#Interview – “Die Zeit der Konvergenz von Tech-Enabled Healthcare ist gekommen”


Vor rund einem Jahr ging Heal Capital, ein Kapitalgeber für die Themen Digital Health bzw. HealthTech an den Start. Zu den Geldgebers von Heal Capital gehören mehrere private Krankenversicherer. Aufgelegt wurde der Fonds (100 Millionen) unter dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Zudem sind Heartbeat Labs und Flying Health als beteiligt. In den vergangenen Monaten investierte das Heal Capital-Team rund um Christian Weiß und Eckhardt Weber in CereGate, Infermedica und Siilo.

“Wir sind mit Heal Capital mit der Vision angetreten, den führenden europäischen VC-Fonds für die Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Technologie zu etablieren – die dynamische Entwicklung des Marktes gibt uns recht”, sagt Heal Capital-Macher Weiß. Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen Weiß und sein Mitstreiter Weber außerdem über Veränderungen, das deutsche Gesundheitssystem und Vernetzung.

Heal Capital ging vor rund einem Jahr an den Start. Was hat sich seitdem bei euch getan?
Weiß: Wir sind mit Heal Capital mit der Vision angetreten, den führenden europäischen VC-Fonds für die Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Technologie zu etablieren – die dynamische Entwicklung des Marktes gibt uns recht. Es hat sich viel getan: Unser Fonds ist erfolgreich geraised, das Team komplettiert, und von den ersten über 1.500 gesichteten Startups haben wir die ersten drei Investments in Siilo, Infermedica und CereGate getätigt. Unser Portfolio deckt verschiedene Bereiche im HealthTech-Markt ab. Generell erhalten wir viel Bestätigung aus dem Markt und sehen, dass viel Bewegung in die Branche kommt.

Im E-Health-Segment gab es zuletzt endlich auch viele große Investmentrunden. Ist die Zeit für große E-Health-Ideen endlich reif?
Weber: Das aktuelle Marktumfeld, die letzten Finanzierungsrunden, die regulatorischen Veränderungen und zu guter Letzt auch unsere Existenz zeigen deutlich: Die Zeit der Konvergenz von Gesundheitswesen und Technologie, also von Tech-Enabled Healthcare ist gekommen. Covid-19 hat diese Entwicklung natürlich zudem beschleunigt und Lücken aufgezeigt, in denen digitale Ansätze deutlichen Mehrwert stiften und Erleichterung schaffen können. Bei Patienten aber auch in Kliniken, Praxen und bei Versicherern.

Was sollte jeder Gründer über Euch – als VC – wissen – wie etwa grenzt Ihr Euch von anderen Investoren ab?
Weber: Zunächst einmal sind wir auf der Suche nach den Unternehmen, die Healthcare und Technologie vereinen. Es gibt bereits klassische MedTech-Fonds und auch viele Tech-Investoren. Mit Heal Capital bringen wir die beiden Themen zusammen und investieren gezielt in Lösungen, die das Gesundheitswesen durch neueste Technologie besser und moderner gestalten. In puncto Fokus, Volumen – Seed bis Series B – und mit dem direkten Marktzugang zur Welt der Krankenversicherungen sind wir in der Aufstellung aktuell einzigartig in Europa. Im kürzlich erschienenen Investor-Report von Startup Insider sind wir der einzige von 130 Fonds, der sich ausschließlich dem Thema HealthTech widmet. Mit dieser Positionierung arbeiten wir tagtäglich hart an unseren Thesen, um die nachhaltigsten Sichtweisen auf Tech-Enabled Healthcare zu erarbeiten und die vielversprechendsten Unternehmen zu fördern.

Welche Unterstützung bietet Ihr neben Geld?
Weiß: Eines der Grundelemente von Heal Capital ist unser Plattform-Ansatz: Mit 20 privaten Krankenversicherungen als Limited Partner und unseren Expert-Partnern Markus Müschenich und Christian Lautner von Flying Health sowie Johannes Keienburg von Heartbeat Labs können wir mit einzigartiger Expertise und Zugang zum doch recht komplexen deutschen Gesundheitssystem zur Seite stehen. Das ist auch für Unternehmen interessant, die mit ihren Lösungen den Markteintritt nach Deutschland planen. Unsere Portfolio-Unternehmen bestätigen die Chancen unseres Ansatzes mit Sicherheit gerne.

Gibt es bestimmte Themen im E-Health-Segment, die euch besonders interessieren?
Weiß: Wichtig ist für uns: Wir betrachten die Digitalisierung der Patient Journey vom Anfang bis zum Ende. Das heißt: Sowohl daten- und software-getriebene Diagnose-Plattformen sind interessant für uns, als auch digital-gestützte Therapien oder sogenannte Enabler-Technologien, wie zum Beispiel Telemedizin sind für uns absolut im Fokus. Wichtig ist für uns auch, dass gerade bei der Debatte um Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) B2B-Lösungen nicht zu kurz kommen. Am Ende geht es darum, ein digitalgestütztes Gesundheitswesen zu fördern, in dem die einzelnen Patienten auch von einer modernen Vor-Ort-Versorgung in Praxen oder Kliniken profitieren.

Mal was generelles: Wie spricht man als Gründer am besten einen Investor an?
Weber: Am besten direkt und persönlich oder über das viel besagte “warme Intro”. Die Vernetzung ist heutzutage so einfach, dass eigentlich jeder einen direkt Draht zu einem Investor finden kann, ohne die info@-E-Mail-Adresse bemühen zu müssen. Unser Team freut sich immer über direkte Nachrichten bei LinkedIn und wir haben auf unserer Seite ein Formular, über das man sein Startup pitchen kann.

Und was sollten Gründer vor Investoren niemals sagen oder machen?
Die Investoren-Sichtweise zu über- oder unterschätzen! Mein Rat an alle GründerInnen ist: Nutzt die Expertise und Marktsicht von branchenspezifischen Investoren und Business Angels, das kann enorm hilfreich sein. Gleichzeitig kennt ihr als GründerIn eure Kunden, Produkte und den Markt mit Abstand am besten!

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Picus investiert in Avi Medical – Atlantic setzt auf Audry – Benner Holding investiert in Gindumac


Im aktuellen #DealMonitor für den 5. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Avi Medical
+++ Picus Capital und die UiPath-Gründer investieren in Avi Medical. Hinter dem jungen Startup stecken Vlad Lata (Mitgründer von Konux), Christoph Baumeister. (Mitgründer von nello) und Julian Kley, zuletzt BCG. “We are on a mission to elevate the patient experience and provide the best possible primary care by combining technology with a human touch”, heißt es auf der Website. Konkret möchte die Jungfirma “die ambulante Patientenbetreuung in das 21. Jahrhundert zu bringen”. Dazu entwickelt das Unternehmen  “nutzerorientierte, digitale Anwendungen, die den Austausch zwischen Patienten und Praxen erleichtern, transparenter machen und administrative Arbeiten automatisieren”. Zudem gründet Avi Medical ” allgemeinärztliche Praxen um eine ganzheitliche Betreuung abzubilden”. Hintergründe gibt es nur im ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Audry

  • Atlantic Labs investiert in Audry. Das Berliner Startup, das von Niklas Hildebrand und Eugenio Warglien geführt wird, möchte Podcastern zu mehr Reichweite verhelfen. Hinzu kommt eine AdTech-Komponente: “At Audry we enable brands to scale podcast advertising through programmatic buying”. Das Audry-Team baute vorher Boutiq, einen Influencer-Dienst auf. Hintergründe gibt es nur im ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Gindumac

  • Die Schuhe24-Macher, also die Benner Holding, investiert in Gindumac. Der Marktplatz rund mm Gebrauchtmaschinen der Metallbearbeitung und Kunststoffverarbeitung ging 2016 an den Start. Zuletzt investierte der Münchner Anlagenhersteller Krauss Maffei in das Unternehmen aus Kaiserslautern. Die Benner Holding betreibt neben Schuhe24 auch Outfits24 und WeWantShoes. Hintergründe gibt es nur im ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

heartbeat medical
+++ btov Partners, Holtzbrinck Ventures und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren 5 Millionen Euro in heartbeat medical. Das E-Health-Startup, das eine Software anbietet, mit der der Erfolg medizinischer Behandlungen vor, während und nach der Behandlung gemessen werden kann, wurde 2014 von Yannik Schreckenberger, Sebastian Tilch, Marc Tiedemann und Yunus Uyargil gegründet. Holtzbrinck Ventures investierte 2017 bereits 3 Millionen Euro in das Startup.

trackle 
Die SchneiderGolling & Cie. Beteiligungsgesellschaft und die Pro Invest TechTalys Beteiligungsgesellschaft sowie die Altinvestoren investieren einen hohen sechsstelligen Betrag in trackle. Das junge Unternehmen entwickelt und vertreibt ein Wearable Device, das Frauen im Zyklustracking unterstützt. Mehrere Investoren und die NRW.BANK investieren bereits einen sechsstelligen Betrag in das Bonner Startup.

Pydro
+++ gigahertz.ventures investiert gemeinsam mit den Altinvestoren Genius Venture Capital und Thomas Clemens eine siebenstellige Summe in Pydro. Das Startup aus Hamburg, das 2016 gegründet wurde, hilft Wasserversorgern, ihre Wasserverluste zu minimieren. “Das Ziel der Finanzierung ist die Weiterentwicklung des energieautarken und smarten Sensors für Wasserrohrleitungen hin zur Serienreife”, teilt das Unternehmen mit.

EXITS

Emarsys
+++ Der Walldorfer Software-Konzern SAP übernimmt den österreichischen Marketing-Technlogie-Anbieter Emarsys. Das 2000 gegründete österreichische Unternehmen, das keine Umsatz- oder Gewinnzahlen veröffentlicht, beschäftigte zuletzt 800 Mitarbeiter an 13 Standorten. Zu den Kunden des Unternehmen zählen Firmen wie Puma, Sky und Bugatti. Die Private-Equity-Gesellschaft Vector Capital investierte vor fünf Jahren 33 Millionen US-Dollar in Emarsys.

Bergfex
+++ Russmedia Equity Partners übernimmt 60 % der Anteile an Bergfex, einer Tourismusplattform im Alpenraum. Die drei Gründer Markus Kümmel, Oliver Jusinger und Andreas Koßmeier bleiben auch nach der Übernahme operativ und als Gesellschafter im Unternehmen tätig. Bergfex mit Sitz in Graz gong bereits 1999 an den Start. Zu Russmedia Equity Partners gehören Investments wie erento, PaulCamper und eversports.

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#DealMonitor – Bitpanda bekommt 52 Millionen – Zoovu kauft Semknox


Im aktuellen #DealMonitor für den 29. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Bitpanda
+++ Valar Ventures, also Peter Thiel, und Altinevstoren wie Speedinvest investieren 52 Millionen US-Dollar in Bitpanda. Über die Plattform des Wiener Startups können Nutzer insbesondere Bitcoins und Gold handeln. Das FinTech wurde 2014 von Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer gegründet und zählt nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Nutzer. “Most importantly, this funding round will help us to bring the Bitpanda platform and all our services to a new level. We are going to launch new, industry-leading products, including a completely new and innovative way of stock trading early next year”, teilt das Unternehmen mit.

Tiegoo
+++ Die GHV VERSICHERUNG investiert in Tiegoo. Das Startup, das von Andreas Becker gegründet wurde, setzt auf eine Tiergesundheitskarte. Die TiegooCard bündelt alle Gesundheits- und Versicherungsdaten – analog zur menschlichen Gesundheitskarte. Die Karte soll unter anderem “die Kommunikation zwischen Tierbesitzern, Tierärzten, und Versicherungen” vereinfachen. Auch im Notfall kann man über Tiegoo an den entsprechenden Tierarzt übermittelt werden.

EXITS

Semknox
+++ Das amerikanische Unternehmen Zoovu, das Conversational Search und digitale Kaufberatung anbietet, übernimmt das Dresdner Startup  Semknox. Das Unternehmen entwickelt seit mehreren Jahren eine “neuartige, semantische Produktsuche, die Anfragen in Umgangssprache versteht”. Semknox wurde von David Urbansky, Sebastian Sprenger und Simon Schabel gegründet. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), WestTech Ventures, LeROI Online Marketing, seto und Philipp Katz investierten 2015 in die Jungfirma.#

VENTURE CAPITAL

SwissHealth Ventures
+++ Der Schweizer Krankenversicherer CSS legt mit SwissHealth Ventures einen Fonds für “digitale Gesundheits-Startups” auf. Im Topf sind 50 Millionen Franken. Der Fonds wurde mit Überschüssen aus dem Zusatzversicherungsgeschäft des Versicherers aufgebaut. “Gezielt investiert werden soll in Startups, die das Gesundheitswesen durch neue und digitale Techno-
logien im Bereich der Prävention, Genesung, Betreuung und Spezialversorgung weiterbringen”, teilt das Unternehmen mit. Ein Investment wurde bereits getätigt: CSS unterstützt das ETH Spin-Off Pregnolia. Das Startup hat ein Messverfahren entwickelt zur besseren Abschätzung des Frühgeburtsrisikos. Um die Umsetzung des Investitionsaktivitäten kümmert sich Redstone Schweiz.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Vytal
+++ In der fünften Folge der achten Staffel investierte Social-Media-Löwe Georg Kofler 450.000 Euro in Vytal (12,5 %), ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen. Das Team – Sven Witthöft und Tim Breker – kam in die Vox-Show um 450.000 Euro für 10 % der Firmenanteile einzusammeln.

Yammbits
+++ In der fünften Folge der achten Staffel investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 100.000 Euro in Yammbits (20 %), sogenannte Fruitballs, kleine Kugeln aus getrockneten Biofrüchten. Die Yammbits-Macher wollten ursprünglich 100.000 Euro für 15 % der Firmenanteile einsammeln.

Solmove
+++ In der fünften Folge der achten Staffel investierten GreenTech-Löwe Nico Rosberg, Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 500.000 Euro in Solmove (25 %). Hinter Solmove steckt ein smarter Straßenbelag: ein flexibles Glasmodul mit Solarzellen, die Strom erzeugen, der sodann eingespeist werden kann. Solmove-Macher Donald Müller-Judex wollte ursprünglich 500.000 Euro für 10 % der Firmenanteile einsammeln. Der Deal platzte nach der Show.

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#DealMonitor – Fly und Point Nine investieren in TradeLink – seed + speed investiert in presize.ai


Im aktuellen #DealMonitor für den 21. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

TradeLink
+++ Die Berliner Geldgeber Fly Ventures und Point Nine Capital investieren in TradeLink. Das Münchner Startup, das Anfang 2020 von Frederic Krahforst, Tobias Nendel (Outfittery-Mitgründer) und Michael Bücker gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. Fly und Point Nine halten nun jeweils rund 12 % an TradeLink. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

zerolens
+++ Point Nine Capital investiert in Zerolens aus Wien, ein virtuelles Fotostudio. Über das Startup, das 2018 von Nik Redl, Mirko Vodegel und Lukas Fechtig gegründet wurde, ist es möglich ansehnliche Produktfotos ohne Fotograf zu erstellen. Konkret geht es dabei um Fotos in künstlich erzeugten dreidimensionalen Umgebungen. Zuvor investierte bereits Speedinvest in das junge Unternehmen. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

presize.ai
+++ Der Berliner Kapitalgeber seed + speed Ventures investiert gemeinsam mit Plug & Play, UnternehmerTUM und mehreren Angel-Investoren in presize.ai. Das Münchner Startup, das 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. Damit wollen sie unter anderem die hohe Retourenrate aufgrund von Bestellungen der falschen Größen durch Computer Vision und Deep Learning reduzieren. seed + speed hält nun rund 14 % an presize.ai. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

PeopleFlow
+++ Picus Capital investiert in PeopleFlow. Das junge Berliner Startup unterstützt Unternehmen beim HR-Management von Auslandsmitarbeitern. PeopleFlow managt dabei Dinge wie Gehaltsabrechnung, Sozialleistungen und Steuern. “Mit PeopleFlow sind Sie immer zu 100 % rechtskonform”, verspricht die Jungfirma, die von Carsten Lebtig, früher Uber Eats, TestCloud.de sowie McKinsey & Company, geführt wird. Picus hält rund 28 % an PeopleFlow. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Kianava
+++ Der österreichische Geldgeber Speedinvest investiert in Kianava. Das junge Berliner Health-Startup, das von Saman Hashemian (früher 8fit) gegründet wurde, entwickelt eine Telemedizin-Plattform über die Patienten aller Art über einen längeren Zeitraum – mehrere Monate – von Ärzten und Therapeuten betreut werden können. Speedinvest hält rund 29 % an Kianava. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

EXITS

Dr.Smile
+++ Anfang Juli übernahm der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller Straumann das Aligner-Startup Dr.Smile. Laut Presseaussendung aus dem Sommer übernahm das Unternehmen “eine bedeutende Mehrheitsbeteiligung an Dr.Smile” und verpflichtete sich zu zusätzlichen Investitionen, um das Wachstum bis zu einer vollständigen Übernahme zu finanzieren. Jetzt ist klar: Straumann sicherte sich im ersten Schritt 74,9 % an Dr.Smile. Und zwar gegen eine Barzahlung von 35 Millionen Schweizer Franken. Die Gruppe sicherte sich zudem “das Recht, die restlichen Anteile nach dem 31. August 2021 jederzeit zu erwerben”. Zu guter Letzt gibt es noch eine Earn-Out-Klausel: “Die Vereinbarung über die bedingte Kaufpreiszahlung basiert auf der Erreichung von Umsatzzielen und verpflichtet die Gruppe, bis zum 30. Juni 2023 in drei Tranchen einen geschätzten Betrag von 75 Millionen Franken zu zahlen. Abhängig von der künftigen Umsatzentwicklung kann der Betrag höher oder niedriger sein”. Dr.Smile wurde 2017 von Jens Urbaniak und Christopher von Wedemeyer gegründet. Das Berliner Zahnschienen-Unternehmen beschäftigte zuletzt rund 200 Mitarbeiter. Hintergründe gibt es im neuen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

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#DealMonitor – Dr. Oetker übernimmt deineTorte.de – Bitkraft Ventures verkündet Fonds (165 Millionen)


Im aktuellen #DealMonitor für den 28. August werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Aignostics
+++ Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die IBB Beteiligungsgesellschaft und Future Capital investieren 5 Millionen Euro in Aignostics, eine Ausgründung der Berliner Charite. Das Startup entwickelt eine KI-basierte Lösung für die Pathologie. Das Aignostics-Team “wird die Finanzierung verwenden, um das Portfolio in der Pharma-Forschung auszubauen sowie längerfristige Projekte zu finanzieren, die auf die Entwicklung von Companion/Complementary Diagnostics (CDx) für die Routine-Diagnostik abzielen”. Die Entwicklung von Aignostics begann 2018, als Forscher der Charite und der TU Berlin in das Digital Health Accelerator (DHA) Programm des BIH aufgenommen wurden.

DoctorBox
+++ Die Wort & Bild Verlagsgruppe, das Medienhaus hinter der “Apotheken Umschau”, beteiligt sich über Isartal Ventures an der Gesundheitsplattform DoctorBox. Das 2016 von Oliver Miltner und Stefan C. Heilmann gegründete Unternehmen entwickelt eine elektronische Gesundheitsakte, auf der die Krankengeschichte des Patienten kassenunabhängig gespeichert wird.  Noventi Health investierte bereits 2019 einen einstelligen Millionenbetrag in Doctorbox.

i2invest
+++ Christopher Bödtker (Akina) und ein Family Office investieren 1,3 Millionen Schweizer Franken in das Fintech i2invest. Das Unternehmen aus Zug, das 2015 gegründet wurde, bietet Softwarelösungen an, die Investitionsdaten auf Lending-Plattformen sammeln und auswerten. “With a deep understanding for trends within the domain of Marketplace Lending, we have created a software solution that is unique to the industry and already convinces a satisfied customer base consisting of trustees, banks and asset managers who want a hassle free solution to manage their investments in marketplace lending”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Skribble
+++ Angel-Investoren wie Cyrill Osterwalder, Thomas Gabathuler und Daniel Gutenberg investieren in Skribble aus Zürich. Das 2018 gegründete Unternehmen bietet eine Software an, um Verträge rechtsgültig digital abzuzeichnen.  btov Partners, Nicole Herzog (umantis), Myke Näf (Doodle) und Gian Reto à Porta (Contovista) investierten zuvor bereits einen siebenstelligen Euro-Betrag in das Schweizer Startup.

EXITS

deineTorte.de
+++ Der Lebensmittelriese Dr. Oetker übernimmt deineTorte.de, eine Plattform für individuelle Torten, vollständig. Über die Kaufpreissumme wurde Stillschweigen vereinbart. Anfang 2018 stieg Dr. Oetker beim Kölner Unternehmen ein und hielt seitdem 49 % der Firmenanteile. Das Unternehmen ist zwar noch immer kein profitables Unternehmen, die Fehlbeträge sind aber weiter überschaubar. Mehr als 80 Mitarbeiter und ein vermuteter Umsatz im Millionenbereich sind aber auf jeden Fall eine gute Grundlage für weiteres Wachstum. Die Gründer Alexander Weinzetl und Henrik Svensson werden das Unternehmens auch nach dem vollständigen Verkauf an Dr. Oetker weiter leiten.

VENTURE CAPITAL

Bitkraft Ventures
+++ Der junge Berliner Kapitalgeber Bitkraft Ventures, der insbesondere in E-Sports-Unternehmen und Digital Entertainment-Firmen investiert, verkündet einen neuen Fonds in Höhe von 165 Millionen US.Dollar. Im Februar dieses Jahres war noch von 140 Millionen die Rede. Ursprüngliche Zielgröße waren so gar nur 125 Millionen. “The backers, or limited partners in the Bitkraft fund, included Carolwood, the family office of Bruce Karsh; Declaration Partners, the investment firm backed by the family office of David Rubenstein; JS Capital, the investment firm of Jonathan Soros; as well as corporate investors such as Adidas, WPP, Advance, and Logitech” – berichtet VentureBeat. Hinter Bitkraft Ventures steckt unter anderem E-Sports-Veteran Jens Hilgers.

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#Interview – Ein Startup, das mit KI gegen Fatigue kämpft


Das junge Unternehmen Fimo Health entwickelt eine KI-Lösung für Fatigue-Patienten. “Menschen, die unter chronischen Krankheiten wie Krebs oder Multipler Sklerose leiden, haben häufig mit einer massiven Form der Erschöpfung zu kämpfen, welche auch Fatigue genannt wird. Mehr als eine Millionen Menschen sind davon in Deutschland betroffen”, erklärt Alexander Krawinkel, der das Kölner Startup gemeinsam mit Dominik Stiegeler und Benedict Höger gegründet hat.

Das Fimo Health-Team möchte Fatigue-Betroffenen nun eine “individuelle Unterstützung” bieten. “Unsere App erfasst jeden Patienten individuell und hilft ihm auf Basis Künstlicher Intelligenz, die Einflussfaktoren besser zu verstehen und sie mit unseren Tipps und Ratschlägen proaktiv anzugehen. Zusätzlich sollen die Daten auch Ärzten zur Verfügung stehen. Das bietet ihnen und ihren Patienten die Möglichkeit, gemeinsam bessere Therapie- und Medikamentenpläne auszuarbeiten”, sagt Gründer Krawinkel.

Die Rheinländer konnten mit ihrem Konzept schon beim Ignition Accelerator vom digihub in Düsseldorf, dem Rockstart Accelerator in Nijmegen und im Samsung for Impact-Accelerator landen. “Mit diesem Geld konnten wir unser Kernteam bisher finanzieren und bereiten nun eine erste Investitionsrunde für weiteres Wachstum vor”, erzählt der Jungunternehmer. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Krawinkel außerdem über Lärm, datengetriebene Gesundheitsthemen und klinische Studien.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fimo Health erklären?
Menschen, die unter chronischen Krankheiten wie Krebs oder Multipler Sklerose leiden, haben häufig mit einer massiven Form der Erschöpfung zu kämpfen, welche auch Fatigue genannt wird. Sie können von kleinen Aktivitäten wie einer Dusche oder einem Spaziergang dermaßen erschöpft sein, dass sie über Stunden oder Tage nichts mehr machen können. Diese Fatigue wird von vielen Erkrankten als eines der schlimmsten Symptome überhaupt bezeichnet, und sie wird durch diverse Faktoren wie Aktivität, Schlaf, Stress, Temperatur, Licht oder Lärm beeinflusst.

Wie viele Menschen sind davon betroffen?
Mehr als eine Millionen Menschen sind davon in Deutschland betroffen. Für sie ist es meistens nicht möglich, genau einzuschätzen, welche der Faktoren die Fatigue in welcher Art und Weise beeinflussen. Aus diesem Grund messen wir all diese Einflussfaktoren mit Smartphone- und Smartwatch-Sensoren und werten die Daten aus. Innerhalb unserer App haben die Betroffenen dann die Möglichkeit, ihre Fatigue und die Einflussfaktoren besser nachvollziehen zu können und ihr aktiv entgegenzuwirken. Da dieses Krankheitsbild so individuell ist, erfassen auch unsere Analysen jeden Patienten individuell, wodurch unsere App zum persönlichen Helfer für Fatigue wird.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Fimo Health lösen?
Unser Ziel ist es allen Menschen, die unter Fatigue leiden, individuelle Unterstützung an die Seite zu geben. Da dieses Krankheitsbild so hochgradig individuell ist, gibt es leider keine allgemeingültigen Therapien oder Medikamente. Studien zeigen allerdings, dass die Betroffenen häufig einen großen Einfluss auf ihre Fatigue haben, wenn sie ihr Bewegungs-, Ernährungs- oder Schlafverhalten darauf einstellen. Aber auch durch die Reduzierung ungünstiger Außenfaktoren wie hohe Temperaturen, Lärm oder Licht kann die Fatigue gemildert werden.

Und wie kommt da jetzt Fimo Health zum Einsatz?
Unsere App erfasst jeden Patienten individuell und hilft ihm auf Basis Künstlicher Intelligenz, die Einflussfaktoren besser zu verstehen und sie mit unseren Tipps und Ratschlägen proaktiv anzugehen. Zusätzlich sollen die Daten auch Ärzten zur Verfügung stehen. Das bietet ihnen und ihren Patienten die Möglichkeit, gemeinsam bessere Therapie- und Medikamentenpläne auszuarbeiten, da die Ärzte mit unseren objektiven Informationen ihren Anamneseprozess deutlich verbessern können.

E-Health-Startups hatten es lange Zeit sehr schwer in Deutschland. Ist die Zeit für digitale Gesundheitsthemen jetzt endlich reif?
Definitiv. Neue Gesetzesvorstöße wie das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) und das gestiegene Interesse von Patienten und Ärzten an E-Health-Lösungen zeigen, dass die Zeit endlich reif ist. Wir gehen davon aus, dass die 2020er der Durchbruch für Digital- und E-Health-Lösungen sein werden. Insbesondere in unserem Umfeld von chronisch kranken Patienten sehen wir ein riesiges Interesse an digitalen Lösungen. Hier sind die Beteiligten deutlich aufgeschlossener für E-Health-Ansätze. Auch andere Player im Markt wie Versicherungen, Pharmaunternehmen oder der Gesetzgeber erkennen den gestiegenen Wert von digitalen und datengetriebenen Gesundheitsthemen. Aus unserer Sicht ist genau dieses Umdenken bei verschiedenen Akteuren relevant, um ein breites Handeln zu ermöglichen. Dies wird auch nötig sein, um die großen Herausforderungen wie KI-Analysen oder Datenschutz im Bereich von digitalen und datengetriebenen Gesundheitsthemen zu meistern.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Auch an uns ist die Krise natürlich nicht vorbeigegangen. Für uns war es schwierig, dass wir unsere klinischen Studien und Tests zunächst nicht weiterführen konnten. Das Feedback und die Daten der Patienten sind für uns sehr wichtig, da wir eine patientenzentrierte Lösung entwickeln. Durch Videotelefonate mit Patienten konnten wir einen Teil ersetzen, sind aber sehr froh, dass wir inzwischen wieder direkt mit den Patienten zusammenarbeiten können. Mittlerweile haben wir unsere erste größere klinische Pilotstudie mit 100 Patienten mit einer der größten MS-Kliniken in Deutschland abgeschlossen. Dieser Austausch ist für uns enorm wichtig und Basis unserer Entwicklungen.

Wie ist überhaupt die Idee zu Fimo Health entstanden?
Auf die Idee kamen wir bei einem Hackathon, wo es darum ging, Biosensor-Lösungen für Krebs- und MS-Patienten zu entwickeln. Da Fatigue bei beiden Krankheiten auftritt und eins der schwerwiegendsten Symptome darstellt, haben wir uns auf dieses Thema fokussiert. Diverse Gespräche mit Patienten, Ärzten, Vertretern von Pharmaunternehmen und Versicherungen haben uns gezeigt, dass sie eine solche Lösung als absolut sinnvoll erachten. Dann kamen drei wesentliche Motivationsfaktoren zusammen: Wir haben bei dem Hackathon mit unserer Lösung einen Preis gewonnen; wir kannten im Freundes- und Familienumfeld selbst Betroffene; es gab im Team erste Gründungserfahrung. Damit stand für uns schnell fest, dass wir unsere Idee weiterverfolgen. Zunächst haben wir das noch neben unseren Jobs getan, doch mit zunehmendem Fortschritt mussten wir Prioritäten setzen. Die Entscheidung fiel sehr schnell auf die Kündigung unserer alten Jobs und die Gründung von Fimo Health.

Hat sich das Konzept seit der Idee irgendwie verändert?
Am Anfang wollten wir eine eigene Hardware, also eine eigene Smartwatch für Fatigue Patienten, entwickeln, die alle relevanten Einflussfaktoren erhebt. Nach mehr oder weniger erfolglosen Versuchen mit 3D-Druckern, E-Mail-Verkehr mit chinesischen Hardware-Lieferanten und Investoren haben wir aber schnell gemerkt, dass dies aus verschiedenen Gründen kein sinnvolles Vorgehen ist. Daher fokussieren wir uns nun vollständig auf die Entwicklung der Software, die mit verschiedenen Third Party Devices funktioniert, und die Weiterentwicklung unserer Algorithmen zur Analyse der Daten.

Wer sind denn eure Konkurrenten?
Viele Patienten nutzen heute schon Fitnesstracker oder analoge Symptomtagebücher, hören mit deren Nutzung aber meistens schnell genervt auf, da sie daraus keine sinnvollen Schlüsse ziehen können. Daneben gibt es verschiedene Symptom-Apps, die aber nicht mit quantitativen Daten arbeiten und die bestehenden Daten nicht krankheitsbezogen auswerten. Wiederum andere Apps versuchen digitale Biomarker für verschiedene Krankheitsbilder oder Symptome zu entwickeln. Die Messmethoden eignen sich häufig allerdings nicht für den Alltag und sich auch nicht patientenzentriert entwickelt. Wir unterscheiden uns von den bestehenden Lösungen, da bei uns die Datenerhebung passiv und objektiv erfolgt, der Patient also keinen zusätzlichen Aufwand hat. Die automatisierte Datenauswertung liefert Ergebnisse, die individuell auf die Patienten zugeschnitten sind, sodass wir ihnen die Kontrolle über ihre Aktiv- und Ruhephasen zurückgeben. Die Lösung lässt sich so ganz natürlich in den Alltag integrieren. Das erhöht die Akzeptanz ganz entscheidend.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Unsere App soll für Patienten grundsätzlich kostenfrei sein. Daher befinden wir uns aktuell im Prozess für die Zertifizierung als Medizinprodukt. Mithilfe des neuen Digitale-Versorgung-Gesetzes kann die App dann von behandelnden Ärzten wie Neurologen oder Onkologen verschrieben und die monatlichen Kosten von den Krankenkassen erstattet werden. Ein zweiter Anwendungsbereich der Fimo MS App ist die Begleitung klinischer Studien, um die Wirksamkeit von Medikamenten auf verschiedene Symptome datenbasiert zu evaluieren. Das ist für Pharmaunternehmen und Kliniken relevant.

Wo steht Fimo Health in einem Jahr?
In einem Jahr ist unsere App längst als Medizinprodukt zertifiziert und im Katalog für digitale Gesundheitsanwendungen gelistet. Unser momentaner Fokus liegt insbesondere auf MS-bedingter Fatigue. 2021 wollen wir bereits einer niedrigen vierstelligen Zahl an MS-Patienten mit unserer Lösung geholfen haben. Hierfür arbeiten wir jetzt schon mit verschiedenen Kliniken und Ärzten zusammen.

Start-ups mit Impact powered by Samsung

In unserem Themenschwerpunkt “Start-ups mit Impact” berichten wir regelmäßig über die Zebras unter den Start-ups. Wir begleiten die Geschichten von Gründungsteams mit innovativen technischen Lösungen, die nachhaltige und wirtschaftliche Ziele gleichermaßen verfolgen. Die Rubrik wird gefördert von Samsung in Partnerschaft mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland und dem Impact Hub Berlin, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, an besseren Rahmenbedingungen für soziale Innovationen mitzuwirken. In der Artikelreihe beleuchten wir das Potenzial der Zebra-Szene. Weitere Infos bei: Samsung for Impact.

Foto (oben): Fimo Health

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#Interview – “Acceleratoren im Konzernumfeld sind Humbug”


In den vergangenen Jahren sind unzählige Inkubatoren, Acceleratoren sowie Corporate Venture-Geber oder -Builder an den Start gegangen und auch wieder verschwunden. “In Europa steckte das Thema Corporate Venture Building lange in den Kinderschuhen und ist jetzt in der Pubertät angekommen. Diese Phase ist nicht nur im Leben, sondern auch im Unternehmertum sehr bedeutend”, sagt Felix Staeritz, Gründer von FoundersLane, einem Corporate Venture Builder rund um die Trendthemen Klima und Gesundheit.

Sein Tipp an alle Konzerne, Unternehmen und Corporates, die im Startup-Segment mitmischen möchten:  “Entscheidend für den Erfolg von Corporate-Startups sind die Governance-Struktur, die richtigen Partner und ganz grundsätzlich die Ansiedlung des Themas auf Vorstandslevel”. Gerade in Deutschland sieht der ehemalige KochAbo-Macher noch viel Nachholbedarf: “Soweit ich weiß, haben europäische Corporate Labs und Acceleratoren Stand heute ein einziges namhaftes Unicorn hervorgebracht. Und das nur, wenn man wohlwollend N26 als Accelerator-Team zählt und außen vor lässt, dass es diese Gründer so oder so geschafft hätten”.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der FoundersLane-Macher außerdem über Asien, Kommerzialisierung und Umweltkatastrophen.

Was genau ist die Idee hinter FoundersLane?
Wir vereinen in den komplexen und stark regulierten Bereichen Klima und Gesundheit das Mindset und die Agilität von Entrepreneuren mit den Assets der Konzerne. Der Klimaschutz und das Gesundheitswesen sind die beiden großen gesellschaftlichen Herausforderungen – verbunden mit entsprechenden unternehmerischen Opportunitäten. Die Pole schmelzen, die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu vernünftiger Gesundheitsversorgung, von COVID-19 ganz zu schweigen. Die Uhr tickt unaufhörlich. Die datenbasierte Digitalisierung der Bereiche Klima und Gesundheit ist daher unausweichlich, um den globalen Wohlstand zu sichern. Aber die Probleme und Lösungen in den beiden Bereichen lassen sich nur systemisch lösen.

Inwiefern?
Es geht nicht um den nächsten Online-Shop. VC-finanzierte Startups und auch bisherige Konzernaktivitäten wie der ein oder andere Accelerator oder Labs stoßen dabei an ihre Grenzen. Echter Impact wird dadurch nur in Ausnahmefällen kreiert – und der ist dringend erforderlich. Damit dies in kurzer Zeit gelingt, müssen Konzerne ihre Assets einbringen – also Kapital, Expertise und Netzwerke – und Entrepreneure die neuen Ventures mit ihrem radikal lösungsorientierten Mindset führen. Genau an dieser Stelle kommt FoundersLane ins Spiel.

FoundersLane positioniert sich als “Corporate Venture Building für Climate and Health”. Corporates und Innovation – passt das überhaupt zusammen?
Eine berechtigte Frage, wenn man sich anschaut, wie Corporates das Thema Entrepreneurship und Innovation in den vergangenen Jahren angegangen sind. Soweit ich weiß, haben europäische Corporate Labs und Acceleratoren Stand heute ein einziges namhaftes Unicorn hervorgebracht. Und das nur, wenn man wohlwollend N26 als Accelerator-Team zählt und außen vor lässt, dass es diese Gründer so oder so geschafft hätten.

Warum ist denn so?
Acceleratoren im Konzernumfeld sind für echten Impact alleine deshalb schon Humbug, weil die Compliance-Messlatte viel zu hoch liegt, als dass Prototypen eines Accelerator-Teams für Konzernkunden in Frage kämen. Synergien durch das Hebeln nicht-monetärer Assets sind für unerfahrene Gründer daher meist ein leeres Versprechen. Durch das ein oder andere Lab wird wenig Bahnbrechendes weltweit skalieren. Wir brauchen aber eher heute als morgen Innovationen im großen Stil, um dem Klimawandel und COVID-19 entgegenzutreten. Glücklicherweise siedeln inzwischen immer mehr Konzerne das Thema Innovation und Entrepreneurship auf Vorstandsebene an und bringen ihre Assets voll und ganz in neue Digital-Unternehmen ein – selbst wenn sie damit in Kauf nehmen, ihr gegenwärtiges Kerngeschäft irgendwann ad absurdum zu führen.

In Deutschland gibt es kaum richtig große Corporate-Startups. Ist das anderswo genauso?
In Europa steckte das Thema Corporate Venture Building lange in den Kinderschuhen und ist jetzt, um beim Bild zu bleiben, in der Pubertät angekommen. Diese Phase ist nicht nur im Leben, sondern auch im Unternehmertum sehr bedeutend, weil man dort viel Grundlegendes gestalten kann. Entscheidend für den Erfolg von Corporate-Startups sind schlussendlich die Governance-Struktur, die richtigen Partner und ganz grundsätzlich die Ansiedlung des Themas auf Vorstandslevel. Und es gibt ja bereits entsprechende Erfolgsgeschichten aus dem Konzernumfeld. Blickt man nach Asien, ist dort beispielsweise der Versicherungskonzern Ping An zu einem digitalen Technologie-Unternehmen transformiert. Die neu gegründeten Tech-Ventures haben das einstige Kerngeschäft in Sachen Relevanz und Umsatz längst in den Schatten gestellt. Auch hierzulande können wir Wachstums-Champions wie das Solar-Software-Startup Solytic vorweisen, das wir gemeinsam mit Vattenfall aufgebaut haben und das binnen zwei Jahren in 42 Länder expandiert ist. Im komplexen Energiesektor, in dem etliche Stakeholder wie Stromnetzbetreiber oder dezentrale Energieproduzenten mitmischen, und auch im hoch regulierten Health-Bereich hätten ausschließlich VC-finanzierte Startups ohne Konzern-Assets nie und nimmer ein auch nur annähernd ein vergleichbares Wachstum verzeichnet.

Viele Innovationsprogramme von Unternehmen sprechen nicht offen über ihre Ausgründungen und Projekte. Was habt ihr denn so in der Vergangenheit angeschoben?
Solytic habe ich bereits genannt. Binnen zwei Jahren hat das Team um Hannes Burgard und Konrad Perényi mehr als 100.000 Solaranlagen in 42 Ländern weltweit angeschlossen. Es ist damit das am schnellsten wachsende Solar-Software-Startup weltweit. 2019 hat Solytic SolarWorld mit 3.000 Mitarbeitern akquiriert. Bis 2023 sollen eine Million Solaranlagen angeschlossen sein. Wir haben Hand in Hand mit der Vorstandsebene Vattenfalls das Geschäftsmodell entwickelt, dafür im Rahmen unserer Marktevaluation einige 100 Telefonate geführt, das Team aufgebaut, die Software-Entwicklung unterstützt, die Struktur des neuen Ventures und die Verzahnung mit dem Konzern aufgesetzt sowie den Markteintritt und die Skalierung von Solytic durch unser Know-How und Netzwerk vorangetrieben. Der Erfolg beruht auf dem richtigen Mix aus Mitsprache, Kontrolle, Incentivierung und unternehmerischem Mindset. Insgesamt haben wir bei FoundersLane im Laufe der Zeit mit über 30 Forbes-Unternehmen zusammengearbeitet.

Wie genau geht ihr bei der Gründung von Startups vor und was ist dabei zuerst da: Die Idee oder die Gründer oder das Unternehmen, das Startups bauen will?
So ganz eindeutig lässt sich dies nicht immer sagen. Ohne einen Konzernvorstand, der wirklich gewillt ist, neue digitale Geschäftsmodelle auf Top-Level anzusiedeln, geht es aber nicht. Grundsätzlich gibt es dann zwei Varianten: Einerseits arbeiten wir mit Konzernen, für die das Thema Corporate Venture Building noch Neuland ist. In dem Fall evaluieren, validieren und skalieren wir, wohlgemerkt immer gemeinsam mit der Führungsetage, strategisch relevante digitale Geschäftsmodelle in den Bereichen Klima und Gesundheit. Zweitens arbeiten wir auch mit bestehenden Teams und Geschäftsmodellen. Diese verfügen beispielsweise schon über eine Idee, einen MVP oder ein early-stage Geschäftsmodell, stoßen aber an ihre Grenzen oder suchen bei Entscheidungen mit entsprechender Tragweite noch einen erfahrenen Partner.

Wie geht es danach weiter?
Wir unterstützen dann etwa bei der Skalierung, Kommerzialisierung und Internationalisierung der bereits initiierten digitalen Geschäftsmodelle. Von besonderem Wert ist dabei zweifelsfrei unsere Erfahrung in der Praxis, das Verständnis für die Rahmenbedingungen beim Corporate und unser Netzwerk, gerade wenn die zentralen Positionen in den neuen Unternehmen mit erfolgreichen Entrepreneuren besetzt werden sollen. In beiden Varianten verfolgen wir im Hinterkopf immer das Ziel, systematisch zu identifizieren, in welchen Bereichen bestehende Assets – seien es Kunden, Partner, die eigene Marktpositionierung oder auch vorhandene Expertise – den raschen Durchbruch der neuen digitalen Geschäftsmodelle begünstigen und dadurch ein unfairer Marktvorteil gegenüber Wettbewerbern besteht. Corporate Venture Building erlaubt die Kontrolle der Assets in einer unternehmerischen Incentivierungsstruktur – die entsprechende Governance und den Support durch die Chefetage vorausgesetzt.

Euer Fokus ist unter anderem das Thema Klima. Zuletzt sind einige Klima- und Green-Startups entstanden. Ist der Markt überhaupt bereit für weitere Ideen?
Natürlich brauchen wir weitere Ideen – und zwar nicht nur Ideen, sondern auch Lösungen im großen Stil. Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, die Klimaerwärmung im globalen Mittel möglich auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wir sind weit entfernt davon, dieses Ziel auch nur annähernd zu erreichen. Sicherlich leisten VC-finanzierte Mobility-Startups wie Tier bereits einen großen Beitrag zu einer sauberen urbanen Mobilität. Sehr gespannt bin ich auch auf die weitere Entwicklung von Planetly rund um Anna Alex. Ich kann mir vorstellen, dass die Plattform schon recht bald weltweit Unternehmen dabei hilft, ihre Klimabilanz zu verbessern. Aber in komplexen Bereichen wie dem Energiesektor müssen weitere Unternehmen à la Solytic durch Konzerne initialisiert und unterstützt werden, um in kurzer Zeit Impact auf globaler Ebene zu erzielen. Vollkommen unabhängige Startups fehlen dafür schlicht die Assets. Sie würden zu lange brauchen, um die alteingesessenen Stakeholder der Energiewirtschaft an einen Tisch zu bekommen, ohne deren Unterstützung wiederum keine Wende ins regenerative Zeitalter möglich ist. Wir reden ja hier ja nicht davon, ob ein neues Paar Schuhe ankommt, sondern von einem radikalen Bruch bei Stromerzeugung, Verteilung und Speicherung mit entsprechenden Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur.

Im Health-Segment gab es zuletzt endlich einmal viele große Investmentrunden. Ist die Zeit für E-Health endlich reif?
Jein. Einerseits ist die Zeit für E-Health zweifelsfrei reif. Datenbasierte wie digitale Lösungen werden zu einem kompletten Umdenken führen, was die Gesundheitsversorgung angeht. Weg von Behandlung hin zu einem ganzheitlichen Ansatz. Da spielen dann Ernährung und Bewegung eine noch größere Rolle als ohnehin schon, ebenso Sensoren, die den Körper in Echtzeit tracken. Ich bin fest überzeugt, dass sich dadurch unser Verständnis des Gesundheitswesens in einigen Jahren um 180-Grad gedreht haben wird: Dahingehend, Krankheiten nicht nur zu behandeln, sondern präventiv häufig erst gar nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. Der dafür erforderliche vernetzte Digital-Doktor, den jeder rund um die Uhr in der eigenen Tasche und am eigenen Körper trägt, ist nur eine Frage der Zeit. „Jein“ antworte ich, weil ich nicht glaube, dass Investmentrunden in E-Health-Startups zu diesem Wandel führen werden. Entrepreneure agieren in einem hochregulierten Bereich – Beispiel Gesundheitswesen: Ob beim Umgang mit hochsensible Patientendaten oder bei der Kommerzialisierung von medizinischen Forschungsergebnissen: Im Fall von Fehlern geht nicht etwa das Paket retour, sondern im Worst-Case liefert man ein Menschenleben einer Krankheit aus. Innovation im pharmazeutischen Bereichen gelingt nicht im Alleingang. Wir suchen daher den Schulterschluss mit Konzernen, Entrepreneuren und politischen Entscheidern. Ping An hat mit Good Doctor schon vorgemacht, wie man durch eine digitale Gesundheitsplattform die Vor- und Versorge verbessert. Auch die schwedische Gesundheitsplattform Doktor24 ist in kurzer Zeit auf ein über 100-köpfiges Team angewachsen, darunter alleine 75 Entwickler. Einige hundert Tausend Patienten profitieren bereits von der digitalen Gesundheitslösung.

Du hast in der Vergangenheit unter anderem KochAbo gegründet. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen?
Wir haben KochAbo zu einer Zeit aufgebaut, als zig Modelle für den online-Handel mit Lebensmitteln parallel an den Start gingen. Wir selbst hatten in diesem Wettrennen vergleichsweise wenig Ressourcen, sind als einer der wenigen Unternehmen trotzdem schnell skaliert. Als KochAbo dann 2015 in Marley Spoon aufgegangen ist, waren wir natürlich sehr happy, ebenso über den folgenden erfolgreichen Börsengang von Marley Spoon mit über 150 Millionen US-Dollar in Sydney. Spätestens seitdem weiß ich, dass man auch große Träume durch digitale Geschäftsmodelle verwirklichen kann. Dies wird uns auch im Klima- und Gesundheits-Bereich gelingen, wenn wir die Dinge kollaborativ und umgehend angehen. Mit der Plattform FightBack wollen dafür den erforderlichen Druck machen, aber auch Dialog und Netzwerke initiieren. Wie dies den wichtigen globalen Akteuren, Entrepreneuren und Konzernen gelingt, beschreibe ich in meinem Buch “FightBack Now”, das im Oktober erscheint und von Experten der Harvard University oder des MIT unterstützt wurde. Was gäbe es Schöneres, als zu wissen, dass meine eigenen Kinder und viele Menschen in Wohlstand und ohne Umweltkatastrophen aufwachsen? Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir unsere Zukunft selbst gestalten können, auch wenn die Uhr tickt.

Tipp: Sebastian Borek (Founders Foundation) entzaubert das Szenethema Startups und Mittelstand

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#DealMonitor – quantilope bekommt 28 Millionen – Holtzbrinck Ventures investiert in Cyber-Tierarzt


Im aktuellen #DealMonitor für den 24. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

quantilope
+++ Digital+ Partners investiert gemeinsam mit Dawn Capital, Senovo und Surplus sowie der Silicon Valley Bank (Debt-Finanzierung) 28 Millionen US-Dollar in den Marktfoscher quantilope. Dawn Capital, Senovo und Surplus investierten zuletzt 8 Millionen US-Dollar in das Hamburger Startup. Das 2014 von  Lucas Bremer, Thomas Fandrich und Mark Heitmann gegründete Unternehmen bietet eine Software an, mit der Unternehmen Kundenumfragen erstellen, durchführen und analysieren können.

felmo
+++ Holtzbrinck Ventures investiert – wie erwartet mehrere Millionen Euro – in felmo. Das 2019 von Lars Giere und Philip Trockels gegründete Unternehmen positioniert sich als mobile Tierarztpraxis. Nutzer können über die Website den Hausbesuchen von einem Tierarzt buchen. Zuvor investierten bereits 468Capital, der neue Geldgeber von Alexander Kudlich und Florian Leibert, Mato Peric, sowie Makers-Macher Friedrich A. Neuman in das Berliner Startup.

EXITS

smoope
+++ Das börsennotierte IT-Unternehmen Serviceware, das sich um die Digitalisierung von Automatisierung von Service-Prozessen spezialisiert, übernimmt smoope. “Die Technologie um die Messaging- und Chatfunktionen von smoope sowie das Know-how des Unternehmens werden zukünftig in den Serviceware-Konzern integriert”, teilt das Unternehmen mit.  Smoope ging im Oktober 2013 an den Start. 2014 investierte der High-Tech Gründerfonds (HTGF) in das Stuttgarter Startup.

ReachHero
+++ Media and Games Invest (MGI) übernimmt die restlichen Anteile an ReachHero, einer Influencer-Plattform. Bereits Anfang 2019 übernahm MGI – damals noch unter dem Namen Blockescence aktiv –  die Mehrheit – 67,4 % – an ReachHero. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. ReachHero wurde 2014 von Christian Chyzyk, Philipp John und Aaron Troschke in Berlin gegründet.

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#DealMonitor – 65 Millionen für Pricefx – Userlane bekommt 10 Millionen – how.fm sammelt 2,8 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 13. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Pricefx
+++ Apax Digital und Altgesellschafter Digital+ Partners investieren 65 Millionen US-Dollar in das Münchner Münchner Startup Pricefx. Insgesamt flossen nun schon 130 Millionen Dollar in das Unternehmen.  Das 2011 von Marcin Cichon, Martin Wricke und Christian Tratz gegründete Unternehmen bietet im B2B- und B2C-Bereich Preismanagement- und CPQ-SaaS-Lösungen an.  “Pricing is one of the most important value creation levers for businesses, and we share Pricefx’s passion for making pricing software easier, faster and more accessible”, sagt Mark Beith, Partner of Apax Digital. “Companies are abandoning inefficient manual processes, disparate spreadsheets, and sub-optimal prices, and embracing Pricefx’s next-gen software, which dynamically manages, optimizes and updates prices across all channels.”

Userlane
+++ Five Elms Capital sowie die Altinvestoren Capnamic Ventures, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und main incubator, der Frühphaseninvestor der Commerzbank-Gruppe, investieren 10 Millionen Euro in Userlane. Das von Felix Eichler, Kajetan Uhlig und Hartmut Hahn gegründete Münchner Unternehmen stellt seinen Nutzern ein Navigationssystem für Software zur Verfügung, das erlaubt, jede Software ohne Einarbeitungszeit zu bedienen. Vor zwei Jahren investierten Capnamic, HTGF und Co. 4 Millionen in Userlane.

Beekeeper
+++ Energize Ventures aus Chicago investiert 10 Millionen US-Dollar in 10 Beekeeper. Thayer Ventures, Swisscanto Invest von der Zürcher Kantonalbank sowie die Altinvestoren Schweizerische Post, Swisscom, Hammer Team, Atomico, Alpana Ventures, Edenred Capital Partners, Fyrfly, investiere, High Sage Ventures, Keen Venture Partners und Samsung NEXT investierten zuletzt 45 Millionen US-Dollar in Beekeeper, Anbieter einer mobilen Mitarbeiter-Plattform zur Digitalisierung der internen und operativen Kommunikation.

how.fm
+++ Der englische Kapitalgeber Kindred Capital, Capnamic Ventures und mehrere Angel-Investoren investieren – wie bereits im Januar berichtet – in das junge Kölner Startup how.fm, einen digitalen Trainer für manuelle und handwerkliche Arbeitsabläufe. Nun ist auch die Summe bekannt, es sind 2,8 Millionen US-Dollar. Das junge Unternehmen, das Training und Selbsthilfe für Arbeiter und Angestellte anbietet, wurde 2018 von Andreas Kwiatkowski gegründet. Zum Start hörte das Startup noch auf den Namen SoundReply.

eCovery 
+++ Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und zwei Business Angels investieren seine sechsstellige Summe in eCovery. Mit eCovery, das von Marcus Rehwald, Benedict Rehbein und Alexander Georgi gegründet wurde, kommt der “Physiotherapeute für die Hosentasche” um die Ecke. Das Leipziger Startup tritt an, um die Reha komplett zu digitalisieren und auch zu modernisieren. eCovery will “mittels KI, mitlernendem System und bald auch Bewegungssensoren den Patienten bei seiner Reha begleiten und anleiten”.

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Market One Capital, Redalpine und Co. investieren in Magaloop


Im aktuellen #DealMonitor für den 7. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Magaloop
+++ Market One Capital, Redalpine Capital, Atlantic Food Labs, Bestandsinvestor Piton Capital und FJ Labs investieren einen unbekannte – sicherlich aber eine siebenstellige Summe – in Magaloop. Das Berliner Startup, das von DaWanda-Gründer Michael Högemann und dem Handelsmanager Uwe Hölzer gegründet wurde, positioniert sich als “Marktplatz für unabhängige Einzelhändler”. Späti-, Büdchen- und Kioskbetreiber können über Magaloop, das man auch als transaktionalen Messengerdienst beschreiben kann, direkt bei Lieferanten bestellen. #EXKLUSIV – entdeckt über Startupdetector

Penta
+++ S7V und Presight Capital, der Geldgeber von Christian Angermayer, sowie zwei nicht genannte Family Offices investieren 4 Millionen Euro in Penta. Holtzbrinck Ventures, finleap, RTP Global, ABN Amro Ventures und VR-Ventures investierten zuletzt – im März – 18,5 Millionen in das Berliner FinTech. Unternehmen können über Penta ein Geschäftskonto beantragen. Das Startup wurde 2014 von Luka Ivicevic und Lav Odorovic gegründet.

Zksystems
+++ Finlab, Carsten Maschmeyer, Brandenburg Kapital und der Technologiefonds OWL (Ostwestfalen-Lippe) investieren 3 Millionen Euro in das junge Berliner Blockchain-Startup Zksystems – siehe Business Insider. Das Startup, das 2018 von den beiden Gründerinnen Diana Rees und Amine Ünal gegründet wurde, entwickelt eine Software, die es Maschinenbauern ermöglicht, zusätzlich zu ihren Anlagen auch Abo-Modelle zu verkaufen.

EXITS

We Pulse
+++ Das Berliner E-Healt-Startup Humanoo übernimmt seinen französischen Konkurrenten We Pulse. Humanoo, eine App, die individuelle Coachings – Stichwort: Corporate Health –  anbietet, wurde im 2016 von Philip Pogoretschnik und Rheingau Founders ins Leben gerufen. Creathor Ventures, DvH Ventures, Rheingau Founders, Rocket Internet und investierten 2018 mehrere Millionen in die Jungfirma. Humanoo kommt nach eigenen Angaben bei der Deutschen Bank, Axel Springer und Media Saturn zum Einsatz.

VENTURE CAPITAL

Cavalry Ventures
+++ Der junge Berliner Kapitalgeber Cavalry Ventures verkündet das Closing seines zweiten Fonds. Im Topf sind 80 Millionen Euro. Zielgröße waren zum Start 75 Millionen. Im ersten Fonds von Cavalry, das sich als Seed-Fonds positioniert, waren gerade einmal 20 Millionen Euro. “The increased volume provides more opportunity to continue supporting portfolio companies with follow-on financing. This is especially relevant as Cavalry leads more than 80% of its portfolio companies from angel/seed phase to a successful Series A, which is 4x European industry average”, teilt der Geldgeber mit.

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#Hintergrund – 11 junge Startups aus dem Ruhrgebiet, die jeder kennen sollte


Auch im Ruhrgebiet entstehen immer mehr Startups. Trotz Corona-Krise herrscht weiter digitale Aufbruchstimmung an Lippe, Ruhr und Emscher. Kein Wunder: Auch im Ruhrgebiet lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Immer mehr jungen Firmen aus dem Revier gelingt es inzwischen auch größere Investmentsummen einzusammeln. Hier einige spannende – meist sehr – junge Startups aus dem Ruhrgebiet, die jeder kennen sollte.

Datatrustee
Das Bochumer Cyber Security-Startup Datatrustee kümmert sich um eine “rechtssichere und DSGVO-konforme Dokumentation von Werbeeinwilligungen”. Das System von Alexander Cernov, Daniel Simon, Martin Glück und Oliver Straubel lässt sich per API und ein paar Zeilen Code in jede Website und somit jeden Datenerhebungsvorgang einbauen. 

Dgree
Das junge Essener E-Learning -Startup Dgree positioniert sich als “Corporate Education Plattform für Unternehmen, Angestellte und Weiterbildungsanbieter”. Über die B2B-Plattform, die von Lasse Kroll und Jan Benjamin Fischer gegründet wurde, können Unternehmen dabei “die Prozesse der betrieblichen Weiterbildung vereinfachen und automatisieren”.

foxwork
Das Essener HR-Startup foxwork kümmert sich im Auftrag seiner Kunden um Freelancer. Die Jungfirma, die von Stefan Kessels und Vivien Koch gegründet wurde, nennt ihr Konzept etwas umständlich Freelancer-Shoring. Dabei übernimmt foxwork die Organisation und Bezahlung der Freelancer. Der Auftraggeber kann sich so um sein Kerngeschäft kümmern.

implacheck
Das Herner E-Health-Startup implacheck versucht, Kostentransparenz in den Implantatmarkt zu bringen. “Bisher erschwert es ein undurchsichtiger Markt Patienten und Interessenten, korrekte Informationen zu einer implantologischen Behandlung zu erhalten”, sagt Gründer Stefan Helka, der auch als Leiter  des Implantatzentrums Herne wirkt.

mellon
Mit mellon haben Abzockversuche in Sachen Schlüsseldienst ein Ende! Momentan ist der Service, der von Philip Schur gegründet wurde, in mehreren Städten verfügbar. Schon bald aber soll mellon deutschlandweit zum Einsatz kommen. Auch weitere “Notfalldienste rund ums Haus” sind geplant.

objego
Bei objego aus Essen geht es um Nebenkostenabrechnungen. “Die Software des jungen PropTechs unterstützt nicht nur bei der richtigen Umlage Ihrer Kosten, sondern erstellt auch die Kostenübersicht und die Anschreiben für Mieter”, teilen die Gründer Jörn Reckeweg und Philip Rodowski mit.

Packlogx
Das Essener Logistik-Startup Packlogx, das von Dennis Maschmeyer, Hakeem Moruf, Max Raschke gegründet wurde, positioniert sich als Beschaffungsplattform für Ladehilfsmittel. “B2B-Einkäufer können schnell, digital und transparent Preise vergleichen, verhandeln und diese in Auftrag geben”, teilt das Startup mit.

Parklab
Parklab aus Duisburg positioniert sich als “intelligente Parklösung”. Im Grunde geht es darum, die Parkplatzsuche zu digitalisieren. Das Team teilt dazu  mit: “Auf diese Weise sind wir für Städte, Unternehmen und Verkehrsverwaltungen die Anlaufstelle zu einer intelligenten Stadt”. Gründer sind: Kadir Oluz, Luthan Magat und Maximilian Knöfel.

securious
Das junge Bochumer Cyber Security-Unternehmen securious will kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der automatisierten Ermittlung der IT-Sicherheit helfen. Dafür ermittelt das Startup, das von Alexandros Zinelis gegründet wurde, zunächst einmal das Niveau der IT-Sicherheit jedes jeweiligen Kunden bzw. Unternehmen. 

Semasquare
Semasquare aus Bochum, das von Sebastian Grüter, Marius Meisenzahl und Sebastian Weigel gegründet wurde, möchte Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Dabei sollen Systeme, Maschinen und Prozesse nicht ersetzt, sondern durch Semasquare miteinander vernetzt werden und so auf einen gemeinsamen Standard gebracht werden. 

Trustcerts
Bei Trustcerts aus Gelsenkirchen dreht sich alles um das wichtige Thema Sicherheit. “Durch uns wird es möglich, dass man Dokumenten wirklich vertrauen kann. Damit wären Betrugsmaschen wie der Enkeltrick nicht mehr realisierbar”, sagt Gründer Mirko Mollik.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhr:HUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

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#DealMonitor – 26 Millionen für E-Health-Startup Kaia – Neuer Fonds von Fly Ventures (53 Millionen)


Im aktuellen #DealMonitor für den 18. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Kaia
+++ Optum Ventures, Idinvest und capital300 sowie die Altinvestoren Balderton Capital, Heartcore Capital und Symphony Ventures investieren 26 Millionen US-Dollar in Kaia. Insgesamt flossen nun schon 50 Millionen in das E-Health-Startup aus München, das 2016 von Konstantin Mehl, Gründer von Foodora, und Manuel Thurner gegründet wurde. Kaia tritt an, um mit seiner App chronische Rückenschmerzen zu bekämpfen.

Back
+++ La Famiglia, Gradient Ventures, ein Ableger von Google, Point Nine Capital und Seedcamp sowie mehrere Business Angels investieren 3 Millionen Euro in Back – siehe WiWo Gründer. Das junge Unternehmen, das von Christian Eggert, ehemals Bonativo und Minodes, James Lafa, ehemals Minodes, und Janis Zech, ehemals Fyber, gegründet wurde, positioniert sich als Software für organisierte Arbeitsabläufe. Point Nine Capital und Seedcamp investierten bereits Ende 2018 in das Berliner Startup.

EXITS

Cyriso
+++ Das Berliner Startup Perseus, das inzwischen zur HDI Gruppe gehört, übernimmt Cyriso, ein Unternehmen, das sich um Cyberschäden kümmert. Bisheriger Gesellschafter von Cyriso war SEC Consult Deutschland Unternehmensberatung. Das 2017 von Steffen Teske und Sven Weizenegger gegründete Unternehmen Perseus kümmert sich um die Prävention von Cybergefahren und Cyber-Notfallhilfen. Das Startup wurde von Finleap und der Hannover Rück (gehört wie die HDI Gruppe zu Talanx) angeschoben und unterstützt.

VENTURE CAPITAL

Fly Ventures
+++ Der Berliner Seed-Kapitalgeber Fly Ventures legt seinen zweiten Fonds auf – drin sind 53 Millionen Euro. In der Regel investiert Fly Ventures rund um Gabriel Matuschka zwischen 500.000 und 1,3 Millionen Euro in junge Unternehmen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf DeepTech-Themen. Im Portfolio von Fly Ventures befinden sich Startups wie 9fin, Candis, garden, Harold, Metaview und pylot. Die Investments in Bloomsbury AI und Scape zahlten sich bereits aus, beiden wurde zuletzt an Facebook verkauft. Der erste Fly Ventures-Fonds war 35 Millionen schwer.

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#Interview – “Es ist besser, wenn man nicht alle Herausforderungen bereits kennt”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Hanna Jakob, Gründerin von neolexon. Das Startup bietet mehrere Logopädie-Apps an.
Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Ich starte mit einer Tasse Kaffee und einem Müsli vor dem PC, arbeite mich dann erstmal durch die E-Mails durch, beantworte die wichtigsten Anfragen und priorisieren die anstehenden Aufgaben für den Tag.
Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Mit Sport oder indem ich mich mit Freunden treffe. Trotzdem ist man in Gedanken oft noch bei seinem Startup und es kommen immer wieder neue Ideen auf. Das ist denke ich ganz normal und auch keine Belastung für mich.
Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Wahrscheinlich ist es besser, wenn man nicht alle Hürden und Herausforderungen bereits kennt, da man sonst auch leicht abgeschreckt wäre. Sich nach und nach mit den Themen auseinander zu setzen und täglich dazu zu lernen finde ich sehr positiv.
Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Da wir als Sprachtherapeutinnen ohne BWL-Kenntnisse in das Gründungsvorhaben gestartet sind, war zunächst die Herausforderung einen Businessplan zu schreiben und außerdem Mitgründer zu finden, die die Softwareprogrammierung übernehmen. Wir konnten beide Hürden meistern: Mit unserem Businessplan haben wir das EXIST Gründerstipendium erhalten und wir haben tolle Mitgründer gefunden.
Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Wirklich große Fehler sind uns zum Glück noch nicht unterlaufen. Toi, toi, toi, dass das so bleibt!
Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Das ist eine große Herausforderung. Wir suchen viel an Universitäten und geben auch Einsteigern eine Chance sich zu beweisen und bei uns neue Sachen zu lernen. Uns ist die Qualifikation, die jemand auf dem Papier mitbringt, nicht der wichtigste Faktor. Uns ist es eher wichtig, dass die Person bei uns ins Team passt, hochmotiviert ist und an unsere Vision glaubt. Wir wollen Patienten eine bessere Therapie bieten und das soll alle im Team antreiben, ihr bestes zu geben.
Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Aus eigener Erfahrung ist es sehr wichtig, dass man die Branche, für die man neue Produkte oder Dienstleistungen entwickelt, sehr gut kennt. Nur so kann man ein real bestehendes Problem erkennen und lösen.
Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Wir nutzen zahlreiche Tools! Zum Beispiel Asana und Jira, um uns zu organisieren und natürlich Slack, um untereinander zu kommunizieren.
Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Wir veranstalten Team Events und kommen auch regelmäßig im Office bei einem gemeinsamen Frühstück oder einer Kuchenrunde zusammen. Es ist uns sehr wichtig, dass wir uns nicht nur über Arbeitsthemen austauschen, sondern auch über private Themen reden.
Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Als wir unser System von der kostenlosen Phase auf die bezahlte Version umgestellt haben. In dieser Nacht wussten wir nicht, wie viele Nutzer uns am nächsten Morgen noch treu bleiben werden. Wir hatten unser System zuvor über 1,5 Jahre kostenlos zur Verfügung stellen können, da wir über Fördergelder an der Uni finanziert waren. Als diese Finanzierung jedoch auslief, kam der spannende Moment. Zum Glück sind uns überdurchschnittlich viele Nutzer treu geblieben!

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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#DealMonitor – PlusDental bekommt 32 Millionen – Kumovis sammelt 3,6 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 28. Mai werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

PlusDental
+++ Der Health-Investor Ping An Global Voyager Fund investiert gemeinsam mit den Holtzbrinck Ventures und Lakestar 32 Millionen Euro in das junge Berliner Startup PlusDental, früher als SunshineSmile bekannt. Das Startup, das von Constantin Bisanz, David Khalil, Peter Baumgart und Lukas Brosseder ins Leben gerufen wurde, positioniert sich im Bereich “digitale Zahnmedizin und ästhetische kieferorthopädische Korrekturen mit transparenten Zahnschienen”. PlusDental vertrieb seine Zahnkorrekturschienen – Aligner genannt – anfangs direkt an seine Kunden. Inzwischen setzt das Unternehmen auf Kooperation mit Zahnärzten. Nach eigenen Angaben lag die Bewertung von PlusDental, seit 2017 am Start, bei über 100 Millionen Euro.

Kumovis
+++ Renolit, ein Unternehmen für Folien, Platten sowie weitere Produkte aus Kunststoff, und Solvay Ventures investieren gemeinsam mit den Altinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Ffilipa Venture Capital 3,6 Millionen Euro in Kumovis. Das 2017 als Spin-Off der TU München von Miriam Haerst, Stefan Fischer Maschinenbau, Alexander Henhammer, Stefan Leonhardt und Sebastian Pammer gegründete Unternehmen kümmert sich um die Entwicklung von 3D-Druckern in der Medizintechnik.

Sympatient
+++ Der Schweizer Geldgeber Investiere (Zürich), IFB Innovationsstarter und einige Business Angels investieren 1,6 Millionen Euro in Sympatient. Das Hamburger E-Health-Startup, das aus einer wissenschaftlichen Studie am UKSH entstande, wurde 2017 von Christian Angern, Julian Angern und Benedikt Reinke gegründet. Mit Invirto bietet die Jungfirma eine “digitale Psychotherapie gegen Angststörungen für zu Hause, die nach Goldstandard behandelt” an. 11 Mitarbeiter wirken derzeit für Sympatient.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – Ein Startup, das “ohne Hardware Stress erfassen kann”


Das E-Health-Startup Kenkou, kümmert sich um Stress- und Burnoutprävention. “Hierfür nutzen wir wissenschaftliche und neueste medizinische Erkenntnisse, die ursprünglich aus den Bereichen Raumfahrt, Leistungssport und Psychotherapie kommen. Mit Hilfe der Smartphonekamera, die wie ein EKG funktioniert, kann ein Nutzer sein Stresslevel bestimmen und bekommt in unserer App auf ihn zugeschnittene Interventionen gegen Stress empfohlen”, sagt Geschäftsführer Matthias Puls.

Derzeit arbeiten 12 Mitarbeiter für das Unternehmen, dessen Wurzeln in Bochum im Ruhrgebiet liegen. “Gemessen am Umsatz mit Krankenkassen werden wir in 2019 unter digitalen Gesundheitsanbietern zu den Top 5 in Deutschland gezählt”, sagt Puls, der gerade das Buch “Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen” herausgegeben hat. Im Buch kommen 40 Gründerinnen und Gründer der Healthcare-Branche zu Wort. Zudem gibt es 25 Expertenbeiträgen zur Transformation und Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Kenkou-Macher Puls außerdem über Krankenkassen, Fachkräfte und Tatendrang.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Kenkou erklären?
Kenkou bedeutet auf Japanisch “Gesundheit”. Wir sind ein junges Unternehmen, was aktiv einen Teil der Gesundheitsbranche digitalisiert – Fokus Stress- und Burnoutprävention. Hierfür nutzen wir wissenschaftliche und neueste medizinische Erkenntnisse, die ursprünglich aus den Bereichen Raumfahrt, Leistungssport und Psychotherapie kommen. Mit Hilfe der Smartphonekamera, die wie ein EKG funktioniert, kann ein Nutzer sein Stresslevel bestimmen und bekommt in unserer App “Stress Guide” auf ihn zugeschnittene Interventionen gegen Stress empfohlen. Evidenzbasiert, denn Stress ist eine mehrdimensionale Belastung von Körper und Geist, die immer individuelle Maßnahmen erfordert. Wir können diese Maßnahmen messen und damit Stress als einer der ersten in einer App quantifizieren und qualifizieren.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Ursprünglich hatte Kenkou sich auf die Kombination aus Hardware – Smart EKG als Wearable – plus Software – App – konzentriert. Wie das in Startups oft der Fall ist, heißt es ab einem Punkt “Fokus”, so dass die Stress Guide-App mit Nachdruck weiterentwickelt wurde.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Wir kooperieren seit letztem Jahr mit mehreren gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie BGM-Dienstleistern, als auch Arbeitgebern direkt. Seit Jahren steigen die stressbedingten Arbeitsunfähigkeitstage in Unternehmen, was sich dort und bei Krankenkassen durch einen erheblichen Mehrkostenblock bemerkbar macht. Nicht erst seit der Covid-19-Krise wissen wir, wie gestresst eine ganze Gesellschaft aufgrund von Home Office, Hamsterkäufen, Existenzangst und Sorgen um die Gesundheit ist. In Asien sprach man bereits vor Covid-19 von Stress als neuer Pandemie. Darüber hinaus ist unsere Stress Guide App als Freemium Modell sowohl im App Store, als auch Google Playstore für jeden herunterladbar. Erste Gespräche mit Pharma haben wir auch bereits geführt.

Wie ist überhaupt die Idee zu Kenkou entstanden?
Unsere Gründer kamen ursprünglich auf die Idee einen Handsensor zu entwickeln, auf den man morgens in der Küche seine Hand auflegen sollte, um sein Stresslevel zu bestimmen um mit der Information aktiv den Tag zu gestalten – sprich “heute etwas ruhiger” oder “volle Kraft voraus”. Hier gab es enge Anknüpfungspunkte mit dem Institut für Mikrotherapie von Prof. Dr. Grönemeyer in Bochum.

Die Wurzeln von Kenkou liegen in Bochum. Wie seid ihr nach Berlin gegangen?
Nach Berlin ging es damals insbesondere aufgrund des Wunsches einiger Investoren näher an Talente, Risikokapital – schlichtweg Netzwerk – zu gelangen.

Wie siehst Du das Ruhrgebiet als Startup-Standort?
Ich beobachte das Ruhrgebiet mit sehr viel Neugier. Hier schlug bis vor einige Jahre das Herz noch aus Kohle und Stahl. Hier hat der Strukturwandel vor einigen Jahren eingesetzt und das Ruhrgebiet ist eigentlich kaum noch wiederzuerkennen. Ein großer Vorteil ist die universitäre Infrastruktur – plus einem weiteren breiten Bildungsangebot -, die relevante Berufsgruppen ausbildet, unter anderem Informatiker, Designer, Mathematiker, Statistiker und Data Scientists. Hinzu kommen kurze Wege und schlichtweg viele junge, hungrige Gründerinnen und Gründer, die nicht den traditionellen Berufsweg einschlagen, sondern Risiken eingehen und ihre Chancen sehen, relevante Startups zu gründen. Und es existieren viele wirtschaftlich starke Unternehmen, die frühzeitig unterstützen können. Ich denke die Attraktivität des Ruhrgebiets als Startup-Standort wächst täglich; die Anziehungskraft – insbesondere für ausländische Fachkräfte – im Vergleich zu Berlin ist noch ausbaufähig.

Wie genau hat sich Kenkou denn seit der Gründung entwickelt?
Wie bereits erwähnt haben wir uns mittlerweile auf die Entwicklung unserer Stress Guide App, und damit Software, spezialisiert. Wir sind mittlerweile weltweit einer der wenigen Player, die ohne Hardware Stress wissenschaftlich genau über die Smartphonekamera erfassen kann. Hier steckt extrem viel Knowhow und Entwicklungszeit. Wir benötigen diese präzisen Vitaldaten, um Stresslevel mit unseren Algorithmen klassifizieren zu können.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Kenkou inzwischen?
Unser Team bei Kenkou umfasst rund 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ein sehr talentiertes, internationales Team und wir wachsen stetig. Gemessen am Umsatz mit Krankenkassen werden wir in 2019 unter digitalen Gesundheitsanbietern zu den Top 5 in Deutschland gezählt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Schief gegangen ist hier der falsche Ausdruck – ich glaube, wir alle haben uns eine höhere Geschwindigkeit in der Umsetzung der digitalen Transformation in der Gesundheitsbranche und mehr Offenheit und Tatendrang von etablierten Playern gewünscht. Aber an der Front tut sich ja gerade einiges, auch bedingt durch Covid-19.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Ich glaube, das trifft besonders auf unsere Kooperationen mit privaten und gesetzlichen Krankenkassen zu. Hierauf sind wir besonders stolz.

Wo steht Kenkou in einem Jahr?
Wir werden im deutschsprachigen Raum das Thema präzise Stress- und Burnoutprävention nachhaltig besetzt haben.

äöäö

#aktuell, #berlin, #bochum, #e-health, #interview, #kenkou, #ruhrgebiet

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#Interview – “Hier herrscht ein ganz eigenes Lebensgefühl”


Das Herner Startup implacheck versucht seit 2019, Kostentransparenz in den Implantatmarkt zu bringen. “Bisher erschwert es ein undurchsichtiger Markt Patienten und Interessenten, korrekte Informationen zu einer implantologischen Behandlung zu erhalten. Oftmals können Außenstehende nicht richtig einschätzen, was eine hochwertige Versorgung auszeichnet, wie faire Konditionen für einen Eingriff aussehen oder wer sich als behandelnder Arzt eignet. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das Startup implacheck zu gründen”, sagt Gründer Stefan Helka, der auch als Leiter  des Implantatzentrums Herne wirkt.

Für Endverbraucher ist implacheck kostenlos. “Unsere Partnerpraxen hingegen wählen zwischen drei Mitgliedspaketen und zahlen für Listing sowie viele weitere Vorteile einen monatlichen Beitrag. Zudem können sich interessierte Zahnärzte unseren Implantatkostenrechner für eine Monatsgebühr als Standalone-Plugin für ihre Webseite sichern. Außerdem sind wir sowohl im Finanzierungs- als auch Versicherungssektor tätig”, führt Helka weiter aus. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der implacheck-Gründer sein Startup einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt ihr mit implacheck lösen?
Unsere Onlineplattform implacheck bringt Kostentransparenz in den Implantatmarkt und vernetzt User mit kompetenten Implantologen in ihrer Nähe. Bisher erschwert es ein undurchsichtiger Markt Patienten und Interessenten, korrekte Informationen zu einer implantologischen Behandlung zu erhalten. Oftmals können Außenstehende nicht richtig einschätzen, was eine hochwertige Versorgung auszeichnet, wie faire Konditionen für einen Eingriff aussehen oder wer sich als behandelnder Arzt eignet. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das Start-up implacheck zu gründen.

Jede Woche entstehen Dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet implacheck ein Erfolg?
Unser Konzept bietet sowohl Endverbrauchern als auch Zahnärzten einen reellen Mehrwert. Mussten Patienten für eine Implantatversorgung bisher auf die Erstellung eines Heil- und Kostenplans warten, sorgt implacheck direkt für Klarheit und liefert nach wenigen Klicks einen detaillierten Kostenüberblick. Außerdem haben Nutzer die Option, ein Beratungsgespräch mit einem Implantologen des Netzwerks in ihrer Nähe zu vereinbaren. Partnerpraxen erhalten so Zugang zu neuen Patienten. Dabei begrenzen wir unsere Lizenzen, um eine gewisse Exklusivität zu gewährleisten. Pro 100.000 Einwohner vergeben wir nur eine, damit sich unsere Zahnärzte nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Grundlegend kombiniert implacheck die Funktionen eines Implantatkostenrechners mit Möglichkeiten zur Sofort-Terminvereinbarung und zum Abschließen von Zahnzusatzversicherungen.

Wo steht implacheck in einem Jahr?
In den kommenden zwölf Monaten möchten wir noch mehr kompetente Partnerpraxen für unser Netzwerk gewinnen und dadurch Menschen die Möglichkeit bieten, einen fachlich versierten Implantologen in ihrer Nähe zu finden. Außerdem planen wir den Launch des sogenannten „implanet“, das gebündelt visuell aufbereitete Bild- und Videoinhalte zum Thema Implantologie für Patienten bietet. Mit der ersten Masterclass of Dental Marketing möchten wir darüber hinaus ein Event organisieren, das unsere Partnerpraxen fit für die Digitalisierung macht und sie bei ihrer Online-Positionierung unterstützt.

Reden wir außerdem noch über das Ruhrgebiet. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für das Ruhrgebiet als Startup-Standort?
Im Ruhrgebiet geht es ehrlich zu. Hier herrscht ein ganz eigenes Lebensgefühl. Meine Co-Founder und ich sind allesamt in der Region verwurzelt, wissen daher die besondere Einstellung der Menschen zu schätzen und profitieren von der unmittelbaren Nähe zu Städten wie Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Co. Zudem stehen den Start-ups dank einer hohen Dichte an Universitäten gut ausgebildete Arbeitnehmer zur Verfügung. Schon jetzt gibt es genügend Erfolgsgeschichten aus dem Pott, die zeigen, wie es künftig weitergehen kann. 

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Herne aus?
Im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen zählt Herne sicherlich nicht zu den Hotspots der Start-up-Szene, doch das muss keinesfalls ein Nachteil sein. Wir haben uns bewusst für diesen Standort entschieden. Wir wollen die Möglichkeiten, die sich uns mitten im Ruhrgebiet bieten, wahrnehmen. Aufgrund der guten Infrastruktur gibt es viele Vorteile, wobei die einsetzende Digitalisierung mit ihren Vernetzungsmöglichkeiten uns natürlich auch zugutekommt. So bleiben wir in der Region verwurzelt, sind aber in der Welt zu Hause. 

Was ist Herne einfacher als im Rest der Republik?
Sicherlich ist die Start-up-Konkurrenz in Herne nicht so groß wie in anderen Städten. Allein deswegen fallen wir in unserer Umgebung auf und können mit unserem Alleinstellungsmerkmal „Kostentransparenz im Implantatmarkt“ auf uns aufmerksam machen. Wir haben Glück, dass die Stadt Herne Existenzgründern offen gegenübersteht, entsprechend handelt und Unterstützung bietet. Außerdem ist es hier wahrscheinlich einfacher, gute Büroräume zu fairen Preisen zu bekommen.

Was fehlt in Herne bzw. im Ruhrgebiet noch?
In den Köpfen vieler Menschen findet das Ruhrgebiet leider nicht wirklich statt. Oftmals verbinden sie den Pott nur mit Kohle und Stahl, statt die vielen spannenden Projekte kennenzulernen. In der Region leben mehrere Millionen Menschen, die riesiges Potenzial besitzen. Hier müssen wir ansetzen und dafür sorgen, diese Seite bekannter zu machen und als neue Marke aufzubauen. 

Zum Schluss hast du drei Wünsche frei: Was wünscht du dir für den Start-up-Standort Ruhrgebiet?
Erstens: Ich wünsche mir mehr Events, auf denen innovative Ideen potenziellen Investoren präsentiert werden können, wobei hierfür bereits einige Schritte in die richtige Richtung unternommen wurden wie beispielsweise die Initiativen ruhrgründer.de oder startUP.ruhr. Zweitens: Mehr Selbstbewusstsein für die Region. Im Moment verkauft sich das Ruhrgebiet noch unter Wert. Drittens: Last but not least steht auf der Wunschliste, dass mehr Menschen darüber informiert werden, wie sie Unternehmen gründen oder Teil der Start-up-Kultur sein können. Leider gilt für viele immer noch der Glaubenssatz, dass Gründen nur etwas für die ist, die keinen Erfolg in traditionellen Unternehmen haben. Diese Vorstellung fängt schon bei der Erziehung der Eltern und in der Schule an. Generell haben wir in Deutschland mit Hinblick auf diese Perspektive einen langen Weg zu gehen.

 

 

 

 

#aktuell, #e-health, #herne, #implacheck, #interview, #ruhr-interview, #ruhrgebiet

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#DealMonitor – 300 Millionen für Auto1 – Investcorp kauft Avira (Bewertung: 180 Millionen)


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. April werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Auto1
+++ Nicht genannte Investoren investieren “in Form von so genanntem Venture Debt oder einem Wandeldarlehen” 300 Millionen Euro in das Berliner Grownup Auto1.com – siehe Capital. “Das Start-up selbst will sich zu der Finanzierung und den dahinter stehenden Geldgebern nicht äußern”, heißt es im Bericht weiter. Das Gebrauchtwagen-Startup ist derzeit von der Corona-Krise hart getroffen, das Geschäft liegt brach und das Unternehmen setzt bereits auf Kurzarbeit. SoftBank investierte zuletzt 460 Millionen in Auto1.

HelloBetter
+++ Eine in Hamburg ansässige Beteiligungsgesellschaft, die Ideamed Gesundheitsgruppe aus München und ein Konsortium von Business-Angels aus der Gesundheits- und Versicherungsbranche investieren einen einstelligen Millionenbetrag in das E-Health Startup HelloBetter. “Zusammen mit den durch sein Forschungsteam eingeworbenen Mittel verfügt das Startup nun über knapp fünf Millionen Euro zur Finanzierung des weiteren Wachstums. Schon im Spätsommer 2019 wurde erstes Geld über ein Wandeldarlehen zur Verfügung gestellt, so dass das Team von fünf auf rund 40 Mitarbeiter ausgebaut werden konnte”, teilt das Startup mit.

EXITS

Avira
+++ Das Private-Equity-Unternehmen Investcorp Technology Partners übernimmt die Mehrheit an dem Antivirensoftware-Hersteller Avira. Die Bewertung lag bei rund 180 Millionen US-Dollar – wie Drake Star Partners mitteilt. Avira wurde 1986 unter dem Namen H+BEDV Datentechnik gegründet. “Diese Akquisition ist die erste institutionelle Investition in Avira seit der Firmengründung von Tjark Auerbach im Jahr 1986”, teilt das Unternehmen aus Tettnang mit. Weltweit arbeiten 500 Mitarbeiter für Avira. Der Umsatz soll zuletzt bei über 100 Millionen gelegen haben.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#aktuell, #auto1-com, #avira, #cyber-security, #e-health, #hellobetter, #investcorp-technology-partners, #venture-capital

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Millionen für DashDash – Project A setzt auf PropTech – GFC investiert in SoSafe


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. März werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

DashDash
+++ Der bekannte Geldgeber Lakestar investiert gemeinsam mit dem Visionaries Club und Index-Gründer Neil Rimer sowie den Altinvestoren einen unbekannten, sicherlich aber einen zweistelligen Millionenbetrag in DashDash. Accel, Cherry Ventures und Atlantic Labs investierten zuvor bereits 8 Millionen US-Dollar in das Startup. Das junge Unternehmen DashDash, das von Torben Schulz und Humberto Ayres Pereira (früher Eatfirst) gegründet wurde, positioniert sich als Tools zum Programmieren. Mit dem Freemium-Baukasten des Startups können Freelancer und Mitarbeiter in Unternehmen über Spreadsheets eigene Web-Anwendungen bauen. Hintergründe gibt es nur um aktuellen ds-Insider-Podcast.

MECE Immobilien
+++ Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures investiert gemeinsam mit mehreren Business Angels einen unbekannten Betrag in das ganz frische Hamburger PropTech MECE Immobilien. Das Startup, das von Christian Evers, zuletzt Chief Digital Officer beim Immobilienvermittler Engel & Völkers, positioniert sich als “SaaS platform for the real estate industry”. Hintergründe gibt es nur um aktuellen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

SoSafe
+++ Global Founders Capital, der Investmentarm von Rocket Internet, investiert im Rahmen einer sogenannten Pre-Series-A-Runde eine siebenstellige Summe in das Kölner Startup SoSafe. Das junge Startup “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. In der Selbstbeschreibung des junge Unternehmens heißt es: “Unser Ziel: Sie und Ihre Mitarbeiter durch simulierte Phishing Tests und begleitende Materialien zur Cybersicherheit bestmöglich auf etwaige Cyber-Angriffe vorzubereiten und den richtigen Umgang damit zu trainieren. Damit Ihre Daten auch wirklich IHRE Daten bleiben”. Geführt wird SoSafe von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz. Hintergründe gibt es nur um aktuellen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Clearvat
+++ Zwei nicht genannte Family Offices, der ehemalige Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme, der Bankmanager Martin Reitz sowie Ringier-Chef Marc Walder investieren weitere 6 Millionen Euro in Clearvat, ein paneuropäisches Clearinghaus – siehe FinanceFWD. Zuvor flossen bereits 8 Millionen in das Berliner FinTech, das vom Serienunternehmer Roman Maria Koidl gegründet wurde. Die Post-Money-Bewertung des 2016 gegründeten Unternehmens soll nun bei 50 Millionen liegen.

Connox
+++ Der dänischer Investor Nine United, hinter dem die bekannten Eigentümer der Bestseller-Gruppe stecken, steigt bei  Connox, einem Online-Shops für Wohndesign ein. “Aufgrund der Beteiligung scheiden neben den Gesellschaftern Jochen Krisch und Robert Motzek auch der Hannover Beteiligungsfonds (HBF) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls sowie die BeteiligungsKapital Hannover (BKH) aus dem Gesellschafterkreis der Connox GmbH aus”, teilt das Unternehmen mit. Das 2005 von Thilo Haas und Kristian Lenz in Hannover gegründete Connox erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz in Höhe von  37 Millionen Euro.

iAtros
Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert gemeinsam mit Bayern Kapital und mehreren Business Angels 2 Millionen Euro in iAtros. Das Münchner Startup entwickelt eine Telemedizinlösung, “die eine datengetriebene Behandlung von Kardiologiepatienten ermöglicht”. Das Startup richtet sich an Kliniken, aber auch direkt an Patienten. iAtros wurde 2019 von den beiden Herzspezialisten Alexander Leber und Georges von Degenfeld sowie von Patrick Palacin, Wolfram Winter und Jens Schäfer gegründet.

EXITS

ControlExpert
+++ Allianz X, der Investmentableger der Allianz-Gruppe, übernimmt die Mehrheit an ControlExpert, einem Unternehmen im Segment der KI-gestützten Schadenabwicklung im Automobilbereich. Auch nach der Übernahme soll die Jungfirma ihr Geschäftsmodell, die “operationelle Eigenständigkeit, ebenso wie Name, Marke und Identität beibehalten”.  Seit 2002 digitalisiert ControlExpert die Prozesse im Kfz-Schadenmanagement. 800 Mitarbeiter wirkten zuletzt für das Unternehmen.

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#Hintergrund – Ein Startup, bei dem der Psychotherapeut per App kommt


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Selfapy. Die junge E-Health-Firma, die 2016 von Nora Blum, Katrin Bermbach und Farina Schurzfeld gegründet wurde, will sich als Online-Therapieprogramm rund um das Thema Depressionen etablieren. Der Tübinger Investor SHS, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Think.Health, und die IBB Beteiligungsgesellschaft investierten zuletzt 6 Millionen Euro in das Startup, das wir zum Start vor vier Jahren schon einmal vorgestellt haben.

Das Unternehmen bezeichnet sich inzwischen als “Deutschlands führender Anbieter für Online-Therapien bei psychischen Belastungen”. Das Selfapy-Team arbeitet aktuell mit 16 Krankenversicherungen zusammen. Zudem sind die Hauptstädter auch in der Schweiz aktiv. “Nachdem das DVG im November vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde, strebt Selfapy an, zukünftig die Kostenübernahme für sämtliche angebotene Online-Kurse für alle Versicherten zu erlangen”, teilt die Jungfirma in eigener Sache mit.

Eine solche Kostenübernahme dürfte sich auf die Nutzerzahlen von Selfapy sicherlich extrem positiv auswirken. Immerhin kosten die Online-Kurse, die sich an Patienten mit Burnout, Depressionen, Angst- bzw. Essstörungen richten zwischen 150 und 300 Euro im Monat. “Durch die Verabschiedung des DVG ist es sogar noch wichtiger, unser Online-Programm nach den höchsten medizinischen und wissenschaftlichen Standards auszurichten und bereitzustellen. Mit dem Engagement von SHS können wir langfristig sicherstellen, dass die Produktqualität von Selfapy stets den höchsten Anforderungen entspricht und eine hohe Wirksamkeit aufweist”, sagt Mitgründerin Schurzfeld zu den Zukunftsplänen der E-Health-Firma.

Eine ganze Reihe Startups kümmerte sich in den vergangenen Jahren um Menschen mit Depressionen – neben Selfapy etwa Arya, Humly, moodpath und Get.On. Das Berliner Startup moodpath, das von Felix Frauendorf und Mark Goering gegründet wurde, wanderte im vergangenen Jahr unter das Dach der Schön Klinik. Humly schlitterte knapp ein halbes Jahr nach dem Start bereits in die Insolvenz und verschwand somit ganz schnell wieder vom Markt. Selfapy kann nun die Gunst der Stunde nutzen und dank Millioneninvestment und DVG seine Marktstellung weiter ausbauen.

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#Hintergrund – Ein Startup, das Hautkrankheiten per Foto beurteilt


Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen OnlineDoctor. Das Schweizer Telemedizin-Startup, das 2016 von Paul Scheidegger, Tobias Wolf und Philipp Wustrow gegründet wurde, sieht sich bereits heute als “Europas führender Anbieter für Teledermatologie”. Bisher war das Unternehmen jedoch nur in der Schweiz aktiv, nun wollen die Jungunternehmer aus St. Gallen auch den deutschen Markt erobern.

Zum Konzept: Nutzer müssen bei OnlineDoctor zunächst einmal ihren Wunsch-DermatologenIn auswählen. “Mithilfe eines eigens entwickelt