#Interview – “Wer profitabel arbeiten muss, muss auch täglich den ‘Proof of Concept’ bestehen”


Mit Bears with Benefits verkaufen Laurence Saunier und Marlena Hien plädieren, die zuvor bei einer Münchner Kommunikations- und Markenberatung gearbeitet haben, Nahrungsergänzungsmittel in Form von Gummibärchen. “Auf dem hart umkämpften Beauty-Markt konnten wir bereits in unserem ersten vollen Geschäftsjahr 2019 die Schallgrenze von 1 Million Euro Umsatz durchbrechen. 250.000 Dosen Bärchen haben wir bisher verkauft. Inzwischen sind wir ein 10-köpfiges Team und erwirtschaften einen mittleren siebenstelligen Umsatz – profitabel”, sagt Gründerin Saunier.

Ihr Unternehmen haben die Unternehmerinnen bisher ohne Investoren aufgebaut. Durch unseren iterativen Ansatz war es für uns von Anfang an wichtig, unsere Unit Economics im Griff zu haben und uns sehr stark zu fokussieren. So sind wir dennoch 100 % YoY gewachsen, beständig und profitabel. Daher war eine Fremdfinanzierung nie nötig und wir konnten unsere Anteile – und damit auch die Kontrolle – zu 100 % behalten”, erzählt Gründerin Hien.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen die beiden Bears with Benefits-Macherinnen zudem über Datenpunkte, Influencer-Marketing und Rohstoffe.

Wie würdet ihr eurer Großmutter Bears with Benefits erklären?
Saunier: Wir, Marlena Hien und Laurence Saunier, möchten mit Bears with Benefits Frauen dabei unterstützen, sich in ihren Körpern wohl und schön zu fühlen. Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten und Pulvern beinhalten oft unnötige oder sogar gesundheitsschädliche Füllstoffe und Weißmacher wie Titandioxid, Trennmittel oder ku?nstliche Farb- und Geschmacksstoffe. Laut Studien haben außerdem ein Drittel der Deutschen Probleme damit, Tabletten zu schlucken und beenden die Einnahme daher vorschnell wieder. Unsere Innovation: Nahrungsergänzungsmittel in Form von leckeren Gummibärchen – clean, zuckerfrei und wo es geht vegan.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, seit dem Start irgendwie verändert?
Hien: Beautyfood ist ein stark wachsender Markt, der noch wenig bedient wird: Die meisten Supplements sind sehr männlich-rational und als Performance-Booster positioniert, sie werden nicht als Beautyprodukt wahrgenommen. Gerade das ist aber für Frauen sehr relevant, die gezielt nach Produkten suchen, um die natürliche Schönheit von innen zu stärken. Genau hier setzen wir mit unseren hochpotenten Beautyvitamin-Komplexen an. Wir haben seit Gründung die Produktpalette auf zehn Sorten, wie “Trust Your Gut Vitamins” mit Apple Cider Vinegar oder “Glowtastic Skin Vitamins” mit Hanföl erweitert und sind unserem Ansatz treu geblieben, Produkte, Packaging und Kommunikation immer wieder zu testen und mit dem Feedback unserer Community stetig zu optimieren.

Wie genau geht ihr da vor?
Hien: Von Anfang an war es uns wichtig, mit unserer Community im engen Austausch zu stehen und ihr Feedback aktiv in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Inzwischen haben wir dieses Vorgehen technologisch standardisiert: Gemeinsam mit einem Team aus Data Scientists und unserer medizinischen Beraterin Dr. med. Anne Latz von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin haben wir ein Online-Tool entwickelt, das den Lifestyle und die Ernährungsgewohnheiten unserer Kunden sowie fundamentale Datenpunkte abfragt – unter anderem Ernährung, Schlaf, körperlichen Merkmalen, Fitness, Demographie, äußere Lebensumstände. Auf Basis eines Algorithmus werden daraufhin konkrete, individualisierte Ernährungsempfehlungen sowie Produktempfehlungen gegeben. Unsere Vision, die Produkte für und mit unserer Community zu entwickeln, ist also Realität geworden.

Wie genau hat sich Bears with Benefits seit der Gründung entwickelt?
Saunier: Wir sind step by step vorgegangen und haben im Sommer 2018 zunächst 3.000 Stück unseres ersten Produkts “Ah-mazing Hair Vitamins” produziert und auf Amazon gelauncht, dort erste Learnings generiert und wertvolles User-Feedback erhalten, das wiederum in die weitere Produktentwicklung einfloss. Auf Amazon muss man den Traffic nicht teuer einkaufen, sondern kann auch als unbekannte und gebootstrappte Brand mit einem guten Produkt überzeugen – mit wenigen gezielten Marketing-Ausgaben. Dort haben wir es dann schnell zum Kategorie-Bestseller geschafft und so wurde Douglas auf uns aufmerksam. Ein halbes Jahr später standen wir deutschlandweit in den Regalen, weitere große Retailer wie dm, Rossmann und BIPA in Österreich folgten. Aufbauend auf unserer steigenden Markenbekanntheit durch den Retail, haben wir Anfang 2020 erfolgreich unseren eigenen Onlineshop gelauncht, auf den wir uns inzwischen stark fokussieren. Als Beauty- und Healthcare Startup war es uns außerdem von Anfang an wichtig, mit Fachexperten zusammenzuarbeiten. Heute zählen wir renommierte Lebensmittelexperten und Pharmazeuten zu unserem festen Team, was für uns ein großer und wichtiger Schritt war. Unser internes Forschungsteam umfasst die Ernährungsmedizinerin Dr. med. Anne Latz – Mitglied der Deutschen Gesellschaft fu?r Ernährungsmedizin – und die Ernährungswissenschaftlerin Nassim Jamalzadeh – MSc Biomedicine and Nutrition, TU Mu?nchen -, zudem produzieren wir unsere Produkte mit einer Pharmazeutenfamilie in Deutschland.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Bears with Benefits inzwischen?
Saunier: Auf dem hart umkämpften Beauty-Markt konnten wir bereits in unserem ersten vollen Geschäftsjahr 2019 die Schallgrenze von 1 Million Euro Umsatz durchbrechen. 250.000 Dosen Bärchen haben wir bisher verkauft. Inzwischen sind wir ein 10-köpfiges Team und erwirtschaften einen mittleren siebenstelligen Umsatz – profitabel.

Ihr habt euer Startup bisher ohne Fremd-Finanzierungen und Kapitalgeber aufgebaut. War dies von Anfang an eine bewusste Entscheidung?
Hien: Durch unseren iterativen Ansatz war es für uns von Anfang an wichtig, unsere Unit Economics im Griff zu haben und uns sehr stark zu fokussieren. So sind wir dennoch 100 % YoY gewachsen, beständig und profitabel. Daher war eine Fremdfinanzierung nie nötig und wir konnten unsere Anteile – und damit auch die Kontrolle – zu 100 % behalten. Natürlich gab es Angebote, aber wir wollen den perfekten Partner für uns finden, der uns vor allem inhaltlich weiterbringt. Wir schließen die Option daher für die Zukunft nicht aus.

Wie war der Start ohne fremdes Geld – was geht recht einfach, was ist als Bootstrapping-Startup recht schwierig?
Hien: Wer von Anfang an profitabel arbeiten muss, muss auch täglich den “Proof of Concept” bestehen und das ab dem ersten Tag. Das ist natürlich nicht immer einfach. Besonders am Anfang fehlt das Geld an allen Ecken: Produkt, Marketing, Design – am liebsten will man ja alles gleichzeitig angehen. Hier hat uns unser Agentur-Hintergrund natürlich sehr geholfen – wir beide waren zuvor zehn Jahre lang in einer Kommunikations- und Digitalagentur tätig -, da wir vieles intuitiv richtig gemacht haben und ohne externe Unterstützung umsetzen konnten. Die harte Begrenzung des Budgets beim Bootstrapping hat uns gezwungen, den Fokus zu behalten, denn man stellt sich immer die Frage: Bringt mir diese Investition mehr Umsatz? Stimmt der Return? Brauche ich diesen Mitarbeiter wirklich? Wir haben zum Beispiel anfangs komplett auf Marketingbudget verzichtet und nur den organischen Traffic auf Amazon genutzt. Durch die permanente Optimierung von Keywords und unseres Listings haben Menschen, die nach unserer Produktgruppe gesucht haben, Bears with Benefits gefunden und sich für unser Produkt entschieden. Die Gewinne haben wir dann komplett reinvestiert. Als großen Vorteil des Bootstrappings sehen wir, dass wir uns voll auf unser Produkt und die Firma konzentrieren konnten – es wurde kein Fokus durch zeitintensives Fundraising oder das Reporten an Investoren verloren. Wir müssen nur eine einzige Partei beeindrucken: unsere Kunden.

Gab es denn viele Dinge, die ihr einfach nicht umsetzen konntet, weil das Geld fehlte?
Hien: Es gab immer wieder Marketing-Maßnahmen, die wir gestrichen haben – wir fokussieren uns stark auf ausgewählte Performance-Kanäle und sehen zum Beispiel auch Influencer-Marketing als Performance-Kanal, der sich rechnen muss. Knappes Budget filtert eben viele unnötige und nicht notwendigen Ausgaben direkt heraus. Auch unsere erste Mitarbeiterin haben wir erst nach eineinhalb Jahren eingestellt! Lange gezögert haben wir mit unserem eigenen Onlineshop, da uns klar war, wie kapitalintensiv die Kundengewinnungskosten für einen Shop sein können. Mit der steigenden Markenbekanntheit und dem Cashflow durch den Retail war der Moment aber perfekt und wir konnten den Shop innerhalb von kürzester Zeit profitabel betreiben.

Was ratet ihr anderen Gründer:innen, die sich für Bootstrapping entscheiden?
Saunier: Bootstrapping ist vor allem im E-Commerce Bereich eine gute Option. Versuch Dein Produkt auf Marktplätzen anzubieten, wo Du eine vorhandene Infrastruktur nutzen kannst und teste, ob die User es interessant finden. Es muss nicht gleich der eigene Shop sein. Teste erstmal und nutze den Traffic, der auf Plattformen wie Amazon, Ebay oder sogar Etsy bereits vorhanden ist. Auch das Produkt muss noch nicht “perfekt” sein, nutze das Kundenfeedback auf den Plattformen und mach es besser – auch wir sind mit einem einzigen MVP gestartet, dass wir seitdem stetig verbessert haben.

Wovon habt ihr in der Anfangszeit gelebt?
Saunier: Die ersten Monate haben wir die Firma ehrlich gesagt nebenher aufgebaut und noch in unseren “Day Jobs” gearbeitet – das war zwar sehr anstrengend, hat uns aber Sicherheit gegeben. Später von den eigenen Ersparnissen. Wir haben beide vorher in leitenden Positionen gearbeitet und hatten die Möglichkeit, das nötige Startkapital anzusparen.

Blickt bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Hien: Manche Produkte haben leider nie das Licht der Welt erblickt, weil trotz sorgfältiger Planung und Entwicklung am Ende ein Rohstoff nicht in der entsprechenden Menge und Qualität geliefert werden konnte oder in Deutschland keine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung erhalten hätte. Letztlich gelten Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel und müssen als solche strenge Auflagen erfüllen. Am Ende ist uns wichtig, dass unsere Produkte unseren hohen Ansprüchen entsprechen und manchmal muss man dann eben die Notbremse ziehen, auch wenn man bereits viel Zeit und Ressourcen investiert hat.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Hien: Bei unserem Team! Wir sind super stolz, was wir alles bisher mit nur zehn engagierten und klugen Köpfen geschafft haben. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.

Wo steht Bears with Benefits in einem Jahr?
Saunier: Wir expandieren derzeit stark in Europa und setzen unseren Fokus voll auf unseren Onlineshop, der 2021 die Mehrheit unseres Umsatzes besteuern soll. In einem Jahr planen wir, fester Bestandteil des italienischen, französischen und polnischen Beauty-Markts zu sein! Außerdem bauen wir unseren Beratungsbereich stark aus und möchten mit unserem ernährungsmedizinischen Team noch viel mehr Frauen dabei unterstützen, ihre Beauty-Bedürfnisse passgenau zu befriedigen.

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Foto (oben): Bears with Benefits

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#Brandneu – 8 coole und vor allem neue Startups, die man kennen sollte


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Co-Leader
Hinter Co-Leader aus Köln verbirgt sich ein “digitales Praxistraining für Führungskräfte”. Das Startup, das von Philipp Spiekermann und Florian Abel gegründet wurde, verspricht dabei “personalisierte und praxisnahe Lernpfade und ein neuartiges Lernerlebnis”.

ahearo
Bei ahearo finden Onliner Audio-Magazine. Das Startup aus Hof setzt somit auf das bekannte Curio-Konzept. Das Konzept ist daher simpel zu erklären: “Wir vertonen Magazin-Inhalte vieler Verlage mit professionellen Sprecher*innen und erstellen individuelle Playlists für unsere User”.

Dr.wait
Dr.wait möchte mit seiner Software Wartezeiten in Warteschlangen und Wartezimmern abschaffen. Zielgruppe sind dabei Arztpraxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. “Kein Wartezimmer zu brauchen, bedeutet weniger Ansteckungen der Patienten untereinander”, schreibt das Unternehmen.

Repair Rebels
Über Repair Rebels kann jeder seine liebsten Klamotten reparieren lassen. “Unser Ziel ist es, eine Alternative zum Neukauf anzubieten und durch ein digitales Konzept auf lokale Lösungen hinzuweisen und so den noch stark fragmentierten, analogen Markt für Modereparaturen zu digitalisieren”, schreiben die Gründerinnen.

RememberMe
RememberMe positioniert sich als “Social-Media-App für Familie und Freunde”. Das Startup kommt dabei als “geschützter Raum” um die Ecke. In diesem können Nutzer:innen ohne Sicherheitssorgen “private Urlaubsfotos, Fotos von Kindern oder von wilden Abi-Feiern” teilen.

1A Motorbid
1A Motorbid aus Düsseldorf setzt auf Auktionen, um Autos an den Mann und die Frau zu bringen.Der Schwerpunkt liegt dabei auf “klassischen Mindestpreisauktionen, bei denen alle Fahrzeuge in Echtzeit versteigert werden”. Hinter dem Startup setzt unter anderem Marc Berger, Initiator von Autobid.de.

Mine
Das Berliner Startup Mine setzt auf Trinkelixiere. Es geht somit um flüssige Nahrungsergänzungsmittel, die etwa für glänzende Haare sorgen sollen. Das Beauty-Startup wird von Antonie Nissen und Leif Löhde vorangetrieben. Im Hintergrund wirkt Liberty Ventures (Felix und Florian Swoboda).

Mindzeit
Hinter Mindzeit verbirgt sich ein Anti-Stress Coach. Die Kölner Gründer beschreiben ihre App als “ein intelligentes Anti-Stress Tool, das sich auf die individuellen Bedürfnisse seiner Nutzer*innen einstellen kann”. Das Startup wurde von Céleste Kleinjans und Marinko Spahic ins Leben gerufen.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Brandneu – 9 richtig spannende neue Startups aus München


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es jede Woche in unserem kostenpflichtigen Newsletter Startup-Radar.

hydesk
hydesk aus München entwickelt “nachhaltiges Möbeldesign für mobil und flexible arbeitende Kunden”. Das erste Produkt der Jungfirma, die von Finian Carey und Daniel Brunsteiner gegründet wurde, ist ein faltbarer, tragbarer und recycelbarer Stehtisch und passt somit gut in die derzeitigen HomeOffice-Zeiten.

Pina
Das Münchner Startup Pina setzt mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf die Digitalisierung des Zertifizierungsprozesses. So sollen Waldbesitzern die Möglichkeit haben, am freiwilligen Emissionsmarkt teilzunehmen. ”So wird lokaler Klimaschutz im Wald Realität: digital, messbar, und transparent”, schreibt das Team.

exfinity
exfinity positioniert sich als B2B2C-Plattform für Aktivitäten. “We offer the world’s biggest diversified portfolio of attractions and experiences”, teilt das junge Münchner Startup mit. Das Startup wurde unter anderem von Christina Borensky und Georg Schiffmann gegründet, die vorher mit hip trips unterwegs waren.

Optiwiser
Das Münchner Startup Optiwiser kümmert sich um Operations- und Supply Chain-Management. Die Bajuwaren schreiben zu ihrem Konzept: “We help our clients to boost their supply chain performance through the power of Artificial Intelligence – optimize your data wiser”.

PetLeo
PetLeo aus München bringt sich als “digitale Plattform für moderne Tierbesitzer, innovative Tierärzte und glückliche Haustiere” in Stellung. Die App des Startups bietet Tierbesitzern Gassirouten und Giftköder-Alerts vor allem aber eine digitale Gesundheitsakte und Videosprechstunden mit Tierärzten.

Zenmieter
Das Team von Zenmieter möchte sich als die “Zukunft des Vermietens” einen Namen machen. Vermieter können ihre Wohnungen direkt an Zenmieter vermieten. Das Startup des Venture Builders Stryber übernimmt dann alle Aufgaben des Vermieters. Zum Team gehört unter anderem Maximilian Möhring (Keyp).

Melon
Mit Melon hievte Gründerin Cornelia Weinzierl einen Marktplatz für veganes Essen ins Netz. Die Münchnerin nennt es “das eBay und AirBnB für veganes Essen”. Über Melon kann jeder selbst gekochtes, veganes Essen mit Menschen aus der Umgebung teilen bzw. kaufen.

Organic Labs
Bei Organic Labs können Onliner Super Hafer, einen Haferdrink in Pulverform zum Selbermachen, bestellen. “Die Vorteile: Wir vermeiden CO2-Emissionen durch den überflüssig gewordenen Transport von Wasser und können auch noch Verpackungsmüll einsparen”, schreibt das Startup. 

Audicle
Das Münchner Unternehmen Audicle setzt auf das erfolgreiche Curio-Konzept. Das Startup, das von Wolf Weimer vorangetrieben wird, bietet somit quasi die Zeitung zum Hören. Alles gebündelt in einer kostenpflichtigen App. Im Angebot sind derzeit “hunderte Audio-Artikel deutscher Zeitungen und Magazine”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – “Der Zwang zum schnellen Erfolg ist recht hoch, wenn externe Kapitalgeber:innen dabei sind”


Das Berliner Startup mySheepi setzt auf ergonomische und nachhaltige Kissen. “Die Geschäftsgründung habe ich aus eigenen Mitteln finanziert. Durch den frühen Erfolg konnten wir uns aber weiter aus dem Cashflow finanzieren. Unsere Gesellschaft hat bis dato keine Investoren, aber wir führen ab und zu Gespräche mit interessanten Menschen, die bereits Erfahrung und Erfolg im E-Commerce haben. Wir halten uns alle Optionen offen”, sagt Gründer Lars Reimann.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der mySheepi-Macher außerdem über Teilzeitjobs, gutes Marketing und Leidenschaft.

Wie würdest Du Deiner Großmutter mySheepi erklären?
Ganz einfach: Viele Beschwerden, die uns heutzutage plagen wie beispielsweise Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und sogar Schwindelgefühle sowie Tinnitus können als Ursache eine überbeanspruchte Nackenmuskulatur haben. Ganz konkret ist es die Atlas-Ringmuskulatur. Das Problem liegt oft in der falschen Lagerung des Kopfes, beispielsweise beim Schlafen, aber auch bei üblichen Haltungen am Schreibtisch oder beim ständigen nach unten sehen auf unser Handy. Da wir ein Drittel des Tages schlafend im Bett verbringen, sollte diese Zeit für geistige und körperliche Regeneration genutzt werden. Unser Kopf- Hals- und Nackenbereich ist eine sehr sensible Stelle, die es gilt, anatomisch korrekt zu lagern. Am Institut für angewandte Humankybernetik in Berlin wurden jahrelang diese Symptome und Ursachen untersucht und in einer patientenbasierten Studie nachgewiesen, dass Kissen mit einer beweglichen Nackenrolle den optimalen Lagerungszustand gewährleisten und so die genannten Probleme lindern können. Natürlich sollte man bei solchen Symptomen unbedingt mit einem Arzt sprechen, aber auch hier gibt es bereits eine Reihe an Orthopäden und Therapeuten, die mySheepi Ihren Patient:innen empfehlen. Außerdem können unsere Kissen auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Das ist wichtig, weil jede:r von uns individuell ist, was den Körperbau und die Schlafgewohnheiten angeht. Mit mySheepi bieten wir also Kissen an, die einen gesunden und ergonomischen Schlaf fördern und zeigen: Gesunder Schlaf ist kein Luxus und ist für jede:n zugänglich.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Das patentierte Kissenkonzept bestand bereits als Minimal Viable Product (MVP). Wir haben das Konzept in Teilen angepasst, um es markttauglich zu machen. Nach ungefähr einem Jahr waren wir selbst überrascht, wie vielen Menschen wir helfen konnten und das tun wir weiterhin täglich. Die Geschäftsgründung habe ich aus eigenen Mitteln finanziert. Durch den frühen Erfolg konnten wir uns aber weiter aus dem Cashflow finanzieren. Unsere Gesellschaft hat bis dato keine Investoren, aber wir führen ab und zu Gespräche mit interessanten Menschen, die bereits Erfahrung und Erfolg im E-Commerce haben. Wir halten uns alle Optionen offen.

Du hast mySheepi bisher ohne Fremd-Finanzierungen und Kapitalgeber aufgebaut. War dies von Anfang an eine bewusste Entscheidung?
Ja, das war definitiv eine bewusste Entscheidung. Die Vorteile das eigene Startup ohne jegliches Fremdkapital aufzubauen liegen dabei auf der Hand: Die Kontrolle über alle Entscheidungen liegen bei einem selbst. Denn wenn man sich für eine:n Investor:in entscheidet, ist es ein sehr langwieriger Prozess. Da müssen einfach auch die Vision für das Startup und die Werte übereinstimmen. Außerdem ist der Zwang zum schnellen Erfolg recht hoch, wenn externe Kapitalgeber:innen dabei sind. Es muss funktionieren und das in einem rasanten Tempo, am besten sofort positiven Cashflow und Gewinne erzielen. Für mich persönlich ist gesundes, organisches Wachstum wichtig. Dass wir uns recht schnell aus dem Cashflow finanzieren konnten, hat gezeigt, dass das Geschäftsmodell funktioniert und uns nur noch mehr darin bestärkt weiterzumachen.

Wie war der Start ohne fremdes Geld – was geht recht einfach, was ist als Bootstrapping-Startup recht schwierig?
Ganz klar ist das Budget anfangs sehr begrenzt. Eine sorgfältige Vorbereitung und Planung ist daher das A und O. Wir haben zu Beginn viel probiert und Dinge, die nicht funktioniert haben, wieder verworfen. Ganz konkret im Bereich Online-Marketing. Zu Beginn haben wir ganz klassisch aus dem Home Office gearbeitet und jeden Cent reinvestiert. Dann kam der Umzug in den Co-Working Space und irgendwann reichte der Überschuss für ein kleines Bürozimmer und die ersten drei Festangestellten – dies war Mitte 2019. Bis dahin habe ich mein Gehalt in einem Teilzeitjob verdient und nebenher das Business organisiert und sieben Tage die Woche Support gemacht. Das war anstrengend, hat aber riesigen Spaß gemacht, weil ich jeden Tag mit Menschen gesprochen habe, denen unsere Produkte geholfen haben.

Gab es denn viele Dinge, die Du einfach nicht umsetzen konntest, weil das Geld fehlte?
Um die richtigen Zielgruppen zu erreichen, musst du als E-Commerce Unternehmen natürlich viel in intelligentes Marketing investieren. Dazu zählt auch, gute Erklärvideos und -fotos zu produzieren. Hier fehlt oft das Geld, daher habe ich hier zu Beginn viel selbst gemacht – diese hatten natürlich keine optimale Qualität. Aber wenn man hinter der Idee steht, zieht man das einfach durch. Wie bereits erwähnt, fehlt zu Beginn oft das Geld für gutes Marketing und das zieht den Prozess sehr in die Länge – mit Finanzierung würde das natürlich schneller gehen.

Was rätst du anderen Gründer:innen, die sich für Bootstrapping entscheiden?
Ich kann meine Erfahrung nur im E-Commerce teilen und da lautet die Devise: Durchhalten und fest an die Idee glauben! Dann gilt es im Rahmen der Mittel Dinge auszuprobieren. Tauscht euch mit anderen Gründer:innen aus und belest euch viel. Es gibt viele gute Blogs und Bücher zu den unterschiedlichsten Themen. Akzeptiert Rückschläge und setzt euch auch sowohl Ziele als auch Grenzen. Seid also unbedingt ehrlich zu euch selbst. Außerdem ist ein Proof of Concept wichtig: Ist das vorher identifizierte Problem real, die Zielgruppe existent und der Markt verlangt nach dem Produkt oder der Dienstleistung? Dann sprecht mit den Kund:innen, lernt daraus und passt euer Produkt beziehungsweise die Dienstleistung weiter an. Habt ihr also nur wenige Versuche und begrenztes Kapital, solltet ihr diese Ratschläge beherzigen. Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, findet ihr auch Menschen, die zu euch passen, eure Leidenschaft teilen und mit auf eure Reise gehen.

Wie genau hat sich mySheepi seit der Gründung entwickelt?
Seit der Gründung ist unser Team stark gewachsen – mittlerweile haben wir circa zehn Mitarbeiter:innen. Wir erweitern auch unser Produktportfolio – rund um das Kernprodukt – stetig weiter. Kund:innen können heute zwischen dem mySheepi HOME, dass es in drei verschiedenen Größen gibt, dem mySheepi TRAVEL und dem mySheepi KIDS wählen. Zudem gibt es eine Vielzahl an Füllungen und Zubehör. Und eins kann ich jetzt schon sagen: Schon bald wird es tolle neue Produktneuheiten geben.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Ach, da sind so einige Fettnäpfchen zusammen gekommen! Ich war beispielsweise überzeugt, dass ich mit meinem Background nur ein paar Bücher über SEO/ SEA und Online Marketing lesen muss und es dann losgehen kann. Nachdem ich dann aber einen nicht unerheblichen Betrag Geld sprichwörtlich verbrannt habe, habe ich mir professionelle Hilfe geholt. Auch haben wir die eine oder andere Fehlentscheidung bei der Auswahl von Software getroffen, die uns Zeit und viel Geld gekostet hat. Wenn man das alles durchsteht und Fehlentscheidungen nicht wiederholt, waren es einprägsame Learnings. Auch mit Stoffen, den entsprechenden Zertifikaten und der Produktion kannte ich mich zu Beginn kaum aus.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Man kann wohl nie sagen, dass man alles richtig gemacht hat, aber ich bin beispielsweise sehr stolz auf unser Team, unsere Unternehmenskultur und das, was wir bis hierher geschafft haben. Wir sind jeden Tag mit viel Leidenschaft dabei und werden jeden Tag aufs Neue motiviert, wenn uns Kund:innen anrufen oder schreiben, dass wir helfen konnten. Das macht einen großen Teil des Sinns unseres täglichen Tuns aus.

Wo steht mySheepi in einem Jahr?
Etwas visionär gedacht ist in einem Jahr ein mySheepi in jedem deutschen Bett. Wir möchten mySheepi zu einem Lifestyle-Produkt entwickeln, das hilft, gesunden und erholsamen Schlaf zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Zugleich möchten wir erreichen, dass folgende Message in der breiten Gesellschaft ankommt: Gesunder und erholsamer Schlaf ist wichtig – egal, ob groß oder klein, Büroangestellte, Sportler:innen, Reisende etc. Diese Liste ist endlos.

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Foto (oben): mySheepi

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#Interview – “Ich hab’ viel Kritik für meine Idee ernten müssen. Das hat mich angespornt”


Das Kieler Startup bumpli, eine junge Direct to Consumer-Marke, verkauft ein Nachtlichtsystem für Baby- und Kindertrinkflaschen. “Aus der anfänglichen Idee ist heute ein gestandenes Unternehmen mit Millionenumsatz geworden. Darauf bin ich stolz, weil ich sehe, dass sich all die harte Arbeit gelohnt hat und unser Produkt so viele Menschen begeistert”, sagt Gründer Enis Ayari.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der bumpli-Macher außerdem über Lagerbestände, Ehrgeiz und Struktur.

Wie würdest Du Deiner Großmutter bumpli erklären?
Wir verkaufen eine elastische Silikonhülle, in der ein kleines, flaches Lämpchen liegt. Zusammen mit dem Lämpchen stülpst du die Silikonhülle ganz einfach unten auf eine Baby- oder Trinkflasche. Und wenn du dann das Lämpchen einschaltest, wird aus jeder Flasche ein angenehmes Nachtlicht für kleine Kinder!

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Wir sind erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt. Die größte spürbare Veränderung ist unser Wachstum – und alle damit einhergehenden Folgen, wie die Einstellung von neuen Mitarbeitern, Prozessoptimierungen, etc.

Wie ist überhaupt die Idee bumpli Startup entstanden?
Die Idee hatte ich, als meine Frau im Januar 2019 schwanger war und wir uns mit dem Thema Erstausstattung und Gadgets befasst haben. So kam es wohl durch einfach mehrere aufeinander folgende Ereignisse dazu, solch eine Idee überhaupt zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt waren meine Frau und ich Inhaber eines Eltern-Kind-Cafés, so dass wir die ganze Zeit schon mit unserer jetzigen Zielgruppe Familien zu tun hatten.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Corona hat viele Existenzen zerstört und nachhaltig unser Leben verändert. Für uns bedeutet die Pandemie lediglich, dass wir nun weitestgehend vollständig im Homeoffice arbeiten. Wir können aber nicht eindeutig sagen, ob wir schneller oder langsamer durch die Pandemie gewachsen sind.

Wie genau hat sich Bumpli seit der Gründung entwickelt?
Bumpli ist erwachsen geworden. Als ich die Idee vor ca. zwei Jahren hatte und mit Hilfe eines einfachen 3D-Druckers und Silikon-Teilen aus dem Internet einen ersten Prototypen meiner Erfindung gebaut habe, hatte ich viel Hoffnung und eine große Portion Naivität in mir. Aus der anfänglichen Idee ist heute ein gestandenes Unternehmen mit Millionenumsatz geworden. Darauf bin ich stolz, weil ich sehe, dass sich all die harte Arbeit gelohnt hat und unser Produkt so viele Menschen begeistert.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist bumpli inzwischen?
Wir sind mittlerweile ein Team aus sechs Festangestellten, vier Freelancern und vier Werkstudenten. Im April erweitern wir das Team um zwei bis drei weitere Festangestellte. Umsatztechnisch haben wir im Jahr 2019 circa 50.000 Umsatz gemacht, und im Jahr 2020 über 1 Millionen Euro, der sogar profitabel war! Unser Umsatzziel mit bumpli ist es, auf jeden Fall in den nächsten zwei bis fünf Jahren achtstellige Umsätze zu erzielen. Die wichtigste Kennzahl ist letzten Endes aber die Zufriedenheit unserer Kunden mit den Produkten von bumpli.

Euer Firmensitz ist Kiel. Was zeichnet die Startup-Szene vor Ort aus?
Kiel hat eine recht kleine Startup-Szene. Hier gibt es einige Unternehmen, die entweder regional, oder teilweise auch national für Aufsehen gesorgt haben. Wir sind gespannt, was hier im Norden noch entstehen kann. Es wäre schön, wenn wir eines Tages die Stadt Kiel als eine kleine Startup-Hochburg etablieren können. Wir tun unser bestes, um hierzu unseren Beitrag zu leisten.

Du hast Bumpli bisher ohne Fremd-Finanzierungen und Kapitalgeber aufgebaut. War dies von Anfang an eine bewusste Entscheidung?
Ganz klar: ja! Ich wollte es ohne fremde Hilfe schaffen. Ich hab viel Kritik von Freunden und Bekannten für meine Idee ernten müssen. Das hat mich so sehr angespornt, dass ich es allen beweisen wollte, insbesondere mir selbst. Ich habe aber auch das Potential gesehen und recht früh anhand erster Reaktionen von Kunden gemerkt, dass mein Produkt massentauglich ist.

Wie war der Start ohne fremdes Geld – was geht recht einfach, was ist als Bootstrapping-Startup recht schwierig?
Die größte Herausforderung stellte sich mir tatsächlich erst, als ich wusste, dass ich bei der ProSieben Erfinder-Show “Das Ding Des Jahres” auftreten darf. Ich wollte diese Chance nutzen. Es war klar, dass meine Lagerbestände nicht ausreichen würden, um die Anzahl an Bestellungen nach der Show auch nur ansatzweise zu bewältigen. Also musste ich das erste mal für meine Idee einen Kredit aufnehmen, um mehr Produkte vorzuproduzieren. Tatsächlich habe ich weniger verkauft als erwartet, aber auch dies hat mir gezeigt: Ich darf mich niemals von einzelnen Kanälen wie TV oder Facebook abhängig machen.

Gab es denn viele Dinge, die Du einfach nicht umsetzen konntest, weil das Geld fehlte?
Ich konnte mir nicht die notwendige Expertise ins Haus holen. Mir fehlte oft das Know-How für den nächsten Schritt. Also war ich gezwungen, mir alles selbst beizubringen. Heute profitiere ich enorm von diesen Learnings. Ich denke, dass dies eines der Schlüssel für den heutigen Erfolg von mir und meinem Team ist. Ich denke, wir haben uns gerade deshalb zu E-Commerce-Profis entwickelt.

Was rätst du anderen Gründer:innen, die sich für Bootstrapping entscheiden?
Geduld zu haben. Die Mechanismen brauchen deutlich länger, um zu greifen, als bei Unternehmen mit Invest-Möglichkeiten. Wenn du von deiner Idee überzeugt bist, dann investiere so viel Energie wie möglich da rein. Und eines sollte man können: wieder aufstehen, wenn man fällt. Auch ich musste in meinem Leben sehr häufig zurückstecken. Aber mein Ehrgeiz hat mich wirklich Tag für Tag gepackt – bis ich die für mich richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen und Fehlern gezogen habe.

Wovon hast Du in der Anfangszeit gelebt?
Ich hatte eine kleine Vortagsbäckerei. Die Erlöse reichten, um mich und meine kleine Familie über Wasser zu halten. Irgendwann fehlte mir die Zeit, beiden Projekten die nötige Kraft zu schenken, also trennte ich mich von meiner Bäckerei. Mein Auto habe ich dann auch verkauft. Meine Kosten konnte ich decken. Mehr brauchte ich nicht. Ich wollte alles in meine Vision investieren. Erst seit dem 1 Januar 2021 also knapp 20 Monate nach der Unternehmensgründung, waren meine Reserven aufgebraucht, ich bin jetzt auch in meiner eigenen Firma angestellt und zahle mir ein Gehalt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Natürlich ist schon so einiges schief gelaufen: Ich habe 43.000 Euro auf eine falsche Kontonummer in Hongkong überwiesen. Das war schon blöd, zum Glück aber kam das Geld mit etwas Verzögerung nach drei Wochen zurück. Außerdem habe ich einige Kilos zugenommen. Obwohl ich versuche, trotz der vielen Arbeit immer auf meine Gesundheit zu achten, ist es mir dennoch nicht gelungen, regelmäßig Sport zu treiben und mich fit zu halten. Die Zeit dafür nehme ich mir aber jetzt immer mehr. Was jedoch den größten negativen Einfluss auf mein Unternehmen genommen hat, ist die lange Zeit fehlende Struktur gewesen. Ohne Know-How in so ein Business zu steigen, sorgt dafür, dass du versuchst dir wirklich jeden Schritt selbst beizubringen. So verlierst du aber irgendwann den Überblick und hast nicht mehr das Gefühl, alles im Griff zu haben als CEO. Erst jetzt, mit den richtigen Experten und vor Allem mit dem richtigen Mindset und großer Anstrengung, ist es mir und meinem Team gelungen, strukturierter und deshalb auch um ein vielfaches effizienter zu arbeiten.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Ich habe mir ein wirklich tolles Team aufgebaut. Nicht nur was die Expertise angeht. Auch zwischenmenschlich habe ich Menschen um mich herum, die an mich glauben und ihr Bestes für bumpli geben. Sie zu mir geholt zu haben, war eine richtig gute Entscheidung. Wobei ich auch alles richtig gemacht habe: ich habe eine starke Frau an meiner Seite, die mir mehr als nur den Rücken stärkt. Ich bin so dankbar, dass ich eine gesunde und glückliche Familie mit ihr habe. Denn Familie ist einfach das wichtigste im Leben. Ohne ihr Engagement und ihre Geduld wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ich verdanke ihr sehr viel. Sie und mein Sohn Elyan ebnen unsere gemeinsame Zukunft.

Wo steht bumpli in einem Jahr?
Etabliert als die innovative Kindermarke, auf die wir Eltern schon lange gewartet haben. Denn bei bumpli verfolgen wir stets das Motto: von Eltern für Eltern.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): bumpli

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Where is the e-commerce app ecosystem headed in 2021?

The pandemic-induced growth of e-commerce is, by now, now well documented.

What is happening in the app ecosystem that supports e-commerce? Is it growing? Are we likely to see consolidations or IPOs? Are there superapps that will emerge?

This post is less about conclusions and more about taking you along while I go through the rabbit hole to satiate my own curiosity.

I see all three trends forming:

  1. Superapps are likely to emerge. I think companies like Bold Commerce will be among the earliest superapps.
  2. There will be consolidations anchored around large SaaS players and roll-ups powered by private equity funds.
  3. There are players like Tiny that acquire early-stage firms and let them run independently.

The closest match to the growing e-commerce stack is the marketing automation stack. While there are significant overlaps, it’s fascinating to compare and contrast the growth of these ecosystems and what drives consolidation.

The closest match to the growing e-commerce stack is the marketing automation stack. While there are significant overlaps, it’s fascinating to compare and contrast the growth of these ecosystems and what drives consolidation.

Between 2015 and 2021, the martech stack grew from 1,800 to 8,000, meaning it roughly doubles every three years.

The explosion of the martech stack is common knowledge and is well documented by Scott Brinker and his famous supergraphics. What’s worth noting is that the consolidation we expected to happen is happening, and yet the pace of new companies coming up in the space makes up for the consolidation — and some more.

According to Brinker, the martech landscape grew 5,233% between 2011 and 2020. The fastest-growing category within martech in 2020 is data and governance, which grew in numbers by 25%. The martech app ecosystem more than tripled between 2015 to 2018, powered by the growth of SaaS and e-commerce industries.

I am an avid tracker of this space, but I am also interested in how we can apply martech’s evolution to the e-commerce stack. The e-commerce stack also grew 3.5 times between 2017 and 2020. But much of the growth is ahead, and so is the upcoming consolidation.

#app-store, #column, #d2c, #e-commerce, #ec-column, #ec-ecommerce-and-d2c, #ec-marketing-tech, #ecommerce, #martech, #saas, #software, #startups, #venture-capital

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#Hintergrund – Ein Startup, das D2C-Marken bei der Logistik hilft


Hinter Hive verbirgt sich ein junges Logistik-Startup. Die Berliner wollen Direct-to-Consumer-Marken (D2C) helfen, ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. Das junge Berliner Unternehmen wurde von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leonard von Kleist gegründet. Picus Capital schob das Startup 2020 gemeinsam mit den Gründer an. 27 Mitarbeiter wirken bereits für Hive.

Picus Capital sowie die Flixbus- und Forto-Gründer investierten zuletzt gemeinsam mit Lesara-Gründer Roman Kirsch und Sebastian Merkhoffer (Fitvia) 1,6 Millionen Euro in Hive. “Der Großteil unserer Mittel fließt in die Produktentwicklung und in unser Team. Insbesondere in die Weiterentwicklung unserer Technologie investieren wir viel, um unsere Prozesse weiter zu automatisieren und zu verbessern, sowie noch mehr Kontrolle und Transparenz zu gewährleisten”, sagt Gründer Ziegler.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen die Hive-Macher außerdem über Infrastruktur, Fachwissen und Transparenz.

Welches Problem wollt Ihr mit Hive lösen?
Purucker: Direct-to-Consumer-Marken (D2C) wollen sich nicht selbst um ihre Operations kümmern, da ihre Kernkompetenz im Markenaufbau und Produktverkauf liegt. Jedoch fehlen diesen Marken Outsourcing Möglichkeiten im Bereich Operations und Logistik. Als Teil der Logistik mangelt es insbesondere an Fulfillment-Lösungen, die flexible Prozesse – etwa individuelle Verpackungsmaterialien – mit skalierbarer Technologie kombinieren. Außerdem konzentrieren sich bestehende Fulfillment-Anbieter nur auf das Kommissionieren und Verpacken von Paketen, anstatt Software entlang der gesamten Operations Wertschöpfungskette zu entwickeln, die Lieferanten, Fracht- und Versandpartner einschließt. Um den D2C-Brands eine bessere Lösung zu liefern, kommt Hive ins Spiel, das als erstes Unternehmen sowohl State-of-the-Art Software als auch optimierte Operations mit eigens betriebenen Warehouses aus einer Hand anbietet und damit eine solide Infrastruktur zum Skalieren für D2C-Brands schafft.

Wie ist die Idee zu Hive entstanden?
Ziegler: Wir wollen D2C Unternehmertum vereinfachen und allen zugänglich machen. In unserem Gründerteam bringen wir eine Leidenschaft für die Logistik Branche mit und haben zudem durch viele D2C-Teams aus unserem Umfeld von der generellen Unzufriedenheit mit bestehenden Fulfillment-Lösungen gehört. Darüber hinaus haben wir einen analytischen Ansatz gewählt und durch Gespräche mit vielen Marken und Experten aus der E-Commerce- und Logistikbranche viel Fachwissen für die extrem stark wachsende Branche aufgebaut. Die Gespräche haben uns darin bestärkt, dass es auf dem Markt einen starken Bedarf für eine bessere Lösung gibt, die allerdings ein großartiges Team, eine technische Lösung und viel Aufwand erfordert.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Ziegler: Wir verdienen anfangs Geld mit unseren Fulfillment-Services, indem wir unseren Kunden einen festen und transparenten Betrag pro Bestellung für die Abwicklung ihrer Bestellung berechnen. Dieser Preis beinhaltet unsere gesamte Fulfillment Dienstleistung und stellt eben nicht nur eine kleine Basis dar, auf welcher dann viele versteckte Kosten folgen, wie es die meisten unserer Wettbewerber machen. Außerdem bieten wir unseren Kunden gebündelte Verträge für Versanddienstleister wie UPS oder DPD. In der Zukunft diversifizieren wir unseren Umsatz durch zusätzliche Dienstleistungen wie Bestandsfinanzierung, der Anbindung von Frachtunternehmen, Analytics, etc.

Picus Capital und Co. investierten zuletzt 1,6 Millionen Euro in Hive. Wofür braucht ihr das Geld?
Ziegler: Der Großteil unserer Mittel fließt in die Produktentwicklung und in unser Team. Insbesondere in die Weiterentwicklung unserer Technologie investieren wir viel, um unsere Prozesse weiter zu automatisieren und zu verbessern, sowie noch mehr Kontrolle und Transparenz zu gewährleisten. Derzeit haben wir nahezu keine Marketingkosten, da wir eine recht starke Nachfrage verzeichnen und für die kommenden Monate viele Kunden Onboardings und eine volle Warteliste haben. Um unseren Kunden noch mehr und bessere Dienstleistungen anbieten zu können, investieren wir zusätzlich in den Aufbau neuer Partnerschaften.

Wo steht Hive in einem Jahr?
von Kleist: In einem Jahr werden wir unsere Software – sowohl unser eigenes Warehouse Management System als auch die E-Commerce Shop Anbindungen – mit neuen Features ausgebaut, erste Partner in der operativen Wertschöpfungskette – etwa für Finanzierungslösungen – integriert, und unsere Operations weiter optimiert haben. Zudem werden wir über 100 Team Kollegen haben und auch geographisch expandieren.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Hive

#aktuell, #d2c, #hive, #interview, #logistik, #reloaded

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#DealMonitor – Plan A sammelt 3 Millionen ein – Ardian Growth investiert in Kapten & Son – Rockaway Capital übernimmt Bringmeister


Im aktuellen #DealMonitor für den 10. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Plan A
+++ Der französische Geldgeber Demeter, coparion und SoftBank investieren 3 Millionen US-Dollar in Plan A – siehe TechCrunch. Berliner ClimateTech, das von Lubomila Jordanova und Nathan Bonnisseau gegründet wurde, möchte Unternehmen und Mitarbeiter beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen. “Our software allows your company to measure, monitor, reduce and offset its environmental impact seemlessly. Create change with your business and improve from it!”, teilt das Startup mit.

Kapten & Son
+++ Ardian Growth, ein Investmentbereich der Investmentgesellschaft Ardian, steigt bei Kapten & Son ein. Mit dem neuen Gesellschafter möchte das Kölner D2C-Unternehmen sein”Wachstum vorantreiben”. Kapten & Son, wurde 2014 von den Studenten Fabian Deventer, Johannes Theobald und Artjem Weissbeck am Campus der Universität Münster gegründet. Derzeit verkauft Kapten & Son neben Uhren auch Rucksäcke, Brillen, Sonnenbrillen und Koffer. Der Umsatz lag 2020 bei rund 50 Millionen Euro. Geführt wird die Jungfirma von Alexander Glörfeld und Marian Paul . Mitgründer Weissbeck etwa betreibt derzeit Charles. Hinter Charles verbirgt sich eine Conversational-Commerce-as-a-Service-Software für Händler und Konsumgütermarken. Das Unternehmen aus Berlin ermöglicht es Marken ihre Produkte über WhatsApp und andere Chat-Apps anzubieten. Accel und HV Capital investierten kürzlich in Charles.

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+++ In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar abonnieren und 30 Tage kostenlos testen!

Kloster Kitchen
+++ Der bekannte Fruchtsaft-Hersteller Eckes-Granini steigt bei Kloster Kitchen ein und sichert sich 49 % am Unternehmen aus der Nähe von Nürnberg. Das junge Food-Startup, das von Mario Fürst gegründet wurde, bringt seit 2015 frischen Ingwer in die Flasche. “Die bisherigen Gesellschafter, bestehend aus den Gründern und der Intro Gruppe um den Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bleiben beteiligt”, teilen die Unternehmen mit.

Comeco
+++ Die DEVK Versicherungen und die Süddeutschen Krankenversicherung steigen bei Comeco ein. Das Unternehmen lässt sich am besten mit dem Schlagwort Lifestyle-Banking beschreiben. Das Bankkonto der Kunden ist dabei der Ausgangspunkt für weitere Produkte. Wichtig: Es geht um mehr als wieder nur eine simple Multibanking-App. Die Palette von Teo, so der Name der App, soll von Gutscheinangeboten bis zur Vermittlung von Reisen gehen.

EXITS

Bringmeister
+++ Der tschechische Investor Rockaway Capital, die hierzulande vor allem durch den Aufkauf von Unister bekannt geworden ist, übernimmt den Lebensmittel-Lieferdienst Bringmeister, der zuletzt zu Edeka gehörte. “Alle rund 260 Arbeits­plätze in Logistik, Einkauf, IT und Verwaltung bleiben erhalten und gehen 1:1 auf den neuen Eigentümer über”, teilen die Unternehmen mit. Bringmeister landete 2017 im Zuge der Übernahme von Kaiser’s Tengelmann bei Edeka. Mit der Übernahme möchte die Private-Equity- und Venture-Capital-Gruppe Rockaway Capital nun den deutschen Markt erobern. Über Erfahrungen im Segment verfügen die Rockaway-Macher: Zur Investmentgruppe gehört auch die Online-Supermarktkette Kosik.cz. In den Markt der Lebensmittel-Lieferdienste kommt somit weiter Bewegung. Aus Tschechien drängt derzeit auch der Online-Supermarkt Rohlik auf den deutschen Markt. Hierzulande tritt das Unternehmen als Knuspr auf. Edeka wiederum ist seit einiger Zeit am deutschen Picnic-Ableger beteiligt. Bereits Anfang 2018 sicherte sich Edeka 20 % am Online-Supermarkt, der ursprünglich aus den Niederlanden kommt.

PODCAST

Insider #97
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Ralf Wenzel, Gorillas, Elmar Broscheit, Flink, Grovy, Project A Ventures, MeetButter, Finway, mim Technologies, Lottie und den  Spac-Boom.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): azrael74

#aktuell, #ardian-growth, #berlin, #bringmeister, #climatetech, #comeco, #coparion, #d2c, #demeter, #eckes-granini, #edeka, #food, #insurtech, #kapten-son, #kloster-kitchen, #knuspr, #koln, #nurnberg, #picnic, #plan-a, #rockaway-capital, #rohlik, #softbank, #stuttgart, #teo, #venture-capital

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#Zahlencheck – Lillydoo wächst um 41,6 % – Verlust liegt bei 8,8 Millionen


Das junge Frankfurter Startup Lillydoo, eine Jungfirma, die Windeln und Feuchttücher verkauft, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Das Rohergebnis lag demnach bei rund 27 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr mit 19,1 Millionen bedeutet dies ein Plus von 41,6 %. “Ursächlich ist im Wesentlichen das Wachstum im DTC-Geschäftsbereich. Das Service-Modell (Abonnements) wuchs im Geschäftsjahr 2019 um 31,5 %”, teilt die Jungfirma mit.

Der Jahresfehlbetrag lag 2019 bei 8,8 Millionen. Im Vorjahr waren es nur 4,8 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Lillydoo bisher 21,4 Millionen. “Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar verschlechtert, dies ist aber insbesondere auf die Effekte der erstmals im Geschäftsjahr 2018 erfassten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge sowie Sonderkosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung zurückzuführen”, heißt es dazu im Jahresabschluss.

Investoren wie Vorwerk Ventures und Sunstone Capital sowie gefühlt die gesamte Berliner Angel-Szene investierten in den vergangenen Jahren zunächst rund 14 Millionen in Lillydoo, das von Gerald Kullack und Sven Bauer geführt wird. Ende November 2019 investierte dann zudem noch Sofina Capital in Lillydoo. Die Belgier sind auch an Drylock, dem Hersteller der Lillydoo-Windeln, beteiligt. Das Investment ist deswegen nicht nur von Seiten Sofina Capital als strategisch zu bezeichnen. Die Kapitalrücklage bei Lillydoo beträgt inzwischen 37,5 Millionen. Das Unternehmen verweist dabei auch auf ein Wandeldarlehen in Höhe von 6 Millionen: “Das Wandeldarlehen wurde im Rahmen der Kapitalerhöhung in Eigenkapital umgewandelt”.

Für 2020 erwartet das Unternehmen “einen weiteren deutlichen Anstieg des Rohergebnisses im oberen einstelligen Millionen Euro Bereich”. Zudem rechnet das Windel-Startup mit “einer deutlich besseren EBITDA-Marge im negativen einstelligen Prozentbereich”. Im vergangenen Jahr waren die Planungen noch anders: “Für das Geschäftsjahr 2020 planen wir mit einem erstmals in der Unternehmenshistorie positiven Jahresergebnis sowie einer positiven EBITDA-Marge”.

Tipp: “Wir sehen uns als erwachsenes, mittelständisches Startup”

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019
* Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2019 das Rohergebnis um 41,6 % bzw. TEUR 7.926 auf TEUR 26.972 deutlich steigern. Ursächlich ist im Wesentlichen das Wachstum im DTC-Geschäftsbereich. Das Service-Modell (Abonnements) wuchs im Geschäftsjahr 2019 um 31,5 %.
* Um das Wachstum 2019 zu realisieren, wurde gezielt in Personalressourcen investiert. Dies spiegelt sich in einer Erhöhung der Personalaufwendungen um TEUR 3.075 auf TEUR 7.018 wider. Im Dezember 2019 beschäftigte LILLYDOO 140 Mitarbeiter (Full-Time-Equivalents “FTE”). Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 105 FTE. Die Personalaufwandsquote hat sich um 3,3 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.
* Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um TEUR 3.947 auf TEUR 8.777 verschlechtert, dies ist aber insbesondere auf die Effekte der erstmals im Geschäftsjahr 2018 erfassten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge sowie Sonderkosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung zurückzuführen.
* Im Geschäftsjahr 2019 war die Gesellschaft bis zur Kapitalerhöhung auch durch Fremdkapital von den Gesellschaftern in Form eines Wandeldarlehens mit einem Nennwert von TEUR 6.000 finanziert. Das Wandeldarlehen wurde im Rahmen der Kapitalerhöhung in Eigenkapital umgewandelt. Die Liquidität des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt gesichert. Die Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt.
* Die Geschäftsführung geht vor dem Hintergrund eines allgemein zu erwartenden Marktwachstums im Bereich der Babypflege, das nach aktuellen Beobachtungen nur leicht durch Covid-19 beeinflusst wird, von folgender Geschäftsentwicklung aus: LILLYDOO erwartet im Geschäftsjahr 2020 einen weiteren deutlichen Anstieg des Rohergebnisses im oberen einstelligen Millionen Euro Bereich.

Lillydoo im Zahlencheck

2019: 27 Millionen Euro (Rohergebnis); 8,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018:
 19,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 4,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 12,1 Millionen Euro (Umsatz); 5,4 Millionen Euro (Rohergebnis); 5,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,6 Millionen Euro (Umsatz); 1,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

#aktuell, #d2c, #frankfurt-am-main, #lillydoo, #reloaded, #zahlencheck

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Everdrop raises $21.8m Series A round led by Felix Capital for its dissolvable cleaning tablet

It’s almost too simple. You get a tablet made of household chemicals that can be dissolved in water which can become a cleaning spray for the kitchen, glass and bathroom, with no need to ship the water it is dissolved into because it literally comes out of your tap. That was the premise of Munich-based startup everdrop and it’s been a hit not just with consumers, but also with investors. It’s now raised an €18m ($21.8m) Series A funding round led by Felix Capital, with participation from HV Capital and Vorwerk Ventures. Everdrop now plans to develop a wider range of sustainable household products and market them across Europe, and eventually the US.

Launched in Dec 2019, the cleaning tablet also removes the need for single-use plastic bottles, thus appealing to environmentally conscious consumers, (unusually for a consumer good company, the startup has 110,000 followers on Instagram).

Everdrop estimates it was able to eliminate over 2.5 million single-use plastic bottles with their tabs.

David Löwe, Co-Founder of everdrop told me in an interview that while it might be possible to clone the company’s formats, it would not be easy to replicate its water hardness calculator: “Plus, the individualizing of the laundry detergent is quite unique. I think there’s no one out there in other countries who are doing that at the moment… But obviously, other companies could potentially do that too.”

Everdrop competes with Grove Collaborative, Blueland and to some extent The Honest Company.

Löwe told me: “If I’m very honest, it would be cool if the other companies would do it because this is something that I’m really convinced about. If we inspire with our success, the big corporations could finally change into more sustainable products.”

As well as the tablet, everdrop now has a range of sustainable laundry detergents, also microplastic-free, which addresses water hardness by tailoring the detergent to the water in the customer’s home area. This means everdrop can save up to 50% of the unnecessary surfactants in the detergent. Laundry detergent is the biggest chemical emitter in private households. Everdrop estimates its approach saves 250 tons of unnecessary surfactants from going into the environment.

Its latest product is a “naked” dishwasher tablet which doesn’t have the plastic wrapper that usually envelops these products.

David Fischer, investor at HV Capital said: “It is incredible how a truly sustainable brand such as everdrop has a similar growth trajectory in its inception year as its D2C peers Hims and DollarShaveClub.”

#chemistry, #cleaning, #co-founder, #d2c, #david-fischer, #dishwasher, #europe, #felix-capital, #honest-company, #laundry, #munich, #tc, #united-states

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It may not be as glamorous as D2C, but beauty tech is big money

Last week, Procter & Gamble (P&G) announced that it was terminating plans to acquire razor startup Billie following a U.S. Federal Trade Commission lawsuit to stop the deal.

Last year, Edgewell Personal Care ditched its debt-heavy $1.37 billion deal for Harry’s, Inc, formerly valued at $1 billion after the FTC sought to block the acquisition.

In addition to these FTC challenges, it is also now becoming clear that relying on VC-subsidized products and celebrating outrageous valuations can be problematic for D2C brands. With a few wonderful and rare exceptions such as Rothy’s (which raised $42 million but was profitable from the beginning and generated $140 million in revenue within two years of launching), D2C unicorns are addicted to the cycle of venture funding to feed growth in order to maintain a high valuation multiple.

The path to profitability has become a more important part of the startup story versus growth at all costs.

This works for a while; however, when the path to profitability appears murky and exit options either don’t appear or only appear from nontech companies with very conservative multiples, the walls start crumbling.

In a WWD article, Odile Roujol, the former CEO of Lancôme who launched venture fund FAB Ventures, said, “Generally speaking, the era of $1 billion valuations for beauty companies is over. The people that struggle have been the companies that spend so much money in just a few years.” She went on to say, “The big corporations now … are not ready to spend $1.2 billion, $1.5 billion on such a brand like Glossier.”

This change in sentiment from acquirers is further fueled by recent research on the challenges of turning hypergrowth companies profitable. In his Harvard Business School case study “Direct to Consumer Brands,” Professor Sunil Gupta wrote, “Acquiring DTC brands is easy for incumbent conglomerates, but making them profitable is challenging. More than three years after Unilever acquired Dollar Shave Club, it was still unprofitable.”

Unilever executives learned that the average cost of acquiring a new customer online was about the same as in stores. David Taylor, CEO of P&G, said his company was still figuring out how to turn recently acquired direct-to-consumer brands into profitable businesses.

Taylor summarized this dilemma, saying, “There are many, many launches that grow fast … a business model that makes money is a higher challenge.” Since making these realizations, incumbent conglomerates will be more cautious when considering the acquisition of hyped D2C brands that raised lots of venture capital.

Beauty tech is a better bet: Meitu and Perfect Corp.

What’s cooler than beauty companies that are (or were) valued at $1 billion? Beauty tech SaaS companies that are worth $5.2 billion at IPO. We don’t hear much about the leading global beauty tech companies such as Meitu and Perfect Corp. because their founders are not celebrity influencers, they don’t have massive Instagram followings here in the U.S. and they are not celebrated in our media. Although their companies are based in Asia and they raised money mostly from Chinese investors, their companies are global successes.

#beauty, #billie, #column, #covid-19, #d2c, #direct-to-consumer, #dollar-shave-club, #ecommerce, #health, #perfect-corp, #procter-gamble, #saas, #startups, #venture-capital

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Extra Crunch roundup: antitrust jitters, SPAC odyssey, white-hot IPOs, more

Some time ago, I gave up on the idea of finding a thread that connects each story in the weekly Extra Crunch roundup; there are no unified theories of technology news.

The stories that left the deepest impression were related to two news pegs that dominated the week — Visa and Plaid calling off their $5.3 billion acquisition agreement, and sizzling-hot IPOs for Affirm and Poshmark.

Watching Plaid and Visa sing “Let’s Call The Whole Thing Off” in harmony after the U.S. Department of Justice filed a lawsuit to block their deal wasn’t shocking. But I was surprised to find myself editing an interview Alex Wilhelm conducted with with Plaid CEO Zach Perret the next day in which the executive said growing the company on its own is “once again” the correct strategy.


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In an analysis for Extra Crunch, Managing Editor Danny Crichton suggested that federal regulators’ new interest in antitrust enforcement will affect valuations going forward. For example, Procter & Gamble and women’s beauty D2C brand Billie also called off their planned merger last week after the Federal Trade Commission raised objections in December.

Given the FTC’s moves last year to prevent Billie and Harry’s from being acquired, “it seems clear that U.S. antitrust authorities want broad competition for consumers in household goods,” Danny concluded, and I suspect that applies to Plaid as well.

In December, C3.ai, Doordash and Airbnb burst into the public markets to much acclaim. This week, used clothing marketplace Poshmark saw a 140% pop in its first day of trading and consumer-financing company Affirm “priced its IPO above its raised range at $49 per share,” reported Alex.

In a post titled A theory about the current IPO market, he identified eight key ingredients for brewing a debut with a big first-day pop, which includes “exist in a climate of near-zero interest rates” and “keep companies private longer.” Truly, words to live by!

Come back next week for more coverage of the public markets in The Exchange, an interview with Bustle CEO Bryan Goldberg where he shares his plans for taking the company public, a comprehensive post that will unpack the regulatory hurdles facing D2C consumer brands, and much more.

If you live in the U.S., enjoy your MLK Day holiday weekend, and wherever you are: thanks very much for reading Extra Crunch.

Walter Thompson
Senior Editor, TechCrunch
@yourprotagonist

 

Rapid growth in 2020 reveals OKR software market’s untapped potential

After spending much of the week covering 2021’s frothy IPO market, Alex Wilhelm devoted this morning’s column to studying the OKR-focused software sector.

Measuring objectives and key results are core to every enterprise, perhaps more so these days since knowledge workers began working remotely in greater numbers last year.

A sign of the times: this week, enterprise orchestration SaaS platform Gtmhub announced that it raised a $30 million Series B.

To get a sense of how large the TAM is for OKR, Alex reached out to several companies and asked them to share new and historical growth metrics:

  • Gthmhub
  • Perdoo
  • WorkBoard
  • Ally.io
  • Koan
  • WeekDone

“Some OKR-focused startups didn’t get back to us, and some leaders wanted to share the best stuff off the record, which we grant at times for candor amongst startup executives,” he wrote.

5 consumer hardware VCs share their 2021 investment strategies

For our latest investor survey, Matt Burns interviewed five VCs who actively fund consumer electronics startups:

  • Hans Tung, managing partner, GGV Capital
  • Dayna Grayson, co-founder and general partner, Construct Capital
  • Cyril Ebersweiler, general partner, SOSV
  • Bilal Zuberi, partner, Lux Capital
  • Rob Coneybeer, managing director, Shasta Ventures

“Consumer hardware has always been a tough market to crack, but the COVID-19 crisis made it even harder,” says Matt, noting that the pandemic fueled wide interest in fitness startups like Mirror, Peloton and Tonal.

Bonus: many VCs listed the founders, investors and companies that are taking the lead in consumer hardware innovation.

A theory about the current IPO market

Digital generated image of abstract multi colored curve chart on white background.

Digital generated image of abstract multi colored curve chart on white background.

If you’re looking for insight into “why everything feels so damn silly this year” in the public markets, a post Alex wrote Thursday afternoon might offer some perspective.

As someone who pays close attention to late-stage venture markets, he’s identified eight factors that are pushing debuts for unicorns like Affirm and Poshmark into the stratosphere.

TL;DR? “Lots of demand, little supply, boom goes the price.”

Poshmark prices IPO above range as public markets continue to YOLO startups

Clothing resale marketplace Poshmark closed up more than 140% on its first trading day yesterday.

In Thursday’s edition of The Exchange, Alex noted that Poshmark boosted its valuation by selling 6.6 million shares at its IPO price, scooping up $277.2 million in the process.

Poshmark’s surge in trading is good news for its employees and stockholders, but it reflects poorly on “the venture-focused money people who we suppose know what they are talking about when it comes to equity in private companies,” he says.

Will startup valuations change given rising antitrust concerns?

GettyImages 926051128

financial stock market graph on technology abstract background represent risk of investment

This week, Visa announced it would drop its planned acquisition of Plaid after the U.S. Department of Justice filed suit to block it last fall.

Last week, Procter & Gamble called off its purchase of Billie, a women’s beauty products startup — in December, the U.S. Federal Trade Commission sued to block that deal, too.

Once upon a time, the U.S. government took an arm’s-length approach to enforcing antitrust laws, but the tide has turned, says Managing Editor Danny Crichton.

Going forward, “antitrust won’t kill acquisitions in general, but it could prevent the buyers with the highest reserve prices from entering the fray.”

Dear Sophie: What’s the new minimum salary required for H-1B visa applicants?

Image Credits: Sophie Alcorn

Dear Sophie:

I’m a grad student currently working on F-1 STEM OPT. The company I work for has indicated it will sponsor me for an H-1B visa this year.

I hear the random H-1B lottery will be replaced with a new system that selects H-1B candidates based on their salaries.

How will this new process work?

— Positive in Palo Alto

Venture capitalists react to Visa-Plaid deal meltdown

A homemade chocolate cookie with a bite and crumbs on a white background

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After news broke that Visa’s $5.3 billion purchase of API startup Plaid fell apart, Alex Wilhelm and Ron Miller interviewed several investors to get their reactions:

  • Anshu Sharma, co-founder and CEO, SkyflowAPI
  • Amy Cheetham, principal, Costanoa Ventures
  • Sheel Mohnot, co-founder, Better Tomorrow Ventures
  • Lucas Timberlake, partner, Fintech Ventures
  • Nico Berardi, founder and general partner, ANIMO Ventures
  • Allen Miller, VC, Oak HC/FT
  • Sri Muppidi, VC, Sierra Ventures
  • Christian Lassonde, VC, Impression Ventures

Plaid CEO touts new ‘clarity’ after failed Visa acquisition

Zach Perret, chief executive officer and co-founder of Plaid Technologies Inc., speaks during the Silicon Slopes Tech Summit in Salt Lake City, Utah, U.S., on Friday, Jan. 31, 2020. The summit brings together the leading minds in the tech industry for two-days of keynote speakers, breakout sessions, and networking opportunities. Photographer: George Frey/Bloomberg via Getty Images

Zach Perret, chief executive officer and co-founder of Plaid Technologies Inc., speaks during the Silicon Slopes Tech Summit in Salt Lake City, Utah, U.S., on Friday, Jan. 31, 2020. The summit brings together the leading minds in the tech industry for two-days of keynote speakers, breakout sessions, and networking opportunities. Photographer: George Frey/Bloomberg via Getty Images

Alex Wilhelm interviewed Plaid CEO Zach Perret after the Visa acquisition was called off to learn more about his mindset and the company’s short-term plans.

Perret, who noted that the last few years have been a “roller coaster,” said the Visa deal was the right decision at the time, but going it alone is “once again” Plaid’s best way forward.

2021: A SPAC odyssey

In Tuesday’s edition of The Exchange, Alex Wilhelm took a closer look at blank-check offerings for digital asset marketplace Bakkt and personal finance platform SoFi.

To create a detailed analysis of the investor presentations for both offerings, he tried to answer two questions:

  1. Are special purpose acquisition companies a path to public markets for “potentially-promising companies that lacked obvious, near-term growth stories?”
  2. Given the number of unicorns and the limited number of companies that can IPO at any given time, “maybe SPACS would help close the liquidity gap?”

Flexible VC: A new model for startups targeting profitability

12 ‘flexible VCs’ who operate where equity meets revenue share

Spotlit Multi Colored Coil Toy in the Dark.

Spotlit Multi Colored Coil Toy in the Dark.

Growth-stage startups in search of funding have a new option: “flexible VC” investors.

An amalgam of revenue-based investment and traditional VC, investors who fall into this category let entrepreneurs “access immediate risk capital while preserving exit, growth trajectory and ownership optionality.”

In a comprehensive explainer, fund managers David Teten and Jamie Finney present different investment structures so founders can get a clear sense of how flexible VC compares to other venture capital models. In a follow-up post, they share a list of a dozen active investors who offer funding via these non-traditional routes.

These 5 VCs have high hopes for cannabis in 2021

Marijuana leaf on a yellow background.

Image Credits: Anton Petrus (opens in a new window) / Getty Images

For some consumers, “cannabis has always been essential,” writes Matt Burns, but once local governments allowed dispensaries to remain open during the pandemic, it signaled a shift in the regulatory environment, and investors took notice.

Matt asked five VCs about where they think the industry is heading in 2021 and what advice they’re offering their portfolio companies:

#cannabis, #d2c, #ecommerce, #enterprise, #extra-crunch-roundup, #finance, #hardware, #payments, #private-equity, #saas, #startups, #tc, #venture-capital

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Why VC funding is falling out of favor with top D2C brands

In 2020, venture capitalists unceremoniously broke up with D2C brands and product-based businesses.

Many watched as the consumer brands in their portfolios rushed to make hefty layoffs and eke out more runway and grew more concerned with their business models.

Some simply monitored the “lackluster” Casper IPO or skimmed articles about Brandless and others “imploding” and started pulling a slow fade on D2C brands — not taking pitches, not following up.

Many product-based brands, as it turns out, are no longer interested in chasing venture capital.

Last year, investors adopted a wait-and-see approach to all new investments and prayed portfolio brands could cut their burn significantly enough, stay relevant and ride things out.

Product-based businesses fell out of favor and venture capitalists, if they did invest last year, mainly focused on AI startups, or companies focused on data collaboration, data privacy and healthcare (mostly founded by men, might I add).

From a distance, it sounds like direct-to-consumer founders were left destitute and desperate for financing, wounded by every slow fade or hard pass, beholden as ever to the whims of Silicon Valley.

But as Hal Koss so eloquently shared in his “DTC playbook” post-mortem, this wasn’t a one-way breakup; this parting of ways is actually mutual. Many product-based brands, as it turns out, are no longer interested in chasing venture capital, playing the “grow-at-all-costs” game and relinquishing partial control to investors, despite the pandemic and the uncertain circumstances many founders find themselves facing.

Through my work running and scaling Bulletin, I’ve followed thousands of product-based businesses ranging from indie beauty brands selling clean serums and cleansers to sex tech companies making couples’ vibrators and foreplay accessories. I’ve followed them on Instagram, in the press and across various platforms, and in many cases, I’ve spoken to their founders directly.

Over the past two years, I interviewed executives at more than 30 women-owned businesses for my upcoming book, “How to Build a Goddamn Empire,” and had long phone calls with dozens of independent brands and makers as Bulletin got a handle on how the pandemic was impacting customers. And I noticed something new and remarkable about what founders want now, in 2021, compared to what they wanted in years past.

Back then, I’d get dozens of cold emails and DMs asking how I successfully raised VC and what the unspoken rules might be. I’d hear from business owners who were considering a raise or gearing up for one. Product-based entrepreneurs approached me at panels or Bulletin events and say they wanted to be the “Glossier for X” or the “Away for Y.” Many younger founders didn’t even know what venture capital really was, but they saw it as symbolic validation for the business, or the only way to get “big.”

Now, brands would rather scrape by than pursue an injection of funding on someone else’s terms; just ask the Gorjana founders or Scott Sternberg. Many brands that saw astronomical growth in 2020, like Rosen, Golde, Entireworld and others that spurred similar growth for Etsy and Shopify are fully bootstrapped businesses, and proudly so.

Some founders I’ve spoken to have even outright rejected offers for investment. A lot of D2C brands are interested in learning about alternative forms of financing like bank loans, lines of credit and crowdfunding, and ask about iFundWomen or Kickstarter, observing the success of other fully crowdfunded brands like Dame and Pepper.

Venture capital, from my vantage point, has lost its sheen for a lot of product-based brands. They’re not destitute and desperate for financing. They’re actually scoffing at the prospect and trusting they can succeed, scale and maintain long-term profitability without swapping equity for cash. They’re tripped up by what they’ve been reading in the media, or they’ve survived or even thrived during COVID, as a fully bootstrapped company, and feel more conviction than ever that the “grow slow” approach is the right move.

They’re reading the same stories about layoffs and tenuous unit economics at massive D2C companies and agreeing with Sam Kaplan that the old playbook — pricey customer acquisition practices, rapid scale, endless rounds of funding — is out of date. It’s 2021 and we’re midpandemic. These brands want to turn a profit.

#column, #crowdfunding, #d2c, #direct-to-consumer, #earnest-capital, #ecommerce, #entrepreneurship, #indie-vc, #startups, #venture-capital

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New venture firm The-Wolfpack takes a fresh approach to D2C startups

The-Wolfpack’s co-founders, Toh Jin Wei, Tan Kok Chin and Simon Nichols

The-Wolfpack’s co-founders, Toh Jin Wei, Tan Kok Chin and Simon Nichols (Image Credit: The-Wolfpack)

The COVID-19 pandemic has hit the consumer, leisure and media companies hard, but a new venture firm called The-Wolfpack is still very upbeat on those sectors. Based in Singapore, the firm was founded by former managing directors at GroupM, one of the world’s largest advertising and media companies, and plans to work very closely with each of its portfolio companies. Its name was chosen because they believe “entrepreneurs thrive best in a wolfpack.”

The-Wolfpack’s debut fund, called the Wolfpack Pioneer VCC, is already fully subscribed at $5 million USD, and will focus on direct-to-consumer companies, with plans to invest in eight to 10 startups. The firm is already looking to raise a second fund, with a target of $20 million SGD (about $14.9 million USD) and above, and will set up another office in Thailand, with plans to expand into Indonesia as well.

The-Wolfpack was founded by Toh Jin Wei and Simon Nichols, who met while working at GroupM, and Tan Kok Chin, a former director at Sunray Woodcraft Construction who has worked on projects with Marina Bay Sands, Raffles Hotel and the Singapore Tourism’s offices.

In addition to providing financial capital, The-Wolfpack wants to build ecosystems around its portfolio companies by connecting them with IP owners, digital marketing experts, content producers and designers who can help create offline experiences. It also plans to invest in startups based on opportunities for them to collaborate or cross-sell with one another.

Toh told TechCrunch that formal planning on The-Wolfpack began at the end of 2019, but he and Nichols started thinking of launching their own business five years ago while working together at GroupM.

“Our perspective on what the industry needed was similar — strategic investors who truly knew how to get behind D2C founders,” Toh said.

The COVID-19 pandemic and its economic impact has hurt spending in The-Wolfpack’s three key sectors (consumer, leisure and media). But it also presents opportunities for innovation as consumer habits shift, Nichols said.

For example, even though consumer spending has dropped, people are still “drawn towards brands that build towards higher-quality engagements,” he said. “There is a real business advantage for D2C brands who’ve recognized this shift and know how to act on it.”

The-Wolfpack hasn’t disclosed its investments yet since deals are still being finalized, but some of the brands its debut fund are interested in include one launched by an Australian makeup artist who wants to scale to Southeast Asia, and an online gaming company whose ecosystem includes original content, gaming teams and studios. The-Wolfpack plans to help them set up a physical studio to create an offline experience, too.

“Typically brands have talked at customers, but it’s become a two-way conversation, and startups who get D2C right have a real potential for exponential growth that’s worth investing in,” said Toh.

#asia, #d2c, #direct-to-consumer, #fundings-exits, #leisure, #media, #singapore, #southeast-asia, #startups, #tc, #the-wolfpack, #venture-capital, #venture-firm

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The joke is on consumers as Liquid Death raises $23 million more

In what began as a kind of funny, savvy marketing stunt that has since gained traction, a nearly three-year-old, Santa Monica-based startup that sells water from the Austrian Alps under the brand Liquid Death, has raised $23 million in Series B funding. Backers in the round include an unnamed family office; Convivialité Ventures, which is Pernod Ricard Group’s venture arm; the musician known as Fat Mike; and earlier backer Velvet Sea Ventures.

The company, originally incubated with the help of the L.A.-based startup studio Science, has now raised a little more than $34 million altogether.

We talked with Liquid Death founder Mike Cessario, who was formerly a West Coast agency exec, not long after he launched the company to the public, and he argued at the time that canned water could give sugary energy drinks like Rockstar, Monster and Red Bull a run for their money if it was also named like a heavy metal act.

Indeed, our favorite part of the product has long been its promise to “murder your thirst.” (It’s water in an aluminum can, after all, so other differentiators are hard to come by.)

Clearly, plenty of other people are amused enough by the company’s inventive marketing that its products are selling, including at Whole Foods. It put the cans on its shelves back in February, around the same time that Velvet Sea led the company’s $9 million Series A round.

Liquid Death also sells at more than 1,000 7-Eleven stores in California, and it sells, as it always has, directly to customers, who can select either mountain water or sparkling water, and buy a T-shirt or hoodie from a growing merchandise store on their way out of its online store.

A 12-pack of tallboys costs $16. A “Hydrate or Die” T-shirt can be had for $26.

#d2c, #ecommerce, #fundings-exits, #liquid-death, #recent-funding, #science, #startups, #velvet-sea-ventures, #venture-capital

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#Hintergrund – Über den großen Millionenrausch im D2C-Segment


In der bunten E-Commerce-Welt – genauer im boomenden Direct to Consumer-Segment – gab es in den vergangenen Jahren einige extrem spannende Exits zu sehen. Und dabei war E-Commerce – bis zur Corona-Krise – zuletzt eher ein Thema, auf das nicht mehr so viele Investoren und Angel-Investoren gesetzt haben. Etlichen Direct to Consumer-Startups gelang es aber dennoch – vor allem über Influencer und Social Media – ihre Zielgruppe zu finden. Eine Zielgruppe, die klassische Marken kaum noch erreichen.

Somit sind diverse Exits an große Unternehmen relativ einfach zu erklären – und auch die hohen Summen, die die Unternehmen dafür gezahlt haben. Im Sommer 2019 etwa sicherte sich Mars die Mehrheit an Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln. Der Kaufpreis soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Noch ganz frisch ist der Verkauf von HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me an Henkel. Das Unternehmen zahlte wohl mehr als 300 Millionen Euro für die drei Marken aus dem Hause Invicible Brands.

Spannend zu sehen ist auch das Netzwerk der erfolgreichen Unternehmen und ihrer Investoren untereinander. Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta etwa unterstützen Fitvia, das zu einer Bewertung von rund 50 Millionen an das Pharmaunternehmen Dermapharm ging. Pascal Zuta und Fitvia-Macher Sebastian Merkhoffer wiederum gehörten auch zu den Geldgebern von Invicible Brands. Lesara-Macher Kirsch und Fitvia-Gründer Merkhoffer gründeten zudem gerade das neue Kosmetik-Startup HappyGlam.

Und Akos Piffko, Ankur Bansal und Sascha Dexler, die zuvor bei Invincible Brands aktiv waren, gründeten 2018 das Berliner Startup Hashtag You. Das Unternehmen positioniert sich als “ambitious brand builder in the field of direct-to-consumer e-commerce”. Momentan ist das Unternehmen unter anderem mit Ava & May (Schmuck und Duftkerzen) unterwegs. TriplePoint Ventures investierte gemeinsam mit Business Angels wie Mario Lebherz, Dirk-Hilmar Kraus, Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller bereits in das junge Berliner Startup.

Seriengründer und Business Angel Kirsch investierte zudem gerade in Yepoda. Beim Berliner Beauty-Startup finden schönheitsbewusste Onliner koreanische Hautpflege, also sogenannte K-Beauty-Produkte. Gründer der Jungfirma sind Sander van Bladel (früher Marketing Director bei Lesara) und Veronika Strotmann (Brand Strategy Director bei Leverate Media). Business Angel Zuta ist zudem gemeinsam mit diversen anderen Angel-Investoren gerade bei salted eingestiegen.

Das junge Berliner Beauty-Startup beschreibt sich selbst als “junge, innovative Kosmetikmarke”. Die Jungfirma, die von Moritz Richter und Florian Karber geführt wird, vertreibt Produkte mit natürlichen Wirkstoffen. Zuta ist zudem auch bei gitti, das gerade von Grazia Equity und btov Partners 3 Millionen bekommen hat, an Bord. In der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” interessierten sich Judith Williams und Dagmar Wöhrl für das Nagellack-Startup, das Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde.

Die Liste mit Investments und Beteiligungen in neue Direct to Consumer-Ideen ließe sich noch “ewig” fortführen. Auffällig ist derzeit ein besonderer Fokus auf Beauty- und Kosmetik-Themen. Dass die Welt der Direct to Consumer aber kein Selbstläufer ist, zeigt das Beispiel Horizn Studios. In den vergangenen Jahren flossen rund 25 Millionen Euro in das Berliner Smart-Luggage-Startup. In der Corona-Krise scheiterte das Unternehmen dann und legte schließlich einen Neustart hin – ohne Investoren.

Spannende D2C-Exits in Deutschland

Alpha Foods
Im Mai 2020 übernahm die belgische Health-Firma Sylphar Alpha Foods, einen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln und veganen Ernährungsprodukten. Das Startup wurde 2015 von Wolfgang Dorfner, der vorher für Google und Facebook gearbeitet hat, gegründet und bis zum kolportierten Millionen-Exit ohne einen einzigen Mitarbeiter betrieben. Vor dem Verkauf soll Alpha Foods zweistellige Millionenumsätze erwirtschaftet haben.

Fitvia
Im Sommer 2019 übernahm das Pharmaunternehmen Dermapharm die Mehrheit an Fitvia (70 %). Die restlichen Anteile behielt Gründer Sebastian Merkhoffer, der das Wiesbadener Startup, das hochpreisige Teesorten verkauft, 2014 gegründet hat. Die Bewertung lag bei rund 50 Millionen Euro. Für den Start von Fitvia, früher als Fittea bekannt, lieh er sich der Firmenlegende zufolge lediglich 500 Euro von seinem Vater. Weiteres Geld pumpten dann Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta in das 2014 gestartete Startup.

Foodspring
Im Sommer 2019 sicherte sich der Food-Gigant Mars die Mehrheit am Berliner Food-Startup Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln, Proteinshakes und Nahrungsergänzungsmittel. Das Food-Unternehmen, das 2013 von Philipp Schrempp und Tobias Schüle sowie Econa gegründet wurde, lieferte seine Produkte damals weltweit in 17 Länder. Der Kaufpreis für Foodspring, früher auch als egg bekannt, soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Investoren waren unter anderem btov Partners und der Medienkonzer Ringier.

Invicible Brands
Der Konsumgüterkonzern Henkel übernahm im August 2020 von Invicible Brands 75 % an den Marken HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me. Henkel zahlte mehr als 300 Millionen Euro dafür. In den zwölf Monaten vor dem Verkauf erwirtschafteten die Marken einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen. Invincible Brands wurde 2015 von Gennadi Tschernow und Björn Keune gegründet. Capital D übernahm 2018 die Mehrheit an der E-Commerce-Schmiede. Zuvor pumpten Pascal Zuta, Stefan Behrens und Sebastian Merkhoffer Geld in das Unternehmen.

JuwelKerze
Die Londoner Private-Equity-Gesellschaft Equi­sto­ne Part­ners Eu­ro­pe übernahm im Frühjahr 2018 das Berliner Startup Ju­wel­Ker­ze an. Das Unternehmen (Schmuck in Kerzen), das 20102 von Martin Werle und Marius Stolarski gegründet wurde, flog vorher jahrelang komplett unter dem Szene-Radar. Equi­sto­ne investiert in der Regel in Unternehmen mit einer Bewertung von 50 bis 500 Millionen Euro. Die Bewertung von Ju­wel­Ker­ze soll damals bei rund 50 Millionen Euro gelegen haben.

Daneben investierte der Nivea-Hersteller Beiersdorf Ende 2019 in das koreanische Hautpflege- und Technologie-Startup LYCL – und wurde dabei laut eigenen Angaben zweitgrößter Gesellschafter. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und betreibt mehrere verschiedene Geschäftsmodelle – darunter eine eigene Hautpflegemarke. Zudem übernahm Beiersdorf im Februar 2020 die Naturkosmetikmarke Stop The Water While Using Me, die 2011 an den Start ging.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #alpha-foods, #d2c, #direct-to-consumer, #e-commerce, #exit, #fitvia, #foodspring, #gitti, #happyglam, #invicible-brands, #juwelkerze, #salted, #venture-capital, #yepoda

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Despite COVID-19, 5 Chicago VCs say region is poised for success

Chicago has a long history of creating industry-leading companies and it doesn’t seem COVID-19 is slowing down the city. TechCrunch surveyed Chicago venture capitalists who remain optimistic despite the current crisis. COVID-19 could be good for Chicago, they told TechCrunch throughout their survey responses.

It’s clear from the responses below investors in Chicago are interested in startups in and out of the city. As explained in the responses, the partners and associates are happy to invest in worthwhile companies no matter where the company is located. That said, they see Chicago as a fantastic place to experience big city life with a much lower cost of living than what’s available in NYC, San Francisco or Seattle.

Here’s who we surveyed:

  • Guy Turner, partner, Hyde Park Venture Partners
  • Constance Freedman, founder and managing partner, Moderne Ventures
  • Katie McClain, partner, Energize Ventures
  • Bess Goodfellow, principal, Hyde Park Angels
  • Rachel Stillman, associate, 7WireVentures

VCs are optimistic that COVID-19 will result in a win for Chicago

Guy Turner sees a possible outcome where Chicago and other cities in the region benefit from the COVID-19 fallout. He said, “In this sense, COVID could reaccelerate Chicago and other midcontinent cities’ startup communities with more availability of talent and cheaper operating costs. Might COVID result in tech flight to ex-urban or suburban communities around the midcontinent, or otherwise in third- and fourth-tier cities around the country?” He later notes this warning: “Related to the 2020 COVID recession, I would expect the availability of local capital for seed and post-seed stage financing to reduce somewhat.”

Constance Freedman of Moderne Ventures notes on COVID-19: “I think Chicago is poised to come out well. The city is affordable to begin with … like 50% more affordable than the West or East Coast hubs … Chicago has long been known for banking, real estate, health care and insurance. I think these sectors and others are poised to do well. The largest opportunity for us (and any major city) is how to close the education gap, which leads to closing the income gap and from there — the sky is the limit!”

Rachel Stillman of 7WireVentures is optimistic, too, in part saying, “We believe that Chicago will remain a technology hub and may actually stand to benefit from the shift to more remote work. As talent recruitment becomes democratized through location-agnostic roles, many of the functions that have been characterized by scarce talent pools (e.g., engineering, data science, product) will benefit from national recruitment capabilities. Additionally, strong candidates that prefer to remain in the Midwest were historically pushed to move to the coasts for career advancement.

Chicago VCs to continue regional and national focus

Nearly all the investors surveyed stressed their firms focus is not on just Chicago, but startups nationwide. None expect COVID-19 to change that mission.

Katie McClain of Energize Ventures said, “We expect to maintain a balance of investing in companies across geographies that are not limited to Silicon Valley. With many more firms going remote and relocating to areas outside of the West Coast since the start of the pandemic, we see a big opportunity for non-Bay Area companies to emerge. We’re excited about what that could mean for cities like Chicago and the Midwest in general.”

Guy Turner sees a similar outcome, noting, “We expect to maintain the same geographic focus after COVID, however, we are likely to be more open to teams and companies with a remote or partially remote working structure. In the past, we mostly avoided ‘virtual’ teams, but the last six months have proven at scale that companies can be innovative and productive with a largely remote culture.”


Guy Turner, partner at Hyde Park Venture Partners

How much is local investing a focus for you now? If you are investing remotely in general now, are you filtering for local founders?

We are geographically focused on the “midcontinent” — in which we include the Midwest, Toronto and Atlanta. We are indeed investing remotely right now, but are maintaining our geographic lens so that we sustain a focused sourcing, talent and co-investing network post-COVID. Early-stage investing is a very personal and network-driven business, so we want to be near and accessible to find and work with the best founders. Focusing on specific geographies has allowed us to do this and will again after COVID. Chicago represents about 40% of our activity historically and will likely continue to.

Long term, do you expect to be more or less locally focused?

We expect to maintain the same geographic focus after COVID, however, we are likely to be more open to teams and companies with a remote or partially remote working structure. In the past, we mostly avoided “virtual” teams, but the last six months have proven at scale that companies can be innovative and productive with a largely remote culture. Most “virtual” companies still have an HQ with several key leaders, and we seek companies that call a city in our geography HQ. The best way we’ve found to filter for the center of mass of a remote or virtually run company is to ask the question, “Where do you hold your holiday party or off-sites?” This usually coincides with the city where one or more founders live.

What do you expect to happen to the startup climate in Chicago longer term, with the shift to more remote work, possibly from more remote areas. Will it stay a tech hub? (Will there be tech hubs? What is a tech hub now?)

We remain optimistic that the decade of progress in Chicago’s march toward “tech hub” status will not be interrupted by COVID. Indeed, it was the higher unemployment and dropping rents of the financial crisis that helped spark the growth of the Chicago startup community, in what is otherwise a fairly traditional and conservative business community. One of the first companies we invested in paid $12/square foot/month in the Chicago Merchandise Mart in 2012. Depending how you count, that space reached $40 to $60/square foot in the 2019 peak.

In this sense, COVID could reaccelerate Chicago and other midcontinent cities’ startup communities with more availability of talent and cheaper operating costs. Might COVID result in tech flight to ex-urban or suburban communities around the midcontinent, or otherwise in third- and fourth-tier cities around the country? The new virtual work trend may enable more of that at the margin, but it’s hard to see it taking off at scale. In the long run, startups will still have to fly to sell their products or have employees fly in for HQ events post-COVID. That means most startups will want to have some center near a top 10 or top 20 airport. Young people (founders, tech talent, etc.) still want to date, experience nightlife and have fun with lots of other young people — i.e., city life.

Are there particular industry sectors that you expect to do uniquely well or poorly, locally?

Chicago has always been a logistics hub and is now becoming a logistics tech hub with companies like FourKites, Shipbob and Forager. COVID highlighted the fragility and importance of our food supply chains, making the role and potential of these companies increasingly visible. This will be good for Chicago and the broader Midwest.

In the short term, what challenges are facing Chicago’s startup scene?

Related to the 2020 COVID recession, I would expect the availability of local capital for seed and post-seed stage financing to reduce somewhat. While we were fortunate to raise our third fund late last year, some of our peer funds were still raising or planning to raise their next fund. A few are likely to come out smaller or to be significantly delayed in their next raise given the effects of COVID on most venture portfolios’ valuations and exit horizons. This means seed and post-seed rounds will probably be harder for local startups to raise for a few years. On the other hand, angel activity remains very strong given the rebound of public markets, and coastal funds continue to show strong interest and deployment in Series A and later in Chicago.

Likewise — as in every other geography — COVID has significantly slowed down the growth of most startups while aiding a small few. Chicago is no exception, though there are some restaurant tech startups (Tock, Chowly, etc.) and logistics startups (FourKites, Shipbob, Forager) that have come out on top. This is my mental model for what the startup opportunity set looks like during COVID versus normal times — but just as true anywhere else as here:

Image Credits: Guy Turner

Less related to COVID, Chicago has always been strong in sales talent but weaker on product and product-led growth talent. This is improving with each successive generation of successful startup outcomes like Grubhub, Cleversafe, Braintree, GoHealth, etc. But it’s a long journey.

Who are some founders (who you’ve invested in or otherwise) that are leaders in the community?

  • Garry Cooper at Rheaply: Series A stage and has been very involved in social justice efforts locally.
  • Amanda Lannert at Jellyvision: late stage and very active angel.
  • Mike Evans at Fixer: co-founder of Grubhub and now runs a startup B-corp.

A lot of Bay Area founders and developers are looking to relocate. Why Chicago or even the Midwest?

The answer is pretty simple. The cost of living in Chicago — in particular housing — is about half or less that of the Bay Area/SF and NYC. If you go to a Minneapolis, Indianapolis or Cincinnati, you’re talking a quarter or a third. If you are starting a startup or a career in tech, that is a massively different paradigm under which to build a nest egg. You just can’t in most major coastal cities. Chicago is also a beautiful place with all the benefits of a top three U.S. city — culture, arts, career opportunities, education, accepting culture, etc.

Constance Freedman, founder and managing partner at Moderne Ventures

I think as a society we do not quite know how COVID is going to impact us all long term but what is becoming clear is that we are going to need to all figure out how to live with COVID for the foreseeable future, which could be many more months or, more likely, years.

What does that mean for the startup scene in Chicago? First, what does it mean for cities broadly? There will be a repositioning of sorts as workplaces everywhere evaluate what “work from home means” and where, when and how we go back to the office.

We are social people and we need social interaction so there will be a return of some kind — how and when is unclear.

Where do people want to live? Data is showing us that migration to the suburbs and second home markets are up — all those millennials who would never buy a home and move to the suburbs are buying homes and moving to the suburbs (or moving back in with their parents as the case may be); moves into the expensive first-tier cities are down. People who say, “Why am I living in a 300 square foot apartment with four roommates in NYC [or SF or insert equally crazy expensive city here] when I can’t even enjoy the city I am in?” are asking the right question. COVID has provided an opportunity for those who are still employed to reassess their quality of life and make changes.

I think this has big impact on the most expensive cities in the world and less impact on the secondary and tertiary markets. Short term, there is not much change but long term, as the Silicon Valley startups expand work-from-home, headquarters may also move.

World-class startups still need world-class feeders, so I don’t expect expansion to reach all that far, but perhaps density or proximity to work becomes less important for those who work there. This may give more cities a change to rise, including Chicago.

So what does this mean for Chicago startup ecosystem? I think Chicago is poised to come out well. The city is affordable to begin with … like 50% more affordable than the West or East Coast hubs. If I live in Chicago I can afford space, I can enjoy my city and I have good transportation if I want to bail out of the city and move to the suburbs. Chicago has a strong ecosystem of universities and capital that can sustain it and may become more appealing to those (tech people and investors) who moved out to go to the coasts in the first place and now realize they don’t need to be there. As people migrate to live where they really want to live, with the lifestyle they want to have, near family they want to be with, they begin to look for more local opportunities and that may bring some great talent back to Chicago and other markets outside of the coasts.

Chicago has long been known for banking, real estate, health care and insurance. I think these sectors and others are poised to do well. The largest opportunity for us (and any major city) is how to close the education gap, which leads to closing the income gap and from there — the sky is the limit!

Katie McClain, partner at Energize Ventures

How much is local investing a focus for you now? If you are investing remotely in general now, are you filtering for local founders?

When we look at investments, we focus on diversifying our portfolio — and that includes diversity across geographies. While we don’t necessarily have a filter for local founders, we are intentional about making sure about half of our investments are in companies outside of the Bay Area. Our portfolio includes startups based in Chicago, Austin, Boston, New Jersey and Switzerland, just to name a few. For us, it’s important to be closer to the customer – and we love it when we can find them close to our hometown. We’ve actually just recently invested in a Chicago-based company that we’re very excited to announce soon, so stay tuned!

Long term, do you expect to be more or less locally focused?

We expect to maintain a balance of investing in companies across geographies that are not limited to Silicon Valley. With many more firms going remote and relocating to areas outside of the West Coast since the start of the pandemic, we see a big opportunity for non-Bay Area companies to emerge. We’re excited about what that could mean for cities like Chicago and the Midwest in general.

From that, what do you expect to happen to the startup climate in Chicago longer term, with the shift to more remote work, possibly from more remote areas. Will it stay a tech hub? (Will there be tech hubs? What is a tech hub now?)

We believe the shift away from traditional tech hubs like New York, Boston and San Francisco presents a great opportunity for Chicago as people are discovering they can be efficient, innovative and collaborative in other pockets of the world. This could play out positively for our city in a number of ways, from creating jobs to enabling new opportunities for investors to back Chicago-based companies. It’s important to note that we believe certain sectors with centers of gravity in Chicago — like energy, industrials and manufacturing – are here to stay. However, how far that reach might extend beyond the Loop and into the broader ecosystem is still a work in progress.

Are there particular industry sectors that you expect to do uniquely well or poorly, locally?

There are several industries that have a particularly strong presence in Chicago — namely finance, renewable energy, manufacturing and industry (it’s no coincidence that Energize plays in a bit of each of these arenas!). On the finance side, I think it is easier for that sector to transition to a more remote, distributed environment. For more asset-based industries like energy, manufacturing and commodities, we see this as more of a challenge. However, the highly distributed nature of our new world is accelerating adoption of digital technologies in these sectors, and this is what we’re most excited about!

For example, a company like Beekeeper, which provides a digital communication and collaboration tool for frontline workers, presents a compelling value proposition for energy and industrial businesses in Chicago that have had to entirely alter on-the-ground operations due to COVID-19. Another example of this is a drone software provider: DroneDeploy has seen five times as many flights among its energy customers this year given the spike in demand for remote services. There is a strong presence of “essential” industries in Chicago that we believe are here to stay, but how they operate will be different — and that is where technologies like these can play an important role in shaping the future of work and driving innovation.

In the short term, what challenges are facing Chicago’s startup scene?

Not having as strong of a reputation for its startup scene as cities on the coasts, Chicago can sometimes be overlooked by big-name investors who tend to stay local. In addition, now that many coastal VCs are retrenching, early-stage Chicago companies that would typically rely on them will need to find other sources of capital to fill the gap. That said, it’s more important than ever to raise awareness about rich and diverse startup ecosystem we’ve developed here.

Who are some founders (who you’ve invested in or otherwise) that are leaders in the community?

We haven’t invested of any of these founders, but if you would like intros we could possibly arrange: Jennifer Holmgren (LanzaTech), Matt Silver (Forager), Michael Polsky, the leading local energy entrepreneur who founded Invenergy (our anchor investor) and chairs Energize’s investment committee.

A lot of Bay Area founders and developers are looking to relocate. Why Chicago?

Chicago offers access to a high-quality, diverse pool of corporates and potential customers, particularly in industries like energy, critical infrastructure and manufacturing that are beginning to adopt emerging technologies at an accelerated pace. You also can’t beat those Midwestern values — stereotypes aside, we’re proud to be among neighbors who bring a grounded, get-it-done mentality! We believe Chicago is the perfect nexus of talent, grit and opportunity upheld by a committed community of investors and operators.

Any other thoughts you want to share with TechCrunch readers?

Energize is very bullish about the digital transformation we see happening right now. Companies in established industries are adopting technologies faster than ever before, and that’s not constrained to the West Coast. The core of our thesis is “accelerating digital innovation in energy and heavy industry,” and we’re seeing that play out across the globe. Innovation at scale is happening right here in Chicago, and we’re excited to be a part of that ecosystem. Lastly: If you’re building a company that provides software or business model innovation to help propel this exciting transformation, we’d love to hear from you!

Bess Goodfellow, principle at Hyde Park Angels

How much is local investing a focus for you now? If you are investing remotely in general now, are you filtering for local founders?

HPA focuses on the Midwest, so the pandemic hasn’t altered that focus; however, we certainly have engaged remotely with entrepreneurs more than before. We’ve completed 13 new deals this year already. Three deals were announced the past few weeks (Chowbus, Cohesion and Dispatch) and another new deal will be announced next week.

Long term, do you expect to be more or less locally focused?

The same.

What do you expect to happen to the startup climate in Chicago longer term, with the shift to more remote work, possibly from more remote areas. Will it stay a tech hub?

Absolutely. The macro trends are favoring many of the tech companies helping to accelerate growth, which is essential for the health of the tech community. We are optimistic that the companies that are hitting headwinds will be supported by those growing rapidly. Thankfully, we are seeing that already in our portfolio.

Are there particular industry sectors that you expect to do uniquely well or poorly, locally?

Digital health, direct-to-consumer and e-commerce are doing really well in Chicago.

Any other thoughts you want to share with TechCrunch readers?

We’ve seen recent success with Sprout Social and GoHealth going public. Other Chicago-affiliated companies like Tempus, Livongo and FourKites are emerging as clear industry leaders in their respective categories. We expect to see more of our portfolio and those throughout Chicago continue to do what hardworking Chicagoans do, and fight through this pandemic to emerge even stronger!

Rachel Stillman, associate at 7WireVentures

How much is local investing a focus for you now? If you are investing remotely in general now, are you filtering for local founders?

We have been and remain supporters of the Chicago community and continuously advise and meet with entrepreneurs in this ecosystem. With that said, we continue to have a national geographic focus as we are interested in growing great founders and teams first and foremost.

Long term, do you expect to be more or less locally focused?

Our focus long term with regard to local investments will remain the same, and we will continue to be actively engaged and supportive of the Chicago early-stage health care and technology ecosystem. We acknowledge that travel restrictions and adherence to social distancing guidelines may inhibit our ability to conduct onsite visits with founders outside of our local market, but we will continue to be creative about conducting remote diligence of management teams.

From that, what do you expect to happen to the startup climate in Chicago longer term, with the shift to more remote work, possibly from more remote areas. Will it stay a tech hub? (Will there be tech hubs? What is a tech hub now?)

We believe that Chicago will remain a technology hub and may actually stand to benefit from the shift to more remote work. As talent recruitment becomes democratized through location-agnostic roles, many of the functions that have been characterized by scarce talent pools (e.g., engineering, data science, product) will benefit from national recruitment capabilities. Additionally, strong candidates that prefer to remain in the Midwest were historically pushed to move to the coasts for career advancement. Decentralized (and remote) work will now allow for more investment in Chicago talent, both in recruitment efforts and capital investments. Chicago will continue to have strong universities and innovation ecosystem drivers — 1871, Matter Health, the Polsky Center for Entrepreneurship — that will produce and attract exciting technology companies. Entrepreneurs will still seek a sense of community and a place to ideate and engage with like-minded creators, and Chicago will continue to fulfill that need within the technology ecosystem.

Are there particular industry sectors that you expect to do uniquely well or poorly, locally?

We have seen a rise in the quantity and growth of companies across digital health and health care IT. Exits and liquidity events of successful digital health companies such as Livongo will drive a new wave and generation of technology founders equipped with capital and domain expertise. Ecosystem aggregators and incubators such as Matter Health will continue to support early growth from ideation to creation of healthcare solutions. Therefore, we remain bullish on the local healthcare ecosystem and believe it has yet to reach its full potential.

In the short term, what challenges are facing Chicago’s startup scene?

Historically, Chicago has received a lower amount of venture capital dollars relative to competing major metropolitan cities. With less initial funding, founders in Chicago may focus more on pragmatically growing companies with financially sound strategies (versus the “growth at all cost” mentality of the coasts). Additionally, less capital makes it harder to recruit talent in some cases, as companies located in coastal cities may have the financial resources to offer very attractive packages, particularly to technologists, who then will leave the Chicago market. Given the workforce changes driven by COVID-19, we have started to see a shift in companies’ willingness to recruit from remotely located talent pools. Companies located in coastal markets with deeper capital pools will be able to afford to pay a higher premium for quality talent in Chicago, enabling these top talent recruits to remain in the city. Over the past two years, Chicago has attracted an increased amount of venture dollars and incited the development of new venture firms and additional funds, with venture capital deployed to Chicago companies exceeding $2 billion in 2019. With Chicago reported to be one of the strongest cities for venture capital returns, we believe that firms seeking opportunities to maximize ROI will continue to invest in Chicago and further fuel the growth we’ve observed in the city.

Who are some founders (who you’ve invested in or otherwise) that are leaders in the community?

There are several prominent founders across the Chicago startup community; we have highlighted two across our portfolio but note that these alone certainly do not capture the full market of founders across this highly impressive ecosystem.

Across 7wireVentures investments, Stephen Smith, founder and CEO of NOCD, is a leader we are incredibly proud to have within our portfolio. Faced with the challenges of receiving appropriate obsessive compulsive disorder (“OCD”) treatment himself, Stephen was inspired to found NOCD, a specialty telehealth platform that identifies and manages people with OCD by delivering personalized therapy. In addition to servicing people with NOCD, the company has scaled to create high-profile local jobs in the Chicago market and the Midwest.

Additionally, we are incredibly proud of two of our co-founders, Dave Jacobs and David Greenberg, who built and scaled Homethrive alongside our team through the 7wireVentures hatch model. Homethrive is a tech-enabled platform supporting aging-in place by providing seniors and their caregivers personalized insight, advice and validated resources for key nonclinical services. The company has created over 40+ jobs in Chicago and supported hundreds of family caregivers across Chicago, the Midwest, and the country. The “Dave’s” (as they are referred to at 7wire) have been pivotal in the ideation, development and successful growth of the company.

I would also be remiss not to mention my long-time business partner, Glen Tullman, executive chairman and founder of Livongo. Despite the success we have had over the years exiting multiple companies, Glen and I both have committed to remain in Chicago, a city and technology ecosystem we both believe in. Glen has committed his career to improving the safety, empathy and efficiency of the U.S. health care system. His vision and efforts to bring together health and technology were pivotal in scaling Livongo to what is now a $13 billion+ company and as a result, created hundreds of jobs across the Chicago health care and technology ecosystem.

A lot of Bay Area founders and developers are looking to relocate. Why Chicago?

While other major cities may offer a concentrated hub of technology experts, Chicago uniquely embodies the culture of strong “Midwestern work ethics.” The city attracts and grows talent pools influenced by Midwestern values and humility, with an unwavering willingness to work thoughtfully. As a result, the Chicago technology community is tightknit but still welcoming to outsiders, and deeply values collaboration and shared ideation. For founders and developers looking to relocate, Chicago offers a community of bright-minded individuals at a cost of living discount relative to its large metropolitan city companions.

In addition to the strong culture, Chicago offers a unique talent pool characterized by a combination of corporate-bred individuals bringing institutional knowledge, and a growing pipeline of employees raised in startups. Illinois is home to 66 of the Fortune 500 companies (the number four state in the U.S.), while a new wave of successful Chicago-based technology companies have complemented the candidate pool with technology talent from the likes of Salesforce, Groupon, Livongo, Grubhub and Braintree.

Finally, founders located in Chicago stand to benefit from the proximity and local access to their target customers, many of which are not residing in the coastal cities but here in the Midwest. In the early stages of building a company, it is fundamental to intimately understand and know the problems of your customer. There is no better strategy to learn and share the values of your target clients than to live among them in the Midwest.

#chicago, #coronavirus, #covid-19, #d2c, #ecommerce, #investor-surveys, #manufacturing, #startups, #tc, #telehealth, #venture-capital

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Eric Hippeau discusses D2C growth, brand value and advice for early-stage founders

Eric Hippeau is the founding partner at Lerer Hippeau Ventures, whose portfolio companies include the likes of Axios, BuzzFeed, Casper, Warby Parker, Allbirds, DocSend, Fundera, Everlane, Giphy, Genius and the recently acquired fitness company Mirror.

It would not be an overstatement to say that Hippeau is well-positioned to discuss startups across a wide spectrum of industries, from media to D2C to telehealth to edtech. We spoke with Hippeau for a full hour on a recent episode of Extra Crunch Live to discuss all of the above and get his tactical advice for early-stage startups looking to catch their break.

Below, you’ll find a video of the entire episode and highlights from our conversation. Enjoy!

Advice for super-early-stage founders

As much as you can, in terms of timing and resources, build something. Don’t just talk about building something. Build it. It’s not gonna be perfect, and it might not work the way you might do, but build it because that will give me, as a VC, an indication of what you’re trying to accomplish. It also tells me a lot about you, and that that this is something that you really care about. You’re going to ask your family, and even ask your friends, and you’re going to get resources any way you can because it’s that important to you. And, the product that you build, while not perfect by any of stretch of the imagination, will go a long way for us to figure out what it is.

On the growth of direct-to-consumer

#covid-19, #d2c, #ecl, #ecommerce, #eric-hippeau, #extra-crunch-live, #lerer-hippeau-ventures, #startups, #tc, #venture-capital

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The road to recurring revenue for hardware startups

If you look at the most successful startups today, you’ll find plenty of proof that the hardware-enabled service (Haas) model works: Peloton, Particle, Latch and Igloohome all rely on subscriptions along with product sales. Even tech giants like Apple are rapidly reinventing themselves as service companies.

Yet, if you currently rely on device sales, the prospect of changing your entire business model might seem daunting.

At Minut, we are building smart home monitors (privacy-safe noise, motion and temperature monitoring) and recently made the transition despite the lack of resources on the process. Here are the seven lessons we learned:

  1. It is a question of when  —  not if.
  2. The transition will have company-wide impact.
  3. Your current and future target audience may differ.
  4. Price should reflect the value for the customer. Your revenue should grow with theirs.
  5. Avoid your free offer competing with your premium ones.
  6. Be transparent (internally and externally) about the changes. Over-communicate.
  7. Start the process early, check regularly with your team and set measurable targets.

Why subscriptions are the future of industry (and your startup)

Hardware has one advantage over software: customers understand there is a cost to your product. Now, this allows hardware startups to generate revenue with their first iteration, but it’s unsustainable as the company grows and needs to innovate: the software and user experience need continuous improvement and excellent support, just like in a software-only startup.

That’s why we see most hardware startups eventually launching a subscription model and limit what’s available for free. Even established companies  —  think Strava or Wink  —  often end up having to radically limit free features after years of operations.

Experienced founders and financial markets favor subscription models and recurring revenue. Market valuation multiples are typically much higher for companies that benefit from service revenue in addition to sales.

#b2c, #column, #d2c, #ecommerce, #extra-crunch, #gadgets, #haas, #hardware, #hardware-as-a-service, #health, #market-analysis, #startups, #tc

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#Interview – Ein Startup, das mit Socken Millionen umsetzt


Bei Snocks können Onliner seit 2016 insbesondere Socken kaufen. Anfangs setzen die Gründer Johannes Kliesch und Felix Bauer voll und ganz auf Amazon. Inzwischen haben sich die Mannheimer Cousins vom E-Commerce-Giganten losgelöst. Das junge Unternehmen sieht sich als Direct to Consumer Brand. Derzeit wirken 15 Mitarbeiter für das Startup. Der Umsatz lag zuletzt im “hohen einstelligen Millionenbereich”.

“Obwohl man es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht denken würde, ist unser Geschäftsmodell sehr IT-lastig. Bei uns geht es weniger um Mode oder Handel, sondern um Performance Marketing. Dadurch sind wir abhängig von einer effizienten und funktionierenden IT-Infrastruktur. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Außenwahrnehmung von unserem Geschäftsmodell stark von unseren täglichen Arbeitsinhalten”, sagt Gründer Kliesch.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Snocks-MAcher außerdem Kliesch über Aufklärungsarbeit, Produkt-Flops und Kaffee.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Snocks erklären?
Oma, Opa – wir verkaufen Socken im Internet. So erkläre ich es tatsächlich den meisten Menschen, die mich danach fragen.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Ja, auf jeden Fall. Wir sind mit Amazon FBA gestartet, jetzt sehen wir uns viel mehr als Direct to Consumer Brand. Dadurch hat sich auch unser Produktsegment verlagert. Wir schauen nicht mehr nur, was bei Amazon gut läuft – sondern agieren viel mehr markenbezogen und brand-driven.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Auch für uns ist die weltweite Corona-Krise eine turbulente Zeit. Es war sehr windig, wir konnten unsere Segel jedoch rechtzeitig adjustieren. Beispielsweise sind die Preise für Facebook-Werbung stark gesunken. Viele Startups waren hiervon verunsichert, wir hingegen haben das Ad-Budget richtig hochgefahren.

Hat das funktioniert?
Dadurch konnten wir auch während der Corona-Krise stabile Umsätze erzielen. Wir haben außerdem schnelle Aufklärungsarbeit geleistet und den Kunden kommuniziert, dass alle in unserem Shop bestellten Waren rechtzeitig rausgehen. Insgesamt gehen wir gestärkt aus der Krise hervor.

Wie ist überhaupt die Idee zu Snocks entstanden?
Felix und ich sind Cousins und entwickeln seit Kindertagen – mehr oder weniger erfolgreiche – Geschäftsideen. Damals wollten wir zum Beispiel eine eigene Gärtnerei eröffnen. Im Jahr 2016 war ich eines Tages verzweifelt auf der Suche nach qualitativ hochwertigen und rutschfesten Sneaker Socken. Als Felix und ich auch online kein passendes Produkt fanden, entstand die Idee zu Snocks.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell ist ein klassisches D2C – Direct to Consumer – Modell. Wir beziehen die Waren, steigern deren Wert durch Marketingmaßnahmen und verkaufen sie mit Profit an unsere Kunden. Obwohl man es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht denken würde, ist unser Geschäftsmodell sehr IT-lastig. Bei uns geht es weniger um Mode oder Handel, sondern um Performance Marketing. Dadurch sind wir abhängig von einer effizienten und funktionierenden IT-Infrastruktur. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Außenwahrnehmung von unserem Geschäftsmodell stark von unseren täglichen Arbeitsinhalten.

Wie hat sich Snocks seit der Gründung entwickelt?
Zunächst haben Felix und ich alles neben unserem dualen Studium gestemmt. Wir konnten über Amazon FBA frühe Erfolge und überraschend hohe Umsätze erzielen. Dadurch wurden wir etwas übermütig und mussten einige Rückschläge und Produkt-Flops einstecken. Wir haben uns nicht entmutigen lassen und wurden dafür durch wieder steigende Umsätze belohnt. Daraufhin haben wir unser Produktportfolio erweitert und unsere Amazon Listings immer weiter optimiert. So wurde irgendwann auch Amazon auf uns aufmerksam und machte uns zum Gesicht ihrer der Global Sellers Kampagne.

Welche Auswirkungen hatte das?
Dadurch stieg unsere Markenbekanntheit, was sich natürlich positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hat. Seitdem wächst unser Umsatz Jahr für Jahr und wir stellen viele Mitarbeiter ein, Felix und ich können dieses Geschäftsvolumen schon lange nicht mehr alleine stemmen. Mittlerweile sind wir durch unseren Onlineshop und ein eigenes Lager unabhängiger von Amazon, wobei wir auch weiterhin dort Produkte verkaufen. Heute sind wir mit einem starken Team von Experten, qualitativ hochwertigen Produkten und einer hohen Markenbekanntheit gut aufgestellt – natürlich ist aber immer Luft nach oben.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Snocks inzwischen?
Heute beschäftigen wir 15 Mitarbeiter in Vollzeit sowie einige Aushilfskräfte und Studenten. 2019 konnten wir einen Umsatz im hohen einstelligen Millionenbereich erzielen, wofür wir sehr dankbar sind. Eines unserer Highlights aus dem Jahr 2019 war die Wahl zum Amazon Verkaufspartner des Jahres. Seit kurzem gibt es unseren Shop auch auf französisch, weil wir neue Märkte erschließen wollen.

Euer Firmensitz ist Mannheim. Was macht den Reiz der Startup-Szene in der Stadt aus?
Wir sind fest in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar verwurzelt. Viele unserer Mitarbeiter, inklusive Felix und mir, haben ihre Jugend hier verbracht und hegen deshalb eine besondere Beziehung zu Mannheim. Neben einer – zumindest vor der Corona-Krise – aufstrebenden Gastro-Szene gibt es hier einige Startups im Textil- und Modebereich. Wir kennen eigentlich fast alle Gründerinnen und Gründer aus der Region, viele schauen regelmäßig auf einen Kaffee vorbei. Mannheims Gründerszene überzeugt mit Vielfalt, Kreativität und einem lässigen Vibe.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Eine Zeit lang hat bei uns stark der Fokus gefehlt. Wir waren etwas naiv und dachten: Wenn es mit Socken klappt, dann funktioniert das Modell auch mit zahlreichen anderen Produktkategorien. Deshalb haben wir mehrere Firmen gegründet, was nach hinten losging. Auch den US-Markt sind wir falsch angegangen und konnten deshalb nicht wie gewünscht vom Markteintritt dort profitieren.

Was genau habt ihr den USA falsch gemacht?
Wir sind den Markt zu überhastet angegangen, ohne uns intensiv mit dessen Besonderheiten auseinanderzusetzen. Wir haben einfach das in DACH erfolgreiche Modell wiederverwendet und haben uns zu wenige Gedanken darüber gemacht, welche Produkte und Marketingmaßnahmen in den USA funktionieren. Deshalb ging dieser Schritt ordentlich nach hinten los.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir haben den hohen Bedarf und das mangelnde Angebot an qualitativ hochwertigen Sneaker Socken früh erkannt und diese Marktlücke schnell gefüllt. Durch die Wahl von Amazon FBA als Vertriebskanal konnten wir mit nur zwei Personen nebenberuflich in recht kurzer Zeit ein großes Geschäft aufbauen. Eine gute Entscheidung war außerdem, neben Socken auch Boxershorts in das Portfolio aufzunehmen. Diese verkaufen sich mittlerweile sogar besser als unsere Socken. Außerdem haben wir ein gutes Gespür für Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram und LinkedIn, die wir effektiv zum Markenaufbau und für Werbung nutzen.

Wo steht Snocks in einem Jahr?
Hoffentlich im eigenen Café mit doppelt so vielen Mitarbeitern und immer noch viel Spaß bei der Arbeit!

äöäöääö

#aktuell, #amazon-fba, #d2c, #direct-to-consumer, #e-commerce, #interview, #mannheim, #reloaded, #snocks

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Mexico City’s Jüsto raises a $12 million bridge round for its delivery-only grocery stores

Jüsto, the Mexico City-based, delivery-only grocery store chain, has raised another $12 million in financing as it looks to expand its now pandemically relevant business of “dark stores” across the country.

The COVID-19 pandemic is changing consumer habits and increasing the use of delivery services across the world, and consumers in Mexico are no different.

A recent Nielsen study cited by the company found that 11 percent of respondents had purchased fresh food online for the first time in 2020, as lockdowns in cities across the world restricted movement for everyone but essential workers — with 70 percent of those surveyed saying they’d do it again within the year.

“Despite Covid-19 dramatically accelerating the curve of adoption of e-commerce, the penetration rate of e-grocers is still less than 1 percent,” in Latin America, according to Jüsto founder and chief executive, Ricardo Weder, in a statement. “That means there’s an enormous opportunity—and all the right conditions—to disrupt the grocery industry in Latin America.”

With the new bridge round, Jüsto’s financing has hit just over $20 million in less than a year. Part of that can be attributed to the pedigree of the company’s founder.

Weder was instrumental in Cabify’s growth in Latin America, according to Rodolfo Gonzalez, a partner at Foundation Capital, which led the firm’s investments into Jüsto. Gonzalez also saw the opportunity in the company’s business model.

“We’ve seen that type of model of warehouse and D2C for groceries be very successful in other geographies,” Gonzalez told Crunchbase, when Jüsto announced its previous $10 million seed round. “But that model didn’t quite exist in Mexico yet.”

Other investors in Jüsto’s round include Mountain NazcaFEMSA VenturesQuiet Capital, and 500 Startups.

The Mexican company prides itself on selling both local and international brands in categories, including fresh produce, dry goods, personal hygiene and beauty care, home and cleaning goods, beverages, organic food, and pet supplies.

“We have these darkstores and hold the delivery,” says Manolo Fernandez, a spokesperson and member of Jüsto’s founding team. “At traditional supermarkets the fill rates are lower and the product is less fresh. One of our core tenets is to reduce waste. We don’t have fruits and vegetables sitting outside in the store.”

Jüsto also claims that its prices come in at roughly equivalent to those of a regular supermarket. The company has delivery options ranging from express delivery, same day, and next day delivery.

The company isn’t the first startup to look at unused real estate and internet shopping habits and see an opportunity.

Darkstore is a company that has raised nearly $30 million to convert empty space into third-party fulfillment centers. Istanbul’s Getir, which recently raised $25 million from Sequoia’s Michael Moritz, is doing the same thing. And Samokat has adopted a similar strategy in Russia, promising over 3,000 SKUs and an under-45-minute delivery time fulfilled via their urban darkstores.

These companies are focused on being third-party logistics players for delivery rather than creating their own brands, but Jüsto shows that there’s an opportunity for purpose built direct to consumer grocery businesses to use the same infrastructure and create actual brand loyalty.

We have the technology, talent, and infrastructure to scale our expansion to more cities in Mexico and begin our international expansion, beginning with Colombiam” Weder said. 

#d2c, #darkstore, #e-commerce, #food-and-drink, #istanbul, #justo, #latin-america, #mexico, #mexico-city, #michael-moritz, #nielsen, #organic-food, #sequoia, #tc

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How D2C brands are holding up during the pandemic

A lot has happened during the COVID-19 lockdowns in terms of human behavior.

E-commerce seems to have grown at the same rate in the last two months as it did in the last seven years. PipeCandy has been analyzing the segments within e-commerce that stand to gain the most with this “once in a generation” change.

Image Credits: PipeCandy

One segment that has dominated the news and the M&A cycles within e-commerce is direct-to-consumer. The segment moved from being a disruptor of old-guard CPG companies to a channel strategy that every CPG company is now embracing. With lackluster IPOs of the likes of Casper, the closing of disruptor brands like Brandless and Walmart’s decision to not pursue D2C acquisitions, the era of hyper-funded digital natives is over.

So what’s up with digital natives now? How has COVID-19 played out for the segment?

Firstly, a comparison that some of you may not take very kindly. We are comparing actual retail sales from the U.S. Census Bureau with unique visitors from our sample of nearly 1,000 digital native brands. The directionality alone tells the story, even if we can’t compare the same metrics.

Image Credits: PipeCandy

What’s interesting about furniture is that people are buying storage units and shelves and tables for their home offices. Also, they are spending on mattresses. The rest of the furniture categories aren’t finding traction. That said, this observation is limited to D2C.

Now let’s see some D2C categories and their traffic growth trends over different slices of time.

Image Credits: PipeCandy

What you see above is a set of D2C category median growth rates of April 2020 compared to average growth rates in various time slices in 2019. We took April 2020 as the anchor month and compared against (1) the monthly average for every brand in the previous year and, (2) the month where they had the peak traffic.

The idea was to see not just whether these brands grew in April 2020 but also to see if they hit their peaks they hit in 2019. We have a few other cuts in our report (Q1 2019 versus Q1 2020, accounting for launch PR-linked peaks, etc.).

Fitness, pets and grocery registered healthy growth compared to 2019 averages, while the declines in furniture, apparel and kids have been minimal (when compared to the carnage we see in retail). But, when we see the data cut for peak 2019 versus April 2020, we see fitness and pets as categories have been resilient. We are still not back to the glory days of D2C in several other categories. Several categories and companies have been having a second lease of life. So what seems like a jaded performance when compared to the peak of 2019 is actually good news for several brands. They’d have been counted out but for COVID-19.

One way to truly size up the impact of COVID-19 is to look at the traffic numbers of these brands in 2019 and project the trends for 2020 assuming it would be a normal world from the vantage point of December 2019 and compare them with how things actually panned out between January and April 2020. We did consider and account for blips in numbers due to launch/PR activities in our forecasting model. The more positive the deviation is of the actual from the forecast, the better the category is doing.

I can only hypothesize that a certain virus caused the change in the trajectory.

Without, further ado, here is what we found:

Image Credits: PipeCandy

Kids, cookware and kitchen tools, apparel, fine jewelry, fashion, women’s health, mattresses, furniture and skincare actually deviated negatively from the forecast. This is not to say that these categories declined. We are actually saying that these categories didn’t keep up with the growth trends they orchestrated in 2019. That said, the devil is in the details. For instance, within furniture, there is a category of D2C brands that sell shelves and office furniture. Consumers did invest in them heavily, presumably to allow participants in the Zoom call to absorb more the titles of the books stacked in those shelves than from the calls themselves.

Wine/spirits, grocery, fitness, baby care, pets and nutraceuticals did better than anticipated. Basically, anything that helped numb the reality (alcohol), sweeten the reality (food), distract from the reality (baby care and pets), survive the reality (fitness) or hallucinate an alternative reality (nutraceuticals) did well.

A summary of our findings (free) and a detailed report on the impact of COVID-19 on direct-to-consumer brands (behind paywall) can be found on PipeCandy’s website.

I will leave you with another interesting conclusion we arrived at, through further research that is currently underway: The spotlight category in e-commerce is not direct to consumer — it is the mid-market and large pure-play e-commerce companies. It is one segment where the compounded quarterly growth rate of active companies is better than the 2019 average.

We will have more to share in the coming weeks, so stay tuned!

#column, #coronavirus, #covid-19, #d2c, #e-commerce, #ecommerce, #retailers, #tc, #trade

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Forerunner Ventures’ Kirsten Green demystifies the COVID-19 consumer

“In general, the consumer has proven to be more resilient than I would have thought,” said Kirsten Green, founder of Forerunner Ventures, which has investments in breakout D2C stars like Glossier, Hims and Bonobos.

She joined us for an Extra Crunch Live conversation to help us better understand buying habits in the COVID-19 era. With tens of millions out of work and uncertainty all around, people are spending less, but Green showed up with a healthy dose of optimism — while acknowledging that her worst-case scenario planning was wrong.

Her top-line advice for companies

Take a cautious approach, be prepared to make hard decisions, but be thoughtful about that. Don’t just make a knee jerk-reaction, which is “this is the apocalypse, we all need 36 months of runway, fire half your staff and go to the bunker.” I think the biggest opportunity for companies right now in many ways is to create value by demonstrating their flexibility.

#coronavirus, #covid-19, #d2c, #direct-to-consumer, #dtc, #ecl, #ecommerce, #events, #extra-crunch, #extra-crunch-live, #forerunner-ventures, #glossier, #growth-and-monetization, #kirsten-green, #startups, #tc, #venture-capital

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Extra Crunch Live: Join Kirsten Green for a Q&A next Thursday at 8 a.m. ET/11 a.m PST/6 p.m. GMT

Last month, the Extra Crunch Live team hosted conversations with folks from all over the venture community that ranged from the pre-seed world with Charles Hudson to shark territory with Mark Cuban. We’re starting off May with a packed agenda, including talks with Hunter Walk of Homebrew and Kirsten Green of Forerunner Ventures. 

Kirsten Green is one of the most respected VCs in the country, with investments in Bonobos, BirchBox, Dollar Shave Club, Glossier, Outdoor Voices, Rockets of Awesome, Hims and Modern Fertility. 

TechCrunch’s Jordan Crook and Natasha Mascarenhas will host the chat with Green and talk about how D2C is changing amidst the coronavirus pandemic. We’ll get into the opportunities ahead for consumer brands, advice she’s giving portfolio companies and how to spot a breakout company. Extra Crunch members can also ask their own questions, so come prepared! 

Green founded Forerunner Ventures in 2010 and has already seen a number of high-profile exits. One of the firm’s first checks went to Dollar Shave Club, which sold to Unilever for $1 billion in 2016. We’ll ask if her investment appetite has changed, which sectors she’s newly bullish on and what metrics are now more important than ever when pitching her. Of course, we’ll get the record on if Forerunner is open for business right now — but we have a feeling it is. 

Kirsten is a founding member of the female mentorship collective All Raise, so expect some conversation on how the landscape is changing for underrepresented founders. 

If we have time, we’ll get into influencer culture, misconceptions about D2C and how founders should think about pitching Green. 

During the call, audience members are encouraged to ask questions. We’ll get to as many as we can, but you can only participate if you’re an Extra Crunch member, so please subscribe here

Extra Crunch subscribers can find the Zoom Link below (with YouTube to follow) as well as a calendar invite so you won’t miss this conversation.

#bonobos, #d2c, #dollar-shave-club, #events, #extra-crunch, #extra-crunch-live, #forerunner-ventures, #kirsten-green, #market-analysis, #outdoor-voices, #startups, #tc, #unilever, #venture-capital

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