#DealMonitor – Razor Group übernimmt HappyPo – Phenom kauft Talentcube – Carvolution bekommt 15 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 25. Februar werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Carvolution
+++ Ringier Digital Ventures und Francisco Fernandez, Gründer von Avaloq, investieren gemeinsam mit den Altinvestoren Redalpine und Armada Investment 15 Millionen Franken in das Schweizer Startup Carvolution. Das Auto-Abo-Startup aus Bern wurde 2018 von Olivier Kofler, Luis Wittwer, Léa Miggiano, Bernhard Drüner und Adrian Boss gegründet. Redalpine, Armada Investment und Co. investierten bereits 11,25 Millionen Franken in das junge Startup. Die Schweizer Versicherungsgesellschaft Die Mobiliar gewährte Carvolution zudem bereits einen Kredit in Höhe von 50 Millionen Franken.

testxchange
+++ IBB Ventures und weitere Geldgeber wie Hans-Jürgen Meckelburg, Gründer des wireless-Prüfdienstleisters 7layers, investieren eine ungenannte Summe in testxchange. Das Berliner Startup bringt Prüflabore mit Auftraggebern zusammen und “ermöglicht beiden Seiten, ihre Projekte effizient digital zu organisieren”. testxchange wurde 2017 von Malte Zur gegründet. Das frische Kapital soll zur “weiteren Verbesserung der Software, der Vergrößerung des Teams und zur weiteren Expansion in Europa und China eingesetzt werden”.

Visplore
+++ btov Partners investiert 1 Million Euro in das Wiener Startup Visplore. Die Jungfirma, die 2020 als Spin-Off des Wiener Forschungszentrums VRVis gegründet wurde, bietet visuelle Analyse-Lösungen an, “die Citizen-Data-Scientists im Industrie- und Energiesektor neue Erkenntnisse aus großen Datenmengen aus Maschinen, Sensoren und Simulationen intuitiv ermöglichen” sollen. Geführt wird das Startup von Harald Piringer und Thomas Mühlbacher.

Sorare
+++ Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Oliver Bierhoff investiert gemeinsam mit anderen Promi-Investoren wie Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann in die Fantasy-Fußball-Plattform Sorare. Fußball-Weltmeister André Schürrle und Christian Miele, Partner des Risikokapitalgebers e.ventures, gehörten zuvor schon zu den Investoren der Jungfirma. Das Unternehmen aus Paris bietet auf Blockchain-Basis ein digitales Pendant zu den Fußballsammelkarten von Panini, Topps und Co. – samt Fantasy Football Manager. Zu den Geldgeber von Sorare zählen darüber hinaus Top-Geldgeber wie Benchmark Capital, Accel Partners und e.ventures. In der aktuellen Investmentrunde fließen 40 Millionen Euro in Sorare.

EXITS

HappyPo
+++ Der noch junge Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group übernimmt das Berliner Startup HappyPo, das eine Podusche anbietet. Die Razor Group hält bereits alle Anteile an HappyPo, das 2017 von Frank Schmischke und Oliver Elsoud gegründet wurde. In der vierten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Familien-Löwin Dagmar Wöhrl 125.000 Euro in HappyPo und sicherte sich dabei 25 % am Unternehmen. Wie Bild berichtet, lag der Kaufpreis von HappyPo “im siebenstelligen Bereich”. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter. Zu den Investoren der Jungfirma gehören Global Founders Capital (GFC), 468 Capital, Redalpine und Presight Capital.

Talentcube
+++ Das amerikanische Unternehmen Phenom, das auf Talent Experience Management (TXM) setzt, übernimmt Talentcube aus München. Bei Talentcube steht die Vorstellung des Bewerbers über Kurzvideos im Mittelpunkt, die komplett über die App des Startups erstellt und abgeschickt werden können. 2015 hievten Sebastian Hust, Sebastian Niewöhner und Hendrik Seiler das HR-Startup ins Netz. In der vierten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 400.000 Euro in die Jungfirma und sicherte sich 33,3 % am Unternehmen.

Unicoach
+++ Das Berliner Bewerbungs-Startup JobUFO übernimmt das Nürnberger Startup Unicoach, einem Tool für studentische Stundenpläne – siehe Gründerszene. Das junge Unternehmen beschriebt sich selbst als “Stundenplan-Creator und Wissensportal für Studierende” bzw. eine Art “Quora for Students”. Unicoach wurde 2014 von Benjamin Bauer, Andreas Wünsche und Jan Hohner gegründet.

Venture Capital

Futury Regio Growth Fonds
+++ Der Futury Regio Growth Fonds, der Hessen als Innovations- und Entwicklungsstandort fördern soll, geht offiziell an den Start. Im Topf des Geldgebers mit Sitz in Frankfurt am Main sind 60 Millionen Euro. Der Futury Regio Growth Fonds wird zur Hälfte vom Land Hessen finanziert, zudem und kooperiert der Geldgeber mit dem Berliner Investor e.ventures. Der Futury Regio Growth Fonds investiert zwischen 2 und 8 Millionen Euro in “technologieorientierte Unternehmen in späteren Phasen” und in Segmente wie Künstliche Intelligenz, FinTech, Internet, Software, Mobilität und Logistik. Der neue Geldgeber investierte bereits in Wingcopter und Apiax.

Beekeeper Accelerator
+++ Das Schweizer Grownup Beekeeper, ein Unternehmen, dass die Mitarbeiter-Kommunikation digitalisiert, legt ein Accelerator-Programm auf. Im Rahmen des Programmes sollen “Early-Stage Start-ups gefödert werden, die innovative Tools für gewerbliche Unternehmen entwickeln”. Das Unternehmen teilt dazu mit: “Gesucht werden Applikationen und Integrationen, die Frontline-Worker, also gewerbliche Mitarbeiter, in den folgenden Bereichen unterstützen: Upskilling & Training, Employee Lifecycle Management, Augmented Intelligence, Organizational Health und Automation & Workflows. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März”.

PODCAST

Insider
+++ Schon die neue Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt gehört? In der aktuellen Folge geht es um Gorillas, Charles, Jodel, Supercam, Gitpod, Careship, Capnamic Ventures, AdJust, LeanIX, staffbase und den Spac-Boom.

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Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – “Leider gibt es bei einer erfolgreichen Gründung viele Trittbrettfahrer”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Thorsten Schäfer von Taste Hero – bekannt das der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Der kleine Flaschenaufsatz der Jungfirma – einem Moonlight-Startup – lässt sich auf jede Flasche aufstecken, durch die Zacken wird das Bier aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Seit unserer Gründung hat sich an unserem Alltag nicht sehr viel geändert. Wir arbeiten noch immer mit dem hervorragenden Team von Ralf Dümmel zusammen, die uns jede Menge Arbeit abnehmen. Aber natürlich checken wir am frühen Morgen erstmal unsere Mails und beantworten Fragen und Kooperationswünsche. Den Rest des Tages gehen wir unserer ursprünglichen Festanstellung nach.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Eigentlich sehr leicht. Im Kreise der Familie genieße ich meinen Feierabend. Man erzählt über den Tag und lässt ihn gemeinsam ausklingen.

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie schwer und damit anstrengend es sein kann, sich mit seiner Erfindung auf dem Markt zu behaupten.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Definitiv die rechtliche Grundlage. Sowohl die Absicherung der Firma als auch das Patentrecht.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Leider gibt es bei einer erfolgreichen Gründung viele Trittbrettfahrer. Diese aus den vielen Kooperationswünschen heraus zu filtern ist nicht immer leicht. Ich bin leider auf den ein oder anderen reingefallen. Des Weiteren der fehlende internationale Schutz. Leider ist es für einen Erfinder/Gründer nicht immer leicht das benötigte Kapital hierfür aufzubringen. Das beste ist, man findet einen starken Investor, der genauso an dein Start-Up glaubt. Mit ihm und seiner Erfahrung wird es leichter.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer? 
Beschäftigt euch rechtzeitig mit der rechtlichen Situation. Sucht euch die entsprechende Plattform wo ihr einen starken Investor finden könnt. Am besten noch mit einem großen Team, das euch die Arbeit abnehmen kann, wo euch das entsprechendes KnowHow fehlt. Solltet ihr dem Investor für seine Investition eine Beteiligung anbieten, seid fair und bewertet euch selbst realistisch.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung? Regelmäßige Produkttests mit dem Taste Hero. Aber natürlich auch alkoholfrei.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Sämtliche Drehtage zusammen mit Ralf Dümmel und dem Team von Sony sind für uns alle immer mega spannend. Unglaubliche Erlebnisse und der unvergessliche Eindruck auch mal hinter die Kulissen schauen zu können. Mit Abstand jedoch der Tag des Pitches, wo wir unsere Idee den möglichen Investoren vorgestellt haben.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#Interview – “Insgesamt haben wir bisher über 5 Millionen Produkte verkauft”


Mit happybrush, einer elektrischen Zahnbürste, fordern Florian Kiener und Stefan Walter seit einigen Jahren ihren alten Arbeitgeber Procter & Gamble heraus. Inzwischen ist aus dem Zahnbürsten-Startup ein Unternehmen rund um das Thema Mundpflege geworden. “Wir haben unser Portfolio stark ausgebaut und mittlerweile sind neben elektrischen Zahnbürsten und Zahnpasten viele Produkte dazugekommen: antibakterielle Zahnseide in einem Rezyklat-Spender, hochwertige Interdentalbürsten aus Bambus in verschiedenen Größen, limitierte Farbvarianten unseres Bestsellers VIBE 3 oder das praktische TravelCase für unterwegs”, sagt Mitgründer Walter.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der happybrush-Macher außerdem über Entscheidungen, logistische Engpässe und den Einzelhandel.

Wie würdest Du Deiner Großmutter happybrush erklären?
Wir verfolgen mit happybrush die Mission die fortschrittlichsten und nachhaltigsten Mundpflegeprodukte zu entwickeln – und das im ästhetischen Design und zum fairen Preis. Derzeit haben wir unsere vielfach ausgezeichnete Schallzahnbürsten VIBE 3 mit bis zu sechs Wochen Power-Akku und Aufsteckbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen im Sortiment. Daneben auch Zahnpasten, die in einer 100 % recycelbaren und 30 % recycelten Tube verpackt sind oder Mundspülungen in 100 % recycelten Flaschen – damit sehen wir uns als nachhaltigste Mundpflegemarke im deutschsprachigen Raum und haben noch viel vor, Oma.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Wir haben unser Portfolio stark ausgebaut und mittlerweile sind neben elektrischen Zahnbürsten und Zahnpasten viele Produkte dazugekommen: antibakterielle Zahnseide in einem Rezyklat-Spender, hochwertige Interdentalbürsten aus Bambus in verschiedenen Größen, limitierte Farbvarianten unseres Bestsellers VIBE 3 wie die AllBlack oder Zubehör wie der Cube aus Buchenholz als Halter für die Aufsteckbürsten oder das praktische TravelCase für unterwegs.

Wie kommen eure Produkte im Markt an?
Insgesamt haben wir bisher über 5 Millionen Produkte verkauft, viele renommierte Awards gewonnen, mit unserer Initiative #BrushForWater über 150 Millionen Liter Wasser für Menschen in Not gespendet und eine loyale Kundenbasis aufgebaut, mit der wir regelmäßig kommunizieren und die wir auch in die Produktentwicklung einbeziehen. Wir sind mittlerweile auch stolzes Mitglied bei B-Corp und damit eines der wenigen zertifizierten deutschen Unternehmen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir haben die Effekte der Corona-Situation ebenfalls gespürt, aber glücklicherweise sehr schnell die richtigen Entscheidungen für unser Startup treffen können. Somit sind wir in diesem Jahr in allen Bereichen stark gewachsen und unser Team ist gesund geblieben. Wir haben auch als eines der ersten Unternehmen am Anfang der Pandemie spezielle Mund-Nasen-Masken in unser Portfolio aufgenommen, um unsere Kunden zu schützen und mit jedem Produkt gleichzeitig eine Spende an “Ärzte ohne Grenzen” zu leisten.

Was waren denn die “richtigen Entscheidungen”, die ihr getroffen habt?
Wir haben gleich am Anfang für das gesamte Team die Umstellung auf Home Office vorgenommen und alles 100 % digital sowie remote eingerichtet, so dass wir hier weiterhin produktiv und effizient zusammenarbeiten konnten. Zudem haben wir schnell die Auswirkungen der Krise auf unsere Abläufe analysiert und dann dementsprechend gehandelt, z.B. logistische Engpässe und die starke Nachfrage im Webshop. Daneben haben wir auch Potentiale wie die eben angesprochenen Mund-Nasen-Masken schnell erkannt, um hier als kleines Unternehmen auch einen Beitrag zu leisten.

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch – auch ohne abgeschlossenen Deal – gelohnt?
Die “Höhle der Löwen”-Teilnahme war für uns eine super wichtige Erfahrung und eine abenteuerliche Zeit. Und wir profitieren auch heute noch von unserer Teilnahme.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist happybrush inzwischen?
Unser Team besteht aus circa 20 Mitarbeitern in der Schall-Zentrale im Herzen Münchens. Wir haben bisher über 5 Millionen Produkte verkauft, einen Net Promoter Score von 74 und wachsen im Jahresvergleich bis zu 70 %. Auch im Retail sind wir stark gewachsen: Unsere Produkte sind mittlerweile in etwa 5.000 Filialen in Deutschland und Österreich erhältlich. Dabei haben wir auch unsere Nachhaltigkeitsziele übertroffen und bisher schon über 40 Tonnen Plastik mit unseren nachhaltigen Produkten eingespart. Der “Tube of the Year”-Award für unsere Zahnpasten ist für uns ein weiteres positives Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wie wichtig ist denn der Einzelhandel für euer Produkt?
Der Einzelhandel spielt für uns eine wichtige Rolle neben dem E-Commerce-Bereich. Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen und gehen hier nach dem Omni-Channel-Ansatz vor. Allein in diesem Jahr sind etwa 1.500 neue Stores hinzugekommen, in denen es unsere Produkte zu kaufen gibt. Insgesamt hat jeder Kanal seine Vor- und Nachteile und durch die Verschmelzung erreichen wir hier eine sich positiv ergänzende Kombination. Die Reichweite und Vertrauensbildung des Einzelhandels ist für uns als Start-up hilfreich, während im E-Commerce-Bereich die starke Agilität, direkte Kundennähe und Individualität punktet.

Wo steht happybrush in einem Jahr?
Unser Produktportfolio ist um wichtige Segmente gewachsen, die wir bereits dieses Jahr angestoßen haben. Wir wollen bis Ende 2021 auch unsere Nachhaltigkeits- und BrushForWater-Ziele weiter ausbauen: Neuartige, nachhaltige Materialien, mit denen wir Neuland betreten und technologisch Vorreiter sein werden. Auch unser Team wird größer und internationaler aufgestellt sein – wir freuen uns übrigens über Bewerbungen auf unsere aktuellen Stellen.

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#Interview – “Menschen investieren nicht nur in Ideen, sondern zum Großteil auch in die Menschen”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Caroline Nichols, Mitgründerin von 3Bears, einem Food-Startup, das Porridge anbietet.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Lange schlafen, eine Stunde Yoga mit meinem Personal Trainer … nein, ich mach‘ nur Spaß! Wenn ich morgens ins 3Bears-Office komme, bin ich schon komplett in den Tag gestartet. Los geht es um 6 Uhr mit meinem Sohn beim Frühstück – ja, natürlich eine Porridge Bowl, was sonst?. Mein Mann und Mitgründer Tim schläft gerne länger, also übernehme ich die Frühschicht und genieße die Zeit mit meinem Sohn. Ich gebe dann Vollgas, wenn ich im Büro bin. Auf dem Weg dahin liegt praktischerweise die Kita unseres Sohnes, so dass ich Mutteralltag und Startup-Alltag verbinden kann.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Die Arbeit endet als Gründer*in ja nie ganz. Aber natürlich ist es so, dass ich nachmittags, wenn ich meinen Arbeitsplatz nach Hause verlege – weil ich unseren Sohn aus der Kita wieder abhole – schon erst mal richtig das Hirn auslüften kann, wenn dann einfach mal nur Mama-Zeit angesagt ist. Dann kommt schon auch mal wieder ein call rein beim Spaziergang oder ich lege mir diese auch ganz bewusst auf die Zeit, wenn ich den Kinderwagen an der Isar entlang schiebe. Frische Luft für frische Gedanken … Wenn ich nachmittags mir frei nehme, dann geht es oft abends nochmals an den Schreibtisch. Zeit mit meiner Familie und guten Freunden, kochen, gemeinsam essen, reden, solche Dinge sind ehrlich gesagt auch für mich als Geschäftsfrau das beste Mittel, um runterzukommen. Das sieht bei mir wohl nicht viel anders aus als in vielen anderen Familien. Wenn mein Mann den Sohn bespaßt, gehe ich gerne auch eine Runde joggen – auch das war für mich schon immer ein super Mittel zum Abschalten – oder ich geh mit meinen Mädels aus, lege mich in die Badewanne oder schaue auch liebend gerne ausführlich Netflix & Co.

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ich glaube, wenn man wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielt, ein Unternehmen zu gründen, dann holt man so viele Informationen wie möglich ein, auch darüber, wie denn so ein Leben als Gründerin ausschauen wird. Zumindest ich hatte da sehr konkrete Vorstellungen, habe mit etlichen Gründern gesprochen – ich wusste also, worauf ich mich einlasse … theoretisch. In der Praxis allerdings fühlt sich so ein Gründer*innen-Dasein dann doch ganz anders an, selbst die Dinge, die man schon zig Mal in der Phantasie durchgespielt hat, damals – vor der Gründung. In der Praxis war es dann wirklich so, dass ich mir das Ausmaß und Intensität des Gründerlebens nicht zuvor vorstellen konnte. Es ist wirklich diese Kombination aus „Selbst & ständig“, die Arbeit hat einen sehr große Impact auf das Privatleben und man muss sich schon vor dem Gründen genaue Gedanken machen, mit welchen Mitteln man sich auch erholen und abschalten kann.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Spontan würde ich sagen: Unser Geschäftsumfeld, also vor allem den Handel davon zu überzeugen, dass unsere Geschäftsidee „Porridge Mischungen in Tüten“ in Deutschland der mega Verkaufsschlager wird. Gerade in Deutschland …der Heimat des Frühstücksbrötchen mit Marmelade! Wo man Porridge als pampigen Brei sich vorgestellt hat. Aber letztendlich war diese Hürde, die ersten Listungen zu erhalten, dann auch unser großes Pfund – denn wir waren die ersten, die Porridge in die Regale gebracht haben. Und wir haben mit der Qualität eben alle Vorurteile ausgeräumt und überzeugt. Man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben. Das haben wir auf jeden Fall getan, wir haben wirklich jedes kleinste Detail unserer Company hinterfragt, überdacht, definiert … ich könnte auch jetzt noch unseren ersten Businessplan Zeile für Zeile runterrattern, auch wenn man mich dafür nachts wecken würde.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Den einen großen Fehler haben wir – glücklicherweise – nicht gemacht. Aber natürlich macht man immer wieder kleine Fehler, von denen man dann aber direkt auch lernen muss. Beispielsweise, wenn es darum geht, ein Team zusammen zu stellen. Wenn man da merkt, dass das eigene Wissen einfach nicht ausreicht in diesem speziellen Gebiet, dann muss man das akzeptieren und schnell handeln. Es gibt Expert*innen, die man sich als Support ins Unternehmen holt, beratend, und schon funktioniert es.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Oh, da gibt es einen ganzen Blumenstrauß an Wegen – über Ausschreibungen, Headhunting – ich bin aber auch viel auf LinkedIn und scanne passende Profile. Vieles funktioniert da auch proaktiv, wir haben auch schon auf Events tolle Leute kennengelernt – auch auf Instagram, auf den verschiedensten Social Media Kanälen, es ist also alles andere als nur ein Ort oder eine Art, wo es passende Mitarbeiter*innen gibt oder wie man sie findet.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Auf jeden Fall einen Businessplan zu entwerfen und sich nicht dahinter zu verstecken! Es ist wirklich wichtig, dass man einen Businessplan gut ausarbeiten, denn dann sieht man, ob man die Muße hat, sich mit der Geschäftsidee intensiv und im Detail zu beschäftigen. Ist das wirklich meine Passion, meine Leidenschaft? Denn die braucht man, um eine Gründung durchzuziehen, ohne geht es nicht. Und dann ist es gut, über seinen Plan, seine Idee zu sprechen, denn dann bekommt man oft tolles Feedback zurück! Menschen investieren nicht nur in Ideen, sondern zum Großteil auch in die Menschen. Zeigt euch, macht transparent, was euch zum Gründer-Typ gemacht hat, Lebensereignisse, Learnings, einschneidende Momente. Das macht eure Geschäftsidee lebendig, und attraktiv.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Mir kommt spontan in den Sinn: die Rubin Haferflocken-Mühle im Schwarzwald, die für uns von Anfang an die besten Haferflocken produziert, und unser Businessplan. Aber sind das überhaupt „externe Tools“? Egal, für mich sind es das! Klassisch gedacht verwenden wir diverse Tools. Zum Beispiel im HR Bereich Personio, das ist ein richtig praktisches Tool zur Personalplanung. Oder xentral als Warenwirtschaftssystem-Software, Candis für unser Rechnungswesen. Außerdem selbst (frühere) Start-Ups, mit ihnen zu arbeiten macht besonders Spaß.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Unser Team in unserem Firmensitz ist aktuell 30 Frauen und Männer stark, da kennt zum Glück noch jeder jede, wir unternehmen aber auch eine ganze Menge zusammen, zum Beispiel haben wir jetzt eine Lauf- und Radgruppe ins Leben gerufen, gemeinsam Sport machen, das finden viele im Team gut – macht ja auch Spaß! Gute Stimmung entsteht aber auch dadurch, dass wir mit dem Team kontinuierlich an ihren Zielen arbeiten, ihnen transparent darlegen, wo wir als Unternehmen hinwollen und wie sie ihren Teil dazu beitragen können. „Porridge Unlimited“ ist immer gut, gibt es im Office for free und jeden Monat drei Beutel für zuhause! Wir machen auch „Lunch & Learn“ und haben ein Buddy-System eingeführt, wenn neue Leute starten, bekommen sie einen Buddy aus dem Team an die Seite gestellt. Gesehen und wertgeschätzt zu werden in dem, was jede*r tut, hat einen riesen Effekt auf den Team-Spirit. Und dass wir als Company beständig daran arbeiten, besser zu werden, etwas bewegen zu wollen, auch gesellschaftlich und für die Umwelt, das macht – glaube ich, hoffe ich – jedes Teammitglied auch ein bisschen froh und stolz.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Ganz klar natürlich die Zeit bei „Die Höhle der Löwen“, vom ersten Anruf, ob wir pitchen möchten bis dann zur Ausstrahlung und vor allem den Stunden und Tagen danach. Wir waren aufgeregt, wir wollten das schaffen, wir haben gezweifelt, ob wir das packen vor den Kameras, Tim war sich plötzlich unsicher, weil er sein deutsch nicht fließend genug fand, wir wollten diesen Erfolg so unbedingt … und haben es geschafft. Was nach dem Pitch-Erfolg und der Ausstrahlung dieser Folge vor fast auf den Tag genau drei Jahren passierte, hätten wir uns bei allem Hoffen nie ausmalen können. Unser Start-Up war über Nacht bekannt. Und wir hatten plötzlich nicht die Herausforderung, dass uns jemand kauft, sondern dass wir unsere Qualität in großer Menge sehr schnell liefern können. Das war ein wilder Ritt, aber ein toller auch. Und irgendwie geht der ja immer noch weiter, das ist das schöne …

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#Interview – “So eine Insolvenz ist ein wahrer Kraftakt! Kein Stein bleibt auf dem anderen”


Im Frühjahr des vergangenen Jahres stand Fittaste , ein junger Anbieter für “gesundes Fertigessen”, vor dem Aus. “Die Hauptursache für die finanziellen Probleme war bei uns definitiv zu schnelles Wachstum. Und die daraus resultierenden Anforderungen haben wir einfach nicht mehr stemmen können. Und natürlich haben auch nicht alle Investitionen zum erwünschten Erfolg geführt”, blickt Gründer Konstantin Ladwein zurück.

Jetzt aber ist Fittaste gerettet! “Wir haben in den vergangenen 18 Monaten alles dafür getan, dass wir Fittaste intern umstellen und auf die Zukunft einstellen. So konnten wir Fittaste in ruhigere Fahrwasser bekommen. Das wir jetzt das Insolvenzverfahren verlassen können, ist wirklich als Erfolg zu werten. Und wir freuen uns, unsere Kunden auch weiterhin mit leckeren Gerichten zu versorgen”, sagt Ladwein.

Zum Hintergrund: In der vierten Staffel der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” investierte Frank Thelen 300.000 Euro in das Unternehmen. Nach der Show zog das Startup, das 2015 an den Start ging, den Aufbau einer eigenen Fitnessküche durch. Die millionenschwere Expansion scheiterte, die eigene Küche war ein Megaflop. Vor allem die Qualität litt. Danach kochte Fittaste wieder in externen Küchen. Die Altlasten waren aber zu hoch, das Unternehmen wurde zum Sanierungsfall. Jetzt aber kann das Fittaste -Team wieder seine Zukunft planen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Fittaste -Macher Ladwein über ruhigere Fahrwasser, Leidenschaft und das Tagesgeschäft.

Im vergangenen Jahr schlitterte Fittaste in die Insolvenz. Nun habt ihr verkündet, dass Fittaste “aus dem Insolvenzverfahren entlassen” entlassen wird. Ist Fittaste somit gerettet?
Wir haben mit Fittaste ein tolles Geschäftsmodell, was von den Kunden auch sehr gut angekommen wird seit 2015. Durch verschiedene Umstände und zu schnelles Wachstum sind wir dennoch in Schwierigkeiten geraten. Wir haben in den vergangenen 18 Monaten alles dafür getan, dass wir Fittaste  intern umstellen und auf die Zukunft einstellen. So konnten wir Fittaste in ruhigere Fahrwasser bekommen. Das wir jetzt das Insolvenzverfahren verlassen können, ist wirklich als Erfolg zu werten. Und wir freuen uns, unsere Kunden auch weiterhin mit leckeren Gerichten zu versorgen.

Was genau habt ihr seit der Insolvenz alles verändert bei Fittaste?
So eine Insolvenz ist ein wahrer Kraftakt! Kein Stein bleibt auf dem anderen. Im Grunde genommen haben wir alles hinterfragt und mit sehr viel Leidenschaft auch sehr vieles geändert. Wir fühlen uns jetzt aber durch ein wesentlich solideres Fundament besser für die Zukunft gerüstet. Natürlich bleibt noch einiges zu tun und wir haben noch sehr viele Ideen, die wir jetzt nach und nach auch zur Umsetzung bringen werden. Unsere Kunden können sich wirklich freuen!

Wie unterscheiden sich Fittaste bzw. eure Strategie vor und nach der Insolvenz?
Das Bewusstsein hat sich grundlegend verändert. Solideres Wachstum ist sicher für uns jetzt wichtiger als schnelles Wachstum um jeden Preis. Ich persönlich gehe jetzt wirklich sensibler an die Sache ran. Finanzierungsrunde um Finanzierungsrunde ist nicht unser Anspruch. Ein solider Geschäftsaufbau ist unser Ziel.

Warum musste Fittaste im vergangenen Jahr überhaupt Insolvenz anmelden?
Die Hauptursache für die finanziellen Probleme war bei uns definitiv zu schnelles Wachstum. Und die daraus resultierenden Anforderungen haben wir einfach nicht mehr stemmen können. Und natürlich haben auch nicht alle Investitionen zum erwünschten Erfolg geführt. Das konnten wir dann im laufenden Tagesgeschäft nicht mehr revidieren.

Wo steht Fittaste in einem Jahr?
Die Anforderungen unserer Zeit geben uns natürlich Recht mit unserem Geschäftsmodell, gesundes, leckeres Essen in ganz Deutschland direkt vor der Haustür des Kunden auszuliefern. Da haben wir auch in den letzten Monaten nochmal viel Zuspruch erhalten. Das gibt natürlich Kraft für das kommenden Jahr und die anstehenden Aufgaben. Wir haben sehr spannende Projekte vor dem Abschluss, die ab 2021 zum Tragen kommen werden. Darauf freue ich mich nach der ganzen anspruchsvollen Zeit persönlich sehr. Wir haben uns daher realistische Ziele gesetzt für das kommende Jahr. Ich stehe mit meinem Team zu 100% hinter dem, was wir bei Fittaste machen. Und am meisten freuen wir uns, dass wir unsere Kunden weiterhin so gut versorgen können – auch in so schwierigen Corona-Zeiten.

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#Interview – “Wir wurden von der Masse an Bestellungen förmlich überrannt”


Beim Kölner Startup Elimba dreht sich alles um Kakao. “Elimba ist das erste Unternehmen weltweit, welches für seinen Kakao nach dem Vorbild der Inkas, die ganze und ungeröstete Kakaobohne, samt der wohltuenden Inhaltsstoffe verwendet, die sonst bei Rösten verloren gehen”, teilen die Rheinländer mit. Zielgruppe sind insbesondere Erwachsene. “Geschmacklich als auch Wirkungstechnisch gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt”, sagt Gründer Elias El Gharbaoui.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Elimba-Macher über Gewürze, Südamerika und Löwen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Elimba erklären?
Wenn ich meiner Großmutter unser Startup erklären würde, würde ich sie fragen, ob sie sich noch an den Kakao erinnert, den sie mir damals als Kind gemacht hat. Und jetzt soll sie sich vorstellen, dass es statt diesem flachen und auf Kinder ausgelegten Kakao, Elimba gibt. Ein Kakao der intensiv ist, spannende Gewürze verwendet und sich an dem Geschmack und an den Bedürfnissen Erwachsener orientiert. Wie eine schokoladige Alternative zum Kaffee, die für alle da ist, die sich für bewusste und gesunde Ernährung interessieren. Dann würde sie mich wahrscheinlich fragen, wie das zusammenpasst und ich könnte ihr erklären, dass die Kakaobohne in ihrem ungerösteten Zustand wahnsinnig gesund ist. Magnesium, Antioxidantien und ein Einfluss auf unseren Serotoninspiegel, also unsere Glückshormone, machen Rohkakao einzigartig. Wir nutzen das, indem wir nur hochwertigen Rohkakao und Bio-Zutaten verwenden und zeigen so, dass schokoladiger Genuss deinem Körper und Geist wirklich guttun kann. Bei uns ist „Schokolade macht glücklich“ eben nicht nur ein Mythos.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Elimba lösen?
Uns ist aufgefallen, dass fast niemand das Potential von Kakao kennt. In Südamerika ist das ganz anders. Dort haben schon die Mayas und Inkas den Kakao für seine wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Wir wollen, dass dieses Verständnis auch bei uns ankommt und die moderne Kaffeehauskultur sowie vegane Ernährung mit Produkten aus Rohkakao bereichern. Dabei setzen wir außerdem auf eine Zubereitungsform, die unsere Sinne anspricht und uns einlädt sich eine Auszeit zu nehmen. Slow Food und Achtsamkeit spielen bei uns eine große Rolle.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Elimba ein Erfolg?
Mit Elimba erschließen wir einen bisher nicht vorhandenen Markt, da wir das erste Kakaogetränk mit einer erwachsenen Zielgruppe sind. Geschmacklich als auch Wirkungstechnisch gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt.

Ihr habt im vergangenen Jahr an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen! teilgenommen. Hat sich die Teilnahme für euch gelohnt?
“Die Höhle der Löwen” war für uns ein unglaublich großer Erfolg. Wir haben so viele Bestellungen bekommen und an Bekanntheit gewonnen, dass wir als Unternehmen stark wachsen konnten. Dadurch konnten wir einige Prozesse optimieren, unser Team ist gewachsen und sind nun auch an dem Punkt die ersten neuen Produkte zu launchen. Wer weiß ob wir ohne “Die Höhle der Löwen” auch an diesem Punkt wären – vermutlich aber nicht.

Lief alles so, wie ihr es euch vorgestellt habt?
Wir wurden von der Masse an Bestellungen förmlich überrannt und konnten deshalb nur einen Bruchteil der Ware sofort ausliefern. Daraufhin haben wir allerdings unsere Produktion vergrößert, neue Maschinen gekauft und den Produktionsprozess optimiert. Trotzdem hat es fast drei Monate gedauert bis alle Bestellungen ausgeliefert wurden. Auch wenn diese Zeit für uns nicht einfach war, sind wir dadurch Produktionstechnisch sehr gut aufgestellt und haben nun die Möglichkeit auch große Kaufanfragen zu bewältigen.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wir würden jedem*r Gründer*in empfehlen teilzunehmen. Denn selbst wenn man keine passende*n Investor*innen findet, ist es eine unglaublich spannende Erfahrung und außerdem eine Möglichkeit sein Produkt einem großen Publikum vorzustellen.

Reden wir zudem noch über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Köln an sich ist relativ überschaubar, aber im Food Startup-Bereich vergleichsweise gut aufgestellt. Außerdem gibt es hier ein sich gegenseitig stark unterstützendes und wohlwollendes Netzwerk in der Szene.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Die Startup-Szene in Köln ist sich untereinander sehr wohl gesonnen und durch die überschaubare Größe sehr eng miteinander vernetzt. Wir haben uns schon öfter ausgetauscht, miteinander kommuniziert und pflegen einen engen Kontakt, den es in anderen Städten so wahrscheinlich nicht gibt.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Man kennt Köln ja als weltoffene Stadt, die sagt „Jede Jeck is anders“. Diese Mentalität, die durch Offenheit und Akzeptanz geprägt ist, überträgt sich auch auf die Start-Up Szene. Dadurch werden das Kennenlernen und auch das Zusammenarbeiten sofort sehr angenehm, sowohl im Geschäftlichen als auch im Zwischenmenschlichen.

Was fehlt in Köln noch?
Wir finden, dass es in Deutschland generell schwierig ist, passende Investor*innen zu finden. Das gilt natürlich auch für Köln. Die Capital Venture Kultur oder Gesellschaften sind hier leider nicht so ausgeprägt, wie man sich das als Start-Up wünschen würde.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünschst Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Unsere drei Wünsche wären Erstens: Dass sich die Suche nach Investor*innen einfacher gestaltet. Zweitens: Gerne noch mehr Networking-Events, die Startups auch mit etablierten Unternehmen in Kontakt bringen und natürlich. Drittens: Dass die Mentalität der Kölner*innen so bleibt, wie sie ist.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Elimba

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#Hintergrund – NUI Cosmetics: Markenaufbau für Fortgeschrittene #DHDL


Für regelmäßige Zuschauer von “Die Höhle der Löwen” entsteht manchmal der Eindruck, die Bewertung der teilnehmenden Startups hinge für die Löwen fast allein vom Umsatz ab. Und tatsächlich leitet die Frage nach den bisherigen Umsätzen häufig die Bewertungsdiskussion ein. Im Falle von NUI Cosmetics sah es hierbei zunächst so aus, als ob die bisher erreichten Umsätze die Löwen beeindruckt hätten, und die Diskussion drehte sich eher um den Innovationsgehalt der vorgestellten Produkte, bzw. über den Neuheitsgrad der Marke NUI insgesamt. Die meisten Löwen stiegen aus, weil sie die ganz große Innovation vermissten, doch die Gründerin kämpfte weiter für ihre Vision der Verbindung von Trendbewusstsein und Naturkosmetik.

Denn sie vermisste vor ihrer Gründung eine Kosmetikmarke, die zwar auf natürliche und komplett vegane Inhaltsstoffe setzt, gleichzeitig aber für Trendbewusstsein mit starken Farben steht und im zeitgemäßen, schicken Gewand daherkommt. Mit NUI will sie das etwas angestaubte Öko-Image der Naturkosmetik in Frage stellen. Zwar gaben ihr die guten Verkaufszahlen Recht, dass eine relevante Zielgruppe für solche Produkte existiert, doch der überwiegende Teil der Löwen lobte zwar ihren Auftritt, konnte sich aber trotz guter Qualität der Produkte nicht für ein Investment begeistern.

Dass Swantje bereits zu einem gewissen Teil geschafft hatten, was viele Gründer mit einer oft überhöhten Bewertung und wesentlich schwächeren Umsätzen erst noch erreichen wollen, schien nicht übermäßig viel wert zu sein. Denn das berühmte “Wir wollen eine Marke aufbauen” sagt sich so leicht und hört sich nach großen und beeindruckenden Plänen an, doch dahinter verbirgt sich eine Menge Geld und Arbeit.

Denn ein Markenaufbau ist eben viel mehr als ein schönes Design und eine gute erste Kampagne. Es bedeutet eben auch, eine Marke und vor allem das, wofür sie steht, längerfristig in den Köpfen der Kunden zu verankern. Und dafür ist das Konzept eben nur die einfachste Basis, zur Erreichung dieses Ziels braucht man vor allem eins: ganz viel Reichweite. Die kostet ihrerseits aber normalerweise auch eine Menge Geld. Und soll dieses Geld vom Investor kommen, kommt es verständlicherweise nicht so gut an, wenn Gründer ihre Bewertung zu großen Teilen mit dem Potenzial ihrer Marke begründen. Denn bevor die Marke auch wirklich entsprechend etabliert ist, lässt sich nur sehr schwer vorhersagen, wie erfolgreich ihr Aufbau wirklich sein wird. Hier ist also ein großes Risiko enthalten, was ohne deutlichen Innovationsvorsprung noch schwerer wiegt.

Doch die NUI-Gründerin machte genau das nicht, sie verwies auf bereits erreichte Erfolge, ihre saubere Firmenkonstruktion und wagte sogar eine fachliche Diskussion über Inhaltsstoffe mit der Beauty-Expertin Judith Williams. Sie zeigt damit eine gewisse Stärke, aber auch ganz viel Leidenschaft für ihr Vorhaben – eine sehr beliebte Kombination bei Investoren.

Aber selbst das Patent für die besonders umweltfreundliche Verpackung konnte die Meinung der Löwen bezüglich des Innovationsgrades nicht maßgeblich beeinflussen, doch das Gesamtpaket schien schließlich Judith William zu überzeugen, ein Angebot abzugeben.

Das war allerdings in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich: zwar kommt eine Verdopplung der angebotenen Unternehmensanteile in der Höhle immer mal wieder vor, jedoch fordert selten ein Investor 40%.

Und das, obwohl man meinen könnte, dass ein Investor immer möglichst viele Anteile für sein Geld haben möchte. Doch das stimmt nur bedingt, zumindest für professionelle Investoren wie die Löwen. Denn viele hoch skalierbare Geschäftsmodelle – besonders im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Marke – brauchen für spätere Wachstumsphasen noch einmal einen erheblichen Nachschub an Kapital, der meistens für das entsprechende Marketing verwendet wird.

Bei einem solchen Angebot sollten Investor und Gründer also sehr sicher sein, dass erstmal kein weiteres Kapital von Investoren benötigt wird. In den Aussagen der Investorin könnte man dies bestätigt sehen, da sie auf das Gegenangebot der Gründerin hin versichert, im Zweifel Geld nachzulegen, andererseits aber betont, dass sie sehr viel Arbeit in den Markenaufbau hineinstecken wolle. Hier stehen Ihr als Branchenprofi auch Möglichkeiten zur Verfügung, die die Gründerin mit selbst wesentlich mehr Kapital kaum erlangen könnte. Das schon häufig in der Höhle gehörte Argument, dass der Mehrwert des Investors eben über das Kapital hinaus auch bewertet werden muss, kommt hier also wieder stark zum tragen.

Die Gründerin sieht diesen Mehrwert und geht schließlich auf das Angebot ein. Die Marke NUI wird sich also hoffentlich bald wirklich in den Köpfen der Verbraucher verankern können.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #beauty, #die-hohle-der-lowen, #nui-cosmetics, #reloaded

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#Hintergrund – Yucona, AHO.BIO, NUI Cosmetics, Twentyless, Hyconnect treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

Yucona
Richard Birich (29, aus Paderborn) präsentiert gemeinsam mit seiner Cousine Inga Plochow (29, aus Bielefeld) den Löwen die erste wiederverwendbare Wasserfilterkartusche. Leitungswasser zu trinken, erspart nicht nur das Kistenschleppen, sondern ist auch nachhaltig. Doch manchmal ist es unumgänglich, das Wasser aufgrund von Schwermetallen, Schadstoffen wie Blei und Chlor oder des Geschmacks zu filtern. Mit einer Tischwasserkanne ist das kinderleicht, aber der regelmäßige Austausch der Filterkartuschen produziert eine Menge Müll und macht aus Umweltschutzgründen keinen Sinn. Innerhalb von zwei Jahren werden so 24 Kartuschen verbraucht. „So landen jährlich über zwölf Millionen Kartuschen im Restmüll. Dabei ist die Filterkartusche einwandfrei, es ist lediglich das Filtermedium erschöpft”, erklärt der Gründer. Da es keine Alternative zu den üblichen Produkten auf dem Markt gab, hat Richard Birich Yucona entwickelt. Das Trinkwasserfilter-System besteht aus der wiederverwendbaren Kartusche und den Filtertaschen aus Vlies mit natürlicher Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Nur diese müssen dann zukünftig gewechselt werden und dadurch kann bis zu 96 Prozent des Kartuschenmülls eingespart werden. Die ersten Packages konnten bereits online verkauft werden. Doch um richtig groß zu werden, benötigen die Gründer ein Investment von 250.000 Euro und bieten 20 Prozent der Firmenanteile an.

AHO.BIO
Lokales Superfood – das ist die Grundidee von Jannis Birth (29) und Alexander Wies (30). Während einer gemeinsamen knapp dreijährigen Reise verbrachten die zwei Freunde zwei Jahre auf einer Vulkaninsel inmitten eines Süßwassersees in Lateinamerika und arbeiteten dort auf einer biologischen Plantage. Durch sein Fernstudium der Philosophie ist Jannis zufällig auf ein 2000 Jahre altes Rezept gestoßen – ein sonnengetrocknetes Flachbrot aus Getreidesprossen. Schon vor Ort haben sie dieses Rezept ausprobiert und die Rezeptur immer weiter verbessert. Zurück in Deutschland gründeten sie ihr eigenes Unternehmen AHO.BIO – mit lokalen Zutaten für ein lokales Superfood. Die Grundlage für ihre Cracker ist immer eine alte Getreidesorte sowie Leinsamen und Sonnenblumenkerne aus Deutschland und je nach Geschmacksrichtung mit Gewürzen verfeinert. Für zwei Tage wird der Getreidebrei schonend bei 42 Grad gedörrt, so bleiben alle Nährstoffe und Enzyme erhalten. AHO.BIO ist zu 100 Prozent bio und vegan, ist reich an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen, Omega 3-Fettsäuren und die Verpackung ist kompostierbar. Für den Ausbau ihres Unternehmens benötigen Alexander und Jannis 75.000 Euro und bieten den Löwen 15 Prozent der Firmenanteile.

NUI Cosmetics
Mit NUI Cosmetics hat Swantje van Uehm (32) eine Produktwelt mit natürlichen und veganen – aber auch stylischen – Kosmetikprodukten erschaffen. Begonnen hat alles mit dem roten Lippenstift. Denn in den vielen herkömmlichen Produkten ist Karmin, das Blut der Schildläuse, enthalten. Alternativen aus der Naturkosmetik hatten aber nicht die gewünschten modernen Farben in ihrem Angebot. Also kreierte Swantje ihren eigenen Lippenstift ohne synthetische Inhaltsstoffe und ohne Karmin. Mittlerweile umfasst ihr Sortiment 13 Kategorien, darunter Produkte für die Augen oder den perfekten Teint. Eine weitere Innovation ist ihr besonderes Packaging: Für Produkte wie Eyeshadow, Bronzer und andere hat Swantje eine patentierte Verpackung entwickelt, die aus recyceltem Material besteht und in Deutschland hergestellt wird. NUI Cosmetics ist bereits erfolgreich am Markt und war von Beginn an profitabel. Swantje erhofft sich durch einen Deal mit den Löwen vor allem einen strategischen Partner, mit dem sie ihre Produkte weiterentwickeln und die Marketing- und Vertriebsmaßnahmen ausbauen kann. Das Angebot der Gründerin an die Löwen: 250.000 Euro für 20 Prozent ihrer Firmenanteile.

Twentyless
Inspiriert von seinen beiden Kindern, machte sich Eike Meyer (37) auf die Suche nach einer Möglichkeit Plastik zu sparen und nachhaltiger zu leben. Seitdem wird Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt und ohne Verpackung gekauft oder Wasser wird aus dem Wasserhahn bzw. aus Mehrwegflaschen getrunken. „Doch bei einer Sache haben wir nichts für uns finden können, und das waren Reinigungsmittel“, erinnert sich der Familienvater. Das sollte sich ändern! Mit Twentyless stellt Eike den Löwen seine umweltfreundliche Reinigungskonzentrate in Glasflaschen vor und sagt: „Ich möchte das Reinigen zu einer sauberen Sache machen.“ Das Reinigungskonzentrat aus natürlichen Stoffen wie Milchsäure, Zitronensäure oder Zuckertensiden wird mit Wasser gemischt und in die mitgelieferte Sprühflasche umgefüllt, sodass man mit dem Inhalt einer Glasflasche 20 Plastikflaschen mit Reinigungsmitteln ersetzen kann. Mit seinem Glasreiniger, Allzweckreiniger und Sanitärreiniger bietet der 37-Jährige drei Produkte in seinem Online-Shop an. Damit sein Unternehmen wachsen kann, benötigt der gelernte Einzelhandelskaufmann 70.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile.

Hyconnect
Dr. Lars Molter (39) hat mit FAUSST ein spezielles Verbindungselement entwickelt, das Metall und Faserverbundelemente sicher miteinander fügt. Dies setzt dabei vor allem auf die Reduktion von Materialgewicht, denn gerade im Schiffbau oder auch in der Automobilindustrie kann mit leichteren Baumaterialien das Gewicht und somit der CO2-Verbrauch gesenkt werden. Denn 25 Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen im Verkehr. „Je schwerer ein Transportmittel ist, desto mehr Energie wird auch benötigt. Das bedeutet: Mehr Treibstoff, mehr Emission und damit sehr viel schädlicher für die Umwelt“, weiß der promovierte Schiffbauingenieur und erklärt seine Idee: „Wir verbinden Metall und Leichtbauwerkstoffe mit einem Textil. Dieses Textil wird wie ein Schal aus Metall- und Glasfaserfaden gestrickt und dann verbauen wir es zu Verbindungselementen, die wiederum in die Faserverbundbauteile integriert werden.“ Der Clou: „Wir verzichten also auf das bisher komplexe Klebeverfahren und können Leichtbau-Bauteile schweißbar machen.“ Mit diesem Verfahren soll der Industrie ermöglicht werden, mehr Leichtbau einzusetzen. Das fördert leichtere Designs, weniger Gewicht und dadurch auch mehr Nachhaltigkeit. Dementsprechend großes Potenzial sieht der 39-Jährige in seiner Erfindung, die er mit einem Löwen weiterentwickeln möchte. Dafür benötigt der Hanseat 500.000 Euro und würde 12,5 Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#DealMonitor – Lukasz Gadowski investiert Millionen in Wolt – Fashionette plant IPO


Im aktuellen #DealMonitor für den 14. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Scoperty
+++ Die niederländische Großbank ING und Sprengnetter investieren eine siebenstellige Summe in Scoperty. Das PropTech, das in München, Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin, Köln und in der Metropolregion Nürnberg unterwegs ist, “liefert für mehr als acht Millionen Immobilien indikative Schätzwerte”.  Das Unternehmen ist ein Gemeinschaftsunternehmen der ING Bank und von Sprengnetter.

Wolt
+++ Der Delivery Hero-Investor Lukasz Gadowski investiert in den Lieferdienst Wolt. Nach einem Bericht des “Handelsblatt” investiert Gadowski 7,5 Millionen in das Unternehmen. Das 2014 gegründete Startup aus Helsinki ist seit wenigen Wochen auch in Berlin unterwegs. Investoren wie ICONIQ Capital, Highland Europe, 83 North, EQT Ventures, Goldman Sachs Equity Partners, Inventure und Lifeline Ventures investierten in den vergangenen Jahren rund 267 Millionen in das Unternehmen.

IPO

Fashionette
+++ Das Düsseldorfer Unternehmen Fashionette, ein Shop für Premium- und Luxus-Modeaccessoires (Handtaschen, Schuhe, Schmuck) plant einen Börsengang. Dieser soll noch im vierten Quartal dieses Jahres an der Frankfurter Wertpapierbörse stattfinden. “Der geplante Börsengang besteht aus der Ausgabe neuer Aktien durch das Unternehmen, einer Platzierung bestehender Aktien aus dem Bestand der Genui Fund GmbH & Co. KG, dem Hauptaktionär des Unternehmens, und einer üblichen Mehrzuteilungsoption. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in erster Linie verwendet werden, um die langfristige organische und anorganische Wachstumsstrategie voranzutreiben”, teilt das Grownup mit. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 73,2 Millionen Euro, “was zu einem EBITDA von EUR 6,8 Mio. und einer EBITDA-Marge von 9,3 % führte”. Genui stieg 2015 bei Fashionette ein.

VENTURE CAPITAL

neoteq ventures
+++  Der neue Kölner Geldgeber neoteq ventures verkündet das First Closing (30 Millionen Euro). “Der Fonds richtet sich an Startups und hat seinen Investitionsschwerpunkt im Rheinland. Hauptinvestor ist die NRW.BANK. Weitere Ankerinvestoren sind die Stadtsparkasse Düsseldorf, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse KölnBonn”, teilt der Geldgeber mit. Bis Sommer des kommenden Jahres können weitere Investoren einsteigen. Zielgröße des Gründerfonds Rheinland ist ein Final Closing von 40 bis 60 Millionen Euro. Hinter  neoteq ventures stecken B.J. Park und Simon Schneider, die beide schon seit etlichen Jahren in der deutschen Investorenszene unterwegs sind.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

presize.ai
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Carsten Maschmeyer 650.000 Euro in presize.ai (15%). Das Münchner Startup, das 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. “Kurz darauf stocken weitere Investoren die Finanzierungsrunde auf insgesamt knapp 2 Millionen Euro auf, basierend auf einer circa 50 % höheren Bewertung”, teilt Löwe Maschmeyer nach der Show mit. Konkret investierten zuletzt auch Plug & Play, UnternehmerTUM und mehrere Angel-Investoren in presize.ai.

SoRose
+++ In der siebten Folge der achten Staffel Judith Williams 200.000 Euro in SoRose (33,3 %) bzw. Shishi Chérie. Hinter SoRose verbirgt sich Gesichtstoner auf der Basis von Rosenwasser. Die Gründer Lucy und Peter Leiter wollten SoRose aus ihrem Unternehmen Shishi Chérie, einem Beauty-Onlinehandel für japanische und koreanische Naturkosmetik, ausgründen. Löwin Williams gefiel der Shop besser als die Ausgründung, deswegen weitere sie den Deal auf Shishi Chérie aus. Der Deal platzte alerdings nach der Show.

Knödelkult
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Ralf Dümmel 250.000 Euro in Knödelkult (25 %). Dahinter verbergen sich Semmelknödeln im Glas aus 100 % gerettetem Brot. Das Food-Startup wurde von Janine Trappe und Felix Pfeffer gegründet. Ursprünglich wollten die Knödelkult-Macher 250.000 Euro für 10 % der Firmenanteile einsammeln.

LooMaid
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Ralf Dümmel 200.000 Euro in LooMaid (20 %), eine borstenlose WC-Bürste. Das Unternehmen wurde von den Brüderm Jan-Peter und Andres Psczolla ins Leben gerufen.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Podcast – Ich habe schon ein paar Weltuntergänge hinter mir”


Im Interview-Podcast von deutsche-startups.de ist diesmal Gründer, Investor und TV-Löwe Carsten Maschmeyer zu Gast. Seit fünf Jahren investiert der AWD-Gründer über die Vox-Show “Die Höhle der Löwen” in junge Startups. Daneben investiert er über seed + speed auch in weitere junge Unternehmen. Zur Maschmeyer Group gehören aber auch Alstin Capital, ein Geldgeber, der bis zu 10 Millionen investiert, Maschmeyer Group Ventures (MGV), ein Geldgeber, der in den USA sitzt und investiert, und die Vermögensverwaltung Paladin.

Zum Portfolio von seed + speed gehören neben den Investment in der bekannten Vox-Show auch Startups wie Enginsight, Thryve und RightNow. Alstin Capital wiederum ist bei Unternehmen wie Stocard, Nect und Blacklane beteiligt. Gerade der Limousinenservice Blacklane musste zuletzt – also während der Corona-Krise – massiv leiden. Der Umsatz ging massiv zurück. Maschmeyer ist aber zuversichtlich, dass das Grownup in der Post-Corona-Zeit wieder zulegen wird.

Im Interview mit Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, spricht Maschmeyer außerdem ausführlich über Krisen, Staatshilfen und geplatzte Deals bei “Die Höhle der Löwen”.

Interview #15 – Carsten Maschmeyer

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#Hintergrund – SoRose: Eine Frage der Ausgründung #DHDL


Das Ehepaar betreibt schon seit 2015 den Online Shop Shishi Cherie, in dem vor allem koreanische Naturkosmetik im mittleren bis oberen Preissegment angeboten wird. Dadurch wurde über die Jahre viel Wissen in diesem Bereich erworben, woraus in Kombination mit bulgarischem Rosenwasser die erste eigene Produktlinie – SoRose – entstand, die nun auch den Löwen vorgestellt werden sollte. Das Angebot – 200.000 Euro für 20% – bezog sich dann auch auf die noch auszugründende Marke und nicht auf Shishi Cherie.

Doch was genau bedeutet es eigentlich, eine Marke “auszugründen” und warum sollte man das tun? Und vielleicht noch spannender: Warum machte Judith Williams schließlich ein Angebot für das ganze, bereits bestehende Unternehmen und wollte die Ausgründung gar nicht?

Zunächst einmal ist Shishi Cherie ein recht “klassischer” Online Shop, in dem Sinne, dass hier Produkte verkauft werden, die zuvor bei Lieferanten oder auch Produzenten eingekauft werden. Besonders ist hier vor allem die Positionierung mit einem starken Trend innerhalb der Kosmetikbranche, zu dem Produkte für die zahlungskräftigen Endverbraucherinnen aber noch nicht überall zu bekommen sind. Die Gründer bewiesen allein schon mit dem Aufbau dieses ersten Unternehmens eine Menge unternehmerisches Gespür und Geschick, denn eine solche Positionierung erfolgreich am Markt zu monetarisieren ist nicht einfach.

Doch ein reiner Wiederverkäufer unterliegt mittel- bis langfristig mindestens zwei Risiken: einerseits kann die Positionierung angegriffen werden, denn sowohl andere Nischenanbieter als auch große Player können in das gleiche Produktsegment vordringen. Andererseits sind die Margen immer begrenzt und werden gewissen Spannen nie überschreiten. Erhöhte Konkurrenz z.B. kann für einen Online Shop sehr schnell zu höheren Kundenakquisekosten (CAC) führen, ohne dass der Einkaufspreis niedriger wird. Diese zusätzlichen Kosten müssen also von der eigenen Marge bezahlt werden, ohne Aussicht auf eine Verbesserung der Situation.

Ein solcher Online Shop sucht also ständig nach Möglichkeiten, seine Positionierung und damit eng zusammenhängend seine Margen zu sichern. Das kann man tun, in dem man  regelmäßig neue Produkte für die Zielgruppe möglichst frühzeitig und möglichst exklusiv für sich sichert – oder man entwickelt solche Produkte eben selbst. Die Entwicklung eigener Marken hat zusätzlich den Charme, dass die Margen größer sind und bei Erfolg der Produkte auch länger stabil bleiben können. Den Trend zu Eigenmarken kann man daher in vielen Branchen und online wie offline, bei großen wie bei kleinen Marktteilnehmern häufig beobachten.

Doch warum wurde den Löwen “nur” die neue Marke angeboten und nicht der bewährte Online Shop?

Investoren suchen häufig nach dem schnell skalierbaren Produkt mit möglichst hohen Margen. Sind sie so gut vernetzt wie die Löwen, haben sie oft auch eigene Vertriebskanäle bzw. können hier viele Türen aufmachen. Zu diesem Zweck waren die Gründer wahrscheinlich bestrebt, ihnen ein “sauberes” Paket anzubieten. In diesem Fall gründet man eine neue Firma, die mit der ursprünglichen nicht verbunden ist, und überträgt nur die betreffende Marke (und ggf. weitere Rechte wie Patente, die das entsprechende Produkt betreffen) in dieses Unternehmen. Alle Kosten, die fortan entstehen, ob zur Produktion oder für Mitarbeiter, sind dadurch von der ursprünglichen Firma komplett getrennt, es gibt keine Verwicklungen.

Doch die Produkte von SoRose waren den Löwen anscheinend noch etwas zu jung, mehrere stiegen wegen noch fehlender Belege der Wirksamkeit aus.

Doch dann kam Judith Williams Angebot, die jedoch 33 % von Shishi Cherie haben wollte, was die Gründer verständlicherweise überraschte. Doch Investoren, die sehr stark in einer bestimmten Branche unterwegs sind, kennen diese Branche eben in- und auswendig, und können eine gut etablierte Positionierung eben auch besonders gut ein- und wertschätzen. Ein Grund für ein eher ungewöhnliches Investment in “nur” einen Online Shop könnte der Zugang zu einer bestimmten Zielgruppe sein, die als schwer oder nur teuer zu erreichen bekannt ist. In diesem speziellen Fall wurde über den Shop ein neues Produkt mit einer sehr hohen Marge platziert, was darauf hinweisen könnte, dass dies auch noch mit weiteren Produkten möglich sein könnte.

Leider hat Judith Williams nicht wirklich verraten, wie es zu ihrem Angebot kam, doch durch ihre umfassende Branchenkenntnis des Kosmetikmarkts können wir sicher sein, dass sie etwas weiß hat, das vielen anderen Investoren vielleicht nicht bekannt  ist und sie so den Wert von Shishi Cherie besonders gut einschätzen konnte. Das Trend-Thema koreanische Naturkosmetik könnte also vielleicht bald schon einen weiteren Push erleben.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Interview – “Egal, ob letztlich ein Deal zustande kommt oder nicht. Machen!” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der siebten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Janine Trappe und Felix Pfeffer, die Gründer von Knödelkult, Semmelknödeln im Glas aus 100 % gerettetem Brot. Im Interview mit deutsche-startups.de stellen die die Knödelkult-Macher ihr Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit Knödelkult lösen?
Wer kennt nicht dieses Problem: Man hat Heißhunger auf leckere Knödel und mal wieder keine Oma zur Stelle, die einem schnell welche kochen könnte. Für dieses – überhaupt nicht konstruierte – Problem gibt es unsere Knödel im Glas. Sie sind schnell und einfach zubereitet, lecker und mit ihrer langen Haltbarkeit auch ideal für den Vorratsschrank geeignet.
Außerdem lösen unsere Knödel noch ein echtes Problem von Bäckereien, die jeden Abend vor der Frage stehen, was nun aus den ganzen unverkauften und dennoch super leckeren Broten werden soll. Wir kaufen Bäckereien ihr übriggebliebenes Brot ab, um daraus unsere Knödel zu machen. So retten wir Tag für Tag jede Menge Brot vor der Tonne und schenken ihm ein zweites knödeliges Leben.

Wie ist die Idee zu Knödelkult entstanden?
Knödelkult ist eine wahr gewordene „Schnapsidee“. Eines Abends saßen wir Gründer bei einem Stammtisch zusammen und diskutierten über das Thema Lebensmittelverschwendung: Jedes Jahr werden allein in Deutschland mehr als 500.000 Tonnen Brot weggeworfen. Eine Deutsche Bäckerei produziert täglich durchschnittlich zehn bis 20 % für die Tonne. Hiergegen wollten wir etwas tun. Unser damaliger Mitgründer und Ingenieur Matze hatte die Idee, eine Maschine für Bäcker zu bauen, die aus altem Brot Knödel machen kann. Die Maschine war schnell vom Tisch, aber geblieben ist das Ziel, gegen das sinnlose Brotsterben anzuknödeln.

Wo steht Knödelkult  in einem Jahr?
Zur Knödelsaison 2021 sollen Knödelliebhaber in ganz Deutschland unsere Produkte im Handel finden. Außerdem planen wir noch neue Knödelsorten und weitere Produkte aus gerettetem Brot.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Als junges Unternehmen versucht man ja vieles, um die eigene Marke bekannt zu machen. Wir wollten die Chance nutzen, unser Produkt einem großen Publikum vorzustellen und mit etwas Glück einen Löwen für uns zu gewinnen.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
So ein Pitch vor den Löwen ist natürlich alles andere als eine alltägliche Situation und dann sind da noch die ganzen Kameras. Wir waren definitiv aufgeregt, haben uns dann aber auch schnell eingewöhnt.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wer ein marktreifes Produkt oder eine Dienstleistung bietet ist unserer Meinung nach in der Show gut aufgehoben. Egal, ob letztlich ein Deal zustande kommt oder nicht. Machen!

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#Interview – “Es ist eine tolle Erfahrung mit einer gewaltigen Lernkurve”


Hinter Vytal verbirgt sich ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen. Das Startup wurde von Sven Witthöft und Tim Breker ins Leben gerufen. In der fünften Folge der achten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Social-Media-Löwe Georg Kofler 450.000 Euro in Vytal. “Wir sind froh, dass wir uns mit Georg Kofler geeinigt haben. Er hat einen guten Riecher für Produkte, die im Massengeschäft funktionieren”, sagt Mitgründer Breker.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Vytal-Macher außerdem über Nachhaltigkeit, Erwartungen und zahlungskräftige Neukunden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Vytal erklären?
Liebe Oma, unsere Vytal-App funktioniert wie ein Bibliotheksausweis, nur eben für hochwertige Essensverpackungen.  Mit Vytal kannst du dir kostenlos bei mehreren hundert Gastronomen in Deutschland und Österreich auslaufsichere und mikrowellenfeste Vytal-Schalen ausleihen und sie bis zu 14 Tage behalten. Und du musst dafür nichts bezahlen. Damit kannst du dir ganz bequem Essen mitnehmen oder liefern lassen und ohne Verpackungsmüll, aber dafür mit einem guten Gewissen genießen. Finanziert wird unser pfandfreies Mehrwegsystem von Partnern und insbesondere den Gastronomen, die Vytal pro Befüllung bezahlen. Warum sie das machen? Immer wenn sie vergleichbare Einwegverpackungen durch Vytal-Mehrwegschalen ersetzen, sparen sie bares Geld und vermeiden Müll.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Vytal lösen?
Alle Zukunftsprognosen deuten auf ein starkes Marktwachstum von Mitnahme- und Lieferessen sowie von To-Go und Convenience Food hin. Der flexible und bequeme Essenskonsum geht heutzutage unweigerlich mit großen Mengen Einwegverpackungsmüll einher. Das muss sich dringend ändern. Mit Vytal müssen sich selbst extrem umweltbewusste Verbraucher keine Sorgen mehr machen wegen des anfallenden Einwegmülls. Sie könne ihr Essen, to-go oder geliefert, ganz einfach mit gutem Gewissen genießen. Vytal macht es leicht, die Umwelt zu schonen,  Jedes Essen in einer Vytal-Schale ist ein kleiner Schritt auf dem Weg Richtung Zero-Waste. Einwegverpackungen sind eine riesige Ressourcenverschwendung und teuer. Jedes Jahr werden Essensverpackungen im Wert von 259 Milliarden Euro produziert und schon nach nur kurzer Benutzung landen sie im Müll, werden verbrannt oder enden schlimmstenfalls in der Natur. Laut einer Studie des Verbands Kommunaler Unternehmen geben Städte und Gemeinden in Deutschland jährlich fast 500 Millionen Euro für die Entsorgung von Abfall aus dem To-Go Verzehr aus. Auch für die Gastronomie sind Einwegverpackungen teuer. Für vermeintlich umweltfreundlichere, so genannte “biologisch abbaubare” Verpackungen  zahlen Gastronomen zwischen 25 und 45 Cent pro Stück, obwohl auch diese in Deutschland in der Regel mit dem Restmüll verbrannt werden. Mit Vytal bieten wir Restaurants, Betriebsgastronomen, Kommunen und Supermärkten die Möglichkeit, Einwegverpackungskosten und -müll einzusparen. Zudem gewinnen Sie über unsere Vytal-App nachhaltigkeitsorientierte und zahlungskräftige Neukunden. Für alle Beteiligten im Vytal-Mehrwegsystem sind die ökonomischen Incentives an der positiven ökologischen Wirkung ausgerichtet. Klingt vielleicht ein wenig modelltheoretisch, aber bei Vytal kannst du genau das intuitiv erleben.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Vytal ein Erfolg?
Vytal trägt dazu bei, ein elementares Umweltproblem zu reduzieren. Aber nicht über schulmeisterliche Belehrung oder Appelle, sondern durch ein einfaches, digitales Angebot für Konsumenten und Unternehmen. Der Klimawandel, Ressourcenschonung und ein besserer Umgang mit unserem Planeten sind Ziele, die wir über alle Gesellschaftsbereiche hinweg dringend verfolgen müssen. Der Purpose von Vytal ist also hoch aktuell. Obwohl anderswo wie z.B. in Großbritannien das Verpackungsmüll-Problem von to-go food noch größer ist, haben wir Vytal bewusst in Deutschland gegründet. Denn hier haben wir Konsumenten jahrzehntelange Erfahrung mit Mehrweg. Diesen Standortvorteil möchten wir nutzen, um aus Deutschland heraus ein innovatives, digitales Unternehmen aufzubauen, das weltweit unnötigen Plastikmüll reduziert. Wir sind im noch jungen Geschäftsfeld für Mehrwegessensverpackungen aktuell Marktführer und fest entschlossen, diese Position auszubauen. Und im Unterschied zu anderen Anbietern entwickeln wir ein Mehrweg-Ökosystem, das weit über die Mitnahme- und Liefer-Gastronomie hinausgeht. Das ist extrem wichtig. Aufgrund von Netzwerk- und Skaleneffekten ist der Mehrwegmarkt ein “Winner-takes-it-all” Geschäft, in dem wir mit unserem erfahrenen, gut vernetzten und handlungsschnellen Team sowie mit unseren Investoren gute Chancen haben, viele lokale Märkte schnell zu gewinnen.

Ihr habt gerade an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen! teilgenommen. Hat sich die Teilnahme für euch gelohnt?
Absolut. Vytal ist ein Plattform-Modell, das stark von Netzwerkeffekten profitiert: Je mehr Gastronomen, Händler und Unternehmen mitmachen, desto bequemer ist die Nutzung für Konsumenten. Und auch andersherum gilt: Je mehr Konsumenten mitmachen, desto wichtiger ist es für unsere Vytal B2B-Partner, Vytal als Verpackungsoption anzubieten. Bereits vor der  Ausstrahlung von “Die Höhle der Löwen” konnten wir trotz minimaler Ausgaben für Konsumentenmarketing unsere Transaktionszahlen stark steigern, was u.a. auch an der hohen Nutzungsfrequenz im Mehrwegmodell liegt, bei dem die Kunden in der Regel bei der Schalenrückgabe eine weitere Vytal-Schale mit leckerem Essen ausleihen. Durch die Reichweite der TV-Ausstrahlung konnten wir zudem die Anzahl an Vytal-Nutzern deutlich steigern.Lief alles so, wie ihr es euch vorgestellt habt?Wir sind ehrlicherweise ohne große Erwartungen an den Ausgang in die Gründershow gegangen. Wir waren gespannt, wie Nico Rosberg tickt, der als neuer Investoren-Löwe – zumal mit Fokus auf Nachhaltigkeit – für uns interessant und gleichzeitig vorab schwer einzuschätzen war. Auf die Diskussion zu unserer Bewertung waren wir gut vorbereitet und wir sind froh, dass wir uns mit Georg Kofler im Rahmen unseres vorab gesetzten Verhandlungsspielraums geeinigt haben. Er hat einen guten Riecher für Produkte, die im Massengeschäft funktionieren.Dein Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?

Ich kann jedem Gründer nur empfehlen, sich in “Die Höhle der Löwen” zu trauen. Es ist eine tolle Erfahrung mit einer gewaltigen Lernkurve. Neben einer guten Vorbereitung wäre zudem mein Tipp, einfach Spaß zu haben. Wer begeistert ist von seinem Startup, wird auch die Löwen anstecken. Am Ende des Tages ist die Investorensuche ein wenig wie ein Vorstellungsgespräch. Wenn die Begeisterung auf der anderen Seite nicht geteilt wird, hätte man im Zweifel auch keinen Spaß an der Zusammenarbeit.

Tipp
Vytal: Der Unterschied zwischen Wollen und Können bei der Bewertung

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Hintergrund – MeDusch oder die Magie der ganz frühen Zahlen #DHDL


Die Energie und Überzeugungskraft der Gründerin riss die Löwen von Beginn an mit, doch es schien sich ein Wendepunkt anzukündigen, als die Frage nach den bisherigen Verkaufszahlen kam. Denn MeDusch – in der Sendung noch als MediDusch unterwergs, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Markt, es gab also noch gar keine Verkaufszahlen, und manchem Investor konnte man seine Enttäuschung kurzzeitig sogar ansehen. Doch die Gründerin hörte hier nicht auf und schob direkt hinterher, dass sie in den letzten 2 Wochen schon circa 100 Apotheken abgeklappert hatte, um Vorverkäufe zu machen. 1600 Stück habe sie so verkauft, 98% der angefragten Apotheken haben tatsächlich geordert.

Das sind nicht nur beeindruckende Zahlen, sondern sie zeigen Investoren gleich mehrere Dinge. Zum einen ist Jacqueline Torres Martinez Pharmareferentin und wusste daher, dass Vorverkäufe bei Apotheken durchaus üblich sind. Sie nutzt also ihre Kenntnisse der Branche und ihr Können in ihrem bisherigen Beruf, um ihr Unternehmen voranzubringen. Gleichzeitig zeigt das aber auch, dass ihr bisheriger beruflicher Weg von großem Vorteil für Ihr Startup ist und sie damit genau die richtige Gründerin für diese Geschäftsidee ist. Zum anderen macht sie mit den Vorverkäufen aber auch eindrucksvoll klar, dass sie alles tut, um ihre Geschäftsidee zum Erfolg zu führen: mit großer Leidenschaft schildert sie ihren Einsatz, sogar an Wochenenden losgezogen zu sein um zu zeigen, welches Potenzial ihr Produkt hat. Und Gründer, die die berühmte “Extra-Meile” gehen, sind eben auch extra beliebt bei Investoren. Denn sie können Ideen zum Erfolg bringen, bei denen andere zu früh aufgeben.

All diese Informationen teilt die Gründerin den Löwen mit, ohne explizit danach gefragt worden zu sein. Auch beim Punkt Unternehmensstruktur “pusht” sie zusätzliche Informationen. Nämlich, dass ihr Unternehmern keine Schulden hat und bisher komplett aus Eigenmitteln finanziert wurde. Ein solches “sauberes Paket” ist für die meisten Investoren ein wichtiger Check-Punkt auf ihrer Liste. Dass sie diesen quasi selbst abhakt, zeigt damit den Investoren, dass sie weiß, wie wichtig dieser Fakt sein kann. Doch der Pluspunkt ist damit sogar noch größer: sie zeigt, dass sie sich auch jenseits ihres ursprünglichen Kompentenzgebiets weiter schlau gemacht hat und in der Lage ist, sich in neue und komplexe Themengebiete einzuarbeiten. Eine weitere sehr wichtige Eigenschaft für Gründer.

Als Gründer ist man also gut beraten, sich schlau zu machen, welche Punkte Investoren häufig auf ihrer Check-Liste haben und welche Dinge bei ihnen gut ankommen, um sie dann aktiv zu “pushen”, also von sich aus anzusprechen. Dass können allgemeine Sachen sein, wie das Rechtliche im Fall von MeDusch. Oder auf den jeweiligen Investor bezogene Punkte, die man vorher recherchiert hat.

Denn wenn man z.B. vor Marktstart auf die Frage nach den bisherigen Verkäufen mit einem simplem “keine” antwortet, werden Investoren selten fragen, ob man denn schon irgendetwas anderes getan hat, um zeigen zu können, dass das Produkt echte Marktchancen hat. Getreu nach der Lean Startup-Methodologie gibt es hier aber viele Möglichkeiten: Vorverkäufe ebenso wie Voranmeldungen, Verkaufs-Buttons, die zur Newsletter-Anmeldung führen, Social Media Traction und vieles mehr. Alles, was irgendwie das Interesse der potenziellen Kunden belegen kann, ist wertvoll. Und die Mühe eines Gründers, sich hier zu überlegen, was man machen kann, um praktische etwas zu verkaufen, was es noch gar nicht gibt, zeigt wiederum das berühmte Brennen für das eigene Produkt und Unternehmen.

Schließlich hat genau diese Kombination aus Fakten und Leidenschaft diese “magische” Wirkung auf Investoren. Bei den Löwen scheint es jedenfalls funktioniert zu haben und jeder der fünf Anwesenden wollte investieren. Selbst Carsten Maschmeyer, der zunächst einen Portfoliokonflikt mit dem Aspira-Clip aus einer früheren Staffel sah, von Ralf Dümmel dann aber doch überzeugt werden konnte, dass die beiden Produkte nicht in Konkurrenz zueinander stehen.

Die Kombination von guten Zahlen und Leidenschaft scheint also tatsächlich eine gewisse “Magie” in sich zu tragen.

Tipp: “Nur eine gute Idee zu haben, reicht leider nicht aus” – MeDusch-Gründerin Jacqueline Torres Martinez im Interview

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Interview – “Nur eine gute Idee zu haben, reicht leider nicht aus” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der sechsten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Jacqueline Torres Martinez, die Gründerin von MeDusch, zuvor als MediDusch bekannt, dabei. Hinter MeDusch verbirgt sich ein Duschschaum, der ätherische Öle in die tägliche Körperpflege integriert. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt die die MeDusch-Macherin ihr Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem möchtest Du mit MeDusch lösen?
Ich möchte für jeden die Möglichkeit bieten, sich in der Erkältungszeit mit wohltuenden Aromen und ätherischen Ölen zu pflegen. Bisher war das nur möglich mit einem entspannten Bad, nun bringe ich dieses Aromaerlebnis unter die Dusche. 

Wie ist die Idee zu MeDusch entstanden?
Als Pharmareferentin stellte ich in meinem beruflichen Alltag fest, dass es für die Erkältungszeit nur wohltuende Aroma Bäder gibt. Doch was, wenn ich keine Badewanne besitze, oder lieber dusche als bade? Es musste Abhilfe geschaffen werden, denn ich wollte ein Produkt entwickeln, welches jeder in der Erkältungszeit nutzen kann, egal ob er eine Badewanne besitzt oder nicht. Somit stand für mich fest, dass ich einen Duschschaum entwickeln möchte mit ausgewählten ätherischen Ölen, wie zum Beispiel Eukalyptus und Menthol. Gleichzeitig war mir die Pflege der Haut wichtig, gerade in der kalten Jahreszeit möchte sie besonders reichhaltig gepflegt werden. Hierfür verwende ich in meinem Duschschaum feuchtigkeitsspendendes Mandel- und Avocado-Öl. MeDusch wurde Wirklichkeit. Ein Produkt made in Germany ohne Silikone oder Mikroplastik, der Umwelt zu liebe. 

Wo steht MeDusch in einem Jahr?
Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es natürlich toll, wenn ich mit meiner Dusch-Kosmetik den Markt erobern würde. MeDusch gehört eindeutig in den Handel und in jede Drogerie wo es Duschprodukte gibt.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Ich bin sehr schnell an meine Vertriebsgrenzen gestoßen. Als Pharmareferentin habe ich natürlich mein Produkt in den Apotheken platziert. Die Resonanz war unglaublich. Jede Apotheke, der ich MeDusch vorgestellt hatte, wollte mein Produkt im Sortiment mit aufnehmen. Mit diesem positiven Rückenwind möchte ich nun einen Löwen für mich gewinnen. Mir fehlen die Kontakte und die Vertriebspower im Einzelhandel und so hoffe ich, dass ich einen Investor für meine Dusch-Kosmetik in der Erkältungszeit gewinnen kann und er mit mir gemeinsam den Markt erobern möchte. 

Wie nervös warst Du kurz vor Deinem TV-Pitch?
Ich war schon sehr nervös, denn ich wusste, ich habe nur diese eine Chance. Immer an meiner Seite, mein Mann Guido, der mir zu jeder Zeit eine große Unterstützung war und ist und mir den Rücken frei hält. Ohne ihn hätte ich mich nicht beworben bei der Höhle der Löwen, ich bin ihm sehr dankbar. Wir sind ein starkes Team.

Dein Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Ihr müsst euch gut auf euren Pitch vorbereiten. Nur eine gute Idee zu haben, reicht leider nicht aus, man braucht schon ein gutes Konzept und man sollte seine unternehmerischen Zahlen im Kopf haben. Auch die Bewertung muss plausibel für die Löwen nachvollziehbar sein. Wenn das alles stimmig ist, dann kann es los gehen. Seid mutig und holt euch einen Deal!

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Hintergrund – mybimaxx, MediDusch, Schmuki, Ella’s Basenbande und Pocket Sky treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

mybimaxx
Die Brüder Bastian (40), Diplomingenieur und ehemaliger Fitnesstrainer, und Lukas Erdmann (36), Diplom-Wirtschaft- und Sportwissenschaftler sowie ehemaliger Profisportler aus der Leichtathletik, präsentieren den Löwen ihre mybimaxx Bandage. Um einen gut trainierten Körper zu erlangen, trainieren die meisten nach dem Motto „viel hilft viel” – viel Gewicht für viel Muskelaufbau. „Mit den schweren Gewichten werden die Übungen aber oft nicht korrekt und viel zu schnell ausgeführt”, weiß Bastian Erdmann. Die Folge ist nicht selten eine Verletzung. Mit mybimaxx soll das der Vergangenheit angehören. „Das ist eine Fitnessbandage, mit der zum einen die Trainingszeit und zum anderen das Trainingsgewicht um über 50 Prozent reduziert werden kann – und das bei mindestens gleichem Muskelaufbau”, erklärt Lukas Erdmann. Durch die Bandage wird die Durchblutung wa?hrend des Trainings gezielt vermindert und hat eine verringerte Sauerstoffzufuhr zur Folge. Die Muskulatur ist schneller erscho?pft und daher sendet das Gehirn den Auftrag zum Muskelaufbau. Die deshalb mehr ausgeschu?tteten Wachstumshormone sorgen dafu?r, dass die Muskulatur schneller, gro?ßer und sta?rker wird. Die Gründer bieten ihre mybimaxx Bandagen für die drei verschiedenen Muskelgruppen Arme, Beine und Waden an. Die Produkte sind aus atmungsaktivem und strapazierfa?higem Material gefertigt und können nach Gebrauch in der Waschmaschine gereinigt werden. Um mybimaxx groß rauszubringen, benötigen die Gründer 80.000 Euro und bieten den Löwen dafür 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.

MediDusch
Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und die ersten Erkältungssymptome wie eine laufende Nase, Husten und Halskratzen kündigen sich an. Ein beliebtes Heilmittel sind dann die Erkältungsbäder, doch nicht jeder hat eine Badewanne zu Hause. Pharmareferentin Jacqueline Torres Martinez (38) hat das Problem erkannt und entwickelte mit MediDusch (inzwischen als MeDusch unterwegs) einen Duschschaum, der die wohltuenden ätherischen Öle in die tägliche Körperpflege integriert: eine Mischung aus den Erkältungszeit-Klassikern Eukalyptus und Menthol sowie pflegendem Avocado- und Mandelöl. Zudem ist er frei von Silikonen, Parfüm und Mikroplastik. Noch ist ihr Produkt nicht auf dem Markt, aber mit Hilfe eines Löwen möchte die Gründerin den Handel erobern und MediDusch als die führende Marke etablieren. Dafür benötigt Jacqueline Torres Martinez ein Investment von 75.000 Euro und würde dafür 20 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Schmuki
Marc Duttle (40) und David Seidewitz (34) haben ein Herz für Schmutzfinken. Jeder, der Kinder hat, kennt dieses Problem: Nach der Kita, dem Kindergarten oder Aktivita?ten im Freien kommt es nicht selten vor, dass die Kleinen bis u?ber beide Ohren schlammverschmiert, nass oder dreckig sind. So möchte niemand seine Kinder ins Auto setzen. Die beiden Familienväter haben mit ihrem Schmuki – der Schmutzsack für Kinder – eine Lösung entwickelt. Anstatt das ganze Auto mit U?berzu?gen auszustatten oder die Kinder la?stig umzuziehen, kann man die kleinen Schmutzfinken einfach – so dreckig wie sie sind – in den Schmuki packen. Der Schmutzsack ist für alle Kindersitze sowie Buggys geeignet, aus strapazierfähigem, wasserdichtem Material, waschbar und damit immer wiederverwendbar. Aktuell ist Schmuki über ihren kleinen Onlineshop erhältlich. Aber ihr Ziel ist es, ihr Produkt groß rauszubringen. Dafür benötigen die Gründer 100.000 Euro und bieten 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Ella’s Basenbande
„Bei uns dreht sich alles um gesunde Ernährung”, verspricht Ella della Rovere. Die 69-Jährige ist mit 25 Jahren und ihrem kleinen Sohn von Polen nach Deutschland gekommen. Ohne Geld und Deutschkenntnisse, aber mit einem Arztdiplom in der Tasche. Nach jahrelanger Erfahrung als Anästhesistin und Schmerztherapeutin gründete sie 1991 eine Klinik, welche sie 20 Jahre lang erfolgreich führte. 2010 ist sie dann in Rente gegangen, doch an den Ruhestand denkt Ella noch lange nicht. Während ihrer Zeit als praktizierende Ärztin konnte sie wichtige Erkenntnisse über die Krankheiten ihrer Patienten sammeln und erkannte schon früh, dass viele davon unmittelbar mit der Ernährung zusammenhängen. Ella fand leider in den Regalen von Supermärkten keine Fertiggerichte, die wirklich clean, frei von Zuckerzusätzen und Süßungsmitteln, Füllstoffen, Emulgatoren oder Konservierungsstoffen sind. Und so entstand die Idee, ein Fertiggericht selbst zu entwickeln, das zu 100% auf dem Prinzip der Säure-Base-basierten Ernährung aufbaut. Das bedeutet clean, basisch, vegan, reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Gemeinsam mit ihrem Sohn Marcin Glowacki (47) und dem Spitzenkoch Konrad Geiger (51) bildet sie Ella’s Basenbande. Gemeinsam bieten sie basische, vegane Fertiggerichte ohne „Schnickschnack” in Gläsern an, die ausschließlich aus Gemüse, Kräutern, Gewürzen und Ölen bestehen. Um weiter wachsen zu können, hofft Ella, ein neues Mitglied in ihrer Basenbande begrüßen zu können. Ihr Angebot an die Löwen: 150.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Pocket Sky
Mark Wallerberger (45) und Michael Geyer (58) stellen den Löwen Pocket Sky vor: „Das kleinste und leichteste Lichttherapie-Wearable der Welt“, wie Mark erklärt. Pocket Sky wird wie eine Brille getragen und soll eine leistungssteigernde Wirkung haben. Hervorgerufen wird der Effekt durch ein spezielles blaues Licht, damit soll das Schlafhormon Melatonin unterdrückt werden. „Nach ungefähr 20 Minuten schaltet sich das Wearable ab, denn dann hat der Körper die richtige Dosis Licht erhalten und der Nutzer ist fühlbar wacher und aktiver“, führt Michael aus. Pocket Sky ist stimmungsaufhellend, soll Vielfliegern dabei helfen, ihren Jetlag zu überwinden oder Schichtarbeitern, durch die unnatürlichen Arbeitszeiten zu kommen. Zunächst setzten die Gründer auf eine B2B-Strategie, sie wollen aber mit Hilfe der Löwen ihr Produkt auch bald im Einzelhandel anbieten und eine zugehörige App entwickeln. Sie suchen einen strategischen Partner und bieten 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Interview – Anne und Stefan Lemcke (Ankerkraut) sprechen über Löwen #CurrywurstTalk


Im #CurrywurstTalk im Rahmen der ruhrSTARTUPWEEK, die kürzlich zum vierten Mal im Ruhrgebiet und digital stattgefunden hat, spricht Alexander Hüsing, Gründer und Chefredakteur von deutsche-startups.de, mit Anne und Stefan Lemcke, den Gründern des Gewürz-Startups Ankerkraut über Geld, Gründen als Paar und Löwen. Als Special-Guest ist zudem Ex-Löwe Frank Thelen dabei.

Tipp: Weitere Interviews aus dieser besonders leckeren Video-Reihe gibt es im CurrywurstTalk-Ressort.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhr:HUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#Hintergrund – Vytal: Der Unterschied zwischen Wollen und Können bei der Bewertung


Bewertungen sind immer wieder Kernthema bei Investorenverhandlungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb von “Die Höhle der Löwen”. Die Suche nach der einen, absolut wahren und immer zutreffenden Formel oder Methode blieb jedoch bisher ergebnislos. Zwar findet man nach kurzer Recherche schnell ausführliche Beschreibungen und Anleitungen wie z.B. zu der “Dicounted-Cashflow”-Methode (DCF), in der Realität ist ein solches Rechenergebnis jedoch vor allem in frühen Startup-Phasen selten ausschlaggebend.

Das liegt vor allem daran, dass die meisten dieser Methoden auf Werten basieren, die bei sehr jungen Unternehmen nur schwer vorhersehbar sind, wie z.B. die geplanten Umsätze. Das ist auch einer der Gründe, warum man Umsätze bottom-up auf Basis möglichst konkret ermittelter Branchen-KPIs bei Investoren (und in Finanzplänen) kalkulieren sollte, und nie top-down etwa von der Marktgröße argumentieren sollte. Hieraus entstehen dann nämlich allzu oft völlig übertriebenen Bewertungen, und nicht nur einmal hat man  auch die Löwen sagen hören, das die Größe eines Marktes keine Bewertungsargumentation ist.

Oberflächlich betrachtet hätte bei Vytal zunächst der Eindruck entstehen können, dass die Gründer genau diesen Weg gegangen sind. Denn die Bewertung wurde von allen Löwen als wesentlich zu hoch empfunden, und die Gründer argumentierten häufig mit den Aussichten eines globalen Geschäftsmodells.

Was gerade in der Höhle vielen Gründern auch passiert, ist, den Löwen eine Bewertung wie für einen reinen Finanzinvestor anzubieten, also einen Investor, der sich außer der Bereitstellung von Kapital nicht viel einbringt. Doch Investoren wie die Löwen bieten wesentlich mehr, vielen Gründern ist hier sogar oft z.B. der Zugang zu Vertriebskanälen wichtiger als das Kapital selbst, und genau diese Leistungen müssen eben auch bei der Bewertung berücksichtigt werden, schließlich wären viele davon mit Geld kaum zu bezahlen.

Im Fall von Vytal hatte man jedoch nicht das Gefühl, dass die Gründer die Investoren und ihre Bedeutung unterschätzten, denn immer wieder betonten sie, was sie sich von einem starken Investor erhofften und dass sie unbedingt mit einem oder mehreren der Löwen arbeiten wollten. Doch das Gegenangebot von Dr. Georg Kofler und Nico Rosberg war mit 25% weit von den ursprünglich angebotenen 10% entfernt. Daher hat es auch weniger überrascht, dass die Gründer nun ihrerseits ein neues Angebot machten. Allerdings hätten viele Zuschauer ein wenig mehr Entgegenkommen von ihnen erwartet, denn die nun vorgeschlagenen 12,5% wirkten nicht so, als ob die Gründer unbedingt einen Deal haben wollten. Auch nach einem weiteren Entgegenkommen der Löwen mit 20% zeigte sich im Angebot der Gründer keine Bewegung. Dadurch verloren sie Nico Rosberg, Dr. Georg Kofler machte jedoch schließlich den Deal alleine. Doch was gab hier den Ausschlag und überzeugte letztendlich, dass die Gründer, wie sie auch sagten, nicht mehr Anteile anbieten “konnten” und nicht nur einfach nicht “wollten”?

Schon recht früh in der Argumentation der Bewertung legten die Gründer dar, welche Skalierungsmöglichkeiten sie in ihrem Geschäftsmodell sahen, und in diesem Zug auch, dass daher im Laufe des Wachstum noch viel mehr weiteres Geld nötig sei, und daher auch weitere Investitionsrunden. Solche weiteren Runden, die oft eine mindestens 7-stellige Investmentsumme umfassen, werden dann meistens von reinen Finanzinvestoren angeführt, die normalerweise ein bestimmtes Set an Regeln haben, nach denen sie investieren. Eine der verbreitetsten ist hierbei, dass die Gründer noch einen erheblichen Anteil der Unternehmensanteile besitzen, was viel mit Motivation und Commitment der Gründer, aber auch z.B. mit Entscheidungsstrukturen zu tun hat. Einen zu hohen Anteil in einer frühen Runde abzugeben, könnte also das scheitern späterer Investorenakquisen und damit auch das Ende des Unternehmens bedeuten.

Dieses Argument wird jedoch häufiger genutzt, als es tatsächlich zutrifft, es müssen schon einige Merkmale in der Komposition von Markt, Geschäftsmodell und Unternehmensphase vorliegen, um wirklich sagen zu können, dass man nicht mehr Anteile abgeben “kann” obwohl man den Investor unbedingt an Board haben will.

Ein weiteres Indiz, dass dies im Fall von Vytal zutrifft, kann in der genauen Nachfrage von Dr. Georg Kofler nach den Sklalierungsplänen gesehen werden, denn natürlich dreht sich bei einem solchen Modell alles ums Wachstum.

Schließlich schien ihn die Antwort zufrieden zu stellen und wir dürfen gespannt sein, ob mit Vytal endlich ein global agierendes Modell im Kampf gegen die Plastikberge von Essensverpackungen entsteht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Wir waren schon nervös. Man weiß ja nie, was passiert” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der fünften Folge der aktuellen Staffel sind unter anderem Julian Berhang und seine Frau Elena Sarri-Berhang, die Gründer von Yammbits dabei. Hinter dem Namen verbergen sich Fruitballs, kleine Kugeln aus getrockneten Biofrüchten. Im Interview mit deutsche-startups.de stellen die FlowKiss-Macher ihr Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit Yammbits lösen?
Frisches Obst ist ein unschlagbarer Snack, aber leider nicht immer praktisch. Es wird beim Transportieren leicht zerdrückt und ist unterwegs schwierig zu waschen oder zu schälen. Yammbits Fruit Balls lösen dieses Problem. In ihrer Verpackung sind die neun Kugeln vor dem Zerdrücken geschützt und praktisch zum Mitnehmen. Yammbits sind saftig, vegan, gluten- und laktosefrei und aus besten Bio-Rohstoffen. Außerdem enthalten sie feines Cashewmus statt Palmöl. Perfekt geeignet, um sich unterwegs, im Büro oder beim Sport lecker und praktisch zu stärken.

Wie ist die Idee zu Yammbits entstanden?
Während unserer Elternzeit nach der Geburt unserer Zwillinge haben wir viel Zeit in Elenas Heimatstadt Volos in Griechenland verbracht. Ihre Familie hatte zur Obsternte viel zu viele Früchte, so dass wir sie gar nicht alle aufessen konnten. Da hatten wir die Idee, sie zu Snackprodukten zu verarbeiten. Zu dieser Zeit brauchten wir als junge Eltern viel Nervennahrung und waren ohnehin auf der Suche nach cleveren Snacks. Wir haben herumprobiert und die ersten Fruchtsnacks in der heimischen Küche erfunden.

Wo steht Yammbits in einem Jahr?
Wir wollen mit der Marke Yammbits in fünf Jahren der Marktführer im Bereich der innovativen und leckeren Snacks für die ganze Familie werden. In einem Jahr haben wir hoffentlich schon einen großen Schritt in diese Richtung gemacht und sind  zum Beispiel bei allen für uns interessanten Händlern im Regal.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Wir wollten unbedingt in die VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“, denn es war an der Zeit, mit unserer Firma den nächsten Schritt zu gehen. Zum einen ist es kein Geheimnis, dass die Sendung extrem hilft, das Produkt und die Firma bekannt zu machen. Zum anderen suchten wir zu dem Zeitpunkt der Bewerbung einen Investor, der uns nicht nur mit Geld, sondern auch mit Wissen und Verbindungen in den Handel unterstützen kann.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
Wir waren schon etwas nervös. Man weiß ja nie, was passiert. Und jeder kennt ja auch die Sendungen, in denen Gründer ein wenig „gegrillt“ worden sind. Daher haben wir einfach versucht, authentisch zu sein und uns gut vorzubereiten. Und auch ehrlich zu unseren Schwächen zu stehen.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Seid ihr selbst, seid authentisch, seid positiv und glaubt an Euch. Gut vorbereitet zu sein, vor allem in Bezug auf Zahlen, gehört genauso dazu, wie sich auf die Schwächen des eigenen Konzepts konstruktiv äußern zu können.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #food, #interview, #munchen, #yammbits

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#Hintergrund – Move it Mama, Vytal, Yammbits, Knetbeton, Solmove treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

MOVE IT MAMA
Als Schauspielerin konnte Birte Glang (39) bereits in ihren Rollen (u.a. „Unter Uns“, „Alarm für Cobra 11“, „Alles was zählt“) überzeugen – vor drei Jahren ging sie außerdem unter die Gründer. „Es war mir immer wichtig, körperlich fit zu sein. Und das war auch nicht anders, als ich im Jahr 2017 schwanger war“, erklärt Birte den Ursprung ihrer Idee. „Ich war in der Schwangerschaft allerdings total unsicher, welche Fitnessübungen ich überhaupt machen dürfte.“ Gemeinsam mit Hebammen, Ärzten und Fitnesstrainern entwickelte Birte ein umfangreiches Fitnessprogramm für werdende und frischgebackene Mütter, welches genau an die einzelnen Schwangerschaftsphasen angepasst ist. Alle Workouts hat die Gründerin während ihrer eigenen Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt in Los Angeles/Kalifornien gedreht. Immer an ihrer Seite: ihr Ehemann, Erfolgsproduzent und DJ André Tegeler, in der Musikszene besser bekannt als „Moguai“. Gemeinsam hat das Powerpaar bereits knapp 300.000 Euro in das Start-up investiert. Mit „MOVE IT MAMA“ bietet die Schauspielerin und Fitnessexpertin eine App mit persönlichem Trainingsplan und insgesamt über 720 Minuten Trainingsmaterial für Mütter ab dem ersten Tag der Schwangerschaft bis zu drei Jahre nach der Geburt an. Mit Hilfe der Expertise eines Löwen erhofft sich Birte den großen Durchbruch für ihr „Baby“ und ein Investment von 200.000 Euro. Dafür bietet sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

VYTAL
„Wir wollen Plastik und Einwegverpackungsmüll aus dem ‚To Go‘-Bereich eliminieren“, erklären Sven Witthöft (31) und Tim Breker (33). Mit VYTAL haben die beiden Unternehmensberater ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen entwickelt – ganz ohne Pfand! Damit sagen sie dem Verpackungsmüll den Kampf an, denn wie Sven erklärt: „Nimmt man alle Einwegverpackungen, die in Deutschland jährlich verbraucht werden, reichen diese sieben Mal um die Erde.“ Die VYTAL-Essensverpackungen sind 100 % auslaufsicher, BPA-frei (Bisphenol A), sollen nach zehn Benutzungen ökologischer als Einwegverpackungen sein und eine Lebensdauer von mindestens 200 Befüllungen haben. Um neue Verpackungen für weitere Gerichte zu entwickeln und ihr System deutschlandweit in Kantinen und Restaurants zu etablieren sowie international zu expandieren, benötigen die beiden Gründer einen Investor. Ihr Kapitalbedarf liegt bei 450.000 Euro, dafür bieten Sven und Tim 10 Prozent ihrer Anteile.

Yammbits
Snacken ohne schlechtes Gewissen: Diese Möglichkeit servieren Julian Berhang (40) und seine Frau Elena Sarri-Berhang (36) den Löwen mit ihren Yammbits Fruitballs, kleine Kugeln aus getrockneten Biofrüchten mit einer leckeren Hülle. Die Anfänge von Yammbits liegen in Elenas Heimat Griechenland. „Nach der Geburt unserer Zwillinge haben wir unsere Elternzeit dort verbracht“, erklärt die Gründerin. „Schlaf war Mangelware und auch die gesunde Ernährung blieb auf der Strecke“, erinnert sich Julian an diese Zeit. Obwohl sie von Obstplantagen umgeben waren, gesteht der Familienvater: „Eigentlich haben wir uns nur von Gyros mit Pommes und ungesunden Snacks ernährt.“ Die Lösung entwickelten sie gemeinsam mit einem Lebensmitteltechniker: einen transportablen und gesunden Fruchtsnack für alle Lebenslagen oder – wie Julian erklärt – „Obstessen in geil!“ Aktuell gibt es Yammbits in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango”, „Coole Cocos-Aronia” und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere”. Sie alle sind vegan, laktosefrei, ohne Zucker und statt Palmöl wird Cashewmus verwendet. Damit ihr Unternehmen wächst, benötigt das Paar 100.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile.

Knetbeton
„Ich finde alles herrlich, was mit dem wichtigsten Werkzeug der Welt entsteht – und das sind unsere zehn Finger“, erklärt Miled Ben Dhiaf (42), der eigentlich beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist. Während eines Tunesienurlaubes 1999 hat Miled beobachtet, wie Bauarbeiter eine Fassade mit Beton besonders kunstvoll verkleidet haben. Er verliebte sich in die Materie und machte sich wenig wissend in Deutschland auf die experimentelle Suche nach modellierbarem Beton. Inzwischen hat Miled sein Hobby zum Beruf gemacht und im Jahr 2012 „Knetbeton“ auf den Markt gebracht: Eine Modelliermasse, die zwar wie Beton aussieht, sich aber wie Knete ein- und ausrollen lässt, kaum schmiert, keine Risse bei der Bearbeitung und Biegung hinterlässt und ohne Brennofen aushärtet. Die entstandenen Skulpturen und Kunstwerke sind witterungsfest und können im Garten aufgestellt werden. Seitdem hat Miled seine Erfindung konsequent weiterentwickelt: „Man kann kneten, modellieren, schnitzen. Von kleinen filigranen Rosen bis hin zu großen Gartenskulpturen kann man alles gestalten“, erklärt der 42-Jährige seinen elastischen „Knetbeton 2.0 Soft Art“. Für das Wachstum seines Unternehmens benötigt Miled 150.000 Euro und bietet dafür 25 Prozent Firmenanteile. Ob „Mr. Beton“ einen der Löwen für sein kreatives Unternehmen begeistern kann?

Solmove
„Ich träume von einer Welt, die vor allem nachhaltig ist. Ich stelle mir vor, dass wir saubere Luft haben und mit unseren elektrischen Autos über Solarstraßen fahren können“, so Donald Müller-Judex (57). Der Produkt- und Softwareentwickler wurde bereits mit mehreren Awards ausgezeichnet. Mit seiner aktuellen Erfindung sollen aus grauen Straßen grüne Straßen werden. Hinter Solmove steckt ein smarter Straßenbelag: ein flexibles Glasmodul mit Solarzellen, die Strom erzeugen, der sodann eingespeist werden kann. So können ganze Straßen, Parkplätze oder Gehwege zu Solaranlagen werden. „Die Straße, die normalerweise nur kostet, verdient auf einmal Geld“, verspricht Donald. Doch Solmove kann noch mehr: „Wir werden in den Modulen Sensorik integrieren. So können wir feststellen, ob ein Parkplatz freigeworden ist oder Autos zählen, um Ampelschaltungen zu optimieren. Wir werden außerdem Licht in die Module integrieren, um Flächen illuminieren zu können und z.B. auf einer Rennbahn zu zeigen, welches Auto am schnellsten um die Kurve gefahren ist“, erläutert der 57-Jährige. Um die Produktion vorzubereiten und Solmove auf den Markt zu bringen, benötigt Donald Müller-Judex ein Investment von 500.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile. „Das ist kein Start-up, das ist ein Smart-up“, findet Carsten Maschmeyer. Ob sich die Löwen mit dem Gründer auf die Überholspur begeben?

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Hintergrund – Hiit the Beat: Kann man Fitness-Trends vorhersagen?


Schon mehrfach wurden Groupfitness-Konzepte in “Die Höhle der Löwen” vorgestellt, doch nie war eines so nahe am Deal wie Breakletics – Hiit the Beat. Die Löwen scheinen recht skeptisch den Erfolgsaussichten eines solchen Geschäftsmodells gegenüberzustehen, doch woran genau liegt das und welche Indizien können vielleicht doch den Erfolg solcher Modelle prognostizieren helfen?

Der Auftritt der Gründer Peter Sowinski und Samim Quraischi war definitiv einer der spektakulärsten bisher, und so genossen sie verdientermaßen direkt die volle Aufmerksamkeit der Löwen.
Das Konzept des auf Breakdance basierten Fitness-Workouts ist zwar erstmal ein bisschen erklärungsbedürftig, aber genau in dem richtigen Maße, dass es neugierig macht. So sehr, dass sogar Dr. Georg Kofler es direkt ausprobierte. Auch lässt es sich visuell sehr gut rüberbringen und so erfüllt HIIT the Beat schon einmal eines der grundsätzlichen Erfolgskriterien eines Groupfitness-Programms: es hat einen hohen Neuheitsgrad, ist aber nicht so kompliziert zu erklären, dass einmal neugierig Gewordene zu schnell aufgeben. Das ist wichtig, denn oft haben solche Konzepte nur ein paar Sekunden Zeit, um z.B. über ein kurzes Video die Neugier von Messe- und Fitnessstudio-Besuchern zu wecken.

Doch der Markt ist heiß umkämpft, seit Erfolgsgeschichten wie Zumba und Les Mills gezeigt haben, was umsatztechnisch möglich ist.

Denn neben den Trainerausbildungen können ab einer gewissen Reichweite und Verbreitung noch zusätzliche, sehr lukrative Einnahmequellen wie Abonnements für die Trainer, Lizengebühren von den Studios oder Bekleidungslinien etabliert werden. Und genau hier liegt der Knackpunkt: bei der großen Konkurrenz und Vielfalt der Konzepte ist es sehr schwierig zu bewerten, ob ein neues Konzept das Potenzial hat, diese Reichweite zu erlangen und zu einem solch starken Trend zu werden. Und genau diese Bedenken äußerten auch die Löwen in Hinblick auf HIIT the Beat: Kann das Konzept wirklich so groß werden, dass sich das Investment von 350.000 € für 10% irgendwann lohnt?

Ein interessierter Investor bräuchte also definitiv noch weitere Informationen, um eine rationale Entscheidung treffen zu können. Denn viele Fitnesskonzepte bleiben relativ klein, oder verschwinden sogar sehr schnell wieder. HIIT the Beat aber hält sich seit circa 3 Jahren am Markt und ist kontinuierlich gewachsen, und das ohne viel eigenes Investment und völlig ohne Fremdkapital bisher. Das ist beeindruckend, für einen Investor aber meistens noch lange nicht genug.

Welche Hinweise gäbe es also noch darauf, ob ein solches Konzept einmal zu den ganz großen gehören könnte? Da es um Reichweite geht, sollte man sich alles anschauen, was damit in Zusammenhang zu bringen ist. Und zwar nicht nur die Ist-Zahlen, sondern – in einer solchen Phase fast noch wichtiger – alle Fakten, die darauf hindeuten könnten, dass das Konzept in nächster Zeit (oder auch mit der entsprechenden Unterstützung) stark an Fahrt gewinnen könnte. Prinzipiell versucht man also herauszufinden, ob das Konzept das Potenzial zum Trend oder sogar zum Hype hat. Doch diese Fakten sind oft eher versteckt und verlangen ein sehr tiefes durchdringen des Marktes und seiner Mechanismen. Wie gut die existierenden Kurse besucht sind und wie viele Trainer anteilsmäßig ihre Lizenzen verlängern, sind z.B. solche Hinweise. Die Reaktionen, wo immer das Konzept vorgestellt wird, können auch viele Einblicke für jemanden bereithalten, der sich in diesem Markt auskennt: Wie gut besucht ist z.B. der entsprechende Stand auf einer Fitness-Messe, wie viele Leute machen spontan bei Vorführungen mit und ist hier eine Art Conversion zu interessierten Trainern und Studios bemerkbar? Aus den Publikumsreaktionen ist schon recht viel erkennbar, doch diese Informationen zu erlangen, ist natürlich zeitaufwändig.

Im Social Media-Zeitalter kann man aber natürlich auch online viel “ablesen”. Wie sind die Follower-Zahlen auf den verschiedenen Kanälen, wo funktioniert das Konzept gut und wie gut interagieren die Leute mit den Posts? Hieraus lassen sich nicht nur Informationen ableiten, wie gut das Konzept ankommt und was ggf. kritisiert wird, sondern auch, welche Kompetenzen das Gründerteam in diesem Bereich hat.

Ein kurzer Check des HIIT the Beat-Accounts bei Instagram zeigt definitiv überdurchschnittliche Werte an, was auch gut zu dem Background der Gründer passt.

Sollte man also wirklich zu dem Schluss kommen, dass ein Konzept Potenzial zum Trend in der Fitnessbranche hat, ist schließlich noch die Weiterentwicklung entscheidend: Welche Pläne haben die Gründer, die Reichweite dann tatsächlich auch zu monetarisieren? Wie oben beschrieben sind verschiedene Konzepte hier verschiedene Wege gegangen, der Plan muss also gut durchdacht sein und zum Konzept passen.

HIIt the Beat geht hier praktisch noch einmal einen Sonderweg und macht mit seiner App einen völlig neuen Geschäftsbereich auf. Das Konzept, das im Prinzip auch als Variante auf Musik von Hoch-Intensivem Intervalltraining (HIIT) beschrieben werden kann, eignet sich für diese Form besser als viele andere Fitness-Konzepte, die meist Lied-für-Lied choreografiert werden und daher für den kleinen Smart Phone-Bildschirm eher schlecht geeignet sind. Die ersten Zahlen scheinen den Gründern zu diesem ungewöhnlichen und mutigen Schritt Recht zu geben, auch die Bewertungen im App Store sprechen dafür.

Ein Groupfitness-Konzept zu bewerten und seine Erfolgsaussichten zu prognostizieren ist also sehr schwierig und kann wie bei den meisten komplexeren Geschäftsmodellen in eine Zahlen- und Informationsschlacht ausarten. Diese Zeit und Möglichkeiten hatten die Löwen leider nicht, was Investoren automatisch vorsichtiger werden lässt. Doch das Potenzial sahen auch sie, dem Lob für den insgesamt starken Auftritt nach zu urteilen. Sie sollten also ebenfalls gespannt sein, ob hier nicht tatsächlich ein neuer Fitness-Trend made in Germany entsteht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #breakletics, #die-hohle-der-lowen, #groupfitness, #reloaded

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#Hintergrund – Klang2, LetsAct, Forest Gum, FH2OCUS, Breakletics treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

Forest Gum
Mit seinem biologisch abbaubaren Kaugummi Forest Gum will Thomas Krämer (40) aus Köln den Kaugummi-Markt revolutionieren. Der studierte Ressourcenmanager steht ganz am Anfang seines Unternehmens und erklärt: „Wir benötigen Unterstützer, die daran glauben, dass man auch mit Kaugummi die Welt ein bisschen besser machen kann.“ Ein herkömmliches Kaugummi besteht zum großen Teil aus Polyvinylacetaten: Synthetische Stoffe, aus denen auch Plastikflaschen oder Autoreifen hergestellt werden. „Wenn man auf Kaugummi kaut, kaut man auf Plastik“, erklärt der Gründer den Löwen. „580.000 Tonnen Kaugummi werden weltweit jedes Jahr gekauft, gekaut und wieder ausgespuckt. Bis zu 80 Kaugummis kleben in Deutschland an belebten Plätzen auf einem Quadratmeter Straße. Circa 900 Millionen Euro geben die Kommunen jedes Jahr aus, um Gehwege von Kaugummi zu reinigen.“ Um diese Umweltsünde aus der Welt zu schaffen, hat Thomas Forest Gum gegründet. Seine biologisch abbaubaren Kaugummis aus rein pflanzlichen Zutaten sind komplett plastikfrei, zuckerfrei, frei von künstlichen Aromen und zudem nachhaltig in Zentralamerika produziert. Für sein Unternehmen benötigt der Gründer ein Investment von 300.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent Firmenanteile. Ob den Löwen dieser Pitch schmeckt?

FH2OCUS (heute FlowKiss)
Sonja Wüpping (28) und Jan Oostendorp (31) kennen sich aus Schulzeiten und wollen bald heiraten. Ihren Traum vom gemeinsamen Start-Up haben sich die Berufsberaterin und der Produktfotograf bereits verwirklicht. „Wir haben ein Getränk entwickelt, das zwar unscheinbar aussieht, Sie aber überraschen wird“, verspricht Jan den Löwen. Statt Kaffee schon morgens den ersten Energydrink: Das gehörte für Sonja lange Zeit zum Alltag. „Das fand keiner gut“, erinnert sich die 28-Jährige. So peinlich war ihr die Vorliebe für die süßen Koffein-Kicks, dass sie die leeren Pfanddosen vor ihrem damals neuen Freund Jan sogar im Küchenschrank versteckte. Doch der kam schnell dahinter und wunderte sich: „Denn eigentlich ernährt sich Sonja sehr gesund.“ Als die gemeinsame Suche nach erfrischenden Wachmachern ergebnislos blieb, entwickelten Sonja und Jan selbst eine gesündere Alternative. „FH2OCUS ist ein koffeinhaltiges Sprudelwasser. Es enthält keinen Zucker, keine künstlichen Geschmacksstoffe und auch keine Kalorien“, erklärt Jan. Das Power-Wasser besteht aus vier Zutaten (Wasser, Kohlensäure, Koffein und Zitrone für die Frische) und beinhaltet pro 100 ml 20 mg Koffein. „Damit macht eine 600 ml Flasche so wach wie eine große Tasse Kaffee, ist dabei aber so erfrischend wie ein Energydrink und so natürlich wie Wasser“, erklärt Sonja. Um ihr noch junges Unternehmen am Markt zu etablieren und neue Zielgruppen zu erobern, benötigt das Powerpärchen 90.000 Euro und bietet 25 Prozent Firmenanteile.

Breakletics
„Hit the Beat“: So lautet das Motto der passionierten Breakdancer Peter Sowinksi (34) und Samim Quraischi (32). „Ich habe für Breakdance alles vernachlässigt: Schule, Freunde, alles!“, erklärt Peter seine Leidenschaft. „Mein einziger Fokus war Breakdance. Ich liebe diese Kreativität und die Einzigartigkeit.“ Solo dreifacher Deutscher Meister im Breakdance holte sich Peter 2011 auch als Team mit Kumpel Samim 2011 die Deutsche Meisterschaft. Inzwischen haben die beiden den Sprung ins nächste Level geschafft und wollen mit dem speziellen Workout Breakletics die Fitness-Branche auf den Kopf stellen. „Wir haben die kreativen Elemente aus dem Breakdance genommen, sie runtergebrochen und mit normalen Fitnessübungen kombiniert“, erklärt Peter das High Intensity-Programm, das fit und vor allem Spaß machen soll. Die Trainings-Sessions lassen sich als digitales Workout per App oder Browser nach Länge und dem individuellem Fitness-Level abrufen. Zudem bieten die Gründer Trainer-Lizenzen für den Unterricht in Fitness-Studios an. Für ihr Unternehmen benötigen die Breakdancer Kapital in Höhe von 350.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihres Unternehmens. Bevor es zu Verhandlungsgesprächen kommt, wagen sich Nico Rosberg und Dr. Georg Kofler allerdings erst einmal selbst auf die Trainings-Bühne.

Klang2
„Wir bringen Musik in Ihren nächsten Spieleabend“, versprechen Geigenbauer Sebastian Oberlin (39) und Musiker sowie hauptberuflicher Softwareentwickler Adrian Rennertz (33). Die beiden machen seit 2017 Musik zusammen und hatten 2018 gemeinsam die Idee zu „Klang2“: Kleine Holzquadrate, die über das Smartphone Sounds abspielen, wie z.B. Klassische Musik oder Tiergeräusche. Das Gedächtnisspiel für die Ohren soll musikalische sowie Allgemeinbildung mit Spaß verbinden: „Ich starte die App, wähle das Spiel ‚Klassische Musik‘ und muss dann zwei Hälften einer Melodie zusammenführen. Wie beim klassischen Memory, nur mit Tönen statt mit Bildern“, erklärt Adrian die Holzquadrate. Wenn die zwei richtigen Ton-Hölzer zusammengeführt wurden, erklingt als Belohnung die ganze Sinfonie. Um noch mehr Klangspiele anbieten zu können, suchen die Gründer ein Investment von 150.000 Euro für 10 Prozent Anteile. Treffen Adrian und Sebastian bei den Löwen den richtigen Ton?

Letsact
Ludwig Petersen (21) und Paul Bäumler (22) aus München engagieren sich bereits seit Jahren ehrenamtlich. Doch der Einstieg in ein solches Engagement ist gar nicht so einfach, wissen die beiden. „Jeder dritte Deutsche würde gerne ehrenamtlich etwas Gutes tun”, erklärt Ludwig. „Aber oft weiß man nicht, wie oder wo man anfangen soll.” Ihr Start-up Letsact soll dabei helfen. „Wir wollen es den Menschen leicht machen, einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten”, erklärt Paul. Ihre App bündelt unterschiedlichste soziale Organisationen und bietet einen guten Überblick über die breiten Möglichkeiten des Ehrenamts. So kann man einfach und unkompliziert soziale Projekte finden und sich engagieren. Die Plattform vermittelt somit zwischen Volunteers und Non Profit-Organisationen. Daneben bietet Letsact auch Möglichkeiten sich finanziell für den guten Zweck einzusetzen, um bspw. Klimaprojekte zu unterstützen. Letsact möchte weiterwachsen, unter anderem für ihre Expansion in Europa brauchen die zwei Gründer mehr Kapital. Für ein Investment von 300.000 Euro würden die Gründer zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben. Mit ihrer Idee rühren die Jungunternehmer Nico Rosberg zu Tränen. Werden Sie auch die Unterstützung der Löwen erhalten?

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Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #berlin, #bocholt, #breakletics, #die-hohle-der-lowen, #fh2ocus, #flowkiss, #forest-gum, #freiburg, #klang2, #koln, #letsact, #munchen

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#Interview – “Wir möchten unseren Traum zu unserem Hauptberuf machen” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der vierten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Sonja Wüpping und Jan Oostendorp, die Gründer von FH2OCUS (inzwischen als FlowKiss bekannt). Hinter dem Namen verbirgt sich ein koffeinhaltiges Sprudelwasser.  Im Interview mit deutsche-startups.de stellen die FlowKiss-Macher ihr Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit FlowKiss lösen?
Es gibt immer noch Menschen, die auf der Suche nach einem für sie passenden koffeinhaltigen Getränk sind. Zum Beispiel, weil sie den süßen Geschmack von Energydrinks nicht mögen oder Kaffee nicht so gut vertragen. Mit FlowKiss, vormals FH2OCUS, ist nun endlich ein koffeinhaltiges Getränk erhältlich, dass wohl zu fast jedem passt. FlowKiss ist nämlich ein Koffeinwasser, das im Gegensatz zu den üblichen Energydrinks vollständig auf Zucker und auf künstliche Farb- und Geschmacksstoffe verzichtet. Es beinhaltet nur vier Inhaltsstoffe, keine Kalorien und ist bisher als erfrischende Variante mit natürlichem Zitronenaroma erhältlich. Wer bisher auf der Suche nach einer Abwechslung zu Energydrinks oder Kaffee gewesen ist, ist bei uns also genau richtig! Ob beim Sport, auf einer langen Autofahrt oder im Büro – FlowKiss kann dich überall erfrischen.

Wie ist die Idee zu FlowKiss entstanden?
Jeder von uns kennt wohl die Situationen, in denen wir eine extra Portion Motivation und Energie benötigen. Wie auch viele andere haben wir beide dann häufig nach Kaffee und vor allem nach gekühlten Energydrinks gegriffen. Auch wenn wir eigentlich einen relativ gesunden Lebensstil führen, hat es eine Weile gedauert, bis uns bewusst geworden ist, dass diese künstlichen und zuckerhaltigen Getränke eigentlich so gar nicht zu uns passen. Also sind wir in die Supermärkte gegangen und haben geschaut, welche Alternativen es sonst noch gibt. Außer einem riesigen Regal, mit noch mehr, noch bunteren Energydrink-Dosen haben wir nichts Passendes für uns gefunden. Und so entstand die Idee zu FlowKiss Koffeinwasser. Wir wollten aber nie einfach nur ein Produkt entwickeln, sondern hatten immer die Idee mit unserem Startup etwas zu bewegen. Wer unsere Geschichte verfolgt weiß, dass wir unser Startup gegründet haben, um uns einer spannenden Herausforderung zu stellen, über uns hinauszuwachsen und um uns unseren großen Traum von einem eigenen Unternehmen zu erfüllen. Unsere Vision ist es, auch anderen Menschen den Mut zu geben, endlich das zu tun, was sie schon immer wollten. Denn noch viel zu oft schlummern in den Herzen der Menschen Träume, die ein Leben lang unerfüllt bleiben. Wir möchten einen Teil dazu beitragen, dass niemand mehr bereut, etwas nicht getan zu haben und FlowKiss soll sie bei ihren spannenden Erfahrungen begleiten. Nicht nur als erfrischendes Koffeinwasser, sondern auch wir als Unternehmen, indem wir genau diese Geschichten unserer Kunden erzählen. Deshalb steht hinter unserem Unternehmen nicht nur eine Vision, sondern auch eine Frage: „Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?“

Wo steht FlowKiss in einem Jahr?
Unser Ziel ist es, dass FlowKiss überall dort erhältlich ist, wo es Getränke gibt. Nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkemärkten, sondern eben auch an Tankstellen, auf Veranstaltungen oder in den Meetingräumen der Unternehmen. In einem Jahr befinden wir uns auf einem guten Weg dorthin, sind in großflächig im Lebensmitteleinzelhandel gelistet und entdecken regelmäßig Menschen mit einer Flasche FlowKiss auf der Straße, im Fitnessstudio oder im Auto. Bis dahin möchten wir unsere Produktpalette erweitern und haben vielleicht schon eine weitere Geschmacksrichtung gemeinsam mit dem Feedback unserer Kunden entwickelt.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Wir haben uns bei der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ beworben, weil die Teilnahme an diesem Format eine Riesenchance für Startups ist. Wir möchten unseren Traum zu unserem Hauptberuf machen und die Teilnahme an der Show bietet all das, was wir dazu benötigen. Durch die Ausstrahlung erreichen wir eine riesige Aufmerksamkeit, die wir vielleicht in diesem Maße nie mehr bekommen würden. Der wohl noch wichtigere Grund ist der, dass wir gerade an einen Punkt angelangt sind, an dem uns nicht mehr nur Leidenschaft und Spaß weiter voranbringt. Wir benötigen jetzt einen strategischen Partner, der genauso an unser Produkt glaubt wie wir und der uns mit seiner Erfahrung und seinem Netzwerk unterstützen kann.
Und wer uns kennt, weiß, dass es uns große Überwindung kostet, vor den Löwen und vor dem gesamten Produktionsteam zu pitchen. Aber genau das wollten wir ja. Uns Herausforderungen stellen, vor denen wir großen Respekt haben und diese meistern, auch wenn wir vielleicht keinen Deal erhalten.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
Kurz vor unserem Pitch waren wir natürlich unglaublich nervös. Wir hatten uns zwar intensiv auf unseren Auftritt vorbereitet, jedoch wussten wir, dass wir uns gleich in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Aber auch wenn wir nervös waren, hatten wir keine Angst, denn wir wussten, mit diesem Auftritt, werden wir ein weiteres Mal persönlich über uns hinauswachsen.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wenn ihr ein gutes Produkt habt und ihr euch vielleicht vorstellen könntet, euch bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben, dann geben wir euch den Tipp: Habt Mut und macht es einfach. Die Konkurrenz der Bewerber ist groß und bevor ihr euch zu viele Gedanken darüber macht, was vielleicht alles passieren könnte, solltet ihr erst einmal den ersten Schritt machen und schauen, was passiert. Es wäre doch viel zu schade, wenn ihr die nächsten Staffeln verfolgt und jemand anderes präsentiert dort eure Idee. Wenn ihr dann tatsächlich die Möglichkeit erhaltet, euch in der Sendung zu präsentieren, würden wir euch folgendes mit auf den Weg geben: Zeigt eure Begeisterung für eure Idee und präsentiert unbedingt alle positiven Aspekte eures Produktes. Die Löwen erkennen schnell, welche Probleme euer Produkt lösen kann. Jedoch hat es meistens noch viele weitere Vorteile, die eben nicht offensichtlich sind. Zeigt sie den Investoren, um sie bestmöglich zu überzeugen. Genauso wichtig ist es, dass ihr euch als Gründer so präsentiert, wie ihr wirklich seid. Wir haben gemerkt, dass die Löwen nicht nur nach vielversprechenden Ideen suchen, sondern insbesondere auch nach Gründern, die verlässlich sind und mit denen sie menschlich gerne zusammenarbeiten möchten. Und auch wenn es zu keinem Deal kommt, nehmt es nicht persönlich, nutzt die Kritik zur Weiterentwicklung und seid dankbar, welch unglaubliche Erfahrung ihr da gerade machen durftet. Viele Gründer bekommen diese Chance nicht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#aktuell, #bocholt, #die-hohle-der-lowen, #fh2ocus, #flowkiss, #food, #interview

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#DealMonitor – Roboyo sammelt 21 Millionen ein – Oyster Bay investiert in True Gum


Im aktuellen #DealMonitor für den 15. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Roboyo
+++ Der Kapitalgeber MML Capital Partners (MML) investiert 21 Millionen Euro in Roboyo, ein Startup für Robotic Process Automation. Das Nürnberger Unternehmen, das 2016 von Christian Voigt, Nicolas Hess und Sven Manutiu gegründet wurde, sieht sich als “Deutschlands Marktführer für RPA-gestützte Automatisierung”. 120 Kunden aus unterschiedlichen Branchen – von Versicherungen und Banken bis zu Pharmaunternehmen setzen auf Roboyo. 120 Mitarbeiter wirken bereits für die Jungfirma.

True Gum
+++ Der Food-Investor Oyster Bay investiert 1 Million Euro in das dänische Kaugummi-Startup True Gum. “Mit dem Zugang zu neuem Kapital kann True Gum in seine Produktentwicklung, das Marketing und den Vertrieb in seinen größten Märkten investieren”, teilt das Unternehmen mit. True Gum, seit April 2018 auf dem Markt, ist inzwischen in 10.000
europäischen Einzelhandelsgeschäften in 14 europäischen Ländern erhältlich.

INVESTMENTS

e7Studio
+++ Das Münchner Startup Timify übernimmt das bulgarische Digitalunternehmen e7Studio. “Die seit sieben Jahren bestehende Agentur betreut Kunden aus dem gesamten europäischen Raum. Mit TIMIFY arbeiten die Bulgaren schon seit einigen Jahren zusammen”, teilt das Unternehmen mit. Timify, das von Andreas Knürr geführt wird, positioniert sich als “Online-Lösung für Terminplanung und Arbeits-Ressourcenverwaltung für kleine, mittlere und große Unternehmen”. An den Start ging das Unternehmen 2012.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

richtiggutbewerben.de
+++ In der dritten Folge der achten Staffel investierte Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 100.000 Euro in richtiggutbewerben.de (15 %). Die Plattform für die Vermittlung von Bewerbungsghostwritern wurde 2014 von den Brüdern Adil und Bilal Zafar gegründet. Die richtiggutbewerben.de-Macher traten an, um 100.000 Euro einzusammeln und wollten 10 % der Firmenanteile abgeben. Bisher wurde der Deal noch nicht umgesetzt.

Gomago
+++ In der dritten Folge der achten Staffel investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 80.000 Euro in Gomago (20 %), eine Art Duftspender für Haus und Auto, der Marder durch ein künstliches Pheromon fernhält, ohne dem Tier zu schaden. Das Unternehmen wurde von Klaus Skottki, Kfz-Meister im Ruhestand, ins Leben gerufen.

GreenMNKY
+++ In der dritten Folge der achten Staffel investierten Sales-Löwe Carsten Maschmeyer und Pharma-Löwe Nils Glagau 400.000 Euro in GreenMNKY (24 %). Das Unternehmen, das von Ziya Orhan und Oliver Klingenbrunn gegründet wurde, bietet Schutzfolien für Handys und elektrische Kleingeräte an. GreenMNKY kann in wenigen Sekunden und dank der in der App hinterlegten Datencloud für jedes beliebige Modell die passende Handy-Schutzfolie ausschneiden. Die Gründer kamen in die Vox-Show, um 400.000 Euro für 15 % einzusammeln.

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#Hintergrund – richtiggutbewerben.de – wie viele Drogen-Witze verträgt ein Pitch?


Der Schock in den Gesichtern der Löwen war deutlich zu sehen, als Bilal Zafar mit den Worten “Unsere Margen sind bei unglaublichen 70 % – so hoch wie beim Drogenhandel” ein Tütchen mit weißem Pulver in die Höhe hielt. Mit Nico Rosberg hat er es sich so direkt verscherzt, doch am Ende gab es trotzdem einen Deal. Wie viel Witz und Provokation passt also in eine Investorenverhandlung?

Schließlich sieht man nicht nur in “Die Höhle der Löwen”, sondern z.B. auch bei vielen offiziellen Pitch-Wettbewerben immer wieder Startups, die kleine Späße und manchmal auch Provokationen effektvoll in ihre Präsentation eingebaut haben. Doch immer wieder geht das schief. Nach Bilals “Witz”, der gemeinsam mit seinem Bruder die Bewerbungsplattform richtiggutbewerben.de vorstellte, fühlte sich für Nico Rosberg jedenfalls alles falsch an und er stieg sofort aus.

Aber natürlich heißt das nicht, dass Gründer nie Witze oder Provokationen als Effekte nutzen dürfen. Im Gegenteil, gut genutzte Stilmittel dieser Art können die Aufmerksamkeit der Zuhörer verstärken. Sie können auch Emotionen wecken und damit die Informationen, die in diesem Zusammenhang übermittelt werden sollen, verstärkt in den Köpfen des Publikum verankern. Denn dass richtiggutbewerben eine Marge von 70% erreicht, vergisst nun so schnell wahrscheinlich kein Zuschauer mehr. Aber für viele war diese Provokation dann doch zu viel, denn im Fernsehen ein Tütchen mit weißem Pulver hochzuhalten, hat bestimmt nicht nur in Nico Rosberg eine ungutes Gefühl ausgelöst. Worauf also sollte man als Gründer achten, damit man nicht mehr Schaden als Nutzen anrichtet?

Zunächst einmal sollte man sich genau überlegen, welchen Effekt man mit dem Witz oder der Provokation erreichen möchte und diesen mit dem Publikum abgleichen, das man vermutlich haben wird. Daraus ergibt sich praktisch auch schon, dass man sich den Zeitpunkt ebenso gut überlegen sollte und diese Effekte vor allem auf den Pitch selbst konzentrieren sollte. Ein vorbereiteter Effekt in Frage-Antwort-Teil wirkt generell immer etwas künstlich und oft unpassend, im Pitch ist er wesentlich besser aufgehoben.

Dann sollte man natürlich angemessen für einen öffentlichen Rahmen bleiben. Je öffentlicher, desto kritischer sollte man hier sein. Drogen (oder deren Imitation) gehören also wie von Nico Rosberg bemerkt nicht ins Fernsehen, aber auch bei großen Events ist definitiv davon abzuraten. Es mag Ausnahmen geben, z.B. könnte Bilals Move bei Gründerevents mit recht jungem Publikum und explizit lockerer Atmosphäre gut ankommen, er bleibt aber auch dort ein Risiko.

Es versteht sich auch von selbst, dass Diskriminierung jeglicher Art absolut tabu ist. Auch kritische oder schwierige Themen wie Politik oder Religion lässt man meistens besser sein – Drogen fallen übrigens auch durchaus in diese Sparte.

Auch das “wie” kann natürlich erhebliche Unterschiede machen. Bei den meisten Pitches haben Gründer schließlich nicht die Möglichkeit eine kompletten Kulisse wie bei “Die Höhle der Löwen” aufzubauen. Dafür können aber meistens Präsentations-Slides gezeigt werden. Die reinen Bilder sind ein bisschen weniger plastisch, und daher oft nicht ganz so anstössig. Ein Bild von weißem Pulver und dazu nur eine Andeutung, dass 70% Marge in kaum einem legalem Geschäftszweig zu erreichen ist, würden daher wohl bei gleichem Effekt weniger Gegenwehr erzeugen.
Generell ist es bei Provokation sinnvoll, Dinge nur anzudeuten und nicht allzu deutlich auszusprechen. Alternativ kann man seine Zuhörer auch ein wenig in die irre führen und und eine Schock-Situation zunächst kreieren, dann aber auflösen, in dem man klar macht, dass man es ganz anders gemeint hat. Das sorgt – wenn es gut gemacht ist – oft für Lacher und gesteigerte Aufmerksamkeit, denn das Publikum fühlt sich so gewissermaßen “ertappt”.

Schließlich gibt es aber nur einen Weg, um herauszufinden, ob eine lustige Bemerkung oder einen absichtliche Provokation den gewünschten Effekt erzielen: testen! Mit einem Testpublikum, dem man vertraut, sollten Gründer ihren Pitch ohnehin üben, um vor einem wichtigen Auftritt so viele ehrliche Meinungen und Eindrücke zu sammeln wie möglich. Das gibt für den Ernstfall auch eine gewissen Sicherheit, den Effekt richtig platzieren und überbringen zu können.

Im Fall von richtiggutbewerben.de hätte solch ein rettender Filter dem als Drogen getarnten Zucker sicherlich noch rechtzeitig den passenden Kaffee gefunden.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Interview – “Ich war gut vorbereitet und lief trotzdem aufgeregt im Kreis” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der zweiten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Klaus Skottki, der Kopf hinter Gomago, dabei.  Dahinter verbirgt sich ein Abwehrsystem für Mader. “Auf dem Dachboden über unserer Wohnung hatte sich ein Marder eingenistet, der uns schier zur Verzweiflung gebracht hat. Alle Versuche, ihn mit am Markt verfügbaren Mitteln zu vergrämen, brachten leider keinen Erfolg. Wir waren durch die ständige nächtliche Geräuschkulisse mit den Nerven am Ende und hatten schon über einen Umzug nachgedacht”, erzählt Gomago-Erfinder Skottki. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt er sein Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem willst Du mit Gomago lösen?
Durch den Verlust ihrer ursprünglichen Lebensräume rücken Steinmarder als Kulturfolger den Menschen in die Städte nach. Hier sorgen sie allerdings für viel Ärger. Ständig auf Reviersuche sind Hausdächer und warme Motorräume willkommene Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten. Dass diese markierten und einmal in Besitz genommen Reviere verteidigt werden, ist ein ganz normales Verhalten. So erklären sich auch die massiven Schäden im Motorraum und Dachdämmungen. Gomago-Marderschutz beeinflusst das Verhalten des Marders durch den Nachbau mardereigener Duftstoffe und signalisiert ihm so Gefahr. Das beduftete Gebiet wird instinktiv gemieden.

Wie ist die Idee zu Gomago entstanden?
Auf dem Dachboden über unserer Wohnung hatte sich ein Marder eingenistet, der uns schier zur Verzweiflung gebracht hat. Alle Versuche, ihn mit am Markt verfügbaren Mitteln zu vergrämen, brachten leider keinen Erfolg. Wir waren durch die ständige nächtliche Geräuschkulisse mit den Nerven am Ende und hatten schon über einen Umzug nachgedacht. Glücklicherweise bin ich dann aber im Internet auf zwei junge Jäger gestoßen, deren Vergrämungsmethode sich sehr positiv las. Sie sagten zu, uns zu helfen. Sie kamen einige Tage später mit vier handgefertigten Bollos zu uns. Diese bestanden aus Holzwolle, Stroh und den mit Drüsensekret eines toten Marders getränkten Lappen. Die Bollos wurden auf dem Dachboden ausgelegt. Es roch recht streng. Nun sollte es so sein, dass der Marder noch ein bis zweimal sein Revier aufsucht und dann wegbleibt. Wir waren skeptisch, hatten aber gleichzeitig große Hoffnungen. Und wirklich, nach kürzester Zeit: “Ruhe mit Ansage”! Wir waren begeistert. Endlich vernünftig schlafen, toll!

Wo steht Gomago in einem Jahr?
Diese Aussage ist sicher abhängig vom Ausgang der Vox-Gründer Show “Die Höhle der Löwen”. Sollte ich dort einen Deal bekommen und hätte dann einen strategisch gut aufgestellten Löwen an meiner Seite, dann sehe ich gute Chancen, mit Gomago den Markt zu erobern. Ohne Deal und ohne Ausstrahlung wäre es schwierig, Gomago an den Markt zu bringen.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Selbst mit so einem guten Produkt wie Gomago ist es schwer an den Markt zu kommen. Den hohen Kapitalaufwand kann ich einfach nicht stemmen. Ich habe selbst auch keine guten Netzwerke und Marketingstrategien. Die Bewerbung bei “Die Höhle der Löwen” war nur ein logischer Schritt in die richtige Richtung.

Wie nervös warst Du kurz vor deinem TV-Pitch?
Ich war gut vorbereitet, hatte meinen Pitch im Griff und lief trotzdem aufgeregt im Kreis. Ich konnte nie so richtig nachvollziehen, was Schauspieler mit vielen Jahren Erfahrung vor der Kamera, mit Lampenfieber meinten. Jetzt wusste ich es.

Dein Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Bereitet euch gut vor. Zeigt den Löwen, dass ihr für eure Idee und euer Produkt brennt. Habt alle Zahlen und Fakten bereit. Überlegt euch gut, was ihr den Löwen anbietet und was ihr dafür haben möchtet. Q&A ist keine Einbahnstraße – fragt die Löwen alles, was ihr für eure Entscheidung braucht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #gomago, #interview

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#DealMonitor – Holtzbrinck Ventures plant neuen Fonds (500 Millionen)


Im aktuellen #DealMonitor für den 8. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Carvolution
+++ Die Schweizer Versicherungsgesellschaft Die Mobiliar investiert 50 Millionen Franken in Carvolution. Das Auto-Abo-Startup aus Bern wurde 2018 von Olivier Kofler, Luis Wittwer, Léa Miggiano, Bernhard Drüner und Adrian Boss gegründet. Redalpine, Armada Investment und Die Mobiliar investierten zuvor bereits 11,25 Millionen Franken in das junge Startup. “Mit dem Aufbau der eigenen Finanzierungslösung für die Fahrzeugflotte kann das Startup aus dem bernischen Bannwil den Ausbau des Angebots weiter vorantreiben und vielseitiger gestalten. Der Aufschwung der Auto-Abos in Folge der Corona-Pandemie hält an und die Nachfrage steigt täglich.Angebots weiter vorantreiben und vielseitiger gestalten”, teilt das Unternehmen mit.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Schreibpilot
+++ In der zweiten Folge der achten Staffel investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 50.000 Euro in Schreibpilot (25 %). Der Schreibpilot, ein Schreiblernheft, soll durch eingestanzte Buchstaben das schriftliche Erlernen des ABC vereinfachen. Das junge Unternehmen wurde von Kai Döringer und Hasan Saygili ins Leben gerufen.

not less but better
+++ In der zweiten Folge der achten Staffel investierten Sales-Löwe Carsten Maschmeyer und GreenTech-Löwe Nico Rosberg 150.000 Euro in not less but better (25 %). Das Berliner Startup, das von Selcuk Aciner, Christina Roitzheim und Marius Rackwitz gegründet wurde, möchte seinen Nutzern helfen, das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren, und Strategien aufzeigen, wie man den Handykonsum reduziert. Der Deal platzte nach der Show.

bruXane
+++ In der zweiten Folge der achten Staffel investierten Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, Regal-Löwe Ralf Dümmel und Familien-Löwin Dagmar Wöhrl 600.000 Euro in bruXane (36 %). das Unternehmen, das von Bianca Berk und Jörg Köhler gegründet wurde, bietet eine Zahnschiene an. Fängt der Betroffene in der Nacht an zu knirschen, löst bruXane eine Vibration im Mund aus und gibt einen leisen Summton von sich.

EXITS

fos4X
+++ Das dänische Unternehmen PolyTech, ein Lösungsanbieter für die Windkraftindustrie, übernimmt fos4X. Investoren wie Bayern Kapital, High-Tech-Gründerfonds (HTGF) und UVC Partners finanzierten den Aufbau des Münchners Unternehmens in den vergangenen Jahren. Das 2010 gegründete Münchener Unternehmen fördert durch den Einsatz innovativer Sensoren-Technologie die Optimierung und Effizienz in der Erzeugung von Windenergie. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten in Deutschland und China für das Unternehmen.

CryptoTax
+++ Blockpit aus Österreich übernimmt das Münchner Unternehmen 21 Consulting und damit CryptoTax. Blockpit wurde 2017 von Florian Wimmer, Mathias Maier, Gerd Karlhuber, Patric Stadlbauer und Gert Weidinger in Linz gegründet. Die Jungfirma beschreibt sich als “Entwickler von Online-Finanz-Lösungen für das Portfolio-Management und Steuerreporting von auf Blockchain Technologien basierenden digitalen Assets.

VENTURE CAPITAL

Holtzbrinck Ventures
+++ Der Münchner Kapitalgeber Holtzbrinck Ventures legt – wie bereits berichtet – einen neuen Fonds auf. Zielgröße sind aber anders als bisher berichtet nicht 300 Millionen, sondern 500 Millionen Euro. Das weitere Geld soll vor allem in Growth-Investments fließen. Holtzbrinck Ventures investierte kürzlich bereits gemeinsam mit yabeo, Vulcan Capital, Samsung Catalyst Fund und Storm Ventures 60 Millionen Euro in solarisBank. Der letzte Fonds von Holtzbrinck Ventures war 306 Millionen schwer. Hintergründe gibt es nur im aktuellen ds-Insider-Podcast. Update zum Podcast: Inzwischen konnten wir den neuen Partner, der Holtzbrinck Ventures unterstützen soll, identifizieren! Es ist Alexander Joel-Carbonell von Delivery Hero. #EXKLUSIV

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#aktuell, #auto, #bern, #bruxane, #carvolution, #die-hohle-der-lowen, #fos4x, #holtzbrinck-ventures, #munchen, #not-less-but-better, #polytech, #schreibpilot, #venture-capital

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#Hintergrund – Vly: Ein Hype ist keine Bewertungsbegründung #DHDL


Den Löwen gefiel das Produkt und der Auftritt der Gründer – die Bewertung von über 6 Millionen allerdings gar nicht. Dennoch schienen sich die drei Berliner ihrer Sache recht sicher zu sein. An Georg Koflers Angebot konnte man aber sehen, wie weit die Vorstellungen auseinander lagen. Da drängt sich die Frage auf: Ist das Durchsetzen einer solchen Bewertung überhaupt möglich?

Schon beim Eingangs-Statement konnte man klar an der Reaktion der Löwen erkennen, dass die Bewertung von 6,25 Millionen Euro, die die drei Vly-Gründer aufriefen, zu den höheren in “Die Höhle der Löwen” gehörte. Denn diese Post-Money-Bewertung, die sich aus dem Angebot von 500.000 Euro für 8 % ergibt, ist zwar bei Weitem nicht die höchste der Sendung gewesen, wird aber normalerweise nur von Unternehmen aufgerufen, die bereits länger am Markt sind und starke Umsatzzahlen vorweisen können.

Das hat – in der Sendung und allgemein im Bezug auf Startup-Investments – natürlich vorwiegend den Grund, dass, je sicherer man glaubt, den Erfolg vorhersagen zu können, desto höhere Investmentsummen sind auch realistisch. Denn Investoren wollen bei allem Mut zur Innovation natürlich auch ihr Risiko minimieren. Im Allgemeinen werden sie daher immer nur so viel investieren, wie zur Erreichung des nächsten Meilensteins (z.B. Prototyp, erste Markttests, Markteinführung) nötig ist, um bei Erfolg gegebenenfalls noch einmal nachzulegen, bei Misserfolg aber nicht so viel verloren zu haben. Daher sollte man als GründerIn auf Investorensuche seine Finanzierungsstrategie auch immer darauf gründen, die Fragen zu beantworten: Was ist der nächste Schritt? Wie viel Geld brauche ich, um diesen machen zu können und wie genau setze ich es ein, um ihn erfolgreich zu absolvieren?

Im Falle von Vly wird allerdings schnell klar, dass das Unternehmen eigentlich noch nicht in der passenden Phase ist, um diese Geldsumme zu einer solch hohen Bewertung einzusammeln. Die Gründer setzen den Schwerpunkt ihrer Bewertungsargumentation daher anscheinend auf den Markt. Denn wer sich für nachhaltige und vegane Ernährung interessiert und regelmäßig einkaufen geht, kennt die Fülle an neuen Milchersatzprodukten, die in den letzten Monaten die Regale erobert haben. Neue Startups wie etablierte Marken kämpfen bereits darum, eine feste Größe in den Küchen der Verbraucher zu werden. Der Markt scheint riesig, was die Gründer auch stark betonen – und die Löwen bestätigen. Ein nachhaltiges Produkt noch gesünder zu machen bringt natürlich jede Menge Sympathiepunkte – trotzdem äußern die Löwen auch immer wieder ihren Unmut über die hohe Bewertung. Und wer die Sendung häufiger sieht, weiß, dass allein der Verweis auf den riesigen und spannenden Markt normalerweise nicht gut ankommt. So kommentiert auch Ralf Dümmel die entsprechenden Ausführungen der Gründer: “Größe des Marktes ist nicht unbedingt das beste Argument” – und war damit im Vergleich noch  sehr freundlich.

Und eigentlich sollte das auch einleuchtend sein, denn was wäre, wenn die Marktgröße ein valides Bewertungsargument wäre? Die Marktgröße ist ja zunächst unabhängig vom Unternehmen selbst, also warum sollte dann gerade ein junges Unternehmen, das noch kaum gezeigt hat, ob es diesem Markt gewachsen ist, automatisch mehr wert sein? Außerdem kann ein großer Markt auch Nachteile haben. Wenn z.B. die Menge der Kunden sehr heterogen ist und damit das Marketing komplexer und teurer, da verschiedene Kundengruppen unterschiedlich angesprochen werden müssen, ist dann ein Unternehme in diesem Markt pauschal weniger wert? An diesen einfachen Beispielen sieht man schon, dass man sich mit der Marktgrößenargumentation schnell auf dünnes Eis begibt. Trotzdem hört man sie auf Startup-Events immer noch viel zu häufig, und es scheint auch immer wieder Startups zu geben, die scheinbar völlig überhöhte Bewertung durchsetzen können. Dies geschieht meistens in absoluten Trend-Märkten, wenn sogenannte Hypes entstehen. Für einen solchen Hype reicht ein großer Markt aber allein noch nicht aus, es braucht auch eine starke Bewegung und deutliche Trends zu übermäßigem Wachstum innerhalb dieses Marktes. Oft gab es dann bereits ein erstes Startup, dass durch eine starke Wachstumsgeschichte aufgefallen ist. Unter Investoren kann es dann zu einem regelrechten Wettbewerb kommen, in diesen Markt zu investieren und ebenfalls viel beachtete Erfolgsgeschichten zu schreiben. Dadurch verschärft sich der Wettbewerb um die besten Startups und die Bewertungen werden nach oben getrieben. Doch wie auch Dr. Georg Kofler erwähnte, zieht ein Markt mit einem starken Hype auch die großen Player der Branche an. Das wiederum führt meistens dazu, dass man nur mit schnellem Aufbau einer starken Marke dort bestehen kann, was wiederum den Investment-Bedarf nach oben schießen lässt. Weil für zukünftige Investment-Runden noch Anteile übrig bleiben müssen, steigen dann oft die Bewertungen usw. 

Im Falle veganer Mich-Ersatzprodukte könnte man sicherlich von einem Hype sprechen, worauf die Gründer von Vly wohl auch größtenteils ihre Bewertung basiert haben. Doch abzusehen, welches Produkt oder Unternehmen das Rennen um die Plätze in den Regalen, die Herzen der Verbraucher  und die entscheidende Markenbekanntheit gewinnt, ist praktisch unmöglich. Oder, wie es Judith Williams nannte: “Das ist ‘ne Wette”: denn der Investor “setzt” hier praktisch auf ein Startup wie auf ein Pferd beim Pferderennen.

Ganz abgesehen davon, dass es auch für ein Startup Nachteile haben kann, Investment zu einer Hype-Bewertung anzunehmen, beruht diese eben nicht auf rationalen Kriterien und hält daher einige Fallstricke für die Zukunft bereit. Diese hoch spekulative Art der Bewertung kommt trotzdem immer mal wieder vor – beschränkt sich meistens aber auf eine bestimmt Art von Investoren. Wer die Löwen kennt, weiß aber, dass sie sich bisher noch nie als Hype-Investoren gezeigt haben.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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#Interview – “Man muss seine Zahlen kennen und begründen können” #DHDL


Auch in der achten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der zweiten Folge der aktuellen Staffel sind unter anderem Kai Döringer und Hasan Saygili, die Gründer von Schreibpilot (in der Sendung noch als Schreibathlet unterwegs), dabei. Hinter dem Unternehmen verbirgt sich ein Schreiblernheft, das durch eingestanzte Buchstaben das schriftliche Erlernen des ABC vereinfachen soll. “Wir wollen sowohl Kinder als auch Eltern unterstützen. Viele Kinder kommen kognitiv gut vorbereitet in die Schule. Meistens bleibt jedoch das motorische auf der Strecke”, sagt Mitgründer Döringer. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der Schreibpilot-Macher sein Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt ihr mit Schreibpilot lösen?
Wir wollen mit unserem Schreibpiloten sowohl Kinder als auch Eltern unterstützen. Viele Kinder kommen kognitiv gut vorbereitet in die Schule. Meistens bleibt jedoch das motorische auf der Strecke. Diese Problematik setzt sich dann auch in der Schule fort und das Defizit begleitet den Menschen manchmal ein Leben lang. Außerdem werden durch unser Heft die Eltern entlastet, weil die Kinder komplett eigenständig arbeiten und die Eltern nicht ständig über die Schulter schauen müssen. Der Schreibpilot kann zudem in der Ergotherapie sowie der Schlaganfalltherapie bei Erwachsenen angewendet werden, um dabei zu helfen, die gestörte Motorik zu verbessern oder sogar wiederzuerlangen.

Wie ist überhaupt die Idee zu Schreibpilot entstanden?
Die Grundidee des Schreibpiloten hatte Derya, die Tochter von Hasan. Sie hat mir die Idee vorgestellt. Ich war sofort begeistert, und wir haben uns direkt an die Arbeit gemacht den Schreibpiloten für den deutschen Markt zu erstellen. Nachdem der Schreibpilot fertig war, benötigten wir noch einen kompetenten Partner für den kaufmännischen Bereich und wurden schnell fündig.

Wo steht Schreibpilot in einem Jahr?
Der Schreibpilot entwickelt sich prächtig. Während der Corona-Krise und dem damit verbundenen Homeschooling sind unsere Verkaufszahlen regelrecht explodiert. Besonders haben wir uns über E-Mails von Eltern gefreut, die sich bei uns für die Entlastung während des Homeschoolings bedankt haben. Außerdem planen wir weitere Hefte, sowie den Schreibpiloten in arabischer Sprache. Einige von ihnen sind bereits final in der Konzeption und müssen nur noch auf den Markt gebracht werden.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Ich bin ein großer „Höhle der Löwen“-Fan und schaue die Sendung seit der ersten Staffel. Die Sendung stellt für Startups die perfekte Plattform dar, um ihr Produkt Experten und einer großen Publikumsmenge zu präsentieren. Der finanzielle Aspekt durch den möglichen Deal ist für uns zweitrangig. Uns geht es hauptsächlich um den Zugewinn durch das Know-how eines Löwen.

Wie nervös warst Du kurz vor Deinem TV-Pitch
Komischerweise war ich gar nicht nervös. Das lag bestimmt auch daran, dass wir vom Aufnahmeteam gut vorbereitet waren. Vielen Dank an dieser Stelle hierfür. Außerdem konnten wir nichts verlieren, sondern nur gewinnen.

Dein Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Ganz wichtig, man muss seine Zahlen kennen und begründen können, ansonsten wird man im Käfig gefressen. Außerdem sollten sich Gründer ihre finanziellen Forderungen an die Löwen gut überlegen und nicht überziehen. Viele Gründer machen genau diesen Fehler, indem sie eine viel zu hohe Bewertung für ihr Unternehmen ansetzen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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