#Interview – “Am Anfang habe ich den Workload der Mitarbeiter etwas unterschätzt”


Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Sanja Bonelli, Gründerin von Herbliz, einer Berliner Kosmetikmarke, die unter anderem Health- und Wellness-Produkte mit Hanföl anbietet.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Ohne irgendwelche besonderen Rituale, ganz klassisch. Ich arbeite sehr strukturiert und so vorausschauend wie möglich, nur so kann ich meine Prioritäten im Fokus behalten. Außerdem bin ich wahnsinnig viel unterwegs und pendle zwischen Berlin und Hamburg, da ist Zeitmanagement das A und O. Trotzdem kann natürlich immer etwas dazwischen kommen, denn seit der Gründung ist kein Tag wie der andere.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Im Moment gar nicht. Wir haben vor gut einem halben Jahr gegründet und ich habe mich von Anfang an darauf eingestellt, dass es in den ersten Monaten arbeitsintensiv wird. Das ist aber auch in Ordnung, denn ich brenne für unsere Idee und Marke und möchte sie zum Erfolg bringen. Außerdem habe ich Spaß dabei. Da bin ich gerne bereit, Zeit zu investieren. Perspektivisch werde ich natürlich auch anderen Dingen wie Sport wieder mehr Raum in meinem Leben einräumen, aber im Moment bin ich happy, so wie es ist. Wenn ich mir dann doch mal eine kleine Auszeit gönne, entspanne ich natürlich am liebsten mit den CBD-Badekugeln aus unserer Eigenproduktion.

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Ehrlich gesagt gibt es nichts, was ich vorher gern gewusst hätte. Ungewissheit, Risiken und auch Fehler gehören zum Gründen dazu. Man sollte sich bewusst sein, dass man die eigene Comfort Zone auch mal verlassen muss, um den neuen Herausforderungen offen und mutig gegenüberzustehen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Eine der größten Hürden war es anfangs alle Aufgaben mit noch sehr wenig Personal zu bewältigen. Da musste man flexibel agieren. Parallel dazu war der Aufbau des Teams anspruchsvoll.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?
Das ist natürlich positionsabhängig. Ich glaube insgesamt ist die richtige Kombination aus Cultural Fit und Erfahrung ausschlaggebend. Und dann ist es natürlich wahnsinnig wichtig, dass die Leute auch Lust haben und bereit sind, sich wirklich einzubringen, die Anfangsphase mitzutragen, flexibel reagieren können. Jede Idee steht und fällt mit den Leuten, die für sie arbeiten.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Am Anfang der Gründung habe ich den Workload der Mitarbeiter etwas unterschätzt, da unser Business so unerwartet schnell gewachsen sind. Daraus habe ich gelernt und schnell in mehr Personal investiert, wodurch die einzelnen Aufgaben besser verteilt werden konnten und der Teamzusammenhalt gestärkt wurde.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Das Wichtigste für mich: im Voraus planen und ganz klare OKRs benennen. Es ist extrem entscheidend, dass alle Mitarbeiter*innen von Anfang an fokussiert und in die gleiche Richtung arbeiten. In den ersten Monaten war bei uns natürlich vieles noch nicht fix, aber wir hatten uns klare Ziele gesetzt und haben erste wichtige Erfolge eingefahren. Die bauen wir jetzt aus und sehen tolle Ergebnisse. Eine gute Struktur und die Mitarbeiter*innen sind entscheidend.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Ohne unsere ERP-Plattform, über die wir unser komplettes Business steuern. Mit unserer komplexen Struktur aus verschiedenen On- und Offline-Channels, Retail, White- und Private-Labellösungen müssen wir uns zu 100% auf unser System verlassen können. Nur durch stetige Prozessoptimierung gelingt es uns, das Wachstum unserer vielseitigen Firmenzweige voranzutreiben.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Trotz unseres busy Alltags feiern wir unsere Erfolge – auch die kleinen. Es trägt sehr zur Motivation des Teams bei, dass wir positive Erlebnisse teilen. Neben der ganzen Arbeit nehmen wir uns Zeit für gemeinsame Abendessen und Drinks.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Als wir frisch gestartet waren, haben wir einen riesigen Auftrag an Land gezogen, eigentlich viel zu groß für unsere damalige Kapazität. Wir sollten innerhalb von fünf Tagen 10.000 Artikel liefern. Ich habe dem Kunden mit Pokerface zugesagt und wir haben die nächsten fünf Tage und Nächte gearbeitet, um das hinzubekommen. Es war ein großes Risiko und eine große Chance, das haben alle gewusst. Die Mitarbeiter aus den Shops sind abends nach ihrer Arbeit in die Manufaktur gekommen und haben geholfen, nach fünf Tagen hatten wir es tatsächlich geschafft.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#aktuell, #beauty, #berlin, #grunderalltag, #herbliz, #interview, #umfrage

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#Umfrage – “Von Food über Fashion hin zu Tech, hier ist alles vertreten”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Doch was genau macht überhaupt den Reiz der Startup-Szene in Köln aus? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

In Köln ist in den letzten Jahren viel passiert: Es gibt ein starkes und hilfreiches Netzwerk, das einen weiterbringt und zudem ist das rheinländische Einzugsgebiet mit Düsseldorf und Bonn, aber auch dem Ruhrgebiet, sehr attraktiv.
Tino Engelmann, Pinkbus

Was für die Stadt gilt, gilt auch in der Startup Szene: Vielfalt! Von Food- über Fashion- hin zu Tech-Startups, hier ist alles vertreten. Das schöne ist, dass die Startup Szene in Köln nicht so groß ist, dass man den Überblick verliert. Hier kennt man sich auch über die Grenzen seines Businesses hinaus, was zu inspirierendem Austausch und Support in allen Bereichen führt. Gleichzeitig werden die Startup-Veranstaltungen nie langweilig, weil immer neue Themen aufeinander treffen. So hat man an einem Abend schnell mal etwas über die veganes Eis (NOMOO), Phishing-Mails (SoSafe) und Freiwilligenarbeit im Ausland (Volunteerworld) gelernt.
Lea Matschke, Brajuu

Köln ist eine Großstadt, die sich wie ein Dorf anfühlt. Dementsprechend ist die Startup-Szene zwar nicht so groß, dafür besteht jedoch ein intensiver Austausch untereinander.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Die Kölner Gründerszene floriert. Wir erleben hier eine attraktive und vor allem aktive Community.
David Henn, Cannamedical

Ehrlich Gesagt weiß ich das nicht. Auch wenn ich es liebe zu Netzwerken, ich glaube in Köln habe ich mein geringstes Netzwerk. Wie so häufig schaffe ich es selten zu Startup-Events in Köln zu gehen. Wenn ich in anderen Städten bin, nehme ich mir häufiger dafür Zeit, da ich ja sonst nichts anderes zu tun habe. In Köln hat man Familie, Freunde etc. wo man ohnehin schon aufpassen muss, dass die nicht zu kurz kommen.
Daniel Vollmer, Flowtify

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “Ein Unicorn wäre wünschenswert!”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Es sind aber noch Wünsche offen! In den vergangenen Monaten haben wir wieder zahlreiche Gründerinnen und Gründer ganz gezielt nach ihren Wünschen für den umtriebigen Startup-Standort Köln gefragt. Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

Einen Fast-Track bei allen behördlichen Angelegenheiten für Startups und viel mehr Sonnentage im Jahr.
Stanislav Grytsenko, AeroMates

Erstens: Wir finden, Köln hat in definitiv mehr Aufmerksamkeit in der deutschen Startup Szene verdient! Wir würden uns freuen, wenn häufiger über Kölner Gründer berichtet werden würde. Zweitens: Wir wünschen uns, dass Köln auch für größere Startups attraktiv wird bzw. bleibt. Häufig zieht es in Köln groß gewordene Startups nach Berlin, was u.a. sicher mit der größeren Investorendichte dort zusammenhängt. Ein Unicorn für Köln wäre wünschenswert! Drittens: Dass die Startup-Szene in Köln so bodenständig und gelassen bleibt, wie sie aktuell ist – denn et kütt wie et kütt.
Lea Matschke, Brajuu

Erstens: Mehr Digitalisierung in der Verwaltung. Vom Finanzamt bis zum Einwohnermeldeamt Zweitens: Mehr Support der Kreativ-Szene durch bezahlbare, attraktive Standorte. Egal ob IT-Startup oder Club. Drittens: Kostenloser, funktionierender öffentlicher Nahverkehr.
Daniel Vollmer, Flowtify

Erstens: Mehr Investoren mit eigener Startup-Erfahrungen. Zweitens: Mehr Förderprogramme für Startups in frühen Phasen. Drittens: Mehr Talente mit guten Product-Skills – Softwareentwickler, Product Designer & Product Manager.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Ich wünsche mir für Köln, dass es seinen Platz als Start-Up und Wirtschaftsstandort Nummer 1 in NRW weiter halten und ausbauen kann. Ich wünsche mir, dass es viele weitere erfolgreiche Gründer in Köln geben wird, die das Ökosystem erweitern. Ich wünsche mir, dass sich Köln weniger mit Berlin vergleichen muss und nicht länger als Underdog gehandelt wird.
David Henn, Cannamedical

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “Es wäre toll, wenn die Investorenlandschaft noch Zuwachs bekommen würde”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Doch was fehlt in Köln noch? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

Die richtige Einstellung ist ja schon vorhanden, aber ohne echte Tech-Begeisterung wird die Kölner Startup-Szene nie zum Vorreiter in Sachen Innovation und Digitalisierung werden. Hier sehe ich noch viel Luft nach oben. Tatsächlich hat die Kölner Universität nicht einmal eine eigene Informatik-Fakultät und die der TH liegt in Gummersbach. Hier haben wir in Köln definitiv noch Nachholbedarf.
Lars-Rüdiger Fink, get in

Ein zentraler Standort für Startups sowie das STATION F in Paris. Wer einmal da war weiß, was er bisher vermisst hat. Gerade im eng besiedelten NRW mit Standort Köln wäre das eine große Bereicherung weit über Köln und NRW hinaus.
Harald Meurer, Creative Shopping

Köln bietet als Startup Standort schon einiges und wir merken deutlich, dass die Anzahl an Startups in Köln deutlich zunimmt. Es wäre toll, wenn die Investorenlandschaft in Köln noch etwas Zuwachs bekommen würde und sich der Mittelstand hier noch stärker präsentiert würde. Besonders freuen würden wir uns natürlich auch über mehr weibliche Investoren, das ist jedoch leider ein deutschlandweites Problem.
Lea Matschke, Brajuu

Köln benötigt mehr Startup-Vorbilder, die als Multiplikatoren das lokale Ökosystem beleben. Erfolgreiche Gründer schaffen nach ihrem Exit häufig als Mentoren, Investoren oder einfach als Botschafter einen großen Mehrwert für Startups.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Für mich ist Köln der perfekte Ort um eine Startup zu gründen, ohne das mir etwas fehlen würde.
David Henn, Cannamedical

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “In kürzester Zeit kamen wir mit ‘Rockstars’ ins Gespräch”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Doch was genau spricht überhaupt für Köln als Startup-Standort? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

Ganz klar: Der Dom, der Rhein und das Kölsch! Da kann Berlin natürlich nicht mithalten. Aber im ernst: Es hängt natürlich erstmal von der strategischen Ausrichtung eines Startups ab, welcher Standort am besten geeignet ist. München ist in erster Linie von industriellen Branchen wie Manufacturing und Robotics geprägt. Berlin hat die insgesamt größte Szene und ist sehr international aufgestellt. Die Medienhochburg Köln muss sich als Startup-Standort trotzdem nicht verstecken: Wir sehen den Vorteil für uns darin, dass Köln mit 24 Hochschulen die drittgrößte Studentenstadt in Deutschland ist und die gesamte Metropolregion Rhein/Ruhr die europaweit dichteste Uni- und Forschungslandschaft hat. Das zieht jede Menge schlaue Köpfe an, die sich für neue Ideen begeistern. So haben wir beim Recruiting und beim Austausch mit der wissenschaftlichen Forschung natürlich einen Standortvorteil.
Lars-Rüdiger Fink, get in

Naja, ich würde sagen, dass was immer für Köln spricht: Karneval! Nein im Ernst, wirtschaftlich kenne ich keine Highlights die die Stadt oder das Land bieten, weshalb ich als Gründer nach Köln gehen sollte. Für die gute geographische Lage oder das wirklich tolle Lebensgefühl, welches durch Gastro, Clubs und Kultur in Köln herrscht kann die Stadtverwaltung nichts – zumindest habe ich in 10 Jahren Gastro die Stadt nicht als Unterstützer der Lebensart gesehen. Aber ich glaube genau das macht Köln aus. Gerade Entwickler oder Kreative lieben das an Köln, warum es auch einfacher ist Talente nach Köln zu holen als vielleicht nach Hildesheim.
Daniel Vollmer, Flowtify

Zum einen hat Köln geografisch betrachtet eine super Lage, insbesondere für den Frachtverkehr. Besonders in unserem Fall ist das mit dem Flughafen KölnBonn, welcher einer der wenigen in Deutschland mit einem 24-Stunden-Betrieb, ein wichtiger Faktor.
Stanislav Grytsenko, AeroMates

Wie groß der Talentpool in Berlin ist, kann ich nicht beurteilen. Über meinen Mitgründer Tino hatte ich meinen Einstieg in das Kölner Startup-Netzwerk und habe sofort gesehen, dass Köln die richtige Wahl ist. In kürzester Zeit kamen wir hier mit echten ‘Rockstars’ ins Gespräch, die auch sofort von der Idee zu Pinkbus begeistert waren. Die Entscheidung für Köln fiel mir und uns dann relativ einfach.
Christian Höber, Pinkbus

Köln eignet sich perfekt als Startup-Standort. Nicht nur, dass in und um Köln herum viel Mittelstand ansässig ist, was besonders für B2B-Startups interessant ist, auch die Nähe zu anderen wirtschaftlich starken Städten wie Düsseldorf, Aachen, dem Ruhrgebiet und der Rhein-Main Region macht Köln attraktiv. In den letzten Jahren hat sich die Startup Szene in Köln sehr gut entwickelt! Es gibt einige Co-Working Spaces – unser Favorit: das Okandada am Rudolfplatz -, (Studenten-)Initiativen und von der Stadt organisierte Zusammenschlüsse sowie viele Startup Veranstaltungen, die auch häufig in Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen aus der Region stattfinden.
Lea Matschke, Brajuu

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “Die Menschen sind offen, herzlich und ehrlich”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige und aktive Startup-Szene.  Über 400 kleine und große Startups, über 30 Coworking Spaces, verschiedene Hubs, Inkubatoren und mehrere Events machen die Stadt am Rhein zu einem der Startup-Hotspots im Lande. Was aber ist im schönen Köln einfacher als im Rest der großen Republik? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

In Köln findet man leichter Mitarbeiter, die langfristig mit Herzblut dabei sind, weil die Fluktuation hier nicht so stark ist wie etwa in der Hauptstadt. Man bekommt den Eindruck, Berlin ist für viele eine Lebensphase, während die Leute sich in Köln Zuhause fühlen: Ein Großteil der Uni-Absolventen bleiben auch nach dem Studium hier. Und für neue Mitarbeiter aus dem Ausland ist die Stadt auch sehr attraktiv. Daran ist mit Sicherheit auch die typisch kölsche Lebensart schuld. Die Kölner sind sehr aufgeschlossen, sowohl für neue Menschen als auch Ideen und denken immer pragmatisch und optimistisch. Köln hat also in seiner DNA als Stadt schon genau das Mindset verankert, das ein erfolgreicher Gründer braucht. Und selbst wenn es mal kritisch wird oder man sich schnell auf eine neue Situationen einstellen muss, bleibt der Kölner immer noch gelassen und positiv: “Et kütt wie et kütt. Et hätt noch immer jot jejange. Und nix bliev wie et wor.”
Lars-Rüdiger Fink, get in 

Ganz klar: man kommt sehr einfach mit den Menschen ins Gespräch. Die Menschen in Köln sind offen, herzlich und ehrlich. Die gegenseitige Unterstützung macht sich auch in der Kölner Startup Szene bemerkbar und man trifft sich gerne mal auf ein Kölsch, um Ideen auszutauschen, Projekte zu besprechen und zu klüngeln – das kölsche Netzwerken.
Lea Matschke, Brajuu

Der sprichwörtlich bekannte „Kölschen Klüngel“ macht es wirklich leichter, die passenden Personen zur richtigen Zeit zu erreichen. Wenn man einmal in Köln angekommen ist, gibt es enorm viele Möglichkeiten potentielle Partner, Mitarbeiter oder Kunden direkt über persönliche Kontakte anzusprechen.
Niklas Hagenbeck, Somigo

Netzwerken – die Kölner haben doch immer noch ihre ganz eigene, offene Art, die wir sehr zu schätzen wissen.
David Henn, Cannamedical

Menschen kennenlernen. Das ist ganz einfach und unkompliziert in Köln!
Daniel Vollmer, Flowtify

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In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Umfrage – “Wir haben selbst erfahren, dass man sich gerne untereinander hilft”


In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige Startup-Szene. Zahlreiche große und kleine Jungfirmen haben ihren Sitz in der Domstadt. Was aber ist in Köln einfacher als im Rest der Republik? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

In Köln ist es aus unserer Sicht einfacher, mit Personen ins Gespräch zu kommen und das „Du“ wird schnell angeboten, was eine angenehme Atmosphäre schafft.d
Stanislav Grytsenko, AeroMates

Im Umkreis gibt es viele große Städte. Damit haben wir auf lokal begrenztem Raum viele Testmärkte, die wir für Gespräche mit Kunden und Partnern ganz einfach mit einer kurzen Bahnfahrt erreichen können.
Benedikt Kolbinger, snabBus

Schnell Kontakt zu finden. Der Rheinländer gilt generell als sehr kommunikativ und gastfreundlich. Und diese Eigenschaft hat sich auch auf die Zugezogenen längst übertragen.
Harald Meurer, Creative Shopping

Ich bilde mir ein, dass in Köln die erste Kontaktaufnahme zu potenziellen Geschäftspartnern ein bisschen einfacher funktioniert und es vielleicht ein bisschen weniger steif ist als im Rest der Republik. Man hilft sich und stellt sehr unkompliziert Kontakte her. Aber vielleicht liegt das auch einfach an unserer Herkunft.
Timo Bäcker, Swarm Protein

Durch die überschaubaren Strukturen und die Offenheit ist es in Köln sicher einfacher einen Zugang in Gründer- und Startup-Netzwerke zu erhalten. Wir haben selbst erfahren, dass man sich gerne untereinander hilft. Dies ist natürlich vor allem in der Gründungsphase sehr hilfreich und wir sind dankbar für die zahlreichen Unterstützer!
Tino Engelmann, Pinkbus

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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ARD-Deutschland – Jeder zweite Deutsche in Corona-Sorge

ARD-Deutschland: Jeder zweite Deutsche in Corona-Sorge Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist laut einer Umfrage besorgt, dass sie oder ein Familienangehöriger sich infizieren.
Foto: Fabian Strauch / dpa

#ard, #morgenmagazin, #politik-inland, #umfrage

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#Gründeralltag – Was 15 Gründer gerne vor der Gründung gewusst hätten


Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer zum großen und beliebten Gründeralltag-Interview. Eine Frage, die wir jedem jungen oder erfahrenem Entrepreneur stellen lautet: “Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?” Hier 15 Antworten gebündet in der praktischen Übersicht.

Zu Beginn der Gründung war ich als Entwickler aktiv. Ich hatte mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass ich als Unternehmer selbst irgendwann gar nicht mehr coden würde – das haben zunehmend andere übernommen. Wenn das Unternehmen erfolgreich ist, verändert sich der Job ständig: Vor einigen Jahren war ich noch einen großen Teil meiner Zeit mit Kundenakquise und Marketing beschäftigt, inzwischen liegt der Fokus zunehmend auf der Arbeit am Unternehmen. Damit hat sich mein Aufgabenbereich völlig von seinem Ursprung entfernt.
Tobias Langmeyer, dynamic commerce

Für mich gibt es nichts, was ich gerne früher gewusst hätte, um beispielsweise Fehler zu vermeiden. Fehler und Risiken gehören zum Gründen dazu und sind auch Teil des Unternehmertums. Da ich in einem Unternehmerumfeld aufgewachsen bin, mit meinem Vater, der 1986 seine eigene Kaffeerösterei aufgebaut hat, habe ich schon sehr früh verstanden, was es heißt zu gründen. Schon immer war ich besonders von der Flexibilität und die Unabhängigkeit fasziniert, die damit einhergehen. Das wusste ich in dem Kontext quasi schon vor der Gründung von Karacho und hat mich auch weiter darin bestärkt, selbst zu gründen.
Jonas Braun, Karacho

Da ich bereits in anderen Startups in Führungspositionen gearbeitet habe und ihr Wachstum mitgestalten durfte, konnte ich dort umfangreiche Erfahrungen sammeln und Fehler machen, die ich nun bei meiner eigenen Gründung vermeiden konnte. Ich hatte sehr realistische Erwartungen.
Patrick-André Wilhelm, Beautymates

Gründer erhalten nur sehr selten und wenn, nur ungenügend Feedback über ihre Arbeit. Daher ist es manchmal schwierig, die eigene Performance einzuschätzen – vor allem, wenn man noch sehr jung ist.
Nikita Gulin, Agranimo

Ich bin mit meinen beiden Geschäftspartnern nun schon seit ein paar Jahren in der Gründerszene unterwegs – mal mehr, mal weniger erfolgreich. Trotz aller Routine und Erfahrung lernt man nie aus. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich tatsächlich schon viel früher angefangen Projekte zu starten und Unternehmen zu gründen.
Manuel Wesch, JustRocket

Glücklicherweise hatte ich ja schon einige Erfahrungen in der Unternehmensentwicklung und konnte so ganz gut einschätzen, was mich erwartet. Trotzdem muss ich sagen, dass ich gerne früher gelernt hätte, Rückschläge nicht mit einer Niederlage gleichzusetzen. Oft fällt es uns schwer, dem auch etwas Positives abzugewinnen, obwohl gerade das so wichtig ist. Denn nach meiner Erfahrung sind Rückschläge sogar notwendig, um die eigenen Ziele zu erreichen. Sie können uns dazu bringen Dinge noch einmal ganz anders zu betrachten und neue Blickwinkel zu eröffnen.
Thomas Tibroni, Meravando

Dass die wenigsten Menschen im Berufsleben wirklich verbindlich sind.
David Lange, adlicious

Mein Mitgründer Jacob und ich sind Erstgründer. Wir kamen direkt aus der Uni, mit 1.000 Euro Startkapital. Anfangs waren uns viele Begriffe und Ansätze der erfolgreichen Startup-Gründung nicht wirklich bekannt. Es dauerte eine Zeit, uns dieses Wissen über Finanzierungen und Unternehmensaufbau für digitale Geschäftsmodelle gemeinsam praktisch anzueignen. Rückblickend hätte ich mir bereits im Studium mehr praxisnahe Tipps und Hilfestellungen für das Gründerdasein gewünscht. Ich habe klassisch die Rechtswissenschaften durchlaufen, mit sehr gutem und direktem Kontakt zu den Professoren. Einer von ihnen schickte mich letztendlich mit meiner Idee in den universitätseigenen Ideen- und Businessplanwettbewerb. Ich war seit jeher von dieser Idee überzeugt und mein bis dato halbes Leben mit der Digitalisierung des Rechtsmarktes befasst. Es war also klar: Ich muss es wagen. Eine direkte Unterstützung oder Mentoring während des Studiums gab es damals leider nicht.
Maximilian Block, advocado

Ich bin mir bewusst, dass man nicht alles vorhersehen und wissen kann, wenn man ein Startup aufbaut. Ich bin ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert und muss dabei immer andere Fähigkeiten erlernen und neues Wissen aufbauen. Also würde ich sagen: das Wichtigste, das man wissen sollte, ist, dass man nie genug weiß. Das bedeutet auch, dass du einfach anfangen musst, Dinge zu tun ohne dieses angenehme Gefühl zu haben, ausreichend vorbereitet zu sein. Und das ist auch das, was mir an Startups besonders gefällt. Es ist auch irgendwie toll, wie unvorhersehbar der Prozess beim Aufbau eines Startups ist.
Anna Stepanoff, Wild Code School

Kurz und knapp: Jeder kocht nur mit Wasser.
Monique Hoell, HelloBody

Es lohnt sich immer, mit etwas anzufangen. Es gibt noch nicht für alles auf der Welt eine Lösung, da kann jeder den Unterschied ausmachen. Genau diesen Gedanken versuche ich auch, mit meinem Podcast “Einfach anfangen” zu vermitteln, damit ihn andere Gründer*innen hoffentlich schon viel früher verinnerlichen.
Bastian Krautwald, deineStudienfinanzierung

Ich hatte die tolle Chance, dass ich schon mit sehr jungen Jahren eine erste Firma aufbauen konnte, damals noch unter dem Dach einer Holding. Dort gab es eine gute Fehlerkultur, etwas, was mich auch für bookingkit sehr geprägt hat. Ich konnte also schon früh Learnings in die neue Gründung einbringen. Sicher ist aber das Thema Recruiting/HR für mich eines der größten Learnings – und etwas, was ich offen gesagt zu Beginn unterschätzt habe. Aber nicht nur das Wissen um eine skalierbare Talent Acquisition, sondern auch die Execution, also das wirkliche Implementieren. Da hätte ich mir gern vor der Gründung jemanden gewünscht, der mich gepackt und gesagt hätte: “Das musst du im Griff haben – es wird dein Überleben sichern!”
Christoph Kruse, Bookingkit

Meine wichtigste Erkenntnis ist die große Freude an der Arbeit als Founder. Hätte ich vorher gewusst, wieviel Spaß mir das macht, dann hätte ich schon früher damit angefangen!
Michael Cassau, Grover

Einige Jahre vor meinem Gründer-Dasein als CEO der DoctorBox habe ich meine Praxis für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie im Herzen Berlins erfolgreich eröffnet. Zwar ist die Start-up Szene flexibler und schnelllebiger als die Gesundheitsbranche, aber Grundsätzliches ist auf beide Bereiche übertragbar. Beispielsweise war die Frage, wie ich ein Unternehmen zu führen habe, bei der Gründung von DoctorBox bereits beantwortet.
Oliver Miltner, DoctorBox

Da ich bereits seit meinem 18. Lebensjahr selbständig bin und diverse Firmen und Marken gegründet habe, war das Basiswissen für diese Gründung vorhanden. Überraschend ist jedes Mal wieder, dass der Staat immer neue bürokratische Hürden aufbaut. Deswegen bräuchte es meiner Ansicht nach eine völlig neue „Mentalität des Staates“ gegenüber Gründern. Beispielsweise, dass man sämtliche Bürokratie im ersten Jahr einer Gründung wirklich auf ein Minimum beschränkt.
Alexander Hanel, Rokstyle Living

Tipp: So sieht der Gründeralltag bei jungen und erfahrenen Startuppern aus

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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