriegen, dass wir uns stets damit beschäftigen, die Aufgaben und Probleme unserer Kund:innen zu lösen, dann bin ich sicher, dass wir bei den Kund:innen erfolgreich sind und so auch unser Unternehmen Erfolg hat.

TippFinanzguru-Megadeal: Umsatz ist nicht immer alles

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#StartupTicker – +++ Lendis – Moss – PlanRadar – EMnify – Alaiko – Wellster – softr – Coya – tado – Cherry Ventures


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: Livebuy, Tetralytix, Slected.me, Retury, Numbat, shopshot, Sprad, Roatel, DIGIaccess, Mitigant, Preventio, ArgumenText, Enefty, Lokalmeister, Stadtguthaben, BitsForDigits, BuchhaltungsButler, Total Fansports, Rex, Amuzed, Hivebuy, Nelly, Perfeggt, Thermosphr, Dealcode, Flash, ValueWorks, Suena, Neural Jam, LOG.IG, Coachinho, Tune Insight, Eye Able, Fainin, schummelrechnungen.de und Tip me. Mehr im Startup-Radar

INVESTMENTS

Lendis
+++ Circularity Capital, Keen Venture Partners und Co. investieren 80 Millionen Euro (30 Millionen Eigenkapital, 50 Millionen Fremdkapital) in Lendis. Mehr über Lendis

Moss
+++ Tiger Global, A-Star und Valar Ventures investieren 75 Millionen Euro in Moss. Mehr über Moss

PlanRadar 
+++ Insight Partners, Quadrille Capital, Cavalry Ventures, Headline und Co. investieren 69 Millionen US-Dollar in PlanRadar. Mehr über PlanRadar

Terra Quantum 
+++ Nichtgenannte Family Offices, ein Krypto-Investor sowie Altinvestor Lakestar investieren 60 Millionen US-Dollar in Terra Quantum. Mehr über Terra Quantum

Daedalean
+++ Carthona Capital, Amino Capital, Redalpine Venture Partners und Honeywell Ventures investieren 58 Millionen US-Dollar in Daedalean. Mehr über Daedalean

EMnify 
+++ Der englische Kapitalgeber One Peak Partners investiert 57 Millionen US-Dollar in EMnify. Mehr über EMnify

Alaiko 
+++ Tiger Global, Next47 sowie Business Angels wie Maximilian Bittner, Gründer von Vestiaire Collective, investieren 30 Millionen US-Dollar in Alaiko. Mehr über Alaiko

Wellster Healthtech
+++ Claret Capital und Mangrove Capital investieren 20 Millionen US-Dollar in Wellster Healthtech. Mehr über Wellster Healthtech

softr
+++ FirstMark Capital, Atlantic Labs und mehrere Business Angels investieren 13,5 Millionen US-Dollar in softr. Mehr über softr

MERGERS & ACQUISITIONS

Coya 
+++ Das französische InsurTech Luko übernimmt den Berliner Wettbewerber Coya und expandiert auf diesem Wege nach Deutschland. Mehr über Coya

STOCK MARKET

tado
+++ Das Münchner Unternehmen tado, das alte, als auch neue Heizungssysteme fit für das Internet-Zeitalter macht, plant einen SPAC-IPO.  Mehr über tado

VENTURE CAPITAL

Cherry Ventures
+++ Cherry Ventures legt – wie bereits im Oktober berichtet – seinen vierten Fonds auf. im Topf sind 300 Millionen Euro. Mehr über Cherry Ventures

Founders of Europe 
+++ Mit Founders of Europe (FOE) geht ein neuer Early-Stage-Investor an den Start. Mehr über Founders of Europe 

PODCASTS

Insider #119

In der neuen Ausgabe mit Sven Schmidt geht es insbesondere um Gorillas, Flink, Arive, Biorena, Alasco, Lendis, SoSafe, Plantura, LunarX, 468 Capital, Operations1, Hypatos und Kubermatic.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#aktuell

#DealMonitor – Lendis sammelt 80 Millionen ein – softr bekommt 13,5 Millionen – Blloc sammelt 2 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 21 . Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Lendis
+++ Circularity Capital und Keen Venture Partners sowie die Altinvestoren HV Capital, DN Capital und Picus Capital investieren 80 Millionen Euro (30 Millionen Eigenkapital, 50 Millionen Euro Fremdkapital) in Lendis. Das Berliner Startup Lendis, das 2018 von Julius Bolz und Stavros Papadopoulos gegründet wurde, bietet seinen Kunden – Unternehmen und Gewerbetreibende – Tische, Stühle, Kaffeemaschinen Technik, Elektrogeräte und viele verschiedene Services an. Insgesamt konnte Lendis nun schon rund 100 Millionen Euro einsammeln. “Bis 2023 wollen die Gründer Lendis zur führenden SaaS-Lösung für die hybride Arbeitswelt in Europa machen. Um das zu erreichen, verdoppelt das Team seine Tech- und Produktteams und stellt Talente aus der ganzen Welt ein”, teilt das Unternehmen mit. Über den Einstieg von Keen Venture Partners hatten wir Anfang Januar im Insider-Podcast berichtet. Mehr über Lendis

softr
+++ FirstMark Capital und Altinvestoren wie Atlantic Labs sowie mehrere Business Angels wie Johnny Boufarhat (Hopin), Koen Bok (Framer), Christian Reber (Pitch) investieren 13,5 Millionen US-Dollar in softr. Das Berliner Startup, das 2019 von Mariam Hakobyan und Artur Mkrtchyan gegründet wurde, entwickelt eine No-Code-Plattform mit der Nutzer auf Airtable Websites, Apps und Co. bauen können. “Start from a template or from 70+ pre-built blocks and customize any element on the page. No design or coding skills needed”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Atlantic Labs, Discovery Ventures und Co. investieren im Februar 2021 bereits 2,2 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr über softr

Blloc 
+++ Speedinvest, Emerge, ein Frühphasen-Ableger von Softbank, investieren 2 Millionen US-Dollar in Blloc. Das Berliner Startup, das 2017 von Adham Badr und Mladen Milosevic gegründet wurde, möchte die Art und Weise, wie wir mit Smartphones umgehen, neu definieren. “Blloc’s flagship product, Ratio has been purposefully designed to reduce distractions, give your phone "productivity superpowers", and give users more awareness about their digital habits”, teilt das Unternehmen mit.

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#Gastbeitrag – Mentoring: Das Schweizer Taschenmesser für die Unternehmenskultur


Im Laufe meiner jahrelangen Tätigkeit als Unternehmerin begegne ich regelmäßig Menschen, die gern selbst ein Unternehmen gründen oder den nächsten Karriereschritt wagen wollen. Welche Ziele und Pläne sie auch verfolgen, immer wieder taucht eine Frage auf:

Wie mache ich das?

Wissen ohne Mentoring ist wie Bauen ohne Werkzeug

Wir leben in einer Welt des überbordenden Wissens. Auf jede noch so komplexe Frage gibt es scheinbar klare Antworten in YouTube-Videos, Online-Kursen und Fachbüchern. 

Mit wenigen Klicks finden wir Anleitungen dafür, wie wir eine Steuererklärung erstellen, einen Businessplan entwickeln oder besser mit unseren Mitmenschen kommunizieren. Und doch bleibt die bohrende Frage nach dem Konsum von Wissen bestehen: 

Wie mache ich das?

Der Ratgeber-Markt boomt seit Jahren, was ein deutlicher Hinweis darauf ist, dass wir in gesammeltem Wissen zwar Denkanstöße und Inspiration finden. Doch unterstützt uns niemand bei der Umsetzung. Wissen bleibt damit nur theoretisch, ein zahnloser Papiertiger.

Bücher, Videos und Kurse gibt es also massenhaft. Aber der Zugang zu den Experten, den Leuten also, die einem zeigen, wie wir das Gelernte anwenden, bleibt nur einigen wenigen Personen vorbehalten. Es ist an der Zeit, das Mentoring in der Breite zu öffnen.

Mentoring: Ein Auftrag, aber nicht zur Profilierung

Den Status Mentor schreiben sich manche gern in ihr LinkedIn-Profil, wie eine Art Gütesiegel. Doch ist es keine Auszeichnung, Mentor zu sein, kein Nice to have, um sich zu profilieren. Es ist Auftrag, Pflicht und Privileg in einem. 

Mentoren sind, wenn sie ihre Verantwortung annehmen und danach handeln, die Schweizer Taschenmesser der Unternehmenskultur. Geschickt verbinden sie Mitarbeiter an der Basis und die oberen Etagen miteinander, sie sorgen für eine zielführende Informationsweitergabe durch Know-how-Transfer. 

Das müssen Mentoren können

Mentoren sind Betreuer, die ihren Betreuten Hard und Soft Skills beibringen, und zwar auf eine zwischenmenschlich angenehme wie auch professionell-kollegiale Art. Mentoren stehen dabei zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Sie

  • führen,
  • fordern,
  • motivieren,
  • bestärken,
  • stellen ihr Netzwerk zur Verfügung,
  • verhelfen dem Mitarbeiter zur eigenständigen Arbeitsweise,
  • schätzen den Workload richtig ein und planen entsprechende To-dos,
  • sind präsent, ohne den Mitarbeiter zu erdrücken,
  • prüfen (Zwischen-)Ergebnisse, ohne zum Kontrolletti zu werden,
  • inspirieren mit eigenen Ideen,
  • sind zugleich aufgeschlossen gegenüber Ideen des Mitarbeiters,
  • gehen ins Sparring, um zusammen mit dem Mitarbeiter die besten Ideen herauszuarbeiten,
  • treten als kompetente Autorität auf, ohne autoritär zu werden.

Die Liste ist noch lange nicht vollständig, weshalb sich das Bild des Schweizer Taschenmessers für Mentoring so gut eignet: Das Taschenmesser hat es deshalb zu Berühmtheit gebracht, weil es sich um ein Top-Multifunktionswerkzeug handelt, bei dem jedes Werkzeug für sich allein exzellent und zuverlässig funktioniert. 

Doch erst im Verbund zeigt sich der wahre Nutzen des Schweizer Taschenmessers: Alle Hochleistungstools befinden sich praktisch gebündelt an einem Ort, sodass sie zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen. Genauso ist es auch beim Mentor: Mal ist er als Coach gefragt, in einer anderen Situation als Netzwerker und wieder zu einem anderen Zeitpunkt als Quasi-Chef, der die Arbeitsergebnisse realistisch einschätzen muss. Leider werden nur wenige Mentoren in Deutschlands Unternehmen ausreichend auf diese Aufgabe vorbereitet. Dabei ist dies dringend geboten.

Was bringt Mentoring und wie fördern Unternehmen eine Mentoring-Kultur?

Der Gallup-Studie zufolge hat jeder sechste Mitarbeiter bereits innerlich gekündigt oder plant, innerhalb des nächsten Jahres zu kündigen. Noch immer denken viele Führungskräfte, es gehe Mitarbeitern um Geld oder einen großen Firmenwagen. Doch ist das allein nur selten der ausschlaggebende Motivationsfaktor. Anerkennung der eigenen Arbeit liegt Umfragen zufolge auf Platz 1 der deutschen Arbeitnehmer, was die Prioritäten bei einem Job angeht. Direkt dahinter kommt ein gutes Verhältnis zu Kollegen, gefolgt von spannenden Aufgaben. 

Kurzum: Menschen verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit bei der Arbeit, und sie möchten das in einem Klima der Wertschätzung und guten sozialen Beziehungen tun. 

Mentoring leistet hierzu einen erheblichen Beitrag, indem es

  • die interne Kommunikation verbessert,
  • die Weitergabe von wertvollem, unternehmensinternem Wissen sicherstellt und so “Sticky Knowledge” verhindert,
  • dafür sorgt, dass Führungskräfte erfahren, was Mitarbeiter beschäftigt, bewegt und interessiert,
  • Bedarfe für die Personalentwicklung in Erfahrung bringt,
  • Frust bei Kollegen frühzeitig aufzeigt und der Mentor gegensteuern kann,
  • Handlungs- und Mitteilungskompetenzen fördert,
  • Entwicklungspotenziale aufzeigt,
  • ein Wir-Gefühl schafft,
  • die Gefahr von Fluktuation senkt und
  • High Potentials in Unternehmen ausfindig macht.

Auch diese Liste ist noch lange nicht vollständig. Gesagt werden kann: Der Kernvorteil von Mentoring ist die tiefgreifende, auf allen Ebenen stattfindende Verbesserung der Unternehmenskultur.

Damit das funktioniert, braucht es ein gut strukturiertes, auf das Team und die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmtes Mentoring-Programm. Alternativ: eine Technologie, die das übernimmt.

Generische Lösungen helfen hier nicht weiter, da jeder Mentoring-Auftrag höchst individuell ist. Das zu leisten ist aufwendig, ja. Doch kann der Wert von Mentoring gar nicht hoch genug eingestuft werden, wenn es dadurch gelingt, Fachkräfte zu gewinnen, zu motivieren und dadurch zu halten.

Was muss sich ändern, damit Mentoring selbstverständlich in Unternehmen wird?

Mentoring sollte es ein integraler, essenzieller Bestandteil der Personalführung und -entwicklung werden.

Dafür ist es erforderlich, dass bereits bestehende Mentoring-Programme kritisch auf den Prüfstand gestellt werden: Funktionieren diese bzw. welche Ergebnisse haben sie bislang geliefert? Wird das Programm regelmäßig mit seinen Stärken und Schwächen evaluiert, etwa durch Frage- und Feedbackbögen?

Dieser ehrliche, reflektierte Blick auf bestehendes Mentoring ist ein wichtiger Schritt für Unternehmen, die bestehende Programme optimieren möchten.

Tipp: Mentoring-Plattformen nutzen

Was aber können Unternehmen tun, die bislang keine Berührungspunkte mit Mentoring haben? Sie können sich zum Beispiel mit Mentoring-Plattformen an das Thema herantasten. Dadurch bekommen Unternehmen ein erprobtes Framework, das Prozesse wie Matching, Briefing oder Feedback regelt. Alternativ kann man Mitarbeiter in eine kollegiale Mentoring-Community einladen und es ihnen freistellen, wie sie sich mit wem und wann austauschen. In beiden Fällen sammeln Unternehmen schnell Erfahrungen mit der eigenen Mentoring-Kultur, identifizieren Mitarbeiter, die sich gern einbringen und die Themen, die aktuell wichtig sind. Mit dem gelernten kann man anschließend ein Programm nach den eigenen Bedürfnissen entwickeln: die das Mentoring als Schweizer Taschenmesser für die Unternehmenskultur täglich anwendet.

Diese Unterstützung für den Aufbau einer New-Work-Kultur können sich nicht nur Start-ups und KMU ohne Mentoring-Erfahrung zunutze machen. Auch Unternehmen mit bestehenden Mentoring-Programmen erweitern so ihren Wissensschatz und das eigene Netzwerk. Denn genau darum geht es im Mentoring: gemeinsam voranzukommen, ganz egal, an welchem Punkt wir stehen. Damit wir als Gesellschaft zusammen in eine erfolgreiche, erfüllende Zukunft gehen.

Über die Autorin
Tina Ruseva ist Mehrfachgründerin, studierte Informatikerin, Initiatorin des dezentralen New Work Festivals und zudem Verfechterin des “Mentorings für alle”.

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#aktuell, #gastbeitrag, #mentoring

#Brandneu – 9 neue Startups, die die ihr euch einmal anschauen solltet


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Livebuy
Das Berliner Startup Livebuy, das von Alex von Harsdorf, Bertold Harmath und Armin Gattung gegründet wurde, setzt auf Livestream-Shopping. Das Unternehmen ermöglicht es Marken und Händlern, eigene Live-Video-Shopping-Plattformen zu betreiben und diese direkt in ihre Plattformen zu integrieren. 

Tetralytix
Das junge Unternehmen Tetralytix entwickelt mit Toolyzer eine Simulationssoftware, die die Entwicklung von industriellen Zerspanwerkzeugen und -prozessen beschleunigt.Konkret geht es um eine “Verkürzung der Entwicklungszeit sowie eine Reduzierung des Ressourcenbedarfs”

Slected.me
Das Startup Slected.me bietet Arbeitnehmer:innen die Chance, “ihren exakten Gehaltswert” für sich selbst zu berechnen und mit anderen Nutzer:innen zu vergleichen. Unternehmen soll sol “geeignete Kandidaten für die ausgeschriebene Vakanz mithilfe von Soft Skill-Matching innerhalb von 10 Minuten finden” können.

Retury
Retury aus Regensburg kümmert sich um Retouren. Das Startup vermittelt Retouren dabei direkt an einen neuen Besitzer. So sollen Verpackungsmüll und überflüssige Versandwege eingespart werden. Onliner:innen können über Retury Produkte zu “fairen und rabattierten Preisen kaufen”.

Numbat
Numbat aus Kempten möchte mit einen Stromspeicher und einer Schnellladesäule die E-Mobilität weiter nach vorne bringen, indem man E-Autos schneller laden kann. Dazu kombiniert das Jungunternehmen einen Batteriespeicher mit einem sogenannten “High-Power Charger”. 

shopshot
Hinter der Jungfirma shopshot verbirgt sich eine Livestream-Shopping-App. Das Team aus Bonn schreibt zum Konzept: “In Livestreams können Händler Produkte präsentieren, Nutzer können mit anderen Shoppern interagieren und Produkte umgehend kaufen”.

Sprad
Das Wiener Startup Sprad, das vom appful-Macher Jürgen Ulbrich und Christian Kindlinger gegründet wurde, unterstützt Unternehmen dabei, das “volle Potenzial aus ihrem besten Recruiting-Kanal zu bekommen: Mitarbeiterempfehlungen”. So sollen Firmen “schneller die besten Mitarbeiter” finden können.

Roatel
Das junge Düsseldorfer Unternehmen Roatel setzt auf Containerhotels entlang von Autobahnen. Ins Leben gerufen wurde das Hotel-Startup von Ralf-Peter Kals und Christian Theisen, die zuvor den Briefdienstleister First Mail gegründet und verkauft haben.

DIGIaccess
Bei DIGIaccess aus Bonn dreht sich alles um das wichtige Thema Barrierefreiheit. Die Jungfirma schreibt dazu: “DIGIaccess verändert die Barrierefreiheit im Internet, indem ein aufwendiger und kostspieliger manueller Prozess durch eine automatisierte KI-Technologie auf dem neuesten Stand der Technik ersetzt wird”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – PlanRadar sammelt 69 Millionen ein – EMnify bekommt 57 Millionen – Luko übernimmt Coya


Im #DealMonitor für den 20. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

PlanRadar 
+++ Insight Partners, Quadrille Capital, Cavalry Ventures, Headline, Berliner Volksbank Ventures, aws Gründerfonds, PropTech1 Ventures, Russmedia und GR Capital investieren 69 Millionen US-Dollar in PlanRadar. Das Wiener Unternehmen, das 2013 von Ibrahim Imam und Sander van de Rijdt gegründet wurde, ermöglicht die Erfassung und Dokumentation von Baumängeln am Smartphone oder Tablet. “PlanRadar wird die neuen Finanzmittel für die internationale Expansion einsetzen und in den USA, Australien, in der Region GCC, Südostasien sowie in Lateinamerika zusätzliche Niederlassungen eröffnen. Zudem werden die Investitionen in Forschung und Entwicklung maßgeblich gesteigert, um die technologische Weiterentwicklung der Produkte und Services weiter voranzutreiben”, teilt das Unternehmen mit. Insight Partners, Headline, Berliner Volksbank Ventures, Cavalry Ventures sowie aws Gründerfonds investierten zuletzt 30 Millionen Euro in das PropTech. 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für PlanRadar. Mehr über PlanRadar

EMnify 
+++ Der englische Kapitalgeber One Peak Partners investiert 57 Millionen US-Dollar in EMnify. Insgesamt flossen bereits 80 Millionen in die Jungfirma – unter anderem von Blue Star Ventures. “The Berlin-based company will use the new capital to accelerate its global market expansion, with a particular focus on the US, and to further develop and optimize its proprietary industry leading cellular IoT technology”, heißt es in der Presseaussendung. Das 2014 von Frank Stöcker, Martin Giess und Alexander Schebler gegründete Startup ist im Bereich Machine to Machine (M2M)-Kommunikation und Internet of Things (IoT) tätig. Das Unternehmen, dessen Wurzeln in aus Würzburg liegen, bietet seinen Kunden dafür eine Cloud-Plattform, mit der IoT- und M2M-Connectivity Services gestartet, gemanagt und monetarisiert werden können sollen. 110 Mitarbeiter arbeiten derzeit für das Unternehmen. One Peak hält jetzt 12 % am Unternehmen. Mehr über EMnify

Terra Quantum 
+++ Nichtgenannte deutsche Family Offices und ein Krypto-Investor sowie Altinvestor Lakestar investieren 60 Millionen US-Dollar in Terra Quantum. Das Unternehmen aus Rorschach in der Schweiz, das von Markus Pflitsch und Gordey Borisovich Lesovik gegründet wurde. “We are building quantum technology for a better future, breaking down the barriers between science and industry and laying the foundations of a real quantum tech ecosystem and value chain”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Codesphere 
+++ LEA Partners, 42CAP, NewForge, 468 Capital und mehrere Business Angels investieren 4,5 Millionen Euro in Codesphere. Das deutsch-amerikanische Startup, das 2020 von Elias Groll, Christian Siemoneit und Jonas Zipprick gegründet wurde, positioniert sich als “intelligente Plattform für die Entwicklung von WebApps”. “The funding will help Codesphere expand its team and develop the next chapter of Codesphere services, targeted toward developers and small companies. It will also be used to open a second data centre, and the first one to launch outside of Germany, in the US. The company also has longer-term plans to open data centre sites in Asia and across Europe”, teilt das Startup mit. 468 Capital investierte bereits im Oktober 2020 in das junge Unternehmen. Mehr über Codesphere

buya
+++ Business Angels wie Moritz Thiele und Andreas Kupke (Gründer von Finanzcheck.de) investieren 1,8 Millionen Euro in buya. Das EdTech aus Hamburg, das 2020 von Björn Schmuck und Moritz Otterbach gegründet wurde, positioniert sich als Lern- und Bildungsplattform für Kinder und Jugendliche. Die Bandbreite der Kurse reicht von Programmieren über Kunst bis hin zu Gesundheit. “Mit der Finanzierungssumme wird buya seine User-Experience weiter verbessern, das Lernangebot nochmals vertiefen und das Team ausbauen”, teilt das Startup mit.

Melon
+++ Stefan Höglmaier, Gründer des Immobilienentwicklers Euroboden, investiert 1 Million Euro in Melon. Hinter dem Startup aus München, das 2020 von Cornelia Weinzierl gegründet wurde, verbirgt sich ein Marktplatz für veganes Essen. Die Münchnerin nennt es “das eBay und AirBnB für veganes Essen”. Über Melon kann jeder selbst gekochtes, veganes Essen mit Menschen aus der Umgebung teilen bzw. kaufen. Mehr über Melon

Charry
+++ A Round Capital, Beyer-Invest und Uventures investieren in Charry. Das Münchner Startup, das 2015 von Benjamin Keller und Maximilian Forstner gegründet wurde, positioniert sich als Anbieter von Ship-from-Store-Lösungen. Zielgruppe sind Einzelhändler, Filialisten und Marktplätze, die mit der Fahrerflotte von Charry auf Wunsch täglich ihre Waren abholen, verpacken und versenden lassen können. “Mit dem frischen Kapital sollen die bisherigen Standorte erweitert und um weitere Standorte ergänzt werden”, teilt das Startup mit. Mehr über Charry

Naughty Nuts
+++ FoodLabs, Bitburger Ventures, Döhler Ventures und Business Angels wie Ole Strohschnieder, Béla Seebach (Just Spices) und Philip Kahnis (Hafervoll, Polly) investieren eine siebenstellige Summe in Naughty Nuts. Das Food-Startup aus Köln, das 2020 von Benjamin Porten und Lorenz Greiner gegründet wurde, setzt auf Nussmus. “Mit dem frischen Kapital investiert Naughty Nuts in die weitere Erschließung des DACH-Marktes, der Erweiterung des Produktportfolios und in die Verstärkung des Teams”, teilt das Startup mit. Mehr über Naughty Nuts

MERGERS & ACQUISITIONS

Coya 
+++ Das französische InsurTech Luko übernimmt den Berliner Wettbewerber Coya und expandiert auf diesem Wege nach Deutschland. Offiziell nennen die Unternehmen die Übernahme eine Fusion. Die Details sind aber eindeutig: “Mit der Integration von Coya in Luko wird eine paneuropäische Marke geschaffen, die für absoluten Kundenfokus, Nachhaltigkeit und Einfachheit steht. Die Coya AG als Risikoträger der neuen Gruppe wird in Luko Insurance AG umbenannt und behält ihren Hauptsitz in Berlin; weitere Büros der Luko-Gruppe sind in Paris und Madrid”. Coya, das 2016 von Andrew Shaw, Peter Hagen, und Sebastian Villarroel gegründet wurde, bietet “Versicherungslösungen in den Bereichen Hausrat, Privathaftpflicht, Fahrrad und E-Bike, Tierhaftpflichtund Tierkrankenversicherung an”. Zu den Investoren der Jungfirma gehören Valar Ventures, Headline und La Famiglia. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 40 Millionen US-Dollar in Coya. Zuletzt fand das Unternehmen aber keine weiteren Investoren. Die Coya-Investoren erhalten nun Anteile an Luko. Das InsurTech aus Paris wurde 2018 von Raphaël Vullierme und Benoit Bourdel gegründet. Mehr über Coya

Sofacto
+++ billwerk, eine Subscription-Management-Plattform aus Frankfurt am Main, übernimmt das französische Startup Sofacto, einen Anbieter von Anwendungen für Subscription Management und Recurring Billing. “Die Erweiterung der billwerk-Gruppe um Sofacto soll das Produktangebot der Gruppe durch die Integration des Salesforce-Ökosystems in die bestehende Suite von Softwarelösungen der Gruppe ausweiten”, teilt das Unternehmen mit. billwerk fusionierte gerade erst dem dänischen Unternehmen Reepay. billwerk wurde 2015 von Ricco Deutscher, Steffen Mey, Thomas Tauber und Christian Winnerlein gegründet. Das Growth-Equity-Unternehmen PSG erwarb im Frühjahr 2020 eine Mehrheitsbeteiligung an billwerk. Mehr über billwerk

VENTURE CAPITAL

Cherry Ventures
+++ Der Berliner Frühphasen-Kapitalgeber Cherry Ventures, der 2012 von Christian Meermann, Daniel Glasner, Filip Dames gestartet wurde, legt – wie bereits im Oktober im Insider-Podcast berichtet – seinen vierten Fonds auf. “We have raised an additional €300 million — Cherry’s largest fund to date. That’s a lot of capital for a European seed fund. Yet, we believe that Europe is entering a new era. Seed rounds have roughly doubled over the last three years in size and founders are able to attract follow-on capital faster than ever before”, teilt der Kapitalgeber mit. Erst 2019 legte Cherry Ventures seinen dritten Fonds (175 Millionen Euro) auf. In den vergangenen Jahren investierte Cherry in aufstrebende Unternehmen wie Moss, Flink, Forto, Infarm, SellerX und Flixbus.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das Unicorn SellerX, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn SellerX ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das Unternehmen, das 2020 von Dafiti-Gründer Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, sammelte bereits 750 Millionen Dollar ein – unter anderem von Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority, Cherry Ventures, Felix Capital und 83North. Die Bewertung von SellerX lag bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Hier 5 megaspannende Fakten über SellerX.

Ursprung

Das Berliner Unternehmen SellerX, das 2020 von Dafiti-Gründer >Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft – wie dutzende andere Unternehmen – amazon-Shops an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Die Hauptstädter beschreiben sich selbst so: “Wir kaufen Amazon-Unternehmen und bauen sie auf, in der Regel solche, die erfolgreich Alltagsgegenstände verkaufen. Beispielsweise für Haustiere, den Garten, fürs Zuhause oder auch für neue Fitnessprogramme. Transaktionen mit uns gehen schnell. Wir können dir innerhalb einer Woche ein kostenloses Angebot machen, innerhalb von 30–45 Tagen ist dann in der Regel alles unter Dach und Fach. Dennoch stellen wir sicher, dass jedes Geschäft individuell abgewickelt wird. Wir wissen, dass jedes Business und seine Gründer:innen ganz eigene Anforderungen und Ansprüche haben”.

Investoren

Blackrock, Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority und Co. investierten zuletzt – im Dezember 2021 – 500 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkapital) in SellerX. Zuvor investierten L Catterton, ein amerikanisch-französisches Private-Equity-Unternehmen, Sofina und Altinvestoren wie Cherry Ventures, Felix Capital und 83North im Sommer 2021 rund 118 Millionen Dollar in den Amazon-Shop-Aufkäufer aus der Hauptstadt. Zu den ersten Investoren von SellerX gehörten Ende 2020 Cherry Ventures, Felix Capital, Village Global sowie Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann. Insgesamt flossen bereits 750 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Bewertung

Die Bewertung bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 lag bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Ende 2020 soll die Bewertung des Unternehmens noch bei rund 12 Millionen Dollar gelegen haben.

KW-Commerce

Im Zuge der letzten Investmentrunde übernahm SellerX den erfolgreichen Amazon-Seller KW-Commerce. SellerX zahlte dafür nach unseren Informationen über 200 Millionen. KW-Commerce wurde 2012 von Jens Wasel und Max Kronberg gegründet. 460 Mitarbeiter:innen wirken damals für das Unternehmen aus Berlin. Die Beteiligungsholding JCK Holding hielt zuletzt knapp 25 % an KW-Commerce. 2020 erwirtschaftete das profitable Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 87 Millionen Euro. “Aus unserer Sicht handelt es sich weniger um eine Übernahme – auch wenn es von der Legal-Seite her tatsächlich ein Verkauf ist – als eher um einen Merger auf Augenhöhe. Hier schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um ihre sehr unterschiedlichen Stärken zu kombinieren. Wir erwarten, dass die Rechnung 1+1 = 6 ergibt”, sagte KW-Commerce-Gründer Wasel bei Wortfilter zur Übernahme.

Zahlen

300 Mitarbeiter:innen wirkten Ende 2021 bei SellerX. Hinzu kamen zuletzt die 460 Mitarbeiter:innen von KW-Commerce. Mehr als 40 Händler hatte das SellerX bis dahin übernommen.

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#Brandneu – 9 frische Startups, die wir ganz genau beobachten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Mitigant
Das Potsdamer Startup Mitigant, das von Nils Karn und Kennedy Torkura gegründet wurde, unterstützt Unternehmen bei der Erkennung, Absicherung und Prüfung von Cloud-Infrastrukturen. Das Motto dabei lautet: “Mitigant is on a mission to make public clouds secure and resilient”.

Preventio
Preventio aus Frankfurt am Main entwickelt eine Software zur Vorhersage und Prävention von Leitungswasserschäden. “Mittels KI-basierter Analytik ermöglichen wir, datengestützte Entscheidungen zu treffen und präskriptiv Schadensfällen vorzubeugen”, teilt das Startup mit.

ArgumenText
ArgumenText, ein Spin-off der Technischen Universität Darmstadt, filtert mittels KI-gestützer Algorithmen Kerninformationen aus unterschiedlichsten Texten heraus und fasst diese zusammen. “So lassen sich interne oder externe Datenbestände nutzen, um Entscheidungen schneller zu treffen”, schreiben die Gründer.

Enefty
Enefty möchte es “Content Creators” ermöglichen, ihre Videos als digitale Assets an Fans zu verkaufen. Auf der Webseite von Enefty sollen Nutzer:innen künftig einzelne Sequenzen aus bestimmten Videos als “einzigartige Sammlerstücke”, also als NFT, ersteigern können.

Lokalmeister
Lokalmeister möchte kleinen Unternehmen dabei helfen, im Internet besser gefunden zu werden. Social Media, SEO, Bewertungen und Co  werden für einen monatlichen Pauschalpreis gepflegt für die Unternehmen gepflegt – auch eine Webseite kann man sich erstellen lassen. Ab 179 Euro monatlich geht es los.

Stadtguthaben
Stadtguthaben aus Düsseldorf richtet sich an Städte, Stadtmarketingvereine, Gewerbevereine und Werbegemeinschaften, die ein digitales Gutscheinsystem einführen möchten. Stadtguthaben. übernimmt dabei auch die Verwaltung und Abrechnung der Gutscheine. 

BitsForDigits
Einen Marktplatz für Inhaber und Käufer von Internet Unternehmen bietet BitsForDigits. Nutzer:innen können sich über anonyme Inserate verbinden, um dann privat über eine Transaktion zu sprechen. Laut Webseite wird keine Kommission oder Listungsgebühr verlangt, der Verkauf ist kostenlos.

BuchhaltungsButler
BuchhaltungsButler möchte den Prozess der Finanzbuchhaltung automatisieren. Die Software soll Rechnungen verstehen, Belege mit der Banktransaktion abgleichen und automatisch Buchungssätze erzeugen. Statt Sortier- und Buchhaltungsarbeiten durchzuführen, müssen Nutzer:innen die generierten Daten nur noch validieren.

Total Fansports
Total Fansports möchte den deutschen Amateursport fit für die digitale Zukunft machen. Amateur- und Breitensportvereine aller Sportarten können dazu das kostenfreie Vereinsticket-System inklusive Payments Modul des Jungunternehmens nutzen. Die Plattform wird laut Gründer-Trio durch Werbung finanziert.

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#DealMonitor – Tiger Global investiert 75 Millionen in Moss – Daedalean sammelt 58 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 19. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Moss
+++ Tiger Global, A-Star und Valar Ventures investieren 75 Millionen Euro in Moss. Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen nun mit 500 Millionen Euro bewertet. Im August 2021 lag die Bewertung der Jungfirma noch bei 225 Millionen. Das Berliner FinTech, das 2019 von Ante Spittler, Anton Rummel, Ferdinand Meyer und Stephan Haslebacher gegründet wurde, setzt auf Firmenkreditkarten. Insgesamt konnte das Unternehmen bisher rund 130 Millionen Euro einsammeln. Die weiteren Investoren der Jungfirma sind unter anderem Cherry Ventures und Global Founders Capital (GFC). “Die Investition ermöglicht Moss weitere Expansion, Personalwachstum und Produktentwicklungen”, heißt es in der Presseaussendung. Zuletzt expandierte das FinTech in die Niederlande, bald soll der Start in Großbritannien folgen. Über 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Moss. Mehr über Moss

Daedalean
+++ Carthona Capital, Amino Capital, Redalpine Venture Partners und Honeywell Ventures investieren 58 Millionen US-Dollar in Daedalean. Das Startup aus Zürich, das 2016 von Anna Chernova und Luuk van Dijk gegründet wurde, entwickelt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz flugfähige Autopiloten. “The raised capital provides the company with the runway to bring its Machine Learning based Visual Guidance, Navigation and Control suite to market over the next four years”, teilt das Unternehmen mit. Redalpine investierte bereits 2019 in Daedalean.

Easelink 
+++ SET Ventures, EnBW New Ventures, Smartworks und Altinverstor Hermann Hauser investieren 8,3 Millionen Euro in Easelink. Das Startup aus Graz, das 2015 von Hermann Stockinger gegründet wurde, entwickelt mit Matrix Charging eine Ladelösung für E-Autos, bei der das Anstecken des Ladekabels entfällt, an. “Mit der Finanzierung werden das Produktteam von Easelink weiter ausgebaut, die Kooperationen mit der Automobil- und Infrastrukturindustrie vertieft und die Umsetzung eines globalen Ladestandards fortgesetzt”, teilt das Unternehmen mit.

MetisMotion 
+++ Born2Grow, ein Tochterunternehmen des ZFHN Zukunftsfonds Heilbronn, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der Siemens Technology Accelerator (STA) investieren weitere 3 Millionen Euro. Das Unternehmen aus München, das 2018 von Wolfgang Zöls, Georg Bachmaier und Patrick Fröse gegründet wurde, entwickelt “hochdynamische und leichte, kraftvolle Aktoren für Automatisierungsanwendungen”. Born2Grow, der HTGF und STA investierten bereits im Mai 2021 rund 1,5 Millionen Euro in MetisMotion.

MERGERS & ACQUISITIONS

Klaiton
+++ Die Klaiton-Gründer Tina Deutsch und Nikolaus Schmidt haben sämtliche Anteile ihres Unternehmens, das zuletzt als Haufe Advisory firmierte, von der Haufe Group zurück erworben. Künftig firmiert Haufe Advisory wieder unter dem ursprünglichen Namen Klaiton. Die Haufe Group übernahm das Wiener Unternehmen 2018. Klaiton, 2015 gegründet, setzt auf die Vermittlung von “hochqualifizierten Consultants und Coaches an Organisationen”.

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#Interview – “Ein Startup ist kein Job, es ist dein Leben”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Ivan Cossu, Gründer von deskbird. Das junge Startup aus St. Gallen bietet eine Softwarelösung an, mit der Unternehmen hybride Arbeitsplätze managen können.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Kein Frühstück, dafür ein langer schwarzer Kaffee. Dann Prioritäten für den Tag setzen und die ersten Stunden in Ruhe an inhaltlichen Themen arbeiten. Manchmal ist es aber hektisch oder es wurde am Vorabend spät, dann geht der Tag direkt mit Meetings los.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Sport, Lesen oder gutes Essen mit Wein. Ein Startup ist aber wie ein Kleinkind großziehen und es ist nicht einfach, für längere Zeit komplett abzuschalten. Emotional hängt man immer am Kind.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ein Startup ist kein Job, es ist dein Leben. Auch wenn man vorher in einem Beruf war, wo man 70 Wochenstunden gearbeitet hat: ein Startup ist nochmal was anderes.
Der Laptop ist zwar irgendwann zu, man denkt aber weiter darüber nach, wie man stärker wachsen kann, welche Features noch interessant wären und letztlich auch, wo die grosse Reise hingehen kann. Das ist intensiv, aber auch extrem erfüllend.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Man muss den Mut haben, etwas Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und nicht zu lange zögern. Manchmal ist es eben so: lieber eine falsche Entscheidung, als keine Entscheidung.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Zu langsam ein Produkt gelauncht und die Ideen getestet. Man kann lange mit potentiellen Kunden reden und ihr Feedback einholen. Viele sagen dann, dass sie die Lösung nutzen würden. Die Wahrheit zeigt sich aber dann, wenn jemand einen echten Vertrag unterzeichnen oder Geld für dein Produkt überweisen muss. Deshalb möglichst schnell Produkte launchen. Dann Feedback einholen, falls nötig anpassen und weitermachen.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Das ist nicht einfach. Das Wichtigste ist die Einstellung: man muss sich darauf einstellen, dass Recruiting mindestens so anspruchsvoll ist wie Sales. Und entsprechend Zeit und Muße dafür einplanen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Wenn ich einen Tipp aus meinem – bisher kurzen (!) – Gründerleben geben müsste, dann diese: Eine bewusste Einstellung zum unternehmerischen Risiko haben. Aber dann All-In gehen.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
HubSpot. Mein Mitgründer Jonas Hess würde sagen: Slack.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Grundsätzlich muss das Thema Stimmung und Kultur – insbesondere in einem remote-first Setting – sehr aktiv gesteuert werden. Das ist essentiell. Wir machen oft Events, virtuelle und physische. Von Online Wine-Tastings, über mehrtägige physische Summits in Kroatien bis zu virtuellen gemeinsamen Frühstücken.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Jeder Tag ist auf seine Art sehr wild.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#Zahlencheck – Blinkist schreibt schwarze Zahlen – nach 10 Millionen Verlust im Vorjahr


Das Berliner Startup Blinkist, das vor allem Zusammenfassungen von Sachbüchern anbietet, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020. Die wichtigste Nachricht dabei: Erstmals seit dem Start im Jahre 2012 wirtschaftet das junge Unternehmen profitabel. Der Jahresüberschuss lag bei rund 728.000 Euro. Im Vorjahr verbuchte die Jungfirma noch einen Verlust in Höhe von rund 10 Millionen.

Ist soll aber nur ein kurzer Zwischenschritt sein. “Für das Geschäftsjahr 2021 plant das Unternehmen eine wesentliche Umsatzsteigerung von 14 % durch den Verkauf von Abonnements zu erzielen. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, soll verstärkt in Marketing investiert werden. Die Personalkosten werden sich im Zuge dessen im Jahr 2021 voraussichtlich um etwa 13 % und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere für Vertriebsprovisionen und Marketing um etwa 50 % erhöhen. Durch die erhöhten Kosten rechnen die gesetzlichen Vertreter mit einem negativen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 7.000 – 8.000”, teilt Blinkist im Jahresabschluss mit.

Umatzseitig lief es 2020 mau für das Unternehmen: “Die Anzahl der aktiven Abonnenten konnte im Geschäftsjahr 2020 um 8 % gesteigert werden. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 26,4 % auf 42,2 Millionen gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultiert vor allem aus dem Erfolg des Abonnement-Modells sowie der weitergeführten Internationalisierung”. Im Jahr zuvor stieg der Umsatz bei Blinkist noch um 71,4 % – von 19,5 Millionen auf 33,4 Millionen. Im Corona-Jahr 2020 trat das Unternehmen gerade beim wichtigen Marketing aber auch auf die Bremse: “Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir während der COVID-19 Pandemie in Bezug auf die Aufmerksamkeit von Kunden verstärkt im Wettbewerb mit Firmen standen, die lange Formate anbieten (wie bspw.Netflix etc.)”.

2020 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 143 Mitarbeiter:innen (Vorjahr 137). Im Jahr zuvor waren es sogar nur 83 Mitarbeiter:innen. Auch diesen Zahlen verdeutlichen den enormen Wachstumsschub, den das Unternehmen insbesondere seit 2018 genommen hat. 2018 sammelte das Unternehmen zuletzt Kapital ein. 16 Millionen flossen damals in das Medienunternehmen. Insgesamt flossen bereits rund 24 Millionen in Blinkist. Weitere Investmentrunden sind vorerst nicht geplant. “Die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und Erhöhung der Ausgaben für Marketing können durch die bestehende Liquidität und den für 2021 erwarteten positiven Cashflow finanziert werden. Nach derzeitiger Planung der gesetzlichen Vertreter wird daher eine Kapitalrunde im Jahr 2021 und 2022 nicht zwingend notwendig sein. Dennoch wird die Gesellschaft ggf. zusäzliche finanzielle Mittel aufnehmen, um das weitere Wachstum zu beschleunigen”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2020

* Die wesentliche Ergebnisquelle ist der Verkauf von Abonnements an Privatkunden. Die Anzahl der aktiven Abonnenten konnte im Geschäftsjahr 2020 um 8% gesteigert werden.

  • Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 26,4% von T€ 33.378 auf T€ 42.204 gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultiert vor allem aus dem Erfolg des Abonnement-Modells sowie der weitergeführten Internationalisierung.
  • Die Personalkosten sind aufgrund der Vergrößerung des Teams um 15,9% auf T€ 11.274 (Vorjahr T€ 9.727) gestiegen. Die Entwicklung der Personalkosten ist leicht geringer als erwartet, da die Gesellschaft ursprünglich mit einem höheren Anstieg der Mitarbeiteranzahl zum Stichtag 31. Dezember 2020 und mit einer Erhöhung der Personalkosten um 23% geplant hatte. Der geringere Anstieg ist auf Kostenreduzierungsmaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte, welche als Folge der COVID-19 Pandemie notwendig wurde, zurückzuführen.
  • Das Unternehmen war im Jahr 2020 erstmalig profitabel und erreichte einen Jahresüberschuss von T€ 728. Aufgrund des positiven Ergebnisses konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf T€ 6.974 (Vorjahr T€ 7.701) reduziert werden.

* Das Ziel der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ist die Aufrechterhaltung eines positiven Cash-Flows mit der vorhandenen Liquidität, um ertrags- und finanzwirtschaftlichen Risiken proaktiv entgegenzutreten.
* Im Geschäftsjahr 2020 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 143 (Vorjahr 137 Mitarbeiter).
* Für das Geschäftsjahr 2021 plant das Unternehmen eine wesentliche Umsatzsteigerung von 14% durch den Verkauf von Abonnements zu erzielen. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, soll verstärkt in Marketing investiert werden. Die Personalkosten werden sich im Zuge dessen im Jahr 2021 voraussichtlich um etwa 13% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere für Vertriebsprovisionen und Marketing um etwa 50% erhöhen. Durch die erhöhten Kosten rechnen die gesetzlichen Vertreter mit einem negativen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 7.000 – 8.000.
* Die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und Erhöhung der Ausgaben für Marketing können durch die bestehende Liquidität und den für 2021 erwarteten positiven Cashflow finanziert werden. Nach derzeitiger Planung der gesetzlichen Vertreter wird daher eine Kapitalrunde im Jahr 2021 und 2022 nicht zwingend notwendig sein. Dennoch wird die Gesellschaft ggf. zusäzliche finanzielle Mittel aufnehmen, um das weitere Wachstum zu beschleunigen.

Blinkist im Zahlencheck

2020: 42,2 Millionen Euro (Umsatz); 727.512 Euro (Jahresüberschuss)
2019
: 33,4 Millionen Euro (Umsatz); 10,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018:
 19,5 Millionen Euro (Umsatz); 9,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 7,3 Millionen Euro (Umsatz); 7,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 3,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 1,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 818.398 Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 346.764 Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 80.143 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Blinkist

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#DealMonitor – Tiger Global investiert in Alaiko – Wellster bekommt 20 Millionen – Project A setzt auf Baobab


Im #DealMonitor für den 18. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Alaiko 
+++ Der milliardenschwere Geldgeber Tiger Global, Next47, der Investmentableger von Siemens, sowie Business Angels wie Maximilian Bittner, Gründer von Vestiaire Collective, sowie die Shipmonk-Investoren Dan Dershem und Dave Anderson investieren 30 Millionen US-Dollar in Alaiko. Das Münchner Startup, das 2020 von den Kaia-Gründern Moritz Weisbrodt und Gabriel Thomalla sowie Investor Harald Braunstein gegründet wurde, positioniert sich als Fulfillment-as-a-Service-Plattform für Direct-To-Consumer-Brands (D2C). “Mit dem frischen Kapital wird das Unternehmen seine Fulfillment-Services und sein Netzwerk an Logistik Partnern weiter ausbauen. Das Investment soll außerdem in die Weiterentwicklung der Plattform fließen sowie in den Ausbau des internationalen Alaiko-Teams in den Bereichen Produkt, Vertrieb und Logistik”, heißt es in der Presseaussendung. Tiger Global investierte zuletzt auch in Hive. Das Berliner Startup, das 2020 von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leo von Kleist gegründet wurde, hilft Direct-to-Consumer-Marken (D2C) ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. Mehr über Alaiko

Wellster Healthtech
+++ Claret Capital und Mangrove Capital investieren 20 Millionen US-Dollar in Wellster Healthtech. Zu Wellster Healthtech, das 2018 von Manuel Nothelfer und Nico Hribernik gegründet wurde, gehören Marken wie easy, easyDerma, easytest, mySpring und Spring. Das Startup aus München kümmert sich um sogenannte Alltagsgesundheit und Themen wie Intimgesundheit Haarausfall. Im Juni 2021 investierten das Pharmaunternehmen Dermapharm und Altinvestor HV Capital zuletzt 40 Millionen US-Dollar in das junge Unternehmen. “Wellster nutzt die Finanzierungsrunde, um eine Plattform für Frauengesundheit aufzubauen. Angeboten werden sollen Behandlungen für Intimgesundheit sowie medizinische Lifestyle-Produkte. Damit schafft Wellster das Pendant zum männlich ausgerichteten Service von Spring”, teilt das Unternehmen mit. rund 70 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Wellster. Mangrove Capital investierte zuletzt auch in E-Health-Firmen wie happify, K Health und Flo. Mehr über Wellster Healthtech

Baobab
+++ Project A Ventures, La Famiglia, Discovery Ventures und mehrere Angel-Investoren wie Clark-Gründer Christopher Oster, Hanno Fichtner (Gabi) und Jan Beckers (Bit Capital & Ioniq) investieren 3,5 Millionen Euro in Baobab. Das Unternehmen aus Berlin, das 2020 von Vincenz Klemm, Gründer von Gabi, und Anton Foth, früher bei BCG Digital Ventures und Coya, gegründet wurde, bietet “gebündelt Cyber-Versicherungen mit Cyber-Sicherheitsmaßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen an”. Das InsurTech teilt weiter mit: “Baobab hat es sich zum Ziel gesetzt, die Cyber-Sicherheitslösung für den Mittelstand zu werden. Dabei bewertet Baobab das Cyber-Risiko, sichert das Unternehmen gegen Angriffe ab und versichert es gegen Verluste”.

RealRate 
+++ Nicht genannte Business Angels aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden investieren in RealRate. “The raise was even bigger than originally planned. We went through an intense journey together with Startupbootcamp FinTech Netherlands and US-based GSD Venture Studios”, teilt das Unternehmen mit. Das Startup mit Sitz in Berlin und Santa Clara, das 2016 von Holger Bartel gegründet wurde, kümmert sich um Versicherungsbewertungen basierend auf künstlicher Intelligenz.

VENTURE CAPITAL

Founders of Europe 
+++ Mit Founders of Europe (FOE) geht ein neuer Early-Stage-Investor an den Start. Hinter dem Kapitalgeber aus Wien stecken Benjamin Ruschin (WeAreDevelopers), Thomas Urbanek (Taurus Sicherheitstechnik), Christina Neworal (Olav), Peter Steinberger (PSPDFKit), Larissa Kravitz (Founder Investorella), Kambis Kohansal Vajargah und Avi Kravitz. “Gemeinsam bündeln Sie vor allem ihre finanziellen Ressourcen und tätigen branchenübergreifende Pre-Seed und Seed-Investments in europäische Technologie-Startups”, heißt es in der Presseaussendung.

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#StartupsToWatch – Ostrom – wie man einen Stromanbieter in der Energiekrise etabliert


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Ostrom. Das Startup, das 2020 von Matthias Martensen und Karl Villanueva gegründet wurde, tritt an, um den “Strommarkt zu revolutionieren: Weg von Ineffizienz, Intransparenz, und teuren und unübersichtlichen Tarifen zu dem fairsten Stromanbieter auf dem Markt”. Ostrom, anfangs als A+energy unterwegs, setzt damit auf das Konzept von Bulb Energy aus London. In Deutschland gehört Zenstrom zu den Konkurrenten.

468 Capital, J12 Ventures, Global Founders Capital (GFC) und Übermorgen Ventures sowie Angel-Investoren wie Philip Klöckner, Eric Quidenus-Wahlforss und Jörg Kattner investierten bereits 4,4 Millionen Euro in Ostrom. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem gerade dutzende Stromanbieter ihren Service einstellen müssen, weil sie bei den hohen Stromkosten nicht mehr kostendeckend arbeiten können.

“Wir sehen ganz klar, dass der Energiemarkt reif für einen Umbruch ist. Um die Energiewende voranzutreiben haben wir deshalb ausgewählte Investitionen in diesem Bereich getätigt. Der Aufbau eines vollständig digitalen Stromanbieters ist eine davon. Wir haben bereits ab dem ersten Tag in Ostrom investiert, da der Markt des Geschäftsmodells sehr groß ist, die Kundenvorteile offensichtlich sind und die Qualität der Gründer stimmt”, sagt Alexander Kudlich von 468 Capital. Über den Einstieg von 468 Capital hatten wir bereits im Juli 2021 im Insider-Podcast berichtet.

Das Ostrom-Team verkündet bereits “Kund:innen in über 400 Städten und Gemeinden. “Damit gehört Ostrom bereits zu einem der Top 25 Stromlieferanten in Deutschland”, schreiben die Hauptstädter. “Der Abschluss unserer Seed-Runde mitten in der Energiekrise, in der skrupellose Discounter und träge traditionelle Anbieter reihenweise in Konkurs gehen, zeigt das fortschrittliche Denken unserer Investoren, und ihr Vertrauen in die Zukunft der Energie und in Ostrom als einen wichtigen Akteur der Zukunft. Wir haben Ostrom von Anfang an sehr schlank und automatisierungsorientiert aufgebaut, um die niedrigsten Servicekosten auf dem Markt zu erzielen”, sagt Ostrom-Mitgründer Martensen zum Stand der Dinge im schwierigen Segment. Wie schwierig das Segment ist, zeigt auch Vorbild Bulb Energy. Das Unternehmen kämpft derzeit ums Überleben.

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Foto (oben): Sparetech

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#Brandneu – 9 junge und sehr heiße Startups, die jeder kennen sollte


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Rex
Das Berliner Startup Rex versteht sich als “Tierarztpraxis des 21. Jahrhunderts”. Das junge Unternehmen schreibt in eigener Sache: “Wir schaffen ein System, das alle Prozesse einfach abbildet – einfache Terminverwaltung, Patientenakte und Abrechnung. 100% des Tages am Telefon – das ist Vergangenheit”.

Amuzed
Amuzed, das von Phil Knierim, Maria Joite und Finn zur Mühlen gegründet wurde, verbindet NFT und die Welt der Musik. Auf der Website heißt es: “Sammle Deine Lieblingskünstler und tritt gegen andere Spieler an, um Belohnungen und Zugang zu exklusiven Inhalten zu erhalten”.

Hivebuy
Hivebuy aus Berlin, das von Bettina Fischer und Stefan Kiehne gegründet wurde, positioniert sich als Procurement-Software für den Mittelstand. Hivebuy unterstützt “kleine- und mittelständische Unternehmen dabei, Einkaufs- und Bestellprozesse zu vereinfachen und gleichzeitig Transparenz und Compliance zu fördern”. 

Nelly
Das Berliner Startup Nelly, das von Lukas Eicher, Niklas Radner, Rasmus Schults und Laurids Seibel gegründet wurde, positioniert sich als “Signatur- & Abrechnungstool für Arztpraxen”. Mit der Software lassen sich Dokumente, Unterschriften und Zahlungen in Praxen digitalisieren. 

Perfeggt
Das Berliner Food-Unternehmen Perfeggt, das von kisura-Gründerin Tanja Bogumil, glispa-Gründer Gary Lin und Bernd Becker gegründet wurde, setzt auf eine flüssige Ei-Alternative, die wie Rührei oder Omelette in der Pfanne gebraten werden kann. 

Thermosphr
Thermosphr, das von Nicolas Le Borgne und Mark Aaron Chan gegründet wurde, entwickelt SaaS-Lösungen für die Optimierung von Raumheizung- und Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) in Gewerbeimmobilien. “Our solution shows savings >30% within days, at no upfront cost, with continuous improvement”, schreibt das Team.

Dealcode
Dealcode aus Hamburg, das von Dennis Hilger und Alexander Weltzsch gegründet wurde, entwickelt eine Software für B2B-Vertriebsteams. “Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz wird die subjektive Komponente im Verkaufsprozess minimiert”, teilt das Unternehmen mit.

Flash
Das Startup Flash, das von den GoTalent-Gründern Sascha Hagro, Maximilian Schulze Wenning und Jacob Tyree gegründet wurde, richtet sich an D2C-Marken aber auch an Käufer:innen. “In essence, we are operating on the very edge of what’s possible in e-commerce and are inventing the future”, teilt das Team mit.

ValueWorks
ValueWorks aus Karlsruhe, das von Wolfgang Faisst und Sebastian Walther gegründet wurde, beschreibt sich selbst als “intelligentes Betriebssystem für alle Managementaufgaben”. Das ValueWorks-Team verspricht dabei “Planung, Reporting und OKR aus einer Hand”.

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Foto (oben): Shutterstock

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#DealMonitor – tado plant SPAC-IPO mit Gisbert Rühl – Gradient Ventures investiert in Legal OS


Im #DealMonitor für den 17. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STOCK MARKET

tado
+++ Das Münchner Unternehmen tado, das alte, als auch neue Heizungssysteme fit für das Internet-Zeitalter macht, plant einen SPAC-IPO.  “GFJ ESG Acquisition I SE hat eine beidseitig exklusive Absichtserklärung unterzeichnet und sich auf die Bedingungen eines Zusammenschlusses mit der tado GmbH geeinigt. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses des Unternehmenszusammenschlusses wird tado an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss wird GFJ weiteres Kapital im Rahmen einer Private Investment in Public Equity-Transaktion beschaffen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass tado in der Transaktion mit einen Unternehmenswert von rund 450 Mio. EUR bewertet werden wird”, teilen die Unternehmen mit. Hinter GFJ steckt insbesondere Gisbert Rühl, langjähriger Chef von Klöckner & Co. tado wurde 2011 von Christian Deilmann, Johannes Schwarz und Valentin Sawadski gegründet. Zu den Investoren von tado zählen unter anderem amazon, E.ON,  Total Energy Ventures, Target Partners und Shortcut Ventures. Zuletzt investierten die Noventic Group, die unter anderem intelligente Lösungen für das Ablesen von Heizungen anbietet, und die Altinvestoren 38 Millionen Euro in tado. In den Jahren zuvor flossen bereits über 100 Millionen Dollar in tado.  Mehr über tado

INVESTMENTS

Legal OS 
+++ Gradient Ventures, ein Investmentableger von Google, 10x sowie die Altinvestoren HV Ventures und Speedinvest investieren 6,1 Millionen Euro in Legal OS – siehe Handelsblatt. Das Berliner LegalTech, das 2018 von Jacob Jones, Lilian Breidenbach und Charlotte Kufus gegründet wurde, lässt sich am einfachsten als Anwaltssoftware beschreiben. Das Unternehmen selbst gibt an, dass es antritt, um “den Lebenszyklus von Verträgen zu automatisieren”. Legal OS sammelte im Sommer 2019 bereits 2,2 Millionen ein. Mehr über Legal OS

ChargeX
+++ BonVenture, Hevella Capital und der Smart Energy Innovationsfonds des Schweizer Energieversorgers Energie 360° investieren 4,5 Millionen Euro in ChargeX.  Das Unternehmen mit Sitz in München und Dresden, das 2017 von Tobias Wagner, Johannes Engeln und Michael Masnitza gegründet wurde, bietet mittels eines „Plug&Play“-Adaptersystems Mehrfachsteckdosen für Ladesäulen für Elektroautos an. Mehr über Charge

Daily Five
+++ Konstantin Neumann, Gründer von Wisefood, investiert via nxtlvl ventures in Daily Five. Das Food-Startup aus Chemnitz, das 2021 von Christian Lein und Lennie Schlund gegründet wurde, setzt auf Instant Smoothies, die die Käufer:innen selbst anrühren müssen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor – 25 heiße Grownups, die nicht aus Berlin sind


Berlin ist und bleibt auf lange Sicht die Startup-Hauptstadt Deutschlands! Die allermeisten der millionenfinanzierten Startups, Scaleups und Grownups im Lande haben ihren Sitz in Berlin. Es gibt aber – zum Glück – auch Ausnahmen, die zeigen, dass man auch abseits von Berlin große Unternehmen aufbauen kann. Die meisten dieser aufstrebenden jungen Digitalfirmen stammen aus München – etwa Celonis, FlixMobility und Personio. Hier einige heiße Grownups, die nicht aus Berlin sind.

25 heiße Grownups, die nicht aus Berlin sind *

Celonis, München
Das Decacorn Celonis, das 2011 gegründet wurde, unterstützt Unternehmen dabei, Prozessabläufe zu verstehen und zu verbessern.

FlixMobility, München
Das Unicorn FlixMobility, das hinter Flixbus und Co. steckt, wurde von André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss gegründet.

Personio, München
Das Unicorn Personio, 2015 gegründet, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen.

Volocopter, Bruchsal
Das Flugtaxi-Startup Volocopter wurde 2011 von Stephan Wolf und Alexander Zosel gegründet.

Agile Robots, München
Das Unicorn Agile Robots positioniert sich als “Robotik-Software-Plattform-Unternehmen mit führendem Hardware-Know-how in der Robotik”.

Scalable Capital, München
Der Vermögensverwalter Scalable Capital, ebenfalls ein Unicorn, wurde 2014 von Florian Prucker, Erik Podzuweit, Patrick Pöschl, Adam French und Stefan Mittnik gegründet.

Staffbase, Chemnitz
Das Chemnitzer Startup Staffbase, 2014 gegründet, entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen eigene Mitarbeiter-Apps erstellen können.

Commercetools, München
Die E-Commerce-Lösung Commercetools, seit 2021 ein Unicorn, wurde 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet.

Chrono24, Karlsruhe
Chrono24 wurde bereits 2003 gegründet. Seit März 2010 haben Dirk Schwartz und Tim Stracke beim Luxusuhren-Marktplatz das Kommando.

parcelLab, München
Das Münchner Startup parcelLab überwacht insbesondere für Online-Shops quasi den Versand der Waren.

Jedox, Freiburg
Das 2002 in Freiburg gegründete Unternehmen bietet Enterprise-Performance-Management-Lösungen für Unternehmensplanung und -analyse an.

Xentral, Augsburg
Xentral ist ein flexibles ERP-/CRM-System mit eigenem App-Store und bietet Schnittstellen zu allen gängigen Online-Shop-Systemen, Marktplätzen und Zahlungsanbietern.

Konux, München
Das Münchner Unternehmen Konux baut insbesondere SaaS-Lösungen, die Kapazität, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz von Bahnnetzen verbessern.

Oviva, Potsdam
Oviva, das von Kai Eberhardt, Manuel Baumann und Mark Jenkins gegründet wurde, positioniert sich als Anbieter von digitalen Typ-2-Diabetes-Therapien.

AnyDesk, Stuttgart
Das junge Unternehmen AnyDesk möchte quasi TeamViewer als erste Adresse für den Fernzugriff auf Rechner ablösen.

Clark, Frankfurt am Main
Der 2015 gegründete Versicherungsmanager Clark stieg 2021 zum Unicorn auf. Clark sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro ein.

eGym, München
Seit 2010 digitalisiert das Münchner Startup eGym die Fitnesswelt. eGym entwickelt insbesondere digitale Trainingsgeräte für Fitnessstudios.

Kaia Health, München
Das Unternehmen, das von Konstantin Mehl, Gründer von Foodora, und Manuel Thurner gegründet wurde, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen.

Isar Aerospace, München
Das 2018 gegründete Unternehmen möchte kleinere Satelliten kostengünstiger in den Orbit befördern und entwickelt alternative Antriebe für Trägerraketen.

Getsafe, Heidelberg
Seit 2015 digitalisiert das Heidelberger InsurTech Getsafe, gegründet von Christian Wiens, die Versicherungswelt.

Taxdoo, Hamburg
Das Hamburger Startup ermöglicht Onlinehändlern es, ihre internationalen Umsatzsteuer-Verpflichtungen zu automatisieren.

SevDesk, Offenburg
sevDesk, von Fabian Silberer und Marco Reinbold gegründet, setzt auf eine cloudbasierte Buchhaltungslösung für Selbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen.

Schüttflix, Gütersloh
Schüttflix aus Gütersloh, das von Christian Hülsewig und Thomas Hagedorn gegründet wurde, können sich Kunden via App das Baumaterial, das sie wirklich brauchen aussuchen.

vivenu, Düsseldorf
Das Düsseldorfer Startup, das von Simon Hennes, Jens Teichert und Simon Weber gegründet wurde, positioniert sich als “API-first and fully-featured ticketing platform”.

1NCE, Köln
Das Kölner Unternehmen, das 2017 gegründet wurde, vernetzt Fabriken, Aufzüge und Thermostate per Mobilfunk zum Festpreis.

Bonus: e.GO, Aachen, Sport Alliance, Hamburg, Maid, Rottweil, Meister, Vaterstetten, und Exit Games, Hamburg.

* Basis für diese Liste sind die bisherigen Investments des Jahres 2021. Siehe: Die wichtigsten Startup-Investitionen des Jahres 2021.

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#aktuell, #venture-capital

#Brandneu – 9 neue Startups, die wir garantiert im Blick behalten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Suena
Das Hamburger Startup Suena, das von Lennard Wilkening, Miguel Wesselmann und Tom Witter gegründet wurde, entwickelt eine “cloudbasierte Optimierungssoftware, mit der der Betrieb des Speichers auf Basis von Prognosemodellen techno-ökonomisch optimiert wird”.

Neural Jam
Neural Jam aus Potsdam positioniert sich als eine Art digitaler Klub für junge und erfahrene Talente, denen lebenslanges Lernen wichtig ist . Das Unternehmen schreibt dazu: “Neural Jam is the future home of a new generation of collaborative thinkers and doers”.

LOG.IG
Das Augsburger Startup LOG.IG, das von Franziska Bartenschlager und Saskia Reuter gegründet wurde, entwickelt eine “optimierte Transportlogistik”. Konkret geht es darum, Speditionsunternehmen zu helfen, ihre “Logistikprozesse effizienter, produktiver und innovativer zu gestalten”.

Coachinho
“Vom Amateur zum Fußballprof” – das verspricht die Plattform Coachinho. Über das Startup, das von Dennis Eck und Max Knorreck gegründet wurde, erhalten Amateurfußballer:innen in Form von Videokursen ein professionelles Training von aktuellen sowie ehemaligen Fußballprofis und Profitrainern.

Tune Insight
Tune Insight aus Lausanne möchte Unternehmen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. “Tune Insight software orchestrates secure collaborations on sensitive data between organizations. We allow them to extract collective insights, while each organization remains in full control of its own data”, teilt das Startup mit.

Eye Able
Eye Able setzt sich für Barrierefreiheit im Internet ein. Die Assistenzsoftware soll es Webseiten-Besucher:innen ermöglichen, alle Inhalte frei nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Die Software soll dabei in jede Webseite eingebunden werden können und bei der Einhaltung der BITV-Richtlinien unterstützen.

Fainin
Die Jungfirma Fainin bringt sich als “sicherste Sharing Community zum Mieten und Leihen von Alltäglichem” in Stellung. Das Team verspricht dabei: “Wir ermöglichen Dir in der Fainin Family unkompliziert zu verleihen und damit Geld zu verdienen. Fainin ist 100% abgesichert und deckt alle Schritte der Transaktion ab”.

schummelrechnungen.de
Das Berliner LegalTech schummelrechnungen.de, das von Marco Mauer und Simon Smend gegründet wurde, hilft Onliner:innen bei betrügerischen Zahlungsaufforderungen. “Wir melden Banken betrügerische IBANs und hoffen, dass sie somit betrügerische Überweisungen erkennen und anhalten können”, teilt das Startup mit.

Tip me
Tip me möchte es Nutzer:innen möglich machen, Trinkgeld an Arbeiter:innen zu senden, die hinter einem Kleidungsstück stehen. Das gesammelte Geld soll dann direkt auf die Konten der einzelnen Arbeiter:innen in Vietnam, Pakistan oder Kenia gesendet werden. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#StartupTicker – +++ GoStudent – Heimkapital – SoSafe – McMakler – Alasco – Lendis – Arive – Sastrify – Miles – Juniqe – Neufund


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: Veynou. casimum, Fino and Stitch, Oh my Fantasy, Bakerix, Habitus, Dr. Enzo, Framd Gallery, Berget, Noumen, Treu-Refill, myGrapes, Avelios Medical, apriwell, Elona Health, Nala, Patronus Health, FollowMyMoney, asurfriends, u impact, Brygge, Estating, Tidely, insyt, Kadmos, Bunch, beatvest, Payrails, Topi und Clanq. Mehr im Startup-Radar

OFFLINE

Neufund
+++ Das millionenschwere Neufund ist am Ende – nun endgültig! Der Grund: “In short – Neufund’s technology was too early for the market”. Mehr über Neufund

INVESTMENTS

GoStudent
+++ Prosus, Telekom Innovation Pool, SoftBank, Tencent, Dragoneer, Left Lane Capital und Coatue investieren 300 Millionen Euro in das Unicorn GoStudent. Mehr über GoStudent

Heimkapital
+++ Nicht genannte Investoren investieren 300 Millionen Euro in Heimkapital – siehe auch FinanceFWD und Gründerszene. Mehr über Heimkapital

SoSafe
+++ Jetzt offiziell: Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren investieren 73 Millionen US-Dollar in SoSafe.  Mehr über SoSafe

McMakler
+++ Baillie Gifford und Warburg Pincus investieren 50 Millionen Euro in das Berliner Makler-Startup McMakler. Mehr über McMakler

Alasco
+++ Jetzt offiziell: Insight Partners und Lightrock investieren gemeinsam mit den Altinvestoren 40 Millionen US-Dollar in Alasco. Mehr über Alasco

Lendis
+++ Keen Venture Partners investiert nach unseren Informationen 25 Millionen Euro in Lendis. Mehr über Lendis #EXKLUSIV

Mostly AI
+++ Molten Ventures, Citi Ventures sowie die Altinvestoren Earlybird und 42CAP investieren 25 Millionen US-Dollar in Mostly AI. Mehr über Mostly AI

Arive
+++ Balderton Capital investiert gemeinsam mit Global Founders Capital (GFC), Burda Principal, 468 Capital und La Famiglia 20 Millionen US-Dollar in Arive. Mehr über Arive

Evernest 
+++ Prudence, Kibo Ventures und Bonsai Partners sowie die Altinvestoren Project A Ventures und APIC investieren 13 Millionen Euro in Evernest. Mehr über Evernest

Sastrify 
+++ FirstMark Capital, der auch Shopify unterstützte, investiert gemeinsam mit Altinvestoren 15 Millionen US-Dollar in Sastrify. Mehr über Sastrify

Superchat
+++ Blossom Capital und Altinvestor 468 Capital investieren 15,6 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup Superchat. Mehr über Superchat

Banxware 
+++ Element Ventures, D4 Ventures, FinVC, die Varengold Bank und die Altinvestoren investieren 10 Millionen Euro in Banxware. Mehr über Banxware 

Operations1
+++OpenOcean investiert nach unseren Informationen rund 10 Millionen Euro in Operations1, früher als Cioplenu bekannt. Mehr über Cioplenu #EXKLUSIV

Miles
+++ Crosslantic Capital investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit Altinvestoren eine Millionensumme in Miles. Mehr über Miles #EXKLUSIV

Biorena
+++ Picus Capital investiert nach unseren Informationen in Biorena, einen Online-Bio-Supermarkt, der innerhalb von 3 Stunden liefert. Mehr über Biorena #EXKLUSIV

Plantura
+++ Vorwerk Ventures investiert nach unseren Informationen in Plantura, ein Gartenmagazin samt angeschlossenem Online-Shop. Mehr über Plantura #EXKLUSIV

LunarX
+++ 468 Capital investiert nach unseren Informationen in LunarX, das neue Startup von ReachHero-Gründer Philipp John Mehr über LunarX #EXKLUSIV

Hypatos
+++ DN Capital und Framework Ventures investieren nach unseren Informationen in Hypatos. Mehr über Hypatos #EXKLUSIV

Kubermatic 
+++ btov Partners investiert nach unseren Informationen in Kubermatic. Mehr über Kubermatic #EXKLUSIV

MERGERS & ACQUISITIONS

Astragon Entertainment
+++  Team17 übernimmt Astragon Entertainment. Team17 zahlt rund 100 Millionen für das Unternehmen, das hauptsächlich PC- und Konsolenspielen produziert. Mehr über Astragon

Juniqe 
+++ Jetzt offiziell: Das Bergkirchener Unternehmen myposter übernimmt das millionenschwere Berliner Kunst-Startup Juniqe. Mehr über Juniqe 

VENTURE CAPITAL

PropTech1 Ventures
+++ Der Berliner Investor PropTech1 Ventures verkündet das Final Closing seines Fonds. Im Top sind 50 Millionen Euro.

Chapter54
+++ Der bekannte Geldgeber Partech legt mit Chapter54 ein Accelerator-Programm für europäische Scaleups, die in afrikanische Märkte expandieren möchten, auf.

Squared
+++ Die Baumarktkette OBI legt sich mit Squared eine Innovatoions- und Inkubationseinheit zu. Geführt wird das Team von Dennis Hornung.

PODCASTS

Insider #119

In der neuen Ausgabe mit Sven Schmidt geht es insbesondere um Gorillas, Flink, Arive, Biorena, Alasco, Lendis, SoSafe, Plantura, LunarX, 468 Capital, Operations1, Hypatos und Kubermatic.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#DealMonitor – Heimkapital bekommt 300 Millionen – Team17 zahlt 100 Millionen für Astragon – SoSafe bekommt 73 Millionen


Im #DealMonitor für den 14. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Heimkapital
+++ Nicht genannte Investoren investieren 300 Millionen Euro in Heimkapital – siehe auch FinanceFWD und Gründerszene. Offen bleibt auch, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt. Das Münchner Startup, das 2019 von Dimitrij Miller, Julia Schabert und Benedikt Wenninger gegründet wurde, ermöglicht Immobilienbesitzern im Alter von mindestens 60 Jahren den Teilverkauf ihrer Immobilie gegen eine Sofortauszahlung. So sollen Kunden ihr bereits vorhandenes Immobilienvermögen nutzen, um ihren Finanzierungsbedarf zu decken, ohne sich verschulden zu müssen. Bisher wurde das Unternehmen insbesondere von yabeo finanziell unterstützt. Der frühe Solarisbank-Geldgeber hielt zuletzt 26,1 am Unternehmen. Mehr über Heimkapital

SoSafe
+++ Jetzt offiziell: Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investieren – wie im aktuellen Insider-Podcast berichtet – in SoSafe. Die bekannten Geldgeber investieren 73 Millionen US-Dollar – und somit mehr als wir am Montag berichtet hatten. Die Kölner Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. Highland Europe investierte zuvor bereits in Cyber Security-Firmen wie Malwarebytes, Cobalt und ActiveFence. Über 1.500 Unternehmenskunden – darunter Rossmann, Vattenfall und Avira setzen nach Firmenangaben bereits auf SoSafe. Mehr über SoSafe

MERGERS & ACQUISITIONS

Astragon Entertainment
+++ Der börsennotierte britische Spielegigant Team17 übernimmt die Düsseldorfer Spieleschmiede Astragon Entertainment. Team17 zahlt rund 100 Millionen für das Unternehmen, das hauptsächlich PC- und Konsolenspielen produziert. “The initial cash consideration payable is €75 million, with a further consideration of up to €25 million payable in cash on the delivery of EBITDA performance targets for the financial years ending December 2021 and 2022. In addition, a Management Incentive Plan of up to €7.5 million has been established for the existing management and employees of astragon linked to the delivery of EBITDA performance targets”, teilt das Unternehmen mit. Astragon Entertainment wurde 2000 von Dirk Walner und Andre Franzmann gegründet. Die Wurzeln der Spielfirma liegen in Hagen im Ruhrgebiet. Astragon Entertainment ist hochprofitabel: Das Unternehmen meldet für 2020 einen Umsatz von 26 Millionen Euro bei einem EBITDA von 5,7 Millionen Euro. Verkäufer sind die bisherigen Gesellschafter André Franzmann, Dirk Walner und die FFF Beteiligungs GmbH”, schreibt GamesWirtschaft zum Exit. Zu den Highlights von Astragon Entertainment gehören die Spiele Bus Simulator, Landwirtschafts-Simulator und Bau-Simulator.

Highstreet Mobile
+++ Newstore übernimmt Highstreet Mobile. “Die Übernahme von ermöglicht Einzelhändlern, beste Einkaufserlebnisse zu schaffen und ihre Geschäfte, Verbraucher und Partner miteinander zu verbinden”, teilt das Unternehmen mit. Das 2015 von Intershop-Gründer Stephan Schambach gegründete Startup positioniert sich als “Anbieter schlüsselfertiger Omnichannel-Store-Lösungen”.

Vitraum 
+++ Fensterbau.org, eine Plattform des Unternehmens Digitale Seiten, übernimmt die Überreste des Startups Vitraum. “Alle Seiten von Vitraum werden auf entsprechende Landingpages bei Fensterbau.org weitergeleitet und Kunden auf der Suche nach einem passenden Handwerker werden hier jetzt wieder fündig”, teilt das Unternehmen mit. Das Hamburger Startup Vitraum, das 2015 gegründet wurde, schlitterte im Frühjahr 2020 in die Insolvenz.

VENTURE CAPITAL

PropTech1 Ventures
+++ Der Berliner Investor PropTech1 Ventures verkündet das Final Closing seines Fonds. Im Top sind 50 Millionen Euro. “PropTech1 Ventures konnte im finalen Closing sein maximales Fondsvolumen von 50 Millionen Euro erreichen und wurde aufgrund von starker Nachfrage sogar überzeichnet”, heißt es in der Presseaussendung. PropTech1 Ventures investiert seit 2018 europaweit in PropTech- und ConTech-Startups. Im Portfolio des Geldgebers befinden sich Unternehmen wie Simplifa, Inpera, Seniovo, Archilyse, Architrave und Wunderflats.

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#Gastbeitrag – Was Startups von Estland lernen können


Estland ist ein kleines baltisches Land mit nur 1,3 Millionen Einwohnern und bescheidenen Wurzeln. Trotzdem wird es weithin als eine der fortschrittlichsten digitalen Gesellschaften der Welt angesehen. Online wählen, Bankgeschäfte abwickeln und auch sämtliche Aspekte des Gesundheitssystem digital erledigen – das ist in Estland schon lange ganz normal. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch für die Gründung eines Unternehmens oder die Anmeldung eines neugeborenen Babys. Was ist das Erfolgsgeheimnis und was können Start-ups von Estland lernen?

Erst die Geschäftsstrategie, dann die Technologie

Die erfolgreiche Entwicklung Estlands hin zu einem digitalen Vorreiter kann in vielerlei Hinsicht mit der eines erfolgreichen Start-ups verglichen werden. Als dieser kleine baltische Staat 1991 seine Unabhängigkeit erlangte, verfügte er nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel. Auch Technologieplattformen, auf denen er aufbauen konnte, gab es nicht. Die einzige Möglichkeit für estnische Unternehmen, IT-Systeme zu implementieren, bestand darin, sie von Grund auf neu zu entwickeln. Aus dieser vermeintlichen Not wurde Estlands größte Tugend: Der Mangel an vorhandenen IT-Systemen und Finanzmitteln veranlasste das Land, von Anfang an eine digital-innovative und zukunftsorientierte Denkweise anzunehmen und Technologie zu nutzen, um bequemere und flexiblere Lebens- sowie Arbeitsweisen aufzubauen.

Die politischen Entscheidungsträger hatten damals den Mut, radikale Schritte zu gehen, um das Land zu digitalisieren: Sie machten den Internetzugang zu einem grundlegenden Menschenrecht und riefen die so genannte “e-Estonia”-Bewegung ins Leben. Mit dem Resultat, dass heute 99 Prozent aller behördlichen Vorgänge online zu erledigen sind. Diese Mentalität, die bisherige Arbeitsweise in Frage zu stellen, kreativ zu sein und Technologie zu nutzen, um effizienter zu werden, ist tief in der Kultur verwurzelt. Als entsprechendes Beispiel dient die Einführung eines digitalen Systems, wenn keine Mittel für die Einrichtung öffentlicher Ämter im ganzen Land vorhanden sind, oder auch die Einführung der elektronischen Stimmabgabe, damit selbst die im Ausland lebenden Esten ihre Stimme abgeben können. Diese Entwicklung ist auch im privaten Sektor sichtbar: Estland gilt heute als eine sehr technikaffine Nation, aus der viele erfolgreiche Start-ups hervorgegangen sind und die mehr Unicorns pro Kopf hervorgebracht hat als jedes andere Land in Europa.

Estland ist eine digitale Erfolgsgeschichte, die auf der estnischen Kultur beruht: Neben dem innovativen Einsatz von Technologie sind auch die “Can-do”-Einstellung und das “Out-of-the-Box”-Denken wichtige Pfeiler eben dieser Kultur. Allzu oft gehen junge Unternehmen davon aus, dass der Besitz von Technologie ihnen automatisch eine erfolgreiche Strategie verschafft. Aber so einfach ist es nicht. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, müssen Start-ups zuerst ihre Strategie entwickeln und dann Technologien einsetzen, die ihnen dabei helfen, Ziele zu erreichen und Probleme zu lösen. Gleichzeitig müssen sie sicherstellen, dass ihr Geschäftsmodell das Beste aus dieser Technologie-Investition herausholen kann.

Schlanke und vielseitige Strukturen

Estland ist ein sehr kleines Land – im Vergleich zu Deutschland quasi ein Start-up. Für Estland beziehungsweise die digitale Entwicklung Estlands war und ist das ein Vorteil. Denn: In einem Land, das weniger Einwohner hat als die bayerische Landeshauptstadt, ist es deutlich einfacher, Veränderungen herbeizuführen als in einem großen föderalistisch geprägten Land. Aber bei dieser Entwicklung spielen nicht nur nackte Zahlen eine Rolle. Vielmehr neigen estnische Unternehmen – möglicherweise aufgrund ihres bescheidenen Hintergrunds – zu einer flachen Struktur, verglichen mit der traditionellen, hierarchischen Struktur von Banken und Unternehmen in anderen europäischen Ländern.

Dieser Ansatz, bei dem die Tür des Geschäftsführers immer offen steht und die Meinung aller berücksichtigt wird, führt zu einer Kultur der Offenheit und Innovation – ein idealer Nährboden für Unternehmer und Existenzgründer, die sich trauen, Risiken einzugehen. Um ein optimales Wachstumsumfeld zu schaffen, müssen Start-ups nicht nur von Anfang an eine flache Struktur einführen. Auch beim Recruiting sollten sie aufgeschlossen sein und aktiv nach Personen suchen, die andere Fähigkeiten, Ideen und Perspektiven haben als sie selbst, aber dennoch die gleichen Werte teilen. Das ist die beste Grundlage für Innovation und Inspiration.

Große Ziele und globales Mindset – von Anfang an

Ein weiterer Puzzlestein, der zu Estlands Erfolg als digitaler Vorreiter auf globaler Ebene geführt hat, ist seine Fähigkeit global zu denken. Als kleines Land liegt das in der Natur der Dinge, werden die Landesgrenzen doch schon sehr früh zu eng. Unternehmen entwickeln deshalb von Anfang an Produkte für ein internationales Publikum. Es gibt sicher Start-ups, vor allem aus größeren Ländern, die nicht über ihre eigenen (Landes-)Grenzen hinausschauen müssen, um ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Große Ziele und ein globales Mindset haben bisher aber keinem Unternehmen geschadet.

Auch die estnische Regierung spielt eine wichtige Rolle, besonders, wenn es darum geht, die Vorreiterrolle auch langfristig zu halten. Estlands Ethos, sich selbst zu verbessern und die bestmöglichen Technologieprodukte und -dienstleistungen sowohl im Inland als auch international anzubieten, spiegelt sich in Maßnahmen wie dem Startup-Visum wider. Dieses erleichtert es Unternehmen auf Wachstumskurs die richtigen Talente ins Land zu holen.

Start-ups müssen sich von Tag eins an hohe Ziele setzen und eine globale Expansionsstrategie entwickeln. Letztlich ist es das, was ihnen helfen wird, zu wachsen und sich von einem Start-up oder einem Unicorn zu einem erfolgreichen und internationalen Unternehmen zu entwickeln.

Über die Autorin
Vilve Vene ist FinTech-Pionierin und CEO von Tuum, einer Core-Banking-Plattform mit Sitz in Tallinn.

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#aktuell, #gastbeitrag

#Brandneu – 12 junge E-Commerce-Startups, die wir ganz genau beobachten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Veynou
Veynou, das von den flapgrip-Gründern Cem Dogan und Philip Deml sowie der Influencerin Paulina Kurka gegründet wurde, setzt auf laborgezüchtete Diamanten. “Also chemisch, physikalisch und optisch 1:1 identisch zu geminten Diamanten, jedoch ohne negative Konsequenzen”, teilt das Unternehmen mit. 

casimum
casimum möchte mit einem Nackenkissen Menschen helfen, besser schlafen zu können. Das Nackenkissen aus Memory-Schaum, soll die Entspannung fördern, Nackenverspannungen vorbeugen und eine gesunde Schlafhaltung unterstützen. Das Schlafkissen ist für alle Schlaftypen geeignet, verspricht das Startup.

Fino and Stitch
Mit Fino and Stitch wollen Sarah von Puttkamer und Wendy Herr Näher*innen begeistern. Im Onlineshop werden fertige Schnittmuster mit Stoffen und den dazu passenden Knöpfen sowie Garn angeboten. Damit Anfängern der Einstieg gelingt, gibt es zudem auch Anleitungsvideos auf der Webseite.

Oh my Fantasy
Oh my Fantasy bietet Erlebnisboxen für Paare. In jeder Box ist ein “Date Guide” enthalten, der unter anderem Hinweise zur Vorbereitung, stimmungsvolle Playlisten und Audio-Anleitungen bietet. Nutzer:innen können aus 15 verschiedenen Boxen auswählen, die jeweils mit Sex-Toys und Accessoires bestückt sind.

Bakerix
Bakerix liefert frische Backwaren aus – und zwar in wenigen Minuten. Das Motto dabei lautet: “Einfach bestellen, zurücklegen und genießen. Wir liefern dir Qualität und besonders frische Ware von deinem Bäcker des Vertrauens direkt vor die Haustür”. Hinter dem Startup steckt unter anderem Myster-Gründer Mirco Grübel.

Habitus
Beim Online Marktplatz Habitus ist es Nutzer:innen möglich Upcycling-Produkte im Mode und Living Bereich zu kaufen. “Wir haben eine lange Reise vor uns mit dem Ziel, Upcycling als neuen Standard in der Modebranche zu etablieren”, so die Gründerinnen Charlotte Schmid und Lucia Fuchs.

Dr. Enzo
Das Unternehmen Dr. Enzo, das von Maxi Schweizer gegründet wurde, setzt auf Backmischungen für Hundeleckerlis. Dabei handelt es sich um “biologisch zertifizierte, vegane und glutenfreie Rezepturen, die sorgfältig geprüft wurden und sehr gut verträglich sind”.

Framd Gallery
Framd Gallery bietet eine Plattform für (Kunst)Fotografien und möchte Künstler:innen die Möglichkeit geben, ihre Werke für jeden zugänglich zu machen. Dabei sollen sich die Künstler weder um die Abwicklung noch um die Fertigung oder den Versand kümmern müssen. 

Berget
Das Münchner Startup Berget, das von Bianca Stöckl und Lukas Huth gegründet wurde, setzt auf “hochwertige, nachhaltige Möbel-Abonnements”. Während der Mietdauer können Nutzer:innen einzelne Möbel gegen andere austauschen oder für den Restwert kaufen.

Noumen
Noumen aus Wien, das von Max Germann und Jana Schottkowski gegründet wurde, setzt als “Selfcare-Brand, die mit speziell für den Mann entwickelte Hautpflegeprodukte- und Nahrungsergänzungsmittel-Routinen für das ganzheitliche Wohlbefinden schafft”.

Treu-Refill
Das Berliner Startup Treu-Refill, das von den Freundinnen Eva Wendt und Christine Sehm gegründet wurde, entwickelt vegane Shampoo- und Duschbad-Alternativen. Treu-Refill setzt dabei “als nachhaltige Alternative zur Flu?ssigseife auf reine Essenzen in Pulverform zum Selbermixen”.

myGrapes
myGrapes aus Malterdingen, das von Omar Nazary und Marc Scheer gegründet wurde, setzt auf Wein im Abo. “Im Gegensatz zu anderen Wein-Abos auf dem Markt, hat der Abonnent die freie Wahl, wie er sein persönliches Weinerlebnis gestalten möchte”, schreiben die Gründer.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – Crosslantic Capital investiert in Miles – Sastrify bekommt 15 Millionen – Superchat sammelt 15,6 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 13. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Miles
+++ Der Düsseldorfer Geldgeber Crosslantic Capital investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit einigen Altinvestoren – darunter selbstverständlich Mehrheitsgesellschafter und Super-Angel Lukasz Gadowski – eine Millionensumme in Miles. Der Carsharinganbieter, der 2016 von Alexander Eitner, Florian Haus und Timo Nührich gegründet wurde, unterscheidet sich von der vielen Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Abgerechnet werden Beim Unternehmen, das von Oliver Mackprang und Eyvindur Kristjansson geführt wird, nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer, nicht die Fahrtzeit. In den vergangenen Jahren flossen rund 10 Millionen Euro in Miles – unter anderem auch von Abacon Capital (Büll Family Office) und WestTech Ventures. Crosslantic Capital, das im Rahmen des Investments auch Anteile bestehender Investoren übernimmt, hält nun rund 16 % am Unternehmen. Auf Seriengründer und -investor Gadowski, der derzeit weltweilt gezielt in Mobility-Firmen investiert, entfällt weiter die Mehrheit. Mehr über Miles #EXKLUSIV

Sastrify 
+++ Der amerikanische Geldgeber FirstMark Capital, der auch Shopify unterstützte, investiert gemeinsam mit Altinvestoren 15 Millionen US-Dollar in Sastrify. Die Kölner Jungfirma, die 2020 von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. HV Capital und mehrere Business Angels investierten im Sommer des vergangenen Jahres erst 7 Millionen in das Unternehmen. Insgesamt flossen bereits 22 Millionen in Sastrify. Das frische Kapital soll insbesondere in “die internationale Expansion in den USA, Asien und Europa” fließen. 60 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Sastrify. Mehr über Sastrify

Superchat
+++ Blossom Capital und Altinvestor 468 Capital investieren 15,6 Millionen US-Dollar in Superchat – siehe auch TechCrunch. Beim Berliner Startup Superchat, das 2020 von Yilmaz Köknar und Mika Hally gegründet wurde, dreht sich alles um Kommunikation und Rezensionen. Zielgruppe dabei sind lokale Unternehmen. 468 Capital und mehrere Angel-Investoren investierten zuletzt bereits 2,8 Millionen Euro in Superchat. Insgesamt flossen nun schon 18,8 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr über Superchat

HeyCharge
+++ 
BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber des Autobauers, investiert 4,7 Millionen US-Dollar in HeyCharge. Das Startup aus München, das 2020 von Chris Carde und Robert Lasowski gegründet wurde, möchte das Aufladen von Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern alltagstauglich machen. Zielgruppe sind “Verbraucher:innen, die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen von Wohnanlagen, Bürogebäuden und Hotels nutzen” möchten. HeyCharge war zuvor beim amerikanischen Startup-Accelerators Y Combinator an Bord.  

Reverse Retail
+++ momox-Gründer Christian Wegner investiert eine siebenstellige Summe in das Re-Commerce-Unternehmen Reverse Retail, zu dem die Marken Buddy & Selly sowie Vite EnVogue gehören. Das Hamburger Unternehmen, das 2012 gegründet wurde, beschreibt Vite EnVogue als “Europas führender Online-Shop für den Verkauf von preloved Designermode sowie Schuhen, Handtaschen und Accessoires für High Fashion Fans”. Buddy & Selly positioniert sich als “Direkt-Ankäufer für getragene Designermode”. Wegner investierte zuletzt auch in Mädchenflohmarkt.

gnista.io
+++ Katharo Ventures und IST cube investieren eine siebenstellige Summe in gnista.io. Das Spin-off der TU Wien, das von Benjamin Mörzinger, Markus Hoffmann und Anna Maria Pölzl gegründet wurde, positioniert sich als “No Code-Datenverrechnungstool für Energiemanager:innen”. Dazu teilt das Team mit: “By enabling domain experts directly, the young company aims to make energy and CO2 management a daily routine. Companies can finally take back control over their data, share insights and improvements, and leverage the full potential of IoT Data”.

Findustrial
+++ Das Paymentunternehmen Bamberger investiert eine siebenstellige Summe in Findustrial – siehe Brutkasten. Das FinTech aus Schörfling, das 2020 von Günter Hehenfelder und Martin Gruber gegründet wurde, entwickelt Finanzierungslösungen für die Industrie. “Wir vernetzen Unternehmen mit der Finanzwelt, um auf Basis sicherer IoT-Daten, industrielle Maschinen und Anlagen zu finanzieren”, teilt das Unternehmen mit.

Dance Masterclass
+++ Johannes Braith (HardlyMountain Capital), Lukas Zinnagl, Christoph Kanneberger, Martin Krieger, Fiona Badian, Thomas und Hansi Figlmueller investieren 400.000 Euro in Dance Masterclass. Das Startup aus Berlin, das 2021 vom Profi-Ballettänzer Caspar Hees gegründet wurde, positionier