#Hintergrund – Der fast schon unheimliche Boom der Beauty-Startups


Beauty-Startups sind derzeit ein echter Trend. Jede Woche poppen derzeit neue Startups, die sich im weitesten Sinne um Kosmetik drehen, auf. Immer mehr ältere Startups buhlen zudem um Aufmerksamkeit. Auch in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” waren Beauty-Startups zuletzt ein Thema. Beauty-Löwin Judith Williams etwa investierte zuletzt 250.000 Euro in NUI Cosmetics. Hinter dem Startup verbirgt sich eine “Produktwelt mit natürlichen und veganen – aber auch stylischen – Kosmetikprodukten”.

Auch das Berliner Startup gitti, ein Startup für veganen Nagellack,war zuletzt bei “Die Höhle der Löwen” unterwegs. gitti-Gründerin Jennifer Baum-Minkus schaffte dabei das absolute Novum! Zum ersten Mal gaben alle Löwen einzeln ein Angebot ab. Am Ende investierten Judith Williams und Dagmar Wöhrl 350.000 Euro in gitti. Der Deal platzte nach der Show aber. Kurze Zeit später investierten aber Grazia Equity und btov Partners 3 Millionen Euro in das Berliner Startup. Auch abseits des Fernsehens sind Beauty-Startups derzeit somit ein Renner.

Auch Seriengründer wie Roman Kirsch (Lesara) und Sebastian Merkhoffer (Fitvia) setzen derzeit auf das Trendthema Kosmetik. Gemeinsam hoben sie kürzlich HappyGlam aus der Taufe.  Auf eBay Kleinanzeigen suchte die Jungfirma zuletzt Testerinnen. Dort hieß es: “Wir sind ein junges, neues Kosmetikunternehmen und suchen Testerinnen für unsere Nagellacke und Gellacke. Hinter dem Hamburger Startup Groomed Rooster, eine neue Brand für Männerpflege, steckt Familonet-Gründers Hauke Windmüller.

Wie lukrativ der Kosmetik-Markt sein kann, zeigt das Beispiel Invincible Brands. Der Konsumgüterkonzern Henkel übernahm im August von Invicible Brands 75 % an den Marken HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me. Henkel zahlte mehr als 300 Millionen Euro dafür. In den zwölf Monaten vor dem Verkauf erwirtschafteten die Marken einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen.

In solche Dimensionen müssen die vielen neuen Startups erst hoch gelangen. Einigen könnte das gelingen, andere werden sicherlich niemals in solche Dimensionen vorstoßen können. Einen Versuch ist es aber immer wert! Nachfolgend einige spannende neue und auch ältere Beauty-Startups.

Über 25 Beauty-Startups, die uns zuletzt über den Weg gelaufen sind

Apricot
Bei Apricot aus Baldham geht es insbesondere um Faltenreduzierung. “Wir entwickeln innovative Beauty- und Healthcare-Produkte mit schnell sichtbarem und zugleich nachhaltigem Effekt. Denn Pflege soll für dich so einfach und unkompliziert wie möglich sein”, teilt das Unternehmen mit.

asEasyasThat
Das junge Startup asEasyasThat, das von Katrin Steinbach gegründet wurde, setzt auf Kosmetik- und Haushaltsprodukte mit einem möglichst geringen CO2-Fußabdruck. Gelingen soll dies “durch den Einsatz von Inhaltsstoffen aus Upcycling und umweltschonender, biotechnologischer Herstellung bis hin zum Zero-Waste Etikett”.

Ave & Edam
Bei Ave & Edam geht es um “personalisierte Pflegeprodukte”, insbesondere um Hautcreme. Das Startup verspricht seinen Kundinnen und Kunden dabei einzigartige Hautpflegeprodukte, die komplett auf persönliche Vorlieben und Anforderungen abgestimmt ist. Gründer sind Franziska Leonhardt und Dominik L. Michels.

Circly
Das Münchner Startup Circly, das von Oliver Kremer, Maximilian Munz gegründet wurde, nutzt “wertvolle Reststoffe, die sonst weggeworfen werden, um daraus hochwertige Naturkosmetik herzustellen”. Das Ziel der Jungunternehmer ist es, eine “ganzheitliche Hautpflege” auf den Markt zu bringen, die “so umweltfreundlich wie irgend möglich ist”.

Formel Skin
Formel Skin aus Berlin, bisher unter True Skin bekannt, bietet “individuelle Lösung gegen Hautunreinheiten”. Das Startup verspricht dabei: “Ein Dermatologe stellt eine Creme mit aktiven Wirkstoffen für Deine Haut zusammen”.Formel Skin wurde 2019 von Anton Kononov und Florian Semler gegründet.

gitti
Das Berliner Startup gitti – zuletzt bei “Die Höhle der Löwen” unterwegs – setzt auf veganen Nagellack. Grazia Equity und btov Partners investieren kürzlich 3 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor investierten bereits Mirko Caspar, Christoph Honnefelder und Caren Genthner in die Jungfirma, die von Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde.

Groomed Rooster
Das Hamburger Startup Groomed Rooster positioniert sich als “neue Brand für Männerpflege, die nicht an der Gürtellinie halt macht”. Es geht somit um Intimpflege! Hinter dem Unternehmen steckt Fave Labs, das neue Startup des Familonet-Gründers Hauke Windmüller. Zur Seite steht ihm Benjamin Reiss.

Handz
Das Essener Startup Handz setzt auf hygienische Kosmetikartikel als Lifestyle-Produkte. So will der Ableger der Firmenschmiede Crealize den Markt der klinischen Desinfektionsmittel und Handreiniger aufmischen. Handz kommt in den Duftnoten Watermelon, Citrus und Aloe Vera daher. 

HappyGlam
Hinter HappyGlam stecken unter anderem Roman Kirsch (Lesara) und Sebastian Merkhoffer (Fitvia). Auf eBay Kleinanzeigen sucht die Jungfirma bereits Testerinnen. Dort heißt es: “Wir sind ein junges, neues Kosmetikunternehmen und suchen Testerinnen für unsere Nagellacke und Gellacke.

Indica Skincare
Bei Indica Skincare finden Onliner eine “natürliche, nachhaltige und zertifizierte CBD-Hautpflegeserie”. Für die Indica Skincare-Gründer Alexander Lacina und Christoph Richter ist die neue Kosmetik-Linie bereits der dritte Anlauf, ein CBD-Startup zum Erfolg zu führen.

Maniko
Bei Maniko dreht sich alles um Nagellackstreifen. Das Startup, das von Georg Blümer und Emma-Mitgründer Max Laarmann ins Leben gerufen wurde, will den “Nagellack neu erfunden” haben. Bei ihren “Nagellackstreifen aus echtem Nagellack” garantieren die Jungunternehmer “14 Tage Farbglanz ohne Absplittern”. 

myATTTD
Das Düsseldorfer Startup myATTTD, das von Daniela Proksch gegründet wurde, positioniert sich als “die erste völlig schamlose Beauty Care Marke, die sich den Tabuthemen junger Erwachsener widmet” Es geht dabei aber wirklich nur um Körperpflegeprodukte. Das angesprochene Tabuthema ist dabei übrigens Intimpflege.

myRapunzel
myRapunzel aus Mannheim verspricht “märchenhaft schönes Haar”. “myRapunzel ist 100% natürlich und somit frei von allen Inhaltsstoffen, die dir und deiner Gesundheit schaden. Zudem verzichten wir vollständig auf Tierversuche”, heißt es auf der Website.

nakt
Das Startup nakt, eine Ausgründung aus der TU Darmstadt, entwickelt nachhaltige Abschminktücher. Vorangetrieben wird das Projekt von Dominique Gerlach, Katharina Rueckert, Sebastian Seibert und Louisa Wenkemann.

Nâmeco Cosmetics
Das Münchner Beauty-Startup Nâmeco Cosmetics setzt auf “regionale, nachhaltige und vegane Kosmetik”. Insbesondere geht es dabei um “hochwertige dermatologische Naturkosmetik”. Hinter Nâmeco stecken die Psychologin Monica Wimmer und die Ärztin Nikola Schuster.

NUI Cosmetics
NUI Cosmetics wurde kürzlich durch einen Auftritt in “Die Höhle der Löwen” bekannt. Judith Williams investierte 250.000 Euro in NUI Cosmetics und sicherte sich dabei 40 % am Unternehmen. Hinter NUI Cosmetics verbirgt sich eine “Produktwelt mit natürlichen und veganen – aber auch stylischen – Kosmetikprodukten”.

Pakahi 
Hinter Pakahi verbirgt sich individuelles Shampoo. Das Startup wurde von Lisa Sobotta und Markus Peetz in Brannenburg gegründet.  Die Idee zu Pakahi entstand “aus einer Alltagssituation heraus vor dem Shampoo Regal im Drogeriemarkt”.

PoBeau
Auch PoBeau war kürzlich bei “Die Höhle der Löwen” zu Gast. Gründerin Sandy Glückstein ist auf ein ganz bestimmtes Körperteil spezialisiert, den Po. Die promovierte Soziologin entwickelte mit PoBeau pflegende Masken für den Po. Im Sortiment befinden sich Produkte gegen Pickelchen, zur Straffung, aber auch zum Bleachen.

Pretty Cheeky Cosmetics
Das Berliner Startup Pretty Cheeky Cosmetics, das von Saman Mischler gegründet wurde, setzt auf Kosmetik und “hochwertige, natürliche und aufregende Inhaltsstoffe”. Dazu schreibt das Team: “We believe that high quality beauty products based on effective natural ingredients does not have to be boring”.

Reflora Skin
Die Jungfirma Reflora Skin kämpft gegen trockene Haut. Das Potsdamer Startup, das von David Baumgarten geführt wird, beschreibt sich selbst als “Akutpflege für neurodermitische Haut”. Dabei verzichtet das Unternehmen “auf unnötige Chemie und bewahrt die nützlichen Bakterien auf der Haut”. Zielgruppe sind aber auch Menschen mit sensibler Haut.

salted
Das junge Berliner Startup salted beschreibt sich selbst als “junge, innovative Kosmetikmarke”. Die Jungfirma, die von Moritz Richter und Florian Karber gegründet wurde, vertreibt Produkte mit natürlichen Wirkstoffen. “Wir vertreiben unsere Produkte in unserem eigenem Online-Shop, unsere Kunden erreichen wir via Influencer Marketing”, teilt das Startup mit.

Shishi Cherie
Schon seit 2015 betreibt das Ehepaar Lucy Leiter und Peter Leiter den Online Shop Shishi Cherie, in dem vor allem koreanische Naturkosmetik im mittleren bis oberen Preissegment angeboten werden. In der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” wollten die Shishi Cherie-Macher zuletzt ihre Produktlinie SoRose an die Löwen bringen.

Striazin
Bei Striazin, das von Colin Farfan Harder gegründet wurde, dreht sich alles um das leidige Thema Dehnungsstreifen und wie man diese “vorbeugen und reduzieren” kann. Gelingen soll dies mit einer ganz besonderen “medizinischen Hautpflege-Creme”, die speziell für Kraftsportler und deren Anforderungen entwickelt wurde.

The Yu Club
Im The Yu Club gibt es verschiedene Beauty-Produkte – darunter Vitamin-Fruchtgummies für gesunde, lange Haare. “Alle Produkte von YU sind vegan, umweltfreundlich, ohne toxische Inhaltsstoffe und umweltschonend”, teilt das Berliner Startup, das unter anderem von Nicholas Fechtner, früher GymEntry, gegründet wurde, mit.

This Place
Hinter This Place, eine “Premium CBD Kosmetik”-Linie des Berliner Cannabis-Startups Sanity Group. “Mit This Place machst Du aus der bloßen Anwendung von Produkten einen Moment, der Dich mit Dir selbst verbindet”, heißt es auf der Website der jungen Kosmetik-Marke.

VeniceBody
Bei VeniceBody aus Hamburg dreht sich alles um “die innovativsten Skincare Produkte für schöne, gesunde und gebräunte Haut”. Das erstes Produkt des Startups war ein “revolutionärer Self Tanning Mousse”. Gegründet wurde VeniceBody von Caroline Schürmann.

Yepoda
Bei Yepoda finden schönheitsbewusste Onliner koreanische Hautpflege, also sogenannte K-Beauty-Produkte. “Bei Yepoda glauben wir fest an die koreanische Expertise, die jahrhundertealten Traditionen, sowie die Beauty-Innovationen des Landes”, teilt das Startup, das von Sander van Bladel und Veronika Strotmann gegründet wurde, mit.

Bonus: Lovoo-Mitgründer Björn Bak setzt auf Sqin, eine eine App, die den E-Commerce im Beauty-Segment ankurbeln soll. “Mit Sqin Select kannst du vorgeschlagene Produkte sogar direkt in der App erwerben und dabei kräftig sparen”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Mit dem Beautyself wiederum will das Bochumer Gründerpaar Olivia und Sebastian Janus Transparenz in den milliardenschweren Hautpflege-Markt bringen. Das Startup positioniert sich dabei als “All-in-One-Community und Plattform für Beauty und Hautpflege”.

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Foto (oben): Shutterstock

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#Hintergrund – Über den großen Millionenrausch im D2C-Segment


In der bunten E-Commerce-Welt – genauer im boomenden Direct to Consumer-Segment – gab es in den vergangenen Jahren einige extrem spannende Exits zu sehen. Und dabei war E-Commerce – bis zur Corona-Krise – zuletzt eher ein Thema, auf das nicht mehr so viele Investoren und Angel-Investoren gesetzt haben. Etlichen Direct to Consumer-Startups gelang es aber dennoch – vor allem über Influencer und Social Media – ihre Zielgruppe zu finden. Eine Zielgruppe, die klassische Marken kaum noch erreichen.

Somit sind diverse Exits an große Unternehmen relativ einfach zu erklären – und auch die hohen Summen, die die Unternehmen dafür gezahlt haben. Im Sommer 2019 etwa sicherte sich Mars die Mehrheit an Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln. Der Kaufpreis soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Noch ganz frisch ist der Verkauf von HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me an Henkel. Das Unternehmen zahlte wohl mehr als 300 Millionen Euro für die drei Marken aus dem Hause Invicible Brands.

Spannend zu sehen ist auch das Netzwerk der erfolgreichen Unternehmen und ihrer Investoren untereinander. Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta etwa unterstützen Fitvia, das zu einer Bewertung von rund 50 Millionen an das Pharmaunternehmen Dermapharm ging. Pascal Zuta und Fitvia-Macher Sebastian Merkhoffer wiederum gehörten auch zu den Geldgebern von Invicible Brands. Lesara-Macher Kirsch und Fitvia-Gründer Merkhoffer gründeten zudem gerade das neue Kosmetik-Startup HappyGlam.

Und Akos Piffko, Ankur Bansal und Sascha Dexler, die zuvor bei Invincible Brands aktiv waren, gründeten 2018 das Berliner Startup Hashtag You. Das Unternehmen positioniert sich als “ambitious brand builder in the field of direct-to-consumer e-commerce”. Momentan ist das Unternehmen unter anderem mit Ava & May (Schmuck und Duftkerzen) unterwegs. TriplePoint Ventures investierte gemeinsam mit Business Angels wie Mario Lebherz, Dirk-Hilmar Kraus, Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller bereits in das junge Berliner Startup.

Seriengründer und Business Angel Kirsch investierte zudem gerade in Yepoda. Beim Berliner Beauty-Startup finden schönheitsbewusste Onliner koreanische Hautpflege, also sogenannte K-Beauty-Produkte. Gründer der Jungfirma sind Sander van Bladel (früher Marketing Director bei Lesara) und Veronika Strotmann (Brand Strategy Director bei Leverate Media). Business Angel Zuta ist zudem gemeinsam mit diversen anderen Angel-Investoren gerade bei salted eingestiegen.

Das junge Berliner Beauty-Startup beschreibt sich selbst als “junge, innovative Kosmetikmarke”. Die Jungfirma, die von Moritz Richter und Florian Karber geführt wird, vertreibt Produkte mit natürlichen Wirkstoffen. Zuta ist zudem auch bei gitti, das gerade von Grazia Equity und btov Partners 3 Millionen bekommen hat, an Bord. In der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” interessierten sich Judith Williams und Dagmar Wöhrl für das Nagellack-Startup, das Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde.

Die Liste mit Investments und Beteiligungen in neue Direct to Consumer-Ideen ließe sich noch “ewig” fortführen. Auffällig ist derzeit ein besonderer Fokus auf Beauty- und Kosmetik-Themen. Dass die Welt der Direct to Consumer aber kein Selbstläufer ist, zeigt das Beispiel Horizn Studios. In den vergangenen Jahren flossen rund 25 Millionen Euro in das Berliner Smart-Luggage-Startup. In der Corona-Krise scheiterte das Unternehmen dann und legte schließlich einen Neustart hin – ohne Investoren.

Spannende D2C-Exits in Deutschland

Alpha Foods
Im Mai 2020 übernahm die belgische Health-Firma Sylphar Alpha Foods, einen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln und veganen Ernährungsprodukten. Das Startup wurde 2015 von Wolfgang Dorfner, der vorher für Google und Facebook gearbeitet hat, gegründet und bis zum kolportierten Millionen-Exit ohne einen einzigen Mitarbeiter betrieben. Vor dem Verkauf soll Alpha Foods zweistellige Millionenumsätze erwirtschaftet haben.

Fitvia
Im Sommer 2019 übernahm das Pharmaunternehmen Dermapharm die Mehrheit an Fitvia (70 %). Die restlichen Anteile behielt Gründer Sebastian Merkhoffer, der das Wiesbadener Startup, das hochpreisige Teesorten verkauft, 2014 gegründet hat. Die Bewertung lag bei rund 50 Millionen Euro. Für den Start von Fitvia, früher als Fittea bekannt, lieh er sich der Firmenlegende zufolge lediglich 500 Euro von seinem Vater. Weiteres Geld pumpten dann Lesara-Gründer Roman Kirsch und Business Angel Pascal Zuta in das 2014 gestartete Startup.

Foodspring
Im Sommer 2019 sicherte sich der Food-Gigant Mars die Mehrheit am Berliner Food-Startup Foodspring, einem Anbieter von Fitnessriegeln, Proteinshakes und Nahrungsergänzungsmittel. Das Food-Unternehmen, das 2013 von Philipp Schrempp und Tobias Schüle sowie Econa gegründet wurde, lieferte seine Produkte damals weltweit in 17 Länder. Der Kaufpreis für Foodspring, früher auch als egg bekannt, soll bei rund 250 Millionen Euro gelegen haben. Investoren waren unter anderem btov Partners und der Medienkonzer Ringier.

Invicible Brands
Der Konsumgüterkonzern Henkel übernahm im August 2020 von Invicible Brands 75 % an den Marken HelloBody, Banana Beauty sowie Mermaid+Me. Henkel zahlte mehr als 300 Millionen Euro dafür. In den zwölf Monaten vor dem Verkauf erwirtschafteten die Marken einen Umsatz in Höhe von 100 Millionen. Invincible Brands wurde 2015 von Gennadi Tschernow und Björn Keune gegründet. Capital D übernahm 2018 die Mehrheit an der E-Commerce-Schmiede. Zuvor pumpten Pascal Zuta, Stefan Behrens und Sebastian Merkhoffer Geld in das Unternehmen.

JuwelKerze
Die Londoner Private-Equity-Gesellschaft Equi­sto­ne Part­ners Eu­ro­pe übernahm im Frühjahr 2018 das Berliner Startup Ju­wel­Ker­ze an. Das Unternehmen (Schmuck in Kerzen), das 20102 von Martin Werle und Marius Stolarski gegründet wurde, flog vorher jahrelang komplett unter dem Szene-Radar. Equi­sto­ne investiert in der Regel in Unternehmen mit einer Bewertung von 50 bis 500 Millionen Euro. Die Bewertung von Ju­wel­Ker­ze soll damals bei rund 50 Millionen Euro gelegen haben.

Daneben investierte der Nivea-Hersteller Beiersdorf Ende 2019 in das koreanische Hautpflege- und Technologie-Startup LYCL – und wurde dabei laut eigenen Angaben zweitgrößter Gesellschafter. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und betreibt mehrere verschiedene Geschäftsmodelle – darunter eine eigene Hautpflegemarke. Zudem übernahm Beiersdorf im Februar 2020 die Naturkosmetikmarke Stop The Water While Using Me, die 2011 an den Start ging.

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Swiss Re investiert in Getsafe – bookingkit bekommt Millionen – Visionaries Club investiert in Tacto


Im aktuellen #DealMonitor für den 7. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

GetSafe
+++ Der Versicherungsriese Swiss Re investiert in Getsafe.  Seit 2015 digitalisiert das InsurTech die Versicherungswelt. Earlybird, CommerzVentures und weitere Bestandsinvestoren investierten zuletzt 15 Millionen Euro in die Heidelberger Jungfirma, die sich anfangs als “Versicherungsmanager für die Hosentasche” positionierte. Inzwischen ist Getsafe ein Vollversicherer, ein “digitaler Versicherungsanbieter”. Zielgruppe: Millennials. Der Einstieg von Swiss Re ist der erste Teil einer größeren Investmentrunde, die rund 50 Millionen US-Dollar umfassen soll. Hintergründe gibt es nur im aktuellen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

bookingkit
+++ Das Medienunternehmen Müller Medien, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Business Angel wie Robert Kabs investieren eine unbekannte Summe in bookingkit. Das Berliner Startup, das 2014 von Christoph Kruse und Lukas Hempel gegründet wurde, positioniert sich als Software-as-a-Service-Lösung für Touren-, Attraktionen- und Aktivitätenanbieter. Wie aus dem Umfeld der Geldgeber zu hören ist, liegt die Investitionssumme bei rund 5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr investierten Intermedia, das Medienunternehmen Müller Medien und der High-Tech Gründerfonds bereits einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in das inzwischen profitable Unternehmen. Hintergründe gibt es im aktuellen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Tacto
+++ Der junge Geldgeber Visionaries Club und UVC Partners investieren in Tacto. Beim Münchner Startup dreht sich alles um das ganz große Thema Beschaffungswesen. “We believe that modern procurement deserves a modern solution to focus on strategic efforts instead of transactional activities”, heißt es auf der Website des jungen Unternehmens, das von André Petry, Nico Bentenrieder und Johannes Groll gegründet wurde. Hintergründe gibt es im aktuellen ds-Insider-Podcast. #EXKLUSIV

Keller Sports
+++ Die Co-Investor Gruppe und Reimann Investors investieren 10 Millionen Euro in die KELLER Group bzw. Keller Sports. “Die Mittel fließen unter anderem in den Ausbau der Premium-Mitgliedschaft, in das weitere starke Wachstum der Keller sMiles App und ihrer Community sowie in die visionäre Weiterentwicklung der Consumer Experience in den international agierenden Onlineshops von Keller Sports und Keller x”, teilt das Unternehmen mit.

3YOURMIND
+++ EnBW New Ventures (ENV), der Risikokapital-Tochter von EnBW, UVC Partners, AM Ventures, TRUMPF Venture und coparion investieren 4,7 Millionen Euro in 3YOURMIND. Das Berliner Startup, das 2014 von Aleksander Ciszek und Stephan Kuehr gegründet wurde, positioniert sich als “Anbieter von Software-Lösungen für die Additive Fertigung (Industrieller 3D-Druck)”. 2017 konnte das Startup bereits 10 Millionen einsammeln.

Morpheus Space
+++ In-Q-Tel, der Investmentarm des US-Geheimdienstes CIA, investiert in das Dresdner Startup Morpheus Space – siehe WiWo. An der Investmentrunde beteiligen sich auch der US-Investor Pallas Ventures, Airbus Ventures und Vsquared Ventures. Das 2018 gegründete Unternehmen entwickelt einen Ionenantrieb für Satelliten.

Everdrop
+++ Holtzbrinck Ventures, Lesara-Gründer Roman Kirsch und Chris Wichert, Gründer von Koio, investieren eine siebenstellige Summe in das Münchner Startup everdrop. Das 2019 von Christian Becker, Daniel Schmitt-Haverkamp und David Löwe gegründete Unternehmen vertreibt nachhaltig produzierte und vegane Haushaltsprodukte.  Better Ventures, also Christoph Behn, Sven Bauer, Gerald Kullack, Björn Kolbmüller und Fitvia-Gründer Sebastian Merkhoffer investierten zuvor bereits eine sechsstellige Summe in das Startup.

gitti 
+++ Grazia Equity und btov Partners investieren 3 Millionen Euro in das Berliner Nagellack-Startup gitti – siehe Gründerszene. Zuvor investierten bereits Mirko Caspar, Christoph Honnefelder und Caren Genthner in die Jungfirma, die von Jennifer Baum-Minkus gegründet wurde. In der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” interessierten sich Judith Williams und Dagmar Wöhrl für das Startup. Der Deal über 350.000 Euro platzte aber nach der Show.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): azrael74

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#Hintergrund – gitti: Ein Investorentraum jenseits der Sweet Spots


gitti-Gründerin Jennifer Baum-Minkus schaffte das absolute Novum in “Die Höhle der Löwen”: zum ersten Mal gaben alle fünf Löwen einzeln ein Angebot ab, und dann auch noch genau das, was sie selbst vorgeschlagen hatte. Doch die Gründerin sorgte noch für Einiges mehr an “Nie-dagewesenem”: Carsten Maschmeyer wollte in Kosmetik investieren, und Dagmar Wöhrl gab sich als Co-Investorin mit circa 1,3 % zufrieden. Aber wie können es GründerInnen schaffen, Investoren so sehr zu begeistern, dass sie derart über ihre sonst scheinbar so festgesteckten Grenzen gehen?

Normalerweise haben Investoren bezüglich ihres Investitionsverhaltens recht feste Grenzen, die sie nie oder nur in Ausnahmefällen überschreiten. Bei vielen bezieht sich das auf die Phase und vor allem die Summe pro Startup, die sie investieren. Auch die Anteile, die sie nach der Kapitalerhöhung halten wollen, aber auch die Branchen oder sogar die Art der Geschäftsmodelle, bewegen sich meist in einem gewissen Rahmen. So gibt es zum Beispiel Investoren, die sich auf Wachstumsrunden im Bereich B2B-Software mit SaaS-Modellen spezialisiert haben. Andere sind etwas breiter aufgestellt und professionelle Fonds haben oft sogar mehrere Bereiche, die thematisch nicht unbedingt miteinander zu tun haben müssen. Diese Spezialisierungen und Schwerpunkte werden im Branchenjargon oft auch “Sweet Spot” genannt.

Und sie sind viel mehr als einfach nur eine Präferenz: Ein gut definierter Sweet Spot sorgt dafür, dass sich Erfahrungen, wertvolle Learnings und Best Practices herausbilden, die die Erfolgswahrscheinlichkeit weiterer Investments und damit des Investors oder des Fonds erheblich steigern können. Denn wer immer nur in eCommerce Startups in der Frühphase investiert, hat irgendwann eine ungeheure Expertise dazu aufgebaut, worauf man dabei achten muss, was diese Startups brauchen und wo die größten Stolperfallen drohen. Und eine Erfolgswahrscheinlichkeit durch verbesserte Auswahl und Vermeidung von Fehlern von zum Beispiel 10 % auf 20 % zu erhöhen bedeutet eben schließlich auch bares Geld. Ein weitere Aspekt ist das Kontaktnetzwerk: Gerade Business Angels investieren in Branchen, in denen sie einerseits schon Expertise haben, weil sie vielleicht ihr Berufsleben dort verbracht haben und eben auch viele gute Kontakte dort haben, die den Startups maßgeblich weiter helfen können. Gerade diese Netzwerke werden auch von den Löwen immer wieder in den Verhandlungen genannt, denn ein guter Kontakt z.B. zu einem zukünftigen potenziellen Großkunden oder in den Einzelhandel kann oft mehr wert sein als die Investmentsumme selbst. Das kann erheblich die Wachstumsgeschwindigkeit beeinflussen, und damit nicht nur die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen, sondern auch den Kapitalbedarf senken und die Bewertung bei zukünftigen Investitionsrunden erhöhen. Und schließlich entstehen in den durch den Sweet Spot geformten Portfolios von Investoren auch zwischen den Startups oft Synergien bis hin zu Kooperationen, die diese noch weiter nach vorne bringen können.

Die Bildung und Pflege eines solchen Sweet Spots ist für einen Investor also praktisch erfolgkritisch. Und genau deswegen hört man auch von den Löwen bei ihrem Ausstieg so häufig das Argument, dass sie sich mit dem Thema nicht wirklich auskennen. Sätze wie “Das ist nicht mein Business” oder “Ich kann da nicht so wirklich helfen” repräsentieren oft die Tatsache, dass das Startup eben so weit außerhalb des Sweet Spots liegt.

Wie hat es also nun gitti geschafft, alle fünf der anwesenden Löwen – so unterschiedlich wie sie sind – für sich zu begeistern? Den Sweet Spot von Judith Williams trifft gitti wohl thematisch so genau, dass der starke Auftritt der Gründerin sogar die sonst eher unübliche einstellige Prozentzahl bei den Anteilen wettmachen konnte. Dagmar Wöhrl baut gerne starke Marken im Handel auf und hat auch noch eine immer stärker werdende Vorliebe für nachhaltige Themen, während Ralf Dümmel hier ein starkes Produkt für den Handel sah. Georg Kofler begeisterte sich sicherlich für die bisher schon recht erfolgreiche Vermarktung über Online und Social Media Kanäle, Marketing-Ausgaben von unter 5 % des Umsatzes zeigen hier ein starkes Potenzial für ihn und seine Social Chain.

Doch die große Überraschung war Carsten Maschmeyers Angebot, da er erklärtermaßen nicht in Kosmetik-Startups investiert. gitti liegt also weit außerhalb seines Sweet Spots, den er zumindest im Rahmen von “Die Höhle der Löwen” noch nie so weit verlassen hat. Wie also ist es der Gründerin gelungen, einen so erfahrenen Investor trotzdem zu überzeugen? Zum einen war sie sehr sicher in ihrer Argumentation und hat ihre Unternehmenszahlen so präsentiert, dass ihr Business umso stärker wirkte. Denn ihr Gesamtumsatz, wenn auch nicht gerade gering, rechtfertigte ihre Bewertung alleine nicht.

Doch die Tatsache, dass sie diesen in nur neun verkaufsoffenen Tagen erzielt hatte und nach jeder Öffnung des Online-Shops praktisch ausverkauft war, lässt, zusammen mit den Marketing-Kennzahlen, großes Potenzial erahnen. Ihr Produkt ist innovativ und im Bereich Nachhaltigkeit voll im momentanen Trend. Doch gerade von Carsten Maschmeyer hört man auch immer wieder Fragen zum Hintergrund der Gründer, und hier punktete Jennifer mit ihre Motivation und Liebe zu ihrem Produkt sowie starkem beruflichen Werdegang erst recht. Zusammen mit ihrer starken Präsentation ergab das einfach ein Paket, dem kein Investor widerstehen kann: Herausragende GründerInnen mit ebenso starken ersten Zahlen sind gerade für einen Investor, der zwar nicht unbedingt in der speziellen Branche, aber im Allgemeinen trotzdem weitreichende Kontakte und Erfahrungen hat, dann doch einfach zu interessant. Sweet Spot hin oder her.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

#aktuell, #beauty, #die-hohle-der-lowen, #gitti, #reloaded

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#DealMonitor – Burda übernimmt Mehrheit an nebenan.de – Hypatos bekommt 10 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 1. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

nebenan.de
+++ Das Medienhaus Hubert Burda Media investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de. Burda übernimmt dabei die Mehrheit (61 %) am jungen Unternehmen. “Burda löst an dieser Stelle mehrere Finanzinvestoren ab und ermöglicht somit dem Team von nebenan.de, den bisher erfolgreich bestrittenen, gemeinwohlorientierten Weg weiterzugehen”, teilt das Startup mit. Neben Burda – seit 2018 bei nebenan.de an Bord – bleiben die Deutsche Tele Medien, die Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft und pd ventures, der Venture-Arm der Mediengruppe Pressedruck Augsburg, weiterhin am Unternehmen beteiligt. Im Rahmen der Mehrheitsübernahme steigen Lakestar sowie Angel-Investoren wie Philipp Kreibohm, Felix Haas, Johannes Schaback, David Khalil und Lukas Brosseder aus. Die nebenan.de-Macher Ina Remmers, Till Behnke und Christian Vollmann bleiben weiter beteiligt. Mitgründer Vollmann steigt aber aus dem operativen Geschäft aus. nebenan.de verfügt nach eigenen Angaben über 1,6 Millionen Nutzer. Der Umsatz der Jungfirma soll im einstelligen Millionenbereich liegen. Bis Ende 2018 flossen bereits knapp 25 Millionen in das Unternehmen, das 2015 gegründet wurde. Der Verlust summiert sich auf 12,6 Millionen Euro. International konkurriert nebenan.de mit Dickschiffen wie nextdoor. In Deutschland konnte das Unternehmen bisher nicht landen, nimmt aber derzeit wohl wieder einen neuen Anlauf.

Hypatos
+++ Blackfin Tech, Grazia Equity, UVC Partners und Plug and Play Ventures investieren 10 Millionen Euro in Hypatos. Das Unternehmen aus Potsdam, das 2018 von Uli Erxleben und Janosch Novak als Spin-Off von Smacc gegründet wurde, entwickelt ein System, um Backoffice-Prozesse mit Hilfe von Deep Learning-Technologie zu automatisieren. Das junge “Unternehmen wird die Finanzierungsmittel in die Erweiterung seines Portfolios von Machine Learning Modellen fließen lassen, um weitere Anwendungsgebiete und Geschäftsprozesse zu erschließen”. Hypatos beschäftigt derzeit 40 Mitarbeiter.

farmy.ch
+++ Triodos Organic Growth Fund und weitere Investoren investieren 10 Millionen Schweizer Franken in den Online-Supermarkt farmy.ch. “Insbesondere wird Farmy die Neuinvestition dazu nutzen, die eigene E-Mobil-Flotte sowie die Liefergebiete und die Fulfillment-Kapazitäten auszubauen”, teilt das Unternehmen mit. Im ersten Halbjahr steigerte farmy.ch seinen Umsatz  im Vergleich zum Vorjahr um 160 %. “Mit einem Umsatz von 11,5 Millionen Franken in diesem Zeitraum konnte das junge Unternehmen seine Position als drittgrösster Online-Lebensmittelhandel der Schweiz weiter stärken”, heißt es aus dem Unternehmen.

Semalytix
+++ btov Partners, Fly Ventures und einige Angel-Investoren investieren 4,3 Millionen Euro in Semalytix – siehe TechCrunch. Das junge Startup aus Bielefeld liefert Unternehmen zu konkreten Fragestellungen Auswertungen quasi aller verfügbaren Daten. “Wir erschließen vormals unstrukturierte Daten – digitale Texte -, strukturieren und analysieren die Inhalte, und lassen sie Zusammenhänge interaktiv erklären. Die Jungfirma wurde 2015 von Philipp Cimiano, Roman Klinger, Matthias Hartung und Janik Jaskolski gegründet.

Clinaris
+++ Mehrere Family Offices – darunter  Tertium und Kalodion –  investieren 2,6 Millionen Euro in Clinaris. Beim Münchner Startup, das 2014 gegründet wurde, geht es um Krankenhaus-Hygiene durch Echtzeit-Tracking von Medizinprodukten. “Das Kapital aus der Finanzierungsrunde werde genutzt, um die Expansion voranzutreiben und die nationalen und internationalen Vertriebsteams weiter zu stärken”, teilt das Unternehmen mit.

PriceHubble
+++ Helvetia Venture Fund und Swiss Life sowie SORAVIA und Frank Strauss investieren in das Schweizer Proptech PriceHubble. In der Presseaussendung ist von einer “Multi-Millionen-Finanzierungsrunde” die Rede. PriceHubble, das 2016 von Markus Stadler und Stefan Heitmann gegründet wurde, ermöglicht “Akteuren im Immobiliensektor fundierte Immobilien- und Investitionsentscheidungen auf Basis datengetriebener Erkenntnisse”.

Pace 
+++ Der Mobilitätsdienstleister DKV Mobility steigt bei Pace ein. Das 2015 gegründete Karlsruher Startup bietet mit der Connected Car Nachrüstlösung Pace Link eine Vielzahl sogenannter Microservices rund um das vernetzte Fahrzeug an. Im vergangenen Jahr stieg bereits der Esslinger Automobilzulieferer Eberspächer bei Pace Telematics ein. “DKV und Pace haben sich auf eine strategische Partnerschaft verständigt und der DKV übernimmt in diesem Zuge heute eine Minderheitsbeteiligung an Pace”, teilen die Unternehmen mit.

Travizory
+++ Atlantic Labs investiert 2 Millionen US-Dollar in das junge Schweizer Startup Travizory – siehe startupticker.ch. Das Unternehmen aus Neuchatel entwickelt ein System, um Grenzübertritte sicherer zu machen. Über Travizory können Grenzbeamte auf Informationen von Reisenden zugreifen, beispielsweise auf Personaldaten, vergangene Reiserouten und Gesundheitsdaten wie Covid19-Testergebnisse und Impfpässe.

EXITS

scoyo
+++ Das niederländische Unternehmen Futurewhiz, das die Online-Lernplattform Squla betreibt, kauft dem TV-Sender Super RTL die Lernplattform scoyo ab. “Über die Höhe der Investitionssumme haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart”, teilen die Unternehmen mit. scoyo richtet sich an Schüler der Klassen 1 bis 7. Für die Nutzung  zahlen Eltern einen festen Betrag ab 9,99 Euro monatlich. Das Unternehmen ging 2008 als Projekt des Medienhauses Bertelsmann an den Start. 2009 wanderte das Startup unter das Dach von Super RTL.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

GRPSTAR
+++ In der ersten Folge der achten Staffel investierte Pharma-Löwe Nils Glagau 85.000 Euro in GRPSTAR (19 %), einem neuen Stollensystem für Fußballschuhe. Zielgruppe der Jungfirma sind Profis sowie Wald- und Wiesenfußballer. Das Unternehmen wurde von Manuel Kössl und David Krusch gegründet. Das junge Team kam in die Vox-Show, um 85.000 Euro einzusammeln. Dafür wollten sie allerdings nur 10 % der Firmenanteile abgeben.

flapgrip
+++ In der ersten Folge der achten Staffel investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 125.000 Euro in flapgrip (25 %), eine Smartphone-Halterung. Das Startup, das von Philip Deml und Cem Dogan ins Leben gerufen wurde, dient als Navi-Halterung im Auto und als Media-Ständer, soll optimal in der Hand liegen und kann am Laptop für freihändige Video-Calls befestigt werden. Das Team kam in die Vox-Show, um 125.000 Euro (15 %) einzusammeln.

gitti
+++ In der ersten Folge investierten Beauty-Löwin Judith Williams und Familien-Löwin Dagmar Wöhrl 350.000 Euro in gitti (9,3 %), einem Startup für veganen Nagellack. Wobei Wöhrl bei diesem Doppel-Löwinnen-Deal nur 50.000 Euro übernahm. Gründerin Jennifer Baum-Minkus kam in die Show, um 300.000 (8 %) einzusammeln. Der Deal platzte nach der Show leider. Offenbar konnten sich das gitti-Team und die Löwinnen nach der Show nicht auf die Bewertung einigen.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): azrael74

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#Hintergrund – Grpstar, Yumbau, flapgrip, Charge-X, gitti treten vor die Löwen #DHDL


Auch in der achten Staffel der erfolgreichen Vox-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” (DHDL) wittert das Löwenrudel wieder Woche für Woche ganz fette Beute. Die Jury besteht in dieser Staffel aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Nun aber wieder schnell rein in die Löwengrube: Hier die Startups der aktuellen Folge, die wieder um 20:15 Uhr bei Vox über den Bildschirm geht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Die DHDL-Startups der Woche

GRPSTAR 
Manuel Kössl (37) und David Krusch (25) sind begeisterte Fußballer. Nichts ärgert sie dabei mehr als ein Gegentor, weil der Mitspieler unnötig ausrutscht oder man selbst den Halt verliert. Um das Ausrutschen auf tiefen oder nassen Rasen zu verhindern, nutzen Fußballer Stollen unter ihren Schuhen. Der Nachteil: Sie nutzen sich schnell ab und müssen ausgetauscht werden. Mit GRPSTAR kombinieren die beiden Maschinenbauingenieure viele Vorteile in einem Produkt: Die mehrteilige Ausführung der GRPS kann zu unterschiedlichen Höhen kombiniert und den Boden- und Wetterverhältnissen angepasst werden. Durch die neu entwickelte Form dringt der Stollen tiefer in den Boden ein, gibt mehr Halt und schont die Fußsohle. Hochwertiges Aluminium und eine robuste Edelstahlschraube versprechen eine lange Lebensdauer. Zum Einsatz kommen die Stollen von GRPSTAR bereits in der Champions League. Aber nicht nur die Profis gehören zu ihrer Zielgruppe, sondern vor allem auch der gesamte Amateurbereich. Für Marketing und Vertrieb benötigen die Gründer 85.000 Euro, im Gegenzug bieten sie 10 Prozent ihrer Firmenanteile.

Yumbau 
Hongmei “Ivy” Zhang (29) ist im Norden Chinas aufgewachsen. Schon immer hat sie gerne mit ihrer Oma für die ganze Familie gekocht – am liebsten Dim Sums. An der TU München hat sie Kevin Bru¨ck (26) kennengelernt, dem sie ihre gefüllten Teigtaschen zum Probieren gab. Er war so davon begeistert, dass die Idee entstand, die besten Dim Sums der Welt nach Deutschland zu bringen. “Das Problem: Ihre frisch gemachten Dim Sums bestehen aus rein natürlichen Zutaten. Aber länger haltbare Dim Sums für den Handel zu produzieren, ohne künstliche Zusätze, hat bisher noch niemand geschafft”, erklärt Kevin Brück. Daher haben sich die beiden Gründer Hilfe von der TU München und dem Fraunhofer Institut geholt und bringen nach drei Jahren Entwicklungszeit sechs Dim-Sum-Sorten “Made in Germany” auf den Markt. Die passenden Soßen “Spicy Safran” und “Classic Dim Sum” runden das Angebot der beiden Mu¨nchener ab. Um die Produktionskapazitäten und den Vertrieb auszubauen, benötigen die Münchner 300.000 Euro und bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

flapgrip 
Philip Deml (29) ist erfolgreicher Influencer mit den Schwerpunkten Mode, Reisen und Business. Sein Smartphone ist daher sein ständiger Begleiter, aber immer wieder kamen die Fragen auf: Wie hält man das Handy am besten? Wie kann man seinen Alltag noch weiter verbessern. Für verschiedene Alltagssituationen werden separate Handyhalterungen benötigt: ob zur Befestigung im Auto, um Selfies zu machen oder um Videos zu schauen. Gemeinsam mit seinem Co-Founder Cem Dogan hat er flapgrip entwickelt, das all diese Probleme lösen soll. Die multifunktionale Smartphone-Halterung dient als Navi-Halterung im Auto und als Media-Ständer, soll optimal in der Hand liegen und kann am Laptop für freihändige Video-Calls befestigt werden. Der flapgrip ist besonders schmal und lässt sich auf alle Smartphones und Hüllen aufkleben. Mit Hilfe der Löwen möchten die Gründer flapgrip auf jedes Smartphone bringen. Dazu benötigen sie 125.000 Euro und bieten den Investoren 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

ChargeX 
Das Thema E-Mobilität gewinnt immer mehr an Relevanz im Alltag und doch gibt es immer noch ein Problem: Für all die E-Autos sind einfach zu wenig Ladestationen vorhanden. “Mal hier und dort eine Ladestation aufzubauen, wird nicht funktionieren, wenn wir alle zum Großteil in Zukunft elektrisch unterwegs sein werden. Wir müssen daher Möglichkeiten schaffen, um einfach und vor allem nebenbei die Fahrzeuge aufzuladen”, so Tobias Wagner (27). Genau das möchten er und Michael Masnitza (27) mit ihrem Start-up ChargeX realisieren. Aqueduct ist ein modulares Ladesystem, funktioniert wie eine Mehrfachsteckdose und ermöglicht das zeitversetzte Aufladen von mehreren Autos an einer Ladestation. “Es lässt sich extrem einfach installieren und ist ein smarter Weg, alle Stellplätze in einem Parkhaus zu Ladeplätzen umzubauen”, erklärt Michael Masnitza die Vorteile. Um ihr Produkt überall anbieten zu können, benötigen die Jungunternehmer 1.000.000 Euro und bieten dafür 16,7 Prozent ihrer Anteile.

gitti 
Jennifer Baum-Minkus (35) möchte mit ihrem Start-up die Nagellackwelt revolutionieren. Ihre Recherchen haben ergeben, dass ein Großteil der am Markt erhältlichen Nagellacke Inhaltsstoffe enthalten, die in Verdacht stehen, gesundheitsschädigend zu sein. Auch werden bei einigen Lacken gequetschte Schildläuse und Fischschuppen als Farbpigmente eingesetzt. Dazu kommt der strenge, beißende Geruch. Das möchte die Gründerin ändern: “Ich will einen Nagellack ohne Lack und ein Produkt ohne diese schädlichen Inhaltsstoffe.” Die Nagelfarben basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen, sind vegan und tierversuchsfrei. Nach über eineinhalb Jahren Forschung und Entwicklung erfolgte im letzten Jahr der Launch der ersten gitti-Kollektion. In weniger als zwei Stunden war das Produkt online ausverkauft. Um das Unternehmen und die Marke gitti weiter aufzubauen, möchte Jennifer Baum-Minkus einen strategischen Partner an ihrer Seite. Ihr Angebot an die Löwen: 300.000 für acht Prozent.

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Foto (oben):   TVNOW / Stefan Gregorowius

#aktuell, #charge-x, #die-hohle-der-lowen, #flapgrip, #gitti, #grpstar, #yumbau

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#Hintergrund – 10 Startups, die wir bald bei #DHDL sehen


Am 31. August startet endlich die achte Staffel der erfolgreichen Vox-Show “Die Höhle der Löwen“. Die wichtigste Änderung: Das Löwenrudel geht ab sofort nicht mehr dienstags, sondern montags um 20:15 Uhr auf die Jagd nach den besten Deals. Der Kölner TV-Sender geht damit der qoutenstarken ProSieben-Sendung “The Masked Singer” aus dem Weg. Nun konkurriert die Gründer-Show stattdessen mit “Wer wird Millionär?” um das lineare TV-Publikum. In dieser Staffel gibt es acht Folgen.

Eine weitere Änderung betrifft die Jury! Diese besteht in dieser Staffel, die im Frührjahr gedreht wurde, aus dem Regal-Löwen Ralf Dümmel, dem Pharma-Löwen Nils Glagau, dem Influencer-Löwen Georg Kofler, dem Sales-Löwen Carsten Maschmeyer, der Beauty-Löwin Judith Williams, der Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und erstmals dem GreenTech-Löwen Nico Rosberg. Der ehemalige Formel 1-Weltmeister ist inzwischen als Investor und “Nachhaltigkeitsunternehmer” unterwegs.

Zum Hintergrund: Die Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” läuft seit 2014 bei Vox und ist die erfolgreichste Primetime-Eigenproduktion in der fast 30-ährigen Geschichte des Kölner Senders. In den vergangenen Jahren erreichte “Die Höhle der Löwen”  Rekord-Quoten von bis zu 3,41 Millionen Zuschauern ab 3 Jahren sowie bis zu 21,5 % Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Im Wettwerb mit “The Masked Singer” musste die Erfolgsshow aber im Frühjahr etwas Federn lassen.

Vox verspricht in der neuen Staffel “faszinierende Sport-Startups mit Ideen aus den Bereichen Tennis, Fußball und Fitness sowie einem speziellen Trainingsprogramm nur für Mütter. Außerdem wird ‘Die Höhle der Löwen’ immer grüner: Es pitchen Gründer aus den Feldern Elektromobilität, Verpackungsinitiativen, innovative Baustoffe und Plastikmüllvermeidung. Darüber hinaus präsentieren sich Food-Start-ups mit kulinarischen Ideen aus China, Lateinamerika und Griechenland”.

Einge der Startup aus der neuen Staffel sind bereits bekannt. Wir stellen die bisher bekannten neuen Startups an dieser Stelle einmal gebündelt vor!

Startups, die wir bald bei #DHDL sehen

bruXane
bruXane hatten wir schon im Frühjahr erwartet. Jetzt klappt es aber sicherlich”. Die bruXane-Macher Bianca Berk und Jörg Köhler wollen die Investoren mit ihrem Startup begeistern, einer modernen Zahnschiene, die die Zähne schützen und die Knirsch-Aktivität reduzieren soll. Somit könnten Folgesymptome wie Kopf-, Nacken-, Gesichts-, Rücken-, Schulterschmerzen und Tinnitus gelindert oder sogar ganz eliminiert werden.

ChargeX
Das Thema E-Mobilität gewinnt immer mehr an Relevanz und doch gibt es immer noch ein Problem: Für all die E-Autos sind zu wenig Ladestationen vorhanden. Genau das möchten Tobias Wagner und Michael Masnitza mit ChargeX lösen. Aqueduct ist ein modulares Ladesystem, funktioniert wie eine Mehrfachsteckdose und ermöglicht das zeitversetzte Aufladen von mehreren Autos an einer Ladestation. Es lässt sich einfach installieren und ist ein smarter Weg, alle Stellplätze in einem Parkhaus zu Ladeplätzen umzubauen.

GRPSTAR

Manuel Kössl und David Krusch sind begeisterte Fußballer. Nichts ärgert sie dabei mehr als ein Gegentor, weil der Mitspieler unnötig ausrutscht oder man selbst den Halt verliert. Um das Ausrutschen auf tiefen oder nassen Rasen zu verhindern, nutzen Fußballer Stollen unter ihren Schuhen. Mit GRPSTAR kombinieren die beiden Maschinenbauingenieure viele Vorteile in einem Produkt: Die mehrteilige Ausführung der GRPS kann zu unterschiedlichen Höhen kombiniert und den Boden- und Wetterverhältnissen angepasst werden.

flapgrip
Philip Deml ist erfolgreicher Influencer mit den Schwerpunkten Mode, Reisen und Business. Sein Smartphone ist daher sein ständiger Begleiter. Gemeinsam mit seinem Co-Founder Cem Dogan hat er flapgrip entwickelt. Die multifunktionale Smartphone-Halterung dient als Navi-Halterung im Auto und als Media-Ständer, soll optimal in der Hand liegen und kann am Laptop für freihändige Video-Calls befestigt werden. Der flapgrip ist besonders schmal und lässt sich auf alle Smartphones und Hüllen aufkleben.

gitti
Jennifer Baum-Minkus möchte mit ihrem Startup gitti die Nagellackwelt revolutionieren. Ihre Recherchen haben ergeben, dass ein Großteil der am Markt erhältlichen Nagellacke Inhaltsstoffe enthalten, die in Verdacht stehen, gesundheitsschädigend zu sein. Auch werden bei einigen Lacken gequetschte Schildläuse und Fischschuppen als Farbpigmente eingesetzt. Dazu kommt der strenge, beißende Geruch. Das möchte die Gründerin ändern. Die Nagelfarben basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen, sind vegan und tierversuchsfrei.

Gomago
Alles begann mit einer Marderplage auf dem heimischen Dachboden. Da Rentner Klaus Skottki keine optimale Lösung für die lästigen Plagegeister gefunden hat, nahm er die Sache selbst in die Hand und entwickelte Gomago – eine Art Duftspender für Haus und Auto, der die Tiere durch ein künstliches Pheromon fernhält. Aus seinem Hobby soll nun ein großes Business werden.

not less but better
Fast jeder besitzt ein Smartphone und durch die vielen Funktionen der Mobiltelefone hält man das Gerät öfter in der Hand, als es nötig wäre. Im Extremfall endet dieses Verhalten in der “Handysucht”. Mit ihrer App “not less but better” wollen die Gründer Selcuk Aciner, Christina Roitzheim und Marius Rackwitz etwas dagegen tun. Statt auf einen radikalen Verzicht, setzen die Gründer auf eine Verhaltenstherapie, bestehend aus interaktiven Audio- und Textübungen, die dem Nutzer helfen sollen, das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren.

PoBeau
Es gibt Hautpflegemasken für Gesicht, Hände, Füße – eigentlich für den ganzen Körper. Sandy Glückstein hat sich allerdings auf ein ganz bestimmtes Körperteil spezialisiert, den Po. Denn auch ein Po will gepflegt werden. Die promovierte Soziologin hat mit PoBeau pflegende Masken für den Po kreiert. Im Sortiment befinden sich Produkte gegen Pickelchen, zur Straffung, aber auch zum Bleachen. Noch gehört Glückstein zu den Ersten auf dem deutschen Markt.

vly
“Vlyheit für alle Kühe!” Mit diesem Wortspiel machen Nicolas Hartmann, Niklas Kattner und Moritz Braunwarth auf ihre Milchalternative vly aufmerksam. Viele Alternativprodukte können nicht mithalten, wenn es um die Nährstoffdichte von Kuhmilch geht. Deshalb setzen die Gründer auf die nährstoffreiche Erbse als Basis für ihr Getränk.

Yumbau
Hongmei “Ivy” Zhang ist im Norden Chinas aufgewachsen. Schon immer hat sie gerne mit ihrer Oma für die ganze Familie gekocht – am liebsten Dim Sums. An der TU München hat sie Kevin Brück kennengelernt, dem sie ihre gefüllten Teigtaschen zum Probieren gab. Er war so davon begeistert, dass die Idee entstand, die besten Dim Sums der Welt nach Deutschland zu bringen. Länger haltbare Dim Sums für den Handel zu produzieren, ohne künstliche Zusätze, hat bisher noch niemand geschafft.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (1. Staffel)“.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben):  TVNOW / Vox

#aktuell, #bruxane, #die-hohle-der-lowen, #flapgrip, #gitti, #gomago, #grpstar, #not-less-but-better, #pobeau, #vly, #yumbau

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