#Interview – “Brenne für deine Idee. So bleibst du am Ball, auch wenn es schwierig wird”


Das junge Kölner EdTech-Unternehmen DeepSkill, das 2020 von Miriam Mertens und Peter Goeke gegründet wurde, kümmert sich um “emotionale Skills und ganzheitliche Personalentwicklung”. Das Team möchte Mitarbeiter:innen “durch personalisierte Lernprogramme mit passgenau gematchten Coaches” unterstützen. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Kienbaum und Angel-Investor:innen wie Anna Kaiser investierten bereits in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht das DeepSkill-Team unter anderem über Verunsicherungen, Multitasking und Diversität.

Wie würdest Du Deiner Großmutter DeepSkill erklären?
Goeke: Fachliche Fähigkeiten sind wichtig, reichen aber heute und in Zukunft alleine nicht mehr aus. Bei Themen wie digitale Transformation, Wettkampf um Talente, Wertewandel reicht es nicht mehr, nur neue Prozesse und neue Tools einzuführen. Man muss auch die Menschen mitnehmen – und das geht über emotionale Fähigkeiten. Dafür bieten wir eine digitale Lernplattform an, die E-Learning und digitales Coaching perfekt verzahnt. Durch den Mix an Methoden, Formaten und Inhalten können alle Mitarbeitenden erreicht werden.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Mertens: Wir haben 2020 gegründet, zum Start der Corona-Krise. Teamaufbau und Teambuilding mussten am Anfang rein digital und remote vollzogen werden. Und natürlich war in Zeiten der Verunsicherung auch die Mitarbeiter-Rekrutierung eine Herausforderung. Hier merken wir aber, dass gerade die sinnstiftende Mission von DeepSkill, die Arbeitswelt menschlicher zu machen, viele Talente anzieht.

Goeke: Für mich haben sich zusätzlich noch private Hürden ergeben durch meinen Umzug mit meiner Familie inmitten der Pandemie 2020 von Hamburg zurück nach Bonn. Meine Frau und ich mussten eine Wohnung und einen Kitaplatz finden. Und ich habe parallel auch noch gegründet. Da war sehr viel Multitasking und Organisationstalent gefragt.

Wo steht DeepSkill derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?
Mertens: Uns gibt es seit April 2020 und wir wachsen stetig. Unser Team besteht aktuell aus 16 Mitarbeitenden und wir planen für dieses Jahr auch weitere Stellen im Tech-, Content- und Sales-Team zu besetzen. Wir konnten bereits über 3500 Teilnehmenden mithilfe unserer maßgeschneiderten Programme zu verstärkten emotionalen Fähigkeiten verhelfen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Goeke: Brenne für deine Idee. So bleibst du am Ball, auch wenn es mal schwierig wird. Und kannst andere viel besser und authentischer begeistern.

Miriam: Setze auf Diversität im Team, so generiert ihr die besten Ideen und baut euch ein Netzwerk auf. Dafür ist die Teilnahme an Accelerator-Programmen sehr hilfreich. Uns hat der Digitalhub und das Xdeck sehr geholfen.

Wo steht DeepSkill in einem Jahr?
Mertens: In einem Jahr möchten wir vor allem unsere digitale Plattform und die gesamte Tech weiterentwickelt haben. Wir arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, den Algorithmus für unseren Programmkonfigurator zu optimieren, unsere Plattform weiterzuentwickeln, und unsere Content-Datenbank auszubauen.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Goeke: Köln liegt in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik und somit liegen viele kluge Ideen auch im Westen Deutschlands. Generell also ein sehr starker Standort mit einem großen Gründer:innen-Netzwerk. Es gibt tolle Accelerator-Programme und Venture Capital Firmen. Da hat der Standort Köln in den letzten Jahren stark aufgeholt. In Köln im spezifischen trifft man zudem auf eine Mentalität, in der einem mit rheinischer Offenheit und Herzlichkeit entgegengekommen wird. Da gründet es sich direkt leichter.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Mertens: Köln steht für uns vor allem für Zusammenhalt in der Startup-Szene. Das haben wir besonders bei unserer Teilnahme an den Accelerator-Programmen des Xdeck oder des Digitalhubs gemerkt. Die Nähe zu weiteren Großstädten verstärkt das Netzwerkpotenzial zusätzlich.

Goeke: Mein erstes Venture, eine MarTech-Plattform für Influencer, habe ich in Hamburg gegründet. Dort steht eine wirklich ausgezeichnete Infrastruktur für Gründer:innen zur Verfügung. Eine einfachere Vernetzung zwischen Wirtschaft, Gründer:innen und Investor:innen erfahre ich aber in Köln. Mir hilft einfach die rheinische fröhliche Art der Menschen hier, um in Kontakt zu kommen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Goeke: Erstens: Noch mehr Sichtbarkeit im nationalen, aber auch internationalen Kontext. Zweitens: Mit Capnamic, dem Tech Vision Fonds, oder auch dem HTGF gibt es schon einige tolle Wagniskapitalgeber in und um Köln herum. Gern noch mehr davon. Drittens: Noch mehr mutige Rheinländer.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Talento Today

#aktuell, #deepskill, #edtech, #interview, #koln

#Interview – Mit baoo im lokalen Handel shoppen gehen


Das Kölner Startup baoo, 2021 von den drei Studienkollegen Mirco Meyer, Michael Müller und Hendrik Lallensack gegründet, bringt sich als Same-Day-Delivery Plattform in Stellung. Über die App der Jungfirma können Onliner:innen ihre Einkäufe im lokalen Handel bestellen und sich noch am selben Abend nach Hause liefern lassen. “Wir haben die Idee während des Studiums stark verfolgt, uns Meinungen eingeholt, das Gründerstipendium erhalten und schließlich nach dem Bachelor im Herbst 2020 mit der Umsetzung losgelegt”, sagt Gründer Lallensack.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der baoo-Macher das Unternehmen, das etwa mit Anbieter wie arive konkurriert, einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter baoo erklären?
Wenn du zum Beispiel Zutaten für ein Rezept und Medizin brauchst, kannst du mit baoo von zu Hause alles bei der Apotheke und im Supermarkt bestellen. Wir schicken dann einen Fahrer los, der alles, was du bestellt hast, in den Läden einsammelt und dir an die Haustür liefert. Und das ganze umweltfreundlich mit einem Lastenfahrrad.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Unsere Plattform hat zwei Einnahmequellen: Endkonsument:innen zahlen 2,90 Euro Liefergebühr pro Bestellung. Der Händler zahlt eine Verkaufsprovision, gemessen am Warenwert – variiert je nach Branche -, und eine Liefergebühr pro Bestellung – quasi wie für ein DHL-Paket. Darüber hinaus entstehen mit wachsender Plattform und weiteren Services – Click&collect – weitere Monetarisierungsmöglichkeiten.Auch Vermarktungsflächen für Product-placements sind angedacht.

Wie ist die Idee zu baoo entstanden?
Meine Co-Founder Mirco und Michael haben gemeinsam Retail Management an der Rheinischen Fachhochschule in Köln studiert. Dort entstand auch die Idee. Ein Professor ließ in der Vorlesung den Satz fallen: “Die Zukunft des Internets ist in Zukunft lokal.“ Uns war direkt klar da spielt der lokale Handel eine entscheidende Rolle. Dieser Satz hat uns nicht mehr losgelassen und am selben Abend haben wir auf diesem Satz unsere Idee, für eine Platform die Handel und Endkonsument lokal und smart vernetzt, – bei ein paar Kölsch – geboren. Wir haben die Idee während des Studiums stark verfolgt, uns Meinungen eingeholt, bei der IHK vorgesprochen, das Gründerstipendium erhalten und schließlich nach dem Bachelor im Herbst 2020 mit der Umsetzung losgelegt.

Wo steht baoo in einem Jahr?
Die Plattform bietet in einem Jahr ein noch breiteres und tieferes Produktsortiment. Neben Köln, wird der Lieferservice auch in anderen urbanen Räumen nutzbar sein. Das Serviceangebot wird ausgebaut, sodass Produkte auch reserviert oder per click&collect im Geschäft abgeholt werden können. Wir haben das Team dann auch von 12 auf 25 Personen aufgestockt und haben eine Series A Finanzierung für die internationale Expansion eingesammelt. Dann kann die Plattform in der vollen Ausbaustufe in weiteren EU-Ländern an den Start gehen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): baoo

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#DealMonitor – Precipoint sammelt 10 Millionen ein – Antric bekommt 2,5 Millionen – Femna Health sammelt Millionensumme ein


Im #DealMonitor für den 2. August werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Precipoint
+++Altinvestoren wie bm-t beteiligungsmanagement thüringen (bm|t) und ein neues Family Office investieren 10 Millionen Euro in das MedTech Precipoint. Das Unternehmen aus Freising, das von Nicolas Weiß und Dominik Gerber gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung, Produktion und Vermarktung innovativer Digitalisierungslösungen und Photonik-Systeme im Bereich der Mikroskopie”. Mit dem frischen Kapital soll unter anderem der “Markteintritt in den USA” vorangetrieben werden.

Antric
+++ Das amerikanische Unternehmen Cenntro investiert 2,5 Millionen US-Dollar in Antric. “The aggregate investment consists of approximately US$1,275,000) in cash and approximately US$1,275,000 in the form of a convertible loan, at an implied post-money enterprise value for Antric of EUR 10 million”, teilt das Unternehmen mit. Das Unternehmen aus Bochum, von Moritz Heibrock und Eric Diederich gegründet, entwickelt eine Mischung aus  elektronisch betriebenen Lastenfahrrädern und E-Bikes.

Femna Health
+++ BACB Beteiligungsgesellschaft, Atreyu Investments, Suman Rewari, Rubina Hunger-Rewari, Ingo Schütte, Alexandra Pries und Moritz Hilger sowie Altinvestor IBB Capital investieren eine siebenstellige Summe in Femna Health. Das FemTech aus Berlin, 2016 von Maxie Matthiessen gegründet, kümmert sich um Frauengesundheit. Konkret bietet das Startup “einfachen Zugang zu ausführlicher Diagnostik, Aufklärung und persönlicher Beratung sowie integrativen therapeutischen Lösungen für Frauen – ganz einfach von Zuhause aus”.

DeinePflege
+++ Die Altinvestoren Venpace und APX sowie das Unternehmen ProSenio (Hilfsmittel für pflegebedürftige Menschen),investieren eine siebenstellige Summe in DeinePflege. Das Startup aus Konstanz, das von Armando Statti, Markus Wild und Michael Maurer-Pühringer gegründet wurde, unterstützt Pflegebedürftige und Angehörige bei der Pflegeorganisation. Neuinvestor ProSenio gehört zum Unternehmen Schülke & Mayr, das im Segment Infektionsprävention und Hygienelösungen unterwegs ist.

pickshare
+++ SeedCapital Dortmund, die Zufall logistics group mit ihrem Investmentarm zu na mi und U!Ventures (Lobbe Gruppe) investieren eine siebenstellige Summe in pickshare. Das Unternehmen aus Dortmund, das 2015 von Björn Paulus gegründet wurde, positioniert sich als “Logistikplattform für die letzte Meile”. pickshare ermöglicht dabei “Logistikkonzepte für große Händler und Marken von Next-Day bis zu Quick-Commerce Dienstleistungen”.

CarbonStack
+++ Der schwedische Business Angel Per Liljenqvist investiert 500.000 Euro in CarbonStack. Das ClimateTech aus Hamburg, von Julian Kakarott, Noah Winneberger, Jesper Kolk und Jann Wendt gegründet, setzt auf “regionale Aufforstungsprojekte für deutsche Unternehmen”. Dabei versprechen die Hanseaten: “Dank Blockchain-Technologie und Remote Sensing werden die Projekte transparent dokumentiert – Greenwashing ausgeschlossen”.

Cyanite
+++ Das Family Office Lioncorn Capital und Business Angels wie Oke Göttlich, Henning Thieß, Michael Shmilov, Patrick Joest, Lars Ettrup, Daniel Kondermann, Oliver Lesche, Andrea Kranzer und Edmund Ahrend investieren in Cyanite. Das Startup aus Mannheim und Berlin, das 2019 von Markus Schwarzer gegründet wurde, positioniert sich als “AI for Music tagging and similarity search”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Rubarb
+++ Das Leipziger Geldanlage-Startup Evergreen übernimmt das insolvente FinTech Rubarb bzw. die Kunden der Jungfirma – siehe auch FinanceFWD. Mit Rubarb wollten Kelvin Craig sowie Fabian Scholz und Jakob Scholz – die Neffen von Olaf Scholz – eine Alternative zum Sparbuch etablieren. Der Unterschied zu einem klassischen Sparbuch lag darin, dass das Geld nicht tatsächlich auf einem Sparkonto lande, sondern in ETFs investiert wurde. Das Konzept ging nicht auf. Immer Sommer startete das Team Kudona. Kurz danach folgte die Insolvenz. Mehr über Rubarb

VENTURE CAPITAL

Vorwerk Ventures
+++ Jetzt offiziell: Vorwerk Ventures legt – wie bereits Ende Mai im Insider-Podcast berichtet – einen neuen Fonds auf. Im Topf sind 150-Millionen Euro – siehe Handelsblatt. “Ziel sei es, kommende Tech-Einhörner aufzubauen”, heißt es zum neuen Fonds. “It is done! We at Vorwerk Ventures are super excited to announce our new fund – another 150m EUR for early stage consumer tech startups in Europe”, schreibt Vorwerk Ventures-Partner Holger Witte bei LinkedIn.

Excubate Ventures
+++ DerCompany Builder Excubate Ventures, der in Köln und München residiert, legt einen neuen Early Stage-Fonds auf. “Mit bis zu 100.000 Euro investiert Excubate Ventures in Startups und bietet darüber hinaus auch sogenannte Sweat Equity Investments an”, teilt der Geldgeber mit. Excubate investiert “bevorzugt in Bereiche, in denen das Unternehmen Wissen und Erfahrung aus eigenen Beratungs- und Company-Building Projekten einbringen kann. Gleichzeitig ist Excubate Ventures offen für alle Branchen mit Fokus auf unter anderem HealthTech, Energy und Software”.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Interview – “So ist aus einem Nebenprojekt eine Firma gewachsen”


Mit MeinBafög digitalisieren Philip Neitzke, Pascal Heinrichs und Alexander Rodosek seit 2017 den BAföG-Antrag. “Wir wollten im ersten Moment, dass dieser Antrag einfach leichter von der Hand geht und besser funktioniert. Um das zu ermöglichen, haben wir ein zugrunde liegendes System entwickelt, mit wem wir solche Anträge, die letztlich nichts anderes sind als Entscheidungsbäume, einfach digitalisieren können”, erklärt Gründer Neitzke das Konzept.

Später starteten hievten die Kölner dann noch dasElterngeld.de ins Netz. “Aktuell haben wir über 401.967 Studierende und Eltern, die über uns einen Antrag erstellt haben, wir schaffen mit unserem Content monatlich über eine Millionen Impressionen auf Google und haben 17 wunderbare Personen die an unserer Firma arbeiten, davon acht in Festanstellung”, sagt MeinBafög-Macher Neitzke zum Stand der Dinge in seinem Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Neitzke außerdem über Bootstrapping, Lehrgeld und Remote First.

Wie würdest Du Deiner Großmutter MeinBafög bzw. dasElterngeld.de erklären?
Mit meinBafög.de helfen wir Studierenden innerhalb von 30 Minuten, ihr Studium durch BAföG und Studienkredite finanzieren zu können. Mit dasElterngeld.de helfen wir – werdenden – Eltern innerhalb von 30 Minuten, statt dreieinhalb Stunden mit Stift und Papier, Elterngeld online zu beantragen. Zu Beginn haben wir einfach den BAföG-Antrag digitalisiert. Wir wollten im ersten Moment, dass dieser Antrag einfach leichter von der Hand geht und besser funktioniert. Um das zu ermöglichen, haben wir ein zugrunde liegendes System entwickelt, mit wem wir solche Anträge, die letztlich nichts anderes sind als Entscheidungsbäume, einfach digitalisieren können. Ein recht ähnlicher Antrag den wir uns dann als nächstes vorgenommen haben, war dann der Antrag auf Elterngeld. Das Spiel könnte man weitertreiben und jede Menge weitere Anträge digitalisieren, wie etwa Wohngeld, wir haben aber auch gelernt, dass unsere Zielgruppen noch andere Bedürfnisse neben genau diesen beiden Anträgen haben. Beispielsweise finanzieren die wenigsten Studis ihr Studium nur über BAföG, meistens handelt es sich um eine Mischfinanzierung beispielsweise in Kombination mit einem Nebenjob oder einem Studienkredit. Wir wollen erreichen, dass Studierende die zu uns kommen ihr Studium komplett aber auch sinnvoll und zu möglichst günstigen Konditionen finanzieren können. Daher kann man mittlerweile auch den KfW-Studienkredit bei uns beantragen und wir werden unser Angebot noch weiter ausbauen. Das gleiche gilt dann auch für die frisch gebackenen Eltern.

Wie ist die Idee zu MeinBafög entstanden?
Wir waren zu Beginn des Studiums selber in der Situation, dass wir unser Studium finanzieren mussten. Wir haben zwar neben dem Studium auch gearbeitet, aber zwei von uns haben auch BAföG beantragt. Darunter war Pascal, unser Programmierer, der sich auch direkt gefragt hat, warum das noch nicht besser geht – es war anno 2011. Daher kam die Idee, und im Jahr 2014 ist aus der Idee der handfeste Plan geworden, das Ganze selber anzugehen und diesen Antrag doch mal zu digitalisieren und zu vereinfachen, mit einfacher Sprache, besserer Zugänglichkeit und massiver Zeitersparnis für die Antragsteller.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Auch das hat sich natürlich in den mittlerweile fünf Jahren seit Gründung gewandelt. Aber erstmal grundsätzlich: Für den Antrag auf BAföG müssen Studierende einmalig eine Service-Gebühr von 24,99 Euro zahlen, das gleiche gilt für Eltern und den Elterngeldantrag. Für erfolgreich vermittelte KfW-Studienkredite werden wir direkt von der KfW vergütet. Zu Beginn haben wir uns als reine Online-Plattform verstanden, auf der alles komplett automatisiert laufen soll, ohne dass irgendwer bei uns manuellen Aufwand mit der Bearbeitung von Anträgen hat. Im Kern stimmt das auch, die Anträge sollen unsere Nutzer komplett selbstständig und ohne unser Zutun erledigen können. Aber gerade wenn wir darüber sprechen, dass junge Menschen ihr Studium finanzieren wollen, dann stellt man schnell fest dass es auch einen hohen Beratungsbedarf gibt. Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es überhaupt, welche davon sind sinnvoll, welche davon passen ganz individuell zu der Person, die sich gerade auf unserer Plattform bewegt? Wir haben mittlerweile viel Informations-Content dazu aufgebaut und werden auch in dem Bereich weiterwachsen, allerdings sind die Themen sehr komplex und jemand der gerade die Schule verlässt wird quasi erschlagen mit Informationen aus Themenbereichen, mit denen man sich vorher noch die beschäftigen musste. Deshalb stehen wir auch beratend zur Seite, sozusagen als Studienfinanzierungsberatung, wo wir den Fokus darauf legen, wie hoch der Finanzierungsbedarf überhaupt ist und welche die günstigsten Optionen sind. Und ehrlicherweise muss man mit diesem Ansatz immer zuerst BAföG empfehlen, weil die Hälfte des Auszahlungsbetrags ein Zuschuss vom Staat und damit geschenkt ist, womit es keine günstigere Finanzierungsform gibt. Allerdings ist nicht jeder BAföG-berechtigt und oft reicht das BAföG allein nicht aus, und für diese Fälle wollen wir natürlich auch passende Lösungen bieten.

Wie hat sich MeinBafög seit der Gründung entwickelt?
An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass wir komplett eigenfinanziert sind. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, den Weg ohne Investoren zu gehen und das Unternehmen aus eigenen Mitteln aufzubauen. Als wir die Plattform meinBafög.de im Januar 2017 live genommen haben, hatten wir nach den ganzen Gründungskosten etc. ein Restbudget von 600 Euro, dass wir für Marketing via Google genutzt haben. So waren wir natürlich gezwungen, jeden Pfennig umzudrehen und immer nur das Geld zu reinvestieren, dass wir bereits eingenommen haben. Dann passiert Wachstum natürlich auch etwas langsamer als mit größerem Kapital im Rücken, dafür aber vielleicht einfach nachhaltiger. Und so ist aus einem Nebenprojekt, das wir zu dritt neben unseren Jobs betrieben haben, eine Firma gewachsen, bei der wir uns nach und nach selber anstellen und auch neue Stellen schaffen konnten. Wir werden unseren Umsatz in diesem Jahr einmal mehr verdoppeln können. Aktuell haben wir über 401.967 Studierende und Eltern, die über uns einen Antrag erstellt haben, wir schaffen mit unserem Content monatlich über eine Millionen Impressionen auf Google und haben 17 wunderbare Personen die an unserer Firma arbeiten, davon acht in Festanstellung.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Also so richtig katastrophal schiefgelaufen ist eigentlich nichts, sonst wären wir vermutlich nicht mehr hier. Aber natürlich gibt es Dinge, wo wir rückblickend betrachtet die falschen Entscheidungen getroffen haben, unnötig Geld für Sachen ausgegeben haben, die uns nicht voran bringen oder schlicht zur falschen Zeit an den falschen Ansätzen gearbeitet haben.
Eine Entscheidung, die uns damals weh getan hat und bei der wir direkt mehrere Fehler gemacht haben, war uns ein TÜV-Siegel für Datenschutz zuzulegen. Unsere ungeprüfte These war, dass unseren Nutzern Datenschutz extrem wichtig ist und das vielleicht viele Leute, die unsere Plattform finden, ihren Antrag aus Datenschutzbedenken nicht bei uns Stellen, weil ja sehr sensible Angaben getätigt werden müssen. Wir dachten wir würden mit einem entsprechenden Siegel unsere Conversion-Rate enorm steigern. Also haben wir uns im ersten Gründungsjahr vom TÜV für Datenschutz zertifizieren lassen, was uns neben viel Arbeitsaufwand auch ca. 20.000 Euro gekostet hat, was damals enorm viel Geld für uns war. Als wir dieses Siegel dann hatten, haben wir das natürlich prominent auf unserer Seite eingebunden, um unseren Nutzern ein gutes Gefühl zu geben, um zu zeigen dass die so sensiblen Daten bei uns sicher sind und um damit verbundene Bedenken zu zerstreuen. Der Effekt des Siegels auf Lead- und Conversion-Rates oder sonstige relevante KPIs lag letztlich aber bei Null – also wirklich bei Null. Wir haben einfach für unser Wachstum sehr wichtiges Kapital verpulvert, weil wir unsere These vorher nicht ausreichend validiert haben, was umso verrückter ist, weil wir eigentlich sonst jede Änderung auf unserer Plattform beispielsweise über A/B-Tests validiert haben. Rückblickend bin ich aber der Überzeugung, dass uns das viel gebracht hat. Wir haben früh teures Lehrgeld gezahlt und damit gelernt, noch besser zu wirtschaften und unsere Thesen zu prüfen. Außerdem haben wir mittlerweile eine Datenschützerin bestellt. Ihrer Aussage nach hat sie noch nie ein Startup gesehen, das bereits zu Beginn ihrer Arbeit so gut im Bereich Datenschutz aufgestellt war was uns dann natürlich in jüngerer Vergangenheit wieder Zeit, Mühe und Geld gespart hat.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Alles richtig gemacht ist hart formuliert, aber viel richtig gemacht haben wir an mehreren Stellen. Wir haben es bisher immer geschafft, zur richtigen Zeit die richtigen Maßnahmen zu treffen, um den nächsten Wachstumsschritt zu machen. Beispielsweise der Zeitpunkt, wann wir den nächsten Marketingkanal erschließen, über den wir wachsen, oder welche Features uns ein essentielles Wachstum bescheren können und wann wir diese implementieren. Unser Wachstum ist immer darauf ausgerichtet, nachhaltig zu sein. Wir suchen ganz bewusst Partnerschaften und Kooperationen auf Augenhöhe, damit diese längerfristig Bestand haben und von einer gewissen Kontinuität leben können, damit wir nicht mit einmal Arbeitsleistung einmal Geld verdienen, sondern aus einmaliger Arbeitsleistung ein stetiges Umsatzplus generieren. Ich glaube das zeichnet uns aus und macht uns erfolgreich.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Es schadet nicht, viele Dinge zu Beginn selber zu machen. Ich habe auf einigen Startup-Veranstaltungen den sicher gut gemeinten Rat gehört, möglichst viele Dinge an Experten auszulagern. Klar, jemand der sich beispielsweise täglich mit SEO beschäftigt, hat sicher mehr Ahnung davon als ich, wenn ich mich ein paar Wochen mal darin einlese und das bei mir eine von vielen Aufgaben ist. Wir sind mittlerweile auch an dem Punkt, an dem wir eine SEO-Agentur beschäftigen, die nichts anderes machen als unser SEO auf Vordermann zu bringen. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass es unternehmerisch absolut wertvoll ist, wenn ich als Gründer für das Gros der Aufgabenbereiche, die es in meinem Unternehmen gibt, zumindest ein Grundverständnis habe. Das hilft mir die Arbeit besser zu schätzen, einzuschätzen und zu bewerten.

Wo steht MeinBafög in einem Jahr?
Wir werden eine oder zwei große neue Kooperationen haben, werden mindestens drei bis fünf neue Mitarbeiterinnen eingearbeitet haben und mindestens eine weitere neue Möglichkeit für die Studienfinanzierung anbieten können. Wir werden Eltern neben dem Elterngeldantrag bei mindestens einer weiteren typischen Problemstellung in diesem Lebensabschnitt helfen.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Keine Ahnung. Wir kommen aus der Region, haben ohnehin die Jahre vor der Gründung hier gelebt und daraus ganz natürlich unsere Firma hier gegründet. Wir sind ein Remote First-Unternehmen, also was den Arbeitsort betrifft sind wir ohnehin nicht standortgebunden, auch wenn wir uns natürlich freuen, wenn unsere Mitarbeiterinnen auch im Büro vorbeischauen. Aber weder politisch, noch steuerlich, noch infrastrukturell sehe ich große Vorteile, die die eine Stadt gegenüber der anderen hat. Was die Startup-Szene angeht: Wir haben schon auch coole Unternehmen hier, mit denen sich auch ganz hervorragend austauschen kann, von denen man auch lernen und viel mitnehmen kann. Was die Startup-Szene in Berlin angeht muss ich sagen, dass ich da keinen Blick drauf habe und das auch gar nicht bewerten möchte. Davon abgesehen: Köln ist halt einfach die bessere Stadt – et is en Jeföhl.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?
Kölner Nahverkehr ist für eine Großstadt einfach die Hölle. Weder zu Fuß gehen, noch Fahrrad fahren, noch Auto fahren, noch Bahnfahren funktionieren wirklich gut oder machen Spaß. Das macht Berlin besser, zumindest war mein Eindruck in Berlin immer, dass es einfacher ist von A nach B zu kommen. Dafür kann man in Köln leichter an gutes Bier kommen und wird nicht alle 10 Meter in ekligem Craft Bier ersäuft.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Eine Politik, die Gründerinnen und Gründern hilft und diese unterstützt. Das verwaltungstechnische Hürden beim Gründen abgebaut werden. Schließlich schaffen die neue Unternehmen Arbeitsplätze und erwirtschaften Steuereinnahmen. Zweitens: Bessere Infrastruktur. Kein Witz: wir haben in unserem Büro und unmittelbar drumherum mitten in Köln bei einigen Mobilfunkanbietern kein Netz. Von meiner Wohnung in Ehrenfeld zum Büro in Kalk brauche ich mit den Öffis so lange, wie wenn ich nach Düsseldorf pendeln würde. Beides Beispiele für Infrastrukturthemen, auch wenn klar ist dass diese nicht innerhalb der nächsten 12 Monate aus der Welt geschafft werden können. Drittens: Einfach noch mehr Menschen, die sich trauen, was Neues aufzubauen, Ideen umzusetzen und Firmen zu gründen. Damit irgendwann nicht mehr Berlin, sondern Köln das Ballungszentrum für Startups ist.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Ich empfehle andere Gründer und Gründerinnen nach Tipps zu fragen”


Das Kölner Startup Prematch, das 2021 von Fiete Grünter, Lukas Röhle und Niklas Brackmann gegründet wurde, setzt auf Amateurfußball. Der Slogan dazu lautet: “Erhalte aktuelle News und Ergebnisse zu deinen Spielen  – von der Kreis- bis zur Regionalliga”. Gorillas-Gründer Jörg Kattner, Ralf Reichert (ESL Gaming), sowie Hannes Winzer, Thorsten Wirth und Daniel Delonga investieren kürzlich 1,7 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Röhle unter anderem über Nackenschläge, Feedback und Talente.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Prematch erklären?
Prematch ist eine Handy-Plattform, auf der Fußballer, Fußballerinnen und Fans alles zu ihrer großen Leidenschaft finden.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Wir sind während Corona gestartet und die Fußballsaison wurde insgesamt dreimal pausiert oder ganz abgebrochen. Zudem waren wir als Gründerteam und unsere Familien privat von der Flutkatastrophe in 2021 betroffen. Aktuell ist eines unserer Teammitglieder vom Krieg in der Ukraine betroffen. All diese Nackenschläge waren sowohl beruflich als auch privat sehr herausfordernd. In diesen Momenten merkt man besonders, dass ein gutes, sich gegenseitig unterstützendes Team der Schlüssel ist, um positiv weiterzumachen. Wir sind extrem stolz auf unser Team!

Wo steht Prematch derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?
Wir sind mit Prematch in einer Testregion, dem Rheinland, gestartet. Unter den aktiven Spielern und Spielerinnen nutzt dort bereits jeder Dritte Prematch und das mehrmals wöchentlich. Als Unternehmen dürfen wir inzwischen 14 großartige Teammitglieder zählen, die Remote First und aus unserem Hub in Köln arbeiten. Mit der letzten Fundingrunde haben wir insgesamt 2 Millionen Euro aufgenommen.

Gerade konntet ihr 1,7 Million Euro einsammeln. Wie seid ihr mit euren Investoren in Kontakt gekommen?
Die Grundlage hierfür hat die Teilnahme am ersten WHU Accelerator im vergangenen Jahr gelegt. Am Ende des Programms konnten wir neun großartige Business Angels für uns gewinnen, die uns in dieser Runde viele Türen geöffnet haben. 80 % der Connections sind daher aus unserem Netzwerk gekommen. Die restlichen 20 % durch aktive Outreach zu spannenden Investoren, primär über LinkedIn.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Wenig Zeit in tollen Konzepten verlieren und immer auf das Umsetzen konzentrieren. Dabei sollte man sich auf ehrliches, datengetriebenes Feedback konzentrieren. Buchtipp: The Mom Test. Zudem empfehle ich immer mutig andere Gründer und Gründerinnen nach Tipps zu fragen und sich ein Support-Netzwerk aufzubauen, dass ähnliche Situationen kennt.

Wo steht Prematch in einem Jahr?
Prematch ist die am häufigsten genutzte Plattform von aktiven Fußballerinnen und Fußballern in Deutschland.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Köln ist familiärer. Die kleinere Szene führt dazu, dass man sich gegenseitig mehr unterstützt. Es gibt große Chancen an den zahlreichen Universitäten Talente für sich zu gewinnen.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Köln ist als Stadt super offen und herzlich. Das spürt man auch im Arbeitsalltag. Besonders für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hilft das, um schnell “anzukommen”.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Ein aktives Netzwerk für Gründer:innen in der Frühphase, Vorbilder – Startups und Founder – vor Ort, die dazu anregen “groß zu denken” und eine tiefe Verankerung der Startup-Szene in die Universitäten.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Prematch

#aktuell, #interview, #koln, #prematch, #remote-first

#DealMonitor – Ecommerce One kauft Gambio – PlanetHome übernimmt Renewa – Oniq bekommt 3,5 Millionen


Im #DealMonitor für den 19. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Oniq
+++ Jetzt offiziell: Der Aachener Frühphaseninvestor TechVision Fonds und coparion investieren – wie bereits berichtet – in Oniq. Im Rahmen der Investmentrunde fließen 3,5 Millionen Euro. Das Kölner Startup, das 2020 von Yvonne Therese Mertens und Christoph Kosmehl gegründet wurde, setzt auf eine Process Mining-Software, die Produktions- und Logistikprozesse analysiert und so “verdeckte Ineffizienzen zum Vorschein” bringen soll. Mehr über Oniq 

e-mobilio
+++ Wi Venture, seed+speed Ventures, Übermorgen Ventures und primeCROWD sowie mehrere Business Angels investierten in e-mobilio. Das Unternehmen aus München, das 2019 von Ralph Missy und Denis Reichel gegründet wurde, positioniert sich als Beratungs- und Vermittlungsplattform rund um Elektromobilität. “Mit dem zusätzlichen Kapital wird der Vertrieb der e-mobilio GmbH ausgebaut und der Eintritt in weitere EU-Märkte beschleunigt”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über e-mobilio

Moot
+++ Die niederländische Boer Group, ein Textilverwertungsunternehmen und mehrere Business Angel investieren in Moot (steht für Made Out Of Trash). Das Berliner Startup, 2019 von Nils Neubauer und Michael Pfeifer gegründet, setzt auf das Upcycling von Textilmüll. Aus alter Bettwäsche und alten Wolldecken stellt das Unternehmen etwa T-Shirts, Longsleeves und Jacken her. “Die Investitionen sollen in die Produktentwicklung und vor allem in den Ausbau der Marketingaktivitäten fließen”, teilt das Startup mit. Mehr über Moot

Brüsli
+++ Steep Ventures, Fiedler Capital und weitere Business Angels investieren in Brüsli. Zudem sichert sich das Unternehmen eine Förderung der aws – siehe Trending Topics. Das Food-Startup aus Wien, das 2020 von Michael Berger und Sarah Lechner gegründet wurde, setzt auf Knuspermüsli aus nicht verkauftem Brot.

MERGERS & ACQUISITIONS

Gambio
+++ Das Münchner Unternehmen Ecommerce One, zu dem Afterbuy, DreamRobot und Baygraph gehören, übernimmt Gambio. Das Bremer Unternehmen, 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno gegründet, bietet individuelle Cloud-Lösungen für E-Commerce-Startups und etablierte Unternehmen an. 25.000 Shops setzen nach Firmenangaben derzeit auf Gambio, das die Gründer bis 2019 gebootstrappt haben. “Gambio passt als Cloud-basierende Shop-Lösung, die sich mit ihren Services seit vielen Jahren bewährt, optimal in unser Portfolio. Auch die anderen Unternehmen in der Gruppe profitieren von der wertvollen Gambio-Expertise”, teilt Ecommerce One zur Übernahme mit. Hinter dem Firmenverbund Ecommerce One steckt die Private-Equity-Gesellschaft Oakley Capital als Finanzierer. Mehr über Gambio

Renewa
+++ Der Immobiliendienstleister PlanetHome übernimmt die Mehrheit am Hamburger Startup Renewa und hält nun 50,1 % der Firmenanteile. Die gebootstrappte Jungfirma, die 2020 von Philipp Schormann, Michael Suer und Pascal Tilgner gegründet wurde, kümmert sich als “Energieberater für Wohnimmobilien” um energetische Sanierungen. “Mehr über PlanetHomeDas One-Stop-Shop-Geschäftsmodell von Renewa ist einzigartig auf dem Markt, derzeit aber noch auf den norddeutschen Raum begrenzt. Wir werden gemeinsam mit Renewa dieses Geschäftsmodell ausbauen, skalieren und bundesweit ausrollen”, teilt PlanetHome mit. Rund 40 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Renewa.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Interview – “Vor der Gründung habe ich nicht geahnt, wie sehr mich das Startup einnehmen wird”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Justus Lauten, Gründer von foodforecast, einem Tech-Startup das Künstliche Intelligenz (KI) zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung einsetzt.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Morgens geht’s mit dem Fahrrad ins Coworking Space. Hier startet der Tag erstmal mit einem leckeren Kaffee der Barista auf der Dachterrasse. So habe ich gleich Energie, um in den Tag zu starten und die ersten Emails zu beantworten.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Das ist ehrlich gesagt ganz schön schwierig. Wenn man sein eigenes Startup gründet, dann ist man eigentlich Non Stop damit beschäftigt und es fällt schwer, den Laptop zuzuklappen. Sport hilft mir auf jeden Fall, um den Kopf frei zu kriegen und auch bei meiner Lieblingsserie kann ich gut entspannen.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Passend zu der vorherigen Frage: Vor der Gründung habe ich nicht geahnt, wie sehr mich das Startup einnehmen wird und dass ich dagegen kaum etwas tun kann.
Anfangs habe ich gegründet, um ein Produkt für Kunden:innen zu bauen. Als Gründer habe ich heute eine Vielzahl an anderen Aufgaben und muss mich auch in Themen einlesen, die mich nicht so interessieren. Die Zeit, die man hierfür benötigt, habe ich unterschätzt.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Als Gründer hat man erst einmal eine Idee und ist selbstverständlich von dieser überzeugt. Die Herausforderung war für mich anschließend, Kunden für die Idee zu gewinnen. Insbesondere die Suche nach den ersten Kunden war eine große Hürde. Das Gleiche gilt in Bezug auf die Mitarbeiter. Eine große Hürde ist es anfangs gewesen, neue Mitarbeiter von der Startup-Idee zu überzeugen, sodass diese bereit sind, ihre Zeit in das Startup zu investieren.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Man sollte die Auswahl der Investoren nicht überstürzen. So wie die Investoren sich über das Startup erkundigen, in das sie investieren, sollte sich auch der Gründer, z.B. bei anderen Startups, über den Investor erkundigen. So können beide Seiten überprüfen, ob eine Zusammenarbeit passt.
Außerdem habe ich mit der Zeit besser gelernt, bei der Umsetzung von Projekten genügend Puffer einzuplanen. Also mich sowohl zeitlich nicht zu überschätzen als auch bei der Kalkulation lieber etwas mehr Geld einzusammeln, als zu knapp zu kalkulieren.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Ich habe Mitarbeiter aus meinem eigenen Netzwerk für die Idee von foodforecast gewonnen. Gerade, wenn das Startup neu ist, findet man im eigenen Netzwerk aus Freunden, alten Studien- oder Arbeitskollegen, leichter jemanden, der Vertrauen in die Gründer und die Unternehmensidee hat. Ansonsten ist LinkedIn natürlich auch ein gutes Netzwerk, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Für mich ist das Wichtigste, ehrlich und authentisch zu sein. Das schafft eine Vertrauensbasis mit seinen Mitarbeitern, Investoren und ist die Grundlage dafür, dass das Startup auch in schwierigeren Zeiten Bestand hält.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Bei uns würde ohne Cloud Computing und die Teams-App nichts mehr funktionieren, da wir (fast) alle remote arbeiten.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Fast unser gesamtes Team arbeitet aktuell aus dem Home-Office. Die Herausforderung ist dabei trotzdem als Team zusammenzuwachsen. Wir möchten hier zukünftig mehr unternehmen und sowohl über virtuelle Kaffeepausen als auch durch persönliche Events in Köln etwas gemeinsame Zeit außerhalb der Arbeit verbringen.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Als ich anfangs auf Kundensuche ging, habe ich den Biobäcker bei mir um die Ecke angesprochen, ob er nicht Interesse an unseren KI-Prognosen hätte. Kurzerhand haben wir uns geeinigt und ich habe einen USB-Stick an seine Kasse angeschlossen, um mir die nötigen Daten der Bäckerei für das Training unserer Künstlichen Intelligenz zu holen. Ich wartete 5 Min., 10 Min., 15 Min. und die Übertragung war immer noch nicht abgeschlossen. In der Zwischenzeit hatte sich schon eine lange Kundenschlange gebildet. Die Verkäufer mussten alle Bestellungen händisch notieren und wurden langsam unruhig, da sie nicht alle Preise für die Backwaren auswendig kannten. Nach einer halben Stunde konnten endlich alle Mitarbeiter wieder auf die Kasse zugreifen. Danach haben wir eine professionellere Schnittstelle zu den Kassensysteme unserer Kunden gebaut.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#DealMonitor – b-rayZ bekommt 4 Millionen – HTGF investiert in DeepSkill – DropFriends sammelt Geld ein


Im #DealMonitor für den 7. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

b-rayZ
+++ LifeCare Partners, Protagon und Convergence Partners sowie die Eckenstein-Geigy-Stiftung, der Verband Swisspreneur und mehrere Angel-Investoren investieren 4 Millionen Schweizer Franken in b-rayZ. Das Spin-off des Universitätsspitals Zürich (USZ) mit Sitz in Schlieren, das 2019 von Andreas Boss, Cristina Rossi und Alexander Ciritsis gegründet wurde, entwickelt eine KI-basierte Software, die Radiolog:innen bei der Früherkennung von Brustkrebs unterstützen soll.

DeepSkill
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die Unternehmensberatung Kienbaum sowie Angel-Investor:innen wie Ina Schlie und Anna Kaiser investieren eine siebenstellige Summe in DeepSkill. Das Kölner EdTech-Unternehmen, das 2020 von Miriam Mertens und Peter Goeke gegründet wurde, kümmert sich um “emotionale Skills und ganzheitliche Personalentwicklung”. Das Team möchte Mitarbeiter:innen “durch personalisierte Lernprogramme mit passgenau gematchten Coaches” unterstützen. Mehr über DeepSkill

DropFriends
+++ Die Business Angels Daniel Matuschewsky, Daniel Senf, Henry Flack, Markus Richter, Rainer Witt und Randolf Schürmann sowie die NRW.Bank investieren eine sechsstellige Summe in DropFriends. Das Kölner Startup, das 2019 von Osamah Aldoaiss, Yasmin Werner und Martin Peters gegründet wurde, positioniert sich als Paket-Community. Konkret setzt die Jungfirma auf “eine Plattform, mit der jeder mittels App und SaaS in Sekundenschnelle einen Paketshop erstellen oder ansteuern kann”. Mehr über DropFriends

Honest & Rare
+++ Der kanadische Geldgeber Loyal und “drei Berliner Business Angels” investieren 250.000 Euro in Honest & Rare. Das Berliner Startup, 2019 von Yascha Roshani und Aleksandr Bogdanov als Craft Exchange gegründet, positioniert sich als “Marktplatz für seltene und außergewöhnliche Getränke”. Das frische Kapital soll in die “internationale Expansion der Plattform und das weitere Wachstum des Getränkeangebots” fließen.

VENTURE CAPITAL

Headline
+++ Der Berliner Kapitalgeber Headline (früher als e.ventures bekannt) legt gleich drei neue Fonds auf. Headline US VII investiert in Nordamerika, Headline Brazil III in Lateinamerika und Headline EU VII (320 Millionen Euro) in europäische Unternehmen – siehe Gründerzene. Mehr über Headline

FoundersLane
+++ Der Corporate Venture Builder Creative Dock Group (CDG) übernimmt den Mitbewerber FoundersLane, 2016 von Felix Staeritz in Berlin gegründet. “Die Übernahme macht die Creative Dock Group zum größten unabhängigen Player im schnell wachsenden Geschäftsfeld der Corporate-Ventures”, teilt das Unternehmen mit. Creative Dock, 2012 gegründet, ist derzeit in ganz Europa unterwegs. Nun steht vor allem die Expansion in der MENA-Region, in der FoundersLane bereits aktiv ist, an. Mehr über FoundersLane

XAnge 
+++ Der französische Geldgeber XAnge legt seinen vierten Fonds (220 Millionen Euro) auf. Das viele Geld möchte das Team insbesondere in Deutschland in junge Startups investieren. “Ziel ist es, bis 2025 30% der Investitionen in Deutschland zu tätigen”, teilt der Investor mit. Bisher tätigte XAnge vor allem Seed- und Series-A-Finanzierungen – nun setzt der Venture Capitalist aber auch auf Pre-Seed-Investments. In Deutschland investierte XAnge zuletzt in Gitti, WorkMotion und Pina Earth. Mehr über XAnge

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Foto (oben): azrael74

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#Interview – “Die Wahrheit ist: Da steckt verdammt viel Arbeit drin”


Das Kölner Startup Planted , das 2021 von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller und Wilhelm Hammes gegründet wurde, möchte seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen. neoteq ventures, Smart Infrastructure Ventures, Rivus Capital und Angel-Investoren wie Julius Göllner, Jochen Berger und Friedrich Neumann investierten zuletzt 1 Millionen Euro in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Planted-Gründerin Cindy Schüller über Abomodelle, den Pivot der Jungfirma und Wind.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Planted erklären?
Wir ermöglichen Unternehmen auf einfache und schnelle Art, aktive Klimaretter zu werden. Mithilfe unseres transparenten Abomodells kann die komplette Belegschaft einen Beitrag für einen enkeltauglichen Planeten leisten. Hierfür berechnen wir die durchschnittlichen CO?-Fußabdrücke der Mitarbeiter:innen auf Basis ihrer Reise-Emissionen. Die angefallenen Emissionen gleichen wir dann über globale Klimaschutzprojekte aus. Unter Regie unseres hauseigenen Klimaförsters und Mit-Gründers Jan Borchert pflanzen wir zusätzlich für jedes Teammitglied klimastabile Bäume. So entstehen in ganz Deutschland neue Firmenwälder!

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Unseren Pivot! Wir haben uns im Dezember dafür entschieden, unseren Fokus von Privatpersonen auf Unternehmen umzulenken – hier sehen wir den größten Hebel. Unsere Mission bleibt, die Klimakrise zu bekämpfen und das geht nur wenn alle, Privatmenschen und Firmen, mitziehen. Wir sehen, dass die Unternehmen bereit sind, aktiv Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. Das macht uns Hoffnung auf eine grüne Zukunft.

Wo steht Planted derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?
Noch ganz am Anfang – und doch schon auf der Überholspur: Innerhalb eines Jahres hat Planted das Vertrauen von mehr als 1.000 klimapositiven Mitarbeiter:innen aus über 100 tollen Unternehmen wie Gerry Weber, XtraFit, Vivawest, MegaBad oder Electronic Sports League gewonnen. So konnten wir über 100.000 klimastabile Bäume in ganz Deutschland pflanzen und sieben globale Klimaschutzprojekte realisieren. Kurz zur Einordnung: Damit konnten wir die CO?-Emissionen von über 60.000 Flügen zwischen Köln und Barcelona ausgleichen. Mittlerweile sind wir ein 10-köpfiges Team und arbeiten auf Hochtouren am next step: einer eigenen Dekabonisierungs-Software. Damit wird der Klimaschutz noch leichter zugänglich für Unternehmen und noch spielerischer für ihre Mitarbeiter*innen. Diese können nämlich durch individuelle Challenges aktiv CO? reduzieren. Das Ziel: Netto-Null-Emissionen! Dass wir jüngst im Mai mit dem Gründer-Award des Jahres 2022 ausgezeichnet wurden, motiviert uns alle zusätzlich und bestärkt uns enorm.

Gerade konntet ihr 1 Million Euro einsammeln. Wie seid ihr mit euren Investor:innen in Kontakt gekommen?
Um ehrlich zu sein, stellt man sich das von Außen immer ganz leicht vor. Gerade jetzt, wo Green-Tech-Startups hoch im Kurs stehen. Die Wahrheit ist: Da steckt verdammt viel Arbeit drin. Was definitiv geholfen hat, war der Gewinn des Climate Founder Accelerators (2021) und die Teilnahme am SpinLab HHL Accelerator Programms in Leipzig. Dadurch haben wir an Bekanntheit gewonnen und konnten gute Kontakte in die VC-Szene aufbauen. Wichtig ist auch immer das private Netzwerk, dass jeder von uns seit Jahren fleißig pflegt.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Fokus! Es ist verlockend hier und da Opportunitäten mitzunehmen, aber ihr dürft nie das übergeordnete Ziel aus den Augen verlieren. Alles, was dich ablenkt und zu viel Zeit in Anspruch nimmt, muss gecuttet werden.

Wo steht Planted in einem Jahr?
Im Sommer 2023 soll unsere Dekarbonisierungs-Software etabliert sein. Hier wollen wir einen echten Mehrwert für den “unternehmerischen Umweltschutz” leisten – unter anderem durch lokale Klimaschutzmaßnahmen, wie die Wiederbewaldung klimastabiler Mischwälder in Deutschland. Dabei soll jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter eine aktive Rolle einnehmen und Verantwortung für ein zukunftsfähiges Morgen übernehmen. Unsere Software wird die Unternehmen auch bei der Auseinandersetzung mit ESG („Environment, Social, Governance“) unterstützen. Unternehmen müssen ihre ESG-Aktivitäten verbessern und transparent reporten. Mit uns an ihrer Seite werden sie dies noch leichter und sichtbarer schaffen.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Gute Frage. Berlin sieht sich oft als Nabel der Startup-Welt, was sicherlich auch in vielerlei Hinsicht gerechtfertigt ist – viele sehr gute Talente sitzen in Berlin. Die Startups sind sehr präsent und vor allem stärker im Fokus der VCs, die dort auch mehr vertreten sind. Für Köln spricht: Hier kannst du eine gewisse Zeit unter dem Radar fliegen. Du entwickelst Ideen, nimmst du ausreichend Zeit für die Ausarbeitung und musst nichts schnell übers Knie brechen, um der erste im Markt zu sein. So kannst du die ersten Fehler beseitigen, ohne dass viel Wind darum herrscht.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Ganz ehrlich: Da fällt mir spontan leider nicht viel zu ein. Außer, wer es in Köln schafft, hat auf jeden Fall alles richtig gemacht. Köln begreift sich nicht gerade als Startup-Metropole, was bei den Potenzialen und Möglichkeiten sehr schade und ausbaufähig ist. Aber die kölsche Art, frei und offen miteinander umzugehen, wird uns dabei sicherlich helfen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünschst Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Unsere Startup-Szene soll weiter wachsen und gedeihen. Ich wünsche mir einen regen Austausch unter den Startups! Der zweite Wunsch geht an das Land NRW: schnellere und einfachere Fördermittel für Gründende! Wir sind die Glücklichen, die sich über das Gründerstipendium freuen durften. Das Stipendium ist eins der wenigen Möglichkeiten, Subventionen zu bekommen. Allerdings dauerte es nach Beantragung über ein Jahr bis wir den Zuschuss bekamen. Eine lange Zeit, gerade in der Gründungsphase. In Ostdeutschland gibt es zum Beispiel deutlich attraktivere Förderungen. Mein dritter Wunsch ist persönlicher Natur: Ich war zuletzt öfters auf Events in Berlin, die von oder für Gründerinnen ausgerichtet wurden. Ich habe so viele spannende und inspirierende Frauen kennengelernt. Für viele Frauen ist Netzwerken oft nicht intuitiv und auch ich musste das erst lernen. Wir sollten uns gegenseitig noch mehr die Hand reichen, uns fördern und uns gegenseitig mitziehen. Ich wünsche mir, dass wir in Köln mehr solcher Networking-Events haben. Um Frauen aktiv zu stärken und sichtbar zu machen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Planted

#aktuell, #climatetech, #greentech, #interview, #koln, #pivot, #planted

#StartupsToWatch – aparkado – ein Startup-Champ, der den Alltag von LKW-Fahrer:innen verbessert


Zu den vielen Kölner Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen aparkado. Mit dem Startup, das von Philipp Henn und Roland Moussavi gegründet wurde, finden LKW-Fahrer:innen immer einen Parkplatz. “aparkado verbindet LKW-Fahrer, Transportunternehmen und Parkplatzbesitzer. Dadurch kann aparkado die besten Parkplätze vorschlagen und die vorhandene Parkplatznot bekämpfen”, teilt das Startup ein eigner Sache mit.

“Die Anerkennung von Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern muss sich verändern, um den Job wieder attraktiver zu machen. Das fängt bei einem einfachen Dankeschön bei der Auslieferung von Waren an, geht über den Kaffee in der Wartezeit bis hin zu den Parkmöglichkeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass Fahrerinnen und Fahrer besser parken, laden und leben”, sagt Gründer Moussavi zum Konzept hinter aparkado.

Einen Schub bei der Weiterentwicklung von aparkado erhoffen sich die Rheinländer durch den Gewinn bei Startup-Champs. Die Startup-Hotspots Köln, Berlin, München und Hamburg kürten das Jungunternehmen gerade zum überregionalen Startup-Champ 2022 und somit zum innovativsten Startup im Segment Mobilität und Logistik. Im Finale der Startup-Champs traten in Hamburg zwölf Jungunternehmen an. Die Fachjury – bestehend aus Vertreter:innen der deutschen Gründungsszene – kürten Am Finaltag vier regionale und einen überregionalen Gewinner.

aparkado überzeugte am Ende des Tages am meisten und ging als überregionaler Gesamtsieger aus dem Wettbewerb hervor. Auch den Titel des regionalen Startup-Champs NRW konnte sich das Startup sichern. aparkado setzte damit die Siegensserie Kölner Startups fort: Bereits im vergangenen Jahr konnte sich mit Einhundert Energie ein Kölner Unternehmen den Sieg bei den Startup-Champs sichern. Startup-Champs fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt.

Zum Hintergrund: Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung, Berlin Partner, Hamburg Invest, Munich Startup und WERK1 haben den Startup-Wettbewerb Startup-Champs gemeinsam ins Leben gerufen. “Die Sieger-Startups erwarten attraktive Preise, wie zum Beispiel eine Teilnahme an der Slush oder auch der SXSW 2023. Mit der Kooperation legen die vier Startup-Hotspots einen wichtigen Grundstein, um die Sichtbarkeit von deutschen Startups national und international zu erhöhen”, teilen die Startup-Champs-Partner mit.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Startup-Champs 2022

#aktuell, #aparkado, #einhundert-energie, #koln, #startup-champs, #startupstowatch

#DealMonitor – Personio sammelt weitere 200 Millionen ein – Planted bekommt Millionensumme – ProductsUp kauft World of Content


Im #DealMonitor für den 22. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Personio
+++ Greenoaks Capital Partners und Co. investieren 200 Millionen US-Dollar in Personio. Die Bewertung steigt von 6,3 auf 8,5 Milliarden Dollar. Das Münchner Unicorn, 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone und Global Founders Capital investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in Personio. Insgesamt flossen bisher rund 700 Millionen Dollar in Personio. Mehr über Personio

Planted
+++ neoteq ventures, Smart Infrastructure Ventures, Rivus Capital und Angel-Investoren wie Julius Göllner, Jochen Berger, Friedrich Neumann, Johannes Sass und Lucas von Fürstenberg investieren 1 Millionen Euro in Planted. Das Kölner Startup, das von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller und Wilhelm Hammes gegründet wurde, möchte seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen. Mehr über Planted

Eeden
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der TechVision Fonds und ein nicht genannter Business Angel investieren eine siebenstellige Summe in Eeden. Das Startup aus Mönchengladbach, das von Steffen Gerlach und Reiner Mantsch gegründet wurde, kümmert sich um das “nachhaltige und umweltschonende Recycling von Kleidung und anderen textilen Produkten”. Das frische Kapital soll in den “weiteren Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von ersten Produktionskapazitäten” fließen.

foodforecast
+++ Angel-Investor:innen wie Claus J. Goldenstein, Tobias Hagemann, Yasmin Vadood und Milan Belojevic investieren 500.000 Euro in foodforecast. Das Kölner Startup, das von Justus Lauten unter dem Namen werksta.tt gegründet wurde, setzt Künstliche Intelligenz zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung einsetzt. Das frische Kapital möchte das Unternehmen dafür nutzen, “die KI-Software für den Einsatz in weiteren Branchen zu adaptieren und auszubauen, so zum Beispiel für die Systemgastronomie sowie den Einzelhandel”.

mTek
+++ Die afrikanische Finclusion Group investiert 3 Millionen US-Dollar in mTek. Das deutsch-kenianische InsurTech mit Sitz in Nairobi, das 2020 von der gebürtigen Schleswig-Holsteinerin Bente Krogmann gegründet wurde, positioniert sich als “digital Versicherungsplattform”. Das frische Kapital soll den “weiteren Ausbau der digital Plattform beschleunigen”. Dabei steht auch die Expansion in weitere “ostafrikanische Märkte” an.

MERGERS & ACQUISITIONS

World of Content
+++ Das Berliner Unternehmen ProductsUp, das sich um “Datenintegration im E-Commerce” kümmert, übernimmt den Product Experience Management-Anbieter World of Content. “Die gebündelten Fähigkeiten bieten Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Produktinformationen innerhalb des Commerce-Ökosystems”, teilen die Unternehmen mit. Bregal Milestone und Nordwind Capital investierten zuletzt 70 Millionen US-Dollar in Productsup, das 2010 von Kai Seefeldt und Johannis Hatt gegründet wurde. Mehr über Productsup

VENTURE CAPITAL

Einstein Industries Ventures
+++ Mit Einstein Industries Ventures geht ein neuer Venture Capital-Geber an den Start. Das Team von  Einstein Industries Ventures tritt an, um die “Finanzierungslücke europäischer Raumfahrt-Startups zu bekämpfen”. Hinter dem neuen SpaceTech-Investor stecken Marco Fuchs, Hans Steininger, Ulrich Hermann, Arndt Geiwitz und Christoph Keese. Die Mannschaft möchte in Unternehmen investieren, “die im Downstream tätig sind, also Daten aus dem Weltraum für B2B-Kunden wie beispielsweise Versicherungen, Finanzmärkte, Rohstoffhändler, Agrarproduzenten oder Logistiker nutzbar machen”.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor – Great Hill investiert 180 Millionen in Echobot-Leadfeeder-Fusion – Unicorn Omio sammelt 80 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 21. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Omio
+++ Die amerikanische Investmentbank Lazard Asset Management, Stack Capital Group, NEA, Temasek und Co. investieren 80 Millionen US-Dollar in Omio. Über das Berliner Unicorn, 2013 von Naren Shaar gegründet, können Nutzer Bahn-, Bus- sowie Flugtickets vergleichen und auch buchen. Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs, NEA und Kleiner Perkins investierten im Sommer 2020 rund 100 Millionen Dollar in das Travel-Startup. Insgesamt flossen nun schon rund 380 Millionen Dollar in Omio. “Aus dem Unternehmensumfeld heißt es jedoch, es habe sich um eine Flat Round gehandelt – die Bewertung ist also im Vergleich zur Vorrunde gleich geblieben”, schreibt Gründerszene zum Investment. “Diese Finanzierung durch eine starke Investorengruppe nach mehr als zwei harten Jahren unterstreicht das enorme Potenzial unseres Geschäftsmodells sowie unsere Überzeugung, dass das menschliche Bedürfnis zu reisen ungebrochen ist. Das eingeworbene Kapital wird umsichtig eingesetzt, um die globalen Expansionsaktivitäten, einschließlich Unternehmenskäufe, wieder voranzutreiben”, teilt Omio mit. Mehr über Omio

Enpal
+++ Prime Capital stellt dem Berliner Unicorn Enpal im Rahmen eines nachrangigen Mezzanine-Darlehen 70 Millionen Euro zur Verfügung. “Diese Finanzierungszusage schließt sich der Finanzierung durch von BlackRock beratene Fonds vom September 2021 von 345 Millionen Euro an”, teilt das Unternehmen mit. Das 2017 von Mario Kohle (Käuferportal-Gründer), Viktor Wingert und Jochen Ziervogel gegründete Unternehmen, das Solaranlagen vermietet, sammelte nun schon 800 Millionen Euro ein – “davon 500 Millionen Refinanzierungskapital und 300 Millionen Wachstumskapital”. In der Presseaussendung heißt es weiter: “Zugleich arbeitet Enpal daran, mit bestehenden und neuen Geldgebern weitere Finanzierungslinien aufzunehmen, um damit die Fremdkapitalzusagen auf über 1 Milliarde Euro zu steigern”. Mehr über Enpal 

Wingcopter 
+++ Die Rewe Group, Salvia, XAI Techologies, der japanischen Handelskonzern Itochu sowie Altinvestoren wie Futury Capital und Xplorer Capital investieren 42 Millionen Euro in Wingcopter. Das Startup aus Weiterstadt, das Transportdrohnen für humanitäre und zivile Anwendungen entwickelt, wurde 2017 von Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadur gegründet. “Die neue Finanzierung ermöglicht es Wingcopter, seine Drone-Delivery-Dienstleistungen rund um den Globus auszubauen”, teilt das Unternehmen mit. Xplorer Capital aus dem Silicon Valley und der hessische Geldgeber Futury Regio Growth Fund sowie Futury Ventures und Hessen Kapital investierten zuletzt 22 Millionen US-Dollar in Wingcopter. Mehr über Wingcopter

TradeLink
+++ Insight Partners und die Altinvestoren Point Nine Capital und Fly Ventures investieren 12 Millionen Euro in TradeLink. Das Münchner Startup, das Anfang 2020 von Frederic Krahforst, Tobias Nendel (Outfittery-Mitgründer) und Michael Bücker gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. “The funding will be used to enhance the functionalities of the SaaS platform and scale marketing and sales activities to deliver the simplest and most effective platform to collaborate in logistics and supply chains. We are really excited about the future”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über TradeLink 

Kranus Health
+++ Der französische Investor Karista, Peak Pride, Altinvestoren wie High-Tech Gründerfonds (HTGF) und A Round Capital sowie mehrere Angel-Investoren investieren 6,5 Millionen US-Dollar in Kranus Health. Das Berliner Startup, von Thilo Kleinschmidt und Jens Nörtershäuser gegründet, möchte “Männern durch einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu neuester medizinischer Versorgung ein gesünderes und längeres Leben ermöglichen”. “Das Geld investieren wir in den Ausbau des Vertriebs in Deutschland, um möglichst viele Patienten mit unserer Therapie zu erreichen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Kranus Health

Roq.ad
+++ DNX Ventures, AperiamVentures und OCA Ventures investieren 7 Millionen US-Dollar in Roq.ad. “Roq.ad will use the funding to expand commercial and technology teams, fuel growth in new segments and geographies, and accelerate the distance between its product and competitors”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner Unternehmen, 2015 vom Ex-madvertise-Macher Carsten Frien in Berlin gegründet, ermöglichte einst Werbetreibenden Storytelling über verschiedene Endgeräte zu betreiben. Inzwischen positioniert sich die Jungfirma als “GDPR/CCPA-compliant, probabilistic, multi-device identity resolution provider”. K – New Media, Astutia Ventures, pd ventures, NWZ Digital, media + more Venture und diverse weitere Investoren setzten in der Anfangszeit auf Roq.ad. Bis Ende 2017 flossen rund 1,7 Millionen in das Startup. Im Rahmen einer Planinsolvenz erfolgte 2019 der Neustart von Roq.ad. Mehr über Roq.ad

Vaeridion 
+++ Jetzt offiziell: Vsquared Ventures, Project A Ventures und Finanzcheck.de-Gründer Andreas Kupke investieren – wie Ende Mai im Insider-Podcast berichtet – in Vaeridion. Im Rahmen der Investmentrunde fließen 3,2 Millionen Euro. Das Startup aus München, das von den ehemaligen Airbus-Mitarbeitern Sebastian Seemann und Ivor van Dartel gegründet wurde, kümmert sich um “Green Air Mobility”. Das elektrische Flugzeug der Jungfirma soll neun Passagiere plus Crew bis zu 500 Kilometer transportieren können. Mehr über Vaeridion

Evy Solutions
+++ “Gesellschafter sowie Bestandsinvestoren” investieren 1,6 Millionen Euro in Evy Solutions. Das Kölner Startup, 2017 von Michael Vogel und Arian Storch gegründet, kümmert sich um KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und Prozessautomatisierung. “Wir werden das Geld für den weiteren Ausbau unseres Geschäfts in der DACH-Region nutzen”, teilt die Jungfirma mit.  27 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Evy Solutions. Mehr über Evy Solutions

TextCortex
+++ btov Partners, Speedinvest, Entrepreneur First sowie Business Angels wie Amar Shah und Holger Hengstler investieren 1,2 Millionen US-Dollar in TextCortex. Das Startup aus Berlin, von Dominik Lambersy und Ceyhun Derinbogaz gegründet, generiert auf Knopfdruck kurze Social-Media-Texte. “Use our AI product description generator tool to create unique, captivating & SEO-optimized content for your Ecommerce store within seconds. Start creating product descriptions that convert”, heißt es auf der Website.

renovido
+++ Nicht genannte Geldgeber investieren eine siebenstellige Summe in renovido. Das Startup aus Mönchengladbach, 2020 von Julian Roth-Schmidt und Willi Rack gegründet, bietet Küchen-Abos an. “Um ein Küchen-Abo mit so niedrigen Preisen realisieren zu können, haben wir die Produktauswahl und den Prozess bis ins letzte Detail optimiert”, heißt es auf der Website. 8 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für renovido.

MERGERS & ACQUISITIONS

Echobot
+++ Das Karlsruher Sales-Intelligence-Unternehmen Echobot und das finnische Unternehmen Leadfeeder, das sich um Web-Visitor-Analyse kümmert, fusionieren. Das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Great Hill Partners “setzt 180 Millionen Euro ein, um den Zusammenschluss zu unterstützen und dem neu gegründeten Unternehmen dabei zu helfen, seine Produktinnovationen voranzutreiben, seine Vertriebstrukturen zu erweitern und das internationale Wachstum zu beschleunigen”. Weitere 50 Millionen Euro stehen für weitere Übernahmen zur Verfügung. Das neue Unternehmenmit Hauptsitz in Karlsruhe beschäftigt 250 Mitarbeiter:innen. Echobot wurde 2011 von Bastian Karweg gegründet. Leadfeeder ging 2012 an den Start.

VENTURE CAPITAL

G+D Ventures
+++ Die Europäische Investitionsbank (EIB) und G+D Ventures, der Venture Capital-Ableger des Sicherheitsunternehmens Giesecke+Devrient (G+D), gründen eine “Co-Investment-Plattform zur Investition in europäische TrustTech-Startups”. Die beiden Partner stellen dafür jeweils 25 Millionen Euro zur Verfügung. “Ziel des Fonds ist es, in die Entwicklung innovativer Lösungen zu investieren, die dazu beitragen, das Vertrauen (Trust) in eine digitale (Tech) Gesellschaft zu stärken. Dazu zählen unter anderem Lösungen für Cybersecurity, Technologien zum Schutz der Privatsphäre, das Management digitaler Identitäten, sowie sichere Authentifizierungs- und Zahlungssysteme”, heißt es in der Presseaussendung.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor – Resmed kauft Medifox Dan für 1 Milliarde – Beat81 schluckt Vation – Project A legt neuen Fonds auf


Im #DealMonitor für den 15. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Suns Care
+++ Der Hamburger Geldgeber Hanse Ventures investiert nach unserem Informationen in Suns Care. Das Hamburger Startup, das 2019 von Johannes Glass und Johannes Wolf gegründet wurde, setzt auf Sonnencreme. “Unsere Sonnencreme kommt ohne den altbekannten klebrigen und weißen Film aus, setzt auf ein nachhaltiges Packaging und saubere Inhaltsstoffe und ist dazu noch super stylisch”, teilt das D2C-Unternehmen mit. Hanse Ventures hält nun 13 % am Unternehmen. #EXKLUSIV

The Base Club
+++ True Growth, die Beteiligungsgesellschaft der audibene-Gründer Marco Vietor und Paul Crusius, investiert nach unseren Informationen in The Base Club. Das Berliner Startup, das 2022 von Astrid Jensch gegründet wurde, kündigt eine “Alkaline Revolution” an. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Be part of the journey from the beginning and let yourself be inspired by our product that combines empowering functionality, quality and lifestyle to fuel your wellbeing”. #EXKLUSIV

amnis 
+++ Lansdowne Partners und Altinvestor Spicehaus Partners investieren 8,6 Millionen Schweizer Franken in amnis. Das FinTech aus Zürich, 2014 von Michael Wüst, Robert Bloch und Philippe Christen gegründet, bietet eine Banking-Lösung, um Geld ins Ausland zu senden, Währungen zu wechseln und Zahlungen zu empfangen. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen. “Das zusätzliche Kapital wird in die weitere Produktentwicklung und Europa-Expansion investiert”, teilt das Unternehmen mit.

Prematch
+++  Gorillas-Gründer Jörg Kattner, Ralf Reichert (ESL Gaming), sowie Hannes Winzer, Thorsten Wirth und Daniel Delonga investieren 1,7 Millionen Euro in Prematch. Das Kölner Startup, das 2021 von Fiete Grünter, Lukas Röhle und Niklas Brackmann gegründet wurde, setzt auf Amateurfußball. Der Slogan dazu lautet: “Erhalte aktuelle News und Ergebnisse zu deinen Spielen –
von der Kreis- bis zur Regionalliga”. Das frische Kapital soll unter anderem in die “Weiterentwicklung, die Expansion und die Erweiterung des Teams” fließen. 

tubics
+++ Wayra Deutschland, der Investmentableger von Telefónica, Ralph Harreiter, Alexander Kirchgasser und weitere Investor:innen investieren 1.4 Millionen Euro in tubics. Das Wiener Startup, 2017 von Claudia Eder, Matthias Funk und Matthias Posch gegründet, entwickelt eine cloudbasierte Software-Plattform für Video-Marketing mit Fokus auf YouTube. “Ziel des Investments ist es, tubics dabei zu unterstützen, die eigene Lösung in kurzer Zeit zu skalieren und auszubauen”, teilt das Unternehmen mit.

Velvet 
+++ ICQ-Gründer Yair Goldfinger investiert gemeinsam mit anderen Investoren 1,3 Millionen US-Dollar in Velvet. “Neben dem Investment wurde Velvet in die Microsoft und Hubspot Accelerator-Programme aufgenommen, im Rahmen derer sich das Fintech ein weiteres sechsstelliges Funding sichern konnte”, teilt das Unternehmen mit. Das FinTech, das 2018 von Julius Franck-Oberaspach und Jonathan Hirsch in Stuttgart gegründet wurde, setzt auf “KI-basierte Geldanlage für Privatpersonen”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Medifox Dan
+++ Das US-Unternehmen Resmed, das Medizinprodukte anbietet, übernimmt das Hildesheimer Unternehmen Medifox Dan. Der Kaufpreis beträgt 1 Milliarde US-Dollar (950 Millionen Euro). “Medifox Dan wird in ResMeds SaaS-Geschäftsbereich für den außerklinischen Bereich integriert und erweitert dessen Lösungsangebot in neue Bereiche des Gesundheitswesens, einschließlich ambulanter Therapiedienste”, teilt das Unternehmen mit. Medifox Dan, 1994 gegründet, bietet insbesondere Softwarelösungen für Pflege und Therapie an. 2018 übernahm der  britische Finanzinvestor Hg das Unternehmen, das in der jetzigen Form 2020 durch die Fusion von Medifox und Dan Produkte entstanden ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter:innen. 2021 erwirtschaftete Medifox Dan einen Umsatz in Höhe von 79 Millionen Euro.

Vation
+++ Das Berliner Fitness-Startup Beat81 übernimmt nach unseren Informationen die Kölner Jungfirma Vation. Das Startup, das 2020 von den evopark-Gründer Marik Hermann und Tobias Weiper sowie Marius Klages gegründet wurde, setzt auf “digitales Personal Training”. “Auf Basis Deines Feedbacks und des Fachwissen unserer Trainer, erstellt Dir Dein Coach wöchentlich ein personalisiertes Trainingsprogramm”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Beat81, 2017 von Tim Dettmann gegründet, unterstützt seine Nutzer:innen mit Gruppen-Workouts, motivierendem Coaching und Herzfrequenz-Monitoring darin, Trainingsziele schneller zu erreichen. EQT Ventures investierte zuletzt 6,4 Millionen Euro in das Unternehmen. Vation wurde in den vergangenen Jahren unter anderem von Discovery Ventures finanziell unterstützt. Mehr über Vation #EXKLUSIV

e-bot7
+++ Das amerikanische Unternehmen LivePerson, eine Cloud-basierte Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, in Echtzeit mit ihren Kunden über Chat, Voice oder Content aktiv in Kontakt zu treten, übernahm im vergangenen Jahr das Unternehmen e-bot7. Nun gibt es Informationen zum Kaufpreis: LivePerson zahlte 53,1 Millionen US-Dollar für e-bot7 – siehe Startuprad.io. Das Münchner Startup, das 2016 von Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer gegründet wurde, entwickelt und integriert künstliche Intelligenz und Deep Learning in bestehende CRM-Kundenservice-Systeme. RTP Global, 42CAP, main incubator und Co, investieren 2019 rund 5,5 Millionen Euro in e-bot7. Mehr über e-bot7

VENTURE CAPITAL

Project A Ventures
+++ Der Berliner Frühphasen-Geldgeber Project A Ventures schließt seinen vierten Fonds bei 375 Millionen US-Dollar (360 Millionen Euro). Es ist der bisher größte Fonds der Hauptstädter. Im dritten Fonds aus dem Jahre 2019 waren 180 Millionen Euro. “Die Limited Partners der neuen Fondsgeneration von Project A bestehen aus institutionellen Investoren in den USA und Europa, ausgewählten deutschen und europäischen Unternehmen und Family Offices sowie erfolgreichen Gründer:innen”, teilt der Investor mit. Project A verkündet zudem, verstärkt Private-Equity-Co-Investments zu stemmen und “bis zu 80 Millionen US-Dollar in Private-Equity-Deals zu investieren”. In den vergangenen Jahren investierte Project A Ventures, das 2012 an den Start ging, in Unternehmen wie Contorion, uberall, Spryker, Homeday, Kry, Voi und sennder. Mehr über Project A Ventures

3VC 
+++ Der Wiener Investor 3VC verkündet das First Closing seines zweiten Fonds (150 Millionen Euro). “The new fund reflects the matured need and ability to deploy capital by European Series A companies, as well as the determination of 3VC to support portfolio companies long-term”, teilt der Geldgeber mit. 3VC investierte in den vergangenen Jahren in Unternehmen wie Assaia, Kaia Health, Lokalise, PicsArt, Storyblok und Tatum. Im ersten Fonds von 3VC waren 2018 rund 50 Millionen US-Dollar. Mehr über 3VC

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#Interview – “Nur Learning by Doing ist auch nicht immer das Beste”


Das Kölner Startup shareDnC, das 2015 von Christian Mauer, Philipp Hartje und Christoph Püttgen gegründet wurde, positioniert sich als “Plattform für die Vermittlung von flexiblen Büros und Arbeitsplätzen”. Zum Stand der Dinge bei shareDnC sagt Gründer Hartje: “Unser Team besteht aktuell aus 14 Kolleginnen und drei Kollegen. Wir haben inzwischen mehr als 6.000 Verträge vermittelt. Dabei muss ich allerdings sagen, dass Corona unser Wachstum in den letzten zwei Jahren leider stark gebremst hat”.

Kürzlich investierte der Travelriese HRS gemeinsam mit Altinvestor Bitstone Capital in ShareDnC. Bitstone Capital und mehrere Business Angels investierten zuvor bereits 2018 einen niedrigen siebenstelligen Betrag in ShareDnC. “HRS ist mit seinen Business Travel Lösungen bei sehr vielen mittleren und großen Unternehmen integriert. Die Mitarbeiter:innen dieser Unternehmen können zukünftig nicht nur ihre Geschäftsreisen und Meetings darüber buchen, sondern auch Arbeitsplätze”, sagt shareDnC-Macher Hartje.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Jungunternehmer außerdem über langen Verpflichtungen, Wachstum und richtig gute Bücher.

Wie würdest Du Deiner Großmutter shareDnC erklären?
Normale Mietverträge für Büros haben eine Laufzeit von fünf bis zehn Jahren. Der tatsächliche Platzbedarf von Unternehmen schwankt aber über einen so langen Zeitraum. Daher werden zumindest temporär Teile des Büros nicht genutzt, müssen aber trotzdem bezahlt werden. Auf der anderen Seite gibt es vor allem kleinere oder jüngere Firmen, die genau das suchen, was die anderen zu viel haben, nämlich einzelne Büroräume oder Schreibtischplätze. shareDnC bringt beide Seiten zusammen und sorgt dafür, dass die eine nur für das Miete zahlt was sie auch braucht und die andere ein Büro hat, das sie sich leisten kann und bei dem sie keine langen Verpflichtungen eingehen muss. Meine Oma ist schon 94, aber die Logik hat sie schnell verstanden.

War dies von Anfang an euer Konzept?
Tatsächlich ist das grundlegende Konzept immer noch das gleiche. In dem Markt in dem wir uns bewegen hat sich aber in den letzten Jahren viel getan, so dass wir ein paar Ergänzungen vorgenommen haben. Ein Beispiel dafür: Vor allem aufgrund von Home Office bzw. Hybrid Work haben immer mehr Firmen nicht nur einzelne Räume oder Desks leer stehen sondern komplette Etagen. Da eine Untervermietung an eine einzelne Firma nur sehr selten und mit Glück funktioniert, bieten wir inzwischen mit einem Partner auch ein Modell an, bei dem wir bzw. unser Partner sich vor Ort darum kümmert, dass die ungenutzte Etage Raum- oder Desk-weise vermietet wird ohne dass es für den Hauptmieter Mehraufwand verursacht.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Wir helfen Firmen mit leeren Büros durch unsere Reichweite sowie der Beratung unserer Expert:innen im Customer Success Management dabei, schnell passende Mieter:innen zu finden. Wenn wir das erfolgreich gemacht haben – und nur dann, bekommen wir dafür eine Provision vom Anbietenden. Dabei kann sie oder er sich aussuchen, ob wir eine einmalige Provision in Höhe einer Monatsmiete bekommen oder eine monatliche in Höhe von 12 % der Miete für maximal 12 Monate.
Für die Mieterseite ist die Nutzung komplett kostenlos.

Wie ist überhaupt die Idee zu shareDnC entstanden?
Die Grundidee ist zwischen meinen beiden Mitgründern Christian und Christoph entstanden. Christian hatte mit seiner Agentur ein Büro mit einigen Räumen als Wachstumspuffer angemietet und dann im Netzwerk gefragt ob jemand einen Raum sucht. Daraufhin ist Christoph dort mit seiner Beratung dort eingezogen. Die übrigen Räume sind leer geblieben. Nach einigen Jahren haben dann beide für sich jeweils einen einzelnen Raum gesucht und festgestellt, dass es im Internet gar keine Anlaufstelle dafür gab. Und da sie den Mehrwert für beide Seiten selber erfahren hatten, gibt es jetzt shareDnC.

Wie hat sich shareDnC seit der Gründung entwickelt?
Unser Team besteht aktuell aus 14 Kolleginnen und drei Kollegen. Wir haben inzwischen mehr als 6.000 Verträge vermittelt. Dabei muss ich allerdings sagen, dass Corona unser Wachstum in den letzten zwei Jahren leider stark gebremst hat. Wir sehen aber, dass wir mit der zumindest teilweisen Rückkehr ins Büro wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Da unser Business sehr stark vom Angebot von Büroräumen getrieben ist, sehe ich durch den veränderten Platzbedarf in Büros durch Home Office für uns die Möglichkeit zukünftig deutlich schneller zu wachsen als vor Corona.

Kürzlich stieg HRS bei shareDnC ein. Wie passt das zusammen?

Sehr gut. HRS ist mit seinen Business Travel Lösungen bei sehr vielen mittleren und großen Unternehmen integriert. Die Mitarbeiter:innen dieser Unternehmen können mit der neuen Lösung “Work” zukünftig nicht nur ihre Geschäftsreisen und Meetings darüber buchen, sondern auch Arbeitsplätze. Durch die geplante Zusammenarbeit mit shareDnC erhalten die HRS Firmenkund:innen Zugang zu tausenden flexiblen und über ganz Deutschland verteilten Remote Workplaces. shareDnC kann den Firmen, die über die Plattform ungenutzte Büroflächen vermieten, zukünftig zur eigenen Reichweite auch die von HRS Work zur Monetarisierung der Flächen anbieten.
So werden beide und vor allem die Kund:innen beider davon profitieren.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Rückblickend muss ich sagen, dass wir wahrscheinlich ein gutes Beispiel für “Premature Scaling” sind. Wir haben nach anfänglichen Erfolgen zu schnell den Fokus auf regionalen Roll-out und überteuert eingekauftes und wenig nachhaltiges Wachstum über Google Ads gelegt anstatt uns erstmal nur darauf zu fokussieren unsere Kund:innen und ihre Probleme genau zu verstehen und unser Produkt darauf zu optimieren. Das haben wir deutlich zu spät gemacht.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Hm, alles richtig weiß ich nicht. Wir haben aber von Anfang an viel Wert darauf gelegt, unsere Kund:innen und vor allem die Anbietenden sehr gut und persönlich zu betreuen. Ich bin überzeugt, dass das ein wichtiger USP ist, da die Untervermietung von niemandem der Hauptjob ist, sondern alle sich lieber ihrem Kerngeschäft widmen wollen. Da ist es aus meiner Sicht sinnvoll, das man von Expert:innen dabei unterstützt wird.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Nehmt euch neben dem ganzen Stress beim Aufbau des Business Zeit für eure eigene Entwicklung. Ich habe das bis vor einiger Zeit viel zu wenig gemacht. Nur Learning by Doing ist auch nicht immer das Beste. Muss auch nicht viel kosten. Ich finde gibt beispielsweise sehr viele richtig gute Bücher. Wenn ich die früher schon gelesen hätte, hätte ich mir sicherlich einige Fehler auf dem bisherigen Weg erspart.

Wo steht shareDnC in einem Jahr?
Unser Ziel ist es, dass es für Firmen jeder Größe selbstverständlich wird, dass ungenutzte Büroflächen nicht einfach leer bleiben. Nicht nur aus finanzieller Sicht sondern auch aufgrund des großen Potentials im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Ich denke es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diesem Ziel in einem Jahr ein großes Stück näher gekommen zu sein. Und mein Anspruch ist, dass wir als shareDnC diejenigen sind, die dafür stehen und die beste Lösung anbieten.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Hm, das was oft als Vorteil gesehen wird – weniger Ablenkung, familiärer etc. – ist ja eigentlich dem geschuldet, dass wir hier in Köln noch gar kein richtiges Ökosystem haben wie in Berlin oder auch in München. Den Reiz macht daher aus, daran mitzuarbeiten das zu schaffen.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?
Da sollte ich eigentlich Experte sein, da ich zwar Kölner bin, aber auch mehr als vier Jahre in Berlin gearbeitet habe. Wenn ich woanders als in Köln leben müsste, wäre Berlin tatsächlich meine präferierte Wahl. Man muss in Köln keine Weltreise unternehmen um vom einen Ende der Stadt zur anderen zu kommen  In Berliner kann man auch leben, wenn man kein Deutsch spricht.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Ich habe nur zwei, aber die würden schon einiges bringen. Erstens: Ich habe in am CDTM München studiert, das inzwischen zum Nukleus der Münchener Startup- und Tech-Szene geworden ist. Ich fände es super, wenn die Uni Köln und die RWTH Aachen etwas ähnliches auf die Beine stellen würden. In Köln fehlt etwas vergleichbares wie die TU in München, aber zusammen mit Aachen könnte das gut passen und da könnte über die Zeit viel gutes daraus entstehen. Zweitens: Zwei bis drei große Unicorns, die dann die Basis bilden für den Aufbau eines Ökosystems wie in Berlin oder München, wo die Mitarbeiter:innen dann irgendwann eigene Startups gründen, die von den Gründern der Unicorns supportet werden usw.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): shareDnC

#aktuell, #interview, #koln, #sharednc

#Zahlencheck – Verlust bei ArangoDB sinkt auf 2,6 Millionen 


Das Kölner Startup ArangoDB legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020. Das junge Unternehmen, das 2014 von Claudius Weinberger und Frank Celler gegründet wurde und eine als Open Source verfügbare NoSQL-Datenbank anbietet, erwirtschaftete 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,6 Millionen Euro – nach 2,8 Millionen im Jahr zuvor bzw. 2,1 Millionen im Jahre 2018. Insgesamt kostete der Aufbau von ArangoDB bis Ende 2020 somit rund 13,2 Millionen.

“Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 7.297 aus und ist somit buchmäßig überschuldet. Trotzdem geht die Gesellschaft von der Unternehmensfortführung aus”, teilt das Unternehmen im Jahresabschluss mit. Sorgen muss man sich um das Unternehmen aber nicht machen. Iris Capital, Bow Capital, Target Partners und Co. investierten erst im Oktober 2021 rund 27,8 Millionen US-Dollar in ArangoDB. Insgesamt flossen bereits 47 Millionen Dollar in das Unternehmen.

2020 wirkten laut Jahresabschluss “durchschnittlich 25 Arbeitnehmer” für das Unternehmen, das auch in  San Francisco residiert. Wie ein Blick auf Linkedin zeigt, ist die Jungfirma seitdem stark gewachsen. ArangoDB schrieb dazu zuletzt: “The company recently raised a $27.8 million Series B financing round to accelerate its continued development of advanced analytics and machine learning capabilities, and its employee base has more than doubled over the course of the past year”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2020

* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf.
* Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 7.297 aus und ist somit buchmäßig überschuldet. Trotzdem geht die Gesellschaft von der Unternehmensfortführung aus.
* Weiterhin wird die Muttergesellschaft für die Jahre 2021 und 2022 den erforderlichen Liquiditätsbedarf durch Zuführung von Eigenkapital zur Verfügung stellen. Diese hat durch Ausgabe von neuen Anteilen weitere Eigenmittel in Höhe von USD 28.500.000,00 beschafft, um die Unternehmensfortführung sicher zu stellen.
* Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 25 Arbeitnehmer.

ArangoDB im Zahlencheck

2020: 2,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2019
: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018: 2,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 2,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): ArangoDB

#aktuell, #arangodb, #koln, #zahlencheck

#Eventtipp – deutsche-startups.de wird 15! Wir feiern mit einer eigenen Bühne auf dem Digitale Leute Summit


15 Jahre deutsche-startups.de sind ein guter Grund für eine Premiere: Zur großen Geburtstagsparty gibt es erstmals eine eigene Bühne rund um das Thema Product-Led-Growth mit deutschen Top-Startups von uns auf dem Digitale Leute Summit (15./16. November) in Köln. Kommt alle vorbei und sichert euch jetzt euer Ticket. Zum allerersten Mal gibt es dann auch einen Live-Insider-Podcast mit Sven Schmidt. Was dich sonst alles erwartet, erfährst du in diesem Artikel.

Feiert mit uns!
Vor 15 Jahren haben Alex und Stefan deutsche-startups.de gegründet und begonnen täglich über neue Startups und Finanzierungsrunden in Deutschland zu berichten. 2017 entstand mit Digitale Leute ein Schwestermagazin, das sich allen Themen rundum die Entwicklung von Softwareprodukten widmet. Auf der DL Summit Konferenz sind in den letzten Jahren Produktmanager, Softwareentwickler und UX-Designer der europäischen Unicorns (Adyen, Booking, N26) genauso wie der US Tech Riesen (Google, Amazon, Airbnb) auf der Bühne gewesen. In diesem Jahr werden wir noch mehr Startups und Startup-Themen vorstellen. 

“Product-Led-Growth” Stage mit den deutschen Unicorns
Die Hauptbühne in unserer Konferenzlocation, dem Palladium in Köln, wird ausschließlich von DS bespielt. Wir wollen von den Startups erfahren, wie sie die Produktfeatures gebaut haben, die ihr Nutzerwachstum erzeugt haben und auch welche Bedeutung dieser Wachstumskanal im gesamten Mix hat. Alle Speaker werden wir in den nächsten Wochen hier auf DS vorstellen.

Eröffnung des Digitale Leute Summit 2021

Was erwartet euch noch auf dem DL Summit?
Digitale Leute hat es sich zur Mission gemacht Persönlichkeiten, die digitale Produkte kreieren, gestalten und vermarkten, eine Bühne zu bieten. Es sind Macher:innen wie du und ich: Softwareentwickler, Designer, Produkt- und Marketingmanager, die die Zukunft gestalten. Sie gewähren Einblicke in die Arbeitsweisen, Tools und Taktiken ihrer digitalen Produktentwicklung, skizzieren Lösungsansätze für digitale Herausforderungen und geben euch pragmatische Ratschläge an die Hand.

Startup Panel: Bootstrapped Product Development

Insgesamt erwarten dich 6 Bühnen auf dem DL Summit, 3 Conference Stages, 2 Tech Demo Stages und die “Product-Led-Growth” Stage powered bei DS. Am Vortag der Konferenz finden 5 ganztägige Workshops rund um die Methoden moderner Software Produktentwicklung statt. Außerdem laden wir alle Konferenzteilnehmer:innen zu unserer offiziellen Summit Reception, einer Party zur Eröffnung der Konferenz, ein.

Am großen Conference Tag kannst du in die besondere DL Atmosphäre eintauchen: Verweile in unserer Lounge Area mit zahlreichen Ausstellern, knüpfe neue Kontakte oder lasse dich auf dem gesamten Summit Gelände von interaktiven Kunstinstallationen powered by Art@Tech inspirieren – mit Kunst, Musik und in entspanntem Ambiente rundest du deinen informativen Tag ab und lässt ihn zu einladenden Beats und netten Gesprächen gebührend ausklingen.

Art@Tech Konzert auf dem Digitale Leute Summit

Tickets für dich und dein Team
Schon neugierig geworden? Hier findest du die gesamten Ticketkategorien des DL Summit am 15. und 16. November nochmal in Übersicht.

So wirst du Aussteller
Du möchtest auf dem DL Summit mitwirken und dein Startup bekannter machen oder neue Mitarbeiter gewinnen? Dann bist du hier genau richtig, denn das Publikum auf unserer Konferenz ist vielfältig: von erfahrenen UX-Designern, Software-Ingenieuren, Produkt- und Digital-Managern und Marketeers, bis hin zu Neulingen oder Quereinsteigern der Branche ist alles dabei. Beste Voraussetzungen also für Tech Startups das Employer Branding voranzutreiben, sich als Experten des jeweiligen Gebiets zu positionieren oder in direkten Austausch mit den Besuchern über ihre Herausforderungen und eure Lösungsansätze zu treten.

Sipgate als Partner auf dem Digitale Leute Summit

Dein Interesse ist geweckt? Dann melde dich doch einfach bei uns – alle Kontaktmöglichkeiten findest du hier.

#aktuell, #digitale-leute-summit, #koln

“Manchmal sollte man einfach ins kalte Wasser springen”


Das Kölner Startup Rental Holidays, das von Jasper Fiebelkorn, Marius Ruppel und Jan Woltering geründet wurde, bietet Besitzer:innen von Reisemobilen und Caravans die Möglichkeit, ihr Gefährt an andere Privatpersonen zu vermieten. “Das Inserieren ist kostenfrei. Wir erheben eine Servicegebühr für Vermittlung und Versicherung, die dem Vermieter vom Mietpreis abgezogen wird, sobald eine Buchung zustande kommt. Der Vermieter kann seinen Preis selber festlegen und somit bestimmen, wie viel er verdienen möchte”, sagt Gründer Fiebelkorn zum Konzept.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen die drei Rental Holidays-Macher über Standschäden, Leidenschaft und Gründungsambitionen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Rental Holidays erklären?
Fiebelkorn: Weißt Du, Oma, so wie das Wohnmobil unserer Familie draußen vor der Tür, so stehen auch viele andere Wohnmobile und Wohnwagen viele Wochen im Jahr ungenutzt auf einem Stellplatz, in der Garage oder einfach auf der Straße rum. In dieser “ungenutzten” Zeit verursacht der Camper trotzdem Kosten wie Versicherung, Steuern, Finanzierungsraten, Reparaturkosten uvm. Ich möchte daher mit Rental Holidays Privatleuten die Möglichkeit geben, ihren Camper zu vermieten, wenn sie ihn gerade nicht selbst brauchen, um so ein bisschen Geld damit zu verdienen und die laufenden Kosten zu reduzieren – oder gar ganz abzudecken. Ein Punkt ist uns dabei total wichtig: Die normale KFZ-Versicherung deckt normalerweise keine Mietgeschäfte ab. Deswegen haben Marius und ich die Zurich Versicherung als exklusiven Partner dazu geholt. Die Zurich Versicherung bietet unseren Kunden ein super Versicherungspaket an, so dass der private Camperbesitzer oder die private Camperbesitzerin im Zeitraum der Vermietung über unsere Plattform immer optimal abgesichert ist: Voll- und Teilkaskoversicherung, Haftpflichtversicherung und Pannenschutzbrief sind automatisch immer direkt dabei und die Einrichtung und Einbauten können zusätzlich über die Interieur-Versicherung abgedeckt werden. So kannst Du mit Deinem Camper sicher Geld verdienen und bekommst auch nicht die nervigen Standschäden – und um die Vermittlung kümmert sich Rental Holidays. Alles total easy.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Fiebelkorn: Das Inserieren ist bei Rental Holidays völlig kostenfrei. Wir erheben eine Servicegebühr für Vermittlung und Versicherung, die dem Vermieter vom Mietpreis abgezogen wird, sobald eine Buchung zustande kommt. Der Vermieter kann seinen Preis selber festlegen und somit bestimmen, wie viel er pro Nacht verdienen möchte. D.h. der Vermieter legt den Mietpreis fest, das System berechnet direkt die Servicegebühr und der Vermieter sieht sofort seinen Ertrag.

Wie ist die Idee zu Rental Holidays entstanden?
Fiebelkorn: Die Idee zu Rental Holidays kam mir bereits im Oktober 2016 auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Damals war ich im Auftrag für den Hersteller Eura Mobil aus Sprendlingen tätig. Durch Zufall bin ich mit einem Endkunden ins Gespräch gekommen, der gerade ein Reisemobil bei einem Händler bestellt hat. Dieser fragte mich, ob es die Möglichkeit gäbe sein Freizeitfahrzeug zu vermieten, um damit die Finanzierungsraten zu tilgen. In diesem Moment wusste ich, dass ich Rental Holidays gründen würde. Zeitgleich fing allerdings auch mein Studium an der Technischen Hochschule in Köln an. Ich entschied mich also vorerst das Studium anzutreten und meine Idee nach dem Studium umzusetzen. An dieser Stelle möchte ich jungen Gründern direkt einen Tipp geben: Wenn Ihr eine Idee habt, für die Ihr mehr brennt als für alles andere auf der Welt, wägt gut ab, ob Ihr zuerst den “normalen” Bildungsweg wählt und erst im Anschluss eure Idee umsetzt. Manchmal sollte man einfach ins kalte Wasser springen. Für mich war es allerdings die richtige Entscheidung, da ich aus dem Studium an der TH Köln viel mitgenommen habe, was mich heute zu einem viel effektiveren Jungunternehmer macht. Außerdem habe ich im Studium meinem Co-Founder Marius Ruppel kennengelernt, der die Vision von Rental Holidays von Tag Eins an mit mir geteilt hat und meine Kompetenzen perfekt ergänzt. Ich habe Rental Holidays gegründet, um meine Leidenschaft für digitale Geschäftsmodelle mit meiner Begeisterung für die Caravaning-Markt zu verbinden.

Ruppel: Ich verbringe selbst seit vielen Jahren die Urlaube im Camper. Nach den Gesprächen mit Jasper war mir klar: Ich möchte die Vermietung von Campern im Sinne der Nutzer gestalten. Versicherungsprodukte und Prozesse schaffen, die einen sorgenfreien Urlaub garantieren und meine Leidenschaft für diese individuelle Reiseform mit meinen beruflichen Erfahrungen in der Versicherungsbranche verbinden.

Woltering: Ich bin letztes Jahr als erster Mitarbeiter bei Rental Holidays eingestiegen. Mich hat die Idee fasziniert, gemeinsam im Team Camper-Sharing auf ein neues Level zu bringen. Ich nahm die Herausforderung an, eine so komplexe Plattform “from scratch” aufzubauen. Als mich die Gründer dann gefragt haben, ob ich Teil vom Management-Board werden möchte, war ich direkt begeistert und freue mich nun darauf, gemeinsam zu wachsen. Mein Ziel ist es, ein starkes Tech-Team aufzubauen und so aktiv für ständigen Fortschritt zu sorgen.

Wie oder wo hast Du Deine Mitgründer:innen kennengelernt?
Fiebelkorn: An Marius ist mir tatsächlich als erstes sein toller umgebauter Camper aufgefallen, der eines Tages vor der TH stand. Wir haben uns wie schon erwähnt während des Studiums in Köln über unsere gemeinsame Leidenschaft für Camping kennengelernt und schnell festgestellt, dass das Interesse an digitalen Geschäftsprozessen uns darüber hinaus verbindet. Jan war dann unser erster Mitarbeiter, also Mitarbeiter der ersten Stunde. Wir haben schnell festgestellt, dass er die gleiche Leidenschaft für unser Thema hat, wie Marius und ich. Damit war uns schnell klar, dass er unbedingt mit ins das Gründerteam kommen muss.

Wo steht Rental Holidays in einem Jahr?
Fiebelkorn: In einem Jahr möchten wir Rental Holidays als Marke etabliert haben und in Deutschland weitreichend vertreten sein. Wir wollen uns durch kontinuierlichen Fortschritt auszeichnen und private Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer von unserem Portal überzeugen. Zusätzlich möchten wir das Team um circa 18 Mitarbeiter erweitert haben. Außerdem möchten wir weitere Länder in der DACH-Region erschießen. Mit unserem Sharing-Modell, das den Menschen den Einstieg in diese Reiseform deutlich erleichtert, und somit einer weiteren Verbreitung des „Reisens im Camper“ möchten wir außerdem dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck der Reisebranche zu verringern.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?

Fiebelkorn: Wir als Gründer haben unsere Wurzeln in Köln und möchten unseren Teil dazu beitragen, Köln als Startup-Standort nachhaltig zu stärken. Natürlich ist Berlin anziehend aufgrund seiner starken Infrastruktur im Bereich VCs & Tech, aber wir haben uns ganz bewusst für Köln entschieden. NRW ist außerdem ein starkes Bundesland, wenn man sich die Zulassungszahlen bei Wohnmobilen und Wohnwagen anschaut. Unser Management-Team besteht aus einem starken interdisziplinären Team aus Business (Caravaning & Insurance) und Tech. Außerdem haben wir ein super spannendes Thema. Wir zählen auf den Support aller Campingliebhaber vor allem aber aller Camper aus NRW.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Fiebelkorn: Ein Startup großzuziehen, stellt einen wohl immer vor viele Herausforderungen, egal wo man in der Republik gründet. Wir haben gemerkt, dass wir in Köln als Tech-Startup, viel durch lokale Medien, Banken und Netzwerk aus der Umgebung gepusht werden. Vielleicht lieg das daran, dass hier nicht jeden Tag ein neues Tech-Startup aus dem Boden sprießt.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Fiebelkorn: Ich würde mir wünschen, dass mehr Gründer, die aus NRW oder sogar direkt aus Köln kommen, auch in NRW oder Köln bleiben, um zu gründen. Mittlerweile haben wir auch hier im Umland tolle Accelerator-Programme und eine vernünftige Infrastruktur von Angels und VCs.

Ruppel: Besonders wünschenswert wäre es Köln auch als Tech-Standort zu fördern: Es wäre wichtig für Köln und die Region, dass sich die Stadt immer weiter zu einem Tech-Standort entwickelt. Menschen mit Gründungsambitionen im Tech-Bereich sollten das vorhandene Öko-System vor Ort nutzen und auch hier gründen. Man sollte junge Talente an den Hochschulen bereits für die Startup Szene zu gewinnen und Initiativen entwickeln, um mehr junge Menschen an Berufe im Tech-Bereich heranzuführen.

Woltering: Das Recruiting von Entwicklern, die aus Köln kommen oder hier arbeiten wollen, ist wirklich schwer. Hier sollten politische Initiativen ergriffen werden, um den Startups aus der Region zu helfen, es sollte mehr finanzielle Förderprogramme für junge Startups bei der Einstellung von Mitarbeiter mit Schwerpunkt Tech geben. Natürlich gibt es gewisse Förderprogramme, aber gute Entwickler kosten nun mal viel Geld.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Rental Holidays

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#DealMonitor – #EXKLUSIV SumUp steht vor 400-Millionen-Investment – Greenoaks investiert erneut in Personio – Charles bekommt 20 Millionen


Im #DealMonitor für den 29. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

SumUp
+++ Ein bisher nicht bekannter Geldgeber und die Alt-Investoren stehen nach unseren Informationen kurz vor einem 400-Millionen-Euro-Investment in SumUp. Das deutsche-britische FinTech, das 2011 von Daniel Klein, Marc-Alexander Christ, Stefan Jeschonnek und Jan Deepen gegründet wurde, positioniert sich als Mobile-Point-of-Sale-Zahlungsdienstleister. Zuletzt wurde das Unternehmen, das Kartenterminals, mit denen man mit Kreditkarte bezahlen kann, vertreibt, mit 4 bis 4,5 Milliarden Euro bewertet. Im Zuge der neuen Investmentrunde wird SumUp nun mit 6,5 Milliarden Euro bewertet. Zu den bisherigen Investoren von SumUp gehören unter anderem btov Partners, Shortcut, Klaus Hommels, Groupon, BBVA Ventures,  American Express, Tengelmann Ventures und HV Capital. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Personio
+++ Greenoaks Capital Partners investiert nach unseren Informationen weitere 45 Millionen Euro in Personio. Das Unicorn, 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone und Global Founders Capital investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in Personio. Insgesamt flossen bisher rund 500 Millionen Dollar in Personio. Im Zuge des erweiterten Greenoaks-Investments wird das Unternehmen nun mit 6,5 Milliarden Euro bewertet. Zuvor lag die Bewertung bei 5,5 Milliarden Euro. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Charles
+++ Ein bisher nicht bekannter Geldgeber und die Alt-Investoren stehen nach unseren Informationen kurz vor einem 20-Millionen-Euro-Investment in Charles. Hinter Charles verbirgt sich eine Conversational-Commerce-as-a-Service-Software für Händler und Konsumgütermarken. Das Unternehmen aus Berlin, das von Artjem Weissbeck (Kapten & Son) und Andreas Tussing (McKinsey) gegründet wurde, ermöglicht es Marken ihre Produkte über WhatsApp und andere Chat-Apps anzubieten. Accel und HV Capital investierten zuletzt 5 Millionen Euro in Charles. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Mondu
+++ Jetzt offiziell: Valar Ventures sowie Altinvestoren wie Cherry Ventures und FinTech Collective investieren – wie Ende April im Insider-Podcast berichtet – rund 40 Millionen Euro in Mondu. Die Bewertung (Pre Money) liegt nach unseren Informationen bei rund 145 Millionen Euro. Das Berliner FinTech, das 2021 von Dafiti-Gründer Philipp Povel und Malte Huffmann gegründet wurde, setzt auf ein “Buy now, pay later”-Modell für Unternehmenskunden. Das Konzept der Jungfirma richtet sich dabei an Marktplatzbetreiber – deren Geschäftskunden können dann via Mondu in Raten bezahlen. Cherry Ventures investierte gemeinsam mit FinTech Collective bereits 14 Millionen US-Dollar in das Unternehmen Zudem sind bereits Discovery Ventures sowie bekannte Angel-Investoren wie Forto-Gründer Michael Wax, zalando-Gründer Robert Gentz und SellerX-Gründer Malte Horeyseck bei Mondu an Bord. Mehr über Mondu

how.fm
+++ Join Capital und Altinvestoren wie Kindred Capital und Capnamic Ventures investieren gemeinsam mit einigen Angel-Investoren 5 Millionen US-Dollar in how.fm – siehe EU-Startups. Das Kölner Unternehmen,  2018 von Andreas Kwiatkowski gegründet, positioniert sich als digitaler Trainer für manuelle und handwerkliche Arbeitsabläufe. Capnamic Ventures, Kindred Capital und mehrere Angel-Investoren investierten im Sommer 2020 bereits 2,8 Millionen US-Dollar in das Startup. Mehr über how.fm

NXRT 
+++ eQventure investiert 2,1 Millionen Euro in NXRT. Der Simulationsanbieter mit Sitz in Wien, der 2019 gegründet wurde, “fokussiert sich auf schlüsselfertige Anwendungen für innovative Simulationen für Demonstrations-, Trainings- und Testzwecke”. Die Software vermittelt den Anwendern dabei “sämtliche sensorischen Reize, die sowohl im Bereich Showcasing als auch im Bereich Schulung zu einer bleibenden Erinnerung der Inhalte beitragen”.

einwert
+++ 468 Capital, Wecken & Cie., Auxxo Female Catalyst Fund und infinitas capital investieren 2 Millionen Euro in einwert. Das Münchner PropTech, das von Christina Mauer und Maximilian Schlachter gegründet wurde, bringt sich als “Hybrid-Gutachter in der Immobilienbewertung” in Stellung. Die Jungfirma verbindet dabei “institutionelle Investoren mit geeigneten Gutachtern vor Ort.” “Die finanziellen Mittel sollen in den Ausbau des Teams und der Bewertungsplattform fließen”, teilt das Unternehmen mit.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Köln – 7 spannende Zahlen zum boomenden Startup-Ökosystem in Köln


Auch die Corona-Pandemie konnte das Wachstum des Startup-Ökosystems in der Rheinmetropole Köln nicht stoppen. Etwa jeden dritten Tag wurde 2021 in Köln ein Startup gegründet. “Das vielfältige Ökosystem in Verbindung mit der Kölner Wissenschaftslandschaft bietet einen idealen Boden, auf dem Startups wachsen können. Hinzu kommt eine breit aufgestellte Wirtschaft, die Partner und Kunde zugleich ist“, sagt Manfred Janssen, Geschäftsführer KölnBusiness Wirtschaftsförderung.

106
Im vergangenen Jahr wurden in Köln 106 neue Startups gegründet. Im Vergleich zum Jahre 2019 ist das ein Plus von rund 23 %. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Neugründungen in Köln dabei stetig gewachsen. Kamen 2019 noch 86 Startups neu auf den Markt, waren es 2020 schon 102 Neugründungen. Einen großen Überblick über das Startup-Ökosystem in Köln bietet etwa die Startup-Map Cologne.

3
Etwa jeden dritten Tag wurde somit im Jahre 2021 in Köln ein Startup gegründet. Unterstützung zu Themen wie Gründungsberatung, Netzwerkevents, Messeauftritten und Förderprogramme, wie beispielsweise das Gründerstipendium.NRW finden Jung-Gründer:innen dabei bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung.

10
Zu den vielen neuen Kölner Startups gehören Jungfirmen wie Fussballetics, ein digitaler Athletiktrainer für Fußballvereine, noho, das nachhaltige Reinigungsmittel anbietet, und VisualMakers, eine Online-Akademie für das Boomthema No-Code. Zu den weiteren spannenden Jungfirmen aus Köln, die zuletzt entstanden sind, gehören etwa Anymate Me, Less Waste Box, Frag die Apotheke, Matchilla, velio, Max Talent und onpreo.

550
Insgesamt sind in Köln derzeit mehr als 550 Startups aktiv. Die meisten neuen Startups, die von 2019 bis 2021 gegründet worden sind, sind im Software-Bereich tätig (15 %). Die zweithäufigsten Gründungen entfielen auf die E-Commerce (11 %), gefolgt von Neugründungen im Segment Food (10 %) und Medizin (9 %).

82
In 82 öffentlich bekannten Investmentrunden konnten Kölner Startups im Jahre 2021 rund 184 Millionen Euro Venture Capital einsammeln. Im Jahre 2019 waren es lediglich 50 öffentlich bekannte Investmentrunden, bei denen die Jungfirmen 82 Millionen Euro einsammeln konnten. Einen Überblick über Geldgeber in Köln und Umgebung bietet der Cologne Investors-Guide.

10
Auch 2022 setzt sich der Investmentboom in Köln fort. Die IP Group, Rubio Impact Ventures, Grazia Equity und mehrere bekannte Angel-Investoren investieren zuletzt etwa rund 10 Millionen US-Dollar in Vytal. Das Kölner GreenTech, das 2019 von Tim Breker und Sven Witthöft gegründet wurde, setzt auf ein “digitales und pfandfreies Mehrwegsystem” für Take-away- und Delivery-Dienste. Zu den weiteren Kölner Jungfirmen, die zuletzt Venture Capital einsammeln konnten gehören unter anderem SoSafe, Sastrify, Sunvigo, bezahl.de und Mammaly.

100
In den 2022 öffentlich bekannten Investmentrunden konnten Kölner Startups bisher bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#DealMonitor – HRS steigt bei shareDnC ein – 7Learnings bekommt 4 Millionen – Unicepta kauft Giance


Im #DealMonitor für den 18. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

shareDnC
+++ Der Kölner Hotelzimmervermittler HRS investiert gemeinsam mit Altinvestor Bitstone Capital eine sechsstellige Summe in ShareDnC. Das Kölner Startup, das 2015 von Christian Mauer, Philipp Hartje und Christoph Püttgen gegründet wurde, positioniert sich als “Plattform für die Vermittlung von flexiblen Büros und Arbeitsplätzen”. Die Bitstone Capital und mehrere Business Angels investierten bereits 2018 einen niedrigen siebenstelligen Betrag in ShareDnC. Neugesellschafter HRS setzt inzwischen auch darauf, Firmenkunden bzw. deren Mitarbeiter:innen Buchungen von Arbeitsplätzen zu ermöglichen. HRS hält nun 5 % an ShareDnC. Mehr über ShareDnC

7Learnings
+++ Jetzt offiziell: Der französische Geldgeber Ventech investiert – wie im aktuellen Insider-Podcast berichtet – gemeinsam mit Altinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) in 7Learnings. Im Rahmen der Investmentrunde fließen 4 Millionen Euro in das Unternehmen. Das Berliner Startup, das 2019 von Martin Nowak, Eiko van Hettinga und Felix Hoffmann gegründet wurde, bietet Onlinehändlern eine SaaS-Lösung zur Machine Learning-basierten Preissetzung. Der HTGF und mehrere Business Angels investierten 2020 in das junge Unternehmen. Das frische Kapital soll unter anderem in die Expansion jenseits der DACH-Region fließen. Mehr über 7Learnings

MERGERS & ACQUISITIONS

Giance
+++ Das Kölner Unternehmen Unicepta, das sich um Media und Marketing Intelligence kümmert, übernimmt das Berliner KI-Startup Giance. “Innerhalb der Unicepta Gruppe wird Giance Technologies gemeinsam mit Ubermetrics Technologies das technologische Zentrum für Forschung und Entwicklung bilden”, teilt das Unternehmen mit. Giance, 2018 von Hans Uszkoreit gegründet, “erkennt und versteht aus über 400 Millionen Internetquellen die relevanten Fakten zu bestimmten Ereignissen”.

VENTURE CAPITAL

ennea Invest
+++ Mit ennea Invest starten die Travel-Kenner Sven Sterzenbach, Tobias Wolfshohl und Jan-Frederik Valentin eine Beteiligungsgesellschaft, die in Travel- und Hospitality-Startups investiert. “Die Investments fokussieren sich auf technologiebasierte Start-ups aus Europa und Amerika, die das Potential haben, die digitale Transformation der Branche anzuführen”, teilt der Geldgeber mit. ennea Invest investierte bereits in Lambus aus Osnabrück und WeTravel mit Sitz im Silicon Valley.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Interview – “Wir haben Stolpersteine in der Frühphase als Teamleistung gemeistert”


Das Kölner FinTech bezahl.de, das 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet wurde, kümmert sich um Forderungs- und Zahlungsmanagement. “Im Automotive Umfeld konnte sich die Plattform mit ihrem ganzheitlichen und vertikalen Lösungsansatz bereits zum Branchenstandard für Forderungs- und Zahlungsmanagement entwickeln”, teilt das Unternehmen mit. Embedded Capital und Marco Schnabl investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

“Wir haben unser Team von anfangs acht MitarbeiterInnen seit der Gründung im Sommer 2018 mittlerweile mehr als verzehnfacht – und sind dennoch “am Anfang” unserer Story und wachsen weiter stark. Den Umsatz konnten wir seither jedes Jahr mehr als verdreifachen und in den letzten 12 Monaten wurde über bezahl.de mehr als drei Milliarden Euro Plattformvolumen gemanagt”, sagt Gründer Diener zum Stand der Dinge bei bezahl.de.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der bezahl.de-Macher außerdem über Learnings, Geldwäsche und Wirecard.

Wie würdest Du Deiner Großmutter bezahl.de erklären?
Bisher wurden Prozesse von der Rechnungsstellung bis zur Zuordnung von Zahlungseingängen in der Verwaltung nur durch viel Aufwand, d.h. durch manuelle Prozesse und Papierchaos gelöst. Das kostet Unternehmen viel Zeit und Geld und bietet auch KundInnen wenig Komfort in der Zahlungsabwicklung. Durch unser Produkt bezahl.de werden diese Abläufe erstmals ganzheitlich und aus einer Hand automatisiert und digital dargestellt. Das macht Unternehmen deutlich effizienter in den internen Prozessen, spart somit Kosten ein und ermöglicht gleichzeitig, dass KundInnen einfach, schnell und mit der Wahl der präferierten Bezahlmethode bezahlen können.

War dies von Anfang an euer Konzept?
Die Grundidee und das große Bild, was wir mit bezahl.de tun und lösen möchten, war uns relativ klar. Im ersten Schritt haben wir diese Ideen in zahlreichen Workshops mit dem Markt validiert und bezahl.de gemeinsam mit unseren zukünftigen KundInnen konzipiert. Spätestens als wir uns damals in die Buchhaltung eines Autohauses gesetzt und die zahlreichen manuellen Prozesse sowie Aktenordner voller Rechnungen und Kontoauszüge mit eigenen Augen gesehen haben, war uns klar, wo die zentralen Needs und Probleme liegen – und damit auch die Potenziale. Auf dem Weg identifiziert man aber natürlich immer weitere spannende und passende Themen für die Produktentwicklung, die dann stufenweise erfolgt. An einen automatisierten Geldwäschepräventions-Check als Feature für den KFZ-Verkauf haben wir z.B. sicherlich nicht schon zum Start gedacht. Auch die Idee für unser Selfservice Bezahlterminal – bezahl.de smartkasse – für den Werkstattbereich kam uns erst durch Learnings und Gespräche mit dem Markt und war nicht vom ersten Tag klar.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?
Wir bieten für den Automotive-Bereich eine Komplettlösung an, die angefangen von der Zahlungsforderung über die Zahlungsabwicklung bis zur sauberen Verbuchung im bestehenden Finanzbuchhaltungssystem das Zahlungsmanagement automatisiert und digital abwickelt. Statt Insellösungen über manuelle Prozesse zu verbinden, haben wir so den gesamten Prozess zwischen HändlerInnen und DebitorInnen zu Ende gedacht und uns in die bestehende Systemwelt im Automotive Bereich angebunden. KundInnen erhalten – ob Sales oder After-Sales-Prozess –  ihre Forderung automatisiert zum Beispiel per E-Mail, und können dann zwischen verschiedenen Zahlungsarten auswählen. Die Zahlung kann online oder autark an einem POS-System – bei uns die bezahl.de smartkasse – direkt beim Autohaus erfolgen. Unabhängig der Zahlungsart ordnet bezahl.de jede Zahlung korrekt zu und stellt der Buchhaltung die Daten für die automatisierte Verbuchung zur Verfügung. Auf Wunsch kann zusätzlich u.a. auch noch ein automatisiertes Forderungsmanagement bei ausstehenden Zahlungen oder ein Geldwäschepräventions-Check zu gebucht werden. Wir verdienen hier sowohl an einer monatlichen Systemgebühr je angeschlossenen Autohaus-Standort sowie an Gebühren je Transaktion.

Wie ist überhaupt die Idee zu bezahl.de entstanden?
Mein Co-Founder Ulrich und ich hatten bereits vor der Gründung der NX Technologies Erfahrungen im Bereich Payment und Automotive und haben frühzeitig erkannt, dass die Probleme der Branche deutlich weitreichender waren als “nur” das Thema Bargeld. In Workshops mit verschiedenen Autohandelsgruppen haben wir uns zeigen lassen, wie die Prozesse rund um die Zahlung im Autohaus heute funktionieren und sofort begriffen, wie groß das Disruptionspotential mit Blick auf eine ganzheitliche B2B-Lösung für digitales Zahlungsmanagement ist. Das war sozusagen die Geburt von bezahl.de und der Überzeugung, dass wir hier einen neuen Standard im Automobilhandel setzen können.

Wie hat sich bezahl.de seit der Gründung entwickelt?
Wir haben unser Team von anfangs acht MitarbeiterInnen seit der Gründung im Sommer 2018 mittlerweile mehr als verzehnfacht – und sind dennoch “am Anfang” unserer Story und wachsen weiter stark. Den Umsatz konnten wir seither jedes Jahr mehr als verdreifachen und in den letzten 12 Monaten wurde über bezahl.de mehr als drei Milliarden Euro Plattformvolumen gemanagt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Da fallen mir gleich drei Dinge ein, die in der Frühphase echte Herausforderungen waren, die wir meistern mussten. Zum einem war es die Insolvenz unseres damals größten Kunden – und das in einer sehr frühen Phase und zu einem Zeitpunkt, an dem wir richtig durchstarten wollten. Anschließend kam der Wirecard-Crash und der damit zusammenhängende Switch zu einer neuen Partnerbank in Höchstgeschwindigkeit. Das hat viele Nerven gekostet. Zusätzlich gab es dann noch dank der Chipkrise Probleme beim Roll-out im Werkstattbereich mit unserem Self-Service-Terminals, sodass wir zeitweise nicht das liefern konnten, was wir verkauft haben, weil es einen Mangel an Kartenlesern gab. Das tut natürlich immer doppelt weh. Trotz dieser Umstände in der Frühphase haben wir die Stolpersteine als großartige Teamleistung gemeistert und viel daraus gelernt.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Die Zusammenstellung eines tollen, hoch motivierten und heterogenen Teams ist uns sicherlich sehr gut gelungen. Wir schaffen es gemeinsam, den Fokus auf Kernthemen zu legen und lassen wenig Ablenkung zu. Zudem haben wir uns in der großen Branche Automotive sehr gut positionieren können. Wir haben uns trotz vieler Hürden in die bestehende Systemlandschaft integriert, früh starke Kooperationen mit den führenden Händlerverbänden von VW/Audi, Mercedes, uvm. geschlossen und kennen uns im Markt und seiner Spezifika bestens aus, sodass uns diese Situation einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründern mit auf den Weg?
Drei entscheidende Tipps: Fokus, Fokus und nochmal Fokus. Achtet darauf, dass Ihr das richtige Team aufstellt, wo ihr Euch und Eure Stärken ergänzt. Nur mit dem richtigen Team, viel Mut und Rückhalt könnt ihr das vermeintlich Unmögliche möglich machen. Und auch mal “Nein” sagen zu noch so spannenden Ideen, die Euch jedoch vom Kernvorhaben ablenken, gehört dazu und ist enorm wichtig.

Wo steht bezahl.de in einem Jahr?
Wir setzen ganz klar den neuen Standard für Zahlungsmanagement im deutschen Automotive-Bereich und nahezu alle der 100 größten Autohandelsgruppen haben sich für den Einsatz von bezahl.de entschieden. Wir haben unseren Plattformcharakter genutzt, um neue spannende Cross-Selling Produkte zu integrieren, die Mehrwert liefern und weitere Umsatzkanäle eröffnen. Zusätzlich konnten wir unsere Transaktionen weiter Monat zu Monat stark steigern und haben auch das Team auf über 150 MitarbeiterInnen verstärkt, um die dann nächsten großen Wachstumsschritte zu meistern.

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#Brandneu – 7 frische Kölner Startups, die jeder kennen sollte


In Köln und Umgebung lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Auch in den vergangenen Wochen und Monaten sind wieder einige spannende neue Startups in Köln entstanden. Einige sehr junge Startups davon stellen wie an dieser Stelle einmal vor.

Anymate Me
Das junge Unternehmen Anymate Me, das von den beiden contextlearn-Macher:innen Julia Leduc und Kay Law gegründet wurde, macht aus Texten Videos. Auf der Website heißt es: “With Anymate Me, you can create realistic looking AI videos in just a few clicks.”

Less Waste Box
Das Kölner Startup Less Waste Box bietet einen Lieferdienst für nachhaltigen Bürobedarf. Die Bestellungen werden aktuell innerhalb von Köln mit dem Fahrrad geliefert. Das Sortiment umfasst etwa umweltfreundliche Schreibwaren, recyceltes Druckerpapier, plastikfreie Handseife sowie Fair Trade-Kaffee.

Frag die Apotheke
Frag die Apotheke, von Steffen Kuhnert gegründet, entwickelt eine Frage-App rund um die Themen Gesundheit und Medikation. Zum Konzept heißt es weiter: “Wir arbeiten an der Lösung, bei der wir nah an unseren Kunden bleiben und unsere Stärke – die 24/7 Beratung – ins Digitale holen.”

Matchilla
Hinter Matchilla, das von den Contilla-Machern René Kühn und Christoph Teubert gegründet wurde, verbirgt sich eine B2B-Matching-Plattform für digitales Marketing. Das Startup unterstützt dabei “Entscheider aus Marketing und Kommunikation von Mittelständlern bis hin zu großen Brands beim Auswahlprozess für externe Dienstleister”.

velio
Das junge Unternehmen velio setzt auf Fahrräder: “Wir bei velio lieben zwei Dinge – Fahrräder und Technologie. Durch die Kombination beider bauen wir die Plattform rund um den Kauf, Verkauf aber vor allem die Verwaltung deines Fahrrads”, teilt das Unternehmen mit.

Max Talent
Das Startup Max Talent möchte Unternehmen und Talente aus dem MINT-Bereich zusammenbringen. Dazu schreiben die Rheinländer: “Dank unseres stetig wachsenden Pools aus Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sind wir dazu in der Lage, maßgeschneiderte Recruiting-Lösungen anzubieten.”

onpreo
Das Unternehmen onpreo beschreibt sich selbst als “intelligente Makler-Software, die mit Technologie alle Makler unterstützt”. onpreo automatisiert dabei “die Leadgenerierung, die Immobilien-Preisfindung, die Vermarktung und das gesamte Management für Immobilienmakler”.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Wir digitalisieren die Digitalisierung”


Das junge Kölner Startup Mogenius, das von Gerrit Schumann, Benedikt Iltisberger, Behrang Alavi, Herbert Möckel und Jan Lepsky gegründet wurde, verspricht seinen Nutzer:innen ein “einfaches Setup und Management” der eigene Cloud-Infrastruktur. “Mogenius vereinfacht Softwareentwicklung radikal, mit einer Cloud auf Autopilot. Alle komplizierten Aufgaben für den Betrieb der Applikation werden automatisiert, sodass sich Entwickler auf die Programmierung konzentrieren können”, sagt Gründer Schumann zum Konzept.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellen Schumann und Mitstreiter Lepsky das Konzept einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdet Ihr Eurer Großmutter mogenius erklären?
Schumann: Heutzutage Software zu entwickeln, ist wie Autofahren vor 100 Jahren: Man musste Fahrer und Mechaniker gleichzeitig sein, um ans Ziel zu kommen. Bei Software für die Cloud ist das auch so, man muss komplizierte Aufgaben bewältigen, die unterschiedlichste Fähigkeiten erfordern. mogenius vereinfacht Softwareentwicklung dagegen radikal, mit einer Cloud auf Autopilot. Alle komplizierten Aufgaben für den Betrieb der Applikation werden automatisiert, sodass sich Entwickler auf die Programmierung konzentrieren können.

Welches Problem genau wollt Ihr mit mogenius lösen?
Lepsky: Fast jeder Entwickler, jedes Unternehmen, jedes Startup kennt das: cloudbasierte Softwareprojekte erfordern komplizierte, langwierige und immer wiederkehrende Konfigurationen. Es dauert meist länger als geplant, bis die Applikation skalierbar und sicher im Betrieb ist. Und die kurzfristig schnellste Lösung, ist meist oft nicht die langfristig beste und günstigste. Cloud-native Applikationen erfordern Expertenwissen und das Management der Cloudinfrastruktur macht bis zu 50 % des gesamten Aufwands aus. Wir ändern das, indem wir den Betrieb cloudbasierter Applikationen radikal vereinfachen. Wir bieten eine skalierbare, sichere Plattform, die von jedem Entwickler selbst bedient werden kann.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet mogenius ein Erfolg?
Schumann: An erster Stelle das Team: wir kennen uns seit Jahren, ergänzen uns perfekt, und verfolgen die gleiche Vision. Zweitens wächst der Markt so extrem schnell und der Bedarf an Entwicklertools der nächsten Generation explodiert gerade, weil Komplexität und Kosten steigen und Experten rar sind – quasi “ein perfekter Sturm”. Und drittens haben wir mittlerweile bewiesen, dass unsere Lösung funktioniert. Wir digitalisieren damit die Digitalisierung und machen moderne Cloud-Technologie für jeden Entwickler, jedes Team, einfach nutzbar.

Wer sind eure Konkurrenten?
Lepsky: Der Gedanke, Cloudcomputing zu vereinfachen und zugänglicher zu machen ist noch jung, von daher sind wir in der Pionierphase. In den USA ist das Startup Render mit einem ähnlichen Ziel, aber einem anderen Konzept unterwegs. Gitlab ist ansonsten in der Entwickler-Community beliebt, deckt aber nicht alle wesentlichen Komponenten der Infrastruktur ab. Wir gehen weiter und integrieren auch Cloudressourcen und Security-Lösungen in unseren Workflow.

Wo steht mogenius in einem Jahr?
Schumann: In einem Jahr planen wir international zu expandieren und zu skalieren.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Gerrit: Köln ist einfach die coolste Stadt Deutschlands. Jung, dynamisch und dabei noch sympathisch und nicht abgehoben. Sicherlich gibt es Nachholbedarf in Bezug auf Startups, aber das ist genau die Dynamik, die wir hier gerade spüren. Und mittlerweile ist das Wachstum von Startups und Investoren hier größer als in anderen Großstädten.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Lepsky : Leute kennenlernen, Netzwerk aufbauen. Gute Talente nicht nur zu finden, sondern auch zu halten. Und nirgendwo sonst hat man im Umkreis von 100km so eine Dichte an Unternehmen, Startups, Mittelstand und Großkonzernen.

Zum Schluss habt Ihr drei Wünsche frei: Was wünscht Ihr Euch für den Startup-Standort Köln?
Schumann: Viele ausländische Studenten, um internationalen Nachwuchs sicherzustellen. Eine Initiative wie UnternehmerTUM in München, die von der Stadt und vom Land unterstützt wird. Dass Köln als Stadt ambitionierter wird, sich zeigen und vorzeigen will, auch international. Vorzeigeprojekte in der Stadtentwicklung, aber auch die Basics wie Sauberkeit und Sicherheit.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#DealMonitor – Neu-Unicorn Taxfix sammelt 220 Millionen ein – Neu-Unicorn OneFootball bekommt 300 Millionen


Im #DealMonitor für den 28. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Taxfix
+++ Teachers’ Venture Growth (TVG), der Investmentableger des Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP) sowie die Altinvestoren Valar Ventures (Peter Thiel), Creandum und Redalpine investieren 220 Millionen US-Dollar in Taxfix – siehe Handelsblatt. Die Bewertung steigt auf rund 1 Milliarde Dollar und somit auf Unicorn-Niveau. Das Berliner TaxTech, das sich als mobiler Assistent für die Steuererklärung positioniert, wurde 2016 von Mathis Büchi und Lino Teuteberg gegründet. Index Ventures, Altinvestoren Valar Ventures, Creandum und Redalpine investieren zuletzt, im Sommer 2020, beachtliche 65 Millionen US-Dollar in Taxfix. Insgesamt flossen nun bereits rund 335 Millionen Dollar in das Unternehmen. Vor zwei Jahren soll die Bewertung von Taxfix bei rund 300 Millionen Euro gelegen haben. 2020 erwirtschaftete Taxfix einen Umsatz in Höhe von 13,3 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es nur 4,5 Millionen. “Taxfix hat sein starkes Umsatzwachstum auch in 2020 fortgesetzt, wobei das Kerngeschäft in Deutschland sämtliche seiner Planziele erfüllt hat. Dies ist wie geplant auf die gesteigerte Markenbekanntheit, Verbesserungen im Produkt sowie gesteigerte Marketingausgaben zurückzuführen”, heißt es im Geschäftsbericht. Der Jahresfehlbetrag lag bei 32,5 Millionen (Vorjahr: 14,6 Millionen). Mehr über Taxfix

OneFootball
+++ Jetzt offiziell: Der amerikanische Liberty City Ventures, Animoca Brands, Dapper Labs, Quiet Capital, RIT Capital Partners, Senator Investment Group, Alsara Investment Group und Daniel Hopp investieren 300 Millionen US-Dollar in OneFootball. Im Zuge des Investments steigt das Unternehmen – wie bereits im Insider-Podcast berichtet – zum Unicorn auf. Das Berliner Grownup bzw. die gleichnamige App, die 2008 von Lucas von Cranach gegründet wurde, versorgt Fußballfans rund um den Globus mit Zahlen, Daten und Fakten sowie spannenden Inhalten. “This new investment will be used to support OneFootball’s continued global growth and expansion, including the formation of a new and exciting joint venture with Animoca Brands and Liberty City Ventures – OneFootball Labs – to enable football clubs, leagues, federations and players to create new digital fan experiences on blockchain”, schreibt Gründer von Cranach. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete OneFootball einen Umsatz in Höhe von 14,5 Millionen Euro. Der Verlust lag bei 14,2 Millionen. Mehr über OneFootball

Applike Group
+++ Der Medienkonzern Bertelsmann investiert über Bertelsmann Investments (BI) 100 Millionen Euro in Applike. Die Bewertung liegt bei rund 500 Millionen Euro. Das 2015 von Jonas Thiemann und Carlo Szelinsky gemeinsam mit dem Verlag Gruner + Jahr gegründete Hamburger Unternehmen, eine App-Marketing-Plattform, bzw. die Applike Group, zu der adjoe, justDice und Sunday gehören, zählte schon vor diesem Investment zu den erfolgreichsten Corporate-Startups im Lande. “Im vergangenen Jahr hat die applike group mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz in niedriger dreistelliger Millionenhöhe erzielt. Sie ist bereits seit mehreren Jahren hochprofitabel”, teilt das Unternehmen mit. 120 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Applike. Mehr über Applike

Apryl
+++ Breega, Atlantic Labs, Crista Galli Ventures, Myelin VC, Alliance For Impact Ventures (Ventech) und Westtech Ventures investieren 4,1 Millionen Euro in Apryl, bisher als Oviavo bekannt.  Das FemTech, das von Jenny Saft und Tobias Kaufhold gegründet wurde, setzte zunächst auf die Beratung rund um das Thema Social Freezing, ein Verfahren, das Frauen mit Kinderwunsch das Einfrieren ihrer Eizellen ermöglicht. Inzwischen kümmert sich die Jungfirma um B2B-Kunden und stellt Unternehmen eine Plattform rund um das Thema Kinderwunsch zur Verfügung.

automaited
+++ Headline und Northzone sowie “renommierte Business Angels” investieren 4 Millionen Euro in automaited (früher als aiConomix bekannt). Das Startup aus Köln, das 2021 von Denis Golovin, Eric Marre und Alexander Schwabauer gegründet wurde, möchte Angestellten helfen, “Aufgaben schneller und leichter zu lösen ohne dabei im Weg zu stehen”. Konkret verbirgt sich hinter aiConomix eine Assistenz-Software, die überall wo es geht, “intelligente Hilfestellungen anbietet”. Visionaries Club,  TechVision Fonds und Business Angels wie Personio-Gründer Hanno Renner investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr über aiconomix

Nelly
+++ Embedded Capital, btov Partners, Global Founders Capital (GFC), Calm/Storm, Gaingels sowie Business Angels wie Verena Pausder und Diana zur Löwen investieren – wie teilweise bereits im November berichtet – 4 Millionen Euro in Nelly. Das Berliner FinTech, das von Lukas Eicher, Niklas Radner, Rasmus Schults und Laurids Seibel gegründet wurde, positioniert sich als “Signatur- & Abrechnungstool für Arztpraxen”. Mit der Software lassen sich Dokumente, Unterschriften und Zahlungen in Praxen digitalisieren.

Heartbeat Medical
+++ SwissHealth Ventures, der Investmentableger der Schweizer CSS Versicherung, investiert in Heartbeat Medical. Das Berliner E-Health-Startup, das 2014 von Yannik Schreckenberger, Sebastian Tilch, Marc Tiedemann und Yunus Uyargil gegründet wurde, bietet eine Software an, mit der der Erfolg medizinischer Behandlungen vor, während und nach der Behandlung gemessen werden kann. btov Partners, HV Capital und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten zuletzt 5 Millionen Euro in die Jungfirma. Mehr über Heatbeat Medical

Vinlivt
+++ Next Commerce Accelerator und Vealo Ventures sowie Herbert Nißel investieren 700.000 Euro in Vinlivt, bisher als Finfio bekannt. Das FinTech, das von Uwe Lätsch und Dariusz Borowski gegründet wurde, möchte “finanzielle Vorsorge für jeden leicht und zugänglich” machen. “Kontrolliere deine Ausgaben durch Anbindung deiner Bankkonten, sorge für den optimalen Versicherungsschutz und erreiche deine Sparziele”, heißt es zum Konzept.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Interview – “Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete an”


Das Kölner Fashion-Startup straede, das von Caroline Päffgen und Lukas Viehof gegründet wurde, setzt auf “minimalistische Radbekleidung”. Business Angels wie Sebastian Siebert (policendirekt), Björn Korbmüller (Zenloop), Simon Staib (Eqolot), Sven Lackinger und Maximilian Messing (Sastrify) sowie Tobias Weiper und Marik Herrmann (Vation) investierten bereits eine sechsstellige Summe in das junge Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründerin Päffgen das Konzept hinter straede einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter straede erklären?
Ganz einfach: Wir entwickeln Radbekleidung, die eine optimale Balance zwischen Ästhetik, Preis und Performance bietet. Zudem möchten wir den Kaufprozess einfacher gestalten: Es werden nur wenige, gut durchdachte Produkte in Zusammenarbeit mit der Community entwickelt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit straede lösen?
Der Radsport-Bekleidungsmarkt bietet vor allem Einsteigern schier endlose Möglichkeiten und es ist oft nicht klar, welche Art der Kleidung auf dem Rad benötigt wird. Zudem herrscht eine technische Sprache vor, die Nutzer eher verwirrt als den Entscheidungsprozess vereinfacht. Der Preis ist darüber hinaus ein wichtiges Entscheidungskriterium, wobei ästhetische, gut aussehende Kleidung oft sehr teuer ist. Einzelne Käufe führen zu Outfits, die nicht gut zusammenpassen. Kurzum: Es gibt kaum einfache Möglichkeiten, modische und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Fahrradbekleidung zu fairen Preisen zu kaufen. Mit straede wollen wir dieses Problem folgendermaßen lösen. Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete – Bundles – an. Wir konzentrieren uns auf minimalistische und modische Designs, die zu einem vernünftigen Preis erworben werden können. Wir kombinieren die beiden ersten Aspekte mit einem hervorragenden und gründernahem Kundenservice.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet straede ein Erfolg?
Wir befinden uns in einem Markt, in dem der Onlinehandel erst in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat. Mit einem starken E-Commerce-Fokus, neuen Werbeformaten und insbesondere Kundennähe wollen wir uns von anderen Playern differenzieren. Dazu kommen erfahrene Business Angels, die uns in unserer Entwicklung unterstützen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer sind eure Konkurrenten?
Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Marken im Radbekleidungs-Markt, die verschiedene Segmente bedienen. Vor allem im Premium-Bereich gibt es einige etablierte Player. Auf der anderen Seite stehen wiederum Generalisten wie Decathlon oder Aldi, die beispielsweise Radtrikots ohne wirkliches Storytelling sehr günstig verkaufen.

Wo steht straede in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir den deutschen Markt durchdrungen haben und unsere Wahrnehmung als Love Brand mit einer starken Community gefestigt haben. Mit dieser Basis wollen wir 2023 den europäischen Markt erschließen und uns hier in den kommenden Jahren zu eine der führenden Marken für Radbekleidung entwickeln.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Die Lokalität! Auch wenn Berlin sicherlich das größere Netzwerk hat, schätzen wir vor allem die Nähe der Kölner Start-up-Community und deren Verbundenheit. Darüber hinaus sind wir als Kölner sehr eng mit unserer Heimat verbunden.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?
In Berlin ist es sicherlich noch immer einfacher zu netzwerken. Allerdings gefällt uns in Köln die entspannte Atmosphäre und die Bodenständigkeit – hier hilft jeder jedem.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Weitere Gründer:innen, die sich hier ansiedeln und die Community bereichern. Zweitens: Mehr Konferenzen und Events, auf denen sich Gründer austauschen können. Drittens: Umsetzung von fahrradfreundlichen Wegen und innovativen Verkehrslösungen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#CaptableCheck – Vier Investoren halten bereits 42,6 % der SoSafe-Anteile


Das junge Unternehmen SoSafe, das 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde, gehört zu den ganz heißen Startups aus Köln. Highland Europe, La Famiglia, Adjust-Gründer Christian Henschel sowie die Altinvestoren Acton Capital und Global Founders Capital (GFC) investierten zuletzt 73 Millionen US-Dollar in die Jungfirma, die Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken “testet, sensibilisiert und schult”.

“SoSafe hat sich so unglaublich schnell zu einem der führenden Software Scale-ups entwickelt und wird sich ohne Zweifel schon bald neben den weltweit führenden Unternehmen der Branche einreihen”, sagt Gajan Rajanathan von Highland Europe. Der englische Geldgeber, der zuvor bereits in Cyber Security-Firmen wie Malwarebytes, Cobalt und ActiveFence investierte, hält nun knapp 11,9 % am Unternehmen.

Auf Acton Capital, im Sommer 2020 bei SoSafe eingestiegen, entfallen derzeit 7,1 %. Global Founders Capital (GFC), seit 2019 am Unternehmen beteiligt, ist weiter mit rund 22,9 % bei SoSafe an Bord. Die restlichen Anteile entfallen auf Adjust-Gründer Christian Henschel und La Famiglia. Die vier klassischen Investoren sind somit zusammen mit 42,6 % an SoSafe beteiligt. Das SoSafe-Gründerteam hält weiter jeweils 19,1 % am Unternehmen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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