#DealMonitor – PlanRadar sammelt 69 Millionen ein – EMnify bekommt 57 Millionen – Luko übernimmt Coya


Im #DealMonitor für den 20. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

PlanRadar 
+++ Insight Partners, Quadrille Capital, Cavalry Ventures, Headline, Berliner Volksbank Ventures, aws Gründerfonds, PropTech1 Ventures, Russmedia und GR Capital investieren 69 Millionen US-Dollar in PlanRadar. Das Wiener Unternehmen, das 2013 von Ibrahim Imam und Sander van de Rijdt gegründet wurde, ermöglicht die Erfassung und Dokumentation von Baumängeln am Smartphone oder Tablet. “PlanRadar wird die neuen Finanzmittel für die internationale Expansion einsetzen und in den USA, Australien, in der Region GCC, Südostasien sowie in Lateinamerika zusätzliche Niederlassungen eröffnen. Zudem werden die Investitionen in Forschung und Entwicklung maßgeblich gesteigert, um die technologische Weiterentwicklung der Produkte und Services weiter voranzutreiben”, teilt das Unternehmen mit. Insight Partners, Headline, Berliner Volksbank Ventures, Cavalry Ventures sowie aws Gründerfonds investierten zuletzt 30 Millionen Euro in das PropTech. 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für PlanRadar. Mehr über PlanRadar

EMnify 
+++ Der englische Kapitalgeber One Peak Partners investiert 57 Millionen US-Dollar in EMnify. Insgesamt flossen bereits 80 Millionen in die Jungfirma – unter anderem von Blue Star Ventures. “The Berlin-based company will use the new capital to accelerate its global market expansion, with a particular focus on the US, and to further develop and optimize its proprietary industry leading cellular IoT technology”, heißt es in der Presseaussendung. Das 2014 von Frank Stöcker, Martin Giess und Alexander Schebler gegründete Startup ist im Bereich Machine to Machine (M2M)-Kommunikation und Internet of Things (IoT) tätig. Das Unternehmen, dessen Wurzeln in aus Würzburg liegen, bietet seinen Kunden dafür eine Cloud-Plattform, mit der IoT- und M2M-Connectivity Services gestartet, gemanagt und monetarisiert werden können sollen. 110 Mitarbeiter arbeiten derzeit für das Unternehmen. One Peak hält jetzt 12 % am Unternehmen. Mehr über EMnify

Terra Quantum 
+++ Nichtgenannte deutsche Family Offices und ein Krypto-Investor sowie Altinvestor Lakestar investieren 60 Millionen US-Dollar in Terra Quantum. Das Unternehmen aus Rorschach in der Schweiz, das von Markus Pflitsch und Gordey Borisovich Lesovik gegründet wurde. “We are building quantum technology for a better future, breaking down the barriers between science and industry and laying the foundations of a real quantum tech ecosystem and value chain”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Codesphere 
+++ LEA Partners, 42CAP, NewForge, 468 Capital und mehrere Business Angels investieren 4,5 Millionen Euro in Codesphere. Das deutsch-amerikanische Startup, das 2020 von Elias Groll, Christian Siemoneit und Jonas Zipprick gegründet wurde, positioniert sich als “intelligente Plattform für die Entwicklung von WebApps”. “The funding will help Codesphere expand its team and develop the next chapter of Codesphere services, targeted toward developers and small companies. It will also be used to open a second data centre, and the first one to launch outside of Germany, in the US. The company also has longer-term plans to open data centre sites in Asia and across Europe”, teilt das Startup mit. 468 Capital investierte bereits im Oktober 2020 in das junge Unternehmen. Mehr über Codesphere

buya
+++ Business Angels wie Moritz Thiele und Andreas Kupke (Gründer von Finanzcheck.de) investieren 1,8 Millionen Euro in buya. Das EdTech aus Hamburg, das 2020 von Björn Schmuck und Moritz Otterbach gegründet wurde, positioniert sich als Lern- und Bildungsplattform für Kinder und Jugendliche. Die Bandbreite der Kurse reicht von Programmieren über Kunst bis hin zu Gesundheit. “Mit der Finanzierungssumme wird buya seine User-Experience weiter verbessern, das Lernangebot nochmals vertiefen und das Team ausbauen”, teilt das Startup mit.

Melon
+++ Stefan Höglmaier, Gründer des Immobilienentwicklers Euroboden, investiert 1 Million Euro in Melon. Hinter dem Startup aus München, das 2020 von Cornelia Weinzierl gegründet wurde, verbirgt sich ein Marktplatz für veganes Essen. Die Münchnerin nennt es “das eBay und AirBnB für veganes Essen”. Über Melon kann jeder selbst gekochtes, veganes Essen mit Menschen aus der Umgebung teilen bzw. kaufen. Mehr über Melon

Charry
+++ A Round Capital, Beyer-Invest und Uventures investieren in Charry. Das Münchner Startup, das 2015 von Benjamin Keller und Maximilian Forstner gegründet wurde, positioniert sich als Anbieter von Ship-from-Store-Lösungen. Zielgruppe sind Einzelhändler, Filialisten und Marktplätze, die mit der Fahrerflotte von Charry auf Wunsch täglich ihre Waren abholen, verpacken und versenden lassen können. “Mit dem frischen Kapital sollen die bisherigen Standorte erweitert und um weitere Standorte ergänzt werden”, teilt das Startup mit. Mehr über Charry

Naughty Nuts
+++ FoodLabs, Bitburger Ventures, Döhler Ventures und Business Angels wie Ole Strohschnieder, Béla Seebach (Just Spices) und Philip Kahnis (Hafervoll, Polly) investieren eine siebenstellige Summe in Naughty Nuts. Das Food-Startup aus Köln, das 2020 von Benjamin Porten und Lorenz Greiner gegründet wurde, setzt auf Nussmus. “Mit dem frischen Kapital investiert Naughty Nuts in die weitere Erschließung des DACH-Marktes, der Erweiterung des Produktportfolios und in die Verstärkung des Teams”, teilt das Startup mit. Mehr über Naughty Nuts

MERGERS & ACQUISITIONS

Coya 
+++ Das französische InsurTech Luko übernimmt den Berliner Wettbewerber Coya und expandiert auf diesem Wege nach Deutschland. Offiziell nennen die Unternehmen die Übernahme eine Fusion. Die Details sind aber eindeutig: “Mit der Integration von Coya in Luko wird eine paneuropäische Marke geschaffen, die für absoluten Kundenfokus, Nachhaltigkeit und Einfachheit steht. Die Coya AG als Risikoträger der neuen Gruppe wird in Luko Insurance AG umbenannt und behält ihren Hauptsitz in Berlin; weitere Büros der Luko-Gruppe sind in Paris und Madrid”. Coya, das 2016 von Andrew Shaw, Peter Hagen, und Sebastian Villarroel gegründet wurde, bietet “Versicherungslösungen in den Bereichen Hausrat, Privathaftpflicht, Fahrrad und E-Bike, Tierhaftpflichtund Tierkrankenversicherung an”. Zu den Investoren der Jungfirma gehören Valar Ventures, Headline und La Famiglia. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 40 Millionen US-Dollar in Coya. Zuletzt fand das Unternehmen aber keine weiteren Investoren. Die Coya-Investoren erhalten nun Anteile an Luko. Das InsurTech aus Paris wurde 2018 von Raphaël Vullierme und Benoit Bourdel gegründet. Mehr über Coya

Sofacto
+++ billwerk, eine Subscription-Management-Plattform aus Frankfurt am Main, übernimmt das französische Startup Sofacto, einen Anbieter von Anwendungen für Subscription Management und Recurring Billing. “Die Erweiterung der billwerk-Gruppe um Sofacto soll das Produktangebot der Gruppe durch die Integration des Salesforce-Ökosystems in die bestehende Suite von Softwarelösungen der Gruppe ausweiten”, teilt das Unternehmen mit. billwerk fusionierte gerade erst dem dänischen Unternehmen Reepay. billwerk wurde 2015 von Ricco Deutscher, Steffen Mey, Thomas Tauber und Christian Winnerlein gegründet. Das Growth-Equity-Unternehmen PSG erwarb im Frühjahr 2020 eine Mehrheitsbeteiligung an billwerk. Mehr über billwerk

VENTURE CAPITAL

Cherry Ventures
+++ Der Berliner Frühphasen-Kapitalgeber Cherry Ventures, der 2012 von Christian Meermann, Daniel Glasner, Filip Dames gestartet wurde, legt – wie bereits im Oktober im Insider-Podcast berichtet – seinen vierten Fonds auf. “We have raised an additional €300 million — Cherry’s largest fund to date. That’s a lot of capital for a European seed fund. Yet, we believe that Europe is entering a new era. Seed rounds have roughly doubled over the last three years in size and founders are able to attract follow-on capital faster than ever before”, teilt der Kapitalgeber mit. Erst 2019 legte Cherry Ventures seinen dritten Fonds (175 Millionen Euro) auf. In den vergangenen Jahren investierte Cherry in aufstrebende Unternehmen wie Moss, Flink, Forto, Infarm, SellerX und Flixbus.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor – Heimkapital bekommt 300 Millionen – Team17 zahlt 100 Millionen für Astragon – SoSafe bekommt 73 Millionen


Im #DealMonitor für den 14. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Heimkapital
+++ Nicht genannte Investoren investieren 300 Millionen Euro in Heimkapital – siehe auch FinanceFWD und Gründerszene. Offen bleibt auch, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt. Das Münchner Startup, das 2019 von Dimitrij Miller, Julia Schabert und Benedikt Wenninger gegründet wurde, ermöglicht Immobilienbesitzern im Alter von mindestens 60 Jahren den Teilverkauf ihrer Immobilie gegen eine Sofortauszahlung. So sollen Kunden ihr bereits vorhandenes Immobilienvermögen nutzen, um ihren Finanzierungsbedarf zu decken, ohne sich verschulden zu müssen. Bisher wurde das Unternehmen insbesondere von yabeo finanziell unterstützt. Der frühe Solarisbank-Geldgeber hielt zuletzt 26,1 am Unternehmen. Mehr über Heimkapital

SoSafe
+++ Jetzt offiziell: Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investieren – wie im aktuellen Insider-Podcast berichtet – in SoSafe. Die bekannten Geldgeber investieren 73 Millionen US-Dollar – und somit mehr als wir am Montag berichtet hatten. Die Kölner Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. Highland Europe investierte zuvor bereits in Cyber Security-Firmen wie Malwarebytes, Cobalt und ActiveFence. Über 1.500 Unternehmenskunden – darunter Rossmann, Vattenfall und Avira setzen nach Firmenangaben bereits auf SoSafe. Mehr über SoSafe

MERGERS & ACQUISITIONS

Astragon Entertainment
+++ Der börsennotierte britische Spielegigant Team17 übernimmt die Düsseldorfer Spieleschmiede Astragon Entertainment. Team17 zahlt rund 100 Millionen für das Unternehmen, das hauptsächlich PC- und Konsolenspielen produziert. “The initial cash consideration payable is €75 million, with a further consideration of up to €25 million payable in cash on the delivery of EBITDA performance targets for the financial years ending December 2021 and 2022. In addition, a Management Incentive Plan of up to €7.5 million has been established for the existing management and employees of astragon linked to the delivery of EBITDA performance targets”, teilt das Unternehmen mit. Astragon Entertainment wurde 2000 von Dirk Walner und Andre Franzmann gegründet. Die Wurzeln der Spielfirma liegen in Hagen im Ruhrgebiet. Astragon Entertainment ist hochprofitabel: Das Unternehmen meldet für 2020 einen Umsatz von 26 Millionen Euro bei einem EBITDA von 5,7 Millionen Euro. Verkäufer sind die bisherigen Gesellschafter André Franzmann, Dirk Walner und die FFF Beteiligungs GmbH”, schreibt GamesWirtschaft zum Exit. Zu den Highlights von Astragon Entertainment gehören die Spiele Bus Simulator, Landwirtschafts-Simulator und Bau-Simulator.

Highstreet Mobile
+++ Newstore übernimmt Highstreet Mobile. “Die Übernahme von ermöglicht Einzelhändlern, beste Einkaufserlebnisse zu schaffen und ihre Geschäfte, Verbraucher und Partner miteinander zu verbinden”, teilt das Unternehmen mit. Das 2015 von Intershop-Gründer Stephan Schambach gegründete Startup positioniert sich als “Anbieter schlüsselfertiger Omnichannel-Store-Lösungen”.

Vitraum 
+++ Fensterbau.org, eine Plattform des Unternehmens Digitale Seiten, übernimmt die Überreste des Startups Vitraum. “Alle Seiten von Vitraum werden auf entsprechende Landingpages bei Fensterbau.org weitergeleitet und Kunden auf der Suche nach einem passenden Handwerker werden hier jetzt wieder fündig”, teilt das Unternehmen mit. Das Hamburger Startup Vitraum, das 2015 gegründet wurde, schlitterte im Frühjahr 2020 in die Insolvenz.

VENTURE CAPITAL

PropTech1 Ventures
+++ Der Berliner Investor PropTech1 Ventures verkündet das Final Closing seines Fonds. Im Top sind 50 Millionen Euro. “PropTech1 Ventures konnte im finalen Closing sein maximales Fondsvolumen von 50 Millionen Euro erreichen und wurde aufgrund von starker Nachfrage sogar überzeichnet”, heißt es in der Presseaussendung. PropTech1 Ventures investiert seit 2018 europaweit in PropTech- und ConTech-Startups. Im Portfolio des Geldgebers befinden sich Unternehmen wie Simplifa, Inpera, Seniovo, Archilyse, Architrave und Wunderflats.

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#DealMonitor – Crosslantic Capital investiert in Miles – Sastrify bekommt 15 Millionen – Superchat sammelt 15,6 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 13. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Miles
+++ Der Düsseldorfer Geldgeber Crosslantic Capital investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit einigen Altinvestoren – darunter selbstverständlich Mehrheitsgesellschafter und Super-Angel Lukasz Gadowski – eine Millionensumme in Miles. Der Carsharinganbieter, der 2016 von Alexander Eitner, Florian Haus und Timo Nührich gegründet wurde, unterscheidet sich von der vielen Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Abgerechnet werden Beim Unternehmen, das von Oliver Mackprang und Eyvindur Kristjansson geführt wird, nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer, nicht die Fahrtzeit. In den vergangenen Jahren flossen rund 10 Millionen Euro in Miles – unter anderem auch von Abacon Capital (Büll Family Office) und WestTech Ventures. Crosslantic Capital, das im Rahmen des Investments auch Anteile bestehender Investoren übernimmt, hält nun rund 16 % am Unternehmen. Auf Seriengründer und -investor Gadowski, der derzeit weltweilt gezielt in Mobility-Firmen investiert, entfällt weiter die Mehrheit. Mehr über Miles #EXKLUSIV

Sastrify 
+++ Der amerikanische Geldgeber FirstMark Capital, der auch Shopify unterstützte, investiert gemeinsam mit Altinvestoren 15 Millionen US-Dollar in Sastrify. Die Kölner Jungfirma, die 2020 von Maximilian Messing und Sven Lackinger, beide früher evopark, gegründet wurde, unterstützt Unternehmen beim Kauf und der Verwaltung von Softwarelösungen. HV Capital und mehrere Business Angels investierten im Sommer des vergangenen Jahres erst 7 Millionen in das Unternehmen. Insgesamt flossen bereits 22 Millionen in Sastrify. Das frische Kapital soll insbesondere in “die internationale Expansion in den USA, Asien und Europa” fließen. 60 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Sastrify. Mehr über Sastrify

Superchat
+++ Blossom Capital und Altinvestor 468 Capital investieren 15,6 Millionen US-Dollar in Superchat – siehe auch TechCrunch. Beim Berliner Startup Superchat, das 2020 von Yilmaz Köknar und Mika Hally gegründet wurde, dreht sich alles um Kommunikation und Rezensionen. Zielgruppe dabei sind lokale Unternehmen. 468 Capital und mehrere Angel-Investoren investierten zuletzt bereits 2,8 Millionen Euro in Superchat. Insgesamt flossen nun schon 18,8 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr über Superchat

HeyCharge
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BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber des Autobauers, investiert 4,7 Millionen US-Dollar in HeyCharge. Das Startup aus München, das 2020 von Chris Carde und Robert Lasowski gegründet wurde, möchte das Aufladen von Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern alltagstauglich machen. Zielgruppe sind “Verbraucher:innen, die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen von Wohnanlagen, Bürogebäuden und Hotels nutzen” möchten. HeyCharge war zuvor beim amerikanischen Startup-Accelerators Y Combinator an Bord.  

Reverse Retail
+++ momox-Gründer Christian Wegner investiert eine siebenstellige Summe in das Re-Commerce-Unternehmen Reverse Retail, zu dem die Marken Buddy & Selly sowie Vite EnVogue gehören. Das Hamburger Unternehmen, das 2012 gegründet wurde, beschreibt Vite EnVogue als “Europas führender Online-Shop für den Verkauf von preloved Designermode sowie Schuhen, Handtaschen und Accessoires für High Fashion Fans”. Buddy & Selly positioniert sich als “Direkt-Ankäufer für getragene Designermode”. Wegner investierte zuletzt auch in Mädchenflohmarkt.

gnista.io
+++ Katharo Ventures und IST cube investieren eine siebenstellige Summe in gnista.io. Das Spin-off der TU Wien, das von Benjamin Mörzinger, Markus Hoffmann und Anna Maria Pölzl gegründet wurde, positioniert sich als “No Code-Datenverrechnungstool für Energiemanager:innen”. Dazu teilt das Team mit: “By enabling domain experts directly, the young company aims to make energy and CO2 management a daily routine. Companies can finally take back control over their data, share insights and improvements, and leverage the full potential of IoT Data”.

Findustrial
+++ Das Paymentunternehmen Bamberger investiert eine siebenstellige Summe in Findustrial – siehe Brutkasten. Das FinTech aus Schörfling, das 2020 von Günter Hehenfelder und Martin Gruber gegründet wurde, entwickelt Finanzierungslösungen für die Industrie. “Wir vernetzen Unternehmen mit der Finanzwelt, um auf Basis sicherer IoT-Daten, industrielle Maschinen und Anlagen zu finanzieren”, teilt das Unternehmen mit.

Dance Masterclass
+++ Johannes Braith (HardlyMountain Capital), Lukas Zinnagl, Christoph Kanneberger, Martin Krieger, Fiona Badian, Thomas und Hansi Figlmueller investieren 400.000 Euro in Dance Masterclass. Das Startup aus Berlin, das 2021 vom Profi-Ballettänzer Caspar Hees gegründet wurde, positioniert sich als Streaming-Plattform für Tanzkurse. “Dance Masterclass is an online dance training platform that allows anyone to learn from the best dancers and choreographers in the world”, teilt das Startup mit.

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Highland investiert 50 Millionen in SoSafe – Alasco bekommt 40 Millionen – Keen investiert 25 Millionen in Lendis


Im #DealMonitor für den 10. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

SoSafe
+++ Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investieren nach unseren Informationen 50 Millionen Euro in SoSafe. Die Kölner Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. Die Pre-Money-Bewertung liegt bei rund 250 Millionen Euro. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Alasco
+++ Der New Yorker Geldgeber Insight Partners und Lightrock investieren nach unseren Informationen gemeinsam mit den Altinvestoren 40 Millionen US-Dollar in Alasco. Das Startup aus München, das 2018 von den ehemaligen Stylight-Machern Anselm Bauer, Benjamin Günther und Sebastian Schuon gegründet wurde, positioniert sich als “Real Estate Success Software”. Konkret lässt sich mit Alasco der “gesamte Lebenszyklus einer Immobilie digital managen – vom Bau, über die Instandhaltung, bis hin zum Verkauf”.  Global Founders Capital (GFC), Anyon, HV Capital und Picus Capital investierten zuletzt 7,5 Millionen Euro in Alasco. Insgesamt flossen bis Ende 2020 rund 15 Millionen in das Unternehmen. Die Bewertung liegt nun bei mehr als 100 Millionen Dollar. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Lendis
+++ Keen Venture Partners investiert nach unseren Informationen 25 Millionen Euro in Lendis. Das Berliner Startup Lendis, das 2018 von Julius Bolz und Stavros Papadopoulos gegründet wurde, bietet seinen Kunden – Unternehmen und Gewerbetreibende – Tische, Stühle, Kaffeemaschinen Technik, Elektrogeräte und viele verschiedene Services an. DN Capital, HV Capital und Picus Capital investierten zuvor bereits eine Millionensumme in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Operations1
+++OpenOcean investiert nach unseren Informationen rund 10 Millionen Euro in Operations1, früher als Cioplenu bekannt. Das Augsburger Startup positioniert sich als “All-in-One Softwarelösung für digitale Arbeitsanweisungen und Checklisten”.  cioplenu wurde 2017 von Daniel Grobe und Benjamin Brockmann gegründet. Unternehmen wie Hirschvogel, POLIPOL und Stabilo setzen bereits auf das Startup. Cherry Ventures und 42CAP investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

McMakler
+++ Baillie Gifford und Warburg Pincus investieren 50 Millionen Euro in McMakler – siehe Handelsblatt. Die Bewertung der Jungfirma soll laut Bericht nun bei 800 Millionen Euro liegen. Das Das Makler-Startup wurde 2015 von Hanno Heintzenberg, Felix Jahn und Lukas Pieczonka gegründet. Das Grownup beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Warburg Pincus investierte zuletzt 42 Millionen Euro in das Unternehmen.. Zuvor investierten Target Global, Israel Growth Partners und weitere Bestandsinvestoren – darunter Frog Capital – rund 50 Millionen Euro in McMakler. Zuletzt plante McMakler einen SPAC-IPO. Nun scheint mit Baillie Gifford als neuem Investor ein klassischer Börsengang geplant. Mehr über McMakler

Arive
+++ Balderton Capital investiert gemeinsam mit Global Founders Capital (GFC), Burda Principal, 468 Capital und La Famiglia 20 Millionen US-Dollar in Arive – siehe sifted und Fobes. Das Startup aus München bringt das FastAF-Konzept nach Deutschland. Die Jungfirma, die von Linus Fries und Maximilian Reeker gegründet wurde, möchte Händlern mit Hilfe von Micro Fulfilment Centern und einer Marktplatz-App eine günstige Option für Lieferungen unter 60 Minuten anbieten. Dabei geht es gezielt nicht um Lebensmittel, sondern andere E-Commerce-Produkte. Balderton Capital, La Famiglia und 468 Capital investierten zuletzt 6 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Arive

Ostrom
+++ 468 Capital, J12 Ventures, Global Founders Capital (GFC) und Übermorgen Ventures sowie Angel-Investoren wie Philip Klöckner, Eric Quidenus-Wahlforss und Jörg Kattner investieren 4,4 Millionen Euro in Ostrom. Das Startup, das von Matthias Martensen und Karl Villanueva gegründet wurde, tritt an, um den “Strommarkt zu revolutionieren: Weg von Ineffizienz, Intransparenz, und teuren und unübersichtlichen Tarifen zu dem fairsten Stromanbieter auf dem Markt”. Ostrom, anfangs als A+energy unterwegs, setzt damit auf das Konzept von Bulb Energy aus London. Über den Einstieg von 468 Capital hatten wir bereits im Juli 2021 im Insider-Podcast berichtetMehr über Ostrom

Conxai
+++ Earlybird UNI-X, Pi Labs, A/O PropTech und Argonautic Ventures investieren 3 Millionen US-Dollar in Conxai. Das Münchner Startup drängt quasi auf die Baustelle! “Conxai is a first of its kind Digital Twin technology for the construction industry that synchronizes as-built with as-designed and creates a single source of truth”, teilt das ConTech-Unternehmen, das von Sharique Husain geführt wird, mit. Tipp: Conxai war zuletzt auch im Startup-Radar, unserem Pitch-Podcast, vertreten.

Denario
+++ Jetzt offiziell: 468 Capital, Presight Capital und Mato Peric investieren – wie bereits im Sommer 2021 berichtet – in Denario. In der Investmentrunde fließen 1,3 Millionen Euro in die Jungfirma. Das Berliner FinTech, das von Philipp A. Pohlmann (Ex-Qonto Deutschlandchef) und Charalambos Christofi gegründet wurde, positioniert sich als “Cockpit für Zahlungsvorgänge in Unternehmen”. Zum Konzept teilt das Startup mit: “Eine sichere Lösung, die Ihre Finanzen optimiert, Rechnungen pünktlich bezahlt und Ihre monatliche Buchhaltung vorbereitet”.

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#Brandneu – 7 junge Startups aus Köln, die auf dem Sprung nach oben sind


In Köln und Umgebung lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Auch in den vergangenen Wochen und Monaten sind wieder einige spannende neue Startups in Köln entstanden. Einige sehr junge Startups davon stellen wie an dieser Stelle einmal vor.

doQtor
doQtor, das von Benjamin Schwarz gegründet wurde, möchte die “psychische Gesund­heit von Angestellten fördern”. Nach einer digitalen Erstberatung “erfolgt ein Vermittlungsvorschlag für eine Begleitung und Behandlung vor Ort”. Das junge Unternehmen möchte so “Mitarbeiter:innen entlasten und Unternehmen stärken”.

Specter Automation
Specter Automation setzt auf datengetriebenes Baustellenmanagement. “Hierzu werden vorhandene aber bisher ungenutzte Planungs- und Kalkulationsdaten intuitiv in einer innovativen Datenumgebung miteinander verknüpft und Bauleitung sowie Polier zugänglich gemacht”, heißt es zum Konzept.

aptone
aptone möchte Musikproduzent*innen dabei helfen Soundsammlungen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz “zielgerichteter auffindbar zu machen”. Durch den cloudbasierten Ansatz der Jungfirma ist die Sample-Library der Nutzer:innen dann auch “immer und von überall verfügbar”-

click
Die Jungfirma click bringt sich als “Transfermarkt für das Handwerk” in Stellung. Zum Konzept heißt es: “Besonders im Handwerk werden gute Fachkräfte gesucht. Hier ist Deine Chance dich weiterzuentwickeln. Wechsel mit uns sicher und einfach deinen Arbeitgeber, ohne Stress und Zeitaufwand”.

meetergo
meetergo hilft Unternehmen, Meetings zu organisieren. “meetergo wurde für das digitale Zeitalter der Arbeitswelt entwickelt und orientiert sich stark an zukunftsorientierten Themen wie ‘New Work’ und hybride Arbeit”, teilt das junge Unternehmen in eigener Sache mit.

apptivgrid
Mit einem “Digitalisierungs-Werkzeugkasten” möchte das Jungunternehmen apptivgrid vor allem KMUs überzeugen. Prozesse sollen mithilfe der Software leichter digitalisiert werden können. Zum einen können bereits bestehende Tools verbunden werden und zum anderen können eigene Formulare erstellt werden. 

Prematch
Prematch setzt auf eine Amateurfußball-App. “Wir finden für dich alle News, Videos und Bildergalerien, in denen du, dein Team und deine Favoriten vorkommen. Dabei filtern wir für dich die irrelevanten News, sodass du nur das bekommst, was dich wirklich interessiert”, schreibt die Jungfirma in eigener Sache. 

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Shutterstock

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#DealMonitor – Formel Skin sammelt 30 Millionen ein – pliant bekommt 12,5 Millionen – E.ON übernimmt envelio


Im #DealMonitor für den 20. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Formel Skin
+++ Jetzt offiziell: Der junge französische Geldgeber Singular investiert – wie bereits Mitte Dezember im Insider-Podcast berichtet – gemeinsam mit heal capital, Vorwerk Ventures, Cherry Ventures und Heartcore Capital in Formel Skin. Insgesamt fließen dabei 30 Millionen Euro in der Unternehmen – siehe auch sifted. Das Berliner Unternehmen, das 2019 von Anton Kononov und Florian Semler gegründet wurde, beschreibt sich selbst als “dermatologisches Telemedizin-Unternehmen”. Ziel ist es, “Menschen mit Hautproblemen bis hin zu starker Akne” zu helfen – mit medizinischer Beratung und medizinischen bzw. kosmetischen Produkten. Vorwerk Ventures, Cherry Ventures und Heartcore Capital investierten zuletzt rund 5 Millionen Euro das Unternehmen. 60 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Formel Skin. 

pliant 
+++ Alstin, main incubator, das österreichische Family Office Saber und Embedded Capital, also Finleap-Macher Ramin Niroumand, investieren 12,5 Millionen Euro in Pliant. Erst im August konnte das FinTech 5,5 Millionen einsammeln. Insgesamt flossen im Rahmen der Seed-Investmentrunde somit nun 18 Millionen in Pliant. 
Das Berliner FinTech, das von Malte Rau und Fabian Terner gegründet wurde, setzt wie Brex und Moss auf Firmenkreditkarten. Das FinTech verspricht seinen Kunden sogar “die neuste Generation von Firmenkreditkarten, die sich perfekt an Ihre Geschäftsprozesse und Bedürfnisse anpassen”. “Das Berliner Fintech wird die Summe neben der Ausweitung der angebotenen Software-Integrationen vor allem zur Expansion in weitere europäische Märkte nutzen”, teilt das Unternehmen mit.

Invenda 
+++ Der ehemalige Emmi-Chef Walter Huber, Gregor Greber bringen, Philippe Gaydoul, Mutschler Venture Capital, das Unternehmen Hug Bäckerei und Familie Palmers (Calida) investieren 7 Millionen Schweizer Franken in Invenda. Das Unternehmen, das 2017 von Jon Brezinski gegründet wurde, kümmert sich um “die Entwicklung von Soft- und Hardware für Automated Retail wie Verkaufsautomaten, Kioske, Digital Signage sowie ergänzende, verkaufsfördernde Marketing-Konzepte und Big Data-Projekte”.

Mammaly 
+++ Der französische Food-Investor Five Seasons Ventures investiert 3 Millionen US-Dollar in Mammaly. Das Kölner Startup. das 2020 von Stanislav Nazarenus und Alexander Thelen gegründet wurde, setzt auf Nahrungsergänzungsmittel für Hunde. “Wir haben mammaly gegründet, weil wir finden, dass alle Doggos ein rundum gesundes und glückliches Leben verdient haben”, schreiben die Gründer.

Dogo
+++ Change Ventures, Monkfish, also trivago.Gründer Rolf Schroemgens, Justas Janauskas, ehemaliger CEO von Vinted, Leap Ventures und APX investieren 3 Millionen US-Dollar in Dogo.  Hinter Dogo, das von Tadas Ziemys, Rasa Gentvilaite Ziemiene, Eliza-Marija Hirvensalo und Mindaugas Kuprionis gegründet wurde, verbirgt sich eine App rund um das Thema Hundetraining. “The new funds offer Dogo the opportunity to expand its presence in the global market and build more features for its active dog parent community”, teilt das Startup mit.

Audvice
+++ Jetzt offiziell: Cusp Capital investiert – wie bereits Anfang November im Insider-Podcast berichtet – in Audvice. Gemeinsam mit CapitalT, Tiny.VC sowie den GoStudent-Gründern Felix Ohswald und Gregor Mu?ller investiert Cusp Capital 1,9 Millionen Euro in das Unternehmen. Audvice aus Puch, das von Sophie Bolzer und Erfan Ebrahimnia gegründet wurde, setzt ganz auf den derzeitigen Audioboom und das wichtige Thema Wissensmanagement. Mit der Audvice-App können Nutzer Audio-Inhalte erstellen und diese mit anderen Nutzern bzw. Kollegen im eigenen Unternehmen teilen.

hae.sh
+++ has.to.be-Gründer Martin Klässner und Deutsche Bank Aufsichtsratschef Paul Achleitner investieren 1,3 Millionen Euro in hae.sh. Das Linzer Startup, das 2020 von Sebastian Holler, Nicolas Kirchmayr und Stefan Lew gegründet wurde, positioniert sich als “Experte für fälschungssichere Automatisierung für interne Kontrollsysteme”. Konkret unterstützt die Jungfirma Unternehmen dabei, Kontrollprozesse zu modernisieren und zu perfektionieren”.

M-sense
+++ IBB Ventures, Noaber, ein Impact-Investor aus den Niederlanden, MedTech Entrepreneurs, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Eternity.Health und der Business Angel Klaus Hilleke investieren in M-sense. Das Berliner Unternehmen, das von Simon Scholler, Stefan Greiner, Markus Dahlem und Martin Späth gegründet wurde, kümmert sich als digitale Gesundheitsanwendung um Migräne.

FlowFox
+++ Nicht genannte Investoren investieren eine siebenstellige Summe in FlowFox. Das Hamburger Startup, hinter der unter anderem Seriengründer Patrick Pehmöller steckt, positioniert sich als “All-in-one Import Automation Platform”. Die Logistik-Jungfirma möchte vor allem Reedereien helfen, “manuelle Arbeitszeit und unnötige Kosten zu sparen” und damit zusätzliche Umsatzkanäle ermöglichen.

Mersor
+++ IBB Ventures, Faraday Venture Partners und mehrere Business Angels investieren eine sechsstellige Summe in Mersor. Das Startup aus Berlin, das 2017 von Stella Maria Sorg und Lisa Kristina Meißner gegründet wurde, positioniert sich als “Marktplatz für außergewöhnliche Geschenkideen und stilvolle Geschenksets”. Anfangs war Mersor aber eine “Marke für personalisierbare Leder-Accessoires”.

myndwerk
+++ Die Mediengruppe Klambt investiert eine sechsstellige Summe in myndwerk. Das Hamburger Health-Startup, das vom Vater-Tochter-Duo Leonie Wilken und Ulrich Wilken gegründet wurde, setzt auf Paarberatung. Über myndpaar können Paare oder Einzelne an ihren Beziehungsthemen arbeiten.

MERGERS & ACQUISITIONS

Vitafy
+++ Die Hamburger EVP-Gruppe, zu der Marken wie vitawell gehören, übernimmt Vitafy. “Mit ihrem Hauptinvestor, dem Private Equity Unternehmen capiton, der die künftigen Buy-and-Build-Aktivitäten durch Finanzmittel sowie Know-how unterstützen wird, möchten die beiden erfahrenen Management-Teams von Vitafy und EVP die neue Gruppe als Europas führenden, vertikal integrierten Multi-Channel-Anbieter mit umfassenden Online- und Offline-Kapazitäten im Bereich Consumer Healthcare vorantreiben”, teilen die Unternehmen mit. Vitafy, ein Shop für Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, der 2013 von Georg Bader und Christian Böhm gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 30 Millionen Euro ein – unter anderem von Cipio Partners und Venture Stars. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 37,2 Millionen Euro.

envelio
+++ Der Energiekonzern E.ON übernimmt die Mehrheitsbeteiligung an envelio. Das Spin-Off der RWTH Aachen, das 2017 von Simon Koopman und Co. gegründet wurde, bietet Energienetzbetreibern “eine Softwareplattform für die nächste Phase der Energiewende”. Damit können Energienetze digital und automatisiert betrieben werden. Grundlage dafür sind die Dissertationen der envelio-Gründer. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Demeter investierten in den vergangenen Jahren rund 7 Millionen Euro in das Unternehmen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Brandneu – Diese 15 jungen Startups haben die Cologne Masterclass gerockt


Die Cologne Masterclass, die in diesem Jahr ihre Premiere feierte, versammelt die interessantesten Kölner Startups und bringt diese mit Investor:innen zusammen. In Rahmes des Programms erhalten die Teilnehmer:innen – unterstützt von KölnBusiness und Partnern – Zugang zu Coaching-Netzwerken, Co-Working Plätzen, Messetickets sowie Marketing-Aktivitäten. Höhepunkt der Masterclass ist der Matching Day, ein Event, auf dem die Startups vor Investor:innen pitchen dürfen. 15 Startups konnten diese Chance 2021 nutzen.

“Der Matching Day stellte für uns die ideale Möglichkeit dar, unser Produkt vorzustellen. Interessent:innen konnten dieses live vor Ort ausprobieren, wodurch wir vielversprechende Kontakte knüpfen konnten. Wir sind froh, dass im Gründungsnetzwerk der Region Köln eine so hohe Bereitschaft herrscht, sich gegenseitig zu unterstützen”, sagt Tim Franken von aptone. Reza Esmaillie von Detechgene ergänzt: “Es war ein interessanter und spannender Tag. Ich durfte viele interessante Start-ups aus Köln treffen und konnte Detechgene vorstellen. Schön, dass die KölnBusiness es ermöglicht Investoren auch persönlich zu begegnen. Außerdem habe ich viele gute Tipps erhalten und bin gespannt, was sich daraus noch ergibt”.

Wer nicht vor Ort war, hat nun die Chance, alle Startups, die die Cologne Masterclass in diesem Jahr gerockt haben, hier einmal kennen zu lernen.

Diese Startups waren 2021 dabei

ApptiveGrid
ApptiveGrid entwicklet eine No-Code-Entwicklungsumgebung, die es Kund*innen ermöglicht, digitale Produkte und Workflows zu erstellen, ohne über IT- oder Admin-Kenntnisse zu verfügen. Das Startup sieht sich als LEGO der Digitalisierung.

aptone
aptone hilft Musikproduzent*innen dabei Soundsammlungen mit Hilfe von KI zielgerichteter auffindbar zu machen. Durch den cloudbasierten Ansatz haben Nutzer*innen zu jeder Zeit Zugriff auf ihre Soundsammlungen – was zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung von aptone ermöglicht. aptone ist ein B2C-Service und finanziert sich aus monatlich wiederkehrenden Zahlungen seiner Nutzer*innen.

bendesk
bendesk bietet eine digitale B2B-Lösung zur Verwaltung von Corporate Benefits für Unternehmen. Mit der Cloud können HR-Abteilung und Mitarbeiter*innen ihre ausgewählten Module einsehen und verwalten. Gleichzeitig werden alle historischen und aktuellen Daten protokoliert, so dass gesetzliche Vorgaben zum Datenschutz eingehalten werden.

Detechgene
Detechgene entwickelt und vertreibt Schnelltests zur Detektion von Infektionserregern. Die eigens entwickelte Kartusche erlaubt es einen Test vergleichbar präzise wie eine PCR vor Ort durchzuführen. Es sind keine Erstanschaffungs- sowie Wartungskosten notwendig. Hauptkunden sind Kliniken und niedergelassene Ärzt*innen.

Fantastic Foe
Fantastic Foe erschafft Spiele, die einen bleibenden Eindruck davon hinterlassen sollen, wie Menschen die Welt um sich herum wahrnehmen. Neben Indie-Games entwicklet das Startup kommerzielle VR-Trainingsspiele und Coaching-Tools für Unternehmen und das Rettungsingenieurwesen.

Felix Medicus
Felix Medicus gibt Assistenzärzt*innen die Möglichkeit einen Job zu finden, der zu ihnen passt und sich gleichzeitig für bessere Arbeitsbedingungen in der Medizin einzusetzen. Dafür gibt Felix Medicus die Möglichkeit, offen Anforderungen an Weiterbildung und Arbeitsbedingungen zu formulieren und mit Kliniken in Kontakt zu kommen, die diese Anforderungen erfüllen können.

Fimo Health
Fimo Health entwickelt eine digitale Gesundheitslösung für Betroffene von Fatigue, klinisch relevante, massive Form der Erschöpfung, und ein Folgesymptom von verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Krebs, MS oder Long Covid ist. Diese Fatigue wird durch verschiedene Vital- und Umgebungsfaktoren beeinflusst, welche von Fimo Health erhoben werden.

Lumoview
Lumoview bietet automatisierte Analysen von Innenräumen, mit welchen Gebäudeeigentümer ihre Gebäude digitalisieren und deren Energieeffizienz optimieren können. Dieser Service wird durch das 360°-Innenraummesssystem von Lumoview bereitgestellt. Eine Messung dauert zwei Sekunden pro Raum.

mecorad
mecorad bietet Inline-Messungen und -Optimierungen für die Warmumformung von Stahl und Metallen. Das Startup hilft den Betreibern von Stahl- und Warmwalzwerken dabei, eine höhere Produktqualität zu realisieren, Produktionswertverluste zu minimieren und die Produktion bis zum Endkunden zu vernetzen.

Neutron Star Systems
Neutron Star Systems ist ein Raumfahrt Startup, das ein auf Supraleitern basierendes elektrisches Antriebssystem entwickelt, das eine höhere Effizienz, Skalierbarkeit und Betriebsflexibilität bietet, sodass Kund*innen fortschrittlichere Weltraummissionen durchführen und Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe erzielen können.

Raketenstart
Raketenstart ist die digitale Rechtsabteilung für Gründer*innen, Startups und Selbständige. Auf der Onlineplattform wird der gesamte Rechtsberatungsbedarf mit Wissen, Tools und ausgewählten Rechtsanwälten in einer All-In-One-Lösung abgebildet.

Raum
Raum ist eine Virtual-Reality-Kollaborationsplattform, die es entfernten Teams auf der ganzen Welt ermöglicht, so zusammenzuarbeiten und Kontakte zu knüpfen, als ob sie sich im selben Raum befänden. RAUM bietet eine Virtual Reality Software-Service für mittelständische und große Unternehmen.

Toni Core
Toni Core entwickelt funktionale und wandlungsfähige Kleidung für Eltern. Die Produkte sollen das Leben erleichtern und dabei gut aussehen. Sie eignen sich nicht nur für die Schwangerschaft, sondern auch für die Zeit danach.

VisualMakers
VisualMakers ist die Onlineschule für NoCode. Mit kurzweiligen Kursen und einer lebendigen Community lernen die Mitglieder*innen Software zu bauen und Prozesse zu automatisieren ohne Code selbst zu schreiben. Toolanbieter werden durch VisualMakers mit ihrer Zielgruppe vernetzt und können von der Reichweite profitieren.

Volateq
Volateq bietet Betreiber*innen von solaren Großkraftwerken ein cloud-basiertes Analysetool um Betrieb und Wartung der Anlagen zu optimieren. Kund*innen überfliegen regelmäßig ihre Anlagen mit handelsüblichen Drohnen nach vorgegebenen Flugrouten. Visuelle und infrarote Bilder werden danach in der Volateq-Cloud in einem automatisierten Prozess ausgewertet.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Fotos: Tilman Schenk, KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH.

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#Interview – “Die größte Entwicklung war der Switch vom B2C-Produkt zum jetzigen B2B-Produkt”


Das Kölner Startup Evy Solutions wollte ursprünglich einen Assistenten zur Verwaltung von Post, Terminen und Rechnungen für Vielreisende und kleinere Unternehmen etablieren. “Doch dann kam alles anders: Wir erhielten statt der Vielreisenden als Kunden etliche Anfragen aus dem B2B-Bereich. Und so stellte sich heraus, dass die Skills unserer selbst entwickelten KI weniger von Endanwendern als von Unternehmen benötigt wird”, sagt Michael Vogel, der das Unternehmen gemeinsam mit Arian Storch 2017 gegründet hat.

Inzwischen kümmert sich das Evy Solutions-Team um KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und Prozessautomatisierung. “Das Besondere der Lösung ist ihr textbasierter Ansatz, dank dem sich auch aus unstrukturierten Daten relevante Informationen herauslesen und klassifizieren lassen”, sagt Gründer Vogel.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Evy Solutions-Macher über den Pivot, das Briefgeheimnis und den Standort Köln.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Evy Solutions erklären?
In die Postfächer von Unternehmen flattern täglich Unmengen an Dokumenten, deren händische Verarbeitung fehleranfällig ist und viel Zeit sowie Ressourcen bindet. Wir – das heißt Arian Storch und ich – sind angetreten, die Dokumentenanalyse und -verarbeitung zu revolutionieren – mithilfe unserer intelligenten Software-Lösung Evy Xpact. Das Besondere der Lösung ist ihr textbasierter Ansatz, dank dem sich auch aus unstrukturierten Daten relevante Informationen herauslesen und klassifizieren lassen. Im Klartext heißt das, unserer Lösung ist es egal, an welcher Stelle im Text die relevanten Informationen stehen. Möglich macht diesen sogenannten textbasierten Ansatz die von Arian selbstentwickelte Künstliche Intelligenz (KI), die über ein natürliches Sprachverständnis verfügt und inhaltliche Zusammenhänge erkennt. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Auslesen und Klassifizieren von E-Mail-Textkörpern. Die meisten Lösungen können die Inhalte von E-Mails nicht auslesen, da diese in der Regel keiner bestimmten Form folgen. Für unsere Lösung hingegen ist das kein Problem. Ihre eigene Spracherkennung optimiert die Software darüber hinaus beständig selbstlernend. Somit erreicht unsere Lösung bereits nach drei bis vier Wochen im Einsatz eine Zuverlässigkeit von 99 %, der händische Bearbeitungsaufwand reduziert sich auf 1 % der Dokumente.

Euer Modell war zum Start vor einigen Jahren aber ganz anders, oder?
Ja. Denn ursprünglich waren wir im Januar 2018 mit einem anderen Ansatz und der App “Evy Companion” gestartet, einem intelligenten und mobilen Assistenten zur Verwaltung von Post, Terminen und Rechnungen für Vielreisende und kleinere Unternehmen. Doch dann kam alles anders: Wir erhielten statt der Vielreisenden als Kunden etliche Anfragen aus dem B2B-Bereich. Und so stellte sich heraus, dass die Skills unserer selbst entwickelten KI weniger von Endanwendern als von Unternehmen benötigt wird. Das führte dazu, dass im Sommer 2018 dann unser aktuelles Produkt auf den Markt kam: Evy Xpact.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Unser Ansatz ist es, die Implementierungskosten für die Anwender möglichst gering zu halten. Daher wird unsere Software wird als Pay-Per-Use-Modell vertrieben. Das bedeutet, der Kunde bezahlt den Einsatz unserer Software nur für jeweils das Dokumentenvolumen, welches sie benötigen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Während der Corona-Pandemie und der aufgezwungenen Messepause standen wir – wie viele Unternehmen – vor dem Problem, neue Wege bzw. Alternativen für Marketing und Vertrieb zu finden. Wir haben diese unfreiwillig ruhige Phase genutzt und während der Lockdown-Monate unsere Kundenbereiche genau unter die Lupe genommen. Als Ergebnis haben wir unsere Lösung in drei Produktlinien unterteilt, die jetzt für die jeweiligen Zielgruppen noch besser greifbar und schneller einsatzbereit sind. Davon profitieren wir enorm.

Wie ist überhaupt die Idee zu Evy Solutions entstanden?
Die Idee für Evy Solutions entstand im Gespräch mit meinen Mitgründer Arian, der im Rahmen seiner Doktorarbeit schon länger zum Thema Textanalyse mit Künstlicher Intelligenz forschte. Und ich hatte durch meine Zeit als selbstständiger Unternehmensberater und Teil des Beirats eines Gründungswettbewerbes bereits viel Erfahrung im Bereich der Unternehmensgründung. Wir erkannten beide das hohe Potenzial von Textanalysen mit KI und somit lag der Gedanke nah, gemeinsam Evy Solutions zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zehn Jahre Entwicklungszeit in die ursprüngliche Produktidee geflossen: eine App, basierend auf der von Arian selbst entwickelten Künstlichen Intelligenz, die Dokumente aus der analogen und digitalen Welt zusammenführt. Egal, ob Briefe oder Emails – alles gebündelt, klassifiziert und richtig zugeordnet in einer App.

Wie hat sich Evy Solutions seit der Gründung entwickelt bzw. wie groß ist Evy Solutions inzwischen?
Die größte Entwicklung war für uns sicherlich der Switch vom ursprünglich angedachten B2C-Produkt – der Dokumenten-App – zum jetzigen B2B-Produkt. Denn nach unserem ersten Produktlaunch hat sich ja wie erwähnt nicht so sehr unsere B2C-Komplettlösung etabliert, sondern dank der Anfragen für einzelne Teilbereiche daraus unsere jetzige B2B-Lösung im Baukastenprinzip. Wir haben also die App in ihre einzelnen Module zerlegt und diese zu unserem heutigen Evy Xpact weiterentwickelt. Evy Solutions wird von Arian und mir als Gründungsmitglieder selbst geleitet und wir beschäftigen aktuell 19 Mitarbeiter. Unsere Kunden sind in USA, Schweiz und Deutschland

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Richtig schief gegangen ist zum Glück nichts. Aber unser größtes Learning aus der Anfangszeit war, dass es im Nachhinein gesehen nicht gut war, mit dem B2C-Ansatz zu starten. Denn der deutsche Markt war unter anderem aus Unsicherheit bezüglich Faktoren wie dem – natürlich auch bei der E-Mail geltenden – Briefgeheimnis noch nicht bereit für eine Digitalisierung von Post in dieser Art.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Bei der Gründung selbst – diese konnten wir reibungslos durchziehen. Und auch die Spezialisierung auf KI war ein Volltreffer, ebenso wie der Wechsel von der B2C- zur B2B-Lösung.

Wo steht Evy Solutions in einem Jahr?
Wir haben noch viel vor. Vor Kurzem konnten wir unseren ersten Kunden in den USA gewinnen und wollen als nächstes unsere Lösungen im gesamteuropäischen Markt ausrollen und dafür erst einmal unserer Software weitere Sprachen antrainieren. Dank der natürlichen Sprachverarbeitung der Künstlichen Intelligenz kann die Software theoretisch jede beliebige Sprache problemlos verarbeiten, nachdem sie von uns antrainiert wurde. Aktuell beherrscht die Lösung Deutsch und Englisch. Als nächstes werden weitere europäische Sprachen folgen wie Italienisch, Spanisch, Französisch oder Niederländisch. Ein weiteres Ziel ist es, unseren Entwicklungsprozess zu beschleunigen. Daher sind wir aktuell auf der Suche nach versierten Partner und Mitarbeitern – von Softwareentwicklern über strategische Partner bis hin zu neuen Finanzpartnern, damit wir unsere Software als Out-of-the-Box-Lösung noch schneller auf den Markt bringen und unser Umsatzwachstum weiter vervielfachen können.

Reden wir zudem noch über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
In Berlin ist es sehr schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. In Köln profitieren wir hier von der Unterstützung der Stadt. Darüber hinaus hat Köln im Vergleich zu Berlin einen viel größeren Einzugsbereich mit vielen Mittelständlern und ist auch verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Sprich, der Zugang zu Personal ist hier einfacher.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Neue Kontakte zu knüpfen und das Netzwerken ist beides einfacher. Und nicht zuletzt auch die Suche nach Büroräumlichkeiten.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Ich würde mir ein stärkeres Netzwerk von Business Angels für den Standort wünschen und mehr Kapitalmöglichkeiten für Gründer. Es gibt wenige VC-Fonds in Köln.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Evy Solutions

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Lightspeed investiert 30 Millionen in Mayd – Accel investiert in Priceloop – Andreessen Horowitz setzt auf Payrails


Im aktuellen #DealMonitor für den 13. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mayd
+++ Der amerikanische Personio-Geldgeber Lightspeed investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit den Altinvestoren 30 Millionen Euro in Mayd. Das Berliner Startup, das im Frühjahr 2021 von den McMakler-Gründern Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka gegründet wurde, liefert Medikamente in 30 Minuten aus. 468 Capital, Earlybird Venture Capital und Target Global investierten kürzlich erst 13 Millionen Euro in die Jungfirma. Zu den Wettbewerbern von Mayd gehören insbesondere First A und kurando, zuvor als Phaster bekannt. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Priceloop
+++ Der amerikanische Geldgeber Accel investiert gemeinsam mit Business Angels wie den Flixbus-Gründern in Priceloop. Das Berliner Startup, das 2020 vom Contorion-Gründer Richard Schwenke und Dat Tran (zuletzt unter anderem Head of AI, Axel Springer) gegründet wurde, positioniert sich als KI-gestützte Software zur Optimierung von Verkaufspreisen. “Priceloop helps e-commerce and retail companies to be more successful by using data-driven pricing decisions”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma. Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures investierte zuvor bereits in Priceloop. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV 

Payrails
+++ Andreessen Horowitz, HV Capital und mehrere Business Angels, darunter Delivery Hero-CFO Emmanuel Thomassin, HelloFresh-Gründer Dominik Richter, Foodpanda-Gründer Felix Plog, die Flixbus-Gründer investieren in Payrails. Das Startup, das von den drei Delivery Hero-Mitarbeitern Emre Talay, Nicolas Thouzeau und Orkhan Abdullayev gegründet wurde, positioniert sich als “Cloud Native Payment Operating System”. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We are building an operating system to simplify accepting payments”. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

ramblr.ai
+++ Die beiden Geldgeber 468 Capital und Vsquared Ventures investieren in ramblr.ai. Das Münchner Startup, das von metaio-Gründer Thomas Alt und dem ehemaligen metaio-Manager Roman Hasenbeck gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung, die Vermarktung und der Vertrieb von Software, Augmented Reality Systemen und Datensätzen sowie die Erbringung von IT-Dienstleistungen” . metaio gilt als einer der Augmented-Reality-Pioniere in Deutschland. 2015 übernahm Apple die Jungfirma. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

aedifion
+++ Momeni Digital Ventures, Drees & Sommer, BeyondBuild und Bauwens X sowie die Altinvestoren BitStone Capital und Phoenix Contact Innovation Ventures investieren eine siebenstellige Summe in aedifion. Das junge Unternehmen aus Köln entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Das Jungunternehmen, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet.

up.lftd
+++ IBB Ventures und mehrere Business Angels “mit fundierten Branchenkenntnissen” investieren eine sechsstellige Summe in up.lftd. Das Berliner Startup, das von Antonia Wälzholz und Klaus Großmann gegründet wurde, positioniert sich als Performance-Management- und Personalentwicklungs-Tool.  Die HR-Software setzt dabei auf die “automatischen Erkennung der passendsten Feedback-Momente und der kontinuierlichen Sammlung von 360°-Mikro-Feedback für diese Momente”.

Finn
+++ Credit Suisse Securitized Products Finance und Waterfall Asset Management  gewähren Finn eine Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro. “Die Finanzierung soll das Wachstum weiter signifikant steigern. Die Transaktion ist rechtskräftig und die Kreditsumme abrufbereit”, teilt das Unternehmen mit. Wie andere Anbieter auch bietet Finn, das von Max-Josef Meier (früher Stylight) gegründet wurde, Autos im Abo an. White Star Capital, Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz (alle zalando) sowie die Altinvestoren HV Capital, Picus Capital, Heartcore und UVC Partners investierten zuletzt 20 Millionen Euro in das Unternehmen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fincompare
+++ Eine Gruppe genossenschaftlichen Banken – darunter die DZ Bank und diverse Volksbanken – übernehmen Fincompare – siehe FinanceFWD. Der Kaufpreis liegt dem Bericht zufolge bei 15 Millionen Euro.  Das Berliner FinTech, das 2017 von Watchmaster-Mitgründer Stephan Heller gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Plattform für die Unternehmensfinanzierung”. Speedinvest, ING Ventures, UNIQA Ventures, Elevator Ventures und Co. investierten in den vergangen Jahren mehr als 25 Millionen in das Unternehmen. Fincompare ging somit vergleichsweise günstig über den Tisch.

Fishing-King
+++ Die Beteiligungsgesellschaft Afinum übernimmt die Mehrheit an Fishing-King.  “Gemeinsam mit dem Gründer Hubertus Massong und dem bestehenden Management-Team von Fishing-King plant Afinum weiteres Wachstum durch eine höhere Durchdringung der bestehenden Kernmärkte, Expansion in neue Märkte und in angrenzende Produktsegmente”, teilt das Unternehmen mit. Das Unternehmen aus Köln, eine “E-Learning-Plattform für die Angel-Community” wurde 2009 gegründet.

Intranav
+++ Das amerikanische Unternehmen Inpixon übernimmt Intranav. Das Unternehmen aus Eschborn, das 2014 von Ersan Günes und Gonzalo Ibarra gegründet wurde, positioniert sich als IoT-Plattform für die Ortung von Waren- und Materialflüssen. “Intranav will bring new, comprehensive products and technologies, and a broad IP portfolio to strengthen our established RTLS product line”, teilt das Unternehmen mit.

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Foto (oben): azrael74

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#Brandneu – 11 junge PropTech-Startups, die wir im Blick behalten


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

26 Homes
Das Berliner Startup 26 Homes, das von Dorothea Metasch gegründet wurde, beschreibt sich als “neuen Weg, um Immobilien zu entdecken”. Zum Konzept, das über einen Newsletter funktioniert, heißt es weiter: “Wir sind der Follow-Button für Eigentumswohnungen”.

hallo.immo
Das PropTech hallo.immo positioniert sich als “Immobilien-Rechner für Berater”. Damit geht es darum, Investitionsentscheidungen aufgrund von “professionellen Analysen” treffen zu können. Der Slogan dazu lautet: “Verabschiede dich von Excel-Dateien und veralteter Software”.

Kleverscreen
Das junge Unternehmen Kleverscreen, ein Info-Tool für Hausverwaltungen und Hauseigentümer, setzt sich für eine “Welt ohne unnötigen Werbemüll” ein. Werbetreibende können dabei auf Kleverscreen als “digitale Werbefläche in den Hausaufgängen” der Nutzer:innen setzen.

Erste Hausverwaltung
Das PropTech Erste Hausverwaltung, das von Justus Mentzel und Marcel Tamm gegründet wurde, positioniert sich als “Hausverwaltung für das 21. Jahrhundert”. Die Kölner schreiben: “Wir lösen Probleme, bevor sie entstehen, halten Ihre Einheiten in Schuss und ermöglichen damit stabile Mieteinnahmen und Wertentwicklung.

Urbyo
Urbyo bringt sich als “One-Stop-Shop für Immobilieninvestments” in Stellung. Die Berliner schreiben zum Konzept: “Alles aus einer Hand. Alles mit Profis. Alles digital. Aber trotzdem persönlich. Damit jede Person sicher sein kann, die richtige Entscheidung zu treffen”.

Syte
Syte entwickelt eine Lösung für Immobilienentwickler. “We are doing real deep-tech, crunching a lot of data and using machine learning to analyse the potential of building sites in a brand new technological approach”, schreiben die Macher. Syte wurde von Matthias Zühlke und Familonet-Gründer David Nellessen gegründet.

Upmin
Das Berliner PropTech Upmin, das von Henning Frank unter dem Namen Hausio im Hause Zenhomes (vermietet.de) gegründet wurde, positioniert sich als digitaler Immobilienverwalter. Nach der Übernahme von Zenhomes durch Scout24 wurde Hausio als Upmin ausgegründet.

EnergyLabs
Das Berliner Startup EnergyLabs bietet energiesparende Lösungen für Gebäude an. Mithilfe einer Hard – und Software soll durch das Absenken des Spannungsniveaus sollen Energieeinsparungen zwischen 5 bis 13 % möglich sein. Die CO2-Emissionen sollen um den gleichen Wert gesenkt werden.

VillaCircle
VillaCircle, das von Jean-Pierre Fumagalli und Roland Schaber gegründet wurde, kümmert sich um “Miteigentum an Premium-Ferienimmobilien”. Die Jungfirma übernimmt dabei “alle rechtlichen und administrativen Aspekte rund um den Kauf, die besonders bei Auslandsimmobilien mitunter eine Hürde darstellen”.

Wetipi
Das Schweizer PropTech wetipi möchte die Vermietung von Immobilien “durch ein intelligentes Matchmaking zu einem vollständig digitalen Erlebnis machen”. Das Zauberwort dabei lautet Künstliche Intelligenz. “Sie steuert das System so, dass automatisch der beste Match gefunden werden kann”, schreibt das Unternehmen.

Roatel
Das junge Düsseldorfer Unternehmen Roatel setzt auf Containerhotels entlang von Autobahnen. Ins Leben gerufen wurde das Hotel-Startup von Ralf-Peter Kals und Christian Theisen, die zuvor den Briefdienstleister First Mail gegründet und verkauft haben.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

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#Gastbeitrag – So profitieren Unternehmen und Mitarbeiter:innen vom “Urlaub für Weiterbildung”


Personalverantwortliche kennen das Problem: Das Weiterbildungsbudget wird nur zögerlich in Anspruch genommen. Bei uns war das nicht anders. Bis wir vor drei Jahren neue Wege eingeschlagen hat: Die Mitarbeiter:innen bekommen Zusatzurlaub, wenn sie sich weiterbilden. Warum das gesamte Team davon profitiert und inwiefern sich diese Idee zu einem Wettbewerbsvorteil im War for Talents entwickelt hat, zeigt dieser Gastbeitrag.

Investition in die Zukunft der Mitarbeitenden und des Unternehmens

Bleiben Weiterbildungsbudgets ungenutzt, stellt dieser Stillstand v.a. wachstumsorientierte Startups vor Probleme. Wer nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, braucht schon eine stählerne Disziplin, um die freie Zeit zum Lernen zu nutzen. Genau hier setzt das Weiterbildungs-Prinzip von Userlike an: Die Aussicht darauf, für die Mühen mit Zusatzurlaub belohnt zu werden, kann genau den nötigen Motivationsschub bringen. Unser Konzept beschränkt sich nicht auf klassische Bildungsangebote, sondern kann auf jede Lernerfahrung angewendet werden, für die wir auch die Kosten übernehmen. 

Wir versuchen, den persönlichen Wunsch nach beruflicher Entwicklung mit den Bedürfnissen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Denn: Damit das Wissen und die Fähigkeiten erhalten bleiben, müssen sie anschließend bei der Arbeit zur Anwendung kommen. Beispiele aus unserer Praxis sind etwa der Marketingmitarbeiter, der einen YouTube Seminar über Google-Ads abgeschlossen hat oder der Produkt Designer, der einen Kurs der codecedemy besucht hat, um CSS zu lernen. 

Ohne Fleiß kein Preis

Bei uns verfügt jede:r über 28 Urlaubstage. Zusätzlich zum gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub sind nach unserem “Urlaub für Weiterbildung”-Prinzip außerdem bis zu fünf Extra-Urlaubstage möglich. Insgesamt könnten also 38 freie Tage genommen werden. 

Dafür müssen die Kolleg:innen jedoch auch etwas tun. Wer nach Feierabend zusätzliche Fähigkeiten erlernt, bekommt die freien Tage als Bonus. Um davon zu profitieren, werden gemeinsam mit den Team-Leads quartalsweise individuelle Lernziele festgelegt. Diese können Mitarbeiter:innen dann z.B. durch Onlinekurse oder das Besuchen von Seminaren erreichen. Auch die Weiterbildung mithilfe von Fachlektüre kann mit entsprechendem Zusatzurlaub honoriert werden. 

Damit die Lernziele als erreicht gelten, muss das neu erworbene Können nachgewiesen werden. Bei einigen Kursen werden z.B. Urkunden oder Zertifikate ausgestellt, alternativ gilt auch eine schriftliche Zusammenfassung des Erlernten oder eine Präsentation vor den Kollegen als Nachweis. So profitieren alle davon. Und der Erfolg gibt der Initiative recht: Jährlich wird das Angebot von etwa zehn Mitarbeitenden angenommen, also rund 25 Prozent des Unternehmens, vor allem aus den Bereichen Development, Marketing und Design. Kürzlich hat aber auch eine Kollegin aus der Kundenbetreuung einen Sprachkurs begonnen, weil sie häufig mit französischen Kunden zusammenarbeitet.

Wie das Prinzip im Detail funktioniert

Selbstentwicklung ist eine Grundsäule der Feedbackgespräche zwischen Teamleitung und Mitarbeiter:in. Hier werden auch Herausforderungen oder Wissenslücken herausgearbeitet und Potenziale diskutiert. Wie können sich die Teammitglieder innerhalb von fünf Jahren am effektivsten weiterentwickeln? 

Auf dieser Grundlage erstellen die Kolleg:innen einen Lernplan: In welchen Bereichen wollen sie sich verbessern, wo können sie noch wachsen, welche Perspektiven können sie sich damit neu eröffnen, welche Literatur, Projekte oder Referenzen können ihnen dabei helfen? 

Diesen Entwicklungsplan gilt es gemeinsam zu verfolgen. Da dies im Wesentlichen außerhalb der regulären Arbeitszeiten erfolgt, haben wir ein Vergütungsprogramm entwickelt, um dieses Engagement zu honorieren. 

Für Weiterbildung aufgewendete Zeit wird von uns durch Schätzung des Aufwands ausgeglichen. Für ein Fachbuch nehmen wir z.B. die Audioversion als Grundlage und schreiben den Mitarbeitenden diese Stunden gut. Der Nachweis erfolgt idealerweise über den sogenannten Userlike Book Club. Das Teammitglied bereitet für dieses Format eine Präsentation mit den wichtigsten Erkenntnissen vor und erklärt, wie diese auf das gesamte Unternehmen angewendet werden können. Danach gibt es eine gemeinsame Diskussion.

Weiterbildung als Teil der Unternehmens-DNA

Weiterbildung etwas weiterzudenken, ist Ausdruck unserer Werte. Seitdem wir Userlike gegründet haben, sehen wir das persönliche und berufliche Wachstum aller Teammitglieder als Basis unseres unternehmerischen Erfolgs und der gemeinsamen Entwicklung. Als wir anfingen, Mitarbeiter:innen einzustellen, erkannten wir, dass es in Deutschland nicht viele Talente mit den von uns gewünschten Fähigkeiten gab. Dafür hätten wir wohl im Silicon Valley gründen müssen. Uns war aber klar, dass sich dieser vermeintliche Rückstand aufholen lässt. Wissen und Fähigkeiten kann man sich aneignen – durch Bücher, Online-Kurse, Youtube-Videos und vieles mehr. Wir stellen also Mitarbeiter:innen mit Potenzial und genau dieser Mentalität ein und legen dabei großen Wert auf die persönliche Entwicklung. 

Das Team als eigentliche Wunderwaffe im War for Talents

Will ein Unternehmen langfristig bestehen, muss es einen guten Arbeitsplatz bieten. Ist das der Fall, empfehlen die Mitarbeitenden den Arbeitgeber weiter. Bei einem tollen Arbeitsplatz, geht es um mehr als einen Kickertisch und Obstkörbe, wenn auch beides den positiven Gesamteindruck abrunden kann. 

Am wichtigsten ist es, einen Arbeitsplatz zu entwickeln, der es den Menschen erlaubt, ihre bestmögliche Arbeit zu leisten. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Spaß zu finden und einen sicheren Raum zu schaffen, in dem die Mitarbeiter:innen ihre Ideen offen mitteilen können. Darüber hinaus hilft eine produktive Arbeitsumgebung dabei, den Mitarbeiter:innen aufzuzeigen, welchen Einfluss sie auf den Erfolg des Unternehmens haben. Das Prinzip “Urlaub für Weiterbildung” greift genau diese Philosophie auf.

Über den Autor
Timoor Taufig ist Co-Gründer und CEO von Userlike, dem führenden Anbieter für digitale Kundenkommunikation per Live-Chat und Messaging. Das SaaS-Unternehmen hat der Kölner 2011 mit seinem langjährigen Geschäftspartner David Voswinkel noch während des Studiums gegründet. Heute beschäftigt Userlike 40 Mitarbeiter. Die umfassende Plattform für Website-Chat, Threema, WhatsApp und weitere Messenger-Apps, bündelt die gesamte Kommunikation an einem Ort und kombiniert sie mit Audio-Call und Chatbot-Funktionalitäten. Mehrere tausend Kunden aus 50 Ländern vertrauen auf die Chat-Software von Userlike, darunter Unternehmen wie Hermes, 1&1, DB Schenker und viele mehr.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#DealMonitor – Pflegeplatzmanager sammelt Millionen ein – Earlybird investiert in Ducktrain – Jumio übernimmt 4stop


Im aktuellen #DealMonitor für den 7. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Pflegeplatzmanager 
+++ Die Beteiligungsgesellschaft Deutsche Balaton, Stefan Hoops, Treuenburg Venture Partners sowie weitere Altinvestoren investieren eine niedrige zweistellige Millionensumme in Pflegeplatzmanager. Das Startup mit Sitz in Greiz, das 2018 von Alexander Bauch und Chris Schiller gegründet wurde, setzt auf eine webbasierte Lösung, die pflegebedürftige Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt an freie Pflegeheime vermitteln soll. “Der Pflegeplatzmanager wird aktuell mit seiner B2B-Plattform von über 500 Akut- und Rehakliniken in ganz Deutschland genutzt. Dazu zählen unter anderem viele Universitätskliniken und Maximalversorger im gesamten Bundesgebiet”, teilt das Unternehmen mit.

Ducktrain 
+++ Earlybird UNI-X, ein Ableger von Earlybird, der sich an Uni-Ausgründungen richtet, be10x, NRW.Bank sowie die Altinvestoren EIT InnoEnergy und Wi Venture investieren in Ducktrain. Das junge Aachener Unternehmen, das 2018 von Kai D. Kreisköther, Markus Werle und Fabian Kober gegründet wurde, entwickelt automatisierte Lasten-Anhänger für Lieferdienste. Insgesamt konnte das Unternehmen, eine Ausgründung der RWTH Aachen, bereits “mehr als 4 Millionen Euro” Investorengelder einsammeln. Neben den genannten Geldgebern investierten auch Plug and Play Techcenter, 5P Capital sowie der RWTH Aachen-Professor und StreetScooter-Gründer Achim Kampker (seit diesem Jahr Venture Partner bei Earlybird) bereits in Ducktrain.

MERGERS & ACQUISITIONS

4stop 
+++ Das amerikanische Unternehmen Jumio übernimmt 4stop. “The addition of 4Stop’s data sources to the Jumio KYX Platform realizes Jumio’s strategic vision of redefining the end-to-end identity industry”, teilt das Unternehmen mit. Das Kölner Unternehmen, das 2016 von Ingo Ernst, Alvaro Kurth, Nolan Bolusan und Daniel Alvarado gegründet wurde entwickelt und vertreibt eine Anti-Fraud-Software. Der französische Kapitalgeber Ventech investierte2019 rund 2,5 Millionen Euro in das Kölner Startup.

Boxplot
+++ Das amerikanische Automatisierungsunternehmen Hyperscience übernimmt Boxplot. Das Startup aus Berlin, das 2020 von Fabian Schmidt-Jakobi gegründet wurde, setzt auf ein Tool zur grafischen Datenmodellierung. “Hyperscience verarbeitet Daten und Boxplot speichert Daten. Beides passt harmonisch zusammen, denn die Art und Weise, wie Daten gespeichert werden, bestimmt, wie sie verarbeitet werden können, und andersherum”, teilt das Unternehmen mit. Hyperscience aus New York wurde 2014 gegründet.

Hyperscience kauft Berliner Start-up Boxplot.io

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Brandneu – 11 junge Food-Startups, die man kennen sollte


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

eatPlants
Das Berliner Unternehmen eatPlants, das von Sebastian Bentele und Benedikt Rapp gegründet wurde, setzt auf pflanzliche Saucen und Brühen. “Wir verzichten dabei komplett auf Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe”, schreiben die Gründer zu ihrem Konzept.

ingarden
ingarden positioniert sich als “vollautomatischer Superfood Indoor-Garten, mit dem jeder erfolgreich frische und nährstoffreiche Bio-Microgreens zu Hause anbauen kann”. Das Startup mit sitz in Berlin wurde von Natalie Paterson, Christian Saitner und Yenal Ersen gegründet.

Polly
Das Kölner Food-Startup Polly positioniert sich als “erste Botanical Blend Deutschlands”. Konkret geht es dabei um das Alcoholic Beverage-Segment. Hinter dem Unternehmen stecken Hafervoll-Gründer Philip Kahnis, Alexander Poljaschenko und Jörg Radke.

Tasty Plant Food
Tasty Plant Food möchte mit veganen To-Go-Snacks in Bio-Qualität überzeugen. SpiceBit, das erste Produkt ist ein Snack auf Hafer-, Cashew- und Quinoa-Basis. Zum Start bietet das Jungunternehmen aus Bingen vier Sorten an: Tuscan Pure Italy, Alpine Mountain Love, Marrakech Oriental Delight und Indian Soul Curry.

HydroPlants
Die Jungfirma HydroPlants ist im Segment Urban Farming unterwegs. “Dieses System sammelt Daten über die Pflanzen. Die privaten Kunden erhalten frische Kräuter ohne viel Arbeit, wir erhalten die Daten über den hydroponischen Anbau, welche wir an vertikale Farmen verkaufen können”, schreibt das Team.

hye
hye, das von Andre Klan sowie der Influencerin Cathy Hummels gegründet wurde, positioniert sich als “Mental Wellbeing-Getränk”. Zum Konzept schreibt das Team: “Die enthaltenen Adaptogene und Nootropika helfen dem Körper durch ihre entspannende Wirkung stressige Momente besser zu meistern”.

Untouched Water
Das Hamburger Startup Untouched Water bietet Produkte mit nachhaltigem Anspruch. Den Auftakt macht ein Bio-Mineralwasser, welches nach Aussagen des Jungunternehmens “aus unberührter Natur”, nämlich dem Nationalpark Hunsrück entstammt. Dort wird das Wasser durch Gesteinsschichten natürlich gefiltert.

kiukiu
Das Hamburger Food-Startup kiukiu setzt auf einen alkoholfreien Cocktail. Die Hanseaten scheiben dazu: “kiukiu is a blend of the fruit of the cacao plant with pink berries from the Brazilian pepper tree with the addition of acerola cherries”. Hinter der Jungfirma stecken Volker Weinlein, Chloé Merz und Jörg Meyer.

the plate
the plate, das von Nadine Erk und Isabell Weiser gegründet wurde, positioniert sich als “creator platform for the culinary world”. Die Gründerinnen schreiben weiter: “Our mission is to give creative control back to the cooks who inspire thousands to enjoy the satisfaction that comes with creating delicious food”.

Luc & Dan’s Food Lab
Lucas Dimter und Daniel Unrau möchten mit ihrem Luc & Dan’s Food Lab nachhaltige und leckere Food-Produkte entwickeln. Das erste Produkt aus ihrem Food Lab ist ein plastikfreies Vitamin Kaugummi, das die Versorgung essenzieller Vitamine vereinfacht soll. 

Vetain
Das Food-Startup Vetain setzt auf veganes Proteinpulver. “Neben unseren fertigen Proteinmischungen bieten wir auch personalisierbares Superfood-Protein an. Das Besondere daran ist, dass man sich sein Protein – ähnlich wie beim Konzept von mymuesli – selbst zusammenstellen kann”, schreiben die Gründer.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – “Wir geben alles und denken gar nicht daran, wie ein Plan B aussieht”


Das Kölner Startup Toni Core, das von Felicia “Feli” Hommel und Jackie Paloma Paul gegründet wurde, setzt auf Klamotten und Accessoires für Schwangere. “Es ist unser Ziel, Produkte für Eltern zu entwickeln, die sie empowern. Dabei mischen wir den Elternmarkt gut auf! Wir möchten zur Gleichberechtigung beitragen und damit wirklich einen Impact schaffen. Wir haben gerade zum Beispiel unseren Wickelrucksack The ParentPack auf Kickstarter gelauncht”, sagt Gründerin Hommel.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt die Rheinländerin das D2C-Startup Toni Core einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter  Toni Core erklären?
Erinnerst du dich noch, als du schwanger warst und keine Kleidung gefunden hast, die dir gut gepasst hat? Und du dann wahrscheinlich selbst etwas nähen musstest? Oder Geld für die Kleidung speziell in der Schwangerschaft ausgeben musstest? Wir entwickeln Kleidung und Accessoires, die schwanger sowie auch nicht schwanger funktionieren. So kannst du bei uns shoppen, ohne deinen Style an deine neuen Umstände – was für ein schreckliches Wort – anpassen zu müssen und dich so deutlich besser fühlen.

Welches Problem genau wollt Ihr mit  Toni Core lösen?
Es ist unser Ziel, Produkte für Eltern zu entwickeln, die sie empowern – putting the adult back into parenthood! Dabei mischen wir den Elternmarkt gut auf! Wir möchten zur Gleichberechtigung beitragen und damit wirklich einen Impact schaffen. Wir haben gerade zum Beispiel unseren Wickelrucksack The ParentPack auf Kickstarter gelauncht. Dafür haben wir eine Cool Daddy-Kampagne geshootet, denn die wollen auch nicht immer mit der Wölkchentasche rumlaufen!

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet  Toni Core ein Erfolg?
Perseverance – wir geben alles und denken gar nicht daran, wie ein Plan B aussieht, sondern stellen uns täglich unser zukünftiges Logistikzentrum vor, in dem alles voll roter Toni Core-Kartons ist. Wir arbeiten nah an den Kunden, fragen nach Feedback, lassen Produkte testen, um nur das zu produzieren, was wirklich gebraucht wird. Zusätzlich sprechen wir super offen mit vielen Start-ups zu Zahlen, Marketing, Vertrieb und tauschen uns über Learnings und Fails aus, um unser Unternehmen möglichst effizient aufzubauen. Feel free to reach out! felicia@tonicore.com

Wer sind eure Konkurrenten?
Die mit Sicherheit größte Company im Maternity-Markt ist H&M. Über die anderen kleinen Start-ups freuen wir uns eher, denn wir finden es mega, wenn mehr Fokus auf das Thema gelenkt wird und mehr Frauen und Eltern empowered werden!

Wo steht  Toni Core in einem Jahr?
Absolut jede der 20.000 Hebammen in Deutschland und ein Großteil der 780.000 jährlich Schwangeren wird von uns gehört haben. Wir möchten die Go-To Brand für Schwangerschaft und Elternzeit werden. Ihr erwartet ein Kind? Dann geht auf jeden Fall zu tonicore.com. Durchdacht, nachhaltig und mega Design.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Ich konnte in Berlin sowie Köln Startup-Erfahrung sammeln und muss sagen, dass ich Köln viel bodenständiger erlebt habe. Hier ist nicht so viel Gerede von Valuations, sondern mehr von Umsatz. Neu gegründete Accelerators wie etwa das xdeck ziehen Commerce- und Tech-Companies an und bieten operativen Impact fürs Business. Gleichzeitig sind hier so viele erfolgreiche Familienunternehmen und Hidden Champions ansässig, mit denen der Austausch sehr spannend ist.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Köln hat eine super offene Kultur, was sich extrem auf die Gründerszene auswirkt. Man kommt bei einem Kölsch easy ins Gespräch. Es entsteht total das Gefühl, dass wir Gründer*innen alle am selben Strang ziehen und unsere Companies und die Region voranbringen wollen.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Die Theke! “Dringste ene met?” ist nicht nur ein Paragraph im kölsche Jrundjesetz, sondern wird täglich gelebt. Ob 20 oder 80 Jahre alt, in den Brauhäusern und Kneipen kommen alle zusammen und die kleinen 0,2er Kölsch werden frei rumgereicht, ob man sich nun kennt oder nicht. Auch als nicht-Kölner wird man direkt mit reingenommen. So trifft man sehr viele Leute mit spannenden Hintergründen.

Was fehlt in Köln noch?
Mir fehlt es teilweise an Internationalität, die Kultur ist super, aber eher deutsch. Dazu braucht es mehr Start-ups, die nicht auf Deutsch als Firmensprache angewiesen sind. Perspektiven, was in anderen Ländern funktioniert, würde super helfen und sich nicht nur immer mit deutschsprachigen Unternehmen zu umgeben.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Mehr Geld, das Kapital ist definitiv durch Familienunternehmen etc. vorhanden, aber es fließt noch zu wenig in die Start-ups. Mehr Vision, teilweise denken Investoren, große Start-ups können eigentlich nur aus Berlin kommen, mit Köln ist man da ein bisschen der Exot. Ansonsten wünsche ich mir für Köln, dass die Stadt ihre Leichtigkeit und Narrenfreiheit beibehält.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#DealMonitor – Hausgold sammelt 10 Millionen ein – Staffbase übernimmt Valo – Speedinvest legt 80 Millionen Klima-Fonds auf


Im aktuellen #DealMonitor für den 30. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Hausgold
+++ Der frühere Commerzbank-Chef Martin Blessing investiert zusammen mit Partnern 10 Millionen Euro in Hausgold – siehe Handelsblatt. Das PropTech aus Hamburg, das 2014 von Sebastian Wagner gegründet wurde, bringt Immobilienverkäufer und Makler zusammen. In der Vergangenheit investierten Hanse Ventures, Global Founders Capital und Co. bereits rund 12 Millionen Euro in das Unternehmen. Im Insider-Podcast hatten wir bereits im Mai dieses Jahres berichtet, das das Hausgold-Team auf der Suche nach bis zu 12 Millionen Euro ist. Mehr über Hausgold

cirplus
+++ VNV & Pale Blue Dot, MyClimateJourney, Entrepreneur First, Nucleus Capital, First Momentum Ventures und mehrere Business Angels investieren 3,3 Millionen Euro in cirplus. Das Unternehmen aus Hamburg, das 2018 von Christian Schiller und Volkan Bilici gegründet wurde, positioniert sich als Marktplatz für Kunststoffabfälle und Rezyklate. cirplus fungiert dabei als Beschaffungsplattform für recycelte Kunststoffe und bringt Recycler mit Kunststoffverarbeitern zusammen. 18 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für cirplus.

Crowdfox
+++ Die Altinvestoren investieren 5 Millionen Euro in Crowdfox. Mit dem frischen Kapital soll “die Expansionsstrategie” des Unternehmens “weiter vorangetrieben” werden. Das Kölner Startup, das 2016 gegründet wurde, bezeichnet sich als “Software-Lösung für die Einkaufsoptimierung”. Mehrere Family Offices investierten zuletzt 5 Millionen Euro in Crowdfox. Insgesamt flossen bisher rund 16 Millionen in das junge Unternehmen, das von Dirk Schäfer geführt wird.

Alphabeet 
+++ Purpose Ventures, das Samenhaus Müller sowie “mehrere Impact-Family Offices und Business Angels” investieren 1,15 Millionen Euro in Alphabeet. Das Stuttgarter Startup, das 2019 von Steffen Abel, Jens Schmelzle und Florian Haßler gegründet wurde, hilft Menschen dabei, Gemüse anzubauen. Zum Konzept gehören dabei die Beetplanung, eine Pflanzdatenbank und eine Community. Mit Blick auf den internationalen Markt ändert die Jungfirma ihren Namen nun in Fryd.

Grover 
+++ Der englische Kapitalgeber Fasanara Capital stellt dem Berliner Unternehmen Grover im Rahmen einer sogenannten Asset-Backed-Finanzierung rund 250 Millionen US-Dollar zur Verfügung. “Die Finanzierung ist ein Vertrauensbeweis für Grover, das erst im September in den US-Markt expandiert ist und bereits die gesetzten Abonnenten-Ziele übertroffen hat. Mit dem frischen Kapital soll die Expansion in den US-Markt weiter beschleunigt werden”, teilt das Unternehmen mit. Fasanara Capital hatte Grover erst im Sommer dieses Jahres rund 1 Milliarde US-Dollar zur Verfügung gestellt. Das Berliner Startup, das insbesondere Unterhaltungselektronik vermietet, wurde 2015 von Michael Cassau gegründet. Bereits 2020 sicherte sich das Grownup, das 275 Mitarbeiter:innen beschäftigt, eine sogenannte Asset-Backed-Finanzierung in Höhe von 250 Millionen Euro. Mehr über Grover

MERGERS & ACQUISITIONS

Staffbase
+++ Das Scaleup Staffbase übernimmt Valo. Das Unternehmen, 2001 in Helsinki gegru?ndet, positioniert sich als Independent Software Vendor (ISV), der digitale Arbeitsplätze auf Basis von Microsoft 365-Diensten wie SharePoint und Microsoft Teams anbietet. “In Kombination stellen Staffbase und Valo eine erstklassige Plattform für die Mitarbeiterkommunikation und das Mitarbeiter-Engagement im Microsoft 365-Kosmos bereit. Dies bedeutet eine deutliche Erleichterung für Geschäftsführungen und ihre Kommunikationsabteilungen”, teilen die Unternehmen mit. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. In der Szene kursiert eine niedrige zweistellige Millionensumme als Kaufpreis. Das Chemnitzer Startup Staffbase , die 2014 von  Frank Wolf, Lutz Gerlach und Martin Böhringer gegründet, entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen ohne großen Aufwand eigene Mitarbeiter-Apps für den internen Gebrauch erstellen können. Über diese können die Nutzer etwa Nachrichten verschicken oder Schulungsvideos abrufen. General Atlantic investierte zuletzt gemeinsam mit Insights Partners und Headline 145 Millionen US-Dollar in Staffbase. Mehr über Staffbase

Busuu
+++ Das amerikanische EdTech-Unternehmen Chegg übernimmt Busuu. Die Wurzeln des in London ansässigen Sprach-Scaleups, das 2008 von Bernhard Niesner und Adrian Hilti gegründet wurde, liegen in Österreich und der Schweiz. “Chegg expects to acquire Busuu for approximately $436 million (€385 million) in an all-cash transaction subject to the terms and conditions of the definitive agreement. The acquisition, which was approved by the boards of directors of Chegg and Busuu, is expected to close early in the first quarter of 2022, subject to customary closing conditions”, teilen die Unternehmen mit. Busuu erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz in Höhe von 45 Millionen US-Dollar. Investoren wie PROfounders Capital, GP Bullhound, der Bildungsverlag McGraw-Hill und Super Angel Hansi Hansmann investierten in den vergangenen Jahren rund 16 Millionen Dollar in Busuu.

Video Intelligence
+++ Das  Native-Advertising-Unternehmen Outbrain übernimmt den Schweizer Contextual-Advertising-Spezialisten Video Intelligence, der 2017 an den Start ging. “Outbrain will acquire vi for an aggregate purchase price of approximately $55 million, funded by $46.75 million of balance sheet cash and 412,500 Outbrain shares. The transaction is expected to close in the first quarter of 2022 and is expected to be accretive in the first year. Progress Partners acted as exclusive M&A financial advisor to vi”, teilen die Unternehmen mit.

Vitamaze
+++ Vision Healthcare, ein sogenanntes Omnichannel-Gesundheitsunternehmen aus Belgien, übernimmt Vitamaze. Die Jungfirma aus Heidelberg, die 2015 von Andreas Dittmar gegründet wurde, positioniert sich als “Premium-Anbieter von VMS-Produkten (Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzungsmittel)”. Vision Healthcare hat das Ziel “Europas größter D2C-Player im Bereich VMS zu werden”. Dafür stemmte das Unternehmen zuletzt zahlreiche Übernahmen.

VENTURE CAPITAL

Speedinvest 
+++ Der Wiener Geldgeber Speedinvest legt mit dem Climate & Industry Opportunity-Fonds einen Fonds für Climate-Tech Startups auf. Im Topf sind 80 Millionen Euro. Der Climate & Industry Opportunity-Fonds soll “in Technologie-Unternehmen investieren, die sich der Bekämpfung der Klimakrise verschrieben haben. Zudem wird er Startups dabei unterstützen, die CO2-Emissionen der europäischen Industrie zu verringern und Industrie-Unternehmen zu digitalisieren”. Ziel des Fonds sei es aber vor allem, die Wachstumsfinanzierung der nachhaltigen Speedinvest-Portfolio-Startups zu sichern. Zu den Investoren des Climate & Industry Opportunity-Fonds gehören unter anderen der Kunst- und Schaumstoffhersteller Greiner, der Technologiekonzern Knapp, die Heinzel Group und New Enterprise Associates (NEA).

AG Capital
+++ Der österreichische Kapitalgeber AG Capital verkündet das First Closing des Austrian Growth Capital Fund (AGCF). “Mit Kapitalzusagen in Höhe von 140 Millionen Euro liegt man aktuell deutlich über dem ursprünglich für das First Closing angestrebten Schwellenwert von 75 Millionen Euro”, teilt der Geldgeber aus Wien mit. Hinter AG Capital stecken insbesondere Karl Lankmayr und Daniel Jennewein. Als “unternehmerischer Partner stellt AG Capital Buy-out- und Wachstumskapital von bis zu 20 Millionen Euro pro Investment zur Verfügung. Das Team sucht dabei Unternehmen mit Umsätzen ab etwa 10 Millionen Euro und einem profitablen Geschäftsmodell.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Interview – “Was als Mami-Business gestartet ist, hat sich zu einem Unternehmen entwickelt”


Das junge Unternehmen Badesofa, das von Annika Götz und Natalie Steger gegründet wurde, setzt auf Badewannen-Kissen. “Was als kleines Mami-Business gestartet ist, hat sich in der Zwischenzeit zu einem profitablen, kleinen Unternehmen entwickelt. Wir beschäftigen aktuell acht Mitarbeiter und sind weiter auf Wachstumskurs”, sagt Gründerin Steger. Im Frühjahr dieses Jahres waren die Kölnerinnen bei der Vox-Gründershow “Die Höhle der Löwen” zu Gast. “Wir sind stolz und dankbar, dass wir bei diesem Format mitmachen durften. Der mediale Effekt ist natürlich auch nicht zu unterschätzen und die dadurch erzielte Aufmerksamkeit war ein Turbo-Booster für unser Unternehmen”, führt die Badesofa-Macherin aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründerin Steger außerdem über Markenaktivität, den heimischen Küchentisch und Bootstrapping.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Badesofa erklären?
Wir produzieren Loungekissen für die Badewanne, die sich in Funktion und Optik deutlich von den bisher bekannten Badewannenkissen unterscheiden. Wie der Name Badesofa schon sagt, holen wir das Sofagefühl in die Badewanne. Die Wirbelsäule wird gestützt, die gesamte Hals- und Nackenpartie kann entspannt zurück gelehnt werden. So erzielen wir dank Badesofa besten Liegekomfort, ohne lästiges Rutschen oder Druckstellen. Die Kissen sind wasserdurchlässig konzipiert, ein kleines Gewicht wirkt gegen den Auftrieb im Wasser. Nach dem Baden kann das Badesofa einfach in der Wanne gelassen werden – ohne Schimmel- oder Stockflecken und ohne unangenehme Gerüche. Außerdem ist das Wannenkissen maschinenwaschbar. Was als kleines Mami-Business gestartet ist, hat sich in der Zwischenzeit zu einem profitablen, kleinen Unternehmen entwickelt. Wir beschäftigen aktuell acht Mitarbeiter und sind weiter auf Wachstumskurs.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Im Großen und Ganzen verfolgen wir weiterhin unsere Strategie überwiegend als E-Commerce-Brand aufzutreten. Gleichzeitig verspüren wir bei den Kund:Innen aber auch den Wunsch, unsere Marke und die Produkte „in real“ zu erleben. Unser erster PopUp-Store in unserer Heimatstadt Köln war beispielsweise ein großer Erfolg. Die Kunden sind teilweise viele Kilometer gefahren, um die Produkte live zu erleben und die Menschen hinter der Marke kennen zu lernen. Wir wollen eine Wohlfühlmarke sein, die auch in Interaktion mit Ihren Kund:Innen tritt. Insofern hat das PopUp-Shop Konzept Potential für die Ausweitung auf andere Städte innerhalb Deutschlands. Außerdem erleben wir auch eine große Nachfrage aus Nachbarländern. Hier wollen wir ebenfalls unsere Position stärken und an Bekanntheit gewinnen. Mit Badesofa verfolgen wir viele ehrgeizige Ziele, haben mit unserer neusten Produktinnovation dem Saunasofa, bereits einen weitere (Home) Wellnessbereich im Fokus. Wichtig ist uns, dass hinter jeder Maßnahme, jedem Produkt, jeder Markenaktivität unsere MissionStatement sichtbar wird: Re-think Komfort.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir haben Badesofa zwar 2019 gegründet, offensiv in den Verkauf sind wir allerdings erst im Frühjahr 2020 gestartet. Insofern haben wir keinen wirklichen Vergleich zu der Zeit vor Corona und danach. Wir vermuten aber, dass die Krise vermutlich eher positiv auf unser Geschäftsfeld eingezahlt hat. Die Menschen konnten lange Zeit nicht mehr wie gewohnt in den Innenstädten einkaufen und haben sich daher vermehrt im Internet Inspiration geholt und ihr Shoppingverhalten dahingehend angepasst. Außerdem beobachten wir schon seit langem den Megatrend des Cocoonings, eine Entwicklung, die durch die Corona-Krise zusätzlich verstärkt wurde. Und nicht zuletzt zahlt das körperliche Wohl auch auf das seelische Wohl ein und die Menschen freuen sich über Produkte und Angebote, die Ihnen Ablenkung und eine Auszeit vom Alltag bieten. Home-Wellness ist wichtig denn je und wir wollen unseren Kunden mit unseren innovativen Produkten einen echten Mehrwert und ein neues Erleben von Wellness bieten.

Wie ist überhaupt die Idee zu Saunasofa entstanden?
Die Idee zu dem Produkt ist aus dem eigenen Bedarf heraus entstanden – im heimischen Badezimmer. Der Badewannenrücken der Wanne war zu steil, der Badewannenrand zu schmal, die Badewanne insgesamt zu lang. Ich konnte keine bequeme Position zum Baden finden und mich folglich überhaupt nicht entspannen. Gemeinsam mit meinem Mann und einem befreundeten Raumausstatter haben wir uns auf Ideensuche begeben und einen ersten Prototypen entwickelt. Gespräche mit Bekannten und Freunden haben dann gezeigt, dass die geschilderten Probleme keine Einzelfälle sind und nahezu jeder von verrutschten Noppenkissen, der Handtuchrolle im Nacken oder ähnlichen Provisorien erzählen konnte. Das geht schöner und besser habe ich mir gedacht und so nahm die Geschichte Fahrt auf. In Annika Götz habe ich dann eine passende Partnerin gefunden, die meine Expertise aus dem der Bereich der strategischen Markenführung, um ihr Wissen aus dem Bereich Textilwirtschaft und Produktentwicklung hervorragend ergänzen konnte. Und schon ging sie los, die gemeinsame Reise mit dem Badesofa. Erst starteten wir am heimischen Küchentisch, anschließend begann unsere erste kleine Produktion auf dem Kölner Großmarkt, bis wir uns dann trauten die ersten eigenen Büroräume anzumieten und die Produktion und Logistik an professionelle Partner auszulagern. In unserem Headquarter in Köln konzentrieren wir uns nun auf die Weiterentwicklung und den Vertrieb der Marke Badesofa, entwickeln neue Produktideen und Marketingkonzepte. In einem polnischen Familienbetrieb werden unsere Produkte von Hand gefertigt, in der Nähe von Köln findet die gesamte Logisitik statt.

Wie hat sich Badesofa seit der Gründung entwickelt bzw. wie groß ist dein Startup inzwischen?
Als Mütter von jeweils drei Kindern sind wir es gewohnt, einen kritischen Blick auf die Haushaltskasse zu haben. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum wir von Anfang an eher konservativ in die Kostenplanung bei Badesofa reingegangen sind. Wir haben also den Weg des Bootstrappings gewählt und konnten schon früh erste Gewinne erzielen. Die Teilnahme in der Gründershow “Die Höhle der Löwen” hat uns dann einen weiteren großen Schub verschafft. Wir mussten innerhalb kürzester Zeit unser Unternehmen professionalisieren, das Warenlager hochfahren und neue Mitarbeiter einstellen. Aktuell sind wir ein Team von zehn Personen und weiterhin auf Wachstumskurs.

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch gelohnt?
In jedem Fall. Wir können nur jedem Gründer empfehlen diesen Weg zu gehen. Selbst wenn man es nicht in die Show schaffen sollte, so hilft einem selbst die Vorbereitung auf das Casting, sich kritisch und intensiv mit seiner Geschäftsidee auseinander zu setzen. Zu Beginn sind wir hochmotiviert, aber ohne klares Konzept mit Badesofa gestartet. Die Vorbereitungen zur Aufzeichnung der Sendung und die verschiedenen Schritte im Castingprozess haben zu einer sehr zügigen Professionalisierung geführt. Wir sind stolz und dankbar, dass wir bei diesem Format mitmachen durften. Der mediale Effekt ist natürlich auch nicht zu unterschätzen und die dadurch erzielte Aufmerksamkeit war ein Turbo-Booster für unser Unternehmen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Annika und ich hatten uns vorgenommen, mit Badesofa ein “gemütliches Mami-Business” zu gründen, das uns in Form eines Parttime-Jobs erlaubt, unsere Ideen selbst zu verwirklichen und gleichzeitig Freiraum lässt, am Nachmittag viel Zeit mit den Kindern und Freunden zu verbringen. Badesofa hat sich innerhalb kürzester Zeit aber so positiv entwickelt, dass unser voller Einsatz gefragt ist und wir weniger Freizeit denn je haben. Meistens fühlt sich dieser Erfolg natürlich sehr gut an, nur manchmal möchte man kurz auf die Bremse treten und Innehalten. Durch das Geschäftsmodell des E-Commerce gibt es bei uns keine Ladenöffnungszeiten, keinen Feierabend, Ferienzeiten oder Wochenende. Unser kleines Team hat somit im Tagesgeschäft unheimlich viel zu tun. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir sind froh, dass wir ein 2er-Führungsteam sind und uns gegenseitig immer austauschen können. Wir haben ein tolles, kleines Team, die alle für unsere Marke und die Produkte brennen. Es macht jeden Morgen Spaß ins Büro zukommen und gemeinsam mit diesen Menschen an unserer Vision weiterzuarbeiten.

Wo steht Badesofa in einem Jahr?
Wir setzen weiterhin auf Wachstum. Sowohl was die Umsätze, die Mitarbeiteranzahl als auch die Unternehmensziele angeht. Zudem möchten wir uns gerne weiter vernetzen, mit anderen Gründern, Startups und MomPreneurs – selber lernen und Wissen teilen. Mit Badesofa verfolgen wir das Ziel: Komfort neu zu denken – funktional und mit einem hohen Designanspruch. Wenn demnächst jede Badewanne nur noch gemeinsam mit unseren BadesofaS ausgeliefert wird, dann sind wir zufrieden.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#DealMonitor – Gründerinnen-Fonds Auxxo Female Catalyst Fund geht an den Start – itravel sammelt 12,3 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 22. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

VENTURE CAPITAL

Auxxo Female Catalyst Fund
+++ Mit dem Auxxo Female Catalyst Fund legen Bettine Schmitz und Gesa Miczaika einen Venture Capitalist für Gründerinnen auf, der 15 Millionen US-Dollar schwer ist – siehe Sifted. Der Berliner Auxxo Female Catalyst Fund investiert in der Pre-Seed- und Seed-Phase in Unternehmen, bei denen Gründerinnen mindestens 20 % der Firmenanteile halten. Das Motto dabei lautet: “no window dressing!” Auf Linkedin schreibt das Team weiter: “We build a bridge between female founders and VCs through our co-investment approach. Our very special network of predominantly female Limited Partners (LPs) support us and especially the founding teams. These LPs include established venture capitalists, successful founders and powerful women from the economy. – We implement a new culture for investing by applying very feminine principles such as empathy, intuition and impact orientation in the male-dominated venture capital world as a value-add for the founding teams”. Neben bekannten Unternehmerinnen und Grünerinnen wie Verena Pausder, Tina Müller, Emma Tracey und Simone Menne investierten auch “VCs from HV Capital and Cherry Ventures, and Union Square Ventures’ Albert Wenger and his wife, US entrepreneur Susan Danziger” in den ersten deutschen Gründerinnen-Fonds.

INVESTMENTS

itravel
+++ Grazia Equity, Ex-Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser, Carsten Seeliger, zuletzt Karstadt Reisen, Mister-Spex-Macher Mirko Caspar und Project A-Macher Florian Heinemann investieren eine zweistellige Millionensumme in itravel. “Die 12,3 Millionen Euro betragende Finanzierungsrunde setzt sich aus der Umsetzung eines Convertible Note, mit dem in den letzten zwei Jahren die Technologieentwicklung finanziert wurde, und der Durchführung einer neuen Kapitalerhöhung in einer jetzt gegründeten Aktiengesellschaft zur Finanzierung weiteren internationalen Wachstums zusammen”, teilt das Kölner Unternehmen mit. itravel, 2014 von Axel Schmiegelow gegründet, setzt auf “online konfigurierbare Erlebnnisreise”. Die Rheinländer teilen weiter mit: “Seit dem Beginn des Jahres 2021 liegen die Buchungen konsistent über den Werten aus 2019. Unsere eigene Technologie zur vollen Flexibilisierung der Reisebausteine und der Ausbau unseres Geschäfts in fünf europäischen Quellmärkten sowie mehr als 90 Reisedestinationen legen den Grundstein für unsere weitere Expansion”.

GetFaster
+++ AngelsDeck, AltaIR, St.Nicolas Trust, Raison Asset Management, Fores Ventures und Co. investieren 7,5 Millionen Euro in GetFaster. Das Unternehmen aus Düsseldorf, das von Kirill Solonitsyn geführt wird, liefert Lebensmittel innerhalb von 120 Minuten aus. “Der Lieferbote ruft euch vorab an, bringt die Waren bis an die Wohnung und stellt die Tüten da ab, wo man ihm sagt”, teilt die Jungfirma mit. GetFaster wandelt somit auf den Spuren von Gorillas und Flink bzw. goPuff. In der Presseaussendung heißt es: “GetFaster has increased its coverage to 43 cities in ten months of operation while maintaining a weekly growth rate of over 10%. The company’s goal is to become the national leader in rapid food delivery in Germany by covering all cities with a population of 25,000 or more and smaller cities in the immediate vicinity”.

Avocargo 
+++ EIT InnoEnergy, das Unternehmen Exxeta, WestTech Ventures und Starthub Ventures sowie Business Angels wie die Miles-Gründer Alexander Eitner und Florian Haus sowie Jerrit
Siegmund, David Shakory, Martin Johann Fröhlich, Bartosz Reinhold, Kenan Tur und Tobias Wittich investieren eine siebenstellige Summe in Avocargo. Das Berliner Startup, das 2021 von Matti Schurr, Marc Shakory-Tabrizi und Loic Pinel gegründet wurde, setzt auf E-Cargobike-Sharing. Der Slogan dabei lautet: “Buch´ dir lieber ein Avocargo-Bike und bring´ deine Kinder dank der Sitzgurte ebenso sicher zur Kita und zum Spielplatz”.

Genius Yield
+++ Master Ventures, Genblock Capital, CSP DAO, Sneaky Ventures, Cardano Syndicate, Darren Camas, Bloctech Investment Group, Kernel Ventures, Blue Node Capital, Valhalla Capital und Oracles Investments Group investieren 4,2 Millionen US-Dollar in Genius Yield. Das Unternehmen aus Zug (Schweiz) positioniert sich als “Automated Yield optimizer”. In eigener Sache schreibt das Team: “Genius Yield is powered by the Cardano blockchain, with the aim to optimize its users’ Annual Percentage Yield (APY) and enhance the efficiency of asset allocation, and offers smart liquidity management that further enables users to generate better yields within the decentralized digital ecosystem”.

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#DealMonitor – pockid sammelt 4 Millionen ein – Omnia Retail kauft Patagona – UVC Partners füllt dritten Fonds mit 255 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 18. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

pockid
+++ Der Berliner Frühphasen-Investor Cavalry Ventures und Vorwerk Ventures investieren 4 Millionen Euro in pockid. Das Hamburger Fintech, das 2020 von Jes Hennig, Max Schwarz, Timo Steffens und Deepankar Jha gegründet wurde, positioniert sich als Neobank für die Gen Z.  “Mit dem frischen Kapital werden neue Zielgruppen relevante Features umgesetzt. Ziel ist es,
das Bankkonto mit Mastercard zu einem alltäglichen ‘digitalen Enabler’ zu entwickeln und besonders im Bereich Social Commerce und Gaming Mehrwerte zu schaffen”, teilt das junge Unternehmen mit.

Operaize 
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds (FTTF) und die NRW.BANK investieren 1,5 Millionen Euro in Operaize. Das Kölner Startup, 2020 von Franz Felsmann, Christoph Lieth und Alexander Kouril gegründet, setzt auf eine “KI-basierte Produktionsplanung, die es Herstellern ermöglicht, die zunehmende Komplexität in ihrer Produktion besser zu bewältigen und ihre Planungsqualität insgesamt deutlich zu verbessern”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Patagona
+++ Das niederländische Unternehmen Omnia Retail übernimmt Patagona. “Beide Unternehmen sind auf die Entwicklung von Software für dynamische Preisgestaltung spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss beider Unternehmen wird Omnia zu Europas führendem Anbieter von Pricing Software im Enterprise Segment”, heißt es in der Presseaussendung. Patagona aus Darmstadt wurde 2013 von Maximilian Bank und Andreas Frankenberger gegründet.

VENTURE CAPITAL

UVC Partners 
+++ Der Münchener Risikokapitalgeber UVC Partners sammelte für seinen dritten Fonds insgesamt 255 Millionen Euro ein. Ursprünglich peilte UVC Partners 150 Millionen an. “Zu den Investoren geho?ren neben den Top-Gru?ndern auch etablierte Family Offices, etwa die der Familien Stru?ngmann, Klatten und Scho?rghuber. Mit seinem einzigartigen O?kosystem will UVC Partners der na?chsten Generation europa?ischer Unicorns den Weg ebnen”, teilt der Geldgeber mit. UVC Partner investiert initial zwischen 0,5 Millionen und 5 Millionen und bis zu 20 Millionen insgesamt pro Unternehmen. Der Fokus liegt in den Segmenten Enterprise-Software, industrielle Technologien und Mobilität.

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#Zahlencheck – Der ArangoDB-Aufbau kostete bisher rund 10 Millionen


Das Kölner Startup ArangoDB legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Iris Capital und New Forge, also Instana-Gründer Mirko Novakovic, investierten zuletzt gemeinsam mit den Altinvestoren Bow Capital und Target Partners 27,8 Millionen US-Dollar in die Jungfirma. Das 2014 von Claudius Weinberger und Frank Celler gegründete Unternehmen bietet eine als Open Source verfügbare NoSQL-Datenbank an.

Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,8 Millionen Euro – nach 2,1 Millionen im Jahr zuvor. “Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.694 aus und ist somit buchmäßig überschuldet. Trotzdem geht die Gesellschaft von der Unternehmensfortführung aus. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 3.811. Die Muttergesellschaft hat in 2020 weitere liquide Mittel in Höhe von ca. USD 1.800.000,00 zur Verfügung gestellt und sich verpflichtet, weitere liquide Mittel bis zum Mai 2021 von ca. USD 2.000.000,00 zur Verfügung zu stellen. Die Muttergesellschaft ArangoDB Inc., USA hat durch eine Überbrückungsfinanzierung der Gesellschafter die notwendige Liquiditätsausstattung beschafft, um diese der ArangoDB GmbH zur Verfügung zu stellen. Sollte der Geschäftsplan nicht eingehalten werden können, müsste die ArangoDB Inc. durch die Ausgabe von Anteilen weitere Eigenmittel beschaffen, um die Unternehmensfortführung der ArangoDB GmbH sicher zu stellen”, teilt das Unternehmen dazu mit.

Insgesamt kostete der Aufbau von ArangoDB bis Ende 2019 bereits 10,6 Millionen. Mit der aktuelle Kapitalspritze dürfte ArangoDB somit auch bei einer Verdopplung der Verluste erst einmal einige Jahre über die Runden kommen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf.

  • Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.694 aus und ist somit buchmäßig überschuldet. Trotzdem geht die Gesellschaft von der Unternehmensfortführung aus. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 3.811. Die Muttergesellschaft hat in 2020 weitere liquide Mittel in Höhe von ca. USD 1.800.000,00 zur Verfügung gestellt und sich verpflichtet, weitere liquide Mittel bis zum Mai 2021 von ca. USD 2.000.000,00 zur Verfügung zu stellen. Die Muttergesellschaft ArangoDB Inc., USA hat durch eine Überbrückungsfinanzierung der Gesellschafter die notwendige Liquiditätsausstattung beschafft, um diese der ArangoDB GmbH zur Verfügung zu stellen. Sollte der Geschäftsplan nicht eingehalten werden können, müsste die ArangoDB Inc. durch die Ausgabe von Anteilen weitere Eigenmittel beschaffen, um die Unternehmensfortführung der ArangoDB GmbH sicher zu stellen.

* Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 27 Arbeitnehmer.
* Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus ergeben sich erhebliche Einschränkungen durch Maßnahmen der nationalen und internationalen Behörden, die die Wirtschaft negativ beeinträchtigen. Die finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen, die derzeit nicht quanitfizierbar sind, können die Situation des Unternehmens verschlechtern und damit im Bestand gefährden.

ArangoDB im Zahlencheck

2019: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018: 2,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 2,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): ArangoDB

#aktuell, #arangodb, #koln, #zahlencheck

#Interview – “Für mich war es schwierig, vieles nur durch Videogespräche mitzuerleben”


Das Kölner Startup Motesque entwickelt anhand von Daten, die aus Körperbewegungen und -Proportionen gewonnen werden, technische Lösungen für die Health-, E-Commerce- und Retail-Branche. “2020 haben wir unsere 3D-Avatar-Lösung für E-Commerce und Retail auf den Markt gebracht. Als erstes haben wir sie für Matratzen entwickelt. Sie kann ein achtstündiges Probeliegen in wenigen Sekunden durchführen. Seitdem kommen immer neue Bereiche dazu, für die wir unsere Technik anwenden”, sagt Gründer Kai Oberländer.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Motesque-Macher außerdem über Künstliche Intelligenz, Kundenzufriedenheit und den Standort Köln.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Motesque erklären?
Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Darum sollten wir alles daran setzen, diese so lange wie möglich zu erhalten. Motesque leistet dazu seinen Beitrag, indem wir anhand von Daten, die aus Körperbewegungen und -Proportionen gewonnen werden, technische Lösungen für die Health-Tech-, E-Commerce- und Retail-Branche entwickeln. Bei der einen handelt es sich um biomechanische Sensoren, die am Körper der jeweiligen Person angebracht werden und dort die Bewegungen messen. Anhand der Ergebnisse können dann beispielsweise ein passender Laufschuh oder die richtige Prothese empfohlen werden. Bei unserem zweiten Produkt handelt es sich um eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierten Simulierung in Form eines virtuellen 3D-Avatars. Das bedeutet, dass von jedem Kunden anhand von persönlichen Daten und einem Ganzkörperfoto ein digitales Ebenbild erstellt wird. Diese 3D-Figur testet dann im Onlineshop unter realen Bedingungen unterschiedliche Produkte bis sie das Passende gefunden hat. Das wird dem Kunden dann empfohlen.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?
Unser erstes Projekt, das wir “Motion ID” genannt hatten, haben wir mit ASICS entwickelt. Dabei ging es um eine Lösung zur Empfehlung des passenden Laufschuhs in den ASICS Stores. Motion ID verwendet eine Reihe von Hightech-Bewegungssensoren, um die natürliche Körperhaltung und den Bewegungsstil des Kunden beim Laufen zu erfassen. Basierend auf biomechanischen Parametern und Daten, wie Aufprall- und Pronationsbewegung, kann für jeden Kunden der richtige Laufschuh ermittelt werden. Parallel dazu haben wir unsere erste Health-Tech-Lösung gemeinsam mit Ottobock gestartet. Dabei ging es um den Einsatz unserer Sensoren für die Empfehlung der passenden medizinischen Prothese oder Orthese. Diese Sensoren sind als Medizinprodukt zertifiziert. 2020 haben wir unsere 3D-Avatar-Lösung für E-Commerce und Retail auf den Markt gebracht. Als erstes haben wir sie für Matratzen entwickelt. Sie kann ein achtstündiges Probeliegen in wenigen Sekunden durchführen. Seitdem kommen immer neue Bereiche dazu, für die wir unsere Technik anwenden.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir sehen unsere Lösungen als eine Plattform. Im Vordergrund steht die optimale Nutzung der Daten, die wir mithilfe unserer wissenschaftlich fundierten AI-Technologie erheben und auswerten können. Unsere Kunden können die Lösungen cloudbasiert einsetzen und in ihrer CI designen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Glücklicherweise wurden wir von den negativen Auswirkungen weitestgehend verschont. Der enorme Aufschwung des Online-Handels hat sogar zu einer gesteigerten Nachfrage nach unserer 3D-Avatar-Lösung geführt. Es wurden mehr Pakete versendet, wodurch auch die Retouren ein neues Hoch verzeichneten. Laut einer aktuellen Umfrage haben im Jahr 2020 über die Hälfte aller Bundesbürger, die online etwas gekauft haben, ihre bestellte Ware zurückgesendet. Der beste Beweis dafür, wie dringend wir einen nachhaltigeren Onlinehandel brauchen. Die verlässliche Produktempfehlung, die unsere Lösung bietet, reduziert unweigerlich die Retouren, weil die bestellten Produkte einfach passen. Das steigert neben einer hohen Kundenzufriedenheit den Profit und reduziert die Umweltbelastung erheblich.

Wie ist überhaupt die Idee zu Motesque entstanden?
Im Vordergrund stand von Anfang an unsere Vision, die Gesundheit der Menschen so lange wie möglich zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Gemeinsam mit meinen drei Partnern habe ich überlegt, wie man für jeden Einzelnen das optimale Produkt finden kann. Als wir festgestellt haben, dass innovative Erkenntnisse aus der Forschung viel zu langsam ihren Weg in die praktische Anwendung finden, haben wir uns selbst mit der Entwicklung entsprechender Lösungen beschäftigt. Im Jahr 2015 haben wir dann begonnen, uns mit Möglichkeiten auseinanderzusetzen, biomechanisches Know-how mit KI-gestützter Technologie zu kombinieren. Daraus sollten in möglichst kurzer Zeit bedarfsgerechte Lösungen für Konsumenten entstehen. 2018 haben wir dann die Kölner Niederlassung gegründet und den professionellen Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Wie hat sich Motesque seit der Gründung entwickelt bzw. wie groß ist dein Startup inzwischen?
Unser anfänglich vierköpfiges Team hat sich ziemlich schnell um richtig gute Leute erweitert. Mit knapp 30 Mitarbeitern geht es derzeit natürlich noch recht familiär zu, aber man merkt, dass wir ein “richtiges” Unternehmen sind. Wir haben alle wesentlichen Positionen besetzt und planen ein kontinuierliches Wachstum auf allen Ebenen. Umsatztechnisch haben wir sehr große Kunden an Bord und auch von Investorenseite gibt es immer wieder sehr interessante Angebote.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Für uns persönlich hat COVID-19 natürlich, wie für so viele andere, einiges geändert. Vorher habe ich eine Hälfte des Jahres in unserem HQ in New York verbracht und die andere Hälfte in Köln. Durch die strengen Ein- und Ausreiseregeln ging das die letzten 1,5 Jahre selbstverständlich nicht. Das Team hat das weniger gestört, weil wir ja alle bereits vor der Pandemie remote gearbeitet haben. Aber für mich als Geschäftsführer war es anfangs schwierig, vieles nur durch Videogespräche mitzuerleben. Es hat aber geholfen zu wissen, dass ich ein starkes Team habe, auf das ich mich immer verlassen kann.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir sind in der Produktentwicklung sehr stark. Hier haben wir sowohl gute Konzepte als auch tolle Fachleute. Von daher sehen wir den Qualitätsprüfungen immer sehr entspannt entgegen. Auch die Gründung in den USA und Deutschland bringt uns einen großen Vorteil: Wir können unsere Kunden international optimal bedienen und bekommen erstklassige Bewerber von gleich zwei Standorten.

Wo steht Motesque in einem Jahr?
Bereits jetzt sind wir mit unseren beiden Standorten in Köln und Brooklyn international aufgestellt. Wir wollen unseren Kundenstamm natürlich weiterhin global ausbauen. Uns geht es aber auch um Inhalte. Wir wollen unseren 3D-Avatar zum Beispiel nach Matratzen und Fahrrädern für weitere Produkte einsetzen. Auch für unsere Sensoren sind wir gerade dabei, die Anwendungsbereiche zu erweitern.

Reden wir zudem noch über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Uns spricht der Standort insbesondere wegen der Nähe zur renommierten Sporthochschule Köln an. Sie ist die einzige Universität in Deutschland, die sich im Schwerpunkt wissenschaftlich mit Sport und Bewegung auseinandersetzt. Da für uns der stetige Austausch mit der Wissenschaft und die schnelle Integration neuer Forschungsergebnisse in unsere Produkte bereits von Anfang an Kernthemen waren, ist Köln für uns eine durchweg logische Wahl. Ähnlich hält es sich mit dem Networking. In nahezu keiner anderen Stadt ist das für Startups so einfach: Die Kölner haben eine sehr entspannte und aufgeschlossene Art. Außerdem werden dort zahlreiche Netzwerktreffen organisiert.

Was fehlt in Köln noch?
Große IT-Firmen wie Intel, Apple oder Google in München wären an sich nicht schlecht, weil sie viele hoch-qualifizierte Software-Entwickler anziehen. Ansonsten lässt sich über diesen Standort nicht meckern.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Motesque

#aktuell, #interview, #koln, #motesque

#DealMonitor – Razor Group steigt zum Unicorn auf – Helsing bekommt 100 Millionen – Clark übernimmt finanzen Group (und wird zum Einhorn)


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Razor Group
+++ Investoren wie Fortress Investment Group, 468 Capital, Victory Park Capital, Presight Capital, Blackrock, Jebsen Capital, Redalpine und Global Founders Capital (GFC) investieren 125 Millionen US-Dollar in die Berliner Razor Group. Im Zuge der Investmentunde erreicht das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar und somit Unicorn-Status – siehe TechCrunch. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter. BlackRock und Victory Park Capital (VPC) sowie die Altinvestoren investiert zuletzt en 400 Millionen US-Dollar – gemeint ist eine Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung – in den Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group. “Which was $375 million of debt for acquisitions, and $25 million in equity”, heißt es im Artikel zur Investmentrunde. Zuvor flossen bereits 70 Millionen US-Dollar in die junge Razor Group, die derzeit rund 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Mehr über die Razor Group

Helsing
+++ Spotify-Gründer Daniel Ek investiert via Prima Materia 100 Millionen US-Dollar in Helsing.   Das junge Münchner Unternehmen, das 2021 von Torsten Reil, Niklas Köhler und Gundbert Scherf gegründet wurde, setzt auf “Artificial Intelligence to serve our democracies”. Konkret soll das Unternehmen etwa Soldat:innen dabei zu helfen, Gefechtslagen einzuschätzen oder militärische Ziele auszuwählen – wie das Handelsblatt schreibt. Die Software soll etwa Muster hinter Daten aus Kameras, Wärmebildern, Radardaten und anderen Sensoren erkennen können. Die zalando Macher Robert Gentz und Rubin Ritter investieren gemeinsam mit Lansdowne Partners zuvor bereits in Helsing. “The new funding will be used to grow the team of over 70 (so far), and accelerate product and delivery. It also means Helsing is claiming a valuation north of €400 million”, berichtet TechCrunch zum Investment.

Comgy
+++ Swiss Life Asset Managers, Rivus Capital, Bonventure, SIGNA, EWE, Momeni und Verve Ventures investieren 25 Millionen Euro in Comgy, Das Berliner Startup positioniert sich als “Anbieter digitaler Messdienstlösungen für die Wohnungs- und Energiewirtschaft”.  “Dabei agiert das Unternehmen als eigener Full-Service Messdienst und bietet das Comgy OS als white-label SAAS Lösungen an. Letzteres ermöglicht Immobilienunternehmen und Energiewirtschaft, moderne Messdienstlösungen eigenständig anzubieten”, teilt das Unternehmen mit. Comgy, 2017 von Ruben Haas (früher mbrace und Hitfox), Lukas Krauter und Simon Stürtz gegründet, beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter:innen. Mehr über Comgy

Fairsenden 
+++ Die Logistik-Kenner Navid Thielemann und Christian Flick investieren gemeinsam mit weiteren Investoren 4 Millionen Euro in Fairsenden. Das Logistik-Startup, das 2019 von Markus Schwarz gegründet wurde, positioniert sich als emissionsfreier Zustelldienst für die letzte Meile. “Kunden können in Online-Shops bei der Versandart mit Fairsenden die Zustellzeit direkt frei wählen und kriegen ihre Bestellung pünktlich und klimaneutral biszur Haustüre oder Ort ihrer Wahl geliefert”, heißt es zum Konzept.

doQtor 
+++ Rose Bikes-Geschäftsführer Marcus Diekmann und BabyOne-Gesellschafter Jan Weischer investieren in doQtor. Das Startup aus Köln, das 2020 von Benjamin Schwarz gegründet wurde, möchte die “psychische Gesund­heit von Angestellten fördern”. Nach einer digitalen Erstberatung “erfolgt ein Vermittlungsvorschlag für eine Begleitung und Behandlung vor Ort”. Das junge Unternehmen möchte so “nicht nur Mitarbeiter:innen entlasten und Unternehmen stärken, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene die Enttabuisierung von psychischen Belastungen vorantreiben”.

Trackbar
+++ Reflex Capital, AISI und aaia Vorstandsmitglied Gernot Singer investieren 450.000 Euro in Trackbar. Das junge Fitness-Startup, das von Stefan Schade, Lukas Butt und Stephan Glauninger gegründet wurde, analysiert und digitalisiert mit einem Sensor Kraftübungen – und zwar “vom Home-Workout bis zum Fitnessstudio”. Neben Kunden und Kundinnen sind dabei auch Trainer*innen und Fitnessstudios Zielgruppe der Jungfirma aus Wien.

Timly
+++ Mehrere Business Angels investieren eine sechsstellige Summe in Timly. Das Startup aus Zürich, das 2020 von Philipp Baumann und Fitim Mehmeti gegründet wurde, setzt auf eine Cloud-basierte Software, “die es Unternehmen erlaubt, ihr Inventar zentral und effizient zu verwalten”. Unternehmen wie Siemens, Sodastream und Westenergie setzen bereits auf Timly.

MERGERS & ACQUISITIONS

finanzen Group
+++ Der 2015 gegründete Versicherungsmanager Clark übernimmt die finanzen Group, die mit finanzen einen Versicherungsvergleich, der seit 2014 am Start ist. “Clark erwirbt die finanzen Group über einen Anteilstausch mit Allianz X, die dadurch zum größten Minderheitsgesellschafter von Clark wird. Die Transaktion macht Clark gleichzeitig zum Unicorn und einem der größten Insurtechs der Welt.”, teilt das Unternehmen mit. Eldridge and Kreos sowie Altinvestoren wie White Star Capital, Tencent und Yabeo “stellten das Kapital für den Kaufpreis, der zusätzlich zum Anteilstausch gezahlt wurde”. Details nennt das Unternehmen leider nicht. Clark sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro ein – unter anderem von Tencent, Finleap, White Star Capital und Yabeo. Bei der letzten Investmentrunde soll Clark mit 290 bis 400 Millionen US-Dollar bewertet worden sein – siehe FinanceFWD. Über  350 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Clark. Im Frühjahr hatten wir Clark-Gründer Christopher Oster im Podcast zu Gast. Mehr über Clark

appful
+++ Das Content-Unternehmen Wakeup Media und die  Wiener Marketingagentur Wordsmattr übernehmen appful. Das Unternehmen, das 2015 von den damals 18-Jährigen Oskar Neumann und Jürgen Ulbrich gegründet wurde, hilft Content-Publishern und Unternehmen ihre Inhalte “in Form von einer modernen und schnellen mobilen App in den App Store zu bringen”. Zu den Kunden der jungen Firma gehörte in der Vergangenheit unter anderem auch der jetzige Käufer Wakeup Media. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Outbank
+++ Das Unternehmen FP Finanzpartner, ein Finanzberatungsunternehmen, übernimmt die Banking-App Outbank. “Das gesamte Outbank-Team hat sich entschieden, geschlossen zur Outbank GmbH zu wechseln. Das Kernteam hat über 10 Jahre Outbank-Erfahrung und tiefe technische Entwicklungskompetenz in diesem spezifischen APP-Bereich”, heißt es in der Presseaussendung. Outbank rutschte Ende September 2017 in die Insolvenz. Outbank scheiterte zuvor mit dem Versuch, kostenpflichtige Abonnements zu verkaufen. Danach wanderte das Finanz-Startup unter das Dach von aboalarm bzw. Verivox.

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#Brandneu – 5 neue Startups: baybies, Democharts, Trackboxx, First A, Recscout


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

baybies
Das junge Münchner Startup baybies setzt auf “vegane und zertifizierte Naturkosmetik für Schwangere und Neugeborene”. Das Sortiment wurde dabei “in enger Zusammenarbeit mit Schwangeren, Eltern, Kinderärzt:innen, Kinderkrankenpfleger:innen sowie Hebammen entwickelt”.

Democharts
Democharts möchte Musiker:innen die Chance geben, sich mit verifizierten Experten, Plattenlabels und Scouts aus der Musikindustrie zu vernetzen. Musiker:innen müssen ihr Können aber erst mal unter Beweis stellen, um aufgenommen zu werden.

Trackboxx
Trackboxx möchte mit einer Webanalyse-Software eine Alternative zu Google Analytics bieten. Damit soll es möglich sein, die Besucher der eigenen Webseite ohne Cookies und die Speicherung von personenbezogenen Daten auszuwerten. So soll auch künftig auf die Cookie-Box verzichtet werden können. 

First A
Bei First A handelt es sich um einen “Sofort-Lieferdienst für lokale Apotheken”. Dabei setzt das Startup nicht auf sogenannte Dark Stores, sondern “arbeitet eng mit lokalen und inhabergeführten Apotheken zusammen”. First A verspricht dabei eine “Lieferung innerhalb von 30 Minuten, auch am Wochenende”.

Recscout
Hinter dem jungen Kölner Startup Recscout verbirgt sich eine digitale Recruiting-Plattform. “Wir helfen den HR-Teams über Referenzen, Regulierungen, Transparenz und im Einklang mit den Personalberater:innen die besten Teams aufzubauen”, teilt das Unternehmen mit.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#DealMonitor – Moonfare sammelt 125 Millionen ein – mondu bekommt 14 Millionen – audibene-Gründer starten True Growth Capital 


Im aktuellen #DealMonitor für den 2. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Moonfare
+++ Insight Partners investiert gemeinsam mit Altinvestoren 125 Millionen US-Dollar in Moonfare. Das Berliner FinTech, das 2015 von Alexander Argyros und Steffen Pauls gegründet wurde, ermöglicht es Privatanlegern direkt in Private-Equity-Fonds zu investieren. “Moonfare will use the funding to continue to develop innovative investment solutions and accelerate its international expansion”, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt flossen nun schon 185 Millionen Dollar in Moonfare. Zu den weiteren Investoren der Jungfirma gehören der Vermögensverwalter Fidelity, Thomas Ebeling und Henrik Kraft. “Die Bewertung dürfte im Bereich von rund einer halben Milliarde Euro liegen”, schreibt FinanceFWD zum Investment. Moonfare ist derzeit in 13 Ländern in Europa und Asien unterwegs. Mehr über Moonfare

mondu
+++ Der Berliner Kapitalgeber Cherry Ventures investiert – wie bereits berichtet – in  mondu (bisher als numi bekannt). Im Rahmen der Investmentrunde, bei der 14 Millionen US-Dollar in das Unternehmen fließen, investiert auch FinTech Collective aus New York in das Unternehmen. Das Berliner FinTech mondu, das von beiden Dafiti-Gründer Philipp Povel und Malte Huffmann gegründet wurde, setzt auf ein “Buy now, pay later”-Modell für Unternehmenskunden. Das Konzept richtet sich dabei an Marktplatzbetreiber – deren Geschäftskunden können dann via mondu in Raten bezahlen. FinTech Collective hält nun 13 % an mondu, auf Cherry entfallen 8,7 %. Mehr über mondu

Specter Automation
+++ Mehrere Business Angels – darunter “Bauunternehmer, Projektentwickler, und Gründer aus der Bauindustrie sowie dem B2B-Software-Bereich” investieren gemeinsam mit xdeck eine sechsstellige Summe in Specter Automation. Das ConTech aus Köln setzt auf datengetriebenes Baustellenmanagement. “Hierzu werden vorhandene aber bisher ungenutzte Planungs- und Kalkulationsdaten intuitiv in einer innovativen Datenumgebung miteinander verknüpft und Bauleitung sowie Polier zugänglich gemacht”, heißt es zum Konzept.

VENTURE CAPITAL

True Growth Capital
+++ Die audibene-Gründer Marco Vietor und Paul Crusius, die schon seit einigen Jahren als Business Angels tätig sind, starten True Growth Capital. “Over the past two decades, we have built several internationally leading companies and sold them to global players. We leverage our operational experience and dedicate a significant amount of time to supporting our portfolio companies. Besides investing in early-stage ventures we also do our own incubations. Reach out to us to find out more about the True Growth Approach”, schreiben die Berliner. True Growth Capital, das nicht als Fonds organisiert ist, investiert zwischen in frühen Phasen zwischen 100.000 und 500.000 Euro in Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

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#Zahlencheck – Verluste bei Homelike summieren sich schon auf rund 16 Millionen


Das Kölner Startup Homelike legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Spark Capital, Cherry Ventures, coparion und Co. – investierten zuletzt 12 Millionen Euro in den Marktplatz für Business Apartments. Insgesamt wanderten in den vergangenen Jahren rund 16 Millionen in das junge Unternehmen, das 2014 von Dustin Figge und Christoph Kasper gegründet wurde.

2019 erwirtschaftete Homelike einen Jahresfehlbetrag in Höhe von knapp 9 Millionen Euro – nach 4,7 Millionen im Jahr zuvor. Insgesamt kostete der Aufbau von Homelike bis Ende 2019 bereits rund 15,9 Millionen. Eine weitere Kapitalspritze oder andere Kapitalmaßnahmen müssten somit zeitnah wieder anstehen bzw. im Hintergrund vielleicht schon durchgeführt worden sein, wenn auch 2020 ähnlich verlustreich verlief. Zumal 2020 coronabedingt sicherlich eine Herausforderung für das Unternehmen war. Und wie zu hören ist, bereitet das Startup derzeit tatsächlich seine Series B vor.

Homelike beschäftigte 2019 durchschnittlich 111 Mitarbeiter:innen. Personalkosten ist somit beim Startup auf jeden Fall ein gewichtiger Faktor. Nach eigenen Angaben kann das Unternehmen derzeit mehr als 85.000 möblierte Wohnungen in über 450 Städten anbieten.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

  • Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 111.

Homelike im Zahlencheck

2019: 9,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018: 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 1,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Homelike

#aktuell, #homelike, #koln, #zahlencheck

#Brandneu – 5 neue Startups: Vyoma, Wundergarten, pack&satt, Secfix, heyvie


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Vyoma
Vyoma, von Stefan Frey, Christoph Bamann und Luisa Buinhas gegründet wurde, kümmert sich um die satellitengestützte Beobachtung von Weltraumschrott. “Our ambition is to become a trusted partner in satellite operations, promote awareness in space and help mitigate the space debris problem”, teilt das Startup mit.

Wundergarten
Wundergarten möchte die Garten- und Pflanzenpflege klimafreundlicher und einfacher gestalten. Eines ihrer Produkte ist die Wundererde, eine torffreie Universalerde, die 3 % Pflanzenkohle aus Grünschnitt und Heilkräutern beinhaltet. Durch die Pflanzenkohle soll pro Sack etwa ein Kilogramm CO2 gebunden werden. 

pack&satt
Heißes Wasser, einen Löffel und fünf Minuten Zeit – mehr soll es nicht brauchen für die Einpott-Mahlzeit von pack&satt. Das Fertiggericht der Kölner kann direkt im eigenen Pfandglas zubereitet werden. Aktuell sind drei vegane Sorten geplant: Tomate-Linse, Rote Bete-Kartoffel und Spinat-Kartoffel.

Secfix
Secfix, das von Fabiola Munguia und Grigory Emelianov gegründet wurde, möchte “kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) helfen, ihre IT-Sicherheit und Compliance schnell und einfach zu automatisieren”. Dafür setzt das Startup unter anderem auf einen “Marktplatz für sicherheitstestende Hacker”

heyvie
heyvie möchte Menschen mit chronischen Schmerzen helfen. “Neurozentrisches Training” soll dabei via App für den langfristigen Aufbau von Resilienz bei Nutzer:innen sorgen. Dabei werden in der App Übungen vorgeschlagen, die Kompensationsmechanismen umgehen sollen um so Schmerzen zu reduzieren. 

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