#DealMonitor – Tiger Global investiert in Alaiko – Wellster bekommt 20 Millionen – Project A setzt auf Baobab


Im #DealMonitor für den 18. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Alaiko 
+++ Der milliardenschwere Geldgeber Tiger Global, Next47, der Investmentableger von Siemens, sowie Business Angels wie Maximilian Bittner, Gründer von Vestiaire Collective, sowie die Shipmonk-Investoren Dan Dershem und Dave Anderson investieren 30 Millionen US-Dollar in Alaiko. Das Münchner Startup, das 2020 von den Kaia-Gründern Moritz Weisbrodt und Gabriel Thomalla sowie Investor Harald Braunstein gegründet wurde, positioniert sich als Fulfillment-as-a-Service-Plattform für Direct-To-Consumer-Brands (D2C). “Mit dem frischen Kapital wird das Unternehmen seine Fulfillment-Services und sein Netzwerk an Logistik Partnern weiter ausbauen. Das Investment soll außerdem in die Weiterentwicklung der Plattform fließen sowie in den Ausbau des internationalen Alaiko-Teams in den Bereichen Produkt, Vertrieb und Logistik”, heißt es in der Presseaussendung. Tiger Global investierte zuletzt auch in Hive. Das Berliner Startup, das 2020 von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leo von Kleist gegründet wurde, hilft Direct-to-Consumer-Marken (D2C) ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. Mehr über Alaiko

Wellster Healthtech
+++ Claret Capital und Mangrove Capital investieren 20 Millionen US-Dollar in Wellster Healthtech. Zu Wellster Healthtech, das 2018 von Manuel Nothelfer und Nico Hribernik gegründet wurde, gehören Marken wie easy, easyDerma, easytest, mySpring und Spring. Das Startup aus München kümmert sich um sogenannte Alltagsgesundheit und Themen wie Intimgesundheit Haarausfall. Im Juni 2021 investierten das Pharmaunternehmen Dermapharm und Altinvestor HV Capital zuletzt 40 Millionen US-Dollar in das junge Unternehmen. “Wellster nutzt die Finanzierungsrunde, um eine Plattform für Frauengesundheit aufzubauen. Angeboten werden sollen Behandlungen für Intimgesundheit sowie medizinische Lifestyle-Produkte. Damit schafft Wellster das Pendant zum männlich ausgerichteten Service von Spring”, teilt das Unternehmen mit. rund 70 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Wellster. Mangrove Capital investierte zuletzt auch in E-Health-Firmen wie happify, K Health und Flo. Mehr über Wellster Healthtech

Baobab
+++ Project A Ventures, La Famiglia, Discovery Ventures und mehrere Angel-Investoren wie Clark-Gründer Christopher Oster, Hanno Fichtner (Gabi) und Jan Beckers (Bit Capital & Ioniq) investieren 3,5 Millionen Euro in Baobab. Das Unternehmen aus Berlin, das 2020 von Vincenz Klemm, Gründer von Gabi, und Anton Foth, früher bei BCG Digital Ventures und Coya, gegründet wurde, bietet “gebündelt Cyber-Versicherungen mit Cyber-Sicherheitsmaßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen an”. Das InsurTech teilt weiter mit: “Baobab hat es sich zum Ziel gesetzt, die Cyber-Sicherheitslösung für den Mittelstand zu werden. Dabei bewertet Baobab das Cyber-Risiko, sichert das Unternehmen gegen Angriffe ab und versichert es gegen Verluste”.

RealRate 
+++ Nicht genannte Business Angels aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden investieren in RealRate. “The raise was even bigger than originally planned. We went through an intense journey together with Startupbootcamp FinTech Netherlands and US-based GSD Venture Studios”, teilt das Unternehmen mit. Das Startup mit Sitz in Berlin und Santa Clara, das 2016 von Holger Bartel gegründet wurde, kümmert sich um Versicherungsbewertungen basierend auf künstlicher Intelligenz.

VENTURE CAPITAL

Founders of Europe 
+++ Mit Founders of Europe (FOE) geht ein neuer Early-Stage-Investor an den Start. Hinter dem Kapitalgeber aus Wien stecken Benjamin Ruschin (WeAreDevelopers), Thomas Urbanek (Taurus Sicherheitstechnik), Christina Neworal (Olav), Peter Steinberger (PSPDFKit), Larissa Kravitz (Founder Investorella), Kambis Kohansal Vajargah und Avi Kravitz. “Gemeinsam bündeln Sie vor allem ihre finanziellen Ressourcen und tätigen branchenübergreifende Pre-Seed und Seed-Investments in europäische Technologie-Startups”, heißt es in der Presseaussendung.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#aktuell, #alaiko, #baobab, #berlin, #claret-capital, #discovery-ventures, #founders-of-europe, #insurtech, #la-famiglia, #mangrove-capital, #munchen, #next47, #project-a-ventures, #realrate, #tiger-global, #venture-capital, #wellster-healthtech

#Brandneu – 9 junge und sehr heiße Startups, die jeder kennen sollte


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Rex
Das Berliner Startup Rex versteht sich als “Tierarztpraxis des 21. Jahrhunderts”. Das junge Unternehmen schreibt in eigener Sache: “Wir schaffen ein System, das alle Prozesse einfach abbildet – einfache Terminverwaltung, Patientenakte und Abrechnung. 100% des Tages am Telefon – das ist Vergangenheit”.

Amuzed
Amuzed, das von Phil Knierim, Maria Joite und Finn zur Mühlen gegründet wurde, verbindet NFT und die Welt der Musik. Auf der Website heißt es: “Sammle Deine Lieblingskünstler und tritt gegen andere Spieler an, um Belohnungen und Zugang zu exklusiven Inhalten zu erhalten”.

Hivebuy
Hivebuy aus Berlin, das von Bettina Fischer und Stefan Kiehne gegründet wurde, positioniert sich als Procurement-Software für den Mittelstand. Hivebuy unterstützt “kleine- und mittelständische Unternehmen dabei, Einkaufs- und Bestellprozesse zu vereinfachen und gleichzeitig Transparenz und Compliance zu fördern”. 

Nelly
Das Berliner Startup Nelly, das von Lukas Eicher, Niklas Radner, Rasmus Schults und Laurids Seibel gegründet wurde, positioniert sich als “Signatur- & Abrechnungstool für Arztpraxen”. Mit der Software lassen sich Dokumente, Unterschriften und Zahlungen in Praxen digitalisieren. 

Perfeggt
Das Berliner Food-Unternehmen Perfeggt, das von kisura-Gründerin Tanja Bogumil, glispa-Gründer Gary Lin und Bernd Becker gegründet wurde, setzt auf eine flüssige Ei-Alternative, die wie Rührei oder Omelette in der Pfanne gebraten werden kann. 

Thermosphr
Thermosphr, das von Nicolas Le Borgne und Mark Aaron Chan gegründet wurde, entwickelt SaaS-Lösungen für die Optimierung von Raumheizung- und Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) in Gewerbeimmobilien. “Our solution shows savings >30% within days, at no upfront cost, with continuous improvement”, schreibt das Team.

Dealcode
Dealcode aus Hamburg, das von Dennis Hilger und Alexander Weltzsch gegründet wurde, entwickelt eine Software für B2B-Vertriebsteams. “Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz wird die subjektive Komponente im Verkaufsprozess minimiert”, teilt das Unternehmen mit.

Flash
Das Startup Flash, das von den GoTalent-Gründern Sascha Hagro, Maximilian Schulze Wenning und Jacob Tyree gegründet wurde, richtet sich an D2C-Marken aber auch an Käufer:innen. “In essence, we are operating on the very edge of what’s possible in e-commerce and are inventing the future”, teilt das Team mit.

ValueWorks
ValueWorks aus Karlsruhe, das von Wolfgang Faisst und Sebastian Walther gegründet wurde, beschreibt sich selbst als “intelligentes Betriebssystem für alle Managementaufgaben”. Das ValueWorks-Team verspricht dabei “Planung, Reporting und OKR aus einer Hand”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #amuzed, #berlin, #brandneu, #dealcode, #flash, #food, #hamburg, #hivebuy, #karlsruhe, #nelly, #nft, #perfeggt, #proptech, #rex, #thermosphr, #valueworks

#Brandneu – 9 neue Startups, die wir garantiert im Blick behalten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Suena
Das Hamburger Startup Suena, das von Lennard Wilkening, Miguel Wesselmann und Tom Witter gegründet wurde, entwickelt eine “cloudbasierte Optimierungssoftware, mit der der Betrieb des Speichers auf Basis von Prognosemodellen techno-ökonomisch optimiert wird”.

Neural Jam
Neural Jam aus Potsdam positioniert sich als eine Art digitaler Klub für junge und erfahrene Talente, denen lebenslanges Lernen wichtig ist . Das Unternehmen schreibt dazu: “Neural Jam is the future home of a new generation of collaborative thinkers and doers”.

LOG.IG
Das Augsburger Startup LOG.IG, das von Franziska Bartenschlager und Saskia Reuter gegründet wurde, entwickelt eine “optimierte Transportlogistik”. Konkret geht es darum, Speditionsunternehmen zu helfen, ihre “Logistikprozesse effizienter, produktiver und innovativer zu gestalten”.

Coachinho
“Vom Amateur zum Fußballprof” – das verspricht die Plattform Coachinho. Über das Startup, das von Dennis Eck und Max Knorreck gegründet wurde, erhalten Amateurfußballer:innen in Form von Videokursen ein professionelles Training von aktuellen sowie ehemaligen Fußballprofis und Profitrainern.

Tune Insight
Tune Insight aus Lausanne möchte Unternehmen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. “Tune Insight software orchestrates secure collaborations on sensitive data between organizations. We allow them to extract collective insights, while each organization remains in full control of its own data”, teilt das Startup mit.

Eye Able
Eye Able setzt sich für Barrierefreiheit im Internet ein. Die Assistenzsoftware soll es Webseiten-Besucher:innen ermöglichen, alle Inhalte frei nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Die Software soll dabei in jede Webseite eingebunden werden können und bei der Einhaltung der BITV-Richtlinien unterstützen.

Fainin
Die Jungfirma Fainin bringt sich als “sicherste Sharing Community zum Mieten und Leihen von Alltäglichem” in Stellung. Das Team verspricht dabei: “Wir ermöglichen Dir in der Fainin Family unkompliziert zu verleihen und damit Geld zu verdienen. Fainin ist 100% abgesichert und deckt alle Schritte der Transaktion ab”.

schummelrechnungen.de
Das Berliner LegalTech schummelrechnungen.de, das von Marco Mauer und Simon Smend gegründet wurde, hilft Onliner:innen bei betrügerischen Zahlungsaufforderungen. “Wir melden Banken betrügerische IBANs und hoffen, dass sie somit betrügerische Überweisungen erkennen und anhalten können”, teilt das Startup mit.

Tip me
Tip me möchte es Nutzer:innen möglich machen, Trinkgeld an Arbeiter:innen zu senden, die hinter einem Kleidungsstück stehen. Das gesammelte Geld soll dann direkt auf die Konten der einzelnen Arbeiter:innen in Vietnam, Pakistan oder Kenia gesendet werden. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #augsburg, #berlin, #bonn, #brandneu, #coachinho, #e-learning, #energie, #eye-able, #fainin, #hamburg, #lausanne, #legaltech, #log-ig, #logistik, #neural-jam, #potsdam, #schummelrechnungen-de, #social-startup, #sportstech, #suena, #tip-me, #tune-insight, #wurzburg

#Brandneu – 12 junge E-Commerce-Startups, die wir ganz genau beobachten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Veynou
Veynou, das von den flapgrip-Gründern Cem Dogan und Philip Deml sowie der Influencerin Paulina Kurka gegründet wurde, setzt auf laborgezüchtete Diamanten. “Also chemisch, physikalisch und optisch 1:1 identisch zu geminten Diamanten, jedoch ohne negative Konsequenzen”, teilt das Unternehmen mit. 

casimum
casimum möchte mit einem Nackenkissen Menschen helfen, besser schlafen zu können. Das Nackenkissen aus Memory-Schaum, soll die Entspannung fördern, Nackenverspannungen vorbeugen und eine gesunde Schlafhaltung unterstützen. Das Schlafkissen ist für alle Schlaftypen geeignet, verspricht das Startup.

Fino and Stitch
Mit Fino and Stitch wollen Sarah von Puttkamer und Wendy Herr Näher*innen begeistern. Im Onlineshop werden fertige Schnittmuster mit Stoffen und den dazu passenden Knöpfen sowie Garn angeboten. Damit Anfängern der Einstieg gelingt, gibt es zudem auch Anleitungsvideos auf der Webseite.

Oh my Fantasy
Oh my Fantasy bietet Erlebnisboxen für Paare. In jeder Box ist ein “Date Guide” enthalten, der unter anderem Hinweise zur Vorbereitung, stimmungsvolle Playlisten und Audio-Anleitungen bietet. Nutzer:innen können aus 15 verschiedenen Boxen auswählen, die jeweils mit Sex-Toys und Accessoires bestückt sind.

Bakerix
Bakerix liefert frische Backwaren aus – und zwar in wenigen Minuten. Das Motto dabei lautet: “Einfach bestellen, zurücklegen und genießen. Wir liefern dir Qualität und besonders frische Ware von deinem Bäcker des Vertrauens direkt vor die Haustür”. Hinter dem Startup steckt unter anderem Myster-Gründer Mirco Grübel.

Habitus
Beim Online Marktplatz Habitus ist es Nutzer:innen möglich Upcycling-Produkte im Mode und Living Bereich zu kaufen. “Wir haben eine lange Reise vor uns mit dem Ziel, Upcycling als neuen Standard in der Modebranche zu etablieren”, so die Gründerinnen Charlotte Schmid und Lucia Fuchs.

Dr. Enzo
Das Unternehmen Dr. Enzo, das von Maxi Schweizer gegründet wurde, setzt auf Backmischungen für Hundeleckerlis. Dabei handelt es sich um “biologisch zertifizierte, vegane und glutenfreie Rezepturen, die sorgfältig geprüft wurden und sehr gut verträglich sind”.

Framd Gallery
Framd Gallery bietet eine Plattform für (Kunst)Fotografien und möchte Künstler:innen die Möglichkeit geben, ihre Werke für jeden zugänglich zu machen. Dabei sollen sich die Künstler weder um die Abwicklung noch um die Fertigung oder den Versand kümmern müssen. 

Berget
Das Münchner Startup Berget, das von Bianca Stöckl und Lukas Huth gegründet wurde, setzt auf “hochwertige, nachhaltige Möbel-Abonnements”. Während der Mietdauer können Nutzer:innen einzelne Möbel gegen andere austauschen oder für den Restwert kaufen.

Noumen
Noumen aus Wien, das von Max Germann und Jana Schottkowski gegründet wurde, setzt als “Selfcare-Brand, die mit speziell für den Mann entwickelte Hautpflegeprodukte- und Nahrungsergänzungsmittel-Routinen für das ganzheitliche Wohlbefinden schafft”.

Treu-Refill
Das Berliner Startup Treu-Refill, das von den Freundinnen Eva Wendt und Christine Sehm gegründet wurde, entwickelt vegane Shampoo- und Duschbad-Alternativen. Treu-Refill setzt dabei “als nachhaltige Alternative zur Flu?ssigseife auf reine Essenzen in Pulverform zum Selbermixen”.

myGrapes
myGrapes aus Malterdingen, das von Omar Nazary und Marc Scheer gegründet wurde, setzt auf Wein im Abo. “Im Gegensatz zu anderen Wein-Abos auf dem Markt, hat der Abonnent die freie Wahl, wie er sein persönliches Weinerlebnis gestalten möchte”, schreiben die Gründer.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #bakerix, #berget, #berlin, #brandneu, #d2c, #dr-enzo, #fino-and-stitch, #framd-gallery, #frankfurt-am-main, #habitus, #hamburg, #malterdingen, #munchen, #mygrapes, #noumen, #oh-my-fantasy, #sandhausen, #treu-refill, #veynou-casimum, #wien

#DealMonitor – Crosslantic Capital investiert in Miles – Sastrify bekommt 15 Millionen – Superchat sammelt 15,6 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 13. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Miles
+++ Der Düsseldorfer Geldgeber Crosslantic Capital investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit einigen Altinvestoren – darunter selbstverständlich Mehrheitsgesellschafter und Super-Angel Lukasz Gadowski – eine Millionensumme in Miles. Der Carsharinganbieter, der 2016 von Alexander Eitner, Florian Haus und Timo Nührich gegründet wurde, unterscheidet sich von der vielen Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Abgerechnet werden Beim Unternehmen, das von Oliver Mackprang und Eyvindur Kristjansson geführt wird, nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer, nicht die Fahrtzeit. In den vergangenen Jahren flossen rund 10 Millionen Euro in Miles – unter anderem auch von Abacon Capital (Büll Family Office) und WestTech Ventures. Crosslantic Capital, das im Rahmen des Investments auch Anteile bestehender Investoren übernimmt, hält nun rund 16 % am Unternehmen. Auf Seriengründer und -investor Gadowski, der derzeit weltweilt gezielt in Mobility-Firmen investiert, entfällt weiter die Mehrheit. Mehr über Miles #EXKLUSIV

Sastrify 
+++ Der amerikanische Geldgeber FirstMark Capital, der auch Shopify unterstützte, investiert gemeinsam mit Altinvestoren 15 Millionen US-Dollar in Sastrify. Die Kölner Jungfirma, die 2020 von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. HV Capital und mehrere Business Angels investierten im Sommer des vergangenen Jahres erst 7 Millionen in das Unternehmen. Insgesamt flossen bereits 22 Millionen in Sastrify. Das frische Kapital soll insbesondere in “die internationale Expansion in den USA, Asien und Europa” fließen. 60 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Sastrify. Mehr über Sastrify

Superchat
+++ Blossom Capital und Altinvestor 468 Capital investieren 15,6 Millionen US-Dollar in Superchat – siehe auch TechCrunch. Beim Berliner Startup Superchat, das 2020 von Yilmaz Köknar und Mika Hally gegründet wurde, dreht sich alles um Kommunikation und Rezensionen. Zielgruppe dabei sind lokale Unternehmen. 468 Capital und mehrere Angel-Investoren investierten zuletzt bereits 2,8 Millionen Euro in Superchat. Insgesamt flossen nun schon 18,8 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr über Superchat

HeyCharge
+++ 
BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber des Autobauers, investiert 4,7 Millionen US-Dollar in HeyCharge. Das Startup aus München, das 2020 von Chris Carde und Robert Lasowski gegründet wurde, möchte das Aufladen von Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern alltagstauglich machen. Zielgruppe sind “Verbraucher:innen, die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen von Wohnanlagen, Bürogebäuden und Hotels nutzen” möchten. HeyCharge war zuvor beim amerikanischen Startup-Accelerators Y Combinator an Bord.  

Reverse Retail
+++ momox-Gründer Christian Wegner investiert eine siebenstellige Summe in das Re-Commerce-Unternehmen Reverse Retail, zu dem die Marken Buddy & Selly sowie Vite EnVogue gehören. Das Hamburger Unternehmen, das 2012 gegründet wurde, beschreibt Vite EnVogue als “Europas führender Online-Shop für den Verkauf von preloved Designermode sowie Schuhen, Handtaschen und Accessoires für High Fashion Fans”. Buddy & Selly positioniert sich als “Direkt-Ankäufer für getragene Designermode”. Wegner investierte zuletzt auch in Mädchenflohmarkt.

gnista.io
+++ Katharo Ventures und IST cube investieren eine siebenstellige Summe in gnista.io. Das Spin-off der TU Wien, das von Benjamin Mörzinger, Markus Hoffmann und Anna Maria Pölzl gegründet wurde, positioniert sich als “No Code-Datenverrechnungstool für Energiemanager:innen”. Dazu teilt das Team mit: “By enabling domain experts directly, the young company aims to make energy and CO2 management a daily routine. Companies can finally take back control over their data, share insights and improvements, and leverage the full potential of IoT Data”.

Findustrial
+++ Das Paymentunternehmen Bamberger investiert eine siebenstellige Summe in Findustrial – siehe Brutkasten. Das FinTech aus Schörfling, das 2020 von Günter Hehenfelder und Martin Gruber gegründet wurde, entwickelt Finanzierungslösungen für die Industrie. “Wir vernetzen Unternehmen mit der Finanzwelt, um auf Basis sicherer IoT-Daten, industrielle Maschinen und Anlagen zu finanzieren”, teilt das Unternehmen mit.

Dance Masterclass
+++ Johannes Braith (HardlyMountain Capital), Lukas Zinnagl, Christoph Kanneberger, Martin Krieger, Fiona Badian, Thomas und Hansi Figlmueller investieren 400.000 Euro in Dance Masterclass. Das Startup aus Berlin, das 2021 vom Profi-Ballettänzer Caspar Hees gegründet wurde, positioniert sich als Streaming-Plattform für Tanzkurse. “Dance Masterclass is an online dance training platform that allows anyone to learn from the best dancers and choreographers in the world”, teilt das Startup mit.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#468-capital, #aktuell, #berlin, #blossom-capital, #bmw-i-ventures, #buddy-selly, #crosslantic-capital, #dance-masterclass, #findustrial, #fintech, #firstmark-capital, #gnista-io, #heycharge, #ist-cube, #katharo-ventures, #koln, #lukasz-gadowski, #miles, #mobility, #munchen, #reverse-retail, #sastrify, #superchat, #venture-capital, #vite-envogue, #wien

#DealMonitor – myposter übernimmt Juniqe – Banxware sammelt 10 Millionen ein – 468 Capital investiert in CereGate


Im #DealMonitor für den 12. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Juniqe 
+++ Das Bergkirchener Unternehmen myposter – bzw. der myposter-Eigner RMR Verwaltungs GmbH – übernimmt nach unseren Informationen das kunstvolle Berliner Startup Juniqe. Das Unternehmen, das 2014 von Lea Lange, Marc Pohl und Sebastian Hasebrink gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro ein – unter anderem von Highland Europe, Vorwerk Ventures, Redalpine und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF). Highland Europe hielt vor dem Exit 26,1 % der Juniqe-Anteile. Vorwerk Ventures 14,3 %, Redalpine 11,1 % und der HTGF 7,1 %. Im Jahre 2019 erwirtschaftete Juniqe ein Rohergebnis in Höhe von 9,7 Millionen Euro bzw. 16,6 Millionen Euro Umsatz. Der Jahresfehlbetrag lag bei 2,5 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2019 bereits über 26 Millionen. Der “nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag” lag Ende 2019 bereits bei rund 6,7 Millionen. In den vergangenen Jahren stützen die Gesellschafter Juniqe mit mehreren Wandeldarlehen, die mehrmals verlängert bzw. erweitert wurden. Dadurch war die Finanzierung des Unternehmens zuletzt “gemäß Business Plan bis mindestens Ende 2021” gesichert. Der Verkauf an myposter dürfte deswegen kein euphorischer Exit gewesen sein, sondern eher das rettende Ufer für das junge Kunst-Unternehmen aus der Hauptstadt. Das der Exit, der formal Ende Dezember abgeschlossen wurde, bisher zudem nicht offiziell verkündet wurde, spricht ebenfalls eher für einen Fire Sale als für einen guten Exit für die beteiligten Investoren. Das myposter-Team verkündet aber auch sonst – außer Produktnachrichten – kaum unternehmensnahe Neuigkeiten. myposter, 2010 von Rene und Marc Ruhland gegründet, erwirtschaftete 2019 ein Rohergebnis in Höhe von 14,1 Millionen. Der Jahresüberschuss lag bei 184.368 Euro. Als Prognose gab das Unternehmen zuletzt dies hier aus: “Für das Geschäftsjahr 2020 wurde für die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz- und EBIT-Entwicklung eine Prognose aufgestellt. Diese besagt, dass der Umsatz im kommenden Jahr weiter wachsen wird. Somit wird sich auch das Betriebsergebnis positiv entwickeln”. Mehr über Juniqe #EXKLUSIV

MCProHosting
+++ Nitrado übernimmt MCProHosting. “Mit der Übernahme positioniert sich die Nitrado Group als klarer Marktführer für Mincraft-Hosting in der englischsprachigen Welt, insbesondere in den USA, sowie als weltweite Nummer eins im Gameserver-Hosting”, teilt das Unternehmen mit. Nitrado, 2001 von Marco Balle und Marcel Bößendörfer in Karlsruhe gegründet, betreibt Rechenzentren auf vier Kontinenten. Die Private Equity-Firma Flex Capital übernahm zuletzt die Mehrheit am Unternehmen.

INVESTMENTS

Banxware 
+++ Element Ventures, D4 Ventures, FinVC, die Varengold Bank und die Altinvestoren Force over Mass, VR Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie einige Business Angels investieren 10 Millionen Euro in Banxware. Das Berliner FinTech, 2020 von der bekannten FinTech-Gründerin Miriam Wohlfarth, Jens Röhrborn, Fabian Heiss und Nicolas Kipp gegründet, vergibt Kredite an Plattformhändler. Der HTGF, Force over Mass, VR Ventures und Co. investierten zuletzt 4 Millionen Euro in das Unternehmen. “Banxware wird die Investition nutzen, um das Angebot an eingebetteten Finanzdienstleistungen weiterzuentwickeln, sein Team zu vergrößern und um Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing auf digitale Plattformen in ganz Europa auszuweiten”, teilt die Jungfirma mit. Mehr über Banxware 

Qdrant
+++ 42CAP und IBB Ventures investieren 2 Millionen Euro in Qdrant. Das Deep-Tech-Startup aus Berlin, das 2021 von Andre Zayarni und Andrey Vasnetsov gegründet wurde,  entwickelt Open-Source-Technologien, um KI-Lösungen samt Metric Learning voranzutreiben. Mit einer neuronalen Suchmaschine bietet das Unternehmen bereits einen Service mit einer “praxistauglichen API” zum Speichern, Suchen und Verwalten von Vektoren. “Mit dem Kapital soll die firmeneigene Open-Source-Suchmaschine für neuronale Daten weiterentwickelt und die Gemeinschaft der Early Adopters vergrößert werden. Langfristiges Ziel ist es, die Zukunft der neuronalen Suche erheblich voranzutreiben und eine neue Ära der angewandten KI einzuläuten”, teilt das Unternehmen mit.

CereGate
+++ 468 Capital und re.Mind sowie die Altinvestoren TruVenturo, Heal Capital und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren in CereGate. Das Unternehmen aus Hamburg, das 2019 von Balint Varkuti gegründet wurde, entwickelt software-basierte Lösungen für den Bereich Computer-Gehirn-Schnittstellen.  “Im aufstrebenden Bereich der Neurowissenschaften ist CereGate in der Lage, die Behandlung neurologischer Erkrankungen zu revolutionieren, indem es mit dem menschlichen Gehirn durch einen einzigartigen Software-First-Ansatz interagiert”, teilt das Unternehmen mit. TruVenturo, Heal Capital und der HTGF investierten bereits 2020 in das Unternehmen.

Greenpass 
+++ Peak Pride, Pi Labs, der aws Gründerfonds und die Haselsteiner Familienprivatstiftung investieren eine siebenstellige Summe in das Wiener ClimateTech Greenpass. Das Spin-Off der Universität für Bodenkultur Wien und dem Unternehmen Green4Cities, das 2018 von Florian Kraus und Bernhard Scharf gegründet wurde, setzte auf eine “All-in-One Software-as-a-Service (SaaS) zur gesamtheitlichen Bewertung, Optimierung und Zertifizierung der Umweltauswirkungen von Immobilien und Freiräumen hinsichtlich sechs Themenfelder: Klima, Wasser, Luft, Biodiversität, Energie und Kosten”.

academa
+++ Business Angels wie Robert Maier, Michael Schrezenmaier, Oliver Roskopf, Philipp Kreibohm, Manfred Merle, Jan Kemper, Marcus Erken und Just Beyer investieren in academa. Das GovTech-Startup aus Aachen, das 2020 von Patrick Neubert und Luis Hesemann gegründet wurde, kümmert sich um die Fort- und Weiterbildung innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Zielgruppe sind unter anderem Behörden, Ministerien und Hochschulverwaltungen.

VENTURE CAPITAL

Squared
+++ Die Baumarktkette OBI legt sich mit Squared eine Innovatoions- und Inkubationseinheit zu. “Dabei werden die Synergien von OBI unter einem Dach genutzt. Die drei Bereiche Venture Building, Venture Client und Venture Growth bilden eine Innovationsarchitektur, die neue Geschäftsideen schnell validiert und damit in die Realität und zum Kunden bringt”, teilt das Unternehmen mit. Geführt wird das Team von Dennis Hornung. Mit plants legt Squared zunächst einmal eine Home Gardening-Plattform auf.  “Nach dem Start von OBI Next als Innovationszentrum in Köln im Jahr 2017 baut SQUARED auf dem Fundament auf, zukunftsweisende Technologien zu nutzen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln”, lässt OBI zum Start von Squared weiter wissen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#42cap, #468-capital, #aachen, #academa, #aktuell, #banxware, #berlin, #climatetech, #crosslantic-capital, #d4-ventures, #element-ventures, #fintech, #finvc, #flex-capital, #force-over-mass, #govtech, #greenpass, #hamburg, #heal-capital, #high-tech-grunderfonds, #ibb-ventures, #juniqe, #kunst, #mcprohosting, #myposter, #nitrado, #obi, #obi-next, #peak-pride, #pi-labs, #re-mind, #squared, #truventuro, #venture-capital, #vr-ventures, #wien

#Brandneu – 5 junge E-Health-Startups, die man kennen sollte


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Avelios Medical
Avelios Medical aus München, das von Nicolas Jakob, Dr. Sebastian Krammer und Christian Albrecht gegründet wurde, positioniert sich als “modulare Softwareplattform für die Digitalisierung von Arbeitsabläufen in Kliniken und einer datenbasierten Patientenversorgung”.

apriwell
Das Berliner Startup apriwell kümmert sich um Verstopfung. apriwell, 2020 von Viomedo-Macher Alexander Puschilov gegründet, setzt dabei auf drei Elemente: Dazu zählt die telemedizinische Beratung, um die Ursachen zu finden, ein individuelles digitales Therapieprogramm und passende Nahrungsergänzungsmittel.

Elona Health
Bei Elona Health aus Düsseldorf dreht sich alles um Psychotherapie. Das Startup setzt dabei auf eine “digitale Gesundheitsanwendung, die die ambulante Verhaltenstherapie in der Behandlung von Depression und Angststörungen begleitet” und so unter anderem die “Therapie für Patient:innen intensiviert”.

Nala
Das Berner E-Health-Startup Nala möchte Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis, Akne und Urtikaria mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz “zu einem besseren Leben zu verhelfen”. Dabei setzt die Jungfirma unter anderem auf einen persönlichen Haut-Guide.

Patronus Health
Das junge Unternehmen Patronus Health aus Bad Vilbel, das von Andreas Schnitzbauer, Charlotte Detemble und Dora Zmuc gegründet wurde, entwickelt ein App-basiertes Prähabilitationsprogramm zur Vorbereitung auf chirurgische Eingriffe im Bauch- und Brustraum.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #apriwell, #avelios-medical, #bad-vilbel, #berlin, #bern, #brandneu, #dusseldorf, #e-health, #elona-health, #munchen, #nala, #patronus-health

#Offline – Neufund schließt nun endgültig die Tore


Schon sehr lange war es ruhig um Neufund, eine Art Kleinanlegerplattform auf Blockchainbasis. Noch Ende Dezember 2020 investierten Atlantic Labs, Factory Berlin-Macher Udo Schloemer, Freigeist Capital, also Frank Thelen und Co., sowie und Dario Suter 4 Millionen Euro in das junge Unternehmen. Damals kündigte das Neufund-Team rund um Gründerin Zoe Adamovicz einen Neustart an. Daraus wird nun nichts, Neufund gibt auf.

In einer Mail schreibt das Team: “With a heavy heart, we’ve decided to close Neufund on 17.01.2022. We’d like to thank you – our incredible community, believers and progress lovers for all your support throughout these exciting past years. We, all together, made incredible things work. Our aim since the beginning has always been to make investing more inclusive. Our amazing team combined with you, our community, went down the right path. However, the existing environment of the regulatory system seems not to be equipped yet to support innovative fintech companies”.

Als wichtigsten Grund geben die Berliner dies hier an: “In short – Neufund’s technology was too early for the market. The regulating bodies were not yet ready to embrace the innovation of such scale”. Das FinTech, das 2016 gegründet wurde, wollte zunächst Kleinanleger helfen, sich über seine Blockchain-Plattform an Startups zu beteiligen. Das hat aber nicht funktioniert! “Erst im Oktober 2019 konnte sich mit dem E-Bike-Hersteller Greyp das erste Startup über Neufund finanzieren. Und gleich schritt die Bafin ein: Weil entgegen der Vorschriften kein Wertpapierprospekt veröffentlicht worden war, musste Greyp deutsche Anleger vom Angebot ausschließen. Drei weitere Projekte wurden angekündigt, aber nicht realisiert”, schrieb FinanceFWD bereits im vergangenen Jahr. Greyp Bikes konnte das Unternehmen vorher zum Anschluss bringen, das Unternehmen wurde an Porsche verkauft. Was das Ende von Neufund nun wohl auch formal möglich gemacht hat.

Via Coindesk meldet sich auch Nefund-Gründerin Adamovicz zu Wort: “Yet, we are closing the Neufund business. Why? Because today, more than two years after Greyp fundraised, we still are unsure whether regulation allows us to repeat the Greyp fundraising model with other similar companies. Despite engaging with regulators for years, we didn’t manage to get out of the limbo of legal uncertainty. And, I dare say, no DeFi (decentralized finance) company, aiming for regular investors on a bigger scale, has ever made it so far”.

In den vergangenen Jahren investierten Geldgeber wie Freigeist Capital, Atlantic Labs und diverse Business Angels rund 15 Millionen Euro in das Unternehmen, zumindest wurde diese Summe via Presseaussendungen kommuniziert. Auf Crunchbase sind rund 8 Millionen Euro als Investmentsumme aufgeführt. Im Handelsregister sind bis Ende 2019 rund 7 Millionen Euro Investment verzeichnet.  Atlantic Labs hielt zuletzt rund 17,1 % am Unternehmen. Auf Freigeist Capital entfielen 11,1 %. Vor allem Ex-Löwe Frank Thelen war aber medial massiv mit Neufund verbunden, er trommelte in den vergangenen Jahren gefühlt überall für das Unternehmen und das Konzept. Was vor allem unserem Dauer-Podcast-Gast Sven Schmidt mehrmals in Rage brachte.

TippStartups, die 2021 leider gescheitert sind

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #berlin, #blockchain, #fintech, #neufund, #offline

#Zahlencheck – Zenjob: Umsatz steigt auf 20,9 Millionen, Verlust auf 8,4 Millionen


Das Berliner Startup Zenjob, ein digitaler Personaldienstleister, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Demnach konnte die Jungfirma, die 2015 von Fritz Trott, Cihan Aksakal und Frederik Fahning gegründet wurde, zuletzt einen Umsatz in Höhe von rund 20,9 Millionen Euro erwirtschaften. Im Vorjahr waren es rund 11,8 Millionen. Das Unternehmen wächst somit weiter ordentlich.

“Die erzielten Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen durch Tätigkeiten im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung für kurzfristige Arbeitseinsätze erzielt”, heißt es im Jahresabschluss. 43,9 % der Umsätze erwirtschaftet die Jungfirma dabei in der Region Berlin. 17,9 % entfallen auf München sowie 15,6 % auf die Region Köln/Bonn. “Die bisherige geographische Ausbreitung in Deutschland, das Geschäftsvolumen und der Anteil der vermittelten Studenten an den bestehenden Standorten sowie die bisherige produktseitige Limitierung zeigen, dass auch in einem rückgängigen Markt reichlich Wachstumspotenzial vorhanden ist”, teilt Zenjob dazu mit.

Der Jahresfehlbetrag des Unternehmens lag 2019 bei 8,4 Millionen. Im Vorjahr waren es gerade einmal 5,5 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Zenjob seit dem Start bereits rund 17 Millionen. Investoren wie AXA Venture Partners, Acton Capital Partners, Redalpine und Atlantic Labs investierten bis Ende 2019 aber auch bereits rund 24 Millionen Euro in das HR-Startup. Zudem konnte sich das Unternehmen im Mai 2020 weitere 27 Millionen Risikokapital sichern – unter anderem von Forestay Capital.

Durch die Corona-Pandemie kam das Unternehmen offenbar gut: “Zahlreiche der Zielbranchen des Unternehmens wie etwa der Bekleidungseinzelhandel oder das Veranstaltungsgeschäft hatten bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresberichts erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen und die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf sind ungewiss. Gleichzeitig konnte ZenJob jedoch das Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel und einzelnen anderen Branchen signifikant ausbauen”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.
* Die im Vorjahr zum Rohergebnis zusammengefassten Posten Umsatzerlöse (TEUR 11.835), Sonstige betriebliche Erträge (TEUR 125) und Materialaufwand (TEUR 169) werden ab diesem Jahr unter den entsprechenden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Im Zuge der Änderung der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ab 2019 wurden Erlöse aus der Untervermietung in Höhe von 632 TEUR (Vorjahr 169 TEUR im Rohergebnis) in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Letzteren stehen Aufwendungen für bezogene Leistungen in gleicher Höhe gegenüber.
* Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr 453.333,30 € (Vorjahr: 247.416,71 €).
* Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 523 (2018: 330), davon 200 (2018: 143) operativ tätige Mitarbeiter und 323 (2018: 187) Mitarbeiter im Kundeneinsatz.
*  Im Mai 2020 wurde eine neue Eigenkapitalfinanzierungsrunde bekannt gegeben. Hieraus ergeben sich Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 27 Mio. EUR wodurch die Liquidität der Gesellschaft maßgeblich verbessert wird.

  • Der Ausbruch der weltweiten Coronavirus-Pandemie im Frühjahr 2020 geht auch an ZenJob nicht spurlos vorbei. Zahlreiche der Zielbranchen des Unternehmens wie etwa der Bekleidungseinzelhandel oder das Veranstaltungsgeschäft hatten bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresberichts erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen und die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf sind ungewiss. Gleichzeitig konnte ZenJob jedoch das Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel und einzelnen anderen Branchen signifikant ausbauen.

* In Summe erwarten wir aufgrund der getroffenen und für die kommenden Monate geplanten Maßnahmen zur Ausweitung des Geschäfts trotz der Pandemie eine deutliche Steigerung des Umsatzes gegenüber 2019.

Zenjob im Zahlencheck

2019: 20,9 Millionen Euro (Umsatz); 8,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 11,8 Millionen Euro (Umsatz); 5,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 3,4 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 971.501 Euro (Jahresfehlbetrag)

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Zenjob

#aktuell, #berlin, #hr, #umsatz, #zahlencheck, #zenjob

#DealMonitor – #EXKLUSIV Highland investiert 50 Millionen in SoSafe – Alasco bekommt 40 Millionen – Keen investiert 25 Millionen in Lendis


Im #DealMonitor für den 10. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

SoSafe
+++ Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investieren nach unseren Informationen 50 Millionen Euro in SoSafe. Die Kölner Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. Die Pre-Money-Bewertung liegt bei rund 250 Millionen Euro. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Alasco
+++ Der New Yorker Geldgeber Insight Partners und Lightrock investieren nach unseren Informationen gemeinsam mit den Altinvestoren 40 Millionen US-Dollar in Alasco. Das Startup aus München, das 2018 von den ehemaligen Stylight-Machern Anselm Bauer, Benjamin Günther und Sebastian Schuon gegründet wurde, positioniert sich als “Real Estate Success Software”. Konkret lässt sich mit Alasco der “gesamte Lebenszyklus einer Immobilie digital managen – vom Bau, über die Instandhaltung, bis hin zum Verkauf”.  Global Founders Capital (GFC), Anyon, HV Capital und Picus Capital investierten zuletzt 7,5 Millionen Euro in Alasco. Insgesamt flossen bis Ende 2020 rund 15 Millionen in das Unternehmen. Die Bewertung liegt nun bei mehr als 100 Millionen Dollar. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Lendis
+++ Keen Venture Partners investiert nach unseren Informationen 25 Millionen Euro in Lendis. Das Berliner Startup Lendis, das 2018 von Julius Bolz und Stavros Papadopoulos gegründet wurde, bietet seinen Kunden – Unternehmen und Gewerbetreibende – Tische, Stühle, Kaffeemaschinen Technik, Elektrogeräte und viele verschiedene Services an. DN Capital, HV Capital und Picus Capital investierten zuvor bereits eine Millionensumme in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Operations1
+++OpenOcean investiert nach unseren Informationen rund 10 Millionen Euro in Operations1, früher als Cioplenu bekannt. Das Augsburger Startup positioniert sich als “All-in-One Softwarelösung für digitale Arbeitsanweisungen und Checklisten”.  cioplenu wurde 2017 von Daniel Grobe und Benjamin Brockmann gegründet. Unternehmen wie Hirschvogel, POLIPOL und Stabilo setzen bereits auf das Startup. Cherry Ventures und 42CAP investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

McMakler
+++ Baillie Gifford und Warburg Pincus investieren 50 Millionen Euro in McMakler – siehe Handelsblatt. Die Bewertung der Jungfirma soll laut Bericht nun bei 800 Millionen Euro liegen. Das Das Makler-Startup wurde 2015 von Hanno Heintzenberg, Felix Jahn und Lukas Pieczonka gegründet. Das Grownup beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Warburg Pincus investierte zuletzt 42 Millionen Euro in das Unternehmen.. Zuvor investierten Target Global, Israel Growth Partners und weitere Bestandsinvestoren – darunter Frog Capital – rund 50 Millionen Euro in McMakler. Zuletzt plante McMakler einen SPAC-IPO. Nun scheint mit Baillie Gifford als neuem Investor ein klassischer Börsengang geplant. Mehr über McMakler

Arive
+++ Balderton Capital investiert gemeinsam mit Global Founders Capital (GFC), Burda Principal, 468 Capital und La Famiglia 20 Millionen US-Dollar in Arive – siehe sifted und Fobes. Das Startup aus München bringt das FastAF-Konzept nach Deutschland. Die Jungfirma, die von Linus Fries und Maximilian Reeker gegründet wurde, möchte Händlern mit Hilfe von Micro Fulfilment Centern und einer Marktplatz-App eine günstige Option für Lieferungen unter 60 Minuten anbieten. Dabei geht es gezielt nicht um Lebensmittel, sondern andere E-Commerce-Produkte. Balderton Capital, La Famiglia und 468 Capital investierten zuletzt 6 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Arive

Ostrom
+++ 468 Capital, J12 Ventures, Global Founders Capital (GFC) und Übermorgen Ventures sowie Angel-Investoren wie Philip Klöckner, Eric Quidenus-Wahlforss und Jörg Kattner investieren 4,4 Millionen Euro in Ostrom. Das Startup, das von Matthias Martensen und Karl Villanueva gegründet wurde, tritt an, um den “Strommarkt zu revolutionieren: Weg von Ineffizienz, Intransparenz, und teuren und unübersichtlichen Tarifen zu dem fairsten Stromanbieter auf dem Markt”. Ostrom, anfangs als A+energy unterwegs, setzt damit auf das Konzept von Bulb Energy aus London. Über den Einstieg von 468 Capital hatten wir bereits im Juli 2021 im Insider-Podcast berichtetMehr über Ostrom

Conxai
+++ Earlybird UNI-X, Pi Labs, A/O PropTech und Argonautic Ventures investieren 3 Millionen US-Dollar in Conxai. Das Münchner Startup drängt quasi auf die Baustelle! “Conxai is a first of its kind Digital Twin technology for the construction industry that synchronizes as-built with as-designed and creates a single source of truth”, teilt das ConTech-Unternehmen, das von Sharique Husain geführt wird, mit. Tipp: Conxai war zuletzt auch im Startup-Radar, unserem Pitch-Podcast, vertreten.

Denario
+++ Jetzt offiziell: 468 Capital, Presight Capital und Mato Peric investieren – wie bereits im Sommer 2021 berichtet – in Denario. In der Investmentrunde fließen 1,3 Millionen Euro in die Jungfirma. Das Berliner FinTech, das von Philipp A. Pohlmann (Ex-Qonto Deutschlandchef) und Charalambos Christofi gegründet wurde, positioniert sich als “Cockpit für Zahlungsvorgänge in Unternehmen”. Zum Konzept teilt das Startup mit: “Eine sichere Lösung, die Ihre Finanzen optimiert, Rechnungen pünktlich bezahlt und Ihre monatliche Buchhaltung vorbereitet”.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#468-capital, #a-o-proptech, #aktuell, #alasco, #argonautic-ventures, #arive, #augsburg, #baillie-gifford, #balderton-capital, #berlin, #contech, #conxai, #denario, #earlybird-uni-x, #engergie, #global-founders-capital, #highland-europe, #insight-partners, #j12-ventures, #keen-venture-partners, #koln, #la-famiglia, #lendis, #lightrock, #mcmakler, #munchen, #openocean, #operations1, #ostrom, #pi-labs, #presight-capital, #proptech, #sosafe, #ubermorgen-ventures, #venture-capital, #warburg-pincus

#Brandneu – 13 junge FinTech-Startups, die wir im Blick behalten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

FollowMyMoney
FollowMyMoney bietet eine Finanzplattform mit Angeboten zum Thema  Vermögensaufbau an. Neben Wertpapieren und Aktien werden auch Krypto-Assets angeboten. Nutzer:innen können Trading- und Anlagestrategien ausgewählter Finanzexpert:innen folgen und sollen von deren Performance profitieren.

asurfriends
Das Passauer Startup asurfriends bringt sich als “Ökosystem in der Finanzdienstleistung” in Stellung. “Du bestimmst mit wem du zusammenarbeiten willst und holst so das Optimum aus deinen Verträgen wie zum Beispiel: Versicherungen, Finanzierungen, Darlehen, Steuer”, schreibt das Team.

u impact
Das Berliner Startup u impact, das von Lesley Li, Clemens Chaskel und Alistair Hume gegründet wurde, möchte Impact Investing für jeden Privatanleger zugänglich zu machen. Auf der Website heißt es: “We establish the emotional connection between people and finance by demystifying the world of sustainable investing”.

Brygge
Das Hamburger FinTech Brygge positioniert sich als Banking-App für die ältere Generation. Die Hanseat:innen versprechen: “Wir schaffen eine moderne und sichere Brücke zu Ihrer Hausbank oder der Bank Ihrer Angehörigen, um die Sie sich kümmern. Ein Bankwechsel ist nicht notwendig”.

Estating
Das Unternehmen Estating erwirbt Luxusimmobilien, in die Anleger dann investieren können. “We believe that everyone should have access to real estate investments, independent of their place of origin or be they investing $1 or $1m+”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma.

Tidely
Tidely aus München setzt auf eine Software für das Liquiditätsmanagement von KMU. “Entscheidungsträger erfassen die finanzielle Situation auf einen Blick, vermeiden Liquiditätsengpässe und können zudem offene Rechnungen effizient verwalten”, teilt das Startup mit.

insyt
Das Düsseldorfer FinTech insyt setzt auf eine App zur “finanziellen Selbstbildung, die Nutzer:innen eine allumfassende Lösung für die eigenen Wertpapierportfolios und neue Investitionen bietet”. Das junge Unternehmen versteht sich dabei als “Komplementärprodukt zu jeder Trading-App”.

Kadmos
Das Berliner FinTech Kadmos kümmert sich um internationale Gehaltszahlungen. “We are bringing in fintech, low margins, and transparent FX to industries riddled with opaque mark-ups, kickbacks, and physical cash transactions”, schreibt das Team in eigener Sache. 

Bunch
Das Berliner Startup Bunch möchte Privat-Investments digitalisieren. “Over the last years, the push for democratisation in the public market has resulted in unprecedented growth in retail investors, stocks, and venture valuations – however little has happened on the private side”, heißt es in der Selbstbeschreibung. 

beatvest
Das FinTech beatvest positioniert sich als anfängerfreundliche Investmentplattform. In der Selbstbeschreibung heißt es: “beatvest connects education with tools in order to provide a personalised, do-it-yourself investment experience that supports investment beginners in building long-term wealth”.

Payrails
Das Startup Payrails, das von den drei Delivery Hero-Mitarbeitern Abdulvahap Talay, Nicolas Thouzeau und Orkhan Abdullayev gegründet wurde, positioniert sich als “Cloud Native Payment Operating System”. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We are building an operating system to simplify accepting payments”.

Topi
Das Berliner FinTech Topi, das von Estelle Merle und Charlotte Pallua gegründet wurde, entwickelt eine Payment-Lösung für Unternehmen. “The company aims to become a global enabler of fast and frictionless payments for business-to-business trade”, heißt es in der Presseaussendung.

Clanq  
Das FinTech Clanq, das von Christina Hammer, Jakob Kaya und Benedict von Hoffman gegründet wurde, möchte Eltern und Familien helfen, für ihre Kinder zu sparen. Clanq aus Zürich bündelt dabei ein Kinderkonto samt Sparplan, verschiedene Cashback-Varianten und Anlage-Optionen unter einem Dach.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #asurfriends, #beatvest, #berlin, #brandneu, #brygge, #bunch, #clanq, #dusseldorf, #estating, #fintech, #followmymoney, #hamburg, #insyt, #kadmos, #kelkheim, #munchen, #passau, #payrails, #tidely, #topi, #u-impact

#StartupsToWatch – weflow kämpft gegen “Salesforce-Müdigkeit”


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen weflow. Das Berliner Startup, das 2020 vom Seriengründer Janis Zech (Fyber) sowie Henrik Basten, früher CTO bei Exactag und Fyber gegründet wurde, entwickelt eine Software für Vertriebsteams, die Salesforce nutzen. “Das Produkt spart Vertriebsteams Zeit beim Updaten der Salesforce Pipeline, ermöglicht die Strukturierung des Vertriebsprozesses und hilft bei der Priorisierung der Aufgaben um mehr Deals zu gewinnen”, teilt das Unternehmen mit.

Konkret geht es den Hauptstädtern darum, “die allgemeine Salesforce-Müdigkeit zu heilen”. “Salesforce ist ein sehr mächtiges CRM, aber Vertriebsmitarbeiter verbringen äußerstungern Zeit in Salesforce aufgrund der klobigen und langsamen User Experience”, sagt weflow-Macher Zech. “Als Konsequenz werden Notizen in OneNote, Evernote, Notion oder Apple Notes gemacht, To-Dos liegen in diversen Task Managern, und Daten über die Pipeline sind meistens nicht zuverlässig Damit gehen wichtige Kundeninformation verloren und Wachstumsprognosen von Vertriebsteams sind zu ungenau”, führt Zech weiter aus.

Der Berliner Geldgeber Cherry Ventures und Business Angels wie Christian Reber (Pitch, Wunderlist), Sascha Konietzke und Chris Schagen (Contentful), Alexander Ljung und Eric Quidenus-Wahlforss (Soundcloud, Dance) sowie Andreas Bodczek (Fyber, IDnow) setzen bereits auf weflow und investierten bereits 2,7 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. “Der Revenue Workspace von Weflow steigert nicht nur die Produktivität von Vertriebsmitarbeitern, sondern verbessert auch die Datenqualität in Salesforce und ermöglicht ein vorhersehbares Umsatzwachstum in Unternehmen”, ist sich Filip Dames, Partner bei Cherry Ventures, sicher.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): weflow

#aktuell, #berlin, #reloaded, #startupstowatch, #weflow

#StartupsToWatch – Kenbi digitalisiert mit Millionen im Gepäck die Pflege


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Kenbi. Das Berliner Pflege-Startup, das 2019 von Clemens Raemy, Katrin Alberding und Bruno Pires gegründet wurde, betreibt mehrere dezentrale Pflegedienste. Zum Konzept teilt das Unternehmen mit: “Mit Hilfe von eigenen modulare Apps gewährleistet Kenbi einen effizienten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und -Produkten für Patienten und Patientinnen zuhause”.

Endeavour Vision, Mutschler Ventures und Altinvestoren wie Redalpine, Heartcore und Headline investierten kürzlich 23,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor hatten Redalpine, Headline, Heartcore Capital und Partech bereits 7 Millionen in das Unternehmen investiert. Insgesamt flossen somit seit dem Start bereits über 30 Millionen in die Jungfirma. Das frische Kapital soll selbstverständlich ins Wachstum fließen: “Die Summe wird genutzt, um den Ausbau ihres Versorgungs-Netzwerks in ganz Deutschland und die Weiterentwicklung ihrer Technologien voranzutreiben”. Schon bisher konnte das Unternehmen massiv wachsen – von 12 Mitarbeiter:innen Ende 2019 auf über 300.

Auf den ersten Blick erscheint Kenbi ein klassisches Pflege-Unternehmen zu sein, kein Tech-Unternehmen. Aber nur auf den ersten Blick! “Kenbi ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Digitalisierung in Kombination mit Empathie einige der negativsten Trends in der Gesellschaft umkehrt”, sagt Christian Miele, Partner beim Investor Headline. Alexander Schmitz, Partner bei Endeavour Vision, ergänzt: “Die rasante Entwicklung von Gesundheits-Apps in Kombination mit regulatorischen Änderungen, welche digitale Lösungen begünstigen, eröffnen spannende, neue Möglichkeiten für die ambulante Pflege. Diese werden das Wachstum eines fortschrittlich strukturierten Pflegemarktes, der bereits jetzt 50 Milliarden Euro jährlich übersteigt, weiter vorantreiben. Durch seinen skalierbaren Online- und Offline-Ansatz ist Kenbi ideal positioniert, diesen wichtigen Markt neu zu definieren.”

Offizielle Zahlen gibt es zum sehr jungen Unternehmen Kenbi noch nicht. Zumindest aber sollte allen Beteiligten klar sein, dass das Pflege-Segment keine einfach Angelegenheit ist. Zuletzt schlitterte etwa das millionenschwere Pflege-Startup Careship in die Insolvenz. Der Betreuungs- und Begleitdienst für Senioren sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 13 Millionen Euro ein – unter anderem von Creandum, Spark Capital, Atlantic Labs und Ananda Impact Ventures. Und auch Rocket Internet scheiterte bereits mit Pflegetiger.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Kenbi

#aktuell, #berlin, #kenbi, #pflege, #reloaded, #startupstowatch

#Interview – “Urlaub oder freie Wochenenden sind ein Fremdwort”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Jacqueline Yildirim, Gründerin von spotsize. Das Startup mit Sitz in Mannheim und Berlin hilft Online-Shopper:innen die passende Schuhgröße zu finden.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Kaffee, ganz viel davon. Dabei checke ich schon meine E-Mails und mache mich “warm” für unser tägliches “stand-up” um 10:00.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Am liebsten sich direkt nach der Arbeit mit Freunden treffen, oder beim Sport: eine Runde Laufen oder Radfahren. Gym ist auch eine schöne Alternative bei schlechtem Wetter.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Das Urlaub oder freie Wochenenden ein Fremdwort sind und bis auf Weiteres in die Kategorie “Luxus” fallen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die Finanzierung und das Team Set-Up, wobei sich natürlich beides auch bedingt. Bei der Finanzierung war mir anfangs nicht bewusst, dass man fast 9-12 Monate – vom ersten VC/PE Kontakt bis zum Zeitpunkt an dem man über das Geld verfügen kann – einplanen sollte. Fast genauso herausfordernd war es, die richtigen Skills bei den Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Auf der einen Seite kann man als Start-Up keine all zu großen Gehälter oder Sicherheit bieten, aber auf der anderen Seite eben spannende Projekte mit viel Verantwortung und Freiheiten. Dies kommt auch weiterhin bei den Mitarbeitern gut an.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Am Anfang wurde die Finanzierung zu kurz gestaltet, sodass in den ersten Jahren eine Finanzierungsrunde die nächste jagte. Das hat ziemlich viele Ressourcen auf meiner Seite gebunden, sodass ich mich weniger meinem anderen Kernaufgaben im Bereich “Produkt” widmen konnte.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Wir haben hier oft im eigenen Netzwerk gesucht. Das hat am besten geklappt. Daneben habe wir auch gute Erfahrung mit Off-shore gemacht. Am Ende ist auch ein wenig Glück dabei, denn heute lesen sich fast alle Lebensläufe super.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
An sich und sein Produkt zu glauben und trotz hoher Hürden nicht aufzugeben.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Wir sind vollkommen digital aufgestellt und auf digitale Tools und online Infrastruktur angewiesen. Das Team ist verteilt sodass wir ohne Slack oder andere Kommunikationsmöglichkeiten über Internet nicht arbeiten könnten. Wir entwickeln eine Cloudplattform und arbeiten im Internet. Wenn es ein Internet Outage gäbe, wäre dies für uns kritisch.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Es gibt einen im Team, der einfach durch sein Lachen ansteckt und der nächste lächelt und so weiter… das ist wirklich super, weil wir uns seit fast zwei Jahren nur noch virtuell sehen und wir uns nicht einfach mal am Kaffeeautomaten in der Küche treffen.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Das war letztes Jahr im Sommer 2020 am Tag der Preisverleihung für den AI Award von Baden-Würrtemberg durch die Wirtschaftsministerin. Kurz davor und ohne Ankündigung war das Internet weg und wir mussten in einen andere Location fahren, um rechtzeitig zum Slot mit einem Lächeln wieder online zu sein.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): spotsize

#aktuell, #berlin, #grunderalltag, #interview, #mannheim, #spotsize

#Interview – “Alle Ziele zu erreichen, könnte bedeuten keine ambitionierten mehr zu haben”


Das junge Berliner Unternehmen The Stryze Group, das aus dem Unternehmen ManuCo hervorgegangen ist, setzt auf Direct-to-Consumer-Brands (D2C) und kauft unter anderem Amazon-Händler auf. Der Investor Alstin Capital investierte zuletzt gemeinsam mit dem Thrasio-Finanzierer Upper90 und einer Stiftung bis zu 100 Millionen US-Dollar in das aufstrebende Unternehmen im Boom-Segment.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht The Stryze Group-Macher Sebastian Funke einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei The Stryze Group?
Von nur einem Highlight zu sprechen wir dem Jahr 2021 für die Stryze Group nicht gerecht, zumal wir ja erst Ende 2020 als Stryze an den Start gegangen sind. Die Gründung der Stryze Group hat mir die Möglichkeit geboten meine langjährige Vision des kanalspezifischen Auf- und Ausbaus von Marken umzusetzen. In den vergangenen Monaten konnten wir über 30 Brands kaufen und sind auch international in der EU sowie den USA sehr aktiv. Zudem ist es uns, seit Anfang des Jahres, gelungen aus einer Hand voll Amazon-Experten ein großes und schlagkräftiges Top-Team an E-Commerce Spezialisten in den unterschiedlichsten Bereichen aufbauen zu können. Insgesamt haben wir so eine sehr gute Grundlage für ein Unternehmen geschaffen, das wir in 2022 zu einem global agierenden Unternehmen weiter skalieren können.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Alle Ziele zu erreichen, könnte ja bedeuten keine neuen oder ambitionierten mehr zu haben. Das ist natürlich nicht der Fall. Wir sind mit dem wirtschaftlichen Ergebnis 2021 mehr als zufrieden und haben so gesehen alle Ziele erreicht, zumal wir sogar innerhalb des Jahres die Ziele noch nach oben angepasst haben – und das trotz sehr schwierigem Marktumfeld, das durch Corona bedingt war und ist.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?
Wie schon erwähnt lief es bei uns 2021 sehr rund. Aber externe Faktoren haben uns das Geschäft erheblich schwieriger gemacht. Dazu gehören vor allem Produktionsengpässe, die globale Lieferkettenproblematik sowie ein sehr angespannter Personalmarkt. Sicherlich ist auch für alle die aktuelle Covid-Situation, sowohl privat als auch geschäftlich, als nicht besonders positiv zu werten, da wir uns doch alle erhofft haben, dass wir im Winter 2021 besser und nicht schlechter als im Jahr 2020 dastehen würden.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?
Unser Fokus ist, ein funktionierendes Unternehmen aufzubauen. Dabei setzen wir sowohl auf weiteres organisches Wachstum als auch auf M&A. Grundsätzlich haben wir in 2021 den Fokus auf den Bau einer funktionierenden Maschine gelegt: Dazu gehörte es Marken aufbauen und zu kaufen, Brands auf Plattformen wie Amazon oder Social-Commerce zu skalieren, Kunden mit spannenden, hoch qualitativen Produkten zu attraktiven Preisen beliefern zu können sowie ein funktionierendes, agiles, unternehmerisches Team aufzubauen, das hungrig auf mehr ist. Diese Ziele haben wir in 2021 weit übererfüllt. Für das kommende Jahr ist es nun das erklärte Ziel, die gesamte Firma in allen Aspekten auf ein neues Level zu heben und zu skalieren. Das bedeutet nicht nur mehr Umsatz, Wachstum des Teams und internationale Expansion, sondern auch mehr Nachhaltigkeit und noch mehr Professionalität. 2022 wird wieder ein sehr spannendes Jahr werden.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?
Hier möchte ich mehrere Dinge nennen: Zunächst hat die Digitalisierung durch Corona und die Lockdowns noch einmal einen rasanten Sprung nach vorn gemacht. Die Kunden bleiben zudem jetzt aber auch bei den neuen digitalen Angeboten, auch wenn es hier und da Ausnahmen gibt, wie z.B. Clubhouse, das sicherlich auch wegen Covid19 solch ein Erfolg wurde. Es haben sich aber auch einfach sehr viele Rahmenbedingungen noch einmal mehr positiv für die Entwicklung der Branche verändert. Ich will drei Punkte nennen. Durch Zoom Calls sind Investoren aus aller Welt plötzlich nur einen Klick weit entfernt. Es ist heute noch viel eher möglich Investoren aus den USA auch schon für eine Seed-Runde in Berlin gewinnen zu können, das haben wir bei Stryze ja auch gezeigt. Vor der Pandemie wäre das eher schwierig, wenn nicht sogar unmöglich gewesen. Zudem wurde aus dem Zwang zu Remote-Arbeit durch die Pandemie nun ein Standard und ermöglicht auch sehr weit distribuierte Teams aufzubauen. Drittens erlebt der E-Commerce, auch bedingt und beschleunigt durch Corona-Pandemie einen mega Boom und ein Rekordhoch nach dem anderen. Zusammenfassend lässt sich wohl sagen: den Push gab es also von beiden Seiten. Sowohl von der Angebotsseite an digitalen Services/Produkten, als auch von der Nachfrageseite von den Endkonsumenten. Das wurde dann auch noch durch ein gründungsfreundlicheres Marktumfeld und eine Menge Kapital befeuert.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): The Stryze Group

#aktuell, #berlin, #d2c, #interview, #jahresruckblick, #the-stryze-group

#Interview – “Recruiting wird immer schwieriger”


Der 2008 gestartete Berliner Lerndienst sofatutor, der gerade in der Corona-Krise viele neue Nutzer:innen auf sich aufmerksam machen konnte, gewann mit Emeram Capital Partners und Co. zuletzt mehrere neue Investoren.  In den vergangenen Jahren flossen zuvor bereits rund 13 Millionen Euro in sofatutor, das von Stephan Bayer gegründet wurde. 2019 erwirtschaftete die Jungfirma einen Umsatz in Höhe von 13,9 Millionen. Der Jahresfehlbetrag lag bei 1,4 Millionen. Inzwischen wirtschaftet das EdTech profitabel.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht sofatutor-Macher Bayer einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei sofatutor?
Wir freuen uns, dass Online-Lernen endlich im Mainstream angekommen ist: Lernplattformen mit ihren Angeboten sind viel bekannter geworden. Jede Schule, Lehrkraft sowie alle Eltern, Kinder, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben sich mit digitaler Bildung auseinandergesetzt. Dahingehend hatte die Pandemie zumindest etwas Positives. Durch unsere Strategie konnten wir große Erfolge erzielen und ein profitables Wachstum hinlegen. Wir arbeiten immer noch unermüdlich an der Vision, den virtuellen Rucksack für Schüler:innen bereitzustellen. Darin sollen sie jedes nur denkbare Werkzeug finden, das sie während ihrer Schulzeit benötigen könnten. Außerdem freuen wir uns natürlich auch über das Team-Wachstum: Mittlerweile arbeiten über 250 Mitarbeiter:innen aus allen Teilen der Welt bei sofatutor und wir suchen fleißig weiter neue Kolleg:innen.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Wirtschaftlich lief es gut für sofatutor. Dadurch können wir stark in die Zukunft des Unternehmens investieren und haben es auch vor. Dank der angesprochenen Profitabilität sind wir nicht zudem länger abhängig von Finanzierungsrunden mit VCs.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?
Was immer noch ein echtes Problem für uns ist: Die flächendeckende Ausstattung von Schulen mit sofatutor geht langsamer voran, als wir uns das wünschen. Das liegt teilweise an der technischen Infrastruktur, aber teilweise auch an der Mittelbindung der Länder und Schulverwaltungen. Digitale Bildung ist hier immer noch eine große Unbekannte, die teilweise skeptisch beäugt und nur schrittweise aufgegriffen wird. Außerdem wird das Recruiting immer schwieriger. Früher haben wir eine neue Stelle an einem Freitag online gestellt und hatten am Montag bereits 50 Bewerbungen. Heute spüren auch wir die zunehmende Knappheit von Talenten, was das Recruiting zu einer echten Herausforderung macht. Im Unternehmen selbst konnten wir wegen der Pandemie leider nicht so ausgiebig miteinander feiern wie erhofft. Unsere Teamevents sind legendär! Aber da müssen wir uns wohl noch etwas gedulden, ehe wir wieder in die Vollen gehen können.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?
Wir bereiten gerade einen großen Wachstumssprung für die nächste Zeit vor. Dafür stellen wir in diesen Wochen die passenden Personalstrukturen auf. Es ist besonders wichtig, dass wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen und auch in andere Länder schauen, welche spannenden Optionen es gibt. Außerdem wollen wir in Deutschland weiter aktiv im Austausch mit den Kultusministerien bleiben, um so vielen Schüler*innen wie möglich den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen. Das ist gerade in Hinblick auf die gravierenden Lernrückstände, die durch bald zwei Jahre Pandemie und Wechselunterricht entstanden sind, unbedingt notwendig. Auch den Lehrkräften wollen wir weiter zur Seite stehen, damit sie ihren Unterricht flexibel und digital gestalten können.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?
Bewertungen und Gründungsaktivität sind in der Internet-Szene weltweit sicher auf einem Hochpunkt. Das spürt man als erstes in den Frühphasen- und A-Runden-Finanzierungen zahlreicher Unternehmen. Ich finde es toll, wie viel Kapital und Talent momentan aktiv sind. Ich weiß aber auch aus meiner eigenen Historie, dass es viel braucht, damit eine Firma langfristig wächst und profitabel wird. Ich bin gespannt, wie wir in fünf Jahren auf diese Zeit schauen: Entweder werden es viele Firmen nicht schaffen und auch die Investor:innen müssen ihre Erwartungen an die Returns anpassen. Oder wir schalten als Gesellschaft noch mal einen Gang hoch und können den Speed bei der Digitalisierung erhöhen. Was ich mir definitiv mehr wünsche. Wenn es darum geht, neue Unternehmen im EdTech-Bereich nachhaltig zu unterstützen, erhoffe ich mir einige ernsthafte Verbesserungen in den Förderstrukturen in Deutschland. Anschubförderungen und ein Digitalpakt für Endgeräte reichen hier nicht aus. Auch Unternehmen für Software-Services und digitale Inhalte müssen langfristig gefördert werden, da fehlt es an der thematischen Breite bzw. Freiheit in den Fördermöglichkeiten. Generell wird das Scheitern von Startups in Deutschland nicht gern gesehen und die Politik behandelt junge Gründer*innen manchmal wie die Unbedarften, die in ihren Garagen und Gründerwerkstätten von der großen weiten Welt träumen. Es muss hier ein Umdenken stattfinden. Startups sind der Mittelstand von morgen. Dazu passend finde ich es wichtig, dass sich die neuen Unternehmen mit den etablierten Playern vernetzen, um mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen. So machen wir es auch gerade mit über 60 Unternehmen innerhalb der Initiative deutscher digitaler Bildungsanbieter (iddb). Wir arbeiten eng zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Bildung in Deutschland besser machen und die Szene als Ganzes fördern. Das wünsche ich mir für die Startup-Szene insgesamt ebenfalls.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): sofatutor

#aktuell, #berlin, #edtech, #interview, #jahresruckblick, #sofatutor

#DealMonitor – home24 übernimmt Butlers – Expresssteuer sammelt Millionen ein – Hanse Ventures investiert in Triviar


Im #DealMonitor für den 23. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Butlers
+++ Das Berliner Möbelshop home24 übernimmt die Mehrheit ( 74,8%) an der Wohnaccessoires-Kette Butlers. “Durch die Akquisition ergänzt das Unternehmen seine Eigenmarkenkompetenz in Möbeln nun auch um die Bereiche Heimtextil, Dekoration und Tischwaren mit den Butlers-Sortimenten. Diese Sortimentsbereiche sind für die Kundenbindung und saisonale Kundenkommunikation strategisch entscheidend. So wird es in Zukunft auch zu Anlässen wie Ostern oder Weihnachten eine noch emotionalere Kundenansprache mit dem Besten aus dem Butlers- und home24-Sortiment für alle Wohnwelten geben. Gleichzeitig wird das Butlers-Sortiment durch ausgewählte Möbelsortimente von home24 gestärkt”, teilt das Unternehmen mit. Zum Kaufpreis heißt es: “65 % des Kaufpreises für die Kaufanteile seien fest vereinbart und beliefen sich auf 48,6 Millionen Euro abzüglich 65 % der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2021. Hieraus resultiere ein Festkaufpreis von rund 38 Millionen Euro. Vorbehaltlich Anpassungen der Nettofinanzverbindlichkeiten beträgt der Earn-Out zwischen EUR 0 und maximal 21 Millionen Euro”. Butlers-Gründer Wilhelm Josten erhält im Zuge der Übernahme rund 3,9 % home24-Anteile. Für das laufende Geschäftsjahr plant die Butlers Gruppe einen Umsatz in Höhe von 95 Millionen Euro. Butlers mit Sitz in Köln wurde 1999 gegründet und beschäftigt insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter:innen Das Unternehmen bestreibt in der DACH-Region 100 Filialen. 2017 schlitterte Butlers in die Insolvenz, zuletzt wirtschaftete das Unternehmen aber profitabel.

INVESTMENTS

Expresssteuer
+++ Business Angels wie momox-Gründer Christian Wegner, Lieferando-Gründer Kai Hansen und Tim Stracke (Chrono24 ) investierten zuletzt 4,3 Millionen Euro in Expresssteuer – siehe FinanceFWD. Das Hamburger TaxTech, das 2019 von Maximilian Lambsdorff, Konstantin Loebner, Mehdi Afridi und Dennis Konrad gegründet wurde, hilft Onliner:innen bei der Steuererklärung. Zielgruppe sind dabei vor allem junge Menschen, die auf TikTok und Co. unterwegs sind.

Triviar
+++ Der Hamburger Geldgeber Hanse Ventures investiert nach unseren Informationen in Triviar. Bei Hamburger EdTech, das 2020 von Nick Koldehoff und Jonah Schröder gegründet wurde, dreht sich alles um Kurse und Aktivitäten. Jeder kann über die Plattform seine Kurse und Workshops anbieten. “Die Workshops können direkt online via Zoom oder selbst programmierter Videokonferenz stattfinden oder ganz klassisch lokal beim Anbieter vor Ort”, teilt das Startup mit. #EXKLUSIV

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#aktuell, #berlin, #butlers, #edtech, #expresssteuer, #hamburg, #hanse-ventures, #home24, #taxtech, #triviar, #venture-capital

#Interview – “Teilweise brauchen interne Prozesse einfach noch etwas länger”


Das Berliner FinTech Pliant, das 2021 von Malte Rau und Fabian Terner gegründet wurde, setzt wie mehrere Startups auf Firmenkreditkarten. Das FinTech verspricht seinen Kunden sogar “die neuste Generation von Firmenkreditkarten, die sich perfekt an Ihre Geschäftsprozesse anpassen”. Alstin und seed + speed Ventures, hinter denen jeweils TV-Löwe Carsten Maschmeyer steckt, sowie main incubator und das österreichische Family Office Saber investieren zuletzt 18 Millionen Euro in das Unternehmen. Die Bewertung lag bei 20 Millionen US-Dollar.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Pliant-Macher Rau einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei Pliant?
Unsere starken Wachstumsschübe: Das regelmäßige und positive Kundenfeedback hat uns da mehrfach vor Augen geführt, wie gut unser Produkt tatsächlich ankommt und was dem Kunden sofort zusagt – besser hätte es wirklich nicht laufen können.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Und wie! Nicht nur, dass wir alle selbst gesteckten Ziele erfüllt haben. Eigentlich können wir für alle Bereiche sagen, dass sämtliche Ziele sogar übertroffen worden sind. 2022 wollen wir genauso weitermachen.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?
Teilweise brauchen interne Prozesse einfach noch etwas länger als man sich das im Idealfall wünscht – typisch Startup würde ich sagen. Aber mit der Zeit wird das, glaube ich, von allein strukturierter.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?
Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Ausbau unserer Wachstumsstrategie und einer umfangreichen Internationalisierung.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?
Mich hat die starke Entwicklung der Fintech-Szene natürlich enorm gefreut. Trotzdem frage ich mich, ob andere Branchen durch die großen Funding-Konzentrationen eventuell benachteiligt werden. Am Ende des Tages kann so schließlich ein Run auf einen einzelnen Wirtschaftszweig entstehen und in anderen Segmenten Fachkräfte fehlen. Das gilt es durchaus zu beobachten.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): pliant

#aktuell, #berlin, #fintech, #interview, #jahresruckblick, #pliant

#Brandneu – 7 neue Startups: Rekursive, Mentor, Doctorflix, Justt, onelake, Mediorbis, neuroflash


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Rekursive
Rekursive, das von Sascha Kellert, ezeep-Gründer, ins Leben gerufen wurde, kann man als eine Art “ESOP as a Service” beschreiben. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We’re on a mission to increase employee ownership. We want to make setting up an employee owned business as easy as setting up a shopify store”. 

Mentor
Das junge Unternehmen Mentor bietet ein digitales Coaching für Führungs- und Fachkräfte in der Gesundheitsbranche an. Nutzer:innen werden via App gecoacht, dabei soll der “mentor-Coachfinder” dafür sorgen, dass man gleich den passenden Coach findet. 

Doctorflix
Doctorflix bringt sich als “multidisziplinäre Online-Bildungsplattform” in Stellung. Auf der Plattform des Startups aus Berlin, die vom Mediziner Hans Lennartz gegründet wuerde, können sich “Ärzte zu medizinischem Wissen digital, flexibel und effektiv in einer sicheren Online-Umgebung austauschen”.

Justt
Justt aus München bietet eine Plattform für das Erstellen, Veröffentlichen, Konsumieren und Teilen von Content in jeglichem Format. Dabei sollen Inhalte aus verifizierten Quellen mit einem personalisierten Nutzererlebnis verbunden werden. Die App ist kostenlos und aktuell nur im Apple-Appstore vertreten. 

onelake
Die Jungfirma onelake aus Dortmund, die von Dennis Mausbach und Thomas Ingenhorst gegründet wurde, möchte Unternehmen helfen, mehr aus ihren Daten zu machen. Auf der Website heißt es: Start analyzing your data in minutes without technical knowledge. The first AI driven datalake in the world”.

Mediorbis
Mediorbis bietet eine Plattform für die Medizinbranche: “Wir wollen ein Amazon des Gesundheitsbereichs werden“, so das Jungunternehmen aus München. Wir sind ein dynamisch wachsendes Health-Tech- Unternehmen und entwickeln Webtechnologie im Gesundheitssektor.

neuroflash
Das Hamburger Startup neuroflash positioniert sich als “KI-gesteuerte Software, die automatisch kurze Marketingtexte erstellt und optimiert”. Nutzer:innen können so quasi mit einem Klick “Social- und Such-Anzeigen, Website- und Blog-Texte, Betreffzeilen generieren”, die zu ihrer Zielgruppe passen. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #berlin, #brandneu, #doctorflix, #dortmund, #e-health, #edtech, #hamburg, #heidelberg, #hr, #justt, #martech, #medien, #mediorbis, #mentor, #munchen, #neuroflash, #onelake, #rekursive, #ruhrgebiet

#Brandneu – 7 neue Startups: Seqana, Menta, Open, Tilla, Helsing, Zavvy, Sirius


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Seqana
Das junge Berliner ClimateTech Seqana, das von Jakob Levin, Stefan Gönner und Julian Kremers gegründet wurde, kombiniert unter anderem Satellitendaten mit Machine Learning, um die Kohlenstoffquantifizierung günstiger und schneller als bisher zu ermitteln.

Menta
Das Jungunternehmen Menta möchte Psychologen:innen der Masse verfügbar machen. Nutzer:innen können auf der Plattform Videoinhalte zu bestimmten psychologischen Themen kostenfrei ansehen, in der Premium-Version können Nutzer:innen an Live Gruppensitzungen teilnehmen.

Open
Die Jungfirma Open verbindet Menschen in einem Voice Call – und zwar “auf Basis ihrer aktuellen Stimmung”. Die Wiener schreiben: Als Audio only App verzichten wir bewusst auf visuelle Reize und Mechanismen, deren übermäßiger Konsum unsere mentale Gesundheit nachweislich immer mehr beeinträchtigen”.

Tilla
Tilla, das neueste Startup des Berliner Company Builders Flagship Founders, kümmert sich um die Automatisierung des Crew-Wechsels bei Frachtschiffen. “Die Plattform umfasst alle Schritte von der Planung bis zum Reporting, macht sämtliche relevanten Informationen an einem Ort zugänglich”, teilt die Jungfirma mit.

Helsing
Das junge Münchner Unternehmen Helsing, das von Torsten Reil, Niklas Köhler und Gundbert Scherf gegründet wurde, setzt auf “Artificial Intelligence to serve our democracies”. Konkret soll das Unternehmen etwa Soldat:innen dabei zu helfen, Gefechtslagen einzuschätzen oder militärische Ziele auszuwählen.

Zavvy
Hinter Zavvy, das von von den Freeletics-Gründern Joshua Cornelius und Mehmet Yilmaz gegründet verbirgt sich eine “Plattform für Onboarding, Training und People Experience”. Zavvy soll seinen Nutzer:innen dabei helfen, “Leistung, Kultur und Wohlbefinden zu fördern”. 

Sirius
Sirius bietet virtuelle Räume speziell für den Online-Musikunterricht an. Das Jungunternehmen verspricht optimale Klangqualität von Musikinstrumenten und Gesang bei der Übertragung bieten zu können. Bereits über 7.000 Lehrkräfte sollen in der Betaphase diesen bisher kostenfreien Service genutzt haben.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #audio, #berlin, #brandneu, #climatetech, #e-health, #e-learning, #flagship-founders, #helsing, #hr, #menta, #militarytech, #musik, #open, #seqana, #sirius, #tilla, #wien, #zavvy

#DealMonitor – Formel Skin sammelt 30 Millionen ein – pliant bekommt 12,5 Millionen – E.ON übernimmt envelio


Im #DealMonitor für den 20. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Formel Skin
+++ Jetzt offiziell: Der junge französische Geldgeber Singular investiert – wie bereits Mitte Dezember im Insider-Podcast berichtet – gemeinsam mit heal capital, Vorwerk Ventures, Cherry Ventures und Heartcore Capital in Formel Skin. Insgesamt fließen dabei 30 Millionen Euro in der Unternehmen – siehe auch sifted. Das Berliner Unternehmen, das 2019 von Anton Kononov und Florian Semler gegründet wurde, beschreibt sich selbst als “dermatologisches Telemedizin-Unternehmen”. Ziel ist es, “Menschen mit Hautproblemen bis hin zu starker Akne” zu helfen – mit medizinischer Beratung und medizinischen bzw. kosmetischen Produkten. Vorwerk Ventures, Cherry Ventures und Heartcore Capital investierten zuletzt rund 5 Millionen Euro das Unternehmen. 60 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Formel Skin. 

pliant 
+++ Alstin, main incubator, das österreichische Family Office Saber und Embedded Capital, also Finleap-Macher Ramin Niroumand, investieren 12,5 Millionen Euro in Pliant. Erst im August konnte das FinTech 5,5 Millionen einsammeln. Insgesamt flossen im Rahmen der Seed-Investmentrunde somit nun 18 Millionen in Pliant. 
Das Berliner FinTech, das von Malte Rau und Fabian Terner gegründet wurde, setzt wie Brex und Moss auf Firmenkreditkarten. Das FinTech verspricht seinen Kunden sogar “die neuste Generation von Firmenkreditkarten, die sich perfekt an Ihre Geschäftsprozesse und Bedürfnisse anpassen”. “Das Berliner Fintech wird die Summe neben der Ausweitung der angebotenen Software-Integrationen vor allem zur Expansion in weitere europäische Märkte nutzen”, teilt das Unternehmen mit.

Invenda 
+++ Der ehemalige Emmi-Chef Walter Huber, Gregor Greber bringen, Philippe Gaydoul, Mutschler Venture Capital, das Unternehmen Hug Bäckerei und Familie Palmers (Calida) investieren 7 Millionen Schweizer Franken in Invenda. Das Unternehmen, das 2017 von Jon Brezinski gegründet wurde, kümmert sich um “die Entwicklung von Soft- und Hardware für Automated Retail wie Verkaufsautomaten, Kioske, Digital Signage sowie ergänzende, verkaufsfördernde Marketing-Konzepte und Big Data-Projekte”.

Mammaly 
+++ Der französische Food-Investor Five Seasons Ventures investiert 3 Millionen US-Dollar in Mammaly. Das Kölner Startup. das 2020 von Stanislav Nazarenus und Alexander Thelen gegründet wurde, setzt auf Nahrungsergänzungsmittel für Hunde. “Wir haben mammaly gegründet, weil wir finden, dass alle Doggos ein rundum gesundes und glückliches Leben verdient haben”, schreiben die Gründer.

Dogo
+++ Change Ventures, Monkfish, also trivago.Gründer Rolf Schroemgens, Justas Janauskas, ehemaliger CEO von Vinted, Leap Ventures und APX investieren 3 Millionen US-Dollar in Dogo.  Hinter Dogo, das von Tadas Ziemys, Rasa Gentvilaite Ziemiene, Eliza-Marija Hirvensalo und Mindaugas Kuprionis gegründet wurde, verbirgt sich eine App rund um das Thema Hundetraining. “The new funds offer Dogo the opportunity to expand its presence in the global market and build more features for its active dog parent community”, teilt das Startup mit.

Audvice
+++ Jetzt offiziell: Cusp Capital investiert – wie bereits Anfang November im Insider-Podcast berichtet – in Audvice. Gemeinsam mit CapitalT, Tiny.VC sowie den GoStudent-Gründern Felix Ohswald und Gregor Mu?ller investiert Cusp Capital 1,9 Millionen Euro in das Unternehmen. Audvice aus Puch, das von Sophie Bolzer und Erfan Ebrahimnia gegründet wurde, setzt ganz auf den derzeitigen Audioboom und das wichtige Thema Wissensmanagement. Mit der Audvice-App können Nutzer Audio-Inhalte erstellen und diese mit anderen Nutzern bzw. Kollegen im eigenen Unternehmen teilen.

hae.sh
+++ has.to.be-Gründer Martin Klässner und Deutsche Bank Aufsichtsratschef Paul Achleitner investieren 1,3 Millionen Euro in hae.sh. Das Linzer Startup, das 2020 von Sebastian Holler, Nicolas Kirchmayr und Stefan Lew gegründet wurde, positioniert sich als “Experte für fälschungssichere Automatisierung für interne Kontrollsysteme”. Konkret unterstützt die Jungfirma Unternehmen dabei, Kontrollprozesse zu modernisieren und zu perfektionieren”.

M-sense
+++ IBB Ventures, Noaber, ein Impact-Investor aus den Niederlanden, MedTech Entrepreneurs, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Eternity.Health und der Business Angel Klaus Hilleke investieren in M-sense. Das Berliner Unternehmen, das von Simon Scholler, Stefan Greiner, Markus Dahlem und Martin Späth gegründet wurde, kümmert sich als digitale Gesundheitsanwendung um Migräne.

FlowFox
+++ Nicht genannte Investoren investieren eine siebenstellige Summe in FlowFox. Das Hamburger Startup, hinter der unter anderem Seriengründer Patrick Pehmöller steckt, positioniert sich als “All-in-one Import Automation Platform”. Die Logistik-Jungfirma möchte vor allem Reedereien helfen, “manuelle Arbeitszeit und unnötige Kosten zu sparen” und damit zusätzliche Umsatzkanäle ermöglichen.

Mersor
+++ IBB Ventures, Faraday Venture Partners und mehrere Business Angels investieren eine sechsstellige Summe in Mersor. Das Startup aus Berlin, das 2017 von Stella Maria Sorg und Lisa Kristina Meißner gegründet wurde, positioniert sich als “Marktplatz für außergewöhnliche Geschenkideen und stilvolle Geschenksets”. Anfangs war Mersor aber eine “Marke für personalisierbare Leder-Accessoires”.

myndwerk
+++ Die Mediengruppe Klambt investiert eine sechsstellige Summe in myndwerk. Das Hamburger Health-Startup, das vom Vater-Tochter-Duo Leonie Wilken und Ulrich Wilken gegründet wurde, setzt auf Paarberatung. Über myndpaar können Paare oder Einzelne an ihren Beziehungsthemen arbeiten.

MERGERS & ACQUISITIONS

Vitafy
+++ Die Hamburger EVP-Gruppe, zu der Marken wie vitawell gehören, übernimmt Vitafy. “Mit ihrem Hauptinvestor, dem Private Equity Unternehmen capiton, der die künftigen Buy-and-Build-Aktivitäten durch Finanzmittel sowie Know-how unterstützen wird, möchten die beiden erfahrenen Management-Teams von Vitafy und EVP die neue Gruppe als Europas führenden, vertikal integrierten Multi-Channel-Anbieter mit umfassenden Online- und Offline-Kapazitäten im Bereich Consumer Healthcare vorantreiben”, teilen die Unternehmen mit. Vitafy, ein Shop für Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, der 2013 von Georg Bader und Christian Böhm gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 30 Millionen Euro ein – unter anderem von Cipio Partners und Venture Stars. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 37,2 Millionen Euro.

envelio
+++ Der Energiekonzern E.ON übernimmt die Mehrheitsbeteiligung an envelio. Das Spin-Off der RWTH Aachen, das 2017 von Simon Koopman und Co. gegründet wurde, bietet Energienetzbetreibern “eine Softwareplattform für die nächste Phase der Energiewende”. Damit können Energienetze digital und automatisiert betrieben werden. Grundlage dafür sind die Dissertationen der envelio-Gründer. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Demeter investierten in den vergangenen Jahren rund 7 Millionen Euro in das Unternehmen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#aktuell, #alstin, #audvice, #berlin, #capitalt, #change-ventures, #cusp-capital, #dogo, #e-on, #embedded-capital, #envelio, #faraday-venture-partners, #fintech, #five-seasons-ventures, #flowfox, #formel-skin, #hae-sh, #hamburg, #high-tech-grunderfonds, #ibb-ventures, #invenda, #koln, #linz, #logistik, #m-sense, #main-incubator, #mammaly, #medtech-entrepreneurs, #mersor, #monkfish-equity, #myndwerk, #noaber, #pliant, #puch, #tiny-vc, #venture-capital, #vitafy

#StartupsToWatch – Hive – ein Startup, das auf den D2C-Hype setzt


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Hive. Das Berliner Startup, das 2020 von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leo von Kleist gegründet wurde, hilft Direct-to-Consumer-Marken (D2C) ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. Die Hauptstädter bezeichnen sich selbst als “ganzheitlichen Partner für D2C-Operations”. Wozu auch Themen wie Einlagerung von Produkten, die Abwicklung von Bestellungen sowie Analysen und Automatisierungen gehören.

“Mit Hive sind wir jetzt schon der Partner in allen operativen Themen. Wir helfen anderen Gründer:innen, den Fokus auf ihr Produkt zu richten, anstatt sich mit Zollbestimmungen und Retouren auseinander zu setzen”, erklärt Gründer Purucker das Konzept hinter Hive. Beim Start war das Unternehmen noch nicht so auf D2C-Marken fokussiert. Anfangs sah sich das als simpler “Drittanbieter für Logistikdienstleistungen”.

100 Mitarbeiter:innen wirken 16 Monate nach der Gründung bereits für Hive. Zudem konnte das junge Unternehmen, das massiv von Picus Capital angeschoben wurde, bereits Tiger Global und Activant Capital und Earlybird Venture Capital als Investoren gewinnen. Rund 37 Millionen Euro flossen bereits in Hive. Die letzte Post-Money-Bewertung – beim Einstieg von Tiger Global – lag bei 135 Millionen Euro.

Newsletter: Über neue Startups berichten wir zuerst in unserem Startup-Radar-Newsletter. Der Newsletter erscheint einmal pro Woche und stellt junge Startups vor, die noch nicht jeder kennt. Den Newsletter gibt es aber nur im kostenpflichtigen Abo. Jetzt 30 Tage kostenlos testen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Hive

#aktuell, #berlin, #d2c, #hive, #reloaded, #startupstowatch

#Brandneu – 9 junge Startups, die sich jeder einmal ansehen sollte


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Endulytics
Mit einer Running-App möchte Endulytics eine Lösung zur Trainingssteuerung im Sport- und Gesundheitsmarkt bieten. Mit einem 6-Minuten-Selbsttest sollen individuelle herzfrequenz-basierte Trainingszonen, Ausdauerleistungsfähigkeit, Leistungsentwicklungen und Wettkampfprognosen ermitteln werden können. 

Soulside
Soulside positioniert sich als “weltweit erste 3D-Social-Media-App”. Zum Konzept heißt es weiter: “Das bedeutet, dass unsere Nutzer ihre eigenen 3D-Räume erschaffen, in denen sie sich selbst entdecken und ausdrücken können”. Hinter dem Startup steckt vor allem DefShop-Gründer Alexander Büchler.

peregrine.ai
Die Berliner Jungfirma peregrine.ai, die von Steffen Heinrich, Jorit Schmelzle und Naja von Schmude gegründet wurde, möchte mit seiner KI-basierten Software den Verkehr sicherer machen. Das Startup verspricht: “Peregrines Technologie bringt visuelle Intelligenz hinter die Windschutzscheibe von jedem Fahrzeug”. 

MeatApp
Mit MeatApp möchten Julian Bonn, Wojciech Konieczny und Manuel Rühl einen “Marktplatz für nachhaltig produziertes Fleisch und Fleischerwaren” etablieren. Die Gründer setzen dabei darauf, “lokalen Metzgern den Weg zum Onlinehandel so einfach wie möglich machen: von der Verpackung, Abwicklung bis zum Versand”.

Niolog
Niolog kümmert sich um die Überwachung von Aufgaben und Tätigkeiten sowie um Prozessautomatisierung. Dabei geht es insbesondere um Themen wie Hygiene- und Temperaturkontrollen, die Nachverfolgung von Aufträgen sowie die Erfüllung von Verkehrssicherungspflichten.

clay
Die Jungfirma clay, die von Janina Pölking und Marina Jozinovic gegründet wurde, bezeichnet sich selbst als “Freeletics für mentale Gesundheit”. Die Berliner möchten Nutzer:innen über eine App “präventiv vor psychischen Erkrankungen schützen”. Gelingen soll dies über personalisierte Trainingspläne.

mentor
mentor positioniert sich als digitale Coaching-Lösung für Führungs- und Fachkräfte in der Gesundheitsbranche. “Unser mentor-Coachfinder garantiert ein perfektes Match zwischen dir und deinem persönlichen Coach, da dieser speziell für deine individuellen Bedürfnissen ausgewählt wird, verspricht das Startup.

Detailify
Detailify bietet nachhaltige Fahrzeugpflege, die binnen 28 Tagen biologisch abbaubar sein soll. Die Produkte sind für die Reinigung und Pflege von Fahrrädern, Motorrädern und Autos entwickelt worden. Aktuell ist die umweltfreundliche Pflege online und in ausgewählten Baumärkten sowie Fahrradhändlern erhältlich.

Lieferini
Das Team von Lieferini aus Waiblingen bei Stuttgart möchte den “Lieferdienst-armen Süden Deutschlands mit fairen Konditionen für Restaurantbesitzer und nachhaltigen Auslieferungsmöglichkeiten erobern”. Zudem plant das Unternehmen “Kooperationen mit lokalen Supermärkten, bei denen Gastronomen Rabatte auf lokale Produkte erhalten”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #berlin, #clay, #d2c, #detailify, #e-health, #e-learning, #endulytics, #heidelberg, #lieferini, #linden, #meatapp, #mentor, #munchen, #niolog, #peregrine-ai, #soulside, #wachtberg, #waiblingen

#DealMonitor – Glami übernimmt Catchys – Mimi sammelt 22,5 Millionen ein – Othoz bekommt 10 Millionen


Im #DealMonitor für den 15. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Catchys
+++ Der osteuropäische Modesuchmaschine Glami, die 2013 gegründet wurde, übernimmt Catchys – wie wir vorab in Erfahrung bringen konnten. Das Münchner Startup, das 2015 von Franzi Majer und Magdalena Oehl gegründet wurde, positioniert sich als Suchmaschine für gebrauchte Produkte. Onliner, die die Plattform ansteuern, können über die Suchmaschine nach neuen und gebrauchten Produkten stöbern – etwa in den Segmenten Fashion, Möbel, Uhren und Schmuck. “After a transition phase, Catchys will be integrated into the larger platform, benefitting from the deep tech background and customer network of Glami. The Founders Franzi Majer & Magdalena Oehl will remain advisors and ensure a smooth transition”, teilen die Unternehmen zum Exit mit. Glami aus Prag ist nach eigenen Angaben derzeit in 17 Märkten aktiv. Investoren wie Astutia, der ProSiebenSat.1 Accelerator, Lea-Sophie Cramer, Alexander Brand und Philip Frenkel investierten in den vergangenen Jahren in Catchys. #EXKLUSIV

initions
+++ Das Essener Unternehmen Mindcurv, ein Anbieter von Omni-Channel Retail-Lösungen, übernimmt die Hamburger Firma initions, die sich um analytische Datenverarbeitung kümmert. “Mit der Übernahme erweitert Mindcurv seine Dienstleistungen zur Abdeckung der gesamten Digitalen Customer Journey. Mindcurv komplettiert mit initions’ tiefer Datenexpertise sein E-Commerce Know-How”, heißt es in der Presseaussendung. Bei Mindcurv, das 2011 von Amjad Liaquat und Nazareno Avila gegründet wurde, gingen zuletzt der Investor Genui und die Münchner Beteiligungsgesellschaft Primepulse an Bord. Der Kauf von initions ist die vierte Übernahme, die das Mindcurv-Team in diesem Jahr stemmt.

INVESTMENTS

Mimi
+++ MIG Capital, ein nicht genanntes Münchner Family Offices, Salvia, das Family Office von Helmut Jeggle, und die Altinvestoren investieren 22,5 Millionen Euro in Mimi. Das Berliner Unternehmen, das 2014 von Philipp Skribanowitz und Nicholas Clark gegründet wurde, positioniert sich als “Softwareanbieter für digitales Hören”.  Die Jungfirma lizenziert seine “Technologie zur Höroptimierung an B2B-Kunden wie zum Beispiel Hersteller elektronischer Geräte und Streaming-Anbieter”. Zum Investment schreibt das Team: “Die weitere Finanzierung unterstützt Mimis erfolgreiche und laufende Bestrebungen, Millionen Menschen weltweit ein besseres und gesünderes Hörerlebnis zu ermöglichen”. In der Vergangenheit investierten unter anderem Atlantic Labs und Heartbeat Labs in der Unternehmen.

Othoz
+++ Der Münchner Geldgeber Acton Capital und Altinvestoren wie Werner Brandt, früher SAP, investieren 10 Millionen Euro in Othoz. Das Berliner FinTech, das 2017 von Daniel Willmann, Ronald Richter und Mathias Eitz  gegründet wurde, setzt auf KI-basiertes Asset Management. “Aufbauend auf den Best Practices des quantitativen Asset Managements, erschließen wir die Potenziale des maschinellen Lernens für die Anlage am Kapitalmarkt”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Thing-it
+++ Der Futury Regio Growth Fund, Anyon Holding, Futury Venture Fonds, PropTech1 Ventures und die Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen (BMH) investieren 7,5 Millionen Euro in Thing-it. Das Unternehmen aus Schwalbach am Taunus, das 2016 von Marc Gille gegründet wurde, setzt auf eine “innovative Plattform zur intelligenten Bündelung und Vernetzung des gesamten Gebäudemanagements”. PropTech1 Ventures, coparion und Co. investierten zuletzt 4,2 Millionen in das Unternehmen.

Hier Foods
+++ Der Collaborative Fund, Auxxo, Amplifier Labs, A.Labs sowie Business Angels wie Github-Gründer Scott Chacon, Caterina Fake und Daniel Khachab (Choco) investieren 7 Millionen Euro in Hier Foods. Das Startup aus Berlin, das von Lara Hämmerle und Mark Jäger gegründet wurde, entwickelt eine “Infrastruktur, die regionale Lieferanten und Einzelhändler zusammenbringt – mittels einer transparenten Bestellplattform, die die Sichtbarkeit von Lieferanten, die automatisierte Geschäftsabwicklung und ein effizientes, digitales Bestellmanagement garantiert”.

Topi
+++ Index Ventures und Creandum sowie Angel-Investoren wie Dominik Richter (HelloFresh), Max Tayenthal (N26), Thijn Lamers (Adyen), and Fabian Wesemann (WeFox) investieren 4,5 Millionen US-Dollar in Topi. Das Berliner FinTech, das von Estelle Merle und Charlotte Pallua gegründet wurde, entwickelt eine Payment-Lösung für Unternehmen. “The company aims to become a global enabler of fast and frictionless payments for business-to-business trade”, heißt es in der Presseaussendung.

Grovy 
+++ Der tschechische Frühphaseninvestor Lighthouse Ventures investiert 3 Millionen Euro in Grovy – siehe auch EU-Startups. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main, das von Justin Adam, Thomas-Christian Adam, Georgis Asmarome und Thomas Asmarome gegründet wurde, setzt wie Gorillas und Co. auf schnelle Lebensmittellieferungen. Derzeit ist das Unternehmen in Deutschland und Rumänien unterwegs.

DeskNow
+++ be10x Capital und Business Angels wie Carsten Buttler investieren 1,2 Millionen Euro in DeskNow. Das Startup aus Reken, das 2019 von Marius Jarzyna, Anca Barsan, Pavel Schwindt und Mike Lepcsik gegründet wurde, kümmert sich um die Untervermietung von Arbeitsflächen. “Dafür bietet DeskNow eine professionelle Software, mit der freie Büro- und andere Raumkapazitäten problemlos und lukrativ untervermietet werden”, heißt es im Konzept der Jungfirma.

Dealcode
+++ InnoRampUp, APX und Facelift-Gründer Benjamin Schroeter investieren 1 Millionen Euro in Dealcode. Das Startup aus Hamburg, das von Dennis Hilger und Alexander Weltzsch gegründet wurde, entwickelt eine Software für B2B-Vertriebsteams. “Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz wird die subjektive Komponente im Verkaufsprozess minimiert und Vertriebsteams so schnellere und bessere Abschlüsse ermöglicht”, teilt das Unternehmen mit.

Bringoo
+++ Business Angels wie Frank Otto, Hauke Hansen, Michael Hehn, Hubertus Thonhauser und die Schürfeld Gruppe investieren eine mittlere siebenstellige Summe in Bringoo. Das Hamburger Startup Bringoo, das 2019 von Hasib Khan, Robert Kosobucki und Christian Puell gegründet wurde, liefert im Stil von Instacart Lebensmittel aus Edeka-, Penny oder nahkauf-Märkten in 45 Minuten aus. “Durch die Beteiligung unserer Investoren haben wir nun die Möglichkeit, im kommenden Geschäftsjahr eine Ausweitung Bringoos in weitere Städte und auf ländlichen Regionen umzusetzen, während wir unser Partnerangebot sowie das Sortiment stetig erweitern”, teilt das Unternehmen mit. 

Split
+++ Hessen Kapital, MR Beteiligungen sowie die Business Angels Daniel von Wedel, Alexander von Wedel, Olaf Kempin und Michal Jarocki investieren eine mittlere sechsstellige Summe in Split. Das Startup aus Frankfurt am Main, das 2019 von Christian Castro Büch, Norman Holpart und Carsten Bock gegründet wurde, entwickelt Lösungen zur Digitalisierung des Bestell- und Bezahlvorgangs in Restaurants. 20 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen.

ZenOwn 
+++ Investor:innen aus dem Swiss ICT Investor Club (SICTIC), Century Oak, Gigahertz Ventures sowie Christoph Jentzsch, Johan S. Froeshaug und Co. investieren 1,4 Millionen Euro in ZenOwn. Das Schweizer Startup, das von Blaz Bevc und Ladislav Klinc gegründet wurde, möchte Nutzern helfen, ihren gesamten Besitz digital zu verwalten. Über die App der Jungfirma aus Zug können Onliner all ihre Rechnungen und Garantieleistungen an einem Ort sammeln und auch den Verkauf von Produkten, die man nicht mehr braucht, anschieben.

Squake
+++ main incubator, der Venture-Ableger der Commerzbank, BackBone Ventures und die Lufthansa Group investieren in Squake, einen Projekt des Lufthansa Innovation Hub. Hinter dem Berliner Startup Squake, verbirgt sich eine CO2-Kompensationsplattform, die sich an Firmen aus der Reisebranche richtet. Buchen Kund:innen eines Online-Reisebüros etwa eine Reise mit verschiedenen Verkehrsmitteln berechnet Squake die Emissionen der gesamten Reise. “Ziel des Startups ist es, die Nachhaltigkeitsbestrebungen von Unternehmen mit Hilfe von Technologie und einem großen Netzwerk innovativer Nachhaltigkeitspartner zu erleichtern und damit zu beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit.

Ohso Lecker
+++ Katjes Greenfood investiert in Ohso Lecker. Das Food-Startup aus Rheine, das von Joella Feldhues und Jesko Dannemann gegründet wurde, setzt auf zucker-, fett- und kalorienarme Saucen. “Durch das Investment und das hinzugewonnene Netzwerk möchte Ohso Lecker im kommenden Jahr sowohl online wie offline weiter expandieren”, teilt das Unternehmen mit.

Moio
+++ “Neue Investoren sowie die bestehenden Gesellschafter” investieren in Moio. Das Fürther MedTech, das 2017 von Jürgen Besser und eesy Innovation gegründet wurde, setzt auf digitalen Pflegeassistenten. bm-t und R.O.I. investierten zuletzt einen siebenstelligen Betrag in das Startup.

Modifi 
+++ Die Silicon Valley Bank und die Berliner Solarisbank gewähren Modifi eine Debt Financing in Höhe von 145 Millionen US-Dollar. “Die Mittel dienen der Finanzierung von Handel durch kleine und mittelgroße Unternehmen auf Modifis digitaler Plattform”, heißt es in der Presseaussendung. Das Berliner Startup, das 2018 von Nelson Holzner, Sven Brauer und Jan Wehrs gegründet wurde, finanziert weltweit den Handel zwischen Unternehmen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#acton-capital, #aktuell, #apx, #auxxo-female-catalyst-fund, #backbone-ventures, #be10x-capital, #berlin, #bringoo, #century-oak, #climatetech, #collaborative-fund, #creandum, #dealcode, #desknow, #fintech, #food, #frankfurt-am-main, #futury-regio-growth-fonds, #gigahertz-ventures, #grovy, #hamburg, #hessen-kapital, #hier-foods, #index-ventures, #innorampup, #katjes-greenfood, #lighthouse-ventures, #lufthansa-innovation-hub, #main-incubator, #mimi, #mimi-hearing, #modifi, #mr-beteiligungen, #ohso-lecker, #othoz, #proptech1-ventures, #quick-commerce, #reken, #rheine, #silicon-valley-bank, #split, #squake, #swiss-ict-investor-club, #thing-it, #venture-capital, #zenown, #zug

#Interview – “Wir haben uns schon sehr früh dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet”


Das Berliner ClimateTech Plan A, das 2017 von Lubomila Jordanova und Nathan Bonnisseau gegründet wurde, möchte Unternehmen und Mitarbeiter:innen beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen. Die KI-gesteuerte SaaS-Plattform des Startups unterstützt Unternehmen etwa “bei der Sammlung, Verarbeitung und Analyse von Emissions- und ESG-Daten, erstellt Reduktions- und ESG-Optimierungspläne und automatisiert Reportings”.

In den vergangenen Monaten flossen rund 13 Millionen US-Dollar in Plan A – unter anderem von  HV Capital, Keen Venture Partners, Demeter und coparion. Zwischen der Seed-Investmentunde und der Series A lagen dabei gerade einmal sechs Monate. “Ich bin unheimlich dankbar und stolz, mit einem so engagierten und hingebungsvollen Team zusammenarbeiten zu dürfen, um unsere gemeinsame Mission zu erfüllen. Jeder einzelne hat seinen Beitrag zu diesem Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte geleistet”, sagt Gründerin Jordanova.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht die Plan A-Macherin außerdem über Dekarbonierungspläne, Innovationskraft und Wissenschaft.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Plan A erklären?
Plan A entwickelt Software, die Unternehmen dabei unterstützt, nachhaltig zu wirtschaften. Sie ist in der Lage, für jedes Unternehmen genau er berechnen, wie viel CO2 es ausstößt. Dann erstellt sie einen ganz konkreten, individuellen Maßnahmenplan, wie sich dieser Wert so reduzieren lässt, dass er den im Pariser Klimaabkommen festgelegten Zielen entspricht. Diesen Prozess nennt man Dekarbonisierung. Neben diesen Umweltaspekten müssen Unternehmen auch Auskunft darüber geben, ob sie sozial gerecht und unternehmerisch verantwortungsvoll handeln. Auch diesen sogenannten ESG-Bericht misst, analysiert und erstellt die Software und berücksichtigt dabei bestehende und künftige Vorschriften. Um die größtmögliche Wirkung zu erzielen, beschäftigt Plan A sowohl für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks als auch die Dekarbonierungspläne ein internationales Team aus Wissenschaftlern, Forschern und Experten. Diese stellen sicher, dass Plan A bewährten Verfahren folgt und alle Aspekte der Nachhaltigkeit abdeckt.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Wir bieten verschiedene Software-Tools an, wie zum Beispiel unsere Dekarbonisierungs- und ESG-Management-Plattform, projektbasierte Lösungen und Co-Creations. Unsere SaaS-Plattform selbst ist modular aufgebaut, so dass unsere Kunden je nach Branche, Unternehmensgröße, Anzahl der Tochtergesellschaften, Regionen und verfügbaren Daten flexibel ESG-Funktionen per Plug-and-Play hinzubuchen können. Gegen eine jährliche Nutzungsgebühr erhalten sie dann Zugang zur Software-Plattform.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell seit dem Start irgendwie verändert?
Plan A hat seit Gründung mit vielen Akteuren der Nachhaltigkeit zusammengearbeitet, um zu verstehen, welche Rolle Daten und Wissenschaft bei der Transformation spielen können. So haben wir ursprünglich eine datengesteuerte Plattform entwickelt, um Finanzmittel in die Projekte zu leiten, die nach einem von uns entwickelten Algorithmus am dringendsten sind. Aufgrund dieser Erfahrungen wurde uns klar, dass Privatunternehmen die agilsten Organisationen sind, wenn es darum geht, Veränderungen zu finanzieren und Emissionen zu reduzieren. Sie tragen nicht nur maßgeblich zum Klimawandel bei, sondern haben auch die Innovationskraft und Flexibilität, ihren Impact drastisch zu verbessern. Mit unserer heutigen SaaS-Plattform wollen wir Unternehmen bei ihrer Transformation unterstützen und ihnen ein datengestütztes, wissenschaftlich fundiertes Werkzeug an die Hand geben, um ihre CO2-Reduktionsziele zu erreichen und ihre EGS-Leistung zu verbessern.

Wie ist überhaupt die Idee zu Plan A entstanden?
Mein Mitgründer Nathan Bonnisseau und ich haben uns unabhängig voneinander schon sehr früh dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet und in verschiedenen Initiativen engagiert. Dies war zu einer Zeit, als dieses Thema in der öffentlichen Diskussion noch einen untergeordnete Rolle spielte. Als wir uns 2017 kennenlernten, teilten wir den Wunsch, unsere Talente – Nathan kommt aus der Kommunikation, ich aus dem Finanzsektor – zu bündeln und die eklatante Lücke in der Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten zu schließen. So entstand die Idee zum Aufbau einer datengestützten Plattform für Nachhaltigkeit.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Auch wenn die Pandemie definitiv eine Ausnahmesituation war, haben wir als Unternehmen seit März 2020 ein unglaubliches Wachstum erlebt. Unser Team hat sich seither mehr als verdreifacht, unser Kundenstamm erweitert und unser Umsatz gesteigert. Spuren hat die Corona-Krise unserer Erfahrung nach vor allem in der Art und Weise hinterlassen, wie Unternehmen wirtschaften. Die Arbeit hat sich ins Virtuelle und Homeoffice verlagert, was wiederum Einfluss darauf hat, wo und wie sie CO2 ausstoßen. Also haben wir unser Angebot angepasst und zum Beispiel ein Online-Event-Modul und Work-From-Home-Berechnungen hinzugefügt. Ganz grundsätzlich hat die Pandemie viele Menschen und Organisationen dazu veranlasst, ihre Rolle zu überdenken und Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Pfeiler vieler Unternehmensstrategien zu machen.

ClimateTech ist derzeit ein Riesenthema in der Startup-Szene. Wie kommt es zu diesem Boom?
Die Ursachen hierfür sind vielfältig, einen habe ich eben kurz skizziert. Die Hauptursache liefert uns aber die Wissenschaft: Wie der jüngste Bericht des Weltklimarats zweifelsfrei nachgewiesen hat, ist der Klimawandel menschengemacht. Er wird verheerende Folgen haben, sollten die Treibhausgasemissionen nicht umgehend radikal reduziert werden. Es gibt also einen immensen, globalen Bedarf an innovativen technologischen Lösungen. Dies wirkt sich auf die Unternehmen aus und löst Druck von Seiten der Regulierungsbehörden, Investoren, Käufer, internen und externen Interessengruppen aus. Um die notwendigen Schritte zu unternehmen, müssen die Unternehmen Sichtbarkeit schaffen und realistische Pläne zur Dekarbonisierung erstellen. Hier kommt ClimateTech ins Spiel. Der Markt ist zwar noch verhältnismäßig jung, aber groß und schnell wachsend. Die Kombination aus zweckgebundener Mission und Zukunftsmarkt sehe ich als die Haupttreiber des jüngsten Booms. Wichtig bei all dem ist aber, dass die entwickelten Lösungen wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und Methoden folgen, sonst geht ihr tatsächlicher Impact gegen Null. Um dies sicherzustellen engagieren wir ein eigenes Wissenschaftlerteam.

HV Capital, Keen Venture Partners und Co. investierten gerade 10 Millionen US-Dollar in Plan A. Wofür braucht ihr das viele Geld gerade jetzt?
Den Großteil der Mittel werden wir investieren, um unsere SaaS-Plattform weiterzuentwickeln. Wir vertiefen die CO2-Berechnungs-Engine und Machine-Learning-Kompetenz unserer Plattform. Darüber hinaus weiten wir unsere Dekarbonisierungstools und Scope-3-Berechnungen – also all jene, die die indirekten Emissionen in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens umfassen – auf zusätzliche Branchen aus. Schon bald launchen wir ein neues Produkt, das es Unternehmen ermöglicht, ihre ESG-Performance zu messen, zu analysieren und entsprechend bestehender und künftiger Vorschriften zu berichten. Das frische Kapital wird aber auch in unsere rasante internationale Expansion und unser weiteres Teamwachstum fließen.

Zwischen euer Seed-Investmentunde und der Series A lagen gerade einmal sechs Monate. Wir habt ihr das intern gestemmt?
Gemeinsam als Team. Ich bin unheimlich dankbar und stolz, mit einem so engagierten und hingebungsvollen Team zusammenarbeiten zu dürfen, um unsere gemeinsame Mission zu erfüllen. Jeder einzelne hat seinen Beitrag zu diesem Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte geleistet.

Wie hat sich Plan A seit der Gründung entwickelt bzw. wie groß ist dein Startup inzwischen?
Wir sind in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und tun dies noch immer. Aktuell zählen wir etwa 60 Mitarbeiter und haben mehr als 20 vakante Stellen ausgeschrieben, darunter Wissenschaftler, Dateningenieure, Entwickler, Vertriebs- und Marketingexperten, Personalmanager und Country Manager für unsere neuen Märkte. Allein dieses Jahr haben wir zwei neue Offices in München und Paris eröffnet, nächstes Jahr werden weitere folgen. In spätestens drei Jahren wollen wir ein vollständig globales Unternehmen sein. Dieses Jahr werden wir voraussichtlich mit ein bis zwei Millionen Euro Umsatz abschließen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist ist seit dem Start so richtig schief gegangen?
Das Klima. Es läuft immer noch viel mehr schief, als es sollte. Bei näherer Betrachtung ist es wichtig zu sehen, wie sehr wir uns verändert haben, und nicht, was wir falsch gemacht haben. Wir sind auf dem Weg, ein globales Unternehmen aufzubauen. Das verlief sicher nicht reibungslos, aber es war und wird auch weiterhin eine erstaunliche Reise sein.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir haben eine der leistungsfähigsten Daten- und Dekarbonisierungs-Engines entwickelt. Mit diesen können wir alle benötigten Daten eines Unternehmens automatisiert aufnehmen und in CO2-Reduzierungsstrategien und ESG-Optimierungspläne umwandeln. Wir haben auch unseren strikt wissenschaftlichen Ansatz beibehalten, der uns von vielen Mitbewerbern abhebt. Sämtliche Dienste unserer SaaS-Plattform wurden von Wissenschaftlern mitentwickelt und folgen dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol. Das heißt, dass sie auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Standards und Methoden basieren, was uns der TÜV Rheinland jüngst zertifiziert hat. Zu guter Letzt ist auch unser strenger Fokus auf Dekarbonisierung eines unserer Alleinstellungsmerkmale, die unsere Kunden sehr zu schätzen wissen. Denn für uns ist es kein erstrebenswertes Ziel, „klimaneutral“ zu werden. Dafür genügt es nämlich schon, CO2-Emissionen einfach durch Offsetting zu kompensieren. Für Plan A hingegen steht die Dekarbonisierung im Vordergrund. Das bedeutet, sich zuallererst auf die CO2-Reduzierung zu konzentrieren und Kompensationen nur für unvermeidbare Emissionen anzubieten.

Wo steht Plan A in einem Jahr?
In einem Jahr sind sowohl unsere Mitarbeiterzahl als auch unserer Umsatz exponentiell gewachsen. Wir haben weitere Büros in internationalen Hubs eröffnet und bedienen globale Kunden an allen Standorten der Welt. Außerdem haben wir unsere SaaS-Plattform weiterentwickelt, sodass diese in der Lage ist, Dekarbonisierungs- und ESG-Optimierungsstrategien für Unternehmen aus einer Vielzahl an Branchen zu erstellen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Plan A

#aktuell, #berlin, #climatetech, #interview, #plan-a

#Brandneu – 9 junge Startups, die wir ganz ganz genau beobachten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Unosecur
Bei Unosecur aus Berlin dreht sich alles um Cloud Security und Cloud-Berechtigungslücken. “Eliminate cloud permissions gap and maintain continuous security across multi-cloud environments and SaaS platforms”, schreiben die Gründer Santhosh Jayaprakash (Ankercloud-Gründer) und Wesam Iwas.

Leila
Die Berliner Jungfirma Leila bezeichnet sich als “digitale Plattform für ganzheitliche Kinderwunschmedizin”. Das Unternehmen, das von Caroline Mitterdorfer, Silvia Hecher und Theresa Vilsmaier gegründet wurde, möchte vor allem die Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen automatisieren”.

Gaming Stars
Das junge Berliner Startup Gaming Stars, das von Artem Morgunov gegründet wurde, bietet Hobby-Gamer:innen die “Möglichkeit, mit ihren Gaming-Fähigkeiten Geld von zu Hause aus hinzuzuverdienen. Gespielt werden derzeit Games für Playstation, Xbox und PC”.

Cultway
Die junge Berliner Jungfirma Cultway positioniert sich als “kultureller Guide fürs Museum und Zuhause”. Cultway bietet Museen unter anderem einen Baukasten zur Erstellung einer digitalen Präsenz sowie eine “hochwertige App” für die Besucher:innen an.

konfetti
Das Berliner Startup konfetti vermittelt Events und Kurse. Die Bandbreite reicht von “Online Gin Tasting für Einsteiger” über “Action-Painting gestalten” bis hin zu “Falte meditativ Papiertulpen”. Das Unternehmen wurde von Tobias Fezer und Wolfgang Mauer gegründet. 

flace
Das Team von flace tritt an, um die Bürowelt zu digitalisieren. “With flace you enable your employees to work when, where and how they want. Let them easily book a space to work when they really need it. Learn how the office of the future is going to be used with powerful analytics”, schreiben die Macher:innen.

jooli
Bei jooli werden Produkte in kurzen Videos präsentiert. “User navigieren per Swipe durch ein breites Produktportfolio diverser Marken und erhalten personalisierte Shopping- und Geschenkideen”, heißt es zum Konzept des Startups, das von Juwelo-Macher Wolfgang Boye gegründet wurde.

Sosho
Sosho aus Berlin setzt auf Livestream-Shopping mit Influencer:innen. Die Berliner schreiben dazu: “Das i-Tüpfelchen dabei: die Marken und Produkte, um die es in unseren Shows geht, kannst du nicht nur live shoppen, du kannst dich auch live mit unseren Moderatoren und Influencern dazu austauschen”.

Frats
Frats möchte gerne das Müllaufkommen auf Partys und Großveranstaltungen reduzieren – und zwar mithilfe eines Bechers. Der spülmaschinentaugliche Becher soll dabei Getränke zwei bis drei Stunden kühl halten. Die Kühlfunktion ist möglich durch eine Kühlflüssigkeit, die nicht schädlich sein soll.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #berlin, #bonn, #brandneu, #cultway, #cyber-security, #e-health, #flace, #frats, #games, #gaming-stars, #jooli, #konfetti, #leila, #live-shopping, #mannheim, #remote-work, #sosho, #streaming, #unosecur

#DealMonitor – #EXKLUSIV Lightspeed investiert 30 Millionen in Mayd – Accel investiert in Priceloop – Andreessen Horowitz setzt auf Payrails


Im aktuellen #DealMonitor für den 13. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mayd
+++ Der amerikanische Personio-Geldgeber Lightspeed investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit den Altinvestoren 30 Millionen Euro in Mayd. Das Berliner Startup, das im Frühjahr 2021 von den McMakler-Gründern Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka gegründet wurde, liefert Medikamente in 30 Minuten aus. 468 Capital, Earlybird Venture Capital und Target Global investierten kürzlich erst 13 Millionen Euro in die Jungfirma. Zu den Wettbewerbern von Mayd gehören insbesondere First A und kurando, zuvor als Phaster bekannt. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Priceloop
+++ Der amerikanische Geldgeber Accel investiert gemeinsam mit Business Angels wie den Flixbus-Gründern in Priceloop. Das Berliner Startup, das 2020 vom Contorion-Gründer Richard Schwenke und Dat Tran (zuletzt unter anderem Head of AI, Axel Springer) gegründet wurde, positioniert sich als KI-gestützte Software zur Optimierung von Verkaufspreisen. “Priceloop helps e-commerce and retail companies to be more successful by using data-driven pricing decisions”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma. Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures investierte zuvor bereits in Priceloop. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV 

Payrails
+++ Andreessen Horowitz, HV Capital und mehrere Business Angels, darunter Delivery Hero-CFO Emmanuel Thomassin, HelloFresh-Gründer Dominik Richter, Foodpanda-Gründer Felix Plog, die Flixbus-Gründer investieren in Payrails. Das Startup, das von den drei Delivery Hero-Mitarbeitern Emre Talay, Nicolas Thouzeau und Orkhan Abdullayev gegründet wurde, positioniert sich als “Cloud Native Payment Operating System”. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We are building an operating system to simplify accepting payments”. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

ramblr.ai
+++ Die beiden Geldgeber 468 Capital und Vsquared Ventures investieren in ramblr.ai. Das Münchner Startup, das von metaio-Gründer Thomas Alt und dem ehemaligen metaio-Manager Roman Hasenbeck gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung, die Vermarktung und der Vertrieb von Software, Augmented Reality Systemen und Datensätzen sowie die Erbringung von IT-Dienstleistungen” . metaio gilt als einer der Augmented-Reality-Pioniere in Deutschland. 2015 übernahm Apple die Jungfirma. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

aedifion
+++ Momeni Digital Ventures, Drees & Sommer, BeyondBuild und Bauwens X sowie die Altinvestoren BitStone Capital und Phoenix Contact Innovation Ventures investieren eine siebenstellige Summe in aedifion. Das junge Unternehmen aus Köln entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Das Jungunternehmen, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet.

up.lftd
+++ IBB Ventures und mehrere Business Angels “mit fundierten Branchenkenntnissen” investieren eine sechsstellige Summe in up.lftd. Das Berliner Startup, das von Antonia Wälzholz und Klaus Großmann gegründet wurde, positioniert sich als Performance-Management- und Personalentwicklungs-Tool.  Die HR-Software setzt dabei auf die “automatischen Erkennung der passendsten Feedback-Momente und der kontinuierlichen Sammlung von 360°-Mikro-Feedback für diese Momente”.

Finn
+++ Credit Suisse Securitized Products Finance und Waterfall Asset Management  gewähren Finn eine Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro. “Die Finanzierung soll das Wachstum weiter signifikant steigern. Die Transaktion ist rechtskräftig und die Kreditsumme abrufbereit”, teilt das Unternehmen mit. Wie andere Anbieter auch bietet Finn, das von Max-Josef Meier (früher Stylight) gegründet wurde, Autos im Abo an. White Star Capital, Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz (alle zalando) sowie die Altinvestoren HV Capital, Picus Capital, Heartcore und UVC Partners investierten zuletzt 20 Millionen Euro in das Unternehmen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fincompare
+++ Eine Gruppe genossenschaftlichen Banken – darunter die DZ Bank und diverse Volksbanken – übernehmen Fincompare – siehe FinanceFWD. Der Kaufpreis liegt dem Bericht zufolge bei 15 Millionen Euro.  Das Berliner FinTech, das 2017 von Watchmaster-Mitgründer Stephan Heller gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Plattform für die Unternehmensfinanzierung”. Speedinvest, ING Ventures, UNIQA Ventures, Elevator Ventures und Co. investierten in den vergangen Jahren mehr als 25 Millionen in das Unternehmen. Fincompare ging somit vergleichsweise günstig über den Tisch.

Fishing-King
+++ Die Beteiligungsgesellschaft Afinum übernimmt die Mehrheit an Fishing-King.  “Gemeinsam mit dem Gründer Hubertus Massong und dem bestehenden Management-Team von Fishing-King plant Afinum weiteres Wachstum durch eine höhere Durchdringung der bestehenden Kernmärkte, Expansion in neue Märkte und in angrenzende Produktsegmente”, teilt das Unternehmen mit. Das Unternehmen aus Köln, eine “E-Learning-Plattform für die Angel-Community” wurde 2009 gegründet.

Intranav
+++ Das amerikanische Unternehmen Inpixon übernimmt Intranav. Das Unternehmen aus Eschborn, das 2014 von Ersan Günes und Gonzalo Ibarra gegründet wurde, positioniert sich als IoT-Plattform für die Ortung von Waren- und Materialflüssen. “Intranav will bring new, comprehensive products and technologies, and a broad IP portfolio to strengthen our established RTLS product line”, teilt das Unternehmen mit.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#468-capital, #accel, #aedifion, #afinum, #aktuell, #andreessen-horowitz, #berlin, #fincompare, #finn, #fintech, #hr, #hv-capital, #inpixon, #intranav, #koln, #lightspeed, #munchen, #priceloop, #ramblr-ai, #up-lftd, #venture-capital, #vsquared-ventures

#Interview – “Wir haben es geschafft ein Startup im schwierigen Lebensmittelumfeld ohne Investoren zu skalieren”


Das Berliner Startup fairment, das 2015 von Paul Seelhorst und Leon Benedens gegründet wurde, setzt auf Fermentation. “Wir sind als Getränke-Startup gestartet, das ausschließlich Kombucha in Flaschen verkauft hat. Mittlerweile sehen wir uns als Gesundheits-Startup, das über Fermentation und ihren gesundheitlichen Nutzen aufklärt. Uns treibt an, gesunden Genuss für alle zu schaffen”, sagt Gründer Seelhorst zum Stand der Dinge bei fairment.

Derzeit arbeiten rund 20 Mitarbeiter:innen für das Unternehmen, das bereits einen Jahresumsatz von rund 5 Millionen erwirtschaftet. “Wir haben es geschafft ein Startup im schwierigen Lebensmittelumfeld ohne Investoren zu skalieren, da müssen wir einfach mehr richtig als falsch gemacht haben.”, sagt Seelhorst. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der fairment-Macher außerdem über Sauerkraut, Darmgesundheit und die “Höhle der Löwen”.

Wie würdest Du Deiner Großmutter fairment erklären?
Meiner Oma müsste ich Fermentation gar nicht erklären – die hat ja selbst noch jedes Jahr Sauerkraut gemacht um ihren Kohl über das ganze Jahr essen zu können und auch im Winter genügend Vitamin C zu sich zu nehmen zu können. Sie wusste zwar nicht genau weshalb, aber spürte, dass ihr fermentierte Lebensmittel guttun. Dieses alte Wissen wollen wir mit fairment wieder zurückbringen und mittlerweile gibt es viele spannende Studien, die die gesundheitlichen Vorteile klar belegen. Ich würde ihr aber sagen, dass ich Menschen mit fairment jetzt das Fermentieren mit modernen Ansätzen beibringe, sodass sie sich selbst zu Hause die leckersten, gesunden Lebensmittel ganz einfach, kostengünstig und nachhaltig zu Hause herstellen können. Von Kombucha über Kefir und Joghurt, bis zu echtem Sauerteig und mehr. Dafür versorge ich sie mit frisch gezüchteten Kulturen und modernem Equipment, damit auch nichts schiefgehen kann. Und um Menschen Appetit auf Fermentiertes zu machen gibt es Kombucha, Krauts und Miso bei uns auch schon als fertige Produkte für den gesunden Genuss.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Wir sind als Getränke-Startup gestartet, das ausschließlich Kombucha in Flaschen verkauft hat. Mittlerweile sehen wir uns als Gesundheits-Startup, das über Fermentation und ihren gesundheitlichen Nutzen aufklärt. Uns treibt an, gesunden Genuss für alle zu schaffen.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir bringen Leuten kostenlos das Thema Fermentieren bei und nutzen dafür alle konventionellen, als auch digitale Lösungen, die wir mit den heutigen Möglichkeiten so haben. Wir bekommen Reichweite über Blogartikel, Youtube, Instagram, Pinterest, Facebook, als auch Influencer-Marketing. Über diese Reichweite bieten wir den Leuten an, sich für unsere kostenlosen Kurse oder Events einzutragen – wir veranstalten die größten Online Events der Welt zum Thema Fermentation – und etwas über das Thema zu lernen und wie es mit dem Thema Darmgesundheit zusammenhängt. So können wir Menschen dafür begeistern, sich unsere Produkte zu kaufen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Anfangs haben wir davon profitiert, dass die Leute plötzlich mehr online geshoppt haben, Zeit hatten zu Hause zu sein und Dinge auszuprobieren – wie etwa Fermente anzusetzen. Im ersten Lockdown hatte ja zum Beispiel jeder Hobby-Bäcker plötzlich einen eigenen Sauerteigansatz zu Hause, um selbst Brot zu backen. Da ist unser Sauerteig Starter Kit natürlich voll eingeschlagen. Ein anderer sehr großer Faktor war auch, dass durch Covid das Thema Immunsystem plötzlich in aller Munde war. Der Darm als Mittelpunkt, in dem sich 70 % des Immunsystems befinden und auch die Rolle der Bakterien, die uns potenziell vor unerwünschten Eindringlingen schützen können. Fermentierte Lebensmittel sind außerdem reich an organischen Säuren, wie Essigsäuren und Milchsäuren und Vitaminen, was nochmal ein weiteres gutes Argument für sie ist. Als dann aber der Lockdown vorbei war und der Sommer kam, gab es ein ganz schönes Loch, weil genau das Gegenteil der Fall war. Daraus haben wir viel gelernt und nehmen deswegen aktuell neue Produkte in Angriff, die noch leichter in den Alltag integrierbar sind

Wie ist überhaupt die Idee zu fairment entstanden?
Aus einer persönlichen Gesundheitskrise. Mit Ende Zwanzig war ich an einem Punkt, an dem ich nichts mehr essen, geschweige denn richtig verdauen konnte und ständig aufgebläht war. Von Histaminproblemen über Übelkeit, Migräne, Energielosigkeit, Panikattacken, Schlafprobleme, Hautprobleme über Rheuma war alles dabei. Als ich mich auf die Suche nach der Ursache machte, stieß ich auf diverse gesunde Ernährungsformen, die ich alle ausprobierte – zum Beispiel Rohkost, Vegan, Low Carb, Ketogen, Paleo, etc. So streng diese Ernährungsformen auch waren, eine Sache hatten sie alle gemeinsam. Und zwar, dass fermentierte Lebensmittel in Rohkostqualität überall als absolute Superfoods gelten. Als ich diese konsumieren wollte, fiel mir auf, dass das entweder super schwer war, weil ich sie jedes Mal aufs neue aufwändig in kleinen Mengen herstellen musste, oder sie in dieser Form – unpasteurisiert und authentisch fermentiert – kaum oder gar nicht im Handel erhältlich waren. Also fing ich am Anfang an Kombucha und Wasserkefir zu brauen und Gemüse zu fermentieren und das auf Events und an Bekannte zu verkaufen. Und so war die Idee geboren.

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch gelohnt?
Auf jeden Fall. Wir wussten bis einige Wochen davor nicht mal, ob wir ausgestrahlt werden, da wir den Deal nicht angenommen hatten. Wir hatten auf Risiko unsere Lager aufgestockt und neue Server inklusive neuem, leistungsstarken Onlineshop eingerichtet. Gott sei Dank ging das auf. An dem Abend haben wir eine viertel Million Umsatz gemacht.

Welchen Einfluss genau hatte die Vox-Show auf eure Entwicklung?
Es war auf jeden Fall ein guter Push und hat uns sehr geholfen. Wir wurden auch von Kunden als etablierter wahrgenommen. Wir hatten auf einmal eine breitere Kundschaft: Nicht nur die Gesundheits-Enthusiasten, sondern auch Leute, die einfach an dem leckeren Getränk Kombucha interessiert waren.

Was rätst Du anderen Gründern, die bei der Gründershow mitmachen wollen?
Den Pitch runterbeten können. Alle Zahlen genau kennen. Viele Sendungen vorher schauen. Den Kaufpreis lieber höher ansetzen als zu niedrig und verhandeln üben. Genau überlegen, was das letzte Angebot wäre, was okay ist, weil ihr euch nur sicher sein könnt, dass ihr ausgestrahlt werdet, wenn ihr den Deal auch annehmt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Ein Jahresgespräch mit unserem größten Kunden, als mein Co-Founder Leon gerrade sein drittes Kind bekam, ich unterwegs war und wir jemand externen dafür beauftragen mussten, da es anders nicht ging. Danach wurden wir direkt entlistet. Das war sehr bedrohlich für uns. Der Einzelhandel ist hart. Auch ist eine geplante Internationalisierung des Online-Shops nicht so gezündet wie erwartet und dass wir zu viele Waren auf einmal eingekauft hatten genau zu einem Zeitpunkt, als die Verkäufe kurz danach saisonbedingt wieder stark runter gingen. Das hat uns fast die Liquidität gekillt. In sieben Jahren hat man viel Zeit viele Fehler zu machen – und daraus zu lernen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Bei der Kundenzufriedenheit und dabei echte, authentische Produkte ohne Abstriche zu produzieren – fast alle anderen Kombuchas, Krauts und Misos sind pasteurisiert und damit nicht mehr lebendig. Nachhaltige Produkte mit echtem Mehrwert für die Kunden zu schaffen, die ihnen ein Leben lang die leckersten Fermente zaubern können. Wir haben es geschafft in sieben Jahren ein Startup im schwierigen Lebensmittelumfeld ohne Investoren zu skalieren, da müssen wir einfach mehr richtig als falsch gemacht haben.

Wo steht fairment in einem Jahr?
Wir möchten in einem Jahr in allen Bio-Läden in Deutschland mit mindestens einem Produkt wie Kombucha, Miso, Krauts oder unseren Kulturen stehen und so Fermentation in alle Küchen bringen. Egal ob zum Trinken, Essen oder Selber machen.

TippFairment: Auch Gründer haben einen Wert 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): fairment

#aktuell, #berlin, #bootstrapping, #fairment, #food, #interview

#DealMonitor – Kraft Heinz kauft Just Spices – Flink sammelt 750 Millionen ein – Greenforce bekommt 15 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 10. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Just Spices
+++ Der Lebensmittelgigant Kraft Heinz übernimmt die Mehrheit an Just Spices. Kraft Heinz übernimmt alle Anteile der bisherigen Investoren und hält nun 85 %  der Anteile an Just Spices. “Die drei Gründer Florian Falk, Ole Strohschnieder und Béla Seebach, die Just Spices auch weiterhin als eigenständiges Unternehmen führen werden, behalten die übrigen 15 %”, teilt das Unternehmen aus Düsseldorf mit. Die D2C-Jungfirma, die Gewürze verkauft, wurde 2014 gegründet. Five Seasons Ventures aus Paris, Coefficient Capital aus New York und Bitburger Ventures investieren zuletzt 13 Millionen Euro in das Startup. Zudem waren Döhler Ventures und Howzat Partners am Unternehmen beteiligt. Döhler Ventures hielt zuletzt 19,1 % an der Jungfirma. Coefficient Capital hielt 14 % und Five Seasons Ventures 12,5 %. Die Gründer hielten vor dem Exit noch 37,1 % an ihrem Unternehmen. “Just Spices is an innovative start-up, trailblazing the high-growth taste elevation category with annual sales of approximately €60 million”, teilt Kraft Heinz zum Deal mit. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Just Spices einen Umsatz in Höhe von 17,3 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei 2,5 Millionen Euro. 150 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Just Spices

tech11 / Adcubum
+++ Das Private-Equity-Unternehmen TA Associates investiert in tech11 und Adcubum. “Durch das Investment von TA Associates ergeben sich vielfältige Synergien, die eine schnellere Expansion in neue Länder und Versicherungssegmente ermöglichen. Das Ziel ist der Aufbau eines europäischen Insurance Powerhouse”, teilt der Geldgeber mit. Das, Unternehmen tech11, das 2018 von Pierre Dubosq und Matthias Reining gegründet wurde, entwickelt eine digitale Plattform für die Policen- und Schadenverwaltung. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der nun aussteigt, investierte zuletzt eine siebenstellige Summe in das Würzburger InsurTech. Adcubum positioniert sich als “Standardsoftware-Hersteller für die internationale Versicherungswirtschaft. Kernprodukt ist ein “flexibles, modular aufgebautes und Cloud-fähiges System für Kranken- und Schaden-/Unfallversicherer”.

INVESTMENTS

Flink
+++ Jetzt endlich final offiziell: Der US-Lieferdienst DoorDash, Mubadala Capital und weitere neue und alte Investoren (darunter der Einzelhändler Rewe) investieren – wie bereits mehrfach durchgesickert ist – 750 Millionen US-Dollar in Flink (und damit noch mehr als zuletzt berichtet). Die Pre-Money-Bewertung liegt nun bei 2,1 Milliarden Dollar. Das Berliner Startup Flink, das Lebensmittel in bis zu 10 Minuten liefert, wurde im Dezember 2020 von Oliver Merkel, Julian Dames und Christoph Cordes gegründet. Wie bereits berichtet, hält nun knapp 15 % an Flink, Rewe ist mit 5 % an Bord. Flink sieht sich derzeit als “Marktführer im neuen Quick-Commerce in Deutschland und den Niederlanden”. Derzeit ist das junge Unternehmen nach eigenen Angaben in vier Ländern in über 60 Städten mit rund 140 Standorten unterwegs. Wettbewerber Gorillas wurde zuletzt mit rund 3 Milliarden Dollar bewertet. Delivery Hero investierte kürzlich gemeinsam mit den Altinvestoren rund 1 Milliarde Dollar in den Quick Commerce-Dienst Gorillas. Mehr über Flink

Greenforce
+++ Institutionelle Investoren, deren Namen das Startup nicht nennt, sowie Moderator Joko Winterscheidt und Feinkost-Macher Michael Käfer investieren 15 Millionen Euro in Greenforce. Das Münchner Food-Unternehmen, das 2020 von Thomas Isermann gegründet wurde, setzt auf Fleisch- und Milch-Alternativen. “Die generierten Mittel werden maßgeblich zur Beschleunigung des Wachstums, zur internationalen Expansion und zum kontinuierlichen Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in München verwendet”, teilt das Unternehmen mit.

enspired
+++ Emerald Technology Ventures, 360 Capital, EnBW New Ventures, Helen Ventures und i5invest investieren 7,5 Millionen Euro in enspired. Das Unternehmen aus Wien, das von Jürgen Mayerhofer, Wolfgang Eichberger und Mario Schmoltzi gegründet wurde, kümmert sich um die Flexibilisierung der Stromnetze. “Wir treiben die Energiewende voran, indem wir die flexiblen Anlagen unserer Kunden am kurzfristigen Strommarkt kommerziell optimieren und deren maximalen Wert durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und modernster Technologie realisieren”, teilt das Startup mit.

Wirelane
+++ Momeni Digital Ventures investiert eine siebenstellige Summe in Wirelane. Das Münchner Unternehmen, das 2016 von Constantin Schwaab gegründet wurde, bietet kostenlose Ladesäulen an. Abacon Capital, gehört zum Büll Family Office, und Co. investierten gerade erst 18 Millionen Euro in Wirelane. Das Münchner Unternehmen, das 2016 von Constantin Schwaab gegründet wurde, bietet kostenlose Ladesäulen an. Vito Ventures, Coparion, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Ritter Starkstromtechnik investierten zuvor zudem bereits 4 Millionen Euro in das Startup. 2019 übernahm Wirelane das gescheiterte E-Mobilität-Startup Eluminocity.

Hakuna
+++ Jetzt offiziell: Der Berliner Geldgeber Visionaries Club und Discovery Ventures investieren – wie bereits Ende November im Insider-Podcast berichtet – in Hakuna. In der Investmentrunde, in der auch SumUp-Gründer Marc Christ und Klarna-Gründer Victor Jacobsson in Hakuna investieren, fließen 1,5 Millionen Euro in das junge Unternehmen – siehe Linkedin und Gründerszene. Das Startup, das von den beiden abracar-Gründern Sebastian Jost und Orhan Köroglu sowie Rupert Mayer gegründet wurde, kümmert sich um die Vermittlung von Versicherungen. “Wir bieten Händler jeder Größe und Branche die Möglichkeit, ihren Kunden den perfekten Produktschutz direkt in seinem E-Commerce-Shop anzubieten”, teilt das Unternehmen mit.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#360-capital, #adcubum, #aktuell, #berlin, #doordash, #emerald-technology-ventures, #enbw-new-ventures, #energie, #enspired, #flink, #food, #greenforce, #hakuna, #helen-ventures, #i5invest, #insurtech, #joko-winterscheidt, #just-spices, #kraft-heinz, #momeni-digital-ventures, #mubadala-capital, #munchen, #quick-commerce, #ta-associates, #tech11, #venture-capital, #wien, #wirelane