#DealMonitor – Mubadala investiert 400 Millionen in Wefox – Sentryc bekommt 5 Millionen – Europ Assistance übernimmt Pflegix 


Im #DealMonitor für den 12. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Wefox 
+++ Jetzt offiziell: Mubadala Investment, die staatliche Beteiligungsgesellschaft von Abu Dhabi, investiert – wie im aktuellen Insider-Podcast berichtet – 400 Millionen US-Dollar in Wefox. Eurazeo, LGT, Horizons Ventures und Omers Ventures investieren im Rahmen der Investmentrunde ebenfalls. Insgesamt flossen nun bereits 1,3 Milliarden Dollar in Wefox. Die Post-Money-Bewertung des Digitalversicherers steigt von 3 Milliarden auf 4,5 Milliarden Dollar. “Damit läuft wefox gegen den Trend der Abwertungen von Tech-Unternehmen und zeigt auf, dass der europäische Versicherungsmarkt weiterhin auf Innovation setzt und zeitgleich Wachstumspotenzial besitzt”, teilt das InsurTech mit. Wefox, 2015 von Julian Teicke, Fabian Wesemann und Dario Fazlic gegründet, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz in Höhe von 320 Millionen Dollar. 2022 sind 600 Millionen geplant. Das frische Kapital soll unter anderem in die “Expansion in weitere Ländermärkte” fließen. Derzeit ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und der Schweiz unterwegs. Mehr über Wefox

Milano Vice
+++ Der New Yorker Geldgeber Coefficient Capital, Speedinvest, Shio Capital, CG Partners und Angel-Investoren wie Voilà-Gründer Julius Wiesenhütter, Just Spices-Gründer Ole Strohschnieder und sennder-Gründer Nicolaus Schefenacker investieren 6 Millionen Euro in Milano Vice – siehe auch Gründerszene. Hinter dem Berliner Food-Startup, das 2021 von den beiden ehemaligen Delivery-Hero-Managern Dennis Murselovic und Rudolf Donauer gegründet wurde, verbirgt sich eine Ghost Restaurants-Kette, die auf Pizza setzt.

Sentryc
+++ Der französische Investor Seventure Partners investiert 5 Millionen Euro in Sentryc. Beim Startup aus Berlin, das 2019 von Nicole Jasmin Hofmann gegründet wurde, dreht sich alles um automatisierten Produkt- und Markenschutz. “Dazu durchsucht die Software Online-Marktplätze und das Social Web nach potentiellen Fälschungen, meldet Vorfälle und unterstützt IT-basiert beim Entfernen aus dem Netz”, heißt es zum Konzept der Jungfirma. Das frische Kapital soll in die “Weiterentwicklung der SaaS-Lösung, das Wachstum und die weitere Expansion nach Europa” fließen. 35 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Sentryc. Mehr über Sentryc

Nevermined 
+++ Signature Ventures und Polymorphic Capital investieren 3 Millionen US-Dollar in Nevermined. Das Startup aus Zug in der Schweiz, 2022 von Don Gossen, Aitor Argomaniz und Dimitri De Jonghe gegründet, positioniert sich als “ecosystem development platform for Builders, Entrepreneurs, Artists, Creators, Collectors, Data Nerds, Techies, Degens and Corporate Innovators. It offers the best of Web3 tech as easy-to-integrate components”.

consalio 
+++ Nicolas Peters, Gründer von Signavio, Gerrit de Veer, ehemals SVP Sales MEE bei Signavio, Alexander Bruehl (SaaSgarage), Anja Witte, Philipp Moehring, Marcus Bez, Mike G. Simon, Oliver Markl und Peter Kessler sowie die NRW.BANK investieren eine sechsstellige Summe in consalio. Hinter dem Unternehmen aus Düsseldorf, 2021 von Felicia Mundhenke gegründet, verbirgt sich eine “B2B-Lösung, die es den Kunden ermöglicht, vollständige Transparenz über sämtliche laufenden Beratungsaktivitäten und -kosten im Unternehmen zu erlangen” Das Ziel dabei ist es, “den Mitteleinsatz für Beratungsleistung zu optimieren”. Mehr über consalio

Aufzughelden
+++ Join Capital und Phoenix Contact Innovation investieren in das Unternehmen Digital Spine. Die Berliner Jungfirma, 2020 von Simon Vestner gegründet, kümmert sich mit Aufzughelden um die Digitalisierung von Aufzügen in Gebäuden. “Mit der neuen Finanzierungsrunde will Digital Spine die digitale Transformation und Automatisierung in der Aufzugsindustrie und im Smart-Building-Bereich beschleunigen sowie ihre Marktposition in der DACH-Region ausbauen”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über Aufzughelden

Emproof
+++ Der niederländische Investor TIIN Capital, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der französischen Venture-Capital-Geber Cyber Impact investieren in Emproof. Das Unternehmen aus Eindhoven und Bochum, das 2017 von Philipp Koppe, Marc Fyrbiak und Benjamin Kollenda am Bochumer Horst-Görtz Institute für IT-Sicherheit (HGI) gegründet wurde, setzt auf Sicherheitslösungen für sogenannte Embedded Systems.

MERGERS & ACQUISITIONS

Pflegix 
+++ Die Generali-Tochter Europ Assistance übernimmt im Rahmen einer Kapitalerhöhung, an der auch Business Angel Thomas Wo?tzel und Gründer Andreas Helget teilnehmen, die Mehrheit an Pflegix. “Wir sind davon überzeugt, dass digitale Servicemodelle, wie Pflegix sie anbietet, gerade im Bereich Healthcare künftig eine noch größere Rolle spielen werden”, teilt der Mehrheitsgesellschafter, der 2019 bereits in das Unternehmen investiert hat, mit. Die Jungfirma aus Bochum, 2016 von Tim Kahrmann und Andreas Helget im Entrepreneurship Zentrum Witten (EZW) der Universität Witten/Herdecke gegründet wurde, betreibt einen Marktplatz mit einem Netzwerk von mehr als 20.000 Helfer:innen, die Senior:innen zu Hause unterstützen.  Gründer Kahrmann gibt zeitgleich mit der Mehrheitsübernahme seinen Ausstieg bei Pflegix bekannt. Mehr über Pflegix

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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#DealMonitor #SPECIAL – Wefox bekommt 400 Millionen Dollar – Bewertung steigt auf 4,5 Milliarden


+++ Jetzt offiziell: Mubadala Investment, die staatliche Beteiligungsgesellschaft von Abu Dhabi, investiert – wie im aktuellen Insider-Podcast berichtet – 400 Millionen US-Dollar in Wefox. Eurazeo, LGT, Horizons Ventures und Omers Ventures investieren im Rahmen der Investmentrunde ebenfalls. Insgesamt flossen nun bereits 1,3 Milliarden Dollar in Wefox. Die Post-Money-Bewertung des Digitalversicherers steigt von 3 Milliarden auf 4,5 Milliarden Dollar.

“Damit läuft wefox gegen den Trend der Abwertungen von Tech-Unternehmen und zeigt auf, dass der europäische Versicherungsmarkt weiterhin Wachstumspotenzial besitzt”, teilt das InsurTech mit. Wefox, 2015 von Julian Teicke, Fabian Wesemann und Dario Fazlic gegründet, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz in Höhe von 320 Millionen Dollar. 2022 sind 600 Millionen geplant. Das frische Kapital soll unter anderem in die Expansion fließen. Derzeit ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und der Schweiz unterwegs.

“Der Anstieg unserer Bewertung auf 4,5 Milliarden Dollar ist eine klare Bestätigung unseres Geschäftsmodells und macht uns zum vertrauenswürdigsten InsurTech auf dem Markt. Zusätzlich machen unsere Investitionen in Technologie Wefox schon heute zu einem der fortschrittlichsten und effizientesten Versicherungsunternehmen weltweit. Mit wachsender Größe erhöhen sich auch die Möglichkeiten, schneller zu skalieren”, sagt Wefox-Gründer Teicke.

Insider #132 – Wefox

Tipp: Mit der jetzigen Bewertung ist Wefox eines der wertvollsten Startups Deutschlands – siehe Deutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner.

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Mubadala Ventures setzt weiter auf Wefox – Blossom investiert in Kadmos – Spark investiert in Amie


Im #DealMonitor für den 11. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Wefox
+++ Mubadala Ventures steht nach unseren Informationen vor einem Investment in Höhe von 400 Millionen US-Dollar in das Berliner InsurTech-Unicorn Wefox, das 2014 in der Schweiz an den Start ging. Die Bewertung soll bei 4 Milliarden liegen. Zuletzt hatte Bloomberg berichtet, dass Wefox eine Bewertung in Höhe von rund 5 Milliarden Dollar anpeilte.  Target Global, FinTLV und Co. sowie die Altinvestoren investierten zuletzt 650 Millionen US-Dollar in Wefox. Die Post-Money-Bewertung des Unicorns lag zuletzt bei 3 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen zuvor rund 918 Millionen Dollar in das InsurTech. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Kadmos
+++ Blossom Capital und die Altinvestoren Addition und Atlantic Labs investieren nach unseren Informationen 29 Millionen Euro in Kadmos. Das Berliner FinTech Kadmos, das 2021 von Justus Schmüser, zuletzt McKinsey, und Sasha Makarovych, zuletzt Rocksteady Studios, gegründet wurde, kümmert sich um internationale Gehaltszahlungen. “We are bringing in fintech, low margins, and transparent FX to industries riddled with opaque mark-ups, kickbacks, and physical cash transactions”, schreibt das Team. Addition, Atlantic Labs und Co. investierten zuletzt rund 8 Millionen Euro in Kadmos. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Amie
+++ Der amerikanische Geldgeber Spark Capital investiert nach unseren Informationen in Amie. Das Berliner Startup, Anfang 2020 von Dennis Müller (früher N26) gegründet, entwickelt eine Produktivitätssoftware, die auf verschiedenen Geräten funktioniert. Nutzer können über die App ihren Tag planen. Amie ist dabei auf “die Bedürfnissen von Einzelpersonen ausgerichtet”. 
Creandum, Tiny.VC, also Philipp Möhring, und Angel-Investoren wie Laura Grimmelmann, Nicolas Kopp und die Gründer von Sennder investierten zuvor bereits 1,3 Millionen US-Dollar in die Produktivitäts-App Amie. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Charles
+++ Salesforce Ventures und die Alt-Investoren investieren nach unseren Informationen rund 20 Millionen Euro in Charles. 
Hinter Charles verbirgt sich eine Conversational-Commerce-as-a-Service-Software für Händler und Konsumgütermarken. Das Unternehmen aus Berlin, das von Artjem Weissbeck (Kapten & Son) und Andreas Tussing (McKinsey) gegründet wurde, ermöglicht es Marken ihre Produkte über WhatsApp und andere Chat-Apps anzubieten. Zuletzt hatten wir leider fälschlicherweise berichtet, das Dawn Capital in Charles investiert. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

living brain
+++ Das Investorennetzwerk Companisto sowie die Investorinnen Ina Schlie und Dorit Posdorf, die beim Investorinnen Netzwerk encourageventures aktiv sind, investieren eine siebenstellige Summe in living brain. Das MedTech-Startup aus Heidelberg, 2019 von Barbara Stegmann und Julian Specht gegründet, positioniert sich als “VR-basierte Rehabilitationssoftware für
Menschen mit neurologischen Erkrankungen”. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen “vorrangig das Produkt weiterentwickeln”. Mehr über living brain

MERGERS & ACQUISITIONS

shipcloud
+++ Das Private Equity-Unternehmen Waterland übernimmt das Hamburger Unternehmen shipcloud, das sich seit 2013 als Shipping Service Provider positioniert. “Dies ist eine großartige Chance für uns, unsere Technologie und unsere Kompetenz in den Bereichen E-Commerce und Logistik weiter auszubauen. Das bisherige Management-Team bleibt dem Unternehmen erhalten und begleitet Waterland weiterhin in allen Fragen der strategischen Entwicklung”, teilt das Unternehmen, das von Claus Fahlbusch gegründet wurde mit. In den vergangenen Jahren flossen rund 4 Millionen Euro in shipcloud – unter anderem von K-Invest (Klingel Gruppe). Mehr über shipcloud

VENTURE CAPITAL

HV Capital
+++ Der umtriebige Münchner Geldgeber HV Capital legt nach unseren Informationen zwei neue Fonds auf, einen Early-Stage- (400 Millionen) und einen Later-Stage-Fonds (400 Millionen). Der letzte HV-Fonds war 535 Millionen Euro schwer.  HV Capital, früher als Holtzbrinck Ventures bekannt, investiert bereits seit dem Jahr 2000 in Startups. In den vergangenen Jahren investierte das Team des Kapitalgebers in rund 200 Startups – darunter bekannte Firmen wie zalando, Delivery Hero, HelloFresh, Flixbus, SumUp und Westwing. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

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#DealMonitor #SPECIAL – SumUp-Bewertung steigt auf 8,4 Milliarden Dollar


Bain Capital, BlackRock, btov Partners, Centerbridge, Crestline, Fin Capital und Sentinel Dome Partners investieren 590 Millionen Euro (Fremd- und Eigenkapital) in SumUp. Die Bewertung steigt auf 8 Milliarden Euro (8,4 Milliarden US-Dollar). Das deutsch-britische FinTech, das 2011 von Daniel Klein, Marc-Alexander Christ, Stefan Jeschonnek und Jan Deepen gegründet wurde, positioniert sich als Mobile-Point-of-Sale-Zahlungsdienstleister.

Zuletzt wurde das Unternehmen, das Kartenterminals, mit denen man mit Kreditkarte bezahlen kann, vertreibt, mit 4 bis 4,5 Milliarden Euro bewertet. 3.000 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für SumUp. Insgesamt flossen nun bereits 1,5 Milliarden Euro in das FinTech. Das frische Kapital soll in “die Weiterentwicklung von fairen Finanzdienstleistungen und -services für kleine Händler weltweit” fließen. Im Insider-Podcast hatten wir bereits Ende Mai von einer bevorstehenden großen Investmentrunde berichtet.

“Unsere Fähigkeit, während der Herausforderungen in den letzten Jahren ein organisches Wachstum von über 60 % zu erzielen, zeigt, dass wir für die Händler da sind, wenn diese die Unterstützung am meisten brauchen. Ich bin sehr stolz auf das SumUp-Team und darauf, dass wir in der aktuellen Marktsituation eine erfolgreiche Finanzierungsrunde mit namhaften Investoren abschließen konnten. Mit den aufgenommenen Finanzmitteln können wir unser Produkt-Ökosystem weiter ausbauen, in neue Märkte expandieren, neue, Mehrwert schaffende Akquisitionen tätigen und die Wettbewerbsbedingungen für kleine Händler auf globaler Ebene weiter angleichen”, sagt Gründer Christ.

Mit der jetzigen Bewertung ist Sumup eines der wertvollsten Startups Deutschlands – nur Celonis, N26 und Personio sind höher bewertet – siehe Deutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner.

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#DealMonitor – Personio sammelt weitere 200 Millionen ein – Planted bekommt Millionensumme – ProductsUp kauft World of Content


Im #DealMonitor für den 22. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Personio
+++ Greenoaks Capital Partners und Co. investieren 200 Millionen US-Dollar in Personio. Die Bewertung steigt von 6,3 auf 8,5 Milliarden Dollar. Das Münchner Unicorn, 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone und Global Founders Capital investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in Personio. Insgesamt flossen bisher rund 700 Millionen Dollar in Personio. Mehr über Personio

Planted
+++ neoteq ventures, Smart Infrastructure Ventures, Rivus Capital und Angel-Investoren wie Julius Göllner, Jochen Berger, Friedrich Neumann, Johannes Sass und Lucas von Fürstenberg investieren 1 Millionen Euro in Planted. Das Kölner Startup, das von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller und Wilhelm Hammes gegründet wurde, möchte seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen. Mehr über Planted

Eeden
+++ Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der TechVision Fonds und ein nicht genannter Business Angel investieren eine siebenstellige Summe in Eeden. Das Startup aus Mönchengladbach, das von Steffen Gerlach und Reiner Mantsch gegründet wurde, kümmert sich um das “nachhaltige und umweltschonende Recycling von Kleidung und anderen textilen Produkten”. Das frische Kapital soll in den “weiteren Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von ersten Produktionskapazitäten” fließen.

foodforecast
+++ Angel-Investor:innen wie Claus J. Goldenstein, Tobias Hagemann, Yasmin Vadood und Milan Belojevic investieren 500.000 Euro in foodforecast. Das Kölner Startup, das von Justus Lauten unter dem Namen werksta.tt gegründet wurde, setzt Künstliche Intelligenz zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung einsetzt. Das frische Kapital möchte das Unternehmen dafür nutzen, “die KI-Software für den Einsatz in weiteren Branchen zu adaptieren und auszubauen, so zum Beispiel für die Systemgastronomie sowie den Einzelhandel”.

mTek
+++ Die afrikanische Finclusion Group investiert 3 Millionen US-Dollar in mTek. Das deutsch-kenianische InsurTech mit Sitz in Nairobi, das 2020 von der gebürtigen Schleswig-Holsteinerin Bente Krogmann gegründet wurde, positioniert sich als “digital Versicherungsplattform”. Das frische Kapital soll den “weiteren Ausbau der digital Plattform beschleunigen”. Dabei steht auch die Expansion in weitere “ostafrikanische Märkte” an.

MERGERS & ACQUISITIONS

World of Content
+++ Das Berliner Unternehmen ProductsUp, das sich um “Datenintegration im E-Commerce” kümmert, übernimmt den Product Experience Management-Anbieter World of Content. “Die gebündelten Fähigkeiten bieten Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Produktinformationen innerhalb des Commerce-Ökosystems”, teilen die Unternehmen mit. Bregal Milestone und Nordwind Capital investierten zuletzt 70 Millionen US-Dollar in Productsup, das 2010 von Kai Seefeldt und Johannis Hatt gegründet wurde. Mehr über Productsup

VENTURE CAPITAL

Einstein Industries Ventures
+++ Mit Einstein Industries Ventures geht ein neuer Venture Capital-Geber an den Start. Das Team von  Einstein Industries Ventures tritt an, um die “Finanzierungslücke europäischer Raumfahrt-Startups zu bekämpfen”. Hinter dem neuen SpaceTech-Investor stecken Marco Fuchs, Hans Steininger, Ulrich Hermann, Arndt Geiwitz und Christoph Keese. Die Mannschaft möchte in Unternehmen investieren, “die im Downstream tätig sind, also Daten aus dem Weltraum für B2B-Kunden wie beispielsweise Versicherungen, Finanzmärkte, Rohstoffhändler, Agrarproduzenten oder Logistiker nutzbar machen”.

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#DealMonitor #SPECIAL – Personio-Bewertung steigt auf 8,5 Milliarden Dollar


Greenoaks Capital Partners und Co. investieren 200 Millionen US-Dollar in Personio. Die Bewertung steigt von 6,3 auf 8,5 Milliarden Dollar. Das Münchner Unicorn, 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in Personio. Insgesamt flossen bisher rund 700 Millionen Dollar in das Unternehmen.

“Das Investment folgt auf eine sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung mit anhaltendem jährlichem Wachstum, großem Expansionspotential und einem resilienten Geschäftsmodell, von dem KMUs auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten profitieren”, teilt das Unternehmen zum Investment mit. Mehr als 6.000 Unternehmen nutzen Die Software von Personio bereits. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete Personio einen Umsatz in Höhe von 21,4 Millionen Euro. Der Verlust lag bei rund 33 Millionen.

“Eigentlich haben wir gerade auch gar kein Geld gebraucht, aber wir hatten gute Konditionen, um welches einzusammeln”, sagt Personio-Gründer Renner im Interview mit der WiWo. Zur Zukunft sagt er: “Wir werden sicher die nächsten 18 bis 24 Monate kein Geld einsammeln, weil wir gar kein Geld mehr einsammeln müssen. Aber vielleicht gibt es zu einem späteren Zeitpunkt wieder Möglichkeiten, zusätzliches Kapital einzusetzen – zum Beispiel vor einem Börsengang”. Gegenüber dem Manager Magazin sagt Renner zu einem IPO: “Es ist überhaupt nicht illusorisch über einen Börsengang zu sprechen: Wir werden auf jeden Fall an die Börse gehen. Nicht nächstes Jahr, aber 2024 oder 2025 werden wir sicher in der Lage dazu sein, wenn das Umfeld passt”.

Mit der jetzigen Bewertung ist Personio  eines der wertvollsten Startups in Europa. In Deutschland sind nur Celonis (11 Milliarden) und N26 höher bewertet – siehe Deutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner.

Tipp5 Dinge über Personio, die jeder wissen sollte

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Personio

 

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#DealMonitor – Great Hill investiert 180 Millionen in Echobot-Leadfeeder-Fusion – Unicorn Omio sammelt 80 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 21. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Omio
+++ Die amerikanische Investmentbank Lazard Asset Management, Stack Capital Group, NEA, Temasek und Co. investieren 80 Millionen US-Dollar in Omio. Über das Berliner Unicorn, 2013 von Naren Shaar gegründet, können Nutzer Bahn-, Bus- sowie Flugtickets vergleichen und auch buchen. Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs, NEA und Kleiner Perkins investierten im Sommer 2020 rund 100 Millionen Dollar in das Travel-Startup. Insgesamt flossen nun schon rund 380 Millionen Dollar in Omio. “Aus dem Unternehmensumfeld heißt es jedoch, es habe sich um eine Flat Round gehandelt – die Bewertung ist also im Vergleich zur Vorrunde gleich geblieben”, schreibt Gründerszene zum Investment. “Diese Finanzierung durch eine starke Investorengruppe nach mehr als zwei harten Jahren unterstreicht das enorme Potenzial unseres Geschäftsmodells sowie unsere Überzeugung, dass das menschliche Bedürfnis zu reisen ungebrochen ist. Das eingeworbene Kapital wird umsichtig eingesetzt, um die globalen Expansionsaktivitäten, einschließlich Unternehmenskäufe, wieder voranzutreiben”, teilt Omio mit. Mehr über Omio

Enpal
+++ Prime Capital stellt dem Berliner Unicorn Enpal im Rahmen eines nachrangigen Mezzanine-Darlehen 70 Millionen Euro zur Verfügung. “Diese Finanzierungszusage schließt sich der Finanzierung durch von BlackRock beratene Fonds vom September 2021 von 345 Millionen Euro an”, teilt das Unternehmen mit. Das 2017 von Mario Kohle (Käuferportal-Gründer), Viktor Wingert und Jochen Ziervogel gegründete Unternehmen, das Solaranlagen vermietet, sammelte nun schon 800 Millionen Euro ein – “davon 500 Millionen Refinanzierungskapital und 300 Millionen Wachstumskapital”. In der Presseaussendung heißt es weiter: “Zugleich arbeitet Enpal daran, mit bestehenden und neuen Geldgebern weitere Finanzierungslinien aufzunehmen, um damit die Fremdkapitalzusagen auf über 1 Milliarde Euro zu steigern”. Mehr über Enpal 

Wingcopter 
+++ Die Rewe Group, Salvia, XAI Techologies, der japanischen Handelskonzern Itochu sowie Altinvestoren wie Futury Capital und Xplorer Capital investieren 42 Millionen Euro in Wingcopter. Das Startup aus Weiterstadt, das Transportdrohnen für humanitäre und zivile Anwendungen entwickelt, wurde 2017 von Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadur gegründet. “Die neue Finanzierung ermöglicht es Wingcopter, seine Drone-Delivery-Dienstleistungen rund um den Globus auszubauen”, teilt das Unternehmen mit. Xplorer Capital aus dem Silicon Valley und der hessische Geldgeber Futury Regio Growth Fund sowie Futury Ventures und Hessen Kapital investierten zuletzt 22 Millionen US-Dollar in Wingcopter. Mehr über Wingcopter

TradeLink
+++ Insight Partners und die Altinvestoren Point Nine Capital und Fly Ventures investieren 12 Millionen Euro in TradeLink. Das Münchner Startup, das Anfang 2020 von Frederic Krahforst, Tobias Nendel (Outfittery-Mitgründer) und Michael Bücker gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. “The funding will be used to enhance the functionalities of the SaaS platform and scale marketing and sales activities to deliver the simplest and most effective platform to collaborate in logistics and supply chains. We are really excited about the future”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über TradeLink 

Kranus Health
+++ Der französische Investor Karista, Peak Pride, Altinvestoren wie High-Tech Gründerfonds (HTGF) und A Round Capital sowie mehrere Angel-Investoren investieren 6,5 Millionen US-Dollar in Kranus Health. Das Berliner Startup, von Thilo Kleinschmidt und Jens Nörtershäuser gegründet, möchte “Männern durch einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu neuester medizinischer Versorgung ein gesünderes und längeres Leben ermöglichen”. “Das Geld investieren wir in den Ausbau des Vertriebs in Deutschland, um möglichst viele Patienten mit unserer Therapie zu erreichen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Kranus Health

Roq.ad
+++ DNX Ventures, AperiamVentures und OCA Ventures investieren 7 Millionen US-Dollar in Roq.ad. “Roq.ad will use the funding to expand commercial and technology teams, fuel growth in new segments and geographies, and accelerate the distance between its product and competitors”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner Unternehmen, 2015 vom Ex-madvertise-Macher Carsten Frien in Berlin gegründet, ermöglichte einst Werbetreibenden Storytelling über verschiedene Endgeräte zu betreiben. Inzwischen positioniert sich die Jungfirma als “GDPR/CCPA-compliant, probabilistic, multi-device identity resolution provider”. K – New Media, Astutia Ventures, pd ventures, NWZ Digital, media + more Venture und diverse weitere Investoren setzten in der Anfangszeit auf Roq.ad. Bis Ende 2017 flossen rund 1,7 Millionen in das Startup. Im Rahmen einer Planinsolvenz erfolgte 2019 der Neustart von Roq.ad. Mehr über Roq.ad

Vaeridion 
+++ Jetzt offiziell: Vsquared Ventures, Project A Ventures und Finanzcheck.de-Gründer Andreas Kupke investieren – wie Ende Mai im Insider-Podcast berichtet – in Vaeridion. Im Rahmen der Investmentrunde fließen 3,2 Millionen Euro. Das Startup aus München, das von den ehemaligen Airbus-Mitarbeitern Sebastian Seemann und Ivor van Dartel gegründet wurde, kümmert sich um “Green Air Mobility”. Das elektrische Flugzeug der Jungfirma soll neun Passagiere plus Crew bis zu 500 Kilometer transportieren können. Mehr über Vaeridion

Evy Solutions
+++ “Gesellschafter sowie Bestandsinvestoren” investieren 1,6 Millionen Euro in Evy Solutions. Das Kölner Startup, 2017 von Michael Vogel und Arian Storch gegründet, kümmert sich um KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und Prozessautomatisierung. “Wir werden das Geld für den weiteren Ausbau unseres Geschäfts in der DACH-Region nutzen”, teilt die Jungfirma mit.  27 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Evy Solutions. Mehr über Evy Solutions

TextCortex
+++ btov Partners, Speedinvest, Entrepreneur First sowie Business Angels wie Amar Shah und Holger Hengstler investieren 1,2 Millionen US-Dollar in TextCortex. Das Startup aus Berlin, von Dominik Lambersy und Ceyhun Derinbogaz gegründet, generiert auf Knopfdruck kurze Social-Media-Texte. “Use our AI product description generator tool to create unique, captivating & SEO-optimized content for your Ecommerce store within seconds. Start creating product descriptions that convert”, heißt es auf der Website.

renovido
+++ Nicht genannte Geldgeber investieren eine siebenstellige Summe in renovido. Das Startup aus Mönchengladbach, 2020 von Julian Roth-Schmidt und Willi Rack gegründet, bietet Küchen-Abos an. “Um ein Küchen-Abo mit so niedrigen Preisen realisieren zu können, haben wir die Produktauswahl und den Prozess bis ins letzte Detail optimiert”, heißt es auf der Website. 8 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für renovido.

MERGERS & ACQUISITIONS

Echobot
+++ Das Karlsruher Sales-Intelligence-Unternehmen Echobot und das finnische Unternehmen Leadfeeder, das sich um Web-Visitor-Analyse kümmert, fusionieren. Das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Great Hill Partners “setzt 180 Millionen Euro ein, um den Zusammenschluss zu unterstützen und dem neu gegründeten Unternehmen dabei zu helfen, seine Produktinnovationen voranzutreiben, seine Vertriebstrukturen zu erweitern und das internationale Wachstum zu beschleunigen”. Weitere 50 Millionen Euro stehen für weitere Übernahmen zur Verfügung. Das neue Unternehmenmit Hauptsitz in Karlsruhe beschäftigt 250 Mitarbeiter:innen. Echobot wurde 2011 von Bastian Karweg gegründet. Leadfeeder ging 2012 an den Start.

VENTURE CAPITAL

G+D Ventures
+++ Die Europäische Investitionsbank (EIB) und G+D Ventures, der Venture Capital-Ableger des Sicherheitsunternehmens Giesecke+Devrient (G+D), gründen eine “Co-Investment-Plattform zur Investition in europäische TrustTech-Startups”. Die beiden Partner stellen dafür jeweils 25 Millionen Euro zur Verfügung. “Ziel des Fonds ist es, in die Entwicklung innovativer Lösungen zu investieren, die dazu beitragen, das Vertrauen (Trust) in eine digitale (Tech) Gesellschaft zu stärken. Dazu zählen unter anderem Lösungen für Cybersecurity, Technologien zum Schutz der Privatsphäre, das Management digitaler Identitäten, sowie sichere Authentifizierungs- und Zahlungssysteme”, heißt es in der Presseaussendung.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#GrownupsToWatch – 5 spannende Dinge über Mambu, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Mambu ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Der schwedische Private-Equity-Investor EQT sowie Altinvestoren wie TCV und Bessemer Venture Partners investierten zuletzt 235 Millionen Euro in Mambu, das Banken die Technik liefert, um “moderne erstklassige Bankprodukte zu entwickeln”. Die Bewertung stieg von 1,7 Milliarden Euro auf 4,9 Milliarden Euro. Hier 5 megaspannende Fakten über das FinTech.

Ursprung

Zum Start fokussierte sich das Mambu, das 2011 von Frederik Pfisterer und Eugene Danilkis gegründet wurde, auf Mikrofinanzinstitute in Lateinamerika und Afrika. “Alles begann mit einer Studienarbeit von drei Master-Studenten an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Meine Mitbegründer und ich arbeiteten an einem Projekt über die technologischen Möglichkeiten in Wachstumsmärkten, als wir schnell feststellten, dass wir an etwas dran waren: Die Betriebssysteme, die diese Finanzinstitute einsetzten, erwiesen sich entweder als veraltet oder zu komplex für kostengünstige, digitale Finanzprodukte, die benötigt würden, um 3 Milliarden Menschen in den formellen Bankensektor zu bringen. Im Mai 2011 gründeten wir Mambu mit der Mission, die Funktionsweise von Finanzdienstleistungen so zu verändern, wie es Salesforce ein Jahrzehnt zuvor für CRM getan hatte: eine Software-as-a-Service-Plattform für Finanzinnovation bereitzustellen. Unsere ursprüngliche Vision war es, ‘Einzelpersonen und aufstrebende Unternehmen in die Lage zu versetzen, durch den Zugang zu Finanzdienstleistungen wirtschaftliche Chancen wahrzunehmen – überall auf der Welt’”, sagte Danilkis kürzlich in einem Interview mit deutsche-startups.de.

Status quo

Mambu positioniert sich momentan als “SaaS-Banking-Plattform”. Im Januar 2021 verfügte das FinTech über 160 Kunden in mehr als 50 Ländern. Zuletzt war das Unternehmen dann sogar in 65 Ländern aktiv. “Powering both the creation of new fintechs as well as the migration of existing financial institutions onto more modern tech stacks, Mambu counts banks, lenders, fintechs and financial institutions as its customers, with over 50 million end users leveraging Mambu’s technology every day”, teilt das Unternehmen bei der letzten Investmentrunde mit.

Investoren

Der schwedische Private-Equity-Investor EQT sowie Altinvestoren wie TCV und Bessemer Venture Partners investierten im Dezember 2021 beachtliche 235 Millionen Euro in Mambu. Die Bewertung steigt von 1,7 Milliarden Euro auf 4,9 Milliarden Euro. TCV pumpte zuvor – im Januar 2021 – gemeinsam mit Tiger Global und Arena Holdings sowie den Altinvestoren stattliche 110 Millionen Euro in Mambu. Der US-Investor Bessemer Venture Partners, Acton Capital, CommerzVentures, Point Nine Capital und Runa Capital investieren zuvor bereits 30 Millionen Euro in die SaaS-Banking-Plattform. Schon ganz früh – im Jahre 2011 – stieg Kizoo bei Mambu ein. Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren rund 385 Millionen Euro in Mambu.

Bewertung

Die Bewertung von Mambu stieg Ende 2021 auf 4,9 Milliarden Euro. Im Januar 2021 stieg das Unternehmen zum Unicorn auf, die Bewertung lag bei 1,7 Milliarden Euro. Die Bewertung bei der 30 Millionen-Investmentrunde im Jahre 2019 soll bei rund 180 Millionen gelegen haben.

Zahlen

Der letzte Jahresabschluss von Mambu stammt aus dem Jahre 2019. Der Jahresfehlbetrag von Mambu lag damals bei rund 10,7 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal knapp 5 Millionen. 2017 waren es nur 2,4 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Mambu bis Ende 2019 bereits 22,2 Millionen. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Mitglieder der Geschäftsführung) bei Mambu betrug 2019 gerade einmal 34 Mitarbeiter, davon 31 Vollzeitkräfte und 3 Teilzeitkräfte. Inzwischen gibt das FinTech seine Mitarbeiterzahl mit 800 an.

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Foto (oben): Mambu

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#DealMonitor – Unicorn Trade Republic bekommt 250 Millionen – BVB investiert in Staige – Wingfield bekommt 4 Millionen


Im #DealMonitor für den 3. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Trade Republic
+++ Taxfix-Investor Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP) und Altinvestoren investieren – wie erwartet – 250 Millionen Euro in den Neobroker Trade Republic. Die Post-Money Bewertung des FinTechs steigt auf 5 Milliarden Euro (zuvor 4,4 Milliarden). “Das zusätzliche Kapital fließt vor allem in die Produktentwicklung, um mithilfe von innovativen Dienstleistungen und Technologie noch mehr Menschen dabei zu unterstützen, ihr Geld sinnvoll anzulegen”, teilt das Unternehmen mit. Sequoia, TCV und Thrive Capital, Accel, Creandum, Founders Fund und Project A Ventures investierten zuletzt 900 Millionen US-Dollar in Trade Republic. Hinter dem Berliner FinTech, das 2015 von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet wurde, verbirgt sich ein mobiler und provisionsfreier Broker mit dem Kunden mobil und provisionsfrei mit Aktien, ETFs und Derivate handeln können. Über den bevorstehenden Einstieg von OTPP hatten wir bereits Anfang Mai im Insider-Podcast berichtet. Mehr über Trade Republic

Staige
+++ Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und weitere nicht genannte Geldgeber investieren 8,5 Millionen Euro in den Staige-Betreiber AISportsWatch. Das 2017 gegründete Unternehmen aus Essen, früher als soccerwatch.tv bekannt, setzt auf ein mobiles AI-Sport-Kamerasystem. “Mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglicht Staige Livestreaming von Veranstaltungen. Vor allem der Sportbereich, insbesondere die Fußballligen bis in den Profibereich, sind Zielmarkt der digitalen Anwendung”, heißt es in der Presseaussendung. Die Jugendmannschaften des neuen Investors BVB Dortmund nutzen die Technologie des Essener Startups bereits als Coaching-Tool. Bereits 2017 sicherte sích der Dortmunder IT-Dienstleister adesso rund 30 % am Unternehmen.

Wingfield
+++ bmp Ventures und Adesso Ventures sowie die Altinvestoren leAD Sports & Health Tech Partners und der Hannover Beteiligungsfonds investieren 4 Millionen Euro in Wingfield. Das Unternehmen aus Hannover, 2017 von Maik Burlage und Jaan-Frederik Brunken gegründet, digitalisiert mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Tennisplätze. “The investment will primarily be used to further grow Wingfield’s business in Europe, expand it to the US market and to improve the overall product experience for tennis players and facilities”, teilt das Startup mit.

MeatApp
+++ Hessen Kapital und mehrere Business Angels investieren 550.000 Euro in MeatApp. Das Startup aus Gießen, von Julian Bonn, Wojciech Konieczny und Manuel Rühl gegründet, positioniert sich als “Marktplatz für nachhaltig produziertes Fleisch und Fleischerwaren”. Die Gründer setzen dabei darauf, “lokalen Metzgern den Weg zum Onlinehandel so einfach wie möglich machen: von der Verpackung, Abwicklung bis zum Versand”.

Laori
+++ Die Unternehmerin Tijen Onaran investiert in Laori. Das Berliner Food-Startup, das 2019 von Stella-Oriana Strüfing und Christian Zimmermann gegründet wurde, bietet alkoholfreie Gin an. Faraday Venture Partners investierte zuvor bereits eine sechsstellige Summe in Laori, das in der Vergangenheit auch in der VOX-Show “Die Höhle der Löwen” zu Gast war, dabei aber kein Investment einsammeln konnte.

MERGERS & ACQUISITIONS

Vinotaria
+++ Das Unternehmen myProduct, gehört zur Kastner Gruppe, einem Lebensmittel-Großhändler, übernimmt das Weinhandels-Startup Vinotaria. Das Startup wurde als 2018 als FH Wiener Neustadt Campus Wieselburg-Spinoff von Julia Aigelsreiter und Melanie Scholze-Simmel gegründet. “Mit der Übernahme und Integration von Vinotaria und deren beliebten Geschenkboxen in das myProduct-Shopnetzwerk ist das Fundament für den Ausbau zum führenden Wein-Onlineshop gelegt”, teilt das Unternehmen mit.

VENTURE CAPITAL

Robert Bosch Venture Capital
+++ Robert Bosch Venture Capital, der Investmentableger des Unternehmens Bosch, legt seinen fünften Fonds auf (250 Millionen Euro) – siehe Handelsblatt. Der Geldgeber investiert insbesondere in Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Chip- und Quantentechnologie sowie Software. In den vergangenen Jahren investierte Robert Bosch Venture Capital in rund 50 Unternehmen – darunter etwa das britische Unicorn Graphcore.

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über Personio, die jeder wissen sollte


Das Münchner Unicorn Personio, eine HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen, ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Die Bewertung lag bei 6,3 Milliarden. Bei der Investmentrunde zuvor wurde das Unicorn noch mit 1,7 Milliarden bewertet. Hier 5 megaspannende Fakten über Personio.

Ursprung

Personio wurde 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet. Kurz nach dem Start stellten wir das Unternehmen so vor: Das Startup bietet eine SaaS-Lösung an, mit der Kunden ‘sämtliche Aufgaben im Personalwesen’ erledigen können. Es geht dabei unter anderem um die Verwaltung von Stammdaten, Dokumenten, Anwesenheiten, Fehlzeiten und Gehältern. Außerdem bietet Personio eine Recruitinglösung – inklusive der Organisation von On- und Offboarding Prozessen. Klingt nach eierlegender Wollmilchsau, scheint aber gut anzukommen. Wie andere SaaS-Modell auch, finanziert sich Personio über eine Abogebühr. “Wir haben eine ganzheitliche HR Management und Recruiting-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt. Damit erleichtern wir den HRlern die alltägliche Arbeit in dem viele Prozesse automatisiert werden und gleichzeitig auch die Mitarbeiter mit einbezogen werden – etwa bei Urlaubsgenehmigungen, Feedback zu Bewerbungen, Stammdatenänderungen oder Vertragserstellungen”, erklärte Mitgründer Renner damals das Konzept von Personio.

Status quo

Aktuell positioniert sich Personio als “ganzheitliche HR-Plattform für Unternehmen mit 10 bis 2.000 Mitarbeitenden”.  Mehr als 5.000 Kunden setzen Personio nach Firmenanhaben derzeit ein. Das Unternehmen bezeichnet sich deswegen als “Europas führender Anbieter von HR-Software für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs)”. Rund 1.ooo Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Im Januar 2021 waren es noch 500.

Investoren

Greenoaks Capital Partners, Altimeter und Alkeon Capital sowie die Altinvestoren Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone und Global Founders Capital investierten zuletzt 270 Millionen US-Dollar in Personio. Meritech investierte zuvor gemeinsam mit Alt-Investoren wie Index Ventures 175 Millionen US-Dollar in Personio. Accel, Lightspeed Venture Partners, Index Ventures, Northzone, Global Founders Capital und Picus Capital investierten davor 75 Millionen Dollar in Personio. Die erste, größere Investmentrunde gab es 2016 – damals investierten der samwersche Geldgeber Global Founders Capital (GFC) gemeinsam mit Picus Capital, eGym-Macher Philipp Roesch-Schlanderer sowie den Stylight-Gründern Anselm Bauer, Benjamin Guenther, Max-Josef Meier und Sebastian Schuon 2,1 Millionen Euro in das HR-Startup. Insgesamt flossen nun schon rund 500 Millionen Dollar in Personio.

Bewertung

Die Unternehmensbewertung der Münchner Jungfirma stieg im Rahmen der letzten Investmentrunde im Oktober 2021 auf 6,3 Milliarden Dollar. Bei der Investmentrunde zuvor – im Januar 2021 – wurde das Unicorn noch mit 1,7 Milliarden bewertet. Damit ist Personio eines der höchstbewerten deutschen Startups überhaupt.

Zahlen

Der letzte Jahresabschluss von Personio stammt aus dem Jahren 2019. In diesem Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,3 Millionen Euro. 2018 lag der Umsatz gerade einmal bei 4,6 Millionen. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von rund 5,1 Millionen auf knapp 18 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von Personio bis Ende 2019 rund 26,8 Millionen.

“Es gab in der Seedrunde Investoren, die uns abgesagt haben” – Interview #21 – Hanno Renner (Personio)

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das TaxTech-Unicorn Taxfix, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Taxfix, das 2016 gegründet wurde, ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Teachers’ Venture Growth (TVG), der Investmentableger des Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP) sowie die Altinvestoren Valar Ventures, Creandum und Redalpine investierten kürzlich rund 220 Millionen US-Dollar in Taxfix. Die Bewertung stieg auf rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. “Mit der Finanzierung werden wir das rasante internationale Wachstum und den Ausbau des Produktangebots hin zu weiteren Finanzdienstleistungen vorantreiben”, teilte das Unternehmen zur Investmentrunde mit. Hier 5 Dinge über das TaxTech-Unicorn Taxfix, die jeder wissen sollte.

Ursprung

Das Startup Taxfix, das sich als mobiler Assistent für die Steuererklärung positioniert, wurde 2016 von Mathis Büchi und Lino Teuteberg gegründet. Gemeinsam mit Manuel Stofer baute das Duo zuvor das Startup smallpdf, eine Plattform rund um das Bearbeiten von PDFs, auf. Zuletzt konnte die Webseite imposante 30 Millionen Besucher im Monat verzeichnen. “Wir lösen das Problem, dass Millionen Steuerzahler hierzulande auf ihre Steuer-­Rückzahlung von durchschnittlich 875 Euro verzichten. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass viele Menschen den Aufwand scheuen, ihre Steuererklärung zu machen”, sagte Mitgründer Büchi zum Start von Taxfix. Büchi führte das Unternehmen bis 2021, dann nahm der erfahrene Manager Martin Ott auf dem Chefsessel der Jungfirma Platz. Rund 500 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Taxfix.

Investoren

Der milliardenschwere Geldgeber Teachers’ Venture Growth (TVG), der Investmentableger des Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP) sowie die Altinvestoren Valar Ventures (Peter Thiel), Creandum und Redalpine investierten im April 2022 imposante 220 Millionen US-Dollar in Taxfix.Index Ventures, Altinvestoren Valar Ventures, Creandum und Redalpine investieren zuvor, im Sommer 2020, beachtliche 65 Millionen US-Dollar in Taxfix.N26-Investor Valar Ventures, Creandum und Redalpine investierten zuvor bereits 20 Millionen in das Berliner Steuer-Startup. Insgesamt flossen nun bereits rund 335 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Bewertung

Die Bewertung von Taxfix stieg im Rahmen der letzten Investmentrunde auf rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau.  Vor zwei Jahren soll die Bewertung der Jungfirma noch bei rund 300 Millionen Euro gelegen haben.

Geschäftsmodell

Nutzer:innen können die Taxfix-App kostenlos herunterladen und sich ihre Steuererstattung ohne Kosten ausrechnen lassen. Erst wenn die Nutzer:innen ihre Steuererklärung mit Taxfix einreichen, wird eine Gebühr (derzeit: 39,99 Euro) fällig. Ehepaare oder eingetragene Partnerschaften zahlen 59,99 Euro. Anfangs war die Nutzung von Taxfix sogar bis zu einer Steuererstattung von 50 Euro kostenlos. Danach wurden “einmalig 34,99 Euro pro Steuerjahr” fällig. Zur Strategie heißt es im aktuellen Jahresbericht: “Die Ziele von Taxfix sehen die Diversifizierung des Geschäftsmodells nach den Dimensionen Internationalisierung und neue Umsatzarten vor. Taxfix positioniert sich dabei mittelfristig nicht nur als Dienstleister für die Vereinfachung von Steuererklärungen, sondern als finanzieller Assistent für Endverbraucher. Dieser Markt wird bisher von Dienstleistern bedient, die sich vorrangig auf Kunden im oberen Einkommenssegment fokussieren.”

Zahlen

Im Jahre 2020 erwirtschaftete Taxfix einen Umsatz in Höhe von 13,3 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es nur 4,5 Millionen. “Taxfix hat sein starkes Umsatzwachstum auch in 2020 fortgesetzt, wobei das Kerngeschäft in Deutschland sämtliche seiner Planziele erfüllt hat. Dies ist wie geplant auf die gesteigerte Markenbekanntheit, Verbesserungen im Produkt sowie gesteigerte Marketingausgaben zurückzuführen”, heißt es im Geschäftsbericht. Der Jahresfehlbetrag lag bei 32,5 Millionen (Vorjahr: 14,6 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau von Taxfix bis Ende 2020 bereits 40,2 Millionen Euro.

Taxfix-Gründer Lino Teuteberg im Interview

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Foto (oben): Taxfix

#aktuell, #berlin, #grownupstowatch, #taxfix, #taxtech, #unicorn

#DealMonitor – #EXKLUSIV OneFootball steigt zum Unicorn auf – Valar investiert in Mondu – Razor Group übernimmt Factory14


Im #DealMonitor für den 20. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

OneFootball
+++ Der amerikanische Liberty City Ventures, der auf Themen wie Web 3.0, Gaming, Metaverse und NFT setzt, sowie Altinvestoren investieren nach unseren Informationen rund 150 Millionen Euro in OneFootball. Die Bewertung des Unternehmens steigt dabei auf rund 1 Milliarde Euro – und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Das Berliner Grownup bzw. die gleichnamige App, die 2008 von Lucas von Cranach gegründet wurde, versorgt Fußballfans rund um den Globus mit Zahlen, Daten und Fakten sowie spannenden Inhalten. Zu den Investoren des Unternehmens gehören bisher Geldgeber wie Union Square Ventures, Lakestar, Earlybird und Daniel Hopp. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete OneFootball einen Umsatz in Höhe von 14,5 Millionen Euro. Der Verlust lag bei 14,2 Millionen. Das Unternehmen erzielt insbesondere durch Werbung Einnahmen. Nun steht der Einstieg in das Boomthema NFT bevor. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Mondu
+++ Valar Ventures und Co. investieren nach unseren Informationen rund 40 Millionen Euro in Mondu. Die Bewertung (Pre Money) liegt bei rund 145 Millionen Euro. Das Berliner FinTech, das 2021 von Dafiti-Gründer Philipp Povel und Malte Huffmann gegründet wurde, setzt auf ein “Buy now, pay later”-Modell für Unternehmenskunden. Das Konzept der Jungfirma richtet sich dabei an Marktplatzbetreiber – deren Geschäftskunden können dann via Mondu in Raten bezahlen. Cherry Ventures investierte gemeinsam mit FinTech Collective bereits 14 Millionen US-Dollar in das Unternehmen Zudem sind bereits Discovery Ventures sowie bekannte Angel-Investoren wie Forto-Gründer Michael Wax, zalando-Gründer Robert Gentz und SellerX-Gründer Malte Horeyseck bei Mondu an Bord. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Vaayu
+++ Atomico, CapitalT, Seven Seven Six sowie Angel-Investor:innen wie Cristina Stenbeck und Bryant Chou investieren 11,5 Millionen US-Dollar in Vaayu. Das Berliner Startup, das 2020 von Anita Daminov, Luca Schmid und Namrata Sandhu gegründet wurde, bietet eine CO2-Tracking-Plattform an, die sich speziell an Einzelhändler richtet. CapitalT, Atomico’s Angel Program, NP-Hard Ventures und Co. investierten zuletzt bereits 1,6 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. “Mit Hilfe der Finanzierungsgelder will Vaayu die Benchmarking-Fähigkeiten der Software ausbauen, damit Händler ihre Emissionen auch im Vergleich mit ihren Mitbewerbern messen können”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Vaayu

planetary 
+++ Astanor Ventures, Blue Horizon Ventures, Xange und Nucleus Capital investieren 7,5 Millionen Schweizer Franken in planetary. Das Startup aus Genf, das 2022 vom Peace of Meat-Macher David Brandes gegründet wurde, setzt auf die Herstellung von Lebensmitteln durch mikrobielle Fermentation. “Diese Technologie erlaubt die nachhaltige Herstellung einer Reihe von Produkten zu Preis Punkten die gegenüber der Tier-basierten Herstellung kompetitiv sind, wie beispielsweise Fleischprodukte, Molkeprodukte, Käsesorten und Eier”, teilt das Unternehmen mit.

Tangany
+++ Nauta Capital, Creator Collective Capital (C3 VC) und der High-Tech-Gründerfonds (HTGF) investieren 7 Millionen Euro in Tangany – siehe FinanceFWD. Das Startup aus München, das 2019 von Martin Kreitmair, Christopher Zapf und Alexey Utin gegründet wurde, bietet eine Blockchain Kryptoverwahrlösung für Unternehmen an. “Nun wollen die Münchner mithilfe der Fremdmittel ihr Team deutlich ausbauen – bis Ende des Jahres auf 50 Personen”, heißt es im Artikel.

Greenforce
+++ Fußball-Weltmeister Thomas Müller investiert in Greenforce. Das Münchner Food-Unternehmen, das 2020 von Thomas Isermann gegründet wurde, setzt auf Fleisch- und Milch-Alternativen. “Müllers Investition soll vorwiegend dazu dienen, das Wachstum des klimaneutralen Unternehmens zu fördern sowie das zukunftsorientierte Forschungs- und Entwicklungszentrum in München zu stärken”, teilt das Unternehmen mit. Institutionelle Investoren, deren Namen das Startup nicht nennt, sowie Moderator Joko Winterscheidt und Feinkost-Macher Michael Käfer investierten zuletzt bereits 15 Millionen Euro in Greenforce. Mehr über Greenforce

Heimladen
+++ Business Angels – darunter die gridX-Gründer David Balensiefen und Andreas Booke – investieren eine sechsstellige Summe in Heimladen. Das Startup aus Randersacker, das 2020 von Max Wojtynia, Niklas Slatin, Christian Arians und Philip Haverkamp gegründet wurde, setzt auf “Ladeinfrastruktur für Immobilien” und das Laden am eigenen Stellplatz. “Nutzer:innen wird der Ladepunkt am eigenen Stellplatz mit rundum-sorglos-Service ab 35 Euro pro Monat zur Verfügung gestellt”, teilt das Unternehmen mit.

Synsor
+++ Der Frühphasengeldgeber APX investiert 400.00 Euro in Synsor. Das Startup aus München, das 2021 von Nico Engelmann und Benjamin Gosse gegründet wurde, kümmert sich um die optische Qualitätskontrolle in der Produktionslinie. Das System des Startups kann dabei “innerhalb kürzester Zeit” ein individuelles Produkt erlernen und “verlässliche Aussagen über das Vorkommen von Anomalien jeglicher Art treffen”.

Straffr
+++ Hessen Kapital investiert gemeinsam mit Business Angels und dem Investoren-Club Nordhessen erneut in Straffr. Die Jungfirma aus Kassel, die 2020 auch in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” Investoren suchte, bietet ein elastisches Trainingsband mit integrierten Sensoren an. Das soll Nutzern ein Echtzeit-Feedback und genaue Trainingsanalysen ermöglichen. Das Startup wurde von Stefan Weiß, Torben Hellmuth und Hanno Storz gegründet.

Faircations
+++ Das Software-Entwicklungs- und Beratungsunternehmen Prodyna investiert 100.000 Euro in Faircations. Das Unternehmen aus München, das von Sonja Karl und Stefan Seibel gegründet wurde, kümmert sich um “nachhaltige und faire Reisen”. Zum Konzept schreibt das Team: “Ziel ist es, dass jede faircations-Reise so wenig wie möglich auf die Natur, Tier- und Pflanzenwelt einwirkt”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Factory14
+++ Der Berliner Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group, der 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet wurde, übernimmt seinen Wettbewerber Factory14. Das Startup mit Sitz in Luxemburg, das Büros in Madrid, London, Shanghai und Taipei unterhält, wurde 2021 von Guilherme Steinbruch, Marcos Ramírez und Gianluca Cocco gegründet. Dmg Ventures, DN Capital, VentureFriends und Victory Park Capital (VPC) investierten im Mai 2021 rund 200 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Victory Park Capital (VPC) ist auch Kreditgeber der Razor Group. Gemeinsam mit BlackRock und Altinvestoren investierte VPC im Mai 2021 rund 400 Millionen US-Dollar in die junge Razor Group. Im November 2021 stieg die Razor Group zum Unicorn auf. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

DIE HÖHLE DER LÖWEN

The Plant Box
+++ In der dritten Folge der elften Staffel investierten Sales-Löwe Carsten Maschmeyer und Beauty-Löwin Judith Williams 150.000 Euro in The Plant Box und sichern sich dabei 20 % am Unternehmen. Das Berliner Startup, das 2020 von Anne Baltes-Schlüter und Alice Sare Özserin gegründet wurde, vertreibt “kreative und bereits fertig arrangierte Pflanzenkreationen” als sogenannte Refills für die Blumenkastenbepflanzung auf dem urbanen Balkon. Zudem investierte inzwischen auch Hanse Ventures in das junge Unternehmen.

BBQ Rescher
+++ In der dritten Folge der elften Staffel investiert Regel-Löwe Ralf Dümmel 50.000 Euro in BBQ Rescher (in der Show noch als Bavarian Rescher unterwegs) und sichert sich dabei 25 % am Unternehmen. Mit der Jungfirma, das von Alexander Feilen und Tobias Daniel gegründet wurde, “gehört verkohltes Fleisch oder verkohlter Fisch der Vergangenheit an”.

WireStyle
+++ In der dritten Folge der elften Staffel investiert Pharma-Löwe Nils Glagau 200.000 Euro und sichert sich dabei 17,5 % am Unternehmen. Das Startup aus Karlsruhe, das 2020 von Thomas Willberger und Andre Gall gegründet wurde, setzt auf Bilder aus tausenden Nägeln und einem einzigen kilometerlangen Faden. Der Deal platzte nach der Show.

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das Quick-Commerce-Unicorn Flink, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Flink ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Zwölf Monate nach dem Start hatte das Unternehmen, das Lebensmittel in kurzer Zeit (meist in zehn bis 30 Minuten) ausliefert, schon rund 1 Milliarde US-Dollar Kapital eingesammelt und eine Bewertung von 2,1 Milliarden Dollar erreicht. “Flinks Logistikservice in Kombination mit der Expertise des Teams und dem Tempo der Umsetzung in Deutschland ist schlichtweg beeindruckend”, sagt Larry Illg vom Geldgeber Prosus zum Unternehmen. Hier 5 megaspannende Fakten über Flink.

Ursprung

Das Berliner Unternehmen Flink wurde nach offizieller Firmenhistorie im Dezember 2020 von Oliver Merkel (Bain & Company), Julian Dames (Foodora) und Christoph Cordes (Home24) gegründet. Grundlage für das Unternehmen war allerdings das Hamburger Startup Pickery, das von Saad Saeed und Nikolas Bullwinkel gegründet wurde. Pickery meldete sich im Frühjahr 2020 mit dieser Botschaft erstmals zu Wort: “Mit Pickery erhältst du deinen Einkauf von Rewe ab sofort ganz bequem aus der ganzen Stadt direkt bis vor deine Haustür geliefert”. Ende Januar 2021 wurde Pickery dann auf Flink umgeflaggt.

Investoren

Bereits kurz nach dem Start von Flink investierten Cherry Ventures und Northzone 10 Millionen Euro in das Unternehmen. Im März 2021 verkündete die Jungfirma dann eine Investmentrunde in Höhe von 52 Millionen Dollar. Das Geld stammte unter anderem von Target Global, Northzone, Cherry Ventures und TriplePoint Capital. Im Juni 2021 folgte ein Investment in Höhe von 240 Millionen Dollar – unter anderem von Prosus, Bond und Mubadala Capital. Ende 2021 sammelte das Flink-Team dann 750 Millionen Dollar ein, insbesondere von DoorDash. Damit sammelte das Unternehmen bisher rund 1 Milliarde Dollar ein (Eigen- und Fremdkapital).

Bewertung

Die Bewertung von Flink soll Ende 2020/Anfang 2021 bei rund 22 Millionen Dollar (Pre-Money) gelegen haben. Im März 2021 lag die Bewertung dann bei rund 900 Millionen Dollar (Post-Money). Ende 2021, beim Einstieg von DoorDash, wurde Flink dann mit 2,1 Milliarden Dollar (Pre-Money) bewertet. Rund zwölf Monate nach der offiziellen Gründung erlangte Flink somit Unicorn-Status.

Strategische Investoren

Mit dem US-Lieferdienst DoorDash ist bereits ein internationales Schwergewicht bei Flink an Bord. DoorDash interessierte sich zuvor auch für einen Einstieg beim Flink-Wettbewerber Gorillas. Der Flink-Einstieg von Doordash war vor allem für Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg eine schlechte Nachricht, er hätte Gorillas, wo Delivery Hero als Investor an Bord ist, und Flink gerne miteinander verschmolzen. Die Chance schien tatsächlich einmal vorhanden gewesen sein, zumal Flink-Investor Prosus zuvor auch Delivery Hero massiv finanziell unterstützt hat. Abseits von DoorDash ist mit Rewe zudem noch ein ganz anderer strategischer Investor an Bord. Die Handelskette versorgt Flink unter anderem mit klassischen Rewe-Produkten. DoorDash hält rund 15 % an Flink, Rewe ist mit 5 % an Bord.

Status quo

Flink sieht sich momentan als “Marktführer im neuen Quick-Commerce in Deutschland und den Niederlanden”. Derzeit ist das junge Unternehmen nach eigenen Angaben in vier Ländern in über 60 Städten mit rund 140 Standorten unterwegs.  Flink ist auf jeden Fall deutlich breiter aufgestellt als Gorillas. So ist Flink sogar in kleineren Städten wie Bottrop unterwegs.

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#DealMonitor #SPECIAL – Gastro-App Choco steigt mit weiterem Millionen-Investment zum Unicorn auf


Nach dem Berliner Grownup Grover, das insbesondere Unterhaltungselektronik vermietet, steigt nun auch die Gastro-App Choco zum Unicorn auf. Der bekannte amerikanische Growth-Investor G Squared und Insight Partners investieren weitere 102 Millionen Euro in das junge Unternehmen. Die Bewertung von Choco steigt im Rahmen dieser Investmentrunde auf 1,12 Milliarden Euro und somit erstmals auf Unicorn-Niveau.

Left Lane Capital, Insight Partners sowie die Altgesellschafter Coatue und Bessemer Venture Partners investieren im Sommer 2021 bereits rund 100 Millionen Dollar in Choco. Die Bewertung lag damals bei rund 500 Millionen Euro. G Squared, das zuletzt in Jokr, Gorillas und Forto investierte, stieg Ende 2021 bei Choco ein und übernahm – wie im Janaur im Insider-Podcast berichtet – Anteile von Super Angel Lukasz Gadowski. Insgesamt flossen nun schon rund 275 Millionen Euro in das Unternehmen.

Das Berliner Startup Choco, das 2018 von Julian Hammer und Rogério da Silva Yokomizo und Daniel Khachab gegründet wurde, bietet Gastronomen eine App an, mit der diese Waren bei Großhändlern bestellen können. 400 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Choco. Nach eigenen Angaben setzen bereits über 15.000 Gastronom:innen und über 10.000 Großhändler:innen auf Choco. “Im Februar 2022 betrug der Gesamtwert der über Choco gehandelten Waren über 1,17 Milliarden Euro”, teilt das Unternehmen mit.

“Das letzte Jahr war für Choco erfolgreich und hat gezeigt, wie groß das Potenzial ist. Für 2022 erwarten wir unser Wachstum zu verdreifachen”, sagt Gründer Khachab. Derzeit ist das Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Belgien und den USA unterwegs. Choco bietet seinen Service komplett kostenlos an. Das Unternehmen erzielt Einnahmen über Zusatzleistungen wie die Rechnungserstellung.

TippDer Club der magischen Startup-Einhörner

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Foto (oben): Choco

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#DealMonitor – #EXKLUSIV Grover wird zum Unicorn – Insight investiert in ExpressSteuer – Tiger setzt auf LunarX


Im #DealMonitor für den 4. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Grover
+++ Bisher nicht bekannte Late-Stage-Investoren investieren nach unseren Informationen rund 100 Millionen US-Dollar in Grover. Die Pre-Money-Bewertung liegt bei 1 Milliarde US-Dollar. Das junge Unternehmen erreicht somit im Rahmen dieser Investmentrunde, bei der noch ein Second Closing geplant ist, erstmals Unicorn-Status. Das Berliner Startup, das insbesondere Unterhaltungselektronik vermietet, wurde 2015 von Michael Cassau gegründet. Zu den Investoren von Grover gehören bisher unter anderem JMS Capital-Everglen, Augmentum, Viola Fintech, Seedcamp, Circularity Capital, coparion und Samsung Next. Der englische Kapitalgeber Fasanara Capital stellte Grover im Rahmen einer sogenannten Asset-Backed-Finanzierung zudem bereits mehr als 1 Milliarde US-Dollar zur Verfügung. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

ExpressSteuer
+++ Der amerikanische Geldgeber Insight Partners, Project A Ventures, Mountain Partners und zahlreiche Business Angels investieren nach unseren Informationen 25 Millionen Euro in ExpressSteuer. Die Bewertung liegt bei rund 75 Millionen. Das Hamburger TaxTech, das 2019 von Maximilian Lambsdorff, Konstantin Loebner, Mehdi Afridi und Dennis Konrad gegründet wurde, hilft Onliner:innen bei der Steuererklärung. Business Angels wie momox-Gründer Christian Wegner, Lieferando-Gründer Kai Hansen und Tim Stracke (Chrono24) investierten zuletzt rund 4,3 Millionen in das Unternehmen. Insights Partners hält nun rund 16 % am Unternehmen. Auf Project A entfallen rund 8 %. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

LunarX
+++ Der milliardenschwere amerikanische Geldgeber Tiger Global investiert nach unseren Informationen 15 Millionen Euro in LunarX. Die Pre-Money-Bewertung liegt bei 50 Millionen. Das sehr junge Berliner Unternehmen, das vom ReachHero-Gründer Philipp John und Lucas Kollmann gegründet wurde, kauft Content Creator, etwa YouTube-Kanäle, auf. 468 Capital und der schwedische Geldgeber Creandum investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Lemon Markets 
+++ Lakestar, der amerikanische Investor Lightspeed, Creandum und System.one sowie mehrere Business Angels investieren 15 Millionen Euro in Lemon Markets. Das Berliner Unternehmen, das von Marcel Katenhusen und Maximilian Linden gegründet wurde, positioniert sich als API zum Wertpapierhandel für Entwickler:innen. Der schwedische Wagniskapitalgeber Creandum und System.One investieren zuvor bereits in das FinTech,, dessen Wurzeln in Münster liegen. “Das FinTech plant mit dem frischen Kapital unter anderem die Produktentwicklung weiter zu beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Lemon Markets

PLAN4
+++ Aureus Solidus, BitStone Capital, Caitano Capital, Sprengnetter und die Rudolf Müller Medienholding investieren 4 Millionen Euro in PLAN4. Das PropTech aus Freiburg, das 2018 von Bernhard Mering, Hendrik Seibel und Thorsten Harig gegründet wurde, bietet mit dem Produkt Gebäudecheck eine Software-as-a-Service-Lösung zur mobilen Zustandsbewertung von Bestandsimmobilien an.

planbar
+++ Der Düsseldorfer Investorenkreis IACD investiert in planbar. Das Unternehmen aus Bocholt, das 2018 von David Zimmermann, Johannes Telaar, Martin Steib gegründet wurde, positioniert sich als digitale Plantafel für Handwerker.

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Foto (oben): azrael74

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das neue Unicorn Staffbase, die jeder wissen sollte


Das HR-Unicorn Staffbase ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das Chemnitzer Startup, 2014 von Frank Wolf, Lutz Gerlach und Martin Böhringer als Eyeo gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren bereits 300 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von General Atlantic, Insight Partners und dem ganz frühen Investor Kizoo. 600 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen, das zuletzt auch über Übernahmen gewachsen ist.

Ursprung

Das Chemnitzer Startup Staffbase, das 2014 von Frank Wolf, Lutz Gerlach und Martin Böhringer gegründet wurde, entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen ohne großen Aufwand eigene Mitarbeiter-Apps für den internen Gebrauch erstellen können. Über diese können die Nutzer etwa Nachrichten verschicken oder Schulungsvideos abrufen. Zum Start war das Unternehmen noch als Eyo bekannt. 2015 schrieben wir über das Unternehmen: “Die interne Mitarbeiter-App Eyo soll die Intranet-Lücke für Non-Desk-Workers schließen. Während der ersten sechs Monate haben die Gründer mit ausgewählten Kunden von 5 bis 500.000 Mitarbeitern zusammengearbeitet”.

Status quo

Staffbase zählt nach eigenen Angaben derzeit “weltweit mehr als 600 Mitarbeitende und mehr als 2.000 Kunden mit über 13 Millionen Endnutzern und -nutzerinnen – unter anderem bei Deutsche Post DHL, T-Systems MMS, Viessmann, Adidas, Paulaner, MAN Truck & Bus SE sowie Audi”.

Investoren

Der Private-Equity-Geldgeber General Atlantic und Insight Partners investierten im März 2022 weitere 106 Millionen Euro in Staffbase. Das Unternehmen wurde dabei erstmals mit “über einer Milliarde Euro bewertet” und erreichte somit mit der Finanzierungsrunde Unicorn-Status. General Atlantic, Insights Partners und Headline investierten zuvor – im März 2021 – rund 145 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Zu den Investoren gehören ansonsten Kizoo Technology Capital und Capnamic Ventures, die auch weiter an Bord bleiben. Insgesamt flossen nun über 300 Millionen Dollar in das Unternehmen. Vor der Unicorn-Investmentrunde hielt Kizoo 24,8 %, Capnamic 5,8 % und Headline rund 13 % an Staffbase. Auf General Atlantic bzw. Insights Partners entfielen rund 15 bzw. 18 %.

Zahlen

Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete Staffbase einen Umsatz in Höhe von 14,9 Millionen Euro – nach 10,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag lag 2020 bei 16,2 Millionen (Vorjahr: 9,6 Millionen). “Die für das Geschäftsjahr 2020 avisierte Umsatzsteigerung in Höhe von 80 % im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen nicht erreichen. Unterdessen wurde die Prognose nach Einsetzen der COVID19-Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheit auf 4 bis 55 % Umsatzwachstum angepasst, welche man erreichen konnte (46 %)”, heißt es im Jahresabschluss für 2020. Für 2021 schreibt das Unternehmen: “Es wird von einer positiven Geschäftsentwicklung in 2021 mit weiterem Wachstum von Umsatz und ARR in Höhe von 50 bis 60% im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen”.

Übernahmen

Im Jahr 2021 setzte das Staffbase-Team auch auf Wachstum durch Übernahmen. Im November 2021 übernahm das Unternehmen Valo aus Finnland. Das Unternehmen, 2001 in Helsinki gegründet, positioniert sich als Independent Software Vendor (ISV), der digitale Arbeitsplätze auf Basis von Microsoft 365-Diensten wie SharePoint und Microsoft Teams anbietet. Im März schluckte Staffbase zudem Bananatag aus Kanada, der 2011 an den Start ging.

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Foto (oben): Staffbase

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#DealMonitor #SPECIAL – Staffbase aus Chemnitz steigt zum Unicorn auf


Der Private-Equity-Geldgeber General Atlantic und Insight Partners investieren weitere 106 Millionen Euro in Staffbase. Das Unternehmen wird nun mit “über einer Milliarde Euro bewertet” und erreicht somit mit dieser Finanzierungsrunde Unicorn-Status. General Atlantic, Insights Partners und e.ventures investierten erst im März 2021 rund 145 Millionen US-Dollar in das Unternehmen.

Zu den Investoren gehören ansonsten Kizoo Technology Capital und Capnamic Ventures, die auch weiter an Bord bleiben. Insgesamt flossen nun über 300 Millionen Dollar in das Unternehmen. “Das Unternehmen wird das frische Kapital einsetzen, um sein internationales Wachstum voranzutreiben und die Produkte weiterzuentwickeln”, teilt das Unternehmen mit.

Das Chemnitzer Startup, 2014 von Frank Wolf, Lutz Gerlach und Martin Böhringer gegründet, entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen ohne großen Aufwand eigene Mitarbeiter-Apps für den internen Gebrauch erstellen können. Über diese können die Nutzer etwa Nachrichten verschicken oder Schulungsvideos abrufen. Zu den Staffbase-Kunden gehören unter anderem Adidas, Ikea und Volvo.

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete Staffbase einen Umsatz in Höhe von 10,2 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag 2019 bei 9,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 2,3 Millionen. In der aktuellen Presseaussendung heißt es: “Staffbase hat seinen Umsatz im Jahr 2021 mehr als verdoppelt und die Mitarbeiterzahl an 14 Standorten weltweit auf mehr als 600 aus 50 Nationen gesteigert”:

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#GrownupsToWatch – 5 spannende Fakten über das Unicorn Forto, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Forto ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das Unternehmen, 2016 gegründet, sieht sich derzeit als “führender Anbieter von digitalisierten Speditions- und Supply-Chain-Lösungen”. Disruptive und Altinvestoren wie Softbank, G Squared, Northzone und Unbound investierten Anfang März 2022 rund 250 Millionen US-Dollar in Forto. Die Bewertung lag bei 2,1 Milliarden Dollar. Hier 5 megaspannende Fakten über Forto.

Ursprung

Das Berliner Logistik-Startup Forto, früher als FreightHub bekannt, wurde 2016 von Ferry Heilemann, Fabian Heilemann, Erik Muttersbach und Michael Wax gegründet. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen. Zum Konzept hieß es beim Start: “FreightHub revolutionizes international freight forwarding by digitizing processes, providing real-time insights and delivering transparency to its customers. FreightHub is a full service freight forwarder, offering global FCL, LCL & air transportation, driven by technology and supported by a team of experienced logistic specialists. We are the freight forwarder for the 21th century”.

Status quo

Das Unternehmen sieht sich derzeit als “führender Anbieter von digitalisierten Speditions- und Supply-Chain-Lösungen”. Die Jungfirma beschäftigt derzeit mehr als 750 Mitarbeiter:innen an 16 Standorten in Europa und Asien, darunter Büros in Berlin, Kopenhagen, Hamburg, Ho-Chi-Minh-Stadt, Singapur, Hongkong und Shanghai.

Investoren

Disruptive und Altinvestoren wie Softbank, G Squared, Northzone, Unbound und die A.P. Moeller Holding investieren Anfang März 2022 rund 250 Millionen US-Dollar in Forto. In den vergangenen Jahren investierten Geldgeber wie Inven Capital, Iris Capital, Rider Global, Northzone, Cherry Ventures und der italienische Risikofonds H14 insgesamt rund 600 Millionen Dollar in das junge Logistik-Startup.

Bewertung

Die Bewertung von Forto stieg bei der letzten Investmentrunde von 1,2 Milliarden (Sommer 2021) auf 2,1 Milliarden Dollar (März 2022). Das Unternehmen selbst nennt sich selbstbewusst das “erste grüne Einhorn Deutschlands”.

Zahlen

Der letzte Jahresabschluss von Forto stammt aus dem Jahre 2020. “Forto zeigte 2020 ein anhaltendes Umsatzwachstum. So gelang im Einklang mit der Prognose eine starke Umsatzsteigerung und die Umsatzerlöse konnten um 133,29 % von EUR 33,50 Mio. auf EUR 78,15 Mio. erhöht werden”, heißt es darin. Der Jahresfehlbetrag lag bei 34,3 Millionen Euro (Vorjahr: 15,6 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau von Forto bis Ende 2020 bereits rund 64,4 Millionen.

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Foto (oben): Forto

#aktuell, #berlin, #forto, #freighthub, #grownupstowatch, #logistik, #unicorn

#DealMonitor – Unicorn Scandit sammelt 150 Millionen ein – instagrid bekommt 33 Millionen – Cosuno sammelt 30 Millionen ein


Im #DealMonitor für den 9. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Scandit
+++ Der Wachstumsfinanzierer Warburg Pincus investiert gemeinsam mit Altinvestoren 150 Millionen Dollar in Scandit. Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen mit mehr als 1 Milliarde Dollar bewertet und erreicht somit Unicorn-Status. Das Unternehmen aus Zürich, das 2009 von Christof Roduner, Christian Floerkemeier und Samuel Müller gegründet wurde, ermöglicht Unternehmen Augmented Reality, Barcode-Scanning, Text- und Objekterkennung in ihre Apps zu integrieren. “Mit der neuen Investition wird Scandit Innovationen im Bereich KI/ML und der autonomen Datenerfassung weiter vorantreiben. Außerdem soll die globale Präsenz weiter ausgebaut werden”, teilt das Unternehmen mit. G2VP, Atomico, GV, Kreos, NGP Capital, Salesforce Ventures und Swisscom Ventures investierten zuletzt 80 Millionen Dollar in Scandit. Insgesamt flossen nun schon 300 Millionen Dollar in das Unternehmen.

instagrid
+++ Der amerikanische Energie-Geldgeber Energy Impact Partners (EIP) und Co. investieren 33 Millionen US-Dollar in instagrid. Das Ludwigsburger Startups, das 2018 von Sebastian Berning und Andreas Sedlmayr gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung von tragbaren Batteriespeichern und bietet eine mobile Stromversorgung für Menschen, die an temporären Standorten arbeiten”. SET Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Segnalita Ventures und Co. investieren zuletzt 8,5 Millionen Euro in das Batterie-Startup. Insgesamt flossen nun bereits 45 Millionen Dollar in instagrid. “Das frische Kapital verwendet instagrid, um die Internationalisierung in Europa und den USA voranzutreiben. Zudem wird die Batterieplattform um smarte digitale Services erweitert, um zukünftig maßgeschneiderte, ganzheitliche Energielösungen anbieten zu können”, heißt es in der Presseaussendung.

Cosuno
+++ Der amerikanische Growth-Investor Avenir Growth und die Altinvestoren Spark Capital und Cherry Ventures investieren 30 Millionen US-Dollar in Cosuno. Die Bewertung liegt bei 150 Millionen Dollar. Das junge Unternehmen, das 2019 von Christoph Berner, Fritz Cramer und Maximilian Seifert gegründet wurde, möchte Bauunternehmen helfen, sogenannte Nachunternehmer zu finden. Spark Capital, Cherry Ventures und Co. investierten zuletzt 12,5 Millionen Euro in das ConTech Cosuno. “The new capital will flow into the development of further features and international expansion, beginning first on the European continent”, teilt das Unternehmen mit.

South Pole
+++ Temasek aus Singapur und Salesforce Ventures aus San Francisco investieren in South Pole. Das ClimateTech Unternehmen aus Zürich, das 2006 von Renat Heuberger und Christoph Sutter gegründet wurde, setzt auf Klimaschutzlösungen. Die Jungfirma unterstützt “öffentliche und private Akteure dabei, ihre Geschäftsmodelle zu dekarbonisieren und sich wirksam für Klimaschutz zu engagieren”. Die neuen Investoren sollen “South Poles Engagement für den Klimaschutz in Asien bzw. Nordamerika verstärken”.

Mobiko
+++ Der Schweizer Versicherungskonzern Baloise investiert zusammen mit dem Startup Family Office eine siebenstellige Summe in Mobiko. Das Startup, das 2018 von Audi Business Innovation und dem Company Builder mantro gegründet wurde, bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihren Mitarbeiter:innen ein Mobilitätsbudget für den Arbeitsweg zur Verfügung zu stellen. Umweltfreundliches Mobilitätsverhalten wird dabei belohnt.

Installion
+++ Der Energiedienstleister enercity investiert in Installion und sichert sich dabei 30 % am Unternehmen. Bei Installion aus Köln, das von Till Pirnay und Florian Meyer-Delpho gegründet wurde, handelt es sich um einen Marktplatz für Installateure. Der Fokus liegt dabei auf der boomenden Energiebranche (Photovoltaik, Energiespeicher etc). Eneco Ventures, der Venture Capital-Ableger des niederländischen Energieversorgers Eneco, investierte zuletzt rund 3,2 Millionen Euro in Installion.

MERGERS & ACQUISITIONS

Klara
+++ Jetzt offiziell: Das amerikanische Software-Unternehmen ModMed übernimmt – wie bereits im Insider-Podcast berichtet – Klara. “Klara’s platform is designed to enable collaboration and communication between practice and patient, including how patients discover, select and engage with a provider. The capability for practices and patients to collaborate digitally has never been more important”, teilt das Unternehmen mit. Das 2013 von Simon Bolz und Simon Lorenz in Berlin gegründete Startup entwickelt einen Kommunikationsdienst für das Gesundheitswesen, das Arztpraxen mit Patienten und anderen medizinischen Anbietern verknüpft. Seit einigen Jahren bearbeitet die Jungfirma von New York aus den amerikanischen Markt. Gradient Ventures, der Investmentableger von Google, Frist Cressey, FirstMark Capital, Lerer Hippeau und Stage 2 Capital, Project A Ventures, Atlantic Labs und Creathor Ventures investierten in den vergangenen Jahren mehr als 30 Millionen Dollar in Klara. Nach unseren Informationen legt ModMed rund 100 Millionen US-Dollar für Klara auf den Tisch.

HQLabs
+++ Der Hamburger Private Equity-Investor BID Equity übernimmt HQLabs. Das Hamburger Startup, das 2012 von Tobias Hagenau, Nils Czernig und Lucas Bauche gegründet wurde, bietet eine Projektmanagement-Software an. Nach eigenen Angaben verfügt die Jungfirma über 700 Kunden. “Das Unternehmen soll als führender Software-Anbieter für Agenturen, digitale Dienstleister, und Beratungen in Europa ausgebaut werden”, heißt es in der Presseaussendung. Zu den Investoren von HQLabs gehörte in der Vergangenheit insbesondere der Innovationsstarter Fond Hamburg. Die HQLabs-Gründer steigen im Zuge des Exits auf und starten nun mit awork, ursprünglich innerhalb von HQLabs entstanden, durch.

Lomado
+++ Das Unternehmen PremiumXL, ein Online-Händler rund um die Themen Home und Living, übernimmt Lomado, einen Online-Händler mit Fokus auf Badezimmermöbel.  “Mit der Übernahme erweitert PremiumXL sein Angebot an qualitativ hochwertigen Möbeln. Das kombinierte Unternehmen wird die Marke Lomado fortführen und die Möbel der Marke auch in Zukunft über den eigenen Online-Shop sowie verschiedene Online-Markplätze verkaufen”, teilen die Unternehmen mit. Lomado aus Bünde, 2018 gegründet, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz “im gut zweistelligen Millionenbereich”. PremiumXL wird von Verdane finanziell unterstützt.

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#GrownupsToWatch – 5 megaspannende Dinge über Enpal, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Enpal ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das 2017 gestartete Unternehmen, das Solaranlagen vermietet, stieg Ende 2021 zum Unicorn auf. Zu den Investoren des GreenTechs gehören unter anderem Softbank, HV Capital, Princeville Climate Technology, Picus Capital und Super Angel Lukasz Gadowski. Ende 2021 lag die Bewertung von Enpal bei 950 Millionen Euro oder 1,1 Milliarden Dollar – damit stieg Enpal zum Unicorn auf. Hier 5 megaspannende Fakten über Enpal.

Ursprung

Das Berlin GreenTech Enpal wurde 2017 von Mario Kohle (Käuferportal-Gründer), Viktor Wingert und Jochen Ziervogel gegründet. Anfangs trat die Jungfirma unter dem Namen Evergreen im Markt auf. 2017 stellten wir die Jungfirma so vor: “Das Startup Evergreen, das von Käuferportal-Mitgründer Mario Kohle geführt wird, kümmert sich um Solarstromlösungen”. In den ersten Jahren flog das Unternehmen aber extrem unter dem Radar.

Status quo

Das Unternehmen beschreibt sich derzeit so: “Enpal bietet Solaranlagen im Abonnement an. Hohe Investitionskosten fallen für Hausbesitzer somit weg. Nach 20 Jahren Laufzeit kann die Anlage für nur einen Euro übernommen werden. Für Interessenten bietet Enpal ein umfangreiches Paket mit Beratung und Planung an. Die Installation übernehmen eigene Monteure oder geprüfte Partner vor Ort. Vom Erstkontakt bis zum Ablauf des Abonnements: Enpal kümmert sich um den gesamten Prozess. Eigenheimbesitzern wird es damit so einfach wie möglich gemacht”. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen derzeit über 12.000 Kundinnen und Kunden. “Ziel von Enpal ist es, Ende des Jahrzehnts eine Millionen Haushalte mit einer eigenen Solaranlage zu versorgen”, teilt das Unternehmen mit. Über 1.000 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Enpal, “darunter über 400 eigene Solarteure”.

Investoren

Zu den ersten Investoren von Enpal gehörten Picus Capital sowie Seriengründer und Super Angel Lukasz Gadowski in Enpal – damals im Jahren 2017. Gadowski war auch einer der ersten Investoren von Käuferportal, Enpal-Gründer Kohle und Gadowski kannten sich somit schon vor dem Investment in Enpal. Im Oktober 2021 investierte schließlich Softbank beachtliche 150 Millionen Euro in Enpal. In Jahren zuvor investierten insbesondere HV Capital, E.R. Capital, FRIBA Investment, Heliad Equity Partners, Peter Rive, Mitgründer von SolarCity, HelloFresh-Mitgründer Thomas Griesel, Ex-Auto1-COO Christopher Muhr sowie der amerikanische Investmentfonds Princeville Climate Technology in das Unternehmen.

Bewertung

Ende 2021 lag die Bewertung von Enpal bei 950 Millionen Euro oder 1,1 Milliarden Dollar – damit stieg Enpal zum Unicorn auf.

Zahlen

Der letzte Jahresabschluss von Enpal stammt aus dem Jahre 2019, damals erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 7,4 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von Enpal bis Ende 2019 bereits rund 10,6 Millionen. Die Jungfirma nannte zuletzt zumindest aber immer Umsatzzahlen. Zuletzt verkündete das GreenTech-Startup für 2021 “erstmals
deutlich mehr als 100 Millionen Euro Umsatz in einem Jahr”. 2020 erwirtschaftete die Jungfirma nach eigenen Angaben 56 Millionen Euro Umsatz, 2019 gerade einmal 18 Millionen.

Interview #23 – Mario Kohle (Enpal)

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Foto (oben): Enpal

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#GrownupsToWatch – 5 spannende Dinge über das Unicorn Contentful, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn Contentful ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Investoren wie Tiger Global, Sapphire Ventures, General Catalyst, Salesforce Ventures und Co. investierten in den vergangenen Jahren bereits  333 Millionen US-Dollar in das “Headless CMS”-System. Die Bewertung lag zuletzt bei 3 Milliarden Dollar – und damit erstmals auf Unicorn-Niveau. Zuvor – im Sommer 2020 – lag die Bewertung noch nahe der Unicorn-Marke, also bei knapp 1 Milliarde Dollar.  Hier 5 megaspannende Fakten über Contentful.

Ursprung

Das Berliner Startup, das 2013 von Sascha Konietzke und Paolo Negri gegründet wurde, positioniert sich als sogenanntes “Headless CMS”. Über das Startup können Content-Builder, also Entwickler, Designer und Content Creator, Inhalte erstellen und für alle Kanäle und Geräte verbreiten. Vorgänger von Contentful ist quasi StorageRoom, welches von Gründer Konietzke ins Leben gerufen wurde.

Status quo

Zum Stand der Dinge bei Contentful heißt es auf der Website des Unternehmens: “Contentful, the leading content platform for digital-first business, helps over 30% of the Fortune 500 and thousands of brands around the world create and manage digital experiences for their customers across any channel”.

Investoren

Der Mega-Geldgeber Tiger Global investierte im Sommer 2021 gemeinsam mit Base10 Advancement Initiative und Tidemark 175 Millionen US-Dollar in Contentful. Sapphire Ventures, General Catalyst, Salesforce Ventures sowie weitere Investoren investierten zuvor 80 Millionen Dollar in Contentful. Insgesamt flossen bereits rund 333 Millionen in das Unternehmen. Zu den weiteren Investoren gehören Balderton Capital, Benchmark, Hercules und Point Nine Capital aus Berlin. Point Nine Capital stieg bereits 2013 bei Contentful ein.

Bewertung

Die Bewertung lag zuletzt – im Sommer 2021 – bei 3 Milliarden Dollar – und damit erstmals auf Unicorn-Niveau. Zuvor – im Sommer 2020 – lag die Bewertung noch nahe der Unicorn-Marke, also bei knapp 1 Milliarde Dollar.

Zahlen

Contentful legte zuletzt den Jahresabschluss für 2019 vor. Das Unicorn erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 18,3 Millionen Euro – nach 9,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 15,3 Millionen auf 18,9 Millionen. “Das Jahr 2019 war von weiterhin starkem Umsatzwachstum geprägt, welches es der Gesellschaft ermöglichte, Investitionen in die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten zu tätigen und, via ihre Tochterfirma Contentful Inc., den nordamerikanischen Markt mit separater Vertriebs- und Customer Success Organisation zu bearbeiten. Die Geschäftsführung ist mit den in 2019 erreichten Ergebnissen zufrieden”, heißt es im Jahresabschluss. Insgesamt kostete der Aufbau von Contentful bis Ende 2019 bereits 50,5 Millionen. Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 186 (im Vorjahr 159) Mitarbeiter:innen bei Contentful beschäftigt.

Interview #9 – Sascha Konietzke (Contentful)

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#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das Logistik-Unicorn sennder, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn sennder ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Investoren wie Baillie Gifford, Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania investierten in den vergangenen Jahren bereits 350 Millionen US-Dollar in die Jungfirma, die 2015 gegründet wurde. Die Bewertung von sennder lag bei der letzten Investmentrunde im Sommer 2021 bei stattlichen 1,1 Milliarden Dollar. Hier 5 megaspannende Fakten über das Logistik-Startup sennder.

Ursprung

Das Berliner Logistik-Startup sennder wurde 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet. Damals beschrieben wir das Startup als “Mitfahrgelegenheit für Gegenstände – ob Fahrrad, Snowboard oder einfach nur ein Koffer”.  “Der Fokus liegt auf der Mitnahme von sperriger, unhandlicher und fragiler Fracht. Im kommenden Jahr wird das Modell auf kleinere Lieferungen und Pakete ausgeweitet”, verkündeten die Gründer zum Start.

Status quo

Intzwischen kümmert sich sennder um sogenannte Komplettladungen. Konkret verbindet das Logistikstartup aus Berlin über seine Softwareplattform Händler und Transportunternehmen. “Dies sorgt sowohl bei Spediteuren als auch bei gewerblichen Verladern für mehr Transparenz und Effizienz. sennder setzt sich dafür ein, die Logistikbranche fit für eine nachhaltige Zukunft zu machen; durch die Nutzung von Daten zur Optimierung der Routeneffizienz reduziert sennder die Umweltbelastung durch den Straßengüterverkehr und senkt gleichzeitig Transportkosten”, heißt es vom Unternehmen. sennder erbringt dabei unter anderem Transportdienstleistungen für zahlreiche DAX30-Unternehmen. Das Unternehmen sieht sich insgesamt “optimal positioniert, um kleinere und mittlere Speditionsunternehmen mit etablierten Verladern zu verbinden und ihnen Zugang zu FTL-Ladungen zu verschaffen”, schreibt das Unternehmen in eigener Sache.

Übernahmen

Zuletzt sorgte das Grownup auch mit Übernahmen für Schlagzeilen: Im Juni 2020 fusionierte sennder mit seinen französischen Wettbewerber Everoad. Im September 2020 übernahm sennder dann das europäische Frachtgeschäft von Uber Freight. Im Mai 2021 übernahm sennder zudem das niederländische Frachtunternehmen Cars&Cargo.

Investoren

Zu den Investoren von sennder gehören bekannte Geldgeber wie Baillie Gifford Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A Ventures, Next47, Scania Growth Capital, Earlybird Venture Capital und Perpetual sowie die Flixbus-Gründer. Baillie Gifford und Co. investierten zuletzt – im Sommer 2021 – 80 Millionen US-Dollar in sennder. Im Januar 2021 investierten Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania 160 Millionen US-Dollar in sennder. 2017 stieg Scania Growth Capital, der Corporate-Fund des bekannten schwedischen Nutzfahrzeugherstellers, bei sennder ein. 2019 pumpten Lakestar, Accel, Next47, H14, HV Capital, Project A Ventures und Scania Growth Capital 70 Millionen Dollar in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun schon 350 Millionen in die Jungfirma. Die Bewertung von sennder lag zuletzt bei 1,1 Milliarden Dollar.

Zahlen

Der letzte Jahresabschluss von sennder stammt aus dem Jahre 2019. Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein Rohergebnis in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro – nach etwa 1,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 2,7 Millionen auf 9,1 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von sennder bis Ende 2019 rund 12,9 Millionen. Damals wirkten durchschnittlich 132 Mitarbeiter:innen, nach 59 im Vorjahr, für sennder. Ende 2021 wirkten bereits 900 Mitarbeiter:innen für das Unternehmen.

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Foto (oben): sennder

#aktuell, #berlin, #grownupstowatch, #logistik, #sennder, #unicorn

#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das Unicorn SellerX, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn SellerX ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das Unternehmen, das 2020 von Dafiti-Gründer Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, sammelte bereits 750 Millionen Dollar ein – unter anderem von Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority, Cherry Ventures, Felix Capital und 83North. Die Bewertung von SellerX lag bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Hier 5 megaspannende Fakten über SellerX.

Ursprung

Das Berliner Unternehmen SellerX, das 2020 von Dafiti-Gründer >Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft – wie dutzende andere Unternehmen – amazon-Shops an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Die Hauptstädter beschreiben sich selbst so: “Wir kaufen Amazon-Unternehmen und bauen sie auf, in der Regel solche, die erfolgreich Alltagsgegenstände verkaufen. Beispielsweise für Haustiere, den Garten, fürs Zuhause oder auch für neue Fitnessprogramme. Transaktionen mit uns gehen schnell. Wir können dir innerhalb einer Woche ein kostenloses Angebot machen, innerhalb von 30–45 Tagen ist dann in der Regel alles unter Dach und Fach. Dennoch stellen wir sicher, dass jedes Geschäft individuell abgewickelt wird. Wir wissen, dass jedes Business und seine Gründer:innen ganz eigene Anforderungen und Ansprüche haben”.

Investoren

Blackrock, Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority und Co. investierten zuletzt – im Dezember 2021 – 500 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkapital) in SellerX. Zuvor investierten L Catterton, ein amerikanisch-französisches Private-Equity-Unternehmen, Sofina und Altinvestoren wie Cherry Ventures, Felix Capital und 83North im Sommer 2021 rund 118 Millionen Dollar in den Amazon-Shop-Aufkäufer aus der Hauptstadt. Zu den ersten Investoren von SellerX gehörten Ende 2020 Cherry Ventures, Felix Capital, Village Global sowie Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann. Insgesamt flossen bereits 750 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Bewertung

Die Bewertung bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 lag bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Ende 2020 soll die Bewertung des Unternehmens noch bei rund 12 Millionen Dollar gelegen haben.

KW-Commerce

Im Zuge der letzten Investmentrunde übernahm SellerX den erfolgreichen Amazon-Seller KW-Commerce. SellerX zahlte dafür nach unseren Informationen über 200 Millionen. KW-Commerce wurde 2012 von Jens Wasel und Max Kronberg gegründet. 460 Mitarbeiter:innen wirken damals für das Unternehmen aus Berlin. Die Beteiligungsholding JCK Holding hielt zuletzt knapp 25 % an KW-Commerce. 2020 erwirtschaftete das profitable Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 87 Millionen Euro. “Aus unserer Sicht handelt es sich weniger um eine Übernahme – auch wenn es von der Legal-Seite her tatsächlich ein Verkauf ist – als eher um einen Merger auf Augenhöhe. Hier schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um ihre sehr unterschiedlichen Stärken zu kombinieren. Wir erwarten, dass die Rechnung 1+1 = 6 ergibt”, sagte KW-Commerce-Gründer Wasel bei Wortfilter zur Übernahme.

Zahlen

300 Mitarbeiter:innen wirkten Ende 2021 bei SellerX. Hinzu kamen zuletzt die 460 Mitarbeiter:innen von KW-Commerce. Mehr als 40 Händler hatte das SellerX bis dahin übernommen.

Tipp: Noch mehr Grownups to watch findet ihr hier

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Foto (oben): SellerX

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#Interview – “Die deutsche Szene ist auf der Überholspur”


Das Unicorn Commercetools, 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet, positioniert sich als “cloudbasierte headless E-Commerce-System”. Accel und die Altinvestoren Insight Partners und Rewe Group investierten zuletzt 140 Millionen US-Dollar in die E-Commerce-Lösung. Die Bewertung lag bei 1,9 Milliarden Dollar. commercetools hat somit eine sehr bewegte Geschichte hinter sich: 2014 übernahm Rewe commercetools, der Kaufpreis lag damals gerade einmal bei 6,5 Millionen Euro.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Commercetools-Macher Hörig einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei Commercetools?
Definitiv, dass wir über 130 neue Kunden gewonnen haben, darunter unter anderem Lululemon, H&M, John Lewis, L.L.Bean, Porsche und viele andere tolle Unternehmen. Dass wir all diese Firmen mit unserer E-Commerce-Plattform unterstützen, hätte vor 10 Jahren sicher niemand für möglich gehalten – nicht einmal ich. Wir sind zudem auf knapp 400 Kolleginnen und Kollegen weltweit gewachsen, und es ist toll zu sehen, wie wir alle gemeinsam commercetools nach vorn bringen. Außerdem konnten wir unsere erste Akquise erfolgreich realisieren. Früher wurden Technologiefirmen ja immer schnell verkauft, gerne in die USA. Wir wollen uns als global agierende Softwarefirma mit langfristigem Erfolg weiter aufbauen.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Es war tatsächlich ein sehr gutes Jahr für commercetools, auch wenn wir uns wieder mehr Normalität und vor allem ein Ende der Pandemie wünschen. Wir sind im Januar mit einer recht hohen Wachstumserwartung gestartet, unsicher, ob das so machbar ist. Letztlich haben wir unsere Ziele dann aber bereits im November erreicht und werden das Jahr deutlich besser abschließen als geplant. Ein weiteres Ziel war, unser Produktportfolio zu erweitern, zum Einen durch die Entwicklung weiterer eigener Produkte, aber auch durch Zukäufe. Unser Fokus lag darauf, Unternehmen die besten Werkzeuge bereitzustellen, um herausragende digitale Einkaufserlebnisse zu kreieren. Mit der Übernahme von Frontastic hat auch das zum Ende des Jahres geklappt, und wir sehen uns gut aufgestellt für das, was wir in 2022 vorhaben.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?
Wir wären zum Beispiel beim Personalaufbau gerne schneller gewesen. Wir konnten zwar über 150 neue Kolleginnen und Kollegen dazu gewinnen, wobei wir aber aber locker 200 einstellen hätten können. Zudem haben wir – bedingt durch das starke Wachstum – Engpässe in einigen Teams erst erkannt, als sich der Flaschenhals bemerkbar machte. Auch wenn wir uns schon 2021 intensiv mit unserer Organisationsstruktur und deren Weiterentwicklung befasst haben, werden da im Jahr 2022 noch deutlich mehr machen müssen.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?
Sicherlich unsere Positionierung und Sichtbarkeit am Markt, auch außerhalb unserer Branche. In Europa oder in den USA läuft bereits ein relevanter Anteil im E-Commerce über unsere Plattform. Wenn beispielsweise in Nordamerika online ein neues iPhone gekauft wird, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit über unsere Software. Trotzdem sind wir noch relativ unbekannt, obwohl wir für viele bekannte Unternehmen wie VW, AT&T oder Tonies auf uns setzen. Zudem werden wir unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und vor allem unser US-Geschäft deutlich ausbauen.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?
Die deutsche Szene ist auf der Überholspur, zieht mittlerweile internationales Kapital an, und bringt Top-Technologieunternehmen hervor. Neben Celonis, Personio oder uns, commercetools, gibt es viele, die in den nächsten fünf Jahren zu relevanten Playern aufsteigen werden. Ich bin etwas skeptisch, ob diese extreme Kapitalverfügbarkeit nachhaltig ist, aber damit meine ich nicht explizit die deutsche Szene, sondern den weltweiten VC-Markt. Andererseits weisen viele der hoch bewerteten Unternehmen starkes Umsatzwachstum aus. Noch wichtiger ist aber: Sie lösen relevante Kundenprobleme und generieren somit eine große Nachfrage. Daher bin ich größtenteils optimistisch, dass wir in drei bis fünf Jahren neben SAP ein paar weitere wichtige Spieler sehen werden. Letztlich ist das gut für alle, denn der Startup-Sektor wird in den kommenden Jahren über 1 Million neue Jobs schaffen. Und diese brauchen wir dringend, denn viele andere Branchen kommen mittlerweile bedauernswerterweise ins Straucheln.

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Foto (oben): commercetools

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#DealMonitor – Neu-Unicorn Infarm bekommt 200 Millionen – re:cap sammelt 100 Millionen ein – Taxdoo bekommt 57 Millionen


Im #DealMonitor für den 16. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Infarm
+++ Qatar Investment Authority (QIA), Partners in Equity, Hanaco, Atomico, Lightrock und Bonnier investieren 200 Millionen US-Dollar in Infarm. Das Unternehmen wird nun “mit weit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet”. Somit ist Infarm nun ein Unicorn. Das Berliner Grownup, das 2013 von Osnat Michaeli und den Brüdern Erez und Guy Galonska gegründet wurde, entwickelt ein “intelligentes modulares Farming-System”. Atomico, Hanaco Ventures, und Co. investierten 100 Millionen US-Dollar in in das Unternehmen. “Mit dem zusätzlichen Kapital wird das Unternehmen sein Netzwerk aus vertikalen Farmen in den USA, Kanada, Japan und Europa weiter ausbauen sowie neue Märkte in Asien-Pazifik und im Nahen Osten mit seinen In-Store-Farmen sowie Infarm Growing Centern zu erschließen”, heißt es in der Presseaussendung. 1.000 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Infarm

re:cap
+++ Felix Capital und Project A Ventures sowie Altinvestor Entrée Capital investieren in re:cap. Außerdem erhält das junge FinTech “Liquidität für seine Finanzierungsplattform”. Insgesamt sammelt das Unternehmen 100 Millionen Euro Eigen- und Fremdkapital ein. 90 Millionen sind dabei wohl Fremdkapital. Das Berliner Startup, das von Paul Becker und Jonas Tebbe, die zuvor den Vermögensverwalter Liqid aufgebaut haben, positioniert sich ähnlich wie das Vorbild Pipe als “digitale Marktplatzlösung zur Finanzierung von Unternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen (Recurring Revenues)”. Der israelische Geldgeber Entrée Capital und Angel-Investoren wie Jan Beckers, Ramin Niroumand, Jens Lapinski, Chris Adelsbach, Perry Blacher, Mark Ransford, Chris Hitchen und Simon Leicht investierten zuvor bereits 1,25 Millionen Euro in die Jungfirma.

Taxdoo
+++ Jetzt offiziell: Tiger Global, Accel, Visionaries Club und 20VC investieren 57 Millionen Euro in Taxdoo. Über den Einstieg von Tiger Global haben wir bereits im April im Insider-Podcast berichtet. Das Hamburger Startup, das 2016 von Matthias Allmendinger, Roger Gothmann und Christian Königsheim gegründet wurde, ermöglicht Onlinehändlern es, ihre internationalen Umsatzsteuer-Verpflichtungen zu automatisieren.  Accel, Visionaries Club, 20VC und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten zuletzt 17 Millionen in Taxdoo. Insgesamt flossen nun schon 74 Millionen in das Unternehmen. “Mit den neuen Mitteln plant das Start-up zudem die Expansion in Europa weiter auszubauen und seine Mitarbeiterzahl bis Ende 2022 zu verdoppeln”, heißt es in der Presseaussendung.

Kenbi
+++ Endeavour Vision, Mutschler Ventures und Altinvestoren wie Redalpine, Heartcore und Headline investieren 23,5 Millionen Euro in Kenbi – siehe auch Gründerszene. Das Pflege-Startup, das 2019 von Clemens Raemy, Katrin Alberding und Bruno Pires gegründet wurde, betreibt mehrere dezentrale Pflegedienste. Der Schweizer Investor Redalpine, Headline, Heartcore Capital und Partech investierten zuletzt bereits 7 Millionen Euro in Kenbi.

casavi 
+++ Digital+ Partners, Bayern Kapital, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Dürr PropTec und Wenvest investieren 20 Millionen Euro in casavi. Das Münchner PropTech, das 2015 von Peter Schindlmeier, Oliver Stamm und David Klötzer gegründet wurde, positioniert sich als digitale Immobilienverwaltung. Das frische Kapital soll in “den Ausbau des Produktangebots und das weitere Wachstum in Europa” fließen. 75 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für casavi. In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 5 Millionen in das Unternehmen.

Clue
+++ Balderton und Future Positive Capital investieren 16 Millionen Euro in Clue – siehe sifted. Die millionenschwere Zyklus- und Fruchtbarkeits-App, die 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren schon knapp 30 Millionen Euro ein. Zuletzt stieg Adjacent bei Clue ein. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Seit dem Start kostete der Aufbau von Clue bereits schon rund 22 Millionen.

Nanoleq
+++ Capnamic Ventures, ZKB, Verve Ventures und Business Angels wie Michael Halbherr und Oliver Pabst investieren 11,5 Millionen Schweizer Franken in Nanoleq. Das Startup aus Zürich, das 2017 gegründet wurde, setzt auf smarte Kleidung, die unter anderem die Vitalwerte der Träger:innen analysiert. “This round will allow us to scale our operations and meet the high demand of various customers for our smart components”, teilt die Jungfirma mit. 24 Mitabeiter:innen arbeiten derzeit für Nanoleq.

Sento 
+++ Picus Capital investiert gemeinsam mit Tom Stafford (DST Global) sowie den Gründern von Celonis, Checkout.com, Zalando, Flatiron Health, Forto und GoCardless 2 Millionen Euro in Sento. Die Jungfirma aus München, die von Lucian Riediger, Felix Krauth und Nimar Blume (alle TUM bzw. CDTM) gegründet wurde, positioniert sich als “cloudbasierte EDI Plattform für die Supply Chain”. “Das Kapital wird vornehmlich für Weiterentwicklung des Produktes und die Vergrößerung des Teams eingesetzt”, teilt das Startup mit. Über den Einstieg von Picus Capital hatten wir bereits im April im Insider-Podcast berichtet.

Patronus Health
+++ Business Angel Georg Matheis investiert in Patronus Health. Zudem sichert sich das Unternehmen Fördermitteln des Landes Hessen. Insgesamt sammelt Patronus Health so knapp 1 Million Euro ein. Das Startup aus Bad Vilbel, das von  Andreas Schnitzbauer, Charlotte Detemble und Dora Zmuc gegründet wurde, entwickelt ein App-basiertes Prähabilitationsprogramm zur Vorbereitung auf chirurgische Eingriffe im Bauch- und Brustraum.

Wingcopter
+++ Das lateinamerikanische Flugunternehmen Synerjet investiert in Wingcopter. Das Startup aus Weiterstadt, das Transportdrohnen für humanitäre und zivile Anwendungen entwickelt, wurde 2017 von Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadur gegründet.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fenster.com
+++ Die oberösterreichische IFN Holding kümmert die Mehrheit (74,2 %) an Fenster.com und Co.. IFN übernimmt dabei unter anderem die Anteile der schwedischen Investmentfirma Latour, die 2015 beim Unternehmen eingestiegen ist. Hinter Fenster.com steckt das 1872 gegründete Stuttgarter Unternehmen Neuffer Fenster + Türen, zu dem auch fensterversand.com, fenetre24.com oder windows24.com gehören. Seit 2005 verkauft Neuffer Fenster + Türen seine Produkte ausschließlich über seine Online-Shops. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter:innen und erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von rund 30 Millionen Euro.

Apex Hosting
+++ Nitrado übernimmt das amerikanische Unternehmen Apex Hosting. “Gemeinsam werden Nitrado und Apex Hosting ihre Marktposition in der englischsprachigen Welt, insbesondere in den USA, stärken”, teilt das Unternehmen mit. Apex Hosting, 2013 von Seth Mattox und John Rendemonti gegründet, kümmert sich insbesondere um Minecraft-Server-Hosting im englischsprachigen Raum. Nitrado, 2001 von Marco Balle und Marcel Bößendörfer in Karlsruhe gegründet, betreibt Rechenzentren auf vier Kontinenten. Die Private Equity-Firma Flex Capital übernahm im Frühjahr die Mehrheit an Nitrado.

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Foto (oben): azrael74

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#DealMonitor – Unicorn Mambu bekommt 235 Millionen – Neu-Unicorn SellerX kauft KW Commerce – NavVis bekommt 25 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mambu
+++ Der  schwedische Private-Equity-Investor EQT sowie Altinvestoren wie TCV und Bessemer Venture Partners investieren 235 Millionen Euro in Mambu – siehe auch Wall Street Journal. Die Bewertung steigt von 1,7 Milliarden Euro auf 4,9 Milliarden Euro. Das Berliner FinTech, das 2011 von Frederik Pfisterer und Eugene Danilkis gegründet wurde, ermöglicht Bankdienstleistern Kredit-Produkt in kurzer Zeit zu entwickeln – siehe auch “Mambu: Von der Studienarbeit zum millionenschweren FinTech“. “Das Unternehmen plant eine verstärkte Investition in neue Innovationsfelder für seine Banking-Plattform der nächsten Generation. Außerdem sollen strategische Partnerschaften ausgebaut sowie die globale Präsenz und Kundendienstleistungen erweitert werden”, teilt das Unternehmen zum Investment mit. Spotify-Investor TCV, Tiger Global, Arena Holdings, Bessemer Venture Partners, Runa Capital und Acton Capital investierten zuletzt 110 Millionen Euro in das Unicorn. Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren nun als 385 Millionen Euro in Mambu. Der Jahresfehlbetrag von Mambu lag im Geschäftsjahr 2019 bei rund 10,7 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal knapp 5 Millionen. 2017 waren es nur 2,4 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Mambu bis Ende 2019 bereits 22,2 Millionen. Mehr über Mambu

NavVis
+++ Cipio Partners, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) und weitere Altinvestoren investieren 25 Millionen Euro in NavVis. “Die Finanzierung ergänzt die jüngste Fremdfinanzierung im Volumen von 20 Millionen Euro durch die European Investment Bank (EIB)”, teilt das Unternehmen mit.  Das Unternehmen aus München, das 2013 von Robert Huitl, Sebastian Hilsenbeck, Georg Schroth und Felix Reinshagen gegründet wurde, setzt auf eine Plattform für digitale Gebäudezwillinge. 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für NavVis. “Das zusätzliche Kapital ermöglicht es NavVis, die steigende Nachfrage nach ihren 3D-Scan- und digitalen Zwillingslösungen zu bedienen. Zudem wird NavVis ihr F&E-Team vergrößern, um seine technologische Führungsposition in der digitalen Zwillingtechnologie weiter zu stärken”, heißt es in der Presseaussendung.

Passbase
+++ Costanoa Ventures, Lakestar, Eniac Ventures, Cowboy Ventures und Seedcamp investieren 10 Millionen US-Dollar in Passbase. Zudem verkündet das junge Unternehmen eine bisher nicht verkündete weitere Seedrunde in Höhe von 3,5 Millionen Dollar. Das deutsch-amerikanische Startup, das 2018 von Felix Gerlach, Mathias Klenk und Dave McGibbon gegründet wurde, unterstützt mit seiner Technologie Unternehmen dabei, die Identität von Nutzer:innen per Video-Selfie oder Ausweis-Scan zu bestätigen. “The startup will use this capital infusion to scale their product suite and simplify policy management for cryptocurrency, fintech and other businesses using Passbase for identity verification services to meet rapidly changing global compliance requirements”, heißt es zum Investment. <

Troy 
+++ Der südafrikanische Finanzdienstleister Transaction Capital und weitere Geldgeber investieren mehr als 10 Millionen Euro in Troy – siehe FinanceFWD. Das Startup, das 2017 von Philip Rürup und Till Völzke in Lippstadt gegründet wurde, möchte sich als Unternehmen für “kundenfreundliches, digitales Inkasso” etablieren. Das FinTech setzt dabei auf “Tools und Methoden aus Marketing und CRM und verbindet sie mit Daten und Machine Learning”. eCAPITAL, BORN2GROW, Avala Capital und Seed X Liechtenstein investierten zuletzt einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in troy. Mehr über Troy

Livebuy 
+++ Der Geldgeber RTP Global, Scott Chacon (Github), Mavericks Founders und der ehemalige Sony Music-Chef Philip Ginthör investieren 5 Millionen Euro in Livebuy. Das Berliner Startup, das 2020 von Alex von Harsdorf, Bertold Harmath und Armin Gattung gegründet wurde, setzt auf Livestream-Shopping. Das Unternehmen ermöglicht es Marken und Händlern, eigene Live-Video-Shopping-Plattformen zu betreiben und diese direkt in ihre Plattformen zu integrieren. Das frische Kapital soll unter anderem in die “europäische Expansion” fließen.

Cocoli
+++ Business Angels wie Fanny Moizant (Vestiaire Collective), Christian Jorge (Vestiaire Collective, Omie) Julien Callede (MADE.com), Alexander von Schirmeister (eBay), Romain Afflelou (AA SONS), Helen Zeitoun (IPSOS, GfK) investieren eine siebenstellige Summe in Cocoli. Das Berliner Startup, das von Gemma Comabella Noguero, Greta Schindler und Frank Stehle gegründet wurde, positioniert sich als Online-Marktplatz für gebrauchte Einrichtungsstücke. Das frische Kapital soll unter anderem in die “Fertigstellung des technischen MVP, die Sicherstellung erstklassiger Operations” und der “Akquise von Early Adopters” fließen.

DeinePflege
+++ Der Frühphaseninvestor Venpace, APX und Business Angel Nicolas Bell investieren eine sechsstellige Summe in DeinePflege. Das Startup aus Konstanz, das 2020 von Armando Statti, Markus Wild und Michael Maurer-Pühringer gegründet wurde, unterstützt Pflegebedürftige und Angehörige bei der Pflegeorganisation. “Mit Hilfe von innovativen, digitalen Services wollen wir den Betroffenen die Last der komplizierten und bürokratischen Pflegeorganisation abnehmen und sie über die gesamte Pflege-Journey begleiten”, teilt die Jungfirma mit.

whylab
+++ Shio Capital, Dr. Mirko Caspar (Mister Spex), Anna Kaiser (Tandemploy), Stephan Bayer (sofatutor), Andre Heeg (BCG Digital Ventures), Julius Göllner und better ventures investieren eine mittlere sechsstellige Summe in whylab. Das Berliner EdTech-Startup, das 2020 von Luca Lea Kleene, Nikola Berkmann und Sarah Reitz gegründet wurde, möchte die “Sinnkrise einer Generation lösen”. Das Unternehmen sieht sich als “digitales Fitnessstudio für mentale Gesundheit”.

MERGERS & ACQUISITIONS

KW-Commerce
+++ Der junge Amazon-Shop-Aufkäufer SellerX übernimmt den erfolgreichen Amazon-Seller KW-Commerce. Zuvor investieren Blackrock, Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority und Co. 500 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkapital) in SellerX. Die Post-Money-Bewertung liegt nach unseren Informationen nun bei 1,1 Milliarde Dollar und somit auf Unicorn-Niveau – siehe auch Handelsblatt. SellerX, das 2020 von Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft – wie dutzende andere Unternehmen – amazon-Shops an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Zuvor flossen bereits Insgesamt flossen nun schon rund 500 Millionen in SellerX (Risikokapital und Kredite). Rund 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für SellerX.  KW-Commerce wurde 2012 von Jens Wasel und Max Kronberg gegründet.  460 Mitarbeiter:innen wirken derzeit für das Unternehmen aus Berlin. Die Beteiligungsholding JCK Holding hielt zuletzt knapp 25 % an KW-Commerce. 2020 erwirtschaftete das profitable Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 87 Millionen Euro. “Aus unserer Sicht handelt es sich weniger um eine Übernahme – auch wenn es von der Legal-Seite her tatsächlich ein Verkauf ist – als eher um einen Merger auf Augenhöhe. Hier schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um ihre sehr unterschiedlichen Stärken zu kombinieren. Wir erwarten, dass die Rechnung 1+1 = 6 ergibt”, sagt KW-Commerce-Gründer Wasel bei Wortfilter zur Übernahme. Mehr über SellerX

Geogebra
+++ Das indische EdTech-Unternehmen Byju’s übernimmt das Linzer Startup Geogebra, eine Mathe-Software. “Wie indische Medien berichten, soll es sich beim nicht veröffentlichten Kaufpreis um etwa 100 Millionen Dollar handeln, die in Cash sowie Aktien an die österreichische Firma gezahlt werden”, schreibt Trending Topics zum Exit. Geogebra, das 2013 vom Mathematiker Markus Hohenwarter gegründet worden ist, erreicht nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer:innen in 195 Ländern.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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#Zahlencheck – Verlust bei Contentful steigt auf 18,9 Millionen


Das Berliner Startup Contentful legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Tiger Global investierte zuletzt gemeinsam mit Base10 Advancement Initiative und Tidemark 175 Millionen US-Dollar in Contentful. Die Bewertung stieg auf 3 Milliarden Dollar. Das Startup, das 2013 von Sascha Konietzke und Paolo Negri gegründet wurde, positioniert sich als “Headless CMS”. Über das Startup können Content-Builder. also Entwickler, Designer und Content Creator, Inhalte erstellen und verbreiten.

Das Unicorn erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 18,3 Millionen Euro – nach 9,2 Millionen im Jahr zuvor. “Dies umfasst Umsätze in Deutschland, Europa und weltweit mit Ausnahme von Nordamerika, das durch unsere Tochtergesellschaft bedient wird”, teilt das Unternehmen mit. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 15,3 Millionen auf 18,9 Millionen. “Das Jahr 2019 war von weiterhin starkem Umsatzwachstum geprägt, welches es der Gesellschaft ermöglichte, Investitionen in die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten zu tätigen und, via ihre Tochterfirma Contentful Inc., den nordamerikanischen Markt mit separater Vertriebs- und Customer Success Organisation zu bearbeiten. Die Geschäftsführung ist mit den in 2019 erreichten Ergebnissen zufrieden”, heißt es im Jahresabschluss.

Insgesamt kostete der Aufbau von Contentful bis Ende 2019 bereits 50,5 Millionen. Mit Tiger Global und Co. verfügt das Unternehmen aber über finanzstarke Investoren, die das rasante Wachstum von Contentful noch einige Jahre durchfinanzieren können bzw. auch schon getan haben.  Insgesamt flossen schließlich bereits rund 290 Millionen in das Unternehmen.

Im Jahresabschluss 2019 gibt es auch bereits einen Hinweis auf 2020: “Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 bei weiter stark ansteigenden Umsatzerlösen sowie steigenden Aufwendungen durch die Einstellung von Personal sowie im Vergleich zum Vorjahresniveau höheren zu tätigenden Aufwendungen für Vertrieb- und Recruitingaufwendungen erneut einen Jahresfehlbetrag, der sich auf oder über dem Niveau des Ergebnisses 2019 bewegt. Gleichzeitig rechnen wir mit einem stark steigenden negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit und einem stark sinkenden Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Unsere hauptsächlichen Steuerungsgrößen (KPIs) sind Umsatz, Cash Burn in Form des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit sowie deren Verhältnis zueinander (sog. Cash flow to Sales Ratio). Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wie geplant verdoppelt auf 18.254 T€. Der operative Cash Flow zeigt einen Mittelabfluss von 11.684 T€. Damit liegt das Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz bei -64 % (Vorjahr -142 %), d. h. die operativen Tätigkeiten können derzeit noch nicht durch die Vertriebsaktivitäten finanziert werden. Cash Flow und Cash Flow to Sales Ratio sind somit aber besser als erwartet.
* In 2019 verzeichnet die Contentful GmbH, bedingt durch das starke Unternehmenswachstum, erneut einen negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Dieser resultiert v. a. aus der deutlich ausgeweiteten Mitarbeiterzahl. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2019 um 2.832 T€ auf 16.842 T€ und liegt damit 1.484 T€ unter den Umsatzerlösen. Außerdem steigt der Aufwand für bezogene Leistungen um 2.317 T€, um die weltweit erbrachten cloudbasierten Dienste anbieten zu können.
* Unsere Gesellschaft verdoppelte die Umsatzerlöse auf 18.254 T€ gegenüber dem Vorjahr (9.206 T€). Dies umfasst Umsätze in Deutschland, Europa und weltweit mit Ausnahme von Nordamerika, das durch unsere Tochtergesellschaft bedient wird.
* Wesentliche Aufwandsgröße im Berichtsjahr ist der Personalaufwand, der von 14.010 T€ auf 16.842 T€ gestiegen ist. Dieser Anstieg ist auf eine weitere deutliche Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen, die mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit einhergeht.
* Das Jahr 2019 war von weiterhin starkem Umsatzwachstum geprägt, welches es der Gesellschaft ermöglichte, Investitionen in die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten zu tätigen und, via ihre Tochterfirma Contentful Inc., den nordamerikanischen Markt mit separater Vertriebs- und Customer Success Organisation zu bearbeiten. Die Geschäftsführung ist mit den in 2019 erreichten Ergebnissen zufrieden.
* Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 bei weiter stark ansteigenden Umsatzerlösen sowie steigenden Aufwendungen durch die Einstellung von Personal sowie im Vergleich zum Vorjahresniveau höheren zu tätigenden Aufwendungen für Vertrieb- und Recruitingaufwendungen erneut einen Jahresfehlbetrag, der sich auf oder über dem Niveau des Ergebnisses 2019 bewegt. Gleichzeitig rechnen wir mit einem stark steigenden negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit und einem stark sinkenden Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz.
* Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 186 (im Vorjahr 159) Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 43 Mitarbeiter dem Bereich Administration und 143 Mitarbeiter den Bereichen Product Development, Customer Success, Partnerships, Marketing und Sales zuzuordnen.

Contentful im Zahlencheck

2019: 18,3 Millionen Euro (Umsatz); 18,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 9,2 Millionen Euro (Umsatz); 15,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 6,3 Millionen Euro (Rohergebnis); 9,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 3,8 Millionen Euro (Rohergebnis); 3,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 1,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 931.492 Euro (Jahresfehlbetrag)

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Contentful

#aktuell, #berlin, #contentful, #unicorn, #zahlencheck

#DealMonitor – Razor Group steigt zum Unicorn auf – Helsing bekommt 100 Millionen – Clark übernimmt finanzen Group (und wird zum Einhorn)


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Razor Group
+++ Investoren wie Fortress Investment Group, 468 Capital, Victory Park Capital, Presight Capital, Blackrock, Jebsen Capital, Redalpine und Global Founders Capital (GFC) investieren 125 Millionen US-Dollar in die Berliner Razor Group. Im Zuge der Investmentunde erreicht das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar und somit Unicorn-Status – siehe TechCrunch. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter. BlackRock und Victory Park Capital (VPC) sowie die Altinvestoren investiert zuletzt en 400 Millionen US-Dollar – gemeint ist eine Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung – in den Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group. “Which was $375 million of debt for acquisitions, and $25 million in equity”, heißt es im Artikel zur Investmentrunde. Zuvor flossen bereits 70 Millionen US-Dollar in die junge Razor Group, die derzeit rund 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Mehr über die Razor Group

Helsing
+++ Spotify-Gründer Daniel Ek investiert via Prima Materia 100 Millionen US-Dollar in Helsing.   Das junge Münchner Unternehmen, das 2021 von Torsten Reil, Niklas Köhler und Gundbert Scherf gegründet wurde, setzt auf “Artificial Intelligence to serve our democracies”. Konkret soll das Unternehmen etwa Soldat:innen dabei zu helfen, Gefechtslagen einzuschätzen oder militärische Ziele auszuwählen – wie das Handelsblatt schreibt. Die Software soll etwa Muster hinter Daten aus Kameras, Wärmebildern, Radardaten und anderen Sensoren erkennen können. Die zalando Macher Robert Gentz und Rubin Ritter investieren gemeinsam mit Lansdowne Partners zuvor bereits in Helsing. “The new funding will be used to grow the team of over 70 (so far), and accelerate product and delivery. It also means Helsing is claiming a valuation north of €400 million”, berichtet TechCrunch zum Investment.

Comgy
+++ Swiss Life Asset Managers, Rivus Capital, Bonventure, SIGNA, EWE, Momeni und Verve Ventures investieren 25 Millionen Euro in Comgy, Das Berliner Startup positioniert sich als “Anbieter digitaler Messdienstlösungen für die Wohnungs- und Energiewirtschaft”.  “Dabei agiert das Unternehmen als eigener Full-Service Messdienst und bietet das Comgy OS als white-label SAAS Lösungen an. Letzteres ermöglicht Immobilienunternehmen und Energiewirtschaft, moderne Messdienstlösungen eigenständig anzubieten”, teilt das Unternehmen mit. Comgy, 2017 von Ruben Haas (früher mbrace und Hitfox), Lukas Krauter und Simon Stürtz gegründet, beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter:innen. Mehr über Comgy

Fairsenden 
+++ Die Logistik-Kenner Navid Thielemann und Christian Flick investieren gemeinsam mit weiteren Investoren 4 Millionen Euro in Fairsenden. Das Logistik-Startup, das 2019 von Markus Schwarz gegründet wurde, positioniert sich als emissionsfreier Zustelldienst für die letzte Meile. “Kunden können in Online-Shops bei der Versandart mit Fairsenden die Zustellzeit direkt frei wählen und kriegen ihre Bestellung pünktlich und klimaneutral biszur Haustüre oder Ort ihrer Wahl geliefert”, heißt es zum Konzept.

doQtor 
+++ Rose Bikes-Geschäftsführer Marcus Diekmann und BabyOne-Gesellschafter Jan Weischer investieren in doQtor. Das Startup aus Köln, das 2020 von Benjamin Schwarz gegründet wurde, möchte die “psychische Gesund­heit von Angestellten fördern”. Nach einer digitalen Erstberatung “erfolgt ein Vermittlungsvorschlag für eine Begleitung und Behandlung vor Ort”. Das junge Unternehmen möchte so “nicht nur Mitarbeiter:innen entlasten und Unternehmen stärken, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene die Enttabuisierung von psychischen Belastungen vorantreiben”.

Trackbar
+++ Reflex Capital, AISI und aaia Vorstandsmitglied Gernot Singer investieren 450.000 Euro in Trackbar. Das junge Fitness-Startup, das von Stefan Schade, Lukas Butt und Stephan Glauninger gegründet wurde, analysiert und digitalisiert mit einem Sensor Kraftübungen – und zwar “vom Home-Workout bis zum Fitnessstudio”. Neben Kunden und Kundinnen sind dabei auch Trainer*innen und Fitnessstudios Zielgruppe der Jungfirma aus Wien.

Timly
+++ Mehrere Business Angels investieren eine sechsstellige Summe in Timly. Das Startup aus Zürich, das 2020 von Philipp Baumann und Fitim Mehmeti gegründet wurde, setzt auf eine Cloud-basierte Software, “die es Unternehmen erlaubt, ihr Inventar zentral und effizient zu verwalten”. Unternehmen wie Siemens, Sodastream und Westenergie setzen bereits auf Timly.

MERGERS & ACQUISITIONS

finanzen Group
+++ Der 2015 gegründete Versicherungsmanager Clark übernimmt die finanzen Group, die mit finanzen einen Versicherungsvergleich, der seit 2014 am Start ist. “Clark erwirbt die finanzen Group über einen Anteilstausch mit Allianz X, die dadurch zum größten Minderheitsgesellschafter von Clark wird. Die Transaktion macht Clark gleichzeitig zum Unicorn und einem der größten Insurtechs der Welt.”, teilt das Unternehmen mit. Eldridge and Kreos sowie Altinvestoren wie White Star Capital, Tencent und Yabeo “stellten das Kapital für den Kaufpreis, der zusätzlich zum Anteilstausch gezahlt wurde”. Details nennt das Unternehmen leider nicht. Clark sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro ein – unter anderem von Tencent, Finleap, White Star Capital und Yabeo. Bei der letzten Investmentrunde soll Clark mit 290 bis 400 Millionen US-Dollar bewertet worden sein – siehe FinanceFWD. Über  350 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Clark. Im Frühjahr hatten wir Clark-Gründer Christopher Oster im Podcast zu Gast. Mehr über Clark

appful
+++ Das Content-Unternehmen Wakeup Media und die  Wiener Marketingagentur Wordsmattr übernehmen appful. Das Unternehmen, das 2015 von den damals 18-Jährigen Oskar Neumann und Jürgen Ulbrich gegründet wurde, hilft Content-Publishern und Unternehmen ihre Inhalte “in Form von einer modernen und schnellen mobilen App in den App Store zu bringen”. Zu den Kunden der jungen Firma gehörte in der Vergangenheit unter anderem auch der jetzige Käufer Wakeup Media. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Outbank
+++ Das Unternehmen FP Finanzpartner, ein Finanzberatungsunternehmen, übernimmt die Banking-App Outbank. “Das gesamte Outbank-Team hat sich entschieden, geschlossen zur Outbank GmbH zu wechseln. Das Kernteam hat über 10 Jahre Outbank-Erfahrung und tiefe technische Entwicklungskompetenz in diesem spezifischen APP-Bereich”, heißt es in der Presseaussendung. Outbank rutschte Ende September 2017 in die Insolvenz. Outbank scheiterte zuvor mit dem Versuch, kostenpflichtige Abonnements zu verkaufen. Danach wanderte das Finanz-Startup unter das Dach von aboalarm bzw. Verivox.

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Foto (oben): azrael74

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#Zahlencheck – Verluste bei sennder steigen auf 9,1 Millionen


Das Berliner Unicorn sennder legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Das Logistik-Startup, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 350 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Baillie Gifford, Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania. Die Bewertung von sennder lag zuletzt bei 1,1 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein Rohergebnis in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro – nach etwa 1,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 2,7 Millionen auf 9,1 Millionen. “Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Jahr 2019 als zufriedenstellend ein, auch wenn das Unternehmen aufgrund seiner Wachstumsstrategie, wie geplant, einen Jahresfehlbetrag verzeichnet hat”, teilt die Jungfirma mit. Insgesamt kostete der Aufbau von sennder bisher rund 12,9 Millionen.

Für das bereits abgelaufene Jahr 2020 plante das Unternehmen im Jahresabschluss für 2019 mit noch höheren Verlusten: “Das Unternehmen wird seinen Wachstumskurs im Jahr 2020 fortsetzen und seinen Mitarbeiterstamm ausbauen. Wir erwarten daher, dass ein gesteigertes Umsatzwachstum mit einer leichten Verschlechterung des Rohertrags fortgeführt wird. Aufgrund des genannten Wachstums rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Jahresfehlbetrages für das kommende Geschäftsjahr”.

Im Geschäftsjahr 2019 beschäftigt sennder durchschnittlich 132 Mitarbeiter, nach 59 Mitarbeiter:innen im Vorjahr. Die Personalkosten der Jungfirma stiegen dabei von 3,6 Millionen auf 1auf 6,3 Millionen. Mit den bisherigen Investmentrunden war und ist das Unternehmen aber auch in den kommenden Jahren finanziell weiter extrem gut aufgestellt, um weiter voll und ganz auf Wachstum zu setzen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Das Geschäftsjahr 2019 war ein weiteres bedeutendes Jahr für das Unternehmen, da die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 155% stiegen und ein Joint Venture zusammen mit der “Poste Italiane” in Italien eingegangen wurde. Der EBITDA-Verlust stieg um 6,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, was weitestgehend auf zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens (insbesondere Personal- und sonstige betriebliche Kosten) zurückzuführen ist.
* Das Rohergebnis stieg deutlich von 1.245 TEUR im Jahr 2018 auf 2.486 TEUR im Jahr 2019. Der Hauptgrund für diesen Anstieg war die allgemeine Expansion des Geschäfts.
* Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Jahr 2019 als zufriedenstellend ein, auch wenn das Unternehmen aufgrund seiner Wachstumsstrategie, wie geplant, einen Jahresfehlbetrag verzeichnet hat.
* Das Unternehmen hat im Jahr 2019 zwei Finanzierungsrunden (Series B und C) in Höhe von insgesamt 77,1 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2019 belief sich der Finanzmittelbestand des Unternehmens auf 56,5 Mio. EUR, wodurch das Unternehmen über eine hohe Liquidität verfügt, um das mittelfristig geplante weitere Wachstum des Unternehmens zu finanzieren.
* Das Eigenkapital erhöhte sich um 68.029 TEUR auf 77.248 TEUR infolge der im Geschäftsjahr erfolgreich durchgeführten Finanzierungsrunden des Unternehmens. Zum 31. Dezember 2019 belief sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens auf rd. 86 %.
* Die Gesellschaft hat im ersten Halbjahr 2020 ein Wandeldarlehen in Höhe von 14 Mio. EUR aufgenommen. Die Darlehen sowie die vereinbarten Darlehenszinsen können im Falle einer zukünftigen Eigenkapital-Finanzierungsrunde in Anteile umgewandelt werden.
* Das Unternehmen wird seinen Wachstumskurs im Jahr 2020 fortsetzen und seinen Mitarbeiterstamm ausbauen. Wir erwarten daher, dass ein gesteigertes Umsatzwachstum mit einer leichten Verschlechterung des Rohertrags fortgeführt wird. Aufgrund des genannten Wachstums rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Jahresfehlbetrages für das kommende Geschäftsjahr.
* Im Zeitraum von Ende des ersten bis Mitte des zweiten Quartals 2020 haben wir leicht unterhalb der für diesen Zeitraum geplanten Aufträge verzeichnet. Wir rechnen zwar kurzfristig wieder mit steigenden Umsatzzahlen, gehen aber ebenfalls davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie für die Speditionsbranche und die Gesamtwirtschaft weiter andauern werden
* Unter dieser Prämisse erwartet das Unternehmen für das Jahr 2020 ein Rohergebnis von etwa 2,2 Mio. EUR sowie ein Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich von rd. 8%.

sennder im Zahlencheck

2019: 2,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 9,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 1,2 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 792.226 Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 285.786 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): sennder 

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