#DealMonitor – Nets kauft Orderbird – AMCS übernimmt Quentic – Magaloop sammelt 9 Millionen ein – Insight investiert in Sento


Im #DealMonitor für den 12. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Orderbird
+++ Der Zahlungsdienstleister Nets, der zur Nexi Group gehört, übernimmt das Berliner Kassensystem Orderbird. “Ziel dieser Partnerschaft ist es, das Angebot von Orderbird an integrierten Zahlungsdiensten für Kunden aus dem Gastgewerbe zu stärken und das internationale Wachstum von Orderbird zu beschleunigen”, heißt es in der Presseaussendung. Nets war via Concardis schon etliche Jahren an Orderbird beteiligt. Seit Ende 2021 hielt Nets bereits rund 40 % der Orderbird-Anteile. Zum Kaufpreis teilen die Unternehmen mit: “Nach der Transaktion durch Nets wird Nexi 100 % der Anteile an orderbird halten. Damit erfolgt eine Barauszahlung von insgesamt ca. 100 Millionen Euro, die auch frühere Anteilserwerbe beinhaltet.” Die Bewertung von Orderbird soll bei rund 140 Millionen Euro liegen – siehe dazu auch Gründerszene. Das Berliner Kassensystem, das 2011 von Jakob Schreyer, Bastian Schmidtke, Patrick Brienen und Artur Hasselbach gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 32 Millionen Euro ein – unter anderem von Digital+ Partners, Alstin (Carsten Maschmeyer) und dem Family Office Makre. Im Geschäftsjahr 2019/20 erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von 11,1 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 902.998 Euro. Mehr über Orderbird

Quentic 
+++ Das irische Unternehmen AMCS, das sich um Software und Fahrzeugtechnologie für die Umwelt-, Recycling- und Ressourcenindustrie kümmert, übernimmt die Berliner Jungfirma Quentic, einen Lösungsanbieter von Software as a Service (SaaS) für HSEQ- und ESG-Management. 250 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit an über 14 Standorten für Quentic, das 2007 von Markus Becker, Hardy Menzel und Sebastian Mönnich gegründet wurde. “Mit dieser Akquisition erweitert AMCS seine Expertise in der Umweltdienstleistungsbranche weltweit erheblich”, heißt es in der Presseaussendung. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierte bereits 2008 in das Unternehmen. 2019 investierten der HTGF, One Peak Partners und Morgan Stanley Expansion Capital dann 15 Millionen Euro in Quentic, “Für den HTGF ist es eine der profitabelsten Investitionen. Der Seed-Investor wird durch die Transaktion den dritthöchsten Multiple seiner Fondsgeschichte erzielen”, teilt der Geldgeber zum Exit mit.

Realytics
+++ Das AdTech-Unternehmen smartclip (gehört zu RTL Deutschland) übernimmt das französische Unternehmen Realytics. “smartclip und Realytics bieten erstens leistungsstarke Attributionsfunktionen, damit Werbungtreibende TV-Zuschauer nach ihrem Online-Verhalten zuordnen können, und eine marktorientierte Datenanalyse”, teilen die Unternehmen mit.

INVESTMENTS

Magaloop
+++ Fuse Venture Partners, Créateurs de Convivialité Ventures und Hesta Investments sowie die Altinvestoren Market One Capital, FoodLabs, Redalpine Capital und Bitburger Ventures investieren 9 Millionen Euro in Magaloop. Das Berliner Startup, das 2018 vom DaWanda-Gründer Michael Högemann und dem Handelsmanager Uwe Hölzer gegründet wurde, positioniert sich als “Marktplatz für unabhängige Einzelhändler””. Späti-, Büdchen- und Kioskbetreiber können über Magaloop, das man auch als transaktionalen Messengerdienst beschreiben kann, direkt bei Lieferanten bestellen. Redalpine, Atlantic Food Labs, Piton Capital, Market One Capital, Bitburger Ventures und FJ Labs investierten zuvor bereits 5,9 Millionen Euro in Magaloop. Mehr über Magaloop

Sento
+++ Insight Partners, Discovery Ventures (Jan Deepen und Stefan Jeschonnek) sowie Altinvestoren wie Picus Capital investieren 9 Millionen Euro in Sento. Die Jungfirma aus München, die 2021 von Lucian Riediger, Felix Krauth und Nimar Blume gegründet wurde, positioniert sich als “cloudbasierte EDI Plattform für die Supply Chain”. Erst Ende des vergangenen Jahres sammelte das Unternehmen 2 Millionen ein. “Nur sechs Monate nach der letzten Investition soll das neue Kapital es erlauben Wachstum und Produktentwicklung massiv zu beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Sento

Parloa
+++ Newion, Senovo, Michael Wax und Erik Muttersbach (beide Forto), Nicolas Peters (Signavio) und weitere renommierte Business Angels investieren 4 Millionen Euro in Parloa. Das Berliner Unternehmen, das 2017 als Future of Voice von Malte Kosub und Stefan Ostwald gegründet wurde, kümmert sich als “Conversational AI-Plattform” um die Automatisierung des Omni-Channel-Kundenservices. “Mit der jüngsten Finanzierungsrunde plant Parloa seinen Betrieb sowie seine internationale Präsenz weiter auszubauen, um Unternehmen weltweit dabei zu helfen, ihre Call Center kosteneffizienter zu gestalten und gleichzeitig die Kundenbindung zu erhöhen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Parloa

Lightly 
+++ Wingman Ventures und Co. investieren 3 Millionen US-Dollar in Lightly. Das Unternehmen aus Zürich, das 2020 von Matthias Heller und Igor Susmelj gegründet wurde, automatisiert die Datenaufbereitung für Anwendungen des Maschinellen Lernens.  “Lightly’s data curation tool enables machine learning teams to save time and money on data selection and labelling, whilst at the same time improving the performance of models”, teilt die Jungfirma zum Konzept mit. Y Combinator setzte bereits 2021 auf das Unternehmen.

AG5
+++ Der niederländische Frühphasen-Investor Peak investiert 1,2 Millionen Euro in AG5. Das Unternehmen aus Berlin, das 2019 von Mathieu van Echtelt gegründet wurde, setzt auf eine Software rund um das Thema Qualifikationsmanagement. “Die Software macht die Fähigkeiten und die zugehörige Skills gap der Arbeitnehmer(innen) sichtbar, sodass sie effizient angewandt werden können und im Rahmen ihrer Kompetenzen und ihres Wissens anerkannt werden”, heißt es in der Selbstbeschreibung. 21 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für AG5. Das frische Kapital soll unter anderem in die Internationalisierung fließen.

Fuel
+++ Die Rapper Cro und Bausa sowie das Plattenlabel Two Sides investieren in Fuel. Das Berliner Startup, das von Csongor Barabasi, Thanh Binh Tran, Stefan Tietze und Patrice Deckert gegründet wurde, bringt sich als “Shopify for NFTs” in Stellung. Auf der Website heißt es: “Maintain full control over your branding, form deeper connections with your fans and add real value to your NFTs. Everything via one platform”. FintechCollective, Seedcamp, Notion Capital, David Osojnik, Michael Pennington und Paul Forster investierten im März bereits 1,5 Millionen Euro in Fuel. Mehr über Fuel

Organic Garden
+++ Der ehemalige Fußballprofi Mario Gomez investiert in Organic Garden. Das Food-Startup aus Ingolstadt, das 2019 von Holger Stromberg, dem ehemaligen Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Martin Wild und Martin Seitle gegründet wurde, bezieht bei seinen Produkten – etwa Hotdogs und Bowls – den “gesamten Lebensmittelkreislauf mit ein: Von der Erzeugung bis zum fertigen Gericht”. 80 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen.

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#DealMonitor – Mayd sammelt 30 Millionen ein – Synapticon sammelt Millionen ein – Helvengo bekommt 4,1 Millionen


Im #DealMonitor für den 27. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mayd
+++ Jetzt offiziell: Der amerikanische Personio-Geldgeber Lightspeed investiert – wie Mitte Dezember im Insider-Podcast berichtet – gemeinsam mit den Altinvestoren Target Global, 468 Capital and Earlybird Venture Capital 30 Millionen Euro in Mayd. Das Berliner Startup, das im Frühjahr 2021 von den McMakler-Gründern Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka gegründet wurde, liefert Medikamente in 30 Minuten aus. 468 Capital, Earlybird Venture Capital und Target Global investierten zuvor bereits 13 Millionen Euro in die Jungfirma. “Das Jungunternehmen ist seit der Gründung auf über 100 Mitarbeiter*innen und über 350 festangestellte Fahrer*innen gewachsen. Zeitnah ist die Expansion in weitere deutsche Städte sowie zwei europäische Länder geplant”, heißt es in der Presseaussendung. Zu den Wettbewerbern von Mayd gehören insbesondere First A, kurando, zuvor als Phaster bekannt, und Aporando. Mehr über Mayd

Synapticon
+++ ICT Capital investiert gemeinsam mit Altinvestoren – darunter das Unternehmen Stabilus – einen zweistelligen Millionenbetrag in Synapticon. Das Unternehmen aus Schönaich kümmert sich um Lösungen für Integrated Motion. “Die Technologie von Synapticon erreicht mit Algorithmen, leistungsfähigen Prozessoren und Leistungselektronik sowie einfach zu bedienenden intelligenten Tools, traditionell über die mechanische Wertschöpfung realisierte Faktoren wie Qualität, Laufruhe und Präzision”, teilt das Unternehmen mit. Das frische Kapital soll “in die Weiterentwicklung des Produktportfolios und das operative Wachstum” fließen.

Helvengo
+++ Hypoport, das Medienunternehmen TX Ventures, Postfinance Ventures und Co. investieren 4,1 Millionen Euro in Helvengo – siehe FinanceFWD. Das InsurTech aus Zürich, das 2020 von Benedikt Andreas, Felix Huemer und Vedran Pranjic gegründet wurde, bringt sich als KMU-Versicherer in Stellung. Das Unternehmen verkauft Unternehmen und Startups etwa Berufshaftpflicht- oder Cyberversicherungen. Hypoport, Seed X aus Lichtenstein, Cornelius Boersch (Conny & Co) und weitere Business Angels investierten zuvor bereits in das Unternehmen.

saporo
+++ Die Schweizer Geldgeber session.vc und Lightbird Ventures investieren 2,7 Millionen US-Dollar in saporo. Das Cyber Security-Startup aus Lausanne, das 2021 von den Brüdern Olivier Eyries und Guillaume Eyries sowie Eric Blavier gegründet wurde, hilft Unternehmen dabei, ihre System zu schützen – unter anderem durch die Reduzierung von Benutzer- und Systemzugangsrisiken. 

App Radar
+++ eQventure und aws Gründerfonds investieren 2 Millionen Euro in App Radar. Das App-Marketing-Startup aus Graz, das 2016 von Thomas Kriebernegg und Christian Janesch gegründet wurde, hilft Unternehmen “mehr Nutzer durch organische und bezahlte Nutzerakquise zu erreichen”. Derzeit nutzen nach Firmenangaben “bereits mehr als 1.000 Kunden in 100 verschiedenen Ländern diese Lösung”. 50 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für App Radar.

Tilo
+++ Peak, Tiny.VC, First Momentum Ventures, Enduring Ventures und weitere Angel-Investoren investieren 1,2 Millionen Euro in Tilo. Das Berliner Startup, ein Spin-Off der deutschen Wirtschaftsaufkunftei Regis24, wurde von Steven Renwick, Hendrik Nehnes und Stefan Berkner, die alle vorher im Technologieteam von Regis24 tätig waren, gegründet. Die Jungfirma möchte Unternehmen dabei helfen, “Datenpunkte aus verschiedenen Quellen und Formaten zusammenzuführen – Serverless, nahezu in Echtzeit und in immensen Größenordnungen”.

Unchained Robotics
+++ Archimedes New Ventures, der Investmentableger der Böllhoff Gruppe, und Born2Grow investieren 1,7 Millionen Euro in Unchained Robotics. Die Jungfirma aus Paderborn, die 2019 von Kevin Freise und Mladen Milicevic gegründet wurde, entwickelt eine auf künstlicher Intelligenz basierte Steuerung von Robotern für die Elektronik-Fertigung. “Mit dem Investment will Unchained Robotics deutschlandweit seinen Vertrieb und Service ausweiten sowie seine Plattform technisch weiter ausreifen”, heißt es in der Presseaussendung. Der Technologiefonds OWL investierte bereits zuvor bereits in das Unternehmen.  Mehr über Unchained Robotics

Altavo
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), das Unternehmen Saxonia Systems Holding und die TUDAG TU Dresden investieren in Altavo. Das Unternehmen aus Dresden, das 2021 von Rudolf von Bünau und Co. gegründet wurde, entwickelt unter anderem auf Basis von KI-Algorithmen “eine nicht-invasive Prothese, die stimmlosen Menschen, beispielsweise nach einer Kehlkopfentfernung , wieder zu einer individuellen, natürlich klingenden Stimme verhelfen soll”.

Bringoo 
+++ Unternehmer und Investor Marcus Diekmann (Rose Bikes) investiert gemeinsam mit Konstantin Kirchfeld, Anna Weber und Jan Weischer, Jost Wiebelhaus, Joel Kaczmarek und Stefan Hamann in Bringoo. Das Hamburger Startup Bringoo, das 2019 von Hasib Khan, Robert Kosobucki und Christian Puell gegründet wurde, liefert im Stil von Instacart Lebensmittel aus Edeka-, Penny oder nahkauf-Märkten in 45 Minuten aus. Business Angels wie Frank Otto, Hauke Hansen, Michael Hehn, Hubertus Thonhauser und die Schürfeld Gruppe investierten zuvor bereits eine mittlere siebenstellige Summe in Bringoo. Mehr über Bringoo

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#Gastbeitrag – 5 Dinge, die VCs von Gründer:innen nicht mehr hören wollen


“Go-to-Market-Strategie = Product led growth”

Es gibt verschiedene Arten von Wachstum, und produktgestütztes Wachstum ist das neue Schwarz, das von Silicon Valley Tech-Lieblingen wie Slack, Dropbox, Notion oder Zoom populär gemacht wurde. Der Kerngedanke des produktorientierten Wachstums (oder product-led growth) besteht daraus, dass das Produkt an sich der wichtigste Wachstumstreiber ist, um Kunden zu gewinnen, zu aktivieren und zu binden. Produktgesteuertes Wachstum beinhaltet oft Freemium- oder andere “try before you buy”-Strategien.

Ein großartiges Produkt ist zwar die Voraussetzung für ein großartiges Unternehmen, aber es ist nicht immer ausreichend. Viele Gründer:innen denken: “Wenn du ein herausragendes Produkt entwickelst, werden die Kunden kommen”. Aber wie verschiedene erfolgreiche Gründer:innen bestätigen können (und werden), gewinnt nicht immer das beste Produkt – der Vertrieb und durchdachtes Marketing sind der Schlüssel zum Wachstum des Unternehmens.

“Wir finden keine Kandidat:innen für eine diverse Belegschaft”

In den letzten Jahren gab es bereits einen deutlichen Wandel – und trotzdem ist die Startup-Szene zum größten Teil noch sehr männerdominiert (unter 3 % des Venture Capital geht an weibliche Gründer Teams). Wieso ist das ein Problem?

Extrem homogene Startup-Teams beschränken ihren Blick auf ihr Unternehmen, den Markt, Probleme, die es zu lösen gibt. Kandidat:innen mit unterschiedlichen Geschlechtern, kulturellem Background oder auch aus verschiedenen Altersstufen erweitern den Horizont innerhalb eines Unternehmens. Sie bringen verschiedene Erfahrungen, Learnings und Lösungsansätze ein.

Und es gibt genügend solcher Talente – aber es erfordert mehr Arbeit sie zu finden und zu gewinnen. Man muss die Pipeline aktiv füllen (es übrigens auch spezielle Recruiting Agenturen für diverse Recruiting). Startup-Teams, die sich darauf ausruhen zu sagen, dass sie keine diversen Kandidat:innen finden, zeigen wenig Bereitschaft oder eine sehr begrenzte Bubble in der sie sich aufhalten – und das wird ihnen auch auf andere Weise schaden.

Wir brauchen / wollen keine Vesting-Klausel

Zunächst einmal: Was ist Vesting? Eine Vesting-Klausel stellt sicher, dass die Gründer:innen nach einer Investition für eine bestimmte Zeit an das Unternehmen gebunden sind, um ihre Anteile zu behalten. Der Investor investiert Geld, und die Gründer verpflichten sich, ihre Zeit zu investieren.

Wenn alles gut läuft, schauen Gründer:innen und Investor:innen nach der Investition nie wieder in die Vesting Klauseln. Es kann aber auch anders kommen: Eventuell will eine:r der Gründer:innen das Unternehmen vorzeitig verlassen (oder es wird sogar nahegelegt das zu tun, weil er oder sie dem Unternehmen schadet). Vesting Klauseln legen in solchen Fällen fest wie viele Unternehmensanteile Gründer:innen zustehen.

Gründer:innen fürchten diese Klauseln, weil sie meist aus der Sicht des bzw. der Ausscheidenden argumentieren – sie wollen nicht verlieren, wofür sie gearbeitet haben. Was aber wenn sie es sind, die ohne ihre:n Partner:in im Unternehmen zurückbleiben? Vesting Klauseln sind dafür da, die Interessen aller Beteiligten auszugleichen – der Investoren, der verbleibenden Gründer:innen und der ausscheidenden Gründer:innen.

“Wir sind bereit zu skalieren”

Wachstumsambitionen sind Teil der Gründer-DNA (und der Investoren!), aber eine verfrühte Skalierung kann ein Unternehmen zu Fall bringen. Nehmen wir ein Unternehmen mit einer Performance, die gerade so OK ist: Es gibt Nutzer, es gibt Umsatz, es gibt Wachstum… aber es gibt keinen klaren Produkt-Markt-Fit. a16a-Partner Andrew Chen, der über die Gefahren der vorzeitigen Skalierung schreibt, bringt es perfekt auf den Punkt: “it kind of works, but not really.”

Oft nehmen Gründer:innen so eine frühe Phase als Zeichen, dass es an der Zeit ist, große Summen einzusammeln und aggressiv zu skalieren… und auf dem heutigen Markt können sie das auch. Es ist einfacher denn je, schnell große Geldsummen aufzutreiben. Aber nur weil man kann, heißt es nicht, dass man auch sollte. Skaliert man zu früh, ohne dass das Produkt wirklich zum Markt passt, gerät man in eine Sackgasse: Man gibt viel Geld für Kunden aus, die wieder abspringen, und das eigene Unternehmen ist zu groß geworden, um zu iterieren – man kann also nicht mehr gegensteuern.

Denken wir an die Geschichte von der Schildkröte und dem Hasen. Die Moral: “Langsam und stetig gewinnt man das Rennen”. Während “langsam” und “stetig” in der Startup-Welt wie Fremdwörter wirken, gibt es doch eine gewisse Relevanz: Eine kleine Benutzerbasis, auf der man mit konsequenter (starker) Akquisition aufbaut, kann ein Erfolgsrezept sein.

“Unser erster Mitarbeiter nach dem Investment wird ein Vertriebsleiter”

Für Investoren ist das ein Warnsignal, denn: Bevor man andere dafür bezahlt, damit sie die eigene Vision verkaufen, sollte man es unbedingt eine Zeit lang selbst machen (wir sprechen hier von Early Stage Startups in Pre-Seed, Seed oder auch noch Series A Runden). Verkaufsgespräche bringen die Gründer:innen nah an den Kunden heran, zeigen Ihnen deren Reaktionen, Vorbehalte, bestätigen oder widerlegen Hypothesen zu Problemen, die man als Unternehmen lösen möchte. Zeigt Investoren und Euren Mitarbeitern, dass Ihr überzeugen könnt – das wird später nämlich auch entscheidend, um Schlüsselpersonen einzustellen, oder weitere Finanzierungsrunden zu sichern.

Über die Autorin
Madeline Lawrence ist Head of DACH beim europäischen VC Peak. Vom Berliner Peak Büro aus sucht sie nach interessanten Early Stage SaaS-, Marktplatz- und Plattform-Unternehmen für das Peak Portfolio. Bevor sie zu Peak kam, baute Madeline ASIF Ventures auf, einen First-Check-VC-Fonds für junge Gründer, der von Angeln und Universitäten unterstützt wurde. Ihre VC Karriere startete Madeline bei Rockstart, einem globalen Accelerator und VC-Fonds.

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Get the early-bird price on group discount passes to TC Sessions: SaaS 2021

September arrived in the blink of an eye, and October 27 — TC Sessions: SaaS 2021 to be precise — is hot on its heels. Now’s the time to gather your team and strategize how you’ll cover the day-long event to make as many connections and discover as many opportunities as possible.

Step 1: Take advantage of the early-bird group discount. When you buy passes for four or more people, you pay just $45 each — that’s $30 off each pass. Sweet!

Don’t dilly-dally or shillyshally. The early-bird price expires on October 1 at 11:59 pm (PT).

Your pass may be discounted, but you’ll get the full TC Session experience — all the speakers, demos, networking and breakout sessions. Plus, video-on-demand means you can catch up on anything you miss later, when it fits your schedule.

Check out the event agenda or read more about just some of the many people and companies coming to TC Sessions: SaaS. Note: We’re adding new speakers and presentations to the event agenda every week, and you can sign up here for updates.

As a team, you can cover more ground. Tune in to a main stage panel discussion while one colleague dives into a breakout session and another sets up a 1:1 product demo or taps CrunchMatch to connect with potential investors. You might go faster alone, but you’ll go further together.

You can bet the industry’s top experts will be in the virtual house covering both the benefits and challenges of SaaS: the Next Generation. Here are just two examples.

SaaS Security, Today and Tomorrow: Enterprises face a constant stream of threats, from nation states to cybercriminals and corporate insiders. After a year where billions worked from home and the cloud reigned supreme, startups and corporations alike can’t afford to stay off the security pulse. Edna Conway, vice president, chief security & risk officer, Azure, Microsoft and Olivia Rose CISO, VP of IT & security, Amplitude discuss what SaaS startups need to know about security now, and in the future.

How Startups are Turning Data into Software Gold: The era of big data is behind us. Today’s leading SaaS startups are working with data instead of merely fighting to help customers collect information. Jenn Knight (AgentSync), Barr Moses (Monte Carlo) and Dan Wright (DataRobot), leaders of three data-focused startups, will discuss how today’s SaaS companies leverage data to build new companies, attack new problems and, of course, scale like mad.

TC Sessions: SaaS 2021 takes place on October 27. Don’t wait — the early-bird price on the group discount offer expires October 1 at 11:59 pm (PT).

Is your company interested in sponsoring or exhibiting at TC Sessions: SaaS 2021? Contact our sponsorship sales team by filling out this form.

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Peak raises $75M for a platform that helps non-tech companies build AI applications

As artificial intelligence continues to weave its way into more enterprise applications, a startup that has built a platform to help businesses, especially non-tech organizations, build more customized AI decision making tools for themselves has picked up some significant growth funding. Peak AI, a startup out of Manchester, England, that has built a “decision intelligence” platform, has raised $75 million, money that it will be using to continue building out its platform as well as to expand into new markets, and hire some 200 new people in the coming quarters.

The Series C is bringing a very big name investor on board. It is being led by SoftBank Vision Fund 2, with previous backers Oxx, MMC Ventures, Praetura Ventures, and Arete also participating. That group participated in Peak’s Series B of $21 million, which only closed in February of this year. The company has now raised $118 million; it is not disclosing its valuation.

(This latest funding round was rumored last week, although it was not confirmed at the time and the total amount was not accurate.)

Richard Potter, Peak’s CEO, said the rapid follow-on in funding was based on inbound interest, in part because of how the company has been doing.

Peak’s so-called Decision Intelligence platform is used by retailers, brands, manufacturers and others to help monitor stock levels, build personalized customer experiences, as well as other processes that can stand to have some degree of automation to work more efficiently, but also require sophistication to be able to measure different factors against each other to provide more intelligent insights. Its current customer list includes the likes of Nike, Pepsico, KFC, Molson Coors, Marshalls, Asos, and Speedy, and in the last 12 months revenues have more than doubled.

The opportunity that Peak is addressing goes a little like this: AI has become a cornerstone of many of the most advanced IT applications and business processes of our time, but if you are an organization — and specifically one not built around technology — your access to AI and how you might use it will come by way of applications built by others, not necessarily tailored to you, and the costs of building more tailored solutions can often be prohibitively high. Peak claims that those using its tools have seen revenues on average rise 5%; return on ad spend double; supply chain costs reduce by 5%; and inventory holdings (a big cost for companies) reduce by 12%.

Peak’s platform, I should point out, is not exactly a “no-code” approach to solving that problem — not yet at least: it’s aimed at data scientists and engineers at those organizations so that they can easily identify different processes in their operations where they might benefit from AI tools, and to build those out with relatively little heavy lifting.

There have also been different market factors that have also played a role. Covid-19, for example, and the boost that we have seen both in increasing “digital transformation” in businesses, and making e-commerce processes more efficient to cater to rising consumer demand and more strained supply chains, have all led to businesses being more open to and keen to invest in more tools to improve their automation intelligently.

This, combined with Peak AI’s growing revenues, is part of what interested SoftBank. The investor has been long on AI for a while, but it has been building out a section of its investment portfolio to provide strategic services to the kinds of businesses that it invests in. Those include e-commerce and other consumer-facing businesses, which make up one of the main segments of Peak’s customer base.

“In Peak we have a partner with a shared vision that the future enterprise will run on a centralized AI software platform capable of optimizing entire value chains,” Max Ohrstrand, senior investor for SoftBank Investment Advisers, said in a statement. “To realize this a new breed of platform is needed and we’re hugely impressed with what Richard and the excellent team have built at Peak. We’re delighted to be supporting them on their way to becoming the category-defining, global leader in Decision Intelligence.”

Longer term, it will be interesting to see how and if Peak evolves to be extend its platform to a wider set of users at the organizations that are already its customers.

Potter said he believes that “those with technical predispositions” will be the most likely users of its products in the near and medium term. You might assume that would cut out, for example, marketing managers, although the general trend in a lot of software tools has precisely been to build versions of the same tools used by data scientists for these tell technical people to engage in the process of building what it is that they want to use. “I do think it’s important to democratize the ability to stream data pipelines, and to be able to optimize those to work in applications,” he added.

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#DealMonitor – Elevat3 Capital investiert zweistellige Millionensumme in Amzscale – The Platform Group kauft ApoNow


Im aktuellen #DealMonitor für den 18 August werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Amzscale
+++ Der junge Kapitalgeber Elevat3 Capital, also Christian Angermayer, investiert eine zweistellige Millionensumme in Amzscale. Das Unternehmen aus Osnabrück, das von Daniel Vogler und Maurice Glißmann gegründet wurde, baut bereits seit 2016 Amazon FBA Brands auf. Seit 2019 bietet die Jungfirma ihre Dienstleistung (Product Development, Analyse, Sourcing, Launch und Marketing) auch für Dritte an. Amzscale beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter:innen – darunter auch ein Team, das sich in China ums Sourcing kümmert. Das frische Kapital möchte die Amzscale-Mannschaft unter anderem in den Auf- und Ausbau einer Sales-Infrastruktur investierten. Zudem kann Amzscale seinen Kunden nun auch beim Thema Warenfinanzierung unterstützen. Zu guter Letzt stecht die Internationalisierung an. Das Unternehmen schaut dabei nach Großbritannien und die USA.

phelas
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Business Angels aus dem BayStartUP-Investorennetzwerk investieren 600.000 Euro in phelas. Das Münchner Startup setzt auf Luftverflüssigung zur Energiespeicherung. Das Schlagwort dabei lautet Liquid Air Energy Storage (LAES). “Mit dem eingesammelten Kapital will das Gründerteam nun die Technologie weiterentwickeln, den Bau des Proof-of-Concept vorantreiben und erste Kunden als Partner gewinnen”, teilt das Unternehmen mit.

Seatti
+++ Peak, der Berliner Hasso-Plattner-Institut Seed Fund und Business Angel Ralph Müller investieren 500.000 Euro in Seatti. Das Startup, das 2020 von Christopher Bieri, Johannes Eppler und Dmytro Savin gegründet wurde, positioniert sich als “Shared-Desk-Management- und Kollaborations-Software, die hybriden Unternehmen ermöglicht, Büro- und Verwaltungskosten zu minimieren sowie gleichzeitig die Zusammenarbeit von remote Teams zu maximieren”. Seatti residiert in Berlin und München.

Utopia
+++ Die Nürnberger Umweltbank investiert in Utopia, die zur SPD-Medienholding DDVG gehört. Das Münchner Online-Magazin, das von Meike Gebhard und Christian Riedel geführt wird, positioniert sich als “Website für einen nachhaltigen Lebensstil”. Die Plattform ging bereits 2007 an den Start. Gegründet wurde Utopia einst von Claudia Langer.

MERGERS & ACQUISITIONS

Doc.Green / ApoNow
+++ The Platform Group, das Unternehmen hinter Schuhe24, MyStationary und Greenlocal, übernimmt die Mehrheit an der Apotheken-Plattform Doc.Green und dem Pharmaservice ApoNow. “Derzeit erhalten über 18.500 Apotheken in Deutschland Bestellungen von den Plattformen Doc.Green und dem Pharmaservice ApoNow”, teilt das Unternehmen mit. ApoNow mit Sitz in Wetter (Ruhr) wurde 2014 gegründet. The Platform Group investierte zuletzt unter anderem in MöbelFirst, Stylefy und Bike-Angebot.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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Mait bekommt 60 Millionen – Deel übernimmt Zeitgold – smapOne sammelt 20 Millionen ein


Im aktuellen #DealMonitor für den 4. August werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mait
+++ Die britische Beteiligungsgesellschaft 3i Group investiert rund 60 Millionen Euro in die Mait, gegründet 1984. Das Unternehmen aus Rottweil, früher als ComputerKomplett bekannt, bietet digitale Lösungen in den Bereichen Product Lifecycle Management (PLM), Enterprise Resource Planning (ERP) und IT-Services an. Mehr als 550 Mitarbeiter:innen an 21 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten derzeit für Mait, das zuletzt 120 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftete. “Der exzellente Service zeigt sich darin, dass ca. 60% der Kundenbeziehungen seit über 10 Jahren bestehen. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Anteil an wiederkehrenden Einnahmen, die durch mehrjährige Wartungs- und IT-Infrastrukturverträge erzielt werden”, heißt es in der Presseaussendung.

smapOne
+++ Über Nordwind Capital investieren Paul Achleitner, Achim Berg, Olaf Berlien, Jan Klatten, Peter Löscher, Andreas Obereder und Fußball-Nationalspieler Thomas Müller 20 Millionen Euro in smapOne. Die Jungfirma aus Hannover, die 2014 von Sven Zuschlag und Thomas Schwarz (CTO) gegründet wurde, positioniert sich als “SaaS no-code Plattform mit vordefinierten Bausteinen, um Unternehmensprozesse zu digitalisieren”. smapOne beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter:innen. Zu den Kunden von smapOne gehören Unternehmen wie wie Vonovia, E.ON, Rhenus, Clariant, TÜV Austria Schweiz und Dachser. “Durch das jetzt bereitgestellte Wachstumskapital soll u.a. die Plattform weltweit verfügbar gemacht werden, wodurch sich kurzfristig die Zahl der Mitarbeiter mehr als verdoppeln wird”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über smapOne

felmo
+++  Burda Principal Investments (BPI) und die Altinvestoren HV Capital, Redalpine und 468 Capital investieren 15 Millionen Euro in felmo. Das 2019 von Lars Giere und Philip Trockels gegründete Unternehmen positioniert sich als mobile Tierarztpraxis. Nutzer können über die Website den Hausbesuchen von einem Tierarzt buchen. “Mit dem neuen Kapital sollen nach den ersten deutschen Metropolen weitere Städte und Regionen folgen und die Internationalisierung vorangetrieben werden. Auch eine Erweiterung der E-Commerce-Angebote sowie ein signifikanter Ausbau des Teams sind geplant”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über felmo

bao
+++ Der niederländische Geldgeber Peak, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) und Business Angels investieren 2,5 Millionen Euro in bao. Das Münchner Startup, das 2017 von Benedikt Raschberger und Patrick Strunkmann-Meister gegründet wurde, kümmert sich um Conversation Intelligence. “Die Software führt Vertriebsmitarbeiter*innen geordnet durch ihre Gespräche, passt sich in Echtzeit dem bisherigen Verlauf sowie Inhalten an und gibt Handlungsanweisungen für die weitere Entwicklung des Gesprächs”, heißt es zum Konzept.

Kopernikus Automotive
+++ Continental, der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), das Unternehmen AMAG und die Golzern Holding investieren eine nicht genannte Summe in das Leipziger Startup Kopernikus Automotive. Das Startup, das von Stefan Jenzowsky und Tim von Toerne gegründet wurde, entwickelt ein System, das es ermöglicht, autonome Fahrfunktionen hardwareseitig in Autos nachzurüsten und per Software-Update stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Scoobe3D
+++ Bayern Kapital investiert gemeinsam mit Rolf Pfeiffer und weitere Angel-Investoren eine mittlere sechsstellige Summe in Scoobe3D. Das Startup aus Augsburg  entwickelt “einen hochpräzisen 3D-Scanner im handlichen und einfach zu bedienenden Format eines Smartphones”. Der Scoobe3D-Scanner erstellt dabei 3D-Scans von Gegenständen, selbst wenn deren Oberflächen reflektieren. Scoobe3D soll vor allem im Maschinenbau und Konstruktionswesen zum Einsatz kommen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Zeitgold
Das amerikanische Unternehmen Deel, das sich seit 2918 um die Lohnbuchhaltung für Firmen kümmern, übernimmt Zeitgold. “We will integrate the entire Zeitgold team into the Deel organization, with all offices remaining open as usual. Since Deel is growing very fast on both the customer and team fronts, there are ample opportunities for growth and impact within the new organization”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit. Zeitgold wurde 2015 von Stefan Jeschonnek, Jan Deepen und Kobi Eldar gegründet. Das Startup trat an, um “kleine Unternehmen von Papierkram zu befreien und ihre Buchhaltung komplett zu digitalisieren”. Vintage Investment Partners, Battery Ventures, HV Capital, Saban Ventures, btov Partners und der Versicherungskonzern AXA Deutschland investierten in den vergangenen Jahren rund 50 Millionen Euro in Zeitgold. Das Unternehmen beschäftigte zu Hochzeiten in Berlin und Tel Aviv 120 Mitarbeiter:innen. Im Sommer 2020 gab das Zeitgold-Team dann überraschend auf, verkündete den geplanten Neustart als Sorted, eine Software für Freelancer. Heimlich, still und leise baute die Jungfirma Zeitgold zudem zur Software für Steuerberatungen um. “With the acquisition of Zeitgold, Deel is gaining the expertise of our team in global payroll, automation, and AI. The deal also provides them with valuable IP in global payroll processing based on a powerful workflow engine and document understanding AI stack, which Deel will leverage to scale up and serve hundreds of thousands of clients”, teilen die Haupstädter mit. Deel sammelte zuletzt 156 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Andreessen Horowitz, Spark Capital, La Famiglia und Global Founders Capital (GFC). Mehr über Zeitgold

Pamono
+++ Das amerikanische Unternehmen Chairish, ein Verkaufsservice für Vintage-Möbel, Kunst und Wohnaccessoires, übernimmt Pamono, einen Marktplatz für Vintage-Produkte. Pamono ging 2012 an den Start. Das Unternehmen wurde von Letizia Luperini und Christian Ahrendt gegründet. 2014 fusionierte das Startup mit up L’ArcoBaleno (von Oliver Weyergraf gegründet). Investoren wie Bonnier Ventures, die Investmentsparte der skandinavischen Mediengruppe, DN Capital, HV Capital und Atlantic Labs investierten in den vergangenen Jahren rund 15 Millionen Euro in die Jungfirma. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 19,3 Millionen (+ 36,2 %), der Jahresfehlbetrag lag bei 4,7 Millionen.

Purgaty
+++ Waterdrop übernimmt Mehrheit am Wiener Wasserflaschen-Startup Purgaty – siehe Trending Topics. Das 2019 gegründete Startup entwickelt Wasserflaschen mit integrierter Desinfektionsmöglichkeit. Mit den kleinen zuckerfreien Brausewürfel von Waterdrop kann jeder einfaches Wasser mit natürlichen Aromen, echten Frucht- und Pflanzenextrakten und wertvollen Vitaminen anreichern. Die Österreicher sind seit 2017 auf dem Markt und vertreiben ihren sogenannten Microdrink über ihre Website und den klassischen Handel.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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#Interview – “Mir macht es Spaß, Gründern dabei zu helfen, erfolgreicher zu sein”


Der niederländische Early-Stage-Geldgeber Peak möchte verstärkt in Deutschland investieren und eröffnete dazu kürzlich ein Büro in Berlin. “Es ist das erste internationale Büro für Peak und eine bewusste Entscheidung für Deutschland, um eine Brücke zwischen den zwei boomenden Tech-Metropolen Europas, Amsterdam und Berlin, zu schlagen”, teilt der Geldgeber mit. Im vierten Fonds des Geldgebers sind 66 Millionen Euro. Das Geld möchte das Peak-Team rund um Johan van Mil in “schnell wachsenden Marktplatz-, SaaS-, und Plattform-Unternehmen” investieren. In Deutschland investierte Peak bisher in GraphCMS und den Urban Sports Club.

In der Regel investiert Peak zwischen 250.000 und 4 Millionen Euro. “Peak ist Founder-Funded, das bedeutet, dass unsere Investitionen mit mehr als nur Geld verbunden sind. Die Unternehmer hinter Peak bringen ihr Netzwerk, ihre Marktexpertise, Gespräche auf Augenhöhe und die Erinnerungen und Narben mit, die uns gelehrt haben, was funktioniert und was nicht. Das bedeutet Unterstützung auf höchst persönlicher Ebene – wir sind Sparringspartner für jedes Thema und lassen unsere Telefone nachts an”, sagt Peak-Macher van Mil.

Im VC-Interview mit deutsche-startups.de spricht van Mil außerdem über Anrufe um 3 Uhr morgens, Sprints und Painkillers.

Was genau reizt Dich daran, Geld in Unternehmen zu investieren?
Mir macht es Spaß, Gründern dabei zu helfen, erfolgreicher zu sein. Als ich meine eigenen Unternehmen gegründet und zunächst als Angel-Investor tätig war, habe ich gelernt, dass die Gründung eines schnell wachsenden Unternehmens wirklich hart ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es ist wie ein Spitzensport. Jeden Tag muss man Top-Ergebnisse abliefern und Resultate zeigen. Der Hauptunterschied zum Leistungssport, wie zum Beispiel beim 100 Meter Sprint ist, dass es als Gründer immer noch einen Sprint gibt und noch einen und so weiter. Ich möchte Gründern helfen, für und während dieses Unterfangens gerüstet zu sein.

Wie wird man eigentlich Venture-Capital-Geber – wie bist Du Venture-Capital-Geber geworden?
Es gibt verschiedene Wege zum VC. Ich persönlich habe als Gründer angefangen: Ich habe mein eigenes Unternehmen gegründet, es verkauft, ein neues Unternehmen gegründet, es wieder verkauft, und so weiter. Gleichzeitig habe ich angefangen meine Gewinne als Angel-Investor in andere Gründer zu investieren. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass ich mehr Wissen und Hilfe brauche – sowohl als Gründer als auch als Angel Investor. Also habe ich 5 Unternehmerkollegen, die eine ähnliche Erfahrung hatten, gefragt, ob sie sich mir anzuschließen wollen um Peak zu gründen. Gemeinsam konnten wir das Geld, das kombinierte Wissen und die Unterstützung bereitstellen, die wir gerne gehabt hätten, als wir unsere eigenen Unternehmen aufgebaut haben.

In der VC-Welt wird oftmals mit Millionenbeträgen hantiert, wird Dir da nicht manchmal mulmig zumute – bei diesen Summen?
Ich bin Holländer – und du weißt was man über uns sagt: Jede Geldsumme macht uns unruhig. Spaß beiseite, es geht weniger um die Summe, sondern mehr darum, wohin das Geld fließt und vor allem, was das Geld an Wachstum und Wert generieren kann. Wir stellen nicht einfach Schecks über Millionen von Euro aus, ohne Vertrauen in das Potenzial des Teams zu haben und in die Art und Weise, wie es das Geld einsetzen wird. Um dieses Vertrauen zu entwickeln, bedarf es einer Mischung aus Bauchgefühl und fundierten Daten. Wir konzentrieren uns auf nachhaltige Geschäftsmodelle – Painkillers not Vitamins, also Unternehmen die wirklich ein Problem lösen und nicht irgendwas, was funktionieren kann – aber auch nicht -, suchen nach einer positiven Unit-Economy, und nach Teams, die eine führende Position in dem Markt aufbauen und verteidigen können, in dem sie sich befinden.

Was sollte jede-Gründerin, jeder Gründer über Euch – als VC – wissen – wie etwa grenzt Ihr Euch von anderen Investoren ab?
Unser gesamtes Kapital wird von Unternehmern aufgebracht und verwaltet. Wir alle haben schon selbst Unternehmen aufgebaut, gekauft, skaliert und verkauft und haben auf dem Weg dorthin unsere Lektionen auf die harte Weise gelernt. Neben dieser Gründer-DNA unterscheiden wir uns auch durch unseren Laser-Fokus auf SaaS-, Marktplatz- und Plattform-Unternehmen. Anstatt uns auf bestimmte Branchen zu konzentrieren – wie zum Beispiel Klima-Tech, Proptech oder ähnliches -, haben wir in den letzten 14 Jahren ein tiefes Verständnis für die Funktionsweise dieser Modelle entwickelt und wie man sie über verschiedene Unternehmensstufen, Branchen oder Grenzen hinweg skalieren kann. Darüber hinaus: Gründer sollten wissen, dass wir trotz allem locker im Umgang sind. Wir wissen, dass das Gründerleben schon hart genug ist. Das soll nicht heißen, dass wir unsere Partner nicht herausfordern und anspornen… aber zwischendurch muss man auch zusammen lachen können und zusammen ein kühles Bier genießen, um die Erfolge zu feiern, die man erzielt hat, und die Learnings setzen zu lassen, wenn die Dinge mal kurz anders gelaufen sind.

Welche Unterstützung bietet Ihr – neben Geld?
Peak ist Founder-Funded, das bedeutet, dass unsere Investitionen mit mehr als nur Geld verbunden sind. Die Unternehmer hinter Peak bringen ihr Netzwerk, ihre Marktexpertise, Gespräche auf Augenhöhe und die Erinnerungen und Narben mit, die uns gelehrt haben, was funktioniert und was nicht. Das bedeutet Unterstützung auf höchst persönlicher Ebene – wir sind Sparringspartner für jedes Thema und lassen unsere Telefone nachts an. True Story: Lebenspartner sind nicht so glücklich über Anrufe um 3 Uhr morgens. Was ich noch hinzufügen möchte: wir helfen auch bei der Suche, Interviews und dem Aufbau des A-Teams unserer Portfoliounternehmen und ebenso bei der schnellen Internationalisierung – das kennen wir, mit Hauptsitz in den Niederlanden, besonders gut.

Wie organisiert Ihr den Austausch mit Euren Portfolio-Firmen, welche Tools nutzt Ihr?
Als Basis haben wir einen Peak-Slack-Kanal auf dem die Gründer aktiv sind. Dazu haben wir eine eigene Peak Plattform, auf der Gründer alle für sie relevanten Infos finden – von den besten IP Rechtsanwälten bis zu Vertragsvorlagen für Mitarbeiter-Incentives. Darüber hinaus organisieren wir dedizierte Portfolio-Sessions zu gewünschten Themen wie Growth Marketing oder SaaS Pricing und Packaging, zu denen wir Experten – wie unsere Investoren – und Entrepreneurs-in-Residence einladen, um gemeinsam in ein Thema einzutauchen und voneinander zu lernen.

Was ist wichtiger: Das Team oder die Idee?
Immer das Team. Ein gutes Team schnappt sich eine schlechte Idee und verbessert sie. Gibst du einem schlechten Team eine gute Idee wird es die Idee ruinieren. Man muss bedenken: Ideen sind Ideen. Sie werden sich mit der Zeit verändern und anpassen. Die Ausführung dieser Ideen ist das, was zählt.

Wie sieht das ideale Gründerteam aus bzw. gibt es überhaupt das ideale Gründerteam?
Im idealen Team dreht sich alles um die richtige Energie. Zumindest bei Peak beurteilen wir ein Team nicht nach seinem Lebenslauf und es ist uns egal, ob man bei McKinsey, den Big 4 oder ähnlichem gearbeitet hat. Im idealen Team geht es darum, komplementäre Profile zu haben, wir verwenden den Begriff “Hipster, Hacker, Hustler”. Jemand, der etwas aufbauen kann, jemand mit einer Vision und jemand, der es auf den Markt bringen kann. Darüber hinaus lieben wir Teams, die mit dem Problem, das sie lösen wollen, selbst konfrontiert waren. Fun-Fact: Einer der Gründer von United Wardrobe, einem Unternehmen in unserem Portfolio, das kürzlich von Vinted übernommen wurde, hat sogar einen Song über “Hipster, Hacker, Hustler” gemacht… und ja, es ist unser Büro-Klingelton.

Wie entscheidet Ihr, ob Ihr in ein Startup investiert: Bauchgefühl, Daten, Beides oder was ganz anderes?
Wir gehen alles mit einer Kombination aus Bauchgefühl und dem Hinterfragen von Daten an. Dazu haben wir auch einen Rahmen entwickelt, um unsere Investitionsentscheidungen anhand von 4 Ts zu treffen: “Team, Traction, Thesis, and Timing”. Von diesen ist das Team der wichtigste Teil. Aus diesem Grund haben wir unser erstes internationales Büro in Berlin eröffnet. Wir müssen die Energie spüren, die Gründer in der Szene persönlich treffen und die Menschen kennenlernen, die die Innovation in Deutschland vorantreiben.

Nicht jedes Startup läuft rund, nicht jedes wird ein Erfolg. Was macht Ihr, wenn eine Eurer Beteiligungen in Schieflage gerät?
Um eine schwierige Situation zu entschärfen, ist der erste Schritt: einfach zuhören und für die Gründer da sein. Biete ein offenes Ohr. Zweiter Schritt: Verstehen, was vor sich geht. Der dritte Schritt – und der wichtigste – ist, herauszufinden, was wirklich dahintersteckt. Dann arbeitet man von dort aus weiter um eine Lösung zu finden. Dazu fällt mir ein Beispiel ein: Einige wichtige Teammitglieder verließen eines unserer Portfolio-Unternehmen. Oberflächlich betrachtet, erschienen die Mitarbeiter, die das Unternehmen verließen, als die “Bad Guys”. Nachdem wir uns hingesetzt und mit allen gesprochen hatten … und genauer zugehört hatten … wurde klar, dass eines der verbleibenden Teammitglieder das eigentliche Problem war.

Und woran merkt Ihr, dass Ihr bei einem Startup die endgültige Reißleine ziehen müsst?
Tatsächlich wissen wir das nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt hat keines unserer Portfoliounternehmen zugemacht oder Konkurs angemeldet. Aber auch das wird sich irgendwann ändern, das ist unvermeidlich. Und natürlich haben unsere Portfoliounternehmen schwierige Zeiten gehabt. In dieser Zeit muss man als Investor da sein und ihnen da durch helfen. Wir stehen wirklich an der Seite unserer Gründer. Manchmal bedeutet das leider auch, den Gründern dabei zu helfen, harte Entscheidungen zu treffen – oft reicht es aber auch, Perspektiven aufzuzeigen.

Wie wichtig und bindend ist ein Businessplan?
Wenn Du einen Businessplan meinst, der 50 Seiten lang ist und 20 Registerkarten mit Berechnungen enthält, ist er nutzlos. Einer unserer Kollegen hat es gut formuliert: “Die größten Märchen werden in Excel geschrieben”. Ein Businessplan mit einem Deck, das aus 10 bis 15 Folien und zwei bis drei Seiten besteht, ist jedoch sehr wichtig.

Tipp: Noch mehr Interviews mit Venture Capital-Gebern aus Deutschland gibt es in unserem Themenschwerpunkt VC-Interview.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Peak

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#DealMonitor – GraphCMS sammelt 10 Millionen ein – CIC Ca­pi­tal investiert in Expondo – STS Ventures investiert in swaarm


Im aktuellen #DealMonitor für den 23. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

GraphCMS
+++ Jetzt offiziell: OpenOcean und Altinvestoren wie Peak und Paua Ventures sowie Angel-Investoren wie Mirko Novakovic (Instana), Robin Vasan und Evan Weaver investieren 10 Millionen US-Dollar in das junge Gießener Unternehmen GraphCMS. Der Berliner Kapitalgeber Paua Ventures und einige Business Angels investierten 2018 bereits 1 Million US-Dollar in das Startup. 2020 flossen dann weitere Millionen in das Unternehmen – unter anderem von Peak Capital. Insgesamt flossen nun schon 13,7 Millionen in GraphCMS. Das Unternehmen, dessen Hauptsitz inzwischen Berlin ist, wurde 2017 von Michael Lukaszczyk und Daniel Winter gegründet. Im Insider-Podcast hatten wir Ende März über die geplante Investmentrunde berichtet.

Expondo
+++ CIC Ca­pi­tal Deutsch­land, der Investmentableger der französischen Bankengruppe Crédit Mutuel Alliance Fédérale, investiert in Expondo. Hinter Expondo, das 2007 von Waldemar Moss und Piotr Stach gegründet wurde, verbirgt sich ein B2B-E-Commerce-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen. “Das Berliner Unternehmen ist bereits in über 18 Ländern mit mehr als 500 Mitarbeitern und Büros in Deutschland, Polen und Großbritannien tätig und verfügt über ein aus 40 Experten bestehendes strategisches Einkaufsteam an drei Standorten in China. Mit einem geplanten Umsatz von über 100 Millionen Euro in diesem Jahr ist expondo ein echter Champion im B2B eCommerce und befindet sich mit der Unterstützung von Crédit Mutuel Equity in der Pole Position, um exponentiell zu wachsen”, heißt es in der Presseaussendung.

swaarm
+++ STS Ventures, also Onvista-Gründer Stephan Schubert, investiert nach unseren Informationen in swaarm. Das Startup aus Berlin, das 2020 von Yogeeta Chainani, Emre Söke und Anil Ünlü gegründet wurde, möchte Paketlieferungen und Kurierdienste vom Sender bis hin zum Empfänger digitalisieren. “Heute ist swaarm eine App, die Sender, Fahrer und Empfänger verbindet. Eine einfache App, die Kommunikation zwischen Beteiligten optimiert, Ineffizienzen beseitigt und den gesamten Lieferprozess für alle Seiten vereinfacht. Keine Packstation und Nachbarn mehr”, teilt das Unternehmen mit. #EXKLUSIV

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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