#CaptableCheck – Vier Investoren halten rund 55,7 % an Medwing


Das Berliner Startup Medwing, 2017 von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer gegründet, positioniert sich als Jobdienst rund um das Gesundheitswesen. Cathay Innovation sowie die Altinvestoren Northzone, Atlantic Labs und Cherry Ventures investierten kürzlich 28 Millionen Euro in Medwing. “Wir haben heute die Technologien, um das Gesundheitswesen ganz anders zu denken und zu leben – für alle besser zu machen. So können wir zum Beispiel Berufs- und Familienleben für medizinisches Personal so zusammenbringen, dass niemand mehr gestresst sein muss”, sagte Mitgründer Roggendorf zum Investment.

Cathay Innovation hält derzeit rund 10,7 % an Medwing. Northzone ist mit 17,2 % an Bord. Cherry Ventures hält rund 10 % der Anteile. Atlantic Labs wiederum ist mit 17,7 % dabei. Zudem sind unter anderem noch Schibsted Marketplaces Invest (3,3 %) und Home24-Gründer Felix Jahn (1,8 %) an Medwing beteiligt. Die vier klassischen Geldgeber halten somit drei Jahre nach dem Start rund 55,7 % an Medwing.

Medwing-Gründer Roggendorf ist übrigens noch mit 15,9 % an Bord. Mitstreiter Fischer hält derzeit 12,5 %. Mitgründerin Tung ist bereits 2018 bei Medwing ausgestiegen und hält auch keine Anteile mehr an ihrem Unternehmen. Das Gründerteam kommt somit zusammen noch auf rund 28,4 % an ihrem Unternehmen.

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#Interview – “Wir haben zwei Jahre unter der Wahrnehmungsschwelle gearbeitet”


Das Berliner Startup Medwing , das 2017 von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer gegründet wurde, positioniert sich als Jobdienst rund um das Gesundheitswesen. Cathay Innovation sowie die Altinvestoren Northzone, Atlantic Labs und Cherry Ventures investierten kürzlich 28 Millionen Euro in Medwing. Derzeit ist das junge HR-Startup in Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterwegs. Zuletzt wirkten rund 200 Mitarbeiter für Medwing.

“Mittlerweile sind über 200.000 Kandidaten in unserem Pool angemeldet, über 15.000 kommen monatlich hinzu. Damit sind wir der größte Personalpool im Gesundheitswesen in Europa. Über 100 Pflegekräfte finden monatlich über uns einen festen Job in einer neuen Einrichtung, parallel werden Monat für Monat über 2.000 Schichtretter an Kliniken und Pflegeeinrichtungen vermittelt. Wir arbeiten aktuell mit über 2.500 Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland zusammen”, sagt Gründer Roggendorf zum Stand der Dinge bei Medwing.

Derzeit bereitet das Unternehmen die Expansion in andere Länder vor. “Die bestehenden Märkte werden wir parallel skalieren und sowohl für die Kandidaten als auch für die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen immer mehr Services anbieten. Damit wollen wir den Einrichtungen im Gesundheitswesen helfen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, sodass wir langfristig mehr Arbeitnehmer in der Branche halten und hoffentlich viele Berufseinsteiger für die Branche begeistern können”, führt Roggendorf weiter aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen Roggendorf und Mitstreiter Fischer außerdem über Recruiting, Corona und Markenrechte.

Wie würdest du deiner Großmutter Medwing erklären?
Medwing hilft Kranken-, Altenpflegern und Ärzten, die Jobs zu finden, die am besten zu ihnen passen. Wir bieten Vollzeit-, Teilzeit- und Nebenjobs sowie flexibles Arbeiten in Zeitarbeit. Medwing möchte es jeder Fachkraft ermöglichen, so zu arbeiten, wie es zum individuellen Lebensentwurf passt. Arbeitgeber, also Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zum Beispiel, entlasten wir bei der Kandidatensuche und können bei Bedarf auch kurzfristig Schichten besetzen.

Wie genau funktioniert das?
Wir unterstützen in der Bewerbungsphase, in der Karriere- und Fortbildungsplanung. Dafür setzen wir moderne Technologie ein: unsere App, unsere Matching-Technologie und unsere Online-Plattform, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbindet. Das hilft, Bewerbungsprozesse zu vereinfachen und die Kommunikationswege sehr kurz zu halten. Am Ende sorgen wir so für mehr Zufriedenheit und gut gelauntes Personal vor Ort und wir können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass sich kein Patient unterversorgt fühlen muss oder gar Stationen zeitweise schließen müssen – das kommt tatsächlich gerade in Deutschland immer wieder vor. Kurzum: Unsere Mission ist es, das Arbeiten in den Gesundheitsberufen attraktiver zu gestalten und den weltweiten Personalmangel im Gesundheitswesen zu beheben.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Unser Fahrplan hat sich nicht wirklich verändert. Von Beginn an haben wir die technische Infrastruktur aufgebaut, um eine Matching-Plattform und einen sehr großen Kandidatenpool managen zu können. Mittlerweile lässt sich immer mehr automatisieren, der Marktplatz wird liquider und wir können weitere Themengebiete erschließen, um die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzutreiben. Inzwischen sind wir bei über 200.000 Pflegekräften, die sich auf unserem Portal angemeldet haben und die bundesweit im Einsatz sind. Auf Arbeitgeberseite arbeiten wir mit über 2.500 Einrichtungen zusammen. Etwas überspitzt gesagt: Könnten wir an einem Tag alle vermitteln, hätte sich das mit dem Pflegenotstand über Nacht erledigt.

Kürzlich konntet ihr 28 Millionen Euro einsammeln. Wofür braucht ihr so viel Geld?
Unsere jüngste Finanzierungsrunde war für uns kein Ziel per se, sondern hilft uns dabei, die nötigen Investments zu machen, um unsere Vision zu erfüllen. Wir verstehen das auch als wichtiges Zeichen an alle jungen Health-Tech- und Digital-Health-Unternehmen und als Hinweis, dass hier ein Umdenken hinsichtlich der gesellschaftlichen Bedeutung und Wertschätzung der Menschen stattfindet, die sich tagtäglich um unsere Gesundheit kümmern. Unternehmerisch gesehen brauchen wir solche Volumen auch. Eben weil wir uns zum Ziel gesetzt haben, einen wichtigen Teil des Gesundheitswesens – nämlich das Recruiting, das Personalmanagement und die Schichtplanung zu digitalisieren, um medizinische und pflegerische Berufe wieder deutlich attraktiver zu machen. Wir bauen hier also tatsächlich einen Teil des Gesundheitssystems um. Da sind die Erwartungen in vielen Bereichen sehr groß und sollen auch erfüllt werden. Es ist also deutlich komplexer als einfach nur eine App oder Ähnliches zu programmieren. Außerdem haben wir Medwing von Anfang an so gedacht, dass wir auch international aktiv sein werden, was wir jetzt noch weiter ausbauen. Denn Personal ist in allen Gesundheitssystemen der Welt ein wichtiges Thema – und genau mit diesem globalen Ansatz entwickeln wir unsere technologischen Lösungen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?
Wir sind vor Corona angetreten, um auf den Personalmangel und die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen hinzuweisen und um aufzuzeigen, wie man das Gesundheitssystem modernisieren kann und muss. Mehrere hunderttausend Ärzte und Pflegekräfte sind nicht mehr in ihrem Beruf aktiv, weil die Arbeit anstrengend, unterbezahlt und nur schwer vereinbar ist mit Privatleben oder Familie. Das war auch für viele andere ein wichtiges Thema, aber eben bislang auch nur ein Thema unter vielen. Und dann: Corona. Plötzlich sprachen alle von Systemrelevanz, darüber, wie wichtig medizinisches und pflegerisches Personal ist, dass man hier mehr Wertschätzung entgegenbringen muss. Es wurde gefragt, wie man jetzt schnell die stille Reserve aktivieren kann. Also all diejenigen, die zum Beispiel bewusst auf eine pflegerische Ausbildung gesetzt, aber aufgrund der starren Schicht-Systeme und der Unzufriedenheit im Job, einfach die Branche gewechselt haben. Viele Augen richteten sich dann auf uns, weil wir schnell Fachkräfte finden, Bewerbungsprozesse effektiv und passgenau durchführen können. Wir waren also mitten im Zentrum des Geschehens.

Wie habt ihr darauf reagiert?
Im Team haben wir uns dann gefragt: wie können wir in dieser Situation helfen? Innerhalb nur weniger Tage haben wir uns dann einfach an unserer Medwing-Plattform orientiert und die eigenständige bundesweite Corona-Hilfs-Initiative “Wir wollen helfen” gestartet. Von unserer Seite haben wir das pro bono gemacht – also kostenfrei für alle. Das war uns wichtig. Wir wollen nicht von einer Krise profitieren. Über die Initiative haben sich in nur wenigen Wochen über 10.000 Gesundheitsfachkräfte und Freiwillige angemeldet, darunter auch viele Job-Ru?ckkehrer. Die Bereitschaft zu helfen, war innerhalb der Bevölkerung enorm. Das hat uns sehr berührt, motiviert und gezeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden mit unserer Mission. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer entlasten das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und unterstu?tzen Privathaushalte, die Hilfe benötigen. Durch den Einsatz der technologischen Medwing-Infrastruktur inklusive mobiler Kommunikation hat sich die Initiative als ein wichtiges und sehr responsives Instrument zur Aktivierung von Fachkräften, Freiwilligen und der stillen Fachkräfte-Reserve etabliert, das unter anderem auch vom Bundesgesundheitsministerium unterstu?tzt und beworben wird. Die Plattform “Wir wollen helfen” spricht die gesamte Gesellschaft an und fungiert langfristig als Bereitschaftspool, der in Notfällen abgerufen werden kann.

Wie ist überhaupt die Idee zu Medwing entstanden?
Freunde und Verwandte, die als Ärzte oder in der Pflege arbeiten, haben uns immer wieder Stories aus dem Alltag erzählt. Über Stress, Unzufriedenheit, Unterbesetzung, Schlafmangel, geringe Wertschätzung, Unvereinbarkeit von Schichtarbeit und Privatleben. Am Schluss kam immer: Da müsstet ihr als Gründer mal was machen. Johannes hat sich dann den Markt angesehen und schnell gemerkt: die Lage ist tatsächlich sehr widersprüchlich. Einerseits wird allerorten von Pflegenotstand gesprochen, die WHO nennt den Fachkräftemangel “eine der größten Herausforderungen des Gesundheitswesens”, andererseits ist die Fluktuation und die Quote der Arbeitnehmer, die ihren Beruf eigentlich sehr mögen, aber trotzdem nach nur wenigen Jahren aussteigen, extrem hoch. Der Grund ist oft ein klassisches Matching-Problem der Erwartungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Hier haben wir angesetzt und mit unserer Matching-Plattform und der mobilen Anbindung der Kandidaten über die App eine sehr, effiziente und transparente Lösung geschaffen.

Wie genau funktioniert eigentlich euer Geschäftsmodell?
Medwing erhält eine Gebühr für jeden vermittelten Kandidaten vom Arbeitgeber – unabhängig davon, ob eine Voll- oder Teilzeitstelle zu besetzen ist oder ein “Schichtretter” für das Wochenende gesucht wird. Jedoch wird unser Honorar erst dann fällig, sobald die Personalsuche erfolgreich abgeschlossen ist. Sollte ein Bewerber frühzeitig wieder aussteigen, gibt es eine Rückerstattung. Für die Kandidaten ist unser Service kostenlos – inklusive der Optimierung der Lebensläufe oder der langfristigen Karriereberatung durch unsere Medwing-Coaches. Die Arbeitgeber können auch technische Unterstützung und Services bei uns erwerben – beispielsweise Schichtplanungs- oder Personalpool-Management-Lösungen.

Wie hat sich Medwing seit der Gründung entwickelt?
Bislang sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden. Wir arbeiten in einem Markt, in dem ein Bedarf an Angeboten herrscht, wie unseren. Es gibt zudem kein anderes Unternehmen in Deutschland und Europa, sogar weltweit nicht, das ähnlich aufgestellt ist: wir kombinieren skalierbare Technik mit persönlicher, menschlicher Karriereberatung. Wir machen keinen Unterschied in der Beratung und Betreuung von Ärzten und anderem medizinischen oder pflegerischen Personal. Ein Journalist hat über uns einmal geschrieben, dass wir Pflegekräften so viel Aufmerksamkeit zuwenden würden, wie anderswo nur Manager erhielten. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Medwing inzwischen?
Mittlerweile sind über 200.000 Kandidaten in unserem Pool angemeldet, über 15.000 kommen monatlich hinzu. Damit sind wir der größte Personalpool im Gesundheitswesen in Europa. Über 100 Pflegekräfte finden monatlich über uns einen festen Job in einer neuen Einrichtung, parallel werden Monat für Monat über 2.000 Schichtretter an Kliniken und Pflegeeinrichtungen vermittelt. Wir arbeiten aktuell mit über 2.500 Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland zusammen. Medwing selbst beschäftigt momentan mehr als 200 Angestellte aus über 30 Nationen und ist bereits in Deutschland, Frankreich und Großbritannien aktiv.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Jetzt bitte nicht lachen. Aber wir hatten uns die Markenrechte nicht so gesichert, wie wir es hätten machen sollen. Hier gab es dann nachträglichen Klärungsbedarf. Wir haben diese Hürde aber letztendlich genommen und sind allen Beteiligten und Verhandlungspartnern sehr dankbar, dass alles so unkompliziert gelöst wurde.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir gehen sehr strategisch, fokussiert und reflektiert vor. Daher haben wir auch erstmal zwei Jahre unter der Wahrnehmungsschwelle gearbeitet, Ergebnisse produziert, Strukturen und Netzwerke aufgebaut. Die Zeit haben wir uns genommen, damit wir zum einen erstmal die nötige kritische Masse erreichen, mit der man dann als Partner im Gesundheitssystem tatsächlich wahr- und ernstgenommen wird. Zum anderen wollten wir einen unternehmerischen und technologischen Vorsprung herausarbeiten, um in unserem Bereich eine gute Position einzunehmen, die uns auch nicht so schnell streitig gemacht werden kann. Das war uns sehr wichtig und hat auch gut funktioniert.

Wo steht Medwing in einem Jahr?
Momentan sind wir schon in Deutschland, Frankreich und UK aktiv, nach und nach werden weitere Länder hinzukommen. Die bestehenden Märkte werden wir parallel skalieren und sowohl für die Kandidaten als auch für die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen immer mehr Services anbieten. Damit wollen wir den Einrichtungen im Gesundheitswesen helfen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, sodass wir langfristig mehr Arbeitnehmer in der Branche halten und hoffentlich viele Berufseinsteiger für die Branche begeistern können.

Tipp: 5 Fakten über den millionenschweren Jobdienst Medwing

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#Podcast – News #15 – tausendkind – Campanda – PlusDental – Bryter – Medwing


Im ds-News-Podcast spricht ds-Chefredakteur Alexander Hüsing regelmäßig über die wirklich wichtigsten Neuigkeiten aus der deutschen Startup-Szene. Also über Deals, Exits und Startup-News, die ihr unbedingt mitbekommen haben solltet. Pro Ausgabe erreicht der unser Insider-Podcast derzeit über alle Plattformen hinweg mehr als 5.000 Hörer. Hier die die neueste Ausgabe.

News #16 – Die Themen

* Weltbild übernimmt tausendkind #ANALYSE

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News #16 – Unser Podcast

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#Hintergrund – 5 Fakten über den millionenschweren Jobdienst Medwing


Das Berliner Startup Medwing positioniert sich als Jobdienst rund um das Gesundheitswesen. Die Jungfirma wurde von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer ins Leben gerufen. Nach eigenen Angaben arbeitet die Jungfirma bisher mit “über 2.500 Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland zusammen”. Cathay Innovation sowie die Altinvestoren investierten kürzlich 28 Millionen Euro in Medwing. “Wir haben heute die Technologien, um das Gesundheitswesen ganz anders zu denken und zu leben – für alle besser zu machen. So können wir zum Beispiel Berufs- und Familienleben für medizinisches Personal so zusammenbringen, dass niemand mehr gestresst sein muss”, sagte Mitgründer Roggendorf zum Investment. Hier 5 spannende Fakten über den millionenschweren Jobdienst.

Ursprung
Medwing wurde 2017 von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer gegründet. Anfangs war das Startup, das von Atlantic Labs massiv vorangetrieben wurde, als you4med unterwegs. Roggendorf gründete zwei Jahre zuvor bereits HeavenHR, eine cloudbasierten Personalverwaltung. Mitstreiter Fischer wirkte zuvor als Managing Director bei der mysportgroup, zuvor war er CMO bei Home24. Beim Berliner Möbel-Shop war auch Medwing-Macher Roggendorf zeitweise beschäftigt. Mitgründerin Tung wiederum stieg bereits im Herbst bei Medwing aus. Sie ist auch nicht mehr am Unternehmen beteiligt.

Status quo
“Wir sorgen dafür, dass die Krankenhäuser das Personal bekommen, welches sie brauchen und Kandidaten die Jobs finden, die sie verdienen”, teilte das Startup 2018 über sein Konzept mit. In der Selbstbeschreibung des jungen Unternehmens, das schon früh von Home24-Mitgründer Felix Jahn finanziell unterstützt wurde, hieß es damals weiter: “Wir vermitteln kompetente Mitarbeiter/innen aller Fachrichtungen im Gesundheitswesen für Festanstellungen und freiberufliche Tätigkeiten auf Honorarbasis im In- und Ausland”. Heute beschriebt sich das Startup selbstbewusst als “europaweit führende Jobmatching- und Karriereberatungsunternehmen für alle Gesundheitsberufe”. Dazu noch ein Zitat aus der aktuellen Selbstbeschreibung: “Mit über 200.000 ausgebildeten Fachkräften verfügt Medwing über einen der größten Arbeitnehmerpools für medizinische und pflegerische Berufe in Deutschland und Europa. Momentan arbeitet das Unternehmen mit über 2.500 Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland zusammen”. Derzeit ist das Startup in Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterwegs. Zuletzt wirkten rund 200 Mitarbeiter für Medwing.

Geschäftsmodell
Medwing verdient nur Geld, wenn das Startup einen guten Job macht! “Erst wenn Ihre Personalsuche erfolgreich abgeschlossen ist, wird unser Honorar fällig. Sollte ein Bewerber frühzeitig wieder ausscheiden, erhalten Sie eine Rückerstattung”, heißt es auf der Website. Wichtig: Medwing will dabei mehr sein, als eine Personalvermittlung: “Wir schaffen eine Win-Win-Win Situation: Einrichtungen sparen Personalkosten, weil sie passende Fachkräfte vermittelt bekommen, oder flexibel buchen; Pflegefachkräften bleibt eine frustrierende Suche erspart; Patientinnen und Patienten können besser versorgt werden. So bringt Medwing Jobsuchende und Einrichtungen zusammen”:

Investoren
Cathay Innovation sowie die Altinvestoren Northzone, Atlantic Labs und Cherry Ventures investierten kürzlich 28 Millionen Euro in Medwing. “Die Digitalisierung der Arbeitswelt und des
Gesundheitswesens gehören zu den Kernthemen unserer Investitionen bei Cathay Innovation. Medwing ist in genau diesem Bereich führend, daher ist es auch kein Zufall, dass wir dieses Health-Tech-Unternehmen für unsere erste Investition in Deutschland ausgewählt haben. Medwing hat bereits in vielen Krankenhäusern und Einrichtungen die Recruitingprozesse, das Personalmanagement und dadurch die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich insgesamt optimiert. Wir glauben fest an die Vision von Johannes und Timo und freuen uns, sie bei ihrer weiteren Expansion in Europa zu unterstützen”, sagte Jacky Abitbol, Partner bei Cathay Innovation, zum Einstieg. Cathay Innovation hält derzeit rund 10,7 % an Medwing. Northzone ist mit 17,2 % an Bord. Cherry Ventures hält rund 10 % der Anteile. Atlantic Labs wiederum ist mit 17,7 % dabei.

Zahlen
Bisher veröffentlichte das Startup nur seine Jahresabschlüsse für die Jahre 2017 und 2018. Im ersten Jahre kostete der Aufbau des HR-Startups 399.739 Euro. Im zweiten Jahr waren es schon 2,1 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Medwing in den ersten beiden Firmenjahren somit rund 2,5 Millionen.

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#DealMonitor – 8 richtig heiße Startups, die wir im Blick behalten


Auch mitten in der Corona-Krise konnten einige Startups und Grownups üppige Millionenbeträge einsammeln. Einige dieser Jungunternehmen kennt in der Szene quasi jeder, andere wiederum fliegen auch trotz bekannter Investoren und millionenschwerer Investmentbeträge noch immer weiter unter dem üblichen Szene-Radar. Die wichtigsten, interessantesten und größten Finanzierungsrunden (bei denen die Summe tatsächlich bzw. annähernd bekannt ist) listen wir an dieser Stelle deswegen noch einmal gebündelt auf.

Arculus
Der Londoner Geldgeber Atomico investierte kürzlich gemeinsam mit dem Visionaries Club und La Famiglia in Arculus. Jetzt ist auch die Summe bekannt, es sind 16 Millionen Euro. Das Unternehmen aus Ingolstadt, das 2016 von Fabian Rusitschka gegründet wurde, ist im Segment modulare Produktion unterwegs. Im Grunde geht es darum, die Fließbandfertigung zu verbessern – etwa durch Software, aber auch Hardware.

Medwing
Cathay Innovation sowie die Altinvestoren Northzone, Atlantic Labs und Cherry Ventures investierten kürzlich 28 Millionen Euro in Medwing. Das Berliner Startup positioniert sich als Jobdienst rund um das Gesundheitswesen. Das Startup, früher als you4med unterwegs, wurde 2017 von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer ins Leben gerufen. Zuletzt wirkten mehr als 200 Mitarbeiter für die Jungfirma.

nexmed
Der Berliner Kapitalgeber Econa übernahm kürzlich die Mehrheit – rund 70 % – an nexmed. Das Dortmunder Unternehmen, das von Stephan Essmeyer und Patrick Zinn gegründet wurde, positioniert sich als “Premium-Anbieter für MRT-Diagnostik”. Die Jungfirma bietet “bildgebende Diagnostik für Ärzte und Krankenhäuser als Dienstleistung an” Auf der Website heißt es: “nexmed steht für: schnelle Termine, beste Bildqualität und maximale Servicequalität”. Econa investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in nexmed.

PlusDental
Der Health-Investor Ping An Global Voyager Fund investierte kürzlich gemeinsam mit den Holtzbrinck Ventures und Lakestar 32 Millionen Euro in das junge Berliner Startup PlusDental, früher als SunshineSmile bekannt. Das Startup, das von Constantin Bisanz, David Khalil, Peter Baumgart und Lukas Brosseder ins Leben gerufen wurde, positioniert sich im Bereich “digitale Zahnmedizin und ästhetische kieferorthopädische Korrekturen mit transparenten Zahnschienen”.

Scandit
G2VP, Atomico, GV, Kreos, NGP Capital, Salesforce Ventures und Swisscom Ventures investierten kürzlich 80 Millionen US-Dollar in Scandit. In das Unternehmen für mobile Computer-Vision- und Augmented-Reality (AR)-Lösungen flossen zuvor bereits 43 Millionen. “Mit der neuen Finanzierung sollen das Wachstum in neuen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika weiter vorangetrieben sowie die Präsenz und Aktivitäten in Nordamerika und Europa ausgebaut werden”, teilt das Unternehmen aus Zürich mit.

TIS
Aquiline Capital Partners investierte kürzlich gemeinsam mit 83North 20 Millionen US-Dollar in TIS, auch als Treasury Intelligence Solutions bekannt. Das 2010 von Jörg Wiemer und Erol Bozak in Walldorf gegründete Unternehmen positioniert sich als SaaS-B2B-Zahlungsplattform. 83North, Target Partners und Zobito investierten zuvor bereits 12 Millionen Dollar in die Jungfirma. Mit dem frischen kapital will das Unternehmen “die Vertriebsaktivitäten in Europa und den Vereinigten Staaten ausweiten”

Zeitgold
Vintage Investment Partners sowie die Altinvestoren Battery Ventures, Holtzbrinck Ventures, Saban Ventures, btov Partners und der Versicherungskonzern AXA Deutschland investierten kürzlich 27 Millionen Euro in Zeitgold. Insgesamt flossen nun schon über 50 Millionen in das Buchhaltungssoftware.  Zeitgold wurde 2015 von Stefan Jeschonnek, Jan Deepen und Kobi Eldar gegründet.  Das Unternehmen beschäftigt derzeit in Berlin und Tel Aviv 120 Mitarbeiter.
Zenjob
Forestay Capital, Redalpine, Acton Capital, Axa Venture Partners und Atlantic Labs investierten kürzlich 27 Millionen Euro in das Berliner Startup Zenjob, einen digitalen Personaldienstleister, der sich um das studentische Aushilfskräfte kümmert. Die Jungfirma, die 2015 von Fritz Trott, Cihan Aksakal und Frederik Fahning gegründet wurde, beschäftigt derzeit 250 Mitarbeiter. Zuletzt flossen 15 Millionen in das HR-Startup.

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#DealMonitor – Scandit sammelt 80 Millionen ein – Medwing bekommt 28 Millionen – smava holt sich 57 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 26. Mai werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Scandit
+++ G2VP aus dem Silicon Valley, Atomico, GV, Kreos, NGP Capital, Salesforce Ventures und Swisscom Ventures investieren 80 Millionen US-Dollar in Scandit. In das Unternehmen für mobile Computer-Vision- und Augmented-Reality (AR)-Lösungen flossen zuvor bereits 43 Millionen. “Mit der neuen Finanzierung sollen das Wachstum in neuen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika weiter vorangetrieben sowie die Präsenz und Aktivitäten in Nordamerika und Europa ausgebaut werden”, teilt das Unternehmen aus Zürich mit.

smava
+++ Earlybird, Venture Capital, Verdane, Vitruvian Partners und Runa Capital investierten bereits Ende des vergangenen Jahres 22 Millionen Euro in smava. “Zusätzlich hat smava Growth Debt in Höhe von 35 Millionen Euro von Kreos Capital aufgenommen”, teilt das FinTech, eine Kreditplattform, mit. Im vergangen Jahr peilte smava einen Börsengang an, der dann aber abgeblasen wurde. Die Private Equity-Firma Vi­tru­vi­an investierte Anfang 2018 bereits 65 Millionen Dollar in smava. Die Bewertung soll bei rund 300 Millionen Dollar gelegen haben.

Medwing
+++ Cathay Innovation sowie die Altinvestoren Northzone, Atlantic Labs und Cherry Ventures investieren 28 Millionen Euro in Medwing. Das Berliner Startup positioniert sich als Jobdienst rund um das Gesundheitswesen. Das Startup, früher als you4med unterwegs, wurde 2017 von Johannes Roggendorf, Alana Tung und Timo Fischer ins Leben gerufen. Zuletzt wirkten mehr als 200 Mitarbeiter für die Jungfirma. Das frische Kapital soll insbesondere in den “Ausbau des technologischen Vorsprungs sowie für die Entwicklung weiterer Features” fließen.

TIS
+++ Aquiline Capital Partners investiert gemeinsam mit 83North 20 Millionen US-Dollar in TIS, auch als Treasury Intelligence Solutions bekannt. Das 2010 von Jörg Wiemer und Erol Bozak in Walldorf gegründete Unternehmen positioniert sich als SaaS-B2B-Zahlungsplattform. 83North, Target Partners und Zobito investierten zuvor bereits 12 Millionen Dollar in die Jungfirma. Mit dem frischen kapital will das Unternehmen “die Vertriebsaktivitäten in Europa und den Vereinigten Staaten ausweiten”.

VENTURE CAPITAL

Aromex Ventures
+++ Der neue Accelerator Aromex Ventures unterstützt ganz gezielt junge Getränke-Startups. “Dabei setzt Aromex Ventures auf einen partnerschaftlichen Ansatz: Die Gründer müssen keine Kontrolle abgeben, denn es werden keine Beteiligungen am Startup erworben. Stattdessen teilen sich das jeweilige Startup und Aromex Ventures das unternehmerische Risiko, indem der Accelerator eine umsatzbasierte Vergütung erhält”, teilt das Unternehmen mit. Hinter dem Programm steckt das sogenannte Aromenhaus Aromex.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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Cathay Innovation’s first investment in Germany is healthcare startup Medwing

Medwing, a German startup with an ambition to tackle Europe’s shortage of healthcare workers, said on Tuesday that it has secured €28 million ($30 million) in a Series B financing round. Global venture capital firm Cathay Innovation led the round, marking its first investment in a German company. Other participating investors include Northzone, Cherry Ventures and Atlantic Labs.

The World Bank forecasted a worldwide shortage of 15 million health professionals by 2030, with demand being highest in affluent regions like Europe with an aging labor force and an aging population in need of care.

The pressing issue inspired Johannes Roggendorf, who previously worked at Rocket Internet and Bain & Company, to launch Medwing in 2017 and later brought on his co-founder Dr. Timo Fischer. The entrepreneurs discovered that, contrary to conventional wisdom, many healthcare workers in Europe wanted to work more, not less. Part of the reason why jobs were not filled was information asymmetry that led to a mismatch between supply and demand.

“There is a group of people who are willing to work more if they can manage their schedule,” Roggendorf told TechCrunch over a phone interview. “There are many qualified workers who left the healthcare system often because of inflexible working hours.”

In a survey that Medwing conducted, 50% of those who left the healthcare system said they would return if they were given more flexible working conditions.

Medwing’s solution is an automatic job matching system connecting workers with hospitals, nursing homes and other medical institutions. Focusing on Europe, the startup has so far registered more than 200,000 workers and 2,500 partner employers — including 80% hospitals in Berlin . Employers pay Medwing a commission every time a candidate is successfully placed. Each month, the platform is adding 15,000 new applicants, placing over 100 health experts in permanent positions and filling some 2,000 individual shifts. 20% of its users are looking for non-permanent jobs, according to Roggendorf.

The platform strives to differentiate itself by “starting with the candidates,” asserted the founder. Unlike traditional staffing sites, which search for applicants based on recruiters’ criteria, Medwing does the opposite and filters recruiters according to candidates’ preferences on whether the position is flexible or permanent, part-time or full-time. It’s an approach that the founder believes can optimize worker satisfaction. In addition to matchmaking, the platform also provides career consulting services to job seekers.

To Jacky Abitbol, who oversaw the deal for Cathay Innovation, Medwing is addressing two kinds of technological innovation his fund hunts for. For one, Medwing is driving “the future of work” by giving employees more autonomy and freedom. Terminal, which lets companies build out remote engineering teams overseas, is another startup in this category that has attracted financing from Cathay Innovation.

“Medwing is also bringing digital to a more traditional sector,” Abitbol told TechCrunch on the phone. That means streamlining the recruiting process by eliminating agencies or middlemen, saving time and costs for both workers and employers.

“What sounds very logical was not done this way until today,” the investor added.

Medwing operates a team of over 200 employees from over 30 countries, many of which have been hit hard by COVID-19. The startup is providing some of its services pro bono to fight the virus, placing professionals and volunteers in hospitals, nursing homes and private households that need support. Abitbol said the impact of the health crisis on the startup’s revenue remains “slight”, as only certain facilities are designated as coronavirus hospitals and demand will return to normal as the pandemic starts to ease.

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