#GrownupsToWatch – 5 Dinge über das Unicorn SellerX, die jeder wissen sollte


Das Berliner Unicorn SellerX ist eines der heißesten deutschen Startups überhaupt. Das Unternehmen, das 2020 von Dafiti-Gründer Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, sammelte bereits 750 Millionen Dollar ein – unter anderem von Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority, Cherry Ventures, Felix Capital und 83North. Die Bewertung von SellerX lag bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Hier 5 megaspannende Fakten über SellerX.

Ursprung

Das Berliner Unternehmen SellerX, das 2020 von Dafiti-Gründer >Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft – wie dutzende andere Unternehmen – amazon-Shops an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Die Hauptstädter beschreiben sich selbst so: “Wir kaufen Amazon-Unternehmen und bauen sie auf, in der Regel solche, die erfolgreich Alltagsgegenstände verkaufen. Beispielsweise für Haustiere, den Garten, fürs Zuhause oder auch für neue Fitnessprogramme. Transaktionen mit uns gehen schnell. Wir können dir innerhalb einer Woche ein kostenloses Angebot machen, innerhalb von 30–45 Tagen ist dann in der Regel alles unter Dach und Fach. Dennoch stellen wir sicher, dass jedes Geschäft individuell abgewickelt wird. Wir wissen, dass jedes Business und seine Gründer:innen ganz eigene Anforderungen und Ansprüche haben”.

Investoren

Blackrock, Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority und Co. investierten zuletzt – im Dezember 2021 – 500 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkapital) in SellerX. Zuvor investierten L Catterton, ein amerikanisch-französisches Private-Equity-Unternehmen, Sofina und Altinvestoren wie Cherry Ventures, Felix Capital und 83North im Sommer 2021 rund 118 Millionen Dollar in den Amazon-Shop-Aufkäufer aus der Hauptstadt. Zu den ersten Investoren von SellerX gehörten Ende 2020 Cherry Ventures, Felix Capital, Village Global sowie Business Angels wie David Schneider, Johannes Schaback, Philipp Kreibohm und Malte Huffmann. Insgesamt flossen bereits 750 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Bewertung

Die Bewertung bei der letzten Investmentrunde Ende 2021 lag bei rund 1 Milliarde Dollar und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Ende 2020 soll die Bewertung des Unternehmens noch bei rund 12 Millionen Dollar gelegen haben.

KW-Commerce

Im Zuge der letzten Investmentrunde übernahm SellerX den erfolgreichen Amazon-Seller KW-Commerce. SellerX zahlte dafür nach unseren Informationen über 200 Millionen. KW-Commerce wurde 2012 von Jens Wasel und Max Kronberg gegründet. 460 Mitarbeiter:innen wirken damals für das Unternehmen aus Berlin. Die Beteiligungsholding JCK Holding hielt zuletzt knapp 25 % an KW-Commerce. 2020 erwirtschaftete das profitable Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 87 Millionen Euro. “Aus unserer Sicht handelt es sich weniger um eine Übernahme – auch wenn es von der Legal-Seite her tatsächlich ein Verkauf ist – als eher um einen Merger auf Augenhöhe. Hier schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um ihre sehr unterschiedlichen Stärken zu kombinieren. Wir erwarten, dass die Rechnung 1+1 = 6 ergibt”, sagte KW-Commerce-Gründer Wasel bei Wortfilter zur Übernahme.

Zahlen

300 Mitarbeiter:innen wirkten Ende 2021 bei SellerX. Hinzu kamen zuletzt die 460 Mitarbeiter:innen von KW-Commerce. Mehr als 40 Händler hatte das SellerX bis dahin übernommen.

Tipp: Noch mehr Grownups to watch findet ihr hier

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): SellerX

#aktuell, #berlin, #e-commerce, #grownupstowatch, #kw-commerce, #sellerx, #unicorn

#Interview – “Die deutsche Szene ist auf der Überholspur”


Das Unicorn Commercetools, 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet, positioniert sich als “cloudbasierte headless E-Commerce-System”. Accel und die Altinvestoren Insight Partners und Rewe Group investierten zuletzt 140 Millionen US-Dollar in die E-Commerce-Lösung. Die Bewertung lag bei 1,9 Milliarden Dollar. commercetools hat somit eine sehr bewegte Geschichte hinter sich: 2014 übernahm Rewe commercetools, der Kaufpreis lag damals gerade einmal bei 6,5 Millionen Euro.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Commercetools-Macher Hörig einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei Commercetools?
Definitiv, dass wir über 130 neue Kunden gewonnen haben, darunter unter anderem Lululemon, H&M, John Lewis, L.L.Bean, Porsche und viele andere tolle Unternehmen. Dass wir all diese Firmen mit unserer E-Commerce-Plattform unterstützen, hätte vor 10 Jahren sicher niemand für möglich gehalten – nicht einmal ich. Wir sind zudem auf knapp 400 Kolleginnen und Kollegen weltweit gewachsen, und es ist toll zu sehen, wie wir alle gemeinsam commercetools nach vorn bringen. Außerdem konnten wir unsere erste Akquise erfolgreich realisieren. Früher wurden Technologiefirmen ja immer schnell verkauft, gerne in die USA. Wir wollen uns als global agierende Softwarefirma mit langfristigem Erfolg weiter aufbauen.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?
Es war tatsächlich ein sehr gutes Jahr für commercetools, auch wenn wir uns wieder mehr Normalität und vor allem ein Ende der Pandemie wünschen. Wir sind im Januar mit einer recht hohen Wachstumserwartung gestartet, unsicher, ob das so machbar ist. Letztlich haben wir unsere Ziele dann aber bereits im November erreicht und werden das Jahr deutlich besser abschließen als geplant. Ein weiteres Ziel war, unser Produktportfolio zu erweitern, zum Einen durch die Entwicklung weiterer eigener Produkte, aber auch durch Zukäufe. Unser Fokus lag darauf, Unternehmen die besten Werkzeuge bereitzustellen, um herausragende digitale Einkaufserlebnisse zu kreieren. Mit der Übernahme von Frontastic hat auch das zum Ende des Jahres geklappt, und wir sehen uns gut aufgestellt für das, was wir in 2022 vorhaben.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?
Wir wären zum Beispiel beim Personalaufbau gerne schneller gewesen. Wir konnten zwar über 150 neue Kolleginnen und Kollegen dazu gewinnen, wobei wir aber aber locker 200 einstellen hätten können. Zudem haben wir – bedingt durch das starke Wachstum – Engpässe in einigen Teams erst erkannt, als sich der Flaschenhals bemerkbar machte. Auch wenn wir uns schon 2021 intensiv mit unserer Organisationsstruktur und deren Weiterentwicklung befasst haben, werden da im Jahr 2022 noch deutlich mehr machen müssen.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?
Sicherlich unsere Positionierung und Sichtbarkeit am Markt, auch außerhalb unserer Branche. In Europa oder in den USA läuft bereits ein relevanter Anteil im E-Commerce über unsere Plattform. Wenn beispielsweise in Nordamerika online ein neues iPhone gekauft wird, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit über unsere Software. Trotzdem sind wir noch relativ unbekannt, obwohl wir für viele bekannte Unternehmen wie VW, AT&T oder Tonies auf uns setzen. Zudem werden wir unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und vor allem unser US-Geschäft deutlich ausbauen.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?
Die deutsche Szene ist auf der Überholspur, zieht mittlerweile internationales Kapital an, und bringt Top-Technologieunternehmen hervor. Neben Celonis, Personio oder uns, commercetools, gibt es viele, die in den nächsten fünf Jahren zu relevanten Playern aufsteigen werden. Ich bin etwas skeptisch, ob diese extreme Kapitalverfügbarkeit nachhaltig ist, aber damit meine ich nicht explizit die deutsche Szene, sondern den weltweiten VC-Markt. Andererseits weisen viele der hoch bewerteten Unternehmen starkes Umsatzwachstum aus. Noch wichtiger ist aber: Sie lösen relevante Kundenprobleme und generieren somit eine große Nachfrage. Daher bin ich größtenteils optimistisch, dass wir in drei bis fünf Jahren neben SAP ein paar weitere wichtige Spieler sehen werden. Letztlich ist das gut für alle, denn der Startup-Sektor wird in den kommenden Jahren über 1 Million neue Jobs schaffen. Und diese brauchen wir dringend, denn viele andere Branchen kommen mittlerweile bedauernswerterweise ins Straucheln.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): commercetools

#aktuell, #commercetools, #interview, #jahresruckblick, #munchen, #unicorn

#DealMonitor – Neu-Unicorn Infarm bekommt 200 Millionen – re:cap sammelt 100 Millionen ein – Taxdoo bekommt 57 Millionen


Im #DealMonitor für den 16. Dezember werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Infarm
+++ Qatar Investment Authority (QIA), Partners in Equity, Hanaco, Atomico, Lightrock und Bonnier investieren 200 Millionen US-Dollar in Infarm. Das Unternehmen wird nun “mit weit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet”. Somit ist Infarm nun ein Unicorn. Das Berliner Grownup, das 2013 von Osnat Michaeli und den Brüdern Erez und Guy Galonska gegründet wurde, entwickelt ein “intelligentes modulares Farming-System”. Atomico, Hanaco Ventures, und Co. investierten 100 Millionen US-Dollar in in das Unternehmen. “Mit dem zusätzlichen Kapital wird das Unternehmen sein Netzwerk aus vertikalen Farmen in den USA, Kanada, Japan und Europa weiter ausbauen sowie neue Märkte in Asien-Pazifik und im Nahen Osten mit seinen In-Store-Farmen sowie Infarm Growing Centern zu erschließen”, heißt es in der Presseaussendung. 1.000 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Infarm

re:cap
+++ Felix Capital und Project A Ventures sowie Altinvestor Entrée Capital investieren in re:cap. Außerdem erhält das junge FinTech “Liquidität für seine Finanzierungsplattform”. Insgesamt sammelt das Unternehmen 100 Millionen Euro Eigen- und Fremdkapital ein. 90 Millionen sind dabei wohl Fremdkapital. Das Berliner Startup, das von Paul Becker und Jonas Tebbe, die zuvor den Vermögensverwalter Liqid aufgebaut haben, positioniert sich ähnlich wie das Vorbild Pipe als “digitale Marktplatzlösung zur Finanzierung von Unternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen (Recurring Revenues)”. Der israelische Geldgeber Entrée Capital und Angel-Investoren wie Jan Beckers, Ramin Niroumand, Jens Lapinski, Chris Adelsbach, Perry Blacher, Mark Ransford, Chris Hitchen und Simon Leicht investierten zuvor bereits 1,25 Millionen Euro in die Jungfirma.

Taxdoo
+++ Jetzt offiziell: Tiger Global, Accel, Visionaries Club und 20VC investieren 57 Millionen Euro in Taxdoo. Über den Einstieg von Tiger Global haben wir bereits im April im Insider-Podcast berichtet. Das Hamburger Startup, das 2016 von Matthias Allmendinger, Roger Gothmann und Christian Königsheim gegründet wurde, ermöglicht Onlinehändlern es, ihre internationalen Umsatzsteuer-Verpflichtungen zu automatisieren.  Accel, Visionaries Club, 20VC und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten zuletzt 17 Millionen in Taxdoo. Insgesamt flossen nun schon 74 Millionen in das Unternehmen. “Mit den neuen Mitteln plant das Start-up zudem die Expansion in Europa weiter auszubauen und seine Mitarbeiterzahl bis Ende 2022 zu verdoppeln”, heißt es in der Presseaussendung.

Kenbi
+++ Endeavour Vision, Mutschler Ventures und Altinvestoren wie Redalpine, Heartcore und Headline investieren 23,5 Millionen Euro in Kenbi – siehe auch Gründerszene. Das Pflege-Startup, das 2019 von Clemens Raemy, Katrin Alberding und Bruno Pires gegründet wurde, betreibt mehrere dezentrale Pflegedienste. Der Schweizer Investor Redalpine, Headline, Heartcore Capital und Partech investierten zuletzt bereits 7 Millionen Euro in Kenbi.

casavi 
+++ Digital+ Partners, Bayern Kapital, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Dürr PropTec und Wenvest investieren 20 Millionen Euro in casavi. Das Münchner PropTech, das 2015 von Peter Schindlmeier, Oliver Stamm und David Klötzer gegründet wurde, positioniert sich als digitale Immobilienverwaltung. Das frische Kapital soll in “den Ausbau des Produktangebots und das weitere Wachstum in Europa” fließen. 75 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für casavi. In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 5 Millionen in das Unternehmen.

Clue
+++ Balderton und Future Positive Capital investieren 16 Millionen Euro in Clue – siehe sifted. Die millionenschwere Zyklus- und Fruchtbarkeits-App, die 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren schon knapp 30 Millionen Euro ein. Zuletzt stieg Adjacent bei Clue ein. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Seit dem Start kostete der Aufbau von Clue bereits schon rund 22 Millionen.

Nanoleq
+++ Capnamic Ventures, ZKB, Verve Ventures und Business Angels wie Michael Halbherr und Oliver Pabst investieren 11,5 Millionen Schweizer Franken in Nanoleq. Das Startup aus Zürich, das 2017 gegründet wurde, setzt auf smarte Kleidung, die unter anderem die Vitalwerte der Träger:innen analysiert. “This round will allow us to scale our operations and meet the high demand of various customers for our smart components”, teilt die Jungfirma mit. 24 Mitabeiter:innen arbeiten derzeit für Nanoleq.

Sento 
+++ Picus Capital investiert gemeinsam mit Tom Stafford (DST Global) sowie den Gründern von Celonis, Checkout.com, Zalando, Flatiron Health, Forto und GoCardless 2 Millionen Euro in Sento. Die Jungfirma aus München, die von Lucian Riediger, Felix Krauth und Nimar Blume (alle TUM bzw. CDTM) gegründet wurde, positioniert sich als “cloudbasierte EDI Plattform für die Supply Chain”. “Das Kapital wird vornehmlich für Weiterentwicklung des Produktes und die Vergrößerung des Teams eingesetzt”, teilt das Startup mit. Über den Einstieg von Picus Capital hatten wir bereits im April im Insider-Podcast berichtet.

Patronus Health
+++ Business Angel Georg Matheis investiert in Patronus Health. Zudem sichert sich das Unternehmen Fördermitteln des Landes Hessen. Insgesamt sammelt Patronus Health so knapp 1 Million Euro ein. Das Startup aus Bad Vilbel, das von  Andreas Schnitzbauer, Charlotte Detemble und Dora Zmuc gegründet wurde, entwickelt ein App-basiertes Prähabilitationsprogramm zur Vorbereitung auf chirurgische Eingriffe im Bauch- und Brustraum.

Wingcopter
+++ Das lateinamerikanische Flugunternehmen Synerjet investiert in Wingcopter. Das Startup aus Weiterstadt, das Transportdrohnen für humanitäre und zivile Anwendungen entwickelt, wurde 2017 von Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadur gegründet.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fenster.com
+++ Die oberösterreichische IFN Holding kümmert die Mehrheit (74,2 %) an Fenster.com und Co.. IFN übernimmt dabei unter anderem die Anteile der schwedischen Investmentfirma Latour, die 2015 beim Unternehmen eingestiegen ist. Hinter Fenster.com steckt das 1872 gegründete Stuttgarter Unternehmen Neuffer Fenster + Türen, zu dem auch fensterversand.com, fenetre24.com oder windows24.com gehören. Seit 2005 verkauft Neuffer Fenster + Türen seine Produkte ausschließlich über seine Online-Shops. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter:innen und erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von rund 30 Millionen Euro.

Apex Hosting
+++ Nitrado übernimmt das amerikanische Unternehmen Apex Hosting. “Gemeinsam werden Nitrado und Apex Hosting ihre Marktposition in der englischsprachigen Welt, insbesondere in den USA, stärken”, teilt das Unternehmen mit. Apex Hosting, 2013 von Seth Mattox und John Rendemonti gegründet, kümmert sich insbesondere um Minecraft-Server-Hosting im englischsprachigen Raum. Nitrado, 2001 von Marco Balle und Marcel Bößendörfer in Karlsruhe gegründet, betreibt Rechenzentren auf vier Kontinenten. Die Private Equity-Firma Flex Capital übernahm im Frühjahr die Mehrheit an Nitrado.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#20vc, #accel, #aktuell, #apex-hosting, #bad-vilbel, #bayern-kapital, #capnamic-ventures, #casavi, #digital-partners, #durr-proptec, #entree-capital, #felix-capital, #fenster-com, #fintech, #hamburg, #high-tech-grunderfonds, #ifn-holding, #munchen, #nanoleq, #nitrado, #patronus-health, #picus-capital, #project-a-ventures, #recap, #sento, #synerjet, #taxdoo, #tiger-global, #unicorn, #venture-capital, #verve-ventures, #visionaries-club, #wenvest, #wingcopter, #zkb

#DealMonitor – Unicorn Mambu bekommt 235 Millionen – Neu-Unicorn SellerX kauft KW Commerce – NavVis bekommt 25 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mambu
+++ Der  schwedische Private-Equity-Investor EQT sowie Altinvestoren wie TCV und Bessemer Venture Partners investieren 235 Millionen Euro in Mambu – siehe auch Wall Street Journal. Die Bewertung steigt von 1,7 Milliarden Euro auf 4,9 Milliarden Euro. Das Berliner FinTech, das 2011 von Frederik Pfisterer und Eugene Danilkis gegründet wurde, ermöglicht Bankdienstleistern Kredit-Produkt in kurzer Zeit zu entwickeln – siehe auch “Mambu: Von der Studienarbeit zum millionenschweren FinTech“. “Das Unternehmen plant eine verstärkte Investition in neue Innovationsfelder für seine Banking-Plattform der nächsten Generation. Außerdem sollen strategische Partnerschaften ausgebaut sowie die globale Präsenz und Kundendienstleistungen erweitert werden”, teilt das Unternehmen zum Investment mit. Spotify-Investor TCV, Tiger Global, Arena Holdings, Bessemer Venture Partners, Runa Capital und Acton Capital investierten zuletzt 110 Millionen Euro in das Unicorn. Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren nun als 385 Millionen Euro in Mambu. Der Jahresfehlbetrag von Mambu lag im Geschäftsjahr 2019 bei rund 10,7 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal knapp 5 Millionen. 2017 waren es nur 2,4 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Mambu bis Ende 2019 bereits 22,2 Millionen. Mehr über Mambu

NavVis
+++ Cipio Partners, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) und weitere Altinvestoren investieren 25 Millionen Euro in NavVis. “Die Finanzierung ergänzt die jüngste Fremdfinanzierung im Volumen von 20 Millionen Euro durch die European Investment Bank (EIB)”, teilt das Unternehmen mit.  Das Unternehmen aus München, das 2013 von Robert Huitl, Sebastian Hilsenbeck, Georg Schroth und Felix Reinshagen gegründet wurde, setzt auf eine Plattform für digitale Gebäudezwillinge. 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für NavVis. “Das zusätzliche Kapital ermöglicht es NavVis, die steigende Nachfrage nach ihren 3D-Scan- und digitalen Zwillingslösungen zu bedienen. Zudem wird NavVis ihr F&E-Team vergrößern, um seine technologische Führungsposition in der digitalen Zwillingtechnologie weiter zu stärken”, heißt es in der Presseaussendung.

Passbase
+++ Costanoa Ventures, Lakestar, Eniac Ventures, Cowboy Ventures und Seedcamp investieren 10 Millionen US-Dollar in Passbase. Zudem verkündet das junge Unternehmen eine bisher nicht verkündete weitere Seedrunde in Höhe von 3,5 Millionen Dollar. Das deutsch-amerikanische Startup, das 2018 von Felix Gerlach, Mathias Klenk und Dave McGibbon gegründet wurde, unterstützt mit seiner Technologie Unternehmen dabei, die Identität von Nutzer:innen per Video-Selfie oder Ausweis-Scan zu bestätigen. “The startup will use this capital infusion to scale their product suite and simplify policy management for cryptocurrency, fintech and other businesses using Passbase for identity verification services to meet rapidly changing global compliance requirements”, heißt es zum Investment. <

Troy 
+++ Der südafrikanische Finanzdienstleister Transaction Capital und weitere Geldgeber investieren mehr als 10 Millionen Euro in Troy – siehe FinanceFWD. Das Startup, das 2017 von Philip Rürup und Till Völzke in Lippstadt gegründet wurde, möchte sich als Unternehmen für “kundenfreundliches, digitales Inkasso” etablieren. Das FinTech setzt dabei auf “Tools und Methoden aus Marketing und CRM und verbindet sie mit Daten und Machine Learning”. eCAPITAL, BORN2GROW, Avala Capital und Seed X Liechtenstein investierten zuletzt einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in troy. Mehr über Troy

Livebuy 
+++ Der Geldgeber RTP Global, Scott Chacon (Github), Mavericks Founders und der ehemalige Sony Music-Chef Philip Ginthör investieren 5 Millionen Euro in Livebuy. Das Berliner Startup, das 2020 von Alex von Harsdorf, Bertold Harmath und Armin Gattung gegründet wurde, setzt auf Livestream-Shopping. Das Unternehmen ermöglicht es Marken und Händlern, eigene Live-Video-Shopping-Plattformen zu betreiben und diese direkt in ihre Plattformen zu integrieren. Das frische Kapital soll unter anderem in die “europäische Expansion” fließen.

Cocoli
+++ Business Angels wie Fanny Moizant (Vestiaire Collective), Christian Jorge (Vestiaire Collective, Omie) Julien Callede (MADE.com), Alexander von Schirmeister (eBay), Romain Afflelou (AA SONS), Helen Zeitoun (IPSOS, GfK) investieren eine siebenstellige Summe in Cocoli. Das Berliner Startup, das von Gemma Comabella Noguero, Greta Schindler und Frank Stehle gegründet wurde, positioniert sich als Online-Marktplatz für gebrauchte Einrichtungsstücke. Das frische Kapital soll unter anderem in die “Fertigstellung des technischen MVP, die Sicherstellung erstklassiger Operations” und der “Akquise von Early Adopters” fließen.

DeinePflege
+++ Der Frühphaseninvestor Venpace, APX und Business Angel Nicolas Bell investieren eine sechsstellige Summe in DeinePflege. Das Startup aus Konstanz, das 2020 von Armando Statti, Markus Wild und Michael Maurer-Pühringer gegründet wurde, unterstützt Pflegebedürftige und Angehörige bei der Pflegeorganisation. “Mit Hilfe von innovativen, digitalen Services wollen wir den Betroffenen die Last der komplizierten und bürokratischen Pflegeorganisation abnehmen und sie über die gesamte Pflege-Journey begleiten”, teilt die Jungfirma mit.

whylab
+++ Shio Capital, Dr. Mirko Caspar (Mister Spex), Anna Kaiser (Tandemploy), Stephan Bayer (sofatutor), Andre Heeg (BCG Digital Ventures), Julius Göllner und better ventures investieren eine mittlere sechsstellige Summe in whylab. Das Berliner EdTech-Startup, das 2020 von Luca Lea Kleene, Nikola Berkmann und Sarah Reitz gegründet wurde, möchte die “Sinnkrise einer Generation lösen”. Das Unternehmen sieht sich als “digitales Fitnessstudio für mentale Gesundheit”.

MERGERS & ACQUISITIONS

KW-Commerce
+++ Der junge Amazon-Shop-Aufkäufer SellerX übernimmt den erfolgreichen Amazon-Seller KW-Commerce. Zuvor investieren Blackrock, Victory Park Capital, Sofina, Abu Dhabi Investment Authority und Co. 500 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkapital) in SellerX. Die Post-Money-Bewertung liegt nach unseren Informationen nun bei 1,1 Milliarde Dollar und somit auf Unicorn-Niveau – siehe auch Handelsblatt. SellerX, das 2020 von Malte Horeyseck und Philipp Triebel gegründet wurde, kauft – wie dutzende andere Unternehmen – amazon-Shops an und versucht diese zu noch größerem Erfolg zu bringen. Zuvor flossen bereits Insgesamt flossen nun schon rund 500 Millionen in SellerX (Risikokapital und Kredite). Rund 200 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für SellerX.  KW-Commerce wurde 2012 von Jens Wasel und Max Kronberg gegründet.  460 Mitarbeiter:innen wirken derzeit für das Unternehmen aus Berlin. Die Beteiligungsholding JCK Holding hielt zuletzt knapp 25 % an KW-Commerce. 2020 erwirtschaftete das profitable Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 87 Millionen Euro. “Aus unserer Sicht handelt es sich weniger um eine Übernahme – auch wenn es von der Legal-Seite her tatsächlich ein Verkauf ist – als eher um einen Merger auf Augenhöhe. Hier schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um ihre sehr unterschiedlichen Stärken zu kombinieren. Wir erwarten, dass die Rechnung 1+1 = 6 ergibt”, sagt KW-Commerce-Gründer Wasel bei Wortfilter zur Übernahme. Mehr über SellerX

Geogebra
+++ Das indische EdTech-Unternehmen Byju’s übernimmt das Linzer Startup Geogebra, eine Mathe-Software. “Wie indische Medien berichten, soll es sich beim nicht veröffentlichten Kaufpreis um etwa 100 Millionen Dollar handeln, die in Cash sowie Aktien an die österreichische Firma gezahlt werden”, schreibt Trending Topics zum Exit. Geogebra, das 2013 vom Mathematiker Markus Hohenwarter gegründet worden ist, erreicht nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer:innen in 195 Ländern.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#aktuell, #apx, #berlin, #better-ventures, #cipio-partners, #cocoli, #costanoa-ventures, #cowboy-ventures, #deinepflege, #eniac-ventures, #fintech, #geogebra, #konstanz, #kw-commerce, #lakestar, #linz, #lippstadt, #livebuy, #mambu, #munchen, #navvis, #passbase, #rtp-global, #sellerx, #shio-capital, #transaction-capital, #troy, #unicorn, #venpace, #venture-capital, #whylab

#Zahlencheck – Verlust bei Contentful steigt auf 18,9 Millionen


Das Berliner Startup Contentful legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Tiger Global investierte zuletzt gemeinsam mit Base10 Advancement Initiative und Tidemark 175 Millionen US-Dollar in Contentful. Die Bewertung stieg auf 3 Milliarden Dollar. Das Startup, das 2013 von Sascha Konietzke und Paolo Negri gegründet wurde, positioniert sich als “Headless CMS”. Über das Startup können Content-Builder. also Entwickler, Designer und Content Creator, Inhalte erstellen und verbreiten.

Das Unicorn erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 18,3 Millionen Euro – nach 9,2 Millionen im Jahr zuvor. “Dies umfasst Umsätze in Deutschland, Europa und weltweit mit Ausnahme von Nordamerika, das durch unsere Tochtergesellschaft bedient wird”, teilt das Unternehmen mit. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 15,3 Millionen auf 18,9 Millionen. “Das Jahr 2019 war von weiterhin starkem Umsatzwachstum geprägt, welches es der Gesellschaft ermöglichte, Investitionen in die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten zu tätigen und, via ihre Tochterfirma Contentful Inc., den nordamerikanischen Markt mit separater Vertriebs- und Customer Success Organisation zu bearbeiten. Die Geschäftsführung ist mit den in 2019 erreichten Ergebnissen zufrieden”, heißt es im Jahresabschluss.

Insgesamt kostete der Aufbau von Contentful bis Ende 2019 bereits 50,5 Millionen. Mit Tiger Global und Co. verfügt das Unternehmen aber über finanzstarke Investoren, die das rasante Wachstum von Contentful noch einige Jahre durchfinanzieren können bzw. auch schon getan haben.  Insgesamt flossen schließlich bereits rund 290 Millionen in das Unternehmen.

Im Jahresabschluss 2019 gibt es auch bereits einen Hinweis auf 2020: “Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 bei weiter stark ansteigenden Umsatzerlösen sowie steigenden Aufwendungen durch die Einstellung von Personal sowie im Vergleich zum Vorjahresniveau höheren zu tätigenden Aufwendungen für Vertrieb- und Recruitingaufwendungen erneut einen Jahresfehlbetrag, der sich auf oder über dem Niveau des Ergebnisses 2019 bewegt. Gleichzeitig rechnen wir mit einem stark steigenden negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit und einem stark sinkenden Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz”.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Unsere hauptsächlichen Steuerungsgrößen (KPIs) sind Umsatz, Cash Burn in Form des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit sowie deren Verhältnis zueinander (sog. Cash flow to Sales Ratio). Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wie geplant verdoppelt auf 18.254 T€. Der operative Cash Flow zeigt einen Mittelabfluss von 11.684 T€. Damit liegt das Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz bei -64 % (Vorjahr -142 %), d. h. die operativen Tätigkeiten können derzeit noch nicht durch die Vertriebsaktivitäten finanziert werden. Cash Flow und Cash Flow to Sales Ratio sind somit aber besser als erwartet.
* In 2019 verzeichnet die Contentful GmbH, bedingt durch das starke Unternehmenswachstum, erneut einen negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Dieser resultiert v. a. aus der deutlich ausgeweiteten Mitarbeiterzahl. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2019 um 2.832 T€ auf 16.842 T€ und liegt damit 1.484 T€ unter den Umsatzerlösen. Außerdem steigt der Aufwand für bezogene Leistungen um 2.317 T€, um die weltweit erbrachten cloudbasierten Dienste anbieten zu können.
* Unsere Gesellschaft verdoppelte die Umsatzerlöse auf 18.254 T€ gegenüber dem Vorjahr (9.206 T€). Dies umfasst Umsätze in Deutschland, Europa und weltweit mit Ausnahme von Nordamerika, das durch unsere Tochtergesellschaft bedient wird.
* Wesentliche Aufwandsgröße im Berichtsjahr ist der Personalaufwand, der von 14.010 T€ auf 16.842 T€ gestiegen ist. Dieser Anstieg ist auf eine weitere deutliche Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen, die mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit einhergeht.
* Das Jahr 2019 war von weiterhin starkem Umsatzwachstum geprägt, welches es der Gesellschaft ermöglichte, Investitionen in die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten zu tätigen und, via ihre Tochterfirma Contentful Inc., den nordamerikanischen Markt mit separater Vertriebs- und Customer Success Organisation zu bearbeiten. Die Geschäftsführung ist mit den in 2019 erreichten Ergebnissen zufrieden.
* Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 bei weiter stark ansteigenden Umsatzerlösen sowie steigenden Aufwendungen durch die Einstellung von Personal sowie im Vergleich zum Vorjahresniveau höheren zu tätigenden Aufwendungen für Vertrieb- und Recruitingaufwendungen erneut einen Jahresfehlbetrag, der sich auf oder über dem Niveau des Ergebnisses 2019 bewegt. Gleichzeitig rechnen wir mit einem stark steigenden negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit und einem stark sinkenden Verhältnis zwischen negativen operativem Cash Flow und Umsatz.
* Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 186 (im Vorjahr 159) Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 43 Mitarbeiter dem Bereich Administration und 143 Mitarbeiter den Bereichen Product Development, Customer Success, Partnerships, Marketing und Sales zuzuordnen.

Contentful im Zahlencheck

2019: 18,3 Millionen Euro (Umsatz); 18,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 9,2 Millionen Euro (Umsatz); 15,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 6,3 Millionen Euro (Rohergebnis); 9,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 3,8 Millionen Euro (Rohergebnis); 3,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 1,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 931.492 Euro (Jahresfehlbetrag)

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Contentful

#aktuell, #berlin, #contentful, #unicorn, #zahlencheck

#DealMonitor – Razor Group steigt zum Unicorn auf – Helsing bekommt 100 Millionen – Clark übernimmt finanzen Group (und wird zum Einhorn)


Im aktuellen #DealMonitor für den 9. November werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Razor Group
+++ Investoren wie Fortress Investment Group, 468 Capital, Victory Park Capital, Presight Capital, Blackrock, Jebsen Capital, Redalpine und Global Founders Capital (GFC) investieren 125 Millionen US-Dollar in die Berliner Razor Group. Im Zuge der Investmentunde erreicht das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar und somit Unicorn-Status – siehe TechCrunch. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter. BlackRock und Victory Park Capital (VPC) sowie die Altinvestoren investiert zuletzt en 400 Millionen US-Dollar – gemeint ist eine Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung – in den Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group. “Which was $375 million of debt for acquisitions, and $25 million in equity”, heißt es im Artikel zur Investmentrunde. Zuvor flossen bereits 70 Millionen US-Dollar in die junge Razor Group, die derzeit rund 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Mehr über die Razor Group

Helsing
+++ Spotify-Gründer Daniel Ek investiert via Prima Materia 100 Millionen US-Dollar in Helsing.   Das junge Münchner Unternehmen, das 2021 von Torsten Reil, Niklas Köhler und Gundbert Scherf gegründet wurde, setzt auf “Artificial Intelligence to serve our democracies”. Konkret soll das Unternehmen etwa Soldat:innen dabei zu helfen, Gefechtslagen einzuschätzen oder militärische Ziele auszuwählen – wie das Handelsblatt schreibt. Die Software soll etwa Muster hinter Daten aus Kameras, Wärmebildern, Radardaten und anderen Sensoren erkennen können. Die zalando Macher Robert Gentz und Rubin Ritter investieren gemeinsam mit Lansdowne Partners zuvor bereits in Helsing. “The new funding will be used to grow the team of over 70 (so far), and accelerate product and delivery. It also means Helsing is claiming a valuation north of €400 million”, berichtet TechCrunch zum Investment.

Comgy
+++ Swiss Life Asset Managers, Rivus Capital, Bonventure, SIGNA, EWE, Momeni und Verve Ventures investieren 25 Millionen Euro in Comgy, Das Berliner Startup positioniert sich als “Anbieter digitaler Messdienstlösungen für die Wohnungs- und Energiewirtschaft”.  “Dabei agiert das Unternehmen als eigener Full-Service Messdienst und bietet das Comgy OS als white-label SAAS Lösungen an. Letzteres ermöglicht Immobilienunternehmen und Energiewirtschaft, moderne Messdienstlösungen eigenständig anzubieten”, teilt das Unternehmen mit. Comgy, 2017 von Ruben Haas (früher mbrace und Hitfox), Lukas Krauter und Simon Stürtz gegründet, beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter:innen. Mehr über Comgy

Fairsenden 
+++ Die Logistik-Kenner Navid Thielemann und Christian Flick investieren gemeinsam mit weiteren Investoren 4 Millionen Euro in Fairsenden. Das Logistik-Startup, das 2019 von Markus Schwarz gegründet wurde, positioniert sich als emissionsfreier Zustelldienst für die letzte Meile. “Kunden können in Online-Shops bei der Versandart mit Fairsenden die Zustellzeit direkt frei wählen und kriegen ihre Bestellung pünktlich und klimaneutral biszur Haustüre oder Ort ihrer Wahl geliefert”, heißt es zum Konzept.

doQtor 
+++ Rose Bikes-Geschäftsführer Marcus Diekmann und BabyOne-Gesellschafter Jan Weischer investieren in doQtor. Das Startup aus Köln, das 2020 von Benjamin Schwarz gegründet wurde, möchte die “psychische Gesund­heit von Angestellten fördern”. Nach einer digitalen Erstberatung “erfolgt ein Vermittlungsvorschlag für eine Begleitung und Behandlung vor Ort”. Das junge Unternehmen möchte so “nicht nur Mitarbeiter:innen entlasten und Unternehmen stärken, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene die Enttabuisierung von psychischen Belastungen vorantreiben”.

Trackbar
+++ Reflex Capital, AISI und aaia Vorstandsmitglied Gernot Singer investieren 450.000 Euro in Trackbar. Das junge Fitness-Startup, das von Stefan Schade, Lukas Butt und Stephan Glauninger gegründet wurde, analysiert und digitalisiert mit einem Sensor Kraftübungen – und zwar “vom Home-Workout bis zum Fitnessstudio”. Neben Kunden und Kundinnen sind dabei auch Trainer*innen und Fitnessstudios Zielgruppe der Jungfirma aus Wien.

Timly
+++ Mehrere Business Angels investieren eine sechsstellige Summe in Timly. Das Startup aus Zürich, das 2020 von Philipp Baumann und Fitim Mehmeti gegründet wurde, setzt auf eine Cloud-basierte Software, “die es Unternehmen erlaubt, ihr Inventar zentral und effizient zu verwalten”. Unternehmen wie Siemens, Sodastream und Westenergie setzen bereits auf Timly.

MERGERS & ACQUISITIONS

finanzen Group
+++ Der 2015 gegründete Versicherungsmanager Clark übernimmt die finanzen Group, die mit finanzen einen Versicherungsvergleich, der seit 2014 am Start ist. “Clark erwirbt die finanzen Group über einen Anteilstausch mit Allianz X, die dadurch zum größten Minderheitsgesellschafter von Clark wird. Die Transaktion macht Clark gleichzeitig zum Unicorn und einem der größten Insurtechs der Welt.”, teilt das Unternehmen mit. Eldridge and Kreos sowie Altinvestoren wie White Star Capital, Tencent und Yabeo “stellten das Kapital für den Kaufpreis, der zusätzlich zum Anteilstausch gezahlt wurde”. Details nennt das Unternehmen leider nicht. Clark sammelte in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro ein – unter anderem von Tencent, Finleap, White Star Capital und Yabeo. Bei der letzten Investmentrunde soll Clark mit 290 bis 400 Millionen US-Dollar bewertet worden sein – siehe FinanceFWD. Über  350 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Clark. Im Frühjahr hatten wir Clark-Gründer Christopher Oster im Podcast zu Gast. Mehr über Clark

appful
+++ Das Content-Unternehmen Wakeup Media und die  Wiener Marketingagentur Wordsmattr übernehmen appful. Das Unternehmen, das 2015 von den damals 18-Jährigen Oskar Neumann und Jürgen Ulbrich gegründet wurde, hilft Content-Publishern und Unternehmen ihre Inhalte “in Form von einer modernen und schnellen mobilen App in den App Store zu bringen”. Zu den Kunden der jungen Firma gehörte in der Vergangenheit unter anderem auch der jetzige Käufer Wakeup Media. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Outbank
+++ Das Unternehmen FP Finanzpartner, ein Finanzberatungsunternehmen, übernimmt die Banking-App Outbank. “Das gesamte Outbank-Team hat sich entschieden, geschlossen zur Outbank GmbH zu wechseln. Das Kernteam hat über 10 Jahre Outbank-Erfahrung und tiefe technische Entwicklungskompetenz in diesem spezifischen APP-Bereich”, heißt es in der Presseaussendung. Outbank rutschte Ende September 2017 in die Insolvenz. Outbank scheiterte zuvor mit dem Versuch, kostenpflichtige Abonnements zu verkaufen. Danach wanderte das Finanz-Startup unter das Dach von aboalarm bzw. Verivox.

Newsletter: Über neue Startups berichten wir zuerst in unserem Startup-Radar-Newsletter. Der Newsletter erscheint einmal pro Woche und stellt junge Startups vor, die noch nicht jeder kennt. Den Newsletter gibt es aber nur im kostenpflichtigen Abo. Jetzt 30 Tage kostenlos testen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#468-capital, #aisi, #aktuell, #appful, #berlin, #blackrock, #bonventure, #clark, #comgy, #doqtor, #ewe, #fairsenden, #finanzen-group, #fintech, #fortress-investment-group, #fp-finanzpartner, #global-founders-capital, #helsing, #insurtech, #jebsen-capital, #koln, #logistik, #momeni, #munchen, #outbank, #presight-capital, #prima-materia, #razor-group, #redalpine, #reflex-capital, #rivus-capital, #signa, #swiss-life-asset-managers, #timly, #trackbar, #unicorn, #venture-capital, #verve-ventures, #victory-park-capital, #wakeup-media, #wien, #wordsmattr, #zurich

#Zahlencheck – Verluste bei sennder steigen auf 9,1 Millionen


Das Berliner Unicorn sennder legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2019. Das Logistik-Startup, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 350 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Baillie Gifford, Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania. Die Bewertung von sennder lag zuletzt bei 1,1 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein Rohergebnis in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro – nach etwa 1,2 Millionen im Jahr zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg gleichzeitig von 2,7 Millionen auf 9,1 Millionen. “Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Jahr 2019 als zufriedenstellend ein, auch wenn das Unternehmen aufgrund seiner Wachstumsstrategie, wie geplant, einen Jahresfehlbetrag verzeichnet hat”, teilt die Jungfirma mit. Insgesamt kostete der Aufbau von sennder bisher rund 12,9 Millionen.

Für das bereits abgelaufene Jahr 2020 plante das Unternehmen im Jahresabschluss für 2019 mit noch höheren Verlusten: “Das Unternehmen wird seinen Wachstumskurs im Jahr 2020 fortsetzen und seinen Mitarbeiterstamm ausbauen. Wir erwarten daher, dass ein gesteigertes Umsatzwachstum mit einer leichten Verschlechterung des Rohertrags fortgeführt wird. Aufgrund des genannten Wachstums rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Jahresfehlbetrages für das kommende Geschäftsjahr”.

Im Geschäftsjahr 2019 beschäftigt sennder durchschnittlich 132 Mitarbeiter, nach 59 Mitarbeiter:innen im Vorjahr. Die Personalkosten der Jungfirma stiegen dabei von 3,6 Millionen auf 1auf 6,3 Millionen. Mit den bisherigen Investmentrunden war und ist das Unternehmen aber auch in den kommenden Jahren finanziell weiter extrem gut aufgestellt, um weiter voll und ganz auf Wachstum zu setzen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Das Geschäftsjahr 2019 war ein weiteres bedeutendes Jahr für das Unternehmen, da die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 155% stiegen und ein Joint Venture zusammen mit der “Poste Italiane” in Italien eingegangen wurde. Der EBITDA-Verlust stieg um 6,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, was weitestgehend auf zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens (insbesondere Personal- und sonstige betriebliche Kosten) zurückzuführen ist.
* Das Rohergebnis stieg deutlich von 1.245 TEUR im Jahr 2018 auf 2.486 TEUR im Jahr 2019. Der Hauptgrund für diesen Anstieg war die allgemeine Expansion des Geschäfts.
* Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Jahr 2019 als zufriedenstellend ein, auch wenn das Unternehmen aufgrund seiner Wachstumsstrategie, wie geplant, einen Jahresfehlbetrag verzeichnet hat.
* Das Unternehmen hat im Jahr 2019 zwei Finanzierungsrunden (Series B und C) in Höhe von insgesamt 77,1 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2019 belief sich der Finanzmittelbestand des Unternehmens auf 56,5 Mio. EUR, wodurch das Unternehmen über eine hohe Liquidität verfügt, um das mittelfristig geplante weitere Wachstum des Unternehmens zu finanzieren.
* Das Eigenkapital erhöhte sich um 68.029 TEUR auf 77.248 TEUR infolge der im Geschäftsjahr erfolgreich durchgeführten Finanzierungsrunden des Unternehmens. Zum 31. Dezember 2019 belief sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens auf rd. 86 %.
* Die Gesellschaft hat im ersten Halbjahr 2020 ein Wandeldarlehen in Höhe von 14 Mio. EUR aufgenommen. Die Darlehen sowie die vereinbarten Darlehenszinsen können im Falle einer zukünftigen Eigenkapital-Finanzierungsrunde in Anteile umgewandelt werden.
* Das Unternehmen wird seinen Wachstumskurs im Jahr 2020 fortsetzen und seinen Mitarbeiterstamm ausbauen. Wir erwarten daher, dass ein gesteigertes Umsatzwachstum mit einer leichten Verschlechterung des Rohertrags fortgeführt wird. Aufgrund des genannten Wachstums rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Jahresfehlbetrages für das kommende Geschäftsjahr.
* Im Zeitraum von Ende des ersten bis Mitte des zweiten Quartals 2020 haben wir leicht unterhalb der für diesen Zeitraum geplanten Aufträge verzeichnet. Wir rechnen zwar kurzfristig wieder mit steigenden Umsatzzahlen, gehen aber ebenfalls davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie für die Speditionsbranche und die Gesamtwirtschaft weiter andauern werden
* Unter dieser Prämisse erwartet das Unternehmen für das Jahr 2020 ein Rohergebnis von etwa 2,2 Mio. EUR sowie ein Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich von rd. 8%.

sennder im Zahlencheck

2019: 2,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 9,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 1,2 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 792.226 Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 285.786 Euro (Jahresfehlbetrag)

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): sennder 

#aktuell, #berlin, #logistik, #sennder, #unicorn, #zahlencheck

#DealMonitor #SPECIAL – Razor Group sammelt 125 Millionen ein – Bewertung: >1 Milliarde Dollar


Investoren wie Fortress Investment Group, 468 Capital, Victory Park Capital, Presight Capital, Blackrock, Jebsen Capital, Redalpine und Global Founders Capital (GFC) investieren 125 Millionen US-Dollar in die Berliner Razor Group. Im Zuge der Investmentunde erreicht das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar und somit Unicorn-Status – siehe TechCrunch. Die Razor Group, 2020 von Tushar Ahluwalia und Jonas Diezun gegründet, kauft – wie das große Vorbild Thrasio – profitable Amazon-Händler und führt deren Geschäfte weiter.

BlackRock und Victory Park Capital (VPC) sowie die Altinvestoren investiert zuletzt en 400 Millionen US-Dollar – gemeint ist eine Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung – in den Amazon-Shop-Aufkäufer Razor Group. “Which was $375 million of debt for acquisitions, and $25 million in equity”, heißt es im Artikel zur Investmentrunde. Zuvor flossen bereits 70 Millionen US-Dollar in die junge Razor Group, die derzeit rund 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt.

In der deutschen Startup- und Digitalszene herrscht seit einigen Monaten extremes Thrasio-Fieber. Immer mehr junge Startups wollen kleinere Amazon-Händler (FBA – Fulfillment by Amazon) aufkaufen  und deren Geschäfte weiterführen. In den USA brachte Thrasio dieses Konzept zuletzt sehr schnell zum ganz großen Erfolg. Zudem entdecken derzeit einige etablierte Shop-Betreiber das Segment für sich – siehe FBA-Aufkäufer aka Thrasio-Klone aus Deutschland.

TippDeutschland, Deine Einhörner

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Razor Group

#aktuell, #amazon-fba, #berlin, #razor-group, #thrasio, #unicorn, #venture-capital

#DealMonitor – Unicorn Tier sammelt 200 Millionen ein (Bewertung: 2 Milliarden) – Billie bekommt 100 Millionen


Im aktuellen #DealMonitor für den 25. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Tier
+++ SoftBank, Mubadala Capital, M&G Investments und Mountain Partners sowie RTP Global, Novator, White Star Capital, Northzone und Speedinvest investieren 200 Millionen US-Dollar (Eigenkapital- und Fremdkapital) in Tier. “Bei einer Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar hat Tier bisher insgesamt 660 Millionen US-Dollar an Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen erhalten”, teilt das Unternehmen mit. Mit der jetzigen Investmentrunde ist Tier somit nun auch offiziell ein Unicorn, bisher hatte das Unternehmen seine bereits zuvor erreichte Milliardenbewertung niemals bestätigt. Tier, 2018 von Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin gegründet, setzt auf  E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds zur Miete. Derzeit ist das Mobility-Unternehmen in 150 Städten in 16 Ländern unterwegs. “Tier plant, die Mittel für Akquisitionen und strategische Investitionen zu verwenden und gleichzeitig seine internationale Präsenz in strategischen Wachstumsmärkten auszubauen”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über Tier

Billie
+++ Dawn Capital, der chinesische Internetkonzern Tencent, der schwedische Fintech-­Gigant Klarna und Altinvestoren wie Rocket Internet investieren 100 Millionen US-Dollar in Billie – siehe Der Spiegel. Die Bewertung liegt bei rund 640 Millionen Dollar. Bei der letzten Investmentrunden waren es noch rund 230 Millionen. Billie, 2016 von den Zencap-Gründern Christian Grobe und Matthias Knecht gegründet, positioniert sich als Factoring-Startup. “Ob groß oder klein, klassisches Business oder E-Commerce – wir ermöglichen schnelle Liquidität, automatisierte Prozesse und fairen Zugang zu den besten Zahlungslösungen”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit. Hedosophia, Creandum, Rocket Internet, Speedinvest, Avala Capital und Picus Capital statteten das FinTech in den vergangenen Jahren bereits mit rund 43 Millionen Euro aus. “Als Teil der Finanzierungsrunde hat sich Billie eine neue Kreditlinie gesichert, rund 171 Millionen Euro (200 Millionen Dollar laut Billie) stellen die Magerkurth-Volksbank, Raisin und Varengold bereit”, berichtet zudem FinanceFWDMehr über Billie

Build.One
+++ Freigeist Capital, also Frank Thelen und Co., Pitch-Gründer Christian Reber, Xentral-Gründer Benedikt Sauter und Koen Bok, Gründer von Framer, investieren “mehrere Millionen Euro” in Build.One (früher als Akioma bekannt). Mit dem Unternehmen aus Freiberg am Neckar, das 2014 von Mike Liewehr gegründet wurde, “können Unternehmen auch sehr komplexe Business Applikationen wie eigenständige ERP- und CRM-Systeme und viele weitere Anwendungen in deutlich kürzerer Zeit und zu erheblich geringeren Kosten erstellen als mit klassischer Software-Entwicklung”. Über das Interesse von Freigeist Capital an Build.One haben wir bereits Anfang September im Insider-Podcast berichtet.

MERGERS & ACQUISITIONS

Designenlassen.de
+++ Freelancermap, eine Projektplattformen für Freiberufler und Unternehmen, übernimmt Designenlassen.de, einen Online-Marktplatz für Designprojekte “Mit dem strategischen Kauf von Designenlassen.de erweitert Freelancermap sein Portfolio im Bereich Kreativität und Design”, teilen die beiden Unternehmen aus Nürnberg mit. designenlassen.de ging bereits 2008 an den Start. Freelancermap gehört zur mittelständischen Unternehmensfamilie Müller Medien.

ProSaldo.net
+++ Die norwegische Softwarefirma Visma übernimmt die Wiener Buchhaltungssoftware-Firma ProSaldo.net. “Die Übernahme durch die Visma-Gruppe nur drei Jahre nach Gründung des Unternehmens ist ein deutliches Zeichen für den Erfolg und Pioniergeist von ProSaldo.net. Die Services sollen nun gemeinsam mit Know-how aus dem internationalen Visma-Netzwerk weiterentwickelt und die Vorreiterrolle ausgebaut werden”, teilen die Unternehmen mit.

STOCK MARKET

Sono Motors
+++ Der Münchner Solarauto-Entwickler Sono Motors plant einen Börsengang in den USA. “Das 2016 in einer Garage in München gegründete Unternehmen könnte dabei mit deutlich mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden, hatten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters im März gesagt”, schreibt das Handelsblatt. Sono Motors wurde 2016 gegründet.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#akioma, #aktuell, #berlin, #billie, #build-one, #dawn-capital, #designenlassen-de, #e-scooter, #fintech, #freelancermap, #freigeist-capital, #ipo, #klarna, #mg-investments, #mobility, #mountain-partners, #mubadala-capital, #northzone, #novator, #nurnberg, #prosaldo-net, #rtp-global, #softbank, #sono-motors, #speedinvest, #tencent, #unicorn, #venture-capital, #visma, #white-star-capital, #wien

#DealMonitor #SPECIAL – N26 bekommt 900 Millionen – Bewertung steigt auf 9 Milliarden


Third Point Ventures, Coatue Management, Dragoneer Investment Group und Altinvestoren investieren 900 Millionen US-Dollar in N26. “Mit dieser Finanzierungsrunde ist N26 jetzt mit über 9 Milliarden Dollar bewertet und damit das wertvollste FinTech in Deutschland und unter den Top 20 weltweit”, teilt das FinTech mit. Damit ist N26 nun doch unter der Decacorn-Bewertung geblieben – siehe Insider-Podcast von Anfang Oktober.

“Um das zukünftige Wachstum mit entsprechend hohem N26 Standard und Qualität weiterhin fortzusetzen, hat sich N26 mit dem deutschen Regulator zudem darauf verständigt, über die nächsten Monate in Europa mit maximal 50.000 bis 70.000 Neukunden pro Monat zu wachsen”, heißt es in der Presseaussendung. Valar Ventures, der singapurische Staatsfonds GIC und der New Yorker Risikokapitalgeber Insight Venture Partners – investierten zuletzt 100 Millionen US-Dollar in das Grownup. Die Bewertung lag im Mai des vergangenen Jahres bei 3,5 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen bisher 1,8 Milliarden US-Dollar in das FinTech.

Seit 2013 arbeiten Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal, die Köpfe hinter N26, daran, die Bankenwelt zu verändern. Zunächst wollte das Duo eine Prepaidkarten-Lösung für Jugendliche etablieren. Aus dem Konzept wurde dann N26, eine kostenloses Girokonto. Daraus wurde dann N26, die Bank.

TippDeutschland, Deine EinhörnerSo schaffte N26 den Sprung zum Unicorn

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): N26

#aktuell, #berlin, #fintech, #n26, #unicorn, #venture-capital

#DealMonitor #SPECIAL – Softbank investiert 150 Millionen in Enpal (und macht das Startup zum Unicorn )


Softbank investiert über den SoftBank Vision Fund 2 beachtliche 150 Millionen Euro in Enpal. Die Bewertung steigt auf 950 Millionen Euro oder 1,1 Milliarden Dollar – damit ist Enpal nun ein Unicorn. Das 2017 von Mario Kohle (Käuferportal-Gründer), Viktor Wingert und Jochen Ziervogel gegründete Unternehmen, das Solaranlagen vermietet, erwirtschaftete 2020 einen Umsatz in Höhe von 56 Millionen Euro.

In den vergangenen Jahren investierten insbesondere HV Capital, E.R. Capital, FRIBA Investment, Heliad Equity Partners, Peter Rive, Mitgründer von SolarCity, HelloFresh-Mitgründer Thomas Griesel, Ex-Auto1-COO Christopher Muhr, Picus Capital, Spreadshirt-, Circ- und Delivery Hero-Gründer Lukasz Gadowski sowie der amerikanische Investmentfonds Princeville Climate Technology in das Unternehmen. Erst im Juli dieses Jahres wanderten 100 Millionen Euro in Enpal.

“Die heutige Ankündigung ist ein weiteres starkes Zeichen dafür, dass sich Investoren dem Kampf gegen die Klimakrise anschließen”, teilt das Grownup mit. Enpal-Gründer Kohle sprach in unserem Interview-Podcast zuletzt über den Klimawandel, Promi-Investor Leonardo DiCaprio, Fehler, die Börsenpläne von Enpal, große bzw. ambitionierte Ziele, offene Kommunikation und Technologien aus dem 19. Jahrhundert.

TippDeutschland, Deine Einhörner

Interview #23 – Mario Kohle (Enpal)

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Enpal

#aktuell, #berlin, #enpal, #softbank, #solar, #unicorn

Is it so bad to take money from Chinese venture funds?

China is becoming a superpower in the tech industry. According to Straits Times, China is the only place in the world where it takes less than six years for a startup to become a unicorn — it takes seven years in the U.S., eight years in the U.K. and 11 years in Germany. Despite geopolitical tensions and recent amendments in CFIUS, it is hard to ignore China.

When I joined Runa Capital almost a year ago, my task was to help our portfolio companies enter the Chinese market, find the right partners and raise funding from Chinese investors. And almost on every call with our startups, colleagues from Runa or other global VCs, I heard: Is it a good idea to raise from a Chinese VC? Is it OK to co-invest with Chinese investors? I was surprised to learn that there is little research answering such questions, as there is a lack of adequate information in English about Chinese investments.

Access to the Chinese market seems to be an obvious reason to invite Chinese funds aboard, but only about 20% of Western startups with Chinese capital have operations in China.

So as a Mandarin-speaking specialist, I decided to fill this gap by conducting a study based on Chinese VC database ITjuzi (the Chinese version of Crunchbase) with the help of our powerful data science resources developed by Danil Okhlopkov.

Below, I will try to answer the following questions using statistics and a case-based approach:

  • How much do Chinese funds invest abroad?
  • What is the current trend?
  • Can Chinese investors bring any value to Western startups?
  • Who are the most active Chinese investors abroad?
  • In which areas can Chinese funds bring the most value?
  • What value can Chinese investors bring?
  • When is it better to invite a Chinese investor?

Chinese investors are interested in Western startups

After studying data from ITjuzi, we estimated that Chinese funds invested around $250 billion in 2020 (three times higher than the figure in Crunchbase). This figure puts Chinese VC investments only 30% lower than investments by U.S. funds, but three times that of U.K. funds and 12.5 times more than German funds.

Comparison of investment amount from different countries in 2020, $bn. Source: Crunchbase, ITjuzi

Fig. 1 — Comparison of investment from different countries in 2020, $bn. Source: Crunchbase, ITjuzi. Image Credits: Denis Kalinin

However, only 15% of investments in 2020 and 17% of investments in the first half of 2021 were in companies outside China, significantly lower than in 2019. This appears to be because during COVID, China’s economy recovered much faster than other countries’, so many Chinese investors preferred to redirect their capital flows to the domestic market.

On the other hand, there is great potential for overseas investments to rebound as soon as the borders reopen and the global economy starts to recover.

Dynamics of Chinese investments. $bn. Source: Crunchbase, ITjuzi

Fig. 2 — Dynamics of Chinese investments. $bn. Source: Crunchbase, ITjuzi. Image Credits: Denis Kalinin

We can also see that Chinese investors are eyeing European startups favorably, which is related to U.S.-China geopolitical tensions as well as the fact that the European VC market is becoming mature.

#china, #column, #ec-china, #ec-column, #ec-east-asia, #funding, #private-equity, #singapore, #startups, #tc, #unicorn, #venture-capital

Debt versus equity: When do non-traditional funding strategies make sense?

The U.S. produces more new startups and unicorns each year than any other country in the world, but 90% of startups fail, with cash flow often being a major challenge.

Entrepreneurs trying to raise funding for their new businesses are faced with a maze of options, with most taking the common route of equity rounds. There’s clearly a lot of venture money to be raised — and most tech entrepreneurs happily take it in exchange for equity. This works for some, but too often founders find themselves diluting their equity to unrecoverable portions rather than considering other financing options that allow them to hold on to their company — options like debt capital.

Even if you’re growing quickly, not all founders want to set a valuation for their company. In that case, you can offer investors “convertible debt.”

Despite the VC flurries of 2020 creating an ecosystem of seemingly endless equity, it’s important for entrepreneurs and founders to understand that there is no one-size-fits-all model for raising capital. Debt capital, which refers to capital raised by taking out a loan, is an alternative route that entrepreneurs should consider.

Understanding the real cost of venture debt and when it makes more sense than the traditional equity route relies on an understanding of what you and your company hope to achieve.

Understanding your goals

We mainly see two kinds of startups today: Those that want to try something new, and the ones that focus on making things faster, cheaper or simpler. Facebook, Twitter and Instagram are good examples of the first kind — social media didn’t exist before the internet. Discount airlines, cell phones (not smartphones) and integrated circuits are good examples of the “faster, cheaper, simpler” variety, because they simply displaced familiar incumbents.

Many entrepreneurs are eager to be the next “try something new” success story, and I applaud them for feeling that way. Carving out your own market is a fast-track to entrepreneurial stardom if you’re successful. But unless your main goal is to be famous, it’s often impractical and distracting.

People tend to think that category creation is less risky than incumbent disruption. However, as long as you’re truly faster, cheaper and simpler, patience and strategy can propel you to where you want to be.

 

Just as there are different market approaches, there are a number of funding strategies that work best for your goals. Landing investments from leading VC firms has benefits and is a good avenue to opt for if you’re a young startup carving out a market and in need of validation and experience. These firms bring trusted advisers that are laser-focused on growth and have the resources and experience to navigate the murky waters of category creation.

#column, #ec-column, #ec-how-to, #entrepreneurship, #finance, #funding, #private-equity, #startups, #unicorn, #venture-capital, #venture-debt

UK’s Marshmallow raises $85M on a $1.25B valuation for its more inclusive, big-data take on car insurance

Marshmallow — a U.K.-based car insurance provider that has made a name for itself in the market by providing a new approach to car insurance aimed at using a wider set of data points and clever algorithms to net a more diverse set of customers and provide more competitive rates — is announcing a milestone today in its life as a startup, as well as in the bigger U.K. tech world.

The London company — co-founded by identical twins Oliver and Alexander Kent-Braham and David Goaté — has raised $85 million in a new round of funding. The Series B valuation is significant on two counts: it catapults Marshmallow to a “unicorn” valuation above $1 billion — specifically, $1.25 billion; and Marshmallow itself becomes one of a very small group of U.K. startups founded by Black people — Oliver and Alexander — to reach that figure.

(To be clear, Marshmallow describes itself as “the first UK unicorn to be founded by individuals that are Black or have Black heritage”, although I can think of at least one that preceded it: WorldRemit, which last month rebranded to Zepz, is currently valued at $5 billion; co-founder and chairman Ismail Ahmed has been described as the most influential Black Briton.)

Regardless of whether Marshmallow is the first or one of the first, given the dearth of diversity in the UK technology industry, in particular in the upper ranks of it, it’s a notable detail worth pointing out, even as I hope that one day it will be less of a rarity.

Meanwhile, Marshmallow’s novel, big-data approach and successful traction in the market speak for themselves. When we covered the company’s most recent funding round before this — a $30 million raise in November 2020 — the startup was valued at $310 million. Now less than a year later, Marshmallow’s valuation has nearly quadrupled, and it has passed 100,000 policies sold in its home country, growing 100% over the last six months.

The plan now, Oliver told me in an interview, will be to deepen its relationships with customers, in part by providing more engagement to make them better drivers, but also potentially selling more services to them, too.

In this, the startup will be tapping into a new approach that other insurtech startups are taking as they rethink traditional insurance models, much like YuLife is positioning its life insurance products within a bigger wellness and personal improvement business. Currently, the average age of Marshmallow’s customers is 20 to 40, Oliver said — and there are thoughts of potentially new products aimed at even younger users. That means there is long-term value in improving loyalty and keeping those customers for many years to come.

Alongside that, Marshmallow will also use the funding to inch closer to its plan to expand to markets outside of the UK — a strategy that has been in the works for a while. Marshmallow talked up international expansion in its last round but has yet to announce which markets it will seek to tackle first.

Insurance — and in particular insurance startups — are often thought of together with fintech startups, not least because the two industries have a lot in common: they both operate in areas of assessing and mitigating risk and fraud; they are in many cases discretionary investments on the part of the customers; they are both highly regulated and require watertight data protection for their users.

Perhaps because so much of the hard work is the same for both, it’s not uncommon to see services built to serve both sectors (FintechOS and Shift Technology being two examples), for fintech companies to dabble in insurance services, and so on.

But in reality, insurance — and specifically car insurance — has seen a massive impact from Covid-19 unique to that industry. Separate reports from EY and the Association of British Insurers noted that 2020 actually saw a lift for many car insurance companies: lockdowns meant that fewer people were driving, and therefore fewer were getting into accidents and making less claims.

2021, however, has been a different story: new pricing rules being put into place will likely see a number of providers tip into the red for the year. And the Chartered Insurance Institute points out that will also be worth watching to see how the low use of cars in one year will impact use going forward: some car owners, especially in urban areas where keeping a car is expensive, will inevitably start to question whether they need to own and insure a car at all.

All of this, ironically, actually plays into the hand of a company like Marshmallow, which is providing a more flexible approach to customers who might otherwise be rejected by more traditional companies, or might be priced out of offerings from them. Interestingly, while neobanks have definitely spurred more traditional institutions to try to update their products to compete, the same hasn’t really happened in insurance — not yet, at least.

“We started with the idea of the power of data and using a wider range of resources [than incumbents], and using that in our pricing led us to be able to offer better rates to more people,” Oliver said, but that hasn’t led to Marshmallow seeing sharper competition from older incumbents. “They are big companies and stuck in their ways. These companies have been around for decades, some for centuries. Change is not happening quickly.”

That leaves a big opportunity for companies like Marshmallow and other newer players like Lemonade, Hippo and Jerry (not an insurance startup per se but also dabbling in the space), and a big opening for investors to back new ideas in an industry estimated to be worth $5 trillion.

“The traction the team has achieved demonstrates the demand for a new kind of insurance provider, one that focuses more on consumer experience and uses the latest technology and data to give fair prices,” said Eileen Burbidge, a partner at Passion Capital, in a statement. “We’ve been proud to support the team’s ambitions since the start, and now look forward to its next chapter in Europe as it continues its mission to change the industry for the better.”

#articles, #automotive, #car-insurance, #eileen-burbidge, #entrepreneurship, #europe, #finance, #financial-technology, #funding, #hippo, #insurance, #ismail-ahmed, #jerry, #life-insurance, #london, #marshmallow, #money, #oliver, #private-equity, #shift-technology, #startup-company, #tc, #unicorn, #united-kingdom, #worldremit

#DealMonitor #SPECIAL – Bain Capital macht die Berlin Brands Group zum Unicorn


Das Privat-Equity-Unternehmen Bain Capital setzt voll und ganz auf die Berlin Brands Group (BBG). Zunächst einmal übernimmt Bain Capital den 40-Prozent-Anteil des bisherigen Investors Ardian. Im Zuge der Transaktion wird D2C-Pionier BBG mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet und erreicht damit Unicorn-Status. Details nennt das erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen, zudem Marken wie Klarstein, auna und gehören, nicht. Mehrere Quellen – unter anderem manager magazin und Bloomberg – nennen 1,2 Milliarden Dollar als Bewertung.

Doch damit nicht genug! “Darüber hinaus hat sich BBG eine Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung in Höhe von 700 Millionen US-Dollar gesichert, um Wachstum zu finanzieren”, heißt es in der Presseaussendung. Auch nach dieser Finanzspritze halten Gründer “Peter Chaljawski und das Führungsteam” weiter die Mehrheit am Unternehmen, das 2005 gegründet wurde. Der E-Commerce-Riese plant, “das frische Kapital für den Ausbau seiner Lieferketten- und Logistikinfrastruktur und die Weiterentwicklung seiner eigenen Technologieplattform zu nutzen”.

Ansonsten plant das BBG-Team nun gezielt weitere Übernahmen. Geld dafür ist nun reichlich vorhanden.  Ein “europäisches Bankenkonsortium” stellte dem Unternehmen erst im April dieses Jahres 200 Millionen Euro dafür zur Verfügung. “Das Gesamtvolumen macht BBG nun zum größten Aufkäufer erfolgreicher E-Commerce-Marken in Europa und zu einem der größten weltweit”, teilt das Unternehmen, früher als Chal-Tec,  mit. Zuletzt übernahm die Berlin Brands Group etwa Sleepwise, Brunolie und Homeoutfit24.

BBG erwirtschaftete 2020 einen Umsatz in Höhe von 334 Millionen Euro. Über 900 Mitarbeiter:innen wirkten derzeit für das Unternehmen. Als Ardian 2015 bei BBG eingestiegen ist, lag der Umsatz gerade einmal bei 70 Millionen Euro. “Ardian dürfte seinen Einsatz in den letzten 6 Jahren auf 400 Mio. Dollar und mehr verfünf- bis verzehnfacht haben”, schreibt Exciting Commerce zur aktuellen Investmentrunde. Wie in Berlin zu hören ist, sollen sich neben Bain Capital auch Advent, KKR und Goldman Sachs für BBG interessiert haben.

Zum Hintergrund: In der Startup- und Digitalszene herrscht weiter extremes Thrasio-Fieber. Immer mehr junge Startups wollen kleinere Amazon-Händler (FBA – Fulfillment by Amazon) aufkaufen  und deren Geschäfte weiterführen. In den USA brachte Thrasio dieses Konzept zuletzt sehr schnell zum ganz großen Erfolg. Zudem entdecken derzeit einige etablierte Shop-Betreiber – wie BBG – das Segment für sich – siehe “Alles Thrasio, oder was? Die Rückkehr der Klon-Kriege!“.

TippDeutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #ardian, #bain-capital, #berlin, #berlin-brands-group, #d2c, #unicorn, #venture-capital

3 lies VCs tell ourselves about startup valuations

I’m frequently asked by journalists whether I think venture capital valuations are too high in the current environment.

Because the average venture capital fund returns only 1.3x committed capital over the course of a decade, according to the last reported data from Cambridge Associates, and 1.5x, according to PitchBook, I believe the answer is a resounding “yes.”

So when entrepreneurs use unicorn aspirations to pump private company valuations, how can investors plan for a decent return?

At the growth stage, we can easily apply traditional financial metrics to venture capital valuations. By definition, everything is fairly predictable, so price-to-revenue and industry multiples make for easy math.

For starters, venture capitalists need to stop engaging in self-delusion about why a valuation that is too high might be OK.

But at the seed and early stages, when forecasting is nearly impossible, what tools can investors apply to make pricing objective, disciplined and fair for both sides?

For starters, venture capitalists need to stop engaging in self-delusion about why a valuation that is too high might be OK. Here are three common lies we tell ourselves as investors to rationalize a potentially undisciplined valuation decision.

Lie 1 : The devil made me do it

If a big-name VC thinks the price is OK, it must be a good deal, right?

Wrong.

While the lead investor who set the price may be experienced, there are many reasons why the price she set may not be justified. The lead may be an “inside” investor already, committing small amounts or  —  believe it or not  —  simply not care.

Insiders are investors who have previously placed capital in the startup. They face a conflict of interest because they are rooting for the success of the startup and generally want the company’s stock price to keep growing to show momentum.

This is one of the reasons why many venture capitalists prefer not to lead subsequent rounds: Pricing decisions can no longer be objective because investors are effectively on both sides of the table at the same time.

Inside-led rounds happen all the time for good reasons  —  including making a funding process fast so that management can focus on building the business  —  but because these decisions are not at arm’s length, they cannot be trusted as an objective indicator of market value. Only a test of the open market or an independent third-party valuation can accomplish this goal.

It’s also the case that a relatively small investment can relax pricing discipline in some firms. If a funding amount represents 1% of the fund size or less, it’s possible that the VC team may view the investment as “putting a marker down” and not worry about whether the price offers an attractive multiple. For this reason, it’s a good idea to check the lead investor’s check size against the overall size of the firm’s latest fund.

There are other reasons why investors may not care about the valuation. Some VCs are “logo hunters” who just want to be able to say they were investors in a particular company. If you outsource valuation discipline to a lead investor who doesn’t value financial results, your own returns may suffer.

Lie 2:  We are getting a deal because the price is flat from the last round

If the last round valuation was $50 million and the current round valuation is about the same, we tell ourselves it’s gotta be a good deal.

Again, this is faulty thinking, because the last round’s price might have been too high.

#column, #corporate-venture-capital, #ec-column, #entrepreneurship, #fundings-exits, #investment, #kpcb, #private-equity, #startups, #tc, #unicorn, #valuation, #venture-capital

A close look at Singapore’s thriving startup ecosystem

Singapore is home to fewer than six million people, making it one of the smallest ASEAN countries, in terms of population. It is a young country as well — having gained independence in 1963 — and resides in a neighborhood with far larger economies, including China, Indonesia, and Vietnam. When the country first became independent, its mandate was to simply survive rather than thrive.

So how does a country evolve from a position of relative uncertainty, with comparatively few resources, to one that leads the ASEAN region in venture capital investment and has been home to 10 unicorns?

Countries around the world examine Singapore’s ecosystem from a distance, hoping to learn from, and emulate, its story. The World Bank Group recently published a report, The Evolution and State of Singapore’s Start-up Ecosystem, documenting the country’s experience in building its startup ecosystem and the challenges facing it.

This article presents an overview of the report’s key findings and offers a few key recommendations on what other countries can learn from Singapore’s experience, as well as what Singapore itself can do to maintain progress.

A glimpse into Singapore’s current startup ecosystem

As of 2019, Singapore had over $19 billion in PE and VC assets under management, more than twice that of neighboring Indonesia, Philippines, Vietnam, Malaysia, and Thailand combined. In that same year, the country was home to an estimated 3,600 tech startups and nearly 200 different intermediary and supporting organizations (accelerators, co-working spaces, coding academies, etc.) – some which have a multinational presence, such as Blk71, whose Singapore headquarters has been referred to as “the world’s most tightly packed entrepreneurial ecosystem.”

While assessing the size and strength of startup ecosystems is an evolving method, Start-up Genome priced Singapore’s ecosystem at over $25 billion, five times the global median.

Arguably, the most eye-catching hallmark of this ecosystem is its population of current and former unicorns. Collectively, Singapore has been home to ten unicorns, three of which have offered an IPO (Nanofilm, Razer and Sea) and two of which have been acquired – one by giant Alibaba (Lazada) and one by Chinese streaming powerhouse YY (Bigo Live). The remaining five are Trax, Acronis, JustCo, PatSnap, and Grab – the ASEAN region’s largest unicorn to date.

 

The education sector is also prominent in Singapore’s ecosystem. Universities like the National University of Singapore (NUS) and Nanyang Technological University (NTU) are deeply embedded into this ecosystem, helping with R&D commercialization linkages, incubation, talent/knowledge transfer, and other areas.

So, how did Singapore’s startup ecosystem come to be?

Numerous factors have contributed to building Singapore’s startup ecosystem, with government intervention and leadership being the dominant driving forces. The government has spent more than USD60 billion over the past several decades to enhance the country’s R&D infrastructure, create VC funds, and launch accelerators and other support organizations.

#alibaba, #asia, #china, #column, #coworking, #ec-column, #ec-southeast-asia-oceania, #funding, #government, #indonesia, #malaysia, #philippines, #razer, #singapore, #startup-ecosystem, #startups, #tc, #thailand, #unicorn, #vc, #venture-capital, #venture-capital-investment, #vietnam, #world-bank

Duolingo’s IPO pricing is great news for edtech startups

While the Chinese technology market digests a new regulatory landscape impacting the country’s edtech market in a sharply negative manner, U.S. education technology companies have something to cheer about: Duolingo’s IPO priced very well.

The language-learning unicorn initially targeted an $85 to $95 per share IPO price range. That interval was later raised to $95 to $100 per share. And then, last night, Duolingo priced at $102 per share, just over its raised range.

That’s the sort of IPO pricing run that we tend to see from hot enterprise software companies (SaaS) that investors have favored heavily in recent quarters. But the stock market has also provided nigh-indulgent valuations to consumer-facing tech companies with strong brands, like Airbnb. So, the Duolingo IPO’s pricing strength should not be an utter surprise.

But it is a welcome result for U.S. edtech, regardless. When the company set its first IPO price range, TechCrunch noted that it was on track to earn a new, higher valuation. This led us to the following set of conclusions:

If Duolingo poses a strong debut, consumer edtech startups will be able to add a golden data point to their pitch decks. A strong Duolingo listing could also signal that mission-driven startups can have impressive turns.

And now Duolingo has managed to price above its raised range. Yeehaw, as they say.

In more prosaic terms, Duolingo has set a higher multiple for edtech revenue than we expected it to, implying that the exit value of edtech top line could be greater than private-market investors anticipated. After all, Duolingo was valued at around $2.4 billion last November. At its IPO price, the company’s nondiluted valuation is now $3.66 billion, not counting 765,916 shares that its underwriters may purchase at the $102-per-share price if they so choose.

#china, #duolingo, #ec-edtech, #ec-united-states, #edtech, #education, #fundings-exits, #initial-public-offering, #startup-company, #startups, #unicorn, #united-states, #valuation

#DealMonitor #SPECIAL – Contentful sammelt 175 Millionen ein – und steigt zum Unicorn auf (Bewertung: 3 Milliarden)


Der Über-Geldgeber Tiger Global investiert gemeinsam mit Base10 Advancement Initiative und Tidemark 175 Millionen US-Dollar in Contentful. Die Bewertung steigt auf 3 Milliarden Dollar – damit ist Contentful nun ein Unicorn. Das Berliner Startup, das 2013 von Sascha Konietzke und Paolo Negri gegründet wurde, positioniert sich als sogenanntes “Headless CMS”. Über das Startup können Content-Builder. also Entwickler, Designer und Content Creator, Inhalte erstellen und für alle Kanäle und Geräte verbreiten.

Sapphire Ventures, General Catalyst, Salesforce Ventures sowie weitere Investoren investierten zuletzt 80 Millionen Dollar in Contentful. Die Bewertung soll damals – im Sommer des vergangenen Jahres – nahe der Unicorn-Marke gelegen haben, also bei knapp 1 Milliarde Dollar. Insgesamt flossen nun rund 333 Millionen in das Unternehmen. Zu den weiteren Investoren gehören Balderton Capital, Benchmark, Hercules und Point Nine Capital.

“Die Runde ist ein großer Schritt für das deutsche Technologie-Ökosystem. Es ist spannend zu sehen, – unterstrichen durch Unternehmen wie Contentful, Celonis und Personio – dass es eine äußerst starke, nächste Generation von Enterprise Software Unternehmen gibt, die in die Fußstapfen von SAP tritt”, sagt Suranga Chandratillake von Balderton Capital. Das Unternehmen selbst schreibt zum Investment: “Contentful will use its Series F funding to expand its global footprint in marketing and sales as well as continue in its investment in building out its content platform, ecosystem and next generation of products”.

TippDeutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner

Interview #9 – Sascha Konietzke (Contentful)

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

#aktuell, #berlin, #contentful, #tiger-global, #unicorn

#DealMonitor #SPECIAL – Jetzt offiziell: solarisBank ist das neueste Unicorn


Jetzt offiziell: Decisive Capital Management, Pathway Capital Management, CNP (Groupe Frère) und Ilavska Vuillermoz Capital investieren gemeinsam mit Altinvestoren wie yabeo Capital, BBVA, Vulcan Capital und HV Capital 190 Millionen Euro in die solarisBank. Das junge Banking as a Service-FinTech steigt dabei – wie mehrfach erwartet – zum Unicorn auf. Im Insider-Podcast hatten wir Mitte Juli über den Einstieg von Decisive Capital Management und deren 160 Millionen Investment berichtet. Alles in allem beläuft sich das Investment nun auf 190 Millionen. Die Bewertung liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

Die solarisBank, die von Marko Wenthin, Andreas Bittner und Peter Grosskopf gegründet wurde, verfügt über eine Vollbanklizenz und ist deswegen ein wichtiger Partner zahlreicher Unternehmen. HV Capital, yabeo, Vulcan Capital, Samsung Catalyst Fund und Storm Ventures investierten zuletzt 60 Millionen Euro in die solarisBank. Insgesamt flossen nun schon mehr als 350 Millionen in das FinTech. Die solarisBank, das von FinLeap vorangetrieben wurde, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von rund 35 Millionen Euro.

Wie bereits vor zwei Wochen berichtet, wird die solarisbank, die neue Finanzspritze nutzen, um einen britischen Wettbewerber zu übernehmen. Mit der offiziellen Presseaussendung ist nun auch der Name des Unternehmens bekannt, es handelt sich um Contis. “Contis wurde 2008 von dem Fintech-Koryphäe Peter Cox gegründet und hat sich zu einer der bedeutendsten Banking-as-a-Service-Plattformen für den Zahlungsverkehr in Europa entwickelt. Die Zusammenarbeit wird ein ganzheitliches Angebot ermöglichen, das in Bezug auf Marktabdeckung und Produktauswahl unübertroffen ist”, teilt das Unternehmen dazu mit.

Insider-Podcast #107 – solarisBank

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

TippDeutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

#aktuell, #berlin, #contis, #fintech, #solarisbank, #unicorn, #venture-capital

#DealMonitor #SPECIAL – #EXKLUSIV solarisBank ist das neueste Unicorn – Bewertung: 1,36 Milliarden


Decisive Capital Management und die Altinvestoren investieren nach unseren Informationen 160 Millionen Euro in die solarisBank. Das junge Banking as a Service-FinTech steigt dabei – wie erwartet – zum Unicorn auf. Die Post-Money-Bewertung liegt bei 1,36 Milliarden Euro. Die solarisBank, die von Marko Wenthin, Andreas Bittner und Peter Grosskopf gegründet wurde, verfügt über eine Vollbanklizenz und ist deswegen ein wichtiger Partner zahlreicher Unternehmen.

HV Capital, yabeo, Vulcan Capital, Samsung Catalyst Fund und Storm Ventures investierten zuletzt 60 Millionen Euro in die solarisBank. Insgesamt flossen nun schon mehr als 320 Millionen in das FinTech. Die neue Finanzspritze wird das Unternehmen, das von FinLeap vorangetrieben wurde, insbesondere für die Übernahme eines britischen Wettbewerbers nutzen. Die solarisBank erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von rund 61 Millionen Euro. Mehr über das Unicorn-Investment gibt es im aktuellen Insider-Podcast

Insider-Podcast #107 – solarisBank

Abonnieren: Die Podcasts von deutsche-startups.de könnt ihr bei Amazon Music – Apple Podcasts – Castbox – Deezer – Google Podcasts – iHeartRadio – Overcast – PlayerFM – Podimo – Spotify – SoundCloud oder per RSS-Feed abonnieren.

Tipp: Deutschland, Deine Einhörner – Der Club der magischen Startup-Einhörner

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#aktuell, #fintech, #solarisbank, #unicorn, #venture-capital

Germany’s VC industry is ready to take off, but bureaucrats need to release the handbrake

The narrative suggests that Germany is lagging behind its European neighbors when it comes to building a globally competitive venture capital market. But I think that the next five years will be huge for the German venture capital sector, and that the signs for the future are very positive.

German startups raised €6.4 billion in 2020. That’s more than France, which came in at €5.7 billion. Another upside is that there is a healthy blend of local and international investment in the early-stage market. German funds dominate investments in German startups at the seed and Series A stages. As companies grow, overseas investment plays a huge part — half of the deals exceeding $50 million funding rounds are led entirely by foreign investors, while only 5% are run by German investors and 45% see a mix of foreign and domestic investors at the cap table.

I think this is where the German VC market needs to be right now. Great innovation is being sourced and backed by local funds. As these companies grow and become winners, they attract the best investors from around the globe, enabling the companies to internationalize from a German base, and the early-stage VCs reap the rewards and continue investing in local German talent. As the market matures, I am confident we will see more German VC money invested at the growth stages.

And the outlook is favorable. The German market is thriving. Even the pandemic did little to impact this fundamentally positive trend for the technology sector.

The German market is thriving. Even the pandemic did little to impact this fundamentally positive trend for the technology sector.

In addition to the growing level of both local and international investment into German tech, policymakers have created better conditions for startups and VC funds to thrive in Germany.

The German Federal Government launched the €10 billion Future Fund and has committed additional funds to the Deep Tech Future Fund. Not only does this immediately inject more capital into the market at the growth stage, but it also indicates that Germany is “open for business.” It sends a clear signal to the rest of the world that Germany understands the link between innovation and tangible improvements in society. It is a powerful and welcome indicator to funds from around the world.

Germany is incredibly attractive to tech talent, in addition to investors. More and more tech workers wish to relocate to Germany, with the welfare state providing a model for the future.

The long term looks good, too. Germany is famous the world over for its manufacturing and engineering sector. Germany is one of the few countries that still generates foreign trade surpluses through local production. Manufacturing and engineering are still yet to experience a massive leap in innovation. Therefore, German startups are extremely well positioned to benefit from the increasing activity in “Industry 4.0” innovation, with talent from Germany’s manufacturing heartland poised to blend with the ever-increasing pool of tech talent in Berlin and Munich.

Share options and spinoffs are the Achilles’ heel of the German startup scene

I think German VC and the tech market are due to take off and achieve new heights. However, there are two areas that need to be substantially improved: employee stock options and the regulations around spinoffs.

Germany is choking on its bureaucracy, and that threatens innovation. Tesla’s new Gigafactory is the latest example of how bureaucratic processes can slow everything down.

For startups in Germany, reforms on employee stock option plans (ESOP) are urgently needed for startup workers to benefit from the success of their companies and for the startup ecosystem to grow on its own.

The current bill to offer better tax benefits does not reflect the needs of the industry. For example, tax relief is only available for employees in companies that are younger than 10 years. If an employee changes employers, they must pay tax on company shares beforehand, which poses a significant risk of bankruptcy. Because many startups are still not profitable after 10 years, taxes should only be due when an employee makes an actual profit from their holdings — when they sell the shares. In the end, startups simply won’t offer new ESOPs to their employees.

Another example: spinoffs. Germany has the highest number of patent applications in Europe. However, startups often are not able to turn innovative technology into product-market fit. Spinoffs from the leading German research institutes have had a hard time gaining a foothold because they have been imposed with high institutional fixed and license costs when spinning off. Here, Germany needs to be more flexible and give startups the space and funding they need.

Lower the fixed costs and the enormous bureaucracy founders face when spinning off. Investors have to render more operational and organizational support for researchers-turned-founders. Furthermore, VCs must have the courage to invest more in innovative ideas and technologies that may take a bit longer to thrive. BioNTech is the best example of how this pays off in the long run.

More German unicorns?

As it stands, 2021 has already seen numerous new unicorns from Germany — with Personio, Mambu, Sennder, Gorillas and Trade Republic achieving billion-dollar valuations — and there are almost certainly more to come.

If regulators finally cut through the red tape around stock options and spinoffs, the German tech and VC industry will achieve new heights. I look forward to positive changes and an entire roster of German unicorns being minted in the years to come.

#berlin, #column, #deep-tech, #entrepreneurship, #europe, #germany, #private-equity, #startup-company, #startups, #tc, #unicorn, #venture-capital

SmartAsset rethinks financial advisory, and becomes a unicorn in the process

SmartAsset, a marketplace that connects consumers to financial advisors, announced today that it has raised $110 million in a Series D round of funding.

The financing values New York-based SmartAsset at over $1 billion, and brings its total raised since its 2012 inception to just over $161 million, according to Crunchbase.

TTV Capital led SmartAsset’s Series D, which also included participation from Javelin Venture Partners, Contour Venture Partners, Citi Ventures, New York Life Ventures, North Bridge Venture Partners and CMFG Ventures.

The company last raised in June of 2018 – a $28 million Series C led by Focus Financial Partners. Since then, it says it has grown revenue “by 10 times” and is now on the cusp of reaching $100 million in ARR (annual recurring revenue). It recently made its one millionth consumer/advisor match on its SmartAdvisor platform. Also in 2020, SmartAsset says it referred $10 billion in new, closed assets under management (AUM) to financial advisors and firms across the U.S.

Besides pairing consumers with advisors with its Automated Financial Modeling software, SmartAsset claims to reach over 100 million people each month through its personal finance content, tools and “personalized” calculators.

Prior to starting the company, Carvin worked in finance. In an interview with Y Combinator (one of its backers), he shared how his frustration in finding information about buying a home and getting a mortgage “that was useful, accurate and unbiased” led him to join forces with Philip Camilleri to found SmartAsset.

“Calculators had obvious errors and the content seemed like it was all written by people that wanted me to take out the largest mortgage possible,” he added. So the pair launched SmartAsset in an effort to provide people with the tools and content to help them make better decisions around topics such as retirement, taxes, savings, homeownership and insurance.

Image Credits: SmartAsset CEO and co-founder Michael Carvin / SmartAsset

The company plans to use the new capital to invest in new product offerings, technology infrastructure and data partnerships. It also plans to boost its current headcount of 202 by more than 75% this year.

TTV Capital Partner Mark Johnson said the company “is quickly expanding its lead in one of the largest markets in the U.S. by providing an incredibly valuable resource for both consumers and financial advisors alike.”

The funding and its flashy valuation comes with a certain weight, even in the growing world of unicorn companies.

The company claims that, with today’s news, co-founder Michael Carvin now becomes the third Black founder and CEO of a company valued at over $1 billion. Others include Compass CEO and founder Robert Reffkin, whom we recently profiled here, and Calendly CEO and founder Tope Awotona, who we have also profiled.

While exciting, the unfortunate rarity of Black-led unicorns is a symptom of historical underfunding in Black or African-American startup founders. Crunchbase estimates that in 2020, 1% of total venture capital funding, or $1 billion, went to this cohort of founders.

“I hope seeing more successful Black founders inspires more people of color to start companies so that one day this is not news,” Carvin told TechCrunch.

A number of Black-led venture capital firms have closed investments in the past year, which could change this number, including Collab Capital’s $50 million investment vehicle, Harlem Capital, which closed a $134 million seed fund earlier this year; Cleo Capital, which set a $20 million target for Fund II; and MaC VC, which landed $103 million for its inaugural fund.

HBCUvc and Google for Startups also announced this month two separate efforts to provide non-dilutive capital to early-stage, underrepresented founders.

With a Series D under its belt, SmartAsset is working on taking out the bias from personal finance – while it itself is a case study in how overlooked founders, which routinely suffer from this exact phenomenon, continue to lead strong businesses.

 

#fintech, #new-york, #smartasset, #tc, #ttv-capital, #unicorn

Zero trust unicorn Illumio closes $225M Series F led by Thoma Bravo

Illumio, a self-styled zero trust unicorn, has closed a $225 million Series F funding round at a $2.75 billion valuation. 

The round was led by Thoma Bravo, which recently bought cybersecurity vendor Proofpoint by $12.3 billion, and supported by Franklin Templeton, Hamilton Lane, and Blue Owl Capital. 

The round lands more than two years after Illumio’s Series E funding round in which it raised $65 million, and fueled speculation of an impending IPO. The company’s founder, Andrew Rubin, still isn’t ready to be pressed on whether the company plans to go public, though he told TechCrunch: “If we do our job right, and if we make our customers successful, I’d like to think that would be part of our journey.”

Illumio’s latest funding round is well-timed. Not only does it come amid a huge rise in successful cyberattacks which show that some of the more traditional cybersecurity measures are no longer working, from the SolarWinds hack in early 2020 to the more recent attack on Colonial Pipeline, but it also comes just weeks after President Joe Biden issued an executive order pushing federal agencies to implement significant cybersecurity initiatives, including a zero trust architecture. 

“And just a couple of weeks ago, Anne Neuberger [deputy national security adviser for cybersecurity] put out a memo on White House stationary to all of corporate America saying we’re living through a ransomware pandemic, and here’s six things that we’re imploring you to do,” Rubin says. “One of them was to segment your network.”

Illumio focuses on protecting data centers and cloud networks through something it calls micro-segmentation, which it claims makes it easier to manage and guard against potential breaches, as well as to contain a breach if one occurs. This zero trust approach to security — a concept centered on the belief that businesses should not automatically trust anything inside or outside its perimeters — has never been more important for organizations, according to Illumio. 

“Cyber events are no longer constrained to cyber space,” says Rubin. “That’s why people are finally saying that, after 30 years of relying solely on detection to keep us safe, we cannot rely on it 100% of the time. Zero trust is now becoming the mantra.”

Illumio tells TechCrunch it will use the newly raised funds to make a “huge” investment in its field operations and channel partner network, and to invest in innovation, engineering and its product. 

The late-stage startup, which was founded in 2013 and is based in California, says more than 10% of Fortune 100 companies — including Morgan Stanley, BNP Paribas SA and Salesforce — now use its technology to protect their data centers, networks and other applications. It saw 100% international growth during the pandemic, and says it’s also broadening its customer base across more industries. 

The company has raised more now raised more $550 million from investors include Andreessen Horowitz, General Catalyst and Formation 8.

#america, #andreessen-horowitz, #anne-neuberger, #california, #colonial-pipeline, #computer-security, #computing, #cyberwarfare, #executive, #formation-8, #franklin-templeton, #funding, #general-catalyst, #information-technology, #joe-biden, #morgan-stanley, #network-management, #president, #proofpoint, #salesforce, #security, #solarwinds, #system-administration, #thoma-bravo, #unicorn, #white-house