#Interview – Ein Startup, das Beton-Gold flüssig macht


Das Kölner Startup Brickbuy bietet seinen Kunden die Möglichkeit in Immobilien zu investieren oder anteilig zu verkaufen. “Wir möchten Eigentümern die Möglichkeit geben bis zu 49 % der Quadratmeter einer Immobilie zu verkaufen. Ihnen also einen attraktiven Deal anbieten: Sie geben wirtschaftliche Ansprüche an Erlösen aus einem Anteil der Immobilie ab, erhalten dafür Kapital und verpflichten sich dazu die Immobilie weiterhin zu bewirtschaften”, erklärt Gründer Fausto Lorfeo das Konzept hinter Brickbuy.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der Brickbuy-Macher das Konzept hinter seinem Startup einmal ganz genau vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Brickbuy erklären?
Omi, meine Firma gibt Eigentümern – von beispielsweise einer Wohnung in Köln – die Möglichkeit einen Teil der Wohnung zu verkaufen und gleichzeitig weiterhin in der Wohnung wohnen zu bleiben. Wenn ein Eigentümer Geld braucht, muss er also nicht sein Zuhause verkaufen, sondern kann nur einen Teil verkaufen und bekommt durch uns Zugriff auf das eigene Geld, dass in der Wohnung gebunden ist. Auf der anderen Seite können Menschen die ihr Geld investieren möchten diese Anteile kaufen und damit in Immobilien investieren. Das besondere dabei ist, dass ein Eigentümer keine Miete oder Zinsen an Anleger zahlen muss. Dafür gibt ein Eigentümer Anlegern einen sogenannten “Diskont”, also eine Art Rabatt i.H.v. 18 % auf den Wert der Quadratmeter der Wohnung. Wenn beispielsweise der m² 6.000€ Wert ist, verkauft ein Eigentümer den Quadratmeter für 4.920 Euro. Danach ist ein Eigentümer dazu verpflichtet, sich weiterhin um die Wohnung zu kümmern. Dass heißt, er oder sie trägt nach wie vor die Instandhaltungskosten, Verwaltung und Bewirtschaftung. Darum müssen sich Anleger dann also nicht kümmern. Anleger haben also im Gegenzug den Vorteil, dass er (oder sie), die üblichen Nebenkosten und Aufwände von Immobilieneigentum nicht tragen müssen, einen wirtschaftlichen Anspruch an der Immobilie besitzen, keine Kaufnebenkosten bezahlen müssen – also Grunderwerbsteuer, Notargebühren oder Grundbucheintrag – und von der Wertentwicklung der Wohnung profitieren. Wir zeigen laufend an, wie viel die Anteile der Immobilie auf dem freien Markt Wert sind. Wir arbeiten mit einem der größten deutschen Firmen für Immobiliendaten (Immobilienscout24) zusammen und verfolgen durch Zugriff auf diese Daten regelmäßig die Wertentwicklung für jede spezifische Immobilie. Wenn ein Eigentümer seine Wohnung verkauft, erhält der Anleger den vollen Anteil den er ursprünglich erworben hat. In dem Beispiel, dass zum Zeitpunkt des Erwerbs der Quadratmeter-Wert 6.000 Euro war, hat der Anleger also 4.920 Euro für den Anteil gezahlt. Wenn zum Beispiel 10 Jahre später die Wohnung verkauft wird, für einen Quadratmeter-Preis von 8.000 Euro, dann erhält der Anleger 8.000 Euro und hatte in den 10 Jahren keine Aufwände oder Kosten. Wenn jemand vorher sein Geld wiederhaben möchte, kann er die Anteile auch jederzeit auf unserem Marktplatz – ähnlich wie eine Börse – wieder verkaufen. Dazu kommt, dass das in der Grundschuld – also im Grundbuch – abgesichert ist und die Anleger sich sicher sein können, dass sie Ihre Ansprüche an der Wohnung auch bekommen. Das klingt etwas kompliziert, aber im Grunde ist es das nicht. Ein Eigentümer verkauft einen Anteil seiner Wohnung an einen Investor. Wir legen nur die Regeln fest, die sicherstellen das es sich für beide lohnt. Das was es so kompliziert erscheinen lässt, sind die rechtlichen Grundlagen die notwendig sind, um dieses Geschäft möglich zu machen und sicherzustellen, dass sich alle an die Regeln halten.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Brickbuy lösen?
Liquiditätsmangel für Eigenheimbesitzer. Wie wir wissen, ist das Eigenheim kein Investment, sondern eine Verbindlichkeit. Wir wollen aus der Verbindlichkeit “Eigenheim”, ein Investment für Anleger machen und im Gegenzug Kapital frei machen für Eigenheim-Besitzer. Win-Win. Immobilieneigentümer, haben innerhalb der eigenen Immobilie Geld und Wohlstand gebunden, aber haben keinen direkten Zugriff auf dieses Kapital. Wenn ein Eigentümer einen etwas größeren Kapitalbedarf hat, kann er lediglich einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Das ist mit Zinsen und vor allem Tilgung verbunden, die den Cash Flow des Eigentümers negativ beeinflussen. Wirklich Vorteilhaft ist das nur für die Bank. Wir nennen Immobilien “Beton-Gold”, aber bis dato gibt es nicht die Liquidität und Handelbarkeit die es für Gold gibt. Das möchten wir ändern und gleichzeitig Zugang zu Immobilieninvestments für jeden eröffnen. Warum profitieren nur professionelle Immobilienunternehmen und Banken von Immobilien? Warum kann nicht ein Teil der Eigenheime zu bis zu 49 % in einer Art “Streubesitz” liegen – mit einem “Haupteigentümer” der die Immobilie bewirtschaftet – und damit die Möglichkeit für jeden entstehen vom Immobilienmarkt zu profitieren? Wir möchten Eigentümern die Möglichkeit geben bis zu 49 % der Quadratmeter einer Immobilie zu verkaufen. Ihnen also einen attraktiven Deal anbieten: Sie geben wirtschaftliche Ansprüche an Erlösen aus einem Anteil der Immobilie ab, erhalten dafür Kapital und verpflichten sich dazu die Immobilie weiterhin zu bewirtschaften. Außerdem gibt ein Eigentümer Anlegern einen Preisvorteil, sodass keine laufenden Zahlungen anfallen. Anleger können dann diese Anteile schon mit wenigen hundert Euro erwerben und an der Immobilie beteiligt sein.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet euer Brickbuy Erfolg?
Unser Startup wird ein Erfolg, weil wir zum einen ein Wertangebot und eine Lösung für ein Problem an den Markt bringen, dass es bis dato so nicht gibt und zum anderen weil wir nicht aufgeben. Unser Wertangebot – Liquidität innerhalb einer Immobilie – könnte konzeptionell eine Immobilienkrise abfangen, da Eigentümer nicht plötzlich dazu gezwungen wären die gesamte Immobilie zu verkaufen, sondern auch die Möglichkeit für einen Teilverkauf haben. Wir glauben, dass unsere Idee einen gesellschaftlichen Mehrwert darstellt. Viele Menschen verschreien die aktuellen Immobilienpreise als zu hoch und als erste Reaktion zu Brickbuy könnte eine Kritik sein: “Noch mehr Investments in Immobilien macht das Problem doch nur schlimmer.” Aber dem ist nicht so. Die Preise sind gemacht durch Angebot und Nachfrage und das Angebot im aktuellen Immobilienmarkt besteht nur, wenn jemand die gesamte Immobilie verkauft. Durch Brickbuy könnte ein größeres Angebot entstehen, durch Eigentümer die andernfalls nicht die ganze Immobilie verkaufen würden, weil sie ihr Zuhause nicht verlieren möchten. Dieses größere Angebot bietet Platz für Investmentkapital und der Markt der “ganzen” Immobilien würde potenziell vom Kaufrausch der Investoren entlastet. Wir verstehen nicht, warum ein Eigentümer der seine Wohnung selbst bewohnt, 100% dieser Immobilie besitzen muss oder will. Er braucht doch lediglich 100% der Kontrolle. Das freigewordene Kapital, kann dann anderweitig verwendet werden und ggfs. die Kaufkraft steigern und die Wirtschaft ankurbeln. Wir glauben, dass das vom Markt erkannt wird und wir deswegen erfolgreich werden und zumindest einen positiven Effekt haben können.

Wer sind eure Konkurrenten?
Direkte Konkurrenz gibt es aktuell noch nicht. Es gibt einige tolle Unternehmen wie Exporo oder etwas neuer auf dem Markt Finexity – beide aus Hamburg – aber hier wird sich mehr an die Bedürfnisse der Immobilienunternehmen angepasst und Mezzanine-Kapital zur Verfügung gestellt. Des Weiteren sind die Investments bei diesen Unternehmen häufig gestaltet wie Darlehen, mit prognostizierter Rendite und einer fixen, meist etwas kürzeren Laufzeit von zwei bis fünf Jahren. Ich bin sicher, dass es zeitnah auch direkte Konkurrenz geben wird, ob aus den genannten Unternehmen oder aus dem Bankensektor, aber ich freue mich darauf, dass dieses Angebot für den privaten Immobilienmarkt angeboten wird.

Wo steht Brickbuy in einem Jahr?
In einem Jahr sind wir am Markt etabliert, wachsen fleißig weiter und unser Angebot sowie unsere Marke wird vielen bekannt sein. Vielleicht wird sogar der ein oder andere seine Freunde fragen: “Hast du auch schon Bricks?”

Reden wir zudem über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Ich habe auch eine Zeit lang in Berlin gelebt und in einem Startup gearbeitet und ich habe die Zeit genossen. Deswegen kann ich für ich ganz gut vergleichen. Allerdings muss ich sagen, dass Berlin für mich zu anonym ist. Das hat sicherlich auch einen charm und ist für den ein oder anderen eher ein Argument für den Standort Berlin, aber ich fühle mich einfach wohler in Köln. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich in Köln geboren wurde, aber ich empfinde Köln als offener und einladender. Und das gilt auch für die Startup-Szene. In Köln gibt es alle Möglichkeiten für Gründer die es in Berlin auch gibt. Ob es Veranstaltungen und Plattformen sind, Co-Working Spaces und Inkubatoren, Business Angels/VC’s und Mentoren oder das soziale Leben und die Nachtszene. Letzteres zumindest bis Corona kam. Letztendlich ist es aber denke ich Präferenz Sache und kein Standort ist besser als der andere, insbesondere jetzt wird der Standort glaube ich immer unwichtiger.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Ich würde sagen die Kölsche Mentalität ist ziemlich ansteckend und gibt jedem die Möglichkeit recht schnell Anschluss zu finden. Wir sagen “Jede Jeck ist anders” und für mich bedeutet das eine Haltung der Offenheit gegenüber Anderen. Das können andere Leute aus anderen Orten der Welt sein, aber das können im Kontext von Startups auch neue Ideen sein, die willkommen und zelebriert werden. Diese Haltung finde ich toll!

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Neue Leute kennenzulernen. Ich habe schon in vielen deutschen Großstädten neue Menschen kennengelernt, aber nirgendwo ist das so einfach wie in Köln. Außerdem ist es in Köln am einfachsten ein Bier auszutrinken, Freunde aus Bayern nennen unsere Kölschgläser liebevoll “Reagenz Kölsch”.

Was fehlt in Köln noch?
Die 18, die wirklich bis nach Istanbul fährt. Nein ernsthaft, es gibt sicherlich immer Dinge die besser sein könnten, aber ich finde Köln ist auf einem guten Weg. Sowohl als Stadt als auch als Startup-Standort!

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Wieder mehr Start-up-Veranstaltungen, sobald die Pandemie unter Kontrolle ist. Zweitens: Noch mehr gegenseitige Unterstützung. Drittens: Einen Startup-Karnevalsverein.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Brandneu – 8 junge Startups, die wir ganz genau im Blick behalten


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

misambo
Über misambo können Nutzer den “richtigen Wohn-Partner finden”. Dabei kommt ein Matching-Algorithmus zum Einsatz. Das Startup ist quasi eine Art Parship in Sachen Zusammenwohnen. Die Gründer teilen dazu mit: “Die Anspru?che werden in einem speziell entwickelten Fragebogen abgeglichen”. Gründer sind Sarah Pahl, Frank Stelter und Steffen Maurer.

Salestext
Salestext aus Hamburg bietet Unternehmen mittels einer cloud-basierten Lösung persönliche Kundenkommunikation in Echtzeit. Es geht somit um das Senden, Empfangen und verwalten von Textnachrichten. “Sei es für Neukundengewinnung, Kundenservice, Terminerinnerungen oder Marketing”, teilt das Startup, das von Ana Kamin gegründet wurde, mit.

Carré Mobility
Das junge Unternehmen Carré Mobility entwickelt eine “nachhaltige und soziale Mobilitätsplattform”. “Im Kern verbindet Carré Mobility über eine digitale Lösung stationsbasiertes Sharing vom Fahrrad bis Auto, mit einer Fahrgemeinschaftslösung und einem Mitbring-Service”, teilt das Startup mit. Gründer sind Franziska Weiser und Norbert Ritz-Schmidt.

moebelmatch
Das Startup moebelmatch tritt an, die Welt der Schreinermöbel zu digitalisieren. Über die Plattform aus Köln, die von Miriam Oheri und Stephan Jaber gegründet wurde, kann jeder recht simpel individuelle Möbel mithilfe von zahlreichen Designoptionen gestalten und als Auftrag an Schreiner aus ganz Deutschland übermitteln.

Fox Water
Unter dem Namen Fox Water bringt Dominik Wojcik, der zuletzt patronus.io gegründet hat, ein sogenanntes Hard Seltzer, also ein alkoholhaltiges Sprudelwasser, auf den Markt. Zum Start gibt es Fox Water in den Geschmacksrichtungen Kirsche, Zitrone und Apfel.

Betterfront
Betterfront bietet Private-Equity-Fondsmanager eine datengesteuerte Fundraisingplattform, die durch Analysen Investitionsentscheidungen unterstützen soll. Zudem sollen Fondsmanager mit dem Fintech “institutionelle Anleger gewinnen, binden und halten können”. Gründer sind Michel Geolier, Worathti Manosroi und Sergi Case.

cmmrcl.ly
Das Hamburger Startup cmmrcl.ly übernimmt für Werbungtreibende und Agenturen den Aufbau, die Steuerung und Bewerbung aller Social Commerce-Kanäle. Dabei bewerten die Hanseaten auch “alle digitalen Absatzmöglichkeiten anhand des individuellen Zielbeitrags”. Gründer sind Jakob Diener, Robin Göbelshagen, Manuel König und Max Poth.

Formel Skin
Formel Skin aus Berlin, bisher unter True Skin bekannt, bietet “individuelle Lösung gegen Hautunreinheiten”. Das Startup verspricht dabei: “Ein Dermatologe stellt eine Creme mit aktiven Wirkstoffen für Deine Haut zusammen”. Formel Skin wurde 2019 von Anton Kononov und Florian Semler gegründet.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – Ein Startup, das eine Alternative zu blauen Einwegmasken bietet


Das Kölner Startup AIO bietet “transparente, nachhaltige und dazu noch stylishe Masken” an. Über indiegogo wollte Gründerin Anna Müller zuletzt 30.000 Euro einsammeln. Am Ende sind es 330.000 Euro von über 6000 Leuten geworden. “Unser Produkt bietet eine umweltfreundliche Alternative zu den blauen Einwegmasken, die enorm viel Müll produzieren und in der Natur und den Ozeanen landen und zusätzlich das fragile Ökosystem angreifen”, sagt Gründerin Müller. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt die Rheinländerin ihr Startup einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter AOI erklären?
Nicht erst seit Corona, sondern bereits seit vielen Jahren, ist die Luft durch Rauch, Ruß, Staub, Abgase, Aerosole, Dämpfe und Geruchsstoffe stark verunreinigt. Insbesondere in den Großstädten kann das ungefilterte Einatmen dieser Luft zu langfristigen und ernst zu nehmenden Krankheiten führen. Dank unserer transparenten Atemschutzmaske ist es aufgrund des eingebauten Filters wieder möglich, dass man frei atmen kann, aber das Gesicht nicht hinter Stoff versteckt werden muss. So siehst du das Lachen deiner Enkel*innen wieder und schützt dadurch, dass du die Maske immer wieder nutzen kannst, auch die Umwelt. Da wir ausschließlich in Deutschland produzieren, stellen wir sicher, dass alle Produktionsschritte richtig ausgeführt werden und verkürzen zugleich den Weg der Produktion.

Welches Problem genau wollt Ihr mit AOI lösen?
Wir, Anna und Teresa Müller, die Gründerinnen von AOI, kamen bereits 2018 auf die Idee der AIO Maske, da wir beide an Asthma leiden und schon jetzt, wie viele andere auch, von der unsauberen Luft direkt betroffen sind. Als wir dann noch eine Dokumentation gesehen haben, die von den Langzeitfolgen durch Feinstaub auf unsere Gesundheit handelt, war dies der Auslöser für uns, daran etwas zu verändern. Das allerdings zwei Jahre später das Thema “Alltag mit Maske”, ausgelöst durch die weltweite Pandemie, in den Fokus der Gesellschaft rückt, haben wir nicht kommen sehen. Unser Produkt bietet eine umweltfreundliche Alternative zu den blauen Einwegmasken, die enorm viel Müll produzieren und in der Natur und den Ozeanen landen und zusätzlich das fragile Ökosystem angreifen. Doch nicht nur gegen unsaubere Luft soll unsere Maske schützen, sondern zugleich einen positiven Mehrwert bieten: Mit jeder verkauften Maske werden gemeinsam mit der Chamäleon Reisen Foundation auf der ganzen Welt Projekte unterstützt. Kleine Organisationen wie die preisgekrönte Sanshil Foundation in Indien, erhalten für jede verkaufte Maske einen Auftrag zur Herstellung von fünf Baumwoll-Mundschutzen für hilfsbedürftige Organisationen und Institutionen in den jeweiligen Ländern. Außerdem werden jeweils 30 % der Spende in Nähmaschinen investiert.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet AOI ein Erfolg?
Zum einen haben wir bereits mehrere Startups als Mentorinnen begleiten dürfen und somit Erfahrungen in den Bereichen Markenaufbau und Marketing, sodass wir uns dies zu Nutze machen konnten und unsere Prozesse und Strategien dementsprechend für AIO optimieren konnten. Zum anderen haben wir seit zwei Jahren eine eigene Performance-Marketing-Agentur, aus der wir weiteres wertvolles Wissen für unser Startups anwenden konnten. All dies vereint sich in einem extrem kompetenten Team, wobei jede und jeder Einzelne das eigene Know-How gezielt einsetzten kann.

Wer sind eure Konkurrenten?
Während der Pandemie sind sehr viele Anbieter und neue Produktansätze rund um Mehrweg-Masken entstanden. Wir begrüßen alle Lösungsansätze, die in der jetzigen Pandemie die Menschen dazu animieren, Masken zu tragen, um sich und ihr Umfeld zu schützen. Falsche Versprechen und Billigware ohne Schutzwirkung geht natürlich gar nicht. Wir haben uns entschieden, statt auf die Konkurrenz zu schauen, all unsere Kraft und Energie auf unser Produkt zu lenken. Unser Anspruch ist es, die Erwartungshaltung unserer Kun- den zu übertreffen und durch die Qualität unserer Maske zu überzeugen.

Wo steht AOI in einem Jahr?
In einem Jahr sind hoffentlich sehr, sehr viele zufriedene und gesunde Menschen mit unseren Masken auf den Straßen. Zudem haben wir bereits weitere sehr interessante Ansätze entwickelt, um weiterhin gegen die Ausbreitung der Pandemie, verschmutzte Luft und die Ausbeutung unserer Natur anzukämpfen. Die Lancierung der ersten Ideen folgt bereits Anfang 2021.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Köln ist übersichtlicher als Berlin, sodass interessante und relevante Kontakte nicht verstreut liegen und man schneller an die wichtigen Kontakte und richtigen AnsprechpartnerInnen für das eigene Startups kommt. Auch das Kölner Netzwerk sollte man nicht unterschätzen! Dadurch, dass Köln zugleich auch Medienstadt ist, ist dies vor allem für den Faktor Außenkommunikation enorm wertvoll.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Wie bereits erwähnt, ist das Kölner Netzwerk überschaubarer und somit gleichzeitig auch engmaschiger – hier kennt jede*r jede*n. Unterstützendes Miteinander statt raue Ellbogenmentalität lautet das Motto, sodass Startups hier von den unglaublichen Möglichkeiten des Netzwerkens profitieren. Darüber hinaus ist noch nicht jede Nische besetzt, sondern man hat mehr Möglichkeiten vor Ort der erste Anbieter seiner Art zu sein.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Die Nähe zu den Niederlanden, Frankreich und Belgien ermöglicht schnelle Wege in Metropolen wie Amsterdam, Paris oder Brüssel, doch auch das Ruhrgebiet liegt direkt vor der Tür. An Inspiration und Austausch, sowohl national als auch international, mangelt es hier nicht und gibt es viele spannende Unternehmen, die einiges bewegen wollen.

Was fehlt in Köln noch?
Spannende neue Projekte, wie das X Deck im The Ship in Köln Ehrenfeld sind erst vor wenigen Jahren entstanden – ein Zuhause für GründerInnen und junge Startups, die von Networking, kostenfreien Office Space und Mentoring profitieren. Dies zeigt, dass die hiesige Startup-Szene erst im Aufbau ist. Denn auch die zahlreichen weiteren Co-Working Spaces, die in der Innenstadt zu finden sind, gibt es erst seit wenigen Jahren und ein heißbegehrter Platz ist wie ein Sechser im Lotto. Ich wünsche mir, dass hier noch mehr politische Initiative und auch Förderung in zukunftsträchtige Ideen, die Umwelt und Soziales betreffen, gezeigt wird.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens wünschen wir uns eine großflächigere Vernetzung von Unternehmen, die die Startup-Phase erfolgreich verlassen haben, die ihr wertvolles Wissen an Neu-GründerInnen weitergeben können. Auch wenn es schon einige coole Formate gibt, wäre es schön, wenn sich die KölnerInnen noch stärker gegenseitig unterstützen würden. Zweitens wünschen wir uns weitere Förderprogramme für junge Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, wie etwa das NRW Gründerstipendium, das uns dabei geholfen hat, unsere Idee in einen Prototyp umzusetzen. Zudem könnte bezahlbarer Wohn- und Arbeitsraum, sowie mehr grüne Mobilität dafür sorgen, dass die Standort-Attraktivität steigt. Drittens wäre es schön zu sehen, dass Kölner Unternehmen stärker in den Fokus der KölnerInnen rücken. Lokalität wird für die KonsumentInnen immer wichtiger, sodass es großartig wäre, wenn ansässige Unternehmen mit Hilfe der Stadt Köln sichtbarer werden.

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In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Wir wurden von der Masse an Bestellungen förmlich überrannt”


Beim Kölner Startup Elimba dreht sich alles um Kakao. “Elimba ist das erste Unternehmen weltweit, welches für seinen Kakao nach dem Vorbild der Inkas, die ganze und ungeröstete Kakaobohne, samt der wohltuenden Inhaltsstoffe verwendet, die sonst bei Rösten verloren gehen”, teilen die Rheinländer mit. Zielgruppe sind insbesondere Erwachsene. “Geschmacklich als auch Wirkungstechnisch gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt”, sagt Gründer Elias El Gharbaoui.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Elimba-Macher über Gewürze, Südamerika und Löwen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Elimba erklären?
Wenn ich meiner Großmutter unser Startup erklären würde, würde ich sie fragen, ob sie sich noch an den Kakao erinnert, den sie mir damals als Kind gemacht hat. Und jetzt soll sie sich vorstellen, dass es statt diesem flachen und auf Kinder ausgelegten Kakao, Elimba gibt. Ein Kakao der intensiv ist, spannende Gewürze verwendet und sich an dem Geschmack und an den Bedürfnissen Erwachsener orientiert. Wie eine schokoladige Alternative zum Kaffee, die für alle da ist, die sich für bewusste und gesunde Ernährung interessieren. Dann würde sie mich wahrscheinlich fragen, wie das zusammenpasst und ich könnte ihr erklären, dass die Kakaobohne in ihrem ungerösteten Zustand wahnsinnig gesund ist. Magnesium, Antioxidantien und ein Einfluss auf unseren Serotoninspiegel, also unsere Glückshormone, machen Rohkakao einzigartig. Wir nutzen das, indem wir nur hochwertigen Rohkakao und Bio-Zutaten verwenden und zeigen so, dass schokoladiger Genuss deinem Körper und Geist wirklich guttun kann. Bei uns ist „Schokolade macht glücklich“ eben nicht nur ein Mythos.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Elimba lösen?
Uns ist aufgefallen, dass fast niemand das Potential von Kakao kennt. In Südamerika ist das ganz anders. Dort haben schon die Mayas und Inkas den Kakao für seine wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Wir wollen, dass dieses Verständnis auch bei uns ankommt und die moderne Kaffeehauskultur sowie vegane Ernährung mit Produkten aus Rohkakao bereichern. Dabei setzen wir außerdem auf eine Zubereitungsform, die unsere Sinne anspricht und uns einlädt sich eine Auszeit zu nehmen. Slow Food und Achtsamkeit spielen bei uns eine große Rolle.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Elimba ein Erfolg?
Mit Elimba erschließen wir einen bisher nicht vorhandenen Markt, da wir das erste Kakaogetränk mit einer erwachsenen Zielgruppe sind. Geschmacklich als auch Wirkungstechnisch gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt.

Ihr habt im vergangenen Jahr an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen! teilgenommen. Hat sich die Teilnahme für euch gelohnt?
“Die Höhle der Löwen” war für uns ein unglaublich großer Erfolg. Wir haben so viele Bestellungen bekommen und an Bekanntheit gewonnen, dass wir als Unternehmen stark wachsen konnten. Dadurch konnten wir einige Prozesse optimieren, unser Team ist gewachsen und sind nun auch an dem Punkt die ersten neuen Produkte zu launchen. Wer weiß ob wir ohne “Die Höhle der Löwen” auch an diesem Punkt wären – vermutlich aber nicht.

Lief alles so, wie ihr es euch vorgestellt habt?
Wir wurden von der Masse an Bestellungen förmlich überrannt und konnten deshalb nur einen Bruchteil der Ware sofort ausliefern. Daraufhin haben wir allerdings unsere Produktion vergrößert, neue Maschinen gekauft und den Produktionsprozess optimiert. Trotzdem hat es fast drei Monate gedauert bis alle Bestellungen ausgeliefert wurden. Auch wenn diese Zeit für uns nicht einfach war, sind wir dadurch Produktionstechnisch sehr gut aufgestellt und haben nun die Möglichkeit auch große Kaufanfragen zu bewältigen.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Wir würden jedem*r Gründer*in empfehlen teilzunehmen. Denn selbst wenn man keine passende*n Investor*innen findet, ist es eine unglaublich spannende Erfahrung und außerdem eine Möglichkeit sein Produkt einem großen Publikum vorzustellen.

Reden wir zudem noch über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Köln an sich ist relativ überschaubar, aber im Food Startup-Bereich vergleichsweise gut aufgestellt. Außerdem gibt es hier ein sich gegenseitig stark unterstützendes und wohlwollendes Netzwerk in der Szene.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Die Startup-Szene in Köln ist sich untereinander sehr wohl gesonnen und durch die überschaubare Größe sehr eng miteinander vernetzt. Wir haben uns schon öfter ausgetauscht, miteinander kommuniziert und pflegen einen engen Kontakt, den es in anderen Städten so wahrscheinlich nicht gibt.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Man kennt Köln ja als weltoffene Stadt, die sagt „Jede Jeck is anders“. Diese Mentalität, die durch Offenheit und Akzeptanz geprägt ist, überträgt sich auch auf die Start-Up Szene. Dadurch werden das Kennenlernen und auch das Zusammenarbeiten sofort sehr angenehm, sowohl im Geschäftlichen als auch im Zwischenmenschlichen.

Was fehlt in Köln noch?
Wir finden, dass es in Deutschland generell schwierig ist, passende Investor*innen zu finden. Das gilt natürlich auch für Köln. Die Capital Venture Kultur oder Gesellschaften sind hier leider nicht so ausgeprägt, wie man sich das als Start-Up wünschen würde.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünschst Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Unsere drei Wünsche wären Erstens: Dass sich die Suche nach Investor*innen einfacher gestaltet. Zweitens: Gerne noch mehr Networking-Events, die Startups auch mit etablierten Unternehmen in Kontakt bringen und natürlich. Drittens: Dass die Mentalität der Kölner*innen so bleibt, wie sie ist.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Brandneu – 7 junge Startups, die man sich merken muss


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

tipplay
Bei tipplay aus Melle können User kostenlos auf die Ergebnisse von Bundesligaspielen und anderen Fußball-Wettbewerben tippen. “Mit jedem richtigen Ergebnis sammeln sie Prämienpunkte, die gegen Prämien eingelöst werden können”. Die Plattform, die von Dennis Demel und Jens Klamer gegründet wurde, soll sich über Werbung und Premium-Mitgliedschaften refinanzieren.

Grundriss Schmiede
Das Hamburger Startup Grundriss Schmiede, das von Jan Weiler gegründet wurde, bereitet Grundrisse auf. Zielgruppe sind dabei Immobilienprofis. “Mit den verkaufsoptimierten Grundrissen werden Exposés und Immobilienanzeigen aufgewertet, sodass sich die potenziellen Kunden ein noch besseres Bild der Immobilie machen können”.

Mytigate
Die Eschborner Jungfirma Mytigate, die bereits im Rahmen der Innovationsforschung LOEWE3 gefördert wurde, unterstützt mit seiner neuen Software-Lösung Pharmaunternehmen und Spediteure bei der Auswahl der sichersten Transportwege und -dienstleister. Gründer sind Hjalmar Hütte und Artem Andrianov.

Hello World
Bei Hello World geht es um das Lernen von Sprachen. Das Hamburger Startup kombiniert dabei Erkenntnisse der Lernpsychologie mit neuesten Entwicklungen der digitalen Objekterkennung. So soll das “eigene Umfeld in den Lernprozess” gezielt mit einfließen. Gegründet wurde die Jungfirma von Alexander Höpker, Jeremy Tai Abbett und Tungi Dang.

Steereon
Steereon setzt auf einen allradgelenkten E-Scooter. “Steereon ist ein Hybrid aus E-Bike und E-Scooter und wurde für die Überwindung von Kurzstrecken konzipiert. Das Fahrzeug besitzt eine Allradlenkung, die dem Fahrer das Gefühl vermittelt auf der Straße Ski zu fahren”, teilt das Unternehmen mit. Gegründet wurde Steereon aus Köln von Maximilian Camp, Felix Vreden, und Marvin Panek.

Striazin
Bei Striazin aus Berlin, das von Colin Farfan Harder gegründet wurde, dreht sich alles um das leidige Thema Dehnungsstreifen und wie man diese “vorbeugen und reduzieren” kann. Gelingen soll dies mit einer ganz besonderen “medizinischen Hautpflege-Creme”, die speziell für Kraftsportler und deren Anforderungen entwickelt wurde. 

AiSight
Das Berliner Startup AiSight ist im Segment Preventive Maintenance unterwegs. Die Hauptstädter haben ein Tool entwickelt, das an jede Maschine gepackt werden kann und durch Analyse der Vibrationen, Vorhersagen machen kann, wann genau die Maschine gewartet werden sollte. Gegründet wurde das Startup von Matthias Auf der Mauer und Maximilian von Düring.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor – Portal United übernimmt Homebell – 4you Design rettet Geschenke.de – Allos kauft Little Lunch


Im aktuellen #DealMonitor für den 15. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

4tiitoo 
+++ Die österreichische Unternehmerin Sandra Berkson und Business Angels aus dem BayStartUP Investoren-Netzwerk investieren  3,1 Millionen Euro in Münchner Startup 4tiitoo (forty two). Das Unternehmen, das von Tore Meyer und Stephan Odörfer gegründet wurde, kümmert sich um das Thema Blicksteuerung bei der Computerbedienung. “Aufgrund des anhaltend hohen Interesses bleibt die Finanzierungsrunde noch bis Ende November im Zuge eines Second Closing für weitere Investoren geöffnet”, teilt das Satrtup mit.

Julep
+++ Die Rheinische Post Mediengruppe, die Unternehmensfamilie Müller Medien und Angel-Investoren wie Andreas Mayer, früher BurdaNews, investieren mit den Altinvestoren Andreas Wiele und Marcus Prosch sowie dem Julep-Management 2 Millionen Euro in Julep, einen Marktplatz für Podcaster und Werbungtreibende. Insgesamt floss nun schon mehrere Millionen in das Unternehmen. Initiatoren von Julep sind Marcus Englert und Sebastian Weil. Zum Gründungsteam gehören außerdem Björn Jopen und Manfred Neumann.

Workpath
+++ signals Venture Capital investiert eine siebenstellige Summe in das Münchner Startup Workpath. “Mit intuitiven Workflow-Tools und umfangreichen Analytics hilft Workpath Unternehmen, ihre Strategien durch OKRs erfolgreich umzusetzen”, teilt die Jungfirma mit. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierte in der Vergangenheit bereits in Workpath, das 2017 von Johannes Müller, Thomas Obermüller und Pascal Fritzen gegründet wurde.

mementor
+++ Smart Infrastructure Ventures und mehrere Business Angels, darunter Michael Petersen., Gründer von smow, investieren eine sechsstellige Summe in das Leipziger Startup mementor. Die Jungfirma, die von Noah Lorenz, Jan Kühni und Alexander Rötger gegründet wurde,  “entwickelt “wissenschaftlich fundierte Gesundheitsprogramme in der Schlafmedizin”. Derzeit bietet das Startup mit der App somnio, eine digitale Anwendung zur Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen an.

FUSIONEN

Chattyco / Volojoy 
+++ Die beiden Startups Chattyco und Volojoy, beide im Segment Videobotschaften von Stars aus Deutschland unterwegs, schließen sich zusammen. “Mit dem Zusammenschluss ist jetzt eine der größten und attraktivsten Plattformen für Fan-Videobotschaften in Europa entstanden”, teilen die Unternehmen mit. Das Berliner Startup Chattyco, das von Sylvius Bardt gegründet wurde, konnte zuletzt unter anderem STS Ventures, also Stephan Schubert, als Investor gewinnen. Hinter Volojoy steckt der Berliner Seriengründer Heissam Hartmann.

EXITS

Homebell
Das Kölner Unternehmen Portal United, zu dem unter anderem die Handwerker-Plattform blauarbeit.de gehört, übernimmt die Überreste von Homebell. In das gescheiterte Berliner Startup, einem Handwerker-Dienstleister, das die Leistungen von Handwerksbetrieben vermittelte, flossen in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro – unter anderem von Rocket Internet, Lakestar, SevenVentures, Kärcher New Venture, Index Ventures, Helvetia Venture und Axa. Homebell soll künftig ausschließlich im B2B-Segment unterwegs sein. #EXKLUSIV

Geschenke.de
+++ Die 4you Design-Macher Nina Wiegand und Philip Wiegand übernehmen das Hamburger Startup Geschenke.de, das Anfang April in die Insolvenz schlitterte. Geschenke.de, eine schon seit Jahren bestehende Empfehlungsplattform für Geschenke, sollte zuletzt mit Unterstützung von Hanse Ventures aufblühen. Geführt wurde das Unternehmen nach der Übernahme durch Hanse Ventures von den beiden ehemaligen Parship-Führungskräften Sabrina O. Beck und York N. Fischer. Mit 4you Design betreiben Nina und Philip Wiegand einen “Geschenke-Hersteller, Geschenke-Großhändler und Dropshipping Anbieter für innovative Geschenke”. #EXKLUSIV

Little Lunch
+++ Das Lebensmittel-Unternehmen Allos, das seit 1974 vegetarische Bio-Lebensmittel vertreibt, übernimmt das Suppen-Startup Little Lunch. Die Jungfirma, die 2014 von Daniel und Denis Gibisch gegründet wurde, wurde durch die Teilnahme an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” bundesweit bekannt. Vural Öger, Judith Williams und Frank Thelen investierten 2015 insgesamt 100.000 Euro in Little Lunch und sicherten sich damals 30 % der Firmenanteile. Nach eigenen Angaben erzielte Little Lunch zuletzt “Umsätze im zweistelligen Millionenbereich”. Zuletzt war das Unternehmen mit verschiedenen internationalen Firmen und Investoren im Gespräch. Letztendlich hat die Allos Hof-Manufaktur mit dem besten Gesamtpaket bestehend aus Firmenkultur und internationalem Know-how samt Netzwerk überzeugt”, teilen die Gründer mit. Auch nach der Übernahme bleiben die Gibisch-Brüder bei Little Lunch an Bord.

Deine Tierwelt
Die Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft übernimmt die tierische Plattform Deine Tierwelt, die bisher von der Madsack Mediengruppe betrieben wurde. “Das operative Geschäft der Online-Community wird unverändert vom Standort Hannover aus fortgesetzt”, teilt das Unternehmen mit. Mit monatlich 10 Millionen Nutzern und circa 200.000 vermittelten Tieren ist die Plattform, die 2007 an den Start ging, nach Firmenangaben “größter Player auf dem deutschen Online-Tiermarkt”.

VENTURE CAPITAL

Xpress Ventures
+++ Das Logistikunternehmen Fiege (Greven) baut mit Xpress Ventures einen Company-Builder auf.  “Dieser soll Ideen für neue Unternehmen ausbrüten und dann daraus Start-ups gründen” – berichtet das Handelsblatt. Geführt wird das Berliner Unternehmen von Matthias Friese, der zuletzt unter anderem Patronus.io gegründete. Vorbilder für Xpress Ventures und die Company-Builder-Idee ist der Heizungsbauer Viessmann.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#Jobs – 10 super spannende Digital- und Startup-Jobs in Köln


Am Ende des Tages entscheidet das passende Team über den Erfolg eines jeden Unternehmens. Mit unserer großen Startup-Jobbörse wollen wir kleinen Startups, Unternehmen und auch großen Konzernen helfen, die richtigen Leute auf ihre Firma und ihre spannenden Digital-Jobs aufmerksam zu machen. Und andererseits Menschen, die in einem Startup oder einem größeren Unternehmen digital arbeiten möchten, die Suche nach der richtigen Firma erleichtern. Hier einige interessante Digital-Jobs in Köln.

lizengo
Online Marketing Manager / SEO Manager (m/w/d)

morefire
Strategic Account Manager (m/w/d)

IMCD Deutschland
Digital Marketing Specialist (f/m/x)

MVR Media Vermarktung Rheinland
Kampagnenmanager Social Media (m/w/d)

AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln
Projektmanager Digitalisierung (m/w/d)

CHECK24
(Junior) iOS Entwickler (m/w/d) Mobilfunk

DKMS
Digital Marketing Manager (m/w/d)

Gothaer Konzern
Spezialist (w/m/d) Conversion Rate Optimization

Gothaer Konzern
UX Manager (m/w/d) Online Kundenportal

OBI Group
Product Owner Digital Solutions (m/w/d)

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Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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#aktuell, #jobs, #koln

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#Interview – “Homebell hat turbulente Zeiten hinter sich, in denen das Unternehmen schnell gewachsen ist”


Das Kölner Unternehmen Portal United, zu dem unter anderem die Handwerker-Plattform blauarbeit.de gehört, übernimmt die Überreste von Homebell. In das gescheiterte Berliner Startup, einem Handwerker-Dienstleister, das die Leistungen von Handwerksbetrieben vermittelte, flossen in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro – unter anderem von Rocket Internet, Lakestar, SevenVentures, Kärcher New Venture, Index Ventures, Helvetia Venture und Axa.

Anfangs war Homeball, das 2016 von Felix Swoboda und Sascha Weiler gegründet wurde, im B2C-Segment unterwegs, später folgte der Fokus auf B2B. Angedacht war zuletzt ein größerer Ausbau des Geschäftskundenbereiches, insbesondere für die Bearbeitung von Versicherungs-Schadenfällen. Weswegen wohl auch AXA Deutschland und Helvetia Versicherungen immer weiter in das Unternehmen investierten. Vor wenigen Monaten verschwand Homebell dann ohne große Ankündigungen aus dem Netz.

“Homebell hat turbulente Zeiten hinter sich, in denen das Unternehmen schnell sehr stark gewachsen ist. Der Wunsch der Gründer, Felix Swoboda und Sascha Weiler, die Handwerksplattform international zu betreiben, hat neben anderen Faktoren dazu geführt, dass das Unternehmen nicht die geplanten Umsätze verbuchen konnte. Aus den Herausforderungen und Learnings der letzten Jahre möchten wir nun einen Neustart in Angriff nehmen”, sagt Alexander Oberst, Geschäftsführer von Portal United.

Die Rheinländern wollen sich mit Homebell nun auch im B2B-Segment etablieren. “Wir glauben fest daran, dass das Prinzip funktioniert. Anders als in den vergangenen Jahren, sollen Homebell und die entstehenden Geschäftsmodelle im Bereich B2B unter dem Dach der Portal United GmbH langfristig aufgebaut werden. Wir werden den Fokus und die Investments ganz klar auf die Geschäftsfelder setzen, die sich nach einer ersten Anlaufphase auch als langfristig erfolgversprechende Modelle herausstellen”, führt Oberst aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Portal United-Macher außerdem über organisches Wachstum, kundenorientierte Lösungen und finale Entscheidungen.

Homebell ist vor einigen Monaten sang- und klanglos aus dem Netz verschwunden. Nun wandert die Plattform unter das Dach von Portal United. Was sind die Gründe für die Übernahme?
Wir, die Portal United GmbH, die ja mit blauarbeit.de auch das älteste Handwerksportal in Deutschland betreibt, sehen mit der Übernahme von Homebell eine große Chance für die strategische Neupositionierung am Markt. Bisher waren wir ausschließlich im B2C-Geschäft tätig und über viele Jahre erfolgreich. Nun gilt es, vor allem den Handwerksbetrieben, die gemeinsam mit Blauarbeit gewachsen sind, weitere spannende Optionen an die Hand zu geben. Diese sehen wir vor allem im B2B-Geschäft. Homebell hat, auch wenn es noch keinen durchdringenden Markterfolg gab, vor allem systemseitig enorm gute Voraussetzungen dafür geschaffen. Daran gilt es anzuknüpfen und die Fesseln, die es zu Beginn der Homebell-B2B-Phase gab, schnell abzulegen. Vor dem Hintergrund der langfristigen strategischen Denkweise, die uns bei Portal United auszeichnet, sollen nach und nach neue Mehrwerte für Handwerksbetriebe entstehen, sowohl im Bereich B2C, aber vor allem auch im B2B Geschäft.

Seit der Gründung im Jahre 2015 investierten diverse Geldgeber knapp 20 Millionen Euro in Homebell. Die Verluste von Homebell waren fast genauso hoch. Kann das Homebell-Prinzip überhaupt langfristig funktionieren?
Wir glauben fest daran, dass das Prinzip funktioniert. Anders als in den vergangenen Jahren, sollen Homebell und die entstehenden Geschäftsmodelle im Bereich B2B unter dem Dach der Portal United GmbH langfristig aufgebaut werden. Wir werden den Fokus und die Investments ganz klar auf die Geschäftsfelder setzen, die sich nach einer ersten Anlaufphase auch als langfristig erfolgversprechende Modelle herausstellen. Rund um Philipp Hamm, der 2019 schon bei Homebell für das B2B-Geschäft verantwortlich war, soll in Berlin perspektivisch ein neues Team aus motivierten MitarbeiterInnen aufgebaut werden, um mit voller Überzeugung die Potenziale im Bereich B2B auszuschöpfen. Homebell hat turbulente Zeiten hinter sich, in denen das Unternehmen schnell sehr stark gewachsen ist.

Was lief dabei schief?
Der Wunsch der Gründer, Felix Swoboda und Sascha Weiler, die Handwerksplattform international zu betreiben, hat neben anderen Faktoren dazu geführt, dass das Unternehmen nicht die geplanten Umsätze verbuchen konnte. Aus den Herausforderungen und Learnings der letzten Jahre möchten wir nun einen Neustart in Angriff nehmen. Zu Beginn werden wir daher verschiedene Geschäftsmodelle im Bereich B2B im Markt validieren, bevor wir eine finale Entscheidung treffen.

Wie viel vom alten Homebell steckt überhaupt noch im neuen Homebell?
Grundsätzlich gilt die Devise: Wir möchten das, was bei Homebell schon gut angelaufen ist, in die neue Struktur übernehmen. Allerdings werden wir das, was wir durch unsere vorhandene Struktur und unsere langjährige Erfahrung am Markt glauben besser zu können, auch umsetzen. Die Kombination dieser beiden Punkte soll Homebell zum Erfolg führen. Während Homebell zwischenzeitlich in mehreren Ländern aktiv war, konzentriert sich Portal United nach dem Relaunch zunächst auf deutschlandweite Aktivitäten. Daher werden wir Homebell mit Sitz in Berlin unter der Leitung von Philipp Hamm neu aufbauen. Dabei gibt es auf unserer Seite eine große Offenheit, über das ehemalige Homebell-B2B-Geschäft hinaus auch neue Ansätze zu prüfen. Falls Bedarf und Potenzial am Markt besteht, werden wir diese auch angehen. Wir sind sehr stolz darauf, dass uns grundsätzlich trotz der Übernahme nahezu alle bisherigen Handwerksbetriebe weiter ihr Vertrauen schenken. Das möchten wir durch die Bereitstellung von Mehrwert bringenden Lösungen auch zurückgeben.

Homebell war zwischenzeitlich in mehreren Ländern aktiv. Ist dies auch künftig eine Option?
In absehbarer Zeit ist dies nicht geplant, da der Geschäftsaufbau zunächst Schritt für Schritt in Deutschland durchgeführt werden soll und wir organisches Wachstum erzielen möchten.

Zu Portal United gehören auch blauarbeit.de und meister.de. Wie sollen diese Plattformen und Homebell zusammenarbeiten?
Mit der Portal United GmbH schaffen wir Plattformen, über die AuftraggeberInnen zu professionellen HandwerkerInnen und DienstleisterInnen rund um Haus und Grund finden. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist hierbei unser oberstes Gebot, um den Endkunden und AnbieterInnen der Dienstleistungen den bestmöglichen Service zu liefern. Unser Ziel ist es, durch die Integration kundenorientierter Lösungen, einen Mehrwert für beide Seiten zu schaffen und ein möglichst breites Angebot im Bereich Dienstleistungen abzudecken. Zur möglichen Zusammenarbeit: Jeder Plattform liegt ein eigenes Geschäftsmodell und eine eigenständige Organisation zugrunde, aber natürlich liegt es auf der Hand, dass die einzelnen Portale auch eng zusammenarbeiten. Ein konkretes Beispiel ist, dass wir an einer übergeordneten Kundendaten-Struktur arbeiten, um für jede/n KundIn, egal ob VerbraucherIn oder HandwerkerIn, am Ende ein passendes Angebot für den jeweiligen Bedarf zu haben. Durch die deutliche Erweiterung unseres Portfolios ist das nun ganz gezielt möglich.

Wo steht Homebell in einem Jahr?
Das mit den Homebell Assets ausgestaltete B2B-Geschäft wird ein sehr gut integrierter und wichtiger Teil der Portal United sein und wird im ersten Jahr “unter neuem Dach” schon enorm von der vorhandenen Expertise profitiert haben. Darauf aufbauend hat sich das Geschäft im Laufe des Jahres 2020 für viele Unternehmen, die im B2B-Bereich Bedarf an Handwerkerleistungen haben, bereits als ein/e wertvolle/r PartnerIn auf Augenhöhe entwickelt.

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#DealMonitor – Lukasz Gadowski investiert Millionen in Wolt – Fashionette plant IPO


Im aktuellen #DealMonitor für den 14. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Scoperty
+++ Die niederländische Großbank ING und Sprengnetter investieren eine siebenstellige Summe in Scoperty. Das PropTech, das in München, Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin, Köln und in der Metropolregion Nürnberg unterwegs ist, “liefert für mehr als acht Millionen Immobilien indikative Schätzwerte”.  Das Unternehmen ist ein Gemeinschaftsunternehmen der ING Bank und von Sprengnetter.

Wolt
+++ Der Delivery Hero-Investor Lukasz Gadowski investiert in den Lieferdienst Wolt. Nach einem Bericht des “Handelsblatt” investiert Gadowski 7,5 Millionen in das Unternehmen. Das 2014 gegründete Startup aus Helsinki ist seit wenigen Wochen auch in Berlin unterwegs. Investoren wie ICONIQ Capital, Highland Europe, 83 North, EQT Ventures, Goldman Sachs Equity Partners, Inventure und Lifeline Ventures investierten in den vergangenen Jahren rund 267 Millionen in das Unternehmen.

IPO

Fashionette
+++ Das Düsseldorfer Unternehmen Fashionette, ein Shop für Premium- und Luxus-Modeaccessoires (Handtaschen, Schuhe, Schmuck) plant einen Börsengang. Dieser soll noch im vierten Quartal dieses Jahres an der Frankfurter Wertpapierbörse stattfinden. “Der geplante Börsengang besteht aus der Ausgabe neuer Aktien durch das Unternehmen, einer Platzierung bestehender Aktien aus dem Bestand der Genui Fund GmbH & Co. KG, dem Hauptaktionär des Unternehmens, und einer üblichen Mehrzuteilungsoption. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in erster Linie verwendet werden, um die langfristige organische und anorganische Wachstumsstrategie voranzutreiben”, teilt das Grownup mit. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 73,2 Millionen Euro, “was zu einem EBITDA von EUR 6,8 Mio. und einer EBITDA-Marge von 9,3 % führte”. Genui stieg 2015 bei Fashionette ein.

VENTURE CAPITAL

neoteq ventures
+++  Der neue Kölner Geldgeber neoteq ventures verkündet das First Closing (30 Millionen Euro). “Der Fonds richtet sich an Startups und hat seinen Investitionsschwerpunkt im Rheinland. Hauptinvestor ist die NRW.BANK. Weitere Ankerinvestoren sind die Stadtsparkasse Düsseldorf, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse KölnBonn”, teilt der Geldgeber mit. Bis Sommer des kommenden Jahres können weitere Investoren einsteigen. Zielgröße des Gründerfonds Rheinland ist ein Final Closing von 40 bis 60 Millionen Euro. Hinter  neoteq ventures stecken B.J. Park und Simon Schneider, die beide schon seit etlichen Jahren in der deutschen Investorenszene unterwegs sind.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

presize.ai
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Carsten Maschmeyer 650.000 Euro in presize.ai (15%). Das Münchner Startup, das 2019 von Awais Shafique, Tomislav Tomov und Leon Szeli gegründet wurde, bietet seinen Nutzern mit einer mobilen Body-Scanning-Technologie die Möglichkeit, basierend auf einem Smartphone-Video ihres Körpers, die passende Größe bei Online-Bestellungen zu finden. “Kurz darauf stocken weitere Investoren die Finanzierungsrunde auf insgesamt knapp 2 Millionen Euro auf, basierend auf einer circa 50 % höheren Bewertung”, teilt Löwe Maschmeyer nach der Show mit. Konkret investierten zuletzt auch Plug & Play, UnternehmerTUM und mehrere Angel-Investoren in presize.ai.

SoRose
+++ In der siebten Folge der achten Staffel Judith Williams 200.000 Euro in SoRose (33,3 %) bzw. Shishi Chérie. Hinter SoRose verbirgt sich Gesichtstoner auf der Basis von Rosenwasser. Die Gründer Lucy und Peter Leiter wollten SoRose aus ihrem Unternehmen Shishi Chérie, einem Beauty-Onlinehandel für japanische und koreanische Naturkosmetik, ausgründen. Löwin Williams gefiel der Shop besser als die Ausgründung, deswegen weitere sie den Deal auf Shishi Chérie aus. Der Deal platzte alerdings nach der Show.

Knödelkult
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Ralf Dümmel 250.000 Euro in Knödelkult (25 %). Dahinter verbergen sich Semmelknödeln im Glas aus 100 % gerettetem Brot. Das Food-Startup wurde von Janine Trappe und Felix Pfeffer gegründet. Ursprünglich wollten die Knödelkult-Macher 250.000 Euro für 10 % der Firmenanteile einsammeln.

LooMaid
+++ In der siebten Folge der achten Staffel investierte Ralf Dümmel 200.000 Euro in LooMaid (20 %), eine borstenlose WC-Bürste. Das Unternehmen wurde von den Brüderm Jan-Peter und Andres Psczolla ins Leben gerufen.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#aktuell, #die-hohle-der-lowen, #dusseldorf, #fashionette, #grunderfonds-rheinland, #knodelkult, #koln, #loomaid, #lukasz-gadowski, #neoteq-ventures, #presize-ai, #scoperty, #shishi-cherie, #sorose, #venture-capital, #wolt

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#Interview – “Die familiäre Atmosphäre in Köln ist super”


Sven Witthöft und Tim Breker kämpfen gegen Müll. Mit Vytal wollen sie ein pfandfreies Mehrwegsystem für Lieferessen etablieren. “Je mehr Gastronomen, Händler und Unternehmen mitmachen, desto bequemer ist die Nutzung für Konsumenten”, sagt Mitgründer Breker. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Mitgründer Hellemann einmal ausführlich über den Startup-Standort Köln.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Mit Sicherheit sind die Nähe zu den umliegenden Top-Universitäten sowie der große Konsumentenmarkt des bevölkerungsreichsten Bundeslands zwei Gründe, die für Köln sprechen. Für uns war zudem die Nähe zum Handel ein weiteres wichtiges Kriterium für Köln.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Die familiäre Atmosphäre in Köln ist super und mittlerweile gibt es mit dem xdeck sowie mit dem StartupBoostProgramm von KölnBusiness und WeWork tolle Unterstützungsmöglichkeiten.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
Menschen kennenzulernen. Die Menschen in Köln sind sehr offen und unprätentiös. Für uns ist das ein entscheidender Faktor im Recruiting.

Was fehlt in Köln noch?
Der Wille und Tatendrang der Kommune, mit Startups zusammenzuarbeiten, kann sicherlich noch wachsen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Erstens: Mehr Aufmerksamkeit von (internationalen) VCs und stärkeres lokales Selbstbewusstsein für die Gründerregion. Zweitens: Mehr Mut bei der Kommune für die Zusammenarbeit mit Startups sowie freundlichere Prozesse für nicht deutschsprechende Zugezogene. Drittens: Mehr Fokus auf Nachhaltigkeit, unter anderem auch bei der Mobilität zum Beispiel durch Verbesserung von Taktung und Service der KVB und mehr bzw. bessere Fahrradwege etc.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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#Portfolio – 8 junge Startups, auf die Capnamic Ventures derzeit steht


Der Kölner Geldgeber Capnamic Ventures investierte in den vergangenen Monaten fleißig in diverse Startups. Die Rheinländer investieren dabei “in Seed- und Series-A-Runden in B2B-Startups, die einen Fokus auf digitale Transformation und digitale Infrastruktur haben”. Vor drei Jahren legte Capnamic Ventures, das 2013 an den Start ging, seinen letzten Fonds auf. Im Topf waren damals 115 Millionen Euro. Zum Team des Kapitalgebers gehören unter anderem Jörg Binnenbruecker, Olaf Jacobi und Christian Siegele.

“Das Team von Capnamic Ventures arbeitet auf Augenhöhe mit den Gründern. Wir verfolgen seit Jahren eine No-Bullshit-Policy. Wir verstehen uns als Mit-Unternehmer, Dienstleister und Wingman. Unser Team besitzt jahrelange Erfahrung als Investor in allen Phasen. Viele von uns hatten in der Vergangenheit eigene Unternehmen und haben somit viel Erfahrung als Gründer sammeln können.”, sagt Olaf Jacobi, seit Ende 2015 bei Capnamic.

Im Portfolio von Capnamic befinden sich Startups und Grownups wie AdJust, Chronext, LeanIX, Picanova, Staffbase und unu. In Deutschland stattete der Geldgeber zuletzt – also in diesem und im vergangenen Jahr – Startups wie Accure, Capmo und Home mit Kapital aus. In der Regel investiert Capnamic zwischen 500.000 und 3 Millionen Euro in einzelne Startups. Nachfolgend eine kurze Übersicht über die letzten Investments von Capnamic Ventures.

Die letzten Investments von Capnamic Ventures

Accure
Capnamic Ventures investierte kürzlich gemeinsam mit 42CAP 2,3 Millionen Euro in das Batterie-Startup Accure. Das Unternehmen aus Aachen wurde 2020 von den Wissenschaftlern Kai-Philipp Kairies, Georg Angenendt und Johannes Palmer, die an der RWTH Aachen zu Batteriesystemen promoviert haben, gegründet. Accure bietet Unternehmen eine “Plattform, die durch APIs Zugang zu Batteriedaten ermöglicht, um diese verwalten, analysieren und schließlich die Entwicklung des Gesundheitszustands von Batterien vorhersagen zu können”.

Capmo
Capnamic Ventures investierte im Januar gemeinsam mit den Altinvestoren UVC Partners und HW Capital sowie “Business Angeln aus dem CDTM-Umfeld” 5 Millionen Euro in das Münchner Startup Capmo. UVC Partners und HW Capital investierten Ende 2018 bereits 1,8 Millionen in Capmo. Das Unternehmen, das 2018 von Patrick Christ, Florian Biller, Florian Ettlinger und Sebastian Schlecht gegründet wurde, bietet die Möglichkeit, Baupläne digital zu erfassen.

Circula
Das junge Startup Circula, das 2016 von Nikolai Skatchkov und Roman Leicht gegründet wurde, digitalisiert die Reisekostenabrechnung. Neben Capnamic Ventures investierten auch finparx, HW Capital und Main Incubator, der Investmentarm der Commerzbank, bereits in das Berliner Unternehmen. In der Investmentrunde floss eine siebenstellige Summe in Circula. Zu den Kunden von Circula gehören unter anderem N26, Axa, Omio und Orthomol.

Home
Capnamic Ventures investierte Anfang dieses Jahres gemeinsam mit EQT Ventures. Redalpine Venture Partners und FJ Labs rund 11 Millionen Euro in das Berliner PropTech-Startup Home. Das junge Unternehmen, das Vermieter dabei unterstützt ihre Immobilien zu verwalten bzw zu vermieten, wurde von Moritz von Hase und Thilo Konzok gegründet. Kunden von Home vermieten die Wohnung dabei an das Startup und bekommen dafür jeden Monate die Miete direkt von Home bezahlt.

how.fm
Capnamic Ventures investierte vor wenigen Monaten gemeinsam mit Kindred Capital und mehrere Angel-Investoren 2,8 Millionen US-Dollar in das junge Kölner Startup how.fm, einen digitalen Trainer für manuelle und handwerkliche Arbeitsabläufe. Das Unternehmen, das Training und Selbsthilfe für Arbeiter und Angestellte anbietet, wurde 2018 von Andreas Kwiatkowski gegründet. Zum Start hörte das Startup noch auf den Namen SoundReply.

parcelLab
Vor fünf Jahren gründeten Tobias Buxhoidt, Anton Eder und Julian Krenge das Unternehmen parcelLab. Das Münchner Startup überwacht insbesondere für Online-Shops quasi den Versand der Waren. Falls ein Paket nicht in der üblichen Zeit ankommen sollte, entschuldigt sich das Startup im Namen des Online-Shops beim Kunden. Capnamic Ventures investierte Ende 2019 in das Unternehmen.

Statice
Das Berliner Startup Statice will Unternehmen helfen, sensible Daten zu anonymisieren. Zu den bisherigen Kunden des Startups gehören unter anderem  Krankenhäuser und Pharmaunternehmen. Neben Capnamic Ventures finden auch WATTx und WestTech Ventures das Konzept spannend. In der Investmentrunde floss eine siebenstellige Summe in Statice, das 2018 von Sebastian Weyer, Mikhail Dyakov und Omar Ali Fdal gemeinsam mit WATTx gegründet wurde.

Bonus: BotsandUs (London).

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#Brandneu – 5 junge Startups, die ganz viel Aufmerksamkeit verdient haben


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Banxware
Über Banxware möchte die bekannte Fintech-Gründerin Miriam Wohlfarth Kredite an Plattformhändler vergeben. Zum Konzept heißt es in Stellenanzeigen: “Our white-label software solution is an end-to-end application that covers the whole lending lifecycle”. Zum Gründerteam des Berliner FinTechs gehören außerdem Fabian Heiß, Aurel Stenzel und Jens Röhrborn.

holos
Mit dem Hamburger Startup holos wird jede Glasscheibe zu einer digitalen Werbefläche. Das junge AdTech trackt dabei anonymisiert Personen, analysiert deren Geschlecht, Alter sowie äußere Merkmale und spielt dann entsprechend personalisierte Werbung aus. Gegründet wurde das Startup von Hamed Jalalzada und Marie-Christine König.

Pflegehub
Das Berliner Startup Pflegehub, das von Fabian Blanda gegründet wurde, bietet laut Eigenwerbung eine “ganz neue” Art der Personalvermittlung im Bereich Pflege an. Die Pflegehub-App funktioniert dabei “ähnlich dem Matching-Prinzip bekannter Dating-Portale”. Arbeitgeber erhalten die Daten der Kontakte, wenn die Nutzer der Kontaktaufnahme zustimmt.

4Mobil
Das Unternehmen 4Mobil möchte den Automobilmarkt mit einem Konzept in Sachen “digitaler Vertrieb, Advertising und Social Media” bereichern. “ Auf unserer Plattform gibt es nicht nur die Autos, die einen Käufer suchen, wir kennen auch die zukünftigen Käufer für Autos”, teilt die Jungfirma aus Holzwickede im Ruhrgebiet, die von Sakir Kürt gegründet wurde, mit.

DueDash
Das junge Kölner Unternehmen DueDash bringt Gründer und Experten aus aller Welt auf einer Plattform zusammen. Das Motto dabei lautet “Making Startups Investable”. Konkret es somit um gezielte Unterstützung sein Geschäft aufzubauen und Investmentgelder zu erhalten. Gegründet wurde das Unternehmen von Markus Buck, Michail Kosak, Parul Madan und Nikhil Madan.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – “Meine Tochter sagt, wir schreiben auf, wie die Ärzte richtig arbeiten”


Das 2012 gestartete Unternehmen Amboss, das von den drei Ärzten Kenan Hasan, Madjid Salimi und Sievert Weiss gegründet wurde, will angehenden Medizinern erleichtern, sich auf Prüfungen vorzubereiten und bietet dazu eine Lernplattform an. “Unsere Software wird als Subscription vom Nutzer abonniert, wie man das zum Beispiel von Netflix kennt. Zunächst wird das Abo meist von den Anwendern selbst getragen. Dann sehen wir häufig eine Entwicklung: Über die Zeit werden ab einer kritischen Masse dieser Endnutzer die Lizenzkosten von der jeweiligen Institution – Krankenhaus oder Universität – für alle Nutzer übernommen”, erklärt Mitgründer Weiss das Geschäftsmodell von Amboss.

Inzwischen arbeiten rund 350 Mitarbeiter für das Unternehmen. Das Startup erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich. Investoren wie Partech, Target Global und Cherry Ventures investierten zuletzt 30 Millionen Euro in Amboss. Dieses Geld soll vor allem in die Erstellung der Inhalte fließen. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Amboss-Macher außerdem über die Expansion in die USA, Grundbausteine und COVID-19.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Amboss erklären?
Meine große Tochter Greta – 6 – sagt, wir schreiben auf, wie die Ärzte richtig arbeiten. Das würde meine Großmutter auch verstehen, denke ich. Vielleicht würde ich meiner Großmutter noch erklären, dass es immer mehr medizinisches Wissen gibt und es schwierig bis unmöglich ist als Arzt alleine den Überblick zu behalten. Weswegen wir uns für die Ärzte dieses ganze Wissen anschauen, filtern und gewichten und dann verständlich zusammenfassen, worauf es bei der richtigen Anwendung ankommt.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Wir haben ja im Wesentlichen das Konzept “Wissensvermittlung an und für Mediziner, so dass diese in der Flut der Informationen richtige Entscheidungen treffen können” – das hat sich eigentlich nicht verändert. Aber seither stark erweitert: Haben wir damals mit der Examensvorbereitung angefangen, so decken wir heute das gesamte Wissen von Tag 1 des Studiums bis hin zum Facharzt ab. Im deutschsprachigen Raum sind wir da schon sehr weit, im englischen ziehen wir nach und bauen gerade das Produkt für Ärzte.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Für uns war die Zeit ein Katalysator. Es gab eine riesige Nachfrage nach aktuellem Wissen: Allein bei COVID-spezifischen Inhalten stiegen die Zugriffe von 500 auf mehr als 22.000 täglich. Wir haben flexibel darauf reagiert und COVID-19-Kapitel in sechs Sprachen herausgegeben. Krankenhäuser hatten einen Bedarf ihre Mitarbeiter auf intensivmedizinische Praktiken wie Beatmung etc. vorzubereiten, zu denen wir Informationen frei zur Verfügung gestellt haben. Für Studierende hat das digitale Lernen mit Amboss gerade in Zeiten ohne Präsenzveranstaltungen zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Das globale Hiring war anfangs allerdings nur eingeschränkt möglich. Aber wie auch beim Home Office haben wir hier sehr gute Lösungen gefunden.

Investoren wie Partech, Target Global und Cherry Ventures investierten zuletzt 30 Millionen Euro in Amboss. Wofür braucht ihr so viel Geld?
Es bedarf viel Arbeit und einer Fachredaktion aus Experten, um das exponentiell zunehmende Wissen zu aggregieren, zu sichten und auf das Wesentliche herunter zu brechen. Und immer mehr Technik, die dieses Ziel so gut wie möglich unterstützt und auf ein anderes Level bringen soll. Bei allem ist nicht zu vergessen, dass diese Errungenschaften nicht nur Deutschland und den USA vorbehalten sein sollen. Sondern idealerweise in jeden Winkel der Erde getragen werden, weil wir davon überzeugt sind, dass das ein wesentlicher Baustein der Partizipation eines jeden einzelnen ist. Das ist ein langer Weg.

Wie ist überhaupt die Idee Amboss Startup entstanden?
Kenan, Madjid und ich haben 2010 gemeinsam für das medizinische Abschlussexamen gelernt – und waren sehr frustriert von den damaligen Möglichkeiten zur Vorbereitung. Wir hatten aber einen Lernstil entwickelt, bei dem wir uns gegenseitig viele Fragen zu Funktionsweisen gestellt und wesentliche Prinzipien und Zusammenhänge erklärt haben. Irgendwann fragten wir uns, warum nicht eigentlich eine Software genauso mit einem Lernen könnte.

Die Wurzeln von Amboss liegen in Köln. Was hat euch nach Berlin verschlagen?
In Köln konnten wir 2012 glücklicherweise eine leerstehende Wohnung kostenfrei nutzen, deswegen haben wir uns am Anfang die meiste Zeit dort aufgehalten. Aber schon drei, vier Monate nach dem Start haben wir zusätzlich eine Neuköllner Hinterhof-Wohnung angemietet, weil einige aus dem Team, Kenan und ich inklusive, in Berlin lebten. Über die Jahre ist Berlin stark gewachsen. Wir haben Büros an der Torstraße und inzwischen auch ein etwas größeres in Köln. Zuletzt öffneten wir unser Büro in New York für den US-Markteintritt. Zusammen ermöglichen uns alle Städte und natürlich auch die ausgedehnte Möglichkeit des Home Office aus einem Pool an Talenten zu schöpfen.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Unsere Software wird als Subscription vom Nutzer abonniert, wie man das zum Beispiel von Netflix kennt. Zunächst wird das Abo meist von den Anwendern selbst getragen. Dann sehen wir häufig eine Entwicklung: Über die Zeit werden ab einer kritischen Masse dieser Endnutzer die Lizenzkosten von der jeweiligen Institution – Krankenhaus oder Universität – für alle Nutzer übernommen.

Wie hat sich Dein Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
In unserem ersten Büro in Köln zog es ein wenig, die Wände waren nicht ganz dicht, das ist heute besser. Unsere Büros sind wirklich schön und wir fühlen uns sehr wohl. Meetings fanden früher nur auf deutsch und häufig auf dem Balkon oder in der Küche statt, heute spreche ich in Meetings meistens englisch in einen großen Bildschirm an der Wand. Auch die Atmosphäre hat sich natürlich etwas gewandelt. Früher war alles wilder, der kurze Dienstweg war stark frequentiert. Heute und bei der Anzahl an Mitarbeitern braucht es mehr feste Abmachungen. Der Kaffee hat sich dagegen nicht verändert, der war schon immer sehr lecker.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist dein Startup inzwischen?
Wir haben rund 350 feste Mitarbeiter in drei Büros – Berlin, Köln und New York -, davon circa ein Drittel Ärzte, einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich und 100 % Wachstum Year-over-Year.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Natürlich ist nicht immer alles perfekt und nach Plan gelaufen, keine Frage, aber richtig schief gegangen ist eigentlich noch nix – dafür haben wir mit zu vielen wichtigen Initiativen Erfolg gehabt. Was hätten wir noch mehr machen sollen? Noch stärker auf uns als Unternehmen und unsere Vision aufmerksam machen. Wir waren lange Zeit unter dem Radar unterwegs und auf unser Produkt fokussiert. Aber wir brauchen auch noch viele, viele gute Leute, die erst noch von uns erfahren müssen. Damit das noch besser funktioniert, haben wir uns zuletzt mit Saikat Das, zuvor in Managerposition bei Amazon, jede Menge Marketing-Know-how an Bord geholt.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Das erste Produkt, das sich wie ein Lauffeuer verbreitete und innerhalb eines Jahres 90 % Marktanteil eroberte, ist der Grundbaustein von allen nachfolgenden gewesen. Da hatten wir, vermutlich aufgrund unserer Zielgruppennähe, ein sehr gutes Gespür für den enormen Bedarf. Nach diesem Erfolg zu verstehen, dass da noch viel mehr möglich ist, und das Studium nur ein kleiner Teil innerhalb des ganzen Lebenszyklus eines Mediziners ist – der aber an jeder Stelle auf Wissen basiert – war die zentrale Erkenntnis bisher. Ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolges ist das Team und die Kultur: Hier haben wir intuitiv einiges richtig gemacht, sehr sorgfältig die Mitglieder unserer Familie ausgewählt. Dabei vor allem auf “high IQ AND high EQ” geachtet und dann gemeinschaftliche Werte gelebt, die uns heute und noch lange prägen werden.

Wo steht Amboss in einem Jahr?
Ich hoffe wir sind ein großes Stück weiter auf dem Weg, Mediziner weltweit mit evidenzbasierten, praktischen Informationen zu versorgen. Dass dieses Wissen wirklich im klinischen Alltag angewendet wird. Konkret wird das vor allem die Etablierung unseres englischsprachigen Amboss für Ärzte bedeuten. Aber auch den Ausbau des Angebots für deutsche Ärzte auf inhaltlicher und technischer Seite, den Ausbau der Lernmethodik für Studierende sowie die Etablierung unserer Global Health Initiative, die Amboss in die Winkel der Erde bringt, die andere Zugangsmodelle brauchen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#DealMonitor – navabi-Gründer kaufen ihr Startup zurück – Vistaprint übernimmt 99designs


Im aktuellen #DealMonitor für den 6. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

navabi
+++ Die navabi-Gründer Zahir Dehnadi und Bahman Nedaei kaufen ihr Unternehmen aus der Insolvenzmasse heraus. Der Shop für Plus-Size-Mode wird laut Impressum bereits von jpc united, die den Gründer jeweils zu 50 % gehört, betrieben. Vor der Insolvenz hielt der Private-Equity-Investor Verdane die Mehrheit an navabi. In den vergangenen Jahren flossen rund 35 Millionen Euro in das Unternehmen, das kürzlich von Aachen nach Köln gezogen ist. Ende Juli schlitterte navabi in die Insolvenz.  Davor musste das Startup in Folge der Corona-Krise massive Umsatzeinbußen von bis zu 70 % erleiden. 2018 erwirtschaftete navabi einen Umsatz in Höhe von rund 25,4 Millionen Euro (+ 15 %). Der Jahresfehlbetrag lag bei rund 5,1 Millionen (Vorjahr: 1,7 Millionen).

Scraegg
+++ Der Bielefelder Foodgigant Dr. Oetker investiert weiter in Scraegg, eine Rührei-Maschine. Das Unternehmen, das von Andreas Leonhard und Florian Hofbauer gegründet wurde, bietet in 15 Sekunden verzehrfähiges Rührei. Die kleine Maschine kann neben Rührei aber auch Porridge und Suppen machen. Derzeit ist die Jungfirma aus Wiesloch im B2B-Segment unterwegs. Für das kommende Jahr ist aber auch ein Küchengerät für den Hausgebrauch geplant. Oetker hält inzwischen knapp 40 % an Scraegg. #EXKLUSIV

Dryad
+++ Stihl Digital, der Corporate Venture-Arm der Stihl  Gruppe, das  Energieunternehmen LEAG, der Impact Investor Isar und Brandenburg Kapital investieren 1,8 Millionen Euro in Dryad. Das IoT-Startup mit Sitz in Berlin und Brandenburg, das von Carsten Brinkschulte geführt wird, entwickelt ein System zur ultrafrühen Erkennung von Waldbränden.

Codesphere 
+++ Der noch junge Geldgeber 468 Capital investiert gemeinsam mit Mirko Novakovic (Instana) und Ben Uretsky (Digital Ocean) 500.000 Euro in Codesphere. Das deutsch-amerikanische Startup, das 2020 von Elias Groll, Christian Siemoneit und Jonas Zipprick gegründet wurde, positioniert sich als “intelligente Plattform für die Entwicklung von WebApps”.

Prolupin
+++ Der European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) investiert neben Munich Venture Partners und eCapital Entrepreneurial Partners sowie Capricorn Partners und Novax in Prolupin. “Der European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) ist ein neuer paneuropäischer Fonds, der mit Eigenkapital- und Mezzanin-Finanzierungen in Wachstumsunternehmen der Bioökonomie und der zirkulären Bioökonomie investiert.  Er wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB) als Ankerinvestor unterstützt”, teilt die Jungfirma mit.  Prolupin bietet Lebensmittel aus Lupinen-Eiweiß an – etwa Joghurt, Desserts, Frischkäse, Milch und Eis. Prolupin ging 2010 als Fraunhofer Spin-off an den Start.

EXITS

99designs
+++ Die Digital-Druckerei Vistaprint übernimmt den australischen Grafikdesign-Marktplatz 99designs, der 2012 das Berliner Startup 12designer übernommen hatte. “99designs wurde von Cimpress akquiriert, dem Mutterkonzern von Vistaprint, und wird sowohl als Teil von Vistaprint als auch als eigenständige Marke geführt werden”, teilt das Unternehmen mit. 99designs ging 2008 an den Start. Von einem Online-Forum entwickelte sich das Unternehmen seitdem  zu einer “Community talentierter Grafikdesigner”. 99designs unterhält Büros in Melbourne, Australien, Oakland, Kalifornien, und Berlin. Der Umsatz lag 2018 bei 60 Millionen australischen Dollar. Accel und Recruit Strategic Partners investierten in der Vergangenheit 45 Millionen Dollar in 99designs. Vor einiger Zeit war bei 99designs sogar ein IPO ein Thema.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

MeDusch
+++ In der sechsten Folge investierten Regal-Löwe Ralf Dümmel und Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 100.000 Euro in MeDusch (30 %), einen Duschschaum, der ätherische Öle in die tägliche Körperpflege integriert. Gründerin Jacqueline Torres Martinez kam in die Vox-Show um ein Investment von 75.000 Euro für 20 % der Firmenanteile einzusammeln.

Schmucki
+++ In der sechsten Folge investierte Regal-Löwe Ralf Dümmel 100.000 Euro in Schmucki (40 %), einen Auto-Schmutzsack für Kinder. Das Schmucki-Team wollte ursprünglich 100.000 Euro für 20 % der Firmenanteile einsammeln.

Ella’s Basenbande
+++ In der sechsten Folge investierte Pharma-Löwe Nils Glagau 150.000 Euro in Ella’s Basenbande (20 %), Fertiggerichte die auf dem Prinzip der Säure-Base-basierten Ernährung basieren. Gründerin Ella della Rovere wollte ursprünglich  150.000 Euro für 15 % der Firmenanteile einsammeln.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Umfrage – “Von Food über Fashion hin zu Tech, hier ist alles vertreten”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Doch was genau macht überhaupt den Reiz der Startup-Szene in Köln aus? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

In Köln ist in den letzten Jahren viel passiert: Es gibt ein starkes und hilfreiches Netzwerk, das einen weiterbringt und zudem ist das rheinländische Einzugsgebiet mit Düsseldorf und Bonn, aber auch dem Ruhrgebiet, sehr attraktiv.
Tino Engelmann, Pinkbus

Was für die Stadt gilt, gilt auch in der Startup Szene: Vielfalt! Von Food- über Fashion- hin zu Tech-Startups, hier ist alles vertreten. Das schöne ist, dass die Startup Szene in Köln nicht so groß ist, dass man den Überblick verliert. Hier kennt man sich auch über die Grenzen seines Businesses hinaus, was zu inspirierendem Austausch und Support in allen Bereichen führt. Gleichzeitig werden die Startup-Veranstaltungen nie langweilig, weil immer neue Themen aufeinander treffen. So hat man an einem Abend schnell mal etwas über die veganes Eis (NOMOO), Phishing-Mails (SoSafe) und Freiwilligenarbeit im Ausland (Volunteerworld) gelernt.
Lea Matschke, Brajuu

Köln ist eine Großstadt, die sich wie ein Dorf anfühlt. Dementsprechend ist die Startup-Szene zwar nicht so groß, dafür besteht jedoch ein intensiver Austausch untereinander.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Die Kölner Gründerszene floriert. Wir erleben hier eine attraktive und vor allem aktive Community.
David Henn, Cannamedical

Ehrlich Gesagt weiß ich das nicht. Auch wenn ich es liebe zu Netzwerken, ich glaube in Köln habe ich mein geringstes Netzwerk. Wie so häufig schaffe ich es selten zu Startup-Events in Köln zu gehen. Wenn ich in anderen Städten bin, nehme ich mir häufiger dafür Zeit, da ich ja sonst nichts anderes zu tun habe. In Köln hat man Familie, Freunde etc. wo man ohnehin schon aufpassen muss, dass die nicht zu kurz kommen.
Daniel Vollmer, Flowtify

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Brandneu – 5 neue Startups, die wir ziemlich genau beobachten


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

twinwin
Hinter twinwin verbirgt sich eine Plattform, mit der sich Unternehmen “fair und sicher von Mitarbeitern trennen” können. Gelingen soll dies über “tech-unterstützte Rechtsexpertise”. Das Berliner Startup, das von Max Bauermeister und Eleni Arvaniti gegründet wurde, verspricht dabei eine “Win-win für Arbeitgeber & Arbeitnehmer”. 

yuccaHR
Die Jungfirma yuccaHR kümmert sich um das Onboarding von neuen Mitarbeitern.”Mit Hilfe von Onboarding-Templates und Inhalten kann jedes Unternehmen in kürzester Zeit einen vernünftigen Onboarding Prozess erstellen”, verspricht das Unternehmen. Gründer des Startups aus Duisburg sind Niek van der Veen, Jure Skara und Florian Baum.

Rail-Flow
Rail-Flow bietet eine Plattform an, über die Kunden Schienengüterverkehr von der Anfrage bis zur Abrechnung planen und organisieren können. Das Startup aus Frankfurt am Main beschriebt sich selbst als “digitale B2B-Lösung zur Anfrage und Beauftragung von Güterbahnen”. Gegründet wurde das Logistik-Unternehmen von Dominik Fürste und Osman Akdemir.

Scobees
Das junge EdTech Scobees, das sich an Schülerinnen und Schüler richtet, soll diesen helfen selbstbestimmt und vor allem digital zu lernen. Dabei ist Scobees so ausgerichtet, um Kinder individuell zu fördern. Das System wurde in Zusammenarbeit mit einigen Schulen entwickelt. Gegründet wurde das Startup aus Köln von Annie Dörfle und Lena Spak.

avegoo
Mit der avegoo-App können Menschen, die viel unterwegs sind, überall einen “optimalen Arbeitsplatz”, ganz in der Nähe finden. “Unser Partnernetzwerk umfasst Coworking Spaces, Hotels und Cafés, sowie leerstehende Büroflächen”, teilt das Gründerteam (Sonja Eckert, Anja Pfäffle, Jannic Benitz und Viktor Tscharf) mit. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Hintergrund – 6 Startup-Artikel aus Köln, die jeder gelesen haben sollte


In der Domstadt Köln gibt es schon seit Jahren eine äußerst umtriebige Startup-Szene. Diese begleiten wir auch 2020 wieder aktiv und intensiv. In den vergangenen Tagen und Wochen gab es wieder einige spannende Nachrichten und Meldungen aus Köln, die wir hier noch einmal übersichtlich zusammenfassen. Hier unsere Startup-News, die jeder Kölner gelesen haben sollte.

Vytal
Schon der Pitch der Vytal-Gründer begeisterte, die Bewertung jedoch nicht so sehr. Fast scheiterte daran ein Deal, doch die Gründer konnten schließlich Georg Kofler überzeugen. Mit Argumenten und Leidenschaft erkämpften sie sich schließlich doch noch den so wichtigen Handschlag. Doch warum kamen sie ihm dann nicht “einfach” mit der Bewertung entgegen?

xdeck
Eine neue Startup-Klasse geht bei xdeck, dem jungen Brutkasten der Fond of-Macher, an Bord. Aus mehr als 100 Bewerbern wurden diesmal insgesamt zehn Startups ausgewählt. Dazu gehören Datazeit, FarmInsect, Forenamics, Mimica und Mirrads.

Scobees
Mit Scobees wird die Schule digital. Dabei ist Scobees so ausgerichtet, um Kinder individuell zu fördern. Ein Startup in Schulen zu etablieren ist aber durchaus eine Herausforderung. Zumindest aber wurde das System in Zusammenarbeit mit einigen Schulen entwickelt.

SoSafe
Bei SoSafe dreht sich alles um Phishing-Emails, Ransomware-Fallen und Viren. Aber im guten Sinne. Das Unternehmen schult seine Nutzer im Umgang mit diesen Themen. Das 2018 gegründete Unternehmen verfügt bereits über 220 Kunden.

DueDash
Das junge Unternehmen DueDash bringt Gründer und Experten aus aller Welt zusammen. Das Motto dabei lautet “Making Startups Investable”. Konkret es somit um Unterstützung sein Geschäft aufzubauen und Investmentgelder zu erhalten.

Steereon
Hinter Steereon verbirgt sich ein Hybrid aus E-Bike und E-Scooter. “Das Thema Mikromobilität wird immer wichtiger. Genau hier wollen wir Lösungskonzepte anbieten, die nicht nur funktional sind, sondern die auch jede Menge Spaß machen”, sagt Gründer Maximilian Camp.

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In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Brandneu – 5 junge Startups, die jeder auf dem Schirm haben sollte


Jeden Tag entstehen überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Startups. deutsche-startups.de präsentiert an dieser Stelle wieder einmal einige ganz junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten an den Start gegangen sind sowie einige junge Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind und erstmals für Schlagzeilen gesorgt haben.

Echometer
Das junge Unternehmen Echometer entwickelt Lösungen für digitales Mitarbeiter-Feedback und Teamentwicklung in Unternehmen. Dabei verspricht das Startup aus Münster: “Echometer gibt dir alles, um deine Teams erfolgreich entwickeln zu können”.? Gründer sind Robin Roschlau und Christian Heidemeyer.

aparkado
Mit dem Kölner Startup aparkado finden LKW-Fahrer immer einen Parkplatz. “aparkado verbindet LKW-Fahrer, Transportunternehmen und Parkplatzbesitzer. Dadurch kann aparkado die besten Parkplätze vorschlagen und die vorhandene Parkplatznot bekämpfen”, teilt das Startup mit. Gründer ist Philipp Henn.

Xpoli
Xpoli kümmert sich um das Messen von Kundenbewegungen. Das Startup aus Heroldsberg misst dabei unter anderem, welche Teile eines Geschäfts bei Kunden am besten ankommen. “Das können wir, ohne deren Privatsphäre zu verletzen”, teilt das junge Unternehmen mit. Gründer sind Thomas Pellkofer, Stefan Zeh, Thomas Reinhardt und Gunnar Payer.

inuvia
Bei inuvia aus Berlin geht es um eine Mischung aus “hyto-nutritiven Mikronähr- und Pflanzenstoffen”, die als Nahrungsergänzungsmittel daher kommen. Diese sollen sich an “biochemischen Vorgängen der Zellen und Mitochondrien des menschlichen Körpers orientieren. Gründer ist Eric Hopf.

stromee
stromee verspricht seinen Kunden “Ökostrom zum Einkaufspreis, einfach und digital mit der stromee App”. Hinter dem neuen Dienst steckt das Berliner Unternehmen homee, das Smart Home-Lösungen für OEM-Partner, Gebäudeausstatter und Endkunden anbietet. Gründer sind Mario Weißensteiner und Waldemar Wunder.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über junge, frische und brandneue Startups, die noch nicht jeder kennt. Alle diese Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der bundesweiten Startup-Szene und im besten Fall auf die Agenda von Investoren, Unternehmen und potenziellen Kooperationspartnern. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Umfrage – “Ein Unicorn wäre wünschenswert!”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Es sind aber noch Wünsche offen! In den vergangenen Monaten haben wir wieder zahlreiche Gründerinnen und Gründer ganz gezielt nach ihren Wünschen für den umtriebigen Startup-Standort Köln gefragt. Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

Einen Fast-Track bei allen behördlichen Angelegenheiten für Startups und viel mehr Sonnentage im Jahr.
Stanislav Grytsenko, AeroMates

Erstens: Wir finden, Köln hat in definitiv mehr Aufmerksamkeit in der deutschen Startup Szene verdient! Wir würden uns freuen, wenn häufiger über Kölner Gründer berichtet werden würde. Zweitens: Wir wünschen uns, dass Köln auch für größere Startups attraktiv wird bzw. bleibt. Häufig zieht es in Köln groß gewordene Startups nach Berlin, was u.a. sicher mit der größeren Investorendichte dort zusammenhängt. Ein Unicorn für Köln wäre wünschenswert! Drittens: Dass die Startup-Szene in Köln so bodenständig und gelassen bleibt, wie sie aktuell ist – denn et kütt wie et kütt.
Lea Matschke, Brajuu

Erstens: Mehr Digitalisierung in der Verwaltung. Vom Finanzamt bis zum Einwohnermeldeamt Zweitens: Mehr Support der Kreativ-Szene durch bezahlbare, attraktive Standorte. Egal ob IT-Startup oder Club. Drittens: Kostenloser, funktionierender öffentlicher Nahverkehr.
Daniel Vollmer, Flowtify

Erstens: Mehr Investoren mit eigener Startup-Erfahrungen. Zweitens: Mehr Förderprogramme für Startups in frühen Phasen. Drittens: Mehr Talente mit guten Product-Skills – Softwareentwickler, Product Designer & Product Manager.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Ich wünsche mir für Köln, dass es seinen Platz als Start-Up und Wirtschaftsstandort Nummer 1 in NRW weiter halten und ausbauen kann. Ich wünsche mir, dass es viele weitere erfolgreiche Gründer in Köln geben wird, die das Ökosystem erweitern. Ich wünsche mir, dass sich Köln weniger mit Berlin vergleichen muss und nicht länger als Underdog gehandelt wird.
David Henn, Cannamedical

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#Hintergrund – Vytal: Der Unterschied zwischen Wollen und Können bei der Bewertung


Bewertungen sind immer wieder Kernthema bei Investorenverhandlungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb von “Die Höhle der Löwen”. Die Suche nach der einen, absolut wahren und immer zutreffenden Formel oder Methode blieb jedoch bisher ergebnislos. Zwar findet man nach kurzer Recherche schnell ausführliche Beschreibungen und Anleitungen wie z.B. zu der “Dicounted-Cashflow”-Methode (DCF), in der Realität ist ein solches Rechenergebnis jedoch vor allem in frühen Startup-Phasen selten ausschlaggebend.

Das liegt vor allem daran, dass die meisten dieser Methoden auf Werten basieren, die bei sehr jungen Unternehmen nur schwer vorhersehbar sind, wie z.B. die geplanten Umsätze. Das ist auch einer der Gründe, warum man Umsätze bottom-up auf Basis möglichst konkret ermittelter Branchen-KPIs bei Investoren (und in Finanzplänen) kalkulieren sollte, und nie top-down etwa von der Marktgröße argumentieren sollte. Hieraus entstehen dann nämlich allzu oft völlig übertriebenen Bewertungen, und nicht nur einmal hat man  auch die Löwen sagen hören, das die Größe eines Marktes keine Bewertungsargumentation ist.

Oberflächlich betrachtet hätte bei Vytal zunächst der Eindruck entstehen können, dass die Gründer genau diesen Weg gegangen sind. Denn die Bewertung wurde von allen Löwen als wesentlich zu hoch empfunden, und die Gründer argumentierten häufig mit den Aussichten eines globalen Geschäftsmodells.

Was gerade in der Höhle vielen Gründern auch passiert, ist, den Löwen eine Bewertung wie für einen reinen Finanzinvestor anzubieten, also einen Investor, der sich außer der Bereitstellung von Kapital nicht viel einbringt. Doch Investoren wie die Löwen bieten wesentlich mehr, vielen Gründern ist hier sogar oft z.B. der Zugang zu Vertriebskanälen wichtiger als das Kapital selbst, und genau diese Leistungen müssen eben auch bei der Bewertung berücksichtigt werden, schließlich wären viele davon mit Geld kaum zu bezahlen.

Im Fall von Vytal hatte man jedoch nicht das Gefühl, dass die Gründer die Investoren und ihre Bedeutung unterschätzten, denn immer wieder betonten sie, was sie sich von einem starken Investor erhofften und dass sie unbedingt mit einem oder mehreren der Löwen arbeiten wollten. Doch das Gegenangebot von Dr. Georg Kofler und Nico Rosberg war mit 25% weit von den ursprünglich angebotenen 10% entfernt. Daher hat es auch weniger überrascht, dass die Gründer nun ihrerseits ein neues Angebot machten. Allerdings hätten viele Zuschauer ein wenig mehr Entgegenkommen von ihnen erwartet, denn die nun vorgeschlagenen 12,5% wirkten nicht so, als ob die Gründer unbedingt einen Deal haben wollten. Auch nach einem weiteren Entgegenkommen der Löwen mit 20% zeigte sich im Angebot der Gründer keine Bewegung. Dadurch verloren sie Nico Rosberg, Dr. Georg Kofler machte jedoch schließlich den Deal alleine. Doch was gab hier den Ausschlag und überzeugte letztendlich, dass die Gründer, wie sie auch sagten, nicht mehr Anteile anbieten “konnten” und nicht nur einfach nicht “wollten”?

Schon recht früh in der Argumentation der Bewertung legten die Gründer dar, welche Skalierungsmöglichkeiten sie in ihrem Geschäftsmodell sahen, und in diesem Zug auch, dass daher im Laufe des Wachstum noch viel mehr weiteres Geld nötig sei, und daher auch weitere Investitionsrunden. Solche weiteren Runden, die oft eine mindestens 7-stellige Investmentsumme umfassen, werden dann meistens von reinen Finanzinvestoren angeführt, die normalerweise ein bestimmtes Set an Regeln haben, nach denen sie investieren. Eine der verbreitetsten ist hierbei, dass die Gründer noch einen erheblichen Anteil der Unternehmensanteile besitzen, was viel mit Motivation und Commitment der Gründer, aber auch z.B. mit Entscheidungsstrukturen zu tun hat. Einen zu hohen Anteil in einer frühen Runde abzugeben, könnte also das scheitern späterer Investorenakquisen und damit auch das Ende des Unternehmens bedeuten.

Dieses Argument wird jedoch häufiger genutzt, als es tatsächlich zutrifft, es müssen schon einige Merkmale in der Komposition von Markt, Geschäftsmodell und Unternehmensphase vorliegen, um wirklich sagen zu können, dass man nicht mehr Anteile abgeben “kann” obwohl man den Investor unbedingt an Board haben will.

Ein weiteres Indiz, dass dies im Fall von Vytal zutrifft, kann in der genauen Nachfrage von Dr. Georg Kofler nach den Sklalierungsplänen gesehen werden, denn natürlich dreht sich bei einem solchen Modell alles ums Wachstum.

Schließlich schien ihn die Antwort zufrieden zu stellen und wir dürfen gespannt sein, ob mit Vytal endlich ein global agierendes Modell im Kampf gegen die Plastikberge von Essensverpackungen entsteht.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik. Die jeweiligen Deals und Nicht-Deals gibt es hier: “Die Höhle der Löwen (8. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen (7. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (6. Staffel)Die Höhle der Löwen” – Deals (5. Staffel), “Die Höhle der Löwen – Deals (4. Staffel)“, Die Höhle der Löwen – Deals (3. Staffel)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2. Staffel)“, “