#DHDL – Stur, Moovya, Holy Pit, Kleiderly, Veggie Crumbz treten vor die Löwen


Auch in der zehnten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Zudem sind Anne und Stefan Lemcke, die Gründer von Ankerkraut, als Gast-Löwen dabei.

Die DHDL-Startups der Woche

Stur 
Filip Mierzwa (29) und Simon Köstler (29) beschäftigen sich auf ihrem Blog pfannenhelden.de seit über sieben Jahren mit Bratpfannen. “Der Blog wurde schnell populär und wir zu echten Pfannenexperten”, so Filip. “Über all die Jahre haben wir so ziemlich jede Pfanne getestet, die es auf dem Markt gibt.” Ihre Lieblingspfanne ist die Gusseisen-Pfanne, denn sie ist ein echter Allrounder: Sie speichert Wärme, eignet sich perfekt zum Braten und Frittieren und hält hohe Temperaturen aus. “Sie ist sehr robust, aber hat auch einen Nachteil: Sie ist sehr schwer und liegt damit nicht gut in der Hand. Außerdem ist die Oberfläche extrem rau, wodurch Bratgut am Anfang anhaftet”, sagt Simon. Also haben sie der klassischen Gusseisen-Pfanne ein Make-over verpasst. “Mit über 12.000 Pfannenfans aus unserer Community entwickelten wir die STUR-Pfanne”, präsentiert Filip das Ergebnis. “Sie ist wesentlich dünner als herkömmliche Gusseisen-Pfannen und deshalb deutlich leichter. Durch ihre glatte Oberfläche bietet sie hervorragende Antihafteigenschaften.” Möglich macht das ihr Herstellungsverfahren: “Die Pfanne wird in einem Stück gegossen, anschließend die Innenseite und der Boden computergesteuert abgedreht, wodurch sie deutlich leichter wird. Zum Schluss wird die Pfanne mit Pflanzenöl eingerieben und im Ofen bei 230 Grad eingebrannt”, erklärt Simon die Vorteile. Die Pfannen sind für alle Herdarten, den Backofen oder den Grill geeignet. Um STUR auf dem Markt zu etablieren, benötigen die Gründer 380.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

Moovya 
Das sportbegeisterte Gründer-Trio Etienne Petermann (27), Richard Schütze (26) und Jakob Wowy (36) motiviert mit ihrer smarten Fitness-Gaming-App Moovya zu mehr Bewegung. “Wir wissen, es ist nicht immer leicht, sich zum Sport zu motivieren. Ist man einmal zuhause auf dem Sofa gelandet, fällt es unglaublich schwer, sich aufzuraffen und sich zu bewegen”, so Richard. Jetzt soll mit den Ausreden Schluss sein. “Mit Moovya kann man sich spielerisch fit halten und das immer und überall. Alles, was man dafür braucht, ist das Handy und ein kleines bisschen Platz. Einfach die Moovya-App starten und eines der drei Spiele aussuchen”, erklärt Etienne ihre smarte Fitness-Gaming-App. Durch die Bewegungen des Users wie Kniebeuge, Sidestep und Sprung kann im Spiel die Spielfigur entsprechend gesteuert werden. “Möglich macht das unsere selbst entwickelte Bewegungserkennungstechnologie. Unsere künstliche Intelligenz erkennt ganz genau, welche Bewegung der Nutzer macht und wandelt diese in die Bewegung der Spielfigur um. Das Coole dabei ist, dass der Nutzer gar nicht merkt, dass er sich körperlich anstrengt”, so Jakob. Die Statistik zeigt in der App an, wie viele Kniebeugen oder Sprünge ausgeführt oder wie viele Kalorien bei dem Spiel verbrannt wurden. Aktuell können die Sensoren des Smartphones drei Bewegungen erkennen. “Aber in Zukunft haben wir noch viel vor: Mit nur einem zusätzlichen Sensor-Brustgurt schaffen wir es, 20 verschiedene Fitnessbewegungen zu tracken. Denn damit machen wir ein vollwertiges Workout zum Spiel”, stellt Etienne den Löwen ihren Zukunftsplan vor. Um ihr Ziel zu erreichen, benötigen die Gründer 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Holy Pit 
Asmir Samardzic (29) und Branka Puljic (27) präsentieren den Löwen ihr Naturkosmetik-Deo HOLY PIT. Nach dem Fitnessstudio oder nach einem langen Arbeitstag kann sich übler Schweißgeruch breit machen. Die meisten Menschen greifen dann zu einem stark duftenden Deospray und übertünchen den Duft, der die Poren zusätzlich verstopfen kann. “Weil ich selbst wie ein Deo-Duftbaum durch die Gegend lief, dachte ich mir, das muss doch anders gehen”, so Asmir. “Schweiß ist eigentlich geruchlos. Bakterien zersetzen den Schweiß und so entsteht übelriechende Buttersäure. Also müssen wir die Bakterien stoppen und nicht den Schweiß.” Mit einem Labor aus Deutschland haben Asmir und Branka an einer Lösung gearbeitet: “Eine vegane Deocreme, die die Entstehung von Bakterien hemmt und so den Schweißgeruch erst gar nicht entstehen lässt”, erklärt Branka ihr erstes Produkt, die HOLY PIT – All natural Deocreme. Möglich macht das ihre Rezeptur: Natron soll eine basische Umgebung unter den Achseln schaffen, die die sauren Bakterien vertreiben. Zinkoxid hat eine wasserhemmende Eigenschaft und Babassuo¨l, Kakaobohnen und Sheabutter haben pflegende Eigenschaften. Eine erbsengroße Menge soll den ganzen Tag vor dem unangenehmen Schweißgeruch schützen und “das alles ohne Aluminium, Mikroplastik, ohne Silikone und Parabene”, so Branka. Bei der Herstellung der Tube verzichten die Gründer auf Erdöl undverwenden stattdessen Zuckerrohr, einen nachhaltigen, natürlichen Rohstoff. “Aber damit nicht genug: Wir wollen aus recyclebar wiederverwendbar machen. Deshalb haben wir ein Nachfüllsystem für Deos entwickelt”, zeigt Asmir ihre Erfindung. “Unseren Deostick kann man ganz einfach auseinanderbauen, eine unserer Refill-Kartuschen einsetzen und dann alles wieder zusammenstecken.” Der Stick besteht aus recyceltem Plastik und die Kartusche aus 100 Prozent Papier, die biologisch abbaubar ist. Wird ein Löwe für 100.000 Euro und 15 Prozent der Firmenanteile bei HOLY PIT einsteigen?

Kleiderly
Dave (34) und Alina (31) Bassi präsentieren mit Kleiderly ihre Lösung für eines der größten Umweltprobleme der Welt. 87 Prozent aller hergestellten Textilien landen in Deponien oder werden verbrannt. “Dadurch produziert die Modeindustrie fast zehn Prozent der weltweiten CO2-Emissionen”, berichtet Dave. “Ich interessiere mich seit meiner Kindheit für Nachhaltigkeit. Deshalb wurde ich schließlich auch Chemie-Ingenieurin und Verfahrenstechnikerin, um die Welt grüner zu machen”, so Alina, die sieben Jahre im Abfallmanagement in London gearbeitet hat. Schließlich stellte sie sich einer neuen Herausforderung: “Ich wollte einen Weg finden, Kleidungsreste sinnvoll zu recyceln.” Zweieinhalb Jahre entwickelte sie eine Technologie, die über mehrere Schritte und durch Zufügung von Bindemitteln aus vorsortierten Altkleidern ein Granulat produziert, welches dem herkömmlichen Kunststoff sehr nahekommt und auch so verarbeitet werden kann. “Das bedeutet, dass mit den richtigen Maschinen und der richtigen Temperatur diese Granulate zu vielen verschiedenen Produkten geformt werden können”, erklärt Dave. Neben dem Kleiderbügel und dem Anti-Diebstahl-Tag präsentieren die Gründer mit der Sonnenbrille ihr neustes Produkt. “Diese Sonnenbrille waren einmal T-Shirts. Jede Sekunde landet eine LKW-Ladung voller Textilien auf der Mülldeponie. Wir können ihnen ein neues Leben geben – gemeinsam mit Ihnen”, so Alina zu den Löwen. Ihr Angebot für ein Investment bei Kleiderly: 90.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Veggie Crumbz
Großen Hunger bekommen die Löwen bei dem Start-up Veggie Crumbz – der ersten Gemüsepanade der Welt, das vom Gründer Marlon Harms (26) und seinem ehemaligen Kommilitonen Wayne Kock (29) vorgestellt wird. Für herkömmliche Panaden werden in den Küchen nach wie vor altes Brot und alte Brötchen verwendet. “Diese haben null Nährstoffe, dafür aber jede Menge Gluten”, erklärt Wayne (29) deren Nachteile. “Es hat sich in den letzten Jahren bei der Ernährung so viel getan, es gab so viele Entwicklungen, aber wir panieren immer noch mit altem Brot.” Marlon, der durch das Familienunternehmen seines Vaters schon von klein auf mit Gemüse, deren Verarbeitung sowie dessen Handel aufgewachsen ist, stellte sich schließlich die Frage: Warum soll es kein gesundes Paniermehl geben? “Doch Gemüse knuspriger als Semmelbrösel hinzubekommen, ist gar nicht so leicht. Wir mussten einen komplett neuen Weg der Verarbeitung von Gemüse erdenken und entwickeln, haben drei Jahre geforscht, eine eigene Produktionslinie gebaut und erst nach unzähligen Testessen waren wir restlos zufrieden”, so der 26-Jährige und Wayne ergänzt: “Unser Produkt besteht aus lediglich zwei natürlichen Zutaten: Kartoffel und dem jeweiligen Gemüse. Das Gemüse wird schonend bei 60 Grad gebacken und anschließend in eine paniermehlartige Konsistenz gebracht.” Aktuell gibt es drei Sorten der Veggie Crumbz: Red Beet, Orange Carrot und Cauliflower. Im Vergleich zu klassischem Paniermehl weist Veggie Crumbz den rund vierfach höheren Ballaststoffgehalt aus und nimmt beim Braten oder Frittieren rund 50 Prozent weniger Fett auf. Alle Produkte sind vegan, allergen- und glutenfrei. Bisher haben die Gründer ihre Produkte im B2B-Bereich vertrieben, in Zukunft soll aber auch der Endverbraucher Veggie Crumbz online und im Einzelhandel erwerben können. Um das zu erreichen, benötigen sie ein Investment von 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Anteile an der kürzlich neu gegründeten Ebbe & Food GmbH.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#Interview – “Im ersten Jahr haben wir mit einer E-Mail-Liste und Drop-ins gearbeitet”


Das Berliner Startup gitti, das 2018 von Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde, setzt auf veganen Nagellack. “Im ersten Jahr haben wir mit einer E-Mail-Liste und Drop-ins gearbeitet, sodass die neuen Produkte nur in einer begrenzten Auflage erhältlich waren. Jetzt gibt es alle gitti-Produkte zu jeder Zeit online. Zu bestimmten Jahreszeiten gibt es zusätzlich von uns eigens entwickelte Farben, die nur in limitierter Auflage erhältlich sind”, sagt Gründerin Baum-Minkus

Der deutsche-französische Geldgeber Xange, Martin Avetisyan und Alexander Frolov von Target Global investieren zuletzt gemeinsam mit den Altinvestoren 6,9 Millionen Euro in gitti. Grazia Equity und btov Partners pumpten Ende 2020 zuvor bereits 3 Millionen Euro in das Startup. Inzwischen arbeiten mehr als 40 Mitarbeiter für das junge Unternehmen, das 2020 an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen hat – siehe “gitti: Ein Investorentraum jenseits der Sweet Spots“.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht gitti-Gründerin Baum-Minkus über Leidenschaft, Inhaltsstoffe und ihr Unternehmenerinnenleben als Sologründerin.

Wie würdest Du Deiner Großmutter gitti erklären?
Wir stellen Beauty-Produkte her, die besser sind für Dich und unseren Planeten. Das machen wir, weil in traditionellen Beauty-Produkten Inhaltsstoffe enthalten sein können, die Dir und unserer Umwelt schaden könnten. Wir verkaufen unsere Produkte im Internet und Du bekommst sie nach Hause geschickt. Wir achten darauf, dass wir sehr umweltbewusst vorgehen.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Wir verkaufen über unseren eigenen Online-Shop. Im ersten Jahr haben wir mit einer E-Mail-Liste und Drop-ins gearbeitet, sodass die neuen Produkte nur in einer begrenzten Auflage erhältlich waren. Jetzt gibt es alle gitti Produkte zu jeder Zeit online. Zu bestimmten Jahreszeiten gibt es zusätzlich von uns eigens entwickelte Farben, die nur in limitierter Auflage erhältlich sind.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Da wir schon immer sehr digital gearbeitet haben, war der Übergang für uns gut zu händeln. Wir mussten uns auch erst mal an das Remote-Arbeiten gewöhnen. Ein junges Unternehmen lebt auch von der Energie und Leidenschaft des Teams, was persönlich nochmal viel intensiver ist. Wir sind über verschiedene Tools verbunden und machen jeden Tag einen Check-in in den einzelnen Teams. Wir sind im letzten Jahr sogar gewachsen, das Team ist größer geworden. Und wir haben gerade eine Series A Finanzierung über 6,9 Millionen Euro abgeschlossen, nicht mal ein Jahr nach der Seed Runde im September 2020.

Wie ist überhaupt die Idee zu gitti entstanden?
Ich wurde mal gefragt, was ich machen würde, wenn ich keine Angst hätte und spontan dachte ich an Nagellack. Das hat mich nicht mehr losgelassen und ich habe angefangen zu recherchieren und herausgefunden, wie viele schädliche Inhaltsstoffe in Beauty Produkten noch enthalten sind. Und das war erschreckend! Auf der Suche nach Alternativen bin ich nicht fündig geworden und so ist gitti zu mir gekommen, seitdem bin ich “on fire” und will mit gitti die Beauty-Industrie revolutionieren.

Wie hat sich gitti seit der Gründung entwickelt?
Es war eine aufregende Reise und wir stehen gerade erst am Anfang. Wir sind angetreten, um etwas zu verändern und die Beauty Branche aufzurütteln, zu revolutionieren. Das ist uns bis jetzt gut gelungen. Unser erstes Produkt war eine echte Innovation, eine zu 55 % auf Wasser basierende Nagelfarbe. Unsere Community wächst stetig und der Austausch ist uns sehr wichtig und soll auch weiterhin persönlich bleiben.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist gitti inzwischen?
Wir haben mittlerweile mehr als 40 Mitarbeiter plus Freelancer für zum Beispiel den PR-Bereich oder Autor:innen für unser eigenes Online-Magazin. Unser Umsatz ist in 2020 um 1.200 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Du hast gitti als Sologründerin gestartet. Was ist die größte Herausforderung, der sich Sologründer:innen stellen müssen?
Ich bin halt nur eine Person und jede:r hat Stärken und Schwächen, die man dann im Team ausgleichen kann. Zum Start war ich allein. Ich bin mir sehr bewusst, was ich kann, aber auch was ich nicht kann. Von daher war es mir von Anfang an wichtig, ein starkes Netz von Partner:innen und Mentor:innen um mich herum zu haben, die mir helfen, meine Vision zu erreichen. Besonders wichtig ist, dass man zu diesen ein sehr gutes Vertrauensverhältnis aufbaut, damit man auch auf seine ‘blinden’ Flecke hingewiesen wird.

Blicken wir einmal auf die positive Seite: Was ist der größte Vorteil, den Sologründer:innen haben?
Als Sologründerin kann ich schnell Entscheidungen treffen, was in unserer Phase wichtig ist. Dies mögen nicht immer die richtigen sein, aber die Entscheidungen werden nicht hinausgezögert. Wir haben eine starke Vision & Mission, die uns tragen. Dazu musste ich mich nicht abstimmen, sondern es war von Anfang an klar. Meines Erachtens ist das extrem wichtig für das ganze Team – zu wissen, warum wir das machen, was wir machen. Als Sologründerin habe ich schnell gelernt zu delegieren, weil ich nicht alles allein machen will und kann. Das empowered das Team und trägt dazu bei, dass sich jede:r verantwortlich fühlt.

Jetzt ein Blick auf die negative Seite: Was ist der größte Nachteil, den Sologründer:innen haben?
Ein Gründerteam kann die Stärken und Schwächen besser ausgleichen, jede:r hat seinen Bereich. Es gibt unterschiedliche Blickwinkel bei Entscheidungen, die diskutiert werden müssen und so Entscheidungen hinauszögern. Und natürlich ist ein Startup auch sehr viel Arbeit, das kann man gerade am Anfang im Team besser aufteilen.

Welchen Tipp hast Du für andere Sologründer:innen?
Erstens: Sich den eigenen Stärken und Schwächen ganz klar werden. Zweitens: Ein Team zusammenstellen, was balanciert und ausgleicht. Drittens: Schnell lernen zu delegieren und dem Team vertrauen und es empowern.

Zum Abschluss noch ein Blick in die Zukunft: Wo steht gitti in einem Jahr?
Wir bieten ein Produktportfolio, dass die gesamte Conscious Beauty Routine abdeckt, es kommen also noch einige Produktkategorien dazu. Wir tragen mit unserer Kommunikation und unserem Online Magazin the good good maßgeblich zur Aufklärung und Inspiration für natürliche und nachhaltige Beauty Produkte bei. Und können endlich die Nachfrage aus anderen Ländern bedienen.

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Foto (oben):  gitti

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#DHDL – independesk: Richtige Argumentation trotz seltsamer Beratung


Alle anwesenden Löwen befanden praktisch schon unmittelbar nach dem Pitch, dass Gründer Karsten Kossatz mit independesk den Nerv der Zeit mit seinem Geschäftsmodell trifft. Eine Plattform, auf der man stundenweise Arbeitsplätze buchen kann, die ebenso genau abgerechnet werden. So können Coworking Spaces, deren Geschäftsmodell dies ohnehin ist, ihre Kapazitäten weiter auslasten. Aber auch Unternehmen, Cafés, Restaurants oder Hotels mit vorübergehend freien Plätzen können sich so etwas hinzuverdienen, nutzen diese Möglichkeit aber wohl auch zunehmend, um dadurch ihre Bekanntheit zu erhöhen.

Der Gründer rechnet fest damit, dass die Zahl der flexiblen Arbeiter immer weiter zunehmen wird, auch wenn zur Zeit wohl noch die für diese Arbeitsform klassischen Freelancer überwiegend seine Nutzerschaft ausmachen. Doch die Löwen sehen es genauso, sie glauben, der gesellschaftlich und vor allem umwelttechnisch überaus wünschenswerte Wandel hin zu mehr Wohnungsnahen Arbeitsplätzen wird kommen.

Zwar kann der Einzelgründer bisher – auch wohl auf Grund des langen Locksdowns in Deutschland – nur verhältnismäßig kleine Zahlen vorweisen, doch nur Ralf Dümmel steigt aus, weil es einfach nicht sein Geschäftsmodell ist. Alle anderen Löwen formieren sich zu Angeboten: Carsten Maschmeyer bietet zusammen mit Dr. Georg Kofler zunächst die gewünschten 150.000 Euro, jedoch wollen die beiden 25,1% statt der angebotenen 15% haben. Besonders die Internationalisierungspläne des Gründers gefallen ihnen, und sie betonen, wie stark sie diese unterstützen können. Dagmar  Wöhrl bietet dann die gleiche Summe für 18%, und schließlich bietet Nils Glagau dem Gründer genau den Deal an, der er haben wollte. Daraufhin erhöhen die beiden ersten Löwen ihr Angebot auf 251.000 Euro für 25,1%, so dass es genau der gleichen Bewertung von 1 Million Euro entspricht, die der Gründer sich zu Beginn vorgestellt hatte. Auch Dagmar Wöhrl zieht mit und bietet sogar noch eine etwas höhere Bewertung: 200.000 Euro für 18 % sind es bei ihr jetzt.

Action ist also schon reichlich gegeben, bevor sich der Gründer zum Telefonieren zurück zieht. Er ruft seinen Freund und Berater an, wie er sagte.

Doch dieser konzentriert sich überraschenderweise nur auf die Angebote, die Löwen scheinen ihm – zumindest an Hand dessen, was der Zuschauer zu hören bekommt – überhaupt kein Begriff zu sein. Das Doppel-Angebot von Multi-Investor Carsten Maschmeyer und Medien-Profi Dr. Georg Kofler bezeichnet er als nicht wirklich interessant, weil es außerhalb dessen liegt, was sich der Gründer wohl vorgestellt hat. Nils Glagaus Angebot passt daher ziemlich genau, und in Dagmar Wöhrls rechnerisch sogar besserem Angebot sieht er eine Gewissensfrage. Was er damit meint, bleibt uns leider verborgen.

Nach einem kurzen Wechsel zu den Löwen hört man den Gründer nur noch fragen, ob er das denn verlangen kann. Die Antwort des Beraters vernimmt sich dann fast wie in einem Werbefilm für einen Motivations-Workshop. 3 Fragen habe er für ihn, sagt er. Ob er an sein Produkt glaubt, an seine Zahlen, und vor allem daran, dass er der Richtige ist, dass alles so umzusetzen. Der Gründer antwortet brav immer mit Ja, und wird daraufhin aufgefordert, dann nun hart zu verhandeln. Was er auch tut.

Die Löwen werden später sagen, dass er sie elegant über den Tisch gezogen habe, doch der Gründer bringt ein entscheidendes Argument.

Denn obwohl die Äußerungen seine Beraters das nicht vermuten ließen, hat er es vor allem auf das Doppel-Gespann abgesehen, im Gegensatz zu ihm kennt er die Löwen und hat sich Gedanken gemacht. Er argumentiert, dass er wohl noch mehrere Investitionsrunden brauchen wird, wenn er wirklich groß werden will, und daher in einer so frühen Phase noch nicht so viel abgeben will. Er “verschlechtert” nun sogar sein Angebot und will nun satte 200.000 Euro für 15 %, allerdings verbunden mit einem Vorkaufsrecht für die nächste Runde – unüblicherweise sogar mehr als nur der Ausgleich der Verbesserung, nämlich bis hin zu den gewünschten 25,1 %.

Die Löwen scheinen darauf einzugehen, allerdings mit einem Zusatz: Sie wollen dann einen Discount auf die nächste Runde in Höhe von 20 % haben. Was sich anhört wie eine kleine Ergänzung, kann jedoch einen gewaltigen Unterschied machen. Denn sollte independesk tatsächlich – auch mit Hilfe der Löwen – ein starkes Wachstum schaffen und zum Beispiel bei der nächsten Runde eine Bewertung von 5 Millionen Euro erreichen können, kommen zunächst die Löwen zum Zug, zahlen aber nur eine Bewertung von 4 Millionen. Braucht das Startup dann ein Kapital von mindestens 1 Million Euro, um weiter zu wachsen, würde es normalerweise 20 % hierfür abgeben müssen, nun aber rechnerisch 25 %. Und zu solch einer reduzierten Bewertung können sie dann nicht nur ein paar Prozent gegen die Verwässerung erhalten, sondern noch einmal 10,1 % mehr.

Wir können nicht sicher sein, ob dem Gründer das bewusst war. Generell sollten Startups aber mit Discounts sehr vorsichtig sein, und diese nicht allzu schnell einräumen, bevor sie nicht alles gründlich durchgerechnet und durchdacht haben. Je nach Konstellation fährt man nämlich mit einer etwas niedrigeren Bewertung aber ohne Discount in der nächsten Runde schon mittelfristig besser. Ganz bestimmt sollte man sich aber nicht von ein paar altmodischen Motivationssprüchen das eigene Ego so pushen lassen, dass es einen vom rechnen abhält.

Das ist in diesem Fall hoffentlich so nicht passiert, und es bleibt einfach bei einem seltsamen Gespräch bei einem ansonsten gelungenen Auftritt. Alles in allem hat der Gründer aber nun zwei neue Investoren an Board, die ihn mit mehr als nur Geld unterstützen werden, und independesk hoffentlich den erhofften Wachstumsschub verpassen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#Interview – “Ich wollte eine Erfahrung mitmachen, die einem niemand mehr nehmen kann”


Auch in der zehnten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der dritten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Lina Bouhmidi von Glossy Dreams, in der Sendung noch als Glossy Seams bekannt, zu Gast. Hinter Glossy Dreams verbirgt sich ein Imprägnierstift für Sneaker-Schuhnähte. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Bouhmidi die Idee einmal ganz genau vor.

Welches Problem willst du mit Glossy Dreams lösen?
Mit meiner Erfindung möchte ich mehr Menschen dazu ermutigen ihre gebrauchten Schuhe nicht einfach wegzuwerfen, sondern sie in einem neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Tagtäglich entscheiden sich Menschen auf dieser Welt dazu einen neuen Schuh zu kaufen. Hinter dieser Branche steckt viel mehr als man denkt. Im Alltag macht sich kaum jemand Gedanken darüber, was mit gebrauchten Schuhen passiert, wenn sie eines Tages im Restmüll landen und da Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, sollte man mehr Menschen darauf aufmerksam machen. Die meisten Sneaker landen im Restmüll und werden letztlich verbrannt. Da ein Schuh jedoch aus Erdöl basiertem Kunststoff hergestellt wird, werden bei der Verbrennung chemische Stoffe freigesetzt, die letztlich in unsere Atmosphäre gelangen und uns dann alle belasten. Da jedoch die Mehrheit nicht auf ihre Lieblingsschuhmarken verzichten wollen, muss es eine Lösung geben, die verhindert, dass weniger Sneaker im Restmüll landen. Die Tragezeit eines Schuhs mit Hilfe von Glossy Dreams zu verlängern, ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie ist überhaupt die Idee zu Glossy Dreams entstanden?
Ich habe früher neben meiner Schulzeit in verschiedenen Sneakerläden gearbeitet und dort ist mir das Problem erst aufgefallen. Tagtäglich kamen Kunden mit verschmutzten Sneakern in den Stores, mit dem Ziel, sich den gleichen Schuh erneut zu kaufen. Da war es unsere Aufgabe als Verkäufer, die Kunden auf Pflegeprodukte hinzuweisen. In den meisten Schuhläden konnte man die Produkte vor Ort testen, jedoch entschieden sich trotz allem die meisten gegen ein Produkt. Ich stellte mir immer öfters die Frage, woran das liegen könnte. In einer Nacht träumte ich von meinem Arbeitstag und erst da ist mir dieses gewisse Detail erst aufgefallen. Die Idee entstand und ich experimentierte mit Leidenschaft und mit großer Motivation. Bei den vielen Pflegemitteln, die ich getestet habe, fiel mir direkt auf, dass keines der Pflegeprodukte die Nähte richtig reinigen konnte, da die Substanz in die Naht eindringt. Ich fing an mich immer mehr und mehr damit zu befassen. Ich stellte fest, dass ein Großteil der Optik nun mal von den winzig kleinen Nähten ausging – und dieses Problem irgendwie beheben werden musste. Zum Glück gelang mir die Erfindung von Glossy Dreams. Das Produkt, das mir im Traum erschien und die Nähte glänzen lässt.

Warum hast Du Dich entschieden, “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Ich selbst habe die Sendung jahrelang verfolgt und fand es immer faszinierend und beeindruckend, was Menschen alles auf die Beine stellen können, sobald der Wille und die Leidenschaft vorhanden waren. Ich habe immer davon geträumt, eines Tages auch Erfinderin zu werden und meine eigene Chefin zu werden. Ständig sprachen Erfinder von Blitzideen und ich wollte immer wissen, wie es sich anfühlt. Dieses Glückgefühl einen Blitzgedanken zu haben, war einfach unbeschreiblich und ich verstand plötzlich, wie sich Leidenschaft anfühlt. Ich saß Tag und Nacht am Laptop und las sehr viele Bücher, um mein Wissen und meinen Horizont zu erweitern. Ich wurde von heute auf morgen zu einer Bücherfanatikerin und baute einen Teil der Garage zu einem Labor um. Ich konnte kaum an etwas anderes denken. Selbst als ich für meine Klausuren lernte, waren meine Gedanken nur bei Glossy Dreams. Meine Eltern haben mich größtenteils dazu animiert, zu “Die Höhle der Löwen” zu gehen. Als ich anfing, mein Produkt dann über Social Media zu vermarkten und immer mehr Leute Kommentare schrieben, ich solle es doch bei “Die Höhle der Löwen” versuchen, nahm ich meinen Mut zusammen und bewarb mich – und jetzt stehe ich hier.

Wie nervös warst Du kurz vor Deinem TV-Pitch?
Ich war so dermaßen nervös! Ich hatte noch nie so ein Lampenfieber. Als ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, habe ich mir natürlich gewünscht bei “Die Höhle der Löwen” aufzutreten. Es bewerben sich schließlich jährlich unzählige Startups dort und nur ein Bruchteil davon wird wirklich ausgestrahlt. Dass ich wirklich die Möglichkeit bekommen habe, mein Produkt vorzustellen, war unfassbar. Und als Ich durch diesen Tunnel ging, hat sich alles so surreal angefühlt. Ich kann es bis heute nicht glauben, dass ich wirklich dort war.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Dass man sich auf jeden Fall bei „Die Höhle der Löwen“ bewerben und seinen Mut zusammennehmen sollte, gerade wenn man auch noch in der Anfangsphase ist, wie ich zum Zeitpunkt des Pitches. Die meisten erfahrenen Startups sehen nur die Prozentanteile der Firma, die man abgeben muss. Aber ich wollte bei meiner Bewerbung eine Erfahrung mitmachen, die einem niemand mehr nehmen kann. Es ist egal, ob man einen Deal bekommt oder nicht. Sollte man keinen Deal bekommen, dann lernt man von Experten in der Unternehmensbrache noch die Schwachstellen am Produkt, sowie Verbesserungsmöglichkeiten, um es marktreif zu bekommen. Sollte man jedoch einen Deal bekommen, dann erhält man durch die Abgabe der Prozente zusätzliches Know-How und die Unterstützung von erfahrenen Gründern. Ich hatte vorher weder die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen mit Unternehmern, noch mit Leuten in meinem Bekanntenkreis, die in diesem Bereich tätig sind. Als junges Startup hat man also bei “Die Höhle der Löwen” nicht verloren, sondern gewinnt in beide Richtungen, egal wie es letztlich für einen ausgeht.

Wo steht Glossy Dreams in einem Jahr?
Das kann mir nur die Zukunft verraten. Eine Sache, die mir die Corona-Situation beigebracht bzw. bestätigt hat: Man kann planen, wie man will, es wird und kann immer etwas geben, was nicht vorhersehbar ist. Und dass man immer die Situation positiv betrachten sollte und optimistisch bleibt. Aber mein Wunsch wäre natürlich, dass mein kleines Startup zu einem erfolgreichen Startup heranwächst. Ein Hauptsitz mit vielen vertrauenswürdigen und glücklichen Mitarbeitern. Gerne möchte ich auch mit meinen Einnahmen eines Tages bedürftigen Menschen helfen. Ich lebe gerne nach dem Motto: Jede positive oder negative Tat, die man verrichtet, kehrt irgendwann doppelt so stark zu einem zurück.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #frankenthal, #glossy-dreams, #glossy-seams, #interview

#DHDL – Novus, Botanyia, independesk, Glossy Seams, JoyBräu treten vor die Löwen


Auch in der zehnten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Zudem sind Anne und Stefan Lemcke, die Gründer von Ankerkraut, als Gast-Löwen dabei.

Die DHDL-Startups der Woche

Novus
René Renger (37) und Marcus Weidig (34) präsentieren den Investoren das E-Motorrad der Zukunft. „Novus ist das erste Premium-Elektro-Leichtkraftrad der Welt. Es löste die Grenzen zwischen dem E-Bike und dem Motorrad komplett auf”, so der ehemalige Auto-Designer und Gründer von Novus  René Renger. Auffällig ist das besondere Design. Marcus Weidig, Chef-Entwickler, erklärt: „Weil es uns der elektrische Antrieb erlaubt, haben wir den Motor aus dem Rahmen herausgenommen und im Hinterrad platziert. Im Rahmen sind jetzt nur noch unsere Batterie und die Elektronik. Mit nur 75 Kilogramm ist es um die Hälfte leichter als vergleichbare Fahrzeuge. Und das bei bis zu 40 PS beeindruckender elektrischer Power.” Der Vollkarbonrahmen von Novus ist wie eine Nussschale innen hohl. So bietet er allen elektrischen Komponenten Schutz, ist die tragende Struktur und gibt dem Motorrad seine Gestalt. Mithilfe der optionalen Novus-App kann das Motorrad gestartet werden und der/die Fahrer/in kann Informationen wie Geschwindigkeit, Reichweite und Ladestand sowie die integrierte Navigation nutzen. „Es ist viel mehr als ein Motorrad, es ist eine moderne Skulptur aus Rädern”, ist René Renger überzeugt. Für große Aufmerksamkeit sorgte Novus bereits 2019 auf der weltweit größten Hightech-Messe in Las Vegas. Auch Elon Musk sah das Potenzial in Novus und wollte den Prototypen kaufen. „Das hat uns schon geehrt, und wir mussten gut überlegen, was wir tun. Um ehrlich zu sein, haben wir uns ein bisschen Mut angetrunken und haben ihm dann abgesagt. Weil wir eine Vision haben, weil wir aus Novus eine wirklich große Mobilitätsmarke machen wollen”, so René Renger. Mit ihrem aktuellen Vorserienprototyp stehen sie kurz vor der Serienproduktion. Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg nimmt das E-Motorrad mit seinem fachkundigen Blick genauestens unter die Lupe. Können Gründer und Gefährt ihn oder einen anderen Löwen überzeugen, ganze 1,6 Millionen Euro für zehn Prozent der Firmenanteile des Startups zu investieren?

Botanyia
Ihre Idee zu Botanyia haben die Gründer der Freundin von Jeffrey Javelona (29) zu verdanken: „Meine Freundin liebt Pflanzen. Ich habe noch mal durchgezählt: Wir haben 48 Topfpflanzen, alle in unterschiedlichen Töpfen. Von Plastik bis Beton steht alles bei uns herum. Sie alle sehen unnatürlich aus und haben keinen weiteren Nutzen.” Gemeinsam mit seinem Co-Gründer Valentin Muckle (29) entwickelte er einen neuen Pflanzenübertopf. „Botanyia sieht zwar aus wie ein schöner Naturstein, ist aber viel mehr als das. Es ist wohl die cleverste Blumenabdeckung der Welt, denn ich kann den Stein ganz einfach in zwei Hälften zerteilen und mittels des integrierten Magnetverschlusses wieder ganz easy über der Pflanze schließen. Das Ergebnis: Ein echter Eyecatcher, der jeder Pflanze zu noch mehr Geltung verhilft”, präsentiert Valentin den Löwen ihre Erfindung. Neben der natürlichen Optik hat Botanyia noch weitere Funktionen: „Botanyia schützt die Erde vor Sonnenstrahlung und verhindert somit das zu schnelle Austrocknen der Erde. Dadurch muss die Pflanze deutlich weniger gegossen werden ”, erklärt Jeffrey. Aktuell gibt es Botanyia in den Ausführungen Sandstein- und Marmoroptik mit zwei verschiedenen Öffnungen. Ausgeliefert wird der Stein mit einem weiteren Pflanzentopf, einem Untertopf und Kokoserde. Um den Markt zu erobern, benötigen die Gründer 100.000 Euro und bieten dafür 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

independesk
Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Wo werden wir arbeiten? Diesen Fragen hat sich Karsten Kossatz (29, Kommunikationsdesigner) gewidmet und independesk gegründet: „Mit meinem Startup treffe ich den Nerv der Zeit. Nach Monaten im Homeoffice, in Quarantäne und im Lockdown schaffen wir einen mobilen Arbeitsplatz, der nicht in den eigenen vier Wänden ist.” Denn nicht jeder hat ein voll ausgestattetes Arbeitszimmer zuhause. Oft sieht die Realität so aus: Das WLAN ist nicht stabil, die Kinder toben im Hintergrund und der eigene Arbeitsplatz ist wahlweise am Küchentisch, auf der Wohnzimmercouch oder auf der Bettkante zwischen Bügelbrett und Wäschekorb. Und auch mit Arbeitszimmer fällt vielen Menschen nach Monaten im Homeoffice die Decke auf den Kopf. Genau hier setzt independesk an: Über die digitale Plattform kann sich jeder in seiner Nähe einen Schreibtisch in professioneller Umgebung buchen. Ein weiteres Plus: Durch das Wegfallen von langen Arbeitswegen und das tägliche Pendeln mit dem Auto wird die Umwelt geschont. „Studien sagen, wir könnten 5,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, wenn wir nur an zwei Tagen pro Woche auf den Arbeitsweg verzichten”, so der Gründer. Angeboten werden einzelne Schreibtische und Meetingräume in Agenturen oder Unternehmen, die zeit- oder tageweise ungenutzt sind, genauso wie Arbeitsplätze in Cafe?s, Restaurants, Hotels, Coworking-Spaces oder an ganz besonderen Orten, wie beispielsweise auf dem Berliner Fernsehturm. Aktuell werden über independesk in ganz Deutschland mehrere hundert Locations angeboten. Um sein Angebot weiter auszubauen, benötigt Karsten Kossatz 150.000 Euro und bietet dafür für 15 Prozent der Firmenanteile.

Glossy Seams
Die jüngste Gründerin der Staffel präsentiert in der „Höhle der Löwen” eine Lösung für ein echtes Alltagsproblem: Glossy Seams, inzwischen als Glossy Dreams unterwegs, von Lina Bouhmidi (20) soll dreckigen Schuhen neuen Glanz verleihen. Weiße Sneaker erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit – so auch bei Lina. Doch ein Problem stört den großen Sneaker-Fan: Die Schuhe lassen sich zwar säubern, aber die weißen Nähte bleiben auf Dauer schmutzig. Mit den gängigen Produkten auf dem Markt war die Jura-Studentin nicht zufrieden. So hat sie in der Garage ihres Vaters ein kleines Labor aufgebaut und über neun Monate an dem neuen Schuhpflegeprodukt getüftelt: „Das Problem war, eine Konsistenz zu entwickeln, die intensiv an der Naht haftet, die Naht umhüllt und eine gebrauchte Naht reinigt, so dass auch bereits getragene Sneaker davon profitieren und der Stift nicht nur als Vorbeugung dient.” Mit Glossy Dreams hat Lina einen Imprägnierstift entwickelt, der ganz einfach in der Handhabung ist. Vor der Anwendung die Verschmutzungen an den Schuhen mit einem Tuch entfernen und mit dem Stift die Nähte gezielt und punktuell imprägnieren. „Die Naht wird mit einem weißen Schutzfilm umhüllt, so dass zukünftiger Schmutz einfach an der Naht abperlt. Nach 40 Sekunden Einwirkzeit kann man die Reste abwischen und die Naht sieht aus wie neu”, erklärt die Gründerin. Aktuell gibt es Glossy Dreams in den Farben Weiß und Schwarz und wird bisher nur über ihren Onlineshop verkauft. Jetzt möchte Lina ihre Produkte groß auf den Markt bringen. Um ihr Ziel zu erreichen, benötigt sie 75.000 Euro und würde dafür 12 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Wird ein Löwe in ihrer Geschäftsidee Potenzial sehen und investieren?

JoyBräu
Das Gründer-Duo Erik Dimter (27) und Tristan Brümmer (26) lädt die Löwen auf eine Runde JoyBräu ein – funktionale Biere, die besonders für Sportler geeignet sind. Entstanden ist ihre Idee 2015 in Singapur. „Erik und ich waren für eine große Reederei im Auslandseinsatz. Als begeisterte Sportler haben wir gemeinsam nach der Arbeit jeden Tag trainiert”, so Tristan. „Zur Unterstützung des Muskelaufbaus haben wir uns anschließend immer einen klebrigen, übersüßten und manchmal künstlich schmeckenden Proteinshake herunter gequält.” Dazu muss es doch eine Alternative geben, dachten sich die Gründer. Warum also nicht die Vorteile eines Proteinshakes mit dem guten Geschmack eines frischgebrauten Bieres kombinieren? Nach zweieinhalbjähriger Forschungsarbeit gemeinsam mit einem Team der TU Berlin präsentieren sie nun JoyBräu. In ihrem Sortiment bieten sie drei verschiedene alkoholfreie Produkte an: Proteinbier + Zitrone mit 15 Gramm Protein und 100 Prozent natürlicher Zitrone, das Proteinbier Light mit 7 Gramm Protein und nur 63 Kalorien pro Dose sowie das isotonische Vitaminbier mit den Vitaminen C, B12 und B9. „Unsere funktionalen Biere sind weltweit einzigartig und das liegt an unserem innovativen Herstellungsverfahren. Auf unsere spezielle Hefe haben wir sogar ein Patent. Diese hat die besondere Eigenschaft, dass sie während der Gärung Geschmack, aber keinen Alkohol produziert. Das ist eine absolute Neuheit und macht unsere Biere so besonders”, so Eric. Zudem ermöglicht ihr spezieller Brauprozess das Einbringen funktionaler Inhaltsstoffe wie Vitamine und Proteine. Seit dem Markteintritt konnten sie schon viele Fans für sich gewinnen und wurden mit internationalen Preisen wie z.B. dem FIBO Innovation & Trend Award und dem Superior Taste Award ausgezeichnet. Werden die Gründer von JoyBräu auch die Löwen geschmacklich und unternehmerisch überzeugen können? Ihr Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#Interview – “Dadurch, dass wir alles selbst machen wollen, kommen wir oft an unsere Grenzen”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Johannes Lutz, Gründer von Duschbrocken, einer Art fester Seife, die Shampoo und Duschgel vereint.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Los geht es bei uns in der Schaumstation um acht Uhr. Schaumstation nennen wir unser Büro, von wo aus wir mit unserem Team aber auch den ganzen Versand leisten. Deshalb schaue ich als Erstes beim Versand vorbei. Erst dann geht es mit einem kleinen Umweg über die Kaffeemaschine an den Schreibtisch, wo meist schon Mails, Kalender sowie Asana auf mich warten – um im besten Fall auch mein Mitgründer Christoph Lung mir gegenüber.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Meine kleine Tochter und mein Baby-Junge machen es mir sehr leicht, nicht mehr an die Arbeit zu denken. Richtig abschalten hingegen kann ich kaum. Das finde ich sogar eher nervig, dafür bin ich nicht er Typ.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Dass die Realität und der Alltag eines Start-Ups meist nichts mit dem Medien- und Serien-Klischee eines Start-Ups zu tun haben. Und das ist auch sehr in Ordnung so.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Kein echtes Problem, aber sicherlich bisher die größte Hürde: Skalierung. Dadurch, dass wir alles selbst machen wollen, bis es gar nicht mehr anders geht, kommen wir oft an unsere Grenzen. Aber auch das würden wir nicht ändern wollen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Eine zu optimistische Zeitplanung. Zum Beispiel bringen wir mit einem festen Conditioner gerade unsere erste Produkterweiterung auf den Markt. Das Thema begleitet uns schon lange, ist uns gerade sehr wichtig und deshalb waren wir wohl schlicht zu voreilig. Eigentlich war der Launch schon vor drei Monaten geplant, auch in unserer Kunden-Community haben wir Conny schon angeteasert – aber es kommen immer wieder Dinge dazwischen, die wir nicht berücksichtigt hatten. Mein Learning daraus: Egal wie groß die Vorfreude ist, immer einen ordentlichen Puffer in die Timeline einbauen.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Passenden Mitarbeiter zu finden ist sicherlich eine der schwierigsten Aufgaben für ein Unternehmen und wir haben auch noch nicht die perfekte Methode gefunden. Praktikanten gewinnen wir hauptsächlich über die nahegelegenen Unis in und um Stuttgart. Inzwischen helfen auch unsere ehemaligen Praktikanten, bei der Akquise durch das Berichten ihrer Erfahrungen. Festangestellte bei Duschbrocken kommen meist aus dem Praktikum in die Festanstellung oder initiative über unsere Website. Ein Tipp vielleicht trotzdem: Unser Team ist sehr divers und jede*r Einzelne eine echte Bereicherung. Man sollte also Bewerber nie von vorherein kategorisch ausschließen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Klingt platt, aber stimmt: Macht nur, was zu euch passt! Authentizität ist irre viel wert und wird meist unterschätzt – auch wenn es um die Kundenbindung geht. Anstatt also ein Vorbild zu suchen und dem nachzueifern oder immer neue Trends auszuprobieren, solltet ihr euch vorher schon genau überlegen, wofür ihr steht und dabei bleiben.

Ohne welches externe Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Shopify, Asana, Google (Cloud, Mail, Kalender).

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Dafür sorgt das Team ganz gut selbst. Aber durch regelmäßige Feierabendbiere, gemeinsames Paella-Kochen oder Frühstücken schaffen wir oft noch mal ganz bewusst einen Rahmen, um außerhalb der eigentlichen Arbeit zusammenzuwachsen. Und sobald eine Sonderedition an den Start geht, packt das ganze Team im Versand mit an – von den „Chefs“ bis zu den Praktikanten. Mit der richtigen Musik und Motivation entsteht da immer ein toller Spirit – und eine meiner persönlichen Lieblingsarbeiten bei Duschbrocken.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Unser Crowdfunding Kampagne, mit der vor drei Jahren alles angefangen hat. Wir haben unser eigentliches Funding-Ziel von 5.000 Euro um ein zehnfaches übertroffen und standen plötzlich mit 50.000 Euro da. Das war völlig crazy für uns. Und heute haben wir 25 Mitarbeiter*innen und konnten mit dem Duschbrocken schon fast zwei Millionen Plastikflaschen einsparen.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#DHDL – Kohpa: Wenn auch der größte Sturm die Ruhe nicht gefährdet


In der zweiten Folge der Jubiläumsstaffel von “Die Höhle der Löwen” kann man extrem gegensätzliche Meinungen der Investoren beobachten: Während der eine die Schädlichkeit elektro-mangnetischer Strahlung und damit den Sinne eines von zwei vorgestellten Produkten stark in Zweifel zieht, ist es für den anderen fast zu gut, um wahr zu sein. Doch wie kann man sich in einer solchen Situation verhalten, wenn es um den Kern des eigenes Produktes geht? Die Kohpa-Gründer machen es erfolgreich vor.

Von vorne herein strahlen sie die größte Ruhe aus: Walter Reichel und sein Kollege Peter Helfer, die beide gelernte Papiermacher, betreten die Höhle, liefern einen äußerst informativen Pitch ab und sind anschließend Mittelpunkt einer der heißesten Diskussionen, die man seit langem in der Höhle beobachten konnte. Doch ihre Ruhe behalten sie sich bis zum Schluss.

200.000 Euro benötigen sie, um mit ihrem Unternehmen den Turbogang einzulegen, und mindestens 15 % der Anteile wäre ihnen das wert.

Die beiden Fachleute haben es geschafft, die eigentlich gar nicht miteinander verträglichen Kohle- und Papierfasern miteinander zu verbinden und so ein Papier geschaffen, das Strom leiten kann. Das klang auch für die Löwen fast unglaublich, und so war den beiden Gründern die Aufmerksamkeit der fünf erfahrenen Investoren von vorne herein gewiss.

Nach fünf Jahren Entwicklungsarbeit war ein Papier entstanden, dass 0,2 Millimeter dünn ist und auch exakt so wie Papier verwendet werden kann, man kann es sogar schneiden. Nur, dass es eben Strom leitet. Die Kohlefasern werden aus Abfallstoffen der Carbon-verarbeitenden Industrie gewonnen, und das erste Produkt des Unternehmens kann so sehr effizient Flächen innerhalb von Sekunden auf bis zu 35 Grad aufheizen. Ein Nachhaltigkeits-Traum von Produkt also. Doch die Gründer aus Bayern haben noch mehr zu bieten: Ihr zweites Produkt ist dafür konzipiert, zu starke elektro-magnetische Strahlung abzuhalten.

Doch genau dies wird zunächst der Dreh- und Angelpunkt der Diskussion: Georg Kofler stellt diesen Sinn stark in Zweifel, währen Carsten Maschmeyer und Nico Rosberg Kohpa protect durchaus interessant finden. Doch die Gründer bleiben vollkommen ruhig, sprechen von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen zu Messwerten. Denn Kohpa protect verkauft sich gut, ist für den größten Teil des bisherigen Umsatzes verantwortlich. Und der kann sich sehen lassen: in 2017 mit 30.000 Euro gestartet, erwirtschaftete das Unternehmen in den letzten beiden Jahren satte 200.000 Euro Jahresumsatz. Und die Prognose für 2021 liegt sogar bei stolzen 530.000 Euro, das Geschäft scheint also noch weiter anzuziehen. Eine gute Marge kann man auch noch vorweisen.

Doch die Löwen bleiben skeptisch, Nico Rosberg fragt sich, ob es einen Haken gibt. Und das ist gut verständlich. Ein solches Produkt würde normalerweise von Investoren auf Herz und Nieren geprüft werden, besonders institutionelle Investoren würden wohl technische Gutachter zur genaueren Evaluierung schicken. Eine schwierige Situation für die Gründer, die in der Höhle ja praktisch nur mit Worten überzeugen können.

Doch obwohl es aussieht, als ob hier der kritische Punkt ist, bleiben sie ruhig und bringen starke Argumente. Wie das Verkaufsangebote ihrer Patente für ganze 6 Millionen Euro. Eine gewisse Lebenserfahrung hilft sicherlich, so aufgeräumt und überlegt zu reagieren, wenn es um so viel geht. Eine gute Vorbereitung und das zurechtlegen der wichtigsten Argumente sollte aber auch unerfahreneren Gründern gute Dienste leisten. Ein guter Tipp ist hier, sich die wahrscheinlichen Knackpunkte der Verhandlung zusammen mit jeweils zwei bis drei  starken Gegenargumenten aufzuschreiben. Bei einem sehr technischen und innovativen Produkt liegt es praktisch schon in der Natur der Sache, dass es darum gehen wird, die Investoren von der Innovationskraft auch tatsächlich zu überzeugen. Denn auch in “normalen” Verhandlungen gibt es den “Zu-gut-um-wahr-zu-sein”-Effekt, der für eher reservierte Reaktionen sorgen kann.

Und so lassen sich die Löwen von den unbeirrbaren Gründern überzeugen, am Ende gibt es ein gemeinsames Angebot von Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer und Nico Rosberg. Die Gründer akzeptieren die 33 %, die ihr Traum-Gespann haben will, und Nico Rosberg kommentiert den Deal sogar mit “Was für eine faszinierende Erfindung, also wirklich, dass wir so was hier sehen in der Höhle der Löwen, fantastisch”. Ein Wahnsinns-Lob, und die Gründer sind sichtlich glücklich.

Doch bei aller Ruhe wirken sie auch fast ein wenig erleichtert, als sie hinterher bei Moderator Amiaz ihre Eindrücke schildern. Verständlicherweise scheint die hitzige Diskussion sie dann doch nicht ganz kalt gelassen zu haben. Ob es also nun angeborener Charakter, Erfahrung oder Vorbereitung war, die es ihnen ermöglicht hat, im starken Gegenwind noch ruhig ihre Argumente zu präsentieren, wird man wohl nie sagen können. Vielleicht war es auch eine Mischung aus allem.

Allen anderen kann gezielte Vorbereitung aber eben genau diese Ruhe bringen, die auch in schwierigen Situationen die Kompetenz noch am Besten zur Geltung bringt.

Doch freuen wir uns zunächst über den Ausgang der Verhandlung. Denn wenn Vorzeige-Gründer mit einem Vorzeige-Startup ihre drei Wunsch-Löwen bekommen, darf das schließlich mal ein emotionaler Moment sein.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #kohpa

#DHDL – portHy, Frau Poppes, Miniatouring, Kohpa, Tape Art treten vor die Löwen


Auch in der zehnten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Zudem sind Anne und Stefan Lemcke, die Gründer von Ankerkraut, als Gast-Löwen dabei.

Die DHDL-Startups der Woche

portHy
Die drei Gründer Jonathan Tenge, Paul Böhlhoff und Julian Hesse aus Ostwestfalen präsentieren den Löwen mit portHy eine Handykette mit integriertem Desinfektionsmittelspender. „Bei zahlreichen Recherchen zu dem Thema Infektionskrankheiten ist uns aufgefallen, dass tatsächlich 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen werden”, so Paul. Doch das benötigte Desinfektionsmittel ist nicht immer direkt zur Hand. Stationäre Spender gibt es nicht überall oder sind nicht ausreichend befüllt, Tücher oder Fläschchen hat nicht jeder in seiner Tasche. „Das Einzige, was ich wirklich immer dabei habe, ist mein Smartphone. Als wir das festgestellt haben, war die Idee zu portHy geboren”, so Paul weiter und Jonathan erklärt: „portHy ist immer griff- und einsatzbereit. Unsere Handykette hat einen komplett integrierten Hohlraum, der mit bis zu 35 ml Desinfektionsmittel befüllbar ist. Das reicht für ca. 600 Sprühstöße. So können unterwegs kinderleicht die Hände desinfiziert werden.” portHy gibt es in verschiedenen Farben und Ausführungen. Die Basisversion umfasst die Handykette, einen Refiller und die Holdy Handyhüllenbefestigung, die Exclusive-Version die Handykette, einen Refiller, eine Handyhülle und das eigens produzierte wasserbasierte Lemongrass Desinfektionsmittel. „Aus dem stylischen Accessoire der Handykette haben wir den wohl modischsten und diskretesten Desinfektionsmittelspender der Welt gemacht”, ist Julian überzeugt. Werden auch die Löwen Potenzial in portHy sehen? Für 200.000 Euro würden die Gründer zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.”

Frau Poppes
Inspiriert wurde Thomas Leiendecker (Koch und Gründer von Frau Poppes), von seiner Schwiegermutter: „Sie ist eine ganz besondere Frau!” Mit 15 Jahren erlernte Angelika Poppe (68) den Beruf der Hauswirtschafterin und Schlachtereifachverkäuferin. Mit 20 Jahren heiratete sie und schon kurz darauf erwartete sie ihr erstes Kind. Das Glück schien vollkommen. Doch nur zwei Jahre später änderte sich ihr Leben grundlegend: Durch einen schweren Autounfall verlor Angelika Poppe ihr Augenlicht. Unterkriegen ließ sich die junge Mutter aber nicht und hat es sich nicht nehmen lassen, weiterhin für die Familie zu kochen: „Da ich nicht mehr nach Rezepten kochen konnte, habe ich vieles einfach ausprobiert. Dabei sind Klassiker, wie meine Frikadellen herausgekommen, die ich immer wieder machen musste.” Es ist nicht einfach Thomas Leiendecker, der seine Ausbildung bei dem Jahrhundert-Koch Eckart Witzigmann absolviert hat, kulinarisch zu beeindrucken: „Aber Angelika hat es mit ihren Frikadellen geschafft: sie sind unglaublich fluffig und perfekt abgestimmt. Mir war sofort klar, das kann nicht nur eine Rezeptur für ihre Küche sein, davon muss die ganze Welt erfahren.” So entwickelte er den Frau Poppes Frikadellen-Mix: „Eine Würzbasis, mit der jeder die perfekte Frikadelle à la Angelika zubereiten kann und das mit viel weniger Aufwand. Die Brotwürfel, die für die fluffige Konsistenz so wichtig sind, die ganzen Gewürze, Salz und Pfeffer sind in jeder Packung bereits enthalten.” Aktuell gibt es vier verschiedene Geschmacksrichtungen im Sortiment. „Alle sind zu hundert Prozent aus natürlichen Zutaten. Wir verzichten auf Konservierungsstoffe, Palmöl und Geschmacksverstärker”, so Angelika Poppe. Geschmacklich hat Frau Poppes alle Löwen überzeugen können, aber sind sie auch von dem Angebot begeistert? Für ein Investment von 150.000 Euro bieten Angelika Poppe und Thomas Leiendecker 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Miniatouring
Die Geschichte von Miniatouring beginnt 2017. Nach seinem Berufsabschluss reiste Hannes Trautmann mit Auto und Zelt quer durch Europa: „Es war eigentlich alles nahezu perfekt. Aber es hat mich eine Sache gestört: und das war das Zelt. Ich hatte die Probleme, die man so kennt. Unbequemer Schlaf, kein Strom, kein Stauraum. Das war nicht perfekt für einen Roadtrip.” Wohnmobil oder Wohnwagen waren schon aus finanziellen Gründen keine Alternative. Also entwickelte Hannes seine eigene Lösung: ein ultraleichter kompakter Camper. „Weil er so kompakt ist, kommt man damit überall durch. Ich kann damit durch kleine Gassen fahren, kann die Passstraßen in den Alpen hochfahren, Feldwege, matschige Wege – es ist überhaupt kein Limit mehr gesetzt.” Auch die Ausstattung lässt jedes Camper-Herz höher schlagen: es gibt ein integriertes Küchenmodul, für Sonnen- und Regenschutz sorgt eine ausziehbare Markise, der Innenraum verfügt über ein Bett inklusive Lattenrost sowie Beleuchtung, Steckdosen, verschiedene Stauraummöglichkeiten und ein Rollo zum Verdunkeln. Die gesamten Ausbauten werden aus regional nachwachsenden Hölzern in Mainz hergestellt. Einen ersten Liegetest wagt Dagmar Wöhrl – wird sie der Mini-Camper überzeugen? Das Angebot von Hannes an die Investoren lautet: „Der Löwe, der mitfahren will, sollte 95.000 Euro mitbringen und bekommt dafür 25 Prozent der Firmenanteile.”

Kohpa
Der Papieringenieur Walter Reichel und sein Kollege Peter Helfer präsentieren den Löwen mit Kohpa ein nachhaltiges Papier mit recycelten Kohlenstofffasern. Der Clou: Durch die im patentierten Papier verarbeiteten Kohlenstofffasern, ist Kohpa das erste stromleitende Papier, das zudem auch noch elektromagnetische Strahlung abwehren kann und bedingt durch das Mischungsverhältnis der Kohlenstoff- und Papierfasern sehr stabil ist. Ihr neuartiges Material kann vielfältig eingesetzt werden. Mit Kohpa – therm haben sie das erste Heizpapier entwickelt. Doch wie funktioniert ihre Innovation? „Unser Papier wird mit einem Metallstreifen versehen und kann an den elektrischen Strom angeschlossen werden. Die somit dünnste und leichteste Flächenheizung der Welt kann zwischen 35 und 60 Grad warm werden”, erklärt Peter Helfer. „Unser zweites Produkt Kohpa – protect kann elektromagnetische Strahlung abschirmen. Dieses Material wird heute im ökologischen Hausbau verwendet. Bildlich gesprochen wird das ganze Haus eingewickelt, damit Elektro-Smog wie 5G oder Funk die Menschen nicht belastet”, unterstreicht Walter Reichel. Um Kohpa schnell und effektiv auf den B2B-Markt zu bringen, benötigen die Gründer 200.000 Euro und bieten im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firmenanteile an. Zwischen Georg Kofler und Carsten Maschmeyer entsteht eine hitzige Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Produkts. Werden sich die Löwen am Ende vertragen und vielleicht sogar investieren?

Tape Art
Wer klebt, der lebt – so lautet das Motto der vier Gründer Timm Benjamin Zolpys, Mohamed Ghouneim, Stephan Meissner und Nicolas Lawin. Den Löwen präsentieren sie ihr Tape Art Kit. Tape Art ist eine moderne Kunstform, bei der aus verschiedenfarbigen und unterschiedlich breiten Klebebändern Bilder oder Kunstwerke entstehen. Gemeinsam mit Mohamed hat Timm vor über zehn Jahren das Klebeland, ein Fachgeschäft für Klebebänder, gegründet. Die Künstler im Team sind Stephan und Nicolas, die ganz viel Kunst mit Klebeband machen: „Mit dem Klebeband, was man im Baumarkt kaufen kann, konnten wir nicht viel anfangen. Wir brauchen vor allem verschiedene Farben in verschiedenen Breiten. Und das haben wir damals nur im Klebeland gefunden,” berichtet Stephan über ihre Partnerschaft mit Timm und Mohamed. Mit ihrer Kunst waren sie schon auf der ganzen Welt unterwegs. „Wir waren z.B. in Japan und haben ganze Räume gestaltet, haben in Taiwan eigene Ausstellungen gehabt oder in New York auf den Straßen geklebt”, so Nicolas. Um die Kunst auch zuhause auszuprobieren, haben sie das Tape Art Kit auf den Markt gebracht. Die Kits bestehen aus unterschiedlich vielen Farben, Breiten und Materialien wie Gewebeband, klebende Folien und das Papierband – dieses ist auch für das Kinderzimmer geeignet, da es rückstandslos abziehbar ist. Zusätzlich bieten sie in ihrer gegründeten Tape Art Academy kostenpflichtige Workshops für Jung und Alt an. Um das Tape Art Kit auf dem Markt zu etablieren, benötigen die Gründer 100.000 Euro und bieten dafür 12,5 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

 

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#DHDL – Classplash: Zu viel Zukunft in der Bewertung


Gerade Startups in frühen Phasen müssen ihre Bewertung zu einem großen Teil auf zukünftigen Aussichten basieren. Deswegen ist die Finanzplanung auch so wichtig. Denn hieran sieht der Investor, woher die Zahlen kommen und versucht einzuschätzen, wie realistisch das alles ist. Da gehen die Meinungen zwischen Startup und Investor oft weit auseinander. Im Fall von Classplash hatten auch die “Die Höhle der Löwen”-Zuschauer die Möglichkeit, eine solche Diskussion einmal mitzuerleben.

Mit ihrem Angebot von 350.000 Euro für 10 % der Firmenanteile lagen Rui Manuel und Joao Carlos Duarte Ramalheiro, die beiden Gründer-Brüder von Classplash, schon mindestens im mittleren Bereich der Bewertungen, die man bei “Die Höhle der Löwen” zu sehen bekommt. Und mussten viel Kritik für diese 3,5-Millionen Post-Money-Bewertung einstecken.

Die Löwen begründeten das vor allem mit den bisher zu schwachen Zahlen, obwohl sich alles auf den ersten Blick ja gar nicht so schlecht anhörte für das Musiklern-Startup. Denn die Brüder hatten einiges auf der Plus-Seite: Lern-Apps, die Kindern endlich das Noten lernen leichter machen sollten, eine Auszeichnung als innovativster Lehrer der Welt genau für dieses Konzept, 350.000 Downloads in verschiedenen Ländern, eine gute Marge und stetig steigende Umsätze.

Doch gerade letztere wurden von Nils Glagau mit einem “Das ist aber schwach” quittiert. Denn das Unternehmen war schon seit 2017 am Markt, hatte da zunächst 25.000 Euro umgesetzt, den Umsatz dann in 2018 verdoppelt, ebenso in 2019, so dass man hier schon 101.000 Euro vorweisen konnte. In 2020 blieb es jedoch bei 110.000 Euro. Nach zwei Verdopplungen in Folge sieht das natürlich wirklich erstmal etwas schwach aus. Wir können sicher sein, dass die Löwen hier noch nachgefragt haben, woran es denn genau lag, doch die Antwort wird sie wohl nicht wirklich zu einer anderen Meinung gebracht haben.

Als GründerIn kann man sich merken: Man sollte sich immer die eigenen Zahlen anschauen und eventuelle Wachstumseinbrüche gut argumentieren können, besonders wenn man eine hohe Bewertung aufruft. Ist das Wachstum bisher nur linear, sollte man sich überlegen, wie man glaubhaft darlegen kann, dass man bald den berühmten Hockey Stick des exponentiellen Wachstums erreichen kann.

Wenn man schon mehrere Jahre am Markt ist wie Classplash, muss man sich außerdem darüber im Klaren sein, dass nur der letzte Jahresumsatz für die Berechnung des berühmten “Multiples” herangezogen wird. Hierbei wird geschaut, mit welchem Faktor dieser Umsatz multipliziert werden muss, um auf die Bewertung zu kommen. Ralf Dümmel bemängelte hier stark den hohen Multiple von über 30. Zwar gibt es gerade in frühen Phasen Finanzierungsrunden, in denen ein solcher Multiple von Investoren akzeptiert wird, wenn auch sehr selten. Dann muss aber wirklich alles passen.

Ein sehr wichtiger Punkt bei der Bewertungsbegründung ist gerade dann auch der Funnel. Hier konnte man auch sehen, dass Carsten Maschmeyer sich diesen genau vorstellen wollte. Schritt für Schritt lies er die Gründer erklären, dass sie bisher ganze 350.000 Downloads erreicht hatten, diese Nutzer aber zunächst nicht zahlen. Durchschnittlich 10% von ihnen konvertierten zu zahlenden Kunden, also circa 35.000. Was immer noch eine Menge ist.

Doch das ist nur eine Facette des Geschäftsmodells, schließlich gibt es auch noch die “Bundles”, wo man direkt eine Flöte mit kaufen kann. Diese werden mit einer Marge von 10-13 Euro für rund 23 Euro verkauft. Auch das sind keine schlechten Werte.

Doch das alles reicht vor dem Hintergrund des aktuellen Umsatzes nicht, auch wenn die Gründer betonen, dass es gerade noch einmal richtig angezogen hat und auch die Retour unter 4% liegt. Die einzelnen Kennzahlen des Geschäftsmodells sind also gut, und könnten einen Investor vielleicht durchaus überzeugen, Energie in den Vertriebsaufbau zu stecken, wenn da nicht die hohe Bewertung wäre. Denn bei dieser Bewertung, die mehr als das 30fache des aktuellen Jahresumsatzes entspricht, muss das Unternehmen eben noch sehr stark wachsen, damit der Investor jemals sein Geld zurück bekommen kann. Und diese Möglichkeit kann man am derzeitigen Wachstum eben nicht erkennen.

Im Nachhinein wird Judith Williams noch bemerken, dass dieses Geschäftsmodell Millionen machen könnte, sobald der Sales-Funnel stimmt. Doch genau da hapert es ja, und Carsten Maschmeyer fehlt hier auch die entsprechende Expertise im Team, daher kommt von ihm schließlich ein “Ich bin raus.”

Doch die Gründer waren nicht völlig planlos, sie glauben an das große Wachstum, das in der Zukunft kommen wird. Vor allem bauen sie ihre Hoffnungen auf eine “Zauberflöten”-Edition ihres Flöten-Bundles, das wohl sogar der berühmte Regisseur Roland Emmerich für seinen gleichnamigen Film haben will. Über 800.000 Euro Umsatz wollen sie allein damit machen. Doch den Löwen ist das zu unsicher, wenn diese Partnerschaft auch definitiv beeindruckend ist. Denn selbst Merchandise eines sehr erfolgreichen Films läuft nicht per se gut.

Und so sind die Begründungen für das erwartete große Wachstum den Investoren letztendlich zu schwach für einen Deal, die rosige Zukunft noch zu wackelig. In solchen Fällen sagt man auch gerne: Es ist einfach zu viel Zukunft in der Bewertung. Auch wenn diese Zukunft den engagierten Gründern zu gönnen ist.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #classplash, #die-hohle-der-lowen, #karlsruhe

#Interview – “Alleine ist es unfassbar schwierig, eine Marke bekannt zu machen”


Auch in der neunten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der elften Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Kim Lohmar, Gründerin von Astalea, zu Gast. Das Unternehmen, in der Sendung noch als Asalea bekannt, entwickelt einen Aroma-Duftstein für das Armaturenbrett. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Lohmar ihre Idee einmal ganz genau vor.

Wie ist die Idee zu Astalea entstanden?
Ich war einige Zeit im Außendienst bei L´ Oréal tätig. Dort habe ich viele Stunden im Auto verbracht und mich aufgrund meiner Leidenschaft für gute Düfte durch die Auswahl an Autodüften geschnuppert. Ich habe diese doch meist als penetrant, nicht gut dosierbar und auch nicht als optisch ansprechend empfunden und mich irgendwann gefragt, ob man nicht eine bessere Alternative dazu schaffen könnte. 2019 bin ich dann auf „Kieselgur“ als Duftträger-Material gestoßen und war absolut fasziniert davon. Während meines Sourcings habe ich eine Firma im asiatischen Raum gefunden, die das Material in alle möglichen Formen presst und es mit Hilfe eines Siebdruckverfahrens auch noch bedrucken kann. Einige Monate und unzählige Samples später, hatten wir ein sehr gutes Ergebnis und meine Car Aroma Diffuser sowie mein Startup Astalea waren geboren. Nachdem auch die Bedarfsanalyse meiner potenziellen Zielgruppe und die Beurteilung der Samples positiv ausgefallen ist, haben wir die Produktion gestartet.

Welches Problem genau möchtest Du mit Astalea lösen?
Da herkömmliche Autodüfte oft gesundheitlich umstrittene Stoffe beinhalten und aus Plastik hergestellt werden, war es mir wichtig, eine nachhaltigere Lösung zu finden. Der Duftstein ist aus 100 % organischem Material gefertigt und kann immer wieder erneut mit Duft aufgefrischt werden, weshalb er eine lange Lebensdauer hat. Grundsätzlich können die Nutzer:innen selber entscheiden, welche Düfte sie verwenden möchten, da wir mit dem Astalea Aroma Diffuser ein reines Transportmedium anbieten. Ein paar Sprühstöße auf die Rückseite des Duftsteins ermöglichen ein ganz individuelles Dufterlebnis – mit dem persönlichen Lieblingsparfum oder ätherischen Ölen.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Nach dem Launch von Astalea habe ich schnell gemerkt, dass ein gutes Produkt zu haben, nicht ausreicht. Alleine und mit sehr limitiertem Budget für Marketing ist es einfach unfassbar schwierig, eine Marke bekannt zu machen. Ich wusste schnell, dass mir ein starker Partner fehlt und die VOX- Gründershow “Die Höhle der Löwen” sah ich als eine tolle Möglichkeit für Jungunternehmer, von dem Wissen, dem Netzwerk und der finanziellen Unterstützung eines Investors oder einer Investorin zu profitieren.

Wie nervös warst Du kurz vor deinem TV-Pitch?
Kurz vor dem Pitch war ich tatsächlich recht nervös. Als ich jedoch vor den Löwen stand und gemerkt habe, wie herzlich und interessiert diese sind, hat sich die Aufregung schnell verflüchtigt.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Schaue Dir ein paar Folgen des Formates an und visualisiere Dich mit deinem Business Case in der Sendung “Die Höhle der Löwen”. Gäbe es einen Löwen, für den deine Idee interessant wäre und von dessen Netzwerk/ Expertise dein Unternehmen profitieren könnte? Wenn Du dabei ein gutes Bauchgefühl hast, schicke einfach eine Initiativ-Bewerbung an die Produktionsfirma. Einfach mal im Hinterkopf haben: auch Gründer:innen, die dort ohne einen Deal rausgehen, sind Gewinner und profitieren im Nachgang immens von der medialen Aufmerksamkeit rund um die Show.

Wo steht Astalea in einem Jahr?
Mit hoffentlich einem starken strategischen Partner an der Seite, der mit mir gemeinsam daran arbeitet, ASTALEA als Marke für stilvolle Aroma Diffusoren und hochwertige Raumdüfte zu etablieren.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#aktuell, #asalea, #astalea, #die-hohle-der-lowen, #interview, #siegburg

#DHDL – Classplash, Osmans Töchter, Asalea, Laufmaus treten vor die Löwen


Auch in der zehnten Staffel der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Zudem sind Anne und Stefan Lemcke, die Gründer von Ankerkraut, als Gast-Löwen dabei.

Die DHDL-Startups der Woche

Classplash
Die neue Staffel stellt die Löwen direkt in der Auftaktfolge vor eine musikalische Herausforderung. Rui (Ingenieur) und Carlos Duarte Ramalheiro (Diplom-Musikpädagoge) präsentieren Classplash, ein Unternehmen für Musik-Lern-Apps für Kinder. Musik hat in dem Leben der Brüder schon immer eine große Rolle gespielt. Seit über 20 Jahren ist Carlos begeisterter Musiker, Musikpädagoge und leitet eine eigene Musikschule: „In meiner täglichen Arbeit sehe ich die positiven Effekte des Musizierens. Doch Noten schrecken vor allem Kinder davon ab, ein Instrument zu lernen.” Mit Classplash soll sich das jetzt ändern. Die Musik-Lernwelt ähnelt einem Computerspiel, wo es darum geht Punkte durch Noten zu sammeln und anstatt eines Joysticks wird ein echtes Instrument benutzt. „Ich entwickelte das Konzept mit meinen Schülern und Schülerinnen und bewarb mich bei einem internationalen Lehrerwettbewerb. Das Resultat: Ich erhielt die Auszeichnung als innovativster Lehrer der Welt. Diese Auszeichnung hat unser Leben verändert, denn von nun an hatten wir ein großes Ziel”, so Carlos weiter und sein Bruder Rui erklärt: „Wir haben Lern-Apps für unterschiedliche Musik-Instrumente entwickelt. Dabei lernen Kinder spielerisch das Instrumente spielen und Noten lesen.” Das Besondere an Classplash ist die Kombination aus einem analogen Musikinstrument und einer digitalen App. Das Mikrofon des Handys, Tablets oder Computers erkennt in Echtzeit die vom Instrument gespielten Töne und erzeugt dadurch eine direkte Reaktion der Spielfigur. Insgesamt haben die Brüder sechs Apps für unterschiedliche Musikinstrumente und unterschiedliche Altersstufen entwickelt. Auch für die Investor:innen haben sie Blockflöten und Ukulelen im Gepäck und bitten zum gemeinsamen Konzert. Wer trifft den richtigen Ton? Und können die Gründer die Löwen davon überzeugen, dass ihr Start-up der nächste große Hit ist? Ihr Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Osmans Töchter
Das kulinarische Highlight der Folge bringen die Gründerinnen Arzu Bulut, Yudum Korkut und Constanza Hörrmann mit Osmans Töchter in die Höhle. Aufgewachsen in einer traditionellen Familie entschloss sich Arzu im Alter von 25 Jahren einen anderen Lebensweg zu beschreiten: „Ich erfüllte mir alles, wovon ich geträumt hatte. Ich fing an zu studieren, absolvierte ein Auslandssemester in England und Hongkong und reiste um die Welt.” Ihre Liebe zum Essen brachte sie auch nach Istanbul. „Dort entdeckte ich die Vielfalt der türkischen Küche, die mir bis dato so nicht klar war.” Ohne Gastroerfahrung verwirklichte sie sich ihren Traum und eröffnete 2012 mit ihrer Geschäftspartnerin das erste Restaurant namens Osmans Töchter. Mittlerweile gibt es zwei Restaurants in Berlin und bei beiden stehen Meze auf der Karte. „Das sind typische türkische traditionelle Speisen, die man sich in die Mitte des Tisches stellt”, erklärt Yudum. Die Besonderheit bei Osmans Töchter: Türkische Hausfrauen, die in ihren Berliner Restaurantküchen arbeiten, treffen auf die kreativen Ideen von jungen Köch:innen aus Istanbul. Durch diese Zusammenarbeit werden die traditionellen Rezepte gemeinsam neu interpretiert. Neben den Restaurants starteten die drei Gründerinnen einen Onlineshop. „Wir wollten auch die Gäste kulinarisch verwöhnen, die keinen Tisch mehr bei uns bekommen haben. Mitten in unserer Planung kam dann die Pandemie und wir mussten die Restaurants schließen. So hatten wir noch mehr Gründe, unsere Speisen auch für daheim anzubieten”, so Constanza. Ihr Sortiment umfasst 25 Meze-Variationen, die täglich frisch produziert werden und online bestellt werden können. Für 170.000 Euro bieten die Genussbotschafterinnen der türkischen Küche 20 Prozent ihrer Firmenanteile an. Die türkischen Meze im Glas bestehen den Geschmackstest der Löwen mit Bravour. Die mehreren Angebote rühren nicht nur Gründerin Arzu zu Tränen, sondern auch Dagmar Wöhrl. Vergießt die Löwin Tränen der Enttäuschung oder der Freude?

Astalea (Asalea)
“Ich liebe es, mich mit schönen Düften zu umgeben! Mit Düften verbinden wir Menschen, mit Düften verbinden wir Erinnerungen und Orte. Düfte sind etwas sehr emotionales!” Bereits als Kind spielte Kim Lohmar (31, Bachelor in Hospitality und Tourism Management) mit den Parfüm-Flakons ihrer Mutter und sie war sich damals schon sicher, dass es sie auch beruflich in die Kosmetik-Branche ziehen würde. „Ich habe einige Jahre bei der Firma L´Oréal gearbeitet und war dort im Außendienst tätig. Das heißt, ich habe sehr viel Zeit in meinem Auto verbracht”, so die Berlinerin. Damit es auch in ihrem Auto gut duftet, testete sie sich durch die Autoduftwelt. Doch das Richtige war für Kim nicht dabei. So entwickelte sie mit Astalea (in der Show von als Asalea unterwegs) einen Aroma-Duftstein für das Armaturenbrett. Der feinporige Stein aus hundertprozentig organischer Kieselgur wird einfach mit dem Lieblings-Parfum oder ätherischen Ölen besprüht und sorgt so für ein individuelles Dufterlebnis im Auto. Durch einen Magnetclip kann der Diffuser einfach im Auto an der Lüftungslamelle angebracht werden. „Je nach verwendetem Duft hält das Dufterlebnis bis zu 14 Tage an. Das wunderbar Nachhaltige daran ist nicht nur das organische Material, sondern dass man den Duftstein auch immer wieder nachbestäuben kann”, so die Gründerin. Ihr Portfolio umfasst nicht nur den Duftstein, sondern auch korrespondierende Düfte. Für 70.000 Euro bietet Kim 20 Prozent ihrer Firmenanteile an – hat ein Löwe den richtigen Riecher für das Geschäft?

Laufmaus
Dr. med. Horst Schüler (Facharzt, Sport- und Allgemeinmediziner und Erfinder), Martin Rutemöller (Geschäftsführer, Vertrieb und Marketing), Oliver Baumgärtel (Finanzen) und Thomas Pieper (Produktion) präsentieren den Löwen die Laufmaus – ein Griffelement, dessen Handhabung automatisch für eine entspannte und gesündere Körperhaltung sorgt. Anlass für diese Erfindung ist ein persönlicher Schicksalsschlag von Horst Schüler. 2007 hat der Arzt einen schweren Autounfall: „Ich erlitt Rückenmarksverletzungen im Bereich der Halswirbelsäule und ich verlor die Kontrolle über meine Arme und meine Beine. Es begannen sieben harte Jahre mit einer komplizierten Operation und Reha. Ich hatte starke Verkrampfungen im Bereich der Hände und Arme, aber ich fand eine Entlastungsposition, die meine Verkrampfungen minderten.“ Aus Knete formte er sich ein Tool, das ihm half, diese bestimmte Position seiner Arme und Hände ermüdungsfrei beibehalten zu können. „Dieses kleine Hilfsmittel brachte mich tatsächlich wieder auf die Beine. Ich begann sogar wieder mit dem Lauftraining und bin heute zu hundert Prozent wieder beschwerdefrei”, so der 69-Jährige. Damit auch andere von dieser Erfindung profitieren können, hat er gemeinsam mit Martin Rutemöller, Oliver Baumgärtel und Thomas Pieper die Laufmaus entwickelt. Die ergonomisch geformte, ultraleichte Konstruktion sorgt dafür, dass sich der Handrücken leicht nach außen dreht. Der Daumen zeigt nach vorn oben, der Zeigefinger ist gestreckt. Das Resultat: Im Unterarm tritt eine Entspannung ein, der Oberkörper richtet sich auf und ist stabiler. Damit die Gründer mit der Laufmaus durchstarten können, benötigen sie ein Investment von 280.000 Euro und bieten dafür 17,5 Prozent ihrer Firmenanteile.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (10. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (6. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Lumaly sammelt Millionensumme ein + Wunderflats bekommt 22 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 19. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Lumaly
+++ Dutch Founders Fund, FJ Lab und Angel-Investoren wie Alexander Hars (Alva), Moritz Thiele (Finanzcheck.de) sowie Seriengründer Roman Kirsch investieren eine siebenstellige Summe in Lumaly. Das Berliner Startup, das von Noah Fischer und Marcel Schwarz, die vorher schon Testerheld aufgebaut haben, gegründet wurde, bietet eine kostenlose Browser-Extension an, die Online-Shopper:innen hilft, Coupons mit den höchsten Ersparnissen zu finden. Als Vorbild diente dabei das US-Unternehmen Honey. Seriengründer Kirsch investierte gemeinsam mit weiteren Angel-Investoren zuvor bereits eine sechsstellige Summe in Lumaly. “Mit dem frischen Geld steht die Fortsetzung des aktuellen Wachstumskurses im Fokus. Dazu zählen neben dem Ausbau des Teams mit aktuell 15 Mitarbeiter:innen die Gewinnung neuer Shops und Affiliate Partner”, teilt das Unternehmen mit. Derzeit sind nach Unternehmensangaben 2.000 Shops bei Lumaly an Bord. #EXKLUSIV

Wunderflats
+++ Verdane und die Altinvestoren PropTech1, Creathor, IBB Ventures und Axel Springer Digital Ventures investieren 22 Millionen US-Dollar in Wunderflats. Das Berliner Startup, das 2015 von Jan Hase und Arkadi Jampolski gegründet wurde, bietet möblierte Wohnungen zu Miete an. Zielgruppe sind insbesondere Unternehmen, die für einige Wochen oder Monate Wohnungen für ihre Mitarbeiter suchen. Das Berliner Startup, das 2015 von Jan Hase und Arkadi Jampolski gegründet wurde, bietet möblierte Wohnungen zu Miete an. Zielgruppe sind insbesondere Unternehmen, die für einige Wochen oder Monate Wohnungen für ihre Mitarbeiter suchen. Rund 100 Mitarbeiter:innen wirken bereits für Wunderflats

PriceHubble
+++ Digital+ Partners, Latitude Ventures, TX Ventures und Business Angels wie Martin Enderle sowie Altinvestoren wie Swiss Life und btov/Helvetia Venture Fund investieren 34 Millionen US-Dollar in PriceHubble. Das Startup, das 2016 von Markus Stadler und Stefan Heitmann in Zürich gegründet wurde, ermöglicht “Akteuren im Immobiliensektor fundierte Immobilien- und Investitionsentscheidungen auf Basis datengetriebener Erkenntnisse”. Das Unternehmen teilt zum Investment mit: “Der schnell wachsende Kundenstamm in Europa und Asien besteht aus mehr als 800 Unternehmen und hat sich in den letzten zwölf Monaten verdreifacht. PriceHubble beschäftigt derzeit über 130 Mitarbeitende”.

GetSteps
+++ Der Kölner Frühphasen-Investor STS Ventures, also Onvista-Gründer Stephan Schubert, investiert gemeinsam mit  Business Angels McMakler-Gründer Felix Jahn, Helpling-Mitgründer Benedikt Franke und dem  ehemalige DriveNow-Manager Philip Stangner 2,5 Millionen Euro in GetSteps – siehe Gründerszene. Die Jungfirma, das von Vincent Hoursch und Annik Wolf gegründet wurde, will in den kommenden Jahren zum Online-Marktführer für Fußgesundheit aufsteigen. GetSteps funktioniert mit einem Abdruckset, das die Nutzer nach ihrer ersten Bestellung nach Hause geschickt bekommen. GetSteps war bereits in unseren Pitch-Podcast zu Gast.

Merula
+++ SevenAccelerator, ein Ableger des Medienunternehmens ProSiebenSat.1, investiert im Rahmen eines Media-Deal in Merula. Das Startup aus Gau-Odernheim, das von Merle-Marie Forstmann und André Eichhorn gegründet wurde, bietet seit 2017 nachhaltige Menstruationstassen an. “Bereits 2019 ermöglichte ein Medieninvestment im niedrigen, einstelligen Millionenbereich Merula die Platzierung von Werbespots über den Merula Cup im Senderumfeld von ProSieben, SAT.1, Kabel Eins und sixx”, teilt das Unternehmen mit. Das Unternehmen erwirtschaftete damals erstmals einen siebenstelligen Umsatz.

Kulero
+++ Die Jungfirma soulbottles, die nachhaltige Trinkflaschen aus Glas und Edelstahl herstellt, investiert in Kulero. Das Startup, das von Hemant Chawla und Kruvil Patel gegründet wurde, setzt auf essbare Löffel. “Die Kooperation baut zusätzlich zu dem Investment auf Wissensaustausch. soulbottles wird Kulero in der anstehenden Wachstumsphase unterstützen und Input zu den Themen Teamführung, Marketing und Impact geben”, heißt es in der Presseaussendung. Kulero war zuletzt in der VOX-Show “Die Höhle der Löwen”. Das Investment von Familien-Löwin Dagmar Wöhrl platzte nach der Show aber.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – “Man muss den Mut haben, es zu machen. Der fällt aber nicht vom Himmel”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Orlando Zaddach, Gründer von primoza, einem Wandkalender, der Samenpapier und Bio-Saatgut enthält. Kürzlich war das primoza-Team in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”, konnte dort aber kein Investment abstauben – siehe “primoza: Alles passt, nur zu keinem Investor“.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitstag?
Im Startup-Leben gibt es keine festen Arbeitsstrukturen – das bedeutet viel Freiheit, aber auch viel Arbeit. Ich starte normalerweise relativ früh in den Tag: Stehe um sieben auf, frühstücke aber erst gegen Mittag. Einen geregelten Alltag gibt es nicht, weil ich mich um verschiedene Bereiche kümmere – Marketing und Finanzen, Unternehmensorganisation und Personal. Was ich tue und wann, das kann ich mir einteilen und es hängt davon ab, was gerade ansteht. Seit dem Beginn der Pandemie sind wir alle im Home Office und digital vernetzt, das hat noch einmal vieles verändert.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?
Schwer bis gar nicht. Ich muss gestehen, dass meist der erste und der letzte Gedanke des Tages dem Unternehmen gilt. Der Druck hat eher zugenommen, weil ich auch mehr Verantwortung trage als am Anfang – wir haben inzwischen 22 Mitarbeiter:innen. Corona hat uns zudem in ein zusätzliches Spannungsfeld gebracht. Trotzdem sind die letzten Jahre die glücklichsten meines Lebens gewesen. Meine Leidenschaft ist das Kochen – das nutze ich, um runterzufahren und es war auch mein Zugang zum Thema regionales und saisonales Gemüse. Außerdem gibt es in unserem Team eine kleine Zocker-Runde, mit der ich regelmäßig „Ages of Empire II“ spiele.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Ich hätte gern noch früher gewusst, wie viele Möglichkeiten man hat, selbst etwas zu gestalten, seine Stärken ausleben und sich weiterentwickeln zu können. Ich habe studiert und promoviert und an der Uni gelernt, sehr theoretisch, sehr fachlich, sehr akademisch zu arbeiten. Das sind aber Skills, die mir jetzt nicht viel bringen. Bei primoza kommt es aber vielmehr auf Dinge wie agiles Projektmanagement, integrative Teamführung und strategische Planung an. Probleme müssen kreativ und spontan gelöst werden. Die Fähigkeiten dafür trainieren und weiter ausbauen zu dürfen, das ist total schön.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?
Die größte Hürde war vor allem der mentale Prozess – zu wissen, ich trage jetzt die komplette Verantwortung. Man muss den Mut haben, es zu machen. Der fällt aber nicht einfach vom Himmel. Es gab auch viele kleinere Hürden, aber die haben wir letztlich problemlos gemeistert. Um Widerstände zu überwinden, sind zwei Dinge die Voraussetzung: Erstens eine Produktidee, hinter der ich komplett stehe und zweitens Kollegen, denen ich vertraue und die meine Schwächen ausgleichen. Wenn dann noch der richtige Zeitpunkt dazukommt – das ist ein Geschenk, das ich bekommen und angenommen habe.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Ich glaube, es gab einige kleinere Fehler im Zwischenmenschlichen, wo man hinterher sieht: Da hättest Du anders kommunizieren müssen. Der größte Fehler aber war, dass ich meinen privaten Facebook-Account nicht gut genug geschützt hatte. Das klingt nach einer Kleinigkeit, wurde aber zu einem Riesenproblem, weil wir über den Account gehackt wurden. Das hatte zur Folge, dass wir acht Wochen lang unsere Werbung nicht richtig aussteuern konnten, da der gesamte Business-Manager lahmgelegt war. Seitdem bin ich pedantisch, was die Sicherheit angeht. Wir arbeiten mit einem Passwort-Manager und einer zweistufigen Authentifizierung, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?
Die passenden Mitgründer:innen zu finden, ist glaube ich das Schwierigere. Da kommt es darauf an, dass man sich aufeinander verlassen kann und man sich gut ergänzt. Die passenden Mitarbeiter:innen kommen sozusagen automatisch, wenn man transparent ist und die Werte, für die das Unternehmen steht, klar nach außen trägt. Viele Menschen wollen heute für etwas wirklich Sinnhaftes arbeiten und wenn man weiß, wie man das kommuniziert, fühlen sich die richtigen Mitarbeiter:innen angesprochen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Ich würde jedem raten, möglichst jung ein Unternehmen zu gründen – einfach, weil man dann noch nicht so viel zu verlieren hat. Man hat Zeit und kann sich eher erlauben, Fehler zu machen und im Zweifel nochmal ganz von vorn anzufangen. Ich bin jetzt 33, möchte eine Familie gründen und empfinde das schon als gewissen Druck. Das ist mit Anfang 20 noch anders. Und in jedem Fall lautet mein Tipp: Einfach machen. Loslegen. Nicht zu lange planen und darauf warten, dass die Umstände perfekt sind. Mutig sein!

Ohne welches externe Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Asana. Das ist ein Projektmanagement-Tool, das bei uns wirklich immer und überall im Einsatz ist. Wir gestalten alle Prozesse damit und das ist wirklich super sinnvoll.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Indem wir versuchen, die Mitarbeiter:innen in fast alle Entscheidungen mit einzubeziehen beziehungsweise Entscheidungen transparent zu machen und zu erklären. Auch wir als Gründer:innen machen Fehler und es ist wichtig, dass wir versuchen, offen und konstruktiv zu sein. Eine verständnisvolle Feedback-Kultur – in beide Richtungen – ist wichtig. Unsere Mitarbeiter:innen sollen sich auch auf persönlicher Ebene wohlfühlen. Wir veranstalten wöchentlich Team-Events während der Arbeitszeit, um gemeinsam aus dem Alltagsgeschäft herauszutreten – unter Corona-Bedingungen natürlich virtuell. Außerdem gehört eine Portion Humor und Selbstironie dazu.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Das war der Auftritt bei der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen”. Wir hatten uns zum zweiten Mal beworben und bekamen die Zusage relativ kurzfristig. Das war schon eine sehr aufregende Erfahrung, einfach weil wir nicht genau wussten, was auf uns zukommt. Wir sind aus dem Auftritt mit viel Rückenwind rausgegangen und würden das sofort wieder machen. Und ich erinnere mich noch an das erste Jahr, als wir noch keine Strukturen und keine Logistik hatten und Manu und Tobi für das Weihnachtsgeschäft mit einem LKW in zwei Wochen auf zehn Weihnachtsmärkte von Hamburg bis Konstanz gefahren sind – das war einfach mega anstrengend.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): primoza

#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #grunderalltag, #interview, #nurnberg, #primoza

#DHDL – Click’n’Tree: Der richtige Gründer für den “Karitalismus”


Ja, mächtig Action wurde dem Zuschauer vor der Sommerpause noch einmal geboten. Und ein Thema, das wohl niemanden kalt lässt. Der Gründer Chris Kaiser will mit seinem Unternehmen Click’n’Tree dazu beitragen, dass mehr Bäume gepflanzt werden. Doch anders als gemeinnützige Organisationen, die auch viel auf Freiwilligenarbeit setzen müssen, will er ein skalierbares Geschäftsmodell daraus aufbauen.

Angefangen hat er mit einem fast schon “klassischen” Affiliate-Modell im Reisebereich: Über die Seite von B’n’Tree kann der Nutzer zu verschiedenen Reise-Websites gelangen. Bucht er dann hier etwas, erhält B’n’Tree als Vermittler eine Affiliate-Provision. Leider sind diese in der Branche nicht besonders hoch, und so fallen im Schnitt ca. 4 Euro pro Buchung ab.  Da die Pflanzung eines neuen Baumes für rund 3,50 Euro realisiert werden kann, trägt sich das Modell zwar grob, aber man kann sich leicht ausrechnen, dass es für die 50 Cent, die hier im Schnitt übrig bleiben, eher schwierig wird, das Modell zu skalieren.

Deswegen hat der Gründer sein Modell erweitert, und partnert jetzt direkt mit großen Unternehmen, nicht nur aus der Tourismus-Branche.

Hierbei verkauft er den gepflanzten Baum für 5 Euro – die Marge ist also etwas größer, und der Partner macht das Marketing für sein eigenes Projekt. Mit bereits über 100.000 gepflanzten Bäumen in 12 Ländern und einer recht gut gefüllte Pipeline auf Unternehmensseite läuft das Modell auch bereits gut an. Alleine schaffte er in seinem erste Vollzeit-Monat für Click’n’Tree sechs neue Firmenkunden zu akquirieren, was ihn für das nächste Jahr noch viel optimistischer stimmte.

Die Löwen finden die Idee großartig. Doch Nils Glagau ist das Geschäftsmodell noch etwas zu schwammig, die beiden aktuell laufenden Modelle erscheinen nicht ganze klar. Auch Carsten Maschmeyer fragt noch einmal nach, worin genau der USP bestehe.

Der Gründer nutzt zur Erklärung seine Wortneuschöpfung “Karitalismus”, was wohl so viel wie Gutes tun, aber in hoch skalierbarem Maße, heißt. Möglich, weil man es eben als Geschäftsmodell aufsetzt und dabei Geld verdient, nicht als wohltätige Organisation. Nebenbei gibt es noch einen weiteren positiven Effekt: es werden Arbeitsplätze geschaffen, man ist nicht auf gemeinnützige Arbeit angewiesen, um die Aufträge zu erfüllen. Denn dies würde Wachstum auch immer in irgendeiner Form beschränken.

Und was SirPlus und LetsAct nicht so richtig rüberbringen konnten, schafft der Gründer, der schon auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet hat: die Löwen zu überzeugen, das richtige Modell gebaut zu haben, um Gutes zu tun, damit trotzdem Geld zu verdienen und das Ganze im Idealfall noch möglichst groß zu machen.

So sieht er sich selbst auch weder als einen Umwelt-Aktivisten wie Greta Thunberg, noch als Vollblut-Kapitalisten wie Marc Zuckerberg, sondern eine Mischung aus beidem. Das sorgt zumindest für sympathisierende Lacher, war aber vielleicht auch genau die Erklärung, die manchen Löwen vollends von Gründer und Modell überzeugte, den die Argumentation, dass nur die gesunde Mitte hier auch wirklich erfolgreich sein kann, überzeugte.

Für viele unerwartet zeigt dann vor allem Judith Williams unverhohlenes Interesse. “Ist das was für Dich?” raunt sie ihrem Sitznachbarn Carsten Maschmeyer zu. Die beiden tuscheln. Und machen schließlich ein noch nie da gewesenes Angebot in “Die Höhle der Löwen”: sie bieten die erfragten 75.000 Euro, wollen allerdings 25,1%. Doch sie wollen nur irgendwann, wenn es gut läuft, ihr Geld zurück haben und keinen Gewinn machen. Daher sollen diese 25,1% an zukünftige Mitarbeiter im Rahmen eines ESOP-Programms verteilt werden.

Das hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich eine sehr elegante Lösung. Wenn Mitarbeiter am finanziellen Erfolg eines Unternehmens beteiligt werden sollen, bekommen sie oft sogenannte virtuelle Anteile im Rahmen eines “Employee Stock Option Programme”, kurz ESOP. Ihnen gehören nicht wirklich Teile des Unternehmens, das heißt, sie können in der Gesellschafterversammlung auch keinen Einfluss nehmen. Kommt es aber zum Beispiel zu einem (Teil-)Verkauf des Unternehmens, bekommen sie anteilig soviel vom Kuchen ab, wie sie eben virtuelle Anteile besitzen. Normalerweise geht dieser Teil dann vom Anteil der Gründer ab, denn irgendwer muss ja weniger Geld bekommen, wenn es plötzlich noch weitere Nutznießer gibt, die eigentlich gar nicht am Unternehmen beteiligt sind.

Hier bieten aber die Löwen ihre Anteile am finanziellen Gewinn – minus ihr Investment – zur Verteilung an die Mitarbeiter an. Eigentlich eine sehr einfache und elegante Lösung, die mit verhältnismäßig wenig Text im Beteiligungsvertrag gelöst werden kann.

Aber eben sehr bemerkenswert, wie effektiv die Löwen damit sicherstellen, dass sie nicht am Gewinn partizipieren werden.

Doch Georg Kofler und der bereits ausgeschiedene Löwe Nils Glagau sehen das anders: ihnen gefällt das Denken des Gründers, und sie konkurrieren um den Deal mit ihrem Angebot von 100.000 Euro  für 20% – bieten also sogar eine höhere Bewertung.

Nachdem der Gründer bei seinem Mentor nur die Mailbox erreicht – was wohl auch so noch nicht vorkam – entscheidet er sich jedoch für die Kombination von Judith Williams und Carsten Maschmeyer – und verschafft somit der Investorin ihren wohl bisher technischsten Deal. 

Die freut sich, vermutet sie doch viel Lob ihrer Töchter. “Mama, das ist das vernünftigste Startup, was Du je gemacht hast”, hört sie sie sagen. Leider aber platzte der Deal nach der Show.

Ganz zum Schluss der Staffel gab es also noch einen Pitch mit so vielen Neuerungen, dass es an sich schon wieder ein Rekord ist. Und ein würdiger Abschluss einer so stark von nachhaltigen Geschäftsmodellen geprägter Staffel wie noch keine zuvor.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#DealMonitor – Lumenaza bekommt 6,5 Millionen – Resourcify sammelt 3 Millionen ein – Frank Thelen investiert in RobCo


Im aktuellen #DealMonitor für den 8. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Lumenaza 
+++ Der Kapitalgeber First Imagine, New Kraftwerk Technology, ein Family Office das hauptsächlich durch Tom Wolf finanziert wird, Future Energy Ventures und IBB Ventures investieren 6,5 Millionen Euro in Lumenaza. Das Berliner Startup wurde 2013 von Christian Chudoba und Bernhard Böhmer gegründet und verkauft Softwarelösungen für eine dezentrale Stromversorgung. “Die skalierbare Softwareplattform reduziert Time-to-Market und Cost-to-Serve für neue Energiedienstleistungen deutlich, und ermöglicht komplexe und präzise Abrechnungsmodelle”, teilt das Unternehmen mit. EnBW New Ventures, IBB Ventures und E.ON investierten zuletzt 2,5 Millionen in Lumenaza. Mehr über Lumenaza

Resourcify
+++ Der Frühphasen-Investor Speedinvest sowie die Gründer von sennder und Schüttflix investieren 3 Millionen Euro in Resourcify. Das Hamburger Startup, das 2015 von Gary Lewis, Pascal Alich und Felix Heinricy gegründet wurde, digitalisiert das Abfallmanagement. Resourcify entwickelt eine Software, mit der Unternehmen ihre Abfall- und Recyclingprozesse online verwalten können und die sie noch dazu mit geeigneten Entsorgungs- und Recyclingpartnern verbindet. Insgesamt flossen bereits 4 Millionen in das junge Unternehmen.

Aeditive
+++ Der Kölner Geldgeber BitStone Capital, Atlantic Labs, die Glatthaar Holding, ein Hersteller von Bodenplatten und Fertigteilkellern, sowie Angel-Investoren wie Young Sohn (Ex-Samsung), Sebastian Pollok (Amorelie) und Marc Stilke (Ex-Immobilienscout24) investieren in das Hamburger Startup Aeditive. Das 2019 gegründete Unternehmen digitalisiert mit “robotischen 3D-Drucklösungen die Bauindustrie und adressiert so Fachkräftemangel und Nachhaltigkeit”.

RobCo
+++ Der Kapitalgeber Freigeist, hinter dem insbesondere Frank Thelen steckt, investiert in das Münchner Robotik-Startup RobCo – siehe Handelsblatt. Das Startup, das einen modularen Industrieroboter anbietet, wurde 2020 von Roman Hölzl, Constantin Dresl und Paul Maroldt gegründet. “Durch die einzigartige Software sind sie innerhalb von Minuten einsatzbereit” verspricht das junge Unternehmen.

eCovery
+++ Der bekannte Dortmunder IT-Dienstleister adesso investiert in das Therapie-Startup eCovery. Mit eCovery, das von Marcus Rehwald, Benedict Rehbein und Alexander Georgi gegründet wurde, kommt der “Physiotherapeute für die Hosentasche” um die Ecke. Das Leipziger Startup tritt an, um die Reha komplett zu digitalisieren und auch zu modernisieren. eCovery will “mittels KI, mitlernendem System und bald auch Bewegungssensoren den Patienten bei seiner Reha begleiten und anleiten”. eCovery war zuletzt auch in unserem Pitch-Podcast zu Gast.

Building Radar
+++ Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) investiert in das Münchner PropTech Building Radar. Das 2014 gegründete Unternehmen bietet eine KI-gestützte Suchmaschine für Bauprojekte an. Die Ergebnisse ermöglichen Kunden aus dem Baugewerbe einen schnelleren und einfacheren Zugang zu neuen Projekten, die über eine Softwarelösung effizient gemanagt werden können. Picus Capital, Astutia Ventures und Co. investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Building Radar

tacterion
+++ Miele Venture Capital, der Investmentableger von Miele, und ein ungenannter “Anbieter von Bautechnologie, -produkten und Werkzeugen” investieren in tacterion. Das Münchner Unternehmen, das 2015 von den Brüdern Michael und Daniel Strohmayr gegründet wurde, positioniert sich als “Anbieter innovativer taktiler Sensoren und Sensorlösungen”. “Die Kapitalerhöhung hilft dem jungen Unternehmen, seine ambitionierten Expansionspläne zu realisieren”, heißt es in der Presseaussendung.

MERGERS & ACQUISITIONS

Segment of One
+++ Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) übernimmt das  Berliner Big-Data-Startup Segment of One (So1) – siehe Capital. Das junge Unternehmen, früher nur als So1 bekannt, hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Der tief gefallene Zahlungsdienstleister Wirecard übernahm den Berliner Big-Data-Dienst im Juni 2020 und zahlte einen zweistelligen Millionenbetrag für das Unternehmen. Im Zuge der Wirecard-Insolvent schlitterte dann auch So1 in die Insolvenz. Die So1-Gründer Raimund Bau und Sebastian Gabel kauften die Überreste ihres insolventen Unternehmens dann im Herbst des vergangenen Jahres für eine fünfstellige Summe zurück. “Für die Technologie des Startups und das Team aus zwei Dutzend Mitarbeitern zahlt die Schwarz-Gruppe einen signifikanten Millionenbetrag”, heißt es im Bericht.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Mary’s Dream Coffee
+++ In der zwölften Folge der neunten Staffel investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 100.000 Euro in Mary’s Dream Coffee und sicherte sich dabei 30 % am Unternehmen, das Bio-Eiskaffee im Tetra Pak anbietet. Ursprünglich wollte das Gründerteam 100.000 Euro für 10 % Firmenanteile einsammeln.

FitOaty
+++ In der zwölften Folge der neunten Staffel investierte Pharma-Löwe Nils Glagau 80.000 Euro in FitOaty und sicherte sich dabei 25 % am Unternehmen, das frische und sofort verzehrbare Frucht-Hafermahlzeiten aus dem Kühlregal im To-Go-Becher anbietet. Der Deal platzte nach der Show.

B’n’Tree
+++ In der zwölften Folge der neunten Staffel investierten Sales-Löwe Carsten Maschmeyer und Beauty-Löwin Judith Williams 75.000 Euro in B’n’Tree und sicherten sich dabei 25,1 % am Unternehmen, das eine Vermittlungsplattform betreibt, die mit verschiedenen Reisebuchungsportalen zusammenarbeitet und für jede Buchung einen Baum pflanzt. Ursprünglich wollte Gründer Chris Kaiser 75.000 Euro für 10 % einsammeln. Der Deal platzte nach der Show.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#DHDL – Mary’s Dream Coffee, Routago, FitOaty, miss.pinny, B’n’Tree treten vor die Löwen


Auch in der neunten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das große Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg.

Hier die Startups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Die DHDL-Startups der Woche

Mary’s Dream Coffee
„Wir lieben Kaffee!” Maren „Mary” Weiß (34, Barista und Sportwissenschaftlerin), Claus Weiß (35, Betriebswirt) und Stefan Hrubesch (31, Betriebswirt) sind seit sechs Jahren auf unterschiedlichen Wegen in der Kaffeebranche unterwegs. 2018 konnte das Trio dann in der Münchner Innenstadt das erste gemeinsame All-Day-Breakfast-Café eröffnen. Neben dem gesunden Speiseangebot erfreuen sich besonders die eigenen Kaffee-Variationen im Mary´s Coffee Club großer Beliebtheit – allen voran der Iced Coffee. Um den Kunden auch für zu Hause oder unterwegs den „Mary’s”-Eiskaffee-Genuss zu ermöglichen, entwickelten sie ihren eigenen Bio-Eiskaffee im Tetra Pak mit leichter Kokosmilch, Kokoswasser und 100 Prozent Arabica-Kaffee. Außerdem ist er Bio-zertifiziert, vegan sowie soja- und laktosefrei. In Bayern ist das Produkt bereits im Einzelhandel erhältlich, jetzt möchten die Gründer:innen deutschlandweit expandieren. Dafür benötigen sie 100.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Routago
285 Millionen Menschen auf der Welt sind blind oder sehbehindert. „Nicht sehen zu können, bedeutet Unsicherheit und Abhängigkeit”, so Gerd Güldenpfennig (56, Diplom-Informatiker). Um sich sicher durch den Straßenverkehr bewegen zu können, benötigen die Menschen detaillierte und vor allem ganz präzise Informationen: Muss man eine Straße überqueren? Gibt es eine Überführung, um einer großen Straße auszuweichen? Gibt es zusätzliche Hindernisse? Macht die Straße einen leichten Bogen? Je mehr Informationen ein sehbehinderter Mensch hat, desto mehr Sicherheit und Unabhängigkeit bekommt er zurück. Gemeinsam mit Stefan Siebert (57, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik) präsentiert Gerd Güldenpfennig den Löwen Routago – eine Fußgängernavigation speziell für Sehbehinderte und Blinde. Im Gegensatz zu anderen gängigen Navigationssystemen, deren Fokus auf dem Straßennetz für Autos liegt, berücksichtigt Routago Assist, wie ein Fußgänger am Verkehr teilnimmt. Die Wegführung kann in einer Routenvorschau „abgelaufen“ werden, um sich den Weg bereits vorab einprägen zu können. Via Voice-Over erhalten die Nutzer:innen genaue Weg-Anweisungen und durch eine Objekterkennung werden bestimmte Objekte im Videobild der Smartphone-Kamera identifiziert. Routago ist ein Start-up-Unternehmen aus der Technologieregion Karlsruhe und Forschungspartner des KIT. Jetzt sind die Gründer auf der Suche nach einem Investor, der sie vor allem im Bereich Marketing und Vertrieb unterstützt. Ihr Angebot an die Löwen: 600.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. 

FitOaty
Christina Schwarz (30) ist leidenschaftliche Fitness-Athletin und nahm bereits an einigen Bodybuilding-Wettka?mpfen erfolgreich teil. „Wenn man sich so viel mit Sport und seinem eigenen Körper auseinandersetzt, wird ein Thema ein essentiell wichtiger Bestandteil im Leben: gesundes Essen”, so die Betriebswirtschaftlerin. Wie viele andere Sportler:innen setzt auch sie auf Haferflocken: „Denn die sind reich an Proteinen, Eisen und Zink. Sie sind voller Ballaststoffe, regen die Verdauung an und halten lange satt.” Für ihr gesundes und vollwertiges Frühstück bereitet sich Christina morgens ihre Haferbowl mit viel frischem Obst zu. Doch dafür benötigt es eine gewisse Zeit und im hektischen Alltag war das oft nicht möglich. Deswegen hat sie FitOaty entwickelt: eine frische und sofort verzehrbare Frucht-Hafermahlzeit aus dem Kühlregal im To-Go-Becher aus recyceltem PET. Das spezielle Herstellungsverfahren, mit Druck statt Hitze, soll die Produkte länger haltbar machen und das ohne Vitaminverlust. Alle Sorten sind vegan, laktosefrei und ohne Zuckerzusatz. Um FitOaty als gesunde Frühstücksalternative auf dem Markt zu etablieren, benötigt die Gründerin 80.000 Euro und ist bereit, 25 Prozent ihrer Firmenanteile abzugeben.

miss.pinny
Lydia Walter (35) ist Designerin, Schneiderin und Produktentwicklerin in Fachrichtung Mode. Unter ihrem Künstlernamen MILA CARDI entwirft sie eigene Mode, die sie in ihrer Boutique in Nürnberg und im Onlineshop verkauft. Neben ihrer eigenen Kollektion hat die 35-Jährige eine stylische und praktische Schürze für zu Hause und den Gastronomiebereich entworfen. Der Stoff ist Wasser- und schmutzabweisend und so soll ihr Produkt viel belastbarer und langlebiger als herkömmliche Baumwollschürzen sein. Durch die besondere Oberflächenbeschaffenheit kann die Schürze bei Beschmutzungen einfach abgewischt werden und muss nicht sofort in die Waschmaschine. Ihr Design ermöglicht es, die Schürze zu allen Outfits zu tragen und durch die integrierte Kängurutasche mit beidseitigen Eingriffen lassen sich Arbeitsutensilien wie Block, Stift oder Handy einfach verstauen und alles ist sofort griffbereit. Damit die Gründerin mit miss.pinny durchstarten kann, benötigt sie ein Investment von 50.000 Euro und bietet 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Click A Tree/B’n’Tree
Chris Kaiser (33, Tourismusmanager) hat schon viel von der Welt gesehen. Da sein Vater Tropenarzt ist, wuchs er unter anderem in Kamerun und Tansania auf. Nach der Schule hatte er verschiedene Jobs in der Tourismusbranche und hat mittlerweile auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet. „Besonders beeindruckend waren die fünf Jahre in Thailand, weil ich dort im engsten Kontakt mit Elefanten zusammengearbeitet habe”, so der 33-Jährige. „Für mich sind Elefanten die wundervollsten Geschöpfe auf diesem Planeten. Aber sie haben ein riesengroßes Problem: der Verlust von Lebensraum. Pro Minute verlieren wir 30 Fußballfelder an Regenwald.” Und genau hier setzt sein Start-up an. B’n’Tree ist eine Vermittlungsplattform, die mit verschiedenen Reisebuchungsportalen zusammenarbeitet und für jede Buchung einen Baum pflanzt. Das hilft beim Ausgleich der Emissionen, schafft Arbeit für lokale Kommunen und Lebensraum für bedrohte Tierarten. Seit dem Start von B’n’Tree konnten über 100.000 Bäume in zwölf verschiedenen Ländern gepflanzt werden. Um möglichst schnell skalieren zu können und sein Business mit der Marke Click A Tree auch über die Touristikbranche hinaus auszubauen, benötigt Chris 75.000 Euro und ist bereit zehn Prozent der Anteile abzugeben.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#DHDL – Lambus: Fast ein Silicon-Valley-Startup


Ein gutes Team, ordentlich Risikobereitschaft, aber keine Unternehmer. Viel Potenzial, aber keine genaue Planung. Kaum Umsatz, aber gute Nutzerzahlen. Und ein noch nicht ganz ausgereiftes Geschäftsmodell, aber eine hohe Bewertung. Viele deutsche Gründer denken hier wahrscheinlich eher “USA”. Und tatsächlich hat der Gründer von Lambus vier Jahre im Silicon Valley gearbeitet. Lassen sie zwei so unterschiedliche Startup-Kulturen in Einklang bringen?

Die Idee: eine App, die Reiseplanung, Buchungen, alle Unterlagen und die Abrechnungen intelligent vereint und für den Nutzer erheblich vereinfacht. Besonders Gruppenreisen sollen so mit erheblich weniger Aufwand zu planen sein. Stolz erzählen die Gründer Hans Knöchel und Anja Niehoff, dass sie bereits knapp 60.000 Nutzer gewinnen konnten.

Die Zahl lässt die Investoren aufhorchen, und Carsten Maschmeyer zeigt sofort, dass er sich mit dieser Art von Geschäftsmodell auskennt, denn er stellt direkt mehrere Fragen in einer: Ob diese Nutzer sich auch registriert hätten, oder was genau hier gezählt wurde? Wie viele Reisen schon in der App von den Nutzern erstellt würden und was und ob monetarisiert würde?

Tatsächlich stecken hierin noch viel mehr Aspekte, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Natürlich ist die Frage nach den registrierten Nutzern zunächst wörtlich zu nehmen, der Löwe wollte sicherlich an dieser Stelle auch genau diese Information haben. Aber es gibt noch ein paar “Nebeneffekte”: Stellt ein Investor diese Frage, will er oft auch sehen, ob Gründer bereit sind, die Begriffe ein wenig zu vermischen, um vielleicht besser dazustehen. Oder sogar ihre Zahlen nicht wirklich im Griff haben. Denn Gründer geben gerne einmal Downloads als Nutzer an, was aber einfach nicht korrekt ist. Denn es gibt immer auch direkte App-Löschungen nach dem Download. Selbst wenn diese sehr gering ausfallen sollten, fallen hier also schon potenzielle User weg und man muss mit einer Conversion Rate planen und arbeiten. GründerInnen sollten hier also gegenüber Investoren immer 100%ig korrekt und transparent sein und sich vorher mit den gebräuchlichen Begrifflichkeiten auseinander gesetzt haben.

Doch die Gründer können dies bestätigen, die Nutzer, von denen sie sprachen, sind allesamt registriert. Außerdem haben sie insgesamt ca. 50.000 Reisen über die App erstellt. Carsten bemerkt, dass das ja praktisch eine Reise pro Nutzer ist. Er rechnet hier also praktisch schon mit einer Art genormten Conversion Rate zur Reiseplanung. Im Schnitt nutzt also fast jeder registrierte Nutzer die App auch tatsächlich, was auf eine hohe Aktivitätsrate hindeutet. Zwar müsste man sich streng genommen noch anschauen, wie genau die Verteilung aussieht, das heißt, ob es z.B. viele Nutzer gibt, die mehrere Reisen anlegen und dafür auch recht viele, die gar nicht erst anfangen zu planen. Doch bei einem Startup, was es noch nicht so lange gibt, kann man vorerst eine recht ausgeglichene Verteilung unterstellen.

Solche Aktivitätskennzahlen sind allerdings überaus wichtig für die Bewertung des Geschäftsmodells: Nutzen die Menschen die App auch wirklich, kommt das Konzept an? Gute Aktivitätskennzahlen können ein erster Schritt Richtung Proof of Concept sein, auch wenn man noch viel mehr über seine Nutzer herausfinden muss, um ein funktionierendes Geschäftsmodell zu basteln.

Denn bei der Frage nach der Monetarisierung wird es etwas schwächer bei Lambus, erst wenige Partner sind angebunden, die ihre Dienstleistungen anbieten und dafür eine Art Vermittlungsprovision zahlen. Zwar ist man hier in weiteren Gesprächen, die Gründer wollen sich aber nicht auf Umsatzprognosen festlegen, auch wenn die Löwen mehrmals nachfragen und Georg Kofler dann sogar aussteigt.

Doch die Gründer haben es sowieso vor allem auf Carsten Maschmeyer abgesehen, wie sie wenig später zugeben.

Allerdings ist der Großinvestor skeptisch: ein Reise-Startup mitten in der Pandemie und dann auch noch mit einer recht hohen Bewertung? Die Monetarisierung scheint hier noch in weiter Ferne zu sein, doch die Gründer pochen auf ihr gutes Nutzer-Wachstum und eben die Aktivitätsrate.

Durchaus ein eher amerikanischer Ansatz: Groß denken, erstmal viele Nutzer gewinnen. Doch den deutschen Boden haben die Gründer nicht unter den Füßen verloren: Sie haben bereits Partner und sind in der weiteren Akquise, erklären außerdem ihre Pläne für eine bezahlte Pro-Version. Im Gegenzug zu vielen Silicon-Valley-Startups in einer solchen Phase ist das Geschäftsmodell also prinzipiell klar, es geht nur noch um Details.

Carsten Maschmeyer lässt sich schließlich überzeugen, er findet die Gründer gut, auch wenn er sie noch nicht ganz als Unternehmer wahrnimmt.

Doch er will 25 statt 15 % von den Gründern haben plus einen “Corona-Meilenstein”, nach dessen Erreichen erst die zweite Hälfte ausbezahlt wird. Eine harte Verhandlung beginnt, schließlich einigt man sich bei 18 %. Was vielleicht weniger Übermut und Einfluss des amerikanischen Gründer-Selbstbewusstseins ist, als das Wissen, dass es mit einem solchen Modell noch weitere Runden geben wird, soll es erfolgreich sein. Das lange Feilschen wurde am Ende aber nicht belohnt, der Deal platzte nach der Show.

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#DHDL – Lambus, WowWow, Wavewinder, Hilli Fruits und sked treten vor die Löwen


Auch in der neunten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das große Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg.

Hier die Startups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Die DHDL-Startups der Woche

Lambus
„In den letzten vier Jahren, in denen ich im Silicon Valley gearbeitet habe, habe ich zwei wichtige Dinge gelernt. Zum einen groß zu denken und zum anderen sich nicht einschüchtern zu lassen”, so Hans Knöchel (29) und wagt sich mit seiner Partnerin Anja Niehoff (27) vor die Löwen. Nach seinem Informatikstudium lockte der Job in Nordkalifornien, ein Lebenstraum wurde wahr. Vor Ort nutzte der 29-Jährige seine Zeit zum Reisen und bekam auch viel Besuch von seiner Familie und seinen Freunden: „Während das Reisen immer schön war, war die Reiseplanung immer der stressige Part.” Deswegen hat Hans Lambus entwickelt: eine All-in-One Reise-App. Buchungsbestätigungen, Routenhighlights, Fotos und Reisekosten gibt es auf einen Blick. Das Reisen in der Gruppe soll so einfacher werden und alle wichtigen Dokumente sind mit einem Klick abrufbar. „Wir haben eine Plattform erschaffen, die übersichtlich, einfach und vor allem digital ist”, so der Informatiker. Mit der Hilfe einer Investorin oder eines Investors möchten Hans und Anja ein deutsches Start-up zu einem Global Player machen. Ihr Angebot: 500.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

WowWow 
Der Hund ist für viele “der beste Freund des Menschen”, auch für das Ehepaar Walburga (52) und Reto (47) Falkenberg. Gerne lassen sie ihre beiden Hunde frei laufen. Doch gibt es immer wieder Situationen, in denen sie ihre Tiere an die Leine nehmen müssen, z.B. wenn sie eine Straße überqueren, wenn ihnen ängstliche Passanten begegnen oder ein Auto oder Fahrrad vorbeikommt. „Doch wie kann man dann seinen Hund sicher und schnell anleinen?” fragt Reto. Die Leine haben die Hundebesitzer:innen meistens um die Schulter gehangen und dann hilft nur ein Griff in das Hundehalsband. Mit WowWow stellen sie nun eine neue Lösung vor: ein Halsband, in dem eine Leine integriert ist. Sie kann bei Bedarf ausgezogen werden und nach Gebrauch wieder im Halsband verschwinden. „Das Funktionsteil von WowWow ist aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt. Im Innern befindet sich ein Federmechanismus, der eine 43 cm lange Leine automatisch aufwickelt. Die Leine ist zwar dünn, hält aber Kräften von 400 Kilogramm stand”, erklärt Reto. Um die Produktionskosten zu senken, brauchen sie 120.000 Euro und sind bereit 25 Prozent der Firmenanteile abzugeben.

Wavewinder
Milko Grieger (32), selbständiger Friseurmeister, möchte den Löwen „die perfekte Welle” zeigen. Im Jahr 1907 hat ein deutscher Friseur das System der Dauerwelle erfunden. Der Style hat sich weiterentwickelt, aber ein Ziel bleibt gleich. „Egal wo ich als Hairstylist gearbeitet habe – ob für große Modemagazine, Fashionweeks, große Werbespots, selbst in meinem eigenen Salon – der Wunsch meiner Auftraggeber und Kundinnen war immer der gleiche: natürlich gewelltes Haar”, so Milko. Bisher hat der 32-Jährige den Look mit Lockenstab, Glätteisen und Haarwickler erzielt, aber der hielt nur bis zur nächsten Haarwäsche. Um natürlich gewelltes Haar dauerhaft zu erzielen, hat Milko den WAVEWINDER entwickelt. Mit dem Friseur-Tool sollen sich mühelos und permanente Beach Waves erzeugen lassen. Dazu werden die nassen Haarsträhnen von dem geschulten Friseur in den WAVEWINDER entsprechend der Form gelegt und eine Dauerwellenflüssigkeit sowie ein Fixiermittel hinzugefügt. „Die Kundin kann selbst für sich entscheiden, wie sie ihre Haare an dem Tag tragen möchte. Wenn sie wie gewohnt ihre Haare glatt haben möchte, dann föhnt sie sich einfach trocken. Mit ein bisschen Wasser oder einem feuchtigkeitsspendenden Produkt werden die Haare geknetet und die Wellen kommen zurück”, erklärt der Friseurmeister die Vorteile. Unterstützung braucht Milko im Marketing und Vertrieb und bietet 15 Prozent seiner Firmenanteile für 150.000 Euro an.

Hilli Fruits 
Geboren und aufgewachsen in Ecuador, ist Paulina Carrera (39) für ein Praktikum nach Deutschland gekommen. „Dann habe ich mich in das Land und später in meinen Mann Oliver verliebt. Nun leben wir mit unseren drei Kindern glücklich in der Pfalz”, so die Gründerin von Hilli Fruits. „Allerdings gibt es zwei Dinge, die mir aus meiner Heimat sehr fehlen: Die Sonne und das unglaublich leckere Obst.” Mangos, Ananas oder Maracujas stecken voller Vitamine und Mineralien und sie gibt es dort an jeder Ecke zu kaufen. Doch wie bekommt man den vollen Geschmack dieser Früchte nach Deutschland? In ihrer Heimat werden die reifen Früchte frisch geerntet, ohne Konservierungsstoffe und Zusätze zum Fruchtpüree verarbeitet und dann nach Europa verschifft. Das Püree ist vielseitig verwendbar: ob pur, Smoothies, Cocktails, Saucen, Eis oder Backwaren. 250.000 Euro sind bereits in das Unternehmen geflossen, jetzt möchte die studierte Logistikerin mit Hilli Fruits auf dem Markt groß einsteigen. Für ein Investment von 150.000 Euro bietet Paulina 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

sked
Stumpfe Messer – ein alltägliches Problem in Millionen von Küchen. Zwar gibt es Schleifsteine und –stäbe, doch der Umgang damit ist nicht für jeden praktikabel. „Für jene, die damit nicht umgehen können, ist die Verletzungsgefahr recht groß. Und bei unsachgemäßer Handhabung können Schäden an dem Messer entstehen”, erklärt Horst Paetzel (70, aus Löhne). Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Jürgen Dangel (53, aus Mengen) stellt er den Löwen mit sked ein neuartiges, elektronisches Messerschärfgerät in Form eines Messerblocks vor. Sensoren erkennen das mitgelieferte Messer, Keramikpolygone bewegen sich entlang der Messerklinge und schärfen es, ohne dass der ungewollte metallische Abrieb entsteht. So soll die Schärfe des Messers dauerhaft erhalten bleiben. Jetzt sind die Gründer auf der Suche nach einem Partner, mit dem sie gemeinsam sked produzieren und auf den Markt bringen. Um eine Löwin oder einen Löwen für sich zu gewinnen, bieten sie 20 Prozent ihrer Firmenanteile für 100.000 Euro an.

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#DHDL – “Wir waren sehr nervös, gerade weil wir noch nicht viel Medienerfahrung hatten”


Auch in der neunten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der elften Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Horst Paetzel und Jürgen Dangel zu Gast. Das Duo stellt sked, ein neuartiges, elektronisches Messerschärfgerät in Form eines Messerblocks vor. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Paetzel seine Idee einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt ihr mit sked lösen?
Alle, die schon mal mit einem unscharfen Messer versucht haben, zum Beispiel Geflügel zu tranchieren oder Filets zuzubereiten, wissen: Das macht keinen Spaß. Aber auch das Nachschleifen mit einem Wetzstab ist mühsam und auf Dauer schädlich für die Messerklinge. Mit unserer Produktidee sked hat man stattdessen immer ein scharfes Messer zur Hand: Einfach in den Messerblock stecken und es läuft ein automatischer Schärfevorgang mit Keramik-Polygonen ab.

Wie ist überhaupt die Idee zu sked entstanden?
Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus: Wir fanden es aufwändig, Messer ständig nachzuschleifen, und wollten eine Lösung entwickeln, mit der jederzeit ein scharfes Messer griffbereit ist.

Warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Um sked erfolgreich in den Handel zu bringen, brauchen wir einen starken Partner oder eine starke Partnerin an unserer Seite, der oder die uns nicht nur mit einem Investment, sondern auch mit Erfahrung im Vertrieb und in der Produktentwicklung helfen kann. Wir wussten, bei “Die Höhle der Löwen” haben wir die Chance, so jemanden zu finden, und haben uns daraufhin beworben.

Wie nervös wart ihr kurz vor eurem TV-Pitch?
Wir waren beide wirklich sehr nervös, gerade weil wir noch nicht wirklich viel Medienerfahrung hatten. Zum Glück waren alle vor Ort im Team sehr nett und hilfsbereit.

Euer Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wenn ihr mit eurem Produkt wirklich einen Nutzen bringt und ein Problem löst: Traut euch. Bleibt möglichst ruhig und versucht, ohne Nervosität in die Höhle zu gehen – was sicherlich nicht einfach ist. Denkt dran, auch die Löwen sind nur Menschen wie ihr.

Wo steht sked in einem Jahr?
Wir hoffen, sked findet bis dahin Einzug in ganz viele Küchen. Wenn jederzeit ein scharfes Messer griffbereit ist, bringt das einfach mehr Freude ins Kochen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #interview, #sked

#DHDL – Evertree: Ein Herzensthema – und eines der Regularien


So groß die Bandbreite der in “Die Höhle der Löwen” diskutierten Themen meistens auch ist, selten waren die beiden Hauptthemen im Dialog zwischen Gründern und Investoren so gegensätzlich. Auf der einen Seite die Emotionalität des Themas – auf der anderen die große Frage nach den bestehenden Regularien, die maßgeblich den Markt bestimmen. Doch die Gründer schafften den Spagat.

Das Düsseldorfer Geschwisterpaar Helena und Andreas Hohnke zog von Anfang die Sympathien auf seine Seite: der authentische und sehr persönliche Pitch, der den Tod des Vaters als Ursprung des Wunsches thematisierte, Tod und Beerdigungen etwas weniger endgültiges zu geben, sorgte für eine teilnahmsvolle Stille. Die Idee der beiden: eine spezielle Urne, in die zu der Asche des Verstorbenen Baumsamen gegeben werden, so dass nach der Bestattung ein Baum daraus wachsen kann.

Alle Investoren waren sich einig, dass sie die Idee sehr schön fanden. Carsten Maschmeyer liest die Beschreibung auf der Verpackung, findet den Text “ergreifend” und merkt, dass hier ganz viel Herz drin steckt. Später wird er noch hinzufügen “einer der berührendsten Pitches, die ich je hier in der Höhle gesehen habe”. Doch er wird auch aussteigen, weil er sich als Venture Capitalist versteht, und als solcher nicht in eine “so liebenswert Innovation” investieren und daran mitverdienen möchte.

Und selbstverständlich kann es GründerInnen bei einem solchen Thema passieren, zwar viel Lob zu bekommen, aber letzten Endes kein Investment, da es sich nicht für jeden Investor richtig anfühlt, hiermit Geschäfte zu machen.

Doch der Rest des Löwenfeldes tastet sich immer mehr an das Thema heran, stellt die üblichen Fragen nach Verkaufspreis, Herstellungskosten und Verkaufserlösen. Der verhältnismäßig geringe Preis der Urne von 114 Euro unterstreicht dabei die Aufrichtigkeit der Gründer, auch wenn die Marge insgesamt immer noch in Ordnung ist. Gerade beim Pricing ist bei solchen Themen auch sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt: setzt man den Preis zu niedrig an, rechnet sich das Geschäft nicht, setzt man ihn zu hoch an und schöpft die Emotionalität des Themas so voll aus, riskiert man in einem so sensiblen Markt eine nachhaltige Rufschädigung.

Doch nachdem die Gründer die grundsätzlich bestehende Nachfrage und das Geschäftsmodell glaubhaft machen konnten, dominiert ein Thema die Gespräche, das von Gründern oft etwas stiefmütterlich behandelt wird: Regularien und behördliche Vorschriften.

Denn obwohl es viele Rahmenmodelle zur Analyse des Geschäftsumfeldes gibt, sind diese bei Startups weitaus weniger beliebt als bei größeren Unternehmen. Das warum hierzu ist schwer greifbar, eine valide Theorie ist aber zum Beispiel, dass Startups ohnehin unter Bedingungen extremster Unsicherheit agieren. Sobald also abgeklärt ist, ob das Vorhaben grundsätzlich rechtlich durchführbar ist, reicht das vielen bereits. Spätere Veränderungen erscheinen sowieso schwer greifbar. Andere bauen dagegen schon auf anstehende Veränderungen, die ihnen den großen Schub verpassen können, was ebenfalls hoch riskant ist, aber sehr lohnenswert sein kann.

Und auch im Falle von Evertree ist dies ein bisschen so: In den meisten Fällen ist eine solche Bestattung per Urne für Tiere erlaubt, für Menschen jedoch schwierig und in Deutschland auch nur an wenigen Orten mit Sondergenehmigung möglich. Andere Länder sind hier hingegen schon weiter, so dass die Gründer hoffen, dass hier auch in Deutschland bald mehr möglich ist.
Die beiden Düsseldorfer, die das Urnen-Startup noch nebenberuflich aufbauen, sind jedoch hervorragend informiert und können viele Details zu Regulierungen und Entwicklungen in diesem Bereich nennen. Sie glauben an die anstehenden Veränderungen und wollen dafür bereit sein, bis dahin aber im Tierbereich und ins Ausland vertreiben.

Eine durchaus valide Strategie für ein Startup. Denn in diesem Fall ist der Markt für Tierbestattungen sicherlich nicht klein, und es braucht ohnehin eine Zeit, einen B2B-Vertrieb für Tierkrematorien und ähnliche Multiplikatoren aufzubauen, wie es die Gründer planen. Im entsprechenden Verband sind sie bereits Mitglied.
Dagmar Wöhrl steigt schließlich zwar aus, verspricht aber, die ihr bekannten Tierkrematorien zu kontaktieren.

Nachdem alle anderen ausgestiegen sind, zählen die Gründer auf Nils Glagau. Und tatsächlich teilt er die andere Sichtweise auf den Tod, erzählt von einer Waldfriedhofbestattung und Festen auf Friedhöfen in Mexiko. Hier sind Gründer und Investor voll auf einer Wellenlänge, und tatsächlich macht der Löwe dann auch das Angebot, und wird so für 75.000 € zum dritten Miteigentümer des Unternehmens.

Ein Investment, das hoffentlich dazu beiträgt, die Diskussion anzuregen, das Umdenken auch in die Behörden zu tragen und so irgendwann viel mehr Menschen oder ihren Angehörigen eine Bestattung ermöglicht, die sie sich von Herzen wünschen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #evertree, #nils-glagau, #reloaded

#DHDL – The Makery, Bodywallet, Summersaver, Hardcork, Evertree treten vor die Löwen


Auch in der neunten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das große Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg.

Hier die Startups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Die DHDL-Startups der Woche

The Makery
Neue Leute kennenlernen und seinen Horizont erweitern. Selbst kreativ werden statt Langeweile. „Handy aus, wir gehen raus. Denn mit uns erleben Sie jede Menge Erlebnisse”, so Jasper Kolb (34) über The Makery. Die digitale Plattform vermittelt zahlreiche handwerkliche und kreative Workshops. The Makery bringt lokale Kreative, Künstler und Experten zusammen, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft teilen möchten. Das Wichtige daran: Die Anbieter:innen können die Workshops im eigenen Namen und in eigener inhaltlicher und preislicher Gestaltung durchführen. So finden sich auf der Plattform fast 500 verschiedene kreative Erlebnisse zu Themen wie Handwerk, Kochen oder Nachhaltigkeit. Für den 34-Jährigen, der aktuell noch bei Zalando arbeitet, ist sein Start-up ein Herzensprojekt: „The Makery bedeutet mir alles und ich stehe da komplett hinter. Als Gründer muss man der größte Fan seines Unternehmens sein und das bin ich definitiv.” Wird Jasper diese Begeisterung für seine Firma auch bei den Löwen entfachen? Um seine Plattform groß zu machen, benötigt er 250.000 Euro und würde dafür 15 Prozent seiner Anteile abgeben.

Bodywallet
Egal ob beim Feiern, beim Sport oder am Strand: Taschen und Geldbörsen sind hier eher störend und verlockend für Diebe. Aber wohin mit Bargeld, Schlüssel oder Kreditkarte? Eine simple Lösung für dieses Problem liefern die beiden Gründer Christian Schranz (52) und Axel Kosuch (45) mit der Bodywallet. Es schützt Wertsachen vor Diebstahl oder Verlust und klebt dabei sicher und unauffällig wie ein Pflaster auf der Haut. Das Besondere: Es ist hautverträglich, atmungsaktiv, sicher und hält drei Tage auf der Haut, auch beim Baden oder Sport. Durch den Plastikzipper ist Bodywallet einfach verschließbar und praktisch in der Handhabung. Zusammen mit einem Löwen wollen die beiden Gründer den Vertrieb und das Marketing jetzt voranbringen. Ihr Angebot: 100.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile.

Summersaver
Sommer, Sonne und luftige Kleidung – wäre da nur nicht das eine leidige Problem: Fast jede zweite Frau kennt das unangenehme bis schmerzliche Gefühl von wund geriebenen Stellen, wenn kein Stoff mehr die Haut schützt. Auch Denise Hahn (27) kennt das aus eigener Erfahrung und entwickelte eine Lösung. Der Summersaver ist ein Anti-Wundreib-Stick, der Hautirritationen und Wundreibungen verhindern soll. Den cremigen Balsam einfach auf die empfindlichen Hautpartien wie die Oberschenkelinnenseiten oder die BH-Kontur auftragen und die Nutzer:innen sollen so lang anhaltend vor Wundreibungen und Scheuerstellen geschützt sein. Für ihre Rezeptur nutzt sie natürliche Inhaltsstoffe wie z.B. pflegendes Kokos- und Mandelöl. Denise Hahn baut ihr Business aktuell noch ganz allein auf und ist daher auf der Suche nach einem strategischen Partner an ihrer Seite: „Ein Deal wäre gigantisch. Da ich alleine bin, brauche ich Unterstützung im Vertrieb und Marketing.” Für 250.000 Euro würde sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Hardcork
Rouven Brauers (47) ist leidenschaftlicher Surfer und Skateboarder. In den letzten 30 Jahren hat er über 10.000 Surfbretter gebaut und viel auf dem Gebiet geforscht. „In der Zeit bin ich auf ein Material gestoßen, welches mich sehr fasziniert hat. Und das ist Kork”, so Rouven und Alexander Gebler (53) erklärt weiter: „Kork ist der Mantel der Korkeiche – mit faszinierenden Eigenschaften. Es ist wasserfest, gasdicht und isoliert sehr gut. Sowohl akustisch als auch thermisch.” Das Geheimnis liegt in der Zellstruktur. In einem Kubikzentimeter Kork befinden sich 40 Millionen Zellen, die mit einem Gas-Luftgemisch gefüllt sind. Das macht Kork so leicht und so robust. Auch in punkto Nachhaltigkeit liegt Kork vorne. „Beim Wachsen der Korkrinde nimmt diese viermal so viel CO2 auf, wie sie später bei der Weiterverarbeitung abgibt”, so Alexander über die Vorteile. Doch wie umgeht man die extrem geringe Reißfestigkeit? „Ich habe ein Korkgranulat mit Kurzfasern und Harz verbunden”, stellt Rouven seine Lösung vor. Der Faserverbund soll durch Stabilität, hohe Flexibilität, Dämpffähigkeit und Nachhaltigkeit überzeugen. HARDCORK kann für die Luftfahrt, die Automobilbranche und in der Schiffsbranche, vor allem im Yachtbau, eingesetzt werden. Konkrete Anfragen liegen den Gründern bereits vor. Für die Expansion ihres Unternehmens benötigen sie einen erfahrenen Investor an ihrer Seite. Wird ein Löwe 1.000.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile von HARDCORK investieren?

Evertree
Ein sehr wichtiges und für „Die Höhle der Löwen“ absolut außergewöhnliches Thema bringen die Geschwister Helena (41) und Andreas Hohnke (45) mit. „Die EVERTREE-Urne lässt aus der Asche Verstorbener neues Leben in Form eines Baumes entstehen und trägt dabei auch noch ganz aktiv zum Klimaschutz bei”, so Helena. Als der Vater der Geschwister starb, wollten sie sich mit der Endgültigkeit des Todes nicht zufrieden geben. Die Idee einer Urne, bei der aus der Asche eines verstorbenen Menschen oder Tieres ein Baum wächst und sie so in lebendiger Erinnerung bleiben, entstand. „Die EVERTREE-Urne spendet Trost und zwar in der schwersten Stunde eines Menschen. Zudem schützt sie noch aktiv das Klima, weil wir dadurch viele Bäume auf der ganzen Welt wachsen lassen wollen. Wir möchten aus Friedhöfen Wälder machen”, erklärt Helena. Es gibt aktuell fünf verschiedene Baumsamen zur Auswahl, die EVERTREE-Urne besteht aus einem neuartigen Biokunststoffgranulat und ist zu 100% biologisch abbaubar. Je nach Bodenbeschaffenheit löst sie sich nach ca. sechs bis zwölf Monaten komplett auf und übrig bleibt ein Baum – eine lebendige Erinnerung. Hier sind sich die Löwen einig: Einer der berührendsten Pitches in der Geschichte der „Höhle der Löwen”. Doch steigt auch ein:e Investor:in bei EVERTREE für 75.000 Euro und 33 Prozent Firmenanteile ein?

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#Interview – “Rasantes Wachstum lässt sich leider oft nicht mit Qualität vereinbaren”


Das junge Unternehmen waterdrop setzt auf “kleine, kompakte Würfel, die pures Wasser im Handumdrehen in ein erfrischendes Getränk verwandeln”. Drei Jahre nach der Gründung erwirtschaftete das Wiener Unternehmen bereits einen Umsatz von 22 Millionen Euro. “2020 konnten wir über 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften und für 2021 erwarten wir eine Verdopplung. Der Umsatz für 2021 setzt sich umgerechnet aus 200 Millionen Drops zusammen”, sagt Gründer Martin Murray.

Vor drei Jahren war das waterdrop-Team in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” zu Gast. “Wir waren 2018, also ein Jahr nach Launch, in der Show. Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Ausstrahlung erhalten haben, war natürlich enorm und ein echter push der Bekanntheit von waterdrop. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten alleine in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden”, blickt Murray zurück.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der waterdrop-Gründer außerdem über Plastikflaschen, den Massenmarkt und Strohhalme.

Wie würdest Du Deiner Großmutter waterdrop erklären?
waterdrops sind kleine, kompakte Würfel, die pures Wasser im Handumdrehen in ein erfrischendes Getränk verwandeln. Sie enthalten keinen Zucker, dafür natürliche und wertvolle Inhaltsstoffe und helfen dabei, die empfohlenen zwei bis drei Liter Wasser am Tag zu trinken. Somit muss man nichts mehr in Plastikflaschen packen und durch die Gegend fahren, sondern macht sich selbst mit Leitungswasser bequem sein eigenes Getränk.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Unsere Mission, es den Leuten möglichst einfach zu machen, ausreichend Wasser zu trinken, ist geblieben. Zentraler Bestandteil dabei sind auch immer noch unsere Microdrinks. Mittlerweile bieten wir zehn unterschiedliches Sorten, darunter fruchtige, Kräuternoten oder mit Koffein an. Im Herbst 2020 haben wir unser Angebot um die Microteas, die heiß getrunken werden, ergänzt. Eine Vielzahl von Accessoires, wie Flaschen, Tumbler, Strohhalme oder die Signature Gläser runden unser Angebot ab und machen täglich Lust, mehr Wasser zu trinken. Für 2021 wollen wir neben heißen und kalten Drinks noch eine dritte Säule, die wir Drink-Tech nennen, aufbauen. Unser Ziel ist es, die Getränkeindustrie smart zu machen und zu revolutionieren. Mehr kann ich noch nicht verraten, aber da wird dieses Jahr noch einiges kommen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir gehören zu denen, die die Krise nicht getroffen hat – ganz im Gegenteil sogar. Dank unseres digitalen Geschäftsmodells haben wir auch in der Krise viele Chancen nutzen können. Natürlich sind unsere 15 stationären Läden stark betroffen gewesen, andererseits konnten wir vor allem Online ein enormes Wachstum verbuchen. Insgesamt konnten wir durch unsere Kundennähe, dem verstärkten Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit sowie unserem E-Commerce Geschäft unseren Umsatz auf über 40 Millionen Euro steigern. Auch in 2021 sehen wir keinen Einbruch und erwarten sogar eine weitere Umsatzverdopplung.

Wie ist überhaupt die Idee zu waterdrop entstanden?
Ich hatte schon immer eine Passion zur Getränkeindustrie, da ich leidenschaftlicher Wassertrinker bin und ich immer fasziniert davon war, wie sich so eine große Industrie über Dekaden nicht verändert hat. Ich war immer schon überzeugt, dass ich mal selbst gründen werde. Die Idee hatte ich 2015 im Flieger von Singapore nach Hongkong während meines MBAs. Ich wurde wie immer gefragt “Was wollen Sie trinken?” – Wie immer trank ich nur Wasser, nur ich habe mir gedacht “Es wäre doch spannend, wenn ich jetzt was dabei hätte, das ich bequem ins Wasser geben kann, um ihm etwas mehr “Pepp” zu geben.” Ich war so verliebt in die Idee, dass ich überzeugt war, dass ich den Getränkemarkt mit meiner Idee nachhaltig verändern kann. Unsere Microdrinks lösen fast alle Probleme, die die Getränkeindustrie hat! Zum Beispiel Verpacken in PET-Flaschen, lange Transportwege, keine wirkliche Möglichkeit des Online Vertriebs – um nur drei Aspekte zu nennen. Also habe ich mich “literally” ins kalte Wasser gestürzt und angefangen an waterdrop zu arbeiten.

Wie hat sich waterdrop seit der Gründung entwickelt?
Waterdrop ist mittlerweile eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce Unternehmen Europas. Die Mission von waterdrop besteht weiterhin darin, Menschen zu helfen, mehr Wasser zu trinken, dabei gleichzeitig den Verbrauch von Plastik und CO2 zu reduzieren.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist waterdrop inzwischen?
Seit der Gründung ist der Umsatz von waterdrop rapide gewachsen: Im ersten Jahr – 2017 – erreichten wir 700.000 Euro Umsatz, in Jahr zwei standen wir bei 5 Millionen Euro, in Jahr drei dann sogar bei 22 Millionen Euro. Ein Team von über 200 Menschen mit Headquarter in Wien sorgt dafür, dass es waterdrop in über 10 Ländern online und in insgesamt 15 Stores gibt. So hat das Team bereits über 1.000.000 Kunden zu waterdrop Fans gemacht – und es werden täglich mehr! Außerdem konnten wir als eins der wenigen europäischen Startups erfolgreich in den USA launchen. 2020 konnten wir über 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften und für 2021 erwarten wir eine Verdopplung. Der Umsatz für 2021 setzt sich umgerechnet aus 200 Millionen Drops zusammen. Also eine ganze Menge Würfel! Mit diesen 200 Millionen Drops können 100 Millionen Liter Wasser befruchtet werden, was dem 14-fachen Volumen des gesamten Bierkonsums (7 Mio. Liter) am Münchner Oktoberfest entspricht. Nicht nur das Volumen ist erstaunlich, auch die Anzahl der eingesparten Plastikflaschen. 100 Millionen 0.5l Plastikwasserflaschen können somit eingespart werden. Als kleiner Vergleich: Würde man diese 100 Millionen Plastikflaschen aufeinanderstapeln, würde man auf eine Distanz von 20.000 km kommen – die Strecke von Berlin bis nach Los Angeles und zurück!

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Wir hatten durch unser Wachstum oft mit Qualitäts- und Lieferproblemen zu kämpfen. Wir verkaufen mittlerweile Millionen von Drops und abertausende von Flaschen im Monat und das war für unser kleines Team oft zu viel. Leider lässt sich rasantes Wachstum oft nicht mit kontinuierlicher Qualität vereinbaren – da haben wir viel gelernt.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Um die geringe Wahrscheinlichkeit zu nutzen, eine erfolgreiche Firma zu gründen, muss schon vieles richtig laufen, man braucht aber auch gehörig viel Glück da auch das Timing essentiell ist. Die wichtigsten Themen aus meiner Sicht waren das komplementäre Gründerteam, der extrem starke Focus auf unsere Community von Tag 1 an und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkt und Design, weil es immer etwas gab, womit wir nicht 100 % zufrieden waren. Außerdem hatten wir immer große Pläne und auch keine Scheu Fehler zu machen: Nicht umsonst hängt bei uns ganz groß im Büro: “If everything is under control, you are just not going fast enough”

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch gelohnt?
Ja, auf jeden Fall hat es sich gelohnt. Alleine die TV Erfahrung mitzuerleben ist klasse und die Reichweite in Deutschland ist sehr stark. Mit der Familie Wöhrl haben wir einen weiteren langfristigen Partner gewinnen können, mit dem wir sehr gut zusammenarbeiten.

Welchen Einfluss genau hatte die Vox-Show auf eure Entwicklung?
Wir waren 2018, also ein Jahr nach Launch, in der Show. Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Ausstrahlung erhalten haben, war natürlich enorm und ein echter push der Bekanntheit von waterdrop. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten alleine in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden!

Was rätst Du anderen Gründern, die bei der Gründershow mitmachen wollen?
Solltest du eine Einladung für die Show bekommen und dein Produkt eignet sich für den Massenmarkt, dann “go for it!”! Die Teilnahme bei der “Höhle der Löwen” allein ist allerdings keine Erfolgsgarantie. Als Tipp kann ich noch jedem Empfehlen, vor der Show ein Medientraining zu machen. Es ist schon sehr eigenartig sich selbst im Fernsehen zu sehen und durch das Training hat man ein bisschen Übung. Außerdem sollte man genau abwägen welches “Angebot” man am Ausstrahlungstag macht.

Wo steht waterdrop in einem Jahr?
Wir werden unsere Produktpalette weiter um sehr spannende neue Produkte erweitern. Außerdem werden wir einen Fokus auf die Skalierung in den USA legen. Ich kann noch nicht all zu viel verraten, aber die Themen “Drink-Tech” und auch Lösungen für verunreinigtes Leitungswasser stehen auf der Agenda. Die Mission wird aber immer die gleiche bleiben: Alles, was wir tun, zahlt darauf ein, dass wir unseren Kunden helfen, mehr Wasser zu trinken und somit mehr für die Umwelt sowie auch für die individuelle Gesundheit zu tun.

Tipp: Waterdrop: Wie die große Vision den Deal klar macht

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Foto (oben): waterdrop

#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #interview, #reloaded, #waterdrop, #wien

#DHDL – mysleepmask, Sminno, mellow Noir, Winemaster Bottle und Marschpat treten vor die Löwen


Auch in der neunten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das große Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg.

Hier die Startups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Die DHDL-Startups der Woche

mysleepmask
Mit seinem Produkt möchte Fabian Karau (40) den Löwen keine Kopfschmerzen bereiten – ganz im Gegenteil. „Wir leben in einer hektischen Zeit. Umso wichtiger ist es, dass wir gut und erholsam schlafen. Das ist eigentlich der einzige Moment, in dem wir noch abschalten.” Doch das ist einfacher gesagt als getan. Licht, Lärm, Kopfschmerzen bis zu Migräneattacken stören oder verhindern den gesunden Schlaf. Seit seiner Jugend leidet Fabian selbst unter Migräne: „Meine schlimmste Attacke dauerte fünf Tage lang” und er weiß: „Allen Betroffenen sind zwei Dinge sehr wichtig: Ruhe und absolute Dunkelheit.” Mit mysleepmask hat der 40-Jährige eine Lösung entwickelt – eine Kombination aus Schlafmaske, Ohrenstöpsel und Gelpads. Sie ist zu 100 Prozent blickdicht, besteht aus weichem Bio-Jersey, durch die Kopf umfassende Passform soll es kein Verrutschen geben und die Schaumstoffpolster an den Ohren das Herausfallen der Ohrstöpsel verhindern. Die integrierten Taschen im Nacken und der Stirn sind für die Gelpads, die je nach Bedarf kühlen oder wärmen. Mit der Unterstützung der Löwen möchte Fabian vielen Leidensgenossen weltweit einen besseren Schlaf ermöglichen und das Leben erleichtern. Sein Angebot: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile von mysleepmask.

Sminno
Multitasking beim Radfahren ist schwer und vor allem sehr gefährlich. Die Brüder Khesrau (29, Maschinenbauingenieur) und Sohrab (27, Wirtschaftsingenieur) Noorzaie wollen das ändern und haben SMINNO gegründet. „Wir bringen den Komfort aus dem Auto auf das Zweirad. Wir haben das erste sprachgesteuerte Cockpit-System und die Freisprechanlage für Zweiräder auf den Markt gebracht”, so Khesrau und Sohrab ergänzt: „Das Cockpit-System besteht aus einer App und einer patentierten Smartphone-Halterung. Damit haben Fahrer:innen Komfort und vor allem Sicherheit.” Die Halterung lässt sich leicht am Fahrrad installieren und durch die spezielle Form sowie Materialien sollen Störgeräusche minimiert und die Lautsprecher des Handys verstärkt werden. Die dazugehörige sprachgesteuerte App bündelt Navigation, Musik, Tacho und Tracking übersichtlich auf einem Screen. Um sich am Markt etablieren zu können, benötigen die Brüder 500.000 Euro und bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

mellow Noir
Kaffee ist das beliebteste Getränk in Deutschland. Der entstandene Kaffeesatz gehört für viele in den Müll, aber nicht für Julian Köster (29): „Ich möchte die Menschen mit dem schwarzem Gold verwöhnen.” Für sein Start-up mellow NOIR extrahiert der Chemieingenieur aus dem Kaffeesatz, dem verbrauchten Kaffeemehl, das Kaffeeöl und stellt daraus eine Naturkosmetik-Linie zur Hautpflege her. Das Kaffeeöl versorgt die Haut mit wichtigen Fetten und soll die Kollagenproduktion anregen, die Haut bei der schnellen Regeneration unterstützen und oxidativen Stress mildern. Die Produkte sind vegan, tierversuchsfrei, fair produziert, in Glas und Papier verpackt und darüber hinaus wird pro verkauftem Produkt ein neuer Baum zur Aufforstung zerstörter Wälder gespendet. 100.000 Euro für 20 Prozent lautet sein Angebot in der Höhle der Löwen – sieht eine Investorin oder ein Investor Potenzial in Julians Naturkosmetik?

Winemaster Bottle
Jeder, der gerne ein Glas Wein trinkt, kennt das Problem: Wenn eine Weinflasche einmal geöffnet ist und Wein übrig bleibt, dann ist er in der offenen Flasche nicht mehr lange haltbar. Denn durch den Sauerstoff in der Flasche wird der Wein schnell ungenießbar. Weinhändler und Erfinder Hubert Koch (63) hat jahrelang nach einer Lösung gesucht und nun ein Produkt entwickelt, mit dem man den Sauerstoff aus der Weinflasche verdrängt und dadurch der Wein länger haltbar bleiben soll. Die Winemaster Bottle besteht im Wesentlichen aus diesen Komponenten: Einer Glasflasche, einem verschiebbaren Flaschenboden und einem Ventilverschluss. Der angebrochene Wein wird einfach in die Winemaster Bottle umgefüllt und der Flaschenboden nach oben gedrückt, sodass der Sauerstoff durch den Ventilverschluss entweichen kann. So soll man den Wein deutlich länger genießen können und kein Tropfen muss im Ausguss landen. Um mit der Winemaster Bottle Erfolg zu haben und im Handel gelistet zu werden, benötigt Hubert Koch 100.000 Euro und würde dafür 30 Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Marschpat
Premiere in der „Höhle der Löwen”: Eine echte Marschkapelle spielt auf! Die Gründer:innen Patrick Rupprecht (28), Carina Eigner (28) und Markus Wenzl (27) von Marschpat präsentieren damit ihr digitales Marschkappellebuch. „Wir digitalisieren und revolutionieren die Blasmusik und holen diese endlich ins 21. Jahrhundert”, so Carina (26). Patrick, Initiator von Marschpat, ergänzt: „Das digitale Notenbuch kann noch viel, viel mehr. Mit dazugehöriger Vereins- und Notenverwaltung erleichtern wir das Musizieren, Marschieren und Organisieren erheblich.” Schwere Notenbücher, für jedes Instrument einzeln kopierte oder im Internet mühsam zusammengesuchte Notenblätter sollen nun der Vergangenheit angehören. Marschpat bietet Blasmusiker:innen die Möglichkeit Noten von bekannten Verlegern und Komponisten digital anzuzeigen und zu managen. Kapellen und Blasmusikvereine können darüber hinaus ihre Mitglieder, Auftritte und Proben mit Marschpat organisieren. Mit einem Investment von 300.000 Euro möchte das Trio die Entwicklung von neuen Features beschleunigen und die Vertriebsmaßnahmen intensivieren. Im Gegenzug bieten Patrick, Carina und Markus 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#DHDL – “Probiert es! Aber überlegt euch gut, was da auf euch zukommt”


Auch in der neunten Staffel der Vox-Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” treten wieder etliche Gründerinnen und Gründer vor die Jury. In der siebten Folge der aktuellen Staffel ist unter anderem Fabian Karau, Gründer von mysleepmask, dabei. Mit mysleepmask hat er eine ganz besondere Schlafmaske entwickelt – eine Kombination aus Schlafmaske, Ohrenstöpsel und Gelpads. Im Interview stellt er sein Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem willst du mit mysleepmask lösen?
In unserer hektischen Zeit heutzutage fällt es immer schwerer, abzuschalten. Menschen mit Migräne oder Kopfschmerzen betrifft das besonders. Mit mysleepmask möchte ich ihnen eine Möglichkeit an die Hand geben, in widrigen Situationen besser zu schlafen. Ob bei Schmerzen oder im Flieger, beim Camping oder in der Berghütte. mysleepmask ist die praktische Kombination für totale Dunkelheit, Geräuschminderung und Kühlung oder Wärme des Kopfes.

Wie ist überhaupt die Idee zu mysleepmask entstanden?
Aufgrund meiner eigenen Migräneattacken habe ich nach einer besseren Lösung gesucht, um mir die oben geschilderten “allgemeinen Maßnahmen” bei Migräne erfüllen zu können: Dunkelheit, Ruhe, Kühlung. Da es nichts gab, bin ich es selbst angegangen und wurde dann so häufig darauf angesprochen, dass ich merkte, dass es dafür einen Markt gibt.

Warum hast du dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Das war vor allem der Wunsch, Unterstützung in Form eines erfahrenen Partners zu finden und dann gemeinsam das Produkt auf den Markt zu bringen.

Wie nervös warst du kurz vor deinem TV-Pitch?
Ehrlich gesagt hatte ich nur Sorge um die ersten auswendig gelernten Zeilen. Ansonsten fühlte ich mich super vorbereitet. Direkt vor dem Auftritt habe ich meditiert. Das tat mir gut
und ich habe die Zeit in der Höhle eher genossen.

Dein Tipp an andere Gründer:innen, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Probiert es! Aber überlegt euch gut, was da auf euch zukommt. Holt euch die Meinungen anderer ein. Redet mit Menschen und fragt, was sie von einem Auftritt halten.

Wo steht mysleepmask in einem Jahr?
Ich hoffe, es ist in Bewegung, wir bringen weitere Produkte auf den Markt und mysleepmask wird weltweit nachgefragt. Aber am wichtigsten ist mir, dass mysleepmask Menschen hilft.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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#DHDL – GreenBill: Wenn der Promi-Faktor gar nicht gebraucht wird


Immer mal wieder sieht man bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen in “Die Höhle der Löwen”. Und so mancher Zuschauer denkt sich, dass es mit Prominenz im Gründerteam bestimmt viel einfacher ist, einen Investor von sich zu überzeugen. Im Falle von GreenBill hätte es wohl auch so einen Deal gegeben, denn von den Fähigkeiten der drei Gründer als Unternehmer kann man sich auch so etwas abschauen – ganz ohne Promi-Faktor.

Giulia Siegel war bis zu ihrem Auftritt in der Höhle Zuschauern wie Löwen eher als Model und und DJ bekannt, Ludwig Heer eher als Fernseh-Koch – doch das könnte sich nun ändern. Das Paar, unterstützt von Mitgründer Tobias Kiessling, hat ein Software-System ins Leben gerufen, das mit den lästigen Kassenzetteln Schluss machen will. Alles geht damit digital, der Kunde bekommt Kassenzettel und Bewirtungsbeleg sofort auf sein Handy, kann direkt bezahlen und es an seine Buchhaltung weiterleiten – und alles, ohne zuvor eine App installieren zu müssen.

Ausgangsproblem sind die 50.000 Tonnen Müll an Thermopapier jedes Jahr – denn dieses Papier ist nicht gerade umweltfreundlich. Doch die Gesetzeslage ist streng – “mal eben” digitalisiert werden konnte hier nichts. Doch das GreenBill-Team hat die strengen Vorgaben geknackt, und konnte so den Löwen eine vollumfängliche Lösung präsentieren. Zudem auch noch zu Kosten, die monatlich unter denen von vielen Betrieben für die Beschaffung des Thermopapiers liegen dürften. Höhere Kundenzufriedenheit, mehr Nachhaltigkeit und gesenkte Kosten: klare Wertversprechen für Einzelhandel und Gastronomie, ein Lösung des Zettelchaos beim Endkunden.

Thema und Lösung hatten also schon längst überzeugt, als die Sprache auf die Zahlen kam. Und auch die konnten begeistern, vor allem die vielen Anfragen, und dass die Gründer sich dadurch noch etwa umorientierten. Denn hatten sie zu Beginn noch in Gründer Ludwigs “Heimatbranche”, der Gastronomie, gestartet, merkten sie schnell, dass vor allem aus dem Einzelhandel viel Interesse kam und nicht zuletzt machten auch die Corona-Maßnahmen eine Umstellung nötig.

Auf Investoren macht es immer einen guten Eindruck, wenn Gründer sich auf neue Gegebenheiten gut und schnell einstellen können. Ein anerkennendes “Sehr clever!” von Judith Williams machte dies dann auch deutlich.

Noch ein wenig mehr als man es vielleicht normalerweise gewohnt ist, fragten die Löwen nach den Aufgaben und der Rollenverteilung der drei, und Carsten Maschmeyer wirkte besonders beeindruckt vom weniger prominenten technischen Mitgründer Tobias, der immerhin schon einmal ein Unternehmen an die deutsche Post verkauft hatte. Auch der Zuschauer konnte vor allem an seinen Äußerungen in der späteren Verhandlung zur Bewertung sehr gut erkennen, dass hier einiges an Erfahrung im Umgang mit Investoren vorhanden sein musste.

Das Team von GreenBill machte also so schon Einiges richtig, aber noch eine Sache konnte man sich von ihnen abschauen: die spezifische Vorbereitung auf die Investoren. Ludwig erwähnte im Gespräch mit Dagmar Wöhrl, welche Möglichkeiten das GreenBill-System für die Domero-Hotels – die Hotelkette der Familie Wöhrl – bieten könnte, die es jetzt noch nicht dort geben würde. Die Löwin quittierte dies dann auch mit einem Lächeln und honorierte den Umstand, dass er sich so gut informiert hatte.

Auch Nils Glagau und die Möglichkeiten für Apotheken sprach Ludwig direkt an – einen Vertriebskanal, den das Unternehmen Orthomol des Löwen hauptsächlich nutzt. Und auch hier lief er offene Türen ein, denn auch Nils beteiligte sich an dem 3er-Angebot, das GreenBill von ihm zusammen mit Dagmar und Carsten bekommen sollte.

Sich spezifisch auf einen Investor oder eine Investorin vorzubereiten, ist extrem wichtig – erst recht, wenn man es mit sogenanntem “Smart Money” zu tun hat – also keinen reinen Finanzinvestoren, sondern jemandem, der noch über das Geld hinaus Vorteile mit sich bringt. Wie im Fall der Löwen zum Beispiel ein weites Kontaktnetzwerk und starke Vertriebskanäle. Zu zeigen, dass man das Wissen darum hat und damit auch schon eine Vorstellung, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte, lässt Gründer weit mehr als nur gut vorbereitet erscheinen – nämlich unter anderem mit Überblick und einem gewissen Biss. GreenBill machte klar, dass es den starken Partner wollte und schon ganz genaue Vorstellungen hatte, wie es weitergehen könnte.

Nur bei der Bewertung war man etwas auseinander, aber über eine Art Meilenstein-Vereinbarung – die Löwen legen noch einmal Geld ohne weitere Anteile drauf, wenn die Zusammenarbeit gut klappt – ließ sich auch dies schließlich ausräumen. Dennoch platzte der Deal nach der Show leider.

Mit einem solch insgesamt starken Auftritt, wie ihnen alle Löwen bescheinigten, hätte es den Prominenten-Faktor sicherlich nicht gebraucht, und er blieb Unterhaltung fürs Publikum. Denn wer sieht die Löwen nicht gerne einmal ein wenig überrascht? Doch wirklich Unternehmer brauchen ihn nicht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (9. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)“,”Die Höhle der Löwen” (6. Staffel)“,“Die Höhle der Löwen” (5. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (4. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#DHDL – GreenBill, Badesofa, Marée Fischwurst, aidhere und Udo treten vor die Löwen


Auch in der neunten Staffel der erfolgreichen Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das große Löwenrudel wieder fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel wieder aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg.

Hier die Startups der aktuellen Folge, die um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Die DHDL-Startups der Woche

GreenBill 
Prominenz in der „Höhle der Löwen“: Giulia Siegel (46) und ihr Partner Ludwig Heer (40) sind unter die Gründer:innen gegangen. Mit GreenBill möchten sie das Kassenbon-System digitalisieren und so Müll vermeiden. „Belege sind nicht nur nervig, sie sind auch hochgiftig. Pro Jahr werden in Deutschland 50.000 Tonnen Belege auf Thermopapier gedruckt”, berichtet Giulia Siegel. Damit soll jetzt Schluss sein. „GreenBill ermöglicht es Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers, digitale Belege auf einfachste Weise zu erstellen und direkt an den Endkunden zu übertragen”, erklärt Ludwig Heer. Die GreenBill Box ist für alle bestehenden Kassensysteme nutzbar und nach Abschluss des Beleges erscheint dieser innerhalb weniger Sekunden auf einem Tablet. Der Gast kann nach Bestätigung der Rechnung den Beleg einfach per QR-Code scannen, um sich diesen als PDF oder Foto abzuspeichern. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich den Beleg per Email zu senden. Eine extra App ist dafür nicht nötig. Um expandieren zu können, benötigen die Gründer:innen 250.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Badesofa
Dem stressigen Alltag mit einer Auszeit in der Badewanne entfliehen – eine verlockende Vorstellung. Doch oft sind Badewannen eher unbequem und das Baden für kleinere Menschen eine Herausforderung, da sie nicht den nötigen Halt finden. Als berufstätige Mütter wissen Annika Götz (41) und Natalie Steger (40), wie wichtig kleine Auszeiten zur Entspannung sind und präsentieren ein Badewannen-Kissen, das durch Komfort, Funktionalität und Design überzeugen soll. Die Kissen sind wasserdurchlässig und aus einem hochwertigen, langlebigen Material gefertigt, das speziell für den Kontakt mit Wasser entwickelt wurde. Außerdem ist es schimmel- und stockfleckenresistent. Die spezielle Füllung soll nicht nur bequem sein, sondern auch das Wasser aufsaugen, so dass die Kissen keinen Auftrieb haben. Aktuell bieten die Gründerinnen BADESOFA in fünf verschiedenen Farben und vier unterschiedlichen Größen an. Ihr Ziel ist es, neue nationale und internationale Märkte zu erschließen und dafür benötigen die beiden Unternehmerinnen einen strategischen Partner an ihrer Seite. Steigt ein Löwe für 150.000 Euro und 15 Prozent der Firmenanteile ein?

Marée Fischwurst
Andreas Tatzel (57) ist gelernter Fleischermeister und arbeitet nebenberuflich als Busfahrer. Doch seine Leidenschaft ist und bleibt das Metzgerhandwerk. Den Löwen präsentiert der 57-Jährige seine ganz eigenen Wurst-Kreationen: „Meine Wurst wird nicht aus Fleisch hergestellt, sondern aus Fisch. Der Wels hat hohe Omega3-Fettsäuren und einen hohen Anteil an Eiweiß. Außerdem ist er geschmacksneutral und deshalb verwende ich ihn für meine Wurst.” Im Marée-Sortiment befindet sich unter anderem Bratwurst-Art, Fleischkäse-Art, Frikadellen-Art und Fischsalami-Sticks. Alles wird nach traditionellem Fleischerhandwerk hergestellt und besteht aus Welsfilet, Rapsöl und Gewürzen – alles ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Um mit seinen Produkten durchstarten zu können, benötigt Andreas Tatzel 40.000 Euro und bietet 25 Prozent seiner Firmenanteile an.

aidhere
Dr. Tobias Lorenz (39), Dr. Nora Mehl (34) und Henrik Emmert (38) haben 2019 aidhere gegründet. Ihre Mission: Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) helfen, die gesünder leben möchten. Allein in Deutschland ist jeder Vierte stark übergewichtig und das bedeutet oft psychisches und physisches Leid. Ihre App zanadio ist ein individuelles Behandlungsprogramm für Adipositas-Patient:innen – damit sollen diese ihr Verhalten langfristig ändern und gesund abnehmen können. Das Programm soll bei der Ernährungsumstellung helfen und mehr Bewegung in das Leben bringen. Innerhalb des digitalen Angebots, sind Experten bei Problemen per Chat ansprechbar. „zanadio ist individuell, effektiv und wissenschaftlich fundiert. Deshalb ist es auch als Medizinprodukt zugelassen”, so Henrik Emmert. Unterstützung benötigen die Gründer:innen jetzt im Bereich Marketing und Vertrieb. Um einen Löwen an Bord zu bekommen, bieten sie acht Prozent ihrer Firmenanteile für 500.000 Euro an.

Udo
Für Dennis Krey (33) ist die Löwenhöhle ein bekanntes Revier. Bei den ersten drei Staffeln hat der Kölner als Studio-Aufnahmeleiter gearbeitet: „Aber jetzt selbst vor den Löwen zu stehen und zu pitchen, ist noch mal was ganz anderes.” Gemeinsam mit seiner Co-Gründerin Carina Frings (29) präsentiert er den Udo Mehrwegdeckel. „Allein in Deutschland werden pro Stunde 320.000 Coffee-To-Go-Einwegbecher verbraucht. Das sind am Tag 7,6 Millionen und pro Jahr 2,7 Milliarden Becher”, so die 29-Jährige. Während ihres Design-Studiums bekam Carina Frings die Aufgabe, einen nachhaltigen Coffee-To-Go-Becher zu entwickeln. „Aber warum einen neuen Becher entwickeln, wo doch jeder die Schränke voll mit Tassen hat?” Und so entstand die Idee zu dem Udo Mehrwegdeckel, der auf fast alle Becher und Tassen passt. „Durch seine konische Form saugt sich der Deckel fest und es läuft nichts aus”, erklärt Dennis Krey. „Der Deckel ist zu 100 Prozent Made in Germany, ist aus einem recyclefähigem Kunststoff gefertigt und spülmaschinengeeignet.” Mit Udo findet jeder Pott seinen Deckel, finden die Gründer:innen auch einen Investor oder eine Investorin? Für 100.000 Euro würden sie 20 Prozent der Firmenanteile abgeben.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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