Zivilfahnder Kay Tegtmeyer: Sein Vermächtnis

Kay Tegtmeyer war jahrelang Zivilfahnder in Hamburg-Billstedt, nun starb er an Krebs. Zuvor erzählte er uns, wie er sich in dem Arbeiterstadtteil Respekt verschaffte

#hamburg

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Minijobs: “Mit 1.180 Euro im Monat bin ich safe”

Viele Menschen in Hamburg haben sich gegen ein klassisches Erwerbsmodell entschieden – Menschen wie Eve Berkhahn. Sie trifft die Corona-Krise besonders hart.

#hamburg

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Waldsterben in Hamburg: Mensch des Monats

2020 ist im Norden bisher das wärmste Jahr seit Start der Wetteraufzeichnung. Förster Nils Fischer will den Wald für den Klimawandel stärken – notfalls per Kahlschlag.

#hamburg

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Demenz: “Was, wenn mein Mann mich nach dem Kontaktverbot nicht wiedererkennt?”

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt immer weiter. Die Gesellschaft muss sich besser auf sie einstellen, fordert Pastor Tobias Götting – auch im Hinblick auf Corona.

#hamburg

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transfermarkt.de: “Jeder Trainer dieser Welt nutzt uns”

Auf Transfermarkt.de prüfen Fußballprofis weltweit ihren Marktwert, auch Messi und Ronaldo. Betrieben wird das Portal von eingefleischten Fans in Hamburg-Wandsbek.

#hamburg

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Paulihaus: In Berlin Milliardär, in Hamburg Förderfall

Hinter dem Bau des Bürokomplexes Paulihaus im Hamburger Schanzenviertel steckt ein Berliner Süßwarenmagnat. Trotzdem soll das Projekt Wirtschaftsförderung erhalten.

#hamburg

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Coronavirus: Exzess mit Existenzangst

Mit dem Ende des Prostitutionsverbots kehrt an der Hamburger Reeperbahn wieder Leben ein. Die Probleme des Rotlichtviertels sind damit aber nicht gelöst. Ein Ortstermin

#hamburg

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#DealMonitor – sennder übernimmt Uber Freight – HTGF investiert in Betterfront


Im aktuellen #DealMonitor für den 16. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Headstart Studios
+++ Der Hamburger Investor Caldec Holding investiert eine einstellige Millionensumme in Headstart Studios, früher als Avado Learning bekannt. Das Unternehmen aus Hamburg ist unter anderem Partner von Google und verantwortet Squared Online, ein Weiterbildungsprogramm für Online-Marketing-Experten. Die deutsche Gesellschaft des Bildungsdienstleisters Avado Learning wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines MBO von Marc Johannsen übernommen. Seit April 2020 agiert das junge Unternehmen unter der Marke Headstart Studios.

Betterfront
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und mehrere Business Angels investieren in Betterfront. Das Münchner Fintech bietet Private-Equity-Fondsmanager eine datengesteuerte Fundraisingplattform, die durch Analysen Investitionsentscheidungen unterstützen soll. Zudem sollen Fondsmanager mit dem Fintech “institutionelle Anleger gewinnen, binden und halten können”. Betterfront wurde 2019 von Michel Geolier, Worathti Manosroi und Sergi Case gegründet.

Easy2Parts
+++ Bayern Kapital, mehrere niederbayerische Business Angels und ein Family Office aus Nürnberg investieren in Easy2Parts. Das Team von Easy2Parts tritt an, um die “Beschaffung von Fertigungsbauteilen und Baugruppen zu erleichtern”. Die Plattform aus Deggendorf vernetzt “einkaufende Unternehmen mit ihren Lieferanten und ermöglicht, automatisiert neue Lieferanten zu finden”. Das frische Kapital wollen die Gründer “vor allem für den Aufbau des Vertriebs und die Weiterentwicklung ihrer Plattform verwenden”.

EXITS

Uber Freight
+++ Das Berliner Logistik-Startup sennder, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, übernimmt im einer Aktientransaktion das europäische Frachtgeschäft von Uber Freight. “Die Übernahme unterstreicht sennders kontinuierliche und erfolgreiche Konsolidierung des Lkw-Marktes und bedeutet die weitere geografische Expansion in die Niederlande mit lokaler Präsenz in Amsterdam”, teilt die Jungfirma mit. Uber Freight erhält im Zuge der Transaktion eine Minderheitsbeteiligung an sennder. Im Juni fusionierte sennder bereits mit dem französischen Wettbewerber Everoad.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Brandneu – 9 neue Startups, die wir sehr genau beobachten


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Liquid Grape
Liquid Grape aus Hamburg bietet Privatpersonen Wein als alternatives Anlageprodukt an. Zum Konzept heißt es: ”Bei unserem Angebot orientieren wir uns an den britischen Handelshäusern, die Vorreiter auf dem Weininvestment Gebiet sind, und bieten unseren Kunden etwas, dass wir die Fine Wine Solution nennen”. Gründer sind Marianne Höger und Henrik Maaß.

Backpackertrail
Backpackertrail aus Heidelberg, das von Fabio Hildenbrand gegründet wurde, bietet eine App an, mit der potenzielle Kunden ihre Backpacking-Reise auf Basis von ihrer individuellen Präferenzen zusammenstellen können. Eine Matchmaking-Funktion soll dabei helfen Reisende mit ähnlichem Interesse zusammen zu führen.

kickdown
Das Hamburger Startup kickdown beschreibt sich selbst als “die beste Möglichkeit, klassische, Sammler- und Liebhaberfahrzeuge zu kaufen und zu verkaufen”. Dabei setzen die Hanseaten auf Auktionen. Die Einstellungsgebühr startet bereits ab 49 Euro. Die Provision beträgt 2,5 %. Gründer ist Moritz Helbich.

independesk
Mit der Berliner App independesk können Onliner “jederzeit und überall einen professionellen Arbeitsplatz in Laufweite finden und diesen unkompliziert für wenige Stunden oder ganze Tage mieten”. Die Gründer Karsten Kossatz und Erik Müller haben zuvor schon die Non-Profit-Plattform Helfen.Berlin ins Leben gerufen.

Hurrado
Das junge Unternehmen Hurrado kann man als das mymuesli der Hundefutterbranche bezeichnen. Das Berliner Startup, das von Tony Schumacher gegründet wurde, verspricht dabei eine “individuelle Futterberatung” für jedes Tier. Jedes Tier bekommt danach “sein eigenes Futter mit Namen und Foto auf dem Futtersack”.

Suvo
Bei Suvo dreht sich alles um sogenannte Vitalpilze. Das Startup aus München, das von Susanne Vogel gegründet wurde, will dabei “die aus der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) stammende Pilzheilkunde Mykotherapie mit der Naturheilkunde Phytotherapie” verbinden. Ziel ist es, die Abwehrkräfte zu stärken.

Workist
Das Berliner Startup Workist, bisher als outsmart.ai bekannt, bietet eine Plattformlösung für die Automatisierung von administrativen Büroarbeiten an. Die sogenannten “AI Worker” sollen Unternehmen helfen, in dem sie vom Feedback der echten Mitarbeiter lernen, Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen. Gründer sind Tim Wegner, Alexander Müller und Fabian Brosig.

GErn
Bei GErn in Kassel dreht sich alles um den großen Trend “gesunde Ernährung und eine nachhaltige Ernährungsumstellung”. Das junge Food-Startup bietet zu diesen Themen “gesunde Fertiggerichte” an und liefert diese an seine Kunden in Kassel und Umgebung aus. Gründer sind: Tolganay Barwich und Ruslan Barwich.

ThankU
Über ThankU können sich Onliner bei anderen Menschen für einen Gefallen bedanken – und zwar in Form einer Spende. Dazu heißt es auf der Website: “ThankU-Nutzer können aus drei guten Zwecken auswählen: Bäume pflanzen, Plastik aus dem Ozean entfernen oder Tiere schützen”. Gründer des Berliner Social-Startups sind Lukasz Belza, Martin Belza und Martin Belza.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Hamburg-Rothenburgsort: “Rothenburgsort ist an der Reihe”

Auf einem Gelände an der Elbe soll in Hamburg die Zollakademie entstehen. Eine Initiative hat etwas anderes vor und dafür bereits eine hohe Förderung bekommen.

#hamburg

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Carsten Marek: “Ich bin sicher, dass viele Läden gar nicht mehr aufmachen werden”

Lange hat der Betreiber des Hamburger Großbordells “Babylon” auf das Ende des Prostitutionsverbots gewartet. Nun dürfte er wieder öffnen – aber er weiß noch nicht, wie.

#hamburg

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Corona-Ausbruch an Schule: “Nach meiner Erfahrung ist es am besten, offen zu sagen, was los ist”

An einer Schule in Hamburg-Winterhude haben sich drei Lehrer und über 30 Schüler mit Corona infiziert. Der Fall könnte Forschern zu wesentlichen Erkenntnissen verhelfen.

#hamburg

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Cherry Ventures investiert in Wunderlist-Nachfolger Superlist


Im aktuellen #DealMonitor für den 10. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Superlist
+++ Der Berliner Kapitalgeber Cherry Ventures steht vor einem Investment in Superlist, den offiziellen Nachfolger der beliebten Wunderlist-App. Wunderlist-Macher und Pitch-Gründer Christian Reber zieht das Berliner Startup derzeit gemeinsam mit Steffen Kiedel (derzeit CFO bei eyo und früher CFO bei Wunderlist), Marcel Käding (zuletzt Senior Program Manager bei GitHub und früher Marketing bei Wunderlist), Brandon Arnold (Design Director at MetaLab) und dem Moviepilot-Macher Ben Kubota hoch. Wobei Kubota, auch Venture Partner von Cherry Ventures, gemeinsam mit den weiteren Moviepilot-Gründern Jon Handschin und Tobias Bauckhage an Superlist beteiligt ist. Als Geschäftsführer von Superlist wirken Kiedel und Kubota. Reber hat somit eine Spitzen-Mannschaft mit viel Wunderlist-Erfahrung für Superlist zusammengetrommelt. Er selbst wird sich schließlich weiter um Pitch kümmern müssen. Das Superlist-Team haben wir bereits im Insider-Podcast #84 ausführlich vorstellt. #EXKLUSIV

Zolar
+++ Der tschechische Venture Capital-Geber Inven Capital, Heartcore Capital, Statkraft Ventures, BayWa r.e. Energy Ventures und Partech investieren weitere 15 Millionen Euro in Zolar. Das Berliner Startup, das sich selbstbewusst GreenTech nennt, bietet Photovoltaikanlagen zum Festpreis an, die Eigenheimbesitzer maßgeschneidert online planen, vergleichen und beauftragen können. In den vergangenen Jahren flossen bereits 25 Millionen in Zolar. Gegründet wurde Zolar 2016 von Gregor Loukidis und Alex Melzer.

Seniovo
+++ PropTech1 Ventures, die IBB Beteiligungsgesellschaft und weitere nicht genannte Geldgeber investieren 2,5 Millionen Euro in das Berliner PropTech-Startup Seniovo, das pflegebedürftigen Personen durch barrierefreien Umbau ermöglicht, weiter zuhause wohnen zu bleiben. Bei der Finanzierungsrunde handelt es sich um einen der ersten erfolgreichen Einsätze der “Coronahilfen für Startups”, die die IBB Ende Juli verkündet hat.

Finexity
+++ Die Blockchain-Beteiligungsgesellschaft CoinIX und mehrere Business Angels investieren 1,25 Millionen Euro in die Blockchain-Plattform Finexity. Das Hamburger Startup tritt an, um “den Immobilienmarkt liberalisieren”. Das FinTech setzt dabei auf eine “Blockchain-basierte Immobilien-Investitionsplattform für Privatanleger”. Refinanzieren soll sich Finexity, das 2018 gegründet wurde, über eine Vermittlungsprovision. Ins Leben gerufen wurde das Startup von Paul Hülsmann, Tim Janssen und Henning Wagner.

Natif.ai
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert eine siebenstellige Summe in Natif.ai. Das Startup, ein Spin-off des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (DFKI), ist im Segment der intelligenten Dokumenten Prozessautomation (IDP) unterwegs. “Dank einer selbst entwickelten Deep-OCR können verschiedenste Dokumente extrem schnell und genau analysiert sowie relevante Daten extrahiert werden”, teilt das Startup mit. Natif.ai wurde 2019 von Christophe Hocquet, Johannes Korves und Manuel Zapp gegründet.

EXITS

scondoo
+++ Der Couponing-Anbieter acardo übernimmt über die acardo activation die Cashback-App scondoo. “Mit diesem Schritt möchten die Dortmunder ihren Führungsanspruch im Bereich Kassenbon-basierter Promotions unterstreichen und ihren Full-Service-Leistungen für Kunden aus dem FMCG- und Handelsumfeld zusätzlichen Aufschwung geben”, teilt das Unternehmen mit. scondoo, 2012 von Nikolaus Hilgenfeldt, David Keuler und Sebastian Kurt in Berlin gegründet und bietet Marken “eine digitale Plattform für handelsunabhängige und händlerübergreifende Cashback-Promotions”. Zu den Geldgebern von scondoo zählen die früheren DailyDeal-Macher Heilemann, Point Nine Capital, die CRES Columbus Internet Group, Business Angel Rouven Dresselhaus und Fußballstar Robert Lewandowski. Zuletzt hatte acardo Coupies, eine Mobile-Couponing-Plattform, übernommen.

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Foto (oben): azrael74

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Marcell Jansen: Nur mal kurz den HSV retten

Aufsichtsratschef Marcell Jansen muss die schwerste Finanzkrise der Vereinshistorie bewältigen. Er hat die Mitglieder hinter sich, doch das könnte sich ändern.

#hamburg

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Ehefrau von IS-Kämpfer: Radikal ehrlich

Sieben Jahre lang lebte Elina F. in Syrien – erst als Ehefrau, dann als Witwe eines IS-Kämpfers. Zurück in Hamburg räumt sie vor Gericht mit ihrer Vergangenheit auf.

#hamburg

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#Offline – Monedo – der Kreditech-Nachfolger – ist insolvent


Die Hamburger Kreditplattform Monedo, früher als Kreditech bekannt, ist insolvent. Bei den Kollegen vom Manager Magazin heißt es dazu: “Eine Sprecherin bestätigte auf Anfrage, dass Monedo ‘vorläufige Insolvenz’ beantragt habe. Finanzierungsprobleme infolge der Corona-Krise hätten diesen Schritt nötig gemacht”. Das Amtsgericht Hamburg bestellte Christoph Morgen von der Kanzlei Brinkmann & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens.

Der erfahrene Firmensanierer versucht nun, einen Investor für das FinTech zu finden. Offenbar gibt es bereits mehrere Interessenten. “Ich plane den Betrieb fortzuführen und habe bereits Gespräche mit möglichen Finanzierern gestartet”, heißt es in einer Presseaussendung der Kanzlei. Es sei das Ziel, “den vor der Insolvenzantragstellung begonnenen und nach Angaben des Managements aussichtsreichen Investorenprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen”. Rund 300 Mitarbeiter wirkten zuletzt für Monedo.

Kreditech, 2012 von Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller (beide nicht mehr an Bord) gegründet, war jahrelang eine der wichtigsten FinTech-Wetten Deutschlands. Das Unternehmen galt sogar als die “große Fintech-Hoffnung” der heimischen Startup-Szene. Bis Ende 2018 flossen rund 200 Millionen Euro in die Jungfirma. Noch 2017 investierte der Payment Service Provider PayU, eine Naspers-Tochter, 110 Millionen in Kreditech. Die Bewertung soll damals zwischen 300 und 500 Millionen Euro gelegen haben.

Insgesamt wurde rund um Kreditech in den vergangenen Jahren aber noch mehr Geld bewegt. Rakuten und die Weltbank investierten einst rund 10 Millionen in das Fintech. Davor flossen 82,5 Millionen in das Startup. Davor 40 Millionen und weitere mehrstellige Millionenbeträge. Zu den bekanntesten Geldgebern gehörte unter anderem Facebook-Pionier Peter Thiel. In diesen ganzen Summen sind aber wohl diverse Secondaries enthalten. Als Kapitalrücklage findet man Ende 2018 stattliche 204,4 Millionen bei Kreditech.

Ende 2018 brach Kreditech dann auch erstmals zusamen. “Die Bewertung sank von 200 Millionen Euro auf praktisch null. Mit einem erfahrenen Management sollte der Neustart gelingen. David Chan kam von Barclays”, heißt es dazu bei FinanceFWD. Das Manager Magazin verweist dabei auf “hohe Zahlungsausfälle bei den an Privatpersonen in Schwellenländern wie Indien und Russland vergebenen Krediten”. Dennoch bekam das FinTech für einen Neustart erneut Geld – wohl rund 30 Millionen,

Ähnliche Gründe wie zuvor sollen nun auch zur Insolvenz geführt haben. “Vor allem die Situation in den Hauptmärkten Spanien und Polen habe das Unternehmen in Schieflage gebracht. Schon im März erließ die spanische Regierung infolge der Coronapandemie ein Gesetz, das es Kreditnehmern erlaubt, die Rückzahlung von Schulden zu verschieben. In Polen gab es eine ähnliche Regelung. So blieben die Rückflüsse für Monedo erst einmal aus”, heißt es bei FinanceFWD.

Aktuelle Zahlen von Monedo gibt es kaum. Angeblich lief es vor der Corona-Krise gut beim Unternehmen. 2018 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 56,2 Millionen Euro. Im Jahr vor dem ersten Zusammenbruch waren es 70,7 Millionen. “Das Jahr 2019 wird vom anhaltenden Fokus auf die rentable Entwicklung und die weitere Entwicklung der neuen Technologie-Infrastruktur gekennzeichnet sein. Die Umsatzerlöse werden voraussichtlich 42,1 Mio. EUR betragen”, heißt es im Jahresabschluss für 2018 weiter.

Das Konzernergebnis lag 2018 bei rund Konzernergebnis -13,9 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch -58,4 Millionen. Die kumulierten Verluste lagen Ende 2018 bei insgesamt -204,5 Millionen. Im Konzernabschluss gab sich das Unternehmen dennoch zuversichtlich: “Die Gruppe erzielte hervorragende Fortschritte bezogen auf unsere strategischen Zielsetzungen. Auf der Grundlage von Markttests und Probeaktionen stieß die Kreditech zum Ende des Jahres 2018 erfolgreich in das Near-Prime-Segment vor”.

Man darf gespannt sein, ob es bei dieser extremen Vorgeschichte weitere Geldgeber für Monedo finden lassen. “Im Umfeld von Monedo herrschte gestern Optimismus, den Betrieb nicht nur fortzuführen, sondern aus der Insolvenz heraus einen weiteren Neustart hinlegen zu können”, heißt es dazu bei Finanz-Szene.de. Das Geschäftsmodell des Unternehmen gehört aber zumindest weiter auf den Prüfstand. Immerhin konnte das Fintech die hohen Erwartungen bisher nie erfüllen.

In und um die Corona-Krise herum gab es zuletzt mehrere große Pleiten und Aufgaben in der Startup-Szene – darunter store2be, Loopline Systems, Zeitgold, navabi, rent-a-guide, Horizn Studios, abracar,  Geschenke.de, Vitraum und tausendkind – siehe auch: “Startups, die 2020 (bisher) leider gescheitert sind“.

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Foto (oben): Kreditech

#aktuell, #hamburg, #insolvenz, #kreditech, #monedo, #offline

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NS-Vergangenheit: Die Bauers und die Nazis

In einem Kontorgebäude des Bauer-Verlags (“Bravo”, Cosmopolitan”) waren in der NS-Zeit italienische Zwangsarbeiter interniert. Die Aufarbeitung beginnt nur zögerlich.

#hamburg

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Tierversuche: “Wichtig ist, für die Tiere gute Lebensbedingungen zu schaffen”

Bilder von Affen in Schraubstöcken schockierten Deutschland. Jetzt will Hamburg härtere Regeln bei Tierversuchen. Zoologe Christian Lohr erklärt, wie sinnvoll das ist.

#hamburg

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Tierversuche: “Wichtig ist es, für die Tiere gute Lebensbedingungen zu schaffen”

Bilder von Affen in Schraubstöcken schockierten Deutschland. Jetzt will Hamburg härtere Regeln bei Tierversuchen. Zoologe Christian Lohr erklärt, wie sinnvoll das ist.

#hamburg

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Cum-Ex: Außer Kontrolle

An der Aufklärung der Cum-Ex-Affäre um Olaf Scholz scheint die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft nicht allzu interessiert zu sein. Das wäre aber ihre Aufgabe.

#hamburg

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Segelschiff “Peking”: “Arbeite für das Schiff, solange noch ein Rest von Leben in dir ist”

Die “Peking” kehrt nach Hamburg zurück. Die Geschichte des Viermasters ist voller Stürme, geschlachteter Haie und fluchender Kapitäne.

#hamburg

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Cum-Ex-Skandal: Opposition fordert Aufklärung von Olaf Scholz

Warum hat der Finanzminister Treffen mit einem Cum-Ex-Banker nicht offengelegt? Grüne, CDU und FDP sind irritiert, die Linke fordert einen Untersuchungsausschuss.

#hamburg

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Hamburger Kultursaison : Was wird hier gespielt?

In der Oper bleibt die Bühne leer, das Reeperbahnfestival setzt auf Open-Air: Wie sich der Kulturbetrieb in Hamburg auf die Saison vorbereitet – und ums Überleben kämpft

#hamburg

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Kohlekraftwerk Moorburg: Wenn ein Senator träumt

Michael Westhagemann und die Sozialdemokraten möchten das Kohlekraftwerk Moorburg in ein Gaskraftwerk umbauen. Die Idee spaltet den Senat.

#hamburg

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68er-Bewegung: Sie wollen selbst Geschichte schreiben

Ehemalige Hamburger Aktivisten des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes schreiben die Historie der 68er-Bewegung neu auf – weil sie Wissenschaftlern nicht trauen.

#hamburg

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#StartupTicker – Was wirklich wichtig war: Bat­te­ry Ven­tu­res – Auxmoney – nebenan.de – Hypatos – Rocket Internet – Auto1


Was wirklich wichtig war (W4): Heute geben wir euch wieder einen Überblick darüber, was in den vergangenen Tagen in der Startup-Szene wichtig war! Alles kurz und knapp in einer knackigen und kompakten Liste zusammengefasst. Passend dazu findet ihr weiter unten auch unseren News-Podcast, der in gesprochener Form zusammenfasst, was in den vergangenen Tagen so wirklich wichtig war. Zudem haben wir wieder unser Startup der Woche für euch. Viel beim Lesen und Hören!

#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war

+++ Bat­te­ry Ven­tu­res investiert in Easy Software (und in WinWorker#EXKLUISV

+++ Auxmoney sammelt 150 Millionen Euro ein

+++ Burda übernimmt Mehrheit an nebenan.de

+++ Hypatos bekommt 10 Millionen

+++ Delisting! Rocket Internet geht von der Börse

+++ Bitkraft Ventures verkündet Fonds (165 Millionen)

+++ Apollo Health Ventures legt zweiten Fonds auf (100 Millionen)

+++ Gebrauchtwagen-Grownup Auto1 plant IPO

News-Podcast #27

Im News-Podcast von deutsche-startups.de spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing einmal in der Woche über die wirklich wichtigen Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über wichtige Deals, große Exits und spannende Startup-News, die jeder unbedingt mitbekommen haben sollte.

Startup der Woche: musicube

Das Hamburger Startup musicube entwickelt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ein System, das das Finden von Musik einfacher machen soll. Zielgruppe sind dabei Streaming-Dienste, Labels und Musik-Profis. Sony Music Deutschland setzt bereits auf das junge Unternehmen, das von David Hoga gegründet wurde.

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Apple PodcastsCastboxDeezerGoogle PodcastsiHeartRadioOvercastPlayerFMPodimoSpotify und  SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

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#DealMonitor – Auxmoney bekommt 150 Millionen – Battery Ventures investiert in Easy Software


Im aktuellen #DealMonitor für den 2. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Auxmoney
+++ Die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Centerbridge und weitere Geldgeber wie Foundation Capital investieren 150 Millionen Euro in den Düsseldorfer Kreditmarktplatz Auxmoney. Durch die Übernahme von Anteilen einiger Frühinvestoren wird Centerbridge dadurch zum Mehrheitseigner des Grownups – siehe FAZ. “Die bestehenden VC-Investoren wie Index Ventures, Union Square Ventures und Foundation Capital bleiben vollständig an Bord”, teilt das Unternehmen weiter mit. In den vergangenen Jahren pumpten Geldgeber wie Partech Venture, Index Ventures und Union Square Ventures bereits mehr als 55 Millionen Euro in Auxmoney, das 2007 von Raffael Johnen, Philip Kamp und Philipp Kriependorf gegründet wurde. “Mit dem frischen Kapital werden wir unsere führende Marktposition weiter ausbauen und Chancen im derzeitigen Umfeld nutzen”, sagt Mitgründer Johnen. Was wohl auf geplante Übernahmen hindeutet. 2018 liebäugelte das FinTech zudem bereits mit einem IPO. Mal sehen, ob dies nun wieder ein Thema ist. Das 150 Millionen-Investment – auch wenn Secondaries eingerechnet sind – sind auf jeden Fall eine Ansage! Und eine der größten Finanierungsrunde in diesem Jahr.

Easy Software
+++ Der amerikanische Kapitalgeber Battery Ventures steht vor einem “mit­tel­ba­ren An­teils- und Kon­trol­l­er­werb” über Easy Software – dies geht aus einer Anmeldung beim Bundeskartellamt hervor. Das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr, das 1990 gegründet wurde, entwickelt Software für die elektronische Beleg- und Datenarchivierung sowie das Management von Dokumenten und Inhalten. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahres 2020 blieben mit 24,3 Millionen leicht unterhalb des Vorjahres  (24,8 Millionen). Rund 400 Mitabeiter arbeiten für Easy Software. Battery Ventures stieg zudem kürzlich – ziemlich unbemerkt – bei WinWorker (Goch), einer Software fürs Handwerker, ein. Mit WinWorker, 1997 gegründet, können Handwerksbetriebe ihren Alltag organisieren.

linx4
+++ Die Angel-Investoren Rolf Steffens, Peter Oser und Markus Buncsak sowie “ein bekannter US-FinTech-Investor”, der aber nicht genannt wird, investieren eine Millionensumme in linx4. Das Startup aus Wien, das Ende 2018 vom Vater-Sohn-Team Paul und Michael Bruckberger gegründet wurde, bietet Maschinennutzern die Möglichkeit, Produktionsmaschinen auf Pay-per-Use Basis zu finanzieren bzw. zu mieten.

EXITS

Wirecard
+++ Das Münchner FinTech IDnow, ein Anbieter von Identity Verification-as-a-Service Lösungen, übernimmt die Wirecard-Tochter Wirecard Communication Services. “IDnow wird Wirecard Communication Services auf die Erbringung von Ident-Services fokussieren”, teilt das Unternehmen mit. IDnow verspricht “sowohl den Standort in Leipzig sowie den Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten”. Wirecard Communication Services und IDnow arbeiteten bereits vor der Wirecard-Insolvenz zusammen.

RetroStar
+++ Das  junge Hamburger Fashionlabel Bolzplatzkind übernimmt RetroStar, einen Anbieter von Lederfußballschuhen. “Bolzplatzkind wird die Geschäfte ab dem 1. November 2020 übernehmen und den besonderen Fußballschuh somit in den bestehenden Vertrieb integrieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart”, teilt das Unternehmen mit. Für Bolzplatzkind ist es der erste Sportartikel, den das Unternehmen ins Sortiment aufnimmt.

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#aktuell, #auxmoney, #battery-ventures, #bolzplatzkind, #centerbridge, #dusseldorf, #easy-software, #fintech, #goch, #hamburg, #idnow, #linx4, #mulheim-an-der-ruhr, #munchen, #retrostar, #ruhrgebiet, #venture-capital, #wien, #winworker, #wirecard

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Fridays for Future: Mit Ukulele, Trotz und Schlafentzug

Seit Mitte August protestieren Anhänger von Fridays for Future mit einem Klimacamp in Hamburgs City – mit Abstand und strengen Auflagen der Behörden. Ein Ortstermin

#hamburg

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Hamburger Kultursaison: Lasst die Spiele beginnen!

Die neue Kultursaison wird eine Zumutung für Künstler und Veranstalter. Für das Publikum könnte sie so aufregend werden wie nie.

#hamburg

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Nationalsozialismus: “Das ist verflucht noch mal nicht einfach”

Ivar und Dagmar Buterfas-Frankenthal haben den Holocaust überlebt. Eines Tages schrieb ihnen ein Mann, dessen Großvater dem Nazi-Regime angehörte. Sie luden ihn ein.

#hamburg

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Krabbenhandel: Warum sind Krabbenbrötchen so teuer?

Fischer wie Torben Hinners könnten gerade viele Krabben fangen. Doch sie dürfen nicht. Das hat auch mit fehlenden Pulerinnen in Marokko zu tun.

#hamburg

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Corona-Krise: Grenzwertig

Die Ukrainerin Tetiana Lamaieva besucht ihre Tochter in Hamburg, dann kommt Corona. Auf der Rückreise wirft die Polizei ihr plötzlich eine “schwere Straftat” vor.

#hamburg

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Restauranttipps: Lust auf vegan? Ab zu den Fleischessern!

Richtig gute Restaurants, die auf Fleisch verzichten, sind in der Hansestadt rar. Die besten Gerichte bekommt man dort, wo man sie nie vermuten würde.

#hamburg

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Corona: Vor dem ersten Piks

Ende September könnten in Hamburg die ersten Probanden gegen Corona geimpft werden. Das ist nicht ohne Risiko.

#hamburg

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Schulöffnungen und Corona: “Hier fliegen nicht nur feine Aerosole durch die Luft”

An Förderschulen sind die Corona-Regeln kaum umzusetzen, dabei zählen viele Schüler zur Risikogruppe. Nun geht die Grippe um. Eine Lehrerin berichtet aus dem Schulalltag.

#hamburg

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Lakeside: Die haben was auf dem Besteckkasten

Das Restaurant Lakeside im Hotel Fontenay, der teuersten Bleibe Hamburgs, überzeugt mit neuem Küchenchef. Besonders interessant ist ein kleiner Hinweis auf der Karte.

#hamburg

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Corona-Tests in Hamburg: “Die Warn-App hat in unserem Fall versagt”

Wer aus dem Urlaub nach Hamburg zurückkehrt, hat verschiedene Möglichkeiten, einen Corona-Test zu machen. Nicht überall läuft alles glatt.

#hamburg

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#DealMonitor – bonify bekommt weitere Millionen – Marcell Jansen investiert in Groomed Rooster


Im aktuellen #DealMonitor für den 24. August werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

bonify
+++ Santander InnoVentures, Experian und Mosaic sowie die raisin-Gründer investieren eine siebenstellige Summe in das junge Fintech bonify – siehe FinanceFWD. Das Berliner Startup, das 2015 von Gamal Moukabary und Andreas Bermig gegründet wurde, ermöglicht Nutzern die Onlineauskunft über die Kreditwürdigkeit und Bonität. Seit dem Start flossen beriets mehr als 15 Millionen Euro in bonify.

Groomed Rooster
+++ Der ehemalige Fußballspieler Marcell Jansen investiert in Groomed Rooster – siehe Gründerszene. Fave Labs, das Unternehmen hinter Groomed Rooster wurde vom Familonet-Gründer Hauke Windmüller und Benjamin Reiss ins Leben gerufen. Konkret geht es um “die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Konsumgüterprodukten, insbesondere von Kosmetikartikeln”. Zielgruppe des Hamburger Startups sind Männer.

The Mobility House
+++ Die Europäische Investitionsbank gewährt dem Münchner Unternehmen The Mobility House einen Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro. Mit den Mitteln will das  Unternehmen die Forschung und Entwicklung von ChargePilot, einem Lade- und Energiemanagementsystems, vorantreiben.

VENTURE CAPITAL

Vision Lab
+++ Der Berliner Kapitalgeber Earlybird legt gemeinsam mit der Unternehmensberatung Bain & Company Vision Lab, “ein gemeinnütziges Programm, das Migranten, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben, unterstützt, ihre Startup-Pläne erfolgreich umzusetzen”. In der Presseaussendung heißt es: “Gefördert werden Startup-Ideen aus dem Technologie- und Internetbereich. Das Vision Lab richtet sich insbesondere an Gründertalente, die mit sprachlichen Herausforderungen, der komplizierten Bürokratie oder mangelndem Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten zu kämpfen haben”. Basis von Vision Lab soll ein Fonds in Höhe von 1 Million Euro sein, “den die Partner von Earlybird sowie weitere Unterstützer aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellen”. Pro Team gibt es 25.000 Euro.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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Ostseekrimis: Jedes Jahr ein Mord

Eva Almstädt schreibt einen Ostseekrimi nach dem anderen und erreicht ein Millionenpublikum. Was ist ihr Motiv? 

#hamburg

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SUVs: Er verkauft die ganz fetten Karren

Was ein SUV-Händler zur Verkehrswende zu sagen hat. Außerdem: Weniger Leistungstests an Hamburger Schulen – warum?, 35 Neuinfektionen, ein Todesfall

#hamburg

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Verkehrswende in Hamburg: Er verkauft die ganz fetten Karren

Mehr Radwege, weniger Autos in der Innenstadt: So soll die grüne Verkehrswende aussehen. Ein SUV-Verkäufer aus Hamburg kann darüber nur müde lächeln. 

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Schulsystem: Drei Ideen für eine bessere Schule

Die Corona-Krise hat Schwächen des Bildungssystems offenbart – und die Anpassungsfähigkeit vieler Lehrkräfte, Schüler und Eltern. Was können wir aus dieser Zeit lernen?

#hamburg

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Hamburg: “Auf den Boden!”

Acht Polizisten umzingeln einen 15-Jährigen in Hamburg und drücken ihn nieder, im Netz löst das Video eine aufgeregte Debatte aus. Was war geschehen?

#hamburg

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Hausgeburt: “Hausgeburten sollten etwas Selbstverständliches sein”

Wie hat Corona Geburtshilfe verändert? Andrea Sturm leitet den Hamburger Hebammenverband. Sie spricht über fragwürdige Regeln in Kreißsälen und den Trend zur Hausgeburt.

#hamburg

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Hausgeburt: “Hausgeburten sollten selbstverständlich sein”

Wie hat Corona die Geburtshilfe verändert? Die Hamburger Hebamme Andrea Sturm sieht einen klaren Trend – und bereitet sich auf die zweite Welle vor

#hamburg

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Hamburger SV: Wem gehört der Hamburger Sportverein?

Der HSV ist in extremer Geldnot. Die Bosse wollen nun eine Satzungsänderung, die Milliardär Klaus-Michael Kühne noch mächtiger machen könnte – doch es gibt Widerstand.

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#Interview – “Die Krise hat für uns als Wachstumsbooster hergehalten”


Beim Hamburger Startup Utry.me, das 2018 an den Start ging, können Onliner wie in einem ganz normalem Supermarkt einkaufen gehen. Mit einem Unterschied: Es gibt bei Utry.me keine Preise. Ein kleiner Ladebalken, der sich füllt, wenn man etwas in den Warenkorb packt, bestimmt, wie viele Produkte jeder Nutzer kaufen kann. “Wenn der Ladebalken voll ist, gehst du zur Kasse und bezahlst nur die Service und Versandgebühr von 24,90 Euro”, heißt es dazu auf der Website.

“Jeder FMCG-Hersteller hat bei uns die Möglichkeit, seine Produkte zu präsentieren. Die Community darf sich diese dann auswählen. Wir packen die Boxen zusammen und senden den Probanden ihre Probierboxen. Zudem verfolgen wir den Ansatz des FMCG-Entertainments. Für Endkunden soll Spaßmachen Teil von Utry.me zu sein. Und für Hersteller soll der entstehende Mehrwert aus Bekanntheit und präziser Markforschung ohne Streuverluste möglichst hoch sein”, erklärt Gründer André Moll das Konzept von Utry.me.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Utry.me-Macher außerdem über Glückstreffer, Weltreisen und festgefahrene Denkweisen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter utry.me erklären?
Wir machen neue Produkte aus dem Supermarkt bekannt.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Das Grundkonzept hat sich nach nun zwei Jahren als “Glückstreffer” bewiesen, jedoch sind insbesondere auf B2B-Seite viele neue Features im Bereich der Marktforschung und Performance-Möglichkeiten hinzugekommen. Das heißt, dass das Modell in der jetzigen Form perspektivisch mehr und besser Chancen auf Wachstum hat.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir hatten seit Beginn der Corona-Krise circa 100 % Wachstum. Man könnte sagen, dass die Krise für uns als Wachstumsbooster hergehalten hat. Das bedeutet, dass wir neue Mitarbeiter einstellen mussten bzw. konnten, unser Produktportfolio größer und breiter geworden ist, viele neue Partner u. Brands hinzukamen. Natürlich stieg damit aber auch der Druck. Um den Bedarf zu decken, musste nicht zuletzt auch ein deutlich größeres Lager beschafft werden. So traurig die Gesamtsituation für die Startup-Szene ist, sind wir so etwas wie ein “Gewinner” der Krise.

Wie ist überhaupt die Idee zu utry.me entstanden?
In meinen 20ern war ich mit einer Überraschungsbox unterwegs. Die fehlende Möglichkeit zur Skalierung sowie der fehlende Mehrwert für die Hersteller haben mich dazu bewogen den nächsten logischen Schritt im FMCG-Sampling zu gehen. Digital statt analog. Pull statt Push und vor allem: Community statt Abo. Zudem habe ich mich irgendwann gefragt, wieso die Menschen, mich miteingeschlossen, fast immer dasselbe aus dem Supermarkt kaufen. Ich stellte mir die Frage, wie man diese festgefahrene Denkweise ändern könnte. Kurzerhand entschloss ich mich, den Markt noch genauer zu untersuchen, konnte aber kein entsprechendes Angebot finden. Und so führte am Ende eins zum anderen.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Jeder FMCG-Hersteller hat bei uns die Möglichkeit, seine Produkte zu präsentieren. Die Community darf sich diese dann auswählen. Wir packen die Boxen zusammen und senden den Probanden ihre Probierboxen. Zudem verfolgen wir den Ansatz des FMCG-Entertainments. Für Endkunden soll Spaßmachen Teil von Utry.me zu sein. Und für Hersteller soll der entstehende Mehrwert aus Bekanntheit und präziser Markforschung ohne Streuverluste möglichst hoch sein.

Wie hat sich utry.me seit der Gründung entwickelt?
Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, nachdem das Konzept von Beginn an aufging. Sowohl Endkunden als auch Hersteller waren von Anfang an begeistert. Nun sind es mehr als 30.000 registrierte User und über 200 Hersteller, die wir zueinander führen. Auf beiden Seiten kommen täglich neue hinzu.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist utry.me inzwischen?
Als wir 2018 live gingen, sind wir mit 5.000 Euro gestartet, eigenfinanziert wohlgemerkt. Nun sind wir 10 Teammitglieder und vergrößern uns stetig. Daher sind wir auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Für 2021 haben wir uns vorgenommen, weiterhin ohne Fremdfinanzierung zu bleiben und die 2 Millionen Euro Umsatz im dritten Geschäftsjahr zu knacken.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Meine erste Company, mit der ich Ende 20 vor dem Aus stand. Danach bin ich auf eine Weltreise gegangen und habe die Idee zu Utry.me konzipiert.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Bei der Auswahl der Partner und unserer Mitarbeiter. Wir pflegen bei uns ein sehr enges und familiäres Verhältnis. Erwähnenswert ist auch, dass wir bislang – trotz zahlreicher Anfragen – auf Inverstoren und Venture Capital Unternehmen, die bei Utry.me einsteigen wollten, verzichtet haben. Wir wachsen gesund und organisch, haben Kontrolle über alle Vorgänge und entwickeln uns noch besser als gedacht.

Wo steht utry.me in einem Jahr?
In einem stehen wir bei 100 000 Community-Mitgliedern und arbeiten mit mehr als 400 Herstellern zusammen, haben zwei- bis dreimal Mal so viele Mitarbeiter und können bestenfalls auch internationale Märkte bedienen.

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Foto (oben): utry.me

#aktuell, #b2b, #hamburg, #interview, #reloaded, #utry-me

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