#Interview – “Mein Team ist für mich meine zweite Familie”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Cornelia Weinzierl, Gründerin von melon, einer “komplett veganen Plattform für private Essgelegenheiten”.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Ich starte in den Tag gerne mit einem ausgiebigen Frühstück – die perfekte Grundlage, um die erste Flut an E-Mails zu beantworten. Zu meinem Start in den Arbeitsalltag gehören außerdem Daily Meetings mit den Manager:innen. Zudem ist für mich ein freier Kopf wichtig, um kreativ arbeiten zu können. Darum fahre ich sehr gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Am liebsten durch Sport, bevorzugt bouldern, aber auch ein gutes Buch oder ein langer Spaziergang mit einem:einer tollen Gesprächspartner:in an der Isar helfen mir nach der Arbeit abzuschalten.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Was ein zufriedenes Lächeln der ersten Kund:innen in einem auslösen kann – 1000 % Freude.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die größte Herausforderung war es, passende Menschen für mein Team zu finde. Mein Team ist für mich meine zweite Familie und ich finde es wahnsinnig wichtig, genau darauf zu achten, wer dazu passt und wer Teil davon wird.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Ich habe eine Zeile in unserem Code gelöscht und wir haben zu viert über acht Stunden gebraucht, um die Zeile wieder herzustellen. Das war definitiv eine Lehre für mich und ich habe gelernt, lieber einmal zu viel nachzufragen, bevor man eine größere Änderung vornimmt.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Mit viel Geduld und einer klaren Positionierung auf dem Arbeitsmarkt! Außerdem kann die Visualisierung, wer genau gesucht wird ,helfen aber auch die Fähigkeit Nein zu sagen, wenn es einmal nicht passt.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Gerade zu Beginn ist es wichtig sich von allen Seiten Feedback einzuholen, zuzuhören, es sich zu Herzen zu nehmen und dann auch wirklich umzusetzen. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass man nie nur an das eigene Unternehmen denken sollte. Gemeinsam ist man immer stärker und deswegen sollte man – statt sich im Konkurrenzdenken zu verlieren – auch immer über Kollaborationen mit anderen Unternehmen nachdenken.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Für uns ist es auf jeden Fall Github, um gemeinsam an unserer Software zu arbeiten.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Natürlich leckeres Essen! Aber auch die kleinen Erfolge zu feiern und zu zelebrieren. Immer wenn jemand bei uns im Team ein persönliches Ziel erreicht hat, gibt es etwas Besonderes. Entweder holen wir spezielles Essen oder machen ein After Work Get-Together. Uns ist es wichtig, dass wir eine Arbeit machen, die einen Sinn hat und dabei jeden einzelnen Tag die Welt verändert und wir mit melon die Möglichkeit für Offenheit und für innovative Konzepte schaffen. Wir haben z.B. eine große Wand, die unterteilt ist, in was wir geschafft haben, wo wir gerade sind und wo wir hinwollen. Das zu visualisieren hilft ungemein, sich selbst zu motivieren.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Unsere Opening Week: über sieben Tage jeweils 120 Portionen hausgemachtes, veganes Essen von insgesamt sieben verschiedenen melon Mitgliedern begleitet von einer Live Band in unserem Office.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): Melon

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#Brandneu – 9 richtig spannende neue Startups aus München


deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es jede Woche in unserem kostenpflichtigen Newsletter Startup-Radar.

hydesk
hydesk aus München entwickelt “nachhaltiges Möbeldesign für mobil und flexible arbeitende Kunden”. Das erste Produkt der Jungfirma, die von Finian Carey und Daniel Brunsteiner gegründet wurde, ist ein faltbarer, tragbarer und recycelbarer Stehtisch und passt somit gut in die derzeitigen HomeOffice-Zeiten.

Pina
Das Münchner Startup Pina setzt mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf die Digitalisierung des Zertifizierungsprozesses. So sollen Waldbesitzern die Möglichkeit haben, am freiwilligen Emissionsmarkt teilzunehmen. ”So wird lokaler Klimaschutz im Wald Realität: digital, messbar, und transparent”, schreibt das Team.

exfinity
exfinity positioniert sich als B2B2C-Plattform für Aktivitäten. “We offer the world’s biggest diversified portfolio of attractions and experiences”, teilt das junge Münchner Startup mit. Das Startup wurde unter anderem von Christina Borensky und Georg Schiffmann gegründet, die vorher mit hip trips unterwegs waren.

Optiwiser
Das Münchner Startup Optiwiser kümmert sich um Operations- und Supply Chain-Management. Die Bajuwaren schreiben zu ihrem Konzept: “We help our clients to boost their supply chain performance through the power of Artificial Intelligence – optimize your data wiser”.

PetLeo
PetLeo aus München bringt sich als “digitale Plattform für moderne Tierbesitzer, innovative Tierärzte und glückliche Haustiere” in Stellung. Die App des Startups bietet Tierbesitzern Gassirouten und Giftköder-Alerts vor allem aber eine digitale Gesundheitsakte und Videosprechstunden mit Tierärzten.

Zenmieter
Das Team von Zenmieter möchte sich als die “Zukunft des Vermietens” einen Namen machen. Vermieter können ihre Wohnungen direkt an Zenmieter vermieten. Das Startup des Venture Builders Stryber übernimmt dann alle Aufgaben des Vermieters. Zum Team gehört unter anderem Maximilian Möhring (Keyp).

Melon
Mit Melon hievte Gründerin Cornelia Weinzierl einen Marktplatz für veganes Essen ins Netz. Die Münchnerin nennt es “das eBay und AirBnB für veganes Essen”. Über Melon kann jeder selbst gekochtes, veganes Essen mit Menschen aus der Umgebung teilen bzw. kaufen.

Organic Labs
Bei Organic Labs können Onliner Super Hafer, einen Haferdrink in Pulverform zum Selbermachen, bestellen. “Die Vorteile: Wir vermeiden CO2-Emissionen durch den überflüssig gewordenen Transport von Wasser und können auch noch Verpackungsmüll einsparen”, schreibt das Startup. 

Audicle
Das Münchner Unternehmen Audicle setzt auf das erfolgreiche Curio-Konzept. Das Startup, das von Wolf Weimer vorangetrieben wird, bietet somit quasi die Zeitung zum Hören. Alles gebündelt in einer kostenpflichtigen App. Im Angebot sind derzeit “hunderte Audio-Artikel deutscher Zeitungen und Magazine”.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Shutterstock

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