#DealMonitor – Resmed kauft Medifox Dan für 1 Milliarde – Beat81 schluckt Vation – Project A legt neuen Fonds auf


Im #DealMonitor für den 15. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Suns Care
+++ Der Hamburger Geldgeber Hanse Ventures investiert nach unserem Informationen in Suns Care. Das Hamburger Startup, das 2019 von Johannes Glass und Johannes Wolf gegründet wurde, setzt auf Sonnencreme. “Unsere Sonnencreme kommt ohne den altbekannten klebrigen und weißen Film aus, setzt auf ein nachhaltiges Packaging und saubere Inhaltsstoffe und ist dazu noch super stylisch”, teilt das D2C-Unternehmen mit. Hanse Ventures hält nun 13 % am Unternehmen. #EXKLUSIV

The Base Club
+++ True Growth, die Beteiligungsgesellschaft der audibene-Gründer Marco Vietor und Paul Crusius, investiert nach unseren Informationen in The Base Club. Das Berliner Startup, das 2022 von Astrid Jensch gegründet wurde, kündigt eine “Alkaline Revolution” an. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Be part of the journey from the beginning and let yourself be inspired by our product that combines empowering functionality, quality and lifestyle to fuel your wellbeing”. #EXKLUSIV

amnis 
+++ Lansdowne Partners und Altinvestor Spicehaus Partners investieren 8,6 Millionen Schweizer Franken in amnis. Das FinTech aus Zürich, 2014 von Michael Wüst, Robert Bloch und Philippe Christen gegründet, bietet eine Banking-Lösung, um Geld ins Ausland zu senden, Währungen zu wechseln und Zahlungen zu empfangen. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen. “Das zusätzliche Kapital wird in die weitere Produktentwicklung und Europa-Expansion investiert”, teilt das Unternehmen mit.

Prematch
+++  Gorillas-Gründer Jörg Kattner, Ralf Reichert (ESL Gaming), sowie Hannes Winzer, Thorsten Wirth und Daniel Delonga investieren 1,7 Millionen Euro in Prematch. Das Kölner Startup, das 2021 von Fiete Grünter, Lukas Röhle und Niklas Brackmann gegründet wurde, setzt auf Amateurfußball. Der Slogan dazu lautet: “Erhalte aktuelle News und Ergebnisse zu deinen Spielen –
von der Kreis- bis zur Regionalliga”. Das frische Kapital soll unter anderem in die “Weiterentwicklung, die Expansion und die Erweiterung des Teams” fließen. 

tubics
+++ Wayra Deutschland, der Investmentableger von Telefónica, Ralph Harreiter, Alexander Kirchgasser und weitere Investor:innen investieren 1.4 Millionen Euro in tubics. Das Wiener Startup, 2017 von Claudia Eder, Matthias Funk und Matthias Posch gegründet, entwickelt eine cloudbasierte Software-Plattform für Video-Marketing mit Fokus auf YouTube. “Ziel des Investments ist es, tubics dabei zu unterstützen, die eigene Lösung in kurzer Zeit zu skalieren und auszubauen”, teilt das Unternehmen mit.

Velvet 
+++ ICQ-Gründer Yair Goldfinger investiert gemeinsam mit anderen Investoren 1,3 Millionen US-Dollar in Velvet. “Neben dem Investment wurde Velvet in die Microsoft und Hubspot Accelerator-Programme aufgenommen, im Rahmen derer sich das Fintech ein weiteres sechsstelliges Funding sichern konnte”, teilt das Unternehmen mit. Das FinTech, das 2018 von Julius Franck-Oberaspach und Jonathan Hirsch in Stuttgart gegründet wurde, setzt auf “KI-basierte Geldanlage für Privatpersonen”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Medifox Dan
+++ Das US-Unternehmen Resmed, das Medizinprodukte anbietet, übernimmt das Hildesheimer Unternehmen Medifox Dan. Der Kaufpreis beträgt 1 Milliarde US-Dollar (950 Millionen Euro). “Medifox Dan wird in ResMeds SaaS-Geschäftsbereich für den außerklinischen Bereich integriert und erweitert dessen Lösungsangebot in neue Bereiche des Gesundheitswesens, einschließlich ambulanter Therapiedienste”, teilt das Unternehmen mit. Medifox Dan, 1994 gegründet, bietet insbesondere Softwarelösungen für Pflege und Therapie an. 2018 übernahm der  britische Finanzinvestor Hg das Unternehmen, das in der jetzigen Form 2020 durch die Fusion von Medifox und Dan Produkte entstanden ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter:innen. 2021 erwirtschaftete Medifox Dan einen Umsatz in Höhe von 79 Millionen Euro.

Vation
+++ Das Berliner Fitness-Startup Beat81 übernimmt nach unseren Informationen die Kölner Jungfirma Vation. Das Startup, das 2020 von den evopark-Gründer Marik Hermann und Tobias Weiper sowie Marius Klages gegründet wurde, setzt auf “digitales Personal Training”. “Auf Basis Deines Feedbacks und des Fachwissen unserer Trainer, erstellt Dir Dein Coach wöchentlich ein personalisiertes Trainingsprogramm”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Beat81, 2017 von Tim Dettmann gegründet, unterstützt seine Nutzer:innen mit Gruppen-Workouts, motivierendem Coaching und Herzfrequenz-Monitoring darin, Trainingsziele schneller zu erreichen. EQT Ventures investierte zuletzt 6,4 Millionen Euro in das Unternehmen. Vation wurde in den vergangenen Jahren unter anderem von Discovery Ventures finanziell unterstützt. Mehr über Vation #EXKLUSIV

e-bot7
+++ Das amerikanische Unternehmen LivePerson, eine Cloud-basierte Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, in Echtzeit mit ihren Kunden über Chat, Voice oder Content aktiv in Kontakt zu treten, übernahm im vergangenen Jahr das Unternehmen e-bot7. Nun gibt es Informationen zum Kaufpreis: LivePerson zahlte 53,1 Millionen US-Dollar für e-bot7 – siehe Startuprad.io. Das Münchner Startup, das 2016 von Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer gegründet wurde, entwickelt und integriert künstliche Intelligenz und Deep Learning in bestehende CRM-Kundenservice-Systeme. RTP Global, 42CAP, main incubator und Co, investieren 2019 rund 5,5 Millionen Euro in e-bot7. Mehr über e-bot7

VENTURE CAPITAL

Project A Ventures
+++ Der Berliner Frühphasen-Geldgeber Project A Ventures schließt seinen vierten Fonds bei 375 Millionen US-Dollar (360 Millionen Euro). Es ist der bisher größte Fonds der Hauptstädter. Im dritten Fonds aus dem Jahre 2019 waren 180 Millionen Euro. “Die Limited Partners der neuen Fondsgeneration von Project A bestehen aus institutionellen Investoren in den USA und Europa, ausgewählten deutschen und europäischen Unternehmen und Family Offices sowie erfolgreichen Gründer:innen”, teilt der Investor mit. Project A verkündet zudem, verstärkt Private-Equity-Co-Investments zu stemmen und “bis zu 80 Millionen US-Dollar in Private-Equity-Deals zu investieren”. In den vergangenen Jahren investierte Project A Ventures, das 2012 an den Start ging, in Unternehmen wie Contorion, uberall, Spryker, Homeday, Kry, Voi und sennder. Mehr über Project A Ventures

3VC 
+++ Der Wiener Investor 3VC verkündet das First Closing seines zweiten Fonds (150 Millionen Euro). “The new fund reflects the matured need and ability to deploy capital by European Series A companies, as well as the determination of 3VC to support portfolio companies long-term”, teilt der Geldgeber mit. 3VC investierte in den vergangenen Jahren in Unternehmen wie Assaia, Kaia Health, Lokalise, PicsArt, Storyblok und Tatum. Im ersten Fonds von 3VC waren 2018 rund 50 Millionen US-Dollar. Mehr über 3VC

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#StartupTicker – +++ Jokr – Choco – Wunderflats – PriceHubble – GraphCMS – Stocard – has.to.be – Jubiwee – e-bot7


Im #StartupTicker geben wir einmal in der Woche einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Casana
+++ Das Münchner Startup Casana unterstützt Unternehmen bei digitalen Produktentwicklungen. Dabei vereint die Jungfirma, die von Picus Capital unterstützt wird, “die Vorteile der Personaldienstleister-Branche mit denen klassischer IT-Service-Agenturen”.

re:cap
Berliner Startup re:cap, das von Paul Becker und Jonas Tebbe, die zuvor den Vermögensverwalter Liqid aufgebaut haben, positioniert sich ähnlich wie das Vorbild Pipe als “digitale Marktplatzlösung zur Finanzierung von Unternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen (Recurring Revenues)”.

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir zudem folgende Startups vorgestellt: pipeline, Workstation 24-7, CORAmaps, mevolute, WeProfit, Quartier, BlindMate und Vintage Kontor. Mehr im Startup-Radar

INVESTMENTS

Jokr
+++ GGV Capital, Balderton Capital, Activant Capital, Greycroft, Kaszek, Monashees und FJ Labs sowie die Altinvestoren Tiger Global und HV Capital investieren 170 Millionen US-Dollar in Jokr. Hinter dem Quick Commerce-Dienst, der Lebensmittel in 15 Minuten liefert, steckt insbesondere Foodpanda-Gründer Ralf Wenzel, zuletzt Managing Partner bei SoftBank. Zum Gründungsteam gehören zudem Benjamin Bauer, Sven Grajetzki, Konstantin Sorger und Aspa Lekka. Mehr über Jokr

Choco 
+++ Jetzt offiziell: Left Lane Capital, Insight Partners sowie die Altgesellschafter Coatue und Bessemer Venture Partners investieren – wie erwartet – 100 Millionen Dollar in Choco. Insgesamt flossen nun sch0n 171,5 Millionen Dollar in das Unternehmen. Die Bewertung liegt bei 600 Millionen Dollar. Das Berliner Startup, das 2018 von Julian Hammer und Rogério da Silva Yokomizo und Daniel Khachab gegründet wurde, bietet Gastronomen eine App an, mit der diese Waren bei Großhändlern bestellen können. Mehr über Choco

Wunderflats
+++ Verdane und die Altinvestoren PropTech1, Creathor, IBB Ventures und Axel Springer Digital Ventures investieren 22 Millionen US-Dollar in Wunderflats. Das Berliner Startup, das 2015 von Jan Hase und Arkadi Jampolski gegründet wurde, bietet möblierte Wohnungen zu Miete an. Zielgruppe sind insbesondere Unternehmen, die für einige Wochen oder Monate Wohnungen für ihre Mitarbeiter suchen. Mehr über Wunderflats

PriceHubble
+++ Digital+ Partners, Latitude Ventures, TX Ventures und Business Angels wie Martin Enderle sowie Altinvestoren wie Swiss Life und btov/Helvetia Venture Fund investieren 34 Millionen US-Dollar in PriceHubble. Das Startup, das 2016 von Markus Stadler und Stefan Heitmann in Zürich gegründet wurde, ermöglicht “Akteuren im Immobiliensektor fundierte Immobilien- und Investitionsentscheidungen auf Basis datengetriebener Erkenntnisse”. Mehr im Deal-Monitor

GraphCMS
+++ Jetzt offiziell: OpenOcean und Altinvestoren wie Peak und Paua Ventures sowie Angel-Investoren wie Mirko Novakovic (Instana), Robin Vasan und Evan Weaver investieren 10 Millionen US-Dollar in das junge Gießener Unternehmen GraphCMS. Der Berliner Kapitalgeber Paua Ventures und einige Business Angels investierten 2018 bereits 1 Million US-Dollar in das Startup. 2020 flossen dann weitere Millionen in das Unternehmen – unter anderem von Peak Capital.

MERGERS & ACQUISITIONS

Stocard
+++ Der schwedische Payment-Riese Klarna übernimmt Stocard – siehe FinanceFWD. “Die Exitsumme ist nicht bekannt, dürfte aber im dreistelligen Millionen-Bereich liegen”, heißt es im Bericht. Dies deckt sich mit Infos, die uns zugespielt wurden. Bereits 2011 gründeten David Handlos, Björn Goß und Florian Barth das Startup Stocard. Mit der Stocard-App (60 Millionen Nutzer:innen) können Nutzer alle vorhandenen Kundenkarten und Coupons aufs Handy ziehen und ersetzen. Mehr über Stocard

has.to.be
+++ Der amerikanische Ladeinfrastrukturanbieter ChargePoint übernimmt has.to.be, eine Jungfirma, die auf Software zum Thema E-Mobilitäts-setzt.  “Aus der Vereinbarung geht hervor, dass ChargePoint has·to·be für einen Gesamtkaufpreis von etwa 250 Millionen Euro, vorbehaltlich einer Anpassung übernimmt und der Kaufpreis sowohl in bar als auch Aktien gezahlt wird”, teilen die Unternehmen mit. Der Verkauf von has.to.be gilt als der größte Exit in der österreichischen Startup-Geschichte.

Jubiwee
+++ Coyo übernimmt die französische People-Analytics-Plattform Jubiwee. “Durch die Integration von Jubiwee beschleunigt COYO seine Internationalisierung außerhalb der DACH-Region und fügt der eigenen Plattform ein weiteres mächtiges Tool hinzu”, teilt das Unternehmen mit. Das Hamburger Unternehmen Coyo wurde 2010 von Jan Marius Marquardt gegründet – zunächst als IT-Beratungsagentur (Mindmash). Seit 2012 bietet Coyo eine Social-Intranet-Software an. Mehr über Coyo

e-bot7
+++ LivePerson, eine Cloud-basierte Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, in Echtzeit mit ihren Kunden über Chat, Voice oder Content aktiv in Kontakt zu treten, übernimmt e-bot7. Das Münchner Startup, das 2016 von Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer gegründet wurde, entwickelt und integriert künstliche Intelligenz und Deep Learning in bestehende CRM-Kundenservice-Systeme. RTP Global, 42CAP, main incubator und Co. investieren 2019 rund 5,5 Millionen Euro in e-bot7.

Cliplister / DemoUp 
+++ Die beiden Unternehmen DemoUp (gegründet 2014) und Cliplister (gegründet 2007, die beide Hersteller und Händler beim Erstellen, Verwalten und Ausspielen von Content-Formate unterstützen, schließen sich zusammen. “Unter dem Doppelnamen DemoUp Cliplister bündeln beide Unternehmen ihre internationalen Kundenportfolien sowie das technologische Setup zur europaweit führenden Plattform im Bereich Product Experience Management”, teilen die Unternehmen mit.

VENTURE CAPITAL

Speedinvest 
+++ Der Frühphasen-Geldgeber Speedinvest legt mit Speedinvest x Fund 2 einen weiteren Fonds für Marketplaces & Consumer-Themen in Höhe von 60 Millionen Euro auf. Geplant waren ursprünglich 50 Millionen. “Neben den beiden Anker-Investoren Styria Digital Marketplaces und Russmedia Equity Partners sind an dem Fonds über ein Dutzend Marketplaces-Unternehmer und -Führungskräfte beteiligt, unter anderem Jörg Gerbig, COO von JustEatTakeAway, und die Gründer von Ankorstore und Vinted”, teilt der Venture Capitalist mit.

PODCAST

Insider #107
+++ In der aktuellen Insider-Ausgabe mit Sven Schmidt geht es um Solarisbank, Revolut, incident.io, Kaia Health, SimplyDelivery, Aware, BetterTogether, climatiq, Ostrom, Zenstrom, Denario, Atlas Metrics und Mistho.

Interview #30
+++ In unserem Interview-Podcast ist diesmal André Christ, Gründer von LeanIX, zu Gast. Themen: Der Wandel vom gebootstrappten Unternehmen zur Venture-Capital-finanzierten Firma, Internationalisierung, Übernahmen als Wachstumshebel, Wachstumsmärkte, Milliardenbewertungen und der Standort Bonn.

Tipp: Alle unsere Artikel der vergangenen Tage findet ihr in unser täglichen News-Übersicht

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#DealMonitor – Jokr sammelt 170 Millionen ein – ChargePoint übernimmt has.to.be – LivePerson schluckt e-bot7


Im aktuellen #DealMonitor für den 21. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Jokr
+++ GGV Capital, Balderton Capital, Activant Capital, Greycroft, Kaszek, Monashees und FJ Labs sowie die Altinvestoren Tiger Global und HV Capital investieren 170 Millionen US-Dollar in Jokr. Hinter dem Quick Commerce-Dienst, der Lebensmittel in 15 Minuten liefert, steckt insbesondere Foodpanda-Gründer Ralf Wenzel, zuletzt Managing Partner bei SoftBank. Zum Gründungsteam gehören zudem Benjamin Bauer, Sven Grajetzki, Konstantin Sorger und Aspa Lekka. Jokr setzt anders als goPuff, Getir, Gorillas und Flink auf sogenannte Emerging Markets. Derzeit ist das Unternehmen etwa in Mexiko City, Sao Paulo, Warschau und Wien unterwegs. Mit diesem Konzept sammelte Gorillas aus Berlin zuletzt 244 Millionen ein und stieg nicht einmal ein Jahr nach dem Start zum Unicorn auf. In der Szene kursierte schon vor Wochen in Bezug auf Jokr eine Investmentsumme von rund rund 100 Millionen Dollar. “We are building an Amazon on steroids”, sagte Jokr-Gründer Wenzel der Nachrichten-Agentur Reuters vor einigen Wochen zum offiziellen Start des Unternehmens. Mehr über Jokr

MERGERS & ACQUISITIONS

has.to.be
+++ Der amerikanische Ladeinfrastrukturanbieter ChargePoint übernimmt has.to.be, eine Jungfirma, die auf Software zum Thema E-Mobilitäts-setzt.  “Aus der Vereinbarung geht hervor, dass ChargePoint has·to·be für einen Gesamtkaufpreis von etwa 250 Millionen Euro, vorbehaltlich einer Anpassung übernimmt und der Kaufpreis sowohl in bar als auch Aktien gezahlt wird. Die offizielle Übernahme wird voraussichtlich bis zum Ende des Kalenderjahres 2021, vorbehaltlich aller behördlichen Genehmigungen und anderer üblicher Abschlussbedingungen stattfinden”, teilen die Unternehmen mit. has.to.be, 2013 von Martin Klässner und Alexander Kirchgasser gegründet, beschäftigt derzeit rund 125 Mitarbeiter:innen in Radstadt im Land Salzburg und Niederlassungen in München und Wien. Seit 2019 ist Volkswagen an has.to.be beteiligt – mit 25 %. Der Verkauf von has.to.be gilt als der größte Exit in der österreichischen Startup-Geschichte.
Jubiwee
+++ Coyo übernimmt die französische People-Analytics-Plattform Jubiwee. “Durch die Integration von Jubiwee beschleunigt COYO seine Internationalisierung außerhalb der DACH-Region und fügt der eigenen Plattform ein weiteres mächtiges Tool hinzu”, teilt das Unternehmen mit. Das Hamburger Unternehmen Coyo wurde 2010 von Jan Marius Marquardt gegründet – zunächst als IT-Beratungsagentur (Mindmash). Seit 2012 bietet Coyo eine Social-Intranet-Software an. Bis zum vergangenen Jahr setzte Gründer Marquardt komplett auf Bootstrapping. Dann investierte die amerikanische Investmentfirma Marlin Equity Partners eine zweistellige Millionensumme in das Unternehmen. Mehr über Coyo

e-bot7
+++ Das amerikanische Unternehmen LivePerson, eine Cloud-basierte Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, in Echtzeit mit ihren Kunden über Chat, Voice oder Content aktiv in Kontakt zu treten, übernimmt e-bot7. Das Münchner Startup, das 2016 von Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer gegründet wurde, entwickelt und integriert künstliche Intelligenz und Deep Learning in bestehende CRM-Kundenservice-Systeme. RTP Global, 42CAP, main incubator und Co, investieren 2019 rund 5,5 Millionen Euro in e-bot7. Zuletzt war eine neue Investmentrunde geplant. “Die Übernahme bietet für beide Unternehmen die Möglichkeit, ihr Engagement in den Schlüsselmärkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Benelux-Ländern zu erhöhen”, teilen die Unternehmen mit. e-bot7 bleibt auch nach der Übernahme als Marke erhalten. Die e-bot7.Gründer “werden das Unternehmen weiterhin führen, in enger Zusammenarbeit mit Jerry Haywood, SVP EMEA bei LivePerson”.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – “Die Auftragsbücher sind so voll wie nie”


Das Münchner Startup e-bot7, das 2016 von Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer gegründet wurde, entwickelt und integriert künstliche Intelligenz und Deep Learning in bestehende CRM-Kundenservice-Systeme. “Wir helfen Unternehmen dabei, den Kundenservice schnell, einfach und zu jeder Zeit also 24/7 über ein Chat-Interface zu gestalten”, sagt Gründer Lehmann. RTP Global, 42CAP, main incubator und Co, investieren 2019 rund 5,5 Millionen Euro in e-bot7. Eine neue Investmentrunde steht schon in den Startlöchern.

Inzwischen wirkten mehr als 100 Mitarbeiter:innen für e-bot7. Zu den Kunden der Jungfirma zählen “über 70 der größten europäischen Unternehmen wie Siemens, Audi, Telefónica, ADAC, Miele, Otis und Hansgrohe”. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht e-bot7-Macher Lehmann außerdem über Warteschleifen, Servicemitarbeiter und Auftragsbücher.

Wie würdest Du Deiner Großmutter e-bot7 erklären?
Ich denke, jeder kennt die Frustration minutenlang in Warteschleifen zu hängen, falsch weitergeleitet zu werden oder tagelange auf eine Email zu warten. Mit unserer Lösung wird das nicht mehr passieren. Wir helfen Unternehmen dabei, den Kundenservice schnell, einfach und zu jeder Zeit also 24/7 über ein Chat-Interface zu gestalten. Die Technologie nennt sich Chatbot – also die Kombination aus Chat – Unterhaltung – sowie Bot – Kurzform für Roboter. Mit der Conversational AI-Plattform von e-bot7 sind Unternehmen in der Lage, über Kanäle wie Website, Whatsapp und Facebook zur richtigen Zeit ein exzellentes Serviceerlebnis zu bieten. Conversational AI beinhaltet dabei bereits künstliche Intelligenz und bedeutet, dass der Chatbot in natürlicher also menschlicher Sprache mit dem Kunden kommunizieren kann. Das bedeutet, dass der KI-basierte Chatbot auch Semantik, Rechtschreibfehler oder auch die Stimmung des Kunden erkennt. Im besten Fall kann die künstliche Intelligenz direkt den Kunden weiterhelfen oder eben an einen Servicemitarbeiter weiterleiten und diesem Antwortvorschläge vorgeben. Bei der nächsten Konversation, die dasselbe Thema beinhaltet, kann der intelligente Chatbot dann bereits selbst antworten, denn er hat aus der vorherigen Unterhaltung gelernt.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Wir wollten von Anfang an ein funktionierendes und attraktives Produkt bauen. Deshalb haben wir zunächst eine Beratungsfirma namens Chatbot Consulting aufgebaut mit der wir mit potenziellen Kunden in ganz Europa Workshops durchgeführt haben, um erst einmal zu evaluieren, was im Kundenservice besser gemacht werden muss. Für uns war also klar: bevor wir ein Produkt auf den Markt bringen müssen wir erst einmal zuhören, was genau die Unternehmen brauchen, um einen herausragenden Kundenservice anzubieten.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Unsere Technologie lässt sich zusammen mit der Plattform oder der Integration in ein vorhandenes CRM zu einer monatlichen Transaktionsleihgebühr – SaaS-Modell – nutzen. Unsere Lösung spart unseren Kunden dabei weit mehr als die Kosten unserer Dienstleistungen durch Automatisierung und Stärkung der Agenten. Auch die Kundenzufriedenheit steigt in der Regel signifikant.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wegen der großen Unsicherheit zum Start der Pandemie Anfang 2020 haben einige Unternehmen Aufträge verschoben oder Budgets für den Bereich Digitalisierung in die Zukunft geschoben. Nach einigen Monaten der Enthaltung, ist der Investitionsdrang jedoch wieder stark gestiegen. Seit circa Juni 2020 sind die Auftragsbücher so voll wie nie und unser Wachstum verzeichnete einen so starken Anstieg wie nie zuvor.

Wie ist überhaupt die Idee zu e-bot7 entstanden?
Als wir Gründer während des Studiums in 2016 bei einem Telefonanbieter über 40 Minuten in einer Warteschleife hingen, entstand unsere Idee, den Kundenservice mit der heutigen Technologie zu revolutionieren. Der Kundenservice heutzutage ist geprägt von hohen Kosten und manuellen Prozessen. Gleichzeitig steigt die Kundennachfrage nach schnellerem Service auf digitalen Kanälen stetig an. Die Verteilung des Anfragevolumens ist dabei nicht ausgeglichen, sodass die Supportkapazität entweder nicht permanent genutzt wird oder die Bearbeitungszeit für Kunden in Spitzenzeiten zu hoch ist. Dabei steigt die Kundennachfrage nach schnellem Service auf immer mehr Kanälen stetig an. Für Unternehmen ist es äußerst kostspielig, diesen Bedarf zu decken. Hinzu kommt, dass die Verteilung der Anfragen sehr volatil ist, sodass die Supportkapazitäten entweder nicht dauerhaft ausgelastet sind oder die Bearbeitungszeiten für die Kunden in Spitzenzeiten unbefriedigend sind.

Wie hat sich e-bot7 seit der Gründung entwickelt?
Von Anfang an ging es bei uns steil bergauf. Wir haben mittlerweile drei Finanzierungsrunden abgeschlossen und über 9 Millionen US-Dollar  Kapital einsammeln können. Auch der Umsatz hat sich jedes Jahr verdoppelt oder verdreifacht. Einer unserer Meilensteine in 2019 und 2020 war unsere Expansion nach UK und Frankreich. Im Dezember 2020 folgte unser Markteintritt in die BeNeLux-Staaten mit der Eröffnung unseres Office in Amsterdam und zusätzlich dem Eintritt in die nordischen Märkte. Eine weitere Internationalisierung ist für die USA in 2021 geplant. Wir wollen der Marktführer für Conversational AI und Künstliche Intelligenz im Kundenservice werden. Deshalb werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Darüber hinaus haben wir in unserer Konsole mehr als 70 Sprachen implementiert. In Zukunft werden sich Unternehmen verstärkt auf den Ausbau des Kundenservices konzentrieren müssen, um in direkten Kontakt mit dem Kunden zu treten. Dieser Trend wird durch neue KI-Technologien wie die e-bot7 Lösung unterstützt.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist e-bot7 inzwischen?
Mittlerweile besteht unser Team aus mehr als 100 internationalen Kollegen in aktuell neun verschiedenen Zeitzonen. Auch bei unseren Kunden hat sich viel getan: Zu denen zählen über 70 der größten europäischen Unternehmen wie Siemens, Audi, Telefónica, ADAC, Miele, Otis und Hansgrohe und viele mehr. Im Produktbereich zählt die Entwicklung weiterer Sprachen im Zuge der Internationalisierung zu unseren wichtigsten Ereignissen. So konnten wir kürzlich unsere Conversational AI-Plattform mithilfe von Neural-Machine-Translation auf über 70 Sprachen erweitern. Natürlich arbeiten und veröffentlichen wir auch ständige Verbesserungen unseres Produktes, verschiedenen Integrationsmöglichkeiten und Sprachkomponenten. Zu unseren Umsätzen können wir sagen, dass diese seit Gründung jährlich verdoppelt oder verdreifacht wurden.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
So richtig daneben gegriffen haben wir auch dank unseres Beratungskonzeptes tatsächlich noch nicht. Aber natürlich kam es beispielsweise schon vor, dass wir uns noch am Tag selbst in eine Konferenz als Speaker eingebucht haben und quasi komplett unvorbereitet pitchen mussten – als das einmal der Fall war, haben wir aber tatsächlich einen unserer bisher größten Deals an dem Tag gemacht, so schlecht kam es also nicht an!

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Ich denke man macht nie alles richtig. Jedoch können wir sehr stolz auf die letzten Jahre sein. Wir sind sehr gut im Markt aufgestellt und haben unserer Meinung nach die besten Kollegen und Kolleginnen für e-bot7 an Bord holen können, um weiter zu wachsen und bald globaler Marktführer in der Technologie zu werden.

Wo steht e-bot7  in einem Jahr?
Mit dem Abschluss der neuen Finanzierungsrunde stehen uns natürlich Ressourcen zur Verfügung, um unsere weiteren Expansionspläne umzusetzen. So werden wir innerhalb der nächsten zwölf Monate unseren Zweig in den USA weiter ausbauen und dort richtig durchstarten. Vorher wollen wir aber natürlich in ganz Europa vertreten sein, daher proben wir gerade den Markteintritt in Italien und Spanien. Generell haben wir ambitionierte Ziele. Mit der Series B sind wir dabei definitiv auf einem guten Weg.

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