#DealMonitor – Dance bekommt 15 Millionen – About You plant IPO – UVC Partners legt 150 Millionen-Fonds auf


Im aktuellen #DealMonitor für den 22. Oktober werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Dance
+++ Holtzbrinck Ventures investiert 15 Millionen Euro in das junge Berliner Mobility-Startup Dance, das von den Soundcloud-Gründern Alexander Ljung und Eric Quidenus sowie Jimdo-Macher Christian Springub gegründet wurde. Hinter Dance verbirgt sich ein Subscription-Service für E-Bikes. Schon vor dem Start investierte der Berliner Kapitalgeber BlueYard in Dance.  Zudem investierten auch Szeneköpfe wie Ilkka Paananen (Supercell), Jeannette zu Fürstenberg (La Famiglia), Kevin Ryan (Alleycorp, Doubleclick und MongoDB), Neil Parikh (Casper) und Bjarke Ingels (BIG Architects) in das sehr junge Unternehmen. Das Unternehmen ging im Juli mit einem Invite-only-Programm in Berlin an den Start.

Limehome
+++ Holtzbrinck Ventures, Lakestar und Picus Capital investieren weitere 10 Millionen Euro in das Münchner Startup Limehome. Das junge Unternehmen, das 2018 von Lars Stäbe und Josef Vollmayr gegründet wurde, mietet Wohnungen an und richtet diese als Apartments zur kurz- und langfristigen Miete ein. Lakestar, Holtzbrinck Ventures, Picus Capital und Global Growth Capital investierten erst Anfang dieses Jahres 21 Millionen Euro in Limehome.

Schrott24
+++ Statkraft Ventures, der Wagniskapitalableger des norwegischen Energiekonzerns, investiert gemeinsam mit FJ Labs sowie Gisbert Rühl, Vorstandschef des Duisburger Stahlhändlers Klöckner, 2,8 Millionen Euro in Schrott24 – siehe WiWo Gründer.  Der Altmetall-Marktplatz wurde 2016 von Alexander Schlick und Jan Pannenbäcker gegründet. Das Grazer Unternehmen sicherte sich zuletzt auch eine EU-Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

breathe ilo
+++ Der aws Gründerfonds investiert 3 Millionen Euro in das österreichische Femtech Carbomed Medical Solutions, das den Fruchtbarkeitstracker breathe ilo anbietet. Entwickelt wurde das Gerät von dem Reproduktionsmediziner Ludwig Wildt und Medizintechniker Horst Rüther. “Nur ein Jahr nach dem Marktstart liegt der Exportanteil bei bereits 80 Prozent – mit 75 Prozent davon ist Deutschland der Hauptabsatzmarkt, wo breathe ilo seit Januar diesen Jahres verfügbar ist”, teilt das Startup mit.

Acapela
+++ Visionaries Club, Entrepreneur First und Business Angels wie Christian Reber (Pitch und Wunderlist) sowie Taavet Hinrikus (Transferwise) investieren 2,5 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup Acapela. Das Berliner Unternehmen, das von Dubsmash-Gründer Roland Grenke und Heiki Riesenkampf, zuletzt Google, gegründet wurde entwickelt eine asynchrone Meeting-Plattform. Über die Plattform sollen Unternehmen flexibler als per Videobotschaft und persönlicher als per Slack kommunizieren können.

Peter Park
+++ Ein deutsches Family-Office investiert eine siebenstellige Summe in das Münchner IoT-Startup Peter Park. Das 2019 von Maximilian Schlereth, Florian Schaule, Patrick Bartler und Stefan Schenk gegründete Unternehmen entwickelt ein modulares Betriebssystem für Parkflächen. “Mit der neuen Finanzierung wird der Fokus auf das konsequente Wachstum des Teams gelegt, was als Fundament für die anstehende Internationalisierung dient”, teilt die Jungfirma mit.

Novum
Dr. Hettich Beteiligungen und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren eine siebenstellige Summe in Novum. Das 2014 in Dresden gegründete Startup entwickelt eine Technologie, die das Großspeichermonitoring von Batterien auch offline möglich macht. “Mit dem frischen Kapital soll das Produktportfolio im Bereich Großspeicher und 2nd life Schnelltests für die Automobilindustrie erweitert werden”, teilt das Unternehmen mit.

EXIT

OOTP Developments
+++ Der südkoreanische Spiele-Entwickler Com2Us, bekannt für Summoners War, übernimmt das deutsche Studio OOTP Developments. Seit 1999 setzt OOTP mit Sitz in Hollern-Twielenfleth auf PC-Sportsimulationen wie Out of the Park Baseball und Franchise Hockey Manager. OOTP stieg erst im Januar beim The Walking Dead-Studio Skybound Entertainment. Weitee Zukäufe sind geplant.

Grapevine
+++ Das Wiener Startup Orderlion, eine Bestell-App für Gastronomen und Lieferanten, übernimmt das Wein-Startup Grapevine. “Mit Grapevine kommt nun ein Startup dazu, dass bisher (der Name verrät es bereits) im Weinsegment unterwegs war und etwa 200 Winzer als Kunden aufgebaut hat” – berichtet Trending Topics. Orderlion wurde 2017 von Stefan Strohmer und Patrick Schubert gegründet. Die Jungfirma konkurriert mit Startups wie Choco, Rekki und Co.

IPO

About You
+++ Der Modeversender About You bereitet seinen Börsengang vor – siehe manager magazin. “About You, bei der letzten Finanzierungsrunde 2018 mit knapp einer Milliarde Euro bewertet, soll beim Börsengang einen Marktwert von mindestens drei Milliarden Euro anstreben. Wächst man weiter wie bisher, hoffen manche gar auf fünf Milliarden Euro”, heißt es im Bericht. Als Termin ist März 2021 anvisiert.

VENTURE CAPITAL

UVC Partners
+++ Der Münchner Kapitalgeber UVC Partners legt seinen dritten Fonds (150 Millionen Euro) auf. “Die Investorenbasis des neuen Fonds ist breit gestreut und reicht von erfolgreichen Startup-Unternehmern wie den FlixBus-Gründern über institutionelle Investoren und Family Offices bis zu Familienunternehmen und Corporates”, teilt der Geldgeber mit. UVC Partners investiert vorrangig in “herausragende europäische B2B-Startups”. Im zweiten UVC-Fonds waren 82 Millionen.

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Foto (oben): azrael74

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#Zahlencheck – Wine in Black kostete bis zum Exit 14,1 Millionen


Seit Januar 2019 gehört der Berliner Weinshop Wine in Black zur Viva Group, einem Weinimporteur mit Sitz in Stockholm. Rund 15 Millionen Euro wanderten zuvor in die Jungfirma. Der Kaufpreis soll im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben. Sehr wahrscheinlich war es aber eine recht niedrige zweistellige Millionensumme, gerade so auf Investmentniveau. 2017 präsentierte sich Wine in Black noch als sehr verlustreiches Unternehmen (Jahresfehlbetrag: 3,2 Millionen Euro).

2018 – also kurz vor dem Exit – wirkte dagegen der verordnete Sparkurs. Der Jahresfehlbetrag auf 918.653 Euro. Insgesamt kostete der Aufbau des Weinshops somit bis Ende 2017 aber beachtliche 14,1 Millionen. Die Investoren mussten dem Startup deswegen 2018 auch weitere 2,5 Millionen zukommen lassen (Kapitalrücklage). Gleichzeitig ging die Zahl der Mitarbeiter auf 30 zurück. 2017 betrug die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer noch 38. Im Jahr zuvor waren es sogar noch 47.

Das verheißungsvoll gestartete Wine in Black konnte somit den milliardenschweren Weinmarkt – trotz mehrerer Millionenspritzen – nicht erobern. Am Ende blieb ein Exit, beim die bekannten und prominenten Investoren sehr wahrscheinlich zumindest erhobenen Hauptes das verlustreiche Feld verlassen konnten. Man darf gespannt sein, wie sich das Unternehmen unter dem neuen Besitzer langfristig schlägt. Zumindest ist das Startup, das von Christian Fricke geführt wird, seitdem sehr leise.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

  • Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 844.660,15 (Vorjahr: EUR 2.959.474,29). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten  aus Lieferungen und Leistungen.

* Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 30.

Wine in Black im Zahlencheck

2018: 918.653 Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 3,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 1,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 1,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 1,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 419.680 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

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Italien-Weine für die Isolation – Beschwipst erträgt sich die Krisenzeit besser

Weine für die Isolation: Beschwipst erträgt sich die Krisenzeit besser BILD-Weinkolumnist Martin S. Lambeck bricht eine Lanze für die Italiener. Mit ihren Weinen kommt man besser durch die Selbstisolation.
Foto: Moment/Getty Images

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